Wednesday, February 25, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-04

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-04


Belgique C'est Chique: Kunstasyl von Berlin
10/04/2008 11:56 PM

Kino, Konzerte und DJs: der Hinterhofclub in der Brunnenstrasse ist einer der letzten Atmungsreserven der überblödeten Hauptstadt

Irgendwo da, ja da, genau, also da musste dann und dann ist da. Man kennt das noch von früher. Als noch nicht alles im Touristen Guide beschrien, bejubelt und beworben war was da auf Bühnen rumflatterte und unendlich viel Schotter für ein Abziehbild vom Video kostete.
Denn es gab da mal eine Zeit, es ward so um die 90er, da ging irgendjemand in eine Ruine von Berlin-Mitte, Friedrichshain oder Prenzlauer Berg, stellte ein Brett zwischen zwei Pfeiler, einen Kassettenrecorder drauf und 2 Tage später war die Hütte voll.
Ämter, was ist das, da wurde erst mal laut gemacht, irgendwer zog dann noch oben im ersten Stock ein wenn der Fussboden improvisiert worden war und dann liess sich´s leben. Meistens blieb auch immer genug über für alle. Nun, kann ja nicht immer wir früher sein. Nach und nach zog überall der Westen ein und damit die Langeweile mit Geld, was aber auf einmal niemand mehr hatte, jedenfalls nicht wenn man was machen wollte wie z.B. Kunst, einen Veranstaltungsraum, Konzerte oder einfach einen coolen Laden. So irgendeinen Künstlerspielplatz eben.

Aber siehe da. Irgendwo schleicht es sich doch wieder in die Nischen. Die Brunnenstrasse hat da noch was in petto. Numero 10, und dann da und da, aber sehen Sie selbst, es ist das erste Video links oben auf der Myspace Seite.

Na, jetzt wissen Sie ja wo das Belgique C’est Chique ist.
Und dann fragen Sie an der Bar mal nach Henri Banks.
Aber erzählen Sie ja nicht, dass Ihnen Radio Utopie das Ganze verraten hat. Sonst wissen das ja wieder alle.

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Die Gutdenker: Schäubles Scheinargumente
10/04/2008 11:52 PM
Michael Lohmann hat sich in einem sehr lesenswerten Artikel mit dem Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble auseinandergesetzt, den ich hier verlinken möchte:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28607/1.html

Ich frage mich immer mehr, warum sich nicht noch mehr öffentliche Kritik an Minister Schäuble regt. Denn eigentlich handelt er in verfassungsrechtlichen Grenzbereichen, die nicht unbedingt heute für ein Problem für unsere Freiheit werden, aber eventuell unter anderen politischen Vorzeichen ein Problem werden könnten. Wer solche Freiräume für Freiheitsbeschneidungen durch den Staat schafft wie Herr Schäuble, sollte deshalb daran erinnert werden, dass er selbst nur eine bestimmte Amtszeit lang an den Hebeln der Macht sitzt, aber er bedenken sollte, was jemand in Zukunft mit den vielen neuen institutionalisierten Hebeln eventuell manipulieren könnte. Mindestens Kurzsichtigkeit sollte man Wolfgang Schäuble vorwerfen.
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HU-Marburg: Zehn schwarze Südländer
10/04/2008 09:31 PM
Wie Macht Menschen einsam macht - HU-Ortsverband Marburg.

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Die Stuttgart-Strategie: Blogspaß mit dem Handelsblatt
10/04/2008 09:17 PM
Soeben im Parteibuch gefunden: "... Den gelöschten Artikel gibt es dafür nun in einem neuen Blog. Und dank der innovativen Löschmarketing-Strategie ist der Artikel auch nicht nahezu ungelesen verstaubt, sondern richtig berühmt geworden. Soviel Aufmerksamkeit hätte der Artikel nicht mal bekommen, wenn die Holtzbrinck-Verlagsgruppe ihn in allen seinen Schmierblättern abgedruckt hätte. Und Holtzbrinck hat eine gute Ausrede, falls der Vorwurf kommt, einen Bank Run ausgelöst zu haben. Stattdessen lästern die Leute über die offene Zensur bei Holtzbrinck. Dabei ist Meinungsmanipulation bei Holtzbrinck wahrlich nichts neues. Das könnte man einen richtigen "Reputation Default Swap" nennen."


Ich hatte vorhin hier bereits ein "Wem nutzt es?" aufgeworfen, nachdem ich heute morgen auf den Vorgang in diesem Beitrag im Trigger-Tiger-Tank Telepolis aufmerksam geworden bin. Einige der dort erwähnten sogenannten Rebellen unter dem Schauspielführer Don Alphonso gehören zu denen, die ich bereits im alten Blog "Morgaine and The Machine" mehrfach mit teilweise ein wenig lyrisch verklausulierten Beiträgen erwähnte. Man kann ja nicht immer alles sagen. Aber man darf durchaus Fiktionen aufmalen, hinter denen die Fakten auf den warten, der sie sehen will. Man kann auch versuchen, offenbar dämliche AutorInnen wie die des ersten deutschen Blogbuchs "Generation Blogger" mit den Mitteln von Tarnkappe, Täuschung und Co. versuchen fertig zu machen. Aber die darf darüber natürlich nicht so deutlich schreiben. Justiziable Beweise, Madame?! Kein Mann mit vorgehaltener Knarre hat versucht, Sie zum Schweigen zu bringen und Sie haben das gestochen scharfe Foto inklusive echtem Personalausweis dabei? Ja, dann: Maul halten! Sonst mundtot. Was, Sie finden das nicht lustig? Sie finden es nicht lustig, wenn Ihr Rechner dank eines Rootkits mit anderen Aufgaben so beschäftigt ist, dass er nur noch einzelne Buchstaben in Zeilen bringt und man diese interessante Buchstabengrafik dann in einem Kommentar bei den Rebellen etwas später wieder findet? Tja, das ist Ihr Problem. Denn wie sagten wir doch: "Der frühe Vogel fängt den Wurm" , Tja, man lästert und lacht halt gerne bei den Rebellen. Und den Trigger-Tigern. Und. Aber wie war das noch? Wer zuletzt lacht.[Link] [Cache]
Stuttgart-Strategie: Blogspaß mit dem Handelsblatt
10/04/2008 09:17 PM
Soeben im Parteibuch gefunden: ... Den gelöschten Artikel gibt es dafür nun in einem neuen Blog. Und dank der innovativen Löschmarketing-Strategie ist der Artikel auch nicht nahezu ungelesen verstaubt, sondern richtig berühmt geworden. Soviel Aufmerksamkeit hätte der Artikel nicht mal bekommen, wenn die Holtzbrinck-Verlagsgruppe ihn in allen seinen Schmierblättern abgedruckt hätte. Und Holtzbrinck hat eine gute Ausrede, falls der Vorwurf kommt, einen Bank Run ausgelöst zu haben. Stattdessen lästern die Leute über die offene Zensur bei Holtzbrinck. Dabei ist Meinungsmanipulation bei Holtzbrinck wahrlich nichts neues. Das könnte man einen richtigen "Reputation Default Swap" nennen.


Ich hatte vorhin hier bereits ein "Wem nutzt es?" aufgeworfen, nachdem ich heute morgen auf den Vorgang in diesem Beitrag im Trigger-Tiger-Tank Telepolis aufmerksam geworden bin. Einige der dort erwähnten sogenannten Rebellen und unter dem Schauspielführer Don Alphonso gehören zu denen, die ich bereits im alten Blog "Morgaine and The Machine" mehrfach mit Beiträgen aufrund von für mich sehr unschönen Ereignissen berücksichtigt habe. Ja, es ist schon sehr lustig, wenn mein Rechner dank eines Rootkits mit anderen Aufgaben so beschäftigt ist, dass er nur noch einzelne Buchstaben in Zeilen bringt und man diese interessante Buchstabengrafik dann in einem Kommentar bei den Rebellen etwas später wieder findet. Zum Beispiel.[Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": Sprengstoffanschlag auf russische Friedenstruppen
10/04/2008 08:18 PM

Die Ermittler haben allen Grund für die Annahme, dass hinter dem Sprengstoffanschlag vor dem Stabsgebäude der russischen Friedenstruppen in Zchinwali georgische Geheimdienste stehen. Das teilte Wladimir Markin, der offizielle Sprecher des Ermittlungskomitees bei der Staatsanwaltschaft Russlands, am Sonnabend in einem RIA-Novosti-Gespräch mit.

Damit sei das Ziel verfolgt worden, „die Lage in der unabhängigen Republik Südossetien zu destabilisieren",

fügte er hinzu.
Bei der Explosion eines Pkw des Typs UAZ, der unmittelbar vor dem Stabsgebäude der Friedenskräfte in Südossetien geparkt war, sind am Freitag sieben Personen ums Leben gekommen, unter ihnen Oberst Iwan Petrik, Stabschef der Friedenskräfte im Konfliktgebiet. Die Explosionsstärke wird auf 20 Kilogramm TNT geschätzt. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
Das Auto war zuvor im Dorf Dissewi in der Sicherheitszone beschlagnahmt worden. Der Fahrer soll die Fahrvorschriften verletzt und Waffen illegal transportiert haben. Dabei wurden insgesamt vier Personen ohne Papiere festgenommen.

Tagged: terror
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ad sinistram: Über Fließbandbabys
10/04/2008 08:14 PM
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Politik und Panorama: SPD-Landesparteitag Hessen - 96% für rot-rot-grün
10/04/2008 07:49 PM

Glaubt man Gerüchten, und nimmt die Bewerbungstätigkeit innerhalb von hessischen Behörden und Ministerien als Maßstab, dann sind die Tage von Roland Koch als Ministerpräsident nahezu ausgezählt.

Mehr noch als während der Amtszeit vorheriger Regierungen, so die Gerüchte weiter, wurden Posten unter der hessischen CDU-Herrschaft nach Parteibuch besetzt. Unter den Angestellten in diesen Bereichen setzen nun massive Fluchtbestrebungen ein, um der bevorstehenden Machtübernahme und drohender Arbeitslosigkeit durch rot-rot-grün zu entgehen.

Dass dies bald eintritt, dafür steht auch das Ergebnis des hessischen SPD-Parteitags in Rotenburg a. d. Fulda. Dort haben die Delegierten mit 96% der Stimmen (335 dafür, 7 dagegen, 350 Stimmberechtigte) für einen Leitantrag gestimmt, mit dem der Parteispitze freie Hand eingeräumt wird, den Regierungswechsel vorzubereiten.

Die Zustimmung innerhalb der SPD wurde vorab schon als hoch bewertet, mit diesem Ergebnis hätte aber wohl kaum jemand in der hessischen SPD-Spitze gerechnet.

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ISLA: No title
10/04/2008 07:17 PM



Congressman Brad Sherman[Link] [Cache]
ISLA: No title
10/04/2008 07:17 PM
Europäisches Gipfeltreffen zur Finanzmarktkrise: Gemeinsam Vertrauen schaffen

"Ich bin ganz sicher, dass es möglich ist, europäische Verabredungen zu bekommen.", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in Paris vor dem Treffen. Er sehe die dringende Notwendigkeit, über die Spielregeln auf den Finanzmärkten neu zu diskutieren. "Es macht keinen Sinn, dass die internationalen Finanzmärkte weltweit handeln und aufgestellt sind und wir versuchen, die Bankenaufsicht national zu organisieren. Und insofern kommt dem Treffen der Staats- und Regierungschefs und der Kanzlerin eine große Bedeutung zu." via[Link] [Cache]
TAMMOX-TV: Gute Gene - schlechte Gene
10/04/2008 07:15 PM
Das Erste | Mittwoch, 08.10.2008 | 23:30 Uhr
Gute Gene - schlechte Gene

Wer will sein Schicksal kennen? Film von Tilman Achtnich
"Die Welt ist für uns eingestürzt nach dem Gentest", erzählen die Zwillinge Steffi und Kathi Leitner in Innsbruck. Sie haben vor einem Jahr erfahren, dass sie an Chorea Huntington erkranken werden, einer unausweichlichen tödlichen Erbkrankheit. Ihr Leben wird komplett anders verlaufen, als die beiden 20-jährigen jungen Frauen sich das vorgestellt haben. Wie führt man ein Leben, wenn man weiß, wie es ausgeht? Wie arrangieren sich die Zwillinge mit ihrem Schicksal?
Stephan Kruip leidet an Mukoviszidose. Welches Risiko tragen seine Kinder? Und deren Nachkommen? Ein Gentest könnte Klarheit schaffen.
Oder Ängste verursachen.
Ein paar hunderttausend Gentests werden inzwischen pro Jahr gemacht. Nicht nur bei Verdacht auf klassische Erbkrankheiten, sondern inzwischen können auch Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Alzheimer genetisch gestestet werden - schon für 600 Euro im Internet gegen Einsenden einer Speichelprobe. Per Gentest der Blick ins eigene Schicksal. Verlockend, aber was bringt ein Gentest tatsächlich mit sich? Gewissheit oder Verstörung? Noch immer regelt kein Gesetz den Umgang mit den intimen Daten eines Gentests. Genetische Diskriminierung droht, wenn die Daten in die falschen Hände geraten. Gentests werden immer billiger und werden immer leichter zu haben sein. Gute Gene oder schlechte Gene? Der Druck, über sich Bescheid wissen zu wollen, wächst mit den Möglichkeiten. Der Film erzählt von Menschen, die bereits heute mit einem Gentest leben.
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TAMMOX-TV: Wenn Amerikas Präsidenten lügen
10/04/2008 07:15 PM
Montag | 06.10.2008
WDR
22.00 - 22.45 (45 min.)

War made easy - Wenn Amerikas Präsidenten lügen

die story

So unterschiedlich Amerikas Präsidenten in den vergangenen 50 Jahren auch waren. Sie waren in einem gleich. Sie alle waren wahre Könner in der Kunst der Lüge, wenn sie das Land zu einem Krieg verführen wollten. Und ihre Methoden glichen sich.
Diese "Gehirnwäsche mit Tradition" hat der amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden Dokumentarfilmer Loretta Alper und Jeremy Earp haben diese Geschichte in einem wunderbar eindrucksvollen Film erzählt.

Wie man sich den Krieg leicht macht. Norman Solomon zeigt, sogar Sprache und Rhetorik der Präsidenten war nahezu identisch, wenn die Kriegsmaschinerie in Gang gesetzt wurde und das amerikanische Volk jubelnd zur Seite stehen sollte.

Der Film zeigt sogar auch, wie Reporter und Moderatoren zeitgleich die Sprache der Präsidenten übernahmen. Politik und Medien, das zeigt der Film, arbeiten Hand in Hand.

Der Film wurde vom Oscar-
Preisträger und Friedensaktivist Sean Penn gesprochen. Die deutsche Fassung in der Reihe "die story" spricht sein Synchronsprecher Tobias Meister.
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Böse Worte: Doris Groger - Briesensee
10/04/2008 07:11 PM
Eigentlich wollte ich ja nicht mehr über Brandenburg berichten. Dieses Bundesland, das mit einer Mischung aus genzenloser Unfähigkeit und provinzieller Ignoranz regiert wird ist es wirklich nicht wert. Nirgendwo in Deutschland wurden so viele Chancen vergeben. Nirgendwo in Deutschland wurde so viel Unsinn veranstaltet. Nirgendwo in Deutschland wurde so viel Steuergeld nutzlos verschendet.

Einem Bundesland, in dem Pf... wie Stolpe und Platzek eine Mehrheit finden ist eh nicht mehr zu helfen. Doch es gibt auch dort Ausnahmen. Eine davon ist Doris Groger, die Bürgermeisterin von Briesensee. Ich würde ihr Unrecht tun, wenn ich nicht über das Unrecht berichten würde, dass ihr zuteil wurde. An dieser Stelle herzlichen Dank an suboptimales für den Beitrag, der mich auf den Fall aufmerksam gemacht hat. In diesem Blog sind auch noch weitere Links und Informationen zum Fall Doris Groger zu finden.

Hier nun erst einmal ein Video als Zeichen der Solidarität mit Doris Groger.



Es wäre schön, wenn sich auch andere Blogger des Themas annehmen würden. Denn von der brandenburgischen "Presse" ist da nichts zu erwarten. Die ist traditionell obrigkeitshörig und mit den alten Seilschaften verwoben. Die können und dürfen nicht anders. Doris Groger hat aber aber eine Öffentlichkeit verdient und sie braucht sie auch ganz dringend.

Auch kleine Steinchen können ein mächtiges Gebirge werden.[Link] [Cache]
Böse Worte: Hallo d...@web.de
10/04/2008 07:11 PM
Hier noch eine Antwort für den etwas unfreundlichen Leser, der mir per Mail mal seine Meinung "gesagt" hat. Er hat sich an der Fotomontage zum Beitrag "HC Strache - Am Anfang habe ich noch gelacht" gestört.

Also, es ist mir sch... egal ob man "soetwas" darf oder nicht. Ich tue es trotzdem. Auch bin ich nicht der Einzige der "soetwas" tut. Auch in Österreich tuen noch einige Leute "soetwas". Sie drucken "soetwas" sogar auf ihre Titelseite und verkaufen es. Denn wo sich die Dummheit der selbsternannten "Andersdenkenden" lautstark breit macht, da wird der Einspruch der Nachdenkenden auch einmal etwas deutlicher nötig.[Link] [Cache]
Club der halbtoten Dichter: Der Geist von Iava
10/04/2008 06:50 PM

Im Sommer 1987 hatten wir auf OTTO LEONHARDT auf der Reise von Las Palmas nach Kpeme/Togo einen Todesfall. Der kiribatische Motormann Iava war morgens zum Teatime von seinen Kollegen leblos in der Maschine gefunden worden. Trotz diverser Wiederbelebungsmaßnahmen konnte nach seiner Ausschiffung in Abidjan nur noch sein Tod festgestellt werden. Eine spätere Obduktion ergab, daß er hochgradig zuckerkrank gewesen sein muß.

Das Schiff hatte eine bunt zusammen gewürfelte Besatzung. Die Mannschaftsgrade kamen alle von den Kiribatiinseln in der Südsee. Aber der 1. Offizier war aus Polen. Der weibliche 2. Offizier, der Kapitän, seine mitreisende Ehefrau und Ltd. Ingenieur waren aus Deutschland. Letzterer war eigentlich Lehrer an der Seefahrtsschule in Cuxhaven und fuhr nur in den Semesterferien zur See. Außerdem waren noch drei philippinische Besatzungsmitglieder an Bord, als Koch, Funker und 2. Ingenieur. Trotz oder wegen der bunten Mischung war die Bordstimmung gut.

