Saturday, February 14, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-09-18

Parteibuch Ticker Feed von 2008-09-18


CSU : Stark im Leben - Ohne Alkohol und Drogen!
09/18/2008 10:05 PM

Man kann nur mutmaßen, dass die Tatsache, dass der Bayerische Noch-Ministerpräsident Beckstein über Dienstwagen und Chauffeur verfügt, der Schönung der Verkehrsopferstatistik im Freistaat dient.

Wie heißt es so schön in einer Initiative des Bayerischen Innenministers (CSU)

Alkohol und Drogen zählen zu den größten Problemfeldern im Straßenverkehr. Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden gehört der Alkohol zu den Hauptunfallursachen (neben nicht angepasster Geschwindigkeit und Vorfahrt- und Vorrangverletzungen).

Die Verkehrsunfallstatistik der letzten Jahre zeigt, dass jeder siebte Unfalltote auf bayerischen Straßen auf Alkohol- oder Drogeneinfluss als Hauptunfallursache zurückzuführen ist. Und das, obwohl die Alkohol- und Drogenunfälle mit Personenschaden insgesamt "lediglich" rund 6 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden umfassen. Die Unfallfolgen unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen sind also ungleich schwerer.

Das Motto aller Verkehrsteilnehmer muss deshalb heißen: Stark im Leben - Ohne Alkohol und Drogen!

Also ich setze mich mit zwei Maß Bier allenfalls noch in ein Taxi oder in die Straßenbahn.

Nun gut, andere Länder, andere Sitten.

Der Pantoffelpunk hat diesen Umstand sehr gut bebildert:

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Ewald Proll: Ein Drittel aller Praxen geschlossen
09/18/2008 09:44 PM

Die Freie Ärzteschaft (FÄ) und die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) haben heute zum Protesttag am morgigen Freitag aufgerufen und der Politik vorgeworfen, die gute Gesundheitsversorgung zu zerstören. Unter dem Motto „ Diese Politik macht krank“ erwarteten sie fünf bis zehn Tausend Teilnehmer beim Demonstrationszug vom Roten Rathaus zum Brandenburger Tor in Berlin und die Schließung von einem Drittel aller Praxen, erklärten die Verbände heute auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt.

Der Protestzug soll um 12 Uhr vor dem Roten Rathaus mit einer Eröffnungsrede beginnen. Um 14 Uhr ist eine Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor angekündigt. „Es geht nicht primär um mehr Honorar für die Ärzte“, betonte der Präsident der FÄ, Dr. Martin Grauduszus. Deshalb sei die Demonstration auch nach den Honorarverhandlungen unbedingt notwendig, um eine Kehrtwende einzufordern. Es sei ein Appell an die Politik und die Bundeskanzlerin, die gute Gesundheitsversorgung zu erhalten. „ Nachhaltig ist die Politik der Großen Koalition nur darin, dass sie unsere Gesundheitsversorgung nachhaltig zerstört und für Investoren berechenbar macht.“ Die wohnortnahe Versorgung, in der 90 Prozent aller Fälle behandelt würden, bleibe auf der Strecke. Die Konzerne stünden in den Startlöchern, um jetzt nach den Kliniken auch die Niedergelassenen einzukaufen. „ Dagegen gehen wir auf die Straße und rufen zu Protest auf“, erklärte Grauduszus.

Es sei schwierig, Ärzte und Patienten gemeinsam auf die Straße zu bringen, sagte der Präsident der DGVP, Wolfram-Arnim Candidus. „Jahrelang hat die Politik den Patienten beigebracht, dass die Chipkarte eine Kreditkarte ist, mit der Patienten alles bezahlt bekommen. Wir müssen aufklären, was es eigentlich kostet, sich beim Zahnarzt eine Plombe machen zu lassen oder sich röntgen zu lassen. Der Bürger wird von der Politik zur Unmündigkeit erzogen.“ Auch die Ärzte dürften sich nicht ausruhen und zurücklehnen, weil den Niedergelassenen 2,5 und den Kliniken vier Milliarden Euro mehr versprochen seien. „Einfach nur mehr Geld ändert doch nichts“, warnte Candidus, „das System bleibt das gleiche. Es ist ein Krankheitsbetreuungssystem, kein Gesundheitssystem."

Die Politik wolle die Ärzte zum Dumpingpreis immer mehr arbeiten lassen, um den Patienten immer mehr Leistungen versprechen zu können, kritisierte der Vizepräsident der FÄ, Hans Peter Meuser. „Wenn jetzt zehn Prozent mehr Honorar angekündigt werden, dann ist das nicht einfach ein Aufschlag, sondern das heißt, dass wir jetzt zehn Prozent mehr arbeiten dürfen, um mehr zu verdienen.“ Es werde genauso weiterhin Budgetgrenzen geben, die jetzt nur Regelleistungsvolumen hießen. „Das Ganze ist nichts als eine Mogelpackung.“

Dass andere Verbände noch still hielten und nicht alle an der Demonstration teilnähmen, liege daran, dass sie eng mit den KVen verwoben seien. „Erst jetzt, wo einzelne KVen feststellen, dass sie von den 2,5 Milliarden nichts abbekommen, werden sie langsam wach“, sagte Meuser. Es hätten sich zumindest die Landesverbände Nordrhein und Thüringen vom Hartmannbund und MEDI Brandenburg dem Protestaufruf angeschlossen, sagte Grauduszus.

Die Öffentlichkeit müsse den Grad an Versorgung in Deutschland durch die vielen niedergelassenen Ärtze zu würdigen lernen, um sich für ihren Erhalt einzusetzen, erklärten die Verbände. „Die Unternehmen betreiben immer mehr Lobbyarbeit“, warnte Grauduszus. Er wolle niemandem Böses unterstellen, aber manche Politiker wüssten gar nicht, wer einen Gesetzesentwurf mit welchen Interessen ursprünglich geschrieben habe. „Es ist doch natürlich, dass die Unternehmen versuchen, sich einen so großen neuen Markt wie das Gesundheitswesen zu erschließen.“ Und so wenig wie die Öffentlichkeit bis jetzt darüber informiert sei und die Politik schweige, sehe es so aus, als hätten sie gute Chancen, das zu erreichen. „Wir wehren uns gegen diese destruktive Entwicklung und nehmen deshalb die Mühe eines Protesttages auf uns“, erklärte Candidus.

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Oeffinger Freidenker: Machtpolitik der USA
09/18/2008 09:38 PM
In der SZ ist ein Artikel zur derzeitigen Außenpolitik erschienen, der so gut und wichtig ist, dass ich ihn nicht in den Fundstücken verstecken will:
Wer ist der Größte? [Link] [Cache]
Duckhome: Die Anlaufpunkte der "islamkritischen Stadtrundfahrt" sollen bekannt sein.
09/18/2008 09:38 PM
Mittlerweile soll aus den Reihen von pro-Köln durchgesickert sein, daß die "islamkritische Stadtrundfahrt" in folgenden Vierteln Station macht - was allerdings nicht erstaunt (Klicken auf den jeweiligen nummerierten Namen führt zur entsprechenden google map):


Sie ist die Hauptstraße des rechtsrheinischen Vororts Köln-Kalk, eines alten Arbeiter- und Kleine-Leute-Viertels. Heute sieht man viele türkische Geschäfte, Anwaltskanzleien und vieles mehr. Hier ist ein virtueller Rundgang.

Ein relativ markanter Punkt ist die Kalker Post. Hier kann man sich für Aktionen sammeln , was auch pro-Köln schon gemacht hat. Hier ein Video einer Aktion vor der Post.

Pro Köln setzt auf diesen Vorort besonders große Hoffnungen:

Viele alteingesessene Kölner freuten sich, daß pro Köln bei ihnen im Veedel Flagge zeigte. Gerade in Kalk, wo sich das Scheitern des Multi-Kulturalismus nicht mehr wegdiskutieren läßt, kann die Bürgerbewegung im kommenden Jahr mit einem überdurchschnittlich guten Wahlergebnis rechnen.


An der Kalker Hauptstraße findet sich das Bezirksrathaus: Pro Köln hat hier einige Mitglieder sitzen.

Somit kann es nicht überraschen, wenn die "Stadtrundfahrt" hier durchkommt.

Deswegen wird n ach hier auch morgen mobilisiert.

2. Keupstr.
Die Keupstraße ist in Fußwegentfernung zum Köln-Mülheimer Bahnhof udn in der Nähe des Genovevagymnasiums, das ich von 1964 bis 1972 besucht habe. Schon zu meiner Schulzeit war sie ein buntes, multikulturelles Viertel und der Spitzname "Türkenallee" durchaus liebevoll gemeint. Sie hat es zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht, sowie zu einer eigenen Website. Angeblich soll hier eine weitere "repräsentative" Moschee entstehen, was heisst: riesenmegahypermonster.

In- und ausserhalb Kölns ist sie als Modell für eine funktionierende Integration bekannt, wird aber als "Klein-Istanbul halluziniert, weswegen es klar ist, dass sie besuchtbelästigt wird.


3. Porz-Finkenberg, hier kenne ich mich zwar nicht so gut aus, aber es dürfte sich um den Standort der Mevlana-Moschee handeln, die sich mittels Neubau vergrößern will und - mit 25(!)m hohen Minaretten als riesengigahyperdyper halluziniert wird,

4. Venloer Straße/Moschee , alles Orte, die als "Ghettos" halluziniert werden. Auf der Venloer Straße, einer der sternförmig vom Zentrum abgehenden Straßen, kommt man nach Ehrenfeld, zur alten Moschee (klick),in der Nähe des Bahnhof Köln-West und Barthonia-Forums und der Baustelle der neuen.
Hier erst einmal eine Sammlung Fotos.

Deswegen wird hier morgen auch mobilisiert.

Die "Argumente" hierzu sind bekannt und müssen nicht mehr verlinkt werden.

Somit sind alle vier Anlaufpunkte schon lange im Focus von pro-Köln und somit keine Überraschung.


Disclaimer: Durch meine persönliche Linksetzung und die vom System vorgenommene Linksetzung auf ähnliche Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen". "Ähnlich" ist ein weiter Begriff...

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Lumières dans la nuit: Richtung und Garheit (14)
09/18/2008 09:18 PM

Das dumme Denken – In Gedanken tun sich alle Taten leicht, aber wer sich davon blenden lässt, ist dumm. Wer ein großes Gewicht stemmen will, tut gut daran, seine Muskeln vorher an etwas Leichterem zu erproben. Die Muskeln wachsen nicht am Denken, sondern am Tun; das Denken hingegen hilft, vernünftig zu handeln. Ein Denken, dass sich nur aufs Denken beschränkt, entkoppelt sich von der Wirklichkeit, wird selbstbezüglich und ist selbst dort, wo es in sich selbst stimmig ist, von Dummheit nicht zu unterscheiden.

Unmittelbare Einsichten – Eine Sache ist es vor allem, die einen dummen Menschen von einem intelligenten unterscheidet. Wenn der intelligente Mensch etwas Neues nicht versteht, denn untersucht er es; wenn der dumme Mensch etwas Neues nicht versteht, hält er es sofort für falsch und verzichtet auf jede weitere Untersuchung. Diese recht bequeme Beschränkung auf das unmittelbar Einsehbare und das Desinteresse an den Erscheinungen der Wirklichkeit und an ihren Zusammenhängen sind der Grund dafür, dass sich im Gehirne des Dummen so wenig Einsicht bilden kann.

Die verlorene Sprache – Als am Anfang der achtziger Jahre der ganze Wahnsinn begann; als kleine, preiswerte Computer immer mehr in die Haushalte gestellt wurden, da löste das in mir einen verhaltenen Optimismus aus. Es war mir schon klar, dass es einen Zusammenhang zwischen der Dummheit und der Unfähigkeit im aktiven und passiven Gebrauch der geschriebenen Sprache gab, und dass von daher viel von der schreienden Dummheit um mich herum im direkten Zusammenhang mit dem unmittelbar rezipierbaren und zur Passivität erziehenden Medium des Fernsehens im Zusammenhange stand. Die Benutzung eines Computers erforderte hingegen die Fähigkeit zum Lesen und zum Schreiben, so stümmelig die Sprache in diesem Zusammenhang auch wurde; sie gab darüber hinaus einen Ansporn zu eigener, planvoller Aktivität. Ich sah mit Freude, dass sich gerade Kinder und Jugendliche begeistert auf die neuen Möglichkeiten stürzten, ja, es teilweise sogar lernten, Computer in einer Karikatur von Sprache zu programmieren. Darin sah ich eine Generation erwachsen, die weniger leicht blendbar sein würde, da jedes über die Beschäftigung mit akuten Affekten hinausgehende Denken in sprachlicher Befähigung wurzelt. Mit diesem Optimismus war ich ziemlich allein, und wie die kommende Zeit zeigte, hätte ich auch gar nicht falscher liegen können. Denn die wirtschaftliche Anforderung an einen Computer ist es, dass sich auch dumme Menschen daran abarbeiten können; nur so ist ein Geschäft mit der breiten Masse zu machen. In der Folge wurde die Benutzung von Computern durch die bildhaften, grafischen Oberflächen immer mehr trivialisiert, und die Menschen, die darauf herumklickten, verstanden immer weniger von dem, was sie da eigentlich taten. Dies führte direkt in den heutigen, recht dummen technischen Aberglauben um den Computer, der zur Folge hat, dass sich Menschen ohne ein tieferes Verständnis unausgereiften, fabrikneuen Schrott in Form von Software andrehen lassen und sogar noch willens sind, dafür Geld auszugeben, weil ihnen eine gleichfalls bildhafte Reklame das Blaue vom Himmel verspricht, während sie nicht einmal mehr wissen, wozu ein Computer eigentlich gut sein könnte. In einem jedoch habe ich recht behalten: Die frühen »Computerfreaks« der Achtziger Jahre, sie bilden heute noch eine gewisse Elite und lassen sich nicht jeden Tinnef andrehen. Sie hatten in der Beschäftigung mit einem Computer noch einen Anreiz erhalten, sich mit schriftlicher Sprache zu beschäftigen, der heute selten geworden ist.

Infantilisierung – Wie wenig entschriftliche Medien zur Vermittlung von Einsicht und zur Bekämpfung der Dummheit geeignet sind, kann jeder Hörende erleben, wenn er einen Menschen darum bittet, doch einmal zu erzählen, was er im Kino oder Fernsehen gesehen hat. Bei sehr vielen Menschen, vor allem bei jenen, die niemals ein Buch zur Hand nehmen, kommt es beim Versuch einer solchen Erzählung nur zu einer eher zusammenhanglosen Wiedergabe von einzelnen Szenen, und gar nicht wenige Menschen verfügen gar über so wenig adäquate Sprache zur Beschreibung des Wahrgenommenen, dass sie dazu tendieren, die zerschnittenen Szenen einer solchen Darbietung eher lautmalerisch als in der Form qualitativ höherstehender sprachlicher Aussagen zu reproduzieren. In diesem Rückgriff auf eher kindliche Ausdrucksformen spiegelt sich das Kindische, das dort zurückbleibt, wo höhere geistige Leistungen nicht mehr erbracht werden. Für einen nennenswerten Teil der Menschen kommen die entschriftlichen Medien der heutigen Zeit einer maschinellen Infantilisierung gleich.

Hitler glotzen – Jedes Mal, wenn mir jemand von den offenbar häufigen, reißerischen und umfangreichen Dokumentationen über das Dritte Reich, Adolf Hitler und die ihn umgebene Gruppe schwer geisteskranker Verbrecher erzählt, überkommt mich der gleiche Verdacht. Die gefährliche Faszination, die von diesem stahlharten, mordtrunkenen und entherzten Wahnsinn ausgeht, sie scheint noch heute ungebrochen, und solche Sendungen ermöglichen es den Menschen, sich darin zu berauschen, während sie sich selbst und anderen erfolgreich vormachen können, dass sie sich nur ganz harmlos über die deutsche Geschichte informieren.

Unwissen – Dummheit wird häufig mit Unwissen verwechselt, was falsch ist. Weder ist angesammeltes Faktenwissen ein Zeichen der Intelligenz, sonst müsste man jeder Datenbank Intelligenz zusprechen. Noch ist Unwissen ein Zeichen der Dummheit. Vielmehr ist die Dummheit eine geistige Haltung, die verhindert, dass sich Wissen ansammelt, mit den Erscheinungen der Welt abgleicht, im Geiste miteinander verknüpft und zur Einsicht, zum offenbar einsichtigen Handeln führt. Sowohl die Institution der einpaukenden und abfragenden Zwangsschule als auch die vielfältigen medialen Versuche, isoliertes Faktenwissen als einen Wert an sich zu vermitteln, der zum Hohn auch noch Bildung gerufen wird, sie sind Vorrichtungen, die Dummheit auf der Grundlage nutzlosen Wissens erblühen lassen.

Konstanz – »Die Dummheiten wechseln, die Dummheit bleibt« (Erich Kästner)

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Hintergrund der globalen Finanzkrise: Das Zeitalter der Mega-Spekulanten und Aasgeier
09/18/2008 07:57 PM
Die Krise auf den globalen Finanzmärkten ist trotz der Verstaatlichung der größten US Versicherung IAG längst nicht zu Ende. Zinsen für Kredite zwischen Banken in Europa kletterten auf einen seit 31 Jahren nicht mehr beobachteten Stand (Abb. 03718). Der Aufschlag für die Versicherung von Schrottobligationen in Europa sprang in den letzten Tagen ebenfalls fast auf Höchststand (Abb. 03636). Die Kurse der beiden verbliebenen Wall Street Banken stürzten auf bisher nie beobachtete Tiefststände.






Der deutsche Dax sauste weiter in die Tiefe und liegt nun bereits um 28 % unter seinem Stand vor Ausbruch der Krise (Abb. 03717). Die Deutsche Bank hat sogar fast zwei Drittel ihres ursprünglichen Kurses verloren (Abb. 03752).





Die jetzt bekannt werdenden Hintergründe der Krisen um Lehman und IAG, ehemals viertgrößte Investmentbank und größte Versicherung der USA, verraten viel, wie dieses auf gieriger Spekulation aufbauende System funktioniert hat. An der Vorfront der Spekulation standen Banken und Hedgefonds, wobei hinter den Fonds zu einem erheblichen Teil reiche private Anleger stehen, die mehr als eine normale Profitrate kassieren wollen. Zunächst zu den Banken. Lehmans hatte auf einem immer dünneren Drahtseil auf jeweils 1 Dollar Eigenkapital 35 Dollar Kredit aufgenommen. Die Anlagen in Schrottwerten beliefen sich auf bis zu 80 Mrd Dollar. Das konnte einfach nicht gut gehen und mußte bei jedem Einknicken der Konjunktur direkt in die Krise führen. Nun sind viele amerikanische Banken in Gefahr, neben der siebtgrößten Washington Mutual und den beiden verbliebenen Wall Street Banken werden auch Wachovia und GE Capital genannt. Die Banken, deren Bilanzen noch vor 20 Jahren auf etwa 3 % des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts kamen, erreichten bis zur Krise etwa 23 %. Schulden unter Banken stiegen um mehr als das Doppelte auf 12 % des US BIP.

Die jetzt verstaatlichte AIG hat zusammen 441 Mrd Dollar in Derivativen von zweifelhaftem Wert gehalten. Davon waren 307 Mrd Dollar Credit Default Swaps, mit denen sich Banken bei IAG gegen Kreditausfälle versicherten, aber eigentlich hauptsächlich, weil damit in den Augen der Aufsichtsbehörden deren Eigenkapitalsituation verbessert wurde - also ein superfaules Spiel zur Umgehung einer normalen Bankenaufsicht. Im Ergebnis konnten sie dann mehr Kreditgeschäfte machen, als eigentlich hätte erlaubt werden dürfen. Das ist wohl der eigentliche Grund, warum die amerikanische Regierung den Konkurs von IAG vermeiden mußte.

Und nun kamen die Short-Seller unter den Hedgefonds als Aasgeier und spekulierten auf Kursverluste der Banken. Bei Lehmans hielten sie zuletzt mehr als ein Viertel aller Aktien, wenn man die Belegschaftsaktien herausrechnet. Bei Wahington Mutual haben sie ebenfalls etwa ein Viertel unter Kontrolle.


Karikatur: © Kostas Koufogiorgos http://www.koufogiorgos.de

Andere spekulierende Hedgefonds stürzten sich auf den Ölpreis und trieben ihn in Höhen von fast 140 Dollar pro Faß und damit das Doppelte gegenüber 12 Monaten vorher. Daß der Ölpreis seitdem wieder auf etwas über 90 Dollar gefallen ist, liegt nicht so sehr an der Zurückhaltung der Verbraucher als dem Rückzug der Spekulanten, denen das Geschäft zu riskant geworden ist. Nach einer Studie von Masters Capital Management, die in dieser Woche von Politikern im Weißen Haus veröffentlicht wurde, haben Investoren von Januar bis Juli 60 Milliarden US-Dollar in Erdöl investiert. Seitdem zogen sie 39 Mrd Dollar wieder ab.

Wenn die Spekulation nicht endlich wirksam kontrolliert wird, wird es zu immer neuen Krisen kommen. Bisher ist allerdings noch sehr wenig eingeleitet worden.



Quelle: Joachim Jahnke[Link] [Cache]
Gentrification Blog: Gentrification ist Verbrechen…
09/18/2008 07:51 PM

Dies jedenfalls meint Morgan Thomas in The Hilltop, einer Tageszeitung der Studierenden der Howard University: Gentrification is a Crime Against Humanity. Hintergrund für seine weitgehende These ist eine Dabatte, die sich in Artikeln der Zeitung entspann. Morgan Thomas Beitrag ist eine Replik auf Positionen, die Gentrification vor allem aus der Perspektive der Sicherheit und der Ästhetik von Nachbarschaften betrachten. Statt dessen, so die Argumentation von Thomas, sei “Gentrification … a recent phenomenon that disenfranchises poor people across the globe by denying them of a basic human right: housing” - also eine Entrechtung, die arme Leute vom Recht auf Wohnen ausschließt.

