Saturday, February 14, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-09-16

Parteibuch Ticker Feed von 2008-09-16


Wojnas Workinglife: Hartz 4
09/16/2008 11:44 PM

Das Ergebnis des jüngsten Workshops im Jugendtreff der IGBCE in Walsum ist ein Musikvideo. Kando, Nok, Jenny und Marie haben gemeinsam getextet, gefilmt und geschnitten.

Thema des Musikclips sind die Hartz 4-Gesetze und ihre Auswirkungen auf Jugendliche und ihre Familien in Duisburg.

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Berlin: Neue Initiativen gegen Aufwertung und Verdrängung
09/16/2008 10:55 PM

Stadtentwicklungsthemen haben in den vergangenen Monaten einen festen Stellenwert in der Berliner Initiativenlandschaft eingenommen: MediaSpree, die Eröffnung der O2-Halle, steigende Mieten in Kreuzberg und Prenzlauer Berg… In vielen Bereichen regt sich der Protest:

So gibt des die AnliegerInitiative Marthashof (AIM) jetzt auch im Internet. Viel Erfolg!

Die Anliegerinitiative Marthashof (AIM) entstand im Frühjahr 2008. Als engagierte Bewohner der Oderberger Str., Schwedter Str. und der Kastanienallee mussten wir erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass an uns vorbei geplant worden war, und gebaut werden sollte: eine schöne neue Welt, die die Atmosphäre des Kiezes nutzt und kommerziell verwerten möchte.

Auch um Neubaupläne geht es bei der Nachnutzung des Flughafens Tempelhof. Gleich zwei neue Webseiten gibt es zum Thema:

Die Bürgerinitiative Nachnutzung Tempelhof (NANU THF) fordert den langfristigen öffentlichen Besitz des Geländes und ein zehnjähriges Planungsmoratorium um eine intensive und ernsthafte Bürgerbeteiligung sicherzustellen.

Auch die Initiative Tempelhof für Alle! setzt sich für die die Öffnung des Areals des ehemaligen Flughafens Tempelhof ein und fordern eine soziale Nutzung des Geländes statt Baufläche für InvestorInnen.

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Bedeutungswirbel: Große Kunst mit kleinem Zug!
09/16/2008 10:34 PM

Lino guckt ja grad sehr gerne Kugelbahnen und Holzeisenbahnen auf YouTube an. Das ist für mich natürlich manchmal nicht so wirklich spannend. Aber unter all dem skurilen Zeugs findet man dann dabei doch auch mal wieder solche Perlen:

Selten wurde mit so feinfühligen Mitteln (die Musik! die wechselnden Wagen!) der Übergang vom Fordismus (Fabrik!) zum Postfordismus (Spiel!) so treffend dargestellt. Ich bin zutiefst berührt.

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Lumières dans la nuit: Schlacht-Zeile
09/16/2008 09:15 PM

Als er an einem Kiosk vorbeiging und die großen Schlagzeile eines Boulevard-Blattes sah, sagte er: »Ich sehe. Der Völkische Beobachter trägt jetzt rot. Wenn es in Deutschland noch ein kleines bisschen dunkler wird, denn sieht das auch bald so richtig braun aus.«

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Wut!: Tinnef (36)
09/16/2008 09:14 PM

€ 35,-

Besuchen Sie die Drehorte der TV-Serie, von der sie sich jeden Tag zur Werbung in der ARD angeln lassen. Erleben Sie einen Tag Roman-Tick in der Altstadt von Lüneburg und vermissen Sie nur das aufdringliche Psychogeklimper, mit dem man sonst Ihre Seele auf dem Hintergrund dieses Ortes beim Glozen mürbe macht, damit die Werbung besser passt. Nehmen Sie Ihren Kaffee und ein Stück Torte vor einer Kulisse, die Sie eigentlich schon oft genug gesehen haben, und erfahren Sie hautnah, dass man auch aus der größten Scheiße noch ein zusätzliches Geschäft machen kann.

Quelle des Scans: Ein aktuelles Tagesfahrten-Programm von Beckmann Reisen.

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Suboptimales: Das bedingungslose Grundeinkommen - Kombilohn auch für Reiche?
09/16/2008 09:14 PM

Die Linkspartei stellt augenscheinlich das *bedingungslose Grundeinkommen als eine der “tragenden” Säulen in die Mitte ihres aktuellen Wahlkampfes. Was ist also dran, am bedingungslosen Grundeinkommen ? Dass die unter dem Kontrolldruck ihrer ARGE bzw. ihrer Optionskommune stehenden Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II und ihre organisatorischen Netzwerke hierin eine Alternative zu bedürftigkeits - geprüften Transferleistungen sehen, ist wenig verwunderlich. Auch die Linkspartei kann sich offensichtlich dem zweifelhaften Charme eines “Kohle für alle Modells" nicht entziehen. Ich frage mich manchmal, wo eigentlich die wirtschafts- und finanzpolitischen Kräfte der Linkspartei sind oder ob es die überhaupt gibt; oder ob es bei der Linkspartei lediglich darum geht, den von der Parteispitze protegierten Mitgliedern lukrative Posten zu verschaffen ?

Dass die Forderung nach dem Grundeinkommen in unterschiedlichen politischen Lagern ( von der FDP über die CDU und die Bündnisgrünen bis zur Linkspartei ) Resonanz findet, liegt vermutlich daran, dass es Gerechtigkeitsvorstellungen eines utopischen Sozialismus mit bürgerlichen Gleichheitsidealen und aus Sicht neoliberaler Ökonomen bewährten Funktionselementen der Marktökonomie verbindet. Das von Götz Werner ( Gründer der Drogeriemarktkette ) wieder belebte Modell, ist für einfach gestrickte Bürger nicht ohne Reitz.

Sind doch 1000 Euro mehr, als 351 Euro.

Dass von diesen 1000 Euro alles, von der Miete bis zur Krankenversicherung bestritten werden soll, wird dann sehr leicht übersehen. Hinzu kommt, dass auch die 1000 Euro sozialversicherungspflichtig sind. Und das liegt im Interesse der Finanzmärkte wie Unternehmer, die somit von der derzeit paritätischen Lösung freigestellt würden. Insofern wäre das auch im Interesse des Unternehmers Götz Werner.

Es muss darum gehen, den bestehenden Wohlfahrtsstaat durch sinnvolle Reformen weiterzuentwickeln. Es geht um die veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen einer postindustriellen Gesellschaft. Die Menschen wollen am Wirtschaftsaufschwung beteiligt werden und keine Almosenempfänger sein. Es geht um die aktuelle Massenarbeitslosigkeit, die mangelnde Bildung der Unterschicht und die Verarmungs-tendenzen, die mittlerweile bis in die Mittelschichten hinein reichen. Es geht um die Millionen, die in prekären Arbeitsverhältnissen arbeiten, um die Hungerlöhner, die von den Statistiken der Arbeitsagenturen verschwiegen werden. Sozialpolitik hat sich um die genannten Fakten zu kümmern, die Ursachen zu erkennen, um sie dann zu bekämpfen.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde den Sozialstaat aber nicht nur “vom Kopf auf die Füße stellen", sondern ihm den Todesstoß versetzen.

Denn er könnte die neben der Armutsbekämpfung für einen Wohlfahrtsstaat konstitutiven Funktionen, wie sie im Grundgesetz verankert sind, gar nicht mehr erfüllen. Die Lebensstandardsicherung im Falle sozialer Existenzrisiken wie Krankheit, Invalidität und Arbeitslosigkeit, sowie der Ausgleichs zwischen Arm und Reich.

Das gesamte Sozialversicherungssystem würde zugunsten des Grundeinkommens entfallen.

Da nicht nur die Armut, sondern parallel dazu auch der Reichtum in einer früher unbekannten Weise wächst, ist die soziale Polarisierung neben der Prekarisierung das Kardinalproblem unserer Gesellschaft und vornehmlich mehr ausgleichende Gerechtigkeit nötig.

Sowenig eine Kopfpauschale im Gesundheitssystem der unterschiedlichen finanziellen Leistungsfähigkeit von Krankenversicherten gerecht würde, sowenig eignet sich jedoch das Grundeinkommen, um die tiefe Wohlstandskluft in der Gesellschaft zu schließen. Letztlich würde es als Kombilohn für alle wirken ! Vom Sozialhilfeempfänger bis zum Milliardär käme jeder in diesen für mich zweifelhaften Genuss staatlicher Alimentation und würde eher letzten Gruppierung mehr nutzen, als die Ursachen von Prekarisierung und Armut zu bekämpfen.

Weil das Existenzminimum seiner Bezieher/innen gesichert wäre, müssten die Menschen noch schlechter entlohnte Jobs annehmen, wodurch den Unternehmen noch preiswertere Arbeitskräfte zur Verfügung stünden und die Gewinne noch stärker steigen würden.

Gleichzeitig wäre die Regierung nicht nur ihrer Pflicht zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit enthoben, sondern auch die Durchsetzung weit reichender Deregulierungskonzepte möglich - Der komplette Wegfall des Arbeitslosengeldes zum Beispiel.

Wenn ( fast ) alle bisherigen Transferleistungen in einem Grundeinkommen aufgingen, hätten Neoliberale ihr Ziel erreicht, das traditionsreiche Sozialversicherungssystem zu zerstören und könnten den Systemwechsel noch dazu als Wohltat für die Bedürftigsten hinstellen.

Seinen Befürwortern wie Götz W. Werner ( dm- markt ) erhoffen sich von dem garantierten Mindesteinkommen paradoxerweise eine Lockerung jener Verbindung zwischen Sozialleistungen und Erwerbsarbeit. Ein Mindestlohn wäre beispielsweise obsolet und die Diskussion darüber überflüssig. Ein-Euro-Jobs würden faktisch zur Regel und nicht nur der, sondern Arbeitsentlohnung auch noch weit darunter!.

Selbst wenn die Arbeitslosen durch ein von der Erwerbsarbeit abgekoppeltes Grundeinkommen materiell besser als bisher abgesichert wären, was im Modell des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus ( CDU ) ja nicht der Fall ist, bliebe das Problem ihrer sozialen Ausgrenzung bestehen. Würde das BGE weit über die 1000 euro Marke hinaus erhöht, würde die Mehrwertsteuer auf weit über 50% bis 60% ansteigen müssen.

Welche Träumereien hinter solchem Zahlenspiel im Ansatz gescheiterten Wunschdenkens stehen, sollte nun an Hand des Beispiels deutlich geworden sein.

Während sich eine bedarfsorientierte soziale Grundsicherung in den Bismarck'schen Wohlfahrtsstaat einfügen lässt, und eine solidarische Bürgerversicherung dessen sinnvolle Erweiterung bzw. logische Fortentwicklung wäre, erscheint das Grundeinkommen in diesem Sicherungssystem geradezu als Fremdkörper. Davon hätten weder Unter- noch Mittelschichten die geringsten Vorteile zu erwarten, würde ihnen doch mehr “Eigenverantwortung" zugemutet und die Hauptlast der Kosten aufgebürdet. Denn als geeignete Finanzierungsform werden fast ausnahmslos indirekte Steuern vorgeschlagen ( Mehrwertsteuererhöhung ) .

Das über eine drastisch erhöhte Mehrwertsteuer finanzierte Grundeinkommen dient als Hebel, um die Lohn- und Einkommen- wie auch die Unternehmensteuern schrittweise abzuschaffen. Götz W. Werner, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der dm-Drogeriemarktkette, rückt die Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens so stark in den Mittelpunkt, dass es fast scheint, als bezwecke er weniger die Befreiung der Menschen vom Arbeitszwang als die steuerliche Entlastung der Unternehmer. Denn an die Stelle der Einkommensteuer soll eine von ihm allein für “sozial gerecht" erachtete “Ausgabensteuer" treten, wodurch das Grundeinkommen, als bloße “Rücküberweisung des jetzt schon geltenden steuerlichen Grundfreibetrages" ( Werner ) interpretiert, zum Abfallprodukt seiner steuerpolitischen Reformkonzeption degeneriert. Folgt man nicht der Standortlogik, wonach die Mehrwertsteuer im Unterschied zu den gesetzlichen Lohnnebenkosten ( Sozialversicherungsbeiträgen ) auch die ausländischen Unternehmen trifft, sondern der sozialen Gerechtigkeit als Richtschnur, scheidet die Mehrwertsteuer als Finanzierungsquelle aus, weil sie keine Rücksicht auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der ihr unterworfenen Bürger/innen nimmt und besonders kinderreiche Familien trifft, die in Relation zu ihrem niedrigen Einkommen einen relativ hohen Konsumgüterbedarf haben. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer würde also diejenigen am meisten belasten, deren Grundeinkommen für Nahrung und Kleidung ausgegeben werden muss und deswegen nicht reicht. Sie wäre also gleichermaßen so nass, wie sie es jetzt mit dem Hartz IV-Regelsatz sind !

Ob ein bedingungsloses Grundeinkommen ( BGE ) sinnvoll, finanzierbar und realisierbar ist, erscheint fraglich. Ohne eine massive Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf bis zu 50 % und mehr brauchte man sich über ein Bedingungsloses Grundeinkommen erst gar nicht zu unterhalten. Die Mehrwertsteuer aber wird an die Verbraucher komplett weitergereicht, betrifft also die Unternehmen nicht. Die Hunde, die dadurch gebissen werden, werden sehr schnell feststellen, dass das Geld noch nicht einmal bis zur Mitte eines Monats reicht. Sie sind gezwungen, jeden Job zu jedem Preis anzunehmen, was wiederum den Circulus vitiosus schließt:

Sozialhilfeempfänger stehen schlechter da, als je zuvor !

Hinzukommt, dass arbeitspolitische Maßnahmen aufgrund der hohen Ausgaben für das BGE keinerlei weitere Finanzierungen zur Weiterbildung zum Beispiel. und andere flankierende Maßnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit nicht mehr geleistet werden können.

Es dürfte kaum die Zustimmung einer Mehrheit der Bevölkerung finden, weil für sie die Bedürftigkeit seiner Empfänger/innen und die Frage eine Schlüsselrolle spielen, warum jemand in eine Notsituation geraten ist. Das nicht auf Erwerbsarbeit gegründete und “leistungslose" Einkommen bleibt deshalb wohl eine Utopie, die nur von wirtschafts- und sozialpolitischen Nahzielen wie einem gesetzlichen Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzungen und einer Grundsicherung ablenkt, die ihren Namen verdient.

Hier noch eine kleine Rechnung, speziell für die Linkspartei:

82 Millionen Menschen x Euro 1000 = 82 Milliarden im Monat
82 Milliarden x 12 = 1044 Milliarden Euro

Hinzu kommt der Bundeshaushalt mit rund 280 Milliarden Euro
Und die aktuellen Schulden in Höhe von 1500 Milliarden.

Frage: Wie hoch müsste die Mehrwertsteuer angehoben werden, um das Ganze zu finanzieren ???

*Korrektur: Die Linksfraktion im Bundestag hat sich für das Modell der bedarfsorientierten Grundsicherung entschieden…..

Und das ist gut so !

Peter Christian Nowak
P+P Edition
Redaktion: ! Tacheles - Im Namen des Volkes ?!
OK-Ludwigshafen Fernsehen. Tel. 0176 520 800 50

Das Bücken und Schmiegen vor einem Menschen ist in jedem Fall eines Menschen unwürdig. Wer sich zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, dass er mit Füßen getreten wird.
( Immanuel Kant, Philosoph aus Königsberg )

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Principiis Obsta: Zusammenbruch der US Realwirtschaft droht
09/16/2008 08:29 PM
Von Heinz-Jürgen Fandrich

USA auf Weg in Depression?

Der American way of life wird täglich schwerer zu leben.

Was mussten wir in letzter Zeit alles hören oder lesen. 3 von 5 Investmentbaken existieren nicht mehr. Von den 3 größten Hypothekenfinanzierern ist ein pleite und zwei unter staatlicher Zwansverwaltung. Die größte US Sparkasse zappelt am Fliegenfänger.

1400 insolvenzbedrohte Banken sollen sich auf der geheimen Beobachtungsliste der FED befinden. Sparer plagt die Angst um ihre Einlagen. Ein US Banken Run darf erwartet werden. Die 3 großen Autohersteller in den USA verkaufen 30 % weniger Autos und sehen dem Bankrott ins Auge.

Der größte Versicherungskonzern der Welt hat nur Stunden zu leben. Die gesamte Infrastruktur ist in die Jahre gekommen und marode. Die Politik steht hilflos im Abseits. Die Notenbank weiß sich nur noch mit massiven Geldmengenerweiterungen zu helfen.

Dieses Herumdoktern der FED an Marktproblemen scheint die Situation eher zu verschlimmern denn zu heilen. Die Inflation steigt stetig und die Gläubiger im Ausland werden allmählich sauer. Sogar die Wirbelstürme haben sich gegen die USA verschworen.

Unter solchen Umständen kann der American dream of life schnell zum Alpdream of life mutieren.

Quelle: MMnews[Link] [Cache]
Esowatch: Das Übliche von den Anthroposophen
09/16/2008 08:28 PM
Heute schreiben wir einfach mal ab.
Das "Schwarzbuch Waldorf" von Michael Grandt ist erschienen.
Es kam, wie es kommen musste:
16.09.2008: NEWS - PRESSEMITTEILUNG DES GÜTERSLOHER VERLAGSHAUS ZUR EINSTWEILIGEN VERFÜGUNG

"Am 11.September 2008 hat das Landgericht Stuttgart dem Gütersloher Verlagshaus durch Einstweilige Verfügung untersagt, das Buch des Autors Michael Grandt „Schwarzbuch Waldorf" anzubieten, auszuliefern oder zu verbreiten, soweit es zum Thema des Verhältnisses der Waldorfpädagogik zu körperlichen Strafen in den Waldorfschulen aus dem Buch „Die Strafe als Selbsterziehung und in der Erziehung des Kindes" zitiert, ohne dabei nachfolgend näher bezeichnete gerichtliche Auflagen zu beachten. Der Verlag bedauert, dass der Bund der Freien Waldorfschulen das Angebot des Verlages zu einem klärenden Gespräch über angebliche falsche, in Wirklichkeit nie auch nur ansatzweise substantiierte Tatsachenbehauptungen ausgeschlagen und stattdessen Gerichte Hilfe gesucht hat. Souveränität im Umgang mit Kritikern sieht anders aus, entsteht doch so der Verdacht, dass ein grundsätzlich missliebiges Buch in Gänze verhindert und ein renommierter Autor mundtot gemacht werden soll.

Der Verlag wird diesen durchsichtigen Versuch der Beeinflussung der öffentlichen Diskussion über die kontroverse, in Grandts Buch thematisierten Frage, ob die Waldorfschulen Weltanschuungsschulen sind, mit allem Nachdruck zurückweisen. Deshalb wird der Verlag gegen die Einstweilige Verfügung Widerspruch einlegen. Bis zu einer positiven Entscheidung über den Widerspruch wird das Buch mit einem klarstellenden Hinweis ausgeliefert, der den gerichtlichen Auflagen entspricht.

Ein Kritikpunkt des Gerichts war, dass im Schwarzbuch nur Passagen aus dem Buch von Grabert, immerhin von 1951 bis 1998 in zehn Auflagen als Band 1 der Schriftenreihe der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen erschienen, zitiert werden, die sich zustimmend zu körperlichen Strafen äußern. Eindeutig der Anwendung körperlicher Gewalt zustimmenden Passagen bei Grabert wie zB „Das Schmerzerlebnis [hat] eine seelisch-reinigende und zugleich eine das Bewusstsein aufweckende und aufhellende Wirkung. Dabei kann solcher Schmerz in der Strafe von der aller verschiedensten Art sein. Er kann rein physischer Schmerz sein, wie bei einem Schlage, einer Ohrfeige." müssten, so das Gericht, zukünftig auch Passagen gegenübergestellt werden, in denen Grabert die negativen Folgen körperlicher Gewalt erörtert.

Im Schwarzbuch muss zukünftig weiter klargestellt werden, dass 1998 eine Neubearbeitung des Grabert-Buchs durch einen Autor Kniebe erfolgte, in der körperliche Strafen ausdrücklich abgelehnt werden. Interessanterweise aber nennt das Vorwort der Neubearbeitung Graberts Fassung trotz der teilweisen Abkehr von dessen Thesen zur körperlichen Gewalt weiterhin einen „Klassiker der Literatur zur Waldorfpädagogik" und ein „verdienstvolles Buch". Und die oben zitierte Passage Graberts zur körperlichen Gewalt schreibt Kniebe trotz seiner Ablehnung körperlicher Gewalt im Übrigen nur eher dezent um zu: „Das Schmerzerlebnis [hat] eine seelisch-reinigende und zugleich eine das Bewusstsein aufweckende und aufhellende Wirkung. Dabei kann solcher Schmerz in der Strafe von der aller verschiedensten Art sein. Der rein physische Schmerz, wie beim Schlag, bei der Ohrfeige, kommt wohl in den seltensten Fällen wirklich in Betracht."

Schließlich muss nach dem Wunsch des Gerichts klargestellt werden, dass sich die Verlagswerbung des überarbeiteten Gabert-Werkes („Georg Kniebe hat das Buch – bereits in mehreren Auflagen erschienen und zu einer unverzichtbaren Grundlage der Waldorfpädagogik geworden – grundlegend aktualisiert und durch eigene Überlegungen ergänzt ") nicht mehr auf die Gabert-Fassung, sondern ausschließlich auf die Kniebe-Neubearbeitung beziehen soll. Der Verlag wird diesen Hinweis beachten, jedoch seine entgegenstehende, der Sprachlogik folgende Auslegung der Reichweite der Verlagswerbung gerichtlich verteidigen.

www.michaelgrandt.de

Das gibt ordentlich Aufmerksamkeit.
In der "Süddeutschen" steht schon mal ein Artikel:
Die Rache der Anthroposophen

Nachtrag:
"Deutschlandradieo Kultur" unter anderem mit einem Telefoninterview mit Michael Grandt als MP3-Datei.[Link] [Cache]
Der Demokrat: Egal was ... Hauptsache dagegen???
09/16/2008 07:47 PM

Auch wenn ich mir geschworen habe, mich des lieben Friedens Willen nicht mehr über Geschehnisse innerhalb von Infokrieg.tv zu äussern, kann ich dennoch nicht zu dem eben Entdeckten schweigen.

Unter dem Link "War Merkel Stasi-Spitzel? Das Geheimnis der Kanzlerin" verlinkt Infokrieg zu einer ausdrücklich nationalistischen Hetzzeitung, nämlich der Netzversion von Frey's "National-Zeitung".
Als Antifaschist kann ich derartiges nur verurteilen und ablehnen und ich stelle mir ernsthaft die Frage, wo mittlerweile Infokrieg steht. Aber es passt irgendwie ins Geschehen.

Seit geraumer Zeit gibt es keine Avatare mehr bei IK. Eine lange Zeit jedoch hatte einer der Administratoren einen Avatar mit einem EAN-Strickcode und dem Schriftzug Boycott 729. Die EAN-Kennung 729 steht für das Herstellerland Israel. Der Avatar bedeutete also schlicht: "Kauft nicht beim Juden."

Es wird leider tatsächlich Zeit, sich von IK vollends zu distanzieren. Das bedeutet, dass ich auch versuchen werde, die URL zu diesem Blog zu ändern. Leider!

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Dominik Hennig: Kriegsschlampe
09/16/2008 07:05 PM
Über die machtversessende, bigotte Cheerleaderin der Theocons, Sarah Palin, hört und liest man ja so einiges. Aber keine Beschreibung trifft so schön ins Schwarze wie die von Roger Young:


I did not watch a single second of the political conventions. I read a few news reports and observations - just enough to keep up with the evil intentions of politi-gangsters that claim to own me. One detail that caught my eye was that Sarah Palin has a baby born in April. So here's a woman that doesn't hestitate to abandon her newborn (with Down's Syndrome, no less) in order to become part of the murderous Amerkian regime. Is not power the ultimate seductress?

If elected, watch Sarah as she explains how the state owns your children.
Watch Sarah justify taking the lives of foreigner's children as an acceptable cost of maintaining imperialistic ambitions.
Watch Sara lead the cheers for those solider boys directly responsible for taking those lives.
Watch Sarah encourage the sheep to sacrifice their children (not hers) in the Amerikan Empire's growing list of wars.
Watch Sarah neglect a special child with special needs that only a mother can fulfill.
Country First!
Queen Hillary must be so jealous to find that there is a new War Wench on the block; a War Wench even more bloodthirsty and unconscionable.
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Der Spiegelfechter: Der Tod der Könige der Wall-Street
09/16/2008 06:36 PM

Als die schwer angeschlagene Investmentbank Bear Stearns im März dieses Jahres mit staatlicher Hilfe von der Geschäftsbank JPMorgan Chase übernommen wurde, gönnte sich Richard Fuld eine Bonuszahlung in Höhe von 22 Mio. US$. Fuld ist CEO bei Lehman Brothers, der viertgrößten Investmentbank der USA, und gilt an der Wall-Street als selbstverliebter Geck. In den letzen fünf Jahren kassierte Fuld 312 Mio. US$ und sein 2% Anteil bei der Investmentbank war im März noch über 750 Mio. US$ wert. Diese Zeiten sind nun vorbei. Lehman Brothers musste am Wochenende Gläubigerschutz beantragen, da die Verbindlichkeiten in Höhe von 613 Mrd. US$ die Summe der Werte überstiegen hatten. Fuld kann nun seinen Ruhestand genießen - fortan trifft bei Lehman ein Konkursrichter strategische Entscheidungen. Da hat es Stanley O´Neil besser. Der ehemalige CEO von Merrill Lynch baute die Position seines Unternehmens im Ramschhypothekensektor massiv aus, verließ aber bereits im Oktober 2007 die bereits damals angeschlagene Investmentbank und ließ sich diese Selbstlosigkeit mit einem Schmerzensgeld in Höhe von 162 Mio. US$ vergüten. Dies war clever – mittlerweile werden die Verluste, die O´Neils Entscheidungen dem Unternehmen einbrachten, auf 52 Mrd. US$ geschätzt. Nur die Übernahme durch die Geschäftsbank Bank of America konnte verhindern, dass Merrill Lynch dem Beispiel von Lehman Brothers folgen und die Insolvenz anmelden musste.

Der Tod der beiden Investmentgiganten ist allerdings nicht nur auf das Fehlverhalten einiger weniger gieriger Manager zurückzuführen. Rund ein Jahr nach dem ersten Höhepunkt der Subprime-Krise ist das eingetreten, was als systemisches Risiko bezeichnet wird. Bis jetzt haben die Finanzinstitute zusammen 500 Mrd. US$ abgeschrieben. Das komplette Finanzsystem ist betroffen und ein Fortbestehen des Finanzsystems in der bisherigen Form ist auszuschließen. Von den fünf großen selbstständigen Investmentbanken, den Königen der Wall-Street, existieren nur noch zwei. Das Geschäft der Investmentbanken wird Stück für Stück von den großen Geschäftsbanken übernommen. Mit dem Geschäft der Investmentbanken übernehmen die Geschäftsbanken allerdings auch die diffusen Risiken der Investmentbanken. Während traditionelle Geschäftsbanken die Einlagen ihrer Kunden als langfristige Kredite vergaben und somit bereits immanent gegen Ausfallrisiken abgesichert sind, baut das Geschäftsmodell von Investmentbanken auf die Maximierung des Unterschiedes zwischen dem Zins, zu dem sie sich Geld leihen, und dem Zins, den sie durch ihre Investments einnehmen.

In den Zeiten des vermeintlich stetigen Wachstums in den 1990ern und den frühen 2000ern wurden dabei die internen Absicherungsmechanismen gegen Risiken auf komplexe Papiere ausgelagert, die breit gestreut wurden, um Einzelrisiken zu minimieren. Gleichzeitig wurde das Risiko durch immer höher werdende „Hebeleffekte" erhöht. Das Problem des gängigen Risikomanagements der Finanzwirtschaft lag allerdings darin, dass die Mechanismen systemimmanent greifen sollten. Gegen ein systemisches Risiko ist das Finanzsystem aber nicht abgesichert. Mehr noch – die Entwicklung der Finanzkrise hat gezeigt, dass die Sicherungsmechanismen sich sogar ins Gegenteil umwandeln und einen Dominoeffekt auslösen können. Eine Volkswirtschaft, die im Wesentlichen vom Öffnen von Containern aus China und dem Verkauf dieser Güter auf Pump bei WalMart lebt und deren ökonomische Schrittmacher durch „Hebeleffekte" unter hohen Risiken Renditen erzielen, die nur bei einem stetigen Wachstum „abgesichert" sind, ist höchst anfällig. Dass ausgerechnet die großzügige Vergabe von Hypothekenkrediten an schlechte Schuldner die größte Finanzkrise auslösen könnte, die die Welt seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930ern erlebt hatte, überrascht indes auch alle Experten. Das Finanzsystem hat sich als derart komplex und intransparent herausgestellt, dass Korrekturen unausweichlich sind. Damit endet eine Periode, die seit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems im Jahre 1973 die Freiheit des Marktes über staatliche Sicherungen und Regulierungen gestellt hat. Wohin die Reise führt, ist heute noch nicht zu sagen. Die Finanzkrise scheint ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht zu haben.

Kaum jemand weint Lehman Brothers und Merrill Lynch viele Tränen nach. Betroffen sind neben den Mitarbeitern vor allem Aktionäre, Investoren in Anleihen und Institute, die den Investmentbanken Interbankenkredite vergeben haben. Die Blütezeit der Investmentbanken ist endgültig vorbei. Da es keinen Platz für all die aufgeblähten Finanzgiganten mehr gibt und durch die gestiegene Volatilität und die gestiegenen Finanzierungskosten für frisches Kapital das Geschäftsmodell der Investmentbanken in großen Teilen abhanden gekommen ist, ist eine Marktbereinigung ein logischer Schritt. Die US-Regierung hat mit Lehman Brothers zum ersten Mal einen „Big-Player" sterben lassen. Im Falle Bear Stearns stand die Regierung für Risiken gerade, die Immobiliengiganten Fannie Mae und Freddie Mac wurden sogar de facto verstaatlicht. Ein Kollaps hätte zu verheerenden Folgen im Wirtschaftssystem geführt, insofern war ein Eingreifen gerechtfertigt. Im Falle Lehman Brothers hielt man in Washington die Folgen für überschaubar. Ob Finanzminister Paulson mit dieser Einschätzung recht behält, wird die Zukunft zeigen. So sehr man auch einen „Sozialismus für Reiche" ablehnen mag, Lehman kollabieren zu lassen, ist sehr riskant. Kaum jemand kann die möglichen Folgen abschätzen. Wenn Positionen von Lehman zur Liquidierung auf die Märkte schwappen, könnte dies unabsehbare Folgen für die Marktpreise strukturierter Produkte haben.