Der philippinische 2. Ingenieur war für die Arbeitseinteilung der kiribatischen Motormänner zuständig. Dabei gab es öfter Reibereien und Schwierigkeiten, insbesondere mit Iava. Nachdem wir diesen nun tot in Abidjan ausgeschifft hatten, stand der 2. Ingenieur bei mir vor der Kapitänskammer. Er könne nicht mehr in den Maschinenraum gehen, denn dort spuke der Geist von Iava herum und wolle ihm Böses antun. Nur mit Mühe konnte ich ihn überreden seine Arbeit wieder aufzunehmen.

Am nächsten Tag ging er zum 2. Offizier, traditionell zuständig für die Bordapotheke, um sich einen Vorrat an Salztabletten für den Maschinenkontrollraum geben zu lassen. Barbara nahm ihn mit ins Hospital, füllte dort für ihn einen Vorrat in ein kleines Glasgefäß ab und verschloß es mit einem Gummistöpsel. Das Gefäß nahm er mit in die Maschine, stellte es im Maschinenkontrollraum auf dem Schreibpult ab und machte anschließend seinen Kontrollgang durch den Maschinenraum. Bei seiner Rückkehr in den Kontrollraum sah er, daß das Glasgefäß offen war. Der Gummistöpsel lag daneben. Er verließ fluchtartig den Maschinenraum. Angstschlotternd stand er vor meiner Kammer. „I really don´t go down into the engine room anymore, the ghost of Iava has eaten from my salttablets!" Niemals würde er wieder in den Maschinenraum gehen, der Geist von Iava hätte von seinen Salztabletten gegessen.

Es folgte eine kriminalistische Rekonstruktion des Ganzen. Wir gingen zusammen in das durch die Klimaanlage schon fast zu kalte Hospital. Füllten dort Salztabletten in ein gleiches Glasgefäß und verschlossen es mit einem Gummistöpsel. Nur widerwillig begleitete er mich in den Maschinenkontrollraum, wo wir das Glasgefäß auf dem Schreibpult abstellten. Der Kontrollraum war nicht an die Klimaanlage angeschlossen und durch die tropischen Außentemperaturen und die laufende Maschine herrschte eine entsprechende Wärme. Angstschlotternd stand der 2. Ingenieur neben mir, während wir auf den Geist von Iava warteten. Es dauerte auch nicht lange, bis sich die Luft in dem Glasgefäß so erwärmt und ausgedehnt hatte, daß der Gummistöpsel mit einem deutlichen „Plopp" absprang. Ich weiß nicht ob dieses den 2. Ingenieur überzeugt hat, aber zumindestens hat er wieder seine Arbeit im Maschinenraum gemacht.

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Club der halbtoten Dichter: Fegsel
10/04/2008 06:50 PM

von loggerman

Wir verließen mit unserem Stückgutschiff den Hafen von Marina di Carrara in Italien, in Ballast in Richtung der kanadischen Große Seen. Die Ladung hatte hauptsächlich aus brasilianischen Granit- und Marmorblöcken bestanden, aus denen echter Carrara-Marmor werden sollte. Im Zwischendeck war aber auch eine Partie Erdnüsse aus Santos gestaut gewesen. Die Mannschaft stammte von den Gilbert-Inseln in der Südsee, die heute Kiribati heißen.

Auf der Überreise wurden die Laderäume saubergemacht, für die Übernahme der nächsten Ladung. Die Reise sollte von Kanada zur Westküste Südamerikas gehen. Bei einem Kontrollgang zeigte mir der Bootsmann stolz zwei Säcke mit zusammengefegten Resten der Erdnußladung, Fegsel. Er hoffte, sie irgend­wann verkaufen zu können.

Der erste Löschhafen an der Westküste Süd war Buenaventura in Kolumbien. Unser Pierplatz war bei Ankunft noch besetzt, deshalb ankerten wir auf Innenreede. Noch bevor wir an die Pier gingen, berichtete mir der Bootsmann stolz, er hätte die beiden Sack Erdnuß-Fegsel für 150 Dollar verkauft.

Verschmitzt erzählte er außerdem, daß sich in den Säcken hauptsächlich Unrat befunden hätte, nur oben auf wäre eine Schicht Erdnüsse gewesen. Der Bootsmann ging in Buenaventura vorsichtshalber nicht an Land, was ihm sicher schwergefallen ist. Seinem Geschäftspartner wollte er möglichst nicht wieder begegnen.

Im nächsten Hafen, Callao, holte er das dann nach, und zog mit seinen Matrosen, die ja die Erdnüsse zusammengefegt hatten, durch die Bars im Hafenviertel. Am zweiten Abend tauchte er dann beim Kapitän auf und bat um 100 Dollar Vorschuß. Da er mal wieder Vorschußstop hatte, lehnte ich erst einmal ab. Erst daraufhin rückte er mit der Geschichte heraus.

Am ersten Abend hatte er Dollars, die er für das Erdnuß-Fegsel bekommen hatte, in einer Bar in peruanisches Geld umgetauscht. Als er am zweiten Abend wieder in der Bar ein Bier bestellen wollte, hielt ihm der Wirt den 100-Dollar-Schein vom Vorabend unter die Nase: “Hecho en Columbia”, auf Deutsch “Hergestellt in Kolumbien”. Der Wirt wollte sein peruanischen Geld wieder haben, aber das hatte der Bootsmann natürlich schon ausgegeben. Deshalb brauchte er jetzt 100 Dollar um seine Matrosen in der Bar auszulösen. Er bekam das Geld. Den falschen Geldschein mußte er abliefern. Traurig sah er zu, wie ich ihn zerriß.

Auf der Heimreise nach Europa bunkerten wir in Cristobal, am Ostausgang des Panamakanals. Kurz vor dem Auslaufen kam einer der fliegenden Händler an Bord zurück und behauptete, der Koch habe seine neue Stereoanlage mit einem falschen 100 Dollar-Schein bezahlt. Er verlangte Ersatz, sonst würde er die Polizei holen. Der philippinische Koch fühlte sich bedroht, entgegnete, er habe den Geldschein vom Kapitän, und griff nach einem Küchenmesser. Um die Situation zu beruhigen und das Auslaufen nicht zu gefährden, gab ich dem Mann seinen gewünschten Ersatz.

Später auf See konnte ich dann die Sache aufklären. In Buenaventura hatte der Bootsmann für das Fegsel zwei falsche Hunderter bekommen, und einen richtigen 50 Dollarschein als Wechselgeld herausgegeben. Die Geschichte des ersten falschen Geldscheins endete in Callao, der zweite wanderte über Wechselvorgänge beim Leitenden Ingenieur und mir, in die Schiffskasse, und von dort zum Koch. Den zweiten falschen Hunderter direkt bei mir zu wechseln, hatte sich der Bootsmann wohl nicht getraut.

*

Weitere Links zum Thema Kiribatis:

Hier und da.

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Club der halbtoten Dichter: 8
10/04/2008 06:50 PM

Jede Begegnung gleicht der Ziffer 8. Genau wie bei den beiden Teilen der 8 scheint es einen schmalen Berührungspunkt zu geben. Tatsächlich ist diese Schnittstelle ein Graben, der zwei auf Treibsand schwimmende Inseln umgibt. Über den Graben hinweg rufen sich die Bewohner der Inseln Botschaften zu. Oft verhallen die Worte in Sandstürmen, die über die Wüste fegen und die Rufenden blenden. Wenn sich die Teile im Wüstensturm voneinander lösen, steht jeder wieder im Zentrum der 0.

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Club der halbtoten Dichter: Das hat die Welt noch nicht gesehen!
10/04/2008 06:50 PM

Eine solche Chance gab es noch nie, und vielleicht kehrt sie nie wieder: Hier und jetzt nämlich versteigere ich ein originales Autogramm des größten lebenden Volksdichters Schwabens, wenn nicht der kompletten Republik!

Es handelt sich natürlich, wie Eingeweihte nach Gewahrwerdung des Bildes sofort im Zustand verschärfter Schnappatmung ausrufen werden, um eine Unterschrift von the one and only Poodle, der sie im Rahmen einer Lesung in Hamburg eigenhändig auf halbstarker weißer Pappe vornahm und währenddessen sogar höchstselbst anwesend war.

Natürlich ist die Reliquie nicht mehr in Bestzustand. Schließlich war sie seither oftmals Gegenstand kultischer Handlungen und litt naturgemäß darunter. Sie hat also Knicke, wie das Foto auch schonungslos dokumentiert. Doch die Aura, die sich einem Gegenstand, der sich einst in des Meisters Hand befand und von dieser sogar kreativ befingert wurde, auf immer und ewig imprägnierte, ist spürbar in jeder Faser der halbstarken Pappe, in jedem Strich des gebenedeiten wasserfesten Filzstifts, den Herr Poodle fürs Autographieren zu erwählen sich in seiner unendlichen Weisheit entschlossen hatte.

Die Gemeinde fragt sich natürlich jetzt zurecht, warum ich als von Trillionen beneideter Besitzer mich überhaupt trennen möchte vom geweihten Original. Nun, es sind Gründe, über die ich hier nicht räsonieren möchte, doch sie sind im weitesten Sinne finanzieller Natur. Ja, ich bin in Not – und weiß zugleich, welche Erlöse ähnlich bedeutsame Stücke in der Vergangenheit auf dem freien Markt erzielen konnten, ich denke da nur an gewisse seltene Handschriften Goethes oder Homers.

Kurz: Ich erhoffe mir eine grundlegende Sanierung einer prekären Situation. Wenn zusätzlich eine Kreuzfahrt für mich und Ms. Columbo dabei herausspränge, so wären wir nicht böse.

Trotz der primär profanen Interessen, die ich hege, möchte ich doch den Zuschlag nicht alleine an die Höhe des Gebotes binden, sondern auch an eine überzeugende Begründung, die sowohl die seit langem anhaltende Verehrung Poodles nachweist wie ein Killerargument für die Notwendigkeit vorbringt, dieses einmalige Stück hinfort besitzen zu wollen. Ein kurzes Szenario, in welchem Rahmen das Autogramm in die gesamte Wohnsituation eingebunden werden soll (Schrein? Altar? Eigener Raum?) wäre ebenfalls hülfreich. Ich werde die Auktion irgendwann nach Gutdünken beenden und den Auktionsgewinner verkünden.

Der Versand erfolgt übrigens kostenfrei.

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Tammox: Die portugiesische Methode.
10/04/2008 06:21 PM
Die Queen und ihr Prinz des Klimaschutzes sind Merkel und Beust. Vollmundig sind ihre öffentlichen Ankündigungen, da darf es vom Pathos auch gerne etwas mehr sein.
So hehr' die Ziele, so entschlossen sind sie in der Praxis stets das Gegenteil des Gepredigten zu tun. Beust läßt vor seiner Nase Europas größte CO2-Schleuder bauen, die allein so viel Kohlendioxid ausstößt, wie das ganze Land BOLIVIEN und die Kanzlerin kämpft derweil in Brüssel für extra viel Kohlendioxid erzeugende Autos.
Schon praktisch, wenn man als CDU-Politiker so gänzlich ohne Rückgrat agieren kann und die Wähler schon so weggedämmert sind, daß es keinem auffällt und demoskopisch-stabile Höhenlagen für die beiden Kinder Hamburgs ermittelt werden.
Während der sieben Jahre von Rot/Grün profilierte sich das Merkel als Mrs. NJET und negierte jede Klimaschützende Initiative von Trittin und Schröder.
So kommt es, daß Deutschland erst bei einem Anteil von 10 bis 14% Strom aus erneuerbarer Energie liegt.
Je uralter die Technik, desto begeisterter die Merkel.
Atomtechnologie, die sich auf dem Entwicklungsstand von 1950 befindet - noch immer ist nicht der geringste Hoffnungsschimmer für eine Endlagerung aufgetaucht - soll es laut CDU richten.
Wie bei so vielen anderen Parametern, ist Deutschland unter der somnambulen Führung Glos's auch in der Energietechnik abgehängt.
Somniloquierende Reden werden in Berlin von Kohls ehemaliger Umweltministerin zwar geschwungen, aber andere handeln.
So beträgt der Anteil des aus regenerativen Energiequellen gewonnenen Stroms im bekannten Hightech-Land Portugal inzwischen rund 30 %.
Und Lissabon ruht sich nicht etwa aus - nach Sonnenkraftwerken, Windparks und Stauseen mit Elektrizitätsgewinnung - weihte Wirtschaftsminister Manuel Pinho letzte Woche die erste "Seeschlange" ein.
Dabei handelt es sich um das erste Wellenkraftwerk der Firma Pelamis Wave Power Ltd.
Die noch nicht einmal drei Millionen Euro teure Anlage ist extrem wartungsfreundlich und kann bei einer Dünung über fünf Meter 2,25 Megawatt Strom erzeugen. Die Technik ist frappierend einfach; die SZ beschreibt:
Die Anlagen bestehen aus vier langen und drei kurzen Röhren. Die langen dienen als Auftriebskörper, in den kurzen steckt die Technik. Wenn s ich die Schlange verwindet, bewegen sich im Inneren lange Stempel, die Hydrauliköl in einen Drucktank pressen. Von dort fließt es durch einen Generator. Weil die Stempel den Strom auf dem Umweg über den Drucktank erzeugen, entsteht kontinuierlich Elektrizität, solang Wellen unter der Pelamis hindurch rollen.
Das Prinzip hat Bernd Schröder 2007 sehr anschaulich auf Telepolis beschrieben - nun ist das erste Ding davon am Netz.
Als Kostenvergleich: Kohle von Beusts superklimaschädigendes Kraftwerk Moorburg wird rund 2 MILLIARDEN Euro kosten.
Dafür könnte die schottische Wellkraftfirma an die 700 „Seeschlangen" liefern, die komplett ohne Abgase und regenerativ arbeiten.
Deutschland ist nicht nur nicht innovativ und überläßt die Entwicklungen solcher Technik anderen Ländern, sondern stumpf und stupide werden auch schon vorhandene Entwicklungen ignoriert und stattdessen in Uralt-Methoden investiert.[Link] [Cache]
Principiis Obsta: Schwärzer gehts nicht
10/04/2008 05:59 PM
Muss bald der System-Reset-Button gedrückt werden? Hedgefonds Legende Robertson: "In 10 Jahren wird, wer auch immer noch auf diesem Planeten am Leben ist, wieder effektiv von vorn anfangen müssen."

Al Martin von almartinraw.com hat einen Artikel über ein CNBC-Interview mit dem angesehenen Fonds-Manager Julian Robertson geschrieben. Das Interview wurde im Mai 2005 geführt. Angesichts der aktuellen Lage scheinen die Aussagen jedoch brisanter und aktueller denn je. Die deutsche Übersetzung stammt vom "gelben Forum", einer Internet-Community, welche die wirtschaftlichen Entwicklungen in der Zukunft sehr kritisch sieht. Doch die Aussagen von Robertson sind auch für hartgesottene Pessimisten ein schwerer "Brocken".

Robertson beendete seine Ausführungen, indem er sagte, dass "er hofft, nicht mehr am Leben zu sein, um das zu sehen, was kommt. Die Glücklichen sind diejenigen, die jetzt in meinem Alter sind."

Julian Robertson führte Tiger-Management, den größten Hedge-Fonds der Welt.
Martin beschreibt Julian Robertson als "einen der größten unter den Oldtimern der Branche. 53 Jahre auf der Wall-Street. Er managt die Robertson-Group of fonds. Sie pflegten und sie pflegen ihn immer noch "Never-Been-Wrong-Robertson" zu nennen, da er nie falsch lag. Er hat jeden Wirtschaftszyklus, jede Katastrophe, jeden Haussemarkt und jeden Baissemarkt vorausgesagt."

Martin sagt "Natürlich, er ist jetzt ein sehr alter Mann. Aber seine Reputation auf der Wall-Street ist mit nichts zu vergleichen. Als das Interview gesendet wurde, drückten allein seine Ausführungen den Dow Jones um 50 Punkte nach unten. Das zeigt, wie stark und mächtig der Ruf dieses Mannes ist."

Robertson sagte, dass er sehr beunruhigt sei wegen der spekulativen Blase am Häusermarkt und angesichts der Tatsache, dass mehr als 1/4 aller Ausgaben der Privathaushalte jetzt durch diese Blase gestützt wird, wodurch 20 Millionen Bürger ihre Häuser in einem Zusammenbruch dieser spekulativen Immobilienblase verlieren könnten, und dass die Fed sowie die Zentralbanken weltweit im Konzert aus der Verzweiflung heraus handeln würden, mit dem Ziel, die Weltwirtschaft durch Re-Inflationierung wiederaufzublasen, wobei eine in der Wirtschaftsgeschichte des Planeten nie dagewesene Inflationsspirale geschaffen wird.

"Wo endet es?" wurde Robertson gefragt, und er sagte, "Vollständiger globaler Zusammenbruch." Nicht einfach nur wirtschaftlicher Zusammenbruch, sondern vollständiger Zerfall der gesamten Infrastruktur und aller öffentlichen Strukturen, auch der Regierungen. Totaler, völliger Zusammenbruch. Das ist letzten Endes ein Kollaps in gigantischer, epischer Dimension.

"In 10 Jahren, sagte er, wird, wer auch immer noch auf diesem Planeten am Leben ist, wieder effektiv von vorn anfangen müssen."

Bill Murphy von Lemetropolecafe.com sagt, "Robertsons Ausführungen bedeuten für den Goldpreis, dass wir am wahrscheinlichsten einen Goldpreis irgendwo zwischen 3.000 $ und 5.000 $ pro Unze sehen werden. Warten Sie, bis die Tatsachen darüber ans Licht kommen, wie die Zentralbanken 2/3 all ihrer Bankreserven verschwendeten, um Preismanipulationen zu betreiben. Es wird einen nie zuvor gesehenen Run geben, um das Zeug (Gold) zu besitzen."

Julian Robertson macht das 'Bush-Cheney-Regime', wie er es nennt, für all das verantwortlich.

Er sagt, dass "sie jetzt ihre Macht und ihr Geld auf diesem Planeten in das maximal mögliche Maß der Ausdehnung gebracht haben. Die Nettoliquidität der gesamten Welt, also der Netto-Free-Cash-flow, befindet sich jetzt bereits im negativen Bereich. Der Planet sinkt nicht nur in ein Meer aus roter Tinte, er wurde bereits versenkt. Die Leute begreifen es aber derzeit noch nicht."

Robertson sagt, dass "das Bush-Cheney-Regime die Nation auf den Übergang von der Demokratie zur Zwangsherrschaft vorbereitet, weil eine Diktatur notwendig sein wird, um in 5 Jahren die Nahrungsaufstände und den Wasseraufruhr zu kontrollieren."