Als Alternative zur Gentrification umreisst Thomas ein Bündel adminstrativer und politischer Maßnahmen:

1.) die Auflage an Investoren, in Erneuerungsprojekten für jede durch Aufwertungsmaßnahmen vernichtete preiswerte Wohnung eine neue Wohnung dieser Preiskategorie zu errichten,

2.) die Entscheidung von Kommunen und Nachbarschaften sich mit öffentlichen und gemeinschaftlichen Eigentumsrechten an Grund und Boden die Kontrolle über künftige Entwicklungen zu sichern,

3.) eine bewußte Wahrnehmung der Möglichkeiten einer parlamentarischen Mehrheitsdemokratie indem Wahlberechtigte ausschließlich solche Politiker/innen unterstützen, die sich gegen Gentrificationprozesse wehren wollen,

4.) außerdem sollten Stadtregierungen sich für die Aufhübschung und Wohnwertverbesserung in allen Gebieten der Stadt stark machen und nicht nur in den Wohnquartieren der Besserverdienenden.

Schließlich appelliert Thomas an die Verantwortung der Studierenden:

Howard students will move on to become politicians, policy makers, teachers, lawyers and a host of other influential people in this world. We will be doing a complete disservice to our people if we continue to be short-sighted in our thinking about issues that affect people living in poverty. Just because something does not affect you directly does not mean your duty and obligation to your people is null and void. Even as college students, we have the opportunity and resources to be a voice for poor blacks, and speaking out against gentrification is just one way to do so.

We must see gentrification for what it is while looking at the bigger picture: It is nothing more than a systematic effort to keep money and power in the hands of a select few. This effort also disproportionately affects people of color in cities across the world. Gentrification in its entirety has ill intentions; it is solely motivated by the acquisition of capital and access to power. For anyone to justify this, especially a black person, is misinformed, misguided and just plain wrong.

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Ein Zyniker schreibt...: TerrorPhone
09/18/2008 07:32 PM
Ach so und ich hatte doch hier letztens die Sache mit der Gefahr durch Terroristen und Dosentelefonen beschrieben...die sind schon viel weiter als ich dachte:

fail owned pwned pictures
see more pwn and owned pictures

via Failblog[Link] [Cache]
Oeffinger Freidenker: Gisy watscht die Große Koalition ab
09/18/2008 06:31 PM
Es ist wirklich herrlich zu sehen wie jemand mit einer durchdachten und vernünftig vorgetragenen Rede das "Hohe Haus" beherrschen kann. Wer will ernsthaft versuchen, Gisys Argumente zu widerlegen? Bisher hat sich kaum einer gefunden, gleiches gilt für Lafontaine. Ein Fernsehduell mit einem der beiden und einem dieser "Kanzlerkandidaten", das wäre mal was.




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ISLA: No title
09/18/2008 06:24 PM
Herzlichen Glückwunsch![Link] [Cache]
ISLA: No title
09/18/2008 06:24 PM
Palin / Hillary Open[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Hahahahaha
09/18/2008 06:16 PM
Die größte Anwaltsplage Deutschlands hat jetzt was auf den Arsch bekommen...gut so!!![Link] [Cache]
Information Act: Medwedew sucht Dialog mit den USA
09/18/2008 05:56 PM

Trotz den gegenwärtigen Kontroversen hält der russische Präsident Dmitri Medwedew einen konstruktiven Dialog mit den USA für möglich.

Obwohl beide Staaten in einigen internationalen Angelegenheiten prinzipielle Differenzen haben, gebe es noch Möglichkeiten für einen dauerhaften konstruktiven Dialog, sagte Medwedew am Donnerstag bei einem Treffen mit ausländischen Botschaftern im Kreml.

Die Beziehungen mit den USA, die “für die allgemeine Atmosphäre in der Welt in Vielem maßgebend sind”, bezeichnete er als eine der Prioritäten der russischen Außenpolitik. In der Geschichte der russisch-amerikanischen Beziehungen habe es viele Spannungen gegeben, sagte Medwedew. Doch immer hatten der gesunde Menschenverstand, Pragmatismus und die gegenseitige Respektierung der Interessen die Oberhand.

Beide Staaten haben ein beträchtliches Potenzial, um ihre Zusammenarbeit im politischen, wirtschaftlichen und humanitären Bereich weiter auszubauen und sollten es vermeiden, die Stereotypen der Vergangenheit wiederzubeleben, sagte Medwedew.

Quelle: RIA Novosti

Wollen wir hoffen, dass beide Parteien eine Lösung für die aktuellen Spannungen finden - Ich persönlich bin nicht gerade scharf auf einen Kalten Krieg.

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Mutantenstadl: So lösen wir die Wirtschaftskrise!
09/18/2008 05:52 PM
Schon wieder Weltwirtschaftskrise? Nicht ärgern! Da gibt’s doch bewährte Rezepte dagegen!


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anouphagos: ten grams oder warum qiqiaoban im Westen Tangram heißt
09/18/2008 05:38 PM

Tangram ist ein lustiges Spiel. Man kann es online spielen oder sich entsprechende Literatur kaufen: Tangram-Set (Partnerlink). Man kann es mathematisch analysieren oder sich Gedanken über die Etymologie machen (siehe Wikipedia). Oder man kann sich auch neue Variationen überlegen, sowohl für die Spielsteine wie auch die Figuren.

Vielleicht komme ich in den nächsten Tagen dazu, ein paar Schattenzeichnungen von Tangrams zu erstellen und hochzuladen. Und eventuell mein neues Logo dauraf abzustimmen.

Update: Spielen - gerade in stressigen Jobs - ist wichtig, meint die taz.

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ISLA: Nebenwirkungen
09/18/2008 05:14 PM
Ich nehme keine Medikamente. Ohne weiteren Kommentar![Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": † 9/11-Augenzeuge Barry Jennings ist gestorben…
09/18/2008 04:58 PM

Wichtigster Zeuge von Explosionen in WTC7 stirbt mit 53 Jahren

Der Notfallkoordinator und 9/11-Augenzeuge Barry Jennings ist gestorben, während die Kontroverse über WTC7 heftiger als je zuvor ist. Die jüngste journalistische Attacke der BBC sowie der NIST-Bericht waren u.a. deshalb veröffentlicht worden, um die Aussagen von Jennings über Explosionen in WTC7 zu kontern. Jennings war zum Zeitpunkt seines Todes 53 Jahre alt; die Umstände sind noch nicht bekanntgegeben worden. Nach Wochen voller Gerüchte im Internet hat ein Sprecher der Housing Authority nun den Tod bestätigt, jedoch keine weiteren Details preisgegeben. Infowars konnte bisher niemanden aus der Familie von Jennings kontaktieren und die Todesursache ist noch unbekannt. Kommentare im Netz berichten vom 19. August als Todestag. Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein prominenter und kontroverser 9/11-Augenzeuge nur wenige Tage vor der Veröffentlichung des NIST-Berichtes über WTC7 stirbt; kurz nachdem seine Aussage internationale Aufmerksamkeit erregte, laut der er Explosionen in Gebäude 7 vor dem Kollaps des ersten Zwillingsturms gehört hatte und sich Leichen in der schwer beschädigten Lobby des Gebäudes befanden. Die BBC strahlte im Juli die Sendung “The Third Tower” aus um Barry Jennings’ Aussage insgesamt zu entkräften. Man verengte den Themenkomplex auf die Fragestellung, ob er die Leichen in der Lobby “gesehen” hätte oder nicht. In einem exklusiven Interview mit Dylan Avery und Jason Bermas sagte Jennings:

“Der Feuerwehrmann der uns nach unten brachte, sagte immer wieder: ‘Sehen sie nicht nach unten.’ Und ich sagte: ‘Warum?’ Und wir stiegen über Leute; weißt du, man kann das fühlen wenn man über Leute steigt.”


Die Veröffentlichung von Jason Bermas’ Film Fabled Enemies wirft noch mehr Licht auf die Aussagen von Jennings. Es ist ein ausführliches Interview zu sehen und darüberhinaus die Kommentare von ihm und von Michael Hess (der zusammen mit Jennings im WTC7 gefangen war), die sie gegenüber den Medien am Tag der Anschläge abgegeben hatten. Jennings beschrieb in dem Interview seine Verwunderung über die offizielle Erklärung für den Kollaps von WTC7; er hörte deutlich Explosionen in dem Gebäude:

“Ich bin nur über eine Sache verwirrt, nur über eine eizige Sache: Warum World Trade Center 7 überhaupt herunterkam. Ich bin sehr verwirrt darüber. Ich weiß was ich gehört hatte, ich hörte Explosionen. Die Erklärung die ich bekam, lautete es wäre der Treibstofftank gewesen. Ich bin ein alter Hase was Heizkessel anbelangt. Wenn es ein Treibstofftank gewesen wäre, wäre eine Seite des Gebäudes betroffen gewesen.”


Das Interview wurde auf Wunsch von Mr. Jennings nicht in dem Film Loose Change Final Cut gezeigt. Er hatte zahlreiche Drohungen erhalten, dass er seinen Job verlieren würde. Die Aussagen von Jennings haben die Fragen nach dem tatsächlichen Grund für den plötzlichen Kollaps von WTC7 zu genau dem Zeitpunkt angeheizt, als NIST mit ihrem Bericht die weitläufige Ansicht torpedieren wollte, dass das Gebäude durch eine kontrollierte Sprengung zerstört wurde.

Hier weiter:

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Principiis Obsta: Kehrt das Völkerrecht zurück?
09/18/2008 04:53 PM
Von Alexander S. Neu

Wie autistisch sich der Westen unter einer Käseglocke bewegt und sich weigert, die eigene Beengtheit zu erkennen, ist nicht nur erstaunlich, sondern beängstigend. Seit es wieder gegen Rußland geht, propagieren plötzlich sowohl die regierende Politik als auch die sie tragenden Medien die vom Westen selbst ad acta gelegten Völkerrechtsnormen der Souveränität, der territorialen Integrität und des Gewalt- und Interventionsverbots, was sie seit 1991 ganz verlernt zu haben schienen. Ersetzt man in all den Klagen und Anklagen den Namen Georgien durch Jugoslawien oder Serbien, so klingt es wie Hohn.

Seit dem Ende des Kalten Krieges spielten diese wichtigen Völkerrechtsnormen für den Westen keine Rolle mehr. Vielmehr wurde die eigentlich untergeordnete Norm des Selbstbestimmungsrechts an die Spitze der Normenhierarchie gestellt, wie man es brauchte, um Jugoslawien und Serbien zu demontieren. Kosovo stellt nicht den Präzedenzfall dar. Kosovo war nur die Fortsetzung einer Reihe von Sezessionen, die der Westen kräftig unterstützte. Der Präzedenzfall begann tatsächlich mit Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina in den Jahren 1991/92.

Jugoslawien war ein souveräner Staat mit allen Merkmalen moderner Staatlichkeit. Die föderalen Strukturen waren konkreter Ausdruck des eingeräumten internen Selbstbestimmungsrechts – in einem Ausmaße, an dem sich so mancher dem Westen zugehörige Staat ein Beispiel nehmen könnte. Dennoch mischte sich der Westen politisch, nachrichtendienstlich, ja sogar militärisch (mit Waffenlieferungen, Spionageflügen, militärischer Ausbildung der sezessionistischen Kräfte) in die inneren Angelegenheiten des souveränen Staates ein, um die sezessionistisch-nationalistischen Kräfte, angeblich freiheitsliebende Demokraten, zu unterstützen und schließlich Jugoslawien in Kleinstteile zu zerlegen. Damit verstieß der Westen gegen das in der UNO-Charta als zwingendes Recht festgehaltene Interventionsverbot – hinsichtlich Kosovos auch gegen das Gewaltverbot. Der Westen hinderte 1991/92 Jugoslawien und 1998/99 Serbien daran, ihr – jedem souveränen Staat zustehendes – Gewaltmonopol wirksam einzusetzen; die Folge war zunehmendes Blutvergießen.

Dem Völkerrecht, wie es bis dahin galt, hatten die Sieger des Kalten Krieges in ihrem Taumel keine Bedeutung mehr beigemessen. Gesetz war nun das, was der Westen für nützlich hielt.

Wenn nun der Westen von Völkerrechtsbruch durch Rußland spricht, so handelt es sich nicht um eine ehrliche Rückbesinnung auf die Vorzüge eines allgemeingültigen Völkerrechts. Vielmehr empört er sich tief darüber, daß ihm seine eigenen fragwürdigen Völkerrechtskonstruktionen (»weiterentwickeltes Völkerrecht«) nun um die eigenen empfindlichen Ohren fliegen. Es darf offenbar nicht sein, daß Rußland sich dreist erlaubt, die vom Westen für seine Interessen erdachte »Weiterentwicklung« nun auch für sich in Anspruch zu nehmen. Die Frage, ob Rußland mit der Anerkennung der Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens sowie mit der militärischen Operation auf georgischem Kernland tatsächlich das Völkerrecht bricht oder nicht, hat im Prinzip der Westen selbst durch die Präzendenzfälle in Jugoslawien, aber auch im Irak klar beantwortet.

Diese Transferleistung, die eigentlich nicht allzu viel Geisteskraft erfordert, wurde von unseren politischen »Eliten« offensichtlich nicht erbracht. Die Feststellung des Führers der Freien Welt, George W. Bush, daß »die territoriale Integrität und die Grenzen Georgiens genauso respektiert werden müssen wie bei jedem anderen Staat einschließlich Rußlands«, beweist wenige Monate nach der von den USA und anderen Staaten des Westens forcierten Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien den bedrohlich fortgeschrittenen Autismus.

Es wird höchste Zeit, daß der Westen seine Käseglocke verläßt. Friede erfordert gleichberechtigte internationale Kooperation auf der Grundlage des von der UNO beschlossenen Völkerrechts, wie es bis 1991 bestand. Der Westen darf nicht versuchen, der Welt durch brutale Machtpolitik seine Ordnungsvorstellungen aufzuzwingen. Rußlands Anerkennung der Unabhängigkeit der beiden georgischen Provinzen ist völkerrechtlich gesehen falsch, aber sie hat eine Vorgeschichte. Für die Konflikte im Kaukasus müssen dieselben völkerrechtlichen Standards gelten wie für die Konflikte auf dem Balkan und sonstwo auf der Welt. Damit der Westen das begreift, müssen allerdings unsere politischen »Eliten« gründlich umlernen. Oder ausgetauscht werden.

Quelle: Ossietzky Zeitwochenschrift für Politik/Kultur/Wirtschaft[Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: Günter Freiherr von Gravenreuth kündigt Revision an
09/18/2008 04:17 PM
Gravenreuth glaubte nicht, dass er in den Knast kommt
Gravenreuth 2007: “Ziehe mit!”
Quelle: Gulli

Wenn Rechtsanwälte ihre Mitmenschen mit Klägerismus zur Rotglut treiben und in Ausübung ihrer anwaltlichen Tätigkeit auch vor Straftaten nicht zurückschrecken, verhält sich die Staatsanwaltschaft oft so wie der sprichwörtliche Jagdhund, den man zum Jagen tragen muss. Oberstaatsanwalt Bernhard Jahntz, der gestern die Anklage in der Berufung gegen den bekannten Münchner Anwalt und Dipl.-Ing. (FH) Günter Freiherr von Gravenreuth vertrat, hat seine Arbeit hingegen vorbildlich erledigt und sich weder von langatmigem Geschwafel der Verteidigung in die Irre führen noch sich durch zufällig nicht erschienene Zeugen - der vorbestrafte ehemalige Kanzleikollege des Angeklagten, Bernhard Syndikus, ließ sich per Fax wegen eines verpassten Flugzeuges entschuldigen und der ehemalige Mitarbeiter der Kanzlei Gravenreuth & Syndikus, Alexander Kleinjung, erschien einfach nicht - übertölpeln lassen.

So überrascht es dann auch nicht, dass Günter Freiherr von Gravenreuth gestern aus der von ihm angestrengten und von Richter Ralf Vogl geleiteten Berufungsverhandlung mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung herauskam.

Der Tagesspiegel schreibt dazu unter der Überschrift “Abmahnanwalt muss in den Knast“:

Das Landgericht Berlin bestätigte am Mittwoch ein Urteil des Amtsgerichts Tiergarten, das ihn wegen versuchten Betruges zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt hatte. Da Gravenreuth außerdem schon wegen Veruntreuung von Mandantengeldern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden ist, bildete das Gericht die Gesamtstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Auch eine ältere Vorstrafe wegen 60-facher Urkundenfälschung trug dazu bei, dass die Haft nicht mehr auf Bewährung ausgesetzt wurde (Az.: 571-165/07). Gravenreuth kündigte Revision an.

Gravenreuth zeigte schon nach seiner erstinstanzlichen Verurteilung in dieser Sache zu sechs Monaten ohne Bewährung vor einem Jahr wenig Schuldbewusstsein und sprach von einem “straffreien Tatbestandsirrtum”. Ausweislich eines Eintrages im Gulli-Forum - einem ihm nicht unfreundlich gesinnten Internetforum, das Gravenreuth häufiger zur Verbreitung seines Geschwafels nutzt - wollte der vorbestrafte Anwalt sogar noch bei einer Wette mitziehen, dass er nicht in den Knast muss und führte dort unter anderem aus:

Ich habe den für mich unklaren Zahlungseingang:

“RNR.15O436/0623.05.2006″

hierauf verbucht und dies der TAZ schriftlich mitgeteilt. Bei einer unklaren Leistungsbestimmungen sind nach dem BGB Zahlung zurerst auf ungesichterte Forderungen (Hier: Abmahnkosten + Abschlussschreiben) anzurechnen und nicht auf einen (gesicherten) Kostenfestsetzungsbeschluss (wird vom AG Tiergarten ignoiert - Strafrichter brauchen wohl manchmal Nachhilfe in Zivilrecht).

Der zahlungsbegleitende Text “RNR.15O436/0623.05.2006″ war zwar einfach als “Rechnung in Sachen 15 O 436/06 vom 23.05.2006″ zu interpretieren, und mit einem Fax wurde das seitens der taz auch noch einmal klargestellt, doch Günter Freiherr von Gravenreuth behauptete, das Fax, das später bei einer Hausdurchsuchung bei ihm am richtigen Platz gefunden wurde, nicht erhalten zu haben, verrechnete die Zahlung auf irgendetwas anderes als den Kostenfestsetzungsbeschluss in Sachen 15 O 436/06 vom 23.05.2006 und versuchte, unter Vorspiegelung der falschen Tatsache, die Forderung sei unbeglichen, die Domain der taz zu pfänden und brüstete sich damit ausweislich eines Postings im Forum von Antispam.de im Internet.

Einer Information von Gulli zufolge erklärte Günter Freiherr von Gravenreuth nun zu den 14 Monaten ohne Bewährung, dass das Urteil “nicht seiner Rechtsauffassung” entsprechen würde, er in Revision gehen werde und bezeichnete die Erfolgsaussichten der Revision als gut. Das mag manchem bekannt vorkommen. Schon nach seiner erstinstanzlichen Verurteilung im Münchener Verfahren wegen Untreue, wo sich Prozessberichten zufolge, seine laut Staatsanwaltschaft und Gericht “äußerst herablassende Art, seine völlige Uneinsichtigkeit und sein fehlendes Unrechtsbewußtsein” nachteilig für ihn auswirkten, durften Internetnutzer über die derzeit gerade zufällig nicht mehr verfügbare Gulli-Meldung: “Berufung kommt, Geschäftslage prima” staunen.

Zweifelhaft beibt, was Günter Freiherr von Gravenreuth aus der Gerichtsverhandlung gelernt hat. Laut einem Bericht in der Welt kündigte er gestern an, er wolle mal nachschauen, was beim Online-Lexikon Wikipedia so über ihn drinstehe, was von der Welt als Ankündigung neuer Abmahnungen begriffen wurde.

Angesichts des nicht erkennbar grundsätzlich geänderten Verhaltens des Rechtsanwaltes - von Wiedergutmachung soll hier gar nicht erst die Rede sein - bleibt zu hoffen, dass die Justiz auch weitere Strafanzeigen gegen Günter Freiherr von Gravenreuth nun stets mit der gebotenen Gründlichkeit verfolgt und nicht etwa aus Mitleid mit dem Beschuldigten einstellt.

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Das Leben usw.: Wo ist das ganze Geld
09/18/2008 04:06 PM

900 Milliarden Dollar soll die US-Regierung im vergangenen Jahr in den Finanzsektor gepumpt haben, um die Lage zu stabilisieren. Und auch die Europäische Zentralbank ließ sich jüngst nicht lumpen und steltle 40 Milliarden zur Verfügung um die Liquidität und damit das Funktionieren des Marktes zu sichern. Nicht zum ersten Mal. tagesschau.de meldete biespielsweise schon am 11.8. die EZB habe 47 Euro in den Markt gepumpt. Alles geschieht im Zeichen der US-Immobilienkrise, die sich längst zur einer Weltfinanzkrise ausgeweitet hat. Auch hierzulande mussten wankende Kreditinstitute wie die IKB-Bank oder die SachsenLB vor dem Umfallen bewahrt werden. In Russland bleibt gar die Börse bis zum Freitag geschlossen, um Panik zu verhindern.
Man bedenke, dass 1 Milliarde = 1000 Millionen ist. Und nun kann man alles, was in den Markt gepumpt wurde locker auf über 1 Billion Dollar schätzen (also 1000 Milliarden, nicht mit der Billion im englischsprachigen Raum verwechseln, die unserer Milliarde entspricht).
Also wo ist das ganze Geld hin? Schwer zu glauben, dass das alles in Form von unbezahlten Einfamilienhäusern irgend wo in den USA herumsteht und auf seine Versteigerung wartet (in den USA wird bei Eigenheimen auch meist nicht so aufwändig gebaut, wie hierzulande). Sicher, so einiges an Geld wird deshalb benötigt, weil die Banken sich gegenseitig nicht mehr trauen, also auf Geld, was sie haben, sitzen bleiben.

