Wednesday, February 25, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-13

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-13


Radio Utopie: CALL FOR HELP! SUPPORT BARRIERE LAKE ALGONQUINS AGAINST QUEBEC POLICE ATTACKS, ARRESTS, BEATINGS, HUMAN RIGHTS ABUSES
10/13/2008 11:35 PM

Indigenist Intelligence Review

Article by Mohawk Nation News
Photos: Barriere Lake community

Oct. 12, 2008. On Monday, October 6, 2008, the Algonquins of Barriere Lake had enough and blocked Highway 117 in Northern Quebec. They want Canada and Quebec to live up to the “trilateral agreement” signed in 1991 between the 3 parties. The Algonquins have a right to sustainably develop and co-manage their traditional territories and to have a share in resource revenues. Canada and Quebec obviously believe in stealing but not sharing. Isn’t that the “slippery slope” that multinational corporations are sliding into right now? They refuse to comply with the agreement which would save the environment.

Rotten to the core, Canada and Quebec responded to the blocked road by sending in almost 100 Quebec police, some fully-equipped riot police, to attack the Algonquins to get out of negotiations. Tear gas was shot into a group of youth and elders. One canister hit a handicapped person in the chest. Nine people, including; an elderly women, a pregnant woman, and two minors, were arrested. Severe “pain compliance” techniques were used on peaceful men, women and children who had secured themselves to concrete-filled barrels. The cops twisted their arms, dislocated their jaws, left them with bruised faces and sore necks and throats from the tear gas.

The Algonquins of Barriere Lake intend to demonstrate until Canada’s Conservative government and Quebec honor signed agreements and Barriere Lake’s leadership customs.

Allies and supporters are needed as witnesses. From Montreal: Take #15 North to St. Jerome where it turns into #117; drive north past Mt. Laurier and 1 hour after Grand Remous to LaVerendrye Park; turn right on “#362 km” sign; drive 8 kms to the community of “Rapid Lake”. Needed are camping equipment, food, phone cards, cameras; volunteers, equipment and everything necessary for makeshift schools. See contacts at end.

To view the video of the brutal police attack, go to www.barrierelakesolidarity.blogspot.com.

In 1996, Indian Affairs tried to hijack the agreement by sneakily replacing the legitimate chief and council with their outside nominees [sort of creating "New'gonquin appointees] to stop the agreement.

Algonquins, who are not part of the colony of Canada, do not come under the Indian Act. Elders nominate eligible leaders who are then approved, by consensus if possible, in assemblies. Participation is open only to those who live in the community, speak the language, and have knowledge of and connection to the land. Since they rejected the colonial “implants”, the majority have been deprived of employment, education and social assistance. Electricity is being run by local generators. The parents of more than half of the children refuse to send them to Indian Affairs funded schools. The reason is because the curriculum, no Indigenous language instruction and no say in the running of the school. Volunteer community members are educating the children. They need school and food supplies. There are no phone lines. They subsist on bush food and donations. This sounds like Kanehsatake. We wouldn’t be surprised if the same players are involved in Barriere Lake. See the list of slimy bureaucrats at end of this article.

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Kirchensumpf: Alimente auf katholisch
10/13/2008 11:21 PM

Der Jesuitenordens St. Georgen in Frankfurt am Main verweigert seinen Mitgliedern Unterhaltszahlungen an leibliche Kinder und Kontakt mit ihnen. Vor der katholischen Hochschule des Jesuitenordens protestieren Menschen mittels Sitzstreik dagegen, daß mehr als 3000 Kinder und Frauen katholischer Priester diskriminiert werden. Sie fordern eine Entschädigung und eine Entschuldigung dafür, daß der Orden – wie in vielen anderen Fällen auch – aktiv in ihre Familie eingegriffen hat. Man hat verhindert, daß die damaligen Väter, zu ihren Frauen und Kindern normalen Kontakt haben konnten. Ihnen wurde untersagt, Unterhalt zu zahlen. Man hat dafür gesorgt, daß die Kirche sein Erbe erhält. Im Münchner Provinzialat versucht man sich herauszureden, in Deutschland habe man nichts zu entscheiden. Sie müßten es besser wissen. Alle im Orden führend Tätigen schwören die gleichen Eide. Es gibt eine inhaltliche Einheit. Der Kreisverband der Linkspartei hat die Kirche aufgefordert, im Umgang mit Priesterfamilien die gültigen Gesetze zu achten. Eine andere Partei hat sich bisher nicht gewagt, dafür einzutreten.

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Die Kuchentester: Wochenendrückblick
10/13/2008 11:06 PM
So, Kuchenjunkie ist zurück aus Berlin. Ein erreignisreiches Wochenende liegt hinter mir.

Ein kurzes Resümee der Demonstration gegen die Vorratsdatenspeicherung "Freiheit statt Angst":

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Das Wetter war auf der Seite der Veranstalter und so kommen weit mehr Menschen, um gegen den Überwachungswahn zu demonstrieren, als die Veranstalter zu hoffen gewagt hatten.

Die ganze Demonstration verlief absolut friedlich. Das habe ich mir gegen Ende der Demonstration um ca. 18.00 Uhr von zwei anwesenden Polizisten bestätigen lassen. Das wurde in der Presse teilweise anders kommuniziert. Die BZ am Sonntag "berichtete" in ihrer Ausgabe vom 12.10.2008 unter der Überschrift " Ausschreitungen bei Datenschutz-Demo: Mehrere Tausend Menschen haben gestern in Mitte unter dem Motto Freiheit statt Angst ... für mehr Datenschutz demonstriert. Der Zug ging vom Roten Rathaus zum Brandenburger Tor. Es kam zu Ausschreitungen zwischen Fußballfans und Antifa-Aktivisten. Die Polizei nahm mehrere Personen fest."

Diese Art der Berichterstattung ist tendenziös und nicht mit dem vereinbar, was ich unter objektivem Journalismus verstehe. Die Polizei sprach von 15.000 Teilnehmern. Der Veranstalter von 50.000 Teilnehmern. Ich kann das nicht genau abschätzen, da dies schwierig ist, wenn man selbst mitläuft und keinen Überblick hat. Aber es könnten 30.000 oder 50.000 gewesen sein. Angesichts von meiner Meinung nach mindestens 30.000 Teilnehmern wirkt die Angabe "mehrere Tausend" marginalisierend. Andere Medien verwendeten daher die Formulierung "mehrere Zehntausend".

Zu Ausschreitungen kam es wie gesagt nicht. Wenn sich irgendwelche Idioten irgendwo kloppen wollen, ist dies kein Grund das Anliegen der friedlichen Demonstranten zu desavouieren und einen künstlichen Zusammenhang herzustellen. Ohne diesen negativen Touch wäre wahrscheinlich erst gar nicht über die Demonstration berichetet worden. Aber was soll man auch von einem Blatt aus dem Springer-Verlag anderes erwarten?

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hier ist ein Video:



Auch andere Zeitungen haben so ihre Probleme mit der Berichterstattung. Manche Zeitungen berichten erst gar nicht. Selbst wenn berichtet wird, versucht man den Erfolg den Etablierten zuzuschustern. In einem Artikel hieß es, die Grünen oder die FDP seien die Initiatoren der Demostration gewesen. Um es klar zu sagen: Der Veranstalter und Initiator war der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat). Warum etablierte Parteien, die in Bund und Ländern in den Parlamenten sitzen und diesen Gesetzesmüll verhindern könnten, sich erdreisten, sich unter diese Demonstration zu mischen, erschließt sich mir nicht.

Neutral, wenn auch knapp, berichet der Tagesspiegel. Bei Heise ist das Ganze etwas ausführlicher. Ziemlich nah dran, objektiv und zu recht teilweise demonstrationskritisch
ist indymedia. Den dort beschriebenen Einsatz der Polizei habe ich auch am Rande mitbekommen. Es kam aber -wie gesagt- zu keiner Eskalation oder Ausschreitungen. Schließlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Polizei eine friedliche Demonstration vor Störern schützt.

Fazit: Es war ein toller Tag und ich bin mir sicher, dass die Demonstration nächstes Jahr noch größer wird, es sei denn, der größte Rollstuhlfahrer aller Zeiten (GröRFaZ) kommt mit einem Panzer dazwischen.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Am Alexanderplatz gibt es kein vernünftiges Kuchen-Café. Vielleicht nächstes Jahr?

Euer Kuchenjunkie


PS: Volker, ich hoffe, Du hast Dein Portemonnaie und Dein Handy wieder gefunden. Mail kommt.[Link] [Cache]
ISLA: Für die Afghanen, nicht für Bush
10/13/2008 10:35 PM
"Gohar Schad und die heutigen starken Frauen von Afghanistan, auch sie sind ein Grund, warum wir Afghanistan nicht im Stich lassen dürfen." (via)[Link] [Cache]
Die Kuchentester: Informationen zum deutschen Banken bailout
10/13/2008 10:32 PM
Nur kurz, weil ich noch keine Zeit für Recherche hatte:

Beim BMF findet man das Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der Finanzmärkte (Link). Die Funktionsweise wird mittels einer Grafik (Link) dargestellt. Auch den Gesetzeswortlauf (Link) findet man dort.

Nachtrag:

Jetzt ist von stärkerer Regulierung der Banken die Rede. Da muss mal ausgemistet werden und so. Wie das aussieht, wenn bei bei einer Bank, die vom Personal gegen die Wand gefahren wurde, aufgeräumt wird, kann man bei Zeitenwende sehr schön nachlesen. Leute, ihr werdet am Nasenring durch die Arena geführt.[Link] [Cache]
SaarBreaker: Googles Bildersuche gefährdet?
10/13/2008 10:09 PM

Googles Bildersuche steht ja schon länger in der Kritik, die illegale Verwendung von urheberrechtlich geschützte Bildern zu unterstützen, weil Google diese im Netz öffentlich zugänglich macht.

Nun hat das Landgericht Hamburg Google verboten, fünf urheberrechtlich geschützte Comiczeichnungen im Netz frei zugänglich zu machen. Und ich dachte immer, Comiczeichner wollen uns zum lachen bringen. Dem ist wohl nicht so :-(

Das Landgericht Hamburg begründet seine Entscheidung damit, dass Google die ausschließlichen Nutzungsrechte des Klägers verletzt hat.

Hoffentlich wird daraus keine Klagewelle gegen Google.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Tammox: Bedauernswerte Berliner Christen.
10/13/2008 09:48 PM
Oder: Warum ich Atheist bin - Teil 4731 (gefühlt)

Die Berliner Landes-CDU ist ein solcher Sumpf, daß Mutter Angela beim besten Willen niemanden mehr finden konnte, der diese selbsternannten christlichen Politiker anführen mag.
Schon lange gilt der Landesverband als das Gespött der Bundesrepublik - so kleinkariert, korrupt und kaputt, daß selbst Kabarettisten nur noch kläglich gucken.
Die SZ überschrieb ihren diesbezüglichen Kommentar mit „ der Wurstbuden-Duft bleibt".
Die Partei läge am Boden, es gäbe weder Botschaften noch Hoffnungen. Hier helfe nur noch das „Eskalationsprinzip: Abwarten, bis alles implodiert und dann ganz von vorn anfangen."

Manch ein deprimierter christlicher Politiker mag sich an den alten Lehrsatz „Not hilft glauben" erinnern und Trost in der Kirche suchen.
Aber auch das ist in Berlin nicht unbedingt eine gute Idee, wie die Gottesdienstbesucher der Himmelfahrtskirche in der Weddinger Gustav-Meyer-Allee am Wochenende erleben mußten.
Ganz nach amerikanisch-evangelikalen Vorbild brachte gestern Morgen ein 50-Jähriger Betender, Aho I. auch eine geladene Pistole mit und missverstand die Passage „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" offenbar ein wenig.
BILD: " „Ich bring dich um", schreit der Angreifer – und richtet die Pistole auf seinen Schwanger."
Sein Nächster, war nämlich in diesem Fall sein 47-Jähriger Schwager, den er dringend erschießen wollte.
Ein bißchen Attentat-Action am morgen konnten den versammelten Christen aber nicht die Stimmung verderben - sie sprangen auf den Mörder in spe, rangelten raufend durch die Reihen und entwaffneten den Rüpel:
Erst die Knarre und dann auch noch ein paar Messer, die der Fromme Fünfzigjährige mit sich führte.
Den Zwischenfall nahmen die Berliner Beter also durchaus zur Kenntnis, ließen sich aber nicht aus dem Konzept kegeln und stellten den Störer einfach draußen ab.
Als die perplexen Polizisten eintrafen, war der wilde Weddinger inzwischen verschwunden.

Der indignierte Irre wurde am nebeligen Nachmittag in seiner Wohnung wartend verhaftet.[Link] [Cache]
Freie ArbeiterInnen Union: Veranstaltungen zur Frankfurter Buchmesse
10/13/2008 09:39 PM
Jedes Jahr wird auf der Frankfurter Buchmesse tonnenweise frisch bedrucktes Papier pr?sentiert. Der Initiativkreis ?GEGEN BUCH MASSE? will linken Autor?Innen und Verlagen ein Forum f?r kritische Gedanken bieten. Auch Verlage aus dem Umfeld der FAU nehmen mit Lesungen teil. Das Programm 2008 gibt es als PDF Download: gegenbuchmasse2008_screen.pdf Initiativkreis ?GEGEN BUCH MASSE? Eintritt zu allen Buchvorstellungen frei! Spenden sch?rfstens erw?nscht! info[a]gegenbuchmasse.de[Link] [Cache]
Noch einmal: Adam Smith und Karl Marx
10/13/2008 09:23 PM

Es gibt diverse konservative, bürgerliche Ansätze, Marx zu kritisieren. Die aggressive Variante sieht in ihm einfach einen Zerstörer bürgerlicher Werte. Über das intellektuelle Niveau dieser Marx-Kritik müssen wir kein Wort verlieren. Es gibt aber auch eine sympathisierende Variante, ich nenne sie immer die es-klappt-nur-leider-nicht-Variante. Sie erklärt, mit Thomas Hobbes, den menschlichen Egoismus für unaufhebbar und sieht Marx´ Vision einer klassenlosen Gesellschaft mit vergesellschafteten Produktionsmitteln für ´im Grunde richtig, aber leider irreal´ an.

Nun können es mir auch überzeugte Marxisten nicht verargen: Diese Kritik hat natürlich vordergründig schon einiges für sich. Scheinbar sogar die Geschichte.

Was viele nicht bedenken: Nicht nur Marx hatte eine Vision, Adam Smith hatte ebenso eine, und sie ist ebenso problematisch: Seine Vision vom freien Markt, der durch Handel und Wandel schlussendlich auch dann und häufig gerade dann, wenn die in ihm Agierenden ihre Eigeninteressen verfolgen, die allgemeine Wohlfahrt mehrt, Ausgleich fördert, Freiheit garantiert. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang natürlich das Wort "häufig". Wir wissen inzwischen (und wussten es auch vor dem September 2008), dass Smiths Vision auf mindestens ebenso tönernen Füssen steht wie Marx´. Smith macht ausgiebig Gebrauch vom moral sense in seinen ökonomischen Analysen; man kann das per heute vielleicht die Idee vom "ehrbaren Kaufmann" nennen. Schon Smith sah jedoch, dass die Ehrbarkeit des Kaufmanns im Rahmen eines freien Marktes naturgemäß nur schwer einklagbar ist um den Preis des Verlusts eben dieses freien Marktes. So hat Smith zB das Kartell-Problem sehr wohl gesehen - in dieser Deutlichkeit vermutlich als erster -, sich aber Kartellgesetzen verschlossen.

Dass der derzeitige Kapitalismus die Wohlfahrt aller befördert, wird man nur unter beträchtlichem Propagandaaufwand behaupten können, und damit spiele ich jetzt wirklich nicht auf die Finanzkrise an, ich sage das seit eh: Trotz massiver Zunahme von Produktivität klafft die Schere immer weiter auseinander, auch in entwickelten Staaten. Unter einem trickle-down-Effekt stelle ich mir etwas anderes vor.

Philosophisch ist das ganze ein dialektischer Treppenwitz, leider ein Ernster: Das - zumindest de facto und derzeit - scheinbar unschlagbare Argument gegen Marx (der Mensch sei nun mal ein Egoist, peng), mit dem der Marktliberalismus sich selber in Stellung bringt und sich legitimiert, weil seine marktliberale Sicht eben diesem Egoismus Geltung verschaffe...schlägt um in ein Argument gegen den Liberalismus. Denn es ist genau dieser korrekt beobachtete Egoismus, der Smiths Vision vom fairen Markt ehrbarer Kaufleute gleich wieder zerstört! Ein Kapitalist ist kein ehrbarer Kaufmann - nicht deswegen, weil er persönlich ein schlechter Mensch ist (vermutlich ist er das gar nicht) - sondern deswegen, weil er nicht ehrbar sein darf im Konkurrenzkäfig, um den Preis des Untergangs. Natürlich kungel ich mit Politikern, wenns hilft. Natürlich kungel ich mit korrupten Gewerkschaftern, wenns hilft (nein, ich meine jetzt nicht meinen ver.di-Kollegen Hansen von transnet, ich weiß jetzt auch nicht, warum mir dessen Name in den Sinn kommt...). Natürlich kungel ich in Kartellen, wenns hilft.

Intuitiv weiß ich bis heute nicht, für wen ich mich entscheiden soll. Soziale Sicherheit und Solidarität sind wichtige Werte, aber wesentlich finde ich, von keinem Gemeinschaftsrohrstock unter Kuratel gestellt zu werden. Indessen verfolge ich, soweit ich weiß, keine asozialen Ziele... Soweit ein paar versteckte Bemerkungen über Marx und Smith. Wenns denn hilft...

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ISLA: No title
10/13/2008 08:34 PM
Starhawk
Meltdown Strategies: A Few Short Lists[Link] [Cache]
Bedeutungswirbel: Finanzhomöopathie
10/13/2008 07:51 PM

Homöopathie ist die Behandlung von Symptomen mit genau den Mitteln, die diese Symptome hervorrufen.

Eine der Ursachen der Finanzkrise ist unbestritten, dass Kredite ohne jede Sicherheit vergeben wurden.

Die Staaten bürgen jetzt für Kredite ohne jede Sicherheit oder kaufen faule Kredite ohne Sicherheit auf.

Homöopathie ist übrigens nachgewiesenermaßen unwirksam.

Das einzige was an dieser Therapie der Finanzkrise nicht homöopathisch ist, ist die Dosis. Homöopathische Medizin in nicht-homöopathischer Dosis ist meistens giftig.

Aber auf mich hört ja wieder kein Schwein.

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scusi!: Ranicki lebt – und Haider musste sterben
10/13/2008 07:49 PM
rhbl

Das kann ja haider werden, dachte ich mir, als ich Thomas Gottschalk bei Schmidt & Pocher dabei erwischte, wie er sich mit den beiden Komödianten am Vorabend der Verleihung des TV-Lebenswerk-Preises an Marcel Reich-Ranicki über den Karl May des deutschen Literaturbetriebs lustig machte.

Das frechste war wohl der Hinweis, dass alle, die den Fernseh-Lebenswerk-Preis kriegen, danach möglichst nie mehr im Studio aufkreuzen sollen.

Ranickis Sphirren werden ihm diese Beleidigung postwendend hinterbracht haben. Der 88-jährige Kandidat, ohnehin ein schwieriger Patient, erschien entsprechend geladen zur Preisverleihung und musste erst mal drei Stunden warten, weil er eigentlich als Letzter dran war. Gottschalks Laudatio für ihn riss auch keinen vom Hocker, glaubt man Elke Heidenreichs emotionalem Kommentar in der FAZ. Sie hätte es jedenfalls besser gemacht und hatte das auch in ihren häufigen Telefonaten mit dem Alten so besprochen. Sie durfte aber aus irgendwelchen Gründen nicht ran und äußerte sich dementsprechend abfällig („hirnlose Scheiße") über die jämmerliche Qualität des gleich auf mehreren Großbildschirmen Gebotenen. Prämiert wurden so unterhaltsame Sendungen wie „Deutschland sucht den Superstar"(RTL).

Der Kandidat Reich, der 1943 als Lagerinsasse im Warschauer Ghetto für die SS-Lagerleitung übersetzt und später als Agent der stalinistischen Geheimpolizei in Schlesien gearbeitet hatte, hat ja in seinem Leben schon einiges durchmachen müssen. Doch die stundenlange Warterei auf die Preisübergabe neben ZDF-Intendant Schächter und WDR-Intendantin Monika Biel in der ersten Reihe bei dieser Verblödungsarie der Fernsehleute war ihm zuviel und er empfand die Behandlung widerwärtig. Am Ende platzte er vor Wut und lehnte den Preis vor laufender Kamera ab. Der Eklat war da, pure Comedy. Dann erfolgte eine halbe Versöhnung. Seine Frau nahm das Ding, einen hässlichen Plexiglaswürfel nachher doch noch heimlich mit nach Hause.

Ranickis Medienschelte kommt etwas spät. Ranicki war Reich`s Deckname als "Kim Philby" des polnischen Auslandsnachrichtendienstes in London, wo er ein paar polnischen Emigranten zur unfreiwilligen Heimreise nach Warschau verhalf, wo einige Rückgeführte erschossen oder gehängt wurden.

Schon im Jahr des Mauerfalls, als Ranicki den Bambi-Kulturpreis erhielt, war das Niveau der westdeutschen Medien im Keller angekommen, köderte der Rundfunk nur noch die „Nebenbei-Hörer" mit „Ohrwurm-Musik". Selbst ARD und ZDF hatten aus Angst vor der privaten TV-Konkurrenz begonnen, das Niveau zu drücken, wie Mathias Greffrath 1986 („Kurze Rede über das Ende des Rundfunks als Anstalt für Öffentlichkeit") im Freibeuter schrieb.

Greffrath zitierte damals Orwell und Hitler. Orwell: „Die Musik, und wenn möglich sollte es dieselbe Musik für alle sein, ist das wichtigste Element. Ihre Funktion ist es, Gedanken und Unterhaltungen zu vermeiden"; Hitler: „Durch den Rundfunk wird der Gemeinde vorgesetzt, was ihr zuträglich ist: Musik unbegrenzt. Nur geistige Arbeit sollen sie nicht lernen".

Womit wir bei Jörg Haider wären, der Hitlers Konzentrationslager als Straflager verharmlost und der die Beschäftigungspolitik der Nazis als ordentlich eingestuft hatte, obwohl er in der Schule immer Klassenprimus gewesen ist und es eigentlich besser hätte wissen müssen. Schlimme Provokationen, für die er sich 1999 entschuldigt hatte. Was ihm natürlich in den Kreisen der Hinterbliebenen des Holocausts kaum jemand abgenommen hat.

So trauert man jetzt überwiegend nur in Kärnten über den „Unfalltod" des Landeshauptmanns, der mit 142 Sachen mit seinem fast nagelneuen Phaeton beim Überholen von der Straße abgekommen ist. Andernorts, in der NZZ (Ritterband), im Spiegel (Dambeck) oder in der taz (Misik), halten sich die Nachrufe auf Jörg Haider nicht an den Grundsatz, dass man über Verstorbene nur Gutes schreiben soll. Im Gegenteil, den übelsten Nachruf habe ich ausgerechnet in der guten alten NZZ gelesen, von einem gewissen Charles E. Ritterband.

Haider soll ja, so sagen einige Journalisten, die ihn persönlich gekannt haben, sehr sozial eingestellt gewesen sein. Er soll den Menschen, die in Kärnten in einer Notlage zu ihm gekommen sind, stets umgehend geholfen haben. Seine polarisierenden und provozierenden Äußerungen zur Nazizeit habe er gemacht, um Wähler vom rechten Rand mit populistischem Gerede einzufangen.

Wenn das richtig wäre, würden Misik oder Ritterband mit ihren gnadenlosen Haider-Hinrichtungen post mortem ziemlich falsch liegen. Der Wiener NZZ-Korrespondent Ritterband ist in Zürich und St. Gallen aufgewachsen, verheiratet und hat drei Kinder. Er hat Germanistik, Geschichte und Philosophie sowie Staatswissenschaften studiert. Den Doktortitel hat er in Staatswissenschaften mit der Bestnote an der Hochschule St. Gallen erlangt. Seit 1982 ist er Redaktionsmitglied bei der Neuen Züricher Zeitung. Ab 1983 war er „Auslandskorrespondent" in Jerusalem, Washington, London und Buenos Aires. Er hat Bücher zum Thema Menschenrechte, Sowjetunion und Nahost veröffentlicht und ist weiter Dozent für Medienwissenschaft und Journalismus an den Universitäten Wien, Innsbruck und Krems, sowie Fachhochschulen in Wien und Graz.

Was treibt so einen gebildeten Menschen wie Ritterband, der im Unterschied zu Haider aus einem wohlsituierten Ambiente kommt, dazu, so vom Leder zu ziehen? Das Internet liefert vielleicht die Lösung für dieses Rätsel. Ritterband hat nicht nur die Welt bereist, er hat auch Bücher geschrieben. Eine Veröffentlichung lautet: „Antizionismus - Antisemitismus: Nur ein neuer Name für ein altes Phänomen? Diagnose einer Polemik. In: Judenfeindschaft." Noch aufschlussreicher ist ein Artikel Ritterbands über Rechtspopulismus, den er im April 2003 in der Zeitschrift Internationale Politik: veröffentlicht hat: „Kärntner Chamäleon. Jörg Haiders Auf- und Abstieg in Österreich". In der Zusammenfassung heißt es: Von manchen Beobachtern fast als neuer Hitler verteufelt, von anderen als der frische Wirbelwind im bleiernen Österreich der Großen Koalition gepriesen: der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider beschäftigt seit Jahren Medien und Öffentlichkeit. Charles E. Ritterband, Wiener Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung, schildert das Phänomen Haider, das nur in enger Symbiose mit den Medien eine derartige Größe erreichen konnte, und sagt ihm voraus, dass es wohl seine Zukunft hinter sich hat."

