Saturday, February 14, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-09-28

Parteibuch Ticker Feed von 2008-09-28


Politik und Panorama: Kommunalwahl in Brandenburg - weiteres Desaster für die Union zeichnet sich ab
09/28/2008 11:50 PM

Dass es für die CSU in Bayern ein "schwarzer Tag" gewesen ist, setzt sich für die christdemokratische Schwesterpartei offenbar bei der Kommunalwahl in Brandenburg fort.

Bislang kommen die Sozialdemokraten laut Landeswahlleiter auf 23,9 Prozent, etwa so viel wie vor fünf Jahren. Die Linke verbessert sich leicht von 21,3 Prozent für die damalige PDS 2003 auf 23,4 Prozent. Dagegen sackt der Wahlsieger von 2003, die CDU, von 27,8 auf 19,6 Prozent ab. Die FDP bleibt mit 6,6 Prozent fast konstant. Auch hier verzeichnen lokale Wahlalternativen und freie Wählerverbünde größere Stimmengewinnen (in manchen Stimmkreisen leider auch die NPD).

Die Union in Brandenburg ist gekennzeichnet von tiefgreifenden innerparteilichen Streitigkeiten. Aber auch hier zeichnet sich ab, dass die Stellung als Volkspartei auch auf Seiten der Union ins Wanken gerät.

Ist für die SPD die Linkspartei und ihr aufgeweichtes Profil im Bereich der sozialen Gerechtigkeit die offene Wunde, ist es für die Union die fehlende programmatische Antwort auf die Vereinbarkeit von Konservatismus und Moderne.

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Linke Zeitung: CSU verliert bei Landtagswahlen über 16 Prozent und verliert die absolute Mehrheit
09/28/2008 11:38 PM
Desaster für die CSU beiden Landtagswahlen in Bayern: die Partei rutschte auf 43 Prozent ab. Die SPDstagniert bei etwas über 18 Prozent. Die Grünen erreichen 9,5 Prozent, die FDPetwa 8,0 Prozent. Die Freien Wähler liegen bei 10,5 Prozent. Die Linksparteiverfehlte mit 4,4 Prozent den Einzug in den Landtag.Damit wurden dieWählerstimmen im bürgerlichen Lager umgeschichtetBei der Landtagswahl 2003 erhielt die CSU 60,7 Prozent derStimmen und erlangte damit eine Zweidrittelmehrheit. Es das zweitbeste Ergebnisnach dem Zweiten Weltkrieg. Die SPD bekam 19,6 Prozent, die Grünen 7,7 Prozentund die FDP 2,6 Prozent. Die Freien Wähler verpassten mit 4,0 Prozent denEinzug ins Landesparlament.In München sind derzeit724 von 883 Stimmkreisen ausgezählt. Die CSU hat dort fast alle Direktmandatefür sich verbuchen können. Lediglich im Stimmkreis 104 Milbertshofen holt SPDSpitzenkandidat Franz Maget ein Direktmandat für die SPD. Im Stimmkreis 108Schwabing gehauptet sich CSU-Kandidat Ludwig Spaenle knapp mit 28,7% vor SPDKandidatin Isabell Zacharias mit 27,7%. Grünen-Kandidatin Margarete Bause liegtbei 18,1%.[Link] [Cache]
Principiis Obsta: Nach der Bayernwahl der nächste Kollaps an der Börse
09/28/2008 11:11 PM
Alarmsignal für die deutsche Bankenlandschaft: Dem Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate droht nach FTD-Informationen wegen Liquiditätsproblemen der Kollaps. Damit schlägt die Finanzkrise erstmals massiv auf einen Dax-Konzern durch.

"Wie aus Regierungs- und Finanzkreisen verlautete, suchen Deutschlands private Banken seit Tagen fieberhaft nach einer Lösung zur Rettung des Dax-Konzerns. Ein Sprecher des Unternehmens, das massiv in amerikanische Ramschhypotheken investiert hat, wollte die Informationen nicht kommentieren. Die Finanzaufsicht BaFin, die an den Gesprächen beteiligt ist, lehnte ebenfalls einen Kommentar ab.

Verantwortlich für die Schieflage der Bank sind nach FTD-Informationen Spekulationen der irischen Tochter Depfa. Der Staatsfinanzierer hatte sich für Langfristprojekte, für die er Geld verliehen hat, extrem kurzfristig refinanziert - was wegen des Misstrauens an den Märkten inzwischen nicht mehr möglich ist. "Der Markt für die Depfa ist tot", heißt es in Finanzkreisen. Für die Refinanzierung muss nun die Hypo einstehen. Nach FTD-Informationen geht es um einen zweistelligen Milliardenbetrag. Es sei derzeit unwahrscheinlich, dass die Hypo Real Estate diese Summe stemmen kann."

Quelle: FTD[Link] [Cache]
Radio Utopie: Die merken nix mehr..
09/28/2008 11:07 PM

Die Bayern erwecken bei ihrer Landtagswahl zwar den Lazarus Demokratie. An Günther Beckstein (CSU) und Franz Maget (SPD) aber werden sie sich die Zähne ausbeissen.

München: “Die Bayern haben doch ganz klar gesagt, jawoll, der Beckstein soll es machen”. “Wir haben mit unserer Thematik die Niederlage der CSU möglich gemacht”. Man weiss schon nicht mehr was noch grässlicher ist: diese Sprüche, oder dass man schon nicht mehr weiss, wer von beiden sie vom Baum gerissen hat - Franz Maget oder Günther Beckstein. Wie ein Trainingslager für Wahnsinnige, deren Kadetten selbst da noch nur Mittelmass hinbekamen - so mutete die Berliner Runde und alle vorherigen Statements der Berliner Regierungsparteien samt ihrer Protagonisten nach dem Erdbeben von Bayern an.

Die SPD versenkte sich wieder einmal selbst mit dem schlechtesten Ergebnis aller Zeiten und natürlich abermals unter rauschendem Beifall. Als noch vor 19 Uhr Franz Maget in München unter Jubel- und Bravo-Rufen auf die Bühne der bayerischen Sozens trat, wusste man: Parteienpolitik in Deutschland ist einfach nichts für normale Menschen.
Derweil trällerte Merkels Kanzlerkandidat für Nebenbuhler, Frank Steinmeier, schon ein bisschen angeschrägt ein “My Heart will go on” hinterher, wähnte sich dabei am sicheren Berliner Ufer und merkte nicht, dass ihm schon die Knöchel nass wurden.

Der CSU-Parteichef Huber wiederum wirkte bei seiner redlich verdiensten Siegesrede wieder mal als hätte er mehr als 2 Mass intus. Jeder Satz fiel ihm schwer. CSU-Wähler werden sich fragen, was sie denn noch alles tun müssen, um ihn loszuwerden. Dabei ist die Antwort ganz einfach: aufhören CSU zu wählen. Dafür reichen aber 17 Prozent Verlust einfach nicht aus. Das war nicht zu leugnen, soviel man auch blinzelte und sich die Augen rieb.
Ministerpräsident Günther Beckstein sagte derweil jedem Sender eigentlich nur noch, der Wähler habe “jawoll” gesagt und wolle die CSU, sah dann bei jedem Interview 5 Jahre älter aus als beim letzten, schaffte es aber als Johannes Heesters der Landestrachtenpolitik dann doch immer haarscharf in die nächste Werbepause.

Die FDP. Honorig und unverdient hängte man sich den Verzweiflungsorden der bürgerlichen Wähler um und redete in einem Tonfall daher, als hätte man eine bayrisch-hessische Staatengemeinschaft aufgemacht. Dabei ist FDP-Spitzenkandidat Martin “wer?” Zeil bereits jetzt schon Leiter der Rechtsabteilung bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers in München. Auch demnächst nur nebenberuflich - versteht sich.
Zeil wird nun, wie er versprochen hat, Günther Beckstein für weitere 5 Jahre zum Ministerpräsidenten machen. Und er wird dazu, die Nase einen halben Meter über Krawattenhöhe, leichenblass in die Kamera lächeln und sagen, dass ganz Bayern ihm dafür danken wird.

Die Grünen wollten nicht wirklich eine andere Politik. Sie freuten sich über die paar eingesammelten Prozente, das war´s. Hätten sie wirklich SPD-Superhirn Franz Maget zum bayrischen Ministerpräsidenten machen wollen, so hätten sie sich früher getraut, dass zuzugeben als drei Tage vor der Wahl.

Tja - die Linken haben es nicht geschafft in den bayrischen Landtag einzuziehen. Das kommt davon, wenn man handwarme Spitzenkandidaten und Landesverbände hat, die dem Duo aus der Berliner Zentrale nicht dazwischen singen. Lafontaine und Gysi, die nach dem verpassten Einzug den unglaublichen, unfassbaren, ununtertreffbaren Dietmar Bartsch vor die Kameras schickten, müssen sich fragen, ob die Zeit für Wählerfang durch simple Alternativlosigkeit nicht langsam abläuft.

Zu danken ist wirklich nur den Bayern. Sie können ja eigentlich nichts dafür, könnte man sagen.
Wären´s nur noch a bisserl normaler gewesen..

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Mein Parteibuch Blog: Klarer Regierungsauftrag für Franz Maget in Bayern
09/28/2008 10:17 PM

Satte 19% hat die SPD nun ersten Prognosen zufolge bei der Landtagswahl in Bayern eingefahren. Franz Maget, Spitzenkandidat der SPD, darf sich über dieses hervorragendes Ergebnis freuen. Derzeit wird prognostiziert, dass die sozialdemokratische Linkspartei mit 4,7% den Einzug in den Landtag knapp verpasst hat. Da gleichzeitig die CSU in Bayern mit prognostizierten 43% die absolute Mehrheit verloren hat, ist nun der Weg frei für Franz Maget. Jetzt kann er seinen im Mai verkündeten Plan verwirklichen, von einer Koalition aus SPD, Freien Wählern, FDP und Grünen getragener Ministerpräsident zu werden. Im Mai kündigte Franz Maget laut Focus an:

“Maget rechnet damit, dass die CSU für den Fall des Verlusts ihrer absoluten Mehrheit für längere Zeit „geschockt und handlungsunfähig" wäre, weil Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein nicht wüssten, wie lange sie noch in ihren Ämtern verbleiben. Dieses „Chaos" will Maget nutzen, um mit allen kleinen Parteien, die den Sprung in den Landtag geschafft haben, unmittelbar Koalitionsgespräche aufzunehmen. „Im September geht was", zeigte sich der Oppositionsführer optimistisch.”

Na, dann mal los, Franz!

Psst, nicht lachen! Die Welt wartet schon jetzt gespannt, mit welcher schauspielerischen Glanzleistung sich Franz Maget um die von ihm angekündigten Koalitionsgespräche drücken wird und sich wieder auf die seine gottgegebene Fähigkeit besinnt, in Bayern jede Chance auf irgendeine Verbesserung der herrschenden Verhältnisse zunichte zu machen.

Dass es in Bayern auch anders geht, hat Gabriele Pauli heute demonstriert. Mein Parteibuch gratuliert den freien Wählern in Bayern zu 10%.

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rotglut.org: Angeklagter Günter Freiherr von Gravenreuth und Alexander J. Kleinjung - ein sehr besonderes Verhältnis
09/28/2008 10:12 PM
Prevision einer möglichen Revision Am 17.9.2008 fand die Berufungsverhandlung des Günter Freiherr von Gravenreuth vor dem LG Berlin statt. Gravenreuth wurde zu 14 Monaten Haft verurteilt. So weit. So sehr gut. Nunmehr hat Gravenreuth nach eigenen Verlautbarungen durch seinen Verteidiger Revision einlegen lasse ... [Link] [Cache]
rotglut.org: Lügenolympiade® - Mannschaftswettbewerb
09/28/2008 10:12 PM
Titel in der Disziplin "Lügen im Duett, Quartett, Kanon" "Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (der Lügner oder die Lügnerin) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Hörer sie trotzdem glauben." [...] "Strafrechtlich relevant werden kann eine Lüge als Verleumdung ... [Link] [Cache]
Aktion: Stoppt die e-Card!: DBCvrij.nl
09/28/2008 09:49 PM

Dear colleagues,

we are happy to get in touch with our ‘soulmates’ abroad, who apparantly encounter the same or similar difficulties and developments with governmental regulations as we do in the Netherlands.

Please let me introduce ourselves.

We = a group of worried psychiatrists and psychotherapists in the Netherlands who decided to take legal steps against the intrusive government rulings and healtcare insurance companies who are slowly but forcefully raping the citizens / patients constitutional rights to the preservation of their privacy. Moreover, insurance companies are being facilitated by new governmental regulation in gaining control over content and practice of the health professionals by on the one hand forcing them into contracts with lots of duties and little rights and on the other hand increasingly prescribing them to follow protocoltreatments based on classification according to the DSM-IV.

In order to take the legal steps, in november 2007 we constituted a foundation: Koepel van DBC-vrije Ptraktijken van Psychotherapeuten en Psychiaters (www.dbcvrij.nl - unfortunately our website is not yet available in English). DBC is standing for: Diagnosis Treatment (in Dutch: Behandel) Combination. This system requires from every practitioner to make combinations of a form of treatment associated to a DSM-classification of the symptomatology of the patient. Moreover, this information must be transferred via the internet to a central data base from where the information is spread towards all kinds of institutions and commercial companies. At the same time the healthcare insurance companies demand specific diagnostic information on our bills which even more threatens the patients privacy and because of which he may suffer future economic and otherwise damage.

We opposed in a formal administrative procedure against the new regulations forced upon us by the Dutch Care Authority (Nederlandse Zorg Autoriteit) but our opposition was disgarded in full. So now we are engaging in a legal procedure against the same Authority at the Court of Appeal. This will be the first evaluation by a judge.

Our foundation is the only organised group in the Netherlands who is defending the patients privacy rights in court.

In case the judge would not abide with our arguments we already made clear we will immediately claim our rights at the European Court of Civil Rights in Strassbourg. Our legal advisors are convinced that the new regulations are in conflict with relevant legislation in the European Convention of Human Rights.

We would be interested indeed in exploring how we could combine our efforts and join hands, as you call it. Maybe we could start by expressing publicly adhesion towards our mutual struggles and goals.

Koepel van DBC-vrije Praktijken van Psychotherapeuten en Psychiaters
Wietse Velthuys
Clinical psychologist – psychotherapist
Secretary of the Koepel

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Ewald Proll: Diese Politik macht krank - Analyse des „Wettbewerbsstärkungsgesetzes" 2007
09/28/2008 09:40 PM

Die Veränderungen im Sozialgesetzbuch V im Jahre 2007 durch das „Wettbewerbsstärkungsgesetz“ (GKV-WSG) werden unser Gesundheitswesen dramatisch umpflügen. Nicht nur die „Volksvertreter“ hatten im Februar 2007 dieses Gesetz weder gelesen noch verstanden. Die 555 Seiten waren in einer bürokratisch-herrschaftlichen, unverständlichen Sprache verfasst, so dass auch fast 2 Jahre später Ärzte und Bürger die Folgen nicht abschätzen können.

Es besteht die Notwendigkeit einer verständlichen Analyse. Diese wird uns erleichtert durch einen Kommentar zum Gesetz, verfasst von einem „Vater des Gesetzes“ Dr. Ulrich Orlowski, Jurist, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Gesundheit, seit 1996 Leiter der Abteilung Krankenversicherung und an allen Gesundheitsreformen wesentlich beteiligt.

Lobeshymnen von Frau Schmidt

Ministerin Schmidt am 29.8.2008 zum Beschluss des „Erweiterten Bewertungsausschusses“ zur ärztlichen Vergütungsreform:

„Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erhalten nun ein kalkulierbares, gerechteres und auch transparentes Honorarsystem. ...

Das Ergebnis zur Vergütung stellt eine kräftige Erhöhung der Honorare für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland dar. Wir erwarten, dass sich dies durchgängig in einer qualitativ hohen und guten Versorgung für die Versicherten niederschlägt. Die Beitragszahler haben überall in Deutschland einen Anspruch darauf. Mit der Honorierung der Vertragsärzte in Euro und Cent muss auch eine unterschiedliche Servicequalität in den Praxen für GKV-Versicherte und PKV-Versicherte der Vergangenheit angehören. Hinweise seitens der Ärzteschaft auf Budgets entbehren nun jeder Grundlage. Mit der Neuordnung wird die Budgetierung aufgehoben. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um die Qualität der Versorgung weiterzuentwickeln und entstehende Versorgungslücken durch Honorarzuschläge in Zukunft zu schließen.“

(Pressemitteilung; BMG, zitiert änd 29.8.2008)

Wie sieht im Gegensatz dazu die Realität aus?


"Diese Politik macht krank - Analyse des „Wettbewerbsstärkungsgesetzes" 2007" vollständig lesen [Link] [Cache]
Tammox: Kurz.
09/28/2008 09:39 PM
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Das wird das kürzeste von bisher 466 Postings.


Bisherige Tammox-tags zur



CSU = 26


Zu Beckstein = 2

Zu Bayern = 12

Zu Huber = 13

Zu Stoiber = 7

Zu Söder = 2


Derzeitiger Stand der Hochrechnungen der Bayerischen Landtagswahl:


CSU = 43 %. (Nach fast 61 % im Jahr 2003)


Mein Kommentar:


Ätschibätschi! Hehehehe! Im Gegensatz zur Aussage des ordentlich besoffenen Hubers ist das das kein „schwarzer Tag für Bayern", sondern ein GUTER TAG für Bayern.

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Radio Utopie: Klarer Regierungsauftrag für Franz Maget in Bayern
09/28/2008 09:07 PM

Satte 19% hat die SPD nun ersten Prognosen zufolge bei der Landtagswahl in Bayern eingefahren. Franz Maget, Spitzenkandidat der SPD, darf sich über dieses hervorragendes Ergebnis freuen. Derzeit wird prognostiziert, dass die sozialdemokratische Linkspartei mit 4,7% den Einzug in den Landtag knapp verpasst hat. Da gleichzeitig die CSU in Bayern mit prognostizierten 43% die absolute Mehrheit verloren hat, ist nun der Weg frei für Franz Maget. Jetzt kann er seinen im Mai verkündeten Plan verwirklichen, von einer Koalition aus SPD, Freien Wählern, FDP und Grünen getragener Ministerpräsident zu werden. Im Mai kündigte Franz Maget laut Focus an:

“Maget rechnet damit, dass die CSU für den Fall des Verlusts ihrer absoluten Mehrheit für längere Zeit „geschockt und handlungsunfähig" wäre, weil Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein nicht wüssten, wie lange sie noch in ihren Ämtern verbleiben. Dieses „Chaos" will Maget nutzen, um mit allen kleinen Parteien, die den Sprung in den Landtag geschafft haben, unmittelbar Koalitionsgespräche aufzunehmen. „Im September geht was", zeigte sich der Oppositionsführer optimistisch.”

Na, dann mal los, Franz!

Psst, nicht lachen! Die Welt wartet schon jetzt gespannt, mit welcher schauspielerischen Glanzleistung sich Franz Maget um die von ihm angekündigten Koalitionsgespräche drücken wird und sich wieder auf die seine gottgegebene Fähigkeit besinnt, in Bayern jede Chance auf irgendeine Verbesserung der herrschenden Verhältnisse zunichte zu machen.