Alles dies geschieht in einem Moment, in dem ein weiteres Damoklesschwert bereits über der Wall-Street schwebt. Der zweitgrößte Versicherungskonzern der Welt, die AIG, hat in diesem Jahr bereits Verluste in Höhe von 18,5 Mrd. US$ vermelden müssen. Die AIG ist nämlich kein „normaler" Versicherungskonzern, sondern auch ein „Big Player" auf dem Finanzmarkt. Vor allem auf dem 60.000 Mrd. US$ Markt der Credit Default Swaps (Kreditderivate) ist die AIG der Ringleader. Aber auch in den Sektoren Hedge-Fonds und Hypothekenkredite ist die AIG ein signifikanter Marktteilnehmer. Ein Kollaps der AIG würde auf einen Schlag 441 Mrd. US$, die als von der AIG ausgegebene Kreditderivate im Markt sind, vernichten. Die Inhaber dieser Papiere sind weltweit gestreut und laut Angaben von Kenneth Lewis, CEO der Bank of America, gibt es keine größere Bank, die nicht signifikant bei der AIG versichert ist. Die bisherigen Abschreibungen der AIG haben nun dazu geführt, dass die Versicherung von den Rating-Agenturen heruntergestuft wurde und daher noch zusätzliches Kapital benötigt, um die Rücklageverpflichtungen zu erfüllen. Die AIG benötigt daher auf die Schnelle 75 Mrd. US$. Da in den USA nur Geschäftsbanken Zugang zu Geldern der FED haben und niemand der angeschlagenen AIG Kredit geben will, hat die FED sich an Goldman Sachs und JPMorgan Chase gewandt, die ein Paket für die AIG schnüren sollen. Wenn dies scheitert, steht die Wall-Street vor einem riesigen Problem. Der erste Investor, der Geld aus der AIG abziehen würde, würde die Insolvenz des Versicherungsgiganten auslösen. Dies würde eine weitere Büchse der Pandora aufmachen, deren Folgen niemand einschätzen kann.

Das Finanzsystem ist heute an einem Scheideweg angekommen. Bereits unter den vorhandenen Regulierungs- und Sicherungsmechanismen ist eine Rückkehr zum „goldenen Zeitalter" der letzten zwei Jahrzehnte nicht mehr möglich. 500 Mrd. US$ sind bereits „verbrannt" und weitere gigantische Summen werden folgen. Durch die Rückkehr der Volatilität und das Versagen der systemimmanenten Sicherungsmechanismen ist auch die Zeit des „Hebeleffektes" vorbei. Ob und in welcher Form sich diese Abschreibungen von „Wall-Street" auf „Main-Street" ausweiten werden, ist fraglich. Der Zugang zu Krediten wird wohl auch für mittelständische Unternehmen und Privatpersonen deutlich schwerer werden. Darunter leiden sowohl Investitionen als auch der Konsum. Beides hat Auswirkungen auf die Realwirtschaft. In den USA wird dies wohl zu einer längeren Rezession führen. Deutschland ist zwar in bestimmten Bereichen auch vom US-Markt abhängig, die Kreditvergabepraxis ist hierzulande aber dank des Sparkassensystems weniger störanfällig als in anderen Ländern. Auch Deutschland wird die sich abkühlende Weltkonjunktur zu spüren bekommen. Die Zeiten, in denen ein auf Pump finanzierter Motor USA die Weltwirtschaft angetrieben hat, sind erst einmal vorbei.

Jens Berger

Hintergrundartikel im Web:
Paul Krugman - Financial Russian Roulette
Matthias Pindter -
Robert von Heusinger - Vergesst Wall Street!
Eric Frey - Das Ende der Banken-Freifahrt
Lucas Zeise - Fertigmachen zum Schrumpfen!

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Tammox: Sabine Bätzing zum Zweiten.
09/16/2008 06:34 PM
Ja, weil ohnehin schon jeden Tag nur noch Hohn und Spott über dem irrlichternden CSU-Duo der Dummbatze ausgeschüttet wird, habe ich mich ja eine Zeit lang zum Thema Bayern zurück gehalten.
Aber sorry - bei DER Vorlage, die Günter Blödstein da von sich gegeben hat, kann ich mich nicht zügeln. Arme post-stoiberische CSU'ler: Nun ist ja offenbar dermaßen der Wurm drin, daß kein Tag mehr vergeht, an dem nicht einer aus der Bayernkabinett eine Arschbombe in den größten Fettnapf macht.
Bisher war Huber im Peinlichkeiten anstellen führend, aber sein Regierungschef will offenbar aufholen; so berichtet die Abendzeitung:
Keine zwei Wochen vor der Landtagswahl hat sich Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) mit seiner Einschätzung, nach zwei Maß Wiesn-Bier könne man getrost noch Auto fahren, viel Ärger eingehandelt.
Hoch die Tassen! Zwei Liter Bier reinhämmern und Autofahren ist kein Problem.
Ist ja wohl klar, daß das unsere Freundin von letztem Donnerstag auf den Plan ruft:
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, erklärte daraufhin:
"Günther Beckstein hat wohl einen über den Durst getrunken. Zwei Liter Bier überschreiten die Trinkmengenempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um das Dreifache." In bestimmten Situationen müsse man auf Alkohol verzichten. „Dazu gehören der Straßenverkehr und die Schwangerschaft.«
Wo Frau Bätzing recht hat, hat sie recht.
Überflüssig zu erwähnen daß allgemeines Entsetzen über soviel Dummheit herrscht. Dem Boss der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Harald Schneider sind daraufhin alle Eier aus der Hose gefallen. Er schimpft: „So was macht unsere Arbeit ja zunichte" und verweist auf zahlreiche Präventions-Kampagnen: „Da riskiere ich Menschenleben, wenn ich mit zwei Maß Bier durch die Gegend fahre."
Herr Hartung vom ADAC erklärt den Ernst der Lage: „Dafür passieren zu viele Alkohol-Unfälle." Dabei seien 2006 bundesweit fast 600 Menschen gestorben und fast 27 000 Verkehrsteilnehmer verletzt worden.

Auch DAS hat Grinsebeckstein mitg dem Promilleproblem geschafft:
Mir (mal wieder) eine Gelegenheit bieten zu erklären, wie man das in der CSU mit volltrunkenen Spitzenparteimitglieder hält, die versoffen ins Auto steigen, Leute UMBRINGEN und Fahrerflucht begehen:
Der damalige CSU-Generalsekretär Otto Wiesheu säuft sich zu bis Oberkante Unterkiefer, steigt ins Auto, fährt am 29.10.1983 eine Frau TOT und verletzt eine weitere Person lebensgefährlich, begeht Fahrerflucht und wird dann nicht nur NICHT eingesperrt, sondern wird von Stoiber zum Verkehrsminister ernannt. VERKEHRSMINISTER - ausgerechnet! Ein kleiner Klaps mit DM 20.000 Geldstrafe reicht wohl für einen CSU-Granden. (Im Gegensatz zu dem Mitleid, das Stoiber über Christian Klars angebliche Opfer ausbreitet, waren die Leute, die Wiesheu umgenietet hat, wohl nicht der Rede wert, oder???)
Stattdessen gab es reichlich Ehrungen; u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Er erhielt z.B. 1997 den Deutschen Mittelstandpreis. Das ist tatsächlich alles Realität – stammt also nicht aus dem Plot eines Horrorfilms.
Inzwischen ist der CSU-Killer weiter aufgestiegen - schließlich werden Christsoziale von ihren Spezis gerne mit fett dotierten Pöstchen zum Ende ihrer Laufbahn bedacht:
So sitzt Wiesheu nun als Bahn-Vorstand kuschelnderweise neben Mehdorn und muß mit mageren 1,65 Mio = 138.000 monatlich zurecht kommen.
Immerhin „verdient" er die Kohle im wahrsten Sinne des Wortes – hatte er doch als Unterhändler der CSU bei den Koalitionsverhandlungen 2005 noch persönlich dafür gesorgt, daß die Bahn vom Staat noch gut versorgt wird.

Da hat Beckstein also noch Zukunft - ordentlich einen hinter die Binde gießen, ein paar Unschuldige umnieten und vielleicht rollt dann der Rubel noch mal richtig, so daß er nicht mit dem armseligen Gehalt eines Bayerischen MP in Rente gehen muß.[Link] [Cache]
Aufgelesen: 78
09/16/2008 06:29 PM

• 'Freier' Zugang zum Internet - über Gebühr mißbraucht
• Tips für Väter
• Wie man eine Ulfkotterei macht.
• Ostfriesland - Bayern 2:1
• Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst?
'Freier' Zugang zum Internet - über Gebühr mißbraucht

Ok, Lanu hat ARD-Infodiät und kann es nicht mitbekommen. Doch da schalte ich mal bei Freunden die Glotze an - und was höre ich da?

Erst wenn Informationen jeden erreichen
können Thesen ihre ganze Kraft entfalten
dazu wird das Anschlagen von Luthers Thesen gezeigt
und Kritik Widerstand werden
dazu werden die Flugblätter der Geschwister Scholl gezeigt
Wo informationen frei verfügbar sind
kann Demokratie entstehen
dazu wird der Mauerfall gezeigt
und aus einem Sommer ein Märchen werden
dazu wird die WM 2006 gezeigt
Jeder hat das Recht auf freien Zugang zu Informationen
Deshalb können Sie unser Onlineangebot auch in Zukunft uneingeschränkt nutzen
ARD & ZDF - Ihr öffentliches Recht



Ey! Wollt ihr mich verarschen? Weiterlesen bei BooCompany


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Tips für Väter

Wenn Sie Ratgeberliteratur zu Hause haben, und welches Elternpaar hätte das nicht, werden Sie etliche Ernährungstips gelesen haben, von sehr plausiblen bis hin zu sehr esoterischen. In allen mir bekannten Ratgebern zur Kinderernährung fehlt ein wichtiger Hinweis, auf den ich Sie daher um so eindringlicher hinweisen möchte: Geben Sie Ihrem Kind keinen Milchschaum. Und zwar in Ihrem eigenen Interesse. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob Milchschaum für Kleinkinder bekömmlich ist oder nicht, wahrscheinlich schon, aber ganz egal - geben Sie dem Nachwuchs nichts davon. Niemals. Wenn Sie, wie es alle Eltern tun, Ihren mitgebrachten Latte Macchiato im Pappbecher auf dem Brett am Sandkastenrand trinken, lassen Sie den Deckel drauf, schlürfen Sie konsequent durch das kleine Loch darin und sagen Sie kategorisch "nein!" sobald sich eine Kinderhand dem Becher nähert.

Sie können bei anderen Eltern leicht beobachten, was passiert, wenn Sie den Deckel doch öffnen. Warten Sie einfach einmal ab, bis die nächstbeste Mutter neben Ihnen den Deckel vom Becher löst, um den innen haftenden Milchschaum davon abzulecken, was alle Frauen irgendwann zu tun pflegen. Weiterlesen bei Merlix


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Wie man eine Ulfkotterei macht. Vorbild! [DE]

Eine Freundin wollte unbedingt dass ich nachfolgende Ulfkotte-Propaganda wiederlege. ich habe gesagt: "Wahnsinn"! Der mann hört nie auf uns! Seh' dir es an:

Niederlande: Ostermontag soll künftig zugunsten des islamischen "Zuckerfests" abgeschafft werden

In den Niederlanden wird erwogen, Ostern als Feiertag zugunsten des islamischen "Zuckerfests" abzuschaffen. Da immer weniger Christen in den Niederlanden leben und die wachsende Zahl der Moslems auch einen öffentlichen Feiertag fordert, hat Ministerin Tineke Huizinga gesagt, sie könne sich zukünftig die Einführung des islamischen "Zuckerfests" als staatlichen Feiertag vorstellen - wenn die Zahl der Moslems weiter wachse (Quelle: Elsevier 4. September 2008). Die Ministerin hob hervor, dafür könne man dann ja Ostermontag als Feiertag abschaffen. Die Muslime des Landes haben diese Aussichten im Fastenmonat Ramadan nun mit Begeisterung zur Kenntnis genommen.

Erstens: Im Elsevier Artikel geht es nicht um Oster Montag, sondern um Pfingsten Montag. Ulfkotte kann nicht übersetzen, kennt kein niederländisch und macht nur was er will, ohne je Korrektionen zu beachten. Natürlich, ist auch Frau Tineke Huizinga keine "Ministerin", sondern nur Staatssekretär im Kultusministerium das unter Führung der niederländischen CDU ("CDA") steht. Das Zuckerfest (Id-Ul-Fitr) am Ende der Fastenmonat braucht keinen Feiertag und wird schon generell im Lande respektiert. Frau Huizinga hat nur eine alte Forderung der Unternehmer unterstrichen, die schon seit lange Zeit fragen, dass Pfingstenmontag als Allgemeinfeiertag verschwinde. Nicht um Muslimen zu gehörchen, sondern nur um Gewinne zu maximieren... Wenn Ulfkotte wirklich vom CDU adoptiert werden möchte, hätte er nicht die Frau Huizinga ins Vizier genommen. Weiterlesen bei HUIBSLOG


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Ostfriesland - Bayern 2:1

Spielbericht. Tom's Wochenschau.

Das Stadion an der Eisenbahnlinie ist trotz widriger äußerer Bedingungen restlos ausverkauft. Der Wind ist so stark, dass er den Regen fast waagerecht durch die Luft peitscht. Doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Einige warten schon aufgeregt, dass die Mannschaften endlich einlaufen, doch die meisten sind dafür, dass die Spieler in Originalgröße spielen.

Endlich marschieren beide Teams ein, tosender Beifall. Die Mannschaftskapitäne treffen sich an der Mittellinie zur Seitenwahl, der Schiri wirft die Münze, die Bayern gewinnen. Der Spielführer der bayrischen Elf fragt seine Teamkollegen, ob sie mit oder gegen die Strömung spielen wollen. Der Anpfiff. Weiterlesen bei Tom's Wochenschau


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Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst?

Nachdem ich einige Beiträge lang recht Diary-untypisch in den Niederungen des politischen Alltags wühlte, bewegt mich derzeit die Frage: Was ist eigentlich "Lebenskunst" ? Wie gelingt es Menschen, in zunehmend unsicheren und ungewohnt bewegten Zeiten doch "guter Dinge" zu bleiben?

Mit ein paar Mausklicks können wir heute ganz locker durch verschiedene Weltuntergangsszenarien surfen: Die Klimakatastrophe (eher langfristig), die Bankenkrise als weltweite Wirtschaftskrise, das Schwarze Loch vom CERN, das vielleicht doch demnächst die Erde auffrisst, neue Kriegsgefahren und die immer wieder leicht zu vergessenden Dauerbrenner wie der drohende Ausbruch des Mega-Vulkans unter dem Yellowstone-Park (alsbald oder in 100.000 Jahren), der die Sonne so lange verdunkeln würde, dass von unseren Ökosystemen vielleicht nicht viel übrig bleibt, ganz zu schweigen von der technischen Zivilisation. Und natürlich könnte uns jederzeit ein Komet treffen, z.B. im Jahr 2036 mit einer Wahrscheinlichkeit von immerhin 1:450. Weiterlesen bei digital diary


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"Die Dreckschleuder": Deutschland ist sauer auf die USA…oder, wer mit dem Feuer spielt…
09/16/2008 05:57 PM

Der politische Druck, den die USA im Zusammenhang mit dem Gaspipeline-Projekt Nord Stream auf ihre europäischen Partner ausüben, ruft in Deutschland wachsende Verärgerung hervor.
Die Moskauer Wirtschaftszeitung “RBC Daily” verweist auf einen einschlägigen Artikel im deutschen “Handelsblatt”. Demnach soll die Bundesregierung bei der US-Botschaft in Berlin offiziell Protest eingelegt haben, weil der US-Botschafter in Stockholm dazu aufgerufen habe, die Ostseepipeline zu verhindern.

Die Zeitung “Svenska Dagbladet” hatte am 10. September einen Beitrag des US-Diplomaten Michael Wood unter dem Titel “Sagt ‚nein’ zur unzuverlässigen russischen Energie” veröffentlicht. In dem Artikel verlangte der Botschafter, die Umsetzung des Projekts zu blockieren.
“Es wäre gefährlich, wenn Nord Stream zum Spielball des seit der Georgien-Kirse noch mehr gespannten Verhältnisses zwischen dem Westen und Russland würde”, schreibt “Handelsblatt”. “Wenn Europäer und Amerikaner sich an dieser Frage zerstreiten und offen gegeneinander arbeiten, schadet das der Durchsetzungskraft und den Interessen des Westens insgesamt.”
“Hinzu kommt: Energiepolitisch ist klar, dass die EU die neue Pipeline braucht”, heißt es in der Zeitung.
“Die EU-Gasförderung sinkt in den nächsten zwanzig Jahren auf ein Drittel des heutigen Werts. Selbst wenn alle Einsparbemühungen fruchten und das Biogas sprudelt, bleibt ein Ersatzbedarf, den Nord Stream decken muss.” Eine Gasversorgung der EU aus den Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres sei zwar ein reizvolles Thema für geopolitische Diskussionszirkel, auf absehbare Zeit aber keine seriöse Alternative.”

“Man muss die Russen nicht sympathisch finden, aber sie haben sich sogar zu Sowjetzeiten als verlässliche Energielieferanten erwiesen”, stellt Thomas Hanke im “Handelsblatt” fest. “Heute sind sie auf den stetigen Einnahmestrom aus dem Gasgeschäft angewiesen, schon aus innenpolitischen Gründen.”

“Da aber auch den USA nicht daran gelegen sein kann, Europas Versorgung zu gefährden, ist der jetzige Vorstoß rational nicht ganz nachvollziehbar”, so das Handelsblatt. “Bleibt die Hoffnung auf Einsicht: Die US-Regierung muss die europäische Sicht auf das Projekt zwar nicht übernehmen. Den Versuch, es zu torpedieren, sollte sie aber schnell wieder aufgeben.”

Deutschland werde das Nord-Stream-Projekt nicht nur deshalb nicht auf Eis legen, weil es zu stark von den russischen Energielieferungen abhänge, stellt Viktor Supjan, Vizedirektor des Moskauer USA- und Kanada-Instituts, fest. Deutschland wie auch viele andere europäische Staaten haben eine andere Vorstellung von der geopolitischen Situation als die USA.

“Viele europäische Spitzenpolitiker möchten eine gemeinsame Sprache mit Russland finden, während in der jetzigen US-Administration das Streben dominiert, Russland zu bestrafen und zu isolieren, unter anderem auf dem Wege der Umsetzung alternativer Energietransportprojekte”, so der Experte.

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GROSSE WORTE: Das Aas!
09/16/2008 05:43 PM

Jenny Elvers-Elbertzhagen ist bei Dreharbeiten im Leipziger Zoo von einem Marabu gebissen worden.
Sie wurde dabei an der Hand verletzt. Marabus gehören zur Familie der Störche und sind Aasfresser.

Aus der Radio-Leipzig-Redaktion, wo ich derzeit aushelfe.

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Ewald Proll: Der Bundestagswahlkampf hat begonnen
09/16/2008 05:28 PM

Zu Beginn des jetzt schon beginnenden Bundestagswahlkampfs 2009 ist es wichtig, das Thema „Neustrukturierung der Gesundheitsversorgung“ in die öffentliche Diskussion zu bringen. Auch vor dem Hintergrund der Demonstration der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Verdi, MB und anderen am 25.9. müssen wir am 19.9. mit einer machtvollen Demonstration aufwarten. Die bedrückende Situation in der ambulanten Medizin und die fehlende Perspektive für die freien Praxen muss entsprechend dargestellt werden und darf nicht in der öffentlichen Wahrnehmung verloren gehen.

Die Politik des Gesetzgebers führt unverändert zum Verschwinden vieler freier Arztpraxen. Die Praxen werden weiter ausgehungert, während profitorientierte Kapitalgesellschaften die Versorgung übernehmen. Die Industrialisierung des Gesundheitswesens steht bevor, die persönliche Zuwendung verschwindet. Das ist eine katastrophale Entwicklung für die gesamte Bevölkerung, für Ärzte und Patienten.

Durch eine Mogelpackung mit 2,5 Mrd. Schweigegeld lassen wir uns nicht mundtot machen!

Entgegen der Ministeriumspropaganda erhalten wir kein höheres Honorar, sondern sollen weiterhin zum Dumpingpreis, dafür aber mehr arbeiten. Die falschen Darstellungen von Schmidt und Co. müssen sofort in der Öffentlichkeit richtig gestellt werden.

Demonstrieren wir gemeinsam für den Erhalt der wohnortnahen Versorgung durch Haus- und Facharzt, unserer Existenzen und der bewährten Versorgung unserer Patienten!

Jetzt müssen wir der gegen uns gerichteten Propaganda unmittelbar entgegen treten. Die vornehme Zurückhaltung, die jetzt von vielen Ärzteverbänden empfohlen wird, ist völlig falsch. Wir können es jetzt schaffen, das Thema „Industrialisierung und Zentralisierung der Gesundheitsversorgung“ in den Focus der Öffentlichkeit zu richten.

Handeln ist das Gebot der Stunde! Wenn nicht jetzt, wann dann?

Der Bundestagswahlkampf hat begonnen.

Bringen Sie Mitarbeiter und Patienten mit nach Berlin. Nur mit vereinten Kräften können wir eine Kehrtwende in der Gesundheitspolitik erreichen!

Poster und Aushänge für den Protesttag in verschiedenen Varianten für Einzel- oder Gemeinschaftspraxen etc. finden Sie auf der Homepage der Freien Ärzteschaft.

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anouphagos: Spore und Kopierschutz
09/16/2008 05:11 PM

Nein, ich habe mir Spore nicht gekauft. Aber ich habe bei der taz diesen Artikel gelesen:

Als störend erweist sich allerdings der vom Hersteller EA verwendete Kopierschutz namens “SecuROM”: Der bedingt, dass man Spore bei der Firma via Internet registriert. Als Gegenleistung kann man das Spiel dann zwar ohne ins Laufwerk eingelegten Originaldatenträger nutzen, doch funktioniert der Vorgang nur ganze drei Mal. Besitzt man mehr als drei Rechner oder installiert das Betriebssystem irgendwann komplett neu, kann es passieren, dass diese Zwangsregistrierungen ausgeschöpft sind. Dann hilft nur noch ein Anruf bei der überlasteten Hotline des Herstellers. Der Ärger um den Kopierschutz führte dazu, dass zahlreiche Nutzer beim Online-Riesen Amazon eine schlechte Kritik für Spore hinterließen. Derzeitiger Stand: Nur zwei von fünf Punkten - sowas nennt man wohl Demokratie.

Gehen wir mal davon aus, dass die Bewertung bei amazon einen gewissen (wenn auch sicher nicht erheblichen) Einfluss auf die Verkaufszahlen hat, dann ist das nicht “Demokratie”, sondern das Gesetz des freien Marktes (was gerne verwechselt wird, weil diese Staatsform den freien Markt einerseits begünstigt und andererseits implementiert). Auf jeden Fall wäre es eine Watschn für jeden Verfechter von Kopierschutzmechanismen, der in ihnen ein Instrument zur Umsatzsteigerung von Unternehmen sieht, die mit “geistigem Eigentum” (also Information) handeln.

Bei golem lesen wir außerdem:

Ein Kommentar auf Pirate Bay: “Wenn EA merkt, dass DRM die Leute dazu bringt, sich Schwarzkopien zu besorgen oder das Spiel einfach nicht zu kaufen, dann hören sie auch auf die Beschwerden”. In den vergangenen Tagen haben viele Spieler mit betont niedrigen Produktbewertungen auf Amazon protestiert - allein im amerikanischen Onlinewarenhaus haben mittlerweile über 2.100 Spieler Ein-Sterne-Wertungen abgegeben.

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politplatschquatsch: Wow!
09/16/2008 04:58 PM
Französische und deutsche Wissenschaftler haben erstmals berechnet, welche Werte Insekten wie Bienen durch die Bestäubung von Agrarpflanzen schaffen. Der Studie zufolge hat der ökonomische Nutzen durch diese Bestäuber im Jahre 2005 etwa 150 Milliarden Euro betragen. Das entspricht knapp einem Zehntel des Gesamtwertes der Weltnahrungsmittelproduktion.[Link] [Cache]
scusi!: Oskar Lafontaine zum Fünfundsechzigsten, Herzlichen Glückwunsch!
09/16/2008 04:57 PM
rhbl

Wikipedia berichtet über Lafontaines Familie und Werdegang wie folgt: „Oskar Lafontaine ist ein Sohn des Bäckers Hans Lafontaine und dessen Frau Katharina, geb. Ferner. Sein Vater fiel im Zweiten Weltkrieg, die Mutter starb 2006. Er hat einen Zwillingsbruder namens Hans. Als Schüler besuchte er ein Internat: das Bischöfliche Konvikt des Regino-Gymnasiums in Prüm (Eifel). Hier erwarb er 1962 die allgemeine Hochschulreife (Abitur). Er studierte dann als Stipendiat des Cusanuswerks der katholischen Bischöfe Deutschlands Physik in Bonn und Saarbrücken und beendete sein Studium 1969 als Diplomphysiker."

Sieben Jahre später war Oskar Oberbürgermeister von Saarbrücken, einer Stadt, in der es sich leben lässt. 1985 zum Ministerpräsidenten des Saarlandes gewählt, wird er 1990 bei einem Auftritt für die SPD von einer Geisteskranken niedergestochen und überlebt das Attentat nur ganz knapp. 1995 wird er SPD-Parteivorsitzender und führt die SPD zu einem ihrer größten Wahlsiege.

Dummerweise haben Lafontaine und seine SPD 1998 Gerhard Schröder als Kanzlerkandidaten ins Rennen geschickt. Kaum Kanzler, mobbt der Karrierist Schröder den Linken Lafontaine, den einzigen wirklichen Fachmann für Finanzfragen, der es länger in seiner Nähe ausgehalten hat, aus dem Amt. Dabei instrumentalisiert Schröder seine Kontakte zu BILD und zu den Leuten von der Glotze und streut die aberwitzigsten Gerüchte. U.a. wird in Bonn von SPD-Sphirren hinter vorgehaltener Hand rumerzählt, Lafontaine sei Stasi-Agent gewesen.

Um Lafo auszutricksen, nimmt Schröder außerdem die Hilfe dienstbarer Verräter im Parteiapparat der SPD genauso in Anspruch wie die Unterstützung des „Klassenfeindes", des BDI/BDA mit Hundt und Henkel.

SPIEGEL-Journalisten und andere Presseleute, denen Lafontaine in früheren "Saarbrücker" Auseinandersetzungen höchst erfolgreich auf die Hühneraugen getreten hatte, verfolgen Oskar seither mit abgrundtiefem Hass. Seit Lafos Rücktritt vom Amt als Finanzminister der Schröder-Truppe verleumden sie ihn wegen angeblicher Fahnenflucht. Die verbiesterte Journaille kann es nicht verwinden, dass sie Lafontaine nicht aus dem Amt schreiben konnte. Er ist von selbst gegangen, als es Zeit war zu gehen.

Außerdem sind alle proisraelischen Mietfedern aus Prinzip hinter Oskar her, weil der charismatische Politiker katholisch ist und von der kath. Kirche sogar ein Stipendium bekommen hat. Wie sich bei Kurt Beck erneut herausstellte, hasst die in Deutschland tonangebende proisraelische Journaille Katholiken ganz besonders. Israels "Apparat" und die Medienmeute der Widerwärtigen würgt geschlossen den untersten Urschleim nach oben, wenn es gegen katholische Kirchenleute oder Politiker in Deutschland geht.

Tatsächlich ging es am 11. März 1999 in der „Rücktrittsaffäre" um eine grundsätzliche Abwendung des Egomanen Schröder vom sozialen Kurs der SPD und ihres Programms. Lafo, dessen Herz bekanntlich links schlägt, wollte das nicht mittragen.

Während Lafontaine zusammen mit seinem Freund Strauss-Kahn weiter einen sozialen Kurs steuern wollte, hatte sich Karrierist Schröder von Opportunisten wie Bodo Hombach oder dem Leichtgewicht Tony Blair schon neoliberale Fürze ins Gehirn oder sonst wohin blasen lassen. Scharlatan Schröder ist längst Geschichte. New Labour, die Neue Mitte in Oberhausen und schluddrig umgesetzte Renten- und Sozialkürzungen wie die Agenda 2010 und Hartz IV, das ist alles, was von den Ideen der schrägen rechten Genossen der Schröder-Zeit geblieben ist. Die SPD wird an dieser schweren Erblast wohl zugrundegehen. Da hilft kein Büroleiter wie Steinmeier. Auch ein mediokrer Müntefering wird die Partei nicht mehr retten.

Der geniale Lafo, ein Mann mit Sachkenntnis und Charisma, hat rechtzeitig die Kurve gekriegt und 2005 in Gregor Gysi einen kongenialen Kumpel gefunden, mit dem er heute erfolgreich für die Partei Die Linke zusammen auftritt. Beide verkörpern das vereinte Deutschland wie wir es uns wünschen. Ihnen trauen wir zu, dass sie mit ihrem Schwung und der Unterstützung der Linken ein wirklich soziales Programm auf die Beine stellen. Scusi wünscht Oskar zum Geburtstag alles erdenklich Gute, Glück, Gesundheit und ein langes Leben!

Glückauf![Link] [Cache]
Club der halbtoten Dichter: Beim Herrenfrisör
09/16/2008 04:54 PM

Nr. 5 - Arie Opa BASILIO

Die Ver leumdarschung*, sie ist ein Lüftchen,
Kaum vernehmbar, in dem Entstehen,
Still und leise ist sein Wehen:
Horch, nun fängt es an zu säuseln -
Immer näher, immer näher kommt es her. -
Sachte, sachte! - Nah zur Erde!
Kriechend, schleichend! - Dumpfes Rauschen!
Wie sie horchen, wie sie horchen!
Wie sie lauschen, wie sie lauschen!
Und das zischelnde Geflüster,
Dehnt sich feindlich, dehnt sich feindlich aus und düster,
Und die Klugen und die Tröpfe
Und die tausend hohlen Köpfe
Macht sein Sausen voll und leer! -
Und von Zungen geht’s zu Zungen -
Das Gerede schwellt die Lungen -
Das Gemurmel wird Geheule -
Wälzt sich hin mit Hast und Eile;
Und der Lästerzungenspitzen
Zischen drein mit Feuerblitzen,
Und es schwärzt sich Nacht und Schrecken
Schaurig immer mehr und mehr.
Endlich bricht es los das Wetter,
Unter grässlichem Geschmetter!
Durch der Lüfte Regionen
Tobt’s wie Brüllen der Kanonen,
Und der Erde Stoss und Zittern
Widerhallt in den Gewittern,
In der Blitze Höllenschlund! -
Und der Arme muss verzagen,
Dem Verleumdung hat geschlagen. -
Schuldlos geht er dann, verachtet,
Als ein Ehrenmann zugrund.
Ja, schuldlos geht er dann zugrund,
Geht er zugrund!

*

LA CALLUNIA

*

Beim Damenfrisör:

FFN1
FFN2

______________________________

* = nachträglich geändert

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Der Crash: Wie viel verlieren deutsche Privatanleger durch Insolvenz von Lehman Brothers?
09/16/2008 04:27 PM

Vorbeben: Was die globale Finanzkrise für uns bedeutet und wie wir uns retten können

Es scheint, als ob unmittelbar auch zehntausende deutsche Privatanleger von der derzeitige Krise des amerikanischen Finanzsystems betroffen sind.
Das meldet heute die Financial Times Deutschland:

>In Deutschland schauen nach der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers wohl vor allem Privatanleger in die Röhre. Denn während die Geschäftskunden der deutschen Lehman-Tochter auf eine Entschädigung für anvertraute Gelder hoffen können, sind Zertifikate der US-Bank, wie sie viele Privatanleger gekauft haben, nicht von Sicherungsfonds geschützt. “Unserer Schätzung nach haben Zehntausende Anleger in den letzten Monaten Lehman-Zertifikate gekauft. Sie könnten zum Schluss mit leeren Händen dastehen“, sagte Volker Pietsch vom Deutschen Institut für Anlegerschutz (DIAS). < [Links und Hervorhebungen von uns]

Thomas Fricke erwartet - ebenfalls in der FTD - , dass als Folge der Finanzkrise nun auch die Arbeitslosenzahlen steigen werden:

>Der Finanzminister lässt an seinem ökonomischen Grundverstand zweifeln, wenn er jetzt noch jedweder Rezessionwarnung für blöd erklärt, nur weil die Arbeitslosenzahlen bis zuletzt noch gesunken sind. Es war schon immer so, dass der Arbeitsmarkt der Konjunktur mit sicherem Abstand folgt, weil Firmen erst einmal zögern, Personal zu entlassen. Alle Umfragen lassen befürchten, dass die Wende zum Schlechten auch hier unmittelbar bevorsteht - und dass im Wahljahr die Arbeitslosenzahlen erstmal steigen werden. <

Besonders pessimistisch ist Max Otte, Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms.
In seinem schon im April erschienenen Buch “Der Crash kommt“, sieht er eine neue Weltwirtschaftskrise voraus.
Otte gilt aber auch als “Börsenguru”, er betreibt die Website privatinvestor.de - das mahnt zur Vorsicht.