Ritterband hat sich 2003 geirrt. Das Stehaufmännchen Haider hat es bei den letzten Nationalratswahlen in Österreich wieder zurück an die Spitze der österreichischen Politik geschafft. FPÖ und BZÖ hatten zusammen fast 30 % der Stimmen, an dem neuen starken Mann Haider führte bei der Regierungsbildung kein Weg vorbei. Schlimmer noch, angesichts der Finanzkrise hatte Haider am letzten Donnerstag schon ein eigenes Maßnahmenpaket
zur Konjunkturstabilisierung und Förderung der Beschäftigung geschnürt. So hatte Wien bereits grünes Licht für ein neues, 160 Mio. Euro schweres Konjunkturpaket für Kärnten gegeben. Zudem sollte es beschäftigungswirksame Förderungen für Kleinstbetriebe und die mittelständische Wirtschaft geben. Haider wollte als Finanzreferent außerdem das Budget für 2009 nochmals überarbeiten:

"Alles, was nicht direkt wirtschafts- und arbeitsmarktfördernd ist, werde er herausnehmen".

Das wäre ja ein richtiges Kontrastprogramm zu dem unserer neoliberalen Bundesregierung geworden, die mit unseren 470 Milliarden Euro nur den Bankern helfen will. Wobei auffällt, dass Gordon Brown in London nur ein Zehntel davon in die Hand nehmen will, um die englischen Banken zu retten. Sind demnach zehnmal mehr Ramschpapiere in deutsche Banken geschaufelt worden als in englische!

Es sollte noch schlimmer kommen. In seinem letzten Interview mit der Kleinen Zeitung forderte Haider sogar einen Sondergerichtshof für Wirtschaftsdelikte zur Bestrafung der Übeltäter, Auszug:

Kleine Zeitung: Hochbezahlte Manager haben die Misere verursacht. Reichen die Möglichkeiten, sie zur Verantwortung zu ziehen?

HAIDER: Wer mit anvertrautem Geld leichtfertig umgeht, muss die Folgen spüren. Wir brauchen eine strengere Managementhaftung, eine Änderung des Strafrechts und einen Sondergerichtshof für Wirtschaftsdelikte. Manager, die über Grenzen gehen, müssen mit ihrem Vermögen haften. Die sind ja nicht arm, die haben gigantisch verdient. Auch ist die strafrechtliche Verantwortung klarzustellen, dann müssen sie eingesperrt werden."

Vielleicht hat das Wort „Sondergerichtshof" ja vielleicht bei dem einen oder anderen aus der Szene Panik ausgelöst. Es geht ja bei den faulen Papieren inzwischen Verluste/ Schadenersatz in Höhe von mindestens 600 Milliarden, wenn nicht Billionen Euro.

Die Zeitschrift „ Internationale Politik", in der Charles E. Ritterband 2003 seine pessimistische Prognose zu Haiders Zukunft veröffentlichte, hat einen gewissen Schlapphut-Szene Geruch. Der kommt daher, dass man dort neben Veröffentlichungen von harmlosen Sicherheitsleuten wie Herrn Uhrlau über Terrorismus/Islamismus z.B. den aufrüttelnden Text des folgenden Autors findet: „Kenne dich – und kenne den Feind! von Rudolf Adam:

Seit dem Ende des Kalten Krieges haben sich Rolle, Funktion und Aufgaben der Nachrichtendienste fundamental verändert. Aber noch immer werden sie entweder verteufelt oder verklärt, umgibt sie der schillernde Nimbus alter Spionageromane. Ein nüchterner Blick tut deshalb not: Was können, was sollen die deutschen Dienste heute leisten – und was nicht?"

Hm!

Porschefahrer Haider war nach allem was wir wissen, ein sportlicher, sicherer Fahrer. Warum fuhr er so schnell? Und außerdem, vielleicht gab es ja doch einen kleinen Softwarefehler in der elektronischen Steuerung des Spurhaltesystems des drei Monate alten Phaeton. Was da beim Überholen wirklich passiert ist, am Wochenende, um 01:15 Uhr nachts in Klagenfurt, wir werden es vermutlich nie erfahren.[Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": Autor von Obama-kritischem Buch in Kenia festgenommen
10/13/2008 07:43 PM

Der Autor eines kritischen Buchs über den demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama ist in Kenia festgenommen worden. Der Amerikaner Jerome Corsi besitze nicht die notwendigen Papiere, um in Kenia Geschäfte zu machen, erklärte die Einwanderungsbehörde am Dienstag. Er sei deshalb in seinem Hotel in Nairobi verhaftet worden. Corsi wurde nach offiziellen Angaben zum Flughafen gebracht und sollte abgeschoben werden.
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Corsi ist Autor des Buches «The Obama Nation: Leftist Politics and the Cult of Personality». Darin bezeichnet er den Senator aus Illinois als gefährlichen Radikalen, der in seinem Herzen den tiefen Hass eines Schwarzen gegen alle Weißen hege. Er sei als Muslim aufgewachsen und später einer radikalen Kirche der Schwarzen beigetreten. Obamas Wahlkampfteam hat diese und ähnliche Aussagen als falsch zurückgewiesen.

Kenianischen Medienberichten zufolge traf Corsi in der vergangenen Woche auf Einladung einer Missionsanstalt in Kenia ein. Für sie habe er tägliche Presseerklärungen über die Sorge der Christen über den Islam schreiben sollen. Den Einwanderungsbehörden zufolge hätte er dafür eine vorübergehende Arbeitserlaubnis benötigt.
Obama ist in Kenia äußerst beliebt, zumal sein Vater, den er kaum kannte, aus dem afrikanischen Land stammte. Zahlreiche Verwandte des demokratischen Senators leben heute noch dort.

Tagged: corsi, obama
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Principiis Obsta: Kapitalismus in apokalyptischer Stimmung
10/13/2008 07:36 PM
von Walden Bello23.02.2008 — FSG / ZNet Eine apokalyptische Stimmung hat weltweit die obersten Etagen des Kapitals erfasst, während das globale Finanzsystem weiterhin implodiert. Diese Implosion ist nur die neueste Finanzkrise, die den globalen Kapitalismus plagt. Da das kapitalistische Wachstum zunehmend von Spekulationsblasen wie der US-amerikanischen Immobilienblase angetrieben wird, sind Finanzkrisen unausweichlich. Die zunehmend unkontrollierten Finanzbewegungen rühren aus der größer werdenden Kluft zwischen einer expansiven Geldwirtschaft und einer stagnierenden Realökonomie her. Diese „Entkoppelung" hat ihre Ursachen in den anhaltenden, durch Überproduktion oder Überkapazität erzeugten Trends zur Stagnation in der Realwirtschaft. Die Suche nach Profitabilität ist die Antriebskraft des Kapitalismus, bedeutende Profite können zunehmend nur aus Finanzspekulation erzielt werden und nicht aus Investition in die Industrie. Dies ist aber ein sprunghafter und instabiler Prozess, da die Abweichung zwischen momentanen finanziellen Indikatoren wie Aktien- und Immobilienpreisen und Realwerten nur bis zu einem gewissen Punkt wachsen kann, bevor die Realität reagiert und eine „Korrektur" erzwingt. Das Platzen der US-Immobilienblase ist eine solche Korrektur. Sie führt nicht nur zu einer Rezession in den USA, sondern zu einem weltweiten Rückgang, der dem beispiellosen Ausmaß einer Integration geschuldet ist, die durch eine von den Unternehmen angeführte Globalisierung gefördert wird. Es wird nicht einfach sein, durch Bildung einer anderen Spekulationsblase, wie zum Beispiel dem Griff zu „militärischem Keynesianismus", den Dynamismus wieder herzustellen.
„Wir müssen für die Sünden der Vergangenheit zahlen."
- Klaus Schwab, Gründer und Organisator des Treffens der [Wirtschafts-]Elite in Davos(San Francisco, 17. Februar 2008). In die Höhe schießende Ölpreise, ein fallender Dollar und zusammenbrechende Finanzmärkte sind die Hauptzutaten eines ökonomischen Gebräus, das mehr als nur eine gewöhnliche Rezession zufolge haben könnte. Der fallende Dollar und die steigenden Ölpreise erschüttern seit einiger Zeit die Wirtschaft weltweit, aber erst die dramatische Implosion der Finanzmärkte versetzt die Finanzelite in Panik. Kapitalistische Apokalypse?Und es herrscht Panik. Indem der Economist die tiefen, auf eine Senkung des Leitzinses um 1,25 Prozentpunkte hinauslaufenden Schnitte durch den Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, Ende Januar als Zeichen einer Panik charakterisierte, gab er zu, dass „das zweifelsohne ein erschreckender Moment ist". Die Verluste, entstanden aus uneinbringlichen Sicherheiten, die wiederum in von „subprime"-Kreditnehmern nicht bedienten Hypotheken angelegt worden waren, werden nun auf ungefähr 400 Milliarden US-Dollar geschätzt, aber, wie die Financial Times warnte, „die große Frage ist, was sonst noch dort draußen passiert" zu einer Zeit, da das weltweite Finanzsystem „gegen eine Katastrophe überhaupt nicht abgesichert ist". Was „dort draußen" bedeutet, wird von der Tatsache angedeutet, dass erst in den letzten paar Wochen eine Reihe von Schweizer, japanischen und koreanischen Banken im Zusammenhang mit subprime-Geschäften entstandene Milliardenverluste zugegeben haben. Die Globalisierung der Finanzmärkte war von Anfang an das entscheidende Merkmal des Globalisierungsprozesses, und es war immer illusorisch zu denken, dass die subprime-Krise [im weiteren US-Immobilienkrise; d. Ü.] auf die US-amerikanischen Finanzinstitutionen beschränkt werden könnte, wie einige Analysten gedacht hatten.Einige Schlüsselfiguren hörten sich eher an, als hätten sie sich einer Art Apokalypse ergeben, andere dagegen eher nur panisch. Auf der jährlichen einwöchigen Party der Weltelite Ende Januar in Davos hörten sich George Soros Worte definitiv wie ein Nachruf an, als er allen erklärte, dass die Welt Zeuge „des Endes einer Ära" sei. Der Gastgeber des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, sprach davon, dass der Kapitalismus bekomme, was er verdiene, als er sagte: „Wir müssen für die Sünden der Vergangenheit zahlen." „Nicht, dass das Pendel nun zum marxistischen Sozialismus hin ausschlägt", teilte er der Presse mit, „aber die Leute fragen sich, 'wo liegen wohl die Grenzen des kapitalistischen Systems?' Sie glauben, dass der Markt möglicherweise nicht immer der beste Mechanismus für Lösungen ist." Ruinierter Ruf und verfehlte PolitikWährend einige anscheinend die Nerven verloren haben, mussten andere zusehen, wie der Finanzkrach ihren Ruf und ihren Einfluss schmälerte.Als Chef von Präsident Bushs Wirtschaftsberatern führte Ben Bernanke 2005 den Preisanstieg auf dem US-Immobilienmarkt nicht auf Spekulationen zurück, sondern auf „starke ökonomische Grundlagen". Ist es also verwunderlich, fragen Kritiker, dass er, als Chef der Notenbank, den Zusammenbruch auf dem Immobiliensektor aufgrund der US-Immobilienkrise nicht vorhersah? Sein Vorgänger, Alan Greenspan, hat aber einen noch größeren Schlag erlitten, als er für einige seinen Status als Ikone verlor und zum Bösewicht des Stückes wurde. Diese führen die Blase auf seine aggressive Senkung des Leitzinses 2003 zurück, mit der die USA aus der Rezession geholt werden sollte, und darauf, dass er das Zinsniveaus über ein Jahr lang auf niedrigem Niveau hielt. Andere sagen, er hätte Warnungen bezüglich aggressiver, skrupelloser Kreditgeber ignoriert, die „zweitklassige" Kreditnehmer mit Hypothekendeals köderten, die diese sich niemals leisten konnten.Die Überprüfung von Greenspans Politik und das bisherige Scheitern von Bernankes Zinssenkungen zur Wiederankurbelung des Kreditmarkts haben ernsthafte Zweifel aufkommen lassen an der Effektivität von Geldpolitik zur Abwehr einer nun als unausweichlich angesehenen Rezession. Einigen gewichtigen Stimmen zufolge werden weder die Finanzpolitik noch eine Stärkung der Kaufkraft der Verbraucher etwas nützen. Das kürzlich vom Weißen Haus und dem Kongress als Anreiz verabschiedete 156-Milliarden-Dollar-Paket besteht zum größten Teil aus Steuerrückzahlungen. Dem New York Times-Kolumnisten Paul Krugman zufolge werden die meisten dieser Rückzahlungen an Leute gehen, die sie nicht wirklich benötigen. Tendenziell werden also die Rückzahlungen in einer unsicheren Zeit eher gespart als ausgegeben werden, was ihren Zweck, die Wirtschaft anzukurbeln, zunichte macht. Das Gespenst, das nun die US-Wirtschaft heimsucht, ist die japanische Erfahrung der 1990er Jahre und der ersten Jahren dieses Jahrzehnts, als das jährliche Wachstum nach dem Platzen der großen Tokyoter Immobilienblase Ende der 1980 Jahre bei Null lag und Deflation herrschte, trotz eines Ankurbelungspaketes nach dem anderen. Die unvermeidliche BlaseWährend die Suche nach den Schuldigen noch in vollem Gange ist, erinnern uns viele Analysten daran, dass man auf jeden Fall von Anfang an mit der Immobilienkrise hätte rechnen müssen. Die Frage war nur, wann sie ausbrechen würde. Wie es der fortschrittliche Wirtschaftswissenschaftler Dean Baker von dem Wirtschaftsforschungsinstitut Center for Economic Policy Research vor einigen Jahren in einer Analyse ausdrückte: „Die Immobilienblase wird platzen, wie die Aktienblase geplatzt ist. Sie muss eines Tages platzen. Wenn sie platzt, wird die Wirtschaft in eine schwere Rezession stürzen und unzählige Hausbesitzer, die sich nie vorstellten, dass Hauspreise fallen könnten, werden sich wahrscheinlich in großer Not befinden."Die US-Immobilienkrise war nicht ein Fall, in dem das Angebot die tatsächliche Nachfrage weit überstieg. Die „Nachfrage" wurde zum größten Teil durch manische Spekulation auf Seiten der Makler und Finanziers fabriziert, die von ihrem Zugriff auf Devisen, die in den letzten zehn Jahren die USA überschwemmten, in großem Stil profitieren wollten. Ín aggressivem Stil wurden Millionen Leuten sehr teure Hypotheken verkauft, die sich diese normalerweise nicht leisten konnten, indem man niedrige „Lock"zinsen bot, die später korrigiert wurden, um die Ratenzahlungen der neuen Hausbesitzer in die Höhe zu treiben. Diese Aktiva wurden dann mit anderen Aktiva in komplizierten Anlagevehikeln, so genannten „Verbriefungen" (CDOs) „gesichert", und zwar von den ursprünglichen Kreditgebern, die mit verschiedenen Ebenen von Mittelsmännern arbeiteten, die wiederum das Risiko unterbewerteten, um sie so schnell wie möglich an andere Banken und Investmentfonds los zu werden. Die in die Höhe schießenden Zinssätze lösten eine Welle von Zahlungsausfällen aus und viele der großen Banken und Investoren – darunter Merrill Lynch, Citigroup und Wells Fargo – standen auf einmal mit unsicheren Aktiva im Wert von Milliarden von Dollars da, die zuvor von ihren Ratingsystemen grünes Licht erhalten hatten. Das Scheitern der SelbstregulierungDie Immobilienblase ist nur die jüngste von ungefähr 100 Finanzkrisen, die in rascher Folge eingetreten sind, seit in den frühen 1980ern, zu Beginn der neoliberalen Ära, die aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise stammenden Kapitalkontrollen nach und nach aufgehoben wurden. Für viele Beobachter sind die nun aus einigen Ecken kommenden Rufe nach Einschränkungen für Spekulationskapital ein Déjà-vu-Erlebnis. Speziell nach der asiatischen Finanzkrise von 1997 wurde der Ruf nach Kapitalkontrollen und einer „neuen internationalen Finanzarchitektur" laut. Die radikaleren dieser Stimmen forderten Steuern auf Devisentransaktionen, wie die berühmte Tobin-Steuer, die die Kapitalbewegungen verlangsamen sollten, oder die Schaffung einer Art internationaler Finanzbehörde, die unter anderem die Beziehungen zwischen Kreditgebern aus dem Norden und verschuldeten Entwicklungsländern regeln würde.Aber das globale Finanzkapital sträubte sich gegen jegliche Rückkehr zu staatlicher Regulation. Aus den Vorschlägen für die Tobin-Steuer wurde nichts. Selbst ein relativ schwacher „Mechanismus zur Umstrukturierung von Staatsschulden", ähnlich dem US Chapter Eleven, um Entwicklungsländern mit Problemen bei der Schuldenrückzahlung einen gewissen Spielraum zu verschaffen, wurde von den Banken abgelehnt, obwohl der Vorschlag von Ann Krueger kam, der konservativen amerikanischen Stellvertretenden Generaldirektorin des IWF. Stattdessen warb das Finanzkapital für ein Verfahren, das als Basel II-Prozess bekannt wurde. Dieser wurde von dem Volkswirtschaftler Robert Wade als Schritte hin zu einer weltweiten ökonomischen Standardisierung bezeichnet, die die „Freiheit [internationaler Finanzunternehmen] zu geographischen und sektorspezifischen Manövern maximiert, während ihren Wettbewerbsstrategien kollektive Zügel angelegt werden." Die Betonung lag auf Eigenaufsicht und Selbstkontrolle des Privatsektors und zielte auf größere Transparenz bei Finanzoperationen und neue Standards für das Kapital ab. Obwohl es das Finanzkapital des Nordens war, das die Asienkrise auslöste, fokussierte der Basel-Prozess auf größere Transparenz der Finanzinstitutionen und -prozesse der Entwicklungsländer und auf eine Standardisierung entlang der Vorschriften des Modells, das Wade das „anglo-amerikanische" Finanzmodell nennt.Es wurden zwar Rufe laut nach einer Regulierung der Ausbreitung vieler der neuen, komplexen Finanzinstrumente wie der Derivate, die von den Finanzinstitutionen der entwickelten Länder auf dem Markt platziert wurden, aber sie blieben ohne Folgen. Bewertung und Regulierung der Derivate sollte den Hauptakteuren des Marktes überlassen bleiben, die Zugang zu gerade in der Entwicklung befindlichen, ausgeklügelten quantitativen Modellen der „Risikobewertung" hatten.Da der Basel II-Prozess auf die Disziplinierung der Entwicklungsländer fokussiert war, erreichte er hinsichtlich einer Selbstregulierung des internationalen Kapitals aus dem Norden so wenig, dass selbst der Wall Street-Experte Robert Rubin, ehemals Finanzminister unter Präsident Clinton, 2003 davor warnte, dass „zukünftige Finanzkrisen praktisch unvermeidlich sind und sogar noch schwerer sein könnten."Was die Risikobewertung von Derivaten wie „forderungsbesicherten Wertpapieren" (CDOs) und „strukturierten Investmentvehikeln" (SIVs) anbelangt, – das Neueste dessen, was die Financial Times als „die enorm angewachsene Komplexität der Hyperfinanz" nennt, der Prozess ist fast gänzlich zusammengebrochen, da die raffiniertesten quantitativen Risikobewertungsmodelle übergangen wurden, weil die Verkäufer von Sicherheiten den Preis von Risiko nur nach einer Regel festlegten, nämlich: Man unterbewerte das reale Risiko und gebe es an die Dummen in den hinteren Reihen weiter. Am Ende war es schwierig zu unterscheiden, was Betrug war, was schlechtes Urteilsvermögen, was offensichtliche Dummheit und was außerhalb jeglicher Kontrolle lag. In einem Bericht über die Schlussfolgerungen eines der letzten Treffen des G7-Forums für Finanzstabilität wird es so ausgedrückt:Für das finanzielle Chaos können viele Schuldige gefunden werden: Der US-Subprime-Hypothekenmarkt war von schlechten Versicherungsstandards und 'einigen betrügerischen Praktiken' gekennzeichnet. Investoren ließen beim Kauf von hypothekengestützten Sicherheiten nicht die nötige Sorgfalt walten. Banken und andere Unternehmen bewiesen ein schlechtes Risikomanagement und versäumten es, der Öffentlichkeit die Gefahren inner- und außerhalb ihrer Bilanzen offen zu legen. Kreditbewertungsagenturen leisteten bei der Risikobewertung von komplexen Sicherheiten schlechte Arbeit. Und die Finanzinstitutionen entlohnten ihre Angestellten auf eine Art und Weise, die exzessive Risikofreudigkeit und ungenügende Beachtung langfristiger Risiken förderte. Das Gespenst der ÜberproduktionDass der G7-Bericht wie die Nachrufe auf die Asien-Finanzkrise und die New Economy-Blase klang, ist nicht überraschend. Ein Boss (chieftain) eines Finanzunternehmens fing, vielleicht unfreiwillig, das Grundproblem, das diese Spekulationsmanien durchzieht, gut ein, als er in einem Leitartikel in der Financial Times behauptete, dass „in den letzten paar Jahren eine wachsende Entkoppelung der realen von der Finanzökonomie statt gefunden hat. Die Realökonomie ist gewachsen ..., aber bei weitem nicht so wie die Finanzökonomie, die noch schneller wuchs – bis sie implodierte." Sein Statement sagt uns aber nichts darüber, dass die Entkoppelung der Real- von der Finanzökonomie nicht zufällig statt gefunden hat, dass die Finanzökonomie genau deshalb expandierte, um die Stagnation in der Realökonomie auszugleichen.Diesen wachsende Abstand zwischen der Finanz- und der realen Welt kann man nur umfassend verstehen, wenn man die Krise der Überakkumulation betrachtet, die in den späten 1970ern und den 1980er Jahren die Ökonomien im Zentrum einholte, ein Phänomen, das auch als Überproduktion oder Überkapazität bezeichnet wird.Das goldene Zeitalter des weltweiten Nachkriegswachstums, das beinahe 25 Jahre lang größere Krisen vermied, war zurückzuführen auf die massive Schaffung einer tatsächlichen Nachfrage über steigende Arbeitslöhne im Norden, auf den Wiederaufbau in Europa und Japan und auf die Substitution der Importe durch Industrialisierung in Lateinamerika und anderen Teilen des Südens. In erster Linie wurde dies über staatliche Eingriffe in die Wirtschaft erreicht. Diese dynamische Periode ging Mitte der 1970er Jahre mit dem Einsetzen der Stagnation zu Ende, als weltweit die Produktionskapazität die globale Nachfrage überstieg, die aufgrund der fortdauernden großen Ungleichheiten in der Einkommensverteilung gebremst wurde. Gemäß den Berechnungen von Angus Maddison, dem besten Experten für historische Wirtschaftstrends, fiel das jährliche Wachstum des globalen Bruttosozialprodukts (BSP) in den Jahren 1950 – 1972, die heute als das goldene Zeitalter des nach dem 2. WK ins Leben gerufenen Bretton-Woods-Systems betrachtet werden, von 4,9 Prozent auf drei Prozent in den Jahren 1973 – 89, ein Rückgang also um 39 Prozent. Diese Zahlen spiegelten die schmerzhafte Kombination von Stagnation und Inflation im Norden, die Krise der Importsubstitution durch Industrialisierung im Süden und die Erosion der Gewinnspannen allgemein wider.In den 1980ern und -90ern bahnte sich das internationale Kapital drei Fluchtwege, um dem Gespenst der Stagnation zu entkommen. Ein Weg war ein neoliberaler Umbau, zu dem die Umverteilung von Einkommen nach oben über Steuererleichterungen für die Reichen, Deregulierung und ein Angriff auf die organisierte Arbeitnehmerschaft gehörten. Im entwickelten Norden zeigte sich der Neoliberalismus in Form des Thatcherismus und Reaganismus, im globalen Süden in Form der von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) verordneten Strukturanpassungsmaßnahmen.Ein anderer Fluchtweg war eine von den Unternehmen betriebene Globalisierung oder „extensive Akkumulation", welche in der sich entwickelnden Welt Märkte öffnete und Kapital aus den Hochlohn- in Niedriglohnländer verlagerte. Wie Rosa Luxemburg vor langer Zeit in ihrem Klassiker „Die Akkumulation von Kapital" aufzeigte, muss das Kapital ständig vorkapitalistische Gesellschaften in das kapitalistische System integrieren, um dem Fall der Profitrate entgegenzuwirken. China, welches sowohl zum zweitgrößten Exporteur als auch zum Hauptziel ausländischer Investitionen wurde, war in den letzten zwei Jahrzehnten der spektakulärste Fall der Integrierung einer vorkapitalistischen Gesellschaft in das globale kapitalistische System. Das stellte sich aber für den Kapitalismus als zweischneidiges Schwert heraus, wie wir später sehen werden.Ein dritter Fluchtweg war der Prozess, der uns hier hauptsächlich beschäftigt, nämlich „intensive Akkumulation oder Finanzialisierung", das heißt, die Kanalisierung von Investitionen Richtung Finanzspekulation, wo viel größere Gewinne erzielt werden konnten als in der Industrie, wo die Profite meist stagnierten. Das Finanzkapital erzwang die Abschaffung von Kapitalkontrollen, mit dem Ergebnis, dass sich das Spekulationskapital rapide globalisierte, um Unterschiede zwischen Zinssätzen und Wechselkursen auf verschiedenen Kapitalmärkten auszunutzen. Diese sprunghaften Bewegungen, das Ergebnis der Befreiung des Kapitals von den Fesseln des Finanzsystems der Nachkriegszeit, Bretton-Wood, waren eine Quelle der Instabilität. Eine andere war die Verbreitung neuartiger ausgeklügelter Spekulationsinstrumente wie Derivative, die sich einer Überwachung und Regulierung entzogen. Letztlich resultierte die Instabilität aus der Tatsache, dass die Finanzspekulation auf Bemühungen hinauslief, mehr „Wert" aus schon geschaffenem Wert herauszupressen, statt neuen Wert zu schaffen, weil letzteres durch das Problem der Überproduktion in der Realökonomie ausgeschlossen war.Die Entkoppelung der Realökonomie von der virtuellen Finanzökonomie zeigte sich in der New Economy-Blase der 1990er Jahre. Da die Profite in der Realökonomie stagnierten, strömte das Venture-Kapital (smart money) in den Finanzsektor. Das Funktionieren dieser virtuellen Ökonomie wurde von dem rapiden Anstieg des Aktienwerts von Internetfirmen veranschaulicht, die, wie Amazon.com, erst noch Gewinn machen mussten. Der Boom der 1990er Jahre wurde wahrscheinlich durch das Phänomen der New Economy um ungefähr zwei Jahre verlängert. „Nie zuvor in der Geschichte der USA", schrieb Robert Brenner, „hatte der Aktienmarkt eine so direkte und entscheidende Rolle bei der Finanzierung des produzierenden Sektors gespielt, wodurch der Anstieg von Kapitalausgaben, und auf diesem Weg die Realökonomie, gestärkt wurden. Nie zuvor war die Expansion der US-Wirtschaft so abhängig vom Anstieg des Aktienmarktes." Aber die Divergenz zwischen momentanen Finanzindikatoren wie Aktienpreisen und Realwert konnte nur bis zu einem bestimmten Punkt fortschreiten, bevor die Realität zurück schlug und eine „Korrektur" erzwang. Und die drastische Korrektur kam 2002 als Zusammenbruch der New Economy, mit Verlusten der Investoren in Höhe von sieben Billionen US-Dollar.Eine lange Rezession wurde vermieden, aber nur, weil eine andere Blase, die Immobilienblase, gefördert wurde. Und hier, wie oben erwähnt, spielte Greenspan eine Schlüsselrolle, indem er den Leitzins im Juni 2003 auf ein Prozent senkte, den niedrigsten Zinssatz in 45 Jahren, diesen ein Jahr lang auf diesem Niveau hielt und dann nur allmählich, in Viertelprozentschritten, erhöhte. Wie Dean Baker es beschrieb: „Eine beispielloser Anstieg auf dem Aktienmarkt trieb in den späten 1990ern die US-Wirtschaft an und nun wird die gegenwärtige Erholung von einem beispiellosen Anstieg der Immobilienpreise angetrieben."Als Ergebnis stieg der Realwert der Immobilienpreise um 50 Prozent und in den Schlüsselregionen der Blase an der Westküste, der Ostküste, North of Washington, DC, und Florida stiegen die Preise laut Baker in kurzer Zeit um beinahe 80 Prozent. Wie groß war die entstandene Blase? Baker schätzte, dass der in kurzer Zeit erfolgte Anstieg bei den Immobilienpreisen einen Wert von über fünf Billionen US-Dollar erreichte, verglichen mit einem Szenario, in dem die Preise ihrem normalen Wachstumstrend folgen. Der Vermögenseffekt bei Immobilienpreisen wird normalerweise auf fünf Cent pro Dollar geschätzt, was bedeutet, dass der Jahresverbrauch ca. 250 Milliarden US-Dollar (zwei Prozent des Bruttosozialprodukts [BSP]) höher ist, als er ohne die Immobilienblase wäre." Der China-FaktorDas Wirtschaftswachstum der USA wurde von der Immobilienblase angeheizt, was außergewöhnlich war angesichts der Stagnation, in der sich praktisch die gesamte Weltwirtschaft in den letzten paar Jahren befand. Während dieser Periode war die Wirtschaft, abgesehen von den USA, China, Indien und ein paar anderen Ländern, weltweit von zu geringen Investitionen und anhaltenden Tendenzen Richtung Stagnation gekennzeichnet. Die meisten anderen Regionen waren von einem schwachen Wachstum gekennzeichnet, besonders Japan, das bis vor kurzem nicht über ein BSP-Wachstum von einem Prozent hinaus kam, und Europa, das in den letzten paar Jahren eine jährliche Wachstumsrate von 1,45 Prozent aufwies.Da in den meisten anderen Regionen Stagnation herrschte, zogen die USA 70 Prozent des globalen Kapitalflusses an. Ein Großteil davon kam aus China. In der Tat ist die momentane Periode der Blasen gekennzeichnet von der Rolle Chinas nicht nur als Quelle für Güter für den US-Markt, sondern auch als Quelle für Spekulationskapital. Die Beziehung zwischen der US- und der chinesischen Wirtschaft habe ich an anderer Stelle als „chain-gang economics" [chain-gang – Sträflingskolonne, in der die Gefangenen aneinander gekettet sind; d. Ü.] charakterisiert: Einerseits hängt Chinas Wirtschaftswachstum zunehmend von der Fähigkeit der amerikanischen Verbraucher ab, ihren über Schulden finanzierten Einkaufstrip fortzusetzen und so einen Großteil des Ausstoßes der chinesischen Produktion zu absorbieren. Andererseits ist diese Beziehung entscheidend abhängig von einer finanziellen Realität, nämlich der Abhängigkeit des US-Verbrauchs davon, dass China dem Finanzministerium und dem Privatsektor der USA aus seinen Reserven Dollars leiht, die es aus dem großen Handelsbilanzüberschuss mit den USA angesammelt hat, Schätzungen zufolge bis jetzt ca. eine Billion. Tatsächlich diente ein großer Teil der Riesensummen, die China – und andere asiatische Länder – amerikanischen Institutionen liehen, zur Finanzierung der Ausgaben der Mittelschicht für Häuser und andere Güter und Dienstleistungen und verlängerte so das labile Wirtschaftswachstum, allerdings nur durch ein Anwachsen der Verschuldung der Verbraucher auf gefährliche Rekordhöhen.Die enge Verbindung China-USA hat für die Weltwirtschaft enorme Konsequenzen. Eine ist die Verlagerung massiver neuer Produktionskapazitäten durch amerikanische und andere ausländische Investoren nach China. Das hat das anhaltende Problem der Überkapazität und Überproduktion verschlimmert. Ein Indikator für anhaltende Stagnation in der Realökonomie ist die jährliche globale Gesamtwachstumsrate, die in den 1980ern durchschnittlich 1,4 Prozent und in den 1990ern durchschnittlich 1,1 Prozent betrug, verglichen mit 3,5 Prozent in den 1960ern und 2,4 Prozent in den 1970ern. Die Verlagerung nach China, um von den niedrigen Löhnen zu profitieren, mag zwar kurzzeitig die Profitraten abstützen, untergräbt sie aber langfristig, da dieser Schritt die Überkapazitäten in einer Welt erhöht, in der ein Anstieg der globalen Kaufkraft aufgrund wachsender Ungleichheiten begrenzt ist. Und in der Tat fiel die Profitrate der 500 größten transnationalen US-Unternehmen drastisch von +4,9 Prozent in den Jahren 1954 – 59 auf +2,04 Prozent in den Jahren 1960 – 69, auf -5,30 1989 – 89, -2,64 in den Jahren 1990 – 92 und -1,92 Prozent in den Jahren 2000 – 2002. Hinter diesen Zahlen stand, wie Philip O'Hara bemerkt, das Gespenst der Überproduktion: „Überangebot an Waren und unzureichende Nachfrage sind die hauptsächlichen unternehmerischen Anomalien, die ein Auftreten auf dem Weltmarkt behindern."Die Serie von Spekulationsmanien in den USA hatte die Funktion, Investitionen zu absorbieren, die in der Realökonomie keine Profite erzielten und so nicht nur künstlich die US-Ökonomie am Leben hielten, sondern auch „die Weltwirtschaft aufhielten", wie es in einem Dokument des IWF ausgedrückt wird. Mit dem Platzen der Immobilienblase und dem Kreditstopp auf fast dem ganzen Finanzsektor ist die Drohung einer weltweiten Rezession also sehr real. Abkoppelung oder Chain-Gang Economics?In diesem Zusammenhang ist die Rede über einen „Abkoppelungs"prozess regionaler Ökonomien, speziell des asiatischen Wirtschaftsraums von den USA, ohne Substanz. Natürlich wurden die anderen ost- und südostasiatischen Wirtschaften von der chinesischen Wirtschaft mitgezogen. Im Fall von Japan zum Beispiel wurde 2003 eine zehn Jahre dauernde Stagnation durch die erste andauernde Erholung der Wirtschaft durchbrochen, angeschoben von Exporten, um Chinas Durst nach Kapital und technologie-intensiven Gütern zu löschen; es gab eine Exportsteigerung in Rekordhöhe, von 44 Prozent oder 60 Milliarden US-Dollar. Tatsächlich wurde China mit 31 Prozent der Exporte zum Hauptziel für asiatische Exporte, während der japanische Anteil von 20 auf zehn Prozent fiel. Wie es ein Bericht darstellt: „In einem Ländervergleich ist China nun die überwältigende Triebkraft für das Exportwachstum von Taiwan und der Philippinen und ist der Hauptkäufer von Produkten aus Japan, Südkorea, Malaisien und Australien."Aber wie Untersuchungen von Jayati Ghosh und C.P. Chandrasekhar unterstrichen haben, importiert China tatsächlich Halbfabrikate aus diesen Ländern, aber nur um sie zu Fertigprodukten hauptsächlich für den Export in die USA und die EU zusammenzubauen und nicht für seinen einheimischen Markt. Das heißt also, „falls sich die Nachfrage der USA und aus Europa nach chinesischen Exporten verlangsamt, wie es bei einer Rezession in den USA wahrscheinlich sein wird, wird sich dies nicht nur auf die chinesische Fertigungsindustrie auswirken, sondern auch auf die chinesische Nachfrage nach Importen aus diesen asiatischen Entwicklungsländern." Vielleicht trifft eher das Bild einer Sträflingskolonne zu, in der nicht nur China und die USA miteinander verbunden sind, sondern auch eine ganze Reihe anderer Satellitenwirtschaften, deren Schicksal mit dem nun die Luft verlierenden Ballon des durch Schulden finanzierten Konsums der US-amerikanischen Mittelschicht verbunden ist. Neue Blasen als Rettung?Man darf aber die Belastbarkeit des Kapitalismus nicht überschätzen. Viele fragen nun: Gibt es, nach dem Zusammenbruch der New Economy und des Immobilienbooms, eine dritte Verteidigungslinie gegen Stagnation aufgrund von Überkapazität? Einer Theorie zufolge könnten Ausgaben im militärischen Bereich ein Weg sein, wie die Regierung die USA aus den Klauen der Rezession retten könnte. Mit Ausgaben im Jahr 2003 in Höhe von 14 Prozent des Anstiegs des Bruttosozialprodukts spielte der militärische Bereich tatsächlich eine Rolle dabei, die USA aus der Rezession von 2002 zu holen. Dabei hatte er nur einen Anteil von vier Prozent am BSP der USA. Gemäß Schätzungen zitiert von Chalmers Johnson werden 2008 verteidigungsbezogene Ausgaben zum ersten Mal in der Geschichte eine Billion US-Dollar übersteigen.Ein Anreiz könnte auch aus dem verwandten „Katastrophen-Kapitalismus-Komplex" kommen, der von Naomi Klein so gut untersucht wurde – diese „vollständig neue Wirtschaft im Bereich Heimatschutz, privatisierter Krieg und Wiederaufbau nach Katastrophen, mit keiner geringeren Aufgabe versehen als der Errichtung und dem Betrieb eines privatisierten Sicherheitsstaates im In- wie im Ausland." Klein schreibt, dass sich tatsächlich „der wirtschaftliche Anreiz dieser durchschlagenden Initiative als stark genug erwies, dort anzusetzen, wo der Globalisierungs- und New Economy-Boom aufgehört hatten. So, wie das Internet die New Economy-Blase hervorgebracht hatte, startete der 11. September die Katastrophenkapitalismusblase." Diese zur Immobilienblase sekundäre Blase scheint bisher vom Zusammenbruch derselben relativ wenig betroffen zu sein.Die im Katastrophenkapitalismuskomplex zirkulierenden Summen sind nicht leicht zu verfolgen, aber ein Hinweis ist, dass InVision, eine Tochtergesellschaft von General Electric, die High-Tech-Geräte zum Aufspüren von Bomben zum Gebrauch auf Flughäfen und anderen öffentlichen Orten herstellt, zwischen 2001 und 2006 vom Heimatschutz Aufträge in der erstaunlichen Höhe von 15 Milliarden US-Dollar bekam.Ob „militärischer Keynesianismus" und der Katastrophenkapitalismuskomplex tatsächlich die Rolle der Finanzblasen spielen können, ist zweifelhaft. Denn zumindest unter den republikanischen Regierungen bedeutete die Fütterung dieser Blasen eine Kürzung der Sozialausgaben, was dazu führte, dass die positiven Effekte auf dem Arbeitsmarkt ziemlich schnell von einem Rückgang bei der effektiven Nachfrage überholt wurden. Eine von Johnson zitierte Untersuchung von Dean Baker zeigt, dass sich der positive Effekt erhöhter Militärausgaben, nach einer anfänglichen Periode gesteigerter Nachfrage, ungefähr im sechsten Jahr umkehrt. Nach zehn Jahren erhöhter Militärausgaben würde es 464000 weniger Arbeitsplätze geben als in einem Szenarium mit niedrigeren Militärausgaben.Aber noch wichtiger als eine Einschränkung des militärischen Keynesianismus und des Katastrophenkapitalismuskomplex ist, dass die mit ihnen automatisch verbundenen militärischen Engagements wahrscheinlich zu so verfahrenen Situationen wie in Irak und Afghanistan führen, die sowohl im In- wie im Ausland einen Rückschlag auslösen könnten. Das würde schließlich in einer schrumpfenden Wirtschaft zu einer Aushöhlung der Legitimität solcher Unternehmen führen, die Finanzierung durch Steuern reduzieren und ihre Funktionsfähigkeit als Quellen für eine wirtschaftliche Expansion in einer schrumpfenden Wirtschaft unterminieren.Der weltweite Kapitalismus mag zäh sein, aber es sieht so aus, als ob seine Optionen zunehmend beschränkt sind. Die Kräfte, die in Richtung einer lang anhaltenden Stagnation der globalen kapitalistischen Wirtschaft gehen, sind nun zu stark, um einfach durch das ökonomische Äquivalent einer Mund-zu-Mund-Beatmung abgeschüttelt zu werden. Dr. Walden Bello ist der Präsident der Freedom from Debt Coalition und leitender Analyst bei Focus on the Global South.Orginalartikel: Capitalism in an Apocalyptic Mood Übersetzt von: Eva-Maria Bach Quelle: ZNet[Link] [Cache]
anouphagos: Achaz-Quellen
10/13/2008 06:49 PM