Dass es in Bayern auch anders geht, hat Gabriele Pauli heute demonstriert. Mein Parteibuch gratuliert den freien Wählern in Bayern zu 10%. (Quelle: Mein Parteibuch)

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AK Vorratsdaten: 200 Braunschweiger demonstrieren für die Grundrechte (26.09.2008)
09/28/2008 09:07 PM
Heute haben in Braunschweig 200 Menschen unter dem Motto „Freiheit statt Angst – Gegen den Überwachungswahn" demonstriert. Neben einem wirkungsvolleren Datenschutz auch in staatlichen Institutionen wurde ein verbesserter Grundrechtsschutz gefordert. Es war bereits die zweite Demonstration in Braunschweig innerhalb weniger Monate, am 31. Mai hatten sich über 400 Menschen zusammengefunden.[Link] [Cache]
Politik und Panorama: Landtagswahl Bayern - erste Prognosen deuten Desaster für die CSU an
09/28/2008 08:39 PM

Die vorhergesagte Verschiebung der Machtverhältnisse in Bayern nimmt konkrete Formeen an. Ergebnis der ersten Prognosen:

CSU: 43%
SPD: 19%,
Grüne: 9%
FDP: 8,5%
Freie Wähler: 10%
LINKE: 4,8%

Auch wenn die LINKE den Einzug in den Landtag verpasst (ich rechne allerdings damit, dass sie im Laufe des Abends noch über die 5% Hürde Überspringt), verliert die CSU die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag.

Damit dürfte auch das Kapitel Erwin Huber abgeschlossen sein. Ein Parteichef, der ein derartiges, für die CSU desaströses, Ergebnis zu verantworten hat, wird demnächst wohl abtreten. Ich rechne damit, dass Huber noch im Laufe des Abends zurücktritt. Beckstein wird für einen Übergangszeit wohl noch bleiben, aber nicht über eine volle Legislaturperiode.

Die SPD kann trotz des neuen "Heilsbringers" Franz Müntefering nicht profitieren. Mal sehen, was der Abend noch bringt.

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Oeffinger Freidenker: 43%
09/28/2008 08:21 PM
Die CDU würde jubeln. Die SPD auch. Die kleinen Parteien sowieso. Für die CSU aber ist das Ergebnis der Landtagswahl eine Schmach. Der Mythos CSU (der freilich von den Medien erst richtig aufgebauscht wurde, seit es ihn nicht mehr gibt) ist dahin. Aber was ist der Grund? Wie Stephan Hebl in seinem Leitartikel schreibt, ist es sicherlich ein Gutteil die Schuld des absolut uncharismatischen Führungsduos Beckstein/Huber, die sich in der Vergangenheit zahllose Schnitzer erlaubt haben und die zudem bei keinem öffentlichen Auftritt überzeugt hatten. Natürlich ist es auch der vergeigte Wahlkampf.
Aber das kann kaum alles sein, denn hier in Baden-Württemberg wurde auch ein absoluter Unsympath in die Regierung gewählt, der beinahe die absolute Mehrheit errungen hätte. Es scheint, als ob die Leute der CSU einfach überdrüssig geworden wären. Wenn die Demoskopen sich die Wählerwanderungen genauer anschauen konnten, wird sich hier vielleicht noch das eine oder andere klären. Viel interessanter nämlich als das miese Abschneiden der CSU ist das eigentlich noch viel miesere Abschneiden der SPD.
Denn obwohl die CSU 17% im Vergleich zu 2003 verloren hat, ist es der SPD unter dem bekennenden Agenda-Jünger Franz Maget gelungen, ihr historisch schlechtes Ergebnis noch zu unterbieten. 0,8% gingen noch einmal verloren, wie es aussieht scheitert die LINKE mit nur 4,8% knapp an der 5-Prozent-Hürde. Die Wahlkampfhilfen von Müntefering und Steinmeier halfen der SPD genausowenig wie der CSU die von Merkel. Auch in Bayern wissen die Leute offensichtlich, dass die SPD keine Alternative ist. Zu was auch?

Weitere Quellen:

Sieben erste Erkenntnisse
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Steinmeier: Mama, die anderen sind noch dümmer als ich!
09/28/2008 08:19 PM

Wow. Die Wahl in Bayern ist ein Hammer. Ich hätte nie mit einem derartigen Reinfall für die CSU gerechnet. Ja mehr noch, ich halte Verluste in der Höhe von 17 Prozent und mehr nicht einmal für gerechtfertigt. Ein anständiger Schlag von 7-9 Prozent wäre in Ordnung gewesen, aber das was jetzt augenscheinlich passiert ist, sprengt alle Vorstellungen.
Beckstein und Huber konnten es nicht. Das war klar. Sie hatten das Charisma eines toten Schafes, wobei bei Huber das Schaf schon länger tot war. Nach dem Auftritt von Beckstein und Huber im Fernsehen ist davon auszugehen, das Huber etwas weniger trinken sollte, wobei das für den Rest seiner politischen Zukunft auch egal sein dürfte, weil er keine mehr hat.

Die Tante Westerwelle war ganz feucht im Schritt vor lauter Freude und damit ist die Frage einer neuen bayrischen Regierung wohl geklärt. Beckstein mit der Schwesterwelle. Was wird der Beckstein dem Huber nachtrauern. Eine Pfeife ist immer noch besser als Onkel Guido und sein Pack. Allerdings wird Beckstein das erst wissen, wenn es bei weitem zu spät ist.

Die freien Wähler und die Grünen haben Grund zum Jubeln, schade ist es für die Stimmen der Linken die ins Nirwana verschwinden. Ich persönlich hätte mir die Linken im bayrischen Landtag gewünscht. Über den SPD Spitzenkandidaten muss man nicht reden, der pinkelt sich vor Freude ins Höschen, weil die CSU verloren hat und sieht nicht, dass seine SPD absäuft. 19 Prozent sind halt immer noch zu viel, um einen SPD Obermimen wach zu machen. Er wird Ergebnisse unter 18 im Saarland sehen.

Ein Höhepunkt war die Pofalte. Das Loch in der CDU. Er sprach von einer bürgerlichen Mehrheit, aus FDP, freien Wählern und der CSU. Grüne und SPD gehören für diesen Vollpfosten nicht in das Lager der bürgerlichen Parteien. Wahrscheinlich würde diese Pfeife eher Pro Köln und Adolf Hitler zu seinen Bürgern zählen. Der Mann sollte wirklich mal für zwanzig Sekunden auf eine Berliner Straße ohne Leibwache gehen, um zu begreifen, wie weit er und seine verkommene Partei, sich von den Menschen entfernt haben. Den würde man in Berlin nicht einmal in einen Gulli entsorgen. Den würde man brav beim Schadstoffmobil abgeben.

Das grausamste Ergebnis bis jetzt lieferte der menschenverachtende Steinmeier. So wie er mit Kurnatz umgegangen ist und so tief, wie er Deutschland in diverse Angriffskriege verwickelt hat, hat er heute seine persönliche und politische Dummheit veröffentlicht. Er glaubt wirklich, das die SPD Verluste in Bayern ein Sieg sind.

Das ist so etwas von vollständig blöde, wie es bisher nur Franz Müntefering hinbekommen hat. Die Menschen in Deutschland wollen eine neoliberale SPD nicht haben. Sie wollen keinen Frank-Walter Steinmeier der deutsche Bürger in Guantanamo verrecken lässt. Steinmeier und Müntefering haben diese Wahl in Bayern vergeigt und sie werden jede Wahl verlieren zu der sie sich stellen müssen. Arschloch und Verräter will niemand. Funktionär und gekaufte Pfeife auch nicht.

Es ist die SPD die diese Wahl zu Recht verloren hat. Es hat auch keinen Sinn an die SPD zu appellieren. Die sind viel zu weit von den Menschen entfernt um überhaupt noch etwas zu merken.


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ISLA: Ich
09/28/2008 08:17 PM
weiss auch nicht, warum nach der SMS mit den Worten Router, Rootkit und dem Gruss an saudumme F*** nun plötzlich im Live Traffic Feed meine eigene Einwahl zur Abwechslung nicht aus Timbuktu und Taiwan sondern zum ersten Mal aus Köln angezeigt wird.[Link] [Cache]
Böse Worte: A gscheite Watschn
09/28/2008 08:16 PM
Watsch, das hat geklatscht. Ich habe da etwas von 18 Prozent Verlust gehört. Na das wird auf zwei Backen aber schöne rote Hände hinterlassen. Die schmerzen noch lange nach. Vor allen Dingen wenn man es nicht gewöhnt ist.

Nun Erwin und Günther was macht ihr den nun? Ok, zurücktreten wäre das Mindeste. Aber vieleicht müßt ihr auch noch auswandern. Wenn ihr Glück habt dürft ihr dann für das Merkel noch die urigen Pausenclowns geben.

Sachdenfreude ist doch die schönste Freude![Link] [Cache]
Querdenkerforum: Deutschland, Du bist ein Riese
09/28/2008 08:12 PM
Deutschland, Du bist das Land der Dichter und Denker.

Albert Einstein, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller haben hier gelebt.

Auf Deinem Territorium fand die erste friedliche Revolution in der Geschichte statt. [ Wir sind das Volk! ]

Du hast das Zeug, die Verhältnisse in Deutschland zu ändern.

Nutze Dein Portential!

Du bist eine Riese!

Jeder Deiner 82 Millionen Bewohner kann, wenn er sich seine Rechte erst einmal bewusst gemacht hat, im demokratischen Sinne zum Riesen werden.

Engagiere Dich!

Pack an!

Beteilige Dich am Gedankenaustausch über die Zukunft Deutschlands.

Höre zu, was Georg Schramm, Richard von Weizsäcker und Roman Herzog Dir zu sagen haben.

Lies die Bücher von Klaus Adomeit, Charles Beat Blankart, Gustav Großmann, Gerd Habermann, Johannes Heinrichs, Paul Kirchhof, Karl Albrecht Schachtschneider, Hans Herbert von Arnim und Götz W. Werner.

Lebe die Demokratie! [Link] [Cache]
scusi!: Höllensturz des CSU-Königsmörders Beckstein, Merkel ist schuld
09/28/2008 07:30 PM
rhbl

Absolute Mehrheit in Bayern futsch, 18 Prozent Stimmenverlust, da schau`n die beiden dämlichen Pfeifen Beckstein und Huber ganz schön blöd aus der Wäsche. Die depperten Königsmörder, die im Auftrag von Frau Merkel und dem Zentralverband der Milchmädchen in Deutschland e.V. den Jäger des korrupten Siemens-Pierer, den 60 Prozent-König Stoiber hinterrücks erdolcht haben, sind erledigt. Beckstein und Huber klammern sich noch an ihre Sessel. Sie wollen selbst als reitende Leichen, als atmende Mumien noch bleiben. Angeblich wollen sie den CSU-Scherbenhaufen, den sie im Auftrag von Merkel angerichtet haben, selbst wegräumen.

Frau Merkel hat sich und ihrer CDU mit dem aus schierer persönlicher Antipathie gegen Schröders Konkurrenten ums Kanzleramt initiierten Königsmord an Stoiber selbst ins Knie geschossen. Um Stoiber zu ruinieren, hat sie sowohl die Mehrheit für die Wahl von Köhler zum Bundespräsidenten als auch die Mehrheit der CDU im Bund in Gefahr gebracht, wenn nicht geopfert.

Die SPD verliert ebenfalls, kann nur 19 Prozent erreichen. Das Ende der Volksparteien in Deutschland ist eingeläutet. Sieger der Bayernwahl sind die kleinen Parteien. Die CSU-Wähler sind zur FDP, zu den Freien Wählern und zur Linken abgewandert.

Die erste Hochrechnung der ARD sagt 4,7 Prozent für Die Linke mit steigender Tendenz zu 5 Prozent. voraus. Weil die Stimmen vor allem von CSU-Mitgliedern in den Wahllokalen ausgezählt werden, sollte Die Linke unbedingt auf Nachzählung der Stimmen in kritischen Gegenden dringen, um Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung im Ansatz zu verhindern.[Link] [Cache]
Linke Zeitung: Steinbrücks Krisenrede und die Vorherrschaft der USA
09/28/2008 07:20 PM
Status als Finanzsupermacht geht den USA verloren. Aber vorsicht, sie haben noch einen 1-A Joker im Ärmel: die militärische Übermacht Finanzminister Peer Steinbrück stimmte in seiner Rede »Zur Lage an den Finanzmärkten« am 25. September 2008 die Menschen auf eine weltweite und tiefgreifende Wende in der Wirtschaftspolitik ein. Er sprach von einer aktuellen weiteren „Zuspitzung der schlimmsten Bankenkrise seit Jahrzehnten. Niemand solle sich täuschen, sagte er: „Die Welt wird nicht wieder so werden wie vor dieser Krise. Richtig analysierte er: „Die USA werden ihren Status als Supermacht des Weltfinanzsystems verlieren. Das Weltfinanzsystem wird multipolarer. Hier in der www.linkezeitung.de (http://www.linkezeitung.de) wiesen wir bereits vor mehr als einem Jahr darauf hin, dass ein erheblicher wirtschaftlicher Niedergang der USA unausweichlich sei: Kapitalismus am Abgrund: Weltwirtschaftskrise und Krieg drohen (index.php?option=com_content task=view id=2952 Itemid=249), Die postkapitalistische Produktionsweise (index.php?option=com_content task=view id=3994 Itemid=147) und weitere Artikel. Die erdrückende Verschuldung von Staat, Bundesstaaten und Privatpersonen (die Verschuldung des Gesamtstaates allein betrug Ende 2007 9 Billionen Dollar. Siehe Bild „National Debt from 1940 to present weiter unten) zusammen mit einem riesigen Defizit in der Handelsbilanz mussten zum wirtschaftlichen Niedergang führen. Um vom weltumspannenden kapitalistischen System abzulenken schiebt Steinbrück den USA die Schuld zu. Er stellt richtig fest: „Hier wurden Hypothekenkredite an nicht kreditwürdige Kreditnehmer ohne jegliche Sicherheiten vergeben. Hier wurden diese immensen Kreditrisiken anschließend durch Verbriefungsgeschäfte unkenntlich gemacht. [Link] [Cache]
Bayern: Die Löwen der Bavaria haben gebrüllt
09/28/2008 07:04 PM

Fläche des Freistaates: 70.551,57 km² - Landesteile: Ober-, Mittel- und Unterfranken, Schwaben, Ober- und Niederbayern und die Oberpfalz – Wahlberechtigte: 9,3 Millionen.

Wahlergebnis 2003: CSU – 69,7 %; SPD – 19,6 %; FDP – 2,6 %; GRÜNE – 7,7 %; FW (Freie Wähler) – 4 %

Wahlprognose ( 18.00 Uhr) 2008: CSU - 43 %; SPD - 19 %; FDP - 8 %; GRÜNE - 9,5 % FW (Freie Wähler) - 10,5 %; DIE LINKE - ohne Chancen

1. Hochrechnung (18.20 Uhr – ARD ):
CSU – 43 %; SPD – 19,1 %; FDP – 8,1 %; GRÜNE – 9,3 %; FW – 10,2 %; DIE LINKE: 4,7 %

[Link] [Cache]
redblog: Erste Hochrechnung lange vor Schließung der Wahllokale bekannt
09/28/2008 06:56 PM
Bei den vorgezogenen Nationalratswahlen in Österreich zeichnet sich ein deutlicher Rechtsruck ab. Die beiden rechtsextremen Parteien BZÖ und FPÖ können nach den ersten Hochrechnung gemeinsam fast 30 % der Stimmen erreichen. Die ersten Hochrechnung waren bereits Stunden vor Schließung der Wahllokale im Internet zu finden, mit dem Hinweis
"Bitte S P E R R F R I S T beachten".



Ein Kommentar zum Ergebnis der Nationalratswahl in Österreich wird demnächst hier veröffentlicht.

via scoop.at[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Heute ist ein guter Tag
09/28/2008 06:22 PM
Warum ist ja wohl klar...oder?

43% für die CSU, ein Minus von mehr als 17%


Ein Arschtritt für diese konservative Hetzerpartei in Bayern. Mein Dank an die Bayrischen Wähler.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Tatort Bundespräsidentenamt
09/28/2008 06:18 PM
Er ist ein Grantler, ein Fan von revolutionären Heldengestalten wie Marx, Lenin und dem Kleinen Trompeter, ein Schauspieler, der in jeder Rolle sich selbst darstellt, ein Polit-Prediger, der mit ein bisschen Bibel und ein wenig "Kapital" nichts erklären, aber allerlei beklagen kann. Jetzt wird Peter Sodann, ehemals hallescher Theatererbauer und "Tatort"-Kommissar vielleicht sogar noch Bundespräsident.

Die um originelle Einfälle zur Volksbespaßung nie verlegende "Linke" ist bei der Suche nach einem eigenen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl im Mai 2009 endlich auf Sodann gestoßen, der ein sehr naheliegender Kandidat ist: Neulich erst wollte der Mime für die Partei in den Bundetsag, kurz vor Urnenschließung aber dann doch nicht mehr. An der Demokratie aber hat Peter Sodann schon immer gefallen, dass sie ihm die Wahl ließ, sich wählen oder es sein zu lassen. Mit 72 ist der zuletzt im Zorn aus seinem ererbten Theaterdirektorsessel geschiedene Hobby-Marxist jung genug, noch zwei saubere Amtszeiten hinzuschmeißen. Genug Zeit, den Papast über die wahre Bedeutung der Bibel aufzuklären, Putin zum Kommunisten zurückzuerziehen und alle armen Kinder der Welt mit eigenhändig ausgereichten Bargeldspenden für immer glücklich und satt zu machen.[Link] [Cache]
ISLA: No title
09/28/2008 06:17 PM
independentsla.de
a.haarland at googlemail punkt com
Sorry! Man-In-The-Middle-Attack!
Use safe communication![Link] [Cache]
ISLA: *g*
09/28/2008 06:17 PM
Denver Police Union: "We get up early, to beat the crowds"
via[Link] [Cache]
Ron Paul News & Comments: Endspurt Schweizer Freiheitskampagne.ch
09/28/2008 06:10 PM

via Bavaria for Ron Paul

An alle hier mitlesenden Schweizer:

Gemäss dem Willen des Bundesrats und der Mehrheit des Parlaments sollen ab 1. März 2010 alle Schweizer Pässe und alle Schweizer Identitätskarten zwingend mit biometrischen Daten und einem RFID-Chip versehen werden. Zusätzlich sollen all diese Daten in einer zentralen Datenbank des Bundes gespeichert werden und ausländische Regierungen und private Unternehmungen sollen Zugriff auf diese persönlichen und vertraulichen Informationen der Schweizer Bürger erhalten.

Die Freiheitskampagne.ch sagt:

NEIN zum Abgabezwang von biometrischen Daten ALLER Schweizer Staatsbürger für alle neuen Schweizer Pässe und Identitätskarten!

NEIN zum Abgabezwang von biometrischen Daten für alle neuen Schweizer Pässe und Identitätskarten!

NEIN zur Speicherung Ihrer persönlichen biometrischen Daten in einer zentralen Datenbank des Bundes!

NEIN zum Zugriff ausländischer Regierungen und sogar privater Unternehmungen auf Ihre persönlichen biometrischen Daten!

NEIN zum Einbau eines lokalisierbaren und strahlenanfälligen RFID-Chips in alle neuen Schweizer Pässe und Identitätskarten!