Er sagte "die Bundesregierung wird, mittels Patriot-II-Gesetz, riesige Internierungslager bauen müssen, sozusagen innerhalb des Landes gelegene Exile, wahrscheinlich im mittleren oder hinteren Westen, wo das Land für die Unterbringung von potenziell 50 Millionen oder mehr Bürger verfügbar ist, die sich im finanziellen Ruin befinden."

Julian Robertson fuhr fort, dass "die Nahrungsmittelproduktion fallen wird. Weitere Anstrengungen, die Umweltzerstörung zu kontrollieren, werden aufgegeben. Die Inflation wird zweistellig und schließlich dreistellig werden. Die Leute werden ihre US-amerikanischen Dollars in Schubkarren transportieren, wie einst in Deutschland."

Robertson sagte, dass es einen "Gesamtzusammenbruch der öffentlichen Infrastruktur" geben würde, ferner einen "totalen Zusammenbruch der Systeme der medizinischen Versorgung. Alle öffentlichen Altersversorgungspläne und die Sozialversicherung werden kollabieren. Alle korporativen Altersversorgungspläne werden zusammenbrechen."

Robertson untermauerte seine Ausführungen mit statistischen Daten. Er sagte, "14% aller Immobilienkäufe werden mit Hypotheken finanziert, bei denen nur die Zinsen gezahlt werden, und weitere 14% der Käufer finanzieren mehr als 100% des Kaufpreises und borgen sich anschließend weiteres Geld."

Er sagte, dass "der amerikanische Verbraucher jetzt den Rest des Planeten unterstützt, da in allen anderen Nationen der Privatkonsum bis zu dem Punkt gefallen ist, an dem die Steuereinnahmen der Regierungen, die geschäftlichen Umsätze und die Industrien, die jene Staaten versorgen, jetzt netto im negativen Bereich liegen hinsichtlich des Gesamt-Schuldendienstes und der öffentlichen Kosten, und das praktisch in jeder Nation auf diesem Planeten."

Er sagte, "noch wichtiger, und ich überlege, wie wir das hier einbeziehen, beziehungsweise wie wir den Leuten erklären, in welchen außergewöhnlichen Zeiten wir leben, und wie der Grundstein für die Zerstörung des Planeten durch die Bushonian-Kabale in den Jahren 1980 bis 1992 gelegt worden ist, und dann ab 2001 die wirtschaftliche Liquidität des Planeten effektiv zerstört hat."

Als Ron Insana, der Interviewer, sagte, "Sie haben all ihre Immobilien verkauft und Sie werden in eines der neuen supersicheren Resorts für wohlhabende Republikaner umgezogen sein, wenn die Barbaren am Tor stehen werden", antwortete Robertson, "Ron, jene Barbaren werden potenziell ein Drittel der amerikanischen Bevölkerung sein."

Robertson beendete seine Ausführungen, indem er sagte, dass "er hofft, nicht mehr am Leben zu sein, um das zu sehen. Die Glücklichen sind diejenigen, die jetzt in meinem Alter sind."

Quelle: Mmnews

Mehr über Julian Robertson:
http://www.goldseitenforum.de/index.php?page=Thread&postID=52761
Freibeuter der Wall Street
http://en.wikipedia.org/wiki/Julian_Robertson[Link] [Cache]
Suboptimales: Solidarisch mit Bürgermeisterin Doris Groger und Ihren zivilen Ungehorsam
10/04/2008 05:29 PM

Das Grundgesetz ist in der Bundesrepublik Deutschland wohl schleichend aber sicher zum Klopapier verkommen ?! - Werte Leser sie fragen sich jetzt bestimmt warum ? Das wollen wir Ihnen heute mit einem ,so finden wir besonders schweren Fall aufzeigen.Das das Grundgesetz seit Jahren mit Füßen getreten wird ist bereits vielen bekannt.Auch Menschenrechtsverstöße nehmen rasant zu , ja auch hier in einem angeblich Demokratischen und Sozialen Staat wie Deutschland .Die Akten stappeln sich bereits in Brüssel.Heute zeigen wir anhand von Bürgermeisterin Doris Groger die auch bekannt ist als “Abwasser Rebellin” , in wie weit der Staat vorgeht , wenn man sich auf das Grunsgesetz beruft und sich weigert , etwas zu tun was a) rein Umwelttechnisch gesehen , absurd ist und b) nur einem dient - der zerstörung der kommunalen Selbstverwaltung!

Es sind die Gesetze, Bestimmungen, Verordnungen, Druchführungsbestimmungen, oder kurz um die Rechtslage, die mir geradewegs den Atem zu nehmen droht !

Doris Groger ist seit 1998 parteilose Ortsbürgermeisterin in Briesensee. In mehreren Gemeinderatsbeschlüssen hatte sich das Dorf gegen eine Kanalisierung ausgesprochen. Das Amt Lieberose nahm die Verträge aber nicht mehr zurück. Den Briesenseern wurden in der Vergangenheit Strafgelder in Höhe von 50 000 Euro angedroht, sollten sie sich nicht anschließen lassen. Das Klärwerk bei Straupitz gilt als nicht ausgelastet. Der Rechnungshof bemängelte 1999 dessen Kosten. Der frühere Landrat Martin Wille ( SPD ) hatte dagegen die Dringlichkeit des Baus betont. Das Umweltministerium unter dem heutigen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) genehmigte den Bau, noch bevor über Fördermittel entschieden worden war. Die Fördermittelunschädlichkeitserklärung trägt die Unterschrift des damaligen Staatssekretärs und heutigen Finanzministers Rainer Speer ( SPD ).

Bereits am 20. Dezember 2007 und am 19. Mai 2008 hatte die Verwaltung einen Zwangsanschluss angedroht, in letzter Minute aber jeweils von einer polizeilichen Durchsetzung abgesehen. Diesmal kennt Amtsleiter Bernd Boschan keine Gnade mehr und führte aus - “Jeder muss sich an das geltende Recht halten." Auch die Landtagsabgeordnete Renate Adolph ( Die Linke ) meldete sich zu Wort und meinte - “Frau Groger wird hier wie eine Schwerverbrecherin behandelt !".Frau Doris Groger wurde mehrmals nahe gelegt, ihren Haushalt freiwillig anschließen zu lassen……..

“Ich gehe keinen Schritt", sagt die 56-Jährige. Von nun an übernimmt die Polizei das Geschehen. “Die Rechtslage ist für uns eindeutig. Wenn sie das Grundstück nicht verlassen, sind wir gezwungen, Gewalt anzuwenden", redet Lübbens Polizeichefin Annett Urban auf die Widerständler ein. “Von mir und meinem Zuhause geht keine Gefahr aus", entgegnet die alleinerziehende Mutter unter Tränen. Das große Polizeiaufgebot, 25 Beamte sind im Einsatz, schockiere sie.Auch einigen Polizisten scheint an dem Morgen nicht ganz wohl zu sein. Mit düsterer Miene beobachten sie das Geschehen. “Leicht fällt es mir nicht", sagt ein Beamter. “Aber wir müssen unsere Arbeit tun."

Über den Hintereingang verschaffen sich die Polizisten nun Zutritt zum Gelände. Doris Groger klemmt ihren Körper zwischen mehreren Holzbalken und hält sich mit aller Kraft an ihnen fest. Drei weibliche Beamte versuchen, sie herauszuziehen – ohne Erfolg. Zwei starke Männer eilen zur Hilfe und lösen die Briesenerin langsam los. “Meine Rechte werden mit Füßen getreten", schreit sie. “Sie dürfen das Grundgesetz nicht brechen." Die Sympathisanten skandieren “Wir sind das Volk. Wir sind das Volk". Mit großer Kraftanstrengung gelingt es den Beamten nach rund 15 minütigem Kampf, Doris Groger in den Polizeiwagen zu tragen. “Halte durch Mama", ruft ihr Sohn Peter, der wenig später ebenfalls in Gewahrsam genommen wird.

Hier der Hilferuf von Doris Groger , die so finden wir den Respekt aller verdient hat mit Ihrem Zivilen Ungehorsam :

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Sie dringend um Hilfe bitten!

Das Amt Lieberose/Oberspreewald will am Montag den nächsten Zwangsanschlussversuch auf meinem Grundstück vornehmen. Damit zerstören sie meine vorbildlich funktionierende Nutzwassergewinnungsanlage, die Badewasserqualität bis hin zu teilweiser Trinkwasserqualität produziert. Dabei hat das Brandenburger Verfassungsgericht in meinem Fall geschrieben, dass ich mein Wasser mehrfach nutzen kann, ohne zeitliche oder mengenmäßige Einschränkung, was ja auch dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz entspricht.

Die Gemeinde Briesensee hat von1998 bis 2000 mehrere Beschlüsse gegen eine Kanalisierung, für die Wiederverwertung der endlichen Ressource Wasser gefasst. Diese Beschlüsse sind nie veröffentlicht worden, nie vom Amt ausgeführt, nie in einem ordentlichen Beanstandungsverfahren behandelt worden. Das Amt hat sie einfach totgeschwiegen. Das ist Zerstörung der kommunalen Selbstverwaltung! Ich bin erschüttert, dass so etwas in Deutschland möglich ist.

Bitte verbreiten Sie meinen Hilferuf – eine andere Möglichkeit habe ich gegen diesen Behördenterror leider nicht mehr.Die Polizei wird mich im Rahmen der Amtshilfe mit Gewalt von meinem eigenen Grundstück entfernen, damit das Amt meine Nutzwassergewinnungsanlage zerstören und mein Eigentum, mein Wasser, stehlen kann.

gez. Doris Groger

WIR erklären uns somit Solidarisch mit Doris Groger und werden alles daran setzen das geltendes Grundrecht auch wieder Recht wird in unserem zur Farse verkommenden Rechtsstaat !

Die Würde des Menschen ist unantastbar ! So steht es in der Bibel unserer sozialen Interaktion. Die Frage ist nur - Hat die moderne Gesellschaft dem Menschen soetwas wie Würde überhaupt gelassen ? Hat Würde nicht immer etwas mit Selbstbestimmung zu tun ? In wie weit sind wir noch selbstbestimmte und somit würdevolle Individuen, in einer Gesellschaft, die uns völlig unsinnigen marktorientierten Zwängen unterwirft und uns den Konsumterror als Sedativum jeden Tag per Fernsehinjektion direkt in die Hirnrinde spritzt ? In weiten Teilen unserer Gesellschaft existiert das Wort “Würde” nur noch in einem Kontext - “Für Geld würde ich alles tun!” Und dies geschieht auf vielen Ebenen , sei es nur die Polizei die entgegen der Grundrechtlichen Bestimmungen handelt , für Geld. Oder die Zwänge die einem auferlegt werden , entgegen rein Umwelttechnisch sinnvollen Maßnahmen , der Konzerne - für Geld !

Ich verurteile das Eingreifen der Polizei auf das schärfste ! Es war nicht nur ein Eingreifen in ein bestehendes Grundrecht , sondern absolut FALSCH ! Man könnte es auch so ausdrücken :

Wenn Piranhas auswärts essen
Heute sind sie beim weissen Hai eingeladen
Es gibt Duckman mit Nudeln und Duckman mit Soße.

In wie weit sind wir frei in unserer Entscheidung, wenn wir nur die Möglichkeit haben, zwischen zwei Übeln zu wählen ?

Und da Bilder manchmal mehr sagen als Worte hier die Videos zu der gewaltsamen Entfernung von Frau Groger aus Ihrem eigenen Grundstück !

“Eigentum ist Freiheit, wenn das Eigentum von allen anderen freiwillig anerkannt und respektiert wird.”

weitere Informationen über diesen brisanten Fall finden sie auch hier :

http://www.all-your-web.de/briesensee/

http://www.milanstation.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?site=&board=SVAktuell&action=display&num=1630

http://www.ef-magazin.de/2008/09/20/689-polizeistaat-die-mutige-abwasserrebellin-aus-briesensee

http://www.paxx.tv/?p=1116

http://meinwasser.29grad.com/?p=248

http://www.paul-aus-petershagen.de/aktuelles/081001_tatortbriese.html

http://www.dielinke-brandenburg.de/politik/brandenburgnews

http://www.umweltruf.de/news/111/news2.php3?nummer=2477

http://gedankenfrei.wordpress.com/2008/10/04/teufel-sucht-unterschlupf/

http://www.inka-lsa.de/news_det_20080916094549.php

http://de.youtube.com/watch?v=eUY771d8rQM

wir bitten um möglichst weite Streuung damit auch die letzten Kritiker und “Blinden” Menschen verstummen und endlich die Realität anerkennen !

In der Bibel steht, daß man auch die zweite Wange hinhalten soll, aber der Gewaltausübende gewinnt dann oft den Eindruck, als könne er so weiter machen, es passiere ja nichts ( siehe der zulange heraus gezögerte Gegendruck der Aliierten, als Hitler schon Expansionsallüren zeigte ).Manche glauben, man solle Gewalt mit Gegengewalt beantworten, dies führt meist aber in eine,für alle zerstörerische Gewaltspirale ( siehe z.Zt. Israel ).

Eine Mischung aus moderatem Gegendruck und situationsangepaßter Hilfe für die Gesamtsituation ist meiner Meinung nach das Richtige, auch wenn es im ersten Moment etwas mühselig aussieht.

Je freier und flexibler wir gelernt haben zu DENKEN, desto weniger verstellt uns eine inszenierte Meinungs Programmierung den freien Blick auf das Wesentliche.

Posted in Demokratie, Demos, Gesetze, Grundgesetz, Justiz, Marktradikale, Politik, Repressionen, Solidarisch, Staatsgewalt, Widerstand., Willkür Tagged: Abwasser, Brandenburg, Briesensee, Doris Groger, Grundgesetz, Rebellin, Staatsgewalt, Zwangsanschluss
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ISLA: No title
10/04/2008 05:16 PM




Rachel Pollack.
Zum Beispiel: Im Körper der Göttin.

Lernen, wann Energie fließt. Lernen, wie Energie unterbrochen oder abgezogen und für andere kanalisiert wird. Sehen, erkennen und spüren, was Sabotage und Zersetzung bewirkt. Lernen, damit nicht nur zu leben, sondern die eigenen Energien wieder zu leiten. Der Weg geht weiter.[Link] [Cache]
TAMMOX-TV: Die Amish in den Rocky Mountains
10/04/2008 05:15 PM
Das Erste | Sonntag, 05.10.2008 | 17:30 Uhr
Gottes stille Rebellen

Die Amish in den Rocky Mountains
Film von Wolfgang Wegner

"Am Ende der Welt" - in Libby, ganz im Westen des amerikanischen Bundesstaates Montana - lebt der "Amish" Ora Miller mit seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern und einigen Dutzend anderen Glaubensgenossen. Die Amischen (engl.: Amish people) sind eine christliche Religionsgemeinschaft, die im Umgang mit moderner Technik äußerst zurückhaltend ist. Die Amish von Libby betreiben ein Sägewerk und stellen Blockhäuser her.
Mehrere Wochen erlaubten Ora und seine Leute einem Fernsehteam des Norddeutschen Rundfunks einen Einblick in ihr religiös bestimmtes Leben. Es entstand das Bild einer Glaubensgemeinschaft im Aufbruch. Traditionelle Werte und fortschrittliche Tendenzen prallen offen aufeinander. Die Generation der Enkel ist im Glauben nicht weniger tief verwurzelt als die der Großeltern, aber mehr und mehr machen die jungen Amish Kompromisse etwa in ihrer Kleidung. Für traditionell ausgerichtete Amish wie Ora Miller und seine Frau Orpha ist die nicht mehr aufzuhaltende Auflösung der bestehenden Ordnung eine große Herausforderung aber letztendlich Gottes Wille.
Montana - irgendwo in den Rockies: Das offene Zutagetreten von Meinungsverschiedenheiten und das Hinterfragen ihrer seit Jahrhunderten überlieferten Werte durch die Enkel ist wohl nur hier möglich. Weitab von den klassischen Siedlungsgebieten der Amish im amerikanischen Mittleren Westen wie Pennsylvania, Indiana oder Ohio.
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Mein Parteibuch Blog: Blogspaß mit dem Handelsblatt
10/04/2008 05:10 PM

In den Blogsphären vom Handelsblatt gab es letzten Sonntag einen Artikel von Harald Uhlig mit Titel “Die Welt-Finanzkrise: was ist los mit Commerzbank, Dresdner Bank, UBS und Fortis?” Den lustigen Artikel gibt es nun beim Handelsblatt nicht mehr. Der bloggende Volkswirtschafts-Professor Harald Uhlig - was will der schon von richtiger Wirtschaft verstehen - fand das nicht schön, dass sein Blog-Eintrag “von der Redaktion des Handelsblatts gelöscht” wurde und “daher hier nicht mehr verfügbar” ist und hat sich vom Handelsblatt verabschiedet.

Den gelöschten Artikel gibt es dafür nun in einem neuen Blog. Und dank der innovativen Löschmarketing-Strategie ist der Artikel auch nicht nahezu ungelesen verstaubt, sondern richtig berühmt geworden. Soviel Aufmerksamkeit hätte der Artikel nicht mal bekommen, wenn die Holtzbrinck-Verlagsgruppe ihn in allen seinen Schmierblättern abgedruckt hätte. Und Holtzbrinck hat eine gute Ausrede, falls der Vorwurf kommt, einen Bank Run ausgelöst zu haben. Stattdessen lästern die Leute über die offene Zensur bei Holtzbrinck. Dabei ist Meinungsmanipulation bei Holtzbrinck wahrlich nichts neues.

Das könnte man einen richtigen “Reputation Default Swap” nennen. Die transatlantische Milliardärspresse von Holtzbrinck verspielt ein weiteres Stück der nicht vorhandenen eigenen Glaubwürdigkeit und zieht die “Russenbank” dabei mit runter. Da soll mal einer sagen, Deutschland wäre ein Land ohne Innovationen.

Mein Parteibuch beglückwünscht die Holtzbrinck-Milliardäre zu der gelungenen PR-Aktion für den sicherlich guten Werbekunden “Commerzbank”. Gespannt darf man nun sicher sein, wie die Commerzbank das den Milliardären von Holtzbrinck aus- oder heimzahlt.