Kürzlich entwarf ich ein Abenteuer in den Echsensümpfen - der Plot ist recht simpel, aber da meine Spieler sich vermutlich nicht an Spoiler-Hinweise halten, werde ich das Abenteuer erst nach dem Spielen veröffentlichen. Viele Quellen zum Thema gibts weder in den Quellbüchern noch im Web, aber hie ist, was ich gefunden habe:

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politplatschquatsch: Petra Pau weiß es genau
10/13/2008 06:34 PM
Petra Pau von der Linkspartei schwenkt heftig nach rechts. Im Zuge der Finanzmarktkrise plädiert die PDS-Politikerin für eine Senkung der so genannten Zinsabschlagsteuer, mit der Finanzminister Peer Steinbrück vom kommenden Jahr an alle Kursgewinne an Börsen mit einem Steuersatz von 25 Prozent + Kirchensteuer + Solidaritätszuschlag belegen will.

Tag für Tag werden Billionen Dollar um die Welt gejagt, klagt Petra Pau sachkundig - seinerzeit hatte ihre Partei Teile des SED-Vermögens in der Schweiz, Luxemburg und Rußland gelagert. Jetzt fresse das verzockte Geld reales Geld – "Steuer-Euro", klat Pau. Die wiederum würden demnächst an allen Ecken fehlen.

Unklar ist Beobachtern Paus Schlußfolgerung: Eine Ein-Prozent-Steuer auf Spekulations-Gewinne würde Milliarden Euro für Kultur, Bildung und Soziales einbringen, hat die Politikerin ausgerechnet. Wie eine Senkung der Steuer auf Spekulationsgewinne von 28 auf ein Prozent Milliarden Euro einbringen kann, weiß Petra Pau sicher ganz genau. Nur mitgeteilt hat sie es noch nicht.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Verfassung durch die Hintertür
10/13/2008 06:34 PM
Bislang kannte die Republik nur das Grundgesetz, das in Ermangelung einer deutschen Verfassung für diese ausgegeben wird. Jetzt hat Klimakanzlerin Angela Merkel den Deutschen aber enthüllt, was bisher nur Kanzler und Bundespräsidenten von ihren jeweiligen Vorgängern bei der Übergabe der Amtsgeschäfte ins Ohr geflüstert bekamen: Deutschland hat eine geheime Finanzmarkt-Verfassung.

Allerdings nicht mehr lange, denn "das Rettungspaket" der Bundesregierung ist nach den Worten von Angela Merkel der "erste Baustein für eine neue Finanzmarkt-Verfassung". Während die alte offenbar vorsah, dass Privatanleger etwa in Bankenaktien investieren, über die Entlohnung von Bankmanagern entscheiden und als Entschädigung dafür Dividenden und Kursgewinne erhalten, wird in der neuen vermutlich stehen, dass all diese Dinge künftig im Kabinett beraten und beschlossen werden. Eine Verfassung, wahrlich würdig des Landes, das nach ihr leben wird.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Die Sonne scheint, die Erde ist bewohnbar
10/13/2008 06:34 PM
Nun geht die Welt vielleicht doch nicht unter. Kaum pumpen die Regierungen rund um den Erdball kaum nennenswerte virtuelle Summen in die zuletzt zusehends wertloser werdenden Wertpapiermärkte von Tokio bis New York, müssen die Sargträger der Marktwirtschaft statt der ausgezehrten Gebeine des teuren Toten Kapitalismus wieder bloß Trauer tragen wie nach Asien- und Rußlandkrise, nach Dotcom-Blase und 11. September: Im Gegensatz zum Sozialismus, der jede wirtschaftliche Grippe mit der guten alten Panzer-Medizin bekämpfen musste, um am Ende doch einen einsamen Tod an der Seuche Diktatur zu sterben, schluckt der Kapitalismus in der Krise einen Teil von sich selbst und macht anschließend fröhlich weiter mit mehr vom Selben: billiges Geld, am liebsten viel, geldentwertende Inflation, das freut den Staat, Schulden, bis es kracht, damit der Bürger lacht.

Hinter dem Horizont des Heute, an dem Klassenkämpfer wie der brillante Wirtschaftstheoretiker und fahnenflüchtige Finanzminister Oskar Lafontaine schon ein Morgen ohne Konzerne, Kriege und gescheiterte Träume von der eigenen Kanzlerschaft dämmern sahen, wartet nun wohl doch keine andere Wirtschaftsform, so sehr sich attac und Sarah Wagenknecht, Sigmar Gabriel und Lothar Bisky das auch wünschen mögen. Die Sonne scheint, die Geschäfte blühen, die Erde ist bewohnbar. Denn lässt man den Menschen einfach machen, macht er halt immer dasselbe: Waren tauschen, Märkte bilden, Handel, Wandel, Kapitalismus. Die einen werden dabei reich, für die anderen reicht es gerade so. Nicht einmal Letzteres hat der Sozialismus in all seiner Pracht vollbracht.[Link] [Cache]
Harald: Warum denke ich da gleich an Wahlmaschinen
10/13/2008 06:26 PM

Die Elektronik wird immer ausgefeilter und die Möglichkeiten dadurch auch. Und natürlich kommt so der eine oder andere auch auf ganz ausgefallene Ideen. Nun ja, ausgefallen ist eigentlich nur der Zielort.

Manipulierte Kreditkartenleser funken Daten nach Pakistan

In einigen Kreditkartenlesern großer Lebensmitteldiscounter wurden kleine Zusatzplatinen entdeckt, die Kreditkartendaten sammeln und einmal am Tag per Mobilfunk an eine Nummer im pakistanischen Lahore senden. [...]

Und warum den nur nach Pakistan, es könnte doch auch gleich noch mit zu BND und CIA und NSA und Stasi und KGB und … gehen. Und natürlich unseren Wolfgang nicht vergessen, er sammelt alle Daten…

Warum denke ich da gleich an Wahlmaschinen? Vielleicht wegen des “bayerischen Wahlgeheimnis” oder so? Wer weiß?

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Neues aus Rorkvell: Zwischen Wut und Verzweiflung
10/13/2008 06:16 PM

Irgendwo zwischen tiefster Depression und kalter Wut befindet sich meine Stimmung. Fast 500 Milliarden Euro kosten den Steuerzahler die Fehler der Bankmanager. Farlion rechnet das mal quer: Das Geld, das der Steuerzahler jetzt unfreiwillig den Managern hinterherwirft, würde für fast 19 jahre reichen, um sämtliche Hartz4 Empfänger zu finanzieren. Also andersherum gesehen: Es dauert fast 19 Jahre, bis Bankmanager die gesellschaftliche Nützlichkeit von Hartz4 Empfängern erreichen. Vorausgesetzt, in diesen 19 Jahren kommen nicht wieder solche kostenintensiven Fehler vor.

Ein Hartz4 Empfänger, der vom Staat Irgendwas will, bekommt einen auf die Schnauze. Ein Börsenfuzzi, dessen gesellschaftliche Nützlichkeit derzeit weit weit unter dem Niveau eines Hartz4 Empfängers liegt, bekommt einen Radioauftritt, wo er seine "Forderungen" herausposaunen darf. Wenn nun Hartz4 Empfänger nach Meinung vieler Politiker und Wirtschaftsgrößen also "Schmarotzer an der Gesellschaft" sind, was sind dann diese Bankmanager? Wie gesagt, sie müssten fast 19 Jahre fehlerfrei arbeiten, um an das Niveau eines Hartz4 Empfängers heranzukommen. Nach 19 Jahren einwandfreier Arbeit wären sie dann also auf dem Niveau eines "Schmarotzers an der Gesellschaft" angekommen. Wo sie demnach logischerweise heute stehen, darf sich Jeder selber ausdenken.

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GROSSE WORTE: Hasencontent
10/13/2008 06:13 PM

Nabaztag

Eigentlich wollte ich Euch ja jetzt und hier von meinem neuen Spielzeug erzählen, dem Nabaztag. Das kleine Knuddelhase sagt das Wetter, liest Newsfeeds, Twitternachrichten, Podcasts und vieles mehr vor und ist ein wunderbares Gadget. Zumindest sollte er das sein. Denn seit einer Stunde unterhalte ich mich nicht mit dem Tier, sondern suche immer wieder die Hilfeseiten auf. Das Ding mag sich nicht mit meinem W-LAN verbinden – trotz mehrfacher unterschiedlicher Versuche. Eine Hilfe schreiende Mail an Kai Maack von Violet ist bereits abgeschickt. Mal sehen. :-)

Aber niedlich isser.

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Neues aus Rorkvell: Ein bisschen mehr Meinungsfreiheit
10/13/2008 05:45 PM

Manchmal scheinen Gerichte doch in der Lage zu sein, gesunden Menschenverstand zu benutzen. Da hat ein Blogger, der ganz privat bloggt, einen Zeitungsartikel aufgegriffen und seine Gedanken dazu veröffentlicht. Dem Artikel ist öffentlich nie widersprochen worden. Trotzdem war der Zeitungsartikel wohl nicht ganz richtig. Jedenfalls hatte der ehemalige Bankdirektor, der in dem Artikel wohl nicht so gut weg kam, per Unterlassungserklärung die Zeitung gezwungen, die Behauptungen des Artikels zu entfernen. Die Zeitung ließ sich viel Zeit dafür.

Nach dem Blogartikel ging der Blogger in Urlaub. Als er zurück kam, sollte er Alles in Allem etwa 13000€ zahlen: Mahngebühren, Abmahngebüren, und was sonst noch so alles. Dem hat jetzt das Gericht einen Riegel vorgeschoben. Der Blogartikel ist entfernt, wie das jeder anständige Blogger auch ohne Gericht tun würde, und damit ist es gut. So sieht das anscheinend auch das Gericht.

Dass ein ehemaliger Bankdirektor lieber die große Abmahnkeule rausholt, auch gegenüber Privatpersonen, ist interessant. Irgendwelche Vermutungen und Schlussfolgerungen überlasse ich aber der wilden Phantasie der Leser.

Ganz ohne irgendeinen Zusammenhang, und nur zum Zwecke der Pflege deutscher Volkskultur, zitiere ich hier noch ein deutsches Sprichwort:

Getroffene Hunde bellen.
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Ich werde Politiker: Haste mal 470 Milliarden?
10/13/2008 05:40 PM
"Gestern waren es noch 400 Milliarden Euro, die die Bundesregierung Milliardären und Aktionären kurzfristig an Sozialhilfe zur Verfügung stellen will. Heute sind es schon 470 Milliarden Euro. 400 Milliarden Bürgschaften und 70 Milliarden "Kapitalhilfe" spendet die Bundesregierung nun. So schnell geht das im Casino Deutschland. Geld ist auch mitten in der Sozialkrise schließlich genug da."

Den ganzen, wahren Artikel, gibts auf mein-parteibuch.com.[Link] [Cache]
Radio Utopie: Was die sogenannte Börsenkrise uns Bürger kostet?
10/13/2008 05:35 PM

Wie hoch sind die finanziellen Schäden oder anders ausgedrückt die „Rettungspakete" in den einzelnen Regionen und Ländern. Diese Aufstellung ist sehr wahrscheinlich nicht vollständig, denn fast täglich erfährt der aufmerksame Medieninteressierte wieder neue „Wahrheiten" über die finanziellen Folgen. (Stand 13-10-2008).

Wie sehen die Folgen im Inland aus?