NEIN zur Abkehr von der bewährten Bürgernähe der Gemeinden, weil nachher nicht mehr die Einwohnerkontrollen zuständig sein würden!

NEIN zum Ausbau des Überwachungsstaates und des gläsernen Bürgers!

schweizerfahne2

Bitte helfen Sie im Interesse von ALLEN Schweizer Bürgerinnen und Bürgern und unseren Nachkommen mit, dass wir unsere persönlichen Freiheitsrechte nicht leichtfertig verlieren. Unterschreiben Sie dieses Referendum, damit die Stimmbürger an der Urne entscheiden können! Jede Stimme zählt! Es werden 50.000 gültige Unterschriften benötigt, die bis spätestens am 2.10.2008 gesammelt werden müssen.

DER ALLES ENTSCHEIDENDE ENDSPURT !

Senden Sie uns jetzt keine UNBEGLAUBIGTEN Bögen mehr. Gehen Sie mit den Bögen die Sie bis am Montag, 29.9. noch ausfüllen können direkt auf die zuständige Gemeindeverwaltung um die Unterschriften beglaubigen zu lassen. Oder senden Sie die Unterschriftenbögen DIREKT an die zuständige Gemeindeverwaltung. Drucken Sie dafür diesen Begleitbrief aus:

Stimmrechtsbescheinigung

Sie müssen nur noch von Hand die fehlenden Angaben eintragen. Alle von der Gemeinde BEGLAUBIGTEN Unterschriftenbögen müssen spätestens am 2. Oktober bei uns in Wil/SG eintreffen, sonst zählen sie nicht mehr!

Sie finden hier eine Liste von Sammelaktionen bei denen Sie noch mithelfen können.

In sehr vielen Kantonen finden am Wochenende vom 26. - 28.9.08 kantonale Abstimmungen statt. Falls in Ihrer Wohngemeinde eine Abstimmung stattfindet können sie während den Öffnungszeiten vor den Abstimmungslokalen Unterschriften sammeln. Achten Sie aber besonders darauf, dass auf dem Unterschriftenbogen KEINE Gänsefüsschen verwendet werden dürfen, wenn z.B. der Name und oder die Strasse von mehreren Personen gleich lauten.

WICHTIG: Sprechen Sie die Leute erst an, wenn diese das Abstimmungslokal VERLASSEN, damit der Abstimmungsprozess nicht gestört wird. Falls Sie ein farbiges Plakat als Blickfang drucken möchten, finden Sie hier gute Vorlagen, die Ihnen jeder Copy Shop oder jede Druckerei problemlos in der gewünschten Grösse drucken kann. Sammeln Sie noch bis Montag, 29.9.2008, mit vollem Einsatz so viele Unterschriften wie möglich in Ihrem Bekanntenkreis, an Ihrem Arbeitsplatz, in Ihrer Nachbarschaft oder wo auch immer.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme am alles entscheidenden Endspurt!

Überparteiliches Komitee gegen biometrische Pässe und Identitätskarten
Postfach 268
9501 Wil SG

email: info@freiheitskampagne.ch

NOCH 4 Tage!

Am 2. Oktober müssen mindestens 50.000 Unterschriften vorliegen.

47.900 Unterschriften sind schon da.

Auf geht's zu den nächsten 2.100 Stimmen!

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VERTAN: Aufrüstung gegen Soziale Sicherheit - Wahlwerbung SPD 1957
09/28/2008 05:58 PM

Richtige Aussagen der SPD von 1957 – Geldsäcke besser für Schulen als für Panzer ausgeben. – Soziale Sicherheit als Parteiprogramm. – Tja, und heute werden die Schulbutterbrote in Afghanistan verballert. – Video: Aufrüstung versus Soziale Sicherheit

spd-wahlwerbung 1957 - soziale Sicherheit gegen Aufrüstung spd-wahlwerbung 1957 - soziale Sicherheit gegen Aufrüstung spd-wahlwerbung 1957 - soziale Sicherheit gegen Aufrüstung spd-wahlwerbung 1957 - soziale Sicherheit gegen Aufrüstung spd-wahlwerbung 1957 - soziale Sicherheit gegen Aufrüstung spd-wahlwerbung 1957 - soziale Sicherheit gegen Aufrüstung Video: Aufrüstung versus Soziale Sicherheit

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Deutschland Debatte: Die staatliche Leitungsfunktion
09/28/2008 04:40 PM

“Die Finanzmarktkrise habe in den vergangenen Monaten gezeigt, dass eine freiwillige Regulierung als Grundlage des Kontrollprogramms nicht funktioniere, sagte SEC-Chef Christopher Cox am Freitag”, schreibt der SPIEGEL.

Man kann nur hoffen, dass die deutsche Bundesregierung, die auch so viel Wert darauf legt, dass die Industrie freiwillige Regulierungen oder Selbstverpflichtungen eingeht, endlich klug wird, und ihrer staatlichen Leitungsfunktion gerecht wird.

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ISLA: Huch!!
09/28/2008 04:16 PM
Diese Mail will einfach nicht von Googlemail in mein Outlook-Programm. "Und grüss die saudummen Fotzen von mir. Wir sehen uns alle wieder!"
Sehr betroffen? Das kommt davon, wenn man sich anwerben lässt zum Arbeiten mit breiten Beinen. Oder nur so tut, als ob man Hexe ist und in Wirklichkeit sein Geld für's Honigtopf-Hüten erhält. Ich empfehle, sich mit der Mythologie des Schweins zu befassen. Ein stabileres Selbstwertgefühl als dass der SS-StiefelträgerInnen anzutrainieren. Außerdem einen Satz Bildung zu bestellen. Bildung, die nicht aufbaut auf der eingeweihten Erleuchtung für Armleuchter. Heute schon SMS-Märchen im Auftrag geschrieben oder Hexen mit Routern und Rootkits versorgt?[Link] [Cache]
Elo-Forum Deutschland: Kritische Bewertung des Urteils des Bundessozialgerichts – Arbeitslose müssen Kontoauszüge vorlegen
09/28/2008 04:16 PM
Bonn (pr-sozial Martin Behrsing) - Die Eingangsinformation war eine Meldung in der Abendzeitung München vom 20.9.: „KASSEL- Arbeitslose müssen künftig ihre Kontoauszüge vorlegen, um Hartz IV-Leistungen zu erhalten. Tun sie das nicht, darf ihnen das Arbeitslosengeld II wegen fehlender Mitwirkung gestrichen werden, entschied das Bundessozialgericht. Auszüge dürfen aber zum Schutz sensibler Informationen teilweise geschwärzt werden“. Der Informationsgehalt dieses Presseartikels ist grundsätzlich nicht geeignet, Betroffenen ihre entsprechenden Rechte und Pflichten nachvollziehbar vor Augen zu führen und es können ihnen - sofern sie sich nicht umfassend weiter informieren -- verhängnisvolle Fehler unterlaufen. [Link] [Cache]
Politik und Panorama: Geringere Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Bayern
09/28/2008 03:10 PM

Das schöne Wetter im schönen Bayernland hält offenbar einige davon ab, zur Wahlurne zu eilen.

Gegenwärtig liegt die Wahlbeteiligung um rund 1,5 Prozentpunkte unter der schon geringen Wahlbeteiligung im Jahr 2003 (57,1%).

Vormittags gehen in der Regel insbesondere Kirchgänger und ältere Personen zur Wahl - klassisches CSU Wählerpotenzial.

Das läßt nichts gutes ahnen für Herrn Beckstein. An seiner Stelle würde ich mir schon einmal die eine oder andere Maß Bier bestellen. Ich denke nüchtern wird er die Zahlen ab 18 Uhr kaum ertragen können.

Update: Im Verlaufe des Nachmittags ist die Wahlbeteiligung deutlich angestiegen, insbesondere in den Städten (zurzeit 1% höhere Wahlbeteiligung als 2003) - auch das ist kein gutes Zeichen für die CSU. Deren Wähler gehen vor oder nach dem Kirchgang wählen und sind eher im ländlichen Raum zu finden.

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Pro-Köln, die Nachlese. Teil 2: Erklärung der Antifaschistischen Koordination Köln und Umland (AKKU)
09/28/2008 02:19 PM
zur Verhinderung des rechtspopulistischen „Anti-Islamisierungs-Kongresses" in Köln als Teil des „Bündnisses gegen Pro Köln" (www.hingesetzt.mobi), 26. September 2008

Die antifaschistischen Gegenaktivitäten am 19. und 20. September 2008 haben in Köln den geplanten „Anti-Islamisierungs-Kongress" der extrem rechten Gruppierung „Pro Köln" verhindert. Tausende Menschen beteiligten sich am 20. September an den Massenblockaden des Kongressortes am Heumarkt. Die Blockaden wurden von dem „Bündnis gegen Pro Köln" (Hingesetzt-Bündnis) organisiert, das AKKU im Frühjahr 2008 initiiert hatte.
Gegen 13 Uhr stellte die Polizei fest, dass aufgrund der Blockaden der Kongress nicht durchführbar sei und verbot die Veranstaltung der Rechten.

Bereits am Freitag, den 19. September, verhinderten GegendemonstrantInnen die geplante Pressekonferenz von „Pro Köln" und eine angekündigte „Stadtrundfahrt". Nachdem das von „Pro Köln" unter falschem Namen gemietete Schiff aufgrund von Steinwürfen fluchtartig den Anlegehafen im Kölner Süden verlassen musste, begann eine Odyssee des Schiffes auf dem Rhein. An allen Anlegestellen und Brücken verhinderten AntifaschistInnen, dass das Schiff anlegte. Schließlich mussten die Rechten unter Polizeischutz aus der Stadt gefahren werden. Selbst TaxifahrerInnen und BusfahrerInnen weigerten sich, die RassistInnen zu transportieren.
Zeitgleich fand im benachbarten Leverkusen die „große" Auftaktkundgebung von „Pro Köln/ Pro NRW" mit
knapp 30 Rechten unter der ohrenbetäubenden Beschallung von ca. 150 engagierten LeverkusenerInnen statt, welche vorzeitig beendet wurde.

hier weiterlesen.


Freiheitsberaubung im Amt ?
Skandalöser Polizeieinsatz überschattet die erfolgreiche Blockadeaktionen

Aus Sicht des Bündnis gegen „Pro Köln" war wie der 19.9. auch der 20. 9. ein sehr erfolgreicher Tag

Alle geplanten Aktionen von „Pro Köln" in den zwei Tagen wurden durch unsere Aktionen des zivilen Ungehorsams verhindert. Bereits um 10 Uhr morgens standen am 20.9. die Blockaden rund um Heumarkt. Kein „Pro Köln"-Funktionär, kein hochrangiger europäischer Rassist und kein Sympathisant von Pro Köln" kam mehr durch zum Heumarkt. Die 30 Leute, die es trotzdem schafften, ließen wir, nachdem die Polizei ihre Veranstaltung verboten hatte, um 16 Uhr abziehen. Wir und die Polizei hoben Blockaden und Sperren auf. Das Arsch – Huh Konzert ging zu Ende und eigentlich wollten alle auf dem geräumten Heumarkt nur noch den Erfolg feiern.

Beim Abzug des Blockadepunktes Rheinufer/Maritim von gut 1000 Leuten, die, auch auf Wunsch der Polizei (Einsatzleiter Temme), in einem angemeldeten Demonstrationszug zunächst zum Neumarkt ziehen wollten, kam es dann zu einem absolut unnötigen und unangemessenen Polizeieinsatz. In zwei Kesseln wurden 300 Leute am Mühlenbach/Mathiasstr. festgesetzt. Kurze Zeit später wurden bei der Auflösung des Blockadepunktes vor der Deutzer Brücke in Köln-Deutz eine weitere Gruppe von 200 Leuten in der Siegburgerstrasse gekesselt.

hier weiterlesen.


Disclaimer: Durch meine persönliche Linksetzung und die vom System vorgenommene Linksetzung auf ähnliche Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen". "Ähnlich" ist ein weiter Begriff...

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ISLA: The witches are back!
09/28/2008 02:16 PM
Barbara Ehrenreich - / Deirdre English


Hexen, Hebammen und Krankenschwestern
The Witches are back!
aus dem amerikanischen Englisch von Ilona Balthazar


Frauen waren die Ärztinnen in der abendländischen Vergangenheit. Sie waren Ratgeberinnen, Pflegerinnen, Pharmazeutinnen, Hebammen und Abtreiberinnen. Weise Frauen hießen sie im Volksmund. Für die Obrigkeit waren sie von einem bestimmten Zeitpunkt an Hexen und Kurpfuscherinnen. Die Unterdrückung der Frauen im Gesundheitsbereich hatte nichts mit ihrem Unvermögen und auch nichts mit Veränderungen in der medizinischen Wissenschaft zu tun. Es handelt sich vielmehr um die Machtübernahme der männlichen Ärzte. In der feministischen Selbsthilfebewegung haben Frauen sich die Fertigkeiten ihrer Ahninnen zurückgeholt. „The witches are back."


17. Auflage 2001; Erstauflage 1975! - mit Abb. - 120 S. - € D 7,90 / € A 8,20 / sFr. 14,60 - ISBN 3-88104-031-5[Link] [Cache]
Elo-Forum Deutschland: Kritische Bewertung des Urteils des Bundessozialgerichts – Arbeitslose müssen Kontoauszüge vorlegen
09/28/2008 02:16 PM
Bonn (pr-sozial Martin Behrsing) - Die Eingangsinformation war eine Meldung in der Abendzeitung München vom 20.9.: „KASSEL- Arbeitslose müssen künftig ihre Kontoauszüge vorlegen, um Hartz IV-Leistungen zu erhalten. Tun sie das nicht, darf ihnen das Arbeitslosengeld II wegen fehlender Mitwirkung gestrichen werden, entschied das Bundessozialgericht. Auszüge dürfen aber zum Schutz sensibler Informationen teilweise geschwärzt werden“. Der Informationsgehalt dieses Presseartikels ist grundsätzlich nicht geeignet, Betroffenen ihre entsprechenden Rechte und Pflichten nachvollziehbar vor Augen zu führen und es können ihnen - sofern sie sich nicht umfassend weiter informieren -- verhängnisvolle Fehler unterlaufen. [Link] [Cache]
ISLA: Versenken in Trance
09/28/2008 02:16 PM
Da bekommt das Sprichwort von "Erzähl's deinem Friseur" doch eine ganz besondere Note. Nein, ein Foto von den neuen blonden Strähnen im roten Haar gibt's an dieser Stelle nicht. Nur den Hinweis darauf, dass das Versenken in einen kontemplativen Zustand über die Atemkontrolle, so wie sie in verschiedenen Yoga-Schulen gelehrt wird, eine sehr umstrittene Technik ist, da sie bei Menschen, die sich in Stress-Situationen befinden und beispielsweise unter einer posttraumatischen Belastungsstörung durch kriegsähnliche Erlebnisse leiden, zu Angst- und Panikattacken führen kann. Ein geeignetes Instrument zum Versenken in Trance ist hier die Anwendung eigener verinnerlichter Bilderwelten.[Link] [Cache]
ISLA: Das Ende
09/28/2008 02:16 PM
der Notwendigkeitsphilosophie?[Link] [Cache]
Querdenkerforum: Piratenpartei
09/28/2008 02:12 PM
Ziele der Piratenpartei

Informationelle Selbstbestimmung
Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren, muss gestärkt werden. Dazu müssen insbesondere die Datenschutzbeauftragten völlig unabhän­gig agieren können. Neue Methoden wie das Scoring machen es erforderlich, nicht nur die persönlichen Daten kontrollieren zu können, sondern auch die Nutzung aller Daten, die zu einem Urteil über eine Person herange­zogen werden können. Jeder Bürger muss gegenüber den Betreibern zentraler Daten­banken einen durchsetzbaren und wirklich unentgeltlichen Anspruch auf Selbstaus­kunft und gegebenenfalls auf Korrektur, Sperrung oder Löschung der Daten haben.
...

Patentrecht
Wir lehnen Patente auf Lebewesen und Gene, auf Geschäftsideen und auch auf Software einhellig ab, weil sie unzumutbare und unver­antwortliche Konsequenzen haben, weil sie die Entwicklung der Wissensgesellschaft be­hindern, weil sie gemeine Güter ohne Gegen­leistung und ohne Not privatisieren und weil sie kein Erfindungspotential im ursprünglichen Sinne besitzen. Die gute Entwicklung klein- und mittelständischer IT-Unternehmen in ganz Europa hat beispielsweise gezeigt, dass auf dem Softwaresektor Patente vollkommen un­nötig sind.
...

Urheberrecht
Der uralte Traum, alles Wissen und alle Kultur der Menschheit zusammenzutragen, zu speichern und heute und in der Zukunft verfügbar zu machen, ist durch die rasante technische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte in greifbare Nähe gerückt. Wie jede bahnbrechende Neuerung erfasst diese vielfältige Lebensbereiche und führt zu tief greifenden Veränderungen. Es ist unser Ziel, die Chancen dieser Situation zu nutzen und vor möglichen Gefahren zu warnen. Die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich des Urheberrechts beschränken jedoch das Potential der aktuellen Entwicklung, da sie auf einem veralteten Verständnis von so genanntem "geistigem Eigentum" basieren, welches der angestrebten Wissens- oder Informationsgesellschaft entgegen steht. Deshalb tritt die Piratenpartei für eine Legalisierung der Privatkopie ein, auch weil es technisch gar nicht möglich ist, Privatkopien zu unterbinden. Dabei geht es ihr aber nicht darum, das Urheberrecht vollständig abzuschaffen.
...

Transparenz
Die Abkehr vom "Prinzip der Geheimhaltung", der Verwaltungs- und Politikvorstellung eines überkommenen Staatsbegriffs und die Beto­nung des "Prinzips der Öffentlichkeit", das einen mündigen Bürger in den Mittelpunkt staatlichen Handelns und Gestaltens stellt, schafft nach der festen Überzeugung der Pira­tenpartei die unabdingbaren Voraussetzun­gen für eine moderne Wissensgesellschaft in einer freiheitlichen und demokratischen Ord­nung.
...

Open Access
Aus dem Staatshaushalt wird eine Vielzahl schöpferischer Tätigkeiten finanziert, die als Produkt urheberrechtlich geschützte Werke hervorbringen. Da diese Werke von der All­gemeinheit finanziert werden, sollten sie auch der Allgemeinheit kostenlos zur Verfü­gung stehen. Tatsächlich ist dies heute sel­ten der Fall. So können auch Wissenschaftler mit geringem Budget an der wissenschaftlichen Entwicklung teilhaben. Wissenschaftliche Artikel, die anderen Wissenschaftlern nicht zugänglich sind, können von diesen auch nicht auf Fehler überprüft werden.
...


Quelle: Ziele der Piratenpartei[Link] [Cache]
Querdenkerforum: taz - die tageszeitung
09/28/2008 02:12 PM
... Was als linkes, lautes Projekt am 17. April 1979 begann, ist mittlerweile eine unabhängige Qualitätszeitung und Institution der deutschen Presselandschaft. Taz ist ein richtiges Unternehmen und gleichzeitig Gegenöffentlichkeit. Das mag widersprüchlich scheinen – doch die tageszeitung lebt durch ihre Gegensätze, die Reibungen und Veränderung. Schließlich ist das Blatt selbst eine spannende Mischung aus relevanter Information, intelligenter Unterhaltung und Irritation. Täglich bringt der Verlag flache Hierarchien mit einer klaren Linie zusammen.