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Club der halbtoten Dichter: ABC der Schiffe - Inge Leonhardt
10/04/2008 04:50 PM

inge text

*

>Diaschau

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Club der halbtoten Dichter: ABC der Schiffe - Walter Leonhardt
10/04/2008 04:50 PM

Walter Leonhardt

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Ein Test >KLICK

(Fotos: loggerman)

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Teil II

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Club der halbtoten Dichter: Geisha Opa-Edi
10/04/2008 04:50 PM

Der Fotoreporter war schon 1989 auf den Fersen von Opa-Edi oder Karlchen wie er damals genannt wurde, hier bei seiner Lieblingsbeschäftigung oder einer typischen Handbewegung. Man beachte die Rolle Klopapier, damit wollte er die japanische Frau seines Freundes ärgern. Mit einem Gürtel gehaltert sollte sie das Rückenkissen einer Geisha darstellen.

opa-edi-1989.jpg

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Club der halbtoten Dichter: exklusive Fotoreportage aus Opa-Edi's Bergversteck
10/04/2008 04:50 PM

thamfoto
so hat er die Reporterin in seinem Bergversteck becirced, sodaß der Foto-Reporter fast Minderwertigkeitskomplexe bekam

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Club der halbtoten Dichter: Emma 2
10/04/2008 04:50 PM

so sah es heute morgen in Bremerhaven aus:
img_3205r.JPG
zum Glück hatte das Schiff auf das ich dann vor Bremerhaven an Bord geklettert bin bei 225 Meter Länge einen Tiefgang von 11,80 Meter und war nicht so windanfällig:
img_3207r.jpg

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Club der halbtoten Dichter: Sturmfahrt
10/04/2008 04:50 PM

Wenn die Sonne anfängt sich immer öfter hinter Wolken zu verbergen; Wolken, die dunkler werden und beginnen, den Himmel zu überwuchern.
Wenn das Barometer fällt und der Wind beginnt, sich an den Isobaren des nahenden Tiefs auszurichten.
Wenn als Vorboten der kommenden Zeit die ersten Wellen der Dünung beginnen, sich aus ihrem wiegenden Gleichtakt auszulösen und anfangen, sich aufzusteilen.
Und wenn dann zuletzt, oder zum Anfang, der Wind fast erstirbt, bevor er mit einem neuen, drohenden, Klang verstärkt wieder beginnt zu wehen.
Dann weißt du im Inneren, was kommt. Hoffst noch auf ein Vorübergehen. Aber sie fängt an.

Sturmfahrt.

Und aus den vertrauten wiegenden Bewegungen des Schiffes unter dir wird mehr und mehr ein Aufbäumen. Verhalten zuerst noch, doch immer mehr verschwinden Technik und Ausgewogenheit und die Überlegenheit des Menschen hinter den Bewegungen, die die Natur aufzwingt.
Der Wind nimmt weiter zu und verliert seine Unregelmäßigkeiten. Schon jagen die ersten weißen Kämme über die See. Vorwärtsstürmend fangen die Wellen an zu brechen und schäumen freudig auf, wenn sie sich zerstören um der folgenden mehr Kraft zu geben.
Schon beginnt der Wind den Schaum zu ordnen und ihn in weißen Streifen anzeigen zu lassen, von wo er kommt, der jetzt die Herrschaft übernimmt.
Und verschwunden ist das Wiegen der See und die sanften Bewegungen des menschenbesetzten eisernen Monstrums. Krümel ist es geworden, preisgegeben den Mächten der Natur.
Und zitternd steigt es am nächsten Wellenberg empor, und du weißt nicht, ob aus Angst oder aus Freude.
Und ächzend sinkt es hinab in das nächste Tal.
Und wenn nun der Gischt anfängt, das Schiff einzuhüllen in seinen fliegenden Regen, dann ist es soweit.

Sturmfahrt.

Und im ganzen Schiff beginnt es zu klappern. Alles war festgelascht, gesichert?
Was fragt die Natur danach, ob du etwas sicher weißt, sie hat ihre eigenen Regeln.
Und langsam wird aus dem Hinabtauchen in die tiefer werdenden Täler ein Aufprall.
Und schäumend und, wie es scheint, triumphierend steigt die See über die Back an Deck und zeigt in ihrem grünen und weißen Aufleuchten, was sie von dem Spielzeug der Menschen hält, daß sie es ihrem Reich hinzurechnet.
Und das Schiff beginnt sich zu neigen, rollt in der See.
Nüchterne Zahlen: Neigungswinkel 25º, Rollzeit 9,5 sec.
Ein Taumeln ist es auf den Kämmen der Wogen.

Sturmfahrt.

Und drohend rückt der Himmel näher. Jagende schwarze Wolken senken sich immer dichter über das Schiff.
Und du weisst nicht, ob nicht das nächste Mal, wenn das Vorschiff hinaufklettert auf den Kamm der Woge, die Höhe nicht ausreicht. Ausreicht, um den Mast in die regenschwangeren Bäuche der Wolken zu treiben und das Schiff zu ersäufen in herabstürzenden Fluten. Zu bedecken mit Wasser, während es versucht, auf dem Wasser zu bleiben.

Und der Sturm ist da, beginnt zu heulen und in tiefen, den Körper zum Vibrieren bringenden, Tönen zu orgeln. Und die Orgel des Sturms spielt nicht Zuversicht. Hoffen mußt du alleine.

Sturmfahrt.

Und das Schiff tanzt in der See wie ein nutzloses Stück Korken. 4.000 Tonnen Stahl und Ladung und ein paar Menschen. Ein Nichts im Wind, in der See, von der inzwischen jede Welle ausreicht, das Schiff zu verschlingen.
Und du darfst nicht nachdenken, nachdenken über die freigesetzten Gewalten. Sie sind zu groß um faßbar zu sein. Und das Schiff verschwindet in der Relation in der Bedeutungslosigkeit.

Sturmfahrt.

Und du kannst nicht mehr denken. Nicht mehr darüber hinaus, wie du die nächste Welle überstehst, ohne von den Beinen gefegt zu werden. Der Boden ist nicht mehr unten, er ist überall.
35º holt sie über.

Und manchmal, in kleinen Augenblicken der Besinnung, fragst du dich, ob nicht das Schiff gleich aufgeben wird. Die nächsten paar Grade auch noch überholen und den Bauch nach oben strecken wie ein toter Fisch. Und du vergißt schnell wieder, was du gedacht hast. Denn mit der Angst kannst du nicht leben.

Nicht hier, bei Sturmfahrt.

Und wieder hebt sich der Bug zum Himmel. Als wollte er das Heck besuchen.

Und dann fällt er.
Und unter ihm ist nichts.
Und erst ganz da unten ist wieder Wasser.
Und so stürzt der Bug hinab. Wird schneller und schneller. Und vor dem Bug steigt schon die nächste Welle empor. Steigt über den Mast.
Und dann prallt der Bug ins Wasser.

Das Schiff steht.
Zu hören ist nur noch ein schmetternder Schlag.
Und immer noch steigt die nächste Welle heran. Und steigt höher.
Und dann beginnt das Schiff zu zittern. Und in den Aufbauten ist es nicht mehr das schnelle, fast ängstliche, Zittern wie vorher.
Die Aufbauten schwingen.
Schnell, nur wenige Zentimeter, aber erbarmungslos.
Und während vorne die nächste Welle immer noch heransteigt, stürzt die See an Deck.
Und alles verschwindet unter eiligen schäumenden Massen von Wasser.

Sturmfahrt.

Und endlich beginnt der Bug sich zu heben. Fast zögernd scheint es, als wolle er sich den Gewalten schon ergeben.
Aber dann steigt er wieder auf. Klettert auf die nächste Welle empor, die kurz vorher noch drohte, das Schiff zu verschlingen.
Steigt hinauf und zeigt, daß hinter diesem Berg wieder Nichts ist.
Steigt, zögert kurz auf dem Gipfel und beginnt sich dann wieder zu senken, zu stürzen.

Sturmfahrt.

Und mit dem Wind kommen jetzt Wolken, die in der Gewalt nicht mehr dicht gehalten haben.
Und dann fällt ein Regen, bei dem du nicht weißt, ob du über oder unter Wasser bist.
Und der Regen fällt nicht, er fliegt. Fast waagrecht prallt er an die Scheiben und läßt die graue, drohende Außenwelt hinter Wasserschlieren verschwimmen.
Und du weißt nicht mehr, was Oben und Unten ist.

Sturmfahrt.

Und Tage geht es so.
Die Menschen sind zermürbt.
Denn wer soll schlafen, wenn das Bett sich schlimmer bewegt als eine Achterbahn auf dem Rummel?
Wer soll genügend essen, wenn man, festgeschnallt an der Back, die Teller nicht mehr füllen kann, weil sich nichts in ihnen hält?
Und wer soll hoffen, daß es sich noch ein mal ändert?

Die Sturmfahrt fängt an, Menschen zu zerbrechen.

Und irgend wann einmal kommt ein neuer Ton in das Orgeln des Orkans. Es wird heller. Die Luft wird kälter und prallt nicht mehr drohend auf das Schiff.
Und irgendwann, der Himmel hellt sich schon eine Weile, bricht plötzlich ein Sonnenstrahl in die graugrüne Welt des Sturms. Verloren zwar, aber vorhanden.
Und du fängst wieder an zu hoffen.

Und dann reißt der Himmel auf. Leuchtend blau in strahlendem Sonnenschein Himmel und See. Blendendweiß gischende Wogen. Und es gefällt die

Sturmfahrt.

Und dann dreht der Wind, schwächt sich ab.
Die See beruhigt sich.
Und es wird alles wieder, wie es vorher war.

Und du sagst: Sturmfahrt, ja, hatten wir auch.
Wie war's?
Wie immer, aber es geht ja vorbei.
Und der Mensch vergißt so schnell.

Sturmfahrt, manchmal doch ein Erlebnis, das prägend wirkt auf die Gedanken, die die Überheblichkeit der Menschen produzieren.
Und die geht nie vorbei.

In Erinnerung an die Orkanfahrt vom 1. bis 4. Oktober 1981, Chemtrans Capella,
Finstere - Straße von Dover.

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Club der halbtoten Dichter: Gewöhnen wir uns doch das Rauchen ab!!!!
10/04/2008 04:50 PM

Wie schon öfters hier angesprochen ist nun fast überall, und ganz besonders im schönen Land mit dem von der Staatspartei geschaffenen blauen Himmel mit den weissen Wolken sowie den hohen Bergen, das inhalative Verbrennen von getrockneten Blättern des Nicotiana anlässlich des ausserhäusigen Aufenthaltes in geselliger Runde in überdachten Räumen, verboten, untersagt und rechtswidrig.

Schlagen wir doch dem Staat, der solches ALLEN aufzwingt, ein Schnippchen!!!

Der liebe Staat ist doch auf die Einnahmen aus der Tabaksteuer und die darauf entfallenden Mehrwertsteuer nicht angewiesen, müsste sie doch eigentlich sogar angewidert von sich weisen.

Der Aufschlag auf die Tabaksteuer als Beitrag zur Bekämpfung des weltweiten internationalen Terrorismus ist auch nicht mehr notwendig, da ja nach Aussage unseres lieben Herrn W.S. der bei uns als innländisches Problem längst angekommen ist.

Und dann ist es doch sinnvoll, einfach mit dem Rauchen aufzuhören, so als Rache!!!
Und dass das ganz einfach und auch noch sinn voll ist, das haben ja ganz Andere schon vor vielen Jahren festgestellt!!!!!!!!!

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rotglut.org: Gravenreuth + Neuber - "Hinweise nach § 10 TMG" gesucht
10/04/2008 04:41 PM
Gauner machen wohl Faxen Zur Erweiterung von Strafanzeigen gegen Günter Freiherr von Gravenreuth und Andreas Neuber hinsichtlich STALKINGS suche ich Emails und Faxe der beiden in denen diese sehr angebliche Rechtsverstöße durch die Verlinkung auf Rotglut.org beanstanden. Seitens der Rechtsabteilung der Strato AG ist mir ber ... [Link] [Cache]
Lügenolympiade®: Die schwulste Lüge
10/04/2008 04:41 PM
Prostitution im Zusammenhang mit der Teenboys Entertainment KG oder nicht... Am 19.12.2006 versichert Alexander J. Kleinjung an Eides statt: "Zu den geschäftlichen Aktivitäten der Herren Burat und Neugeboren nach dem 05.09.2004 kann ich nichts sagen" ... und an weiterer Stelle: "Von den genannten Firmen ist mir nur die Teenboys Enterta ... [Link] [Cache]
Radio Utopie: Totó e la crisi finanziaria internazionale
10/04/2008 03:54 PM

La differenza fra Profumo e Totó: Totó faceva ridere.

Dunque Totó ha un debito di cinquemila lire con Peppino. Per saldare il conto si rivolge a Pasquale e si fa prestare cinquemila lire. Si rivolge poi a Peppino e gli dice: “Io quanto ti devo?” “Cinquemila lire” “E queste quante sono?” “Cinquemila lire” “Quindi io e te stiamo a posto!” “Sí” “Ora ridammi le cinquemila lire” Peppino gli ridà le cinquemila lire e Totó si rivolge ora a Pasquale: “Io quanto ti devo?” “Cinquemila lire” “E queste quante sono?” “Cinquemila lire” “Quindi io e te stiamo a posto” “Sí” Mentre Totó cerca di svignarsela, Peppino lo richiama e gli dice: “Totó, e le mie cinquemila lire?” “Scusa ma io te le ho ridate” “Sì ma poi te le sei riprese!” “Quelle? Ah quelle! Ma quelle cinquemila lire le ha Pasquale, chiedile a lui!” Alla base della crisi finanziaria internazionale c’è lo stesso meccanismo.

Ma andiamo con ordine e con un esempio preso dalla realtá.

Era il 1998, la Bayerische Hypotheken- und Wechselbank naviga in cattive acque a causa di crediti dati con troppa facilità per realizzare progetti faraonici le cui rendite si rivelavano via via molto al di sotto del preventivato. Per salvare capra e cavoli si decide, contro il parere degli esperti che invece favoriscono un procedimento di liquidazione, la fusione con la Bayerische Vereinbank e l’acquisto della Bank Austria Creditanstalt. Nasce il colosso Hypo Verein Bank giá malato di una capitalizzazione troppo bassa per le proprie ambizioni e col ventre molle dei crediti scoperti della Bayerische Hypo- u. Wechselbank. Gli operatori della Borsa amano sí il rischio, ma non sono kamikaze suicidi e il risultato dell’operazione è modesto. Ecco che spunta il Jolly: l’italiana UniCredito compra l’HVB pagando a peso d’oro tonnellate di carta da macero e dal nulla i consoci creano l’Hypo Real Estate nella quale si riversa tutta la carta straccia delle consociate e la si quota in Borsa con la speranza di raccogliere abbastanza capitale da coprire il buco che aumenta a velocitá da formula uno. La stessa carta da macero trasformata in fondi immobiliari finisce nelle casseforti di istituti pensionistici e assicurazioni (Allianz, Anton Veneta, Generali, Victoria, …). Se avete fatto attenzione ai vari passaggi, dovrebbe essere chiaro che con i vostri contributi INPS e le rate della vostra pensione presso il gruppo Allianz avete pagato la scelleratezza dei banchieri bavaresi, genovesi e bocconiani. A questo punto avremmo potuto dire con un po’ di amaro in bocca: tutto è bene ció che finisce bene, in fondo alla base di tutto ció ci sono pure beni immobili che, anche se costati cari, garantiscono una certa sostanza alla nostra pensione.

Falso! La cambiale di chi ha finanziato con un mutuo l’appartamento di due locali piú servizi o il nuovo centro commerciale sullo svincolo autostradale è stata venduta e rivenduta dieci volte ad un prezzo sempre piú alto e generando interessi bancari che non sono coperti da nulla. Facciamo un passo alla volta. La Banca A vi fa il mutuo per la casa prestandovi soldi che non ha e si rivolge alla Banca B alla quale chiede un credito pari a tutti i mutui stipulati. La Banca B è ben felice di fare l’affare e presta denaro, che peró non ha, alla Banca A. Cosí, a sua volta la Banca B si rivolge alla Banca C chiedendo un prestito che questa assicurerà andando ad aprire un credito presso la Banca A … Ora, negli USA si è rimediato all’impossibilità di un “affare” del genere introducendo la parola magica di Deregulation, cioè, tradotto in italiano, il taglio dei controlli. È quello che dovrebbe fare da noi il Ministro blasfemo e razzista che ride della dignitá e della sensibilità religiosa di un miliardo di abitanti del pianeta Roberto Calderoli. C’è un altro passaggio importante in tutta la questione. Se avete acceso un mutuo da centomila Euro al 6% da ammortizzare in trent’anni, alla fine avrete restituito 215.838,19 € piú le spese (!). Le cose da puntualizzare sono due:

1) fra le spese c’è anche un’assicurazione per la restituzione del debito in caso di impossibilità di pagamento. Non siate ingenui, il debito viene restituito alla banca e l’assicurazione vi perseguiterà per tutta la vita. Vale a dire che voi avete pagato perché la banca rientri comunque della cifra prestata e il debito vi rimane sul gobbo, avete solo cambiato padrone.

2) la banca ha venduto la vostra cambiale da 100.000€ al prezzo di 215.838,19€ dal primo giorno.

Quindi anche la storia che responsabili della crisi sono i piccoli proprietari americani che non possono piú pagare il mutuo è falsa. La colpa della crisi è quella di aver venduto piú volte beni inesistenti. Il Governo tedesco ha deciso di intervenire e salvare l’Hypo Real Estate con una fidejussione da trenta miliardi di Euro (esperti stimano la cifra necessaria a cento miliardi). Ma come? Non si tratta di un’affiliata dell’HVB, UniCredito italiana? Cosa c’entrano i tedeschi? Date un’occhiata alla lista degli azionisti UniCredito. Dopo le casse di risparmio di Verona Vicenza Belluno, Ancona e Torino seguono Allianz A.G., Hamburg Mannheimer Versicherungs A.G., Victoria Lebensversicherung A.G., DKV Deutsche Kranken-Versicherung A.G, Hamburg Mannheimer Sachversicherungs A.G., Karstadtquelle Lebenversicherung A.G., e via di questo passo … tutte assicurazioni (versicherung = assicurazione). Tanto per non ingannarci sul chi sono i padroni del vapore. Ora prendete queste cifre e moltiplicatele per dieci, o forse per cento, e avrete la misura della catastrofe europea. Moltiplicate le cifre europee per dieci o per cento e avrete la misura della catastrofe americana.

Siamo stati cosí ingenui da mettere i nostri risparmi in un’assicurazione sulla vita (Allianz, Anton Veneta, Generali, ….) coperta con la nostra cambiale per un mutuo giá rivenduto dieci volte come garanzia dalla Banca A alla Banca B alla Banca C, a tre affiliate e tre istituti di riassicurazioni ma niente paura, Totó è dietro l’angolo e ci prepara il secondo colpo di genio.