Überall wird ständig von Kurseinbrüchen an der Börse, wackelnden Finanzierungen der Banken oder Finanzkonzerne geredet. Aber welche Folgen hat die Finanzkrise für die wirtschaftliche Existenz der Bürger, vor allem die sozialen Folgekosten durch Arbeitsplatzabbau, davon reden sämtliche Medien derzeit fast gar nicht. Denn die ersten großen Umrisse der Auswirkungen zeigen sich bereits. Was bedeutet es denn, wenn die Automobilindustrie ihre Produktionen „herunter fährt" und auf ganze Schichten verzichten will?

Was wir aus der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie, wo die Gewerkschaften mindestens 8% Prozent mehr Lohn fordern, wenn die Umsätze einbrechen?

Welche Auswirkungen werden geringere Einkommen auf die Flugzeug-Boombranche haben, wenn weniger Menschen sich Flugreisen leisten können?

Ist es nicht eine Frechheit, wenn man bedenkt das die Bundesregierung monatelang über die Anpassung von Regelsätzen bei Hartz IV debattiert und gleichzeitig eine Großangelegte Diffamierungskampagne gegen die „Armen" läuft, während die gleiche Regierung fast innerhalb von 96 Stunden ein gigantisches Nothilfepaket für die Finanzwirtschaft auflegen und absegnen kann. Für wen arbeitet die Regierung und welchen Vertretungsanspruch hat die Bundespolitik?

Wie sind die Folgen im Ausland?

Wenn in einem Land wie den USA, privates Wohneigentum das Obdach bedeuten, weil es kaum Mietwohnungen gibt, was bedeuten dann wacklige Immobilienkredite wirklich?

Der durchschnittliche Lohnabhängige Amerikaner wurde über 20 Jahre damit beschallt, dass die Börse auch für ihn passende Angebote hat und er damit starke Geldsteigerungen erreichen kann.
Die Risiken wurden immer verniedlicht, weil hochriskante Bestandteile von Investitionen hinter harmlosen Anlageformen versteckt wurden. Die Privatisierung der Renten, Krankenversicherung etc. wurde als gewinnbringende Zukunftsanlageform propagiert.

Aber wie sicher sind die Rentenansprüche der Amerikaner, wenn Rentenfonts durch unsachgemäße Finanzierungsmodelle, ihre finanzielle Grundlage verlieren.

Wie stark werden die Einkommen der Bürger belastet, wenn die Regierungen hochkarätige Finanzierungen für die Finanzwirtschaft bereitstellen, die aus Steuergeldern stammen.

In Italien, Spanien und Portugal sind die Regierungen ebenfalls in der Grundstimmung, große Hilfspakete für die Finanzindustrie zu schnüren. Auf der Strecke bleibt auch dort das Wahlvolk.

Wer nicht zu den Vermögenden und Reichen zählt wird auch dort weiterhin mit Benachteiligung und geringem Lebensstandard aushalten müssen. Wir die Armen gibt's kein Geld!

In den Asiatischen Staaten bedeutet diese Krise, nach der letzten Krise von vor fast zwei Jahren einen erheblichen Rückschritt, der die gerade gewonnene wirtschaftliche Stabilität wieder entzieht. Bisher sind die wirtschaftlichen Folgen noch nicht so groß, weil dort weit weniger Menschen mit Aktien oder ähnlichen Anlagevermögen spekulieren und Unternehmen anders agieren als speziell in den USA. Der asiatische Kapitalismus ist getragen von Familienclans und persönlichen Geschäftsbeziehungen, geschäftliche Abschlüsse sind immer auch persönliche.

Wer leidet wohl am meisten?
Aus Presseberichten

25.07.2008 - Amerikanische Rentenpläne
CNN berichtet, dass bei den amerikanischen Rentenplänen ungefähr 820 Milliarden verloren gingen. “Seit die Kreditkrise im vergangenen Herbst zugeschlagen hat, haben Rentenpläne, die über S&P 500 Pläne finanziert werden, ungefähr 820 Milliarden Dollar in Anlagewerten verloren, heißt es von einem Aktuar von Mercer, einer Beraterfirma im Bereich des Personalwesens. Auf dem Papier belaufen sich die Verluste aus dem vergangenen Oktober auf 160 Milliarden Dollar. Doch Adrian Hartsthorn, einem Aktuar von Mercer zufolge, liegen die Verluste aus den Anlagewerten eher in der Nähe von 280 Milliarden Dollar, wenn man die Anlagewerte der Rentenpläne und die Verpflichtungen gemeinsam berücksichtigt. Die Anlagewerte, die Ende Oktober 2007 insgesamt ungefähr 1,7 Billionen Dollar ausmachten, fielen um 17%, womit Ende Juni nur noch 1,4 Billionen Dollar in Anlagewerten übrig blieben.

01.08.2008 - Vor den Augen ihrer arglosen Besitzer, Sag, wo die Milliarden sind
lösen sie sich einfach in Luft auf. Der Deutsche Aktienindex Dax hat im ersten Halbjahr ein Viertel seines Wertes verloren: “Ein Vermögen von 250 Milliarden Euro hat sich in Luft aufgelöst”, steht in der Zeitung. In Amerika wütet die Hypothekenkrise, mehr und mehr Hausbesitzer können ihre Kredite nicht bedienen. Was schreibt das Wall Street Journal? Die wahre Größenordnung des Problems liege bei “1000 bis 2000 Milliarden Dollar, die sich teilweise in Luft aufgelöst haben dürften”. Es ist schon interessant, dass sich das Geld einfach so davonmacht. 1000 Milliarden Dollar sind kein Pappenstiel. Das sind 635 Milliarden Euro. Davon könnte die Lottofee zweimal wöchentlich einen Jackpot von zehn Millionen Euro ausschütten - bis ins Jahr 2618 hinein. Sueddeutsche.de

09-10-08 - US-Pensionsfonds verlieren zwei Billionen Dollar
Washington (AFP) — Die Finanzkrise lässt viele US-Bürger um ihre Altersvorsorge bangen: Öffentliche und private Pensionsfonds in den USA haben in den vergangenen anderthalb Jahren zwei Billionen Dollar (knapp 1,5 Billionen Euro) verloren, wie der Präsident des Rechnungshofs des US-Kongresses (CBO), Peter Orszag, erklärte. Seit Mitte 2007, dem Beginn der Krise um faule Kredite in den USA, sei der Wert der Fonds um 20 Prozent gesunken.

Die spannende Frage lautet, wie viele Arbeitsplätze, Existenzen, Firmen diesmal drauf gehen?

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OSTBLOG: Neue Erkenntnisse zur Eichmann-Entführung?
10/13/2008 05:18 PM

Die in Argentinien lebende Journalistin Gaby Weber recherchierte mal, was es mit der Entführung des Massenmörders Adolf Eichmann durch den israelischen Geheimdienst auf sich hatte und stieß dabei auf ganz Erstaunliches:

In Ihrem Buch »chatting with Sokrates« zitieren Sie den Satz: »Der Mossad hat Adolf Eichmann wegen seiner Verbrechen am jüdischen Volk aus Argentinien entführt.« Dazu Ihr Kommentar: »Ein Satz, vier Lügen«. Würden Sie uns das erklären?

Der zitierte Satz gibt die Version wieder, die in den Geschichtsbüchern steht und die vom israelischen Geheimdienst Mossad seit 1975 offiziell verbreitet wird. Nach jahrelangen Recherchen in Archiven und vielen Gesprächen mit Zeitzeugen bin ich zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen: Erstens war es nicht der Mossad, der im Mai 1960 in Argentinien das Kommando führte. Es war ein kleiner Geheimdienst Israels, der Atomtechnologie beschaffen sollte. Zweitens war der Auslöser für Eichmanns Abtransport nicht seine Beteiligung am Judenmord, sondern sein Wissen um geheime Dreiecksgeschäfte. Drittens wurde er nicht entführt und viertens nicht aus Buenos Aires.

Das komplette Interview kann man hier nachlesen:
http://www.jungewelt.de/2008/10-11/001.php

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Studie: Jeder fünfte Ostdeutsche rechnet sich zur Unterschicht
10/13/2008 05:18 PM

SPIEGEL ONLINE: Das Gefühl, ein Verlierer der Gesellschaft zu sein, ist im Osten Deutschlands am stärksten: Jeder fünfte Ostdeutsche fühlt sich als Teil der Unterschicht. Der Unterschied zum Westen des Landes ist immens.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)

Mehr: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,583373,00.html

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Deutschland Debatte: Populismus
10/13/2008 05:15 PM

DD hatte vor, einen Artikel über Populismus zu erstellen. Wir haben den Zielpunkt der Auseinandersetzung verlagert, wie Sie am Schluss sehen. Daher “nur” die Einleitung zur Begriffserklärung aus Wikipedia:

Populismus (v. lat.: populus = Volk) bezeichnet eine um „Volksnähe" bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, an Instinkte appelliert und einfache Lösungen propagiert, wobei verantwortungsethische Gesichtspunkte und Aspekte der praktischen Realisierbarkeit weitgehend außer Acht gelassen werden. Populistische Bewegungen entstehen in Phasen raschen gesellschaftlichen Wandels und sind häufig an eine charismatische Persönlichkeit gebunden.

Als Populismus werden auch bestimmte Mobilisierungs- und Konsenssicherungsstrategien politischer Eliten sowie einzelner Führungspersonen bezeichnet. Zentraler Bestandteil solcher Strategien ist die Proklamation politisch relevanter Gewissheiten, existentieller Befindlichkeiten und Selbstverständlichkeiten oder „Wahrheiten" nationaler, moralischer oder ökonomischer Art, wobei unterstellt wird, dass sie im Alltagsbewußtsein der Bevölkerungsmehrheit vorliegen und daher einer rationalen Erörterung und Begründung nicht bedürfen.

Daneben definieren einige Politikwissenschaftler Populismus nicht als eine Form der Politik, die mit unrealistischen, aber populären Versprechungen versucht, kurzfristig ein Maximum an Wählerstimmen zu mobilisieren, da diese eher als Opportunismus zu definieren sei. Ebenso wenig habe Populismus mit dem Wunsch nach kurzfristiger Popularität zu tun, sondern sei vielmehr von dem Wunsch geprägt, dauerhaft eine bestimmte Konfliktlinie im politischen Feld zu etablieren. [1]

Zielgruppe des Populismus sind in der Regel soziale Schichten und gesellschaftliche Gruppen, die sich durch die bestehende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Ordnung oder ihre Entwicklung benachteiligt sehen.

Dass in dieser Definition eine Unmenge Diffamierung steckt, wird deutlich, wenn man erkennt, dass man dem Populismus

  • Instrumentalisierung des Volkes
  • instinktgetriebene Politik ohne
  • ethisch- moralische Gesichtspunkte

beimisst. Zudem wird behauptet, dass fiktive Lebenssituationen propagandistisch ausgenutzt werden, um den sogenannten kleinen Mann zu vereinnahmen!

DD fragt: was ist daran schlecht, “dem Volk aufs Maul zu schauen”?

Anders herum die Frage: dient die laufende Denunzierung von Gegnern mit dem Totschlagargument “Populismus” nicht dazu, den ohnehin Bevorteilten in unserer Gesellschaft zusätzliche Vorteile zu verschaffen und andere nicht Willfährige mundtot zu machen?

Was meinen Sie dazu?

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Lügen und betrügen: Der Hans, der kanns
10/13/2008 04:34 PM
Es sind die kleinen Momente in der großen Krise, die einem wirklich im Gedächtnis bleiben. Etwa jüngst die zigste Fernseh- Expertenrunde, diesmal mit Hans Eichel, SPD-Arbeiterführer und Bundessparminister bei Rot-Grün. Der seinerzeit glorios gescheiterte Sanierer der Staatsfinanzen, während seiner Amtszeit vor allem mit dem Empfang blauer Schulden-Verwarnbriefe aus Brüssel beschäftigt, offenbarte dem staunenden Volks sein innerstes Inneres: Hans Eichel empfahl den vielen, vielen besorgten Anrufern, sich nur ja nicht in riskanten Geldanlagen zu engagieren. Er rate zum sicheren Sparbuch, da habe er sein Geld auch angelegt.

Draußen im Lande staunten sie nicht schlecht. War das noch der Hans Eichel, der damals die beiden Fernseh-Kommissare und Aktienexperten Stöver und Brockmann ausgeschickt hatte, Reklame zu machen für den Verkauf von Telekom-Aktien? War das noch der Hans Eichel, dem die einfachen Menschen in massen geglaubt hatten, dass es sich bei dem für 80 Euro verkauften Papier um eine "Volksaktie" handelt, die man hinlegt, ein bisschen schläft und dann reich wach wird?

Jetzt plötzlich nur Sparbücher - damals, als der gelernte Lehrer Eichel seiner gerade ans Volk verscherbelten Telekom-Tochter und den anderen seinerzeit noch finanzstarken Kommunikationsbuden die deutsche Luft unter dem Namen "UMTS-Lizenzen" für 100 Milliarden unterjubelte, war von Sparbüchern nicht die Rede. Auch nicht von gierigen Managern, denn Leute wie Telekomchef Ron Sommer waren ja willig, ihrem Großaktionär Eichel die Milliarden in Form von UMTS-Kaufpreis und überkandidelten Dividenden nur so in den maroden Haushalt zu schippen.

Eichel hat natürlich dennoch jeden Cent gleich wieder ausgegeben. Wie das ein Sparfuchs, der sich auskennt, eben so macht. Erst neuerdings, im sicheren Ruhestand, gibt der "Sparhans", der nie auch nur eine Mark gespart, sondern Steuerzahler und Firmen abgezockt hat, wo er konnte, den Kapitalmarkthasser. An früher, als er die Volksaktie erfand und jeden im Land zum Aktionär machen wollte, erinnert sich Hans Eichel heute nicht mehr. Lügen und Betrügen allerdings, das klappt immer noch gut.[Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: Haste mal 470 Milliarden?
10/13/2008 04:15 PM
Auf Mitleidstour
Auf Mitleidstour
CC 2008 Urs1798

Gestern waren es noch 400 Milliarden Euro, die die Bundesregierung Milliardären und Aktionären kurzfristig an Sozialhilfe zur Verfügung stellen will. Heute sind es schon 470 Milliarden Euro. 400 Milliarden Bürgschaften und 70 Milliarden “Kapitalhilfe” spendet die Bundesregierung nun. So schnell geht das im Casino Deutschland. Geld ist auch mitten in der Sozialkrise schließlich genug da.

Hier mal zehn Milliarden, um die staatliche Bank IKB nett saniert an eine amerikanische Heuschrecke zu verschenken, da mal eben 26 Mrd Euro für die Schrottimmobilien der Hypo Real Estate. Das macht zusammen schon mehr als 500 Milliarden Euro. Na und?

Bei den gigantischen Summen fällt Angela Merkels ungedeckter Scheck über mehr als 1000 Milliarden Euro gar nicht mehr auf. Öffentliche Schuldenmacherei, bei der Diskussion um Sozialleistungen für Arme stets als Teufelszeug gebrandmarkt, ist heute für die christdemokratische Kanzlerin Angela Merkel und den sozialdemokratischen Finanzminister Peer Steinbrück kein Problem. Dass Milliardäre und andere Zocker ihren Einsatz im Casino verlieren, darf schließlich nicht passieren.

Kredite für Studenten zur Finanzierung ihres Studiums von der Staatsbank KfW werden allerdings dank der staatlichen Zockerei im internationalen Finanzcasino teurer. Aber da ändert die deutsche Regierung natürlich nichts dran. Man muss eben Prioritäten setzen.

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Freie Wähler: Bitte, BITTE treten Sie an zur Bundestagswahl 2009
10/13/2008 03:34 PM

Die unabhängige Partei mit Sitz in Bayern ist die einzige politische Kraft die in Zeiten eines 470 Mrd-Ausverkaufs der Republik an die Banken dieses Land noch retten kann und will

Liebe Freien Wähler.

Ja, ich komme aus dem linksradikalen Spektrum. Ja, Sie sind ein Sammelbecken wertkonservativer, vorsichtiger Bürger. Und trotzdem, gerade deswegen, oder warum auch immer, jedenfalls flehe ich, Daniel Neun, Verantwortlicher mehrerer Webseiten mit insg.10.000 Besuchern pro Tag, Sie inständig an:

Treten Sie zur Bundestagswahl 2009 an. Ich schöre bei Gott, ich werde alles, alles nur Erdenkliche und im Rahmen meiner legalen Möglichkeiten unternehmen um Ihrer Partei nicht nur über die 5 Prozent-, sondern über die 10 Prozent-Hürde zu helfen. Und ich werde Ihnen auch plausibel erläutern warum.

“MACHTVERSESSEN UND MACHTVERGESSEN”

George Orwell, in “1984″ (leider nur auf englisch frei im Internet zu lesen):

“Eine herrschende Gruppe ist so lange eine herrschende Gruppe, als sie ihre Nachfolger bestimmen kann.”

Der deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker im Juni 1992:

“Nach meiner Überzeugung ist unser Parteienstaat von beidem zugleich geprägt, machtversessen auf den Wahlsieg und machtvergessen bei der Wahrnehmung der inhaltlichen und konzeptionellen Führungsaufgabe”

Im typischen Politiker sah der oberste Repräsentant der Republik keinen Fachmann, sondern “einen Generalist mit dem Spezialwissen, wie man politische Gegner bekämpft”. Das Interview schlug hohe Wellen in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Die politische Klasse reagierte auf die Kritik des Bundespräsidenten irritiert und auch beleidigt. Diese generelle Politikerbeschimpfung sei wenig hilfreich, ein unseriöser “Populismus von oben”.
Einer Umfrage zufolge stimmten demgegenüber fast 90 Prozent der befragten Deutschen der Kritik ihres Präsidenten an den Parteien zu. Bereits 1992 hieß das Wort des Jahres “Politikverdrossenheit”.

Seit diesen mahnenden Worten des konservativen Bundespräsidenten sind 16 Jahre, 16 Jahre vergangen.
Hat sich irgendetwas zum Besseren verändert? Hat sich irgendjemand dieser Warnung vor der schleichenden Diktatur gegen die überwältigende Mehrheit des Volkes besonnen und dagegen etwas unternommen?

“Es stellt sich die Frage, ob man die Bundesrepublik Deutschland überhaupt noch uneingeschränkt als parlamentarische Demokratie bezeichnen kann”

Diese Worte stammen aus 2007, und zwar vom ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes und ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog (CSU). Er führte in seinen Worten aus, dass er die palamentarische Demokratie in Deutschland durch die “EU” für ernsthaft bedroht hält.
Die Politik der Europäischen Union leide

“in besorgniserregender Weise unter einem Demokratiedefizit und einer faktischen Aufhebung der Gewaltenteilung”

Und was war bis jetzt die Konsequenz aus dieser Erkenntnis auch dieses Bundespräsidenten, dem dann ein Bankenschauspieler und Schmierenkomödiant der Hochfinanz ins Amt folgte? Wo ist die Perspektive, wo ist der Ausweg, wo die Hoffnung?

DEUTSCHLAND AN FREIE WÄHLER: BITTE RETTEN SIE UNS!

Liebe Freien Wähler.

Sie haben dieses Wochenende Ihre Bundestagung abgehalten. Der Vorsitzende Ihres Bundesverbands, Armin Grein, wird in der Presse wie folgt zitiert:

“Der Erfolg bei der Bayern-Wahl hat gezeigt, dass wir bei allen kommenden Landtagswahlen antreten sollten, darüber hinaus werde ich der Bundestagung vorschlagen, eine Bundespartei zu gründen”

Meine Bitte: hören Sie auf ihn, und zwar aus ureigenstem Interesse. Das überzeugendste Argument für Sie müsste eigentlich folgendes sein:

Es ist niemand anderes mehr da.

Sie sind die einzige Partei, die nicht vollständig von fleischgewordener Heuchelei, skrupellosestem Betrug und absoluter Kaderkontrolle der Blockparteien unseres Jahrhunderts kontrolliert und korrumpiert sind. Das liegt nicht daran dass Sie alles bessere Menschen sind, sondern an etwas worüber heute nicht mehr gesprochen wird: Strukturen.

Sie haben einfach weniger Möglichkeiten die Menschen zu berauben, da sie keine allmächtige Parteizentrale von Berufsverbrechern in Berlin haben.

Ihre Mitglieder sind deswegen noch nicht solche weinerlichen, kranken Sadomasochisten wie in den anderen Parteien der Bankenrepublik Deutschland, weil sie einfach noch keine Gelegenheit hatten diesen Alltag als Stimmvieh und Parteivolk über Jahrzehnte ausführlich zu üben, oder wie die WASG im Schnelldurchlauf zur Perfektion zu bringen. Sie wären wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen sämtliche CSU-Mitglieder als “Doppelmitglieder” stimmberechtigt auch in ihre Partei aufzunehmen damit die dann ihre Auflösung beschliessen, weil Sie sicher jeden Irren rausgeschmissen hätten der so etwas nur gewagt hätte vorzuschlagen.

Sie haben auch keine Konzernhöflinge und Lobbyisten bis in den letzten Kreisverbänden sitzen, die alles dafür tun dass sich die Legislativgremien Ihrer Partei so selten wie möglich treffen und dadurch die für Jahre gewählten Funktionäre in den Exekutivgremien “in personeller Kontinuität” einfach machen können was sie wollen.

Sie haben noch keine gemeinsamen Bordellbesuche mit Geheimdienstlern hinter sich mit denen Sie Ihr Leben lang erpresst werden, auch sonst haben Sie schlicht weniger Leichen im Keller liegen weil Sie weniger produzieren mussten um in der Deutschland AG nach oben zu gelangen - weil Sie einfach noch nicht oben waren.

Deshalb, deshalb wünsche ich mir, als Sozialist, als Linksrepublikaner, als ein unbeugsamer Geselle aus den deutschen Landen, in denen zwar meine Eltern nicht geboren sind (was sie auch nicht schlechter macht, um das mal klarzustellen) aber ICH, ich wünsche mir deshalb von ganzen Herzen dass Sie, die Freien Wähler, hier zur Bundestagswahl 2009 antreten.

Und ich habe noch ein paar andere gute Argumente. Alle anderen können es nämlich nicht.

ÜBER DIE LINKEN…

Wissen Sie, wen ich am Meisten verabscheue? Von allen Lebewesen auf diesem Planeten Erde? Ich kann es Ihnen sagen: Linke.

Sie werden sicherlich sagen, “Hmm, Moment mal, aber er sagte doch, er käme aus dem linksradikalen Spektrum. Ist das jetzt auch so ein Horst Mahler oder was?”.

Nein. Keineswegs. Ich bin einfach nur links. Das heisst: ich verabscheue alle Linken aus tiefster Seele. Einfach weil sie eine Horde erbärmlicher Dummbeutel, Jammerlappen und Verräter sind, die in ihrer ganzen hirnverbrannten, zum Himmel stinkenden Ignoranz und Zurückgebliebenheit noch das letzte Bisschen an Seele verkaufen würden wenn man sie nur dicht genug anatmet und dann zutextet. Sie, liebe Freien Wähler, Sie können sich gar nicht vorstellen wie ein lebendiges Hirn unter solch weinerlichem, blödem Pack leidet, einfach weil sei keine Linken kennen. Und wenn sie welche kennen, sind sie nicht intelligent. Und wenn Sie intelligente Linke kennen, was per se schon mal ein Wunder ist, dann haben sie keine Eier oder das entsprechend feminine Pendant.

Wissen Sie, liebe Freien Wähler, das gilt nicht nur für die ex-Staatspartei “Die Linke.”, das gilt für alle Personen im Spektrum der sogenannten “Grünen”, und natürlich auch für das gesamte Spektrum der sogenannten “SPD” und sogenannten “Gewerkschaften”.

Wer dort Eier hat, rudimentäre Schläue und kein Gewissen, hat dort sofort irgendeinen Posten. Und ab diesem Zeitpunkt hört die jeweilige Person (mit Durchsetzungskraft, Spatzenhirn und ohne Moral) sofort auf irgendetwas anderes zu tun als nur noch diesen Posten zu verteidigen. Es sei denn, es geht darum noch einen höheren Posten zu ergeiern. Dann wird man wieder aktiv.

Also, lieben Freien Wähler, ich meine hier jedes Wort Ernst. Das ist es ja. Das ist es ja.

Ich kenne keinen von Ihnen persönlich, und es ist mir auch scheissegal wie Sie mich finden, und es kann Ihnen auch alles schnuppe sein was ich hier schreibe, das Einzige was Sie hier und jetzt begreifen sollten, ist, dass Ihnen der grösste, hartnäckigste und gottverdammt sturste Pitbull der rauchenden Blogs ein Angebot macht.

Und alles, was ich von Ihnen will, ist:

- Hände weg vom Grundgesetz. Niemand verändert es mehr, sondern die Parteien werden gezwungen es endlich anzuwenden, sonst wird es gegen sie angewendet.

- Keine 470 Milliarden Euro der Steuergelder einfacher Menschen für eine Horde Raubritter und Finanzverbrecher, mit einem Wort: Banker. Denn genau das steht offensichtlich in dem Gesetzentwurf der Bundesregierung der Kollaborateuren in den “Medien” zugespielt worden ist, innerhalb von 5 Tagen durch den Bundestag gepeitscht werden soll und offenbar auch von den “Linken” und ex-Finanzminister Lafontaine gedeckt wird. Dieses Verbrechen wird die Deutschen über 2 Generationen zu Leibeigenen und Zwangsarbeitern der Hochfinanz machen, welche bewiesen hat dass sie die Bundestagsparteien, das deutsche Parlament und die deutsche Regierung nach Belieben erpressen und steuern kann.

Also, lieben Freien Wähler aus Bayern. Welche Abgeordneten der etablierten Parteien auch immer heute irgendetwas sagen werden, es wird nicht nur alles erstunken und erlogen sein sondern vor allem bedeutungslos. Am Ende wird der Bundestag natürlich ihren Kadern folgen, dann wird der Bankenstreik aufgehoben, die Finanzkonzerne stecken unser Geld ein, die Börsenkurse werden steigen und alle werden sagen sie hätten die Republik gerettet und nicht etwa verkauft.