Taz engagiert sich für soziale Gerechtigkeit, bedarf zur Finanzierung dieses Engagements aber auch der Genossenschaft. die tageszeitung ist für ihre Mitarbeiter zugleich Sprungbrett und Landeplatz, die Zeitung entlockt dem Leser oft Schmunzeln und manchmal auch Kopfschütteln. Sie ist meist kritisch, besonders mit sich selbst. Sie kämpfte in allen Instanzen für die Rudi-Dutschke-Straße, ehrt jedoch noch viel lieber die Heldinnen und Helden des Alltags mit dem taz Panter Preis. Taz ist auch Kantine und anspruchsvolles Café. Feiner Shop und fairer Kaffeelieferant. Zeitvertreib und Haltung. Die einzige Konstante ist unsere Unabhängigkeit. ...


Quelle: taz - die tageszeitung[Link] [Cache]
Querdenkerforum: Mittelstandsinstitut Niedersachsen
09/28/2008 02:12 PM
Das Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover wurde auf Anregung von Mittelstandsverbänden und Mittelstandspolitik 1975 durch Prof. Dr. Eberhard Hamer gegründet und seitdem wissenschaftlich geleitet. Es hatte sich zur Aufgabe gesetzt, Forschungsarbeit zum Selbstverständnis, zur Situation und zur Bedeutung des Mittelstandes in Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten.

Die ersten auf Bitten von mittelständischen Unternehmern durchgeführten Forschungsarbeiten zeigten bereits, daß nicht nur der Begriff Mittelstand, sondern auch die Bedingungen der mittelständischen Unternehmen zumindest der Politik unbekannt waren:

* 1976 bis 1979 wurde ermittelt, daß die Unternehmen im Schnitt tausend Stunden jährlich kostenlose bürokratische Hilfsarbeiten für den Staat zu leisten haben, daß diese Zwangsbürokratie aber die Betriebe um so härter trifft, je kleiner sie sind. Ein Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten hat 23fach so hohe Kosten wie ein Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten. Die Bürokratieüberwälzung ist also zwar gleich, aber nicht gerecht, sondern mittelstandsfeindlich.
* Den Klagen mittelständischer Unternehmer wurde in einer Privatisierungs-untersuchung nachgegangen und entdeckt, daß die öffentlichen, nicht hoheitlichen Leistungsbereiche im Schnitt etwa 30 bis 50% teurer arbeiten als der Marktpreis mittelständischer Unternehmen. Mit der von Hamer entwickelten Privatisierungsformel war leicht nachzurechnen, welchen Rationalisierungserfolg eine Privatisierung für die öffentliche Körperschaft ergibt. Seitdem gilt der Umkehrschluß, daß Privatisierung generell eine Rationalisierungschance sei und der Staat begründen müsse, weshalb er diese Rationalisierung im Einzelfalle nicht durchführen will. Damit begründete Hamer den neuen ökonomischen Privatisierungsansatz, daß also Privatisierung nur nach Rentabilitäten entschieden werden müsse.
* In zweijähriger Forschungsarbeit wurde aus den amtlichen Statistiken ermittelt, daß der Mittelstand netto über 80% der öffentlichen Finanzen (Steuern und Sozialabgaben) trägt, während die Großunternehmen seit mehr als einem Jahrzehnt Netto-Subventionsempfänger und die Arbeiterschaft Netto -Sozialtransferempfänger ist. Nur auf Basis eines gesunden und zahlungskräftigen Mittelstandes kann also der Staat einerseits die Konzerne subventionieren, andererseits sein Sozialsystem aufrechterhalten.
* Eine neue Unternehmerforschung bewies, daß ein vom Inhaberunternehmer geführtes Unternehmen andere Ziele, Erfolgskriterien und auch Risiken hat als eine von angestelltem Management geführte Kapitalgesellschaft. Nur die vom Inhaber geführten Unternehmer sind mittelständische Unternehmen. In ihnen ist die Person die entscheidende Erfolgsgröße, nicht das Kapital.
* Der Unternehmer ist auch als Entscheidungsträger andersartig gegenüber einem Manager. Unternehmer arbeiten für sich, für ihre Familie, aus eigenem Recht, mit voller persönlicher Haftung. Manager dagegen für andere Auftraggeber, nach Weisung, ohne persönliche Haftung. Diese Verschiedenartigkeit hat Folgen für das Entscheidungsverhalten, für die Lebensführung, für die Familienbindung ans Unternehmen und für die Nachfolge.
* In Aufsätzen und Sammelbänden wurde nachgewiesen, daß die von Unternehmern geführten mittelständischen Unternehmen mehr als 80% der Arbeitnehmer unserer Wirtschaft beschäftigen, mehr als 85% der Lehrlinge ausbilden, daß sie also die stärkste und sogar wachsende Säule des Arbeitsmarktes sind, während die Kapitalgesellschaften an beschäftigungspolitischer Bedeutung verlieren.
* Aus dem Mittelstandsinstitut in Hannover wurden mehr als tausend Betriebssanierungen, Hilfen in Betriebsschwierigkeiten und sogar Prozeßhilfen ehrenamtlich geleistet. Das Institut ist Ansprechpartner nicht nur für die mittelständischen Unternehmen, sondern auch für die mittelständischen Verbände.

Quelle: [url=http://www.mittelstandsinstitut-niedersachsen.de/]Mittelstandsinstitut Niedersachsen[/url][Link] [Cache]
VERTAN: Interview mit Andreas Hauss zur Strafanzeige
09/28/2008 01:58 PM

Radio-Interview bei NuoViso.de

Strafanzeige wg. 9/11

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ad sinistram: Politikverdrossenheit
09/28/2008 01:07 PM
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Verschwörungstheorien: Die Neocons
09/28/2008 01:04 PM

Wouw, endlich gibt es wieder eine vernünftige Verschwörungstheorie, die mehr ist als ein Anti-Amerikanisches- Geschwafel. Die Neocons.

Die Neocons sind die Anhänger der Lehre von Neokonservativismus und vergleichbar mit den Anhängern der Lehre eines Osama bin Laden – die sich ja angeblich auch alle in der Al-Qaida organisierten – haben sich die Neocons zu einer weltumspannenden Organisation der Manipulation und der Desinformation der öffentlichen Meinung zusammengefunden.

Selbst der SPIEGEL glaubt an die Existenz des Netzwerks der Neocons.

Ohne jeden Zweifel, nach dieser Verschwörungstheorie sind die Neocons die finanziellen Nutznießer der imperialen US- Politik. Ihre geistigen Väter sind alle Emporkömmlinge mit ostjüdischem Migrationshintergrund und selbst Wikipedia hat diesem Phänomen einen sehr langen Artikel gewidmet.
“Wir sollten uns allerdings im Klaren sein, die Neocons haben sicherlich auch diesen Wikipedia-Artikel – in ihrem Sinne – beeinflusst.”

Im Unterkapitel „Denkfabriken und Machtapparat" zählt Wikipedia die Anhänger der Neocons in der Regierung George W. Bush auf – darunter auch den US- Vize- Präsidenten Dick Cheney.

Dumm – ich habe diesen Dick Cheney bisher immer für einen Vertreter der Mafia gehalten – nun soll er Neocon sein. Nun ja – irren ist …….

Neocons als Global Players

Russophobie ist die Grundlage des neo- konservativen- Denkens. Die Ceiber Weiber brachten – basierend auf einem Film der BBC – sogar eine dreiteilige Artikelserie über die Parallelen der Neocons und des Islamismus. Und auch die FAZ konnte sich natürlich bei einem solchen Thema nicht zurückhalten und stellte ihren Lesern die „ geistige Vorgeschichte der Neocon" vor.

Diese öffentliche Publizität erlangten die Neocons als „Lehre".

SPIEGEL-Online geht nun einen Schritt weiter und macht nun aus den Anhängern dieser Lehre eine politische Organisation in Form eines Netzwerkes – vergleichbar mit Al-Qaida.

Der konkrete Anlass ist das Votum der Iren gegen den Lissabon-Vertrag und führt uns in das Städtchen Tuam im irischen Landkreis Galway.

Dort hat der Milliardär Declan Ganley (40) seinen Wohnsitz und Ganley ist unbestritten mit geschäftlichen Aktivitäten im militärisch- nachrichtendienstlichen Bereich zum Milliardär geworden.

Dieser Declan Ganley ist Hauptsponsor des Vereins “Libertas”, welcher mit viel Geld die Kampagne gegen den Lissabon-Vertrag unterstützte und damit die europäische Administrations-Verfassung in der Volksabstimmung in Irland zu Fall brachte.

Wir sollten uns nichts vormachen, egal was Ganley und dieser Verein behauptet: Die Gelder für diese Kampagne stammen auch nach meiner Überzeugung überwiegend von Declan Ganley und dürften keinesfalls (echte) Kleinspenden sein.

Hans-Jürgen Schlamp geht im SPIEGEL nun einen Schritt weiter und macht gedanklich Ganleys Anti-Lissabon-Vertrags- Kampagne zu einem Werk einer dubiosen Organisation der Neocons.

Zu diesem Zweck verbindet er die wirtschaftlichen Aktivitäten Ganleys im militärischen- nachrichtendienstlichen Bereich mit dessen Geschäftskontakte aus diesem Bereich, die natürlich schnurstracks zu Anhängern der Lehre des Neokonservativismus führen.

Nun benötigt er noch (ungenannte) Europapolitiker – die eine Verschwörung der Neocons vermuten – und fertig ist die Verschwörungstheorie.

Nachfolgende Zitate aus dem Artikel von Schlamp belegen, wie einfach es ist eine Verschwörungstheorie zu kreieren:

• „…Auch der französische Europaminister und derzeitige EU-Ratspräsident Jean-Pierre Jouyet forderte “volle Transparenz” bei den Finanzen der Ganley-Kampagne. Aber so leicht wird die nicht zu finden sein. Denn die Aktivitäten des mutmaßlichen Milliardärs liegen unter einem Grauschleier. Klar ist nur: Er hat beste Beziehungen zur militärisch-industriellen Oberklasse der USA.

• Seine Firma Rivada Networks etwa verkauft modernstes technisches Gerät, mit denen kämpfende Frontsoldaten im Hinterland abhörsicher kommunizieren können. Im Vorstand sitzen neben Ganley zwei US-Admirale und ein enger Berater von US-Präsident George W. Bush. Erst jüngst, so heißt es in Dubliner Regierungskreisen, habe Ganley einen neuen “militärischen Auftrag in einer Größenordnung von 200 Millionen Dollar” aus Washington bekommen…..

• …. Dass viele US-Militärs und Neocons kein Interesse an einem Europa haben, das als Konkurrent auf die weltpolitische Bühne steigen könnte, ist bekannt. Dass Gelder geflossen sind, beweist das alles nicht. Allenfalls zeigt es, dass sie womöglich gar nicht fließen mussten…."

Toll – zu den Terroristen des Al-Qaida-Netzwerkes bekommen wir jetzt noch die Terroristen der Neocons. Da kann es ja richtig losgehen mit dem Abbau der restlichen bürgerlichen Freiheiten.

Von wegen – Strategie der Spannung – wir stehen zwischen zwei terroristische Netzwerke, die unsere gute, europäische Diktatur der Bürokraten bekämpfen. Als Feindbild der ordentlichen, gutgläubigen Bürger haben wir die Al-Qaida und als künftiges Feindbild der Linken – die Neocons.

Für jeden etwas – nur nicht die Idee, dass ein Declan Ganley sich leisten kann, aus eigener Überzeugung – ohne jegliche Fremdsteuerung – Politik zu machen und Politik zu beeinflussen.

Ach ja, bei welcher Publikation finde ich jeden Montag Gedankengut der Neocons? Doch nicht etwa beim SPIEGEL?

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scusi!: New Yorker Finanzmilchmädchen kriegen erst mal die Hälfte der erpressten 700 Milliarden...
09/28/2008 11:29 AM
rhbl

Nachdem die meisten Zwischendecken des US-Finanzsystems bereits eingestürzt sind und sich die übriggebliebenen Zocker im Kellerbunker der Wall Street verschanzt haben, einigten sich die Hauptspieler aus US-Regierung und Kongreß in der Nacht erwartungsgemäß auf einen Kompromiss beim 700 Mrd. Dollar Rettungspaket. Den Finanzbetrügern der US-„Hochfinanz" soll in zwei Stufen aus der selbstverschuldeten Kacke geholfen werden.

In einer ersten Tranche werden faule Papiere für 350 Milliarden Dollar von der Regierung zurückgekauft, damit wieder frisches Geld zu den sogenannten „Bankern" kommt.

Einigen Republikanern stinkt es gewaltig, dass den levantinischen Finanzbetrügern von der Wallstreet schon wieder ungeheure Geldsummen aus den Taschen von Otto Normalverbraucher als Dank für Kapitalverbrechen, für die es in der Geschichte kein Vorbild gibt, zugeschoben werden. Sie setzten in der Nacht die Option durch, dass der Staat die faulen Kredite nur versichert statt sie zu kaufen. Eine solche Regelung wäre kostengünstiger.

Der vertrauensbildende Effekt für die Finanzmärkte ist jedoch geringer", wie der proisraelische Spiegeljournalist Michael Kröger (mik) es in seinem Artikel verharmlosend ausdrückte. Vom "vertrauensbildenden Effekt" statt von frischem Geld schreibt nur jemand, der die Leser von SPIEGEL-ONLINE gezielt hinters Licht führen will. Das ist die typisch schräge Diktion der proisraelischen Hamburger Propagandablätter, die allesamt in den Händen der Milchmädchen-Familien sind. Nach dem ersten Schock fangen sie jetzt schon wieder an, im Sinne ihrer Eigner die Finanzkrise schönzuschreiben, um den direkten geldwerten Vorteil der 700 Milliarden-Beutesicherungs-Aktion für die kriminellen New Yorker Finanzmilchmädchen gegenüber deutschen Lesern zu verschleiern.

In den USA selbst geht es noch etwas klarer zu. Dort ist man ja auch näher dran und kann nicht so hemmungslos lügen wie die deutschen Hofberichterstatter. Ch. Babington und A. Fram von associated press nahmen kein Blatt vor den Mund. Wer des Rotwelsch der Finanzbetrüger mächtig ist, kann sich (hier: ABCnews, engl.) selbst überzeugen.

Präsident Bush scheint mit Blick auf die in fünf Wochen stattfindende Wahl auch Bauchschmerzen ob des Deals zu haben. Obwohl der Durchschnitts-IQ des amerikanischen Wählers so grottenschlecht ist, dass McCain eigentlich keine Gefahr droht, merkte er besorgt an: "Wenn es möglich wäre, all die unverantwortlichen Firmen der Wall Street fallen zu lassen, ohne dass es Sie und ihre Familie trifft, würde ich es machen", aber das ist nicht möglich." Ein Zusammenbruch des Finanzsystems würde finanzielle Auswirkungen auf viele Menschen haben und zu Pleiten und Entlassungen führen. "Das würde unsere Wirtschaft in eine tiefe und schmerzhafte Rezession führen". Vom Rest der Welt, der vom amerikanischen Finanzsystem dominiert wird und mit in die Tiefe gerissen zu werden droht, kein Wort.

Die amerikanische Notenpresse wird übers Wochenende heiß gelaufen sein. Schließlich mussten Dollarnoten im Wert von 350 Milliarden Dollar gedruckt werden, die dann am Montagmorgen den „notleidenden" Bankhäusern zugeteilt werden, noch bevor die asiatischen Spieler den Weltfinanzplatz betreten. Da kommt Freude auf, denn die Billionen, die jetzt gedruckt werden müssen, um das Platzen der US-Spekulationsblase zu „heilen" sind natürlich durch nichts gedeckt. Das Geld ist in Wahrheit schon längst im Irak- und Afghanistankrieg verheizt worden. Lange können sich die US-Finanzbetrüger nicht mehr mit ihren Luftgeschäften über Wasser halten. Wer gibt den bereits mit mehr als 11 Billionen Dollar verschuldeten Amis noch Kredit, wo die Chinesen schon im Weltraum rumturnen und die Russen ihr strategisches Nuklearwaffenprogramm Stück für Stück runderneuern?[Link] [Cache]
Radio Utopie: Biometrische Pässe - Bausteine eines Überwachungskonzeptes?
09/28/2008 11:03 AM

Die Bundesversammlung genehmigte am 13. Juni den Nachvollzug des Schengenbesitzstandes in bezug auf die Normen für Sicherheitsmerkmale und biometrische Daten in den Pässen und Reisedokumenten (Art. 1 des Bundesbeschlusses vom 13. Juni). Sie ging insofern weiter als vertraglich notwendig, indem sie auch die Identitätskarte diesen Normen unterstellte. Durch diese Ausweitung wird jeder Schweizer gezwungen, seine biometrischen Daten erfassen und mit seinen persönlichen Daten in einer zentralen Datenbank des Bundesamtes für Polizei speichern zu lassen. Gleichzeitig werden das Gesichtsbild und die Fingerabdrücke auf einem RFID-Chip auf der Ausweiskarte abgespeichert (RFID heisst: Radio Frequency Identification).

Das Ausweisgesetz vom 22. Juni 2001 wird unter anderem in Art. 2a mit folgenden Punkten ergänzt: «Der Datenchip ist gegen Fälschungen und unberechtigtes Lesen zu schützen. Der Bundesrat ist befugt, mit anderen Staaten Verträge über das Lesen der im Chip gespeicherten Fingerabdrücke abzuschliessen. Er kann Transportunternehmen, Flughafenbetreiber und andere geeignete Stellen dazu ermächtigen, die Fingerabdrücke zu lesen.»
Eine breite Gegnerschaft biometrischer Ausweise bemängelt die ungeklärten Fragen zum Datenschutz, die Ortungsmöglichkeit des Chips, gesundheitliche Folgen durch die Radiowellen, die einfache Hackbarkeit der Chips, die Gefahr eines Überwachungsstaates sowie die Kosten dieses Ausweissystems. Sie haben deshalb das Referendum ergriffen und sammeln bis zum 2. Oktober die nötigen 50 000 Unterschriften, um eine Volksabstimmung herbeizuführen.


Kleine Chips – grosse Wirkung?