Seriöser erscheint das Buch von Wolfgang Münchau: “Vorbeben: Was die globale Finanzkrise für uns bedeutet und wie wir uns retten können“.
Sein im Februar bei Hanser erschienenes Buch lässt sich auszugsweise auch online lesen, inbesondere der Abschnitt “Akt I des Dramas - Die Ruhe vor dem Sturm.”


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Ein Zyniker schreibt...: Doof kommt gut.
09/16/2008 04:01 PM
Ich komme einfach nicht über diese Palin hinweg. Ich hatte eigentlich erwartet nach der Nominierung einer weiblichen George Bush (christlich Verklärt, keine Ahnung von Außenpolitik, Politische Leitlinie: "Erst zuschlagen dann denken!") würden die Umfragewerte der Republikaner in den Keller gehen. Selbst die christlich verklärttesten Republikaner werden doch nicht zweimal einen Vollidioten (Vollidiotin) zum Präsidenten machen... McCain wird seine Amtszeit ja wohl kaum lange Überleben und dann ist sie Präsidentin. Eigentlich hätte mir klar sein müssen, dass bei der großflächig verbreiteten Ignoranz in Amerika jemand wie Palin gut ankommt. Nach dem Motto: Die ist genauso doof wie wir.[Link] [Cache]
Der Demokrat: Ein bewegendes Urteil
09/16/2008 03:51 PM

Es gibt nicht viele Gerichtsurteile, die mich wirklich bewegen. Eines jedoch tut es.

Aber kurz zum Sachverhalt:
Eine Mutter aus Berlin-Rudow vergiftet ihren Sohn. Ganz gezielt und bewusst. Aber warum?

Der Sohn, 32 Jahre alt, ist schwerstbehindert und mehr als pflegebedürftig. Er kann praktisch ohne fremde Hilfe nicht existieren. Die Mutter betreut ihn zuhause und schafft es nicht mehr. Hilfe bekommt sie keine in unserem so schönen Sozialstaat. Pflegedienste werden nur kurzfristig bezahlt, die Betreuer - meist Familienangehörige - werden mit den Schwerstbehinderten und sich selbst allein gelassen. Die Mutter wird krank, seelisch krank. Um jeden Cent Pflegegeld muss sie streiten.
Als einzige Alternative wird eine Heimeinweisung des Sohnes mehr oder weniger "befohlen".

Wie schlimm ist es um unser Pflegesystem bestellt, wenn die Mutter es mit diesen Aussichten vorzieht, ihren Sohn zu töten statt ihn im Heim dahinvegitieren zu lassen.
Das hat auch die Richterin gestern erkannt und hat ... die Mutter freigesprochen!!!
Ein bewundernswertes Urteil, dass dieser Richterin sicherlich nicht leicht gefallen ist. Aber es zeigt deutlich, mit welchem Schicksal Betreuende in diesem Land allein gelassen werden, so dass es zu derartigen Verzweiflungstaten kommt.

Wie es in deutschen Pflegeheimen zugeht, ist auch offensichtlich der Richterin bewußt gewesen und dieses Urteil muß für Heime und Kassen eine Ohrfeige des Versagens sein.
Ich persönlich kenne einen Fall, wo ein Bekannter seine Mutter wegen eigener Krankheit in ein Pflegeheim gegeben hat und am Tage der "Ablieferung" sofort Hausverbot bekam, mit der Begründung, dass Besuche der Angehörigen unerwünscht wären, da sie die Pflege störten. Ein Skandal, denke ich - zumal die Angehörigen oft die Einzigen sind, die eine gewisse Kontrolle ausüben können.

Das Urteil jedenfalls kann ich nur begrüßen, auch wenn es kein Freibrief sein kann. Aber der Aufrüttlungseffekt dürfte immens sein und das ist gut so.

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Perspektive2010.org: Zitat des Tages
09/16/2008 03:47 PM

Es war anscheinend schon immer so, dass die Demokratie nur für eine kleine Elite galt, der Rest darf in quasi-totalitären Ausbeutungsverhältnissen leben.

arne bei Feynsinn

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Linke Zeitung: Das Oberste dänische Gericht weist Beweise Kolumbiens wegen Anwendung von Folter zurück
09/16/2008 03:15 PM
Das Oberste dänische Gericht in Kopenhagen wies jegliche Verwendung des Materials vom kolumbianischen Rechtssystem stammend zurück. Diese bedeutende Entscheidung wurde während des sogenannten „T-Shirt-Prozesses gefällt, in dem das Bekleidungsunternehmen „Fighters Lovers (ttp://www.fightersandlovers.org/) angeklagt ist, den Terrorismus durch seine Unterstützung der FARC von Kolumbien und der PFLP (Volksfront zur Befreiung von Palästina) finanziert zu haben. Das Oberste Gericht kam zu dem Schluss, dass Folter und Gewaltanwendung integraler Bestandteil des kolumbianischen Rechtssystems sind. Deshalb kann kein Rechtsdokument als offenkundig vor Gericht präsentiert werden, ohne das dänische Gesetz und die UNO-Konvention gegen die Folter zu verletzen. „Das dänische Hohe Gericht erkennt an, dass der kolumbianische Staat systematisch foltert und seine politischen Gegner ermordet. Die Konsequenz daraus bedeutet, das vom kolumbianischen Rechtssystem stammenden Material bei Justizprozesses zurückzuweisen, da eindeutig die Gefahr von Folter und anderen Menschenrechtsverletzungen besteht , bekräftigt Thorkild Hoyer, Verteidiger von „Fighters Lovers . [Link] [Cache]
Information Act: Eu entsendet Beobachter nach Georgien und NATO weiterhin auf Konfrontationskurs
09/16/2008 02:55 PM

Die EU-Konferenz in Brüssel hatte beschlossen 200 neutrale EU-Beobachter nach georgien zu schicken, um die Lage dort besser analysieren zu können. Jaap de Hoop Scheffer, dem NATO-Generalsekretär, dagegen scheint dies nicht aggresiv genug zu sein, wie dw-world.de berichtet.

Ich frage mich was oder wen Herr Hoop Scheffer und die NATO antreibt ständig auf Kollisionskurs mit Russland zu gehen. Wer zieht einen Nutzen aus einem 2. Kalten Krieg?

Spielen wir mal die folgen Schritt für Schritt durch. Sollte die Situation eskalieren würden jegliche diplomatischen Beziehungen der NATO-Länder mit Russland abgebrochen werden. Das würde bedeuten, dass Russland einen riesigen Absatzmarkt für seine Rohstoffe verlieren würde. Gleichzeitig wären Länder, wie Deutschland und Frankreich, welche vorher einen Großteil der Energie aus Russland bezogen hätten ein Problem. Sie müssten nun auf Energielieferanten aus Nahost zurückgreifen, was das erreichen von Peak Oil für den, dann enstehenden, “Westblock”, welcher ja keine Energie mehr aus Russland erwarten könnte, beschleunigen würde. Ergo würde das Öl sich weiter und vor allem schneller verteuern. Das würde die amerikansiche Wirtschaft in ein noch größeres Chaos stürzen als das, auf welches sie gerade schon zusteuert.

Ein Kalter Krieg kann also nicht im Interesse der USA, oder dem Rest des NATO-Bündnisses liegen. Warum, aber dann der Konfrontationskurs? Mir persönlich fällt nur das Provozieren eines durchaus “heißen” Krieges als alternativer Grund dafür ein. Die Vergangenheit hatte bewiesen, dass die Amerikanische Wirtschaft sehr von geführten Kriegen profitiert. Ob ich damit richtig liege kann ich Beileibe nicht sagen, es ist nur eine von vielen Möglichkeiten.

Wer mich in dieser Hinsicht etwas erhellen kann, möge einen Kommentar hinterlassen.

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Radio Utopie: Au secours, « la rentrée littéraire » revient !
09/16/2008 02:49 PM

C'est par où la sortie ?

Au secours, la rentrée littéraire revient ! (1) Où voulez-vous que ça se passe, en France bien sûr, qui en a l'exclusivité mondiale. Comme la France est médaille d'or pour le nombre annuel de prix littéraires. Il y en a tellement que personne ne sait au juste combien. Mille, mille cinq cents ?

Dans les gazettes, c'est écrit : la rentrée littéraire est en France l'un des évènements de l'automne, avec « la rentrée des classes, les mouvements sociaux, puis le beaujolais nouveau » (Historia). Y rajouter un zest de dérision : « la scène littéraire française ne rompra jamais avec cette particularité qui, au même titre que l'Arc de Triomphe, la fondue bourguignonne et le confit de canard, est élevée au rang de patrimoine » (Sud- Ouest Dimanche, 24 août)

Les « bêtes à Goncourt », tiens encore un cliché…

Au bout de cette course effrénée, la remise des prix littéraires. L'apothéose.

Mais quoi qu'il advienne, chef d'œuvre ou pas, déboulé ou pas du nouveau Joyce, Proust ou LF Céline, le plus fort tirage de l'année de l'édition en France et dans l'espace francophone, tous genres confondus – 1,8 million d'exemplaires- concerne un album de BD, qui n'est jamais que le douzième (Le Sens de la vie) de ce brillant créateur. Et avant fin octobre, seront publiées 1402 BD, soit deux fois plus que la production romanesque.

S'il y a rentrée, c'est qu'il y a eu vacances, sauf pour le monde de l'édition et ses porte-flingues (ou porte-avions, porte-bagages, porte-drapeaux ou porte-parole) qui ont reçu chaque jour par coursiers les volumineux paquets des « nouveautés ».

La rentrée (2). « L a comparaison est idiote. Pour les élèves, la rentrée siffle le début des épreuves. Pour les critiques, cela veut dire que le boulot est fait. Le plus dur s’est passé pendant l’été, c’est là où ils ont eu à accomplir leur vrai travail, c’est-à-dire espionner tous les échos publiés par la presse littéraire pour savoir des quels 20 bouquins on va pouvoir parler sans avoir à se taper les 600 autres » (François Reynaert, Nouvel Observateur, p.24, « On en fait des tomes »)

En réalité, la rentrée littéraire, tsunami codifié, programmé et couru d'avance, avec ses dates immuables, commence dans l'indifférence générale le 15 août, devient tarte à la crème début novembre et après écrémage ( !) finit à l'époque des paquets-cadeaux de fin d'année. Quand on se veut sobre, on se contente de parler d' « exubérance saisonnière ». Et très passagère, fulgurante même : « Pensez qu’à la fin septembre on ne parlera plus que d’une trentaine de livres. Près de 650 seront passés à la trappe !», souligne tel critique. http://www.challenges.fr/magazine/0133.16033/?xtmc=exubrancesaisonnire&xtcr

Vous avez aimé pendant vos vacances vos livres de l'été, dont vous aviez entendu parler au moment de faire vos bagages, mais que vous n'aviez pas eu le temps de lire, car surbooké, vous allez adorer vos livres de la rentrée 2008, car, paraît-il, « les rentrées littéraires se suivent et ne se ressemblent jamais » !! Sic et resic. http://www.lire.fr/chronique.asp/idC=52722/idR=142/idG =

Dans la fiche du projet-Edvige, on lit déjà une conclusion : la rentrée 2008 est celle du « roman d'aventures expérimental ». Donc ni « cucul » ni « cucul la praline » ?

En attendant, la rentrée littéraire c'est une avalanche de papiers (dont celui-ci) sur la rentrée littéraire. Qui répètent à l'envi que cette année, 676 parutions sont annoncées (466 romans français dont 92 premiers romans (combien de label « révélations » ?) et 210 d'auteurs étrangers, dont 109 traduits de l'anglais). Le chroniqueur Ali Rebeihi (France Inter) a fait un calcul facile : pour tout lire, ce que font probablement les jurés des prix littéraires et les plus consciencieux des critiques, si ça existe, il faut lire 11 livres par jour, pour affronter la rentrée en toute connaissance de cause.

Le confrère François Reynaert est plus précis : «Même en vacances à la montagne, ça n’aura pas été la mer à boire de les lire tous. Faites le calcul : en deux mois qui, par bonheur, font tous les deux 31 jours, ça ne fait jamais que 10,9 livres par vingt-quatre heures. Là dedans, c’est vrai, il y a de gros volumes (malheureusement, c’est la mode). Mais il y en a aussi de tout petits et même un (« Zone » de Mathias Enard) qui ne fait qu’une phrase. Une phrase de 500 pages d’accord, mais ça n’empêche : pas de point ni de paragraphe, ça fait toujours ça en moins à lire ».
(Lire http://hebdo.nouvelobs.com/hebdo/parution/p2286/articles/a381784-.html?xtmc=francoisreynaert&xtcr=1)

676. Un peu moins que l'année dernière, 727 au compteur, soit une baisse de 7, 1 %, « un évènement puisqu'on était habitué à l'inflation. 676 est-ce pour autant raisonnable ? » (Libération, 30 juin). Au début des années 80, il y avait environ 180 nouveautés à la rentrée…Et déjà 488 en 1998, avant l'avalanche. Cette année 2008 est marquée aussi par le nombre croissant d'éditeurs, 98 contre 90 l'an passé.

Et pourquoi ne pas dire « que » 676 ? Car les romans auxquels on a échappé se chiffrent par dizaines de milliers, vu qu'autant de manuscrits parviennent jusqu'aux grandes maisons ou petites, mais plutôt les grandes, mettez vous à la place de l'impétrant. Dans cette maison de la rue des Saints-Pères (à Paris, of course), la directrice chargée des premiers romans en reçoit entre dix et quinze par jours, tout au long de l'année. Or « c inq seulement paraîtront cette année »….

Un chroniqueur très bon acrobate, bouillant, parfois écrivain, mais pas cette année, titre son avant-dernier papier de sa série « Mauvaise foi », mais on n'est pas obligé de le croire : « Brusque changement d'avis à propos de la rentrée littéraire ». Que dit-il ?

Les papiers de nos amis les voraces chroniqueurs ont le même plan de rayonnages: les auteurs têtes de gondole, le rayon des confirmés, des poids lourds, des stars au succès d'ores et déjà assuré, le rayon des inconnus, d'où surgira une pépite, une (ou deux) bonne surprise, les accents étrangers, etc… En y mettant parfois de la poésie : « Des romans à la pelle, comme ces feuilles d'automne qui déferlent à l'étal des libraires ».

Tel magazine culturel distingue « De séduisants débuts romanesques », « Des romans quatre étoiles », « Non merci »et « Et aussi ».

Tel autre magazine, nettement plus littéraire, qui dès son numéro d'été (juillet-août) publiait, c'est logique, « les livres de votre été », mais aussi (3) « la rentrée littéraire en 15 extraits, en avant première, ceux dont, parions-le, on parlera beaucoup. Voici de quoi vous mettre en appétit », sur 45 pages, donc une moyenne de 3 pages par livre, largement suffisant pour se faire une idée, puis passe une vitesse avec (4) son « Spécial rentrée littéraire » (original non ?) sur 24 pages + 30 pages de « Guide de la rentrée littéraire 2008, avec les libraires » (désormais très sollicités) + 20 pages de nouveaux extraits en avant première (5) .

Et ces papiers se terminent invariablement par une phrase du genre : « Les auteurs en lice pour les prix seront, comme il convient, les plus anxieux. Ce suspense, partagé par leurs lecteurs, fait le charme, toujours renouvelé, de la rentrée littéraire »

Autre variante : « L'automne, saison de la jeunesse, saison du renouveau…Il fallait bien la magie des livres et de la littérature pour opérer ce miracle » Ou un peu plus loin : «A chaque rentrée, on les attend avec gourmandise. Cette année, les jeunes écrivains nous réservent encore de bonnes surprises. Classiques ou audacieux, sages ou déjantés, voici les inconnus très prometteurs »…

Mais pour quelques navires amiraux « combien de frêles esquifs lâchés à quelques milliers d’exemplaires sur la mer agitée de l’automne ? » http://hebdo.nouvelobs.com/hebdo/parution/p2286/articles/a381840-.html?xtmc=rentreelitteraire&xtcr=7

Et voilà…La critique littéraire ressemblerait à la (mauvaise) littérature des journaux sportifs, à la veille du Tour de France ou avant la rentrée des matchs de Ligue 1. Il faut doper les ventes.

Et pourquoi ici les « hommes de la rentrée » ? Parce que la rentrée 2008 se décline au féminin pluriel, deux femmes (entre autres) ayant changé de maisons, ce qui suffirait à ce qu'on parle d'elles. L'une est passée de chez F au S, la seconde est passée du S à chez F. Une troisième, dit-on, a changé A.S pour A.M. Comme à la veille du Tour de France ou le début du championnat de foot, on appelle ça désormais le mercato. Des poules aux œufs d'or.

A aucun autre moment de l'année, fleurissent - alors que, elles, les feuilles d'automne tombent - autant d'adjectifs, d'adverbes, d'expressions se voulant imagées. Les auteurs partent pour la course au prix, les chroniqueurs eux font assaut de zèle, de formules qui font mouche, c'est à celui qui trouvera la phrase la plus emphatique, ampoulée. On y trouvera ainsi le plus déclamatoire, enflé, grandiloquent, hyperbolique, pompeux, sentencieux, théâtral. Pour se démarquer du voisin, engagé dans la même galère qu'est ce marronnier journalistique.

Un exemple : « Mélancolie de l'âge mur, éloge de l'amitié, fantasmes hollywoodiens, basses œuvres mitterrandiennes et impossibles rêves de grandeur…Voilà ce qui les obsède, les hommes de la rentrée. Et qu'ils disent tellement bien ». (hebdomadaire Le P. 21 août, p. 80).

Et ce chroniqueur de service d'écrire : « On l'avoue : pour le titre de cet article, on a hésité ». Suivent sept lignes sur des titres non retenus, au profit du plus « authentique » : un tel (prénom et nom de l'écrivain), nu ». Tout ça pour ça. Et au cas où nous n'aurions pas compris, il précise : « Jamais, jamais, notre saturnien hâlé ne s'est autant offert, mis à nu, écorché. Le connaissions-nous vraiment ? »

Lieux communs, poncifs, comme « Début septembre est synonyme de rentrée avec son cortège de parutions. Son « cortège »…(Lire, septembre 2008, p. 33), alors qu'on parle quand même de littérature, pas du Salon de l'Agriculture, un de nos salons préférés.

Rien n'y fait, ni la pauvreté du niveau général des romans (français), ni le discrédit sur l'objectivité des récompenses attribuées, ni la marginalisation générale de la littérature, ni « la corruption sentimentale » (Michel Tournier) qui sévit au moment des votes pour les prix, le recul de la lecture, les ventes en baisse, la chute nette du tirage moyen par titre, on en oublie.

La chaîne du livre avance à pas comptés…Mais il n'y aurait pas le feu au lac, affirme-t-on. Pour le moment.

Imaginons le trouble de tout correspondant étranger, anglo-saxon, espagnol, russe, moldave, etc…etc…chargé de « couvrir » cette exception française. Voilà un homme (ou une femme) condamné, depuis de longues années, à rédiger à peu près le même article, vu que l'horizon éditorial français reste égal à lui-même. Peu consciencieux (se), il peut reprendre son papier de 2002, change deux ou trois chiffres, deux ou trois noms d'auteurs, et le tour est joué. Pas convaincu ? Retrouvez par exemple l'article du New York Times d'Alan Riding, « Tempête de livres sur la France » ou celui publié dans le magazine britannique The Economist, « Le roman français a disparu ». Vous verrez bien. Le premier date de la rentrée 2000, le second de celle de 2005. Pas une ride.

Généralement, n'étant en rien partie prenante dans ce show bien de chez nous, ce sont eux qui en parlent le mieux, et avec dérision et humour, mais posant les vrais questions en termes sobres.

« Ce rituel, s'il répond à d'indispensables stratégies commerciales, montre le dynamisme de la vie littéraire, ainsi qu'un réel attachement des Français à la littérature », affirme Historia (septembre 2008,n° 741, p. 12-15, « Le livre, une passion française » qui n'hésite pas à préciser : « Un intérêt passionné qui date du début du XVI siècle ».

Ah bon. Pourtant selon un sondage TNS-Sofres, réalisé auprès de 10.000 personnes de plus de 15 ans, c'est pour vous dire, près de 52 % avaient acheté au moins un livre en 2006…En 2004, ils étaient 54,2 %

Autrement dit, en 2006, 48 % n'ont pas acheté au moins un livre, vous suivez ? Ils n'en ont acheté aucun.

On pourra toujours se prévaloir des 10,4 % (parmi les 52%) qui ont affirmé en avoir acquis au moins douze…(hors ouvrages scolaires et encyclopédies en fascicules)

L'édition est devenue une industrie avec de véritables enjeux commerciaux. En 2005, quelques dizaines de milliers de titres édités ou réédités ont généré …2,7 milliards d'euros de chiffre d'affaires. Un livre primé peut renflouer les caisses d'une maison d'édition et lui procurer le bénéfice d'une année. Le marché du livre va bien, dit-on. Le livre se porterait comme un charme…En 2007, près de 486 millions d'exemplaires ont été vendus, soit 3,6 % de plus qu'en 2006…

Mais cela cache le véritable état de santé de l'édition : une santé en trompe-l'œil « Avec +10 % en littérature générale le marché du livre donne l'impression d'aller bien », selon Sophie Martin, d'Ipsos culture. Mais, comme le rappelle Alain Beuve-Méry (Le Monde des Livres, 29 août, p. 11), les ventes sont concentrées sur une poignée de titres. « Il apparait plus facile et plus efficace de défendre un à trois titres qu'une douzaine d'ouvrages dont bon nombre ne feront qu'un tour rapide sur les tables des libraires, avant de disparaître »

Nous avons dit la rentrée ? Pourtant si on consulte les tableaux «Les meilleures ventes », figurent des auteurs hors Rentrée, comme celui de Millénium, vol.1, vol.2 et vol.3 (comme rien n'est simple, lisez, édifiant, http://www.lefigaro.fr/livres/2008/09/04/03005-20080904ARTFIG00001-madame-veuve-millenium-.php) ou cette auteure qui a sorti son livre en plein hiver (février 2008) déferlant depuis à plus de 60.000 exemplaires. Une autre auteure avec son Hérisson, prix ou pas, rentrée ou pas, est dans ces tableaux depuis 102 semaines… Pourtant, tel autre magazine, encore un, affirme : « Ceux qui ont par le passé tenté de rester à l’écart de la course automnale l'ont regretté »….

Il y aurait donc dans « Le Pays de la littérature » (d'accord quand c'est celui de Pierre Lepape) deux mondes, celui des « lettrés » (sic) soit ceux qui écrivent et ceux qui achètent leurs livres dont-on-parle, qui amusent la galerie entre septembre et novembre, et les 48 % qui passent à côté d'un spectacle dont, en plus, TF1 ne parle pas (ou alors en troisième partie de soirée). Lit-on, « jamais une rentrée n'aura vu autant d'émissions littéraires à la TV (6), sans compter les magazines culturels ! » (Le Figaro, 4 septembre). Une illusion, car depuis que le Hun Bernard Pivot est passé, les autres ne font depuis que des châteaux de cartes.

Il faut tourner la page

C'est dans un magazine littéraire jusqu'ici non cité (qui ne consacre que 30 pages sur 105 à la rentrée littéraire) qu'on trouve –enfin- ce recul sur — au-delà de la rentrée et des prix– sur ce phénomène à part qu'est le livre. Partant d'un principe clair : le livre est menacé. Les éditeurs peuvent-ils le sauver ? L'Etat est-il le seul recours ?

On est là loin des flonflons du bal littéraire de la rentrée.

Pour Eric Vigne, éditeur chez Gallimard, auteur de « Le Livre et l'Editeur » (Ed. Klincksieck, 180 p. 15 euros), marchandisation, surproduction, excès de communication, rotation rapide sur les rayonnages, fabrication stérilisée des best-sellers, spectre de la numérisation, hyper-concentration des moyens financiers et éditoriaux, sont quelques unes des menaces qui pèsent sur le, les livres.

Nul dans sa profession n'avait jusqu'ici exposé le problème en ces termes. Il détaille en cinquante questions les mécanismes de cette «crise» récurrente, définie par des maux extérieurs mais aussi internes, à l'origine de la médiocrité de l'édition en France.

Selon Eric Vigne – qu'il faudrait citer très largement- « il n'y a pas trop de livres, il y a trop de livres ressemblants, pas assez de diversité intellectuelle et matérielle ».

Consulter entre autres: http://www.actualitte.com/actualite/2136-surproduction-litteraire-editeur-livre-actualite.htm

Des Tontons flingueurs ? Ou des Pieds Nickelés ?

Pour ne rien manquer– on ne sait jamais, un succès de ventes est imprévisible– l'édition avec les mêmes renforts de trompettes, publie l'antidote à sa propre mélancolie, du moins un « antidote », avec de gros guillemets.

Pour faire bonne mesure l'éditeur en question lui-même parle des « Tontons flingueurs de la littérature » qui « sont de retour ». Des cracheurs dans la soupe de la république des lettres, peut-être, mais sont-ils pour autant « drôles et corrosifs » ? Pas sûr. « Brillants et décapants » ? Non, ce qui n'empêche pas des républicains des lettres de dresser un barrage de boucliers. « Mais si, vous savez bien, les Roux- Combaluzier de la critique-spectacle, contempteurs un brin réactionnaires de la littérature française contemporaine, spécialistes du jugement à l’emporte-pièce, de la citation hors contexte et du pastiche au canon de 75 ». On se défend comme on peut.

Ca étant dit tout le monde n'est pas Julien Gracq avec sa « Littérature à l'estomac ».

Dans ce court pamphlet de 1950, il fait le procès du mercantilisme et de la mondanité qui règnent dans la « République des Lettres », fustigeant la critique, le « vedettariat » des écrivains et les prix littéraires. Au nom de cette honnêteté intellectuelle, il refuse en 1951 le prix Goncourt pour le Rivage des Syrtes (Encarta).

Depuis, quelques pamphlets sur « la littérature sans estomac » (2001), « le cadavre bouge encore » (2003) ou « le désenchantement de la littérature » (2007) n'ont fait que divertir les fauteuils d'orchestre.

Aux deux questions (récurrentes) « les plumes françaises font-elles encore le poids ?» et « Comment écrire après Proust et Kafka, après Faulkner et Beckett ? » chacun répondra selon son ou ses intérêts. Dans le rayon Essais sur la littérature, on trouvera de tout : les incurables optimistes, les gais pessimistes, les pessimistes tristes, les amoureux des plumes, pourvu qu'elles soient françaises, les lecteurs assidus d'auteurs étrangers, jusqu'à instaurer l'idée de leur supériorité, les convaincus de la décadence, les acharnés de la modernité, les tenants d'une littérature exigeante, ceux de la consentante, etc…

Certains apprécieront ceci : « Il est impossible d’évaluer une œuvre sans la situer dans le contexte mondial. Et si on se livre à ce petit exercice, on est bien obligé d’admettre qu’il y a un certain creux de la vague dans le roman français aujourd’hui. Il n’y a eu au cours des dernières années aucun équivalent d’un chef-d’œuvre comme Le Com­plot contre l’Amérique, de Philip Roth. Aucun roman susceptible de tenir le coup par rapport aux grands Latino-Américains. De même, je ne vois pas qui pourrait rivaliser avec le Turc Orhan Pamuk ou le Hongrois Péter Esterhâzy. Des écrivains qui sont à la fois capables de réinventer des formes et d’explorer des zones d’ombré ‘de l’histoire, ce que les Français ne font pas (…) Ce qui est en crise, ce n’est pas toute la littérature, mais la fiction, l’imagination romanesque » (Guy Scarpetta, essayiste, professeur â l’université de Reims)

D'autres aimeront ceci : « Les écrivains français d’aujourd’hui ne manquent ni d’ambition ni d’ampleur de vue. On reproche souvent au roman français d’être minimaliste et narcissique. Mais lorsqu’on lit Pascal Quignard… » (Dominique Viart, autre essayiste, autre professeur, mais à l'université de Lille) ou de Philippe Forest, non moins essayiste et professeur à l’université de Nantes : « ll y a autant d’écrivains importants aujourd’hui qu’hier. Simplement les règles du jeu ont changé: ta vraie littérature est en situation précaire, clandestine, alors que se multiplient des livres construits pour la télévision, le talk-show. »

C'est Dominique Viart qui distingue « littérature exigeante » (qui demande au lecteur de se laisser déconcerter) et « littérature consentante » (qui va dans le sens de ce qu’il attend, à la façon des productions télévisées). « Ces littératures ne sont en concurrence que pour des questions d’espace. Dans les médias comme sur !es étals des libraires. Plus la télévision célébrera les livres consentants, ceux conçus par le marketing éditorial pour faire évènement, plus il faudra défendre les autres. Ceux qui résistent au formatage. La valeur de ces œuvres n’est pas toujours perceptible et les lecteurs se réfugient parfois dans des romans plus académiques ».

Enfin, alors qu'une certaine lassitude nous avait déjà plongé dans un repos mérité, voilà-ti-pas, on vient de l'apprendre, à l'instant, que la rentrée, qui ne fait que commencer on l'aura compris, nous réserve pour le 8 octobre « un ouvrage mystérieux ». Le « buzz » ! Comme tout buzz (pas encore dans le Petit Robert, mais que fait Alain Rey !), il a pris naissance on ne sait où. Mais tout le monde en parle, alors on en parle aussi, pour être comme tout le monde : informé !

Publié chez Fl. Cet Ouvrage Mystérieux Non Identifié serait écrit à quatre mains (l'éditrice préfère l'expression « à deux voix »). Dont le (premier ?) tirage a été fixé à 100.000 exemplaires. Nom de code : XXX. « On ne parle que de ça » (Le Figaro, 21 août). Et avec une sortie en blind, à l'aveugle, bien vu, soit sans connaissance ni du titre ni des auteurs. Un coup éditorial majeur ! Chez Fl, « presque personne n'est tenu au courant pour éviter toute fuite. Seuls quelques élus savent ». Nous, non.

Gondolier

Tout ça pourquoi ? Pour faire lire ou pour faire vendre ? Poser la question, c'est y répondre. Mais après tout il arrive qu'un paquet de lessive contienne une bonne lessive. Le mardi 7 octobre au soir et probablement une grande partie de la soirée, les libraires (7) vont connaitre un nouveau branle-bas, un nouveau casse-tête. C'est qu'il faudra caser les XXX et comme l'aura imposé l'éditeur. Encore une gondole à approvisionner, n'est-ce pas gondolier ? Personnage désormais indispensable de la république des lettres.