Nur wenn Sie, Sie, liebe Freien Wähler, dazu Stellung nehmen, wenn Sie damit drohen 2009 zur Bundestagswahl anzutreten, dann werden die Fratzen vor dem Kameras auf einmal leichenblass werden. Dann wird bei den Interviews zum Wasserglas gegriffen um das Schlucken zu verbergen, dann flattern die Augenlieder, ziehen sich die Backenknochen zusammen, dann zuckt es in den Gesichter dieser Hohen Herren aus dem Regierungsviertel.

Nur dann - nur dann - wird es einen Unterschied geben. Alles andere ist irrelevant geworden.

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ISLA: No title
10/13/2008 02:33 PM
Live-Ticker FTD [Link] [Cache]
Harald: Amüsante 6:20 Minuten
10/13/2008 01:42 PM

Manchmal scheint Fernsehen doch unverzichtbar zu sein. Jedenfalls der eine oder anderer Beitrag. Zum Beispiel der eine via F!XMBR.

Auf welchen auch gleich von vielen Seiten hingewiesen wird. Und zu recht auch mit folgenden Worten von Duckhome:

Geht doch bitte alle mal Fernsehen gucken bei F!XMBR.
Das ist obszön. Nackte Tatsachen und ob das schön ist.

Und Recht hatt er. Nackte Tatsachen, Obszön ist es auch. Aber auch schön, richtig schön sogar. Kann man sich immer wieder ansehen und sollte man auf keinen Fall versäumen.

So was von aber auch… man hört von

Panik … nachvollziehbarer Panik … Schlachtfest rund um den Globus … 70 %tiger Wahrscheinlichkeit … Zusammenbruch unseres Wirtschafts- und Finanzsystems … “Dankschreiben” an Schönredner … ganz üble Nummern … die größten Brandherde auzupatschen aber ringsrum brennt es lichterloh … dramatisch schlechte Ergebnisse … völliger Bullshit … wird den Staat massiv verschulden … jetzt ist es eh schon egal …

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Radio Utopie: WAS-B lehnt Lichtenberger Ergänzungshaushaltsplan ab - Unerträglicher Showkampf zwischen Rot-Rot auf Landes- und Bezirksebene
10/13/2008 01:34 PM

Der Vertreter der WAS-B in der BVV Lichtenberg wird auf der nächsten Bezirksverordnetenversammlung am 23.10. den vom Bezirksamt eingebrachten Ergänzungshaushaltsplan für 2009 ablehnen.

Der Ergänzungsplan sieht Einsparungen von 9,3 Millionen Euro vor. So werden u.a. die Angebote der Jugendberufshilfe und Schulstationen drastisch gekürzt, das Bürgeramt 5 am Fennpfuhl trotz stabilerBesucherzahlen geschlossen, der Medienetat der Bibliotheken gekürzt, der Schulbus Karlshorst eingestellt, Erholungsfahrten für Kinder aus sozialschwachen Familien weitestgehend abgeschafft, die Pflege der Grünanlagen reduziert. Auch die Freien Träger im Bezirk, an denen die soziale Fürsorge im Bezirk (z.B. Altenpflege) in den letzten Jahren mehr und mehr outgesourct wurde, bekommen deutlich weniger Mittel zugewiesen.

Als besonders bizarr werten wir den Umstand, dass das rot-rote Bezirksamt beim Werben für die Einsparungen als Drohgebärde die Zwangsverwaltung des Bezirks durch die eigenen Parteigenossen in der rot-roten Senatsverwaltung aufbaut. Unerträglich ist der damit verbundene Erpressungsversuch nach dem Motto: “Wenn Du mir nicht 10 (Mio.) Euro gibst, kommt mein großer Bruder und knöpft Dir 50 ab”.

Auch die verbale Beruhigungstablette des Bezirksamts, dass mit dem Ergänzungsplan das Ende der Sparmaßnahmen absehbar sei - und für den Doppelhaushalt 2010/2011 wieder aus dem Vollen geschöpft werden könne, hinterlässt nur hilfloses Kopfschütteln. Denn der Berliner Landeshaushalt ist trotz aller sozialen Einschnitte nach wie vor strukturell defizitär - und konnte in diesem und im letzten Jahr nur durch die bundesweit gestiegenen Einnahmen aus Lohn- und Umsatzsteuer ausgeglichen gestaltet werden. Der absehbare Rückgang dieser Einnahmen sowie die rückläufigen Mittel aus dem Solidarpakt II werden die Senatsverwaltung zu weiteren Medianabsenkungen in den Produkthaushalten veranlassen, da sie weiterhin an der kontraproduktiv-hoffnungslosen und vor allem unsozialen Absicht festhalten wird, den Haushalt über die Ausgabenseite zu konsolidieren.

Um beim obigen Vergleich zu bleiben: Der große Bruder wird sich das Geld in jedem Fall abholen. Da werden auch die Showkämpfe zwischen Rot-Rot auf Bezirks- und Landesebene nichts dran ändern.

Peter Hammels, WAS-B Berlin

-CK-

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Oeffinger Freidenker: Fundstücke 13.10.2008
10/13/2008 12:34 PM
Abbitte
FR - Das heutige Feuilleton beschäftigt sich mit nichts anderem als mit der Krise. Das muss auch mal sein. Fanden wir. Auch aus moralischen Gründen. Ich habe noch im Ohr, wie Gerhard Schröder über Oskar Lafontaine höhnte, der bilde sich ein, er könne dem internationalen Finanzkapital Fesseln anlegen. Ich habe es auch deshalb im Ohr, weil ich fand, dass Schröder recht hatte. Lafontaine erschien mir als ein kleiner Mann, der seine Fäustchen ballte und sie gegen Leute erhob, die mit dem Bruchteil ihres Jahreseinkommens die ganze SPD hätten aufkaufen können. Sein Fäusterecken hatte etwas Lächerliches. Aber Lafontaine hatte Recht. Er hatte Recht nicht nur in der Analyse. Der Weg in die Katastrophe hatte begonnen mit der Entfesselung des Finanzkapitals. Jetzt aber rufen die Banker selbst nach dem Staat. Sie wünschen ihn sich groß und stark mit kräftigen Zähnen, damit er sie retten möge aus den Schlünden der drohenden Depression. Oskar Lafontaine aber hassen sie jetzt auch noch dafür, dass er Recht hatte.
Anmerkung: Lesebefehl!
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politplatschquatsch: Hilfe aus dem Norden
10/13/2008 12:34 PM
ich nehme an, auch die finnen haben etwas zur finanzkrise zu sagen. ich weiß nur nicht, was:

SENASTE NYTT FRÅN VÄRLDSARVET KVARKENS SKÄRGÅRD

Förvaltnings- och utvecklingsplan för Kvarkens skärgård går på utlåtanderunda
Världsarvsdelegationen för Kvarkens skärgård behandlade på sitt möte 8.10 2008 Förvaltnings- och utvecklingsplanen för Kvarkens skärgård. Planen är ett verktyg för alla som är involverade i arbetet med att vårda, förvalta och utveckla världsarvet.

Förvaltnings- och utvecklingsplan för Kvarkens skärgård går på utlåtanderunda
Världsarvsdelegationen för Kvarkens skärgård behandlade på sitt möte 8.10 2008 Förvaltnings- och utvecklingsplanen för Kvarkens skärgård. Planen är ett verktyg för alla som är involverade i arbetet med att vårda, förvalta och utveckla världsarvet. Planens åtgärdsprogram innehåller 78 åtgärder fördelade på 26 ansvariga instanser och grupper (se bilaga). En av planens uppgifter är att definiera statliga myndigheters, kommuners och andra aktörers roller och uppgifter.

Världsarvsområdets olika aktörer, bl.a. kommunerna, har under det senaste året deltagit i planeringsprocessen. Under behandlingen har det inkommit önskemål om att världsarvets förvaltningsmodell ska effektiveras, att kommunernas roll i förvaltningen ska förstär-kas och att världsarvsundervisningen i skolorna ska bli bättre.

Planen kommer nu att gå på utlåtande. 17.10–20.11.2008 finns den till påseende hos Forststyrelsen, Terranova, Västra Finlands miljöcentral, Korsnäs, Malax, Korsholm och Vörå-Maxmo kommuner samt Vasa stads medborgarinfo. Informationstillfällen för allmänheten ordnas 23.10 på Molpe skola och 29.10 på Replot skola. Man kan också bekanta sig med planen på webbadressen www.kvarken.fi.

Världsarvsdelegationen godkände på mötet tre ansökningar om användning av Kvarkens världsarvslogo: Hans Hästbacka för användning av logon i boken Livet i Stenriket – Kivien Valtakunta, Villa Bullerås för användning vid marknadsföring av företaget samt Lindeman Ab för marknadsföring av ekonät.[Link] [Cache]
ISLA: Göttin des Tages:
10/13/2008 12:32 PM
Hainuwele
Ceram, Indonesien


"Hainuwele ist eine der Schöpfungsschwestern. Sie wurde nach neun Tagen aus einer Kokosnuß geboren, aber die Menschen hatten Angst vor ihr und töteten sie. Aus ihrem toten Körper wuchsen die ersten Nutz- und Nahrungspflanzen. Die Zahl Neun ist Hainuwele heilig. Sie brachte den Menschen den Ritualtanz und den Gesang. Die Menschen bedauerten, daß sie Hainuwele getötet hatten, und tanzen und singen ihr zu Ehren jedes Jahr bei einem großen Fest. Sie verzieh den Menschen und läßt die Pflanzen wachsen. Mitgefühl und Vergebung sind ihre Geschenke."


Aus:
Luisa Francia, Eine Göttin für jeden Tag[Link] [Cache]
ISLA: No title
10/13/2008 12:32 PM
[Link] [Cache]
ISLA: Zeltstadt vor Los Angeles
10/13/2008 12:32 PM
Bislang haben wir nur von den vielen Amerikanern gehört, deren Häuser infolge der Finanzkrise zwangsversteigert wurden. Hier sehen wir, wie sie jetzt leben. Weitere amerikanische Städte wollen das Los-Angeles-Modell nun übernehmen.[Link] [Cache]
ISLA: Dorothea Lange
10/13/2008 12:32 PM
New Deal Gallery









Titelfoto:
Heimatlose Mutter, Nipomo, Kalifornien 1936



"Nachdem ich mir 20 Meilen lang eingeredet hatte, daß ich weiterfahren sollte, tat ich das Gegenteil. Fast unbewußt wendete ich auf der leeren Straße. Ich fuhr die 20 Meilen zurück und bog bei dem Schild "Erbsenpflückerernte" von der Straße ab.

Ich folgte meinem Instinkt, nicht meinem Verstand. Ich fuhr durch ein verschlammtes Lager und parkte mein Auto.

Ich sah die hungrige und verzweifelte Mutter, und wie von einem Magnet angezogen, näherte ich mich ihr. Ich erinnere mich nicht, wie ich ihr meine Gegenwart oder meine Kamera erklärte, aber ich erinnere mich, daß sie mir keine Fragen stellte ... Sie nannte mir ihr Alter, sie war 32. Sie sagte, daß sie von erfrorenem Gemüse der umliegenden Felder leben und von Vögeln, die die Kinder töten. Sie hatte gerade die Reifen ihres Autos verkauft, um Essen zu kaufen. Sie saß in einem schiefen Zelt, ihre Kinder drängten sich um sie, und sie schien zu wissen, daß meine Bilder mir helfen könnten, und so half ich ihr. Es gab eine Art Gleichheit zwischen uns."



Dorothea Lange -

Ein Leben für die Fotografie, Aperture New 1982, in Koproduktion mit Könemann Verlagsgesellschaft mbh, Köln 1998

Dorothea Lange - Collections - Oakland Museum of California

Search: Dorothea Lange New Deal Gallery[Link] [Cache]
ISLA: Die einzelnen Artikel
10/13/2008 12:32 PM
bei der Junge Welt kann ich leider nicht mehr öffnen. Nach dem Anklicken verschwimmt der komplette Bildschirm in grau, keine Befehlseingabe mehr möglich in diesem Browserfenster. Einzelne Artikel abrufbar über Net News Global.[Link] [Cache]
Querdenkerforum: Deutschland-Clan
10/13/2008 12:06 PM
Deutschland heute: ein Netzwerk hochrangiger Politiker, führender Konzernchefs und toleranter Justizbehörden, die systematisch und mit kriminellen Methoden den Rechtsstaat aushöhlen, die Gemeinsinn durch Egoismus und Gesetze durch die Macht des Kapitals ersetzen. Wer wen erpresst, wer die Drahtzieher anrüchiger Deals sind, wer mit kriminellen Organisationen zusammenarbeitet und warum die Justiz kaum ermittelt - Bestsellerautor Jürgen Roth enthüllt anhand bisher unbekannter Dokumente Gaunerkartelle, Korruptionsaffären und Verstrickungen von Ministern, Top-Managern und Staatsanwälten.

>>Ein Sittengemäde unserer außer Kontrolle geratenen Eliten.<<
DIE ZEIT

>>Das ist Aufklärungsjournalismus im besten Sinne: roth hat sich einer Lebensaufgabe verschrieben, nimmermüde den Mächtigen auf die Finger zu schauen.
<< Frankfurter Rundschau


Quelle: Jürgen Roth, Der Deutschland-Clan - Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz, ISBN: 978-3-453-62020-9 (Rückseite Taschenbuchausgabe 06/2007)[Link] [Cache]
Linke Zeitung: 100.000 Demonstranten bei "Freiheit statt Angst"-Demo in Berlin
10/13/2008 11:45 AM
Großdemonstration in Berlin gegen den Überwachungswahn Viele tausend Menschen (laut Tagesschau, die die Demo im Unterschied zum Vorjahr offenbar nicht mehr komplett totschweigen konnte, 15 000, nach Veranstalterangaben 100 000) zogen heute in einem lauten und bunten Zug vom Berliner Alex zum Brandenburger Tor, um ihrem Unmut über die zunehmende Überwachung sämtlicher Lebensbereiche durch Staat und Privatwirtschaft Ausdruck zu geben. Redner(innen) aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche, beispielsweise auch aus dem Gesundheitswesen, machten deutlich, dass sie die sogenannten Sicherheitsgesetze als Angriff auf die Privatsphäre und als weiteren Beitrag zur Schaffung immer größerer gesellschaftlicher Unsicherheit bewerten. Nicht dem sogenannten Krieg gegen den internationalen Terrorismus gälten diese Gesetze, sondern all denjenigen, deren Interessen im Widerspruch zur herrschenden Politik stehen; so sei beispielsweise die soeben von der Großen Koalition beschlossene Möglichkeit des Bundeswehreinsatzes im Inland vor allem gegen rebellierende Arbeiter oder sonstige Oppositionelle gerichtet. Kritik wurde daneben vor allem an der zunehmenden elektronischen Überwachung geäußert (Internet, Telefon- und Emailkommunikation, Videoüberwachung des öffentlichen Raums, Erfassung und Zentralisierung von Gesundheits- und Einkommensdaten etc.). [Link] [Cache]
Ich werde Politiker: Freiheit statt/trotz Angst – Zehntausende demonstrieren
10/13/2008 11:40 AM
Etwa 30.000 Menschen (eigene Schätzung) haben am letzten Samstag gegen den Überwachungsstaat und die Vorratsdatenspeicherung in Berlin demonstriert – ich war einer von den vielen. Und ich gestehe, es war meine erste Demonstration. Es war die größte Demonstration gegen Überwachung in der Geschichte der Bundesrepublik: In dem über 2 km langen Demonstrationszug trugen die Teilnehmer Transparente mit Aufschriften wie "Du bist Deutschland, Du bist verdächtig", "Keine Stasi 2.0 – Hier gilt das Grundgesetz", "Angst vor Freiheit?" und "Je gläserner der Bürger, desto zerbrechlicher die Demokratie"

Bei wunderbarem Herbstwetter versammelten sich zehntausende auf dem Berliner Alexanderplatz und schritten dann, laut auf sich aufmerksam machend, Richtung Brandenburger Tor. Diese knapp 3.5km lange Strecke kam mir irgendwie länger vor, als sie ist. Aber so ist das wohl, wenn man mit so vielen Menschen, aus allen Orten der Republik, aus allen Schichten und Altersklassen gemeinsam demonstriert.

Auf der Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor forderten die Veranstalter politische Konsequenzen: padeluun vom Datenschutzverein FoeBuD erklärte, im Lichte der Massenproteste müsse die Politik jetzt reagieren und die 2007 beschlossene Vorratsdatenspeicherung aller Telekommunikationsverbindungen zurücknehmen.

Ich bin wirklich begeistert, wie viel Menschen sich mobilisieren ließen – aber ehrlich gesagt, bei diesem wirklich wichtigen Thema – ich hätte mir ein paar Millionen mehr gewünscht.







[Link] [Cache]
redblog: Links um zehn # 70
10/13/2008 11:34 AM
Von der großen Demo hier und anderswo, dem Kampf Illegalisierter in NY und dem schnöden Ende des Finanzkapitalismus.

[LINK] Hier lang geht´s zum Pressespiegel für die großartige und gleichzeitig teilweise skurrile Demo am Samstag.
[LINK] RadioLINK I-III: Der LINK führt zu einer Seite mit Radiobeiträgen zum Aktionstag "Freedom not fear!" Besonders spannend sind die Beiträge zu Aktionen in Prag, Sofia und Wien.
[LINK] Audio-Vortrag: "Die Organisierung der Unorganisierbaren". Stephanie Basile (New York City) von den "Industrial Workers of the World" spricht über den Kampf "illegaler" LagerarbeiterInnen in New York gegen Ausbeutung und Rechtlosigkeit.
[LINK] Und weil es grad überall rumgeht und einfach köstlich ist, hier der Kommentator des DeutschenAnlegerFernsehens, der das Ende dieses Wirtschaftssystems nahen sieht.

Vorschläge für LINKs, Kritik, Lob und sonstige Mitteilung bezüglich der "Links um zehn" bitte an redblog[AT]no-log.org[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Schreit endlich alle auf!
10/13/2008 11:14 AM

Die EU- Diktatur will willfährigst vor der Unternehmerwelt die Bilanzierungsregeln ändern: “Nach Vorstellung der Kommission könnten Banken und Versicherungen bereits für das gerade abgelaufene dritte Quartal Wertpapiere in ihren Büchern zum Kaufpreis verbuchen, der oft viel höher liegt als der derzeitige Marktwert”, schreibt die WELT begeistert!

1. Was bedeutet das?

Veröffentlichte Bilanzen sind keinen Pfifferling Wert, weil niemand weiß, ob er in ein Schrottunternehmen investiert ( Aktienkauf ) oder ob dieses Unternehmen wirklich Substanz hat.

Ein verantwortlicher Anlagespezialist darf keine Aktien mehr empfehlen, weil er die tatsächliche Werthaltigkeit eines Unternehmens nicht kennen kann!

2. Was bedeutet das?

Der Staat feiert fröhliche Urständ’: “Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte dies bereits in der Vorwoche als wichtigstes Ziel des Treffens des Internationalen Währungsfonds in Washington genannt”. Warum stößt das auf Begeisterung des Staates? Weil bisher die wahren Werte in die Bilanzen zu schreiben waren. Wenn Verluste von einem Jahr zum anderen entstanden, wurden diese Verluste abgeschrieben, das heißt, sie machten Gewinne geringer; nur von Gewinnen sind die Steuern zu zahlen. Das heißt, dass Abschreibungen und damit Gewinnreduzierungen nun nicht mehr vorkommen und einer zu Lasten der Investwilligen verdient: die Krake Staat!

3. Was bedeutet das?

Die Großbanken werden gegenüber den Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit 400 Mrd zugeschüttet und bekommen obendrein noch das Sahnehäubchen der Verschleierung.

4. Was bedeutet das?

Dass die alles umschlingende Krake EU auch die Deutschland gültigen internen Regeln bestimmt! Wir verlieren auch auf dem Finanzsektor unsere Souveränität. Dieser Merkel- Unsinn, man wolle ein Staatenbündnis! Man will die USA nachbauen, die Vereinigten Staaten von Europa! Warum? Politiker Machtgier!

Aus einem Gefühl wird bei diesem Herrn Steinbrück ohnehin Gewissheit: der Staat geriert sich zum Ausbeuter der Massen!

Weg mit diesen Ausbeutern! Weg mit dieser SPD, die ihre soziale Ader abgestreift hat, weil sich mit einem neoliberalen Mäntelchen besser laufen lässt!

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HU-Marburg: Marcel Reich-Ranicki hat Recht
10/13/2008 11:12 AM
Das deutsche Fernsehen ist auf den neoliberalen Hund gekommen - HU-Ortsverband Marburg.

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HU-Marburg: Schwarze Löcher geistern durch die Welt
10/13/2008 11:12 AM
Ein Wirtschaftssystem vor seinem Zusammenbruch - HU-Ortsverband Marburg.

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Hans-Werner Sinn - auch er! oder: Die geistige Privatinsolvenz des Prof. Dr. Sinn
10/13/2008 10:45 AM

Auch Hans-Werner Sinn, wie nicht anders zu erwarten, hat immer schon gewusst und gemahnt. Dabei sind seine Einlassungen vermutlich nicht einmal gelogen, sondern nur erstunken. Ich glaube ihm sogar (soviel Sachverstand sollte man ihm schon zugute halten), dass er seit Monaten um die Abwärtsbewegung weiß und aus gutem Grund geschwiegen hat; hätte ich übrigens auch getan an seiner Stelle. Ich glaube ihm auch unbesehen, dass in seiner Dissertation irgendwie irgendwo ein paar Regularien gefordert werden. Seine, Merkels, Steinbrücks und jetzt wohl auch Eichels Einlassungen, immer schon gemahnt zu haben, sind dennoch nichts anderes als ein restloser geistiger Bankrott.

Denn es gibt genau zwei Möglichkeiten, und beide sind für unsere post-hoc-Berufsmahner gleich peinlich: Entweder sie haben, gleichsam als Rückversicherung, ein paar belanglose Relativsätze eingebaut (so in etwa, wie die INSM sich ja auch "sozial" nennt). Oder sie haben es wirklich präzise gewusst.

So oder so, an dem Tatbestand, dass sie der massiven Deregulierung der Finanzmärkte aktiv den Weg gebnet haben, führt überhaupt kein Weg vorbei! Gegenüber den Geschichtsfälschungen, die nötig wären, um deren klare Mitverantwortung für das Finanzdesaster umzubiegen, war das Herausretuschieren Trotzkis aus den einschlägigen Bildern ein besserer Kinderzimmerkartentrick. Alle Genannten hatten Macht und Einfluß genug. Ob man sich dem Desaster hätte entgegenstellen können oder ob hier Gesetzlichkeiten abliefen, die nicht zu steuern waren, ist unerheblich. Denn sie hätten es, wenn sie denn die Einsichten gehabt hätten, die gehabt zu haben sie uns jetzt vorgaukeln, zumindest versuchen können. Aber niemand, Merkel nicht, Schröder nicht, Eichel, Steinbrück, Fischer nicht, die FDP nicht und auch "Deutschlands bester Ökonom" nicht - niemand hat sich dem Deaster entgegen gestellt, im Gegenteil!

Sie haben der Deregulierung massiv das Wort geredet, massiv den juristischen Weg geebnet. Sie alle haben mitgewollt und mitgetan. Das sind die relevanten Tatsachen. Was in Sinns Dissertation von 1977 auf Seite sowieso steht, hat mit den relevanten Tatsachen nicht das geringste zu tun. Dass er sich nicht entblödet, diese Diss jetzt zu erwähnen, erzeugt in mir Fremdschämen bis zum körperlichen Schmerz...

Aus diesem logischen Schraubstock kommen sie nicht mehr heraus. Zumal - Nachdenkseiten, Klimenta, Roth, attac, auch der-da-ausm-Saarland-Sie-wissen-schon - die Warnungen ja weitumfänglich vorlagen. Gute Güte: Sogar ich (von tieferen VWL-Einsichten unbeleckt) wusste seit einigen Jahren, dass eine Gesellschaft ersichtlichen Fehlsteuerungen unterliegt, wenn in ihr die oberen 10 % eine Eure-Armut-kotzt-uns-an-Party nach der anderen feiern, während gegen die Unterschicht geistig mobil gemacht wird. Sogar ich wusste, dass man kein Geld aus nichts machen kann.

Wie falsch Sinn auch jetzt noch liegt, zeigt das Interview selbst in verblüffender Deutlichkeit. Es ist wenige Tage alt - und schon von der Wirklichkeit überholt. 470 Milliarden stehen inzwischen im Raum. Längst ist die Realwirtschaft betroffen. Sinn scheint der einzige gewesen zu sein, dem nicht klar war, dass es bei den Hypo-Real-Estate Peanuts mit Sicherheit nicht bleiben wird... Vielleicht steht zu dieser neuerlichen blamablen Fehleinschätzung Sinns ja auch was nettes in seiner Dissertation. Das kann er uns dann im nächsten FAZ-Interview präsentieren. Übrigens ist sich, wie schon Merkel, auch Sinn nicht zu schade dafür, jetzt auf einmal in Antiamerikanismus zu machen. Ich kann das nur noch verachten.

In der FR hat Arno Widmann heute Abbitte geleistet. Nun ja. ich halte nichts von härenen Büßergewändern. Widmann reümmiert:

Jetzt aber rufen die Banker selbst nach dem Staat. Sie wünschen ihn sich groß und stark mit kräftigen Zähnen, damit er sie retten möge aus den Schlünden der drohenden Depression. Oskar Lafontaine aber hassen sie jetzt auch noch dafür, dass er Recht hatte.
Widmann muss sich nicht öffentlich selbst an den Pranger stellen. Es wäre produktiver, sich der unfassbaren Agressivität gegen alle linken Ansätze derzeit (eine Agressivität, die offenkundig allein mit begründet schlechtem Gewissen zu tun hat, wie Widmann richtig sieht) deutlich zu verweigern und die Verantwortlichen für das Desaster zu benennen. Mit Namen und Vornamen, denn die sind bekannt. Hans-Werner Sinn vorneweg.