Die rasante Entwicklung im Computer- und Informatikbereich lässt erahnen, dass die versprochenen hohen Sicherheitsbestimmungen in bezug auf die Hackbarkeit und den Datenschutz der Chips reine Papiertiger sind. Zur Illustration, womit wir es eigentlich zu tun haben bei den RFID-Chips, werden nachstehend einige Artikel aus Forschungszentren zu dieser Technologie zusammengefasst.
Unter dem Titel «Einführung in die RFID-Technologie» geben drei internationale Forscher der ETH Zürich und des SAP Research Karlsruhe einen Überblick über das boomende Forschungsgebiet.1 Bei der RFID-Technik geht es um die Überwindung der Lücke zwischen der realen Welt und der digitalen Welt. Neu ist, dass der Mensch als Bindeglied zwischen Datensammlung und Datenverarbeitung nicht mehr unbedingt nötig ist. Die RFID-Chips, auch Transponder genannt, sind Funk-Kommunikationsgeräte, die eingehende Signale aufnehmen, automatisch beantworten und über die Lesegeräte beliebig mit Datenspeichern und Datenverarbeitungssystemen verbunden sind. Bisher kennen wir die RFID-Technik etwa im Einsatz an Skiliften oder zur Tieridentifikation. Zunehmend wird sie verwendet bei Logistikprozessen von Handelsunternehmen wie Wal-Mart oder in der militärischen Logistik des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Komponenten der RFID-Technik sind der Rechner, die Schreib-/Lesegeräte sowie die Transponder mit Antenne bzw. Spule. Der Rechner kann Aufträge an das Schreib-/Lesegerät abgeben (zum Beispiel Ablesen aller Seriennummern im erreichbaren Umfeld oder das Beschriften des Chips mit bestimmten Daten). Das Lesegerät versorgt die erreichbaren Transponder mit der notwendigen Energie mittels induktiver Kopplung durch ein Magnetfeld, damit diese die gewünschten Daten an das Lesegerät schicken können (passiver RFID-Transponder). Ein aktiver Transponder verfügt über eine eigene Energiequelle (Batterie), um Signale zu senden. Transponder können auch mit Sensoren ausgestattet werden (Temperatur, Feuchtigkeit usw.), um zusätzliche Informationen liefern zu können (beispielsweise zur Überwachung von gefrorenen Produkten). Zwischen Lesegerät und Transponder muss keine Sichtverbindung bestehen. Er kann in schmutz- und säureresistente Materialien verpackt sein. Je nach Feldstärke und Sendefrequenz kann beim momentanen Stand der Forschung ein passiver Transponder eine Reichweite von bis zu 7 m, ein aktiver bis 100 m erreichen.

RFID kombiniert mit dem Internet

Wenn nur eine Referenznummer auf dem Transponder gespeichert ist, dient diese als Identifikationsnummer für den gekennzeichneten Gegenstand. Über diese ID-Nummer können weitere zugehörige Daten auf einer Datenbank abgerufen werden (zum Beispiel Produzent, Herstellungsdatum, Verfallsdatum, Spezifikationen).
Je komplexer die Speicherstruktur des Transponders ist, um so teuerer ist er. Die Verwendung in Massen macht ihn billiger. Ein einfacher Transponder mit Identifikationsnummer kostet 20 bis 50 Cents, ein komplexerer um einen Euro.

Das Konzept der Selbststeuerung

Der Artikel «Das Internet der Dinge unter dem Aspekt der Selbststeuerung – ein Überblick» der Autoren Schneider und Arslan beschreibt die visionäre Anwendung der RFID-Technik.2 Unter den Begriffen «Ubiquitous Computing, Pervasive Computing und Ambient Intelligence» wurden neue Zukunftsideen entwickelt. Die Idee ist, sämtliche Gegenstände und Produkte mit RFID-Transpondern auszurüsten, die eine einmalige Identifikationsnummer tragen. Durch die Ergänzung mit digitaler Logik, Sensorik und ihrer Vernetzung entsteht so ein «Internet der Dinge», in dem die Dinge miteinander in Kommunikation treten können. Beispielsweise können Produkte auf diese Weise durch die gespeicherten Daten ihren Weg durch Förderanlagen selbständig finden oder selbständig Maschinen steuern (Konzept der Selbststeuerung). Die Kombination dieser verschiedenen Technologien führt zur «Durchdringung der Welt mit Computern», zur «Ausstattung alltäglicher Gegenstände mit Intelligenz sowie Vernetzung aller Dinge». Die Fähigkeit zur automatischen Identifikation ermöglicht die Lokalisierung, Zustandsüberwachung und Informationsübermittlung in Echtzeit. Der auf dem Transponder gespeicherte Electronic Product Code (EPC) als Identifikationscode ermöglicht, dass sozusagen jeder Gegenstand auf dem «Internet der Dinge» seine eigene Homepage mit den zugehörigen Produkt­informationen hat. Über das 2003 gegründete EPCglobal-Netzwerk kann damit via Internet auf jeden Gegenstand zugegriffen werden. Internationale Firmen könnten beispielsweise so ihre Lagerbestände und Warenströme in verschiedenen Ländern überwachen.

«Dual use»-Technologien ergänzen sich

Die rasante Entwicklung der RFID-Technologie wurde möglich mit den Fortschritten in der Mikroelektronik, der Kommunikationstechnik, der Nanotechnik und der Materialwissenschaft. Prozessoren und Speicherkomponenten sollen damit in Zukunft noch wesentlich leistungsfähiger, kleiner und billiger werden. Friedemann Mattern, Mitbegründer und Professor des Instituts für Pervasive Computing an der ETH Zürich, kündigt in seinem Buch «Total vernetzt» einen Paradigmenwechsel an:3 Durch die kleinen und billigen Prozessoren, Speicherbausteine und Sensoren wird es möglich, Alltagsgegenstände sogenannt «intelligent» oder, wie es im Fachjargon heisst, «smart» zu machen. Sie können damit über die drahtlose Kommunikationsfähigkeit untereinander kommunizieren und Informationen austauschen. Die Verknüpfung mit einem im Internet verfügbaren Datensatz ermöglicht eine ungeahnte Anwendungsfülle. Die wichtigsten Bereiche seien Sensornetze und «smarte» Gegenstände.


Sensornetze

«Mit miniaturisierten und energiearmen Sensoren, die ihre Werte – zumindest über kurze Distanzen – drahtlos übermitteln können, wird es möglich, Phänomene der realen Welt in bisher nie dagewesener Genauigkeit zu beobachten.» (S. 18) Der globale Markt für solche Sensoren wird bis 2008 auf 50 Milliarden Euro geschätzt. Das Militär ist an solch autonom konfigurierenden Sensornetzen als «idealem Aufklärungsmittel» interessiert. «Die US-amerikanische DARPA-Förderinstitution [vgl. Kasten] hat im Jahr 2002 Sensortechnik und Sensornetze zu einem Thema höchster Priorität erklärt […]» (S. 20) Professor Mattern meint dazu: «Werden damit nicht Ökosysteme, Produktionsprozesse oder physische Infrastrukturen überwacht, sondern in indirekter oder direkter Weise Menschen, dann zieht eine solche einfach anzuwendende und nahezu unsichtbare Technik natürlich massive gesellschaftliche Probleme nach sich – viele Wünsche totalitärer Machthaber, staatlicher Institutionen oder neugieriger Zeitgenossen würden damit wohl mehr als zufriedenstellend erfüllt.» (S. 20)

Smarte Gegenstände

Die mit Kommunikationsfähigkeit ausgerüsteten Produkte können mit Menschen oder Maschinen kommunizieren. Sie können erfahren, wo sie sich befinden, welche anderen Gegenstände in ihrer Nähe sind, was bisher mit ihnen geschah und was in ihrer Umgebung los ist. Der prinzipiell mögliche Zugriff auf Datenbanken oder im Internet gespeicherte Informationen erweitert die Anwendungsmöglichkeiten ins Uferlose: «Längerfristig lassen die Verfahren der entfernten Identifikation von Gegenständen zusammen mit dem drahtlosen Informationszugriff sowie Techniken der Mobilkommunikation des ‹wearable computing› allerdings Möglichkeiten zu, die über die Optimierung von Geschäftsprozessen weit hinausgehen und die gewissermassen auf eine Informatisierung der Welt hinauslaufen. Insbesondere kann auf diese Weise mit Dingen ‹kommuniziert› werden: Lässt sich die Internetadresse des Datenschattens eines Alltagsgegenstandes mit einem handlichen Gerät – man denke an ein Handy in Form und Grösse eines Stiftes – auslesen, indem man damit auf den Gegenstand zeigt, so kann dieser ‹Handystift› von sich aus, ohne weitere Zuhilfenahme des ‹anvisierten› Gegenstandes, die entsprechende (vom Datenschatten bereitgestellte) Information über das drahtlose Mobilnetz aus dem Internet besorgen und anzeigen.» (vgl. Kindberg et al. 2000, S. 27/28)
Das bedeutet, dass das Handy in seiner weiterentwickelten Form zum Lesegerät wird bzw. zu einer Basisstation und Schlüsselstelle zwischen den Gegenständen und dem Internet. Somit wird jeder Besitzer eines solchen Gerätes gleichzeitig zum Überwachten wie auch zum Datensammler.

Auswüchse der neuen Technologie

Friedemann Mattern schätzt das Potential des Ubiquitous Computing als nicht ungefährlich ein: «Genauso wichtig scheint es aber auch, den Aspekt im Auge zu behalten, welche Kartelle, Monopole oder Machtkonzentrationen sich durch die Verlängerung des Internets in die Alltagswelt hinein herausbilden könnten und wie dies in einer demokratischen Gesellschaft moderiert werden kann.»(S. 31)
Auch der Schutz der Privatsphäre wäre nicht mehr gewährleistet: «Denn sollten sich smarte Umgebungen und schlaue Alltagsgegenstände durchsetzen, wäre im Unterschied zu heute mit dem Ausschalten des PCs keineswegs auch die elektronische Datensammlung beendet: Smarte Gegenstände und sensorbestückte Umgebungen wären fast immer aktiv und würden eine Unmenge von Daten sammeln.»
«Während sich bisher die informationelle Überwachung einer Person zumindest klar abgrenzbar auf die Benutzung von PCs beschränkt, wird es in einer Welt voll smarter Alltagsgegenstände oft gar keine klare Unterscheidung zwischen dem ‹Online› und dem ‹Offline› mehr geben.» (S. 31)
Das deutsche Bundesministerium des Innern hat deshalb ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben. Der Autor zitiert daraus eine vielsagende Passage: «Künftig ist jedoch zu erwarten, dass der Einzelne nicht nur Datenspuren seiner Handlungen in der für ihn abgegrenzten Welt des Cyberspace hinterlässt, sondern auch durch vielfältigste Handlungen in der realen Welt. […] Diese Ubiquität der Datenverarbeitung und das Verschwinden des Computers werden eine neue Qualität personenbezogener Datenverarbeitung bringen. […] Niemand wird mehr im voraus wissen können, welche Daten von diesen Gegenständen erhoben und zwischen ihnen kommuniziert werden. Auf diese Entwicklung allgegenwärtiger Datenverarbeitung ist das Datenschutzrecht noch überhaupt nicht vorbereitet.» (S. 32/33)

* * *
Aus all diesen Berichten wird ersichtlich, dass wir es nicht mehr nur mit Visionen zu tun haben, sondern dass vieles bereits in Umsetzung begriffen ist. Wie bei vielen Forschungen der heutigen Zeit handelt es sich um Dual-use-Techniken, die wesentlich auch gefördert werden durch den militärisch-industriellen Komplex. Die zum Teil vorgeschobenen Ideen, wie diese Techniken genutzt werden sollen, wirken oft lächerlich. So soll beispielsweise ein Rasenmäher durch Ausstattung mit Feuchtigkeitssensoren und Kommunikationsmöglichkeit mit der Wettervorhersage selbständig den Zeitpunkt zum Rasenmähen bestimmen. Oder bei einem herzkranken Menschen wird durch auf dem Körper getragene Sensoren Herzfrequenz und Blutdruck überwacht. Die Daten werden wenn nötig automatisch an ein medizinisches Callcenter übermittelt. Solche Beispiele sollen diese Technologien legitimieren. Sie entsprechen aber in keiner Weise echten Bedürfnissen der Menschen. Wenn diese Technologie im Bereich der persönlichen Datenerfassung angewendet werden soll, können wir die Entwicklung zum gläsernen Menschen leicht absehen. Die mögliche Verbindung zwischen Gegenstand und Person sowie deren Lokalisation machen den Weg der Gegenstände und Personen und deren Aktivitäten jederzeit rekonstruierbar. Mobile, handliche Lesegeräte, die jeder besitzen kann, verunmöglichen einen Schutz vor unbefugter Datensammlung. Es stellt sich heute die Frage, wie wir als demokratische Gesellschaft die öffentlichen, aber auch privaten Forschungseinrichtungen auf eine der Menschheit dienende Forschung verpflichten können. Die hemmungslose Ausbeutung der öffentlichen Forschungseinrichtungen für wirtschaftliche und militärische Interessen ist zu unterbinden. Forschung und Entwicklung müssen an ethische Verantwortung gebunden sein. Sie dürfen dem Gemeinwohl keinen Schaden zufügen und müssen zur Lösung von echten Problemen beitragen.•

__________

1 Einführung in die RFID-Technologie, Matthias Lampe, Christian Flörkemeier, Institut für Pervasive Computing, ETH Zürich, und Stephan Haller, SAP Research, Karlsruhe, SAP AG, www.vs.inf-ethz/res/papers/mlampe-rfid-2005.pdf
2 Das Internet der Dinge unter dem Aspekt der Selbststeuerung – ein Überblick, Dipl.-Kfm. Jochen Schneider, Dipl. Kfm. Aynur Arslan, Fachgebiet Logistik (FLOG) der Fakultät Maschinenbau, Universität Dortmund, www.elogistics-journal.de/archiv/2007/5/1067/schneider.pdf
3 Vom Verschwinden des Computers – Die Vision des Ubiquitous Computing, Friedemann Mattern, Institut für Pervasive Computing, ETH Zürich; in: Total vernetzt. Friedemann Mattern (Hrsg): Springer Verlag 2003, S. 1–41,
www.vs.inf-ethz.ch/publ/papers/VerschwComp.pdf ,
Bundesbeschluss über die Genehmigung und die Umsetzung des Notenaustauschs zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft betreffend die Übernahme der Verordnung (EG) Nr. 2252/2004 über biometrische Pässe und Reisedokumente (Weiterentwicklung des Schengenbesitzstands) vom 13.6.2008,
www.admin.ch/ch/d/ff/2008/5309/pdf ,
DARPA Urban Challenge – US-Universität gewinnt Roboterrennen, Spiegel Online vom 5.11.2007

DARPA ist eine Agentur zur Förderung von Forschungsprojekten für die amerikanischen Streitkräfte. Sie führte beispielsweise letztes Jahr ein Roboterautorennen, das DARPA Urban Challenge, durch, an dem verschiedene Universitäten mit ihren Entwicklungen teilnahmen. Die unbemannten Roboterautos mussten 100 Kilometer unfallfrei durch unterschiedliches Gelände und durch Stadtverkehr zurücklegen. DARPA spendierte dem Sieger 2 Millionen Dollar Preisgeld. Fernziel des Pentagons sei gemäss Bericht des Spiegel ­Online die Kriegführung ohne Menschen: «Bis 2015 soll ein Drittel der Geländefahrzeuge der US-Streitkräfte robotergesteuert sein.» Die am Rennen teilnehmenden Universitäten hatten zur Entwicklung des Roboterautos je 1 Million Dollar erhalten. Als Gegenleistung darf DARPA die entwickelten Technologien nutzen.


Quelle: Zeit-Fragen Nr. 39

AUTOR: Madeleine DOMMEN

Originalartikel veröffentlicht am 22. Septemebr 2008

Über den Autor

Zeit-Fragen ist ein Partner von Tlaxcala , dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl die Autorin als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=5971&lg=de

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Deutschland Debatte: Die Bürger zahlen ja gern
09/28/2008 10:39 AM

“Den drei Landesbanken BayernLB, LBBW und HSH Nordbank droht nach Informationen des Magazins “Focus” aus der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ein Verlust von 1,4 Mrd. Euro”, schreibt ntv.
Und was ist mit der WestLB, für die nach Google- Ergebnis herauskommt “Von Garantie- über Teilschutz-Zertifikate bis hin zu spekulativen Anlage-Zertifikaten”? Es schreibt n-tv “Die ohnehin von Fehlspekulationen im Eigenhandel belastete Landesbank geriet im vergangenen Jahr in den Strudel der Kreditkrise” und berichtet von Wertberichtigungen von 1,2 Mrd. Euro und zusätzlich heißt es von der Landesregierung “Das Land hat durchgerechnet einen Anteil von rd. 38 % an der WestLB AG. Von den insgesamt erforderlichen 2 Mrd € entfallen also auf das Land rechnerisch rd. 760 Mio €”.
Und was ist mit der IKB? “nicht die Länder, sondern der Bund ist über die KfW zu 38 Prozent an der IKB und ihren Subprime-Geschäften beteiligt”, heißt es in einer Rede des NRW- Finanzministeriums vom Februar 2008. “IKB Bank fürchtet Horror-Verlust … Der Fehlbetrag liege im Konzern in der Größenordnung von 600 bis 700 Millionen Euro (nach IFRS), teilte das Unternehmen am Montag mit”, schreibt die SZ. “Zuvor hatte sich schon die Mittelstandsbank IKB am US-Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen (Subprime Mortgage) verspekuliert. Sie wird nun von der staatseigenen Förderbank KfW mit 8,1 Milliarden Euro gestützt”, schreibt das Handelsblatt.
Und was ist mit der Sachsen LB? “Die US-Hypothekenkrise hat eine zweite deutsche Großbank erfasst … Andere Landesbanken und Sparkassen stützen die Sachsen LB nun mit Krediten über 17,3 Milliarden Euro … “, schreibt das Handelsblatt.
Und was ist mit der Berliner Landesbank? “Das indirekte Exposure belief sich zu Beginn der Krise auf einen Betrag von weniger als 40 Mio. Euro. Dies führte im Konzernabschluss 2007 zu einer Wertberichtigung von 15 Mio. Euro”, heißt es auf der Hauptversammlung am 4. Juli 2008.

Über welche Größenordnung an Schaden reden wir eigentlich?

Man bekommt das Gefühl, dass in keinem Bericht nüchtern bilanziert wird, dass möglichst kompliziert und möglichst vermischt die tatsächliche Situation dargestellt wird, damit nur ja nicht Transparenz für Bürger entstehen möge. Welche Verluste auf “normale” Geschäftstätigkeit und welche aufgrund hochspekulativer Engagements zustande gekommen sind, das wird kaum deutlich dargestellt.
In jedem Falle ist es ein Skandal, dass Öffentlich Rechtliche Banken, für die zum großen Teil Bürger gerade stehen müssen, sich mit dem von A wie Ackermann bis Z gern benutzen Argument, man müsse wettbewerbsfähig sein, herausreden.
Zudem: alle Zahlen, die derzeit genannt werden, siehe die Auflistung bei ATTAC, sind nur Momentaufnahmen, weil nur durch die Fälligkeit der Kredite klar wird, was zurückgezahlt werden kann, durch Objektverkäufe, welche Erlöse die Kreditausfälle vermindern können. Wenn zusätzlich die Wirtschaft zusammenbricht und viele Menschen, die heute noch eine hinreichende Existenz haben, dann in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, wird aus den geschätzten 20 Prozent Risikokapital leicht auch 40 Prozent.