Per salvare capra e cavoli ci chiederá di finanziare un piano di salvataggio… Ecco lí i settecento (850) miliardi di dollari stanziati dal Congresso americano per salvare (no, … non noi) i criminali che hanno affondato la nave e che gestiranno il fondo. Sarebbe come chiedere a bin Laden di gestire la lotta al terrorismo (mah! A pensarci bene…). Né Angela Merkel ha trenta miliardi su uno scaffale nelle cantine del Reichstag, né Giorgio Busch ne ha settecento negli scantinati della Casa Bianca. Ormai avete indovinato. Dovranno chiederli in prestito alle banche, magari alla Banca A, alla Banca B o alla FED e alla BCE. Dal momento che Governi e Parlamenti non sono entitá produttive e che le loro uniche entrate sono le nostre tasse, il prestito lo pagheremo noi. Ne avete abbastanza? Purtroppo la danza non è finita. Quando Giorgio Busch e Angela Merkel avranno immesso sul mercato i loro miliardi creati dal nulla, avranno aperto porte e finestre alla spirale dell’inflazione che diminuirà il valore dei nostri stipendi, fará aumentare i prezzi e metterá in difficoltá chi il mutuo deve ancora pagarlo. A quel punto le banche non potranno realizzare le rendite preventivate, … e la giostra è al punto di partenza. Non saranno contenti i cinesi che tengono nelle loro casseforti 500 miliardi del debito pubblico americano. Non saranno contenti i sauditi che da sempre si vedono pagare il petrolio con bigliettini verdi senza valore con raffigurata la faccia di presidenti americani giá morti da un pezzo. Non sará contenta neanche la Merkel che ha fatto ogni cosa per accontentare gli “amici” al di lá dell’oceano che ora le saldano il conto con un assegno a vuoto.

UniCredito è proprietaria al 10% di Beate Uhse, la piú grande catena di pornografia tedesca ed è forse lí che Lorsignori si riforniscono della materia prima necessaria alla rigenerazione del proprio equilibrio mentale dopo giornate cosí intense di emozioni come quelle di questi giorni e magari alla prossima legislatura vedremo qualche eroina del ramo esperta del bacio francese eletta a ministro della salute pubblica.

Io peró rimpiango Totó, che, nel suo piccolo grande genio, ci aveva raccontato la stessa storia, anche se in maniera piú semplice, e ci aveva fatto ridere.

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Freeman: Zeitgeist - Addendum
10/04/2008 03:41 PM
Der vierte Teil des Films behandelt das versklavende Geldsystem:
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Deutschland Debatte: Ulla Schmidt und diese Regierung haben die Gesundheitshosen an
10/04/2008 03:29 PM

Seit etlichen Monaten weiß man es: eine Müll- “Gesundheits”reform wird am ersten Januar 2009 realisiert! Und wieder rollen die Milliarden aus dem Volk nur so in Richtung eines alles verschlingenden Systems. Nicht der Sachverstand, nein, Ideologie ( Idiologie ? ) hat beim Kampf um den großen Geldtopf gesiegt. Während heute Krankenkassen wenigstens noch andeutungsweise um niedrige Beiträge ringen können, wird ab 2009 alles sozialisiert, um

  • alles gleich zu machen
  • das System für die wirkliche Reform vorzubereiten.

Erstens, die Vereinheitlichung des Beitragssatzes wird eingeführt. Damit alles noch gerechter zugeht, werden weiterhin Ausgleichszahlungen zur Nivellierung der unterschiedlichen Mitgliedergruppen erhoben, zu denen das Bundesverfassungsgericht bereits 2005 entschied “Der Risikostrukturausgleich verwirklicht den sozialen Ausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung im Einklang mit dem allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG kassenübergreifend und bundesweit”.

“Klar braucht Deutschland Reformen, nur verstehe ich nicht ganz, warum man diesbezüglich nach Amerika schielt, dessen System schon seit Jahrzehnten mit dem Rücken zur Wand steht. Warum nicht nach Skandinavien schauen”, schreibt usarundbrief, ohne zu vergessen zu erwähnen, dass “das amerikanische System, das affenteuer und schlichtweg eine Kastastrophe ist”.

DD sagt, klar braucht man in Deutschland “Reformen”, damit das “Gesundheits”system nach kapitalistischem Muster USA- hörig aufgebaut wird und die Gesundheitsindustrie

“Erstaunlich ist oftmals, welche Zugeständnisse Kommunen bei einer Privatisierung den neuen Eigentümern gegenüber machen. Diese Zugeständnisse brauchen auch wir, um wirtschaftlich arbeiten zu können, sagt Wolfgang Tissen, Vorsitzender der Geschäftsführung Gesundheit Nord gGmbH, Klinikverbund Bremen, und Vorstandsvorsitzender des Interessenverbandes kommunaler Krankenhäuser. Tissen weiß genau, die kommunalen Krankenhäuser werden den Kommunen nicht die Steuereinnahmen bescheren, die von durchrationalisierten und nicht patientengerechten privatwirtschaftlichen Krankenhäusern geleistet werden; weil nun in Deutschland der Überlebenskampf um kommunale Einnahmen zum Erhalt des kommunalen Gefüges und dessen Aufgaben begonnen hat, beginnt die Flucht in privatwirtschaftliche Gesundheitsindustrie, bei der der Bürger auf der Strecke bleibt. Noch scheut man sich, in der Politik zuzugeben, wir haben eine Zweiklassenmedizin. Noch scheut man sich, in der Politik zuzugeben, dass der, der Geld genug hat, die Gnade länger zu leben erfährt ( “am frühen Tod werdet ihr den sozialen Status errkennen” ).

Dass aber alles viel schlimmer ist, als Ulla Schmidt/SPD grinsend von der Kanzel predigt, wird deutlich, wenn man weiß, der nächste Schock kommt bestimmt: Krankenkassen- Fehldeckung, das ist der Betrag, falls die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds die Ausgaben nicht decken! Wikipedia schreibt:

“Nach Berechnung der Krankenkassenverbände werden mindestens acht Kassen sofort wegen Insolvenz schließen müssen, da diese mit dem dann nach bisherigen Planungen festgesetzten Beitragssatz von 15,8% nicht auskämen und gleichzeitig keine hinreichend hohen Zusatzbeiträge von ihren Versicherten erhielten auf Grund der Beschränkung auf 1% des Einkommens.[4]

Der Zusatzbeitrag ist nur von den Versicherten und nicht von den Arbeitgebern zu zahlen. Neben dem Sonderbeitrag (0,9 Prozent des Einkommens) wird der Zusatzbeitrag (bis 1%) additiv zu einer weiteren Aufweichung des Paritätsprinzips beitragen und könnte auch als 1,9%ige gesetzlich verordnete Einkommenskürzung für die Versicherten zu Gunsten der Arbeitgeber interpretiert werden.”

Auf Deutsch: jede Krankenkasse sichert sich ein Zusatzeinkommen dadurch, dass Fehlbeträge zwischen Einnahmen und Ausgaben von den Versicherten gezahlt werden. “Fest steht schon heute, dass es eine Obergrenze für den Zusatzbeitrag gibt: kein Versicherter muss mehr als ein Prozent seines Einkommens zahlen (”Härtefallregelung”). Zusatzbeiträge bis zu acht Euro werden ohne Einkommensprüfung erhoben”, schreibt der Gesundheitsfonds, wobei bemerkenswert ist:

  1. Arbeitgeber werden nicht paritätisch an den Zusatzbeiträgen beteiligt, daher die Wikipedia Darstellung “gesetzlich verordnete Einkommenskürzung für die Versicherten zu Gunsten der Arbeitgeber” und
  2. es scheint keine Beitragsbemessungsgrenze für die 1% Regelung zu geben; wer also 100.000 Euro Bruttoeinkommen hat, zahlt heute bei einem durchschnittlichen KK- Satz von 14,9 Prozent zahlt heute ca. 3.300 Euro KK- Beitrag und könnte mit zusätzlichen 10.000 Euro Zusatzbeitrag belastet werden.

Wie sehr auch dieser Zusatzbeitrag unter Beschuss steht, wird deutlich, wenn man liest “Denn vor allem Kassen, bei denen viele Menschen mit geringem Einkommen versichert sind, würden bei einem Großteil ihrer Versicherten schnell an die 1-Prozent-Grenze kommen und müssten dann einen umso höheren Zusatzbeitrag von den Beziehern höherer Einkommen verlangen. Diese Regelung mache also die Einkommensstruktur der Mitglieder erneut zu einem verzerrenden Wettbewerbsparameter und müsse deshalb dringend verändert werden”.

Was aber Frau Schmidt nicht sagt, wird deutlich, wenn man sich fragt, warum eigentlich der Gesundheitsfonds eingeführt wird: weil man den einzelnen Akteuren keine Fesseln in ihrem Bestreben nach Profitmaximierung anlegen will, sondern man hofft, durch Mittelbegrenzung diese Profitmaximierung einzudämmen. Leider, so “klug” wie Frau Schmidt sind die Hinterzimmer der Gesundheitsindustrie schon lange! Da wird schnell die Mär eingeführt, alles werde so rasant teuer, weil die Alterung der Gesellschaft exponentiell gestiegen sei, treppenförmig werden wir plötzlich alle uralt! Da wird die Mär eingeführt, dazu werden teuerste Werbesendungen gebracht, dass die Pharmaunternehmen um der Bürgergesundheit willen forschen. Vergessen wird in den Diskussionen, dass mal eben Ärzte mit Ehepartner in Weiterbildung mit 5 Sternen in exklusiver Lage gekarrt werden, dass Apotheken Sonderkonditionen erhalten, dass DV- Programme der Pharmaindustrie eigene Produkte bevorzugen … alles höchst effektive Kosten zur Unterstützung eines höchst effektiven Schmiersystems, das natürlich diese Regieung nicht angeht.

In dem Parteiprogramm der Partei “DIE BASIS” heißt es hingegen:

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8. Gesundheit

Politische Leitsätze zum Gesundheitswesen, Frau Dr. Peters,

Die Partei DIE BASIS setzt sich ein für zeitgemäße Regelungen zur Sicherstellung eines modernen und effizienten Gesundheitswesens. Die Leitlinie für ein Gesundheitsversorgungskonzept lautet: Freiheit in sozialer Verantwortung auf der Basis des GG von 1949.

Die Partei „DIE BASIS” will ein leistungsfähiges, patientenorientiertes, menschliches Gesundheitswesen. Dieses soll regionale Arbeitsplätze sichern und über ein vielseitig und wettbewerblich ausgerichtetes, flächendeckendes Angebot eine moderne Gesundheitsversorgung für alle Bürger sicherstellen.

Die Partei „DIE BASIS” setzt sich ein für den Erhalt des dualen Systems aus wohnortnahen haus- und fachärztlichen Praxen und eine subsidiarisch aus Steuermitteln finanzierte Infrastruktur mit staatseigenen Kliniken und Universitäten. Die Infrastruktur ist unverkäuflich gegenüber Dritten wie Kapitalgesellschaften und börsennotierten Konzernen.

Es ist staatliche Aufgabe, allen hier lebenden Menschen eine angemessene medizinische Versorgung zu ermöglichen, die nicht in einer Zweiklassenmedizin gipfelt. Es gehört zum Selbstverständnis, sozial verantwortlich zu handeln. Es gehört zu der ethischen Auffassung einer verantwortlichen Bürgerschaft, gegebenenfalls Menschen auch ohne Versicherungsschutz Hilfe zukommen zu lassen. Ein sozialer Staat muss hier einen entsprechenden Budgettitel vorhalten.

Es ist das Ziel der Partei „DIE BASIS” Transparenz, Verlässlichkeit und den Zugang aller Bürger zu einem modernen und effizienten Gesundheitswesen zu erreichen.

Die Partei „DIE BASIS” setzt sich ein

  • für die Einführung einer Kostenversicherung auf der Grundlage einer Gebührenordnung die sich an wirtschaftlichen Gegebenheiten orientiert
  • für den Zugang aller Bürger zu einem freien Arzt - und Versicherungssystem zur Absicherung einer Basisversorgung und der individuellen Bedürfnisse.

Die Partei “DIE BASIS” unterstützt jegliches Bestreben, dass Bürger ihr Recht auf den Schutz eigener Daten haben. Die Einführung der sogenannten elektronischen “Gesundheitskarte” (eGK ) wird abgelehnt.

Die Partei “DIE BASIS” lehnt jegliches Bestreben ab, welches das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Kranken und Behandlern fremdbestimmt “ökonomisieren” will.
Die direkte Arzt-Patientenbeziehung muss geschützt werden.

Insgesamt soll das Gesundheitswesen wieder auf gesunde Füße gestellt werden:

Leitprojekte

  • Stärkung der direkten, bevormundungsfreien Arzt-Patientenbeziehung unter Erhalt der Schweigepflicht zum Wohle der Patienten für eine weisungsunabhängige patientenorientierte Gesundheitsversorgung
  • Förderung patientenorientierter haus- und fachärztlicher Strukturen und Optimierung sektoren- und fachübergreifender Gesundheitsversorgung
  • Dezentrale elektronische Datenverarbeitung und patientenbezogener Datentransfer unter Ausschluss der Anwendung der geplanten eGK und Wahrung der Schweigepflicht zum Wohle des Patienten

Die Partei “DIE BASIS” setzt sich ein, für die im Gesundheitswesen tätigen Menschen und deren Recht auf freie Berufsausübung ohne Einflussnahme Dritter (staatliche Institutionen, Körperschaften, wirtschaftliche Interessengruppen, s.o.).

Die Partei “DIE BASIS” fordert den unabhängigen Arzt und den mündigen Patienten und lehnt den Hausarzt als Lotsen in medizinische Versorgungszentren (MVZ) sowie nötigende Verträge zur “integrierten Versorgung”, ” Desease Management” “managed care” u.ä. ab.

Die Partei “DIE BASIS” setzt sich ein für;

den Menschen im Mittelpunkt

Die Partei “DIE BASIS” lehnt jegliches Bestreben ab, dass die Pharmaindustrie eine derartig dominierende Rolle im Gesundheitswesen spielt. Es gilt, die Verflechtungen aufzudecken und wirkungslos zu machen.

Insgesamt soll das Gesundheitswesen wieder auf gesunde Füße gestellt werden.”

Das ist ein gänzlich anderer Ansatz! Der Titel hier heißt “Ulla Schmidt und diese Regierung haben die Gesundheitshosen an”; man kann hoffen, dass die Hosen langsam fallen, in Folge der natürlichen Schwerkraft.

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HU-Marburg: Abzug aus Afghanistan?
10/04/2008 03:29 PM
Ramsauer fordert Strategie für Rückzug der Bundeswehr - HU-Ortsverband Marburg.

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HU-Marburg: Das vereinte Deutschland wird volljährig
10/04/2008 03:29 PM
Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit 2008 - HU-Ortsverband Marburg.

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ISLA: No title
10/04/2008 03:16 PM
test[Link] [Cache]
ISLA: No title
10/04/2008 03:16 PM
Es handelt sich sicher nur um ein temporäres Problem, dass ich die Seiten von MEMRI nicht aufrufen kann. Mein Parteibuch ist ebenfalls nicht erreichbar, die über Umwegen erreichte Feed-Anzeige im Parteibuch-Ticker liefert mir Ergebnisse von Mai. Und hier im Blog kommt gerade kein Traffic (nicht nur vom Feed des Parteibuch) an. Nicht doch ...[Link] [Cache]
ISLA: Blog-Krieger in Blog-Land unterwegs
10/04/2008 03:16 PM
Information ist das eine. Die Freude über den Niedergang das andere. Oder sollte ich besser sagen: Der systematische Versuch, das Feld zu erobern, den Feind zu zerstören. Und das Land zu okkupieren. Auch mir gut bekannte Blog-Krieger sind unterwegs. Außergewöhnlich gut informiert. Braun gebrannt und gut getarnt. Wem nutzt es?[Link] [Cache]
Schwarzenegger to U.S.: State may need $7-billion loan
10/04/2008 03:16 PM
SACRAMENTO -- California Gov. Arnold Schwarzenegger, alarmed by the ongoing national financial crisis, warned Treasury Secretary Henry M. Paulson on Thursday that the state might need an emergency loan of as much as $7 billion from the federal government within weeks. The warning comes as California is close to running out of cash to fund day-to-day government operations and is unable to access routine short-term loans that it typically relies on to remain solvent.[Link] [Cache]
Linke Zeitung: Droht ein präsidialer Staatsstreich in der Ukraine?
10/04/2008 02:18 PM
Während sich der Krieg um Südossetien ereignete, kam es auch in der Ukraine zu einer Zuspitzung der innenpolitischen Situation. Die «orange» Koalition, die am 29. November 2007 nach vorgezogenen Parlamentswahlen zusammengezimmert worden war, brach am 2. September 2008 nach knapp einem Jahr auseinander. Diese Koalition hatte von Anfang an ein schwaches Fundament, weil sie sich nur auf eine hauchdünne Mehrheit von 228 Abgeordneten im Parlament (der Werchowna Rada) stützen konnte. Bei den genannten vorgezogenen Neuwahlen, die übrigens auch erheblich manipuliert worden waren, um eine ausschliesslich westlich- orientierte Regierung zu sichern, hatte der Timoschenko-Block 156 Abgeordnetensitze und der Juschtschenko-Block «Unsere Ukraine – Selbstverteidigung des Volkes» (Juschtschenko ist der Staatspräsident der Ukraine) 72 Abgeordnetensitze, zusammen 228 Abgeordnetensitze erhalten. Auf die Oppositionsparteien «Partei der Regionen» von Janukowitsch (sie wird im Westen als prorussische Partei bezeichnet) kamen nach dem Ergebnis der Zentralen Wahlkommission 175 Abgeordnetensitze. Die Kommunistische Partei erhielt 27 Abgeordnetensitze und der sogenannte Litwin-Block 20 Abgeordnetensitze. Das ergibt zusammen 222 Abgeordnetensitze. Insgesamt setzt sich das Zentralparlament der Ukraine aus 450 gewählten Abgeordneten zusammen. Ministerpräsidentin und damit Regierungs chefin wurde Frau Julija Timoschenko. Sie löste die Janukowitsch-Regierung ab. Im Westen hatte man damals triumphierend verkündet, dass mit der Bildung dieser Koalition zwischen dem ohnehin 100prozentigen westhörigen ukrainischen Präsidenten und Frau Timoschenko der Weg der Ukraine in die EU und die Nato offen sei und dass dieser Prozess der Westintegration sogar sehr schnell vonstatten gehen würde. Doch hierbei hatte man das ukrainische Volk falsch eingeschätzt. Auch Frau Timoschenko kam nicht umhin, die überwiegend ablehnende Haltung der Ukrainer gegenüber Nato und EU zu berücksichtigen. Sie gab deswegen das feierliche Wahlversprechen ab, dass die Ukraine der Nato nur auf der Grundlage einer Volksabstimmung bei positivem Ausgang beitreten würde. Ihr zur Ehre gereicht es, dass sie sich bis jetzt an dieses Versprechen gehalten hat. Das gilt auch für den EU-Beitritt.[Link] [Cache]
BooCompany: Klassisches Eigentor von Holtzbrinck (Update) (INSIDER)
10/04/2008 01:39 PM
Die Story ist ganz einfach. Holtzbrinck lässt für das Handelsblatt einen Experten bloggen. Eines Tages zensiert man den Blogger und löscht einen seiner Artikel. Der bloggende Professor schließt daraufhin sein Weblog und Holtzbrincks Handelsblatt steht anschließend ziemlich doof da. Ende der Geschichte. Oder? :-)[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Justiz, der moderne Ablaßhandel
10/04/2008 01:29 PM

“Gegen die Zahlung einer millionenschweren Geldauflage soll acht Beschuldigten in der Liechtensteiner Steueraffäre ein Prozess erspart bleiben. Die Ermittlungsverfahren sollen gegen die Zahlung von insgesamt 6,7 Millionen Euro eingestellt werden.