Aber trotzdem klafft doch eine gewaltige Lücke im System, die vorher offenbar nicht da gewesen ist. Da Geld gewöhnlich nicht die Eigenschaft hat, einfach zu verdunsten (obwohl …) muss es ja irgendwo geblieben sein. Und auch wenn Börsianer oft davon sprechen, dass Geld “verbrannt” wurde, hat niemand tatsächlich sein Streichholz an einen Haufen Scheine gehalten. Das Geld ist lediglich in andere Taschen geflossen, aber noch existent - nur eben wo anders.
Also los Jungs, raus damit: Wer hat’s?

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Illegaler Bayerntrojaner: Hausdurchsuchung bei Piratenpartei…
09/18/2008 03:56 PM

Fahndung nach Informanten aus dem bayerischen Justizministerium
Bayerische Polizeibeamte haben die Privaträume des Sprechers der “Piratenpartei Deutschland”, Ralph Hunderlach, durchsucht. Sie fahndeten nach einem Informanten aus dem bayerischen Justizministerium, der den Datenschützern und Computerexperten Informationen über einen vermutlich illegal eingesetzten staatlichen Trojaner zum Abhören von Skype-Telefonaten zugespielt hatte.
Die bayerische Landesregierung macht mit einer Hausdurchsuchung Druck auf die Piratenpartei.

“Die bayerischen Behörden haben ohne jede gesetzliche Grundlage an einem Trojaner gearbeitet und versuchen jetzt, die Kritiker mundtot zu machen”

so der Strafrechtler und Lawblog-Autor Udo Vetter.

Am 11. September 2008 gegen 5:45 Uhr seien mehrere Polizisten an der Privatwohnung des Parteisprechers erschienen und hätten gedroht, alle Zimmer auszuräumen, wenn er seine Quellen nicht nenne. Hunderlach ist zugleich politischer Geschäftsführer des Landesverbands Bayern der Piratenpartei.

“Die Durchsuchung ist erfolgt, um die Identität des Informanten zu enthüllen”,

sagte Thorsten Wirth, Vorsitzender der Piratenpartei Hessen. Man habe den Vorgang nicht früher an die Öffentlichkeit bringen können, weil Hunderlach beruflich verhindert war.

Die Person, die der Piratenpartei die Dokumente hat zukommen lassen, könne aber sicher sein, dass “jedwede Informationen, die sie identifizieren könnte, vor ungewolltem Zugriff”geschützt sei, heißt es weiter von der Partei. Auch der beschlagnahmte Server eines weiteren Piraten-Aktivisten sei durch starke Verschlüsselung geschützt.

Die Frage laute, “ob hier nicht ein Übermaß an staatlicher Aktivität stattfindet”, sagte der ehemalige Bundesinnenminister und heutige Bürgerrechtsaktivist Gerhart Baum (FDP) der Frankfurter Rundschau.

Im Januar 2008 wurde der Piratenpartei ein unbestätigtes Schreiben des bayerischen Justizministeriums zugespielt. Dieses soll Indizien eines erfolgten Einsatzes von Trojanern zum Abhören von Skype-Telefonaten und technische Details der eingesetzten Software enthalten haben. Der “Bayerntrojaner” soll sich zum VoIP-Abhören eignen und eine Installation durch die Polizei vor Ort oder per E-Mail ermöglichen. Die Software soll sich spurenlos erweitern und entfernen lassen und Zugriff auf interne Merkmale des Skype Clients und auf SSL-verschlüsselte Websites ermöglichen. “Nach dieser Durchsuchung kann an der Echtheit dieses Schreibens nun kein Zweifel mehr bestehen”, so die Piratenpartei.

“Einige unserer Staatsdiener möchten den Überwachungsstaat wohl zu gerne ohne Wissen der Bevölkerung installieren”, erklärt Jens Seipenbusch, stellvertretender Vorsitzender der Piraten.

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Wilhelm Dietl: ex-"Focus"-Redakteur und BND-Agent
09/18/2008 03:36 PM

Der ehemalige Beamte des Bundesnachrichtendienstes im Nahen und Mittleren Osten veröffentlicht Material auf seiner Webseite

Die Zeiten ändern sich. War früher klar, dass von ihrem eigenen Apparat betrogene und hereingelegte Mitglieder der Nachrichtenbranche und Sicherheitsdienste danach in der Versenkung verschwanden, unten gehalten wurden und nie wieder an die Oberfläche kamen, um mit ihren ehemaligen Granden abzurechnen, so passiert heute in der Berliner Republik genau das, was ja angeblich unmöglich ist: eine Demokratisierung der Geheimdienste.

Die alten, jahrzehntelangen Seilschaften, bis tief in den übelsten Geschichtssumpf hinein, werden nach und nach trocken gelegt. Die bundesdeutsche Öffentlichkeit erhält, auch durch die neuen Informationstechnologien rund um das Internet, endlich Einblick in die letzte Grauzone der Gesellschaft: die Machenschaften einer geheimen Exekutive, die keinerlei legislativer oder verfassungsrechtlicher Kontrolle unterliegt.

Dabei gilt das beileibe nicht nur für den Auslandsgeheimdienst BND. Die Tätigkeit der mittlerweile weltweit verdeckt als Auslandsarmee eingesetzten Bundespolizei, oder der Versuch des Bundeskriminalamtes BKA, sich als Hauptdienst im Innern wie im Äusseren zu etablieren, werden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Reguläre parlamentarische Gremien zur Überwachung gibt es nicht, der Innenausschuss ist ein Witz.

Andere, sehr aktive Dienste, wie der Zollfahndungsdienst Peer Steinbrücks, sind gar kein Begriff.

Der Journalist Wilhelm Dietl, 12 Jahre bei der Zeitschrift “Focus” und von 1982 bis 1992 beim Bundesnachrichtendienst, hatte zusammen mit dem ehemaligen BND-Beauftragten für das stay-behind-Netzwerk der NATO “Gladio” in Deutschland, Norbert Juretzko, in einer Reihe von Buchveröffentlichungen mit der Omerta der deutschen Nachrichtenbranche gebrochen.

Nun hat Wilhelm Dietl jüngst seine eigene Webseite mit umfangreichem veröffentlichten Pressematerial, eigenen Recherchen und Informationen zu seinen Büchern ins Netz gestellt. Darunter auch die Richtigstellung in der “Süddeutschen Zeitung” vom 13.August, wo diese kläglich eine von vielen in der Presse über den ex-Agenten lancierten Falschbehauptungen zurücknehmen musste.

Dass Wilhelm Dietl nun ab 1994 beim “Focus” arbeitete, als Insider der Nachrichtenbranche, ist nur eines von vielen Beispielen dafür, dass Nachrichtendienste, Nachrichtenagenturen und Nachrichtenmedien oft und gerne miteinander schwunghaften Tauschhandel betreiben. Dabei war der lukrative Handel mit Informationen bislang ein von der Öffentlichkeit nur unzureichend wahr genommenes Riesengeschäft.

Das Geschäft dürfte demnächst leiden. Das öffentliche Wissen und Bewusstsein dagegen wachsen. Auch dank Wilhelm Dietl.

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OSTBLOG: "Ich krieg dich, du Schlampe!"
09/18/2008 03:36 PM

Wo kann man besser eigenes Aggressionspotential ausleben als beim Militär?

Das ist wieder ein Artikel von Otto Köhler, wie wir ihn schätzen. Politik wird von Personen gemacht und die schaut sich Köhler genauer an, das unterscheidet ihn von den vielen erbärmlichen Journalisten. Im Freitag Nr. 38 vom morgigen 19. September richtet er seinen Fokus auf den glücklichen Sprecher des Seeheimer Kreises der SPD, Johannes Kahrs, der sich um die „Ablösung" von Beck besonders verdient gemacht haben soll:
http://www.freitag.de/2008/38/08380201.php

Wie wir wikipedia entnehmen können, ist Kahrs u.a. Mitglied im Verteidigungsausschuß und zudem sitzt er im Präsidium des „ Förderkreis Deutsches Heer e.V.", einem Schnittstellenverein zwischen Politik, Bundeswehr und Rüstungsindustrie, sowie im Präsidium der „ Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik e.V.", einer „Dialog- und Informationsplattform für alle Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie der Wehr- und Sicherheitstechnik", wie es in der Selbstdarstellung dieses „gemeinnützigen" Lobby-Vereins heißt. Im „ Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.", einem Pro-NATO-Verein, sitzt er ebenfalls im Präsidium und macht dort den Schatzmeister. Natürlich ist da kein Interessenkonflikt, Kahrs ist inzwischen auch Oberstleutnant der Reserve und soll regelmäßig an Wehrübungen teilnehmen. Ein Politiker also, der sich in vielen Gremien ganz uneigennützig engagiert und sich für "unser Land" aufopfert. Dafür gibt es dann Anerkennung in Form von Spenden aus der Rüstungsindustrie für seinen Bundestagswahlkampf. Auf seiner Website können wir lesen:
„Wer mit einer Spende die Erwartung verbindet, auf meine Meinungsbildung oder politische Entscheidungen Einfluss zu bekommen, sollte es lassen." – Was haben wir gelacht!

Abstimmungsverhalten von Johannes Kahrs:

05.06.2008 Verlängerung Kosovo-Einsatz: Hat bei der Abstimmung zugestimmt
17.09.2008 Fortsetzung des Darfur-Einsatzes: Hat bei der Abstimmung zugestimmt
17.09.2008 Verlängerung Libanon-Einsatz: Hat bei der Abstimmung zugestimmt

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Club der halbtoten Dichter: High Noon
09/18/2008 03:21 PM

heute abend 20:15 Uhr im >Bayrischen Fernsehen.

Zur Einstimmung auf ähnliche Themen sehen Sie am besten vorher ein paar andere > Witzfiguren.

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Ein Zyniker schreibt...: Frau Dr. Schadenfroh
09/18/2008 03:09 PM
Na ob dieses Interview gut fürs Geschäft ist will ich mal ernsthaft bezweifeln.
Also von vorne: Eine Psychotherapeutin hat ihre Praxis in eine Art Liebeskummer Hilfezentrum für Männer umgewandelt. In dem Interview lässt sie allerdings keine Gelegenheit aus um Männer pauschal zu verurteilen und in eine Schublade zu stecken.

Kein Mann ist so biegsam und leidensfähig wie eine Frau - mit Gewalt kommt er besser aus der Sache raus. Außerdem: Welcher Mann erzählt schon gerne, dass seine Eroberung nicht zu haben ist? Das tut er nur zu Beginn einer Affäre.

Zum Glück gibt sie uns noch mit auf den Weg, dass ja nicht alle Männer Schweine sind...halt nur fast alle:

Es gibt diese Traummänner - die Kunst besteht darin, ein solches Sonderexemplar für das eigene Leben zu finden.

Woher ihre Einstellung und ihre Motivation für den Beruf kommt sagt sie uns auch gleich noch:

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass es ein Mann war, der mein Leben aus den Angeln gehoben hat und dass ich fünf Jahre gebraucht habe, um mich davon zu erholen. Dieser Weg war verdammt lang und grauenvoll.

Ich glaube diese Frau wäre so ungefähr die Letzte an die ich mich wenden würde wenn ich Liebeskummer hätte. Da muss man ja Angst haben das sie sich noch am eigenen Leid erfreut.[Link] [Cache]
Perspektive2010.org: Spruch des Tages
09/18/2008 02:43 PM

Der Kapitalismus in seiner Gier, verreckt der gerade hier?

Mit besten Grüßen an alle Spekulanten und anderen Renditeabzocker, die aktuell den Arsch zukneifen :lol:

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Perspektive2010.org: Zitat des Tages
09/18/2008 02:41 PM

Wenn die Banken sich gegenseitig nicht mehr trauen und sich kein Geld mehr leihen - die Banken, die sehr genau wissen, wie es ausschaut - warum solltest Du der Bank trauen und Dein Geld dort lassen?

DonAlphonso bei Rebellen ohne Markt

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Brodaganda: Maulhelden der Meinungsfreiheit
09/18/2008 01:48 PM

Das LG Köln hat Henryk M. Broder in Teilen und im konkreten Kontext eine Äußerung gegen Evelyn Hecht-Galinski verboten. Brodaganda meint: Das konkrete Urteil ist ein gutes Urteil. Wie kann man aber für eine weit gefasste Meinungsfreiheit sein und sich selbst das Recht herausnehmen, andere mit scharfen Worten zu kritisieren - aber dennoch dieses Urteil nicht ablehnen?

Zuerst einmal haben die Richter in ihrer Urteilsbegründung erkannt, dass es Broder eben gerade nicht um die Kritik an einer Sache geht, sondern um die Diffamierung von Hecht-Galinski. Kritik darf scharf sein, aber sie bedarf der Begründung. Bei den konkreten Umständen spielt aber vor allem auch die publizistische Reichweite eine große Rolle. Das Thema Meinungsfreiheit vs. Kritik entwickelt sich im Allgemeinen zu Lasten derjenigen, die sich nicht auf ausgiebige Rechtsstreits einstellen können und deren Position in der Gesellschaft weniger gehört wird. Es ist eine gefährliche Entwicklung, wenn sich ein realweltlicher Vorteil z.B. in Kommunikationsmitteln auch vor Gericht fortsetzt. Eigentlich müsste das Rechtssystem eher das Gegenteil gewährleisten. Was kümmert es z.B. Frau Merkel, wenn Blogger Kewil sie als Ferkel bezeichnet? Nicht viel und eine juristische Auseinandersetzung darum wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Umgekehrt sähe es aus, wenn Merkel Blogger Kewil erfolgreich verhöhnen könnte - die von ihr hervorgerufene Medienresonanz ist ungleich stärker. In diesem Sinne müssen vor Gericht die realen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Broders medialer Wirkungskreis ist weit höher und er hat ein Publizisten-Netzwerk, welches ihm zur Seite springt. Unter diesem Umständen sind die Auswirkungen seiner Feldzüge größer und müssen im Zweifel strenger beurteilt werden.

Ein anderer wesentlicher Aspekt an der Sache ist, dass gerade diejenigen, die hier den “qualvollen Tod” der Meinungsfreiheit wittern, sich im Allgemeinen eben nicht mit einer gesellschaftlichen Debatte zufrieden geben, sondern darauf zielen, den Gegenüber von der gesellschaftlichen Debatte auszuschließen. So gibt man sich z.B. im Falle der kruden Thesen des Sporthistorikers Arnd Krüger auf der Achse nicht mit gesellschaftlicher Debatte, negativer Presse für Krüger sowie der Einsicht und Entschuldigung Krügers zufrieden. Die Achse verlangt mehr: aber auch Rüge und Distanzierung der Vereinigung für Sportwissenschaft von ihrem Mitglied Krüger sind nicht genug. Die Universität Göttingen als Arbeitgeber von Krüger wird angegangen, weil sie völlig zu recht auf die wissenschaftliche Debatte verweist. Inzwischen sind Arbeitgeber offenbar ein üblicher Ansatzpunkt geworden, um den Gegenüber mit der Zerstörung der wirtschaftlichen Existenz unter Druck zu setzen. Der obligatorische Hinweis, Hecht-Galinski sei ja nur Hausfrau und lebe vom Namen ihres Vaters, dürfte auch Ausdruck kaum verholenen Ärgers darüber sein, dass Hecht-Galinski kein Ziel in diesem Sinne bietet. Schließlich ist aber Broders ursprünglicher Anlass für das Verfahren selbst beredt genug. Der Brief an Intendantin Piel:

vielleicht wäre es ihnen trotzdem möglich, herauszufinden, was die redaktion von "hallo ü-wagen", dazu veranlaßt hat, frau evelyn hecht-galinski einzuladen [...]

Broders selbst zum Ausdruck gebrachtes Ziel ist also nicht die Auseinandersetzung mit Hecht-Galinski, sondern deren Ausschluss aus der Debatte. Auch bei Achsen-Gastautor Clemens Wergin scheint dieser Aspekt deutlich durch:

so liegt der Skandal doch [...] in der Tatsache, [...] dass Hecht-Galinski so gerne zu Podiumsdiskussionen eingeladen wird, um [...]

Eine ungeheure Heuchelei ist es daher, Broder nun als Held der Redefreiheit zu stilisieren. Zumal ein Gerichtsurteil wesentlich transparenter und besser demokratisch legitimiert ist, als Forderungen an die Arbeitgeber der Meinungsgegner zu richten.

Langfristig müssen wir uns damit abfinden, dass Geschrei, Ablenkung, Schmutzkampagnen, Lügen, Verdrehungen und die ganze Bandbreite emotionalen Fan-Geschreis in gesellschaftlichen Debatten immer weiter zunehmen und sachbezogene Kritik selten wird. Das Urteil ist für die Protagonisten dieser Entwicklung allenfalls ein kleiner Stolperstein auf dem Weg. Allerdings muss ich in diesem Sinne auch Kritik und Kunst recht geben: es wird keinen Zweck haben, gegen diese Tendenz auf Dauer mit juristischen Mittel anzugehen. Aber einstweilen ist dieses Urteil dennoch ein gutes Urteil.

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Pakistan: Ein Land im imperialistischen Schraubstock
09/18/2008 01:46 PM
Spaziert man durch die Straßen von Lahore, so springt einem sofort die unglaublich ungleiche Entwicklung innerhalb der pakistanischen Gesellschaft ins Auge. Es ist keine Seltenheit, dass ein luxuriös ausgestattetes japanisches Auto an einem von einem Esel gezogenen Holz-Wagen vorbeirast. Während dies natürlich nur eine oberflächliche Beobachtung ist, gibt es auch einen materiellen Hintergrund für dieses Bild auf den meisten Straßen Pakistans.Ökonomisch ist Pakistan zahlenmäßig von halb-feudal organisierter agrarischer Produktion dominiert. Gleichzeitig gibt es jedoch auch eine relativ entwickelte Industrieproduktion und einen hochentwickelten finanzkapitalistischen Sektor. Kurz und gut: In der pakistanischen Gesellschaft existieren Klassen aus unterschiedlichen geschichtlichen Epochen zur gleichen Zeit nebeneinander.Die nach wie vor massive Rückschrittlichkeit in den meisten Produktionsbereichen ist ein unmittelbares Resultat des imperialistischen Systems. Während die bürgerlichen Ideologen und ihre Think-Tanks versprochen haben, dass die Öffnung von Märkten und die stärkere Integration von Ländern in einen Weltmarkt Ungleichheiten und Armut beseitigen würden, ist genau das Gegenteil eingetreten. Zu schlechter werdenden sozialen Indikatoren kommen noch die Resultate der ökonomischen Krise wie massive Verteuerung der Lebensmittel oder Energieknappheit.Gleichzeitig ist Pakistan ein Schlüsselland für den sogenannten „Krieg gegen den Terror . Ungefähr 2/3 der südlichen Grenze teilt sich Pakistan mit Afghanistan, das andere Drittel mit dem Iran. Es war deshalb eine Schlüsselaufgabe für die USA und ihre Verbündeten, Pakistan für diesen Krieg zu gewinnen. Aufgrund der pakistanischen Geschichte, in der oft diverse islamistische Organisationen finanziell unterstützt wurden, hieß dies jedoch oftmals Organisationen und Einzelpersonen anzugreifen, die eben früher unterstützt wurden.[Link] [Cache]
elementarteile: Ein Land mit Selbstreflektion
09/18/2008 01:10 PM

Selbstreflektion Mein Kumpel Axel beobachtet Selbstreflektion in England.

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Politik und Panorama: Schwarzes Loch in Bayern gesichtet
09/18/2008 01:05 PM

Nach einer noch nicht veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap für die ARD rutscht die CSU auf 47% ab.

Die vier anderen Parteien, die sich neben der CSU bislang über der 5% Hürde in der Wählergunst befinden, erreichen momentan 45%. Nach der Umfrage liegt die LINKE bei 4% und würde damit den Einzug in den Landtag verpassen.

Nur wenn sich die CSU noch deutlich verbessert, ist der Absturz in ein tiefes schwarzes Loch für die Christsozialen vermeidbar. Die Erfahrungen, der letzten Wahlgänge auf Landesebene, weisen jedoch darauf hin, dass sich Negativtrends zum Wahltag hin eher verstärken.

Auch tut die CSU einiges, um sich selbst zur Wahlniederlage zu verhelfen. So wurden an die Bayerischen Wähler Briefe versandt, in denen auf CSU-Kandidaten hingewiesen wurden, die in den jeweiligen Stimmbezirken gar nicht gewählt werden können.

Und die anmassende und bevormundende Äußerung des Noch-Ministerpräsidenten Beckstein, dass ein "anständiger" Bayer CSU wählen müsse, wird diesem als äußerst eigensinnig bekannten Völkchen wohl auch noch bei der Stimmabgabe in den Ohren klingen.