Um eine Abschätzung der Größenordnung nach heutiger Erkenntnislage zu machen, kann man auch einen anderen Ansatz betreiben: “Die hier nicht sonderlich gern zitierte BILD- Zeitung schreibt aber: US-Finanzminister Henry Paulson will mit bis 700 Milliarden Dollar faule Kredite von US-Banken kaufen, die sonst bankrott gehen würden. Das Geld reicht allerdings nur für 17 Prozent der Problemkredite”, schrieb DD. Wenn also 700 Mrd. für nur 17 Prozent reichen, dann benötigt man für den amerikanischen Anteil 4.100 Mrd. Dollar. Das Manager Magazin schreibt “Von weltweit 10.000 Milliarden Dollar, die Anleger in amerikanische Hypothekenfinanzierungen gepumpt haben …”. Geht man, wie ATTAC, davon aus “rund 20% an Kunden geringer Bonität“, haben wir ein Gesamt- Subprime Volumen von 2.000 Mrd. Dollar. Telepolis schreibt: “eine erwartete Ausfallrate von 20 Prozent bei Subprime-Hypotheken und von zehn Prozent bei allen anderen den Anleihen zugrundeliegenden Kreditarten (z.B. Studentenkredite, Kreditkartenschulden oder Kommerziellen Hypotheken), der in etwa in der Mitte der derzeit umlaufenden Verlustschätzungen liegt”. Jedoch: bei den verkauften Subprime- Paketen zeigt sich ein Anteil von ca. 30 Prozent als Ausfallrate, wobei die Frage natürlich ist, ob die Subprime- Pakete einen höheren Anteil an Risikopapieren beinhalteten, als sie tatsächlich sind, anders gesagt, haben die Verkäufer der Subprime Pakete ihre Risikominimierung durch Hinzupacken von einem höheren Risikoanteil minimieren wollen.Schaut man dich das Bild über die weltweiten Emissionsverkäufe an,wurden seit 2004 ( und wahrscheinlich noch davor ) jährlich ca. 90 Mrd. Dollar verkauft. Diese Zahl wiederum korreliert nicht mit den 2.000 Mrd, die sich aus der mm- Information ergeben.

Kapitulationserklärung DD

Einen wirklichen zuverlässigen Überblick über die Summe zu erhalten, können wir nicht machen. Es stehen vielleicht 20 Mrd. Dollar oder rund 13 Mrd. Euro zur Diskussion, von denen ein großer Teil auch der Steuerzahler direkt ( durch Transferzahlungen ) oder indirekt ( durch Steuersenkungen infolge Abschreibungen ) zahlen müssen.

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Freeman: Interview mit Immortal Technique
09/28/2008 08:56 AM
Am letzten Freitag den 26. September, hatte ich Gelegenheit ein Interview mit dem Underground Rapper Immortal Technique zu führen. Seine Texte sind sozialkritisch und behandeln Themen wie Armut, Rassismus, Religion oder die Situation in den Slums von New York.

Am meisten Aufsehen erregt er aber mit seinen kritischen Aussagen über die US-Regierung im Zusammnehang mit 9/11, den damit begründeten Kriegen und Einführung der Polizeigesetze.

Nach dem ausverkauften Konzert in der Roten Fabrik in Zürich, konnte ich ihm einige Fragen stellen. Ich hab ihn als einen Menschen kennen gelernt, der sich mit der Geschichte und der aktuellen Politik bestens auskennt.

Seine Antworten wahren sehr kompetent und zeigen sein Engagement, jungen Menschen mit seinen knallharten Texten aufklären zu wollen.



Seine neueste CD heisst 3rd World und hat die Ungerechtigkeit in der III. Welt zum Thema.



Vielen Dank an Sandro, Michel und Mirco, welche das Interview ermöglicht haben. [Link] [Cache]
TV-Tipp: Vivo zu Zivilcourage und Whistleblowing
09/28/2008 08:50 AM

Am kommenden Samstag, 4.10.2008 um 17:30 Uhr, beschäftigt sich die Sendung “vivo” mit den Themen Zivilcourage und Whistleblowing.

In der Vorankündigung findet sich u.a. der Satz “Immer mehr Menschen schauen weg, anstatt zu helfen”. Vivo wird hinschauen und neben einen Portrait der türkischen Autorin Serap Çileli die 2006 den Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage erhalten hat auch mit Whistleblowern sprechen. So mit der Whistleblower-Preisträgerin 2007, Brigitte Heinisch und mit Prof. Johannes Ludwig vom Whistleblower-Netzwerk e.V.

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Watchblog revisited: Englisch lernen mit den Neocons
09/28/2008 08:18 AM
Ich habe den Artikel zwar), aber ich ich finde, er ist eine entspannende Sonntagslektüre und führt ersteinmal in eine Namensliste ein, die man schon im Hinterkopf haben sollte:

Freunde kennenlernen mit Big Berta.
Auf das thumbnail klicken.

Es fing alles damit an, dass ich mir auf dem Köln-Bonner Flughafen ein Sprachenmagazin gekauft hatte, ein ganz entspanntes für relative Anfänger und was sah ich da? Eine veritable Neocon-Riege: Niall Ferguson,(Foto rechts, auf das thumbnail klicken)
der beim American Enterprise Institute publiziert, die Familie Kagan von denen Frederick zur Zeit auch Fellow am AEI ist, Robert, laut einer Besprechung seines neuesten Buches in der "Zeit"
der drittberühmteste Großdeuter der Weltpolitik,
über den in dieser Besprechung steht:
Der Verfasser gehört zum außenpolitischen Beraterkreis von John McCain – nicht auszuschließen, dass sich in diesem Band das Weltbild der nächsten US-Präsidentschaft spiegelt. Kagan ist ein Anti-Fukuyama.
und Schwiegertochter Kimberly,und das Klärchen Berlinski haut auf den Putz.

Auf das thumbnail klicken.
Klärchen who? Nun, im letzten Frühsommer war nicht nur das Treffen der deutschen "Islamkritik", sondern eine große Sause in Kalifornien, in Pepperdine dem Ort, an dem Daniel Pipes lehrt; schauen wir bei dem seinerzeitigen Veranstalter nach dem Personal, so finden wir unseren wohlbekannten Freund Robert Spencer als Associate Fellow - aber wir waren ja erstmal beim Lehrtext, um Englisch zu lernen - voriges Jahr musste nämlich dringend ihr Buch, Menace in Europe beworben werden.
Und so lernt man Vokabeln mit Klärchen, denn das oben zu Wikipedia verlinkte Buch hat so schöne Sätze (die, wie man sehen kann, auf der Seite auch zitiert werden) wie:
For the most part, Europe is regarded byAmerican policymakers as an irrelevant museum at best, a squawking nuisance at worst".
(squawking nuisance = zeternder Quälgeist).
Und dann zetert Quälgeist Klärchen weiter:
The September 11 attacks were plotted in Hamburg. The assasins of Afghanistan's Northern Alliance Leader…carried Belgian Passports, Zacarias Moussaoui…was born in France and educated in Britain.

Was lernt uns das? Europa hat die Terroristen ausgebildet und zur Strafe kollabierte es letzes Jahr - heuer kollabiert gerade das US-Finanzsystem und die die US-Wirtschaft.
Mittlerweile hat Klärchen einem rechten Magazin noch ein paar feuchte TräumeGedanken über die Europäer mitgeteilt:
American religiosity doesn't need to be explained; after all, throughout history, in every civilization, people have believed in the supernatural. What needs to be explained is European atheism, which is the aberration-unique in the world and in human history...There is something going on in Europe, a flourishing of sects, all of which have something in common and that is an absolute, virtually pathological, refusal to profit from experience.

Und:
The phenomena to be explained are the irrationality and the ardor of European anti-Americanism. Irrational, because entirely disproportionate to any real faults in American society. Of course America has flaws, and no, it is not lunacy to point them out.

Merken: Die Kritik, die Europäer äussern, ist, im Vergleich zu den klitzekleinen Fehlerlein, die in den USA passieren, vollkommen dysproportional und die Europäer sowieso völlig bekloppt. Die Deutschen und Franzosen hat sie noch immer richtig gerne:
No, France is not an ally, precisely, but neither it is an enemy. Ask me again in 75 years, when France will be the first Islamic nuclear power in Europe. Then we may have a real problem on our hands.

Und:
It's worth observing German tourists as they enter cafes in Paris. No loud voices, for one thing, unlike the Americans; no one wants to be caught blaring away in German. A constant furtiveness for another. And from the waiters, never an attempt to speak German. English sure; there's money involved. Italian? Why not. They love those people. But German? Mais non. No waiter alive thinks of the Germans as fellow Europeans and no German thinks of himself as just another tourist.

Jaja, 2050 ist der Kölner Dom die Claudia-Fatima-Roth-Moschee und Niveau ist eine Hautcreme.
Dann kommt der unvermeidliche Antisemitismus und hier, da ein französischer Text in die Debatte eingeführt werden muß, muß sie zugeben, daß sie zwar seit einigen Jahren in Paris abhängt, aber offensichtlich bislang unfähig/unwillig war, die Sprache so zu lernen, daß sie in der Lage ist, ihn zu übersetzen. Wer erzählt ihr denn, was in den französischen Zeitungen steht?
Nun, so gehyped sie - wie Sangesschwester Hirsi Ali - letztes Jahr noch war: momentan scheint sie, wie diese, im Gegensatz zu den Kagans nicht mehr so, äh, en vogue zu sein.
Ein etwas gutwilligerer Zeitgenosse passt auf, dass die Europäer keine Fehler machen, (die Amerikaner machen in den Augen solcher Leute natürlich nie welche…) jawohl, dann kommt der "handsome" Herr Ferguson ganz steil aus dem Gebüsch und im Artikel zu Ehren:
It's not America's enemies, who hate the United States most; it's people in countries, that are supposed to be America's friends, if not allies.

Ja, das ist natürlich voll gemein. Aber ein gewisser Francis auf der Leserseite einer Zeitung hat eine Erklärung:
The losers of the word always hate the winner
, was zur Zeit im Zeichen des Finanzdesasters seinen speziellen Charme hat, und "Howard Juneau" (muss man den kennen?) sagt:
No one likes us…We don't care.
Ob er das heute, wo die Millionen fleissiger Amerikaner, die von denen, die von diesen Herrschaften so besungen wurden, um die Früchte ihrer Lebensleistung, um Altersversorgung und Haus gebracht wurden darauf angewiesen sein werden - und ein Recht darauf haben - , daß das kollabierte Europa ihnen zur Hilfe eilt noch mal wiederholen würde? Und haben in diesem Artikel auch einen "Gay", der so tolle Bücher schreibt, wie (wird natürlich gleich mit beworben):
While Europe slept. How Radical Islam Is Destroying the West from Within.

Mittlerweile hat er was Neues, Schreckliches, herausgefunden: Europäische Muslime debattieren die Todesstrafe für Homosexuelle. Nun, das gibt es wirklich und es macht auch einen wirklich häßlichen Fleck. Mal abgesehen davon, daß diese "Europäischen Muslime" - alhamdulillah - niemals die Macht hätten, sowas durchzusetzen: sollte Mrs. Palin irgendwie zu Einfluss kommen, fürchte ich, wird sich Mr. Bawer auch nicht mehr wohl fühlen. Dann sagt er - wohlgemerkt, alles in diesem Sprachenlern-Text! -
Europe is steadily committing suicide...
, und das kann man sich 2008 genüsslich auf der Zunge zergehen lassen.
Klärchen schloss den Text mit einem:
To Hell with Europe.
So weit der engliche Übungstext, betrachtet aus einem Jahr Entfernung. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es glatt zum Lachen, wie auch dieses Programm: TheCollapseofEuropeConf...pdf Es wirkt aus der Rückschau wie eine bitterböse Satire. Ist es aber nicht. Sich gegen diese Herrschaften zu positionieren, ist kein Antiamerikanismus.
Antiamerikanismus wäre, die Amerikaner mit diesen und ähnlichen Gestalten alleine zu lassen!

Deswegen hier noch mal die schönsten Lieder aus dem Amerika das wir lieben:









Disclaimer: Durch meine persönliche Linksetzung und die vom System vorgenommene Linksetzung auf ähnliche Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen". "Ähnlich" ist ein weiter Begriff...














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Freie ArbeiterInnen Union: dagongmei. Arbeiterinnen aus Chinas Weltmarktfabriken erzählen
09/28/2008 08:02 AM
Seit den neunziger Jahren wandern in China Millionen junge Frauen vom Land in die Industriezonen an der Küste; dagongmei, arbeitende Schwestern, werden sie genannt. Sie stellen die Arbeitskraft der neuen globalen Fabrik, aber sie sind auch Subjekte der entstehenden größten Sozialbewegung der Welt. Wissenschaftlerinnen und Aktivistinnen aus Südchina haben in der Industriestadt Shenzhen Kontakt zu den dagongmei aufgenommen, sie in ihren Wohnheimen besucht und ihren Widerstand gegen Überarbeitung, Niedriglöhne und Gesundheitszerstörung unterstützt. Aus einem Interviewprojekt ist ein Buch entstanden, das im September 2008 beim Verlag «Assoziation A» erschienen ist.[Link] [Cache]
US Gedanken-Spiele: USA vor dem Bankrott. Was geht in den Köpfen von Bush, Bernanke und Paulson vor? Gedankenspiele oder Realität?
09/28/2008 07:07 AM
Von Heinz-Jürgen Fandrich

Mitte 2007 saßen 3 Macher, richtige Profis, gestandene Persönlichkeiten im Global Office, hielten sich an Gläsern fest und konnten ihre Sorgen kaum verbergen. Stellen wir uns vor sie hießen Georg W., der amtierende Präsident der USA, Henry, der amtierende Finanzminister der USA und Ben der amtierende Notenbankpräsident der amerikanischen Zentralbank. Despektierlich formuliert: "Die Jungs hatten ein Problem." 30 Jahre lang hatte ihr Land auf Pump gelebt und jetzt brannten die Sicherungen durch.

Es waren riesige 49 Billionen Gesamtverschuldung der US Haushalte aufgelaufen. Und damit nicht genug, die Staatsverpflichtungen, also die Staatsverschuldung zuzüglich aller Zahlungsversprechen des Staates hatten mittlerweile die 70 Billionen Grenze überschritten. Alle Institutionen des Landes bemühten sich nach Kräften weitere Schulden aufzuhäufen.

Zu allem Überfluss wurden jedes Jahr für 800 Milliarden mehr Waren und Dienstleistungen im Ausland eingekauft als verkauft. Übles Handelsdefizit, meinte Henry. Eine teure Armee ohne richtigen Feind haben wir auch noch am Hals und unsere Infrastruktur ist mehr als marode, sogar die Flugzeuge werden schon reihenweise stillgelegt, murmelt Georg.

Ben wusste mit einem Hinweis auf das verarmende Volk noch einen draufzusetzen. Ihr Volk stand mittlerweile ganz privat mit 13 Billionen bei Banken und Kreditkartenunternehmen in der Kreide und zeigte nicht die geringste Neigung sparsamer zu leben. Ihre Sparvermögen hatten Sie längst aufgebraucht. Die Sparrate der US Privathaushalte lag bei 0,- $. Ihre Häuser waren zu 100 % des Wertes und mehr mit Hypotheken beliehen.

Jeder verfügte bereits über 10 verschiedene Kreditkarten, aber nicht um mal die eine oder andere zu benutzen, sondern um mit der neunten Karte die Zinsen der achten zu bezahlen. Jeder hatte bereits Leasingverträge und Konsumentenkredite bis ans Limit seiner Möglichkeiten und darüber hinaus abgeschlossen. Dafür hatten aber 31 % mit Fettleibigkeit zu kämpfen und weitere 30 % waren übergewichtig.

Dieses Konsumentenverhalten war für die USA existenziell wichtig. Immerhin machte der Konsum 70 % des Bruttoinlandproduktes der USA aus. Obwohl die Verschuldung der US Bürger sich auf dem höchsten jemals gemessenen Niveau befand konnte man sich keine Abkehr von diesem Verhalten leisten ohne den wirtschaftlichen Niedergang des Landes zu riskieren.

30 Jahre lang hatte ihr Land über die Verhältnisse gelebt und es geschafft, die Schulden in alle Welt zu verkaufen. Hat doch gut geklappt, merkt Ben an. US Wertpapiere waren doch beliebt bei Jedermann. Dass es jetzt nicht mehr so ist, besorgt mich allerdings auch.

Jetzt brauchen wir täglich 2 Milliarden $ Geldzufluss aus aller Welt, sonst wird es übel. An der eskalierenden Weltwirtschaftskrise sind wir aber wirklich nicht alleine Schuld. Die Europäer, Japaner, Russen und viele andere haben kräftig mitgemischt. Insgesamt haben wir alle gemeinsam für 600 Billionen $ heiße Luft als Wertpapiere verkauft. Das ist immerhin das 8-fache des jährlichen Welteinkommens.

Wir hätten mit den Derivaten nicht so übertreiben sollen, klagt Georg. Üble Gemengelage. Wir sind pleite. Darf aber keiner wissen. Lasst uns mal nachdenken. Was passiert, wenn wir die Schulden verstaatlichen und anschließend so lange die Inflation anheizen bis die Schulden auf ein Minimum geschrumpft sind? Zwischendurch verstaatlichen wir alle wesentlichen Banken, Versicherungen, Industriekonzerne und wenn es sein muss auch noch die Auto- und Fast Food Industrie.

Kommunismus? Dem Außenwert unseres Dollars würde das nicht gut bekommen wirft Henry ein. Der würde gegen alle anderen Währungen dramatisch verfallen. Na und, knurrt Georg, bei der Gelegenheit verfallen doch auch die Devisenreserven der Chinesen, Russen und Araber gleich mit.

Da schlagen wir doch zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Chinesen haben ohnehin in den letzten Jahren mit ihrem Billigschrott in unseren Warenhäusern die Geschäfte der heimischen Hersteller verdorben. Die Araber haben keine Gelegenheit ausgelassen, die Ölfördermengen zu beschränken, damit sie uns überteuertes Öl andrehen konnten. Und ob es den Russen schadet, ist mir egal. Mit denen verbindet uns eine jahrzehntelange Feindschaft.

Oh, oh … flüstert Ben, das wird denen aber gar nicht gefallen. Die Chinesen könnten uns in einen Handelskrieg verheddern, die Russen könnten mit dem Säbel rasseln und die Araber könnten mit Ölboykott drohen.

Mein Gott Ben, wirst du jetzt zu alt für deinen Job. Uns kann man weder verklagen noch Gerichtsvollzieher ins Land schicken. Wir haben Flugzeugträger vor der Küste, schnautzt Georg. Wenn die Chinesen uns in einen Handelskrieg verheddern kann uns das bei unserem Außenhandelsdefizit nur recht sein. Es kommen ohnehin nur Billigprodukte aus dem Land des Lächelns. Diesen Schrott können wir bei verfallendem Dollar zum vergleichbaren Preis selber produzieren. Und…, wenn die Handelskrieg spielen wollen zahlen wir keinen Cent Schulden zurück.

Ob die Russen mit dem Säbel rasseln oder nicht ist mir auch egal. Russland ist keine Weltmacht mehr. Denkt dran, wir sind denen mit Nato Truppen so auf den russischen Pelz gerückt, dass sie sich kaum mehr bewegen können. Meinen guten Freund Putin betrachte ich doch mehr als nicht ernst zu nehmenden Bürgermeister von Moskau und Umgebung. Hier sehe ich keine wirkliche Gefahr, bestenfalls ein paar abzugleichende Verhandlungspositionen.

Wie wäre es mit einem Tauschgeschäft. Putin darf Georgien und die Ukraine dem Mütterchen Russland wieder angliedern und wir kassieren derweil den Iran.

Zack, …. hat jeder was er will. Den Iran brauchen wir ohnehin zur Sicherung unserer Ölinteressen. Wir sind nun mal mit Truppen in der Region, also sollte die Unterwerfung des Iran auch möglich sein. Denkt bitte daran es lagern 60 % der Weltölreserven im arabischen Raum. Saudi Arabien, Kuwait, Dubai, und die anderen arabischen Kleinstaaten sind von unserem militärischen Schutz abhängig.