C'était la rentrée littéraire, le Barnum. Mais selon le proverbe Barnum en septembre, Pilon en décembre (8). Soit un cirque qui n'a pas grand-chose à voir avec la lecture, la passion de lire et celle des livres.

La seule et unique vraie rentrée restera toujours celle des petits (9). « Je serai l'écolier que j'ai été jadis/ (…) A la rentrée, quand c'est la neuve odeur des livres » Francis Jammes (1868-1938, Elégie seconde)

Notes, maillons, échappées, incises zé tangentes :

(1)- Qu'écrit le journaliste Pierre-Antoine Delhommais, dans son papier éco de rentrée ? (Le Monde, 31 août, p.24) « Au secours, le chômage revient. La mécanique est implacable ». Son article commence ainsi : « C'est la bonne nouvelle de la rentrée. D'ici à quelques semaines, le pouvoir d'achat pourrait ne plus être le souci n° 1 des Français. C'est la mauvaise nouvelle de la rentrée : le chômage pourrait lui ravir cette place ». C'est « la fin de la grande illusion », Delhommais l'écrit en titre.

(2)- Eh oui déjà la rentrée ! Avec son cortège de nouveautés ! Ca foisonne de bons plans, de tendances incontournables, les must have quoi ! De coups de cœur, pour réveiller les envies, pour attaquer la rentrée en connaissance de cause ! Du sac collector de Louis Vuiton au lierre de saphirs de Jaeger-LeCoultre, des parfums noirs omniprésents jusqu'aux couleurs acidulées des maroquiniers de luxe…Non, non, soyons sérieux, parlons de la rentrée pour tous - pas la sociale elle n'a plus d'organisateurs- pour tous ou presque donc, la rentrée du Jeu des Mille Euros, et pour tous ou presque, puisque en France, au premier semestre 2008, huit téléviseurs sur dix vendus étaient des LCD, eh bien qui dit rentrée dit écran plat encore plus plat…Pendant que vous bronziez les constructeurs en effet ont pensé à vous, préparé, pour la rentrée leur offensive « extraplat ». Chez S.F, 4,44 cm d'épaisseur, chez Sh. 2, 2 cm. Certains ont même vu des prototypes extrafins entre 7 mm, oui millimètres, et 10 mm, soit un cm, chez So. Et en plus une valeur ajoutée. « Nous pouvons associer à nos téléviseurs des contenus, comme les films de James Bond ou le dernier Hancock. C'est un facteur qui nous aidera à devenir n° un ». Dans ces conditions…

Pour tous aussi la rentrée dans les barres chocolatées, lâchement attaquées de toutes parts. Un producteur, généralement appelé « le géant suisse », qui veut relancer sa barre KK, qui s'avachit quelque peu derrière les deux K concurrentes, la Bueno et la Maxi, veut pour sa rentrée, une sortie dans l'espace. Oui !. « N… envoie ses clients dans l'espace », autrement dit fait gagner des voyages spatiaux, histoire de faire décoller sa KK. Décoiffant n'est-ce pas ? Le tirage au sort de rentrée est prévu pour le 31 octobre.

Résumons, vous voulez une rentrée hors du commun, vous achetez (sans forcément la manger… avec ses 220 kilocalories !) une KK, votre pouvoir d'achat vous le permet, vous retenez le code à saisir et vous attendez. Et supposons, vous gagnez, vous serez transporté jusqu'à Oklahoma City, USA, on vous entraîne pendant 4 jours et on vous place à bord d'une navette RocketPlane XP …Alors une barre KK pour votre rentrée ? Elle est pas belle la rentrée ? Une usine à rêves. Une industrie à rêves. Tenez, on allait oublier : vous savez que le prix du blé a baissé. Le 1 er septembre, sur une page entière « Qui baisse les prix ? » Comme « le prix du blé baisse, Panzani baisse ses prix ». « Qui d'autre ? » (C'est pas comme les mecs à la pompe). Panzani, lui, sait poser les bonnes questions pour la rentrée. Ca vous épate ?

(3)- avec, c'est heureux, un dessin de Sempé en couverture (et p. 108)

(4)- avec, c'est également heureux, un dessin de Jul

(5)- Pour les « bijoux », soit des livres d'auteurs américains, le magazine Lire annonce : « Nous les avons mis de côté, pour le mois prochain (octobre). Lire vous offrira un n° spécial consacré à la littérature américaine ». Attendre un mois pour lire de la littérature, c'est long. A savoir : du 26 au 28 septembre, à Vincennes, se tient un Festival America (Canada, Etats-Unis, Mexique, Antilles, Caraïbes), avec 53 auteurs annoncés (www.festiva-america.com)

(6)-Sur cette rentrée à la TV, pour en parler, on attendra…s'il faut en dire du bien.

(7)- Pour eux, la « rentrée » a commencé …en mai. « Fin mai », pour ce grand libraire de province (2700 m2, 23 tables de rentrée…) où une dizaine de libraires « part en vacances avec un sac à dos plein à craquer » (Le Monde, 29 août) « S'assurer de ne pas avoir commis d'impasse, de ne pas avoir « raté » un auteur, c'est la priorité » (la directrice du développement). 520 millions d’exemplaires sont envoyés aux librairies chaque année. 20 % de ce volume, c’est-à-dire 105 millions d’exemplaires, sont retournés par les libraires aux éditeurs.

Jusqu'au 15 octobre donc, les « livreurs » déverseront par tombereaux leurs précieuses marchandises. Premier bilan (officiel) des ventes : fin octobre. L'officieux est déjà connu, avant même la mise en place chez les libraires.

(8)- Qui dit barnum en automne, dit cimetière au printemps ou avant. Forcément. Comment ça ? À lire, entre autres, http://www.lepoint.fr/actualites-litterature/le-grand-cimetiere-des-livres/1038/0/262709

(9)- Qui dit septembre dit vendanges, une autre vraie rentrée, celle du vin, ce qui nous amène à faire une exception pour la rentrée viticole, voire littéraire du (bon) vin… « Le vin était l'emblème d'une France qui conjuguait insouciance et gaieté. Il serait dommage de l'oublier et de laisser d'autres le célébrer à notre place » (Denis Saverot et Benoist Simmat).


AUTEUR: Michel PORCHERON

Source : proposé par l’auteur

Article original publié le 16 Septembre 2008

Sur l'auteur

Michel Porcheron est un auteur associé de Tlaxcala , le réseau de traducteurs pour la diversité linguistique. Cet article est libre de reproduction, à condition d’en respecter l'intégrité et d'en mentionner l'auteur et la source.

URL de cet article sur Tlaxcala : http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=5879&lg=fr

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"Die Dreckschleuder": Katja's Welt…Forum am Start…
09/16/2008 02:39 PM

Seit heute Vormittag ist zum Blog “Die Dreckschleuder” das Forum “Katja’s Welt” freigeschaltet…der Link zum Forum befindet sich auf der Dreckschleuder-Startseite rechts oben (rot)…

Für alle durch Katja Guenter Verfolgten -aber nicht nur- eine gute Möglichkeit sich auszutauschen, sich zu informieren etc. Das Forum soll zwar in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe bei ungerechtfertigten Mahnungen sein…darüber hinaus können dort natürlich auch andere Themen besprochen werden…

Also, viel Spaß…

das dobermann-projekt.

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SkepTicker: Quacksalberei - von Journalisten für Journalisten
09/16/2008 02:27 PM
Ein schönes Beispiel subtiler Propaganda für esoterische Pseudomedizin findet sich ausgerechnet in der aktuellen Septemberausgabe des Magazins „Journalist", der Zeitung des Deutschen Journalisten-Verbandes. „Wenn die Stimme versagt" ist ein Artikel über Panikattacken von Hörfunksprechern überschrieben. Die Autorin Ilona Hartmann, Redakteurin bei SWR4, hatte kürzlich eine Magisterarbeit über das Thema geschrieben und berichtet nun über die [...][Link] [Cache]
politplatschquatsch: Ups
09/16/2008 02:01 PM
"Einigkeit herrscht unter den Experten, dass es beim Übergewicht und den sich daraus ableitenden Erkrankungen ein deutliches soziales Gefälle gibt." natürlich, ist doch klar, keine frage. seit hartz IV die menschen scharenweise dazu treibt, ihr hungertuch bei ebay zu versteigern, weil sie sich eh keinen zahnarztbesuch leisten können, ist die zahl der untergewichtigen alg-empfänger sprunghaft gestiegen. "Dies lässt sich eindrucksvoll an der Zahl der Diabetes-mellitus-Fälle ablesen. In der Oberschicht sind hierzulande nur 4,2 Prozent von Diabetes betroffen, in der Mittelschicht leiden schon 6,8 Prozent an dieser Erkrankung und in der Unterschicht gar 11,5 Prozent." ähm, ach so.[Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: Der Anspruch des BND auf soziale Achtung und die fehlenden Seiten des Schäfer-Berichtes
09/16/2008 01:03 PM

Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland soll angeblich dazu da sein, die Würde des Menschen zu schützen. Das Grundgesetz gilt demnach als Instrument zur Verteidigung der Grundrechte der Menschen - insbesondere gegenüber dem Staat. Gerichte in Deutschland benutzen deshalb gern - wenn sich kein Privatkläger mit Grundrechtsanspruch findet - Gummiparagraphen des Strafrechtes wie “Üble Nachrede” - wer kann schon beweisen, was ein Gericht für erweislich wahr hält und was eine Behörde wirklich so treibt - um den Staat vor kritischen Äußerungen von Menschen zu schützen.

Der 10. Zivilsenat des Kammergerichts Berlin hat am 01.09.2008 durch Vorsitzenden Richter am Kammergericht Neuhaus, den Richter am Kammergericht Thiel und die Richterin am Amtsgericht Busse am 01.09.2008 auf Antrag der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesnachrichtendienst, vertreten d. d. Präsidenten, vertreten durch den bekannten taz-Mitbegründer und Anwalt Johannes Eisenberg, beschlossen, dass beanstandete Äußerungen des Beklagten in dem von ihm betriebenen Internet- Magazin „r-archiv" eine üble Nachrede zu Lasten des Bundesnachrichtendienstes als Bundesoberbehörde darstellen. Der BND habe einen Anspruch auf soziale Achtung und die Darstellung, Mitarbeiter des BND hätten versucht, in das Wohnhaus eines Buchautors einzubrechen, seien widerrechtlich in einen Verlag eingedrungen und seien bereit gewesen, den Autor auf offener Straße zu berauben, sei auch geeignet, die Behörde schwerwiegend in ihrer Funktion zu beeinträchtigen. Die Begehung derartiger Straftaten könne das Vertrauen der Bevölkerung in das rechtsstaatliche Vorgehen des BND bei der Verfolgung nachrichtendienstlicher Zwecke erheblich erschüttern.

Der Bundesnachrichtendienst muss für seine Klage zur Zensur des R-Archivs deshalb, anders als es das Landgericht Berlin entschieden hatte, nun doch nicht zahlen. So so.

Ein Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages beschäftigt sich auch mit dem Bundesnachrichtendienst und dem Journalismus. Der Bericht des vom Untersuchungsausschuss eingesetzten Ex-BGH-Richters Gerhard Schäfer aus dem Jahr 2006, kurz meist als Schäfer-Bericht bezeichnet, ist möglicherweise auch geeignet, das Vertrauen der Bevölkerung in das rechtsstaatliche Vorgehen des BND bei der Verfolgung nachrichtendienstlicher Zwecke erheblich zu erschüttern. Beim Schäfer-Bericht fand sich jedoch ein Privatkläger, der dank seiner Grundrechte durchsetzen konnte, dass der Bericht in entscheidenden Stellen anstelle des Berichtstextes nur weiße Seiten enthält. Nach dem Willen der deutschen Zensurgerichtsbarkeit soll der Bevölkerung von Deutschland der vollständige Bericht vorenthalten werden.

Das geht die Bevölkerung von Deutschland nichts an. Schließlich muss der Staat vor den Menschen geschützt werden und wenn ein Abteilungsleiter des BND aussagt, er habe Kontakt zu Journalisten von deutschen Nachrichtenmagazinen gehalten, um für den Bundesnachrichtendienst schädliche Veröffentlichungen verhindern zu können, dann wäre das womöglich geeignet, das Vertrauen der Bevölkerung in das rechtsstaatliche Vorgehen des BND bei der Verfolgung nachrichtendienstlicher Zwecke erheblich zu erschüttern. Und das kann ja nun keiner wollen. Statt mit vollständigen von einem Untersuchungsrichter ermittelten und berichteten Ermittlungsergebnissen - ob die dann der Wahrheit entsprechen oder kaum mehr als pure Desinformation sind, sei an dieser Stelle dahingestellt - wird die Bevölkerung von Deutschland mit anonymen Quatsch- und Tratschmeldungen gefüttert.

Wie einer kürzlich erschienenen Focus-Meldung, in der es heißt, BND-Präsident Ernst Uhrlau und seine beiden Stellvertreter Armin Hasenpusch und Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven schotteten sich systematisch von der Arbeitsebene ab, hieße es in einem Beitrag, der aufgrund drohender Disziplinarverfahren namentlich nicht gekennzeichnet sei.

Wer in Deutschland nach den fehlenden Seiten des Schäfer-Reports sucht, findet nichts. Im englischsprachigen Sprachraum ist das anders. Gibt jemand in eine Suchmaschine seiner Wahl die simplen Worte “Schaefer report missing pages” eingibt, der findet dort seit dem 11. September 2008 - vorausgesetzt die fehlenden Teile des Schäfer-Berichtes sind echt -, was die deutsche Bevölkerung nach dem Willen der deutschen Zensurgerichtsbarkeit nicht wissen soll. Die vielen in den “Schaefer report missing pages” genannten Namen von Geheimdienstlern und mit ihnen kooperierenden deutschen Starjournalisten passen jedenfalls gut mit den bisher bekannten Daten zusammen.

Davon muss man sich auf das schärfste distanzieren. Das ist wirklich gemein und darf in keiner Weise unterstützt werden. Wenn Nachrichtendienste die vierte Gewalt der Demokratie aushebeln - die Operation Mockingbird der CIA lässt grüßen - dann darf das der Bevölkerung von Deutschland nicht bekannt werden, denn schließlich verletzt das die Persönlichkeitsrechte der daran beteiligten Menschen. Ein Persönlichkeitsrecht darauf, in einer funktionierenden Demokratie zu leben, gibt es nicht.

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redblog: Meinungsmache der Atomlobby
09/16/2008 12:58 PM
Das Deutsche Atomforum macht eine neue heftige und sehr subtile Werbekampagne. So wird auf wichtigen Internetseiten (z.B. Spiegel Online) Werbung mit "Energiefragen" geschaltet. Wenn man draufklickt landet man auf einer Seite des Atomforums, die die ganze aktuelle Propaganda nur scheinbar "neutral" rüberbringt.

Auf der Seite gibt es auch ein "Meinungsbarometer". Bislang hat sich auf der Werbeseite der Atomlobby eine eindeutige Mehrheit gegen Kernenergie ausgesprochen.

Via www.castor.de[Link] [Cache]
Bedeutungswirbel: Microblogging? Brauch ich das?
09/16/2008 12:56 PM

Alle Welt redet vom Twittern. Ich hab lange versucht mir nicht noch einen neuen Kanal aufzuhalsen, aber jetzt probier ichs einfach mal aus. Twitter selbst ist allerdings nicht meine Wahl, sondern die freie dezentrale Variante Laconica mit ihrer Münchner Inkarnation bleeper.de.

Ich weiß immer noch nicht, wozu ich das wirklich brauche, aber ich probiers einfach mal aus. Man findet also jetzt hier in der Sidebar meinen bleeper-Feed oder direkt mein Profil bei Bleeper.

Und wo ich schonmal so im Web-2.0-Fieber bin, hab ich gleich auch nochmal meinen identoo.com-Account reaktiviert. Natürlich auch alles frei und dezentral dank Noserub.

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Selten so gelacht: Münte-Fake soll gelöscht werden.
09/16/2008 12:16 PM

Politiker haben vom Weltnetz keine Ahnung (das sie eh dauernd mit dem WWW verwechseln), aber dass Ypsilanti so naiv ist, zu glauben, das Fake-Telefonat mit “Münte” lasse sich “aus dem Internet löschen”, zeugt von wirklicher Ignoranz den Fakten gegenüber. Ich hoffe, dieser Vorfall sorgt für eine Sensibilisierung der Staatsmacht - schließlich kann am andern Ende einer solchen Leitung ja durchaus auch der politische Gegner oder gar Al Qaida sitzen. Vielleicht kann Y. Bin Ladin überreden, Youtube dem Erdboden gleich zu machen.

Das World Wide Web indes hat seine eigenen Gesetze. Am Ende des Tages sah sich die Hessen-SPD jedenfalls mit der paradoxen Situation konfrontiert, dass ein privates, illegal aufgezeichnetes Telefonat ihrer Landesvorsitzenden im Internet noch immer von jedermann ungehindert mitgehört werden konnte. (auch FAZ)

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"Die Dreckschleuder": Putin und Merkel telefonierten über Wirtschaftskooperation
09/16/2008 12:14 PM

Russlands Premier Wladimir Putin hat am Dienstag mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel telefoniert.

Wie der Pressedienst der Regierung Russlands mitteilte, “wurden beim Gespräch diverse Fragen der Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft zwischen beiden Ländern sowie das Zusammenwirken im Energiebereich erörtert”.

MOSKAU, 16. September (RIA Novosti)

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Die Gutdenker: Beckstein (CSU) findet Verkehrsstraftaten ganz okay
09/16/2008 12:03 PM
Blame that ass! Wenn Sie demnächst Opfer eines Autounfalls durch Trunkenheit am Steuer werden, wenden Sie sich bitte schriftlich an Herrn Beckstein (CSU):

CSU: Beckstein: Autofahren nach zwei Maß Bier möglich


Hat der Herr Beckstein bei dem Interview ein paar Maß zuviel intus gehabt, oder was?

Er behauptet ernsthaft, dass man 2 LITER BIER innerhalb von 6 Stunden trinken kann und danach mit dem Auto durch die Gegend fahren. Damit FINDET BECKSTEIN TRUNKENHEIT AM STEUER anscheinend ganz okay, denn er soll mir mal eine Person zeigen, die nach 2 Liter Bier innerhalb von 6 Stunden diesen Alkohol wieder unter die Promille-Grenze abgebaut hat.

Solche "Politiker" gehören beim nächsten Unfalltoten durch Trunkenheit am Steuer am Nasenring durch die Stadt gezogen!


....
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Principiis Obsta: Was die Finanzkrise der Weltwirtschaft antut
09/16/2008 11:15 AM
Von Jochen Hoff

Wie schon so häufig, beginnen wir derartige Exkursionen mit dem dümmsten Wissenschaftler des Tages, der den absoluten Boden des Schwachsinns bildet. Der absolute Vollpfosten des Tages und wohl auch für längere Zeit ist Prof. Dr. Dirk Schiereck.

Zum Glück wirkt er als Stiftungsprofessor für Bank- und Finanzmanagement an der European Business School (EBS), International University Schloss Reichartshausen, wo er den Professor im wesentlichen nicht als Angestellter des Steuerzahler gibt, sondern von den typischen Neoliberalen Dummköpfen bezahlt wird, die Wissen nicht von dummem Gerede trennen können. Dadurch wird er auch wenig Zeit haben an der TU Darmstadt zu arbeiten, was ein Glück für Darmstadt ist. Mehr als eine Mail-Adresse scheint er dort nicht mehr zu haben.

Diese Art von Eliteschulen, in denen selbsternannte Elitelehrer, einigen selbsternannten Eliteschülern, gegen viel Geld nichts beibringen, sind ja eigentlich eine schöne Sache. So kann wenigstens ein Teil der deutschen Studenten noch auf Lehrkräfte mit Ahnung, an normalen Universitäten hoffen, auch wenn die Universität Chemnitz mit ihren "wissenschaftlichen Trollen" da schon arge Zweifel weckt.Viel dümmer als das, was Dirk Schiereck verzapft, sind aber auch die nicht.
"Bankenexperte erwartet keine Pleiten in Deutschland

Die Bankenkrise in den USA wird nach Einschätzung von Finanzexperten keine Pleitewelle im deutschen Bankensystem hervorrufen. Das der Professor an der TU Darmstadt, Dirk Schiereck, am Montag (15. September) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

«Die Banken in Deutschland und Europa werden zwar weitere Abschreibungen vornehmen müssen - da können sich ganz große Milliardenlöcher auftun», so Schiereck. «Pleiten sind aber nicht zu erwarten.» Die großen deutschen Banken wie der Branchenprimus Deutsche Bank hätten die Krise bislang besser überstanden als viele Mitbewerber - das Schlimmste sei überwunden.

..

Für die Verbraucher in Deutschland werde die US-Bankenkrise keine spürbaren Konsequenzen haben."
Natürlich ist Dirk Schiereck nicht so doof wie er hier geschildert wird. Er weiß nur wessen er Lied er singt. Natürlich singt er es unter dem Deckmäntelchen der angesehenen TU Darmstadt und nicht unter seiner windigen Eliteuniversität der eh kein Mensch glauben würde. So muss er auch nicht die kleine, aber sicher hochbezahlte Studie erwähnen, die er gerade für die Deutsche Börse gemacht hat. Wozu auch.

Seine streng wissenschaftliche und fachmännische Aussage über die tollen deutschen Banken, bei denen keine Pleiten zu erwarten sind - hier winken wir mal fröhlich in Richtung Commerzbank und Hypo Real Estate - stehen ja schon seit langen. Natürlich erwähnt er auch nicht die Milliarden, die die Deutsche Bank vom Steuerzahler bekam, als IKB und ein paar Landesbanken schief lagen, nachdem sie von der Deutschen Bank und Josef Ackermann in den Renditewahnsinn getrieben und falsch beraten wurden.

Am besten aber ist, das der deutsche Verbraucher nicht betroffen ist. Keine spürbaren Konsequenzen. Schiereck sollte vielleicht besser im Moment nicht bei Arcandor-Chef Thomas Middelhoff vorbeigehen. Es könnte sein, dass er dort einen gewaltigen Tritt bekommt. Middelhoff wurde nämlich heute morgen verkündet, das die Warenlieferungen an Arcandor, nur noch zum Teil durch den Kreditversicherer Euler Hermes versichert sind. Das ist eine Warnlampe die grellrot leuchtet und die bei Wehmeyer, Hertie und Sinn-Leffers dann jeweils auch zum schnellen Konkurs führte.

Nun ist Arcandor eine andere Baustelle. Dahinter steht Madeleine Schickedanz und hinter ihr die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und der Troisdorfer Bauunternehmer Josef Esch. Wenn die zusammen, die 1,5 Milliarden Euro nicht mehr wert sind, die Arcandor als Schulden hat, dann sollten ganz andere Warnlichter angehen, die so ein Professorlein vermutlich gar nicht kapiert. Frau Schickedanz dürfte ungefähr 6,5 Milliarden Euro wert sein.

Es gibt ein ganz anderes Szenario nachdem es gar nicht so sehr um Arcandor geht, sondern um sämtliche Kredite. Lehman hinterlässt 613 Milliarden Dollar Schulden. Ein Teil davon ist irgendwo versichert. Ein deftiger Batzen wohl bei AIG, die selber wackelt und vermutlich gerade mal bis zum nächsten Wochenende kommen wird. Die AIG allerdings ist rückversichert. Wieviel davon deutsche Rückversicherer haben, weiß zur Zeit niemand.

Es weiß auch niemand wieviel an Rückversicherung die Münchner Rück und andere, für die UBS und die Credit Suisse in den Händen halten. Beide Banken teilten gestern über Sprecher mit, dass sie die Folgen des Lehman Konkurses für ihre Häuser noch nicht einschätzen könnten, aber jeder weiß das sie gravierend sein werden. Damit beginnt eine neue Runde des internationalen Murmelspiels.

Die Kreditversicherer müssen weltweit ihre Linien zurücknehmen, weil ihnen die Rückversicherer fehlen. Das bedeutet, das Investitionen nicht mehr getätigt werden können. Das bedeutet das weniger Waren, in niedrigerer Qualität beschafft werden müssen, die zudem noch zu höheren Preisen an die Verbraucher verkauft werden müssen. Arcandor wird da bei seinen Einkäufen für das Weihnachtsgeschäft keine Ausnahme bleiben.

Der Verbraucher muss also für weniger gute Qualität höhere Preise bezahlen, was den am härtesten trifft. Dazu kommt das die Notenbanken heute wieder einmal Milliarden an frischem Geld in den Umlauf geworfen haben, damit niemand die Hufe hochreißt. 30 Milliarden Euro die EZB, bei der FED fragt man schon nicht mehr aber 100 Milliarden Dollar dürften es wohl wieder gewesen sein und die Bank of England war auch mit 24 Milliarden Pfund dabei.

Dieses Geld landet nur bei den Banken als Kapitalersatz. Es wird nicht dazu benutzt um Kredite zu vergeben und Geschäfte anzukurbeln, sondern nur um Schulden an andere Banken zu bezahlen. Damit ist auch Holgis Frage fast beantwortet.

Natürlich ist dieses ein mehr an Geld. Das heißt die Geldmenge vermehrt sich. Rein theoretisch würden diese Tender auch wieder zurück genommen und damit nur das, durch den Umlauf geschaffene Mehrgeld im Markt verbleiben. Tatsächlich können die Notenbanken aber immer nur das Lasso verlängern und nicht zurückfordern. Würden sie zurückfordern wären sofort ein paar Banken pleite. Natürlich auch deutsche Banken.

Durch die ständige Geldvermehrung wird natürlich das Geld verwässert, es entsteht Inflation und zwar weltweit. Inflation treibt die Preise und wieder sind, anders als dümmliche Professoren glauben, die Verbraucher die Dummen. Sie bekommen nichts von der wundersamen Geldvermehrung ab, aber müssen sie bezahlen. Natürlich trifft es die Ärmsten am härtesten.

Wenn der Menschenfeind Kannegießer bei den Tarifverhandlungen für Gesamtmetall jetzt einen großzügigen Inflationsausgleich anbietet, dann bedeutet das nur, dass er die Menschen wieder einmal betrügen will, wie er es täglich mit den Lügen seiner INSM tut, die ja auch mit Steuergeldern finanziert wird und im Fall Siemens und Brokat vermutlich auch durch Betrug.

Tatsächlich stellt sich heute schon ernsthaft die Systemfrage und sie wird nicht mehr nur von den üblichen Verdächtigen gestellt, sondern mitten aus dem System heraus.
Das Grundübel aber ist, der bereits angesprochene Renditewahn, den Josef Ackermann bis auf 25 Prozent hochpeitschte, ohne das ihm eine Stimme der Vernunft entgegen getreten wäre. Aber die allgemeine Finanzmarktkrise hat auch die neoliberale Welt kräftig durchgeschüttelt. Klügere Köpfe als Josef Ackermann und vor allem seriösere Banker, sehen das Ergebnis des Neoliberalismus und bekommen Angst. So auch Matthias Graf von Krockow Sprecher der Privatbanken Sal. Oppenheim und BHF Bank, die, die größte unabhängige Privatbankengruppe Europas sind.
Die im Zuge der Globalisierung enorm gestiegenen Renditeansprüche waren ja immer nur mit einer höheren Verschuldung zu erfüllen. Die Gier muss gestoppt werden. Man kann nicht mit fremder Leute Geld große Spielkasinos betreiben. 15 Prozent nachhaltige Eigenkapitalrendite sind mit einem normalen, soliden Geschäft einfach nicht machbar.
Gut. Diese Erkenntnis gibt der gute Graf ein wenig spät zu Protokoll, aber immer noch besser späte Reue, als gar keine Reue. Von Krockow hält 15 Prozent Eigenkapitalrendite nicht für nachhaltig machbar. Normale Leute sehen Sätze zwischen 3 und 7 Prozent als nachhaltig machbar für das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft. Damit steht die Obergrenze fest. Natürlich kann es immer wieder einmal Sondereinflüsse geben.

Wer wie Ackermann auf 25 Prozent aus ist, der schadet den Unternehmen, den Menschen die in ihnen arbeiten und der Volkswirtschaft in der er lebt. Dieser Schaden dürfte sich heute in Deutschland auf mehre hundert Milliarden Euro beziffern lassen und es ist an der Zeit, dass die Bankenaufsicht aus solchen Erkenntnissen ihre Schlüsse zieht und Ackermann die Berufsausübung untersagt.
Graf von Krockow spricht für das Sal. Oppenheim das auch hinter Arcandor steht. Da spricht man über richtiges Geld und oft auch von persönlich haftenden Gesellschaftern, die selbst auch wirklich Geld haben. Da geht es nicht um die Abzockerbanden wie sie Ackermann betreibt. Aber er ist ja längst nicht mehr alleine. Auch die Medien beginnen unruhig zu werden:
Nie zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das systemische Risiko derart mit Händen zu greifen. Unter systemischen Risiko verstehen Experten das Risiko von Kettenreaktionen. Denn alle Banken, Fonds oder Versicherungen, die mit Lehman Brothers Geschäfte gemacht, ihnen Kreditversicherungen abgekauft haben oder Schuldtitel, müssen diese Werte plötzlich abschreiben. Und als viertgrößte Wall-Street-Bank war Lehman beileibe kein kleiner Spieler im Finanzkapitalismus. Sprich: Überall werden Verluste auflaufen. Werden es auch alle verkraften?

Wenn es richtig schlecht läuft, werden die Steuerzahler in Europa - auch in Deutschland - Milliarden Euro für die Rettung hiesiger Banken aufbringen müssen, wird sich die Rendite aus Lebensversicherungen und anderen Altersvorsorgeprodukten für die Menschen hierzulande kräftig reduzieren, wird die Krise Europa Millionen Arbeitslose bescheren. Danke, Amerika!
Nur der Schlußsatz ist falsch. Es ist nicht das Problem Amerikas. Es ist das Problem dieser Welt, dass den Raubtierkapitalisum der Neoliberalen frei gelassen hat, das solche Leute wie Pierer, Ackermann, Hartz, Kannegiesser und andere, ohne jede Kontrolle auf die Menschen losließ. Überall auf der Welt. Leute die nichts unternehmen, sondern nur spielen und zocken wollten. Die nur aus Maul und Arsch bestehen. Fressen und Scheißen, ohne zu verdauen.

Diese Leute schaffen keine Werte sondern vernichten sie nur. So wie das Professorlein vom Anfang zu dumm ist, zu begreifen was es für einen Schwachsinn labert und seine Studenten auch noch in die falsche Richtigung führt, sind die Geschäfte in die falsche Richtung gelaufen. Spielbank statt Sachverstand und Unternehmensführung.

Weltweit haben die Unternehmensberater, die nie Verantwortung tragen, sich in die Firmen eingeschlichen und lassen sich gut für Ratschläge bezahlen, die von jeder Toilettenfrau mit Betriebskenntnissen besser zu bekommen wären. Es ist der dusselige, verantwortungslose, aber eben auch verantwortungsunfähige Neoliberalismus, der die Welt an den Rand des finanziellen Ruins gebracht hat.

Die Welt muss jetzt die Schuldigen bestrafen. Nicht weil die ihre Schuld einsehen würden. Dazu reichen deren Fähigkeiten gar nicht, sondern um Nachahmer zu verhindern. Wer Unternehmen zerschlägt um am Verkauf zu verdienen und dabei billigend in Kauf nimmt, das die Unternehmen zerstört werden ist ein Terrorist. Gegen das, was unsere Wirtschaftselite tut, ist Bin Laden harmloser als ein Grashüpfer, der ja noch schreckhafte Menschen erschrecken könnte.