Die Bochumer Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag einen Bericht der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung”, wonach die Behörde die Ermittlungsverfahren gegen die Zahlung an den Staat und an gemeinnützige Organisationen einstellen will”, schreibt ZDF online.

Während jeder kleine Krauter vor Gericht gezerrt, dort auseinander genommen wird, musst du eigentlich nur genügend Knete bar auf den Tisch des Richters legen ( in dessen Amtsstube ? ), dann bist du aus allem fein raus und dein Name wird nicht genant.

Danke Frau Zypries/SPD für diese ermöglichte Tarnkappe!

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Duckhome: Neues vom Löffelbieger- Uri
10/04/2008 01:18 PM
Die von Magier Uri Geller geplante Kontaktaufnahme mit Außerirdischen auf ProSieben hat bei deutschen UFO-Forschern "Heiterkeit und Lachsalven" auslöst.


Das "Spektakel" >>"Uri Geller live - Ufos & Aliens: Das unglaubliche TV-Experiment"<<

wird am 15. November auf Pro7 zu sehen sein, aber:

Niemand, so Walter, dürfe sich Hoffnungen auf Antworten machen. "Der nächste Stern ist vier Lichtjahre entfernt, was heißt, dass die Geller-Funkwellen auch vier Jahre dorthin brauchen.


Zur Meldung

Ich werde mir das wohl nicht anschauen, ich mochte schon "The next Uri Geller" nicht...

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Nueva Canción, Teil 1a: Víctor Jara
10/04/2008 01:18 PM
Ich habe diesen Artikel in drei Teile geteilt, weil der feurige Fuchs ins Nirwana abstürzt, wenn so viel YouTube gleichzeitig auf ist. Dies ist der erste Teil. (Jochen)


Der wohl berühmteste Künstler des Nueva Canción wäre vor sechs Tagen, am 28. September, 70 Jahre alt geworden, wenn er nicht in den ersten Tagen des chilenischen Militärputsches im Estadio Chile ermordet worden wäre. Vor fünf Jahren, zum 30. Jahrestag seiner Ermordung, wurde das Stadion offiziell umbenannt zum Estadio Víctor Jara. Der Liedermacher Pippo Pollina erzählt eindrucksvoll in seinem Lied „Il giorno del falco" von den Geschehnissen im Estadio Chile.




Eine musikalische Erinnerung an den Sänger, Musiker und Theaterregisseur Víctor Jara .

Es ist heute fast vergessen, aber im Chile der 60er Jahre spielten von der Befreiungstheologie inspirierte katholische Initiativen durchaus eine Rolle in der politischen Landschaft. Im Juli 1969 organisierte die Katholische Universität Chiles – dieselbe Universität, deren Ökonomen eine federführende Rolle bei der Entwicklung der neoliberalen wirtschaftlichen Maßnahmen des Pinochet-Regimes spielten,- das erste „Festival des chilenischen Nueva Canción", dessen ersten Preis Víctor Jara gewann mit dem Lied „Plegaria a un Labrador", aufgeführt zusammen mit der Gruppe Quilapayún.




Text mit (nur begrenzt tauglicher) englischer Übersetzung hier .

Die Anlehnung an Formeln der katholischen Liturgie in diesem Lied kommt nicht von ungefähr, Víctor Jara hatte zwei Jahre lang Theologie studiert, bevor er die künstlerische Laufbahn einschlug.

Eine Quelle der musikalischen Inspiration war für ihn die traditionelle chilenische Folklore. Einige der indigenen Instrumente, die im Stück „Vamos por Ancho Camino" zu hören sind, waren unter Pinochet verboten, weil sie zu sehr an Víctor Jara und seine Weggefährten erinnerten.




Text mit deutscher Übersetzung hier .

Er lernte die traditionelle Musik durch seine Mutter kennen, die sang und Gitarre spielte, und für die er das Lied „Te recuerdo Amanda" schrieb.




Text mit deutscher Übersetzung hier .

Neben der volkstümlichen Musik vertonte er auch Gedichte, vor allem von Pablo Neruda .





Er schrieb auch selbst Lieder über aktuelle Ereignisse, z.B. „Preguntas por Puerto Montt" über den in Puerto Montt 1969 von einer Gruppe der Carabineros de Chile verübten Mord an landlosen Armen, die ungenutztes Land besetzt hatten und nannte die Verantwortlichen beim Namen, in diesem Fall den Innenminister Edmundo Pérez Zujovic.





Bis heute werden seine politischen Lieder in Lateinamerika als aktuell empfunden, wie beispielsweise „A Desalambrar":




Text mit englischer Übersetzung hier .

... immer noch gibt es aktuelle Coverversionen, etwa von Francisco Herrera :





... sie sind ein Teil des kollektiven Gedächtnis wie „ detenidos desaparecidos " über die Verschwundenen, die eben nicht vergessen sind:





Weiter zu Teil 2


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Böse Worte: Blog-Zitate I
10/04/2008 01:10 PM
Wenn man sich so durch die Blogwelt liest, dann stößt man neben allerlei Belanglosen auch immer wieder auf wahre Kleinode des menschlichen Geistes. Doch die Schnelllebigkeit der Blogs lässt diese wieder verglühen. Dabei ist doch so mancher Satz es wert, mehr als enmal gelesen zu werden.
Wären sie in irgendein Buch geduckt worden, so würden sie die Menschheit in einer der üblichen Zitatesammlungen weiter verfolgen. Doch die meissten Zitate in den Blogs verschwinden einfach. Wei mir das leid tut, ich kluge Sätze gut finde und weil mir Briefmarken zu langweilig sind werde ich diese Blogzitate sammeln.
Den Anfang macht heute ein Satz von somuluswelt:

Frauen sind die besseren menschlichen Wesen und deswegen verdienen sie im Durchschnitt auch ein Drittel weniger als die Jungs in gleichen Positionen. [Somulus Welt]

So der Anfang ist geschafft. Demnächst gibt es mehr. Obwohl das nur teilweise von mir abhängt. Also gebt euch Mühe![Link] [Cache]
Die echte Alternative mit Ihrer Hilfe: Politik vom Bürger für Bürger
10/04/2008 11:29 AM

Die Partei "DIE BASIS" ist am 3.10.2008 gegründet

Schon wieder eine Partei?

Nein! Nicht schon wieder, sondern endlich DIE Partei, endlich DIE Alternative!

Nun werden Sie sich fragen, wieso DIE Partei, was ist anders als bei anderen Parteien?

Die Antwort ist einfach:

  • Das Konzept
  • Wir sagen nicht nur, welche Positionen wir vertreten
  • Wir sagen auch, WIE wir verwirklichen wollen, was wir vorhaben
  • Mit einem Wort: das gibt es noch nicht, eine solche Partei.

Doch das ist nicht mit 3 Worten gesagt.

In der Kurzübersicht finden Sie die Positionen, die wir vertreten, wie wir arbeiten.

In der ersten Gesamtdarstellung zur Partei „DIE BASIS" können Sie ausführlich nachlesen, wie wir unsere basisdemokratische politische Arbeit realisieren und welche Grundpositionen unsere Partei hat.

In der Navigation ( links, "Inhaltsverzeichnis" ) finden Sie die Ausarbeitung der Eckpunkte über die politischen Themen der einzelnen Politikgebiete und können von dort auch auf die bisher bereits angedachten einzelnen Maßnahmen gehen. Wir haben als Oberbegriff Ministerien verwendet, weil es für die meisten der Eckpunkte ein Ministerium in der realen Politik gibt.

Unser Konzept macht aus Ihnen, der Sie bisher nur alle 4 oder 5 Jahre einmal eine Stimme als Wähler hatten, den aktiven Politiker, der an jedem politischen Vorhaben mitwirkt, darüber mitentscheidet, ob er ein Vorhaben befürwortet oder dagegen ist. Sie werden bei jedem Vorhaben gefragt und entscheiden mit.

Aber Sie müssen es wollen. Sie müssen bereit sein, Ihre Kritik und Ihre Zustimmung in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen, Politik selber zu gestalten.

Deshalb, werden Sie Mitglied! Bringen Sie sich, Ihre politischen Ideen und ihren politischen Willen mit ein in eine Politik, die auf diese Weise von der Korruption befreit wird, weil eine breite Basis nicht korrumpierbar ist.

Nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie Programm und Satzung und Sie werden überzeugt sein, dass diese Partei wirklich anders ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr BASIS-Gründungsteam, nach Anfangsbuchstaben des Vornamens sortiert:

Bernd Müller

Gert Flegelskamp
Helga Matuszewski
Manfred Pledl
Dr. Manuela Peters
Udo Herrmann
Uta Otterbach

und

Andrea Bayer.

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Nueva Canción, Teil 1a: Víctor Jara
10/04/2008 11:17 AM
Ich habe diesen Artikel in drei Teile geteilt, weil der feurige Fuchs ins Nirwana abstürzt, wenn so viel YouTube gleichzeitig auf ist. Dies ist der erste Teil. (Jochen)


Der wohl berühmteste Künstler des Nueva Canción wäre vor sechs Tagen, am 28. September, 70 Jahre alt geworden, wenn er nicht in den ersten Tagen des chilenischen Militärputsches im Estadio Chile ermordet worden wäre. Vor fünf Jahren, zum 30. Jahrestag seiner Ermordung, wurde das Stadion offiziell umbenannt zum Estadio Víctor Jara.


Der Liedermacher Pippo Pollina erzählt eindrucksvoll in seinem Lied „Il giorno del falco" von den Geschehnissen im Estadio Chile.




Eine musikalische Erinnerung an den Sänger, Musiker und Theaterregisseur Víctor Jara .

Es ist heute fast vergessen, aber im Chile der 60er Jahre spielten von der Befreiungstheologie inspirierte katholische Initiativen durchaus eine Rolle in der politischen Landschaft. Im Juli 1969 organisierte die Katholische Universität Chiles – dieselbe Universität, deren Ökonomen eine federführende Rolle bei der Entwicklung der neoliberalen wirtschaftlichen Maßnahmen des Pinochet-Regimes spielten,- das erste „Festival des chilenischen Nueva Canción", dessen ersten Preis Víctor Jara gewann mit dem Lied „Plegaria a un Labrador", aufgeführt zusammen mit der Gruppe Quilapayún.




Text mit (nur begrenzt tauglicher) englischer Übersetzung hier .

Die Anlehnung an Formeln der katholischen Liturgie in diesem Lied kommt nicht von ungefähr, Víctor Jara hatte zwei Jahre lang Theologie studiert, bevor er die künstlerische Laufbahn einschlug.

Eine Quelle der musikalischen Inspiration war für ihn die traditionelle chilenische Folklore. Einige der indigenen Instrumente, die im Stück „Vamos por Ancho Camino" zu hören sind, waren unter Pinochet verboten, weil sie zu sehr an Víctor Jara und seine Weggefährten erinnerten.




Text mit deutscher Übersetzung hier .

Er lernte die traditionelle Musik durch seine Mutter kennen, die sang und Gitarre spielte, und für die er das Lied „Te recuerdo Amanda" schrieb.




Text mit deutscher Übersetzung hier .

Neben der volkstümlichen Musik vertonte er auch Gedichte, vor allem von Pablo Neruda .





Er schrieb auch selbst Lieder über aktuelle Ereignisse, z.B. „Preguntas por Puerto Montt" über den in Puerto Montt 1969 von einer Gruppe der Carabineros de Chile verübten Mord an landlosen Armen, die ungenutztes Land besetzt hatten und nannte die Verantwortlichen beim Namen, in diesem Fall den Innenminister Edmundo Pérez Zujovic.





Bis heute werden seine politischen Lieder in Lateinamerika als aktuell empfunden, wie beispielsweise „A Desalambrar":




Text mit englischer Übersetzung hier .

... immer noch gibt es aktuelle Coverversionen, etwa von Francisco Herrera :





... sie sind ein Teil des kollektiven Gedächtnis wie „ detenidos desaparecidos " über die Verschwundenen, die eben nicht vergessen sind:





Die US-amerikanische Band Calexico lernte 2007 auf einer südamerikanischen Tournee die Musik und Geschichte Víctor Jaras kennen. Calexicos Frontmann Joey Burns :
We met some memorable people when we toured Argentina and Chile and they turned us on to a lot of unknown music back home, including Victor Jara. His story resonates with a lot of what is going on today – Guantanamo Bay, Abu Ghraib – and stood out strong and tall.

In ihrem nächsten Album ( Carried To Dust ) steht für sie der Song „Victor Jara's Hands" auch in einem gegenwärtigen Bezug zu Foltergefängnissen und „black sites" in der heutigen Welt.





Vor drei Tagen erschien im Neuen Deutschland ein Nachruf auf Victor Jara. Darin heißt es: „Solidarität: Das war, was wir der kämpfenden Welt zu geben vermochten." Dabei wird allerdings verschwiegen, dass Chile während der Allende-Regierung sowohl von der UDSSR als auch von allen Warschauer Pakt-Staaten mit seinen Schwierigkeiten allein gelassen wurde. Erst nach dem Militärputsch war von Solidarität mit den Verfolgten die Rede und chilenischen Flüchtlingen wurde Asyl geboten. Insbesondere geflohene Musiker wurden gern genommen; sie brachten eine Kreativität mit, die mindestens im musikalischen Bereich unter den Kulturschaffenden der sozialistischen Bruderländer nicht (mehr) gedieh.


Weiter zu Teil 2

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Nueva Canción, Teil 1b: Víctor Jara
10/04/2008 11:17 AM

Ich habe diesen Artikel in drei Teile geteilt, weil der feurige Fuchs ins Nirwana abstürzt, wenn so viel YouTube gleichzeitig auf ist. Dies ist der zweite Teil. (Jochen)


Über die letzten Wochen des Lebens Victor Jaras wurde 1978 in der DDR mit dem Sänger und Schauspieler Dean Reed in der Hauptrolle ein Fernsehfilm mit dem Titel „El Cantor" gedreht, der atmosphärisch allerdings eher osteuropäische Parteitage und junge Pionieraufmärsche als lateinamerikanische Leidenschaft und Poesie einfängt.





" Venceremos ", 1970 für den Wahlkamp der Unidad Popular von Claudio Iturra geschrieben und von Sergio Ortega vertont, wurde schnell so populär, dass es bis zum Putsch von 1973 die inoffizielle Nationalhymne Chiles war. Im Jahre 1970 hatte Victor Jara vier Monate lang mit Konzerten den Wahlkampf der Unidad Popular und ihres Spitzenkandidaten Salvador Allende unterstützt.

Platte Propaganda jedoch war Víctor Jaras Sache nicht, ihm lag an den poetischen Tönen, an Lebensfreude und Hoffnung, so in dem Lied „Deja la vida volar" (Laß das Leben fliegen), das für das erste von ihm veröffentlichten Album „ Víctor Jara (Geografía)" 1966 (später noch einmal unter dem Titel „Canto a Lo Humano") aufgenommen wurde.





Victor Jaras Überzeugung von der Rolle der Musik lautete, mit seinen eigenen Worten aus seinem Lied „Manifiesto":
a song takes on a meaning
when its own heartbeat is strong
sung by a man who will die singing
truthfully singing his song



Vollständiger Text mit englischer Übersetzung von Joan Jara hier .


"Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist nicht einmal vergangen." (William Faulkner)
Wie in anderen lateinamerikanischen Ländern wirft die Aufarbeitung der Verbrechen der Militärdiktatur eine Reihe von Fragen auf, nicht allein juristische und politische, sondern auch ethische und psychologische.
Michelle Bachelet , seit dem 11. März 2006 Präsidentin Chiles, drückt es so aus:
The important thing is in our country we do have trials going on. We are advancing and under my government we will still advance on three great principles: truth, justice and reparation for all the victims, all the families of the victims. We have been walking in that direction. And I will do all my efforts to continue in that direction. I mean -- no impunity -- no! Because I'm a doctor, I know when you have an injury it will heal if it's clean enough to heal; if your injury is dirty, it won't heal. And so when you are talking in societies, we are also talking in healing processes, and for a good healing process, you need to make things right.

Sie weiß, wovon sie spricht. Ihr Vater, ein gegenüber der gewählten Regierung Allendes loyaler Offizier, wurde ermordet, ihre Mutter und sie selbst wurden verhaftet und misshandelt.

Aber ebenso wie in anderen lateinamerikanischen Ländern gilt auch in Chile: Es sind die nachdrücklichen Forderungen aus der Bevölkerung, die dafür sorgen, dass die Verfahren gegen die Verbrechen des Pinochet-Regimes nicht im Sand der Justiz steckenbleiben.


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Nueva Canción, Teil 1c: Víctor Jara
10/04/2008 11:17 AM

Ich habe diesen Artikel in drei Teile geteilt, weil der feurige Fuchs ins Nirwana abstürzt, wenn so viel YouTube gleichzeitig auf ist. Dies ist der dritte Teil.
Am 9. Dezember 2004, mehr als 31 Jahre nach der Ermordung Jaras, erhob der Richter Juan Carlos Urrutia in Santiago Anklage gegen den pensionierten Oberst Mario Manríquez Bravo. Manríquez Bravo sei während des Mordes an Víctor Jara der ranghöchste Offizier im Estadio Chile gewesen und somit verantwortlich für den Mord unter seinem Kommando.
Am 15. Mai 2008 wurde Oberst Manriquez von dem chilenischen Richter Juan Eduardo Fuentes schuldig gesprochen. Damit erklärte der Richter den Fall für abgeschlossen, was zu lebhaften Protesten führte.

Fernsehbericht Teil 1:



Fernsehbericht Teil 2:



Fernsehbericht Teil 3:




Am 3. Juni 2008 nahm der Richter die Ermittlungen wieder auf um die Mittäter vor Gericht zu bringen. Ein besonders brutaler Gefangenenwächter, der von den Gefangenen „El Principe" (der Prinz) genannt wurde, ist inzwischen mit seinem bürgerlichen Namen Edwin Dimter identifiziert worden.