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politplatschquatsch: Die Schere klafft und klafft und klafft
09/18/2008 12:47 PM
so versuchen uns die zynischen handlanger des finanzkapitals sand in die augen zu streuen: "Die Zahl der von Armut bedrohten Menschen in Deutschland hat sich nach Erkenntnissen von Wirtschaftsforschern erstmals seit zehn Jahren verringert. Zudem seien die Einkommen weniger ungleich verteilt, und die Schere zwischen niedrigen und hohen Löhnen habe sich nicht weiter geöffnet, heißt es in Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ... Als Hauptursache für die Entwicklung nannte das DIW den Rückgang der Arbeitslosigkeit. «Damit ist zumindest ein Teil der Aussage, dass die Menschen nicht vom Aufschwung profitiert hätten, widerlegt», sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann in Berlin." doch wir wissen es besser - und lassen uns also nicht täuschen. denn die zahlen für die studien stammen aus dem jahr 2006. allein seitdem dürfte die schere zwischen arm und reich nichts anderes tun als zu klaffen, immer mehr und weiter und weiter. dass gerade in der größten finanzkrise seit mindestens 150 000 jahren die heuschrecken-farmer mit gegenteiligen zahlen herausplatzen, spricht doch ganz dicke bände. die werden wir jetzt lesen.[Link] [Cache]
Radio Utopie: Spendenaufruf für AktivistInnen gegen den EU-Vertrag !
09/18/2008 12:42 PM

Die Bevölkerung Irlands hat sich im Rahmen ihres Referendums gegen den EU-Reformvertrag von Lissabon entschieden. Eigentlich war der EU-Vertrag damit vom Tisch - eigentlich. Doch unsere PolitikerInnen haben ihre eigenen Regeln gebrochen und versuchen nun Strategien zu entwickeln, um den Vertrag dennoch für alle Mitgliedsstaaten verbindlich zu erklären. Für die Vorbereitung von Informationskampagnen der in diesem Themenbereich engagierten Organisationen und Initiativen bitten wir die LeserInnen, sowie alle FreundInnen von Radio Utopie um finanzielle Unterstützung…

Am 04. / 05. September 2008 haben sich AktivistInnen von verschiedenen Organisationen und Initiativen hier in Berlin getroffen, die sich gegen den EU-Reformvertrag von Lissabon engagieren. Mit großem Erstaunen haben wir dabei festgestellt, dass es weitaus mehr Initativen und Organisationen gibt, die sich seit etlichen Monaten parallel zueinander in diesem Bereich engagieren. Da die verantwortlichen PolitikerInnen unverdrossen an einer Durchsetzung ihrer Phantasie einer neuen Weltordnung in Europa weiterarbeiten, gibt es auch weiterhin noch eine Menge an Aufgaben, die von Initaitiven und Organisationen bewältigt werden müssen. Doch diese Arbeit kann nur dann in der Praxis geleistet werden, wenn ein entsprechendes finanzielles Fundament vorhanden ist. Der Zusammenschluß mehrerer Organisationen und Initiativen soll die Wirksamkeit und die Produktivität deutlich erhöhen. Einig sind sich die AktivistInnen darin, dass sie nicht grundsätzlich gegen ein vereintes Europa sind - nur zu den im EU-Reformvertrag von Lissabon ausformulierten Bedingungen kann man / frau diesen Einheitsbestrebungen nicht ruhigen Gewissens zustimmen. Es herrscht auch Einigkeit darüber, dass die Bevölkerung in Europa noch viel zu wenig über die im EU-Vertrag festgeschriebenen Inhalte erfahren hat und es daher zukünftig viel mehr informative Veranstaltungen zu diesem Thema geben muß. Hierzu müssen ReferentInnen eingeladen und Räume angemietet werden. Darüber hinaus müssen Infomaterialien gedruckt und verteilt werden. Sowohl Material als auch Personal kostet Geld, das von den OrganisatorInnen leider nicht in ausreichendem Maße bereitgestellt werden kann. Wir bitten daher um Ihre Spende unter Angabe des Verwendungszwecks auf das folgende Konto:

Name des Kontoinhabers: Udo König

Verwendungszweck: “Kampagne: Stoppt den EU-Vertrag”

Kto-Nummer: 4184646838

Bankleitzahl: 100 500 00

Institut: Berliner Sparkasse

Radio Utopie wird in regelmäßigen Abständen eine Liste der SpenderInnen und der geleisteten Spendenbeträge veröffentlichen (sofern die SpenderIn keine Einwände gegen die Veröffentlichung erhebt). Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden nur die Namen und der Spendebetrag genannt, wobei die SpenderInnen (auf Wunsch) auch anonym bleiben können.

Im Namen von Radio Utopie und der Initiative “Stop The Lisboa Treaty” möchte ich mich für Eure Solidarität und Eure Spendenhilfe schon vorab herzlich bedanken. Es geht um die Zukunft von mehr als 500 Millionen Menschen und deren Kindern - überlassen wir diese Zukunft nicht temporär gewählten Volksvertretern, die es meist am besten verstehen, sich selbst zu vertreten, als uns - das Volk…

Berlin, 18.09.2008

Udo König

(Initiative “Stop The Lisboa Treaty”, Berlin)

Hier können Sie sehen, wer bereits gespendet hat…

-CK-

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Principiis Obsta: Russland will in der Arktis Fakten schaffen
09/18/2008 12:16 PM
Florian Rötzer 18.09.2008

Präsident Medwedew will die Grenzen festlegen, die Russland beansprucht, um die Region zu erschließen und die reichen Bodenschätze ausbeuten zu können

Da das Eis am Nordpol dank der Klimaerwärmung immer schneller schmilzt, drängen die Anrainerstaaten Kanada, Russland, die USA, Dänemark und Norwegen, sich jeweils einen möglichst großen Anteil zu sichern, um die dort vermuteten riesigen Öl- und Gasressourcen auszubeuten. Nach jüngsten Schätzungen des U.S. Geological Survey (USGS) soll es sich um 90 Milliarden Barrel Öl, 47 Billionen Kubikmeter Gas und 44 Milliarden flüssiges Gas handeln, die zu 84 Prozent nahe der Küsten zu finden seien.

Der russische Präsident Medwedew und Regierungschef Putin auf der Sitzung mit dem Sicherheitsrat. Bild: Kreml

Nach der Internationalen Seerechtskonvention können Staaten Bodenschätze bis zu 200 Seemeilen vor der Küste in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ) auszubeuten. Können sie allerdings belegen, dass der Kontinentalsockel weiter in das Meer hinausreicht, kann sich die Zone auf bis zu 350 Seemeilen oder mehr vergrößern. Da bislang noch ungeklärt ist, wie sich das objektiv bestimmen lassen soll, auch wenn eine UN-Kommission an der Festlegung arbeitet, ist Streit vorprogrammiert. Die jetzt schon schwelenden Konflikte könnten durchaus zu gefährlichen Spannungen führen, denn es geht um gewaltigen Summen und Energiesicherheit, für die schon mehr Kriege geführt wurden (Sicheres und anonymes Suchen).

Darstellung der maritimen Zonen. Bild

Schon vor dem Georgien-Konflikt haben etwa der EU-Außenbeauftragte Solana und die Kommissarin für Außenbeziehungen, Benita Ferrero-Waldner, ein Paper mit dem Titel Klimawandel und internationale Sicherheit verfasst. Darin geht es auch um die Arktis und die "geostrategische Dynamik dieser Region" . Man müsse sich, so warnen die Autoren, auf verschärfte Konflikte mit Russland über den Zugang zu und die Kontrolle über die arktischen Energieressourcen gefasst machen (Militärische Klimapolitik in Brüssel).

Russland ist jetzt erneut vorgeprescht, um sich die Ressourcen zu sichern. Präsident Medwedew hat am Mittwoch dem Sicherheitsrat aufgetragen, die russische Arktisgrenze festlegen zu lassen. Es geht um eine Grenze in der Länge von 2000 km und eine Fläche, die 18 Prozent des russischen Territoriums ausmachen würde. Entscheiden müsste eigentlich die UN-Seerechtskommission, dort hat Russland Anspruc auf 1,2 Millionen Quadratkilometer angemeldet. In einer symbolischen Aktion wurde bereits letztes Jahr in einer Tiefe von 4200 Metern die russische Flagge auf dem als besonders ergiebig geltenden Lomonossow-Rücken postiert, den Russland für sich beansprucht – aber auch Dänemark und Kanada.



Zudem wurde die Regierung beauftragt, bis Dezember einen Arktis-Plan auszuarbeiten. Es sollen also schnell die Claims abgesteckt werden. Dabei geht es nicht nur um Öl und Gas. Schon werden in der russischen arktischen Region "elf Prozent der russischen Gesamteinnahmen" und "22 Prozent aller russischen Exportwaren hergestellt. In der Arktis werden über 90 Prozent Nickel und Kobalt sowie 60 Prozent Kupfer gefördert", sagte der Vorsitzende des Sicherheitsrates Patruschew, der frühere Chef des Geheimdienstes FSB.

Die Arktis sei für Russland von "strategischer Bedeutung", erklärte Medwedew, und seine "Bodenschatzreservoir des 21. Jahrhunderts". Nach einem vom Sicherheitsrat angenommenen Grundsatzplan für den Zeitraum bis 2020 soll durch die Bestimmung des Festlandsockels und der Grenze die rechtliche Sicherheit für die weitere Erschließung geschaffen werden. Insbesondere sollen Transportwege und die Kommunikationsinfrastruktur ausgebaut. Ein Schwerpunkt soll die Passage durch das Meer werden. Auch für den Schutz der Umwelt soll gesorgt werden.

Quelle: Telepolis[Link] [Cache]
scusi!: Heute Lehman, Morgen Stanley...
09/18/2008 11:50 AM
rhbl

Kaum tappen wir in die schwerste Finanzkrise seit 1929 (Hickel), schon bemüht sich die heroische Journaille, die gestern noch den Finanzbetrügern der Wallstreet und Londoner City applaudierte, uns über die Hintergründe des Debakels aufzuklären.

Bei „ hart aber fair" hatte Frank Plasberg gestern Abend einen illustren Kreis von Keksperten geladen, die uns die „komplexen" Zusammenhänge verdeutlichen sollten. Anja Kohl („jedes Zertifikat ist anders"), die bisher im TV jeden Tag die kleinen Leute mit flotten Sprüchen dazu getrieben hat, sich an der „Börse" zu engagieren, gerierte sich plötzlich als Interessenwahrerin der Enttäuschten und Betrogenen.

Herr Kopper von der Deutschen Bank („Wer geht hinter dem ersten Tank, das ist Herr von der Bank", hieß es noch 1939) verteidigte die Ehre der deutschen Banker und distanzierte sich von dem System der „angloamerikanischen Investmentbanker, das vor dreißig Jahren in den USA entwickelt worden ist" (sic!). Ausgerechnet Finanzminister a. D. Eichel, der die Heuschrecken mit seinem Investmentmodernisierungsgesetz ins Land gelassen hatte, verwies darauf, dass Inder mit den Finanzbetrügern gar kein Problem hätten, „weil die diese Leute gar nicht ins Land gelassen haben".

Lediglich der Wirtschaftsprofessor Hickel ( „Das System ist falsch, zu wenig reguliert, es wurde mit Zitronen gehandelt") mutete der Runde und den Fernsehzuschauern ein paar unangenehme Wahrheiten zu. So verwies er auf die Gier der Banker als Grund für das Versagen des Bankensystems. Banker würden die Geschäfte, die sie machen, gar nicht verstehen. Ein falsches Anreizsystem für die Bankangestellten habe durch hohe Boni das Gier-Verhalten noch gefördert.

Hier schwoll Kopper der Kamm, doch er wusste zu berichten, dass Goldman Sachs seinen Mitarbeitern letztes Jahr in toto 26 Milliarden Dollar an Boni ausgezahlt habe. Im übrigen "hat die Bankenaufsicht (Bafin) absolut versagt".
Nach so einem vernichtenden Urteil von Kopper sollte der Versager Steinbrück
allerdings heute noch seinen Schreibtisch ausräumen und zurücktreten. Der Zorn des Volkes lässt es angeraten sein, dass Steinbrück sofort inkognito nach Vanuatu oder an einen gleich entlegenen Platz auf der anderen Seite der Erdhalbkugel ausreist, damit er nicht in den nächsten Tagen von wütenden, betrogenen Familienvätern, denen die US-Finanzbetrüger Haus und Grund abgejagt haben, in Berlin auf der Straße erschlagen wird.

Plasberg wusste noch zu ergänzen, dass die faulen Immopapiere der Amis wie Wundertüten über die ganze Welt wandern (die Papiere "wandern" nicht von selbst, es gibt jede Menge Betrüger in den Sparkassen und Banken, die sie aus den USA entgegennehmen und an uninformierte Bürger unseres Staates "verkauft" haben. Die Staatsanwälte, die sonst bei strafrechtlich verbotenen Kettenbriefsystemen sofort einschreiten, blieben wohl auf einen Wink der unterwanderten deutschen JustizminsterInnen hin untätig).

Ex-Innenminister Baum durfte von einer armen Familie berichten, der rauhbeinige Heuschrecken wie Lonestar die Bude über dem Kopf zwangsversteigert hätten, nachdem zwei Raten nicht ganz rechtzeitig an die Hypothekenbank/Sparkasse überwiesen worden waren. Sowas gab es vor 1989 in Deutschland auch nicht. Lonestar macht sich dank Herrn Steinbrücks cleverer Verkaufsstrategie jetzt via IKB an die Vernichtung des deutschen Mittelstands.

Kurz, es war ein bunter Abend, an dem es nur ein Tabu gab. Über die wahren Schuldigen an der Weltwirtschaftskrise II, über die Milchmädchen, durfte nicht gesprochen werden. Heute habe ich die Online-Veröffentlichungen der großen deutschen Zeitungen auf diesen Begriff hin untersucht und festgestellt, dass das Wort nirgends vorkommt. Selbst in Heuers aufklärerischen Artikel in ZEIT ONLINE, Nr. 39/2008: „Der tägliche Crash, Die Krise hat ihren Höhepunkt erreicht: Ist der Finanzkapitalismus am Ende?" werden immer nur die „Banker" beschuldigt. Ersetzt man mit der „Suchen/Ersetzen" - Funktion der Textverarbeitung das Wort „Banker" durch „Milchmädchen", so fällt es einem wie Schuppen von den Augen.

Atheisten, die zu Vorurteilen neigen, könnten an dieser Stelle verallgemeinernd die Angehörigen großer Weltreligionen wie „Christen", „Muslime" oder „Juden" einsetzen. Ersetzte man in böser antisemitischer Absicht „Banker" z.B. durch „Juden", wovon Scusi ausdrücklich abrät, weil das als rassistischer, judenfeindlicher Akt ausgelegt werden könnte, würden die ersten beiden Absätze in Heuers Artikel so aussehen:

„Erst platzte nur die Immobilienblase, und das war schlimm genug. Doch jetzt birst eine viel größere Blase – die des angelsächsischen Finanzkapitalismus selbst. Aufgepumpt durch die Gier der Juden, das billige Geld der US-Zentralbank und unverantwortlich handelnde Politiker, ist er zum instabilen Gebilde mutiert.

Der Finanzsektor in den USA griff sich einen unnatürlich großen Teil vom gesamten Kuchen. Man muss sich das einmal vorstellen: Zwischen 1982 und 2007 hat sich der Anteil der Gewinne der US-Finanzindustrie an der Wirtschaftsleistung in den Vereinigten Staaten versechsfacht. Am Ende rissen die Juden ein Drittel aller Unternehmensgewinne an sich. Erst standen hinter der Entwicklung echte Innovation und Leistung, sei es durch neue Finanzprodukte oder geschickte Spekulation. Doch dann schlug die Methode in Wahnsinn um. Die Juden verscherbelten unsichere Kredite als Spitzenware, wurden reich und reicher – und entzogen sich selbst den Boden..."

Wie gesagt, so geht es nicht! Politisch korrekt müsste Heuers Artikel, der zu Unrecht v e r a l l g e m e i n e r n d gegen "die Banker" vom Leder zieht, meines Erachtens so anfangen:

"Erst platzte nur die Immobilienblase, und das war schlimm genug. Doch jetzt birst eine viel größere Blase – die des angelsächsischen Finanzkapitalismus selbst. Aufgepumpt durch die Gier der Milchmädchen, das billige Geld der US-Zentralbank und unverantwortlich handelnde Politiker, ist er zum instabilen Gebilde mutiert.

Der Finanzsektor in den USA griff sich einen unnatürlich großen Teil vom gesamten Kuchen. Man muss sich das einmal vorstellen: Zwischen 1982 und 2007 hat sich der Anteil der Gewinne der US-Finanzindustrie an der Wirtschaftsleistung in den Vereinigten Staaten versechsfacht. Am Ende rissen die Milchmädchen ein Drittel aller Unternehmensgewinne an sich. Erst standen hinter der Entwicklung echte Innovation und Leistung, sei es durch neue Finanzprodukte oder geschickte Spekulation. Doch dann schlug die Methode in Wahnsinn um. Die Milchmädchen verscherbelten unsichere Kredite als Spitzenware, wurden reich und reicher – und entzogen sich selbst den Boden..."

Sieht doch gleich viel besser aus, oder? Milchmädchen können sich auch nicht wehren, haben keine Atomwaffen, keine globale Lobby, kein Geld, keine Medienmaschine und vor allem: keine Abmahn-Rechtsanwälte.[Link] [Cache]
elementarteile: Kein Internet
09/18/2008 11:30 AM

Der Herr Ben lässt verlauten, er hätte kein Internet und kommt wieder sobald er wieder Netz hat.

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Radio Utopie: Heartmade-Festival zum Erhalt der Jugend- u. Sozialarbeit
09/18/2008 10:50 AM

Das “Thommy-Weissbecker-Haus” in Berlin ist eine allseits bekannte Kulturstätte, an der in den verschiedensten Bereichen bisher vorbildliche Jugend- u. Sozialarbeit geleistet wurde. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Der THW bekam von der Stadt Berlin jährlich 80.000 Euro Fördermittel, die jetzt aufgrund der Sparmaßnahmen ersatzlos gestrichen wurden. Die Situation ist dramatisch, aber nicht aussichtslos…

Seit mehr als 30 Jahren hat das “Thommy-Weissbecker-Haus” in Berlin-Kreuzberg jugendlichen Obdachlosen Hilfe geleistet und die betroffenen Jugendlichen in verschiedenen Bereichen unterstützt. Ganz gleich, ob es um die Gewährung von Unterschlupf, die Unterstützung bei der Wohnungs-, Arbeits- und Lehrstellensuche ging, oder auch um Drogen-, Straf- oder Bewährungshilfe - die SozialarbeiterInnen des “Thommy-Weissbecker-Hauses” haben sich bisher aufopferungsvoll engagiert.

Nachdem nun aufgrund der Sparmaßnahmen des Berliner Senats die hauptamtlichen SozialarbeiterInnen entlassen werden mußten, kann die Jugend- und Sozialarbeit derzeit nur von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen übernommen werden, womit die ausreichende Unterstützung der Jugendlichen nicht mehr gewährleistet ist. Aus diesem Grunde hat sich der Regisseur, Schauspieler und Hörspielautor Mario Dircks dazu entschlossen, ein Solidaritätsfestival für das “Thommy-Weissbecker-Haus” zu veranstalten. Am 17. und 18. Oktober 2008 (Beginn jeweils ab 20 Uhr) findet daher aus diesem Anlass das “HEARTMADE-FESTIVAL 2008″ unter dem Motto “KünstlerInnen für den Erhalt des Thommy-Weissbecker-Hauses” in der Wilhelmstraße 9 in 10963 Berlin statt.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Hörspiele, Filme, Musik, Tanz und Autorenlesungen geboten, wobei sämtliche KünstlerInnen auf die normalerweise üblichen Gagen zu Gunsten des Erhalts des “Thommy-Weissbecker-Hauses” verzichten. Bisher haben schon mehrere KünstlerInnen ihre Teilnahme zugesichert, u.a.:

Jan Dorn (Gothic/Metal)

Daniel Morgenroth (Rumpel-Pop)

Fooga (HipHop/Metal)

Misterwho (Rock)

Cangelo (A-Capella)

Mono:Tone (tanzbare Tonkunst)

Jette Jahn (Tanz-Performance)

Migratory Birds (Performance)

Sven Bremer (Autorenlesung)

Mario Dircks (Autorenlesung)

ebenfalls im Programm: Kurzfilme und Hörspiele

Außerdem wurden noch ReferentInnen zum Thema “EU-Reformvertrag von Lissabon” angefragt, um einen kurzen Einblick in diverse Vertragsinhalte zu ermöglichen. Für das Heartmade-Festival werden noch dringend UnterstützerInnen gesucht, die sich mit einer Sach- oder Geldspende an den Kosten beteiligen möchten. Im Gegenzug für Spenden werden Firmen- oder Initiativenlogos auf den Flyern, Plakaten und Programmheften für das Festival gedruckt und auf den entsprechenden Internetseiten veröffentlicht, womit deren soziales Engagement im Sinne des Festival-Motto’s dokumentiert wird.

Wer sich für die Jugend- und Sozialarbeit und den Erhalt des “Thommy-Weissbecker-Hauses” einsetzen möchte, kann hierzu gerne mit den OrganisatorInnen Kontakt aufnehmen:

Mario Dircks, Obentrautstrasse 67 in 10963 Berlin, Telefon: (030)-47987705, Mobil: (0178)-7515282 oder unter der E-Mail-Adresse: mdircks@web.de

oder auch bei: Meike Borchers, Mobil: (0177)-7582275 oder unter der E-Mail-Adresse: meike.borchers@gmx.net

Weitere Informationen findet Ihr unter: www.myspace.com/heartmade

Radio Utopie unterstützt dieses Festival in Zusammenarbeit mit www.myspace.com/Stop_The_Lisboa_Treaty und bittet um weitere Unterstützung sowie rege Teilnahme am 17. und 18. Oktober 2008, jeweils ab 20 Uhr…

-CK-

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Tanja von Gravenreuth: Der nicht so nette Opa geht innen Knast (BOO)
09/18/2008 10:29 AM
Jahrzehntelang durfte einer, der es schon im Maschinenbau als Ingenieur zu nichts gebracht hat, beweisen, daß er auch als Jurist eine Niete ist. Mußte seine Mandanten betrügen, um nicht zu vehungern. Nun hat der Staat sich seiner erbarmt:[Link] [Cache]
Oeffinger Freidenker: Alte Propaganda in alten Schläuchen
09/18/2008 10:15 AM
Die LINKE ist das Schreckgespenst der bürgerlichen Rechten und, verständlicherweise, eines guten Teils der alten DDR-Bürgerrechtler, die damals maßgeblich am Sturz der Diktatur beteiligt waren. Trotzdem bewegen sich die Warnungen vor der Partei bisweilen am Rande der Lächerlichkeit, wie ein Versuch der ehemaligen Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld zeigt. Unter der reißerischen Überschrift "Die Linken haben dieselben Ziele wie die SED" erschien ihr Artikel in der WELT.