Der internationale Terrorismus sitzt in den Managementebenen. Die müssen gesäubert und mit ehrlichen und anständigen Leuten besetzt werden. Wenn 20 Prozent der gesamten Gewinne der US-Volkswirtschaft von den Banken eingesackt wurden, dann sind das in Europa nicht weniger, sondern eher mehr. Gerade in Deutschland wurden die Menschen ja künstlich verarmt, indem sich die Neoliberalen die gierigen Politiker kauften.

Die Ergebnisse dieser Politik, die von käuflichen Wissenschaftlern untermauert wurde, lassen sich jetzt überall betrachten. Arme Menschen ohne Arbeit, die dem Staat ohne Hoffnung und ohne jedes Vertrauen auf der Tasche liegen. Zerstörte Familien, miese Schulen, ein kaum noch finanzierbares Gesundheitssystem und haufenweise Berater die alles wissen wie es geht, bis sie es machen sollen.

Es muss darum gehen die Menschen wieder zu berücksichtigen. Eine Wirtschaft besteht nicht aus Banken. Sie besteht aus Unternehmen. Banken sind ein notwendiges Übel aber mehr nicht. Ein Neuanfang mit neuem Vertrauen ist aber nur dann möglich wenn Ackermann und Co. im Knast sitzen. Es darf nicht passieren das dieser Mann und seine Handlanger entkommen können und den Menschen aus der Schweiz eine lange Nase drehen. Es muss der Schweiz deutlich gemacht werden, dass der Schutz von Ackermann eine Mauer um die Schweiz bedeutet, die nichts mehr durchlässt.

Nur wenn die Schuldigen bestraft werden kann es wieder Vertrauen geben. Ohne Bestrafung kommt die Wirtschaft nicht mehr hoch. Die Schäden für die einzelnen Menschen werden riesig sein und niemand gewinnt etwas. Jetzt sind weltweit die Staatsanwaltschaften gefragt.

Wer das ganze etwas freundlicher formuliert lesen möchte, der mag sich bei Robert von Heusinger bedienen.Die Finanzkrise hat auch ihr Gutes: Sie sät Zweifel, Zweifel an falschen Gewissheiten.
Mit Freude habe ich vergangene Woche vernommen, dass selbst Joe Ackermann sich mit seinem Renditeziel von 25 Prozent nicht mehr recht wohl fühlt. Ja, die absurden Eigenkapitalanforderungen geraten ins Wanken. Und das ist gut so, denn sie sind mit das größte Kreuz des modernen Finanzkapitalismus.
Er will sie zwar nicht im Knast sehen, zeigt aber die gleichen Fehler auf die hier auch ständig besprochen werden.

Quelle: Duckhome[Link] [Cache]
Principiis Obsta: EIL - "Orange" Koalition in Ukraine zerbrochen - Juschtschenko will Neuwahlen
09/16/2008 11:15 AM
KIEW, 16. September (RIA Novosti). Die Parlamentskoalition zwischen dem Julia-Timoschenko-Block (JTB) und der Präsidentenfraktion "Unsere Ukraine - Selbstverteidigung des Volkes" ist nach gegenseitigen Vorwürfen auseinander gebrochen.

Dies gab der ukrainische Parlamentspräsident Arseni Jazenjuk am Dienstagmorgen zum Auftakt der Obersten-Rada-Sitzung in Kiew bekannt.

Die Koalition, zu der 227 Abgeordnete gehörten, war nach den Parlamentswahlen am 30. September 2007 gebildet worden. In der darauf folgenden Zeit nahmen die Kontroversen zwischen Präsident Viktor Juschtschenko und Regierungschefin Julia Timoschenko zu.

Am 2. September stimmte die Timoschenko-Fraktion zusammen mit der Oppositionsfraktion der Partei der Regionen für mehrere Gesetzentwürfe, mit der sie die Präsidentenvollmachten merklich beschnitten. Daraufhin kündigte "Unsere Ukraine - Selbstverteidigung des Volkes" ihren Austritt aus der Koalition an.

Präsident Juschtschenko bezeichnete die Entwicklung im Parlament als einen politischen und verfassungswidrigen Putsch.

Innerhalb von 30 Tagen muss nun eine neue Mehrheitskoalition im Parlament gebildet werden. Andernfalls ist der Präsident berechtigt, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzuberaumen. Juschtschenko gab bereits bekannt, davon Gebrauch machen zu wollen.
RIA Novosti[Link] [Cache]
BooCompany: Dem netten Opa geht es gut (INTERN)
09/16/2008 11:09 AM
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Mülldeponie Afrika: Was wir Afrika antun, ist barbarisch
09/16/2008 11:02 AM

In seinem Anliegen, aufbauend auf der christlichen Soziallehre eine universale Ethik zu formulieren («Gegen den Verfall des Sozialen. Ethik in Zeiten der Globalisierung», 2007, ISBN 978-3-451-28662-9), hat der Erzbischof von Dijon, Roland Minnerath, ein ausführliches Kapitel dem Thema «Die Staatengemeinschaft und der Friede» gewidmet. Dort heisst es unter anderem:

«Der Friede hat die grundlegenden Vorgaben der menschlichen Natur zu berücksichtigen: die der Person eigene Würde, deren Streben nach Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit. Abwesenheit von Krieg ist noch nicht gleichbedeutend mit Frieden. Der Friede muss in den Strukturen und im Verhältnis von Personen und Staaten positiv gesichert sein. Er besitzt eine unablässige Dynamik, die sich, ausgehend vom Frieden der Herzen, bis auf die Beziehungen zwischen den Staaten erstreckt.
Der Friede ist nur dann erreicht, wenn die Vorgaben der universalen Ethik respektiert werden. Ist die Gesinnung nicht für den Frieden gewonnen, sind Abkommen und internationale Institutionen zur Ohnmacht verurteilt.»

Und: «Der Friede ist das Gut ausnahmslos aller Menschen. […] Eine Kultur des Friedens zu entwickeln setzt voraus, dass die universalen Ansprüche der menschlichen Person respektiert, dass Hunger und Armut überwunden, dass Solidarität umgesetzt, dass strukturelle Gewalt angeprangert und überwunden wird und dass die Rechte der Völker anerkannt sind.»

Die Menschheit und insbesondere wir in den reichen Ländern des Nordens Lebende müssen daran erinnert werden, was die Ethik von uns verlangt. Und wie furchtbar weit wir uns von ihr entfernt haben.
«Mülldeponie Afrika» ist der Titel eines Beitrags von Radio Afrika International aus dem Jahre 2006 (S. weiter unten). Dort ist zu lesen, dass die neuen Kolonialherren Afrika nicht mehr nur als einen Kontinent zur Ausbeutung von Rohstoffen sehen, sondern auch als den Kontinent, der den Gift- und Atommüll der reichen Länder lagern soll – mit verheerenden Folgen für die Umwelt und die Menschen, die dort leben. Das bestätigt sogar die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) in Berichten aus den Jahren 2005 und 2006, nachdem in Folge des Tsunami vom Dezember 2004 in Somalia nicht nur im Meer versenkte Fässer mit gewöhnlichem, sondern auch mit Atommüll an den Strand geschwemmt worden waren.

Somalia hatte seit den achtziger Jahren «unzählige Schiffsladungen von Atommüll und anderen schädlichen Abfällen» erhalten, die vor der Küste versenkt worden waren. Über Jahre gingen bei der Uno und bei der EU «zahlreiche Beschwerden über die Folgen für Mensch und Umwelt durch die unachtsame Lagerung von nuklearen und toxischen Abfällen» ein. Aber jahrelang blieben diese Beschwerden ohne Reaktion. Erst 1995 beschlossen die OECD-Staaten, gefährliche Abfälle nicht mehr in Nicht-OECD-Staaten zu exportieren. Ohne wirkliche Folgen.
Allein im Jahr 2001 zum Beispiel wurden 600 000 Tonnen nuklearer Abfall nach Afrika verschifft: nach Zaire, Malawi, Eritrea, Algerien und Mosambik – und nach Somalia. Die US-Regierung hatte sich geweigert, das Abkommen von 1995 zu unterzeichnen. Auch europäische Unternehmen – der Artikel verweist auf die in Lugano ansässige Firma ODM – warben weiterhin für die Lagerung atomarer Abfälle in diesem afrikanischen Land.

Warum gerade Somalia? Das Land war seit Anfang der neunziger Jahre ohne staatliche Strukturen und einem andauernden «Bürgerkrieg» ausgesetzt. Auch zu den Hintergründen solcher «Bürgerkriege» findet sich eine aufschlussreiche Passage im Buch des Erzbischofs von Dijon: «Geschürt werden sie nicht selten von externen Mächten, die am Zugang zu Rohstoffen und Energievorkommen, an der Stärkung ihrer strategischen Position oder am Absatz ihrer Waffen interessiert sind.» – Und an der Lagerung von Gift- und Atommüll!

Im Falle Somalias hat das Organisierte Verbrechen profitiert – in ihren Händen befindet sich der Handel mit Atommüll. Und, so der Artikel, der italienische Staat: Italien habe «am Handel mit Atommüll jährlich sieben Milliarden US-Dollar verdient». Warum? Die Lagerung von gefährlichem Müll in ­Europa kostet rund 250 US-Dollar pro Tonne, in Afrika müssen für dieselbe Menge nur 2½ US-Dollar bezahlt werden.
Und die deutsche Politik? Der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im deutschen Verteidigungsministerium, Willy Wimmer (CDU), setzt sich seit Wochen dafür ein, dass in Stuttgart keine neue US-Kommandozentrale für Afrika mit dem Namen AFRICOM errichtet wird.

Auf seine Schreiben an das deutsche Aussenministerium erhielt er bislang nur substanzlose Ausflüchte, so dass er sich erneut gezwungen sah, nachzuhaken. In seinem Brief vom 21. Juli schreibt der Abgeordnete Wimmer: «Es muss heute geradezu Zynismus und Hohn hervorrufen, wenn Sie die ‹Verteidigung der freien Welt› beschwören. Das kann nach Ansicht der überwiegenden Mehrheit unseres Volkes weder mit völkerrechtswidrigen Kriegen noch durch Folter geschehen, wie es seit Jahren offenkundig ist. Wie sehr Sie sich von den eigenen Erkenntnissen entfernen, zeigt auch Ihre Ansicht, dass keine völkerrechtlichen und vor allem kriegsvölkerrechtlichen Konsequenzen für Deutschland aus den Tatsachen herzuleiten sind, dass von Stuttgart aus Einheiten der amerikanischen Special Operation Forces im militärischen Kampfeinsatz in zahlreichen afrikanischen Staaten eingesetzt werden und den Vereinigten Staaten dies von deutschem Territorium aus nicht nur erlaubt wird, sondern dafür in Deutschland auch der militärische und polizeiliche Schutz zur Verfügung gestellt wird.»

Das letzte Kapitel im Buch des Erzbischofs von Dijon hat die Überschrift «Die grossen Herausforderungen unserer Zeit». In diesem Kapitel geht es vor allem um die Situation in den Ländern der dritten Welt. Dort heisst es unter anderem: «Ganzheitliche und solidarische Entwicklung der Menschheit ist ein Postulat. Es beruht auf zwei Prinzipien: dem Prinzip der Einheit der Menschheit und dem Prinzip der allgemeinen Bestimmung der Güter. Der ungleiche Zugang zu den materiellen und spirituellen Gütern der Menschheit entlarvt sich als Ungerechtigkeit. [...] Die Gerechtigkeit verlangt als erstes, dass jeder Form der Ausbeutung und Beherrschung der ärmsten Völker ein Ende gesetzt wird und dass die nötigen Mittel eingesetzt werden, um ihre Bedürfnisse besser zu befriedigen und den Zugang zu den für die eigene Entwicklung unerlässlichen Werkzeugen zu öffnen.»

von Karl Müller, Zeit-Fragen Nr. 32, 4.08.2008

Über den Autor

Quelle: http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2717

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Mülldeponie Afrika

Afrika gelingt noch immer kein echter wirtschaftlicher Aufschwung. Innere politische Krisen, die oft von außen geschürt werden, und die hohen Schulden sind die beiden Fußfesseln, die es an seine Armut binden. Daher ist Afrika den neuen Herren der Welt vollkommen ausgeliefert und von ihnen, wie früher von den Kolonialherren, abhängig, man könnte fast sagen, kolonialisiert.

Nun, im Vergleich zu den früheren Kolonialherren, die in ihren Kolonien doch wenigstens eine dürftige Infrastruktur aufgebaut haben, zeigen die neuen Herren der Welt kein Interesse daran. Sie sind nur noch mit der Ausbeutung der Rohstoffe und mit den größtmöglichen Gewinnen, die sie aus ihren Geschäften in kürzester Zeit erzielen können, beschäftigt. Eines dieser Geschäfte ist der Export von Atommüll. Mit diesem Geschäft und seinen Auswirkungen auf die Entwicklung Afrikas werden wir uns jetzt beschäftigen.

Es war wie ein Donnerschlag aus heiterem Himmel. Kaum zwei Wochen nach dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls über die Dämpfung des Treibhauseffekts und kurz vor dem Welttag des Zivilschutzes veröffentlichte das UNEP, das Umweltschutzprogramm der Vereinten Nationen, seinen Bericht über die Folgen der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004. Die etwa 100 Minister für Umweltschutz, die in Nairobi vom 21. bis zum 25. Februar 2005 an der 23. Sitzung des Vorstandes des Weltministerforums für die Umwelt des UNEP teilnahmen, mussten am 22. Februar 2005 aus dem Mund seines Vorsitzenden Klaus Töpfer eine besorgniserregende Information hören: Der Tsunami habe an der Küste Somalias nicht nur gewöhnlichen, sondern auch nuklearen Abfall angeschwemmt.Viele Leute in den vom Tsunami betroffenen Gebieten leiden unter ungewöhnlichen Gesundheitsproblemen. Es handelt sich, laut dem UNEP-Bericht, um akute Infektionen der Atemwege, Magenblutungen, atypische ??chemische?? Reaktionen der Haut und plötzliche Todesfälle.

Für viele Teilnehmer waren die Angaben des UNEP-Berichtes unerhört. Nicht aber für das UNEP.Auf Seite 134 des Berichtes, dessen offizieller Titel auf deutsch „Nach dem Tsunami – Erste Umwelteinschätzungen" lautet, ist zu lesen, dass Somalia eines von vielen unterentwickelten Ländern ist, das seit den achtzigen Jahren unzählige Schiffsladungen von Atommüll und anderen schädlichen Abfällen bekam und sie entlang der Küste lagerte.Aufgezählt wurden unter anderem Uran, Cadmium, Blei und Quecksilber. Es fehlten natürlich nicht die Rügen auf die nicht näher genannten Schuldigen: es sei eine Verletzung der internationalen Verträge über den Export solcher Abfällen nach Somalia, und es sei ethisch fragwürdig, ob man solche Verträge mit einem durch einen Bürgerkrieg erschütterten Land abschließen dürfe.

Der Zorn des UNEP scheint gerechtfertig. Die Frage aber bleibt: Falls es seit den achtziger Jahren zu solchen Fällen gekommen ist, warum hat das UNEP nicht früher energische Maßnahmen dagegen ergriffen? Da es sich um einen Zeitraum von fast 25 Jahren handelt, ist es möglich, dass das UNEP davon nichts wusste? „Es ist unmöglich, mit den UNEP-Leuten, deren Stab in Nairobi ist, zu reden. Ihre Kommentare sind: wir wissen nichts davon, wir werden uns damit später beschäftigen", beklagten sich die Behörden des somalischen Bezirkskreises El Dehere. Laut dem italienischen Journalisten Massimo Alberizzi wurden sowohl bei der UNO als auch bei der EU zahlreiche Beschwerden über die Folgen für Menschen und Umwelt durch die unachtsame Lagerung von nuklearen und toxischen Abfällen in Somalia eingereicht. Niemand hat sich dort bisher gerührt.

Wenn schon nicht wegen der Beschwerden aus einem armen, zerfallenen afrikanischen Staat, warum schloss man Augen vor der Tatsache, dass gerade in den achtziger Jahren zahlreiche Industriestaaten den Regierungen armer Länder riesige Summen für die Lagerung ihres Atommülls boten? Von den afrikanischen Staaten wurden damals neben Somalia auch Guinea- Bissau, Nigeria und Namibia zu diesem Zweck bevorzugt. Erst nach dem Skandal um das syrische Schiff „Zenobia", das 1988 etwa 20.000 Tonnen nuklearen Abfall transportierte und monatelang einen Hafen suchte, um seine Ladung löschen zu können, meldeten sich endlich die Vereinten Nationen zu Wort. 1989 wurde auf eine UNO-Initiative die Basler Konvention über die Kontrolle der Wege der nuklearen Abfälle ausgerufen. Die Umweltschützer protestierten. Laut ihnen bedeutete die Kontrolle der Wege des Atommülls nicht die Verhinderung seiner Verschiffung in die Dritte Welt. Das geschah erst 1995, als die Basler Konvention einen Zusatz bekam, wodurch den Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, besser bekannt als OECD, verboten wurde, gefährliche Abfälle in Nicht-OECD-Staaten zu exportieren. Dieser Verbot stieß aber auf das Missfallen der USA. Washington weigerte sich, den Zusatzartikel der Basler Konvention zu unterzeichen.Was andere Abfallproduzenten betrifft, sie fanden Umwege, um ihren nuklearen Müll loszuwerden. Die Firma ODM aus Lugano hatte sogar im Internet die besten Stellen für die Lagerung nuklearer Abfälle aufgezeichnet. Das durch Bürgerkrieg zerfallene Somalia wurde bevorzugt. Angeblich habe Giorgio Comerio, der Direktor der Firma ODM einem gewissen Ali Mali einen Million US-Dollar angeboten, um diese Abfälle im Nordosten Somalias zu lagern. Ilaria Alpi und Miran Hrovatin, zwei italienische Fernsehjournalisten, versuchten, mehr über solche Geschäfte zu erfahren. Sie kamen am 18. März 1994 in die somalische Stadt Bosasso, interviewten einen örtlichen Beamten, und am 20. März desselben Jahres, nur einige Stunden, bevor sie ihren telefonisch angekündigten Bericht an den italienischen Sender RAI überspielen konnten, wurden sie in Mogadischu auf offener Straße von einem Killerkommando getötet.

Für Massimo Alberizzi, ihren Kollegen vom „Corriere della Sera", gibt es keinen Zweifel: der Handel mit den nuklearen und anderen gefährlichen Abfällen, die vorwiegend in Somalia landen, befindet sich in den Händen des organisierten Verbrechens. Darin scheinen aber auch höhere Interessen verwickelt zu sein. Massimo Scalia, der Vorsitzende einer Untersuchungskommission des italienischen Parlaments, sagte der Agentur Inter Press Service, dass Italien allein am Handel mit Atommüll jährlich sieben Milliarden USDollar verdient. Allein im Jahr 2001 wurden 600.000 Tonnen nuklearer Abfall nach Afrika verschifft. Dabei war Somalia nicht das einzige Ziel. Auch Zaire, Malawi, Eritrea, Algerien und Mosambik waren dafür vorgesehen. In Anbetracht des Ausmaßes der illegalen Verschiffung von Atommüll aus Europa versuchte das UNEP zu handeln. Moustapha Tolba, damals Exekutivdirektor des UNEP, protestierte bereits im September 1992 bei der italienischen und der schweizerischen Regierung und verlangte, den Export von nuklearem Müll nach Afrika zu beenden. Die Schweiz reagierte höflich:man wolle diese Bitte überprüfen. Italien aber wies die Anschuldigungen scharf zurück. Der damalige italienische Umweltminister, Carlo Ripa di Meana, behauptete, kein italienisches Unternehmen sei an solchen Geschäften beteiligt. Dabei blieb es. Die Geschäfte mit dem nuklearen Müll liefen inzwischen in großem Stil weiter. Aus Somalia kamen Hinweise, dass das radioaktive Mülldepot unweit des Ortes Obbia nicht von somalischen Milizen, sondern von „fremden Soldaten" bewacht werde. Laut einer vertraulichen Quelle haben Franzosen und Amerikaner bereits in den achtziger Jahren grünes Licht für den Bau eines Lagers für Atommüll in dieser Gegend gegeben.Auch der somalische Warlord General Morgan, der im Süden Somalias operiert, behauptet, dass mehrere ausländische Vertreter ihn in Nairobi besucht hätten, um seine Genehmigung für die Deponierung nuklearer Abfälle zu kaufen, was er, wie er sagte, abgelehnt habe.

Die Vertreter der Atomlobby übten aber weiter Druck aus. Laut einigen Behauptungen waren es sie, die die rasche Beendigung der Friedensgespräche zwischen den somalischen Bürgerkriegsparteien verhinderten. Unter diesem Druck befand sich auch das UNEP. Johannes und Germana von Dohnany behaupten in ihrem 2002 erschienen Buch „Schmutzige Geschäfte und Heiliger Krieg.Al-Qaida in Europa", dass das UNEP von den Finanzmitteln, die die Mitgliedstaaten im zweijährigen Rhythmus bereitstellen, abhängig sei. Daher wäre es, laut ihnen, zu riskant, sich offen gegen die Industrieländer, die ihre wichtigsten Geldgeber sind, aufzutreten. Diese Feststellung ist schwer zu bestreiten. Zwar hat das UNEP seine Haltung über die illegale Lagerung von radioaktivem Müll in Somalia nach der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 nur insofern geändert, weil sein Bericht auf die Bedrohung des ökologischen Gleichgewichts und die Gefährdung der Menschen durch sorglose Aufbewahrung von Atommüll deutlicher als früher hingewiesen hat. Tatsächlich beschäftigt sich der UNEP-Bericht ausführlich mit verschiedenen Aspekten der Auswirkungen besonders des an Land gespülten Mülls auf die Mangrovenwälder an der Küste, die Korallenriffe, die Fischerei und das Grundwasser. Hingegen werden die Schäden, die Menschen dadurch bereits erlitten haben – manche sind daran gestorben –, nur flüchtig erwähnt. Die Verfasser beklagen sich übrigens, dass es ihnen nicht möglich war, die Lage an Ort und Stelle zu untersuchen. Indirekt ist das auch die Rechtfertigung für die harmlosen Schlussfolgerungen des UNEP-Berichtes, die sich praktisch nur mit den Umweltschäden und der Auswirkung der Klimaerwärmung auf die biologische Vielfalt Somalias beschäftigen.Was aber mit den Menschen, die Opfer einer gewissenlosen, rein gewinnorientierten Handeltätigkeit geworden sind, geschehen soll, darüber schweigt der UNEPBericht. Von einer Verurteilung der Drahtzieher gewissenlos Menschen opfert und dabei ist, heute ein Land, morgen vielleicht einen ganzen Kontinent in eine radioaktive Mülldeponie zu verwandeln, ist schon gar nicht zu reden.

Aber was soll's, wenn der Preis für die Lagerung von gefährlichem Müll in Europa 250 US-Dollar pro Tonne kostet, während in Afrika man für dieselbe Menge nur zweieinhalb USDollar zu zahlen braucht? Das ist übrigens aus dem UNEP-Bericht zu entnehmen.Was man Organisation für Atomenergie (IAEA) keine Angaben über die Menge des in mehr als 430 Kernkraftwerken erzeugten Mülls veröffentlicht. Das muss man aber verstehen. Auch in der Privatwirtschaft, die sich der Kontrolle über die internationalen Organisationen bemächtigt, herrschen Gesetze. Darunter auch das Gesetz der „Omertà"…

von Vladislav Marjanovic, Radio Afrika International, 2006

Quelle : http://www.castor.de/material/gorlebenrundschau/2006/quartal1/ausg1.html#Mülldeponie%20Afrika

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Europa im Blick: Polen - Eine Nation und ihr Selbstverständnis
09/16/2008 10:35 AM

Nun haben es die Amerikaner geschafft, jetzt ist auch der Vertrag über die Rakentenabschußbasen mit Polen parafiert. Frau Rice konnte dies nicht wie geplant anschließend an die Ratifizierung in Prag in Warschau zelebrieren, jetzt erklärte sie aber, dass sie so schnell wie möglich nach Warschau reisen will und dies tat sie auch am 20. August.

Nicht anders wie bei uns, missachtet auch die polnische Regierung den Willen ihres Volkes. Dies war schon bei der Beteiligung beim Überfall auf den Irak so. Die polnische Regierung ließ sich durch wirtschaftliche Versprechungen der USA ködern. Unter dem Strich gab es aber keine Aufträge für die polnische Wirtschaft. Noch mehr tat es der polnischen Seele weh, dass sie für die USA gute Soldaten waren, anders aber als die Westeuropäer schärfere Visabestimmungen aufgebrummt bekamen. Der Präsident Kwaśniewski flog extra in die USA und kam ohne Ergebnis wieder. Dann musste auch noch sein Flugzeug in Kanada außerplanmäßig landen und das polnische Staatsoberhaupt durfte den Teil des Flughafens nicht verlassen, der für Passagiere ohne Visum vorgesehen ist.

Nun wollte Premier Tusk von den USA feste Zusagen, anstatt leere Versprechungen wie damals. Er hat nun diese Zusagen in Form von der ständigen Stationierung von Patriot – Raketen in Polen mit dem entsprechenden US-Militär erhalten. Wie sagte doch der Premier im Fernsehen: „Wir haben einen wichtigen Schritt getan. Mit den USA haben wir einen Partner, der nicht erst tätig wird, wenn schon alles vorbei ist. Schließlich wissen wir wie lange EU und Nato brauchen, um bei Konflikten ihre Maschinerie in Gang zu setzen.“ Ja die Amerikaner schlagen schon vorher bzw. auf Verdacht hin los…Daraus müssen wir wohl schließen, dass sich der Premier dafür ausspricht.

Der Konflikt Russland-Georgien hat sicherlich die Verhandlungen beschleunigt. Ein gestörtes Verhältnis zu Russland hat Polen auch auf Grund seiner jüngeren und jüngsten Geschichte. Der Präsident pflegt diese besonders und hat grundsätzlich Vorbehalte gegen Russland – „weiß ist weiß und schwarz ist schwarz“ und der Premier möchte sich nicht nachsagen lassen, dass er es mit den Russen hält, obwohl er mit dem östlichen Nachbarn normale Beziehungen haben möchte. Der polnische Außenminister hat Russland angeboten die Basen zu inspizieren.

Die USA sind aus der Sicht der Regierenden ein Garant für die Souveränität des Landes. Es gibt natürlich auch in der Bevölkerung Menschen, die es so sehen. Ihnen steht die Geschichte der polnischen Teilung, ihrer Lage zwischen dem mächtigen östlichen Nachbarn Sowjetunion/Russland und des westlichen Deutschland vor Augen. Kleine Menschen und kleine Länder haben manchmal Komplexe und die können die verschiedensten Blüten treiben. Aber die Mehrheit gehört zu den aufgeklärten Menschen, die sich nicht von Springers „FAKT“ und Pater Rydzyks „Radio Maryja“ die Welt erklären lassen. Nach neusten Umfragen ist die Zustimmung der Bevölkerung zu den USA um über 20% zurückgegangen.

Polen hätte die fast 300 jährige Fremdherrschaft nicht überlebt, wenn sie nicht ihre Sprache und Kultur gepflegt hätten. Ich kenne Linke die das für Nationalismus halten, dass die Polen auf ihre Kultur stolz sind und diese pflegen wollen – wir sollten jedem Volk und Völkchen seine Kultur gönnen. Natürlich hat für den Zusammenhalt auch die katholische Kirche – egal wie frau/man zu ihr steht - eine wichtige Rolle gespielt. Schließlich haben die Polen uns in der Zeit der „Kommune“ gezeigt was Widerstand bedeutet. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen mit denen da Oben. Und es gab immer wieder Rückschläge, aber sie haben daraus gelernt und so kam es dann zum Befreiungsschlag. Aber leider ging er nach hinten los. Die Arbeiter, die für die Verbesserung ihrer Lebensqualität gekämpft haben, müssen heute sehen, dass die Arbeitnehmerrechte immer mehr ausgehöhlt werden. Ihre Mitstreiter, die sie beraten haben, haben sie verraten: an das internationale Großkapital. Jetzt ist der Feind nicht mehr so einfach auszumachen und er agiert weitaus geschickter. Jetzt ist nicht weiß = weiß und schwarz = schwarz.

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redblog: Links um zehn # 54
09/16/2008 10:00 AM
Über das neue BKA-Gesetz und eine Stellungnahme des AK Vorratsdatenspeicherung, von einem hörbaren Überwachungsszenario, dem Google-Imperium, einer "die Linken nagelnden" Andrea Ypsilanti und einem Film über Desinformation in Kriegszeiten.

[LINK] BKA-Gesetz: Sachverständige wurden gehört aber nicht verstanden. fefe berichtet von der Anhörung. [via]
[LINK] Thomas weist auf eine Stellungnahme des AK Vorrat zum selbigen Thema hin.
[LINK] Heute um 20:10 Uhr sendet der Deutschlandfunk ein Hörspiel zum Thema Überwachung. "Seit 2006 gibt es in der kleinen englischen Stadt Middlesbrough eine neue Form der Videoüberwachung: Ordnungsverstöße werden nicht nur gefilmt, sondern durch einen installierten Lautsprecher auch sofort gerügt."
[LINK] RadioLINK: "Das Google Imperium" - Interview mit dem Blätter-Autoren Daniel Leisegang. Hier geht´s zum Original-Artikel.
[LINK] VideoLINK: Hier spricht die Frontfrau der Hessen-SPD mit einem Stimmenimitator der vorgibt, Franz Müntefering zu sein. Sein Problem sind "die Linken", Ypsilanti will sie "nageln". Nicht der Brüller, trotzdem witzig. Vor allem weil die SPD inzwischen recht hilflos versucht, die Verbreitung des Mitschnittes zu unterbinden.
[LINK] Bei elementarteile gibt´s die Dokumentation "War made easy" über Manipulation und Desinformation im Zuge der US-Kriege.

Vorschläge für LINKs, Kritik, Lob und sonstige Mitteilung bezüglich der "Links um zehn" bitte an redblog[AT]no-log.org[Link] [Cache]
Landtagswahl Bayern Folge 8: Sonstige Parteien
09/16/2008 09:19 AM

  • Die Freien Wähler: Haben (ordentliche) Chancen auf einen Einzug in den Landtag. Wenn man sich deren Ziele aber mal durchliest, klingt es, als habe jemand die populärsten und prestigeträchtigsten Themen der letzten Jahre zusammengeschrieben, incl. widersprüchlicher Ziele in Bezug auf den cleavage “Stadt - Land” und incl. der Sozialschmarotzerlegende:

“Leistungsbereitschaft fördern, Leistungsverweigerung sanktionieren”

  • Die ÖDP: Wie man hört, wollte die ÖDP verhindern, dass der Wahl-O-Mat an den Start geht. Und das hat sie auch geschafft. Eine demokratische, auf Diskussion zielende Partei ist das damit nicht. Klares Vorum: keine Stimme für die ÖDP von mir.
  • Die PARTEI: Wir durften leider nicht antreten. Aber beim nächsten Urnengang kommt der Machtwechsel!
  • Die NPD: Also schön, wer die wählen will, liest hier glaube ich wirklich das falsche Blog. Populismus und nichts dahinter. Außerdem funktioniert die Website nur mit Javascript, was auch antidemokratisch und unsicher und unprofessionell ist. Und überhaupt.
  • Die PBC: Selten so gelacht, aber die Plakate reichen. Ist das überhaupt im Einklang mit christlichen Idealen, sich politischen Wahlen zu stellen? Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist…

Wer sich vor allen Dingen für Hochschulpolitik interessiert, dem sei dieser Artikel von Philipp Schrögel empfohlen.