Der Forderung, auch diesen Mann zur Rechenschaft zu ziehen, ist dieser Rap-Titel gewidmet:





Ein englischsprachiger Bericht über die jüngsten Entwicklungen gibt Paul Cantor .


Kein Schlusswort.
Die Entwicklung ist offen. Dieses Video vom 11. September 2008 zeigt eine spontane Kundgebung am Estadio Victor Jara.





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SoWhy Not?: Ich hasse meine Uni!!!
10/04/2008 10:46 AM
Wofür zahl ich eigentlich Studiensteuern? Angeblich um die Qualität der Unis zu verbessern...ein Witz! Ich wollte heute, ich wiederhole: Heute, kein Feiertag(!), an die Uni um meine Hausarbeit zu schreiben. Dank der Studiensteuern muss ich nämlich mehr arbeiten und hab weniger Zeit für die Uni. Also geh ich heute, wie jeden Samstag in den letzten Wochen, an die Uni...und lese dort ein Schild, dass die Bibliothek und das Gebäude in dem sie drin ist, von 3. - 5. Oktober geschlossen ist. Das Schild hing am Mittwoch, also zwei(!) Tage vorher noch nicht da! Mehr noch, ich war am Mittwoch in dieser Bibliothek und hab die Aufsicht gefragt, ob am Samstag offen ist. Und sie hat mir gesagt, dass offen wäre!

Arrrrgh, das regt mich wirklich auf...diese Informationspolitik ist verdammt nervend! Soll ich etwa riechen dass die Uni zu ist und die Aufsicht von nix weiß? Die Aufsicht übrigens, die mir bestätigt hat, selbst als Arbeitskraft eingeteilt zu sein für diesen Samstag?! Und dann wundern sich die Profs, wenn ich keine guten Hausarbeiten schreibe - ja wann denn wenn ihr einfach zu macht?! [Link] [Cache]
ad sinistram: In nuce
10/04/2008 10:12 AM
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ad sinistram: Sit venia verbo
10/04/2008 10:12 AM
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Die Kuchentester: Gründung des 1. DWB- Fanclubs
10/04/2008 10:01 AM
Hiermit verkünde ich die Gründung des 1. Deutschen Willem Buiter Fanclubs. Nach den Ergebnissen der Googlesuche zu urteilen, gibt es noch keinen solchen Fanclub. Weitere Anträge auf Vereinsbeitritt werden gerne entgegengenommen und können als Kommentar gepostet werden.

Grund für meinen Überschwang ist sein aktueller Artikel in der FT:

Corporate governance in the financial sector: state share ownership


Darin zeigt uns Herr Buiter auf, wie man den Finanzsektor rekapitalisiert und dabei möglichst wenig Steuergelder zum Fenster rausschmeißt. Das erschreckende Gegenbeispiel wird uns gerade in USA vorgeführt. Viel Spaß dabei.[Link] [Cache]
Principiis Obsta: Offener Brief an Frank-Walter Steinmeier (SPD)
10/04/2008 07:58 AM
Sehr geehrter Herr Steinmeier,

auf der Website der verlogenen Industrie-Lobby Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), welche vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanziert wird und sich gerne heuchlerisch als Bürgerinitiative darzustellen versucht, werden Sie in einem Kasten mit der Überschrift INSM-Köpfe präsentiert:



Die INSM ist - neben weiteren Think Tanks und Lobbygruppen von Kapital und Arbeitgebern - maßgeblich dafür verantwortlich, dass in den vergangenen Jahren der Sozialstaat und die Solidarität unter den Bürgerinnen und Bürgern Deutschlands zu Grabe getragen wurden, während dem Lohndumping Vorschub geleistet wurde. Sehr gut sieht man dies daran, dass solche Gruppierungen mitsamt ihrer wissenschaftlichen Mietmäuler (IW Köln, IZA, DIW etc.pp.) sofort aufheulen und den Untergang der deutschen Wirtschaft beschwören, wenn Erwerbslose, prekär Beschäftigte und andere Hilfesbedürftige mehr Unterstützung erhalten sollen, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten bewältigen zu können. Wenig bis nichts hört man von der INSM hingegen dann, wenn in Fällen wie der bankrotten Bank IKB in Windeseile 8-9 Milliarden Euro der Steuerzahler flüssig gemacht und verpulvert werden, um ebenso inkompetente wie asoziale Nieten in Nadelstreifen zu retten. Einige davon sind übrigens ebenfalls Mitglieder oder Unterstützer der INSM. Ein Schelm wer Böses dabei denkt?

Durch Ihre Präsentation als INSM-Kopf auf der Website der INSM entsteht der Eindruck, Sie seien ein Mitglied dieser asozial-parasitären Lügner-Lobby und würden deren marktradikalen Kurs zum Schaden der Menschen in Deutschland unterstützen. Tun Sie dies wirklich? Falls ja, dann wünsche ich der SPD das verdiente Dahinsiechen und Wahlergebnisse, die nicht nur die Umsetzung des Projekts 18 der FDP bedeuten würden, sondern gar das Scheitern der SPD an der 5 Prozent-Hürde bei allen zukünftigen Wahlen. Die Mitglieder der SPD-Basis könnten sicher problemlos bei der Linkspartei unterkommen, welche heute jenes Programm vertritt, was die SPD vor dem Antritt des Brioni-Kanzlers Gerhard Schröder vertreten hatte. Andernfalls sollten Sie dem Beispiel des grünen Politikers Reinhard Bütikofer folgen und es der INSM mittels rechtlicher Schritte verbieten, weiter mit Ihrem Konterfei zu werben. Bütikofer sagte in diesem Zusamenhang über die INSM:
„Wer so die Öffentlichkeit zu täuschen versucht, zeigt damit, dass man ihm nicht trauen kann."
Nun, das hat Gerhard Schröder mit seiner arbeitnehmerfeindlichen Agendapolitik ja genauso getan. Ist dies vielleicht das verbindende Element zwischen SPD und INSM? Ihr korruptokratischer Parteigenosse Wolfgang Clement, welcher im

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos www.koufogiorgos.de

Interesse seiner heutigen Geldgeber aus der Wirtschaft schon einmal öffentlich rät, nicht die SPD zu wählen, war ja zu Anfangszeiten bereits Mitglied bei der INSM, trat später jedoch wieder aus und ist aktuell mehrfach als Sprachrohr der INSM in Artikeln unter der Adresse www.insm.de zu finden.

Dem entgegen lief ein Antrag der SPD Mittelfranken, welcher die Unvereinbarkeit einer Mitgliedschaft in der SPD und der INSM forderte. Führwahr kann jemand, der für wahrhaft sozialdemokratische Politik eintreten will, nicht gleichzeitig als Mitglied der INSM die willige Hure von Arbeitgebern und Kapital sein. Vielleicht begreifen das Personen wie Wolfgang Clement oder Ex-Kanzler Gerhard Schröder, die Blaupause eines Genossen der Bosse, irgendwann auch noch. Aber Herr Clement hat ja offenbar - betrachtet man seine asoziale Politik und Agitation gegen die Schwachen und Hilfsbedürftigen zu seiner Amtszeit als "Superminister - nie wirklich von der INSM abgelassen. Die SPD wäre indes spätestens jetzt gut beraten, Wolfgang Clement umgehend aus der Partei zu entfernen, wenn sie weiteren Schaden abwenden will. Gleiches sollte Ihnen, werter Herr Steinmeier, ebenso widerfahren, sofern Sie wirklich die INSM und deren menschenverachtenden Kurs für unsere Gesellschaft unterstützen sollten oder es weiter gestatten, dass diese wirtschaftsfaschistische Schweinebande von Lügnern, Betrügern und Gierhälsen weiterhin mit Ihrem Konterfei wirbt.

Quelle: INSM Watchblog[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Gründung der Partei "DIE BASIS"
10/04/2008 07:28 AM

Presseerklärung

Die Partei „DIE BASIS” informiert Sie über die erfolgreiche Gründungsversammlung der Partei „DIE BASIS” am 03.10.2008 in Düsseldorf.

Parteiziele: Die Partei „DIE BASIS” hat es sich zum Ziel gesetzt, Basisdemokratie im Sinne des Wortes zu verwirklichen; es sind alle Maßnahmen dazu eingerichtet.

Im Grundgesetz, Artikel 20, Absatz 2 heißt es:

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

Das Recht, durch Abstimmungen Politik mitzugestalten, wird der Bevölkerung seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland vorenthalten.

Die Partei „DIE BASIS” will das Element der Volksabstimmung für alle gravierenden politischen Entscheidungen als zwingende Voraussetzung einführen und alle Gesetzesinitiativen auf der Basis des Mehrheitsentscheides einer breiten und repräsentativen Mitgliedergemeinschaft durchführen.

Die konzeptionelle und organisatorische Vorgehensweise zur Erfüllung und Einhaltung dieser Absicht wurde in der Satzung als unverrückbarer Bestandteil der politischen Ausrichtung der Partei „DIE BASIS” festgeschrieben.

Erster Bundesvorsitzender: Bernd Müller
Zweiter Bundesvorsitzender: Gert Flegelskamp
Bundesschatzmeister: Helga Matuszewski

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, schreiben Sie bitte an gert@flegel-g.de.

Weitere Informationen auf unser vorläufigen Parteiseite über diesen Link.

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Nueva Canción, Teil 1: Víctor Jara
10/04/2008 07:17 AM
Der wohl berühmteste Künstler des Nueva Canción wäre vor sechs Tagen, am 28. September, 70 Jahre alt geworden, wenn er nicht in den ersten Tagen des chilenischen Militärputsches im Estadio Chile ermordet worden wäre. Vor fünf Jahren, zum 30. Jahrestag seiner Ermordung, wurde das Stadion offiziell umbenannt zum Estadio Víctor Jara.
Der Liedermacher Pippo Pollina erzählt eindrucksvoll in seinem Lied „Il giorno del falco" von den Geschehnissen im Estadio Chile.




Eine musikalische Erinnerung an den Sänger, Musiker und Theaterregisseur Víctor Jara . Es ist heute fast vergessen, aber im Chile der 60er Jahre spielten von der Befreiungstheologie inspirierte katholische Initiativen durchaus eine Rolle in der politischen Landschaft. Im Juli 1969 organisierte die Katholische Universität Chiles – dieselbe Universität, deren Ökonomen eine federführende Rolle bei der Entwicklung der neoliberalen wirtschaftlichen Maßnahmen des Pinochet-Regimes spielten,- das erste „Festival des chilenischen Nueva Canción", dessen ersten Preis Víctor Jara gewann mit dem Lied „Plegaria a un Labrador", aufgeführt zusammen mit der Gruppe Quilapayún.




Text mit (nur begrenzt tauglicher) englischer Übersetzung hier .

Die Anlehnung an Formeln der katholischen Liturgie in diesem Lied kommt nicht von ungefähr, Víctor Jara hatte zwei Jahre lang Theologie studiert, bevor er die künstlerische Laufbahn einschlug.

Eine Quelle der musikalischen Inspiration war für ihn die traditionelle chilenische Folklore. Einige der indigenen Instrumente, die im Stück „Vamos por Ancho Camino" zu hören sind, waren unter Pinochet verboten, weil sie zu sehr an Víctor Jara und seine Weggefährten erinnerten.




Text mit deutscher Übersetzung hier .

Er lernte die traditionelle Musik durch seine Mutter kennen, die sang und Gitarre spielte, und für die er das Lied „Te recuerdo Amanda" schrieb.




Text mit deutscher Übersetzung hier .

Neben der volkstümlichen Musik vertonte er auch Gedichte, vor allem von Pablo Neruda .





Er schrieb auch selbst Lieder über aktuelle Ereignisse, z.B. „Preguntas por Puerto Montt" über den in Puerto Montt 1969 von einer Gruppe der Carabineros de Chile verübten Mord an landlosen Armen, die ungenutztes Land besetzt hatten und nannte die Verantwortlichen beim Namen, in diesem Fall den Innenminister Edmundo Pérez Zujovic.





Bis heute werden seine politischen Lieder in Lateinamerika als aktuell empfunden, wie beispielsweise „A Desalambrar":




Text mit englischer Übersetzung hier .

... immer noch gibt es aktuelle Coverversionen, etwa von Francisco Herrera :





... sie sind ein Teil des kollektiven Gedächtnis wie „ detenidos desaparecidos " über die Verschwundenen, die eben nicht vergessen sind:





Die US-amerikanische Band Calexico lernte 2007 auf einer südamerikanischen Tournee die Musik und Geschichte Víctor Jaras kennen. Calexicos Frontmann Joey Burns :
We met some memorable people when we toured Argentina and Chile and they turned us on to a lot of unknown music back home, including Victor Jara. His story resonates with a lot of what is going on today – Guantanamo Bay, Abu Ghraib – and stood out strong and tall.

In ihrem nächsten Album ( Carried To Dust ) steht für sie der Song „Victor Jara's Hands" auch in einem gegenwärtigen Bezug zu Foltergefängnissen und „black sites" in der heutigen Welt.





Vor drei Tagen erschien im Neuen Deutschland ein Nachruf auf Victor Jara. Darin heißt es: „Solidarität: Das war, was wir der kämpfenden Welt zu geben vermochten." Dabei wird allerdings verschwiegen, dass Chile während der Allende-Regierung sowohl von der UDSSR als auch von allen Warschauer Pakt-Staaten mit seinen Schwierigkeiten allein gelassen wurde. Erst nach dem Militärputsch war von Solidarität mit den Verfolgten die Rede und chilenischen Flüchtlingen wurde Asyl geboten. Insbesondere geflohene Musiker wurden gern genommen; sie brachten eine Kreativität mit, die mindestens im musikalischen Bereich unter den Kulturschaffenden der sozialistischen Bruderländer nicht (mehr) gedieh.

Über die letzten Wochen des Lebens Victor Jaras wurde 1978 in der DDR mit dem Sänger und Schauspieler Dean Reed in der Hauptrolle ein Fernsehfilm mit dem Titel „El Cantor" gedreht, der atmosphärisch allerdings eher osteuropäische Parteitage und junge Pionieraufmärsche als lateinamerikanische Leidenschaft und Poesie einfängt.





" Venceremos ", 1970 für den Wahlkamp der Unidad Popular von Claudio Iturra geschrieben und von Sergio Ortega vertont, wurde schnell so populär, dass es bis zum Putsch von 1973 die inoffizielle Nationalhymne Chiles war. Im Jahre 1970 hatte Victor Jara vier Monate lang mit Konzerten den Wahlkampf der Unidad Popular und ihres Spitzenkandidaten Salvador Allende unterstützt.

Platte Propaganda jedoch war Víctor Jaras Sache nicht, ihm lag an den poetischen Tönen, an Lebensfreude und Hoffnung, so in dem Lied „Deja la vida volar" (Laß das Leben fliegen), das für das erste von ihm veröffentlichten Album „ Víctor Jara (Geografía)" 1966 (später noch einmal unter dem Titel „Canto a Lo Humano") aufgenommen wurde.





Victor Jaras Überzeugung von der Rolle der Musik lautete, mit seinen eigenen Worten aus seinem Lied „Manifiesto":
a song takes on a meaning
when its own heartbeat is strong
sung by a man who will die singing
truthfully singing his song



Vollständiger Text mit englischer Übersetzung von Joan Jara hier .


"Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist nicht einmal vergangen." (William Faulkner)
Wie in anderen lateinamerikanischen Ländern wirft die Aufarbeitung der Verbrechen der Militärdiktatur eine Reihe von Fragen auf, nicht allein juristische und politische, sondern auch ethische und psychologische.
Michelle Bachelet , seit dem 11. März 2006 Präsidentin Chiles, drückt es so aus:
The important thing is in our country we do have trials going on. We are advancing and under my government we will still advance on three great principles: truth, justice and reparation for all the victims, all the families of the victims. We have been walking in that direction. And I will do all my efforts to continue in that direction. I mean -- no impunity -- no! Because I'm a doctor, I know when you have an injury it will heal if it's clean enough to heal; if your injury is dirty, it won't heal. And so when you are talking in societies, we are also talking in healing processes, and for a good healing process, you need to make things right.

Sie weiß, wovon sie spricht. Ihr Vater, ein gegenüber der gewählten Regierung Allendes loyaler Offizier, wurde ermordet, ihre Mutter und sie selbst wurden verhaftet und misshandelt.

Aber ebenso wie in anderen lateinamerikanischen Ländern gilt auch in Chile: Es sind die nachdrücklichen Forderungen aus der Bevölkerung, die dafür sorgen, dass die Verfahren gegen die Verbrechen des Pinochet-Regimes nicht im Sand der Justiz steckenbleiben.

Am 9. Dezember 2004, mehr als 31 Jahre nach der Ermordung Jaras, erhob der Richter Juan Carlos Urrutia in Santiago Anklage gegen den pensionierten Oberst Mario Manríquez Bravo. Manríquez Bravo sei während des Mordes an Víctor Jara der ranghöchste Offizier im Estadio Chile gewesen und somit verantwortlich für den Mord unter seinem Kommando.
Am 15. Mai 2008 wurde Oberst Manriquez von dem chilenischen Richter Juan Eduardo Fuentes schuldig gesprochen. Damit erklärte der Richter den Fall für abgeschlossen, was zu lebhaften Protesten führte.

Fernsehbericht Teil 1:



Fernsehbericht Teil 2:



Fernsehbericht Teil 3:




Am 3. Juni 2008 nahm der Richter die Ermittlungen wieder auf um die Mittäter vor Gericht zu bringen. Ein besonders brutaler Gefangenenwächter, der von den Gefangenen „El Principe" (der Prinz) genannt wurde, ist inzwischen mit seinem bürgerlichen Namen Edwin Dimter identifiziert worden.

Der Forderung, auch diesen Mann zur Rechenschaft zu ziehen, ist dieser Rap-Titel gewidmet:





Ein englischsprachiger Bericht über die jüngsten Entwicklungen gibt Paul Cantor .


Kein Schlusswort.
Die Entwicklung ist offen. Dieses Video vom 11. September 2008 zeigt eine spontane Kundgebung am Estadio Victor Jara.





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Mein Parteibuch Blog: Gleicher als gleich - Urteil zur "Abgeordnetenpauschale"
10/04/2008 07:09 AM

Der Bundesfinanzhof hat pünktlich zum Tag der deutschen Einheit entschieden, dass alle Menschen gleich sind und nur manche gleicher als gleich sind. Mein Parteibuch hat zum jüngsten Urteil des Bundesfinanzhofes die “Abgeordnetenpauschale” betreffend einen Leserbrief erhalten.