Die Ziele seien dieselben wie damals, erklärt Lengsfeld, und die LINKE sei das "größte politische Problem Deutschlands seit dem Mauerfall, denn sie sei viertstärkste Partei. Und das hessische Tolerierungsmodell sei sehr bedenklich, weil die LINKE nicht wie 1994 in Sachsen-Anhalt (damals noch PDS) ohne Bedingungen toleriere, sondern es auch noch wage, solche zu stellen. Lengsfeld versteigert sich dann auch noch zu der Behauptung, dass die hessische Regierung dann nur eine "Marionette von SED-Gnaden" sei.

Weil unser Wahlsystem kleine Parteien begünstige, könne die LINKE nun ungeniert nach der Macht greifen, und dabei würde sie wegen ihrer "Demagogie" nicht als das gesehen was sie ist sondern was sie suggeriert. Die "Begriffe hätten sich geändert, die Taktiken nicht".

Damit haben wir die gesamte inhaltliche Essenz des Artikels beisammen. Über den gesamten Artikel erklärt Lengsfeld, die die LINKE penentrant als SED bezeichnet nicht, was denn diese politischen Ziele seien, die die LINKE da angeblich von der SED übernommen habe. Mauerbau vielleicht? Niederschlagung der Konterrevolution in der Tschechei? Aufstellung von Margot Honecker als Kanzlerkandidatin? Nichts. Lengsfeld wiederholt nur mehrmals, dass die LINKE ganz ungemein gefährlich sei, weil sie ja "die Ziele" der SED vertrete. Das sieht man ja auch schon am Personal, denn Lafontaine und Gisy (mit deren Bild der Artikel aufmacht) waren ja bekanntlich schon in der DDR ganz fies dabei, die SED-Ziele durchzusetzen. In der Phantasie der Autorin ist auch die Vereinigung mit der WASG nichts als ein fieses Manöver der SED, um ihre wahre Natur zu verbergen.

Diese paranoid-alberne Vorstellung wird aber in meinen Augen durch das Demokratieverständnis der Dame Lengsfeld noch getoppt. Ich kann verstehen, dass man als ehemalige Bürgerrechtlerin in der DDR keine Sympathie für die SED-Nachfolgepartei empfindet, auch nach 19 Jahren nicht. Das erwartet auch keiner. Aber die LINKE wurde von über 8% der Wahlberechtigten gewählt, und ihr einfach jeden Vertretungsanspruch abzusprechen stößt die Demokratie vor den Kopf. Was ich von der Idee halte, Lafontaine wolle die "alten SED-Ziele" umsetzen, also das kapitalistische System stürzen und die Weltrevolution vorantragen, halte ich für gelinde gesagt lächerlich.
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Lurusa Gross: Weitere Bilder von der Verhandlung gegen Gravenreuth
09/18/2008 10:03 AM

Zeugenbefragung

Verteidiger hält sein Plädoyer

“GvG dargestellt als Retter der Menschheit, uneigennützig im fortwärend Kampf gegen Werbung aller Art ” Das war mein Eindruck vom Plädoyer des Verteidigers. GvG als heiliger Kämpfer zu unser aller Wohl… Ich glaube das war dem Gericht dann auch zu viel…

2007 ist zu lange her um sich zu erinnern

Skizze-Aufbau

So sehen also die Skizzen aus, weitere folgen…und hier nun ein link zum neusten Flyer der NRhZ

Zuschauerreaktion

Zeugenbefragung

Undank ist...

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redblog: Links um zehn # 55
09/18/2008 10:00 AM
Über KriegsFeldpost, Neues im Fall Rosenberg, Solidarität mit Kuba, die AG Alkoholiker in der CSU, 5 Lösungen für die Finanzkrise und eine längst fällige Ehrung für Wolle Biermann.

[LINK] "Heia Safari"-Karten aus Afghanistan. Die POST gibt sich olivgrün und macht ein bisschen auch "Alles unsere Jungs!".
[LINK] Es war ein Justizmord! Endlich freigegebene Akten im Fall Ethel und Julius Rosenberg bestätigen richterliche Willkür und einen Verrat.
[LINK] Solidarität mit Kuba! »Weltweiter Aufruf an Künstler und Intellektuelle zur Unterstützung Kubas«.
[LINK] Zwei Maß Bier und dann hinter´s Lenkrad? Voll OK, sacht der Beckstein. Der pantoffelpunk hat daraus mal wieder tolle Wahlplakate entwickelt. Allergenialst, wie so oft.
[LINK] Einfach Übel hat die Lösungungsvorschläge: 5 gute Sofortmaßnahmen gegen die Finanzkrise. Mal sehen, welche davon Realität wird.
[LINK] Au fein! Der biedere Biermann hat einen weiteren Etappensieg auf der Reise zur Glückseligkeit errungen. Er ist neuerdings im offiziellen Evangelischen Kirchengesangbuch Schwedens vertreten.

Vorschläge für LINKs, Kritik, Lob und sonstige Mitteilung bezüglich der "Links um zehn" bitte an redblog[AT]no-log.org[Link] [Cache]
Radio Utopie: Wollen Sie die Antwort wirklich hören …?!
09/18/2008 09:20 AM

Der BND-Untersuchungsausschuss hat sich endlich bis zur BND-Irak-Affäre vorgearbeitet und bei diesem Komplex wird er enden – geht es nach dem Willen der Bundesregierung. Die BND- Journalistenaffäre wird damit wohl nicht mehr Gegenstand der parlamentarischen Untersuchung.

Die Bundesregierung hat zum BND-Irak- Komplex erstmals eigene Zeugen benannt – z.B. den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder – und spielt damit offenkundig auf Zeit. Vermutlich, um die BND-Journalistenaffäre ad acta legen zu können.

Um was geht es im Irak-Komplex?

„Die Bundesregierung werde sich nicht an diesem Angriffskrieg beteiligen" – behauptete 2002 der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Wahlkampf und gewann die Bundestagswahl mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur etwa 7.000 Wählerstimmen.

Tatsächlich war die Bundesrepublik Drehkreuz des US-Nachschubs. Übernahm die Bundeswehr den Schutz der US-Kasernen, damit US Soldaten an den Persischen Golf verlegt werden konnten und nicht „Wache" schieben mussten.

Im Irak selbst blieben in der deutschen bzw. in der französischen Botschaft die beiden BND- Agenten Oberstleutnant Rainer Mahlstedt und der Regierungsoberinspektor Volker H. (*) und berichteten – während des Krieges – nach Pullach und Teile dieser Meldungen wurde an den US-Geheimdienst DIA weitergeleitet.

Die ehemalige Regierung Schröder erklärte, es seien nur „Nicht-Angriffsziele" an die USA gemeldet worden, also internationale Hotels, Krankenhäuser und Botschaften.

Die Opposition vermutet, dass auch Angriffsziele gemeldet wurden und möglicherweise Verteidigungsvorbereitungen der irakischen Armee oder die Stimmung in der Bevölkerung von Bagdad.

Fakt ist – Oberstleutnant Reiner Mahlstedt erhielt nach dem Irak-Krieg einen der höchsten militärischen Orden der USA verliehen. Einen derartigen Orden bekommt man eigentlich nicht, weil man im Bombenhagel einer alten Frau über die Strasse half.

Neben dem Komplex der Meldungen und der Weitergabe dieser Meldungen an die DIA interessiert natürlich die Art und der Umfang der politischen Weisungen für diesen Einsatz, also die politische Verantwortung.

Besonderheiten

Verantwortlich für diese politischen Weisungen oder für die Unterlassung solcher Weisungen war das Bundeskanzleramt und dies stand 2003 unter der Leitung des Ministers Frank-Walter Steinmeier (SPD).

Steinmeier ist zwischenzeitlich SPD- Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2009 und Bundesaußenminister.

Stand bisher die Regierungskoalition zusammen und verhinderte erfolgreich Berichterstattung aus dem Ausschuss und eine erfolgreiche Arbeit des Ausschusses – so könnte sich dies nun ändern.

Die Hoffnung auf Änderung ist aber nur eine Hoffnung. In einem Interview im Neuen Deutschland sagte ein Geheimdienstexperte auf die Frage:

„…..Ihre Prognose – was wird der Untersuchungsausschuss zutage fördern?……"

Wollen Sie die Antwort wirklich hören …?!

Anmerkung:

Sofern es mir gesundheitlich möglich ist, werde ich aus dem Untersuchungsausschuss – auf Radio Utopie – berichten – auch zum Zwecke der Begleichung einer offenen Rechnung.

* Volker H. ist sicherlich keine Person der Zeitgeschichte, weshalb sein Name anonymisiert wurde. Die Anonymisierung von Mahlstedt macht wenig Sinn, da dieser mit seinen beiden Webseiten temporär selbst die Öffentlichkeit gesucht hat und sein Name im Internet - in jeder Suchmaschine - zu finden ist im Zusammenhang mit dem Irak-Komplex.

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ad sinistram: De dicto
09/18/2008 09:17 AM
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Das ist ja der Hammer!: Wer ist "George Orwell"? Und was weiß er?
09/18/2008 09:09 AM
Lieber blogfrog
nun gibt es in Dinkelsbühl wirklich genug Sprengstoff
warum gibt es keine Artikel mehr?
Schade darum, die waren zutreffend und genau.
Ich dachte dass der blogfrog weitermacht.
Ich warte auf eine Auskunft.
Danke Blogfrog für die bisherigen Recherchen.

Alias "George Orwell" via mixmaster (anonym).[Link] [Cache]
Europa im Blick: Sozialsystem kein Wohlstandsluxus
09/18/2008 09:03 AM

Ein veröffentlichter Leserbriefkommentar auf einen Artikel in der tageszeitung vom 11. 9. 2008: "Zurück in die Bonner Republik" von Ralph Bollmann


Es wäre schön, wenn Herr Bollmann vor der Abfassung solcher Dogmen wie derjenigen, dass die Arbeitslosenhilfe eine Institution sei, die es in dieser Form nirgendwo auf der Welt gebe, zumindest einen minimalen Abgleich mit der Realität durchführen würde.

Ein ganz kurzer Blick in die Sozialsystem-Vergleichstabelle der Europäischen Kommission (MISSOC) hätte dann gezeigt, dass es auch heute noch, nach zahlreichen neoliberalen Sozialkürzungsprogrammen in ganz Europa, in folgenden EU-Mitgliedsländern eine Existenzsicherung bei Arbeitslosigkeit gibt, die dauerhaft vom vorherigen Arbeitseinkommen abhängt:

  • Belgien (zeitlich unbegrenztes ALG),
  • Dänemark (begrenzt auf vier Jahre, Verlängerung bis zum 60. Lebensjahr möglich),
  • Frankreich (Allocation spécifique de solidarité),
  • Irland (Assistance),
  • Österreich (Notstandshilfe),
  • Finnland (Työmarkkinatuki).

Deutschlands Sozialsysteme wurden mit der Agenda 2010 eben gerade nicht auf den "üblichen Standard" des übrigen (West-)Europas gebracht, sondern damit wurde ein neuer Zyklus von Sozialdumping ausgelöst, indem die dortigen Sozialsysteme durch Deutschland unter massiven Konkurrenzdruck gesetzt wurden. Da es sich beim "alten bundesrepublikanischen Sozialsystem" daher nicht um einen Wohlstandsluxus handelte, wie von Herrn Bollmann impliziert, sondern um ganz gängigen westeuropäischen Standard, ist es auch nicht das "viele Geld, das in die Statussicherung floss", welches nun der Bildung fehlt, sondern, was Herr Bollmann hier verschweigt, das viele Geld, das in zahlreiche Steuererleichterungen der letzten Jahre zugunsten der Bezieher von Kapitaleinkommen den öffentlichen Haushalten entzogen wurde.

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Oeffinger Freidenker: Fundstücke 18.09.2008, 16.39 Uhr
09/18/2008 08:03 AM
Die Becksteindoktrin
TP - Die CSU hängt ganz offensichtlich sehr an alten verblichenen Welten, denen sie ihre Stimmen im Nachkriegsbayern verdankte. Wo die Straßen noch halbwegs leer waren, ab und zu höchstens ein Mercedes von einem Großbauern zu sehen, und die Kirche noch Mittelpunkt im Dorf war, Frau und Kinder brav zuhause blieben und die Sünder am Sonntag Buße taten, den Nacken rot gescheuert vom gestärkten weißen Kragen, mit weithin verströmenden Fahnen vom Frühschoppen, falsch sangen, bevor sie dann die Kinder watschten. Und am Biertisch mit Geschäften protzten, die anderen eine Grube gruben - mit einem Augenzwinkern erzählt, logisch, Batzi-Witz halt. Dass er das Fiese feiert, stört sowieso nur die Falschen, Unechten, Zugereisten.
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Fischer verkohlt die Grünen
FR - So eindringlich wie seit Jahren nicht mehr redet der grüne Übervater in Ruhestand jetzt seiner Partei ins Gewissen. Via Interview in dem von der Deutschen Umwelthilfe herausgegebenen Magazin Zeo2 warnt der einstige Frontmann die Grünen davor, sich mit einem Anti-Kohle-Kurs "ins Abseits" zu manövrieren. "Angesichts wachsender politischer Instabilität in den Öl- und Gasförderregionen" komme man trotz aller klimapolitischer Probleme der Kohle "nicht ohne sie aus" findet der ehemalige hessische Umweltminister.
Anmerkung: Es ist echt ein Trauerspiel zu sehen wie jede Moral fallengelassen wird, sobald die Leute einmal die Spitzenämter hinter sich haben.
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Kraftwerk Moosburg kommt
taz - Das umstrittene Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg wird voraussichtlich gebaut. Nach Informationen der taz hat der Energieversorger Vattenfall von der Hamburger Politik das Signal erhalten, dass er Ende dieses Monats, wenn über eine Baugenehmigung entschieden wird, nicht mit einem Ablehnungsbescheid zu rechnen habe. Pikant dabei: Es ist die grüne Umweltsenatorin Anja Hajduk, die den Startschuss für den Bau des Kraftwerks geben muss. Die Grün Alternative Liste (GAL) jedoch hatte ihrer Basis für die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene auch mit dem Argument verkauft, nur durch eine Regierungsbeteiligung sei Moorburg noch zu stoppen. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU und GAL aber war die Zukunft des Kohlemeilers aufgrund der juristisch verworrenen Lage offen geblieben. Koalitionsintern war Hajduk zugestanden worden, die Genehmigung zu versagen, wenn dies rechtlich möglich sei und keine Regressansprüche Vattenfalls an die Stadt auslöse.
Anmerkung: Und wieder ein ungemeiner Wortbruch, nach dem kein Hahn kräht.
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Streit um Zeitarbeit eskaliert
FTD - Die IG Metall wies darauf hin, dass nach Zahlen der Bundesarbeitsagentur jeder achte Vollzeit-Leiharbeiter zusätzlich sein Einkommen mit Arbeitslosengeld II aufstocken müsse. In einem "Schwarz-Weiß-Buch" stellte die Gewerkschaft positive und negative Beispiele von Leih- oder Zeitarbeit vor. Darin wird unter anderem das Schicksal eines Mannes geschildert, der nach 120 Stunden Arbeit in verschiedenen Firmen gerade 575 Euro Lohn erhalten habe und unter untragbaren Umständen ständig neue Stellen antreten sollte. Einem anderen sei gekündigt worden, weil er einen vereinbarten Arzttermin wahrgenommen habe, statt zum Personalbüro zu kommen.
Die IG Metall verwies auf mehr als 380 "Besser-Abkommen" mit Metallbetrieben, in denen die Bedingungen für die Leiharbeiter verbessert worden seien - in einzelnen Fällen bis zur gleichen Bezahlung im Vergleich zur Stammbelegschaft. Weitere 100 Abkommen seien in Vorbereitung.

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Mit Robin Hood aus der Krise
Blätter für deutsche und internationale Politik - Dagegen könnte sich ein Blick über die Alpen ausgesprochen bezahlt machen. Dort hat soeben die italienische Regierung eine regelrechte „Robin-Hood-Steuer" durchgesetzt – eine Idee, die umgehend vom demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama aufgegriffen wurde. Im Mittelpunkt stehen die Gewinner der Preisexplosion auf den Energiemärkten. Sie, die Energieriesen, kassieren nämlich über die Öl-, Gas- und vor allem Strompreise gigantische Extraprofite.
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Halbe Sache
FR - Betrachtet man nur die Löhne der Beschäftigten, so stellt das DIW fest: Die durchschnittlichen Reallöhne sind zwischen 2006 und 2007 gesunken. Immerhin habe die Lohnspreizung nicht weiter zugenommen. Auch der Niedriglohnsektor sei nicht weiter gewachsen: 2007 waren demnach 23 Prozent aller Beschäftigten Geringverdiener, sie erhielten weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns. Allerdings stieg im Zuge des Jobaufbaus die absolute Zahl der Niedriglöhner - und das mitten im Aufschwung. Dieser Befund sei "deprimierend", sagt der Niedriglohn-Experte der Uni Duisburg-Essen, Gerhard Bosch.
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Tausende Kinder "Illegaler" dürfen bald in den Unterricht
FR - Die Leiter der Frankfurter Schulen können aufatmen. Künftig dürfen sie auch Kinder ohne gültige Meldebescheinigung unterrichten, ohne eine Strafe befürchten zu müssen. Der Kultur-Ausschuss des hessischen Landtags hat beschlossen, dass alle Kinder unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus freien Zugang zu schulischer Bildung erhalten sollen - als einzige Fraktion stimmte die CDU gegen entsprechende Anträge von Grünen und FDP.
Anmerkung: Die Ablehnung speist sich wahrscheinlich aus der Erkenntnis, dass "Integration" der Ausländer ungemein wichtig ist. Heuchler, elende.
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Der absehbare Kollaps
taz - Warum immer die Finanzmärkte? Warum platzt so selten eine Spekulationsblase am Kartoffelmarkt? Warum verkalkulieren sich Maschinenbauer selten so, dass der Staat helfen muss, weil sonst das gesamte marktwirtschaftliche System gefährdet ist? Was treibt Scharen scheinbar seriöser Banker und Börsianer dazu, so riskante Geschäfte zu machen, dass sie hinterher alle wie dumme Kinder im Brunnen liegen und nach dem Staat um Hilfe schreien? Die Erklärungen sind relativ einfach. Zunächst muss man zur Kenntnis nehmen, dass das Finanzsystem fundamental anders funktioniert als die normalen Gütermärkte. Der berühmte Liberale Friedrich August von Hayek hat die Überlegenheit des marktwirtschaftlichen Systems immer damit begründet, dass hier Millionen von Marktteilnehmern zusammentreffen, die alle über unterschiedliche Informationen verfügen, die der Markt dann in einen einheitlichen Preis für ein Gut verwandelt. Keine Regierung dieser Welt sei zu einer solchen Effizienz in der Lage.
Anmerkung: Lesebefehl! Heiner Flassbeck ist immer wieder aufs Neue lesenswert.
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Hartz-IV würde korrekter Steinmeier-IV heißen
NDS - Der ehemalige Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Bonn und „Vater" von WISO (ZDF), Hans-Ulrich Spree, – nebenbei Freund der NDS – schreibt: „Es ist anscheinend aussichtslos, gegen den Begriff „Hartz IV" anzugehen – selbst bei den NDS. Wer dem Sachverhalt nachspürt, muss jedoch feststellen: die so genannte Hartz-Kommission, in der u.a. Gewerkschafter, Unternehmensvertreter und Kommunalpolitiker mitarbeiteten, trat beim beitragsfinanzierten Arbeitslosengeld I einstimmig (!) dafür ein, dass „die Ansprüche in Höhe und Dauer im Grundsatz dem bisherigen Regelwerk entsprechen".
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Krieg von der Stange
Blätter für deutsche und internationale Politik - Die Allianz kann von Glück reden, dass Deutschland und Frankreich im Frühjahr eine offizielle Einladung Georgiens in die NATO blockiert haben. Hätten sie dies nicht getan, befände die Allianz sich heute in einer Situation, in der sie entweder Russland Krieg angedroht oder Artikel Fünf des NATO-Vertrages diskreditiert hätte, der jedem ihrer Mitglieder im Angriffsfalle militärische Unterstützung garantiert.
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Mitreden beim Gehalt des Chefs
SZ - Der gesamte Aufsichtsrat einer Firma soll künftig über die Vergütung des Vorstands entscheiden. Darüber sind sich Vertreter der großen Koalition einig. Die Sperrfristen für Aktienoptionen sollen auf mindestens drei Jahre verlängert werden. Offen ist, ob Top-Gehälter und Abfindungen weiter komplett von der Steuer abgesetzt werden dürfen.
Anmerkung: Zeit wird's.