Alle Artikel der Reihe hier.

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Der Demokrat: Bankenkrise
09/16/2008 09:17 AM

Nun, liebe Leute, ich habe von Banken, Bankgeschäften, Immobilien und derartigem Geschmöll nicht wirklich einen Plan. Davon zeugt auch die Tatsache, dass ich mit gut 15000 Euro dank einer geplatzten Bürgschaft für "gute Freunde" und eigenen durch vergangene Arbeitslosigkeiten geplatzte Kredite für meine Verhältnisse maßlos überschuldet bin.

Dennoch maße ich mir heute einmal an, meine Meinung über die derzeitige Bankenkrise zu äußern.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, was dort geschieht, wie es geschehen konnte und warum sich die Manager der betroffenen Banken benommen haben, wie Direktoren einer uigurischen Dorfbank - oder schlimmer.
Wie gesagt, ich kenne mich im Bankwesen nicht wirklich aus, aber von betriebswirtschaftlichen Planspielen habe ich schon etwas Ahnung und damit meine ich das unvermeidliche Zusammenspiel zwischen Verbindlichkeiten und Forderungen, das auch Grundlage jeder bankwirtschaftlichen Tätigkeit sein dürfte und jeder kleine selbstständige Handwerker beherrscht, der durch offene Forderungen seine Verbindlichkeiten nicht mehr begleichen kann.

Wie groß muss die Gier der Banken sein, wenn man Immobilienkäufer mit billigen und günstigen Krediten zum Kauf lockt und sich dann nicht an die Verträge hält und die Raten erhöht - wohlwissend, dass die Käufer und Kreditnehmer Schwierigkeiten haben werden, die neuen Ratenzahlungen zu begleichen, denn wer monatlich 100 $ zahlt, kann nicht plötzlich 500 $ zahlen. Damit platzen die Kredite. Das ist bei einem oder meinetwegen auch hundert wohl verschmerzlich. Aber diese Verfahrensweise hatte offensichtlich Methode um offensichtlich ans schnelle Geld zu kommen. Somit können die Banken ihre Verbindlichkeiten, aus denen sie die Immobilienkredite ausgezahlt haben, selbst nicht mehr ausgleichen. Sie sitzen auf gepfändeten Immobilien ... und hier kommt der zweite Aspekt des Desasters zum Tragen:

Die Überbewertung der Immobilien. Die Werte der Immobilien wurden drastisch zu hoch angesetzt und die Kredite auf die zu hohen Werte ausgezahlt. Die Immobilie gilt schlechthin als Sicherheit. Da eine Überbewertung stattfand, ist der Wert des Kredites nicht mehr gedeckt. Der Kreditnehmer ist sein Haus los, kann nichts mehr zahlen und die Bank hat ein Haus am Bein, aus dem sie keinen Wert schöpfen kann. Nutzniesser sind Immobilienspekulanten, denn sie sind die Einzigen, die ihr Geld sofort erhalten haben und fein raus sind. Das auch Immobilien Wertschwankungen unterliegen können ist auch klar. Da reicht schon der Bau einer Autobahn drei Meter neben dem Haus, um innerhalb der Kreditlaufzeit den Wert sinken zu lassen. Aber in den USA haben sich die Immobilienpreise künstlich hochgepusht. Hohe Nachfrage, künstlich niedrig gehaltenes Angebot und hohe Preise - ohne tatsächlichen Gegenwert.

Wo liegen also die Fehler?
Die Banken hätten schlicht weg den Wert der Immobilien prüfen und letztendlich ihre gier in Zaum halten müssen. Hätten sie sich an die Verträge gehalten und die Raten nicht so drastisch erhöht, könnten die Käufer die Raten auch zahlen.

Aber auch hier in Deutschland ist diese Verfahrensweise bei einigen Finanzierern üblich. Das wiederum weiss ich aus eigener Erfahrung. Meine Schwiegereltern haben sich drei Eigentumswohnungen aufschwatzen lassen, von denen heute keine mehr auf den ursprünglichen Kaufwert kommt. Und in Deutschland gibt es mittlerweile ein Urteil, dass die Finanzierer dafür haften, wenn sie mehr oder weniger ungeprüft Immobilien verscherbeln.
Auch deutsche Banken, wie die KfW-Gruppe sind am amerikanischen Desaster beteiligt, weil auch sie in betroffene amerikanische Banken investiert haben und somit ihre Forderungen nicht bekommen und irgendwann dandurch eigene Verbindlichkeiten nicht mehr vollständig ausgleichen können.
Das ist also noch nicht das Ende der Fahnenstange - bei Weitem nicht.
Nach meiner laienhaften Prognose wandern wir auf eine Weltbankenkrise größten Ausmaßes zu und es wird Jahre dauern, eh sich der Finanzmarkt davon erholt.

Prost Mahlzeit.

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Oeffinger Freidenker: Fundstücke 16.09.2008, 19.22 Uhr
09/16/2008 09:08 AM
Getriebener Königsmacher
FTD - FDP-Chef Guido Westerwelle strebt eine Bundesregierung mit der CDU/CSU an, will aber den Sozialdemokraten auf keinen Fall noch einmal die Tür vor der Nase zuschlagen. Denn die Partei sehnt sich nach der Macht.
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Fleißige Bundesbürger
FR - In Deutschland arbeiten Vollzeit-Beschäftigte länger als in den meisten anderen EU-Staaten: Ihre tatsächliche Wochenarbeitszeit betrug im vorigen Jahr 41 Stunden. Nur in Estland, Lettland, Rumänien und Österreich wurde etwas länger geschafft. Das geht aus Daten der Statistikbehörde Euro-stat hervor.Die Arbeitszeit der Bundesbürger hat sich demnach seit 2003 leicht erhöht. Die EU-Agentur Eurofound, die Arbeitsbedingungen erforscht, berichtet sogar über einen starken Anstieg um 3,3 Stunden pro Woche.
Anmerkung: Und da das ständige Gerede, Arbeit wäre zu teuer und wir müssten mehr arbeiten.
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Anwesenheit von ausländischen Truppen stärkt die Taliban
Telepolis - Während die Befürworter des Afghanistan-Einsatzes beteuern, dass das Land ohne die Anwesenheit der ISAF- und US-geführten Koalitionstruppen den Aufständischen in die Hand fallen würde, wächst mit der ansteigenden Welle an Gewalt die Kritik an dem Vorgehen der ausländischen Truppen, vor allem wenn durch sie Zivilisten zum Opfer werden, wie dies vor allem durch den immer stärker zum Schutz der eigenen Soldaten geführten Luftkrieg geschieht. Auf der anderen Seiten weiten die Aufständischen nicht nur ihre Kontrolle aus und führen mehr Angriffe durch, die ebenfalls Zivilisten treffen, sie haben nun auch zwei Ärzte der Vereinten Nationen getötet und greifen zunehmend Mitarbeiter von Hilfsorganisationen an.
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Risiken im Vollzug
SZ - Immerhin scheint sich ja das zentrale Versprechen der großen Koalition zu erfüllen, dass die Schuldenmacherei beendet werde - und das, obwohl der Bund 2009 mit 288,4 Milliarden Euro soviel ausgibt wie noch nie.
Ob Union und SPD ihr Ziel tatsächlich erreichen, ist jedoch fraglich. Es ist vor allem die internationale Finanzkrise, die den Haushältern in Regierung und Opposition Sorgen bereitet. So wollte Steinbrücks Sprecher am Montag weitere Belastungen für die Konjunktur und damit auch für den Bundeshaushalt nicht ausschließen.

Anmerkung: Der Sparkurs droht zu scheitern! Nein, welche Überraschung. Ein Blick sechs Jahre zurück hätte genügt, ein Blick auf die Verwüstungen von Eichels gescheitertem Versuch, der mit genau den gleichen Methoden genau die gleichen Schäden angerichtet hat. Aber warum lernen? Wieder mit dem Kopf gegen die Wand.
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SPD verteidigt Schwan gegen FDP
FTD - Die SPD hat die Forderung von FDP-Chef Guido Westerwelle scharf zurückgewiesen, auf eine Kandidatur von Gesine Schwan für das Amt des Bundespräsidenten zu verzichten. Die Partei pocht auf die Präsidentschaftskandidatin.
Anmerkung: Eigentlich sollte so etwas keine Nachricht sein, aber bei der SPD ist dieser Tage ja bekanntlich alles möglich.
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Der richtige Sozialismus
Feynsinn - Das Ende des Neoliberalismus wird durch die Banken- bzw. Finanzmarktkrise stark beschleunigt. Es zeigt sich nicht nur endlich, daß die Ideologie unkontrollierter Märkte sogar für die Märkte schädlich ist, sondern es ist auch an der Zeit, die Rolle des Sozialismus im Neoliberalismus zu erläutern. Der Begriff ist übrigens im "Lexikon" der INSM nicht zu finden, was verwundert. Schließlich ist er einer der häufigsten im Sprachgebrauch der Neolibs. Dort stellt er eine Art Negativ des freien Marktes dar, also staaliche Kontrolle, Verteilung der Ressourcen nach anderen als marktwirtschaftlichen Kriterien und Alimentierung der Menschen, die nicht vom Markt profitieren.Exakt dieser Sozialismus aber, der politisch oder von Staats wegen als verwerflich betrachtet wird, ist hochwillkommen und gefordert, wenn es aus "wirtschaftlichen" Gründen opportun erscheint.
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Die Unfähigkeit zur makroökonomischen Vernunft - ein Kern unseres Problems
NDS - Gestern, an einem Montag gegen 16:30 Uhr besuchte ich einen Baumarkt. Verkaufsbereich leer, im Lagerbereich auch keine Kunden. Ich fragte den Lagerarbeiter, was los sei. Das sei einige Zeit schon so. Die Leute hätten offenbar kein Geld zum Bauen. - Zuhause im Laptop finde ich dann das Interview des SPD Haushaltsexperten Carsten Schneider (Anlage D) mit der saloppen Bemerkung, er sehe eine „konjunkturelle Delle" statt einer Krise. Der Mann kommt aus Thüringen, einer Region, der es insgesamt sicher nicht besser geht als der Südpfalz. Dieser wichtige Mann hat offenbar weder einen Sensor für die wirkliche Lage noch begreift er wirtschaftliche Zusammenhänge. Das verbindet ihn mit dem Bundesfinanzminister. Wo ihre Schwächen, ihre Fehleinschätzungen und Manipulationsversuche liegen, soll anhand von vier Medienbeiträgen gezeigt werden.
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Sozialismus für die Reichen
Tagesspiegel - Wenn die Steuerzahler aber schon für das Versagen anderer bluten müssen, dann sollten sie von ihren Regierungen mindestens erwarten können, dass diese radikal gegen die Missstände vorgehen, die überhaupt erst in die Krise geführt haben. Genau das bleiben die amtlichen Lenker der Hochfinanz in Zentralbanken und Ministerien aber bisher schuldig und betreiben de facto eine Art Sozialismus für Reiche, der mit Steuergeld Aktionäre und Manager begünstigt. Der Grund dafür ist simpel: Sie tragen erhebliche Mitschuld. Indem sie dem Schlachtruf der Banker von der Deregulierung immer weiter nachgaben, haben sie offenen Auges zugelassen, dass die Akteure an den Finanzmärkten die in 300 Jahren Finanzmarktgeschichte mühsam erkämpften Grundregeln der Bankenaufsicht aushebelten. Über Briefkastenfirmen in Steueroasen und andere Konstruktionen konnten Banken außerhalb ihrer Bilanzen auf Pump gigantische Risiken eingehen, ohne dafür, wie im normalen Bankgeschäft zwingend vorgeschrieben, eigenes Kapital vorhalten zu müssen. Die sozialdemokratischen Pfleger des deutschen Bankgewerbes im Finanzministerium befreiten das Geschäft sogar eigens von der Gewerbesteuer, um es zu fördern.
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"Dann hätten wir den Super-GAU"
taz - Betroffen ist ein vollkommen unregulierter Versicherungsmarkt mit einem Volumen von 62.000 Milliarden US-Dollar. Das entspricht der jährlichen globalen Wirtschaftsleistung. Wenn es in diesem Markt knallt, dann hätten wir den absoluten Supergau. Die Zentralbanken werden alles tun, damit die Situation nicht weiter eskaliert.
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Vergesst Wall Street!
FR - Nie zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das systemische Risiko derart mit Händen zu greifen. Unter systemischen Risiko verstehen Experten das Risiko von Kettenreaktionen. Denn alle Banken, Fonds oder Versicherungen, die mit Lehman Brothers Geschäfte gemacht, ihnen Kreditversicherungen abgekauft haben oder Schuldtitel, müssen diese Werte plötzlich abschreiben. Und als viertgrößte Wall-Street-Bank war Lehman beileibe kein kleiner Spieler im Finanzkapitalismus. Sprich: Überall werden Verluste auflaufen. Werden es auch alle verkraften?
Anmerkung: Die Kritik ist absolut richtig und kann nur unterschrieben werden. Aber die einseitige Schuldzuweisung an die Wallstreetbanker der USA kann ich nicht unterschreiben. Es waren die europäischen Ackermänner und ihre Helfershelfer, besonders bei Rot-Grün, die diese massive Gefahr heraufbeschworen haben.
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Der gefährliche blinde Fleck der Notenbanker
Zeit - Die Finanzkrise hat auch ihr Gutes: Sie sät Zweifel, Zweifel an falschen Gewissheiten. Mit Freude habe ich vergangene Woche vernommen, dass selbst Joe Ackermann sich mit seinem Renditeziel von 25 Prozent nicht mehr recht wohl fühlt. Ja, die absurden Eigenkapitalanforderungen geraten ins Wanken. Und das ist gut so, denn sie sind mit das größte Kreuz des modernen Finanzkapitalismus. Mit der Kritik an den überzogenen Renditevorstellungen der Unternehmen wird der Finger in eine offene Wunde der Notenbanker gelegt. Darum haben sich nämlich die Herren und Damen Volkswirte in den Direktorien über Jahre viel zu wenig Gedanken gemacht. Sie haben immer nur auf die Inflationserwartungen gestarrt und die Gewinnerwartungen außen vor gelassen.
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Steinbrück würgt Investitionen ab
FTD - Der deutliche Rückgang bei den Auftragseingängen ist auch ein Schlag für Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Der hatte argumentiert, dass die Verschlechterung der Abschreibungsbedingungen als wichtiges Element zur Gegenfinanzierung der Unternehmenssteuerreform 2008 zu vertreten sei. Die Verringerung der durchschnittlichen Steuerlast von rund 39 auf 29 Prozent für Kapitalgesellschaften rechtfertige den Einschnitt, so Steinbrück. Deutliche Auswirkungen auf die Investitionen seien nicht zu befürchten. Viele Ökonomen waren schon bei der Anhörung im Bundestag zur Steuerreform anderer Meinung gewesen. Doch auch die neuesten Daten führen im Finanzministerium nicht dazu, dass über eine Korrektur nachgedacht wird, wie ein Sprecher bestätigte.
Anmerkung: Wie oft muss man eigentlich noch wiederholen, wie unfähig Steinbrück eigentlich ist? Was für ein inkompetenter blinder Gockel im Finanzministerium sitzt? Der Spiegel wird ihn weiter in den Himmel loben.
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Viele SPDler loben die Ampel, dabei macht sie Politik unberechenbar
taz - Die Wähler müssen sich nun an eine Tatsache gewöhnen: Sie werden in Zukunft noch weniger wissen, welche Politik sie für ihre Stimme bekommen. Wer mit seiner Stimme die Grünen und Klimaschutz stärken will, läuft Gefahr, einer Jamaika-Koalition den Boden zu bereiten. Wer die FDP wegen ihrer Steuersenkungs-Versprechen wählt, wird diese in einem Ampelbündnis kaum verwirklicht sehen. Diesen Widerspruch hat SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier im Blick, wenn er die Bündnisdebatte als "sehr verfrüht" bezeichnet. Der Wähler soll lieber erst mal wählen, ohne zu viel über Inhalte nachzudenken. Denn klar ist auch: Zwar loben viele SPDler die Ampel. Was aber inhaltlich dabei rauskommen wird, traut sich keiner laut auszusprechen
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Letzte Instanz
Freitag - Der serbische Außenminister Jeremic war in Berlin, um Deutschlands Unterstützung für einen serbischen Vorstoß zu erbitten. Belgrad will in der Kosovo-Frage den Schiedsspruch einer der höchsten Völkerrechtsautoritäten einholen und den Internationalen Gerichtshof in Den Haag um seine Meinung bitten. Belgrad will wissen, wie dieses Gremium zur Ausrufung der Unabhängigkeit in Prishtina steht. Wie man hört, unterstützt Moskau diesen Schritt, während die USA und Großbritannien darüber sehr ungehalten sind. Man versucht, was man kann, die serbische Regierung aufzuhalten, und macht damit zugleich deutlich, dass dann logischerweise auch kein Spruch der Haager Richter zum Kaukasus erwünscht sein kann. Schade, denn das Belgrader Begehren könnte dazu angetan sein, von der internationalen Rechtsordnung zu retten, was noch zu retten ist. Serbien greift nach dem letzten Recht, das einem kleinen Land in den Vereinten Nationen noch bleibt. Das Recht war einmal die Stärke des Westens. Es war einmal ...
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Der Tod der Könige der Wallstreet
Spiegelfechter - Dass ausgerechnet die großzügige Vergabe von Hypothekenkrediten an schlechte Schuldner die größte Finanzkrise auslösen könnte, die die Welt seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930ern erlebt hatte, überrascht indes auch alle Experten. Das Finanzsystem hat sich als derart komplex und intransparent herausgestellt, dass Korrekturen unausweichlich sind. Damit endet eine Periode, die seit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems im Jahre 1973 die Freiheit des Marktes über staatliche Sicherungen und Regulierungen gestellt hat. Wohin die Reise führt, ist heute noch nicht zu sagen. Die Finanzkrise scheint ihren Höhepunkt noch lange nicht erreicht zu haben.
Anmerkung: Lesebefehl!

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Mann zahlte Strafe mit 30.000 Ein-Cent-Münzen
Stern - Staunen beim Wuppertaler Amtsgericht: Ein Mann hat seine Geldstrafe mit knapp 30.000 Ein-Cent-Münzen beglichen, die er einfach im Nachtbriefkasten deponierte. Aus Ärger, wie er zugab. Die Wachtmeister hatten anschließend viel zu schleppen, wogen die Münzen doch 67 Kilogramm.
Anmerkung: Hat Stil.

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Deutschland Debatte: Gewerkschaften abschaffen?
09/16/2008 09:01 AM

Was wäre eigentlich, wenn

  1. Lohn steigerungen an Unternehmergewinnen oder Umsatzsteigerungen ( Welt- Geschäftstätigkeit ) gekoppelt wären ( auch mit Verlustmöglichkeiten )
  2. es keine Tarifverhandlungen mehr gäbe
  3. es in den Betrieben weiterhin Betriebsräte gäbe, die die innerbetrieblichen Belange, wie heute, wahrnehmen würden?

Dann wäre endlich Schluss mit dem Pokern und dem jahrelangen Stillstand der Lohnentwicklung. Klar, Bürger müssten dann in den Zeiten, in denen Unternehmen gute Gewinnsteigerungen machen, Geld zurücklegen, damit man Zeiten mit negativer Lohnsteigerung überbrücken kann, auch vielleicht 7 magere Jahre, aber stimmt es, dass die Margen am Aktienmarkt die höchsten sind, stimmt es, dass man sich beklagt, dass Lohnentwicklung gegenüber der Gewinnentwicklung über den Schnitt deutlich niedriger ist, dann macht doch eine solche Entwicklung Sinn, oder?

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rotglut.org: Abfahrt!
09/16/2008 08:29 AM
Nur noch ein Tag, 1 Stunden und 7 Minuten ... In wenigen Stunden beginnt vor dem LG Berlin das Berufungsverfahren in der Sache Staat und Bürger gegen Günter Freiherr von Gravenreuth. Es wird von vielen erwartet, dass der Münchner "Rechtsanwalt" zu einer weiteren Freiheitsstrafe verurteilt wird und -endlich- seine Zulassung verliert. Günt ... [Link] [Cache]
redblog: Durchblick
09/16/2008 06:48 AM
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Radio Utopie: Was die Finanzkrise der Weltwirtschaft antut
09/16/2008 06:14 AM

Wie schon so häufig, beginnen wir derartige Exkursionen mit dem dümmsten Wissenschaftler des Tages, der den absoluten Boden des Schwachsinns bildet. Der absolute Vollpfosten des Tages und wohl auch für längere Zeit ist Prof. Dr. Dirk Schiereck.

Zum Glück wirkt er als Stiftungsprofessor für Bank- und Finanzmanagement an der European Business School (EBS), International University Schloss Reichartshausen, wo er den Professor im wesentlichen nicht als Angestellter des Steuerzahler gibt, sondern von den typischen Neoliberalen Dummköpfen bezahlt wird, die Wissen nicht von dummem Gerede trennen können. Dadurch wird er auch wenig Zeit haben an der TU Darmstadt zu arbeiten, was ein Glück für Darmstadt ist. Mehr als eine Mail-Adresse scheint er dort nicht mehr zu haben.

Diese Art von Eliteschulen, in denen selbsternannte Elitelehrer, einigen selbsternannten Eliteschülern, gegen viel Geld nichts beibringen, sind ja eigentlich eine schöne Sache. So kann wenigstens ein Teil der deutschen Studenten noch auf Lehrkräfte mit Ahnung an normalen Universitäten hoffen, auch wenn die Universität Chemnitz mit ihren “wissenschaftlichen Trollen” da schon arge Zweifel weckt. Viel dümmer als das, was Dirk Schiereck verzapft, sind aber auch die nicht.

Bankenexperte erwartet keine Pleiten in Deutschland

Die Bankenkrise in den USA wird nach Einschätzung von Finanzexperten keine Pleitewelle im deutschen Bankensystem hervorrufen. Das sagte der Professor an der TU Darmstadt, Dirk Schiereck, am Montag (15. September) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

«Die Banken in Deutschland und Europa werden zwar weitere Abschreibungen vornehmen müssen - da können sich ganz große Milliardenlöcher auftun», so Schiereck. «Pleiten sind aber nicht zu erwarten.» Die großen deutschen Banken wie der Branchenprimus Deutsche Bank hätten die Krise bislang besser überstanden als viele Mitbewerber - das Schlimmste sei überwunden.

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Für die Verbraucher in Deutschland werde die US-Bankenkrise keine spürbaren Konsequenzen haben.

Natürlich ist Dirk Schiereck nicht so doof wie er hier geschildert wird. Er weiß nur, wessen Lied er singt. Natürlich singt er es unter dem Deckmäntelchen der angesehenen TU Darmstadt und nicht unter seiner windigen Eliteuniversität, der eh kein Mensch glauben würde. So muss er auch nicht die kleine, aber sicher hochbezahlte Studie erwähnen, die er gerade für die Deutsche Börse gemacht hat. Wozu auch.

Seine streng wissenschaftliche und fachmännische Aussage über die tollen deutschen Banken, bei denen keine Pleiten zu erwarten sind - hier winken wir mal fröhlich in Richtung Commerzbank und Hypo Real Estate - stehen ja schon seit langen. Natürlich erwähnt er auch nicht die Milliarden, die die Deutsche Bank vom Steuerzahler bekam, als IKB und ein paar Landesbanken schief lagen, nachdem sie von der Deutschen Bank und Josef Ackermann in den Renditewahnsinn getrieben und falsch beraten wurden.

Am besten aber ist, das der deutsche Verbraucher nicht betroffen ist. Keine spürbaren Konsequenzen. Schiereck sollte vielleicht besser im Moment nicht bei Arcandor-Chef Thomas Middelhoff vorbeigehen. Es könnte sein, dass er dort einen gewaltigen Tritt bekommt. Middelhoff wurde nämlich heute morgen verkündet, das die Warenlieferungen an Arcandor nur noch zum Teil durch den Kreditversicherer Euler Hermes versichert sind. Das ist eine Warnlampe, die grellrot leuchtet und die bei Wehmeyer, Hertie und Sinn-Leffers dann jeweils auch zum schnellen Konkurs führte.

Nun ist Arcandor eine andere Baustelle. Dahinter steht Madeleine Schickedanz und hinter ihr die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und der Troisdorfer Bauunternehmer Josef Esch. Wenn die zusammen die 1,5 Milliarden Euro nicht mehr wert sind, die Arcandor als Schulden hat, dann sollten ganz andere Warnlichter angehen, die so ein Professorlein vermutlich gar nicht kapiert. Frau Schickedanz dürfte ungefähr 6,5 Milliarden Euro wert sein.

Es gibt ein ganz anderes Szenario, nachdem es gar nicht so sehr um Arcandor geht, sondern um sämtliche Kredite. Lehman hinterlässt 613 Milliarden Dollar Schulden. Ein Teil davon ist irgendwo versichert. Ein deftiger Batzen wohl bei AIG, die selber wackelt und vermutlich gerade mal bis zum nächsten Wochenende kommen wird. Die AIG allerdings ist rückversichert. Wieviel davon deutsche Rückversicherer haben, weiß zur Zeit niemand.

Es weiß auch niemand, wieviel an Rückversicherung die Münchner Rück und andere, für die UBS und die Credit Suisse in den Händen halten. Beide Banken teilten gestern über Sprecher mit, dass sie die Folgen des Lehman Konkurses für ihre Häuser noch nicht einschätzen könnten, aber jeder weiß, dass sie gravierend sein werden. Damit beginnt eine neue Runde des internationalen Murmelspiels.

Die Kreditversicherer müssen weltweit ihre Linien zurücknehmen, weil ihnen die Rückversicherer fehlen. Das bedeutet, das Investitionen nicht mehr getätigt werden können. Das bedeutet das weniger Waren, in niedrigerer Qualität beschafft werden müssen, die zudem noch zu höheren Preisen an die Verbraucher verkauft werden müssen. Arcandor wird da bei seinen Einkäufen für das Weihnachtsgeschäft keine Ausnahme bleiben.

Der Verbraucher muss also für weniger gute Qualität höhere Preise bezahlen, was den am härtesten trifft. Dazu kommt das die Notenbanken heute wieder einmal Milliarden an frischem Geld in den Umlauf geworfen haben, damit niemand die Hufe hochreißt. 30 Milliarden Euro die EZB, bei der FED fragt man schon nicht mehr, aber 100 Milliarden Dollar dürften es wohl wieder gewesen sein und die Bank of England war auch mit 24 Milliarden Pfund dabei.

Dieses Geld landet nur bei den Banken als Kapitalersatz. Es wird nicht dazu benutzt, um Kredite zu vergeben und Geschäfte anzukurbeln, sondern nur um Schulden an andere Banken zu bezahlen. Damit ist auch Holgis Frage fast beantwortet.

Natürlich ist dieses ein mehr an Geld. Das heißt, die Geldmenge vermehrt sich. Rein theoretisch würden diese Tender auch wieder zurück genommen und damit nur das, durch den Umlauf geschaffene Mehrgeld, im Markt verbleiben. Tatsächlich können die Notenbanken aber immer nur das Lasso verlängern und nicht zurückfordern. Würden sie zurückfordern, wären sofort ein paar Banken pleite. Natürlich auch deutsche Banken.

Durch die ständige Geldvermehrung wird natürlich das Geld verwässert, es entsteht Inflation und zwar weltweit. Inflation treibt die Preise und wieder sind, anders als dümmliche Professoren glauben, die Verbraucher die Dummen. Sie bekommen nichts von der wundersamen Geldvermehrung ab, aber müssen sie bezahlen. Natürlich trifft es die Ärmsten am härtesten.

Wenn der Menschenfeind Kannegießer bei den Tarifverhandlungen für Gesamtmetall jetzt einen großzügigen Inflationsausgleich anbietet, dann bedeutet das nur, dass er die Menschen wieder einmal betrügen will, wie er es täglich mit den Lügen seiner INSM tut, die ja auch mit Steuergeldern finanziert wird und im Fall Siemens und Brokat vermutlich auch durch Betrug.

Tatsächlich stellt sich heute schon ernsthaft die Systemfrage und sie wird nicht mehr nur von den üblichen Verdächtigen gestellt, sondern mitten aus dem System heraus.

Das Grundübel aber ist, der bereits angesprochene Renditewahn, den Josef Ackermann bis auf 25 Prozent hochpeitschte, ohne das ihm eine Stimme der Vernunft entgegen getreten wäre. Aber die allgemeine Finanzmarktkrise hat auch die neoliberale Welt kräftig durchgeschüttelt. Klügere Köpfe als Josef Ackermann und vor allem seriösere Banker, sehen das Ergebnis des Neoliberalismus und bekommen Angst. So auch Matthias Graf von Krockow Sprecher der Privatbanken Sal. Oppenheim und BHF Bank, die die größte unabhängige Privatbankengruppe Europas sind.

Die im Zuge der Globalisierung enorm gestiegenen Renditeansprüche waren ja immer nur mit einer höheren Verschuldung zu erfüllen. Die Gier muss gestoppt werden. Man kann nicht mit fremder Leute Geld große Spielkasinos betreiben. 15 Prozent nachhaltige Eigenkapitalrendite sind mit einem normalen, soliden Geschäft einfach nicht machbar.

Gut. Diese Erkenntnis gibt der gute Graf ein wenig spät zu Protokoll, aber immer noch besser späte Reue, als gar keine Reue. Von Krockow hält 15 Prozent Eigenkapitalrendite nicht für nachhaltig machbar. Normale Leute sehen Sätze zwischen 3 und 7 Prozent als nachhaltig machbar für das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft. Damit steht die Obergrenze fest. Natürlich kann es immer wieder einmal Sondereinflüsse geben.

Wer wie Ackermann auf 25 Prozent aus ist, der schadet den Unternehmen, den Menschen die in ihnen arbeiten und der Volkswirtschaft, in der er lebt. Dieser Schaden dürfte sich heute in Deutschland auf mehre hundert Milliarden Euro beziffern lassen und es ist an der Zeit, dass die Bankenaufsicht aus solchen Erkenntnissen ihre Schlüsse zieht und Ackermann die Berufsausübung untersagt.

Graf von Krockow spricht für das Sal. Oppenheim das auch hinter Arcandor steht. Da spricht man über richtiges Geld und oft auch von persönlich haftenden Gesellschaftern, die selbst auch wirklich Geld haben. Da geht es nicht um die Abzockerbanden wie sie Ackermann betreibt. Aber er ist ja längst nicht mehr alleine. Auch die Medien beginnen unruhig zu werden:

Nie zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das systemische Risiko derart mit Händen zu greifen. Unter systemischen Risiko verstehen Experten das Risiko von Kettenreaktionen. Denn alle Banken, Fonds oder Versicherungen, die mit Lehman Brothers Geschäfte gemacht, ihnen Kreditversicherungen abgekauft haben oder Schuldtitel, müssen diese Werte plötzlich abschreiben. Und als viertgrößte Wall-Street-Bank war Lehman beileibe kein kleiner Spieler im Finanzkapitalismus. Sprich: Überall werden Verluste auflaufen. Werden es auch alle verkraften?