Den Pessimismus der Nachdenkseiten, den ich aus einigen Beiträgen herauslese, es könnte denen die Uminszenierung gelingen, teile ich übrigens überhaupt nicht. Sinn, Miegel, Merkel, Steinbrück und wie sie alle hießen sind zu tief verstrickt. Da kommen die nicht mehr raus - zu Recht! Wir, allerdings, dürfen sie da dann auch nicht mehr herauslassen.

Zu fragen wäre, ob der eine oder andere ggfls auch juristisch nicht mehr herauskommt. Was nach der akuten Krisenbewältigung ansteht ist eine deutliche Untersuchung darüber, in welchem Ausmaß, etwa durch "Externe", die Finanzwirtschaft auf gesetzgeberische Verfahren, auf die Formulierung von Gesetzesentwürfen Einfluß genommen hat. Widmann deutete es an: Das könnte spannend werden.

edit: Sinn erwähnt auch - im Oktober des Jahres 2008 ! -, dass über 20 % Rendite für Herrn Ackermann wohl doch etwas fülle gewesen seien. Ich möchte darüber eigentlich nichts sagen, weil ich mit allem, was ich hier sagen könnte, mir eine Beleidigungsklage Sinns einhandeln würde. Und soweit kommts noch, dem das Konto zu füllen. Zur Erinnerung: Die Entlassungen bei hohen Gewinnen waren im Februar 2005 das wirtschaftspolitische Diskussionsthema Nr. 1. Wir gratulieren "Deutschlands bestem Ökonom" für seine 3 3/4 Jahre zu späte Einsicht. Auch großartig finde ich es, dass Sinn bemerkt, wir hätten eine starke Industrie. War da nicht mal was mit "Basarökonomie"? Es ist nur noch jämmerlich...

[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Lustige Linke
10/13/2008 10:33 AM
Die Weltwirtschaft malt Fragezeichen, die Marktwirtschaft liegt auf dem Totenbett, Karl Marx wird nachgesagt, das alles schon vor hundert Jahren vorhergesagt zu haben. Es folgt eine Inflation an Antworten, deren lustigste der Landesparteitag der Linken in Hessen gab: Der Staat dürfe nun nicht nur die Pleitebanken übernehmen, nein, das gesamte Bankenwesen müsse in öffentliches Eigentum überführt werden, auch die noch profitablen Teile des Finanzkapitals.

Der Staat, wir einnern uns, ist der, dessen Landesbanken und Kreditanstalten für Wiederaufbau am heftigsten mitzockten beim Pokerspiel um den größten Gewinnhebel mit dem exostischsten Finanzprodukt. Die Linke wiederum, wir erinnern uns, ist die Partei, die demnächst in Hessen mitregieren wird. Beim Finanzkapital, dem letzten Beteiligten im Dreisatz, handelt es sich um eine Branche, die die Linke bis zum Wochenende nicht verstaatlichen, sondern abschaffen wollte: Eine sozialistische Welt ohne Geld, was braucht die auch Banken?

Ganz so weit ist DGB-Chef Michael Sommer noch nicht. Er fordert derweil nur, der drohenden Rezession mit einem öffentlichen Investitionsprogramm in Höhe von mindestens 25 Milliarden Euro zu begegnen. 25 Milliarden sind für einen wie Sommer, der im Verwaltungsrat der Staatsbank KfW mithalf, eine ähnliche Summe flott zu verjuckeln, kein Geld. Man druckt es einfach, und schon ist es da.[Link] [Cache]
ISLA: No title
10/13/2008 10:32 AM
Ich freue mich auf das große Göttinnen-Haus, was sich sicher auch durch den weltweiten Versand von informativen CDs finanzieren lässt.[Link] [Cache]
ISLA: No title
10/13/2008 10:32 AM
10.20 Uhr Google: "Modgudr". Kein Permalink?

ISLA - Independent Sensitive Liberation ArmyModgudr (altwestnordisch: Móðguðr) ist die Bewacherin der Jenseitsbrücke ... Modgudr erfragt an der Jenseitsbrücke Namen und Herkunft der Reisenden. ...
independentsla.blogspot.com/ - Ähnliche Seiten - Notieren[Link] [Cache]
Neues aus Rorkvell: Die Vision des Amerika von morgen
10/13/2008 10:14 AM

McCain wirft Obama vor, Amerika keine Vision zu geben. Er selbst hingegen werde Amerika eine Vision für die Zukunft geben. Welche Vision, das hat er jetzt erstmals verlauten lassen. So droht er Obama mit der Peitsche.

Also, die Vision des Amerika von morgen ist so: Wer nicht nach McCains Pfeife tanzt, tanzt eben nach seiner Peitsche. Kommt natürlich besonders gut, da Obama ein halb-Schwarzer ist, und die Peitsche einmal das Standard-Kommunikationsmittel für die Schwarzen war. Das legt nahe, dass McCain diese glorreichen Zeiten wieder aufleben lassen will. Schließlich passt auch sein Alter bestens dazu.

Ich hätte da noch einen Tipp für ihn. Warum nicht auch die ur-amerikanische McCarthy Ära wieder aufleben lassen? Namens- und Wesensähnlichkeit ist ja vorhanden. Und so lange der Dummkopf bin Laden für genügend Nachschub an Argumenten sorgt, kann man so doch das Stimmvieh prächtig hinters Licht führen.

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Persiana 451: Der Begriff "Verschwörungstheorie" als Instrument der Gedankenkontrolle
10/13/2008 10:10 AM
"Ich will dir sagen, wieso du hier bist, Neo. Du bist hier, weil du etwas weißt. Etwas, das du nicht erklären kannst. Aber du fühlst es. Du fühlst es schon dein ganzes Leben lang, dass mit der Welt etwas nicht stimmt. Du weißt nicht was, aber es ist da. Wie ein Splitter in deinem Kopf, der dich verrückt macht. Dieses Gefühl hat dich zu mir geführt."
Morpheus in "Die Matrix"



Haben Sie das schon mal erlebt? Viele wirtschaftliche und politische Entscheidungen, machen für Sie überhaupt keinen Sinn, es sei denn man betrachtet sie vor dem Hintergrund von machtpolitischen Interessen, die den Bürger in eine immer größere Abhängigkeit und unter Kontrolle des Staates bringen.

Sie sprechen mit Bekannten und Freunden darüber.
Jedes Gespräch, auch das kontroverse, ist zumindest für mich immer wieder eine Gelegenheit, meine Gedanken und die meines Gesprächspartners zu hinterfragen, und auf neue Erkenntnisse oder auch auf Fragen und Ungereimtheiten zu stoßen, denen ich nachgehen kann.

Da sitzen Sie nun, trotz des gemütlichen Beisammenseins am Küchentisch zu Besuch bei Freunden irgendwie unbehaglich angesichts der neuesten bedenklichen politischen Entwicklung, und Sie sagen :"Also irgendwie kommt mir das spanisch vor. Es ist alles so unlogisch, dass macht doch nur Sinn vor dem Hintergrund dass irgendjemand versucht...".
"Aha!" kommt die spöttische Antwort. "Die Verschwörungstheorie also."
Diskussion gestorben.

Was ist denn nun eigentlich die Verschwörungstheorie?
Erklärungen hierzu gibt es viele...


Nun ist die Frage, wo liegt die Grenze zwischen Verschwörungstheorie und kritischem Denken?

Zunächst einmal ist hierzu zu sagen, dass niemand leugnen kann, dass es seit der Menschheitsgeschichte nachweislich immer wieder Verschwörungen gegeben hat: zum Beispiel der von der Britishen Ölgesellschaft geforderte und mit Hilfe der CIA ausgeführte Sturz des demokratisch gewählten iranischen Präsidenten Mossadegh 1953 und die Installation des Schah Reza Pahlewi, das als nur ein Beispiel für
die Unterwerfung der amerikanischen Außenpolitik unter wirtschaftliche Interessen einzelner Industrien dienen soll.

Zweitens ist zu sagen, dass jemand, der Verschwörungen für möglich hält, jedoch in seinem Gefühl der Unbehaglichkeit verhaftet bleibt und sich daraus seine Verschwörung konstruiert, sicherlich nicht ernst zu nehmen ist.
Allerdings ist ein Gefühl des Unbehagens m.E. ein durchaus wünschenswertes Phänomen ist- es muss eben hinterfragt und bei Unklarheiten muss nachrecherchiert werden.

Drittens bin ich der Meinung, dass die Möglichkeit, dass einzelne Interessengruppen Ziele verfolgen, und deren Planung und Umsetzung betreiben, die sich nicht immer mit den Interessen der Allgemeinheit decken müssen, realistisch und im Grunde völlig legitim sind.

Nur haben wir derzeit sowohl innerhalb der einzelnen Staaten als auch global gesehen, ein riesiges Problem: Die Tendenz, das sich Riesenvermögen und damit politische Macht in den Händen einiger weniger Menschen konzentriert, während der Rest der Menschheit zunehmend verarmt und in eine immer weitergehende finanzielle Abhängigkeit von Arbeitgebern und Staat getrieben wird, vor der auch unser Sozialstaat aufgrund seines immer weitergehenden Abbaus bald keine Sicherheit mehr bietet.

Das Problem ist nicht neu, deswegen hat es auch in unserer Geschichte immer wieder Bestrebungen gegeben, die Konzentration von Kapital zu verhindern und diese Bemühungen haben sich teilweise in unserem Grundgesetz z.B. Art. 14 (2) "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." und auch in Artikeln von Verfassungen einzelner Bundesländer (z.B. Bayern und Hessen) niedergeschlagen.

Nun ist es ganz offensichtlich, dass die Inhaber von Riesenvermögen kein Interesse an einem unabhänigen und kritischem Bürger haben. Vertreter einzelner Lobbygruppen haben bereits die Kontrolle über die Mehrzahl unserer Medien und über Lehre und Wissenschaft, und damit auch Zugang zu unseren Informationsmöglichkeiten. Die Privatisierung der Schulen für einzelne Teile der noch wohlhabenderen Bevölkerung und damit der Zugriff auf den Nachwuchs, also auf die kritischen Denker von morgen, steht noch aus, während unser unterfinanziertes staatliches Schulsystem immer mehr auf der Strecke bleibt und wohl eine völlige Verwahrlosung in Bezug auf Bildung für den Nachwuchs weiter Teile der Bevölkerung zur Folge haben wird.

Die Möglichkeiten zur demokratischen Kontrolle sollen ganz offensichtlich immer weiter eingeschränkt werden, beispielsweise durch Abgabe von Kompetenzen an ein EU-Parlament, durch dass sich die National-Parlamente weitestgehend selbst entmachtet und seine Bürger mit Haut und Haar für die Interessen der Wirtschaft zur Verfügung gestellt hätte.

Supranationale Vereinigungen,wie z.B die OECD deren Abgeordnete keiner kennt, weil sie niemand gewählt hat, und die sich jeglicher demokratischer Kontrolle entziehen, drängen sich mit immer mehr in die Politik der Nationalstaaten und bestimmen mit ihren Forderungen zunehmend die politische Diskussion, während der einzelne Bürger mit seinen Forderungen sich diesen Mächten immer mehr ausgeliefert sieht. Sollte nicht ursprünglich einmal die Wirtschaft den Interessen der Bürger dienen, und seinen Wohlstand mehren, statt umgekehrt?

Wer sich nun fragt, wie es zu dieser bedenklichen und immer wieder in dieselbe Richtung weisende Entwicklung, nämlich die zunehmende Auslieferung des Bürgers, seiner Interessen, seiner Perspektiven, kurzum seines Lebens, an die Wirtschaft, gekommen ist, wird allzu oft und allzu leichtfertig als "Verschwörungstheoretiker" gebrandmarkt. Der Begriff wurde ohne nachzudenken und ohne zu hinterfragen übernommen und funktioniert wie eine Art Gedankenkontrolle.

Wer heute als kritischer Bürger gelten will, lehnt es rundheraus ab, die Entwicklungen, die sich abzeichnen, zu Ende zu denken, und die Informationen, die im Grunde immer noch überall, selbst in den renommierten Zeitungen,zur Verfügungstehen, in einen Zusammenhang zu bringen, der einen Sinn gibt. Denn sofort greift die Gedankenkontrolle: "Das ist eine Verschwörungstheorie". Es leuchtet ein rotes Verbotsschild auf im Gehirn und hindert uns daran, lose Enden zu verknüpfen, Schlüsse daraus zu ziehen und diese mit anderen zu diskutieren.

Wer braucht da noch staatliche Kontrolle? Wir kontrollieren uns selbst und nehmen der drohenden Diktatur noch möglichst viel Arbeit ab.

Ich sage da nur: Bürger, sei wachsam!

Nein, ich sage: Bürger, wacht auf![Link] [Cache]
Principiis Obsta: USA haben Rettung des Systems aufgegeben und bereiten sich auf den „Tag danach" vor.
10/13/2008 09:35 AM
DAX 900? Wie gehts jetzt weiter?

Von Mr. DAX
Sonntag, 12. Oktober 2008
Die Katastrophe ist da. Märkte im freien Fall. Warnungen vor Weltwirtschaftskrise.
Dirk Müller (Mr. DAX)
Doch sie ist schon längst da. USA haben Rettung des Systems aufgegeben und bereiten sich auf den „Tag danach" vor.

Klaren Kopf bewahren und nicht den Beschwichtigungen glauben ist das Gebot der Stunde.

Zusammenbrechende Banken, Island vor dem Staatsbankrott, geschlossene Börsen in Russland, Asien und Österreich, Bankenverstaatlichungen und einbrechende Wirtschaftsdaten. Wie sieht eine Weltwirtschaftskrise aus, wenn nicht so? Die Meldungen überschlagen sich und man kommt in dem ganzen Medienwahnsinn kaum noch dazu, das Wesentliche zu erkennen.

Konzentrieren wir uns also auf die wichtigsten Fakten, die uns Hinweise auf die weitere Entwicklung geben. Es brennt an allen Ecken des Globus. Seit der Globalisierung ist alles in einer Art und Weise miteinander Verknüpft, dass niemand die ganzen Konsequenzen aus den bereits aufgetretenen Verwerfungen nachvollziehen kann. Erstrecht nicht die Politiker.



Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de


Als ich am Donnerstag bei der Sendung Maybritt Illner zu Gast war, wurde mir das dramatisch bewusst. Wir stehen mitten in einer Katastrophe und die Politiker, von denen wir Lösungen erwarten, haben noch nicht einmal verstanden um was es geht. Sie streiten sich, wer vor 5 Jahren welches Gesetz blockiert oder beschlossen hat. Machen Wahlkampf anstatt nach Lösungen zu suchen. Ich war entsetzt. Von denen ist keine Hilfe zu erwarten.

Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass uns unser Wirtschaftssystem mit 70% Wahrscheinlichkeit gerade zusammenbricht.

Die USA haben meines Erachtens eine Rettung des Systems aufgegeben und bereiten sich bereits auf den „Tag danach" vor. Die Europäer haben das noch nicht verstanden. Diesem Zweck diente auch das 700MRD „Rettungspaket". Es wurde benötigt um die wichtigen und mächtigen Institute wie Goldman Sachs, aber auch Industrieunternehmen wie General Electric etc. mit genügend Geld auszustatten, damit diese nach dem Zusammenbruch weiterarbeiten können und das System nach dem „Reset" weiter läuft. Es findet ein kontrollierter Zusammenbruch statt. Man bemüht sich lediglich, das Tempo ein wenig herauszunehmen. Der Tiefstpunkt wird in einigen Monaten erreicht sein.

Es besteht kein Grund zur Panik (Der besteht eigentlich nie), aber sehr wohl besteht Grund zu überlegtem Handeln. Ein solcher Zusammenbruch bedeutet nicht das Ende der Welt. Die Erde dreht sich weiter und es geht auch morgens die Sonne auf.

Es wird auch dann noch Banken und Unternehmen geben, aber es kommt eben zu sehr großen Umbrüchen und Veränderungen. Es sieht so aus, als würden sich auch große Investoren mit viel Bargeldhaltung auf den „D-Day" vorbereiten. Das Gleiche sollten Sie tun. Bargeldhaltung.

Keine Aktien, keine Fonds usw. Auch Gold ist im Moment keine akute Empfehlung (abgesehen von dem Grundstock, der immer gilt). Im Moment zählt nur Bargeld.

Das ist auf dem Konto (noch) gut aufgehoben, muss aber beobachtet werden. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit fallen die Märkte noch sehr, sehr tief.

Ich gehe von einem Unterschreiten der Tiefs von 2003 aus und halte sogar einen 3stelligen Daxstand für möglich. Nicht für zwingend, aber für MÖGLICH ! Wenn wir diese Phase erreichen, ist die Zeit zum Investieren. Es sollte dann ein Zeitfenster von wenigen Wochen geben, innerhalb dessen man sein Geld unbedingt investiert MUSS.

Sei es Immobilien oder Aktien oder Edelmetalle. Es besteht dann die akute Möglichkeit, dass es zu Veränderungen im Währungssystem kommt. Dazu aber später mehr. Aber noch mal ganz klar : So sieht es im Moment für MICH aus ! Es muss nicht so kommen.

Ich kann irren !! ICH sehe es im Moment so. Vielleicht kommen in einigen Tagen neue Informationen, und die Welt ist plötzlich eine andere (bessere). Aus heutiger Sicht ist das MEINE Meinung.

Bitte überdenken Sie stets alles mit Ihrem eigenen gesunden Menschenverstand. Vertrauen Sie keinem „Experten" blind. Auch mir nicht !

Notmaßnahmen vom Wochenende lächerlich

Was bisher bezüglich der Krisenintervention der G7 bekannt wurde ist geradezu lächerlich. Absichtserklärungen, sonst nichts. „Gemeinsames Handeln", „Konsequentes Vorgehen" Bla,bla. Welche Fakten ? Was will man tun? Das Überleben der wichtigsten Banken soll garantiert werden. Vermutlich indem sich der Staat daran beteiligt (Verstaatlichung). OK. Den Rest kann man also absaufen lassen!?

Das entspricht genau meiner Einschätzung. Man bereitet sich auf den Tag „danach" vor. Man lässt das System absaufen und rettet nur die wichtigsten Elemente über die Runden, um danach neu starten zu können. Wenn das in Europa weiterhin jeder Staat für sich macht, entstehen daraus Gefahren für das Europäische Währungssystem, da unterschiedliche Garantien der einzelnen Länder zu großen Kapitalüberträgen in das Land mit der jeweils besten Garantie führen.

Nehmen wir an Irland bietet einen Vollkaskoschutz für alle Gelder an. Italien nicht. Dann werden die Menschen und Unternehmen ihr Geld von den italienischen Banken abziehen und nach Irland übertragen. Die italienischen Banken brechen zusammen während die irländischen profitieren.

Das wird Italien nicht zulassen und den Kapitalübertrag verbieten. Der Euro stünde vor größten Belastungsproben. Die europäischen Staaten müssen sich dringend auf ein gemeinsames Vorgehen einigen, ich befürchte aber, dass jeder nur seine eigene Haut retten will.

Die Kreditklemme (Banken trauen einander nicht) wird vermutlich gelöst, indem der Staat als Vermittler dient. Bank A leiht das Geld an den Staat, der gibt es an Bank B weiter. Wenn Bank B nicht zurückzahlen kann, hat der Staat Pech gehabt. Das kann kurzfristig den Geldmarkt wieder in Gang bringen, birgt aber ungeahnte Risiken für die Staatshaushalte.

Wann diskutieren wir die nächsten Staatspleiten nach Island? Wenn eine der großen Schweizer Banken kippen würde, hätte auch die Schweiz ein Problem. Die Banken sind wesentlich größer als der Schweizer Staatshaushalt. Der Franken ist also im Moment keine sinnvolle Alternative.

Das sind einige Schlaglichter der aktuellen Krise. Ich könnte Ihnen seitenweise weitere Brennpunkte nennen. So kommt mittlerweile auch der internationale Schiffsverkehr (Warentransport) in Gefahr, da die Kreditgarantien, mit denen die Schiffsladungen auf den Weg geschickt werden, auszutrocknen drohen. Das könnte zu Lieferengpässen vieler Güter führen.
Quelle: MMnews

Siehe auch: Schwärzer gehts nicht
Globaler Flächenbrand - Der Kapitalismus frisst seine Kinder
Bundesregierung fürchtet politische Radikalisierung
Finanzmarktkrise löst neoliberalen Klassenkonsens auf
US-Kongress: Massive Einschüchterung von Kritikern des 700 Mrd-Bailout-Gesetzes
Das letzte Aufgebot: (Die bisher hilfloseste Reaktion auf die Krise) [Link] [Cache]
Neues aus Rorkvell: Monströs
10/13/2008 09:27 AM

400 Milliarden Euro! So viel Geld wollen unsere Volkszertreter den "notleidenden" Banken hinterherwerfen. Der Banken-Grundsatz, dass man schlechtem Geld nicht auch noch gutes Geld hinterherwirft, gilt dabei nicht. Und gespart wird wieder dort, wo anscheinend keine Not herrscht: Bei den Hartz4 Empfängern, bei Kindertagesstätten, bei Schulen und so weiter. So langsam frage ich mich, wie weit die Leidensfähigkeit der Bevölkerung noch geht. Meine ist langsam am Ende.

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Duckhome: Banken kurzfristig gerettet, Bevölkerung pleite, Merkel und Steinbrück froh
10/13/2008 08:34 AM

Wer am Wochenende in die Gesichter von Merkel, Sarkozy und Brown geschaut hat, der weiß wie sehr Lügen und Angst sich in die Züge eines Menschen eingraben. Warum das nicht bei Peer Steinbrück so ist. Der war schon immer so gemein. Er kam so auf die Welt. Er ist zu dumm um Angst zu haben und zu arrogant um die Gefahr zu merken.

Merkel, Brown und Sarkozy hingegen wissen, dass ihnen der Arsch brennt und zwar mit sehr heißer Flamme. Auch wenn die Merkel noch nie für etwas politisch gestanden hat, außer für den Staatskaptialismus der SED den sie als Politruk und Propagandaschnepfe für die FDJ predigte, hat sie doch mitbekommen, was passiert wenn das Volk anfängt zu schreien.
Das Merkel an sich interessiert sich zwar nicht für Deutschland und auch das Finanzsystem der Welt ist ihr ziemlich egal, solange sie als Außenkanzlerin von Land zu Land reisen darf und endlich die Welt sieht. Typisch Wendehals aus der DDR eben. Die braucht keinen Charakter, die kann ganz gute ohne leben. Steinbrück sollen sie irgendwann mal Charakter angeboten haben. Hat er abgelehnt. Er wollte bleiben was er ist.

Man kann nicht einmal mehr Satire über diese Pfeifen machen. Man kann sich nicht mehr empören. Wie soll man so etwas hassen, das man nicht einmal mehr bezeichnen kann. Fällt irgendwem noch ein Schimpfwort zu Ackermann ein? Nee. Ja das ist es. Man kann sie nicht einmal mehr beschimpfen. Serdar Somuncu versucht es trotzdem.


Serdar`s Hatenight Folge 19 Bankenkrise via




Ganz schön hart, aber trotzdem viel zu schwach. Wie will man den da noch einen draufsetzen, wenn die Springerdreckspresse den Deutschen freudestrahlend mitteilt, dass die Verbrecher die mit ihrer unbändigen Gier und mit den Renditevorgaben eines Josef Ackermann, die Menschen in Deutschland arm gemacht haben, nun auch noch mit der Politik, ihre Rettung auf Kosten der Menschen bespricht, die sie bestohlen und betrogen haben.

Seit Tagen arbeitet der Krisenstab der Bundesregierung um den Staatssekretär Jörg Asmussen und Jens Weidmann, Wirtschaftsberater der Kanzlerin, an einem Plan B. In kleinem Kreis, streng geheim. Neben den beiden politischen Beamten und dem Bundesbankpräsidenten sind nur noch vier weitere Mitarbeiter aus dem engsten Arbeitsumfeld von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eingeweiht. Und vier Banker: Martin Blessing und Klaus-Peter Müller von der Commerzbank sowie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Paul Achleitner von der Allianz.


Das ist nicht mehr den Bock zum Gärtner machen. Da bestimmt der Verbrecher, welche Entschädigung ihm das Opfer, für seine Verbrechen zu bezahlen hat. Da wird das Recht auf den Kopf gestellt und diese Pfeifen aus der Politik freuen sich auch noch. Was bekommen Merkel und Steinbrück denn nun für diesen Verrat? Da soll doch niemand mehr erzählen, sie wollten helfen. Das ist Betrug in seiner schlimmsten Form.

Dabei geht es nicht darum ob die Banken gerettet werden sollen oder nicht. Wenn man es machen will kostet es rund 1.500 Milliarden Euro für Deutschland. Darüber könnte man reden. Aber dann lässt man diejenigen, die, die Karre aus purer Gier und in vollständiger Verantwortungslosigkeit vor die Wand gefahren haben, doch nicht mehr mit entscheiden. Dann setzt man da verantwortungsvolle Menschen ein und sperrt den Ackermann in Untersuchungshaft.

Frau Merkel neigt zur englischen Lösung. Ja klar. Stimmrechtslose Vorzugsaktien für gutes Geld. Dem Brown diesem Landei kann man sowas ja verkaufen. Der ist wirklich so blöd. Nur kann die Merkel dem Ackermann das Geld dann gleich schenken. Weil der macht mit der neuen Kohle an der alten Stelle weiter. Die Merkel ist entweder völlig bescheuert oder gekauft.

Fefe hat ein schönes Gedicht zu dem Thema gefunden. Ich bringe es hier im Vollzitat, damit es auch die Faulen lesen.

Das Gedicht zum Bankendomino

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.


Genau das trifft es. Wie Fefe schon sagt. Es ist zu nah an der Realität. Wie nah vermag er gar nicht zu glauben. Heute hat Frank Meyer, den ich eigentlich sehr schätze, einen Blogbeitrag von Ronald Gehrt gebracht, der die ganze Verkommenheit des Systems zeigt.