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Am Rande der Lächerlichkeit
SZ - Es war ja zu erwarten, dass Union und SPD nicht einmal mit Halbsätzen den Eindruck erwecken wollten, der Wahlkampf habe schon begonnen. So viel gekünstelte Harmonie und ermüdende Langeweile wie diesmal aber grenzen schon an Publikumsveräppelung. Die Kanzlerin sparte fast alle umstrittenen Fragen aus, vom Kindergeld mal abgesehen.Stattdessen redete sie über Leitlinien, Prinzipien und zentrale Punkte. Das ist nie verkehrt, aber manchmal doch zu wenig. Vieles sei getan, vieles noch zu tun, aber überall ist Merkel optimistisch und wie immer vom richtigen Weg nicht nur überzeugt, sondern "zutiefst überzeugt".
Anmerkung: Schön erkannt, ist aber nicht erst seit heute so. Die "gemeinsamen Lösungen" lassen grüßen.

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Seriöser Umgang - das war einmal
Michael Schöfer - Bei aller Kritik, das ist doch eigentlich genau das, was wir wollen: Politiker, die ihre politischen Ziele an die erste Stelle setzen und nicht hauptsächlich um ihr persönliches Wohl besorgt sind. Insofern verdient Andrea Ypsilanti in Wahrheit unseren Respekt. Was hätte Carsten Volkery erst geschrieben, wenn Ypsilanti dem Bestechungsversuch erlegen wäre? Wahrscheinlich hätte er sie in Grund und Boden gestampft (publizistisch, versteht sich). Aber offenbar kann sie es ihm gar nicht recht machen, die hessische Landeschefin der SPD muss verleumdet werden, egal was sie tut, das ist anscheinend beim Hamburger Wochenmagazin die Richtlinie. Seriöser Umgang - das war einmal.
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Deutschland Debatte: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht!
09/18/2008 07:56 AM

War das noch toll, zu Kaiser’s Zeiten: “RUHE”!

Was haben wir heute nur für eine schlimme Zeit:

  • ein bisschen Informationstransparenz
  • Kommunikationsmöglichkeit
  • wir dürfen uns äußern ( in Maßen )

alles führt dahin, dass man der Obrigkeit nicht mehr glaubt! Kein Berufsstand ist so sehr verachtet, wie der, der Politiker.

“Lehman Brothers, AIG, HBOS: Ein Börsengigant nach dem anderen wird von der Finanzkrise erfasst, die Sicherheitsnetze des Geldkreislaufs reißen. Experten befürchten nun auch für Deutschland große Risiken - doch die Politik versucht zu beschwichtigen”, schreibt der SPIEGEL. Nicht nur beschwichtigen, Politiker versuchen die Bevölkerung zu täuschen, indem die komplexe Wahrheit nicht aufgetischt wird:

  • zur Diskussion steht, dass nach den Banken nun Versicherungen schlimmen Schaden erleiden
  • mit den Versicherungen ( z.B. Lebensversicherungen ) werden die Menschen, die Bürger, Schäden erleiden
  • fallen auch Versicherungen, dann ist die Zukunft vieler Menschen gefährdet
  • Politiker haben wirklich vor einem Angst: dass das Volk den Beteuerungen, “das Geld ist sicher” nicht mehr glaubt.

Überlegen Sie mal: wie viele Sendungen oder Berichte sind in den Medien in der letzten Zeit aufgetaucht, die sich mit dem Thema “Ihr Geld ist sicher” beschäftigten? Es hat fast den Anschein, es werde eine konzertierte Medienaktion hier betrieben.

Ist unser aller Geld sicher? Politiker, Medien: JA! Viele Freunde sagen: NEIN!

Man stelle sich nur einmal vor, das Vertrauen in unser Geld sinkt dramatisch. Was passiert dann? Die ersten beginnen, Geld umzuschichten, sie heben es ab und schieben das Geld in Sachwerte ( Gold … ). Der Strom der Menschen Geld abzuheben, wird immer mehr. Es beginnen sich kleine und immer längere Schlangen an den Banken zu bilden! Alle wollen abheben!

4,56 Billionen Geldvermögen in Deutschland!

Man stelle sich vor, die Menschen in Deutschland würden all dieses Geld abheben, weil sie den Politikern nicht mehr glauben: das wäre die Katastrophe! Kein Geld mehr da! 4,56 Billionen = 4.560 Milliarden = 4.560.000 Millionen, eine unvorstellbare Summe; da sind die 70 Mrd. der Europäischen Zentralbank nichts dagegen, die vorgestern in den Markt geschossen wurden, angeblich, weil die Banken sich untereinander nichts mehr ausleihen würden.

Wie glaubhaft ist das Argument eigentlich?

Es ist sinnvoll, die Entwicklung der Beträge zu betrachten, die von der Europäischen Zentralbank in den Markt gegeben werden. Es könnte ja auch dazu dienen, dass der Abzug von Geldvermögen zu Liquiditätsengpässen führt und ausgeglichen werden muss.

Man beachte also:

1. Geldmengenentwicklung M3 ( leider englisch )

2. Statistik über Guthaben bei Banken, Wertpapieranlagen, Auslandskredite und sonstige Auslandsaktiva, Punkt 2.2

3. Entwicklung der Edelmetallpreise

4. 10 Jahres Preisentwicklung

Und denken Sie daran: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, bis Ihre Altersersparnisse weg sind!

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anouphagos: Feldzug gegen legale Psychoaktiva
09/18/2008 07:22 AM

Nur den Kaffee läßt man in Ruhe, die gebeutelten Raucher werden nun zu psychisch Kranken und den Alkohol würde die Bundesregierung (allen voran das Nulpentalent Bätzing, eine Frau, die nichts, aber auch wirklich gar nichts kann außer moralinsauer daherzureden) am liebsten ja eh verbieten. (Ob “Sozialarbeit” eine sinnvolle Alternative zu Verboten ist, wie das Drink Tank meint, bleibt anzuzweifeln; ich verstehe auch nicht, warum man die Konsumenten von Drogen - egal welchen - nicht einfach in Ruhe lassen kann, solange sie nicht nach zwei Maß noch z.B. in der Straßenverkehr eingreifen wollen.)

Die Pathologisierung des Rauchens an sich (und nicht nur seiner Folgen) folgt einer Logik, die bei Foucault schon machtpolitisch analysiert wird - es passt nicht in unsere unkreative, rationalisierte bzw. mechanisierte, gesundheits- und kostenbewusste Zeit und deutet eher auf Stammeskultur als auf Technikwahn. Andere Drogen werden illegalisiert, weil sie den Pharmakonzernen zu wirksam sind oder politisch nicht ins Geschehen passen. Politiker benutzen diese imaginäre Bedrohung, um sich zu profilieren: mit nichts lassen sich leichter Stimmen abgreifen als mit der Angst der Leute. (Weshalb es rationale Politik ja auch stets so schwer hat.)

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Freeman: Das ist nur der Trailer, der Hauptfilm kommt noch
09/18/2008 05:27 AM
Wir müssen unbedingt unsere Mitmenschen aufrütteln, denn solange die Masse nicht erkennt was wirklich in der Welt los ist, solange können die Verbrecher an der Macht eine Katastrophe nach der anderen fabrizieren und uns immer mehr ins Unglück stürzen.

Was die Mehrheit denkt ist meistens falsch

Die Mehrheit der Menschen sind völlig ahnungslos über was wirklich in der Welt abgeht. Sie bekommen ihre Nachrichten und Informationen von den etablierten Medien, vom Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften, die wiederum nur Eins zu Eins weitergeben was ihnen die Regierungen, die Grossbanken, die Zentralbanken, die Grosskonzerne, die Militärs, die Geheimdienste und die PR-Agenturen diktieren. Die Tatsache, dass das meiste nur Propaganda und Desinformation ist, realisieren sie gar nicht. In der Menschheitsgeschichte hat es noch nie eine Gesellschaft gegeben, die so komplett einer Gehirnwäsche und Indoktrination unterliegt wie die heutige. Die Programmierung funktioniert so perfekt, dass die Menschen glauben sie werden bestens informiert und wissen alles, dabei werden sie völlig im Dunklen gehalten und leben in einer Illusion. Deshalb ist die Meinung der Mehrheit meistens völlig falsch, sie ist nur das Resultat einer totalen Meinungsmanipulation. Man darf sich deshalb nicht als Aussenseiter fühlen, wenn man anders denkt und gegen den Strom schwimmt.

Die Menschen belügen sich selber

Die Menschen möchten nur gute Nachrichten hören, sie möchten nur optimistische Menschen um sich haben. Schlechte Nachrichten sind unerwünscht und die Menschen die solche überbringen sind sehr unbeliebt und werden beschimpft. Die Realität ist aber nicht schön, ist schwer zu verdauen und deshalb will die Mehrheit sie einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Die Menschen möchten nur das hören was sie hören möchten, und sie wenden sich von jedem ab, der in ihren Augen eine negative Botschaft verkündet, die nicht mit ihrem Weltbild übereinstimmt. Um in der heutigen Welt überleben zu können, ist es wichtig weder ein Pessimist noch ein Optimist zu sein, sondern ein Realist. Faulheit, Selbstgefälligkeit und der Mangel an Bereitschaft die echten Gefahren die uns bevorstehen zu erkennen, wie die politischen, finanziellen und sicherheitsrelevanten, war noch nie so hoch wie in der heutigen Zeit. Lasst euch durch dieses Verhalten aber nicht daran hindern, die Wahrheit zu verkünden.

Misstraue immer dem Augenfälligen

Es passieren so viele Sachen auf der Welt die nicht sichtbar sind. Das meiste läuft hinter den Kulissen ab und wir sehen nur das was wir sehen sollen auf der Bühne. Die Politiker erzählen uns nicht die Wahrheit. Tatsächlich ist es so, man muss immer vom Gegenteil ausgehen von dem was sie sagen. Egal was die Mächtigen von sich geben, ob im Wahlkampf, in Regierungserklärungen, in Ansprachen oder sonst wo, ob von Regierungssprechern oder Konzernvertretern, es ist meistens genau andersrum wie sie es sagen, ausserdem sind ihre Motive sowieso andere. Sehr wenige Ereignisse die auf der Welt passieren sind spontan oder zufällig, die meisten sind geplant und inszeniert. Die jetzige Finanzkrise passiert nicht einfach so, sondern ist absichtlich gewollt, um die Menschen zu verarmen. Die Finanzmärkte sind komplett manipuliert. Wer glaubt es gibt einen freien Markt, der Angebot und Nachfrage widerspiegelt, hat keine Ahnung von dem was vor sich geht. Der Aktienmarkt und alle anderen Märkte sind völlig gezinkt, die grossen Finanzinteressen treiben ein falsches Spiel mit uns. Sie sind das Kasino mit dem manipulierten Roulette und wir die Dummen die alles verlieren. Die ganzen Kursindexe sind gelogen, wie überhaupt die meisten Zahlen welche die Regierungen und die Finanzwelt herausgeben reiner Betrug sind. Wer glaubt der Dow Jones Index, der Ölpreis oder der Goldpreis stellen die wirklichen Marktverhältnisse dar, ist völlig naiv. Wir sollen nur den Zahlen glauben, positiv denken und unser Geld einsetzen, damit wir abgezockt werden können. Und wenn sie mal nicht gewinnen, wenn sie durch ihre überrissene Profitgier eine Pleite landen wie jetzt, dann muss der Staat kommen und die Löcher stopfen, aber das sind ja auch wieder wir, die diese Rechnung am Schluss bezahlen.

Weltereignisse beschleunigen extrem

Alles läuft viel schneller ab als in der Vergangenheit. Überhaupt verschlechtern sich viele Dinge im rasanten Tempo. In den nächsten zwei drei Jahren wird man einen Niedergang und weitere Krisen erleben, viel schlimmer als die meisten verstehen und bewältigen können. Die Verbrecher wollen das totale Chaos. Deshalb sind gute Informationen sehr wichtig, damit man sich auf die kommenden Ereignisse vorbereiten kann. Wer glaubt es wird alles immer so weiter gehen, alles immer funktionieren und man muss sich keine Sorgen machen, handelt unverantwortlich gegenüber seinen Mitmenschen und sich selber. Es gab noch nie eine Gesellschaft, die so abhängig von einem perfekt funktionierenden System ist wie die heutige. Bei der kleinsten Störung bricht es zusammen. Die Mehrheit realisiert gar nicht, wie sie an der Kandare hängen. Sie meinen sie sind frei und können frei entscheiden, dabei können sie nichts bestimmen, alles wird vorgegeben, sie sind die totalen Sklaven der Meinungsmacher ... und damit des Geldsystems, der Arbeit, des Konsums, der Technik und des Gruppenverhaltens. Es ist deshalb wichtig sich vom dem einengenden und tyrannischen System zu befreien, sich unabhängig zu machen, vorzusorgen, wirklich eigene Entscheidungen zu treffen, statt Trends nachzulaufen, und das Leben bewusst in der Hand zu nehmen, mit einem Ziel vor Augen.

Der Krieg um die Weltherrschaft ist voll im Gange

Es ist offensichtlich, die sogenannte Mitteklasse in unserer Gesellschaft soll komplett zermalmt werden. Es wird eine Dreiklassengesellschaft angestrebt. Die der Armen, welche die überwiegende Mehrheit dann ausmachen wird, die der Reichen, eine kleine privilegierte Minderheit, und die der Söldner, welche die Reichen beschützen. Es findet ein Krieg um die Welt statt, im finanziellen, politischen sowie im spirituellen Sinne, und wer nicht die drei Seiten dieses Krieges versteht, hat ein völlig verzerrtes und unvollständiges Bild der Welt. Die meisten Menschen kapieren nicht was wirklich vorgeht, weil sie nicht die komplette Übersicht haben, weil sie ihnen durch die Medien vorenthalten wird. Deshalb ist die Sammlung von Informationen und Meinungen aus allen Seiten und unterschiedlichen Quellen sehr wichtig. Wer nur dem Mainstream zuhört und sich passiv mit Infotainment berieseln lässt, wird in seiner Meinungsbildung komplett gelenkt. Eine aktive Suche nach den Nachrichten über die wirklichen Geschehnisse ist notwendig und muss zur Pflicht werden. Demokratie bekommt man nicht gratis, die muss hart erarbeitet werden.

Schütze deine eigenen Interessen

Politiker, Banker und sonstige Führungspersönlichkeit haben nur ein einziges Interesse, ihr eigenes. Die Menschen sind ihnen völlig egal. In den Augen der Eliten sind wir dummes Vieh. Deshalb glaubt nicht was sie erzählen, sondern nur was ihr seht, und handelt in eurem eigenen Interesse. Wir leben in einer Lügengesellschaft. Jeder lügt jeden an. Die Leute in der Politik, in der Finanzindustrie, in der Wirtschaft, in der Wissenschaft ... egal wo, lügen andauernd. Und überhaupt, die meisten Medien lügen sowieso nur und der durchschnittliche Zeitgenosse merkt das alles gar nicht oder will sogar belogen werden. Wir leben in einer Zeit wo die Wahrheit sehr rar ist, es ist sogar so, mit jedem Tag der vergeht, wird die Lüge immer grösser und die Wahrheit verschwindet immer mehr. Ignoriere was Politiker sagen, aber beobachte was sie machen. Es ist erstaunlich was sie einem alles erzählen und wie sie sich dann tatsächlich verhalten. Sie predigen Frieden und machen aber Kriege, sie reden von Demokratie, richten aber eine Diktatur ein, sie verkündigen Wohlstand, aber stehlen alles und verarmen die Menschen, sie verkünden Sicherheit und produzieren nur Terror und Angst.

Wir erleben eine gewaltigen Verlust an Freiheiten

Es findet ein Angriff auf unsere Freiheiten statt, der schrittweise immer schneller und aggressiver abläuft. Wir werden durchsucht, abgehört, bespitzelt, überwacht, kontrolliert und eingeengt. Die Lügen die dabei erfunden werden, um diese Freiheitseinschränkungen zu rechtfertigen, werden immer absurder. Es ist ganz klar, dass in den Augen der wirklichen Besitzer der Welt, wir der Feind sind der bekämpft werden muss. Die angeblichen Feinde die sie mit Schauermärchen aufbauen, sind gar keine, sind frei erfunden, die gibt es überhaupt nicht. Das Ziel ist die totale Kontrolle des Staates über alle Lebensbereiche mit der Schaffung von Angst. Wir befinden uns auf den besten Weg in eine faschistische Konzerndiktatur, die alle Menschen kontrollieren, ausbeuten, unterdrücken und dezimieren will und die Weltherrschaft unter einer Führung anstrebt, natürlich mit den üblichen Lügen die alle Despoten verwenden, es geht nur um unser Wohl, sie meinen es nur gut mit uns, denn sie wissen es besser.

Was wir aber bisher gesehen haben, ist nur der Trailer, der Hauptfilm kommt noch.

Die Massen sind völlig ahnungslos über diese Vorgänge. Sie leben in einer Scheinwelt mit Scheinidealen und wissen nicht wie sie völlig verarscht und belogen werden. Deshalb gehört es zu unserer Aufgabe unsere Mitmenschen aus dem Tiefschlaf zu wecken, sie zu informieren und sie auf was wirklich mit ihnen geschieht hinzuweisen. Wenn wir gemeinsam es rechtzeitig schaffen, einer kritischen Masse die Augen zu öffnen, dann können wir die Fahrt in die Tyrannei und Versklavung, in die Neue Weltordnung, aufhalten, die globale Elite die dahinter steckt zum Teufel jagen und in einer friedlichen, glücklichen und freien Welt leben.

Hier noch was zum aufmuntern:

Man sollte nicht an der Börse investieren. Es gibt bessere Alternativen für realisitische Anleger. Ein kleines Rechenbeispiel: Wer vor 18 Monaten 1000 Franken in UBS-Aktien investiert hat, hat sich 18 Monate lang über fallende Kurse geärgert und heute noch 150 Franken übrig. Wer vor 18 Monaten 1000 Franken in Bier einer Kleinbrauerei investiert hat, konnte 18 Monate lang jede Woche eine Kiste wunderbarer, herrlicher Braukunst vom Feinsten geniessen und hat heute noch (Achtung jetzt kommts!) Leergut im Wert von über 200 Franken!!! Ich hab's ja immer gewusst! Bier macht nicht nur schön, sondern auch REICH ;-)

Und dann, spielen wir doch Bankenkrise, das aktuelle Gesellschaftsspiel!!!

Das Finanzsystem kann nur noch so gerettet werden, eine neue Blase muss her! [Link] [Cache]
Duckhome: Perspektiven und ihre Wechsel
09/18/2008 05:07 AM
Wer erinnert sich nicht an die vollmundigen Ankündigungen anlässlich der Großdemo letztes Jahr in Brüssel? Ich habe noch im Ohr, dass irgendjemand sagte, es würden 20.000 Demonstranten erwartet und sie kämen sogar aus Australien und Amerika. Und irgendjemand anders sagte, alleine von seinen guten Freunden von pro-Köln kämen 60...
Das Ende ist bekannt: es kamen 200 und von pro-Köln sah man auch nicht so viel. So kann man sich irren.

Ja, und was hat die Kölner Polizei gesagt?

Ob das alles wohl wieder mit Wahrnehmung zu tun hat?

Dieser Artikel des Kölner Ratsherrn Claus Ludwig (die Linkspartei) stellt die richtige Frage...



Jetzt gehe man doch mal auf die Seite von pro-Köln und staune und lese, was der Pressesprecher der Polizei gesagt haben soll:
Peter Römers, Michael Temme und Miriam Brauns haben heute jedermann, der am Anti-Islamisierungskongreß teilnehmen will, den massiven Schutz der Polizei gegen eventuelle Störer zugesichert.
Störer hätten keine Gelegenheit, Gewalttaten zu begehen. Ja, und jetzt das, was der Kölner Express gehört hat:
Einsatzleiter Michael Temme versicherte, man werde alles tun, „damit die als rechtsextrem eingestufte Bewegung nicht Angst und Unruhe verbreiten" kann.
Oh, 'tschuldigung, was sagten Sie? Der ist aus dem gleichen Haus wie der meinungsmonopolistische Stadtanzeiger?
Sie haben Recht!

Dann sehen wir doch mal bei der Polizei Köln selber nach. Sie schreibt doch tatsächlich auf ihrer Seite:

Zu den Beeinträchtigungen kommt es vor allem wegen mehrerer demonstrativer Aktionen mit zeitlichem Schwerpunkt am Freitag und Samstag, die im Zusammenhang mit einer Versammlung der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften „Bürgerbewegung pro Köln e. V." stehen und vom Veranstalter als „Anti-Islamisierungskongress" beworben wird.


Die Kölner Polizei hat drei Flugblätter herausgegeben:
• für Moscheebesucher,
Und was liest man da?
Es ist unsere Aufgabe und für uns ein besonderes Anliegen, dass Sie sich mit Ihrer
Kultur und Ihrer Religion bei uns in Köln sicher fühlen können.

und:
Wir werden uns besonders für diejenigen engagieren, die friedlich für Toleranz
und Menschlichkeit auf die Straße gehen.


Das stützt nicht eben die Version von pro-Köln, oder?

•Der gleiche Satz steht in diesem Flugblatt, das an die Kölner Schüler richtet. Die Polizei warnt vor Gewalt(tätern), und das geht durchaus nicht nur in eine Richtung. Was aber dezidiert in eine Richtung geht, ist folgender Satz, nachdem zunächst festgestellt wurde, daß - bislang - keine Verbotsgründe gegen den Kongress vorliegen:
Sollten sich
im Vorfeld oder während der Veranstaltung Verbotsgründe ergeben, werden wir
unverzüglich reagieren.


Und dieser Satz geht unmißverständlich nur in eine Richtung, wie man aus dem Zusammenhang feststellen kann.

Das dritte Flugblattrichtet sich an die Cityanwohner.
der so
genannte „Anti-Islamisierungskongress" der als rechtsextremistisch eingestuften
„Bürgerbewegung pro Köln e.V."