Wenn es richtig schlecht läuft, werden die Steuerzahler in Europa - auch in Deutschland - Milliarden Euro für die Rettung hiesiger Banken aufbringen müssen, wird sich die Rendite aus Lebensversicherungen und anderen Altersvorsorgeprodukten für die Menschen hierzulande kräftig reduzieren, wird die Krise Europa Millionen Arbeitslose bescheren. Danke, Amerika!

Nur der Schlußsatz ist falsch. Es ist nicht das Problem Amerikas. Es ist das Problem dieser Welt, dass den Raubtierkapitalisum der Neoliberalen frei gelassen hat, das solche Leute wie Pierer, Ackermann, Hartz, Kannegiesser und andere ohne jede Kontrolle auf die Menschen losließ. Überall auf der Welt. Leute, die nichts unternehmen, sondern nur spielen und zocken wollten. Die nur aus Maul und Arsch bestehen. Fressen und Scheißen, ohne zu verdauen.

Diese Leute schaffen keine Werte sondern vernichten sie nur. So wie das Professorlein vom Anfang zu dumm ist, zu begreifen, was es für einen Schwachsinn labert und seine Studenten auch noch in die falsche Richtung führt, sind die Geschäfte in die falsche Richtung gelaufen. Spielbank statt Sachverstand und Unternehmensführung.

Weltweit haben die Unternehmensberater, die nie Verantwortung tragen, sich in die Firmen eingeschlichen und lassen sich gut für Ratschläge bezahlen, die von jeder Toilettenfrau mit Betriebskenntnissen besser zu bekommen wären. Es ist der dusselige, verantwortungslose, aber eben auch verantwortungsunfähige Neoliberalismus, der die Welt an den Rand des finanziellen Ruins gebracht hat.

Die Welt muss jetzt die Schuldigen bestrafen. Nicht, weil die ihre Schuld einsehen würden. Dazu reichen deren Fähigkeiten gar nicht, sondern um Nachahmer zu verhindern. Wer Unternehmen zerschlägt, um am Verkauf zu verdienen und dabei billigend in Kauf nimmt, das die Unternehmen zerstört werden, ist ein Terrorist. Gegen das, was unsere Wirtschaftselite tut, ist Bin Laden harmloser als ein Grashüpfer, der ja noch schreckhafte Menschen erschrecken könnte.

Der internationale Terrorismus sitzt in den Managementebenen. Die müssen gesäubert und mit ehrlichen und anständigen Leuten besetzt werden. Wenn 20 Prozent der gesamten Gewinne der US-Volkswirtschaft von den Banken eingesackt wurden, dann sind das in Europa nicht weniger, sondern eher mehr. Gerade in Deutschland wurden die Menschen ja künstlich verarmt, indem sich die Neoliberalen die gierigen Politiker kauften.

Die Ergebnisse dieser Politik, die von käuflichen Wissenschaftlern untermauert wurde, lassen sich jetzt überall betrachten. Arme Menschen ohne Arbeit, die dem Staat ohne Hoffnung und ohne jedes Vertrauen auf der Tasche liegen. Zerstörte Familien, miese Schulen, ein kaum noch finanzierbares Gesundheitssystem und haufenweise Berater, die alles wissen wie es geht, bis sie es machen sollen.

Es muss darum gehen, die Menschen wieder zu berücksichtigen. Eine Wirtschaft besteht nicht aus Banken. Sie besteht aus Unternehmen. Banken sind ein notwendiges Übel, aber mehr nicht. Ein Neuanfang mit neuem Vertrauen ist aber nur dann möglich, wenn Ackermann und Co. im Knast sitzen. Es darf nicht passieren, dass dieser Mann und seine Handlanger entkommen können und den Menschen aus der Schweiz eine lange Nase drehen. Es muss der Schweiz deutlich gemacht werden, dass der Schutz von Ackermann eine Mauer um die Schweiz bedeutet, die nichts mehr durchlässt.

Nur wenn die Schuldigen bestraft werden, kann es wieder Vertrauen geben. Ohne Bestrafung kommt die Wirtschaft nicht mehr hoch. Die Schäden für die einzelnen Menschen werden riesig sein und niemand gewinnt etwas. Jetzt sind weltweit die Staatsanwaltschaften gefragt.

Wer das ganze etwas freundlicher formuliert lesen möchte, der mag sich bei Robert von Heusinger bedienen.

Die Finanzkrise hat auch ihr Gutes: Sie sät Zweifel, Zweifel an falschen Gewissheiten. Mit Freude habe ich vergangene Woche vernommen, dass selbst Joe Ackermann sich mit seinem Renditeziel von 25 Prozent nicht mehr recht wohl fühlt. Ja, die absurden Eigenkapitalanforderungen geraten ins Wanken. Und das ist gut so, denn sie sind mit das größte Kreuz des modernen Finanzkapitalismus.

Er will sie zwar nicht im Knast sehen, zeigt aber die gleichen Fehler auf die hier auch ständig besprochen werden.

Quelle Duckhome

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Duckhome: Bringt Geert Wilders in Israel seine Botschaften an den Mann?
09/16/2008 05:36 AM
Das wirklich schönste und charakteristischste Video über Geert Wilders stellen wir Huibs aktuellem Beitrag voran, mit dem wir die aktuelle Betrachtung des - und später der niederländischen Rechten einleiten wollen:







Huib beschäftigt sich als Niederländer natürlich mit Geert Wilders, dem Autor des - gelinde gesagt - umstrittenen Films "Fitna", eines billigen, hetzerischen Machwerks, das seinen Zweck, Unruhe zu schüren, verfehlt hat. Huib zitiert "De Pers" und macht sich dazu ein paar eigene Gedanken:

Wir können Wilders natürlich nicht verbieten, in Israel zu sprechen. Er kann in den Niederlanden schließlich überall frei heraus sprechen. Und das gehört sich auch so. Der Mann wurde, zusammen mit einem Grüppchen schweigender Extremisten, ins Parlament gewählt. Auch wenn Wilders es so weit als möglich vermeidet, sich mit Antirassisten unmittelbar auseinanderzusetzen, haben wir freie Hand, ihn immer – wann und wo es auch möglich ist, zu widerlegen und für eine humanere Behandlung der Fremden zu plädieren.

Doch was machen wir hiermit?

De Pers meldete am 3. September folgendes:

Der niederländische Parlamentarier Geert Wilders, Leiter der Partei VVD, soll im Dezember in Jerusalem auf einer Konferenz europäischer Parlamentarier sprechen, die sich gegen den miliatanten Islam vereinigen wollen. Dies sagte das israelische Parlamentsmitglied Arie Eldad.
Eldad, der für die Moledet-Partei in der Knesset sitzt, gilt als Ultranationalist mit stark zionistischen Anschauungen. Er sagte, daß an der Konferenz trotzdem auch europäische Parlamentarier teilnähmen, die die politischen Mitte verträten.
Gegen Wilders' Film Fitna gingen in diesem Jahr in islamischen Ländern viele auf die Straße. Jordanien hat wegen Beleidigung des Islam einen internationalen Haftbefehl erlassen. Im Film wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen der Gewalt radikaler Muslime und dem Koran.


Wer sind denn diese europäischen Parlamentsmitglieder? Vlaams Belang und Lega Nord? Oder auch CDU, CDA etc. ? Wilders hat bis jetzt vermieden, mit Rechtsextremisten wie dem Vlaams Belang und anderen aufzutreten. Wird sich da jetzt was ändern? Aufpassen!

In jedem Fall ist Aufpassen angesagt für Israel. Die Anti-Islam-Agitatoren wanzen sich mehr und mehr an Israel heran. Sollte Wilders in der Knesset keine jüdische Gegenrede bekommen, wäre ich sehr enttäuscht.

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Soweit Huib.

Nur nebenbei bemerkt: in der flämischen Separatistenszene wurde natürlich auf von einigen über einen „Anschluss" an die Niederlande nachgedacht, und da fiel Wilders' Name auch, aber das nur am Rande. Die Einheit von Islamophobie und antisemitischen Topoi, die gegen Muslime in Stellung gebracht werden, lässt sich auch bei Herrn Wilders wunderbar nachweisen. Sie glauben es nicht? Was fällt Ihnen zu „Zahnbürste" ein? Was glauben Sie denn, was im jüdischen, kollektiven Gedächtnis dazu abrufbar ist? Ja, genau: Wien 1938. Nach dem „Anschluss" Österreichs wurden die Juden drangsaliert, und eines derjenigen Bilder, die besonders im Gedächtnis haften blieben, ist das Motiv der Juden, die unter den Augen ihrer Peiniger die Straße mit Zahnbürsten reinigen mussten:




Dazu auch hier.

Im Gedächtnis der Niederländer sollen, wie es sich auch Herr Wilders mehrfach ausdrücklich gewünscht hat, 100 Geschichtstatsachen, der "Niederländische Kanon" verankert werden, zu dessen Punkt 21 - Judenverfolgung - auch eine andere Geschichte mit Zahnbürsten, Juden, Deportierung und Mord gehört, die sich in den Niederlanden zutrug.

Davon berichtet Huibs Artikel, der im vergangenen Jahr veröffentlicht und für das watchblog übersetzt worden war. Er eignet sich wunderbar als Kommentar der Wilders'schen Absichten.

Dem Ereignis war seinerzeit ein eigener Beitrag gewidmet.

Zunächst dokumentiert er eine Nachricht aus dem Sportteil des Algemeen Dagblad, die berichtet, worum es (dem Wilders) geht. Es geht ihm jedenfalls nicht um den Eklat in Dänemark, wo ein Spieler ausrastete, ein Fan den Schiri angriff und das Spiel abgebrochen wurde.

Es berichetete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am 23. Mai 2007:
DEN HAAG – die (von Wilders geführte) Partij voor de Vrijheid, PVV findet, dass es in den kommenden Jahrenkeine marokkanischen Zuschauer mehr in den Fußballstadien geben darf (Hervorhebungen von Huib. BB), wenn gegen marokkanische Mannschaften gespielt wird.
Nach dem letzten Spiel (zwischen einer niederländischen und einer marokkanischen Jugendmannschaft. BB) kam es zu Prügeleien zwischen Aufsichtskräften und Fans der Marokkaner. Das Stadionverbot soll fünf Jahre dauern.
Die PVV nahm das schlechte Benehmen der Marokkanischen Fans im Duell zwischen Jong Oranje und Jong Marokko zum Anlaß, am Mittwoch diese Forderung zu erheben. Die Fraktion hat von Innenminister Guusje ter Horst und Justizminister Ernst Hirsch Ballin mittlerweile schriftlich Aufklärung gefordert.
Sie will unter anderem auch wissen, wie es sein könne, dass nach vorherigen Tumulten in Utrecht, Arnheim Kerkrade und Amsterdam mit marokkanischen Fans offensichtlich nicht ausreichend Polizei dagewesen sei um die Ausschreitungen in geordnete Bahnen zu lenken. Kommt es zu keinem Stadionverbot für die marokkanischen Fans, so will die PVV zumindest erreichen, dass Spiele gegen marokkanische Fußballvereine für fünf Jahre verboten werden.


Hiub schreibt dazu:

Irgendetwas in Geert Wilders' Unterbewusstsein muss es eine Erinnerung an mindestens eine der Demütigungen geben, denen Juden vor 1945 ausgesetzt waren. Sie mussten den Boden, auf dem sie gelaufen waren, und der somit als durch sie „verunreinigt" galt, mit einer Zahnbürste reinigen. Oder, wie in Wien nach dem „Anschluss", mit der Zunge ablecken. Davon gibt es Bilder.
1941 mußten die 81 Jüdischen Jungs, die in der Gegend um den Waterlooplein in Amsterdam von NSB(=Nationalsozialistische Partei der Niederlande)-Brigaden und nicht etwa von den Deutschen selber aufgegriffen worden waren, hundert Kniebeugen machen und über den Boden kriechen. Mit öffentlicher Erniedrigung beruhigt man die Bürger, denen man erst vor den „Fremden" Angst eingejagt hat.



Huib schreibt weiter:

Ich glaube, dass Jacques Pressers Buch: Ondergang, de Vervolging en verdelging van het Nederlandse Jodendom 1940-45', deutsch: ‚Untergang, - die Verfolgung und Ausrottung des Niederländischen Judentums 1940-1945' längst in den Kanon der niederländischen Nationalgeschichte aufgenommen worden ist. Wenn nicht, sollte das dringend nachgeholt werden.


Huib zitiert aus diesem Buch eine Stelle über die besagten 81 jungen Juden, die zunächst ins Auffanglager „Kamp Schoorl" , später nach Dachau gebracht wurden, wo sie alle umkamen:

In der jüdischen Geschichte jener Jahre kommt „Kamp Schoorl" bloß im Jahr 1941 vor, als die bei jenen zwei Razzien aufgegriffenen jungen Männer kurze Zeit dort bleiben mussten, zusammen mit einer Anzahl Jüdischer Kommunisten. Letzteren, die sowohl Jude als auch Kommunist waren, erging es schlecht, auch wenn die Behandlung dort mehr Demütigung als Peinigen bedeutete. So mussten sie „auf den Knien kriechend ein in den Boden eingelassenes steinernes Hakenkreuz mit einer Zahnbürste saubermachen…"


Dann kommt Huib zum Schluss:

Natürlich müssen junge Rowdies und Vandalen eine angepasste Strafe bekommen. „Angepasst", heißt, angepasst an sie, von erzieherischem Wert, Einsicht eröffnend in den Wert von geregelter Arbeit und dem Wert von anderer Leute Eigentum. Es heißt nicht:Angepasst an Wilders und seinen klammheimlich sadistischen Anhang. Richtigerweise ist ein Grundgedanke des Strafrechts, dass Kollektivstrafen absolut von Übel sind.
Wilders hätte erst selber mal in den nationalen Kanon schauen sollen, auf den er immer so dringt. Als Stammtischparole mag das ja noch durchgehen, doch ein Parlamentsmitglied hat eine ganz andere Verantwortung. Wäre ich Parlamentspräsident, würde ich solche faschistischen Fragen nicht zulassen und den solcherart Fragenden eine Woche den Zugang zum Parlament verwehren.

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Duckhome: Kurzkommentar 2008-09-16
09/16/2008 05:18 AM

• Alitalia geht das Kerosin aus
• "Wie Hitler und Le Pen"
• VW, Porsche und Piëch: Eklat per Post
• Grönemeyer macht Pause
• Endlager "schnell bauen" - CDU will Gorleben druchsetzen
Alitalia geht das Kerosin aus

Die schwer angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia muss nach Worten ihres Insolvenzverwalters möglicherweise bereits am Montag die Flüge einstellen. Die Treibstoffreserven gingen zur Neige und die finanziell klamme Airline bekomme kein neues Kerosin mehr, warnte Augusto Fantozzi die Gewerkschaften. Die Nachrichtenagentur ANSA zitierte ihn am Samstag mit den Worten: "Für morgen haben wir unsere Flüge noch gesichert, aber nicht für Montag."


Es war Berlusconi der von einer inneritalienischen Lösung gesprochen hat und der die Gewerkschaft erst unterstützt hat, damit sie gegen jede Übernahme von außen sind und jetzt die gleichen Entlassungen inneritalienisch rechtfertigen will. Da wollte er seinen Freunden mal wieder ein paar Subventionsmilliarden zuschieben und nun wird er wohl die ganze Fluglinie verlieren. Pech geha


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"Wie Hitler und Le Pen"

Altkanzler attackiert Lafontaine scharf
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) hat den Vorsitzenden der Linkspartei, Oskar Lafontaine, ungewöhnlich scharf angegriffen. Man dürfe nicht vergessen, "dass Charisma für sich genommen noch keinen guten Politiker ausmacht", sagte Schmidt der Zeitung "Bild am Sonntag".

Auch "Adolf Nazi" sei ein charismatischer Redner gewesen. "Oskar Lafontaine ist es auch", sagte der Alt-Kanzler. Zudem verglich er Lafontaine mit dem französischen Rechtspopulisten Le Pen. "Der eine ist links, der andere ist rechts. Aber vergleichbare Populisten sind Lafontaine und Le Pen schon", sagte Schmidt dem Blatt.


Die greise Suchtstrunze sollte vielleicht erst einmal etwas Sauerstoff an sein Gehirn lassen, bevor er den dummen Mund aufmacht. Helmut Schmidt begreift schon seit langem nicht mehr was in diesem Land los ist. Wir dürfen seine Arschlochgenossen nur mit äußerster Vorsicht benennen weil dieser gekaufte Dreck nämlich ständig am klagen ist sobald man ihn auch nur leicht kritisiert. Schmidt die lebende Nikotinbombe sollte mit dem Rauchen aufhören, damit er entdlich mal riecht wie sehr seine SPD stinkt.

Oskar Lafontaine ist ein typisches Produkt der SPD die Helmut Schmidt mit seinen Terrorgesetzen geschaffen hat. Es war nämlich der dämliche Schmidt der übereagiert hat und aus Deutschland einen Polizeistaat gemacht, den seine schmutzigen Nachfolger nur noch ausbauen musste. Ich empfehle Schmidt seine berühmte Schnauze zu halten. Er ist altersenil.


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VW, Porsche und Piëch: Eklat per Post

Auslöser für die harte Haltung des Porsche-Piëch-Clans gegenüber Ferdinand Piëch sei der Eklat bei der Aufsichtsratssitzung am Freitag, berichteten die Magazine vorab am Samstag. Piëch hatte mit einer Stimmenthaltung einen Antrag der VW-Arbeitnehmerseite passieren lassen, wonach Geschäfte zwischen Porsche und der Volkswagen-Tochter Audi nur mit Zustimmung des Wolfsburger Aufsichtsrates geschlossen werden dürfen. Damit fiel er dem Porsche-Konzern, bei dem er selbst Miteigentümer ist, in den Rücken. Der Antrag wurde mit zehn Stimmen der Arbeitnehmerseite angenommen, während die Arbeitgebervertreter geschlossen dagegen stimmten. Piëch hat als Vorsitzender zwei Stimmen.

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Der Porsche-Konzern besitzt zwar bereits gut 30 Prozent an VW und will sich den Wolfsburger Autobauer einverleiben - eine Mehrheit gegen Piëch würde jedoch von der Position des Landes Niedersachsen abhängen, das etwa ein Fünftel der Stimmrechte hält. Niedersachsen, der zweitgrößte Aktionär, rief die Streitparteien am Samstag zur Versöhnung auf. „Die Landesregierung wünscht sich, dass die starken Persönlichkeiten Wolfgang Porsche, Ferdinand Piëch, Wendelin Wiedeking, Bernd Osterloh und Uwe Hück aufeinander zugehen, miteinander reden und sich verständigen", sagte ein Sprecher.

Der Sprecher der Landesregierung wollte zu der Situation nicht konkret Stellung nehmen, sondern sagte lediglich: „Einigungen sind möglich zu Fragen der Mitbestimmung und mit dem Land Niedersachsen zu Fragen der Satzung des VW-Konzerns." Entscheidend sei, dass das Vertrauen zwischen allen Beteiligten wachse, denn in wenigen Tagen werde ein faktischer Porsche/VW-Konzern bestehen. Dann müsse es heißen, miteinander gegen die weltweite Konkurrenz. Schließlich wolle der VW-Konzern spätestens 2018 der weltgrößte Autohersteller sein


Das Problem ist ganz einfach zu erklären. Solange Niedersachen von so einem Weichei wie Wulff regiert wird, gibt es keine Entscheidungen. Wulff ist einach zu dämlich um die Interessen des Landes wahr zu nehmen. Lieber unterstützt er denjenigen der die Gewerkschaften kaufen ließ, als aucn nur eine Sekunde die Situation zu analysieren. Ferdinand Piëch ist schon lange auf verlorenem Posten. Ein alter verbitterter Mann, der die Realität um sich herum kaum noch versteht und der neidisch auf den jungen erfolgreichen Wendelin Wiedeking ist der aus Porsche die fast pleite waren, eines der ertragreichsten deutschen Unternehmen gemacht hat.

Ähnlich dürftes es Wulff gehen, der in seiner persönlichen Mittelmäßigkeit und seinen Totalversagen eben auch keine erfolgreichen Menschen mag. Porsche sollte seine VW-Anteile wieder verhökern und den Laden pleite gehen lassen. Die gleichen Synergieeffekte wie mit VW lassen sich auch mit anderen europäischen Autobauern erzielen. Opel wäre eine schicke Idee. GM wird die bald verkaufen müssen.


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Grönemeyer macht Pause

Nach einer Tour durch Stadien und Musiktempel von Leipzig bis London hat sich Herbert Grönemeyer mit einem furiosen Auftritt in Berlin in eine Konzertpause verabschiedet. "Das ist das letzte Konzert für lange Zeit", rief der 52-Jährige am Samstagabend vor rund 17 000 Zuhörern in der O2-World-Arena in der Hauptstadt.


Auch wenn er es nicht glauben mag. Viele empfinden diesen Satz als das beste was er auf einer seiner Tour von sich gegeben hat.


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Endlager "schnell bauen" CDU will Gorleben durchsetzen

Im Streit um ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Deutschland legt sich die Union auf den bisher einzigen geplanten Standort Gorleben in Niedersachsen fest. "Wir werden keine Lösung finden, wenn wir immer wieder neu anfangen, nach Endlagern zu suchen. Wir müssen Gorleben jetzt durchsetzen", sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Volker Kauder, in einem Interview mit dem "Focus".


Ich würde vorschlagen, das wir Volker Kauder und seinen Mittätern nur noch die radioaktiv verseuchte Lauge aus Asse II zum Trinken geben. Wir können sie auch entsalzen. Gleichzeitig darf er sich nur noch damit waschen. Dann hat Kauder endlich eine strahlende Zukunft. Man fragt sich wieviel Geld Herr Kauder und seine Partei von der Atomindustrie bekommen, damit sie nach den Erfahrungen mit Morsleben und Asse II einfach weitermachen. Kauder will bewusst Menschen töten. Gibt es eigentlich gar kein Gesetz gegen geplanten Massenmord in Deutschland. Kauder und seine CDU sind Massenmörder in spe.

Meiner Ansicht nach gilt gegenüber der CDU zumindest für die betroffenen Menschen in Gorleben, Asse II und Morsleben bereits die Notwehr. Sie sollen als erste umgebracht werden und können dies nur verhindern wenn sie Kauder verhindern. Zumindest Schläge sind mittlerweile angebracht. Auch wenn das unsere Justiz wieder einmal anders sieht. Ich persönlich würde gerne wissen, ab wann man Volker Kauder erschießen darf, bevor man von ihm radioaktiv verseucht wird. Irgendwo muss es da doch eine Grenze geben, die auch so ein Kerl nicht überschreiten darf.

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Duckhome: Was die Finanzkrise der Weltwirtschaft antut
09/16/2008 04:21 AM

Wie schon so häufig, beginnen wir derartige Exkursionen mit dem dümmsten Wissenschaftler des Tages, der den absoluten Boden des Schwachsinns bildet. Der absolute Vollpfosten des Tages und wohl auch für längere Zeit ist Prof. Dr. Dirk Schiereck.
Zum Glück wirkt er als Stiftungsprofessor für Bank- und Finanzmanagement an der European Business School (EBS), International University Schloss Reichartshausen, wo er den Professor im wesentlichen nicht als Angestellter des Steuerzahler gibt, sondern von den typischen Neoliberalen Dummköpfen bezahlt wird, die Wissen nicht von dummem Gerede trennen können. Dadurch wird er auch wenig Zeit haben an der TU Darmstadt zu arbeiten, was ein Glück für Darmstadt ist. Mehr als eine Mail-Adresse scheint er dort nicht mehr zu haben.

Diese Art von Eliteschulen, in denen selbsternannte Elitelehrer, einigen selbsternannten Eliteschülern, gegen viel Geld nichts beibringen, sind ja eigentlich eine schöne Sache. So kann wenigstens ein Teil der deutschen Studenten noch auf Lehrkräfte mit Ahnung, an normalen Universitäten hoffen, auch wenn die Universität Chemnitz mit ihren "wissenschaftlichen Trollen" da schon arge Zweifel weckt.Viel dümmer als das, was Dirk Schiereck verzapft, sind aber auch die nicht.

Bankenexperte erwartet keine Pleiten in Deutschland

Die Bankenkrise in den USA wird nach Einschätzung von Finanzexperten keine Pleitewelle im deutschen Bankensystem hervorrufen. Das der Professor an der TU Darmstadt, Dirk Schiereck, am Montag (15. September) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

«Die Banken in Deutschland und Europa werden zwar weitere Abschreibungen vornehmen müssen - da können sich ganz große Milliardenlöcher auftun», so Schiereck. «Pleiten sind aber nicht zu erwarten.» Die großen deutschen Banken wie der Branchenprimus Deutsche Bank hätten die Krise bislang besser überstanden als viele Mitbewerber - das Schlimmste sei überwunden.

..

Für die Verbraucher in Deutschland werde die US-Bankenkrise keine spürbaren Konsequenzen haben.


Natürlich ist Dirk Schiereck nicht so doof wie er hier geschildert wird. Er weiß nur wessen er Lied er singt. Natürlich singt er es unter dem Deckmäntelchen der angesehenen TU Darmstadt und nicht unter seiner windigen Eliteuniversität der eh kein Mensch glauben würde. So muss er auch nicht die kleine, aber sicher hochbezahlte Studie erwähnen, die er gerade für die Deutsche Börse gemacht hat. Wozu auch.

Seine streng wissenschaftliche und fachmännische Aussage über die tollen deutschen Banken, bei denen keine Pleiten zu erwarten sind - hier winken wir mal fröhlich in Richtung Commerzbank und Hypo Real Estate - stehen ja schon seit langen. Natürlich erwähnt er auch nicht die Milliarden, die die Deutsche Bank vom Steuerzahler bekam, als IKB und ein paar Landesbanken schief lagen, nachdem sie von der Deutschen Bank und Josef Ackermann in den Renditewahnsinn getrieben und falsch beraten wurden.

Am besten aber ist, das der deutsche Verbraucher nicht betroffen ist. Keine spürbaren Konsequenzen. Schiereck sollte vielleicht besser im Moment nicht bei Arcandor-Chef Thomas Middelhoff vorbeigehen. Es könnte sein, dass er dort einen gewaltigen Tritt bekommt. Middelhoff wurde nämlich heute morgen verkündet, das die Warenlieferungen an Arcandor, nur noch zum Teil durch den Kreditversicherer Euler Hermes versichert sind. Das ist eine Warnlampe die grellrot leuchtet und die bei Wehmeyer, Hertie und Sinn-Leffers dann jeweils auch zum schnellen Konkurs führte.

Nun ist Arcandor eine andere Baustelle. Dahinter steht Madeleine Schickedanz und hinter ihr die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und der Troisdorfer Bauunternehmer Josef Esch. Wenn die zusammen, die 1,5 Milliarden Euro nicht mehr wert sind, die Arcandor als Schulden hat, dann sollten ganz andere Warnlichter angehen, die so ein Professorlein vermutlich gar nicht kapiert. Frau Schickedanz dürfte ungefähr 6,5 Milliarden Euro wert sein.

Es gibt ein ganz anderes Szenario nachdem es gar nicht so sehr um Arcandor geht, sondern um sämtliche Kredite. Lehman hinterlässt 613 Milliarden Dollar Schulden. Ein Teil davon ist irgendwo versichert. Ein deftiger Batzen wohl bei AIG, die selber wackelt und vermutlich gerade mal bis zum nächsten Wochenende kommen wird. Die AIG allerdings ist rückversichert. Wieviel davon deutsche Rückversicherer haben, weiß zur Zeit niemand.

Es weiß auch niemand wieviel an Rückversicherung die Münchner Rück und andere, für die UBS und die Credit Suisse in den Händen halten. Beide Banken teilten gestern über Sprecher mit, dass sie die Folgen des Lehman Konkurses für ihre Häuser noch nicht einschätzen könnten, aber jeder weiß das sie gravierend sein werden. Damit beginnt eine neue Runde des internationalen Murmelspiels.

Die Kreditversicherer müssen weltweit ihre Linien zurücknehmen, weil ihnen die Rückversicherer fehlen. Das bedeutet, das Investitionen nicht mehr getätigt werden können. Das bedeutet das weniger Waren, in niedrigerer Qualität beschafft werden müssen, die zudem noch zu höheren Preisen an die Verbraucher verkauft werden müssen. Arcandor wird da bei seinen Einkäufen für das Weihnachtsgeschäft keine Ausnahme bleiben.

Der Verbraucher muss also für weniger gute Qualität höhere Preise bezahlen, was den am härtesten trifft. Dazu kommt das die Notenbanken heute wieder einmal Milliarden an frischem Geld in den Umlauf geworfen haben, damit niemand die Hufe hochreißt. 30 Milliarden Euro die EZB, bei der FED fragt man schon nicht mehr aber 100 Milliarden Dollar dürften es wohl wieder gewesen sein und die Bank of England war auch mit 24 Milliarden Pfund dabei.

Dieses Geld landet nur bei den Banken als Kapitalersatz. Es wird nicht dazu benutzt um Kredite zu vergeben und Geschäfte anzukurbeln, sondern nur um Schulden an andere Banken zu bezahlen. Damit ist auch Holgis Frage fast beantwortet.

Natürlich ist dieses ein mehr an Geld. Das heißt die Geldmenge vermehrt sich. Rein theoretisch würden diese Tender auch wieder zurück genommen und damit nur das, durch den Umlauf geschaffene Mehrgeld im Markt verbleiben. Tatsächlich können die Notenbanken aber immer nur das Lasso verlängern und nicht zurückfordern. Würden sie zurückfordern wären sofort ein paar Banken pleite. Natürlich auch deutsche Banken.

Durch die ständige Geldvermehrung wird natürlich das Geld verwässert, es entsteht Inflation und zwar weltweit. Inflation treibt die Preise und wieder sind, anders als dümmliche Professoren glauben, die Verbraucher die Dummen. Sie bekommen nichts von der wundersamen Geldvermehrung ab, aber müssen sie bezahlen. Natürlich trifft es die Ärmsten am härtesten.

Wenn der Menschenfeind Kannegießer bei den Tarifverhandlungen für Gesamtmetall jetzt einen großzügigen Inflationsausgleich anbietet, dann bedeutet das nur, dass er die Menschen wieder einmal betrügen will, wie er es täglich mit den Lügen seiner INSM tut, die ja auch mit Steuergeldern finanziert wird und im Fall Siemens und Brokat vermutlich auch durch Betrug.

Tatsächlich stellt sich heute schon ernsthaft die Systemfrage und sie wird nicht mehr nur von den üblichen Verdächtigen gestellt, sondern mitten aus dem System heraus.

Das Grundübel aber ist, der bereits angesprochene Renditewahn, den Josef Ackermann bis auf 25 Prozent hochpeitschte, ohne das ihm eine Stimme der Vernunft entgegen getreten wäre. Aber die allgemeine Finanzmarktkrise hat auch die neoliberale Welt kräftig durchgeschüttelt. Klügere Köpfe als Josef Ackermann und vor allem seriösere Banker, sehen das Ergebnis des Neoliberalismus und bekommen Angst. So auch Matthias Graf von Krockow Sprecher der Privatbanken Sal. Oppenheim und BHF Bank, die, die größte unabhängige Privatbankengruppe Europas sind.

Die im Zuge der Globalisierung enorm gestiegenen Renditeansprüche waren ja immer nur mit einer höheren Verschuldung zu erfüllen. Die Gier muss gestoppt werden. Man kann nicht mit fremder Leute Geld große Spielkasinos betreiben. 15 Prozent nachhaltige Eigenkapitalrendite sind mit einem normalen, soliden Geschäft einfach nicht machbar.