Pünktlich vor dem Tag der “Deutschen Einheit” zeigt der Bundesfinanzhof was es vom dummen Volk hält: Nichts. Die Abgeordnetenpauschale genannte Subventionierung der Diebe und
Räuber aus Berlin wurde nicht gekippt, es bleibt beim Sonderstatus. Die Abgeordneten kriegen, zu ihren unzähligen Diäten, Schmiergeldern und Aufsichtsratpöstchen 3782 EUR steuerfrei dazu - pro Monat, nicht im Jahr!

Tja, die Aufwendungen eines Abgeordneten sind nun mal was besonderes und nicht mit anderen Berufsgruppen vereinbar. Sagt der Bundesfinanzhof.

Süddeutsche: Klage gegen Abgeordnetenpauschale gescheitert
Reuters: Bundesfinanzhof billigt Steuerprivileg für Abgeordnete
Nur für Eingeloggte

Damit sind ein Drittel der Einkommen - ja, ein Drittel! - steuerfrei. Frei zur Verwendung ohne jegliche Nachweise.
Das versuche mal ein Selstständiger, einfach mal so ein Drittel der Einnahmen steuerfrei zu setzen.

Im Urteil heisst es dazu “Das Tätigkeitsfeld der Abgeordneten umfasst neben der parlamentarischen Tätigkeit im Deutschen Bundestag auch die politische Arbeit im Wahlkreis einschließlich des Kontakts zum Wähler. In gleicher Weise wie die parlamentarische Tätigkeit ein Abgeordnetenbüro im Deutschen Bundestag erforderlich macht, setzt die politische Arbeit im Wahlkreis regelmäßig die Existenz eines Wahlkreisbüros voraus.”

Urteil Bundesfinanzhof VI R 13/06

Kontakt zum Wähler? Politische Arbeit im Wahlkreis?

Was für eine verdammte Sch…bande. “Xxxxx xxx höher”, fällt mir dazu nur ein. Xxxx höher!

Mein Parteibuch meint: Das Urteil der politisch - natürlich - vollkommen unabhängigen Richter ist absolut gerecht und sachlich dringend geboten. Wenn deutsche Abgeordnete ihre Ausgaben genauso wie jeder andere Steuerpflichtige nachweisen müssten, dann hätten sie gar keine Zeit mehr, sich um die zur Arbeit notwendigen Schmiergelder zu kümmern. Abgeordnete sind deshalb gleicher als gleich. Deutschland ist eben eine banale Diktatur und nicht etwa das Paradies auf Erden.

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Club der halbtoten Dichter: Impressum
10/04/2008 06:48 AM

Opa minus Edi ät gmx Punkt net :

Opaedi

Opaedi

papst der herzen

Papst der Herzen

seeblogger

toto king karl

carolus caesar

Carolus Caesar

admiral cannbis

Admiral Cannabis

Cabriopa

Cabrio_pa

Samuropa

Samuraio_pa

Killeropa

Killero_pa

Silviopa

Silvio_pa

Comissariopa

Commissario_pa

Korsariopa

Korsaro_pa

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Freeman: Kalifornien ist pleite und benötigt Hilfe
10/04/2008 03:39 AM
In einem Brief an den US-Finanzminister, welcher der Zeitung Los Angeles Times vorliegt, hat der Gouverneur von Kalifornien gewarnt, die Kreditkrise hat dazu geführt, dass Kalifornien keine Kredite mehr bekommt, deshalb kein Geld mehr hat und eine sofortige Nothilfe vom Bund benötigt.

Arnold Schwarzenegger schrieb in seinem Brief an Henry M. Paulson am Donnerstag, alarmiert durch die fortlaufende Finanzkrise, benötigt der Bundesstaat einen Notkredit in Höhe von $7 Milliarden innerhalb von Tagen.

Draufklicken um zu vergrössern

Die Warnung kommt weil Kalifornien keine flüssigen Mittel mehr hat um seinen täglichen Verpflichtungen nachzukommen, und nicht in der Lage ist, einen kurzfristigen Kredit zu bekommen um flüssig zu sein.

Kalifornien ist der grösste Bundesstaat von einigen anderen, die in den USA aus dem Anleihenmarkt wegen der globalen Kreditklemme ausgeschlossen sind. Wenn der Staat nicht sofort Geld bekommt, sagen Regierungsbeamte, um Schulen und andere öffentliche Institutionen zu bezahlen, müssen diese geschlossen und die Angestellten entlassen werden.

Die Pläne einiger anderer Staaten und Kommunalbehörden in den letzten Tagen Geld zu leihen, sind durch die Kreditkrise verworfen worden. Neu Mexiko wurde gezwungen eine $500 Millionen Anleihe zu verschieben, Massachusetts ebenfalls mit einer $400 Millionen Anleihe, und Maine überlegt sich Strassenprojekte zu stornieren, die mit Anleihen finanziert werden sollten.

Kalifornische Finanzexperten sagen, sie können sich nicht daran erinnern, dass der Bundesstaat jemals einen Notkredit dieser Grössenordnung von der Bundesregierung anfragen musste.

" Wenn es keine Lösung zu dieser Finanzkrise gibt," schreibt Schwarzenegger in seinem Brief per E-Mail an Paulson, " dann werden Kalifornien und andere Staaten nicht in der Lage sein die notwendige Finanzierung bekommen, um die Regierungsaufgaben aufrecht zu erhalten und gezwungen sein, sich an die Bundeskasse für einen kurzfristige Finanzierung zu wenden."

Das Geld muss bis zum 23. Oktober auf den Konten des Staates sein, um die fälligen $3 Milliarden an die 1'000 Schulbezirke zahlen zu können.

Matt David, Schwarzeneggers Kommunikationsdirektor sagte " Kalifornien ist mit dem Potenzial eines perfekten Sturms konfrontiert, welcher durch die Kreditkrise sich auf die Liquidität auswirkt, dann niedrigere als geplante Einnahmen, und unser verspätetes Budget. Der Gouverneur unternimmt Schritte um für dieses Szenario vorbereitet zu sein, um sicherzustellen, dass der Staat seine kritischen Zahlungen durchführen kann."

Aber diese Zahlungen werden nicht ausgeführt werden, wenn der Staat nicht routinemässig Borgen kann. Zur Zeit " ist das Kreditfenster geschlossen, und wenn es geschlossen bleibt, dann haben wir ein grosses Problem," sagte ein Regierungsbeamter, der nicht genannt werden wollte, wegen der heiklen Verhandlungen mit Washington. [Link] [Cache]
Handelsblatt: Die neoliberale Variante der Meinungsfreiheit
10/04/2008 02:36 AM

Ganz im Sinne des Meinungstankers INSM interpretiert das Handelsblatt “Freiheit”, im besonderen die der Meinung. Es soll nicht frei sein, was nicht den Kotau vor dem Eigentum leistet. Diese ideologische Pervertierung des Freiheitsbegriffs habe ich bereits an anderer Stelle diskutiert. Jetzt schlägt ein Verlag zu, der es für “Journalismus” hält, eine Meinung seines Autoren zu unterdrücken, nachdem sie bereits veröffentlicht wurde.
An der Blogbar ist zu lesen, was Harald Uhlig widerfuhr und warum er ganz folgerichtig sein Blog schließt. Dieser Frontalangriff auf die Meinungsfreiheit belegt in unüberbietbarer Deutlichkeit, wie weit der Journalismus hierzulande heruntergekommen ist. Wer nicht vorauseilenden Gehorsam leistet, soll mundtot gemacht werden. Dieser Fall wird mehr Aufmerksamkeit erregen, als der Artikel ohne die Attacke des Verlags auf seinen Autoren je hätte bekommen können. Ob diese strunzdumme Maßnahme einer diktaturwürdigen Unterdrückung sich dennoch auszahlt, wird sich zeigen. Sie ist ein Präzedenzfall des korrupten Geschäfts mit der öffentlichen Meinung. Wie weit dieser Skandal über die Blogosphäre hinaus Wellen schlagen wird, ist eine Frage. Eine andere ist die nach der Macht einer Gegenöffentlichkeit. Harald Uhlig ist kein Niemand, den man einfach kaltstellen kann. Er hat nicht die Macht einer Holtzbrinck-Verlagsgruppe, nicht die der Mohns oder Springers. Er hat nur eine Stimme, die sich Gehör verschaffen kann und wird.
Die Brutalität, mit der der politisch-publizistische Komplex derzeit zu Werke geht, zeigt uns einmal mehr die Grenzen auf. Was bleibt, ist die Hegemonie über eine Freiheit, die sich auf die Suche nach der Wahrheit beruft, anstatt sie der herrschenden Ideologie zu übereignen. Darin besteht die Macht der Gegenöffentlichkeit. Sie ist einmal mehr gewachsen. Machen wir das Beste draus.

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elementarteile: Terrorist hatte sogar Rückflugticket!
10/04/2008 01:15 AM

Es wird immer schöner mit den furchtbaren Terroristen, erst nimmt er einen Liebesbrief seiner Verlobten mit auf eine Reise und dann:

Die im Haftbefehl aufgeführten Indizien seien “nicht ausreichend” für eine Festnahme gewesen. So sei der im Gepäck von Omar D. gefundene Abschiedsbrief lediglich ein etwas schwülstig geschriebener Liebesbrief von dessen Verlobter gewesen. Das Paar wolle heiraten und habe daher erst kürzlich die nötigen Papiere beim Standesamt beantragt. Entlastend ist nach Ansicht des Anwalts auch, dass Omar D. ein Rückflugticket besaß und vor seinem Abflug noch seinen Wintersemesterbeitrag für die Uni im niederländischen Enschede bezahlte.

Alles nur zur Tarnung!1!! Garantiert! Das muss ein ganz perfider Selbstmordattentäter sein! Zum Glück hat er anscheinend noch kein Testament gemacht, dass hätte ihm ja wiederum angelastet werden können…

uuuhh Moment! Ich werde meins gleich vernichten, dann geht die Mutter meines Kindes zwar leer aus, aber ich lande nicht in irgendeinem Knast wenn ich in den Urlaub fliege und einen Brief von ihr dabei habe…

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ISLA: Ungetarnt
10/04/2008 01:11 AM
Die US-amerikanische Anti-Defamation League (ADL) berichtet von einer -aufgrund der Finanzkrise- anwachsenden Flut von antisemitischen Kommentaren in Diskussionsforen, die mit Wirtschaft und Finanzen zu tun haben. Seit der Pleite von Lehman Brothers würden tausende von Beiträgen in Foren gepostet, die sich gegen Juden richten und sie für die gegenwärtige Krise verantwortlich machen.

Das gilt auch für deutsche Foren und Blogs. Ich erspare mir hier die Links. Den letzten Beitrag gesehen inklusive Google-Video - natürlich versehen mit dem Namen Rothschild und dem üblichen Zinsvorwurf - in einem hobbypsychologischen Blog zum Thema Autismus, dessen Beiträge gerne garniert werden mit ganz und gar nicht pauschal urteilenden Aussagen. Eliten (Sind das die mit dem Uni-Abschluss?) sind Autisten, Künstler sind Autisten und nicht kreativ sondern behandlungsbedürftig, und alle traumatisierten Nachfahren der traumatisierten Holocaust-Opfer werden zu Tätern. Womit die hobbypsychologische Begründung gegeben ist, sich der Nachfahren der Holocaust-Opfer besonders intensiv anzunehmen. Oder sollte ich hier besser sagen: sie nicht aus den sehr scharfen Augen zu lassen?[Link] [Cache]
scusi!: „Schäuble schlimmer als Mielke , Plattenbau hatte auch Vorteile "
10/04/2008 12:18 AM
rhbl

" Rote Fahnen, 1. Mai,
ich war auch dabei,
blecherne Schalmei,
Weltfriedenstraum vorbei
Wandlitz-Villa frei."


Hätte Angela Merkel dieses flotte Liedchen der DDR-Bänkelsänger Duo Sonnenschirm anstelle der Heinrich Heine Einlage von Ulrich Tukur (Oberstleutnant Anton Grubitz im Leben der Anderen) gesungen, wäre das Hamburger Hafentheater zum Tag der deutschen Einheit vielleicht nicht ganz so herabwürdigend für die ehemaligen Bewohner des Paradieses der Werktätigen verlaufen. Aber so dezidiert möchte Frau Merkel heute nicht mehr über die Details ihrer berufliche Laufbahn in der DDR reden.

„Die Bundeskanzlerin sagte vor Beginn des Festaktes, junge Menschen müssten stärker mit der einstigen deutschen Teilung vertraut gemacht werden. Viele hätten die Mauer (d.h. die Diktatur, d. Verf.) nicht mehr erlebt. Deshalb sei es wichtig, die Teilung des Landes im Geschichtsunterricht zu vermitteln. Auch persönlich habe sich für sie durch den Mauerfall viel verändert" (Berliner Zeitung).

„Ich denke, es ist ein gutes Zeichen, dass ich aus den neuen Ländern heute Bundeskanzlerin für ganz Deutschland bin".

Der drohende Zusammenbruch der kapitalistischen Weltführungsmacht USA, das Überschwappen der amerikanischen Finanz- und Demokratiekrise nach Europa, die fortwährende Demütigung der Ossis durch arrogante Westpolitiker und die immer noch doppelt so hohe Arbeitslosigkeit haben die Ostalgie in den fünf neuen Ländern weiter verstärkt. Der Zuspruch für die Partei Die Linke im Lande ist rasant gewachsen.

Die großkoalitionär-führenden Berliner Politiker hielten es deshalb für geboten, im medialen Rahmenprogramm des Hamburger Festakts den freiheitlichen Charakter der westlichen Demokratie propagandistisch besonders herauszustellen. Weil der Berliner FU-Professor Klaus Schröder gerade herausgefunden hat, dass Schüler besonders wenig über die "Diktatur des Proletariats" in der DDR wissen, wurde in den letzten Tagen in nahezu jedem politischen Rundfunkfeature und in jeder Heute-Sendung des ZDF, in fast jedem Zeitungsartikel auf den Zwangscharakter des kommunistischen Systems hingewiesen. So plump und primitiv, dass es allen schon aus den Ohren rauskommen musste.

Das Politbüro des ZK der SED hat es mit seinem Propagandaapparat (ADN) zu seiner Zeit kaum anders gemacht. So verspielt man/frau das in der Krise der Demokratie besonders wichtige Vertrauen. Die peinlichen gegenseitigen Herabwürdigungen auf dem westdeutsch-ostdeutschen Diwan sollten endlich aufhören. Das innerdeutsche Gezänk dient nur den finanzkräftigen Deutschenhassern im In- und Ausland, die den Deutschen nicht wohlgesonnen sind.

Was bei diesen Gelegenheiten von allen immer verschwiegen wird ist der mörderische Druck des hier für uns vorbereiteten "nuclear theater", erst der massiven atomaren Vergeltung, dann die US-Pläne der nicht weniger verheerenden selektiven Atomwaffeneinsätze auf dem deutschem Atomfriedhof bei Kriegsausbruch, der vierzig Jahre lang bis 1989 auf den beiden Frontstaaten BRD (NATO) und DDR (WP) lag. Die Planer leben noch.

Je höher der Druck auf den Außengrenzen eines Staates lastet, um so polizeistaatlicher verhält er sich notgedrungen in seinem Inneren. Niemand erinnert sich in der Bundesrepublik gerne an die "Bleierne Zeit" des Baader-Meinhof Terrorismus. Aber im Rahmen der Fahndung sind auch hier Unschuldige erschossen worden. Was in Stuttgart-Stammheim passierte ist bis heute nicht geklärt. Wer im Westen ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

Als erstes bekam Prof. Schröder die Reaktion des Volkes auf seine Veröffentlichung zu spüren. Demnach ist in der früheren DDR doch nicht alles schlecht gewesen. Waschkörbeweise erhielt Schröder nach eigenem Bekenntnis im Deutschlandfunk (DLF) Zuschriften, der Überwachungs-IM Schäuble sei ja noch schlimmer als der Mielke.

West-Journalisten hörten von den Ossis auf einmal recht deutlich ein Lob bestimmter DDR-Errungenschaften wie dem flächendeckend-patenten und preisgünstigen Gesundheitssystem, den überragenden sportlichen Erfolgen (wenn auch teils mit Doping erkauft) oder dem patenten Schulsystem der Polytechnischen Oberschulen, wo nur 18 bis 24 Schüler in einer Klasse waren. Da erzählten Arbeiter von guter Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen, Mieter berichteten von niedrigen Mieten und wiesen darauf hin, dass das Plattenbau-System auch Vorteile gehabt habe: „Ich brauchte meine Auslegeware beim Umzug nicht neu zuschneiden, alles hat komplett wieder gepasst". (In welchem Zustand heruntergekommene Altbauten wegen der niedrigen Kapitalrendite am Ende waren, soll nicht unerwähnt bleiben.)

Selbst Bundespräsident Köhler musste in seiner Rede einräumen, dass er bei seiner Wanderung an der Unstruth auf Selbstbewusstsein in der DDR gestoßen sei: „Es gab in der DDR Glück nicht wegen sondern trotz der DDR-Diktatur". Immerhin räumte mit ihm ein westdeutscher Spitzenpolitiker zum ersten Mal bei diesem Akt ein, dass der Westen schwere Fehler gemacht hat: „Praktisch war es unmöglich, im Vereinigungsprozess immer genau zu wissen, was die richtige Entscheidung ist. Deshalb wollen wir nicht länger so tun, als sei alles immer nur richtig gewesen".

Schade, dass Lafo in Hamburg nicht dabei war. Der hätte geantwortet, dass er es auch nicht für möglich gehalten hätte, dass soviel falsch gemacht worden wäre. Lafontaine, der die komplette Zerstörung der DDR-Wirtschaft auf einen Schlag durch den überstürzten Währungsumtausch (1:1) vorausgesehen hatte und für einen abgestufen Übergang plädiert hatte, wurde am 25. April 1990 von einer "Geisteskranken" fast erstochen und brauchte eine Weile, um wieder auf die Beine zu kommen.

Da hatten die westdeutschen Wirtschaftsbosse vom BDI/BDA das "Fenster der Gelegenheit" via Helmut Kohl schon genutzt und die ostdeutsche Konkurrenz flächendeckend über den falschen Wechselkurs plattgemacht. Ostdeutsche Maschinen, die meist nicht viel schlechter, oft sogar besser als die westdeutschen Maschinen waren, konnten von einem Tag auf den anderen weltweit nirgendwo mehr verkauft werden. Für die Folgen zahlen die kleinen Leute in ganz Deutschland seit 18 Jahren und werden wohl auch noch weitere 20 Jahre dafür einstehen müssen, bis die Verhältnisse in Ost und West angeglichen sind.[Link] [Cache]

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