Und dies dürfte die angeblichen "Christen" doch eigentlich zum Nachdenken bringen...

Ja, und eine, äh, Wahrnehmung, bzw. keine hatte pro-Köln über seine Stargäste:

Jean-Marie Le Pen sagte doch tatsächlich ziemlich heftig ab und nannte pro-Köln "Lügner".

Und dann hatte pro-Köln noch eine "Wahrnehmung bezüglich eines Herrn, mit dem ich mich soeben wieder beschäftigen wollte: HC Strache. Wie auf der pro-Köln website zu lesen war, sei er wegen einer "Zuspitzung" des österreichischen Wahlkampfs gehindert, seine ursprüngliche Zusage einzuhalten. Nun, wie sieht denn die "Zuspitzung" aus?

Nun ja, Herr Strache hat ein Problem: ihm fliegt zur Zeit ziemlich heftig sein "Paintball"-Spielen mit der Wiking-Jugend um die Ohren.

Bekannt ist das schon länger: Im August 2007 fanden wir die Geschichte zunächst in zwei österreichischen, antideutschen blogs, wobei das 2. Blog seinerzeit thematisierte, daß Strache ungefragt dieses Statement abgab:

Nicht jeder Kriegsteilnehmer hat ein Verbrechen begangen. Und es war auch nicht jedes Mitglied der Waffen-SS ein Verbrecher.
Worauf Cafécritique allerdings zu Recht darauf hinwies, dass das bei den Nürnberger Prozessen anders gesehen worden sei.

Ja, und jetzt kocht die ganze Geschichte offensichtlich richtig hoch, und der Strache offenbar bleibt lieber zu Hause. Denn s'ist Wahlkampf in Österreich.

Damit schließe ich, und dokumentiere das, was Wolfgang Niedecken - schon vor Jahren getextet hat:



Womit ich natürlich niemanden in die Nähe der Nazis rücken will, der da nicht hingehört!

Und auch wenn Herr Strache jetzt eine Anzeige wegen NS-Wiederbetätigung kassiert hat, gilt die Unschuldsvermutung. Das hat pro-Köln auch so wahrgenommen. Da bin ich mir sicher.

Dafür führt Andreas Mölzer die Österreicher an.


Bildnachweis: Express; Österreich.at, news.at


Disclaimer: Durch meine persönliche Linksetzung und die vom System vorgenommene Linksetzung auf ähnliche Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen". "Ähnlich" ist ein weiter Begriff...

[Link] [Cache]
Duckhome: Plus ça change, plus c'est la même chose? Ça dépend… Unasur vor der Bewährungsprobe
09/18/2008 05:00 AM
Vorbemerkung: Wegen der aktuellen Ereignisse in Bolivien verschieben wir den Beginn der angekündigten Serie über den Nueva Canción.

Jochen Hoff hört in Lateinamerika „immer noch das gleiche alte Lied", sieht die gleichen alten Mechanismen am Werk: CIA, Putsch, Militärintervention. Er nennt Haiti als Beispiel, und man könnte die Liste der Länder nahezu beliebig verlängern: Grenada , Nicaragua , Guatemala , Panama , Honduras , El Salvador , ... Und das sind allein Länder in Mittelamerika und der Karibik. Handlicher wäre vielleicht ein Hinweis auf die Absolventen der ehemaligen „ School of the Americas " (heute „ Western Hemisphere Institute for Security Cooperation").

Aber manches bleibt sich gerade wegen ernstlicher Veränderungen gleich, da hatte Alphonse Karr („Je mehr es sich ändert, desto mehr bleibt es sich gleich.") ebenso Recht wie Giuseppe Tomasis Tancredi: "Wenn wir wollen, das alles bleibt wie es ist, dann ist es nötig, daß alles sich verändert." In Tomasis Roman werden natürlich beide Hoffnungen – die auf Veränderung ebenso wie die auf Konstanz - enttäuscht, soweit sie Hoffnungen bleiben. Und sie fallen enttäuschend aus, wo sie sich verwirklichen: Die Veränderung ebenso wie die Konstanz. Aber das ist ein süditalienischer Roman…

Also Bolivien.
Oder vielmehr Peru, 1913. Zwei Künstler verfassen ein Singspiel. Inhalt : „Das Stück spielt in einer Mine in Cerro de Pasco und klagt die sozialen Umstände an. Es handelt von den Konflikten zwischen den europäischen Bossen (im Stück sajones, also „Sachsen") und der indigenen Belegschaft. Der ausbeuterische Mr. King, Eigentümer der Mine, wird von Higinio ermordet. Doch er wird bald durch Mr. Cup ersetzt, und der Kampf beginnt von neuem. Der über den Bergen kreisende Kondor symbolisiert dabei die ersehnte Freiheit."
Und das Lied, das diese Hoffnung besingt, hat seinen Weg um die Welt gemacht.
Wir hätten gern diese bolivianische Fassung der Gruppe Savia Andina eingebettet. Da das leider nicht möglich ist, nutzen wir eben die Gelegenheit, César Cuéllar Reyes vorzustellen.





Die Minen in den Anden: Die Spanier gierten nach Gold und Silber, später kamen Kupfer und weitere Mineralien wie Salpeter und Schwefel hinzu. Nur die Ausbeutung blieb sich gleich. Und der Widerstand dagegen entflammte auch immer wieder und die Niederschlagung des Widerstandes wiederholte sich ebenfalls. El Condor pasa.

Als 1975 die Militärdiktatoren Chiles, Argentiniens, Paraguays, Uruguays, Boliviens, Brasiliens unter Beteiligung der Geheimdienste Perus und Ecuadors in einer gemeinsamen Aktion flächendeckend jeden Hauch von Opposition auszuschalten suchten, da nannten sie nicht von ungefähr ihre Aktion höhnisch „ Operation Condor ". Man darf zuversichtlich davon ausgehen, dass alle diese Militärdiktaturen „with a little help of their friends" an die Macht gekommen waren und diese Macht ausübten.
Chile ist wirklich nur ein Beispiel von vielen .

Also ewige Wiederkehr des immer gleichen? Mit den einzigen Variationen Erdgas und Erdöl statt Kupfer, statt Salpeter statt Gold und Silber?

Tatsächlich fühlten sich viele Kommentatoren der jüngsten Ereignisse spontan an den Militärputsch in Chile vor 35 Jahren erinnert, so z.B. Richard Gott
On the 35th anniversary of the military overthrow of Salvador Allende in Chile on September 11, 1973, which had the overt support of the United States, the presidents of Bolivia and Venezuela have asked the US ambassadors accredited to their countries to leave.
They both believe they are facing the possibility of an imminent coup d'etat in which they accuse the Americans of being involved. A third country, Paraguay, announced 10 days ago that it had detected a conspiracy involving military officers and opposition politicians. Latin America now faces its most serious crisis since the re-introduction of democratic practice at the end of the last century.

Wobei zu ergänzen wäre, dass auch Honduras die anstehende Akkreditierung des neuen US-Botschafters auf unbestimmte Zeit verschoben hat.

Es ist etwas misslich, ohne analytische Feinarbeit Aspekte der Veränderung und Konstanz von Faktoren einzuschätzen. Ganz kursorisch sei aber auf einige Entwicklungen seit den 70er Jahren hingewiesen:

1. Redemokratisierung
In den 80er Jahren erreichten die Militärdiktaturen ihr Verfallsdatum, so in Chile (1989), Brasilien (1985), Bolivien (1982), Argentinien (1983), Uruguay (1985).
Die Wiedereinführung der Demokratie erfolgte in kleinen, oft ängstlichen Schritten. Die Generäle warfen immer noch lange Schatten, wie sich an den Amnestiegesetzen ablesen lässt, die sie sich vorsichtshalber vor ihrem Abgang ausbedungen hatten und die ihnen und ihren Handlangern Straffreiheit für all ihre, äh, ordnungspolitischen Maßnahmen zusicherten.
Ihre wirtschaftliche Hinterlassenschaft war desaströs, eine Aufstellung allein nur der Zunahme der Staatsverschuldung hier unter der Zwischenüberschrift „IMF/World Bank support of military dictatorships".

2. Personalrecycling
Im April 2001 elektrisierte eine Nachricht Lateinamerika: Der am 20. Januar 2001 vereidigte US-Präsident George W. Bush machte sich daran, das Lateinamerikapersonal der Reagan-Ära zu recyceln.

Zwischenbemerkung: Politik sollte nicht (und soll auch hier nicht) personalisiert werden. Es liegt nicht am Personal, welche Richtung die Politik einschlägt. Aber steht die Richtung erst einmal fest, dann braucht es schon noch Personal für die Umsetzung, vorzugsweise erfahrenes. Was nicht bedeutet, dass es ein- und dieselbe Politik ist, nicht einmal unbedingt ein- und dieselben politischen Mittel. Und manche bekannten Experten haben nun einmal eine bekannte spezielle Expertise. Ende der Zwischenbemerkung.

Der ehemalige Präsident Costa Ricas, Oscar Arias, jedenfalls zeigte sich entsetzt über die Nominierung Otto Reichs als „U.S. assistant secretary of State for Western Hemisphere affairs". Die anderen Kandidaten waren (wenigstens in Lateinamerika) aber auch keine Unbekannten: John Negroponte , Elliott Abrams (über diese drei hier ), Daniel Fisk, Roger Noriega, Elliott Abrams, Adolfo Franco. Konservative zeigten sich entzückt :
Many conservatives, for their part, are amazed and dazzled at what George W. Bush has done, or is planning to do, on Latin America. When it comes to personnel, says one surprised and admiring insider, the administration is "showing no fear." … All of these men are cut from the same cloth. They are, to use the most convenient shorthand, Reaganites. They believe that the Reagan approach in Central America was amply vindicated. The Left, obviously—at least publicly—disagrees. Resentment and self-justification linger. Which side of the American debate in fact proved correct?


3. Wahlrutsche
Die lateinamerikanische Antwort war ebenfalls "shorthand": Wahlsiege fielen reihenweise an (gemäßigt) linksgerichtete Parteien (selbstverständlich kann man sich über die Einschätzung jeder einzelnen Wahl und jeder einzelnen Partei trefflich streiten, hier soll lediglich eine Tendenz charakterisiert werden):
Venezuela 1998
Chile 2000
Costa Rica 2002
Brasilien 2003
Argentinien 2003
Uruguay 2004
Panama 2004
Bolivien 2005
Ecuador 2006
Nicaragua 2006
Guatemala 2007
Paraguay 2008

Das wurde auch außerhalb Lateinamerikas bemerkt, z.B. in diesem Video-Clip von Clip von Galip Uçar aus der Türkei (man beachte insbesondere die Bilder 1:11 und 3:34), unterlegt mit :dem Lied „ El pueblo unido "





Diese Erdrutsche hatten politisch weitreichende Folgen.

4. Neue Bündnisse
Die Organisation von MERKOSUR, des Gemeinsamen Marktes Südamerikas, kam voran. An dieser Stelle sei nur festgehalten, dass durch das Protokoll von Ushuaia vom 24.07.1998 eine Verpflichtung zur Demokratie der Mitgliedsstaaten festgeschrieben ist.
In den Jahren 2000, 2002 und 2004 fanden Gipfeltreffen von zwölf südamerikanischen Staaten statt. Auf dem dritten am 08.12.2004 gründeten sie mit der Erklärung von Cuzco die Südamerikanische Staatengemeinschaft (spanisch Comunidad Sudamericana de Naciones, portugiesisch Comunidade Sul-Americana de Nações, englisch South American Community of Nations, abgekürzt CSN), einen zunächst noch sehr losen Zusammenschluss.
Am 23.05.08 wurde dieser Verbund weiterentwickelt zur Union Südamerikanischer Nationen (spanisch: Unión de Naciones Suramericanas, portugiesisch: União das Nações Sul-Americanas, englisch: Union of South American Nations, abgekürzt UNASUR )
Am 24.07.2005 nahm die Televisión del Sur ( teleSUR ), das „Fernsehen des Südens", den Betrieb auf.

5. Orientalische Variationen eines lateinamerikanischen Themas
Während der gesamten Zeitspanne waren die USA bekanntlich im Nahen und Mittleren Osten ziemlich beschäftigt. Und siehe da, genau dort tauchte einiges an bekanntem Personal wieder auf.
2002 wurde Elliott Abrams von Bush zum Berater des Weißen Hauses für den Nahen Osten und Nordafrika ernannt. Im Sommer 2004 löste der berühmt berüchtigte Negroponte Jack R. Binns als US-Botschafter im Irak ab.

Das war der Moment, wo im US-Fernsehen das Wort „Salvadorian option" wieder zu hören war.





Inzwischen berichtete Al-Dschazira über im Irak stationierte Truppen aus El Salvador und ihre Familien.





Um nun aber nicht den Eindruck zu erwecken, Amerika bestünde ausschließlich aus Lateinamerika und den USA oder der Orient nur aus Irak, hier zur Komplettierung ein Video zu Afghanistan aus kanadischer Sicht.





Etwas ähnliches wie eine „salvadorianische Option fand im Irak spätestens ab 2005 (nach der Abreise Negropontes) wirklich statt (und in Afghanistan ebenfalls), sozusagen "Variationen über ein salvadorianisches Thema", wie aus diesem Bericht vom Dezember 2006 zu schließen ist (und auch aus den vorhergehenden Berichten des Brussells Tribunal). Das sollte aber nicht dazu verführen, die Unterschiede zu übersehen. Sie könnten bedeutsam werden.

Lob der Langsamkeit
Halten wir an dieser Stelle inne bevor wir für die aktuellen Ereignisse in Lateinamerika Voraussagen wagen, und fragen sowohl bezüglich der Vereinigten Staaten Amerikas als auch der (nicht vereinigten) Staaten Lateinamerikas:
Wer hat welche Lehren gezogen, welche Maßnahmen ergriffen, befindet sich in welcher Situation?

(Fortsetzung folgt)

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Duckhome: Kurzkommentar 2008-09-18
09/18/2008 04:41 AM

• Schiff der US-Kriegsflotte in Bucht von Sewastopol - Spionageaktivitäten vermutet
• Ölkrieg in Nigeria - Angriff auf Shell-Anlage
• Existenzminimumbericht sieht zehn Euro mehr Kindergeld vor
• Deutsche Regierung will schärfere Finanzmarktkontrolle
• Schlechtes Arbeitsklima ruiniert Unternehmen
Schiff der US-Kriegsflotte in Bucht von Sewastopol - Spionageaktivitäten vermutet

Das hydrographische Schiff der US-Kriegsflotte „Pathfinder" ist am Dienstagmorgen in die Bucht von Sewastopol eingelaufen.

Wie RIA Novosti im Stab der Schwarzmeerflotte Russlands erfuhr, ist dieses Schiff bereits zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen in der Bucht eingetroffen. Es folgt einer Einladung der ukrainischen Seite.

Die offizielle Begründung für die Präsenz des US-Schiffes im Schwarzen Meer besteht in der Suche nach dem während des Zweiten Weltkrieges gesunkenen Schiff „Armenija". Laut inoffiziellen Angaben sind aber an Bord der „Pathfinder" Spionageapparaturen stationiert, die die Möglichkeit bieten, U-Boote in mehr als 100 Kilometer Entfernung zu orten.

Der Hafen von Sewastopol ist der Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.


Es gehört klassischerweise mit zu den typischen Seekriegsvorbereitungen, die Stärke des Gegners auszukundschaften. Das die Ukraine so dumm ist, bei diesem offensichtlichen Spiel mitzumachen, zeigt wie fragil die Lage dort ist. Diese Provokation wird natürlich von Russland beantwortet werden müssen. Wahrscheinlich wird die Ukraine die Folgen beim Öl- und Gaspreis und bei der Belieferung spüren.

Aber auch die USA werden bald merken, das Russland direkt vor ihrer Haustür in der Lage ist zu antworten.


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Ölkrieg in Nigeria - Angriff auf Shell-Anlage

Die nigerianische Rebellenorganisation Bewegung für die Befreiung des Nigerdeltas (MEND) hat erneut eine Öl-Förderanlage von Shell angegriffen. Die Pipeline sei im Nigerdelta in der Nähe der Stadt Bakana zerstört worden, teilte MEND am Dienstag per E-Mail mit.

Shell gab zunächst keinen Kommentar ab. Bereits am Sonntag und Montag gab es Angriffe auf Anlagen. Die MEND-Rebellen kämpfen für eine stärkere Beteiligung der einheimischen Bevölkerung an den Gewinnen aus der Ölförderung.


Heute könnte Shell wieder einen Journalisen wie Dr. Udo Ulfkotte gebrauchen um ihre eigene Sicht der Dinge zu publizieren. Aber es wird sich wohl kaum jemand finden, der dies heute noch tun würde, nach den Erfahrungen die Ulfkotte gemacht hat. Es ist und bleibt auf jeden Fall der gleiche alte Konflikt, der sich auch nicht lösen lässt, weil Shell die Menschen nicht leben lassen will und sich stattdessen einer kleinen Minderheit von Unterdrückern bedient. Der Konflikt wird erst enden, wenn die Quellen verstaatlicht und Shell aus den Verträgen geflogen ist. Vernunft ist von Shell nicht zu erwarten. Dafür aber endlose Gier.


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Existenzminimumbericht sieht zehn Euro mehr Kindergeld vor

Eine Kindergelderhöhung um zehn Euro pro Kind und Monat wird nach einem Bericht der «Berliner Zeitung» durch den Existenzminimumbericht der Bundesregierung unterstützt. Der Bericht komme zu dem Ergebnis, dass Familien in dieser Höhe entlastet werden müssen, schreibt das Blatt unter Berufung auf Koalitionskreise.


Da waren ja wieder einmal richtige Fachleute am Werke. Vermutlich alles erfahrene Väter und Mütter. Aber es geht ja nicht um Wahrheit sondern um Betrug. Das Kindergeld wird über den Steuerfreibetrag erhöht und damit sind die meisten Eltern außen vor. So soll es ja auch sein. Wer Kinder hat ist selbst schuld und zur Armut verurteilt. Meine Kinder sind in den letzten zwei Jahren um mehr als 30 Euro je Kind teurer geworden. Aber brauchen Kinder Obst und Säfte. Es reicht doch eine Aldi Bockwurt am Tag und Schuhe die sich im ersten Regen auflösen. Experten. Pah. Diebe, Lügner und Gauner.


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Deutsche Regierung will schärfere Finanzmarktkontrolle

DIHK: Panik wegen US-Finanzkrise in Deutschland unangebracht

Die deutsche Wirtschaft hält die Konjunkturlage in Deutschland ungeachtet der US-Finanzkrise für stabil. "Bei aller Sorge sind Panikreaktionen fehl am Platze", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Martin Wansleben der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) einem Vorabbericht zufolge. "Es gibt in Deutschland keinen flächendeckenden Finanzierungsengpass." Belastend für deutsche Firmen sei jedoch, dass die Konjunktur in Regionen wie die USA oder Westeuropa sich wegen der Krise abkühle.


Wansleben im Auftrag der neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Internationalen. Dem kann keiner mit Erkenntnissen oder gar der Wahrheit kommen. Er lebt auf Kosten der armen Unternehmen die ihn bezahlen müssen und belügt diese mit einem Lachen. Solange Funktionäre wie Wansleben in Deutschland Platz in den Medien finden, kann Deutschland nicht geheilt werden. Dieses Genie hat nicht einmal mitbekommen wieviel Geld der deutsche Steuerzahler für die Lehman Pleite hinlegen muss und was diese für den Einlagensicherungsfond der Banken und damit auch wieder für den Steuerzahler bedeutet.

Wer die offensichtlichen Gefahren leugnet, will das die Menschen ohne Schutz in die Falle laufen. Wansleben ist ein schmutziger Lügner und Betrüger. Wenn er schon die Situation nicht ruhig, aber wenigstens wahr erklären kann, dann soill der doch einfach seine wirtschaftsfaschistische Schnauze halten. Es ist schade das es kein Gesetzt gibt, dass den Menschen erlaubt selbst zu entscheiden ob sie die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammern und den DIHT mit Gebühren unterstützen wollen. Wansleben bekäme sonst nämlich schon lange keinen Cent mehr.


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Schlechtes Arbeitsklima ruiniert Unternehmen

Negative Begleiterscheinungen während der Arbeitszeit wie Ärger, Demotivation, Racheakte und Mobbing führen dazu, dass Unternehmen am Monatsende zwar fünf von fünf Mitarbeiter bezahlen müssen, doch real nur eine Arbeitsleistung von vier Angestellten erhalten. Indem Unternehmen diesen sogenannten "5:4-Effekt" beachten und werteorientiertes Handeln forcieren, lassen sich Kapital- und Arbeitsplatzvernichtungen reduzieren. Zu diesem Fazit gelangt die Eutonia-Wertemanagement & Vitalitätsmanagement http://www.eutonia.at in einer aktuellen Untersuchung. "Obwohl Studien belegen, dass Werte für Unternehmen wichtig sind, besteht großes Aufholpotenzial", sagt Eutonia-Geschäftsführerin Silvia Schlager gegenüber pressetext. Der Expertin zufolge sind sich Unternehmen vor allem nach Kündigungswellen kaum wirklich darüber im Klaren, dass ihnen die Handlungskultur abhanden gekommen ist.


Das es keine Unternehmenskultur in deutschen Großunternehmen mehr gibt, haben die Vorfälle der Vergangenheit deutlich gezeigt. Was allerdings immer wieder störend ist, ist die Tasache das sogenannte Experten genaue Zahlen für etwas liefern können, das den meisten Betroffenen nicht einmal bewusst ist. Hier davon zu spechen das jeder fünfte quasi umsonst bezahlt wird, weckt nur falsche Begehrlichkeiten. Die Hackordnung kann z.B. dazu führen, das höherrangige Mitglieder deutlich mehr leisten, als vergleichbare Mitarbeiter ohne diese Hackordnung.