Natürlich, ich kann es nicht genug wiederholen: Diese Maßnahmen sind nicht die Ultima Ratio. Aber bitte sehr, wenn kritisiert wird, dann beantworte man mir erst einmal folgende Frage: Haben Sie eine bessere Lösung, die im Rahmen der vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten UND im Rahmen der wenigen, vorhandenen Zeit machbar sind UND zu einem besseren Ergebnis führen? Nein?

Dann sollten diese Leute vielleicht besser ausgerechnet jetzt ein bisschen vorsichtig mit ihren Kommentaren sein und deren Konsequenzen überdenken! Oder wäre man vielleicht der Ansicht, dass GAR nichts tun besser ist? Nein? Dann möge man bitte anerkennen, dass die Regierungen wenigstens versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu tun, was getan werden kann. Und bitte auch einräumen: Wenn man dauernd herumposaunt, dass die da oben eh alle keine Ahnung haben, kann man sich jetzt nicht hinstellen und fordern, dass Lösungen binnen Tagen beschlossen werden, die Unmögliches möglich machen!



Hört sich schon fast wie Ackermann an. "Lasst uns doch das Falsche tun, weil wir nichts besseres wissen." Aber wer sich anschaut, womit Ronald Gehrt sein Geld verdient, kommt aus dem Lachen nicht heraus. Auch er hat ein untrügliches System. Genannt System 22.

Wenigsten hat es System das System



Ich glaube nicht, dass jemand der am 12.Oktober 2008 nich eine solche Website betreibt, ein Recht auf Mitsprache hat. Es sind solche Leute, die, die Gier noch angestachelt haben. Mögen sie meinetwegen selbst auch verführt worden sein. Für einen Neuanfang oder für eine Reparatur sind sie die falschen Ansprechpartner. Sie haben auf den freien Markt gesetzt, jetzt müssen sie ihn auch aushalten.

All die Menschen die vorher nicht in ihr System passten, mussten es auch aushalten. Der Hartz IV Empfänger, die Alleinerziehenden, die Kranken, die mit den kleinen Gehältern. Alle mussten sich krumm legen damit Leute wie Gehrt gut leben konnten. Nun sollen sie ihren Anteil am Leid nehmen und schweigen.

Niemand muss diese Banken retten. Es gibt keinen Grund dafür. Wenn dieses Finanzsystem Geld braucht, soll es Werte verkaufen. Wenn diese Werte nichts wert sind, ist auch das Bankensystem nichts wert. Erhalten wir die Postbank und geben der Deutschen Bank das Geld für ihren Anteil zurück. Lassen wir die anderen Banken verkaufen, was sie verkaufen können. Da darf der Staat gerne zugreifen, aber nur zum niedrigsten Preis.

Es werden Aktionäre Milliarden verlieren. Wen stört es. Die Aktionäre haben vorher Milliarden gewonnen. Wie gewonnen so zerronnen. Das einzige was geschützt werden muss ist die Fertigungsindustrie der Handel und die Dienstleistung wie natürlich auch das Handwerk. Das lässt sich leicht erreichen in dem man den Banken verbietet Kredite und Hypotheken zu kündigen und auslaufende durch den Staat zu gleichen Bedingungen verlängert.

Dazu eine Börsenumsatzsteuer in Höhe der jeweils aktuellen Mehrwertsteuer, weil Pampers Kinderwindeln mittlerweise ja wertvoller als einige Aktien sind. Wer eine Aktie länger als 36 Monate hält, kann die gezahlte Vorsteuer beim Verkauf geltend machen. Alle anderen nicht. Derrivate, Zertifikate und all der andere Mist werden verboten oder besser noch mit hundert Prozent Umsatzsteuer ohne Anrechenbarkeit versehen.

Wer solche Geschäfte im Ausland macht, oder solche Geschäfte im Ausland vermittelt wird je Einzelfall mit zehn Jahren Gefängnis bestraft. Schon würde Ruhe herrschen. Allerdings wären dann die ganzen Zockerhelfer und Berufszocker pleite. Welch ein Verlust für die Welt. Sie bekämen immerhin Hartz IV. Das ist doch auch nett.

Der Realwirtschaft würde es nützen. Sie stünden nicht mehr im Renditewettbewerb zu den Gaunerrenditen der Ackermänner. Zwischen 2 und 7 Prozent sind doch auch recht schön als Rendite. Sauber und ordentlich, ganz ohne Betrug verdient. Menschen in Arbeit, Innovation und Entwicklung. All das wäre ohne diese Drecksbanken und ihre Helfer möglich.

Schaffen wir das System Ackermann ab und die Täter in den Knast. Die Merkel wird es nicht tun. Der Steinbrück auch nicht. Aber vielleicht sind da draußen ein paar Abgeordnete die doch noch ein Gewissen oder vielleicht Kinder haben. Das Geld das Ackermann am Ende bekommt ist 10 Sekunden später in irgendeinem Offshore-Paradies. Vielleicht sogar nocht schneller. Deutschland hat nichts davon.

Daniel Neun von Radio Utopie hat verstanden, was es bedeutet wenn diesmal gezahlt wird.

Die US-Presse meldet 100 Milliarden Euro Steuergelder an direktem Tribut für die Banken. Es heisst, es würden allerdings insgesamt "mehr als 400 Milliarden Dollar". Man bezieht sich auf eine Meldung des "Handelsblattes". Dort heisst es dann, in Form von Garantien und direkten Subventionen könnten es auch 400 Milliarden Euro werden.

Ist ja auch nicht weiter wichtig. Die paar zehntausend Kindergärten, Hunderte Universiäten auf Jahre hinaus kostenlos, Konjunkturprogramme für Millionen von Menschen, ach, 400.000.000 mal eintausend Euro, vierhundert Millionen X 1000 Euro, das ist doch nicht zum Verrückt werden.

Nein… Das reicht in Deutschland noch nicht einmal eine Partei, die so etwas, macht politisch zu vernichten. Um wieviel wollen wir wetten?

Aber, Moment mal, um was wollen wir eigentlich wetten? Haben Sie denn irgendetwas, was Ihnen überhaupt noch irgendetwas wert ist?

Haben Sie noch irgendetwas, was sie noch nicht mit Haut und Haaren verkauft haben, zum Beispiel ihre Kinder, die bis an ihr Lebensende für dieses Verbrechen werden zahlen müssen weil Sie sie verkauft haben wie ein Stück Dreck, wie ein Nichts, verkauft wie ein Haderlump und ewiger Feigling vor dem Herrn?


Ja man muss sich jetzt wehren. Der Merkel und dem Steinbrück und dem anderen Dreck ein lautes "Nein" entgegenbrüllen. Sie aus ihren Ämtern jagen und endlich Demokratie und wieder Verstand einführen. Kein Cent für die Abzocker. Keinen einzigen. Sollen die Banker doch aus ihren Wolkenkratzern hüpfen. Sie haben sich nicht für die Deutschen interessiert, jetzt wollen die Deutschen sie springen sehen.

Aber sie werden nicht springen. Die Deutschen werden wieder einmal verraten. Von Sozialdemokraten sind die Deutschen das ja gewohnt. Das Zentrum oder die heutige CDU waren immer Stiefellecker des Kapitals. Die Grünen würden alles tun, um einen Platz am Tisch zu bekommen. Die FDP war immer ein Feind der Menschen.

Die Linke. Kann man der Linken trauen. Wohl eher nicht. Die Deutschen sind alleine. Mit diesen Parteien ist kein Staat zu machen. Die zerstören nur alles. Faul, gekauft und zu dämlich. Der typische deutsche Politiker. Das Volk muss auf die Straße. Wenn die Bürger ihr Geld von den Banken abholen ist die Farce zu Ende. Das ist ein Ende mit Schrecken, aber der Schrecken ist gemildert, wenn die Merkel gleich in den USA bleibt.

Deshalb sind auch die braunen Spinner um Kewil so fürchterlich in Sorge und wollen die Banken geschützt sehen. Sie sind nämlich noch nicht so weit. Eine Revolution jetzt käme zu früh und würde sie hinwegspülen. Da verraten sie lieber die Zukunft aller Deutschen. So sind die braunen Zwerge halt. So waren sie schon immer.

Wenn Frau Merkel sagt: "Wir tun das nicht im Interesse der Banken, sondern im Interesse der Menschen" , dann ist dies eine dreiste Lüge. Frau Merkel und ihre Politganoven machen alles um ihren eigen Arsch dick und fett zu halten und von den Großen und Reichen gestreichelt zu werden. Die Menschen sind ihr egal. Da passt sie gut zu Kewil. Sie lässt ja auch ähnliche Brandstifter in der CDU reden.


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Radio Utopie: Özdemir und Metzger - ein Ende der Beliebigkeit
10/13/2008 07:33 AM

Sie haben es schon wieder getan. Sie haben den Hansel den sie wählen sollten einfach nicht gewählt. Diesmal war es nicht die CDU-Mitglieder, die aber schon zweimal gegen alle Gepflogenheit, Oswald Metzger als ersten direkt gekauften INSM-Bundestagsabgeordneten verhindert haben. Diesmal waren es die Grünen die ihren auf seltsame Art und Weise designierten Bundesvorsitzendem Cem Özdemir kein sicheres Listenmandat gegeben haben.

Natürlich wurde von Fritz Kuhn und anderen sofort Schadensbegrenzung betrieben und auf die Trennung zwischen Parteiamt und Mandat hingewiesen. Allerdings ist diese ehemals grüne Tugend schon lange im politischen grauen Alltag untergegangen und hat bestenfalls noch symbolischen Wert.

Wenn Cem Özdemir darauf verweist, dass sich die zweimalige Niederlage an einem Abend nicht gegen ihn wendet, dann zeigt er sich als typischer deutscher Politiker, der ja auch schon lange ist. Das er um Listenplatz 8 mit einem noch schlechteren Ergebnis als um Listenplatz 6 ausschied, konnte auch er nicht übersehen.

Die Leute wollten ihn nicht. Dabei ging es sichtlich nicht um die alten Bonusmeilen. Es ging gegen die Parteitagsregie und seine persönlichen Unzulänglichkeiten der jüngeren Vergangenheit. Seine Auftritte im Europaparlament waren alles andere als überzeugend. Zur deutschen Politik war so gut wie nichts von ihm zu hören.

Natürlich hat ihm auch der Streit gegen die Moschee im eigenen Hause nicht wirklich genutzt, wie verständlich er auch immer sein mag. Ob dieser Streit ihm geschadet hat, mag aber ruhig bezweifelt werden. Es geht um etwas anderes. Die Parteimitglieder beginnen zu bocken. In allen Parteien. Sie sind es leid von ihren Parteizentralen in Berlin praktisch direkte Vorgaben zu bekommen.

Es ist ja nicht nur so, dass die aus diesen Parteivorgaben und den mit ihnen verbunderen Kandidaten im Endergebnis entstehende Politik nur als großer Mist bezeichnet werden muss, es ist auch das Verfahren an sich. Da wird man Delegierter und stellt dann in sogenannten Vorbereitungsgesprächen fest, dass man nicht als Vertreter der Leute die einen gewählt haben, agieren soll, sondern dass es Absprachen gibt, die eigentlich nur abzunicken sind.

Da macht man, solange man durch den Erfolg bestätigt wird. Dann macht man es eine Zeit lang aus Gewohnheit. Aber irgendwann platzt der Basis der Kragen. Selbst in der SPD hört man schon Stimmen, dass der Bundesparteitag ja einfach Franz Müntefering nicht wählen könnte. Dafür ist die SPD aber noch lange nicht weit genug.

Wahrscheinlich ist die SPD eher aufgelöst, als dass in ihr die Demokratie wieder eingeführt würde. Wahrscheinlich ist es auch für CDU und Grüne längst zu spät. Die Weltwirtschaftskrise wird wohl diese Parteien und natürlich auch den parlamentarischen Zweig der Neoliberalen, die FDP hinwegfegen. Ähnlich wie Ackermann sind sie einfach zu weit gegangen. Auch diese Party ist scheinbar vorbei.

Quelle Duckhome

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Freeman: Die Finanzkrise ist der Weg zur Weltherrschaft
10/13/2008 07:30 AM
Das war eine verrückte Woche und noch weitere stehen uns bevor. Was in der Wirtschaft passiert betrifft uns alle und die Hiobsbotschaften die uns ständig erreichen verheissen nichts gutes. Trotzdem macht es keinen Sinn alle fünf Minuten die Marktindex zu beobachten und ständig die Nachrichten zu schauen. Das ist Zeitverschwendung, macht einen nur depressiv und lenkt uns von wichtigen Dingen ab.

Versucht euch ab jetzt zurückzuhalten und eurem normalen Leben nachzugehen. Damit will ich nicht sagen, ignoriert die Probleme oder redet sie schön. Nein, die regelmässigen Leser meines Blogs wurden seit langem über was jetzt passiert gewarnt, haben sich hoffentlich darauf vorbereitet, abgesichert und sind hellwach. Jetzt sollte man sich aber um weitere wichtige Sachen kümmern, wie zum Beispiel um die Familie und um Freunde, man sollte einen Zusammenhalt schaffen, Gemeinschaftssinn entwickeln, sich vom System abkoppeln, Ruhe und Kraft ausstrahlen, die Mitmenschen aufklären und den Kampf weiterführen.

Seit Jahren versuche ich mit meinem Blog zu erklären, was in der Welt passiert, was die wirklichen Hintergründe sind und wer dahinter steckt. Ich versuche aufzuzeigen, wo uns die Besitzer der Welt hinführen wollen, und mit welchen Methoden sie uns dort hinbringen.

Es ist klar, die faschistische globale Elite will uns in eine Weltdiktatur führen, in Abwandlung des Slogans „ein Volk, ein Reich, ein Führer", ... nur jetzt heisst es eine Weltgemeinschaft, eine Weltregierung und eine Weltwährung ... oder die Neue Weltordnung.

Der Weg dort hin führt über die Abschaffung der Nationalstaaten, hin zur Verschmelzung in Unionen, wie die Europäische Union, Nordamerikanische Union, Afrikanische Union, Asiatische Union ... und dann die Zusammenführung der Unionen als Endziel ... in die Weltunion.

Die Entscheidungen werden schrittweise weg vom Volk in immer höheren Ebenen verschoben und die Macht in immer weniger Händen konzentriert. Am Schluss entscheidet eine kleine, nicht gewählte Gruppe der Elite über die gesamte Welt.

Die Hauptmethode wie dieses Ziel erreicht wird, ist durch die Schaffung von künstlichen Problemen, mit der Lieferung der passenden „Lösung" danach. Es werden synthetische Probleme erzeugt, die man dann auf einen beliebigen Sündenbock schieben kann. Die kontrollierten und willenlosen Medien verkaufen die Probleme, welche die Massen glauben sollen, erzeugen Angst und Panik, und liefern dann selbstverständlich die Lösung zum Problem, welches ein Programm des sozialen Umbaus notwenig macht.

Die Lösung ist immer selbstverständlich die Aufgabe von Souveränität, Freiheiten und Demokratie, hin zur Einführung von mehr zentralistischer Kontrolle und Diktatur von oben.

Es werden Feinde geschaffen, die uns mit Massenvernichtungswaffen bedrohen, damit Eroberungskriege geführt werden können. Es werden Terroristen erzeugt, damit man den Krieg gegen den Terror begründen und den Polizeistaat einführen kann. Es wird die globale Erwärmung und die Schuld des menschlichen CO2 erfunden, damit man das Verhalten der Menschen verändern und mehr Steuern einnehmen kann.

Und das gleiche läuft jetzt mit der Finanzkrise ab ... der Crash ist eiskalt geplant und bewusst herbeigeführt, um ein Problem zu schaffen, damit eine Zentralisierung und Machtübernahme des gesamten Finanzsystems stattfinden kann, welches wiederum von einer kleinen Familiengruppe der Rockefellers und Rothschilds als Eigentümern kontrolliert wird.

Da man von diesen Bankbesitzern absolut nichts hört, sie offensichtlich nicht durch die Finanzkrise negativ betroffen sind, liegt die Vermutung nahe, sie stecken dahinter. Es findet wieder eine Vermögenstransfer von unten nach oben statt, genau wie zwischen 1929 und 1930, aus denen diese Verbrecher ihre Reisenvermögen ergaunert haben.

Es wird ganz klar seit einigen Tagen nach einer globalen Finanzaufsicht, nach einer Weltzentralbank gerufen, welche diese Finanzelite unbedingt will, damit sie das gesamte Finanzsystem der Welt kontrollieren kann. Nur so, wird uns jetzt durch die Politiker und den Medien eingeredet, kann das Chaos (welches sie selber angerichtet haben) „gelöst" werden, unser Spareinlagen sicher sein, und dafür gesorgt werden, dass es nicht nochmal passiert.

Sie wollen eine Finanzpolizei für das globale Bankensystem einrichten ... selbstverständlich mit dem „plausiblen" Argument verkauft, es ist nur zu unserem Schutz und Wohl.

Die Regierungen in der EU haben gerade am Wochenende beschlossen, dem Beispiel von Grossbritannien zu folgen, und schrittweise die bankrotten Banken zu verstaatlichen. Das ist ganz klar eine Sozialisierung der Verluste, der Steuerzahler muss den Schaden aus der masslosen Gier, dem Profitstreben und der Verspekulation der Banker tragen. Damit wird die Finanzpolitik in Zukunft zentral kontrolliert, ein grosser Schritt hin zum Endziel der Weltherrschaft durch die globale Elite

In Amerika passiert genau das gleiche. Die Absegnung des $700 Milliarden Rettungspaket und der Einsetzung eines kleinen Gremiums, welches die Geldverteilung selbstherrlich entscheidet, ermöglicht die zentrale Kontrolle des ganzen amerikanische Finanzsystem durch die Elite.

Ihre Marionetten, die Politiker im Westen, wie Bush, Brown, Sarkozy und Merkel rufen nach einer strengen Regulierung des Finanzsystems und wollen eine neue Bürokratie schaffen, welche die Banken weltweit überwacht. Die Menschen fallen vor lauter Angst um ihr Geld natürlich auf diese „dringende" Lösung rein. Es ist jetzt leicht so ein diktatorisches System unter dem Deckmantel des Volkswohles durchzudrücken.

Die klassische Methode ... schaffe zuerst das Problem, damit die gewünschte Lösung ohne Widerstand eingeführt werden kann ... läuft hier wieder.

Amerika ist jetzt mit über 10 Billionen Dollar verschuldet, und jede Minute kommen Millionen dazu. Die sogenannte „Supermacht" ist tatsächlich bankrott und völlig von ihren Kreditoren im Ausland abhängig.

Die Vereinigten Staaten sind nicht mehr in der Lage die Schulden zu bedienen, denn die Steuereinnahmen decken nicht mal mehr die Zinszahlungen. Dies könnte die US-Regierung dazu zwingen, den Staatsbankrott zu erklären, was einen Krieg im Inland und im Ausland auslösen würde. Japan, China und Russland, welche die USA zurzeit aufrecht erhalten, würden ein Ausradieren der Schulden sich nicht gefallen lassen, ein grösserer Konflikt, bis hin zu eine Weltkrieg, könnte daraus entstehen.

Gleichzeitig würde die Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung, der komplette Vermögensverlust des Volkes, Unruhen und eine Revolution in Amerika provozieren, welche nur durch die Einführung des Kriegsrechts und Einsatz des Militärs unterdrückt werden kann.

Es sieht so aus, wie wenn die Elite einen Weltkrieg und das totale Chaos will, damit sie dann auf den Trümmern ihre neue Weltordnung einführen kann.

Amerika muss dazu zerstört werden. Warum? Weil es das grosse Hindernis zur Weltherrschaft ist. Eine zentrale Weltgemeinschaft, Weltregierung und Weltwährung kann nicht etabliert werden, wenn noch eine „Supermacht" da ist, welche dazu Nein sagen kann. Deshalb hat die globale Elite George W. Bush den Auftrag gegeben, das Land durch die Kriege und der finanziellen Ausblutung in die Knie zu zwingen. Er hat in den acht Amtsjahren seine Aufgabe bestens erfüllt und der Plan ist aufgegangen.

Gleichzeitig wurden die notwendigen Gesetze verabschiedet und Infrastrukturen geschaffen, damit das Militär und die Polizei die Strassen patrouillieren und das Kriegsrecht durchsetzen kann. Die faschistische Diktatur, vor der viele gewarnt haben, ist Realität geworden. Und genau das selbe passiert in Europa. Alles in Vorbereitung, wenn die Menschen in Massen auf die Strasse gehen und dagegen protestieren.

Alle diese Massnahmen sind hinter den Kulissen entschieden und eingeführt worden, die Massenmedien haben nichts darüber berichtet, während die Menschen vor der Glotze hockten und sich ablenken und zudröhnen liessen.

Es ist Zeit weiter dagegen was zu unternehmen. Wir dürfen nicht einschlafen und in unserem Kampf für Freiheit und Demokratie nachlassen. Die jetzige Finanzkrise darf uns nicht hypnotisieren und in ihren Bann ziehen, und uns in Passivität erstarren lassen. Gerade jetzt, wo alle Schafe erwachen und die Krise live mitbekommen, bietet sich die einmalige Gelegenheit, die Mitmenschen über die wahren Hintergründe aufzuklären, sie zur mehr Eigenverantwortung und zu Gegenaktionen mobilisieren. [Link] [Cache]
Duckhome: Jörg Haider ist tot - wie geht es weiter - Teil 1
10/13/2008 06:34 AM
Auch wir wollen uns dem Tod von Jörg Haider widmen, allerdings nicht, indem wir jetzt einen - wie auch immer gearteten - Nachruf auf Jörg Haider verfassen oder uns an Haider als Person posthum abarbeiten. Es gibt mit Sicherheit noch einiges zur Todesursache zu sagen, doch damit warten wir ab, bis es eine offizielle Verlautbarung gibt. Bislang ist nur die Rede, er sei 142km/h gefahren, wo 70 erlaubt ist.
Ich habe wie Jochen den Verdacht, dass unterm Strich herauskommt, daß Haider alkoholisiert war und zu schnell fuhr und dann die Kontrolle über seinen Wagen verloren hat. Mal sehen - vielleicht finde ich ja auch mal was á la "Freie Fahrt für Freie Bürger", verlautbart von Haider. Das ist allerdings jetzt nicht wichtig, sondern wichtig ist, wie es jetzt weitergeht. Und da gebe ich mal eine Vorhersage ab, die im Wesentlichen von Jochen geteilt wird: das BZÖ wird genauso abnippeln, wie es seinerzeit die Partei von Pim Fortyn nach dessen Tod tat. Und genauso, wie in den Niederlanden dann andere Phönixe, wie Wilders und Verdonk der Asche entstiegen, ist der österreichische Phönix schon klar: HC Strache. Da macht es jetzt erstmal garnichts, daß "Ziehsohn" Stefan Petzner die Nachfolge übernimmt. Hier hatte ich berichtet, daß 11 plus 18 nicht zwingend 29 werden müssen. Jetzt allerdings sind die Karten neu gemischt. Aus meiner Sicht war Haider als Person das Hindernis für eine Wiedervereinigung. Wie bereits früher berichtet: Strache will Kanzler werden.. Durchaus als politisches statement begreifen kann man die Neuzugänge der FPÖ: Susanne Winter(1) und den Herrn auf der (2).
Jetzt kommt es nur darauf an, daß Strache es schafft, die versprengte BZÖ wieder einzusammeln.

In einem blog, das meine bísherige Berichterstattung verlinkt hat, wurde diese dahingehend bewertet, daß ich das Wahlergebnis nicht kommentiert hätte. Nun, ich kann nicht einschätzen, ob es tatsächlich ein Rechtsruck war, der zu diesem Ergebnis führte, oder die grundsätzliche Unzufriedenheit mit einem bislang noch nicht ausgehebeltem faktischen 2-Parteien-System, das, als die Herren von SPÖ und ÖVP die Macht noch vollkommen alleine unter sich aufteilten. Robert Misik gibt hier eine Antwort:
Der Strachemacher
43 Prozent der Wähler unter 30 Jahren wählten FPÖ und BZÖ. Was ist da los in den Köpfen der jungen Leute? Ist da überhaupt etwas los in den Köpfen? Andererseits: Wen hätten diffus unzufriedene junge Leute aus Simmering oder Kapfenberg sonst wählen sollen? Das Debakel hat die Große Koalition zu verantworten...
Hier geht es weiter, und hier kommt das Video dazu. Und wir haben noch ein weiteres Video, das sich - vor Haiders Unfalltod - mit der Frage nach der Wiedervereinigung von FPÖ und BZÖ beschäftigt hat. Man kann die beiden allerding auch direkt vergleichen: Vor der Wahl gab es in Österreich eine Sendung namens "Duell": aber jetzt mal erst das Duell zwischen Strache und Peter Westenthaler:



Haider und Strache haben sich, im "Duell" auch persönlich getroffen. Ich denke der unmittelbare Vergleich zeigt eine Menge.

Aber zunächst haben wir hier ein besonders Schmeckerchen: Strache rappt:



noch eins - Strache lästert über Haider:



Aber jetzt die Alpha-Rüden, Teil 1:



Alpha-Rüden, Teil 2: Haider gibt sich staatsmännisch und leicht defensiv, Stache geht auf Angriff und direkt ad Personam. Haider: "Sie haben seit meinem Weggang keine neue Idee gehabt...Sie haben bis zur Stunde keine Lösung." Das zieht sich auch durch.:



Fortsetzung folgt.





Disclaimer: Durch die Auswahl der Videos, meine persönliche Linksetzung und die vom System vorgenommene Linksetzung auf ähnliche Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen". "Ähnlich" ist ein weiter Begriff...