Die Scheichs setzten wir mal anständig unter Druck und beteiligen sie an den kommenden Kriegskosten. Wenn wir den Iran kassieren, sind mit dem was wir schon haben 70 % der Weltölvorräte in unserer Hand. Und jetzt noch mal zurück zum drohenden Handelskrieg mit den Chinesen. Wenn die uns blöd kommen, könnten wir denen dann leicht den Ölhahn zudrehen. Sollten wir ihn jemals wieder aufdrehen kostet das Öl fünfmal so viel wie vorher und wird so rationiert wie es uns in den Kram passt.

Ade, du schönes chinesisches Wirtschaftwunder oder anders formuliert kein Öl, keine Industrie, kein Billigschrott in unseren Warenhäusern. Genau auf demselben Weg sollten wir auch Indiens Wirtschaftswachstum drosseln. Übrigens hat mein guter Freund Putin dieses Vorgehen schon mal mit Erfolg an Georgien und der Ukraine erprobt. Hat geklappt, beide zahlen jetzt 400 % mehr für Erdgas.

Abschließend machen wir eine umfassende Währungsreform mit neuen Spielregeln für jedermann.

Ziel: Schulden eliminieren und unsere Guthaben erhalten.

Quelle: MMnews[Link] [Cache]
Lumières dans la nuit: Welches Duell?
09/28/2008 06:54 AM

Die so genannten » Fernsehduelle« von Präsidentschaftskandidaten in den USA wären viel unterhaltsamer, wenn dabei Duellpistolen eine größere Rolle spielten.

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Duckhome: Die Bertelsmann-Stiftung hat eine Studie über Muslime gemacht...
09/28/2008 06:18 AM
...und etwas herausgefunden, daß den Pro-Knölls, allen "Islamkritikern" und unserer Lieblingsbloggerei garnicht gefallen dürfte - zum Teil wird ja schon mit dem Mut der Vezweiflung dagegen angebloggt. SpOn und der Kölner Stadtanzeiger sowie 124 weitere Medien haben das Ergebnis schon zur Kenntnis genommen und berichten:

Muslime in Deutschland sind sehr religiös - und offenbar toleranter, als manche Menschen glauben. Das hat eine Bertelsmann-Studie ermittelt, die SPIEGEL ONLINE vorliegt.
(zum Vergrößern auf die thumbnails klicken.)

Auch Jörg Lau tut ganz erleichtert:

Die Bertelsmann Stiftung hat endlich getan, was hier schon seit langen gefordert wird: Die Einstellungen der in Deutschland lebenden Muslime einmal repräsentativ zu erfragen. Vielleicht kommen wir so aus dem rein Anekdotischen und aus den wechselseitigen Projektionen heraus.


Die Studie mit ihren Einzelergebnissen wurde auf der Internetseite der Stiftung online gestellt:
Sie ist Teil einer weltweiten Studie, an der sich jeder beteiligen kann. Während für die weltweite Studie bereits 21.000 Menschen verschiedener Religionen Auskunft gaben, wurden für diese Unterstudie 2.000 Muslime der verschiedenen Altersgruppen befragt.

Gleich vorneweg: diese Studie ist eine Ohrfeige für alle "Islamkritiker" des ersten, zweiten bis 21.sten Weges, einheimisch oder eingebürgert, abgeschworen oder zugelaufen!
Die Bertelsmann-Stiftung lässt sich ja nicht mal eben so leicht wegwischen, wie manch' andere Unbequeme. Andererseits erhebt sich die Frage, was gerade sie dazu bewogen haben mag, eine solche Studie in Auftrag zu geben, sowie über die Jahre mit diesem Religionsmonitor weltweit Daten zu erheben. Die WissenschaftlerInnen, die hier mitgearbeitet haben, sind alles ausgewiesene Fachleute, einige von ihnen stehen, wie Ralph Ghadban nicht unbedingt im Ruf, sich unkritisch pro-muslimisch zu äussern.

Liz Mohn äussert sich in ihrem Vorwort, daß die Bertelsmann-Stiftung einen Beitrag zu mehr Toleranz und Verständnis leisten wolle, aber der erste Teil des Vorworts zeigt, worum es geht:

Globalisierung und die damit einhergehenden konkreten Auswirkungen im privaten und beruflichen Umfeld eines Menschen werfen Fragen nach den Werten und der Orientierung in Gesellschaften auf. Die von vielen Entscheidungsträgern geforderte internationale Verständigung über Sprachen und
Grenzen hinweg bedarf des Respekts der geschichtlichen, kulturellen und religiösen Wurzeln. Gerade der Glaube eines Menschen bestimmt in nicht zu unterschätzendem Maße seine Lebensphilosophie und sein Handeln.


Die Streitigkeiten über Religion stehen der Globalisierung im Weg! Allerdings stellt sie auch etwas fest, das ich bedingungslos unterschreiben kann:
...eine beeindruckende Vergleichbarkeit der Religionen. Denn trotz aller Verschie-denheit der seit Jahrhunderten gewachsenen Weltreligionen gibt es offensichtlich zahlreiche ähnliche Strukturen und Inhalte.

Was für mich ein zentraler Punkt ist, oder, um es mit Jörg Lau zu sagen:
Vielleicht kommen wir so...aus den wechselseitigen Projektionen heraus.

Auch vom Graphischen her ist die Studie sehr gut aufgemacht und lädt zum Lesen ein.

In der Besprechung der Studie setze ich einen Schwerpunkt auf das, was die Studie über muslimische Frauen herausgefunden hat - unsere belgischer Lieblings-Ex-Polizist hat sich nämlich einschlägig über eine enstsprechende Studie der Uni Antwerpen ausgelassen, aber natürlich nicht verlinkt, sodaß ich mir diese Studie auf anderem Weg besorgen muß und dann mal sehen werde, was sich vergleichen lässt.
Die Ergebnisse werden referiert von Prof.Dr.Dr. Ina Wunn und sie beginnt so:
Musliminnen in Deutschland melden sich zunehmend selbstbewusster zu wort und fordern gesellschaftliche wie politische Teilhabe, auch und vor allem in Sachen Religion...auch gegenüber dem männlichen muslimischen Establishment.




Und es geht weiter mit der Feststellung, daß sich - besonders junge - Frauen daran machen, für sich den Koran mittels der Methode des sachgerechten Verstehens selber auszulegen und sich nicht auf die - manchmal höchst fragwürdigen - Ergebnisse männlicher Autoritäten zu verlassen.

So macht sich inzwischen eine junge Generation wissenschaftlich ausgebildeter muslimischer Frauen daran, den Koran neu auszulegen – zwar mithilfe der traditionellen und allgemein akzeptierten wissenschaftlichen Methodik (Hermeneutik), aber mit völlig neuen Ergebnissen.
Damit wird das in vielen muslimischen Ländern übliche Verhältnis der Geschlechter als unislamisch gebrandmarkt, und der Islam zeigt sich als eine Religion nie gekannter Möglichkeiten– gerade für Frauen.


Und auch nix Geburtendjihad:
Verändert haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte auch die Familiengrößen:
Während in den einwandernden Familien Kinderzahlen von fünf und mehr keine Seltenheit waren (in dieser Studie nicht abgefragt), hat man heute nur noch selten (12 Prozent) mehr als drei Kinder, die dann idealerweise in einer prototypischen Familie aufwachsen sollten...


Muslimische Frauen seien berüflich engagiert und besonders die Türkinnen an Bildung hoch interessiert; sie wiesen auch meistens bessere Schulabschlüsse als die Männer auf, das politische Interesse beschränke sich auf als vordringlich empfundene Fragen wie die schulische Bildung (sic!) und die volle Anerkennung des Islam in Deutschland.

Weiter fand Wunn heraus,
dass 38 Prozent der Frauen und nur 28 Prozent der Männer das Tragen eines Kopftuches für sehr wichtig halten.


was vielen Streitern für oder gegen das Kopftuch hoffentlich gewaltig den Wind aus den Segeln nimmt. Das korrespondiert auch mit der Beobachtung, dass - bei einem deutlichen Bestreben nach Orthopraxie - die Kleidervorschriften als die am wenigsten wichtigen Vorschriften benannt werden, und dies bei allen Gruppen.

Religion bilde Identität und gebe Halt, doch seien viele Frauen aktiv auf der Suche:
Wenn es um den eigentlichen Glauben geht, erlauben sich die Frauen manche Freiheit
abseits der offiziellen Linie. Zwar bekennen sie ihren Glauben an Gott, seine Propheten, sein Buch (oder Bücher), seine Engel und an den Jüngsten Tag vorschriftsmäßig, geben aber dennoch zu, auf der Suche zu sein. Hier bedient man sich der Möglichkeiten der eigenen Überlieferung einschließlich sufistischen
Gedankengutes und sufistischer Praktiken ebenso, wie man sich für andere Religionen interessiert (gern im Rahmen von Kontakten zwischen muslimischen und christlichen Gemeinden oder im interreligiösen Dialog auf
regionaler Ebene) oder religiöse Bücher zu Rate zieht (hier wohl meist die in den Moscheen angebotene Erbauungsliteratur).


Sie lassen andere Religionen gelten und Fundamentalistinnen fände man unter ihnen eher nicht.

Zwar räumt sie ein, daß ihre Ergebnisse einen bias dadurch haben, dass sie hauptsächlich die Altersgruppe bis 49 Jahren befragen konnte (die Älteren verlebten öfter schon ihren Ruhestand in der Heimat, aber ich denke, eine Tendenz ist trotzdem erkennbar.

Einzelne Ergebnisse sind mittlerweile auch andernorts zitiert worden, und ich will mich nicht darüber auslassen, wer jetzt in welcher Altersklasse Schwein verspeist, Alkohol trinkt und betet. Nur soviel: Die Muslime in Deutschland sind an Politik nur sehr begrenzt interessiert und nur 2o% sind in den muslimischen Verbänden organisiert. Im Kapitel "Vielfältige muslimische Religiosität in Deutschland" wird beschrieben, daß die Muslime erst zum Problem wurden, als sie sichtbarer wurden. 65% lehnen eine eigene islamische Partei ab:

Die Bindung an muslimische Organisationen ist, wie in den Diskussionen um deren Repräsen-tativität im Kontext der Deutschen Islamkonferenz oft angemerkt, eher schwach. Die überwältigende Mehrheit der befragten Muslime, nämlich 78 Prozent, ist nicht Mitglied in einem religiösen Verein oder Verband. Beachtlich ist in diesem Zusammenhang auch, dass 65 Prozent der Befragten gegen eine eigene islamische Partei in Deutschland sind.


"Allah" macht keine Politik", wie die TAZ kalauerte, wobei der Gottesnamen hier natürlich gebraucht wird, um auf das alte Konzept von Muslimen und (politischem) Islam zu rekurrieren und dieses Konzept durch die Hintertür doch wieder einzuführen..
Die Muslime in Deutschland haben die Trennung von Kirche und Staat verinnerlicht, was natürlich daran liegt, daß die Mehrzahl aus der Türkei kommt, einem der beiden - noch - strikt laizistischen Staaten in Europa. ("Dieu", der französische Katholizismus, macht übrigens gerade Politik und versucht, den französischen Laizismus aufzuweichen, aber das ist ein anderes Thema...).

Als letztes: auch Professor Harry Harun Behr stellt fest, daß Religiosität und Bildung sich nicht wiedersprechen, im Gegenteil:

Schon heute haben 29 Prozent der Musliminnen und Muslime mindestens die 9. Klasse
der Hauptschule erfolgreich abgeschlossen; 22 Prozent haben die mittlere Reife, 14 Prozent die Fachhoch- schulreife und 27 Prozent Abitur – regionale Schwankungen nicht berücksichtigt.


Kann jemand Addition? 22+29+14+27? Also, ich komme auf 92%, die einen allgemeinbildenden Abschluss haben. Wie Harun Behr schreibt, hat sich das im Verlauf der letzten zehn Jahre gewandelt. Der Gender-Datenreport des Familienminsteriums weist im Jahr 2003 noch höhere Zahlen auf (auf das thumbnail klicken). Den Trend bestätigt auch dieser Report:
... dass nicht nur bei den deutschen Jugendlichen die jungen Frauen im Durchschnitt höher qualifizierende Abschlüsse erwerben, sondern dass auch die ausländischen jungen Frauen häufiger höher qualifizierende Abschlüsse erwerben als die ausländischen jungen Männer...Ebenso gelingt es den Jugendlichen ausländischer Nationalität in vielen Fällen, im Rahmen ihrer beruflichen Bildung noch fehlende allgemein bildende Abschlüsse nachzuholen bzw. sich höher zu qualifizieren. Vor allem die jungen Männer ausländischer Nationalität profitieren diesbezüglich von einer beruflichen Ausbildung.

Und hier ist noch ein Ergebnis aus NRW, daß diesen Trend ebenfalls bestätigt.

Zusammenfassung:Wie der Studienleiter vom Spiegel zitiert wird:

Rieger glaubt, dass die Mehrheit der Deutschen lediglich Vorstellungen über die Muslime in Deutschland hat: "Die meisten wissen nichts über den Glauben der Muslime. Es gibt überhaupt keinen Grund für Islamophobie."


Nun, die "Islamkritiker" werden weiter daran arbeiten, diese "Vorstellungen" am Leben zu halten, und es ist an uns allen, dem weiterhin so entgegenzutreten wie letztes Wochenende in Köln. Aber es gibt auch positive Signale SpOn berichtet:
Eine Forderung der Forscher: raus aus den Koranschulen, her mit dem Islamun-terricht.

Und was Moscheen betrifft:
Auch der Katholiken-Chef Robert Zollitsch nannte am Donnerstag zum Abschluss der Tagung der Deutschen Bischofskonferenz die Forderung nach einem islamischen Religionsunterricht sowie den Bau "würdiger, in den jeweiligen Städtebau gut eingepasster muslimischer Gotteshäuser".

Eine klare Absage an die Behauptungen und Forderungen von pro-Köln und Freunden, auch von katholischer Seite.
Ich denke, daß die Studie zustande kam, weil auch Entscheidungsträger wie Bertelsmann gemerkt haben, dass es einen im Ringen um Märkte voranbringen kann, soft skills wie Toleranz zu fördern. Oder kurz gesagt: Islamkritik ist schlecht für's Geschäft. Allerdings würde ich das nicht mal so negativ sehen. Es haben sich weitere hervorragende WissenschaftlerInnen beteiligt, und einen gewissen guten Willen will ich auch den "Machern" der Stiftung nicht absprechen. Auch wir werden mit der Studie arbeiten können.

Bildnachweis: Alle Bilde wurden der Studie entnommen.

Disclaimer: Durch meine persönliche Linksetzung und die vom System vorgenommene Linksetzung auf ähnliche Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen". "Ähnlich" ist ein weiter Begriff...

















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Duckhome: Aus alten Tagen frisch auf die Ohren
09/28/2008 06:18 AM

Natürlich gibt es Lieder die Evergreens sind. Vielleicht nicht für alle, aber doch für viele. So ein paar immergrüne Perlen hatte ich schon eine ganze Zeit beiseite gelegt. Diese Lieder beanspruchen weder wertvoll noch gut zu sein. Aber sie sind immer noch da.
Wenn man sich überlegt wie weit einige Lieder aus jüngster Zeit schon wieder aus unserem Gedächtnis verschwunden sind, dann müssen diese Lieder etwas haben, was anderen fehlt. Aber ich habe keine Ahnung was es ist.


Heidi Brühl - 100 Mann und ein Befehl




Mina - Heißer Sand




Juliane Werding - Am Tag als Conny Kramer starb




Juliane Werding - Wenn Du denkst Du denkst




Maggie Mae - My Boy Lollipop




The Soulful Dynamics - Mademoiselle Ninette


Adamo - Ein kleines Glück 1970




Bernd Clüver - Der Junge mit der Mundharmonika



Oh was war das teilweise grausam. Aber ich hätte noch für ein paar Sonntage. Nein das muss erst einmal reichen. Ich wünsche all meinen Lesern einen schönen Sonntag. Montag dürfen wir wieder arbeiten und meine kleine "Große" freut sich immer noch auf die Schule und ihre erste Klavierstunde.

Meinen bayrischen Lesern - sofern noch welche übrig sind - wünsche ich schönes Wetter damit sie es trocken bis zum Wahllokal schaffen. Geht wenigstens wählen auch wenn ihr nichts ändert. Macht ihnen Angst in dem ihr wählt. Wenn alle kämen und ihre Meinung mit einem Kreuz versähen, sähe es völlig anders aus in diesem Land. Als kleine Ermunterung und Rauswurfmusik habe ich noch was:




Also raus jetzt. Geht Bayern und Deutschland retten.


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Duckhome: Kirchen in einem muslimischen Land... - immer wieder gerne genommen
09/28/2008 06:18 AM
Das wird aus der Türkei berichtet:

<
Ankara: Mäzen baute Moschee mit Gebetsräumen für Christen und Juden

Ankara, 22,9.08 (KAP) In der türkischen Hauptstadt Ankara wird am Freitag eine neue Moschee eröffnet, in der auch Gottesdiensträume für Christen und Juden vorgesehen sind. Wie die türkische Presse am Montag berichtete, will der Stifter Ishan Dogramaci das Gotteshaus zum Freitagsgebet der Öffentlichkeit übergeben.

Der 12.000 Quadratmeter große Bau umfasst neben der Moschee auch Räumlichkeiten für eine Kirche und eine Synagoge und soll dadurch nach dem Willen des Stifters auch zur interreligiösen Begegnungsstätte werden. Einen Priester oder Rabbiner gibt es in dem Komplex jedoch nicht, wie Dogramaci einräumte.

Der 93-jährige Stifter, ein über die Türkei hinaus bekannter Akademiker und Mäzen, ließ das überkonfessionelle Gotteshaus laut Bericht zum Gedenken an seinen Vater Ali Pascha Dogramaci erbauen, der zu osmanischen Zeiten Bürgermeister des heute nordirakischen Erbil war. Die "Dogramacizade Ali Pascha Moschee" steht neben der ebenfalls von Dogramaci gestifteten Bilkent-Universität in Ankara und verfügt über computergesteuerte Beleuchtungs- und Belüftungssysteme.


Weiterlesen. Hier ist eine Liste aus Istanbul:
• die armenischen Kirchen.
• die katholischen Kirchen.
•die protestantischen Kirchen.

Hier sind die Bilder.

Disclaimer: Durch meine persönliche Linksetzung und die vom System vorgenommene Linksetzung auf ähnliche Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen". "Ähnlich" ist ein weiter Begriff...

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Duckhome: Europas Polizei gegen friedliche Demos
09/28/2008 06:18 AM
Die einen sind gegen "braune" Demos, die anderen gegen Humor....

SPON berichtet über den neuesten Streich von "Borat"- Darsteller Sasha Baron Cohen:

Die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" berichtet, Cohen und sein Team hätten sich mit gefälschten Pässen Zugang zum Backstage-Bereich verschafft.


Und das Ergebnis sieht man hier:



Es gibt halt einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen den Ereignissen in Köln und in Mailand:

Der Brite, der 2006 weltweit mit der "Borat"-Komödie erfolgreich war, dreht gerade einen neuen Kinofilm. Star des Vehikels ist ein weiteres Cohen-Alter-Ego, der österreichische Modejournalist Bruno. In dieser Rolle schlich sich Cohen auf die Mailänder Modewoche - und schaffte es tatsächlich unerkannt auf den Catwalk der Designerin Agatha Ruiz de la Prada.[...]