Ein Unternehmen ist ein Körper, der von innen her erfühlt werden muss. All das Gerede von Beratern, die von außen kommen ist meist völliger Mumpitz.


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Duckhome: Umfragen, Demoskopen und andere Lügen
09/18/2008 03:27 AM

Sowie die alten Klüngelskerls früher in schöner Regelmäßigkeit über das Land fuhren und mit dem alten Ruf:

Lumpen, Eisen, Knochen und Papier, ausgeschlagene Zähne sammeln wir!


auf sich und ihr Geschäft aufmerksam zu machen versuchten, so hören wir heute regelmäßig den Ruf des Muezzins der Lügen, der seine Demagogie aber nicht von den Spitzen eines Minaretts verbreitet, sondern dessen Unwahrheiten, willig und ohne hinterfragt zu werden, durch die deutsche Medienlandschaft verstärkt wird.
Da ist es eine wahre Freude in Deutschland Demagogie zu betreiben. Die gleichgeschalteten Medien tanzen jeden Blödsinn begeistert mit, solange nur eine Professor oder irgendetwas "wissenschaftliches" dabei ist. Die einen sagen voraus wie die Wahlen auszugehen hätten, wenn am nächsten Sonntage gewählt würde. Das ist eine gute Methode um den Parteien wöchentlich Zensuren zu erteilen, wie das im Auftrag der Familie Mohn/Bertelsmann, durch Prof. Manfred Göllner vom Forsa Institut allwöchentlich gemacht wird.

Diesmal musste die SPD wieder einen Punkt abgeben, weil sie eine Koaltion ohne die CDU wünscht, die FDP wurde ebenfalls mit dem Abzug eines Punktes bestraft weil sie einer Ampelkoalition nicht sofort eine Absage erteilte. Selbstverständlich bekam die CDU einen Extrapunkt weil sie es doch so schwer hat. Es ist so herrlich. Jeder der weiß, was Mohn/Bertelsmann will, kann die Forsa "Forschungen" voraussagen. Der Göllner, der nur Gülle redet ist selbst zum Lügen zu dämlich. Aber finanziell lohnt es sich bestimmt für ihn. Er muss ja auch an seine Rente denken. Lange wird es Forsa wohl nicht mehr geben. Sie können ihre Lügen einfach nicht glaubhaft gestalten.

Dafür sieht das Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter dem Wirtschaftsweisenkind und Mulitdoktor Wolfgang Franz eine unerwartete Verbesserung des Konjunkturklimas. Es geht so richtig steil nach oben. Man sieht das ja auch oft in Filmen, wo Pferde an steilen Felskanten plötzlich zum Pegasus werden und einfach weiterfliegen. Das kommt in der Realität aber ganz selten vor.

Das geistige Wirtschaftsweisenprekariat hatte einfach nicht wahrhaben wollen, das die Weltwirtschaftskrise munter weiter geht, auch wenn das Fränzken so gehofft hat, es möge alles vorbei sein. Der Franz sitzt ja neuerdings immer mit geschlossenen Augen im Büro, damit die Realität ihn nicht sieht und er die Realität nicht sehen muss. Aber auch Wolfgang Franz bekommt für seine Lügen viel Geld und es gibt auch andere Kinder, die die Augen zumachen um nicht gesehen zu werden.

Lassen wir ihm die Freude auf seinem Gang in den Keller laut zu pfeifen. Seine Welt der wirtschaftsfaschistischen Neoliberalen stürzt ihm gerade über den Kopf zusammen. Er ist ein bedauernswertes Kind.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist in ähnlicher Mission unterwegs. Klaus Zimmermann und seine Truppen wollen ja wieder an Staatsknete herankommen, die man ihnen vor einiger Zeit entzogen hatte, weil ihre Aussagen gar zu dämlich waren. Nun versuchen er und die seinen es mit Arschlecken in höchster Vollendung.

Sie erklären einfach das jetzt eine Million Menschen weniger von Armut bedroht seien und das dies ein Erfolg der Agendapolitik sei. Natülrich sind Politiker dumm, aber ob sie so dumm sind? Man weiß es nicht. Aber das DIW muss alles versuchen. Vielleicht machen die demnächst auch nackttanzen vor dem Bundestag, oder fressen Arbeitslose, um irgendwie eine Nützlichkeit vorzutäuschen.

Tatsächlich wäre es an der Zeit diese ganzen Institute als zu dämlich zu schließen. Die Märchen der Gebrüder Grimm sind bei weitem glaubwürdiger. Das was diese Herrschaften bieten ist einfach nur jämmerlich. Absolut wertlos.

Wenn das die geistigen Spitzen des Neoliberalismus sind, dann ist der Neoliberalismus schon lange tot. Es wird Zeit, das die Menschen das merken.


Die Streuner - Lumpen




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FRGzchn bLOg: Man muss das Rad nicht neu erfinden
09/18/2008 01:30 AM

- habe ich mir heute gedacht, als ich im TV gesehen habe wie Franz Walter Steinmeier seine Rede im Bundestag gehalten hat. Da ich in den einschlägigen Blogs allerdings vorher gelesen hatte, dass bei der SPD jetzt mit Münte und Steinmeier endgültig der Ofen aus sei und incoming 5% Hürde und so weiter, muss ich doch sagen, dass ich da eine Bühnenperformance dieser Güte weißgott nicht erwartet hätte!
Wenn Herr Steinmeier es schafft, den heute dargebotenen Hans-Meiser Style noch ein bisschen herzlicher zu performen, könnte das 2009 sogar noch die absolute Mehrheit für die SPD geben!1!!

Rätselspaß
Original und Fälschung: Wer von
beiden ist der echte Hans Meiser?

(Fahre mit der Maus über das Bild, um die Antwort zu erfahren)

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Volksaufklärung: Feedback
09/18/2008 01:28 AM

Positives Feedback auf den Vorschlag zur Unterschriftensammlung am Montag auf der Montagsdemo in Stuttgart. Zum nächsten Mal wird ein Änderungsentwurf ausgearbeitet und der basisdemokratischen Initiative zur Entscheidung über die Durchführung einer Unterschriftenaktion vorgelegt. Ebenso wird ein Entwurf dann der bundesweiten Koordinationsgruppe zugeleitet werden, um eine Sammlung von Unterstützerunterschriften auf der Demo in Berlin vorzubereiten und die Listen über die Plattform der bundesweiten Großdemo am 8. November an die Montagsdemos aller Städte in Deutschland weiterzugeben, um über den Winter bundesweit jeden Montag das Volk aufzuklären und die Menschen zu überzeugen, mit ihrer Unterschrift eine Änderung des SGB II voranzutreiben.

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Ein Zyniker schreibt...: Der arme Spammer
09/18/2008 01:25 AM
Diese Spam Mail kommt da eben so meiner Wege geflogen:

Good day to you.

Please am really sorry to take a little bit of your time,
My name is Idemudia Hillary Osas from Nigeria, 20 years
old male and i am an orphan. I also have a younger brother
at the age of 12. We lost our parents in a gasley motor
accident in the year 2001. Life has not been too good for us
ever since then, even my uncles and aunties abardoned us in
the street.One of our uncle who manage to take us in, never
cares for us but he was treating us like a slave not untill
the day he finally drove us out of the house and right now
myself and my younger brother sleep under the bridge
and now our dream has turn upside down.

Please i am contacting you in regards to our situation because
i want to continue with my education, i was still in the modern
school before i lost my parents. So that i can also feed my
younger brother properly before i can also fixed him up on
something doing. For us to even feed is a problem. Please be
kind enough to assist us financially or which ever way you
know God has laid in your heart to help the needy so that i
can go back to school. Please get back to me via my email
(idhillaryosa@yahoo.co.jp) for a helping hand. Please let God
lay in your heart a helping hand to assist me and my
younger brother.

Mmmmh, also er kommt aus Nigeria, hat keine Eltern mehr, muss für einen kleinen Bruder sorgen, lebte Jahrelang wie ein Sklave, schreibt gutes Englisch, wohnt unter einer Brücke in Japan (zumindest muss man dass bei der EMail Adresse annehmen) und bettelt per Computer im Internet um Geld. Ja doch das klingt sehr glaubwürdig. Ich werde sogleich meine Kreditkartendaten senden. Dem armen Jungen muss man doch helfen.[Link] [Cache]
Feynsinn: Mal wieder keine Zeit
09/18/2008 01:16 AM

Eigentlich wollte ich heute einen anständigen Artikel schreiben. Zum Beispiel über das Erlebnis einer “Rede” von Merkel im Bundestag. Eine Strapaze! Was ich davon gehört habe, war ein derartiger Klumpen von Worthülsen, daß ich glaubte, ich sei völlig verkatert. Einerseits zum einschlafen, war der spärliche Rest an Inhalten so an der Wirklichkeit vorbeigenagelt, daß ich mich hätte echauffieren müssen - hätte ich eben nicht eben noch gegen den Schlaf gekämpft. Die mühsame Arbeit am Originaltext bleibt mir ebenso erspart wie meinen Lesern, denn ich erhielt einen Anruf, dem ein wie immer anregendes Gespräch mit einem Freund folgte. Die Zeit ist damit besser investiert.
Zum Trost drei Links mit unterschiedlichem Unterhaltunsgwert:

Warum SpOn/der “Spiegel” noch exitiert, illustriert Welt.de. “Die Linken haben dieselben Ziele wie die SED” heißt es dort überschriftilich. Ganz konsequent findet sich dort nicht einmal das Bemühen um ein einziges Argument. Es wird gesagt, das muß reichen. Der Link dient nur dazu, meine Aussage zu belegen. Lesen lohnt sich nicht. Wir stellen fest: Die “Linken” regieren die DDR, und das ist auch gut so. Oder so. Propaganda ohne Scheinargumente, wie peinlich! Von Blumenkorn, übernehmen Sie!

Gravenreuth geht in den Knast. Eine Klatsche für die McJustice von der Alster. Wird es etwas ändern an der Rechts-Sprechung zum Internet in Deutschland ? Ich setze einen Zehner dagegen. Und gleich noch ein paar.

Überwachunsgsstaat? Iwo! Jede Maßnahme gegen gefährliche unbürgerliche Computerferkel dient unser aller Sicherheit und dem weltweit-bayrischen Kampf gegen den Terrorismus. Genaueres beim Spiegelfechter.

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HUIBSLOG - [DE]: Log 17.9 [DE] Hausmitteilungen, Ulfkotte Fan Klubs, Georgien und Spekulantenpleiten
09/18/2008 01:01 AM

Technik: Ab morgen ist der "General Storage" der Bilder und Dokumenten von HUIBSLOG nicht mehr zugänglich. Es werden zuviel Bilder geklaut.

Ulfkotte: Demnächst wird von "Civis Europae" eine Spezialwebseite eröffnet unter Mitarbeit von Ulfkotte Fan Clubs (UFCs) aus verschiedensten Ländern und Kulturkreisen.

Die georgische Krise hat klar gemacht wo Europas Grenzen liegen, und wo nicht.

Die Pleiten der Spekulantenbanken haben klar gemacht, wo die Grenzen der freien Marktwirtschaft liegen, und wie schnell Kapitalismus um Verstaatlichung zu heulen anfängt.

In Belgien kompliziert alles sich noch mehr, und die Kastanienernte ist auch nicht gut.

- Zurückgekehrt von einer reise die mich bis Thessaloniki brachte, setzt der Blogautor sich an der Arbeit...


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Gentrification Blog: Luxus, Komfort, Sicherheit
09/18/2008 01:00 AM

Auf Indymedia gibt es einen ausführlichen Artikel zu den Car-Lofts in der Reichenberger Straße in Berlin Kreuzberg: Berlin: Luxus-Auto-Lofts in Kreuzberg. Neben einer ausführlichen Beschreibung des skurilen Wohnprojektes gibt es eine Einordnung der Luxuswohnungen in die allgemeinen Aufwertungsentwicklungen Kreuzbergs und eine Darstellung des bisherigen Protestes:

Zum Glück gibt es nicht nur diejenigen, die eifrig an der Entwicklung von Kreuzberg zum Schicki-Kiez arbeiten, und diejenigen, die davon profitieren, sondern auch diejenigen, die sagen: Innenstadt für Alle - Verdrängung und Vertreibung stoppen! Wenn der Kampf aber Erfolg haben möchte, sollten wir alle uns nochmal extra anstrengen, bevor es zu spät ist!

Die bisherigen Aktionen waren schon recht nett. So kam es während der Wir bleiben alle-Aktionstage anscheinend zu einem recht umfassenden Schaden an der Fensterverglasung, wie das berliner Magazin für politische Kultur Interim berichtete. Im Kiez sind auch schon großflächig Info-Plakate verklebt, die über die Car-Lofts aufklären. Und, besonders nett: im Juli mussten die Gäste einer feierlichen Präsentation der schicken neuen Lofts von einer eilends gerufenen Hundertschaft aus dem Gebäude evakuiert werden, weil die Nachbarinnen und Nachbarn ihren Unmut deutlich zum Ausdruck brachten.

Und wie geht es nun weiter? Der Verlauf der “feierlichen Eröffnung” der Anschutz/O2-Halle letzte Woche macht auf jeden Fall Mut. Wenn wir viele sind, die was gegen die ekelhaften Luxus-Car-Lofts machen - dann kann das eine ganz schöne Investitionsruine werden!

Luxus, Komfort und Sicherheit im Car-Loft? Sicher ist das nicht!

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Ron Paul News & Comments: Gemeinsame Erklärung von Ron Paul und Kandidaten der Drittparteien
09/18/2008 12:29 AM

Am 10. September 2008 hat Ron Paul einen mutigen Schritt unternommen, als er gemeinsam mit mehreren Kandidaten von Drittparteien vor die Presse trat.

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Foto: Mark Century, Big Picture News

Obwohl selbst Mitglied der republikanischen Partei, riet er seinen Anhängern und allen Wählern in den USA, bei der kommenden Präsidentschaftswahl weder für den Kandidaten der republikanischen Partei, noch für den demokratischen Bewerber zu stimmen. Beide Kandidaten würden eine identische, für die Bürger der USA und der Welt, schlechte Politik vertreten und würden sich im Prinzip überhaupt nicht unterscheiden. Stattdessen griff er das starre Zweiparteiensystem als undemokratisch an, und rief die Wähler auf, bei der nächsten Wahl nicht wieder das "kleinere Übel", sondern lieber einen ehrlichen Kandidaten der Drittparteien zu wählen. Typisch Ron Paul, von welchem anderen Kandidaten könnte man so einen Schritt gegen das Eigeninteresse und die eigene Partei, aber im vollen Interesse der Wähler erwarten?

Ron Paul hat sich mit den Kandidaten Ralph Nader (Unabhängig), Cynthia McKinney (Green Party) und Chuck Baldwin (Constitution Party) auf nachfolgende Erklärung gemeinsamer Prinzipien geeinigt:

Wir stimmen überein

Das Duopol von Republikanern und Demokraten hat viel zu lange die wichtigsten Themen die unsere Nation betreffen ignoriert. Hingegen haben die Alternativkandidaten Chuck Baldwin, Cynthia McKinney und Ralph Nader Übereinstimmung mit Ron Paul in vier Schlüsselprinzipien erreicht, die für die Gesundung unserer Nation maßgeblich sind. Diese Prinzipien sollten die Leitschnur sein, in den Erwägungen eines jeden Wählers für die kommende Wahl im November sowie generell für alle Wahlen.


Foto: Sam Hurd

Wir stimmen überein

Außenpolitik

Der Irakkrieg muss so schnell als möglich mit dem Rückzug all unserer Soldaten aus der Region beendet werden. Wir müssen die Rückkehr all unserer Soldaten aus allen Teilen der Welt initiieren, inklusive Korea, Japan, Europa und dem gesamten Mittleren Osten. Wir müssen die Kriegspropaganda, Blockadeandrohungen und Angriffspläne gegen den Iran beenden und auch nicht den kalten Krieg mit Russland wegen Georgien wiederentfachen. Wir müssen den Willen zu Gesprächen mit allen Ländern zeigen und Freundschaft, Handel und Reisefreiheit mit allen Ländern austauschen die dies wollen. Wir müssen die Drohung eines nuklearen Erstschlages gegen jegliche Nation vom Tisch nehmen.

Privatsphäre

Wir müssen die Privatsphäre und die Bürgerechte aller Bürger unter US-Jurisdiktion schützen. Wir müssen den Patriot Act, den Military Commissions Act und die FISA Gesetzgebung widerrufen oder radikal abändern. Wir müssen das Denkbild und die Umsetzung von Folter, die Abschaffung von Habeas Corpus, Geheimgerichtsverfahren und Geheimgefängnisse zurückweisen. Wir müssen Unternehmen, die bereitwillig für die Zwecke der Regierung die Bürger ausspioniert, Immunität verweigern. Wir müssen die autoritäre Präsidentschaft, die illegale Ausnutzung von Gesetzesinterpretationen und die exzessive Ausnutzung von Präsidialerlassen zurückweisen.

Die nationale Verschuldung

Wir glauben, dass es keine weitere Erhöhung der nationalen Schulden geben sollte. Die Last der Schulden die auf die nachfolgende Generation übertragen wird ist ungerecht und bedroht schon jetzt unsere Wirtschaft und den Wert unseres Dollars. Wir müssen unsere Rechnungen in unserer Zeit zahlen und diese nicht unfair auf die Schultern zukünftiger Generationen legen.

Die Bundesbank FED

Wir streben eine umfassende Untersuchung, Bewertung und Revision des Bundesbanksystems, und seiner intimen Beziehungen zu Banken, Unternehmen und anderen Finanzinstitutionen, an. Die willkürliche Macht, hinter verschlossenen Türen zum Nutzen kommerzieller Interessen, Geld und Kredit aus heißer Luft zu erzeugen, muss beendet werden. Es sollte keine Sanierungen von Unternehmen mit Steuergeldern oder Subventionierungen geben. Unternehmen sollten für Ihre Verbrechen und Betrügereien aggressiv rechtlich belangt werden.

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Elo-Forum Deutschland: Bundesverfassungsgericht gewährt Prozesskostenhilfe Verfassungsbeschwerde gegen Hartz IV
09/18/2008 12:16 AM
Karlsruhe - Das Bundesverfassungsgericht hat einer Klägerin Prozesskostenhilfe gewährt, die nach erfolgloser Klage gegen die Höhe der Hartz IV-Regelleistungen vor dem Bundessozialgericht nun mittels einer Verfassungsbeschwerde dagegen zur Wehr setzen will. Dies teilte das Erwerbslosen Forum Deutschland heute in Bonn mit. Gleichzeitig haben die höchsten Richter dem Bundestag, Bundesrat, der Bundesregierung, allen Landesregierungen sowie der Bundesagentur für Arbeit, als Beteiligte die eingereichte Verfassungsbeschwerde zugeleitet und bis zum 30.November 2008 Gelegenheit zur Stellungnahme aufgegeben. Dazu wurden neben dem Statistischen Bundes amt, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Sozialverbände als sachkundige Dritte um eine Stellungnahme gebeten. [Link] [Cache]
Tammox: Jesus attackiert gelenkige Münchnerin
09/18/2008 12:08 AM
Sport ist Mord - soviel ist sicher. Aber man sollte eben auch Kirchen meiden - insbesondere Katholische.
Einer 70 Jahre alten Rentnerin in der katholischen Kirchengemeinde im Stadtteil Neuaubing wurde das auf dramatische Weise von ganz oben klar macht.
Sie war just dabei im Pfarrsaal etwas Sportgymnastik zu treiben, als es dem 15-Kilo-Lattenhansel zu bunt wurde und er sich aus vier Metern Höhe auf sein fidel-geriatrisches Schäfchen stürzte.
Im Kampf Oma gegen Kruzifix zogen sich beide Parteien Verletzungen zu:
Sie bekam eine Platzwunde am Hinterkopf und der Sohn Gottes verlor gar seinen rechten Arm.
Was genau den 2000-Jährigen Gekreuzigten so in Rage gebracht hat, konnte die Polizei in München bisher nicht klären.
Möglicherweise gefielen ihm einfach die unkeuschen körperlichen Betätigungen nicht. Ist es nicht eine Entweihung des Hauses des Herrn, wenn man es zweckentfremdet und darin herum turnt? 3. Mose 5, 14 Und der HERR redete mit Mose und sprach:15 Wenn sich jemand vergreift, dass er es versieht und sich versündigt an dem, das dem HERRN geweiht ist, soll er ein Schuldopfer dem HERRN bringen, einen Widder ohne Fehl von der Herde, der zwei Silberlinge wert sei nach dem Lot des Heiligtums, zum Schuldopfer.
Dass die Gymnastikgerontin irgendwelche Widder dabei gehabt hätte, wüßte ich jedenfalls nicht. Oder aber das Gegenteil war der Fall, die rüstige Rentnerin saß nämlich schwatzend auf einer Bank, als ihr Jesus auf den Kopf fiel - hatte sie sich einfach nur faul gehen lassen? Man muß sich schon ein bißchen kasteien - sonst wird es übel. So steht schon in der Bibel:
3. Moses 23,29 Denn wer seinen Leib nicht kasteit an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden.
DICKE Frauen sind ja auch so ein Problem des Herren, er hat da wohl eine kleine Fettenphobie:
4.Moses, 5,21 so soll der Priester das weib beschwören mit solchem Fluch und soll zu ihr sagen: Der HERR setze dich zum Fluch und zum Schwur unter deinem Volk, dass der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch schwellen lasse!
Es könnte natürlich auch der Gymnastikanzug gewesen sein - das gehört sich ja nun schon gar nicht in einem Gotteshaus.
5. Moses 22,5 Ein weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.[Link] [Cache]

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