Gut. Diese Erkenntnis gibt der gute Graf ein wenig spät zu Protokoll, aber immer noch besser späte Reue, als gar keine Reue. Von Krockow hält 15 Prozent Eigenkapitalrendite nicht für nachhaltig machbar. Normale Leute sehen Sätze zwischen 3 und 7 Prozent als nachhaltig machbar für das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft. Damit steht die Obergrenze fest. Natürlich kann es immer wieder einmal Sondereinflüsse geben.

Wer wie Ackermann auf 25 Prozent aus ist, der schadet den Unternehmen, den Menschen die in ihnen arbeiten und der Volkswirtschaft in der er lebt. Dieser Schaden dürfte sich heute in Deutschland auf mehre hundert Milliarden Euro beziffern lassen und es ist an der Zeit, dass die Bankenaufsicht aus solchen Erkenntnissen ihre Schlüsse zieht und Ackermann die Berufsausübung untersagt.


Graf von Krockow spricht für das Sal. Oppenheim das auch hinter Arcandor steht. Da spricht man über richtiges Geld und oft auch von persönlich haftenden Gesellschaftern, die selbst auch wirklich Geld haben. Da geht es nicht um die Abzockerbanden wie sie Ackermann betreibt. Aber er ist ja längst nicht mehr alleine. Auch die Medien beginnen unruhig zu werden:

Nie zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das systemische Risiko derart mit Händen zu greifen. Unter systemischen Risiko verstehen Experten das Risiko von Kettenreaktionen. Denn alle Banken, Fonds oder Versicherungen, die mit Lehman Brothers Geschäfte gemacht, ihnen Kreditversicherungen abgekauft haben oder Schuldtitel, müssen diese Werte plötzlich abschreiben. Und als viertgrößte Wall-Street-Bank war Lehman beileibe kein kleiner Spieler im Finanzkapitalismus. Sprich: Überall werden Verluste auflaufen. Werden es auch alle verkraften?

Wenn es richtig schlecht läuft, werden die Steuerzahler in Europa - auch in Deutschland - Milliarden Euro für die Rettung hiesiger Banken aufbringen müssen, wird sich die Rendite aus Lebensversicherungen und anderen Altersvorsorgeprodukten für die Menschen hierzulande kräftig reduzieren, wird die Krise Europa Millionen Arbeitslose bescheren. Danke, Amerika!


Nur der Schlußsatz ist falsch. Es ist nicht das Problem Amerikas. Es ist das Problem dieser Welt, dass den Raubtierkapitalisum der Neoliberalen frei gelassen hat, das solche Leute wie Pierer, Ackermann, Hartz, Kannegiesser und andere, ohne jede Kontrolle auf die Menschen losließ. Überall auf der Welt. Leute die nichts unternehmen, sondern nur spielen und zocken wollten. Die nur aus Maul und Arsch bestehen. Fressen und Scheißen, ohne zu verdauen.

Diese Leute schaffen keine Werte sondern vernichten sie nur. So wie das Professorlein vom Anfang zu dumm ist, zu begreifen was es für einen Schwachsinn labert und seine Studenten auch noch in die falsche Richtigung führt, sind die Geschäfte in die falsche Richtung gelaufen. Spielbank statt Sachverstand und Unternehmensführung.

Weltweit haben die Unternehmensberater, die nie Verantwortung tragen, sich in die Firmen eingeschlichen und lassen sich gut für Ratschläge bezahlen, die von jeder Toilettenfrau mit Betriebskenntnissen besser zu bekommen wären. Es ist der dusselige, verantwortungslose, aber eben auch verantwortungsunfähige Neoliberalismus, der die Welt an den Rand des finanziellen Ruins gebracht hat.

Die Welt muss jetzt die Schuldigen bestrafen. Nicht weil die ihre Schuld einsehen würden. Dazu reichen deren Fähigkeiten gar nicht, sondern um Nachahmer zu verhindern. Wer Unternehmen zerschlägt um am Verkauf zu verdienen und dabei billigend in Kauf nimmt, das die Unternehmen zerstört werden ist ein Terrorist. Gegen das, was unsere Wirtschaftselite tut, ist Bin Laden harmloser als ein Grashüpfer, der ja noch schreckhafte Menschen erschrecken könnte.

Der internationale Terrorismus sitzt in den Managementebenen. Die müssen gesäubert und mit ehrlichen und anständigen Leuten besetzt werden. Wenn 20 Prozent der gesamten Gewinne der US-Volkswirtschaft von den Banken eingesackt wurden, dann sind das in Europa nicht weniger, sondern eher mehr. Gerade in Deutschland wurden die Menschen ja künstlich verarmt, indem sich die Neoliberalen die gierigen Politiker kauften.

Die Ergebnisse dieser Politik, die von käuflichen Wissenschaftlern untermauert wurde, lassen sich jetzt überall betrachten. Arme Menschen ohne Arbeit, die dem Staat ohne Hoffnung und ohne jedes Vertrauen auf der Tasche liegen. Zerstörte Familien, miese Schulen, ein kaum noch finanzierbares Gesundheitssystem und haufenweise Berater die alles wissen wie es geht, bis sie es machen sollen.

Es muss darum gehen die Menschen wieder zu berücksichtigen. Eine Wirtschaft besteht nicht aus Banken. Sie besteht aus Unternehmen. Banken sind ein notwendiges Übel aber mehr nicht. Ein Neuanfang mit neuem Vertrauen ist aber nur dann möglich wenn Ackermann und Co. im Knast sitzen. Es darf nicht passieren das dieser Mann und seine Handlanger entkommen können und den Menschen aus der Schweiz eine lange Nase drehen. Es muss der Schweiz deutlich gemacht werden, dass der Schutz von Ackermann eine Mauer um die Schweiz bedeutet, die nichts mehr durchlässt.

Nur wenn die Schuldigen bestraft werden kann es wieder Vertrauen geben. Ohne Bestrafung kommt die Wirtschaft nicht mehr hoch. Die Schäden für die einzelnen Menschen werden riesig sein und niemand gewinnt etwas. Jetzt sind weltweit die Staatsanwaltschaften gefragt.

Wer das ganze etwas freundlicher formuliert lesen möchte, der mag sich bei Robert von Heusinger bedienen.

Die Finanzkrise hat auch ihr Gutes: Sie sät Zweifel, Zweifel an falschen Gewissheiten. Mit Freude habe ich vergangene Woche vernommen, dass selbst Joe Ackermann sich mit seinem Renditeziel von 25 Prozent nicht mehr recht wohl fühlt. Ja, die absurden Eigenkapitalanforderungen geraten ins Wanken. Und das ist gut so, denn sie sind mit das größte Kreuz des modernen Finanzkapitalismus.


Er will sie zwar nicht im Knast sehen, zeigt aber die gleichen Fehler auf die hier auch ständig besprochen werden.


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The Native Media and IIN: Not Cut from the Same Cloth
09/16/2008 01:06 AM

Editor’s Note: This is in response to a reader who submitted a comment in response to “OK Sarah, Can We Talk” by Kevin Abourezk
The original IIN post can be found here.
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The Native Media and IIN: Not Cut from the Same Cloth

- The Angryindian

Occasionally readers take offence to something I write here in IIN and readers are of course entitled to their opinions, but I take issue with the suggestion that I did not comprehend the obvious “satire” within a recent article by Kevin Abourezk entitled "OK Sarah, We Need to Talk". I read his work regularly and I clearly see things differently than the reader who thinks I just don't get it.

First, before readers write something like this to me, take into consideration the stated editorial perspective of this newsblog as opposed to the "mainstream" Indian news agencies that publish Mr. Abourezk. The task of the Inteligentaindigena Novajoservo newsblog is to inform activist Aboriginal peoples and our supporters around the world on the issues and causes that effect our communities and our lives. We reject the colonial states that claim ownership over us and our ancestral territories and we struggle in various ethical ways to maintain our survival with the clear intention of regaining our human right to cultural and territorial independence. If the publications Mr. Abourezk pens for are of a similar political bent, I am unaware of it. Unlike this site, they seem to be working towards a goal of inclusion within the very same socio-political system that oppresses Indigenous people here in the U.S. as well as our brothers and sisters across the planet.

This is not an attack on Mr. Abourezk personally in spite of the harsh tone of the title. I am merely pointing out that Mr. Abourezk is no different than most other “accepted” Native journalists in that they persist in pretending that they have a seat at the White man’s table or at least, his press office. Obviously I take issue with that view and strongly so. We were never meant to be a part of the colonial system and I find it embarrassing that those who are chosen to represent us do not have the courage to speak about this in real, coherent and tangible terms. Instead, we talk of what it like for Indians to be a part of the DNC and RNC conventions and who got to speak before large crowds and which "tribe" will adopt a candidate who in the end will do absolutely nothing for our people but keep us in our respective place at the bottom of the U.S. totem pole. And we ask ourselves why we get so little respect.

This "satirical" editorial in my humble Afro-Indio Indigenist opinion was at best a journalistic hand-up to Alaska’s Gov. Palin as a misunderstood and besieged fragile mother of five trying to hold it together to become the first female U.S. VP. At worst, it plays absurdly into the notion that Gov. Sarah Palin gives a damn about Indian people at all when it seems clear that she does not. It's written defensively and it will be received this way. That is how I feel 88.8% of the Native Internet reading population that even reads RezNet or Indianz.com will take away from it. Why? Because that is what's happening across the board in reaction to the revelation that Gov. Sarah Palin is not at all what the GOP wants us to believe.

If you doubt what I am saying, see the supposedly “satirical” magazine cover of Barack and Michelle Obama by New Yorker illustrator Barry Blitt, (July 21, 2008) and the fuss and confusion that it caused and continues to generate. White folks all over the country, many of which had never even heard of the New Yorker before this, found proof of what they were looking for. The right-wing talking points floating throughout the mainstream colonialist media were validated by the visual impact of that cover. And no one really believes that the cover was intended as pure satire, especially since the publisher of the New Yorker was present at the Republican Convention (as reported by Air America’s Sam Seder). They knew exactly what sort of effect it would have on the perception of Mr. Obama and by extension, all dark people before the election.

I see the “Palin Letter” in the same vein. If Mr. Abourezk intended to provoke thought and discourse on the issue of this anti-Indian Creationist war-monger from Alaska then good on him for that, but this was not the way to do it. Ms. Palin’s stock has actually risen several more points in the wake of the general public's knee-jerk response to the RNC’s arrogant insistence that the dreaded liberals are attacking their candidate unfairly. And here comes this piece rolling in the same vein, albeit unintentionally, on the heels of two recent articles by the same author focused on how Indian republicans have their own noble struggle against good for nothing democrats, ( The Minutest Minority: Don’t Count Out Native Republicans / Yes, Native Republicans Exist). The timing is interesting to me. And why do in this fashion instead of simply calling Gov. Palin out on her documented anti-Indian racism and policies in spite of her husband's reported ethnicity?

*This is exactly why Barack Obama has already lost this election. He has yet to speak forcefully on his own behalf in the face of purely racist and surely underhanded politik from the GOP. Now, after everything else, they are falsely accusing him of sexism towards Gov. Sarah Palin. Yet her dubious connections to Jew-hating evagelicals, her questionable political experience and the embarrassing revelation of her hypocritical family values have not been paraded as negatives by the media. Mr. Obama on the otehr hand has turned his back on Black America in pursuit of the White House. He is treated like a token because he carries himself like a token. At this point in the game, even the staunchest White racist democrats are demanding that Obama defend himself. The Angry Black Male be damnned. Even they see that we just can’t take four more years of Pax Americana.

And here is something else I feel that everybody who reads IIN and IIR should understand. This newsblog is unabashedly pro-Aboriginal or more accurately termed, Indigenist. Consider us for all intents and purposes an Aboriginal version of European Zionist Jews without the genocide, racism or violence they have used to achieve their nationalistic goals. I believe in studying from those that are successful in achieving a situation that works to define and defend their people's human rights. While I despise the State of Israel and their uprooting and murderous genocide of the Indigenous Palestinian population, the original ideological framework for their right as a people to exist must be admired.

They too were once victims of European invasion and dispersion, now they are tools of European colonialism in Western Asia in return for a land of their own. And no Jew, anywhere in world, even if they hate and oppose the racist, political entity of the Israeli state, would allow anyone to demean Israel's right to exist to any degree. And for most Jews, nearly everything said about the State of Israel or any individual Jew can and will be considered a threat to Jewish existence everywhere. And for good reason, they know that the White world hates them and has taught others to hate them for centuries. After Hitler, how could anyone blame them? And worse, while Auschwitz and other such sites burned, the rest of the world watched and said "good riddance". Hence, Zionism.

Aboriginal people need to get with the programme in the United States. Our people in Occupied Canada and Occupied Mexico already know the score and unlike us, actually stand on their rights and walk and talk openly as a people about what is really going on in the Americas and to whom. As brother Malcolm X told us years ago, "The White man knows what independence means…what do you think he will do to you once you understand what it means?"

We have forgotten what it means. I know this because Indians join the military to fight on behalf of the White man to force the U.S. marketplace onto other Indigenous peoples who reject it. We are helping them do what was done to us. We seek inclusion with this system rather than freedom as Indian people. And when some of us speak to this we are told to be quiet, to be "real Indians" and fly the American flag. This is why I think that it is important to understand that Indigenous peoples are the only populations in the world that proudly fly the flag of their oppressors. And Native journalists that side-step these issues do little to advance this perspective. An Indigenist perspective.

There have been sporadic actions by Red Power movements but they have never received ample and committed support from the Native establishment nor the Indian media. This is another question that could and should be raised by Native journalists but for some queer reason almost never see the light of day. It isn't considered to be polite to question the occupier. When Russell Means and some other angry-Indians stood up and claimed sovereignty for their people under international law and U.S. treaty, the Native American "press" laughed along with the White establishment media. Could you imagine the Jerusalem Post behaving this way under the very same circumstances? We have yet to learn this lesson from our Hebrew brethren. Unity is golden. We too have a right to exist and a responsibility to point out those actions in political circles that threaten our existence.

If Mr. Abourezk composed an article that assertively yet honestly pointed to Gov. Palin as the serious threat to Indian America she really is my response to his editorial would have been radically different. It was overtly geared in my opinion to appeal, not to challenge a dangerous anti-Aboriginal theological radical running for the White Man's House that has a problem with Indians she isn't married to.

Mr. Abourezk has been around long enough to know that his piece was going to be accepted by the gullible as it was written. If Mr. Abourezk is at all serious about speaking truth to Indigenous realities and liberation, he should ask why Indians are voting at all when our own treaties with the U.S. colonial state are ignored and our people still face institutional poverty, racism and genocide. The Indian sterilization programmes run by the BIA would be a good place for Mr. Abourezk to start. So would brother Leonard Peltier's case which should be on the list of questions every Native journalist should raise when discussing American politics. These issues are missing from the discourse in the colonialist media and the Indian media does not press hard enough to make these stories heard. Documenting how we are still begging the White man to be allowed in the house he built on top of our world has gotten us as a people nowhere.

After 1776 we still have no real rights, we are not in any real control of any of our lands and we are still routinely disrespected by the colonial population. When Native journalists start talking about these and other Indigenous issues with the tone and tremor of the Zionist lobby the White man may not want to read it, but he will have to deal with it. Let's see where that takes the discourse in the mainstream instead of doing the McCain-Palin ticket a favour by cementing their case for personality-over-issues in Indian Country.

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AG Wiesbaden: Urteil 93 C 619/08 - 41 - Katja Günther will offensichtlich falschen Eindruck erwecken
09/16/2008 01:05 AM

Neue Spamwelle von Betrugs-Ltd. und Katja Günther

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Radio Utopie: Conference on Prosecuting High Level American War Criminals
09/16/2008 12:54 AM

NO LIES RADIO War Criminal Conference

Live from Andover, Massachusetts

This was a Live Broadcast — 2 Day Conference — All Day Saturday & Sunday, Sept. 13-14th, 2008

Find partial archive here. See WarCrimes Video Clips Section.

A two-day conference on obtaining prosecutions of high level American war criminals will open September 13th, in Andover, Mass. The conference will explore the legal grounds for, and plan for, obtaining prosecutions of President Bush and top officials of his Administration for war crimes.

In the tradition of America’s Chief Prosecutor at the Nuremburg War Crimes Trials after World War II, Justice Robert Jackson, the Conference’s purpose is to hold high U.S. officials accountable in courts of law and, if guilt is found, to obtain appropriate punishments. Otherwise, said the Conference’s convener, Lawrence Velvel, the future will be threatened by additional examples of Executive lawlessness by leaders who need fear no personal consequences for their actions, leading to the possibility of more Viet Nams, more Iraqs, and more repression. Velvel emphasized: This is intended to be a planning conference, one at which plans will be laid, and necessary organizational structures will be set up, to seek prosecutions to determine guilt and, if guilt is found, appropriate punishments. Attendees will hear from prominent authorities on international law, criminal prosecutions, and constitutional rights who are determined to give meaning to Justice Jackson’s words: The common sense of mankind demands that law shall not stop with the punishment of petty crimes by little people. It must also reach men who possess themselves of great power and make deliberate and concerted use of it to set in motion evils which leave no home in the world untouched.
The conference video and audio feed is a production of War-Crimes.info. Any questions or concerns should be directed to same. For more information click here.

Topics to be discussed, Velvel said, include:

* What international and domestic crimes were committed, which facts show crimes under which laws, and what punishments are possible.
* Which high level Executive officials and Federal judges and legislators as well, if any are chargeable with crimes.
* Which international tribunals, foreign tribunals and domestic tribunals (if any) can be used and how to begin cases and/or obtain prosecutions before them.
* The possibility of establishing a Chief Prosecutor’s Office such as the one at Nuremburg.
* An examination of cases already brought and their outcomes.
* Creating an umbrella Coordinating Committee with representatives from the increasing number of organizations involved in war crimes cases.
* Creating a Center to keep track of and organize compilations of relevant briefs, articles, books, opinions, and facts, etc., on war crimes and prosecutions of war criminals.

Scheduled to address the Conference include:

* Famed former Los Angeles prosecutor Vincent Bugliosi, author of the best-selling “The Prosecution of George W. Bush For Murder”(Vanguard).
* Phillippe Sands, Professor of Law and Director of the Centre of International Courts and Tribunals at University College, London . He is the author of “Torture Team: Rumsfeld’s Memo and the Betrayal of American Values” (Penguin/Palgrave Macmillan), among other works.
* Jordan Paust, Professor of Law at the University of Houston and author of “Beyond The Law.”
* Ann Wright, a former U.S. Army colonel and U.S. Foreign Service official who holds a State Department Award for Heroism and who taught the Geneva Conventions and the Law of Land Warfare at the Special Warfare Center at Ft. Bragg, N.C. She is the coauthor of “Dissent: Voices of Conscience.”
* Peter Weiss, Vice President of the Center For Constitutional Rights, which was recently involved with war crimes complaints filed in Germany and France against former Defense Secretary Donald Rumsfeld and others.
* Benjamin Davis, Associate Professor at the University of Toledo College of Law and former American Legal Counsel for the Secretariat of the International Court of Arbitration.
* David Lindorff, journalist and co-author with Barbara Olshansky of “The Case for Impeachment: Legal Arguments for Removing President George W. Bush from Office”(St. Martin ’s Press).
* Francis Boyle, Professor of International Law at the University of Illinois at Urbana-Champaign, responsible for drafting the Biological Weapons Anti-Terrorism Act of 1989, and the U.S. implementing legislation for the 1972 Biological Weapons Convention.
* Lawrence Velvel, a leader in the field of law school education reform, has written numerous internet articles on issues relevant to the conference.

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Principiis Obsta: Der neoliberale Sturmtruppen-Journalismus eines ehemaligen Nachrichtenmagazins
09/16/2008 12:52 AM
Das beim "Spiegel" die Leser ausbleiben - wer will es ihnen verdenken? Ein neues Beispiel von manipulativem Journalismus zum Thema Bolivien ist vom Spiegelmann Jens Glüsing verfasst worden. Evo Morales sei ein "unbedarfter Indio-Präsident", der dazu auch noch schlecht und ungern Spanisch spricht. Und das aus der Feder eines unbedarften Journalisten. Da ist doch ein Unternehmer namens Branko Marinkovic von ganz anderem Kaliber tönt Jens Glüsing beflissen. Immerhin gehöre der auch zur Elite des Landes und habe Arbeitsplätze geschaffen. Will uns der Spiegelmann aus Buenos Aires im Auftrag seiner Journaille für dumm verkaufen?

Dazu ein Kommentar von Gerhard Dilger aus dem taz.blog
Kein Wort davon, dass es die rechtsextremen jugendlichen Anhänger von Marinkovic waren, die am Dienstag Regierungsbüros in Santa Cruz besetzten und plünderten. In Orwellschem Neusprech bezeichnete Marinkovic, der Vorsitzende des örtlichen „Bürgerkomitees", die eher hilflosen Aktionen von Polizei und Militär in Santa Cruz als „Repression" und „Antwort der Regierung auf eine friedliche Bürgerdemonstration."

Das Agieren des mittlerweile ausgewiesenen US-Botschafters
Philip Goldberg verharmlost Glüsing als „unglücklich". Der wirkliche Bösewicht ist natürlich Chávez: Der nämlich schüre einen „neuen Kalten Krieg in Lateinamerika. Er hat ausgerechnet das ‚kranke Herz' Südamerikas, wie Bolivien gern genannt wird, zum Schauplatz für seinen Showdown mit dem ‚Imperium' auserkoren." Ungekürztes Original hier .

P. S. Besonders verräterisch ist Glüsings durchaus umstrittene Einschätzung, Morales spreche schlecht Spanisch. Ähnlich wird sich in Brasilien gerne über das angeblich schlechte Portugiesisch und den fehlenden Universitätsabschluss von Präsident Lula mokiert - in jenen Kreisen, die sich bis heute noch nicht damit abgefunden haben, dass nun ein Vertreter des einfachen Volkes das höchste Staatsamt bekleidet.

Beide Präsidenten, besonders der begnadete Rhetoriker Lula, bedienen sich eines umgangssprachlichen Registers, das auch von der breiten Bevölkerung verstanden wird – im Gegensatz zur geschraubt-juristischen Rhetorik vieler anderer Politiker.

Den BolivianerInnen kommt Evos „schlechtes Spanisch" viel natürlicher vor als jenes seines neoliberalen, 2003 vertriebenen Vorgängers Gonzalo Sánchez de Lozada: Der nämlich lebte bereits in seiner Jugend – wie auch jetzt wieder – in den USA und hat einen markanten Gringo-Akzent. Beide sind im folgenden Videoausschnitt über den Wahlkampf 2002 zu sehen – nach dem damaligen US-Botschafter Manuel Rocha, der sich als Morales´ größter Wahlhelfer entpuppte.

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FreiheIT-Blog: Zitat des Tages (16.09.2008)
09/16/2008 12:50 AM

“Die [...] vorgesehene Möglichkeit, eine heimliche Wohnraumüberwachung sowohl mit akustischen als auch mit optischen Mitteln durchführen zu können, sehe ich kritisch. Meines Erachtens ist hiermit der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt: Der Eingriff in das informationelle Selbstbestimmungsrecht durch eine akustische Wohnraumüberwachung wird durch den zusätzlichen Einsatz heimlicher Videoüberwachungsmaßnahmen noch wesentlich vertieft.”
(Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit )

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HU-Marburg: Ypsilanti und der falsche Müntefering
09/16/2008 12:35 AM
Gastbeitrag von Tapio Liller, Frankfurt - HU-Ortsverband Marburg.

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Feynsinn: Der richtige Sozialismus
09/16/2008 12:28 AM

Das Ende des Neoliberalismus wird durch die Banken- bzw. Finanzmarktkrise stark beschleunigt. Es zeigt sich nicht nur endlich, daß die Ideologie unkontrollierter Märkte sogar für die Märkte schädlich ist, sondern es ist auch an der Zeit, die Rolle des Sozialismus im Neoliberalismus zu erläutern. Der Begriff ist übrigens im “Lexikon” der INSM nicht zu finden, was verwundert. Schließlich ist er einer der häufigsten im Sprachgebrauch der Neolibs. Dort stellt er eine Art Negativ des freien Marktes dar, also staaliche Kontrolle, Verteilung der Ressourcen nach anderen als marktwirtschaftlichen Kriterien und Alimentierung der Menschen, die nicht vom Markt profitieren.
Exakt dieser Sozialismus aber, der politisch oder von Staats wegen als verwerflich betrachtet wird, ist hochwillkommen und gefordert, wenn es aus “wirtschaftlichen” Gründen opportun erscheint. In einer Krise, die durch Gier, Fehlspekulation, Betrug, Dilettantismus und Rücksichtslosigkeit ausgelöst wurde, soll der Staat
- als Kontrolleuer des Marktes herhalten, weil dieser zur Selbstkontrolle unfähig ist,
- Ressourcen, d.h. letztlich Steuermittel einsetzen, um das System “Markt” zu retten und
- damit diejenigen alimentieren, die in profitablen Zeiten den Gewinn für sich beanspruchen.
Die Einsicht, daß nur “der Staat”, also eine nicht wirtschaftlich legitmierte und nach Rechtsnormen ausgerichtete Instanz, für Ordnung sorgen soll, ist auch und gerade in einer Marktwirtschaft völlig richtig. Der Staat muß dabei unbedingt frei sein von wirtschaftlichen Interessen und darf sich ausschließlich nach Kriterien richten, die dazu geeignet sind, für Ordnung zu sorgen. Dies bedeutet, daß er dabei das wohl aller Bürger berücksichtigen muß. In einer Demokratie, die der Zustimmung der Bürger für die Ordnung bedarf, ist dies wiederum unmittelbar mit einem Bezug auf Gerechtigkeit verbunden.
Dieser fundamentale Unterschied zwischen “Staat” und “Wirtschaft” befähigt den Staat erst dazu, für Ordnung zu sorgen.
Die Einsicht, daß soviel “Sozialismus” unabdingbar ist, resultiert sogar aus der Lehre des Liberalismus und vor allem aus den Fakten, die die Weltwirtschaft aktuell bestimmen. Eine Diskussion um eine dauerhaft funktionierende Wirtschaft ist also ebenso wie das Wohl des Staatswesens eine Frage des richtigen Sozialismus.
Die Tatsache, daß das Chaos der Finanzmärkte letztlich auf die massenhafte Zahlunsunfägigkeit verführter Privatleute zurückgeht, deutet ebenfalls auf dieses Problem hin. Der Markt hat versagt, weil seine Verteilungsmechanismen versagt haben. Eine stabile Basis für eine Wirtschaft ist nur dann gegeben, wenn der Erwerb von Eigentum sich nach Kriterien von Gerechtigkeit richtet. Es müssen mehr Menschen partizipieren, und das wirtschaftliche Wachstum muß auf einer breiten Basis geschaffen werden, wenn es stabil sein soll. Die enorme Spanne zwischen den Einkünften weniger großer Profiteure und der Masse ist fatal, vor allem deshalb, weil auch die Dynamik des Wachstums sich so ungleich verteilt. Letzteres heißt ganz einfach, daß Zuwächse des Einkommens beim Großteil der Bevölkerung nicht mehr stattfinden. Darum ist jeder Ruf nach niedrigen Löhnen und Kosteneinsparungen zu Lasten der “Massenkaufkraft” ökonomisch widersinnig.
In einem politischen Sinne wäre es durchaus diskutabel, die Reichsten zu einem großen Teil zu enteignen, es wäre wirtschaftlich auch alles andere als schädlich. Damit wäre das Pferd aber falsch herum aufgezäumt. Es brächte nämlich gar nichts, wenn sich an der Dynamik des Wachstuns und der Verteilung der Einkommen strukturell nichts ändern würde. Im Gegenteil kann man den Reichen getrost ihren Reichtum lassen. Unabdingbar für eine stabile Wirtschaft ist aber die Beteiligung der Massen am Wachstum. Es ist blanker Unsinn, zu behaupten, eine breitere Verteilung verhindere Wachstum. Was verhindert würde, wäre lediglich ein rein mathematisch vorhandenes Wachstum bzw. dessen Größe. Wenn eine nationale Wirtschaft etwa um 1% wächst anstatt um 3%, davon aber nicht wenige, sondern möglichst viele profitieren, ist das Wachstum stabiler und langfristig sogar größer. Allein eine Wirtschaft, die auf Tagesgewinne aus ist, immer auf den größten Haufen scheißt und kein Morgen kennt, hat dabei das Nachsehen.
Es gibt also zwei Wege des Sozialismus in der Marktwirtschaft, um die es zu streiten gilt: Den einen, der die große Mistschaufel bedeutet, die immer dann von allen bedient wird, wenn wenige den Karren in den Dreck gefahren haben, und den anderen, der das politische Moment von vornherein in die Wirtschaft einbringt. Nur Gerechtigkeit sorgt dauerhaft für Wachstum. Es sei denn, man fände alles so gut, wie es derzeit ist und sorgte dafür, daß das Volk das mitmacht und nicht aufbegehrt. Dazu müße man ihm freilich mit Gewalt das Maul stopfen.

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Lumières dans la nuit: Der Eingang zur Kunst
09/16/2008 12:13 AM

Die Stadt Hannover muss zumindest in einem gelobt werden. Sie ist in ganz besonderer Weise reich an Kunst auf öffentlichen Plätzen und an den Straßen. Und ganz offenbar wurde schon immer von den Verantwortlichen für die Ausstattung des Stadtbildes mit Kunst ein gewisser Wert darauf gelegt, dass auf diese Weise den Menschen in Hannover auch ein Zugang für modernere künstlerische Ausdrucksformen gelegt wird. In wie weit dies gelungen ist, gehört allerdings zu den schwer zu beantwortenden Fragen. An den meisten dieser Werke wird in der Hetze der Tage achtlos vorbeigegangen. Dem langsam durch die Straßen Schreitenden fällt jedoch an regenlosen Tagen, vor allem während des Wochenendes und noch am Montag…

Straßenkunst in Hannover

…oft ein beißender Uringeruch auf, der einige dieser meist metallischen Werke umgibt. Man kann sich förmlich vorstellen, wie jemand, vom gebieterischen Druck in der Blase getrieben, ein solches Werk für eine öffentliche Toilette hält und dann dort einen Eingang sucht, wo er doch eigentlich einen Zugang zur Kunst finden sollte. Natürlich gibt es den gesuchten Eingang nicht, und da der Druck nicht kleiner wird, sucht sich der Mensch Erleichterung dort, wo er den Eingang nicht fand und pinkelt in der Dämmerung gegen ein Werk, das auch im hellen Lichte leicht für eine Bedürfnisanstalt gehalten werden könnte – obwohl deutlich diskretere Bäume nicht weit entfernt wären.

Das fotografierte Kunstwerk steht und odiert vor dem Heizkraftwerk in Linden bei Hannover

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AG Wiesbaden: Urteil 93 C 619/08 - 41 - Katja Günther will offensichtlich falschen Eindruck erwecken
09/16/2008 12:11 AM
Neue Spamwelle von Buratscher-Betrugs-Ltd. und Katja Günther Derzeit verschickt Katja Günther vieltausendfach neue Mahnungen, diesmal "Ankündigung gerichtliches Klageverfahren" genannt und legt eine Kopie eines Urteiles des AG Wiesbaden (Az: 93 C 619/08 - 41 -) bei. Offensichtlich will Frau Günther mit diesem Urteil den falschen Eindruck ... [Link] [Cache]

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