Cohen machte Werbung für seinen neuen Film "Bruno: Delicious Journeys Through America for the Purpose of Making Heterosexual Male"

Aber das fand Italiens Polizei nicht lustig. Andere Länder, andere Sitten.....

Zum SPON-Artikel

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Duckhome: Obsessive Ergänzung
09/28/2008 06:18 AM
In Ergänzung zum Artikel über den Film Obsession wollte ich noch ein paar Informationen zur Südlibanon-Armee und Major Saad Haddad hinzufügen. Leider reicht die Zeit nicht, um die Links klickbar zu machen.
Leider reicht die Zeit im Moment nicht, um die Links klickbar zu machen. Aber die meisten Leser sind ja sicher in der Lage die Urls in ihren Browser zu kopieren.

1. Die "Südlibanon-Armee" (South Lebanon Army) wurde von Major Saad Haddad geleitet, und der gute Mann war vermutlich (dazu mehr unten) evangelikaler Christ, und von da her gab es recht viele Kontakte (auch finanziell förderliche) in die Szene der rechtsgerichteten US-Evangelikalen.
„The SLA hosted the Christian radio station "Voice of Hope", set up and funded by George Otis, Founder of High Adventure Ministries, Inc. Starting in 1982, the SLA played host to Middle East Television which was also set up, funded and operated by High Adventure Ministries. George Otis gave Middle East Television (METV) to Christian fundamentalist Pat Robertson, founder of CBN. On May 2, 2000 Middle East Television relocated to Cyprus."
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/South_Lebanon_Army

Vorsichtshalber wird der Herr Major in Wiki-Einträgen als „Lebanese Christian Major Saad Haddad" o.ä. (je nach Sprache bezeichnet). Seiner Herkunft her war er sicherlich aus einer orientalisch-christlichen Familie.
Manche Quellen behaupten, er sei „griechisch-katholisch" gewesen, obwohl aus den Quellen nicht hervorgeht, was das sein soll.

Evangelikale bezeichnen sich gewöhnlich als „wiedergeboren", ganz besonders auch dann, wenn sie von einer anderen christlichen Konfession zu einer evangelikalen Denomination konvertiert sind. Und in einigen Quellen wird Saad Haddad ausdrücklich als „born-again Christian" bezeichnet. So in dem Buch von David S. New (Holy War. The Rise of Christian, Jewish and Islamic Fundamentalism, S. 115, nachzulesen hier: http://books.google.de/books?id=R6pgCWiDZ-4C&pg=PA115&lpg=PA115&dq=born-again+%22Saad+Haddad%22&source=web&ots=X5LyK1cS_v&sig=YmS38vvHF4Ti4p3rNPG8wwMY1wg&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=2&ct=result)
Ferner hier: http://www.skepticfiles.org/american/aane1112.htm

2. Der Herr Walid Shoebat ist wirklich eine ulkige Nummer
Mehr über ihn hier, in chronologischer Reihenfolge:
14.02.08, http://www.talk2action.org/story/2008/2/14/13922/8546
14.02.08, http://www.talk2action.org/story/2008/2/14/133136/023
21.02.08, http://www.talk2action.org/story/2008/2/21/192852/466
26.02.08, http://www.talk2action.org/story/2008/2/26/155838/376
01.04.08, http://www.talk2action.org/story/2008/4/1/181952/0896
01.04.08, http://www.talk2action.org/story/2008/4/1/10565/38308
09.04.08, http://www.talk2action.org/story/2008/4/9/1239/33275
01.06.09, http://www.talk2action.org/story/2008/6/1/192625/1571
01.07.08, http://www.talk2action.org/story/2008/7/1/4823/71390
02.07.08, http://www.talk2action.org/story/2008/7/2/92119/23524
13.07.08, http://www.talk2action.org/story/2008/7/13/5637/15413
19.07.08, http://www.talk2action.org/story/2008/7/19/125738/086
20.07.08, http://www.talk2action.org/story/2008/7/20/233824/106
22.07.08, http://www.talk2action.org/story/2008/7/22/63319/3198
17.09.08, http://www.talk2action.org/story/2008/9/17/52242/8384

3. Ziemlich umfassende Informationen über den Film „Obsession" und die Kampagne, die mit Hilfe dieses Filmes lanciert wird:
17.09.08, http://www.talk2action.org/story/2008/9/17/15847/7077
25.09.08, http://www.talk2action.org/story/2008/9/25/13815/3935


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Politik und Panorama: Die Vollpfosten von Pro Köln - zu dumm, den Briefkasten zu finden
09/28/2008 04:12 AM

Allerlei braun gefärbtes Kleingetier saugt die Nahrung aus den Eiterbeulen, die BILD und Co. zu verantworten haben. Hechelend folgen Möchte-gerne-Goebbels wie "Heinzis Seiten", "Politically Inkontinent" oder "Fiktionen statt Ficken" u.a. dieser braunen Spur

Ziel ist es andere an den Pranger zu stellen und ihnen ein Brandmal "Volksverräter" auf die Stirn zu drücken. Also eigentlich nichts anderes, als der ganz normale Spießbürger, der andere mit Hass verfolgt und in jedem ordentlich geführtem KZ gerne die Selektion an der Rampe übernimmt.

Glücklicherweise ist diese Weltsicht für viele nicht mehr akzeptabel. So auch in Köln. Hier ein kurzes Statement aus berufenem Munde:


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Freie ArbeiterInnen Union: FAU – Die ersten 30 Jahre
09/28/2008 04:02 AM
Als im Jahre 2004 eine Welle von Montagsdemonstrationen gegen die sogenannte Agenda 2010 und die unsozialen Hartz-Gesetze die Republik aufrüttelte, war in den bürgerlichen Massenmedien immer wieder von einer Organisation die Rede, die angeblich »Unfrieden stiften« würde. Der Name dieser Unruhestifter lautete: FAU. Was verbirgt sich hinter diesen drei Buchstaben? Ganz einfach eine wenig bekannte und kleine Basisgewerkschaft, deren Geschichte und Gegenwart in diesem Buch kenntnisreich und illustriert dargestellt wird: Was 1977 unter dem Namen Initiative Freie Arbeiter Union (I-FAU) als verwegenes, ja fast aussichtsloses Unterfangen begann, entwickelte sich in der Folge zur einzigen libertären Organisation in der BRD, die heute noch bundesweit aktiv ist. Dabei beziehen sich die Militanten der FAU auf die libertäre Tendenz in der internationalen Arbeiterbewegung – auf eine Tradition also, die von Anfang an in der organisierten proletarischen Bewegung rund um den Globus präsent und zeitweise sogar mehrheitsfähig war. In ihrem Eintreten für die Abschaffung von Herrschaft sowie die Überwindung kapitalistischer Ausbeutung, orientieren sich die FAU-GewerkschafterInnen am Konzept des Klassenkampfes und der alten proletarischen Losung, dass die Befreiung der ArbeiterInnen nur das Werk der ArbeiterInnen selbst sein kann. Buchvorstellung und Diskussion: Mo 13.10. Mannheim - Di 14.10. Frankfurt a.M. - Mi 15.10. Aachen - Do 16.10. Düsseldorf - Fr 17.10. Moers - Sa 18.10. Münster - So 19.10. Bielefeld - Mo 20.10. Hamburg - Die 21.10. Leipzig - Sa 25.10. Berlin[Link] [Cache]
FreiheIT-Blog: Freiheit - durch Verzicht?
09/28/2008 02:13 AM

Gestern las ich bei Twister einen Blogeintrag, der sich mit einem Phänomen befasste, das auch mir schon öfter begegnet ist und das es, wie ich finde, wert ist, einmal darüber nachzudenken. Ich erlaube mir, die entsprechende Passage von Twister hier einmal zu zitieren: “Wann immer es um die Einreiseregelungen in die USA geht, bzw. um die ganzen neuen Regelungen bei einer Reise per Flugzeug, ist ein markiges “ich fliege halt nicht mehr” nicht weit. Sicher, man kann durch diesen Boykott/dieses Entziehen einfach sagen “betrifft mich nicht”, der Punkt ist für mich aber, dass diese scheinbare Freiwilligkeit an das “geh doch nach drüben” von einst erinnert. Biometrische Pässe? Verreisen Sie eben nicht (sponsored bei heimische Touriindustrie?) Flugdatenweitergabe? Nutzen Sie die Bahn (sponsored bei heimische Bahn?) Anti-Terror-Datei? Lass Dir nichts zuschulden kommen… (hä? ist meines Erachtens hier die einzig richtige Reaktion, da diese Argumentation absurd ist) Hat man wirklich die Wahl? Natürlich kann man auf Flüge verzichten (und wird dies dann ggf. gegenüber dem Arbeitgeber oder der ArGe gut begründen müssen), natürlich kann man auch auf Auslandsreisen verzichten etc., aber kann das wirklich ein Argument gegen all das sein, was seit 2001 passiert?”

In der Tat reagieren viele Menschen genauso. “Wenn dich die Überwachung stört, darfst du halt nicht telefonieren/im Internet surfen/whatever”. Das habe ich schon Dutzende, gefühlt aber eher Tausende von Malen gehört, wenn ich die allgegenwärtigen Überwachungsmaßnahmen unserer Regierung und ihrer exekutiven Helfershelfer von Polizei und Geheimdienst kritisierte. Aber ist das wirklich eine Lösung?

Meines Erachtens definitiv nicht. Wenn wir einmal anfangen, Verzicht zu üben auf alles, was uns der Gefahr aussetzt, überwacht zu werden - was dürfen wir dann überhaupt noch tun? Außer Reisen und Telekommunikation, was bereits Dinge sind, ohne die das tägliche Leben um einiges schwieriger und eintöniger wäre, gestalten sich auch viele andere Dinge schwierig, wenn man nach dieser Maxime leben will. Verzichtet man darauf, Bücher auszuleihen, weil die Stadtbücherei (wie in meiner Heimatstadt Krefeld) alle Bücher mit RFID-Chips versehen hat, bei denen man nie so genau weiß, was damit nun passiert oder nicht passiert? Verzichtet man darauf, überall hinzugehen, wo Videoüberwachung stattfindet, was je nach Gegend einem kompletten Verzicht auf Einkaufen und draußen Herumlaufen gleich käme? Es dürfte klar sein, was ich mit diesen Beispielen sagen will: Es ist bei dieser Art, zu denken, so gut wie unmöglich, irgendwo eine andere als eine willkürliche, von der perslnlichen Leidensfähigkeit abhängigen Grenze zu ziehen. Sehr schnell wird aus diesem Verzicht ein totaler Verzicht auf nahezu alles. Für andere Szenarien ist die Überwachung in diesem Land momentan viel zu weit verbreitet.

Abgesehen aber von der mangelden Durchführbarkeit einer solchen Strategie, oder aber ihres schnellen Abgleitens in etwas, das wohl nur noch mit “Eremitendasein” zu umschreiben ist, gibt es weitere, ebenso durchschlagende Argumente gegen diese Form der “Privatsphäre durch Verzicht”. Um es als etwas provokante Frage zu formulieren: Was hat all das mit Freiheit zu tun?

Sind wir frei, wenn wir auf Dinge verzichten, die uns helfen oder Spaß machen? Ist es Freiheit, wenn wir vor jeder Aktivität erst überlegen, ob wir uns damit staatlicher Überwachung aussetzen? Kaum jemand würde diese Fragen wohl positiv beantworten wollen. Wieso aber wird dann genau das von uns verlangt? Bequemlichkeit, Unwissenheit? Ernst nehmen jedenfalls sollten wir solche Vorschläge nicht. Dazu gehen sie viel zu weit an dem vorbei, was man sich eigentlich wünscht: Richtige Freiheit, nicht die durch Verzicht und Angst viel zu teuer erkaufte Pseudo-Freiheit, die darin besteht, sich nur scheinbar nicht anzupassen und allen “gefährlichen” Aktivitäten aus dem Weg zu gehen. Damit aber gibt man Menschen die Macht über sein Leben, denen diese Macht eigentlich nicht zusteht, man gibt die Kontrolle auf über das, was man tut. Im Namen der Freiheit, der Eigenverantwortung, der Privatsphäre. Paradox, oder?

Gleichzeitig wird einem auch mehr oder weniger das Recht abgesprochen, im eigenen Staat, einer Demokratie, Dinge nach seinen Vorstellungen mitzugestalten. Twister umschreibt das treffend mit dem Vergleich mit dem (mir persönlich aufgrund meines Alters natürlich nicht mehr bekannten) Satz “geh doch nach drüben”. Die Parallele ist folgende: In beiden Fällen wird man aufgefordert, sich “herauszuhalten”, sich der aktuellen Situation zu entziehen und seine vom Gegenüber als störend empfundene Kritik einzustellen.

Das aber ist der falsche Weg. Wir sollten uns auf gar keinen Fall davon abhalten lassen, Dinge, die uns stören, wie beispielsweise die derzeit exzessiv und ohne jedes Ausmaß an gesundem Menschenverstand eingesetzte Überwachung unschuldiger Menschen, zu kritisieren. Wir sollten fordern, dass wir wieder reisen, surfen und telefonieren dürfen - ohne dabei zu gläsernen Menschen zu werden. Wir sollten fordern, dass der Staat mit sinnvollen Maßnahmen ein Höchstmaß an Sicherheit für uns herzustellen versucht, anstatt ein Sicherheitstheater zu inszenieren, das uns alle zu Gefangenen unserer eigenen Ängste und der unserer Entscheidungsträger macht. Wir sollten nicht in die Resignation und den aufgezwungenen Verzicht flüchten, sondern selbstbewusst unsere Rechte einfordern. Nur, wenn wir klarmachen, dass bestimmte Dinge uns wichtig sind, haben wir eine Chance, sie zu behalten oder zurückzubekommen.

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ISLA: Long Live the Queen
09/28/2008 02:12 AM
It's been widely noted, if not necessarily understood, that republican VP nominee Sarah Palin formerly belonged to the Assemblies of God: a colorful branch of fake Christianity that has, over the years, spun off a number of wacky sects. Most notably the Third Wave.
Third Wavers, a cheeky gaggle of militant wingnuts if there ever was one, have declared an official jihad (I am not making this up) on the Queen of Heaven, known among the hell-bound masses as Diana, Artemis, Fatima and the Virgin Mary. She's a demon, they aver. Oh, and She's also the Whore of Babylon.[Link] [Cache]
Living in China: Ab nach Shanghai
09/28/2008 02:12 AM

Wieder mal länger nichts von mir hören lassen. Das liegt daran, dass ich gerade Besuch aus Deutschland habe und nach Feierabend direkt weiterfahre und mir das volle Touriprogramm gebe. Ab heute hat das ganze Land Ferien und wir fahren für ein paar Tage nach Shanghai. 10 Stunden Zugfahrt. Wünsche euch ein paar schöne Tage, ich melde mich wieder, wenn wir wieder in Beijing sind.

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Toronto: Barabaren der Aufwertung
09/28/2008 02:10 AM

Im bisher multikulturell geprägten Szeneviertel Kensington Market in Toronto vollziehen sich aktuell in geradezu klassischer Weise Aufwertungsprozesse im Gewerbebereich. Neben den Wohnungsmarktdynamiken und Verdrängungsprozessen zählt die Ausfwertung des Nachbarschaftscharakters zu den zentralen Merkmalen von Gentrificationprozessen. Kensington Market erlebt gerade eine Professionalisierung und Kommerzialisierung der Gewerbestruktur: statt Kunsthandwerk und Szenekneipen gibt es künftig Spezialitätengeschäfte und Edelrestaurants. Die neuen Geschäfte zahlen etwas mehr als doppelt so hohe Mietpreise. Angesichts von fünf Neueröffnungen in den letzten Monaten fragt Deirdre Kelly in globeandmail.com in ihrem Beitrag The new kings of Kensington: can the bohemians hold off the barbarians of gentrification any longer?

“I’ve been involved in Kensington Market for the last five years,” he said, “and suddenly the rate of change has accelerated.”

Chris Idrovo, owner of Pennylicks, one of the area’s new cafés, said the influx has made north Augusta a high-traffic area. “People are calling it the new Yorkville,” Mr. Idrovo said as he whipped up cappuccino for customers. “You can’t even park on the street any more, because it’s gotten so busy.”

Niche businesses like the crafts-rich Blue Banana Market, the vegan café Urban Herbivore and an older furniture store specializing in vintage modular teak, Bungalow, are changing the character of the strip. “They’re getting away from the chickens in crates and the panhandlers,” observed Jerry Crawford, a contractor with Sundial Properties, who said he has renovated 12 properties on Augusta, most of them storefronts, over the past six months. “It’s become a lot more professional.” Change comes at a cost. Rents have doubled from an average of $17 a square foot, to $35 to $38 a square foot.

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Feynsinn: GEZ-Gebühren für Hetzer
09/28/2008 01:32 AM

Unfassbar, was Kerner, diese journalistische Doppelnull, sich da einlädt. Redet ein “Journalist”, der auch nur ein Minimum von seinem Beruf versteht, mit einem faschistischen Hetzer über das Wetter oder “Steuertricks”? Mir fehlen die Worte.

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Dominik Hennig: The Empire Strikes Out
09/28/2008 12:42 AM
Stefan Molyneux über die Hintergründe der zur Finanzkrise umgelogenen Staatskrise:



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ISLA: Gender Jihad
09/28/2008 12:12 AM
Wikipedia: Asra Nomani
Website Asra Nomani

Wikipedia: Amina Wadud
Featured Links: Alive Mind Media[Link] [Cache]
ISLA: Dirtiest Blues Song Ever
09/28/2008 12:12 AM
via Ms Naughty - Erotica for Women:
"Shave 'em Dry" by
Lucille Bogan
(April 1, 1897 - August 10, 1948)











I got nipples on my titties, big as the end of my thumb,
I got somethin' between my legs'll make a dead man come,
Oh daddy, baby won't you shave 'em dry?

I would fuck you baby, honey I'd make you cry.
Now your nuts hang down like a damn bell sapper,
And your dick stands up like a steeple,
Your goddam ass-hole stands open like a church door,
And the crabs walks in like people.[Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: Nadhmi Auchi säubert die britische Presse
09/28/2008 12:10 AM

Schön ist das, wenn man reich ist. Blöde ist das, wenn man wegen ein paar Kleinigkeiten zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt wird. Hässlich ist das, wenn man dann auch noch gemeine Geschichten in der britischen Presse lesen muss.

Wie würde das denn auch aussehen, wenn Barack Obama nicht nur von einfachen Kriminellen wie Tony Rezko, sondern auch vom milliardenschweren Boss Nadhmi Auchi finanziert worden wäre?

Zum Glück für Nadhmi Auchi gibt es im Vereinigten Königreich eine gut funktionierende Zensurindustrie. Nach netten Briefen von freundlichen Juristen verschwanden prompt eine ganze Reihe von hässlichen alten Artikeln in britischen Käseblättern wie dem Guardian oder dem Observer.

Pech ist dann jedoch, wenn man nun die Geschichte einschließlich der aus der britischen Presse wegzensierten Artikel bei Wikileaks findet. Tja, man kann eben nicht alles haben.

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