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Duckhome: Banken kruzfristig gerettet, Bevölkerung pleite, Merkel und Steinbrück froh
10/13/2008 06:34 AM

Wer am Wochenende in die Gesichter von Merkel, Sarkozy und Brown geschaut hat, der weiß wie sehr Lügen und Angst sich in die Züge eines Menschen eingraben. Warum das nicht bei Peer Steinbrück so ist. Der war schon immer so gemein. Er kam so auf die Welt. Er ist zu dumm um Angst zu haben und zu arrogant um die Gefahr zu merken.

Merkel, Brown und Sarkozy hingegen wissen, dass ihnen der Arsch brennt und zwar mit sehr heißer Flamme. Auch wenn die Merkel noch nie für etwas politisch gestanden hat, außer für den Staatskaptialismus der SED den sie als Politruk und Propagandaschnepfe für die FDJ predigte, hat sie doch mitbekommen, was passiert wenn das Volk anfängt zu schreien.
Das Merkel an sich interessiert sich zwar nicht für Deutschland und auch das Finanzsystem der Welt ist ihr ziemlich egal, solange sie als Außenkanzlerin von Land zu Land reisen darf und endlich die Welt sieht. Typisch Wendehals aus der DDR eben. Die braucht keinen Charakter, die kann ganz gute ohne leben. Steinbrück sollen sie irgendwann mal Charakter angeboten haben. Hat er abgelehnt. Er wollte bleiben was er ist.

Man kann nicht einmal mehr Satire über diese Pfeifen machen. Man kann sich nicht mehr empören. Wie soll man so etwas hassen, das man nicht einmal mehr bezeichnen kann. Fällt irgendwem noch ein Schimpfwort zu Ackermann ein? Nee. Ja das ist es. Man kann sie nicht einmal mehr beschimpfen. Serdar Somuncu versucht es trotzdem.


Serdar`s Hatenight Folge 19 Bankenkrise via




Ganz schön hart, aber trotzdem viel zu schwach. Wie will man den da noch einen draufsetzen, wenn die Springerdreckspresse den Deutschen freudestrahlend mitteilt, dass die Verbrecher die mit ihrer unbändigen Gier und mit den Renditevorgaben eines Josef Ackermann, die Menschen in Deutschland arm gemacht haben, nun auch noch mit der Politik, ihre Rettung auf Kosten der Menschen bespricht, die sie bestohlen und betrogen haben.

Seit Tagen arbeitet der Krisenstab der Bundesregierung um den Staatssekretär Jörg Asmussen und Jens Weidmann, Wirtschaftsberater der Kanzlerin, an einem Plan B. In kleinem Kreis, streng geheim. Neben den beiden politischen Beamten und dem Bundesbankpräsidenten sind nur noch vier weitere Mitarbeiter aus dem engsten Arbeitsumfeld von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eingeweiht. Und vier Banker: Martin Blessing und Klaus-Peter Müller von der Commerzbank sowie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Paul Achleitner von der Allianz.


Das ist nicht mehr den Bock zum Gärtner machen. Da bestimmt der Verbrecher, welche Entschädigung ihm das Opfer, für seine Verbrechen zu bezahlen hat. Da wird das Recht auf den Kopf gestellt und diese Pfeifen aus der Politik freuen sich auch noch. Was bekommen Merkel und Steinbrück denn nun für diesen Verrat? Da soll doch niemand mehr erzählen, sie wollten helfen. Das ist Betrug in seiner schlimmsten Form.

Dabei geht es nicht darum ob die Banken gerettet werden sollen oder nicht. Wenn man es machen will kostet es rund 1.500 Milliarden Euro für Deutschland. Darüber könnte man reden. Aber dann lässt man diejenigen, die, die Karre aus purer Gier und in vollständiger Verantwortungslosigkeit vor die Wand gefahren haben, doch nicht mehr mit entscheiden. Dann setzt man da verantwortungsvolle Menschen ein und sperrt den Ackermann in Untersuchungshaft.

Frau Merkel neigt zur englischen Lösung. Ja klar. Stimmrechtslose Vorzugsaktien für gutes Geld. Dem Brown diesem Landei kann man sowas ja verkaufen. Der ist wirklich so blöd. Nur kann die Merkel dem Ackermann das Geld dann gleich schenken. Weil der macht mit der neuen Kohle an der alten Stelle weiter. Die Merkel ist entweder völlig bescheuert oder gekauft.

Fefe hat ein schönes Gedicht zu dem Thema gefunden. Ich bringe es hier im Vollzitat, damit es auch die Faulen lesen.

Das Gedicht zum Bankendomino

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.


Genau das trifft es. Wie Fefe schon sagt. Es ist zu nah an der Realität. Wie nah vermag er gar nicht zu glauben. Heute hat Frank Meyer, den ich eigentlich sehr schätze, einen Blogbeitrag von Ronald Gehrt gebracht, der die ganze Verkommenheit des Systems zeigt.

Natürlich, ich kann es nicht genug wiederholen: Diese Maßnahmen sind nicht die Ultima Ratio. Aber bitte sehr, wenn kritisiert wird, dann beantworte man mir erst einmal folgende Frage: Haben Sie eine bessere Lösung, die im Rahmen der vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten UND im Rahmen der wenigen, vorhandenen Zeit machbar sind UND zu einem besseren Ergebnis führen? Nein?

Dann sollten diese Leute vielleicht besser ausgerechnet jetzt ein bisschen vorsichtig mit ihren Kommentaren sein und deren Konsequenzen überdenken! Oder wäre man vielleicht der Ansicht, dass GAR nichts tun besser ist? Nein? Dann möge man bitte anerkennen, dass die Regierungen wenigstens versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu tun, was getan werden kann. Und bitte auch einräumen: Wenn man dauernd herumposaunt, dass die da oben eh alle keine Ahnung haben, kann man sich jetzt nicht hinstellen und fordern, dass Lösungen binnen Tagen beschlossen werden, die Unmögliches möglich machen!



Hört sich schon fast wie Ackermann an. "Lasst uns doch das Falsche tun, weil wir nichts besseres wissen." Aber wer sich anschaut, womit Ronald Gehrt sein Geld verdient, kommt aus dem Lachen nicht heraus. Auch er hat ein untrügliches System. Genannt System 22.

Wenigsten hat es System das System



Ich glaube nicht, dass jemand der am 12.Oktober 2008 nich eine solche Website betreibt, ein Recht auf Mitsprache hat. Es sind solche Leute, die, die Gier noch angestachelt haben. Mögen sie meinetwegen selbst auch verführt worden sein. Für einen Neuanfang oder für eine Reparatur sind sie die falschen Ansprechpartner. Sie haben auf den freien Markt gesetzt, jetzt müssen sie ihn auch aushalten.

All die Menschen die vorher nicht in ihr System passten, mussten es auch aushalten. Der Hartz IV Empfänger, die Alleinerziehenden, die Kranken, die mit den kleinen Gehältern. Alle mussten sich krumm legen damit Leute wie Gehrt gut leben konnten. Nun sollen sie ihren Anteil am Leid nehmen und schweigen.

Niemand muss diese Banken retten. Es gibt keinen Grund dafür. Wenn dieses Finanzsystem Geld braucht, soll es Werte verkaufen. Wenn diese Werte nichts wert sind, ist auch das Bankensystem nichts wert. Erhalten wir die Postbank und geben der Deutschen Bank das Geld für ihren Anteil zurück. Lassen wir die anderen Banken verkaufen, was sie verkaufen können. Da darf der Staat gerne zugreifen, aber nur zum niedrigsten Preis.

Es werden Aktionäre Milliarden verlieren. Wen stört es. Die Aktionäre haben vorher Milliarden gewonnen. Wie gewonnen so zerronnen. Das einzige was geschützt werden muss ist die Fertigungsindustrie der Handel und die Dienstleistung wie natürlich auch das Handwerk. Das lässt sich leicht erreichen in dem man den Banken verbietet Kredite und Hypotheken zu kündigen und auslaufende durch den Staat zu gleichen Bedingungen verlängert.

Dazu eine Börsenumsatzsteuer in Höhe der jeweils aktuellen Mehrwertsteuer, weil Pampers Kinderwindeln mittlerweise ja wertvoller als einige Aktien sind. Wer eine Aktie länger als 36 Monate hält, kann die gezahlte Vorsteuer beim Verkauf geltend machen. Alle anderen nicht. Derrivate, Zertifikate und all der andere Mist werden verboten oder besser noch mit hundert Prozent Umsatzsteuer ohne Anrechenbarkeit versehen.

Wer solche Geschäfte im Ausland macht, oder solche Geschäfte im Ausland vermittelt wird je Einzelfall mit zehn Jahren Gefängnis bestraft. Schon würde Ruhe herrschen. Allerdings wären dann die ganzen Zockerhelfer und Berufszocker pleite. Welch ein Verlust für die Welt. Sie bekämen immerhin Hartz IV. Das ist doch auch nett.

Der Realwirtschaft würde es nützen. Sie stünden nicht mehr im Renditewettbewerb zu den Gaunerrenditen der Ackermänner. Zwischen 2 und 7 Prozent sind doch auch recht schön als Rendite. Sauber und ordentlich, ganz ohne Betrug verdient. Menschen in Arbeit, Innovation und Entwicklung. All das wäre ohne diese Drecksbanken und ihre Helfer möglich.

Schaffen wir das System Ackermann ab und die Täter in den Knast. Die Merkel wird es nicht tun. Der Steinbrück auch nicht. Aber vielleicht sind da draußen ein paar Abgeordnete die doch noch ein Gewissen oder vielleicht Kinder haben. Das Geld das Ackermann am Ende bekommt ist 10 Sekunden später in irgendeinem Offshore-Paradies. Vielleicht sogar nocht schneller. Deutschland hat nichts davon.

Daniel Neun von Radio Utopie hat verstanden, was es bedeutet wenn diesmal gezahlt wird.

Die US-Presse meldet 100 Milliarden Euro Steuergelder an direktem Tribut für die Banken. Es heisst, es würden allerdings insgesamt "mehr als 400 Milliarden Dollar". Man bezieht sich auf eine Meldung des "Handelsblattes". Dort heisst es dann, in Form von Garantien und direkten Subventionen könnten es auch 400 Milliarden Euro werden.

Ist ja auch nicht weiter wichtig. Die paar zehntausend Kindergärten, Hunderte Universiäten auf Jahre hinaus kostenlos, Konjunkturprogramme für Millionen von Menschen, ach, 400.000.000 mal eintausend Euro, vierhundert Millionen X 1000 Euro, das ist doch nicht zum Verrückt werden.

Nein… Das reicht in Deutschland noch nicht einmal eine Partei, die so etwas, macht politisch zu vernichten. Um wieviel wollen wir wetten?

Aber, Moment mal, um was wollen wir eigentlich wetten? Haben Sie denn irgendetwas, was Ihnen überhaupt noch irgendetwas wert ist?

Haben Sie noch irgendetwas, was sie noch nicht mit Haut und Haaren verkauft haben, zum Beispiel ihre Kinder, die bis an ihr Lebensende für dieses Verbrechen werden zahlen müssen weil Sie sie verkauft haben wie ein Stück Dreck, wie ein Nichts, verkauft wie ein Haderlump und ewiger Feigling vor dem Herrn?


Ja man muss sich jetzt wehren. Der Merkel und dem Steinbrück und dem anderen Dreck ein lautes "Nein" entgegenbrüllen. Sie aus ihren Ämtern jagen und endlich Demokratie und wieder Verstand einführen. Kein Cent für die Abzocker. Keinen einzigen. Sollen die Banker doch aus ihren Wolkenkratzern hüpfen. Sie haben sich nicht für die Deutschen interessiert, jetzt wollen die Deutschen sie springen sehen.

Aber sie werden nicht springen. Die Deutschen werden wieder einmal verraten. Von Sozialdemokraten sind die Deutschen das ja gewohnt. Das Zentrum oder die heutige CDU waren immer Stiefellecker des Kapitals. Die Grünen würden alles tun, um einen Platz am Tisch zu bekommen. Die FDP war immer ein Feind der Menschen.

Die Linke. Kann man der Linken trauen. Wohl eher nicht. Die Deutschen sind alleine. Mit diesen Parteien ist kein Staat zu machen. Die zerstören nur alles. Faul, gekauft und zu dämlich. Der typische deutsche Politiker. Das Volk muss auf die Straße. Wenn die Bürger ihr Geld von den Banken abholen ist die Farce zu Ende. Das ist ein Ende mit Schrecken, aber der Schrecken ist gemildert, wenn die Merkel gleich in den USA bleibt.

Deshalb sind auch die braunen Spinner um Kewil so fürchterlich in Sorge und wollen die Banken geschützt sehen. Sie sind nämlich noch nicht so weit. Eine Revolution jetzt käme zu früh und würde sie hinwegspülen. Da verraten sie lieber die Zukunft aller Deutschen. So sind die braunen Zwerge halt. So waren sie schon immer.

Wenn Frau Merkel sagt: "Wir tun das nicht im Interesse der Banken, sondern im Interesse der Menschen" , dann ist dies eine dreiste Lüge. Frau Merkel und ihre Politganoven machen alles um ihren eigen Arsch dick und fett zu halten und von den Großen und Reichen gestreichelt zu werden. Die Menschen sind ihr egal. Da passt sie gut zu Kewil. Sie lässt ja auch ähnliche Brandstifter in der CDU reden.


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Duckhome: Özdemir und Metzger - ein Ende der Beliebigkeit
10/13/2008 06:34 AM

Sie haben es schon wieder getan. Sie haben den Hansel den sie wählen sollten einfach nicht gewählt. Diesmal war es nicht die CDU-Mitglieder, die aber schon zweimal gegen alle Gepflogenheit, Oswald Metzger als ersten direkt gekauften INSM-Bundestagsabgeordneten verhindert haben. Diesmal waren es die Grünen die ihren auf seltsame Art und Weise designierten Bundesvorsitzendem Cem Özdemir kein sicheres Listenmandat gegeben haben.

Natürlich wurde von Fritz Kuhn und anderen sofort Schadensbegrenzung betrieben und auf die Trennung zwischen Parteiamt und Mandat hingewiesen. Allerdings ist diese ehemals grüne Tugend schon lange im politischen grauen Alltag untergegangen und hat bestenfalls noch symbolischen Wert.
Wenn Cem Özdemir darauf verweist, dass sich die zweimalige Niederlage an einem Abend nicht gegen ihn wendet, dann zeigt er sich als typischer deutscher Politiker, der ja auch schon lange ist. Das er um Listenplatz 8 mit einem noch schlechteren Ergebnis als um Listenplatz 6 ausschied, konnte auch er nicht übersehen.

Die Leute wollten ihn nicht. Dabei ging es sichtlich nicht um die alten Bonusmeilen. Es ging gegen die Parteitagsregie und seine persönlichen Unzulänglichkeiten der jüngeren Vergangenheit. Seine Auftritte im Europaparlament waren alles andere als überzeugend. Zur deutschen Politik war so gut wie nichts von ihm zu hören.

Natürlich hat ihm auch der Streit gegen die Moschee im eigenen Hause nicht wirklich genutzt, wie verständlich er auch immer sein mag. Ob dieser Streit ihm geschadet hat, mag aber ruhig bezweifelt werden. Es geht um etwas anderes. Die Parteimitglieder beginnen zu bocken. In allen Parteien. Sie sind es leid von ihren Parteizentralen in Berlin praktisch direkte Vorgaben zu bekommen.

Es ist ja nicht nur so, dass die aus diesen Parteivorgaben und den mit ihnen verbunderen Kandidaten im Endergebnis entstehende Politik nur als großer Mist bezeichnet werden muss, es ist auch das Verfahren an sich. Da wird man Delegierter und stellt dann in sogenannten Vorbereitungsgesprächen fest, dass man nicht als Vertreter der Leute die einen gewählt haben, agieren soll, sondern dass es Absprachen gibt, die eigentlich nur abzunicken sind.

Da macht man, solange man durch den Erfolg bestätigt wird. Dann macht man es eine Zeit lang aus Gewohnheit. Aber irgendwann platzt der Basis der Kragen. Selbst in der SPD hört man schon Stimmen, dass der Bundesparteitag ja einfach Franz Müntefering nicht wählen könnte. Dafür ist die SPD aber noch lange nicht weit genug.

Wahrscheinlich ist die SPD eher aufgelöst, als dass in ihr die Demokratie wieder eingeführt würde. Wahrscheinlich ist es auch für CDU und Grüne längst zu spät. Die Weltwirtschaftskrise wird wohl diese Parteien und natürlich auch den parlamentarischen Zweig der Neoliberalen, die FDP hinwegfegen. Ähnlich wie Ackermann sind sie einfach zu weit gegangen. Auch diese Party ist scheinbar vorbei.


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FreiheIT-Blog: Bundeswehr im Innern?
10/13/2008 04:26 AM

Ein Thema, das (abseits der großen Demo gegen staatliche Überwachung am Samstag) die Gemüter der politisch interessierten Menschen in Deutschland bewegt, ist zweifellos die vor kurzem erzielte Einigung der beiden Regierungsparteien über die Möglichkeit von Bundeswehreinsätzen im Innern. Die SPD, lange Zeit gegen die Einführung solcher Befugnisse, gab (wie so oft) auch in dieser Sache nach und stimmte den Vorschlägen der Union zu - sogar ohne einige der ursprünglich geplanten strengen Einschränkungen.

Beschlossen ist diese unter anderem von Bundesinnenminister Wolf*an* Schäuble immer wieder befürwortete Maßnahme damit noch nicht. Für die Umsetzung ist eine Grundgesetz-Änderung erforderlich - und dazu braucht es in Deutschland eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundesrat. Diese aber könnte, was momentan gar nicht so unwahrscheinlich ist, an den Oppositionsparteien (FDP, Grüne, Linke) scheitern, die alle schon Statements abgegeben haben, dass sie den Bundeswehreinsatz im Innern nicht befürworten. Trotzdem - zu früh, sich über derartige Pläne Gedanken zu machen, ist es nie - und das Thema hat sogar ein bisschen mit Überwachung zu tun.

Wie auch viele Kommentatoren aus der Bürgerrechtsbewegung, aus Politik, Rechtspflege und den Medien (darunter beispielsweise der von mir sehr geschätzte Heribert Prantl, dessen Kommentar “Arsen für das Grundgesetz” ich meinen Lesern nur empfehlen kann), betrachte ich die Pläne der Regierung mit großer Skepsis - und das hat nichts damit zu tun, dass sie unter anderem von Schäuble kommen und Datenschützer diesen Mann nicht leiden können. Weit eher stellt es sich so dar, dass unser Bundesinnenminister seinen Hang für rechtsstaatlich bedenkliche bis inakzeptable Ideen auch abseits von Überwachungskameras, Bundestrojanern und Melderegistern fortsetzt.

Bei den jüngsten Plänen ist es weniger die Privatsphäre, um die man als Individuum und Bürger(in) dieses Landes fürchten muss - es sind andere rechtsstaatliche Güter, die hier Gefahr laufen (man möge mir die Symbolik verzeihen) unter die Panzerketten zu geraten. Viel ist bereits geschrieben worden darüber, dass der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, der für die Polizei vor allem anderen - nun, zumindest bindend sein sollte und es für die guten, die professionellen und integeren Vertreter dieses Berufsstandes auch ist - in dieser Weise nicht für Angehörige der Streitkräfte gilt. Viele Bedenken sind geäußert worden darüber, dass die Trennung von Kompetenzen, in einem Rechtsstaat nichts weniger als eine Notwendigkeit, wieder einmal aufgeweicht wird - und ich kann mich all dem nur anschließen.

Ebenso wenig darf man vergessen, dass die Ausbildung eines Soldaten nicht die eines Polizisten ist. Den Umgang mit dem Bürger, Deeskalation und die Schaffung eines Vertrauensverhältnisses mit denjenigen, die sich auf sie - wohl oder übel - verlassen müssen, haben sie nie richtig gelernt, sind nie so darauf vorbereitet worden wie Menschen, deren tägliche Aufgabe der Umgang mit Zivilisten (aus einer Machtposition heraus) ist. Dieses militärische Element gehört, auch in diesen ungewissen Zeiten, nicht in dieser Form in die Mitte unser Gesellschaft, zu unseren Kindern, unserem Alltag und der Ausübung unserer staatsbürgerlichen Rechte, wo es nur noch mehr Angst und Unsicherheit verursacht, als wir leider momentan als Gesellschaft ohnehin schon mit uns herumtragen. Es ist nicht blinder Pazifismus, dem ich hier das Wort rede - eine Welt, in der wir ohne eine Armee zum Schutz unseres Wohlergehens und unserer Werte auskommen könnten, ist zwar wünschenswert, aber (zumindest in absehbarer Zeit) alles andere als realistisch. Wir können froh sein für jeden, der diese Aufgabe gut und zum Wohle der Gesellschaft erfüllt. Aber bitte - die Aufgaben eines Soldaten, nicht die der Polizei.

Wer nun einwenden will, dass die Bundeswehr ja “nur in ganz speziellen Ausnahmefällen” im Innern eingesetzt werden soll, der sei mit allem Respekt gefragt, ob er auch noch an den Weihnachtsmann glaubt. Anderenfalls müssten einem nämlich ohne weiteres genug Beispiele einfallen für Ausnahmeregelungen, die in den letzten Jahren trauriger Alltag geworden sind. Das liegt leider in der Natur der Sache.

Dementsprechend ist es schade und verwunderlich, dass nicht ebenso viele Menschen gegen diese Pläne wie gegen Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung und BKA-Gesetz protestieren. Wer nur an Überwachung denkt, wenn er “Gefährdung unserer Rechte” hört, denkt nicht weit genug. Letztendlich kommt es darauf an, dass wir die Rechte, die uns zustehen, nicht einfach aufgeben - ob es sich nun um unsere Privatsphäre handelt oder um das Recht, dass in unserem Land alle Kompetenzen so verteilt bleiben, wie das im Grundgesetz vorgesehen ist. Noch können wir hoffen, dass sich dieses Problem auf parteipolitischem Wege von selbst löst - aber wir sollten wachsam sein.

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FreiheIT-Blog: Freiheit statt Angst - 1. Bericht
10/13/2008 04:26 AM

In Berlin fand am Samstag ab 14 Uhr die große, von langer Hand geplante Datenschutz-Demonstration unter dem Motto “Freiheit statt Angst” statt. Sie war Teil des internationalen Aktionstages “Freedom not Fear”. An der Demonstration, zu der 117 Organisationen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Richtungen aufgerufen hatten, beteiligten sich nach nach Veranstalterangaben über 100.000 Teilnehmer. Da ich auch selbst anwesend (und Teil des Presseteams) war, habe ich natürlich auch einige Eindrücke und an die 500 Bilder mitgebracht, von denen ich hier einige mit meinen Lesern teilen möchte.

Organisiert wurde die Veranstaltung von einem Aktionsbündnis unter Leitung des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der bereits zur ersten Berliner Großdemonstration vor einem Jahr aufgerufen hatte. Damals beteiligten sich etwa 15.000 Leute. In diesem Jahr war im Vorfeld mit 30.000 Teilnehmern gerechnet worden. Diese Zahl musste bei strahlend schönem Wetter und wohl auch angesichts der jüngsten Datenskandale, die das Thema noch einmal ins öffentliche Bewusstsein riefen, bald nach oben korrigiert werden auf nach Veranstalterangaben 100.000, in jedem Fall aber über 50.000 Teilnehmer. Nicht umsonst bedankte sich der eine oder andere Aktivist bei der Telekom für die "tatkräftige Unterstützung", die vielleicht noch den einen oder anderen zusätzlich zur Teilnahme motivierte.

Anne Roth bei ihrer Rede
Anne Roth bei ihrer Rede

Um 14 Uhr sammelten sich die Demonstranten am Alexanderplatz, wo nach einer Begrüßung durch den Anmelder der Demo, Ricardo-Cristof Remmert-Fontes, und Mit-Organisator Padeluun (der auch die weitere Moderation übernahm und sehr zur guten Stimmung bei den Demo-Teilnehmern beitrug) einige Auftaktreden zu hören waren. Zuerst sprach Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Als Datenbank-Administrator konnte er die Sicherheit der von den Behörden gesammelten Daten sehr kompetent beurteilen - und zog ein vernichtendes Fazit. Er erteilte Lügen, Halbwahrheiten und Inkompetenz bei den verantwortlichen Politikern eine heftige Absage und schloss mit den Worten: "Frau Merkel, Frau Zypries, Herrn Schäuble, Herrn Ziercke, Herrn Schönbohm und all den anderen möchte ich hier und heute zurufen: Sie können uns gerne mangelnde Sachkunde vorwerfen. Sie können sich auch gerne über uns lustig machen. Sie können uns bedrohen. Sie können uns sogar einsperren. Denn all das wird uns nur noch stärker und noch zahlreicher machen. Denn das erhöht nur unsere Entschlossenheit, unsere Grundrechte und unsere Freiheit mit aller Kraft zu verteidigen. Täuschen Sie sich nicht: wir werden von unserem Weg nicht abweichen. Wir lassen uns nicht einschüchtern, wir lassen uns nicht aufhalten, wir lassen uns nicht versklaven. Und wir lassen uns unseren Traum von einem Leben in Frieden und Freiheit nicht von Ihnen nehmen. Das werden Sie nicht schaffen. Denn wir wählen Freiheit statt Angst." Die zweite, vom Publikum und den anwesenden Medienvertretern mit sehr viel Interesse aufgenommene Rede hielt die Journalistin Anne Roth, vielen Internet-Nutzern wohl vor allem über ihr Blog “annalist” bekannt. Sie schilderte, wie sie selbst zum Opfer extremer staatlicher Überwachung wurde, weil ihr Freund, der Soziologe Andrej Holm, fälschlicherweise der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verdächtigt wurde. Sie betonte, dass durch die neuen Gesetze sehr leicht auch unschuldige Menschen in eine solche Situation kommen können. Sehr viel Anklang fand auch die Rede von Martin Grauduszus von der Freien Ärzteschaft, der die elektronische Gesundheitskarte und deren negative Auswirkungen auf das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient thematisierte.

Nach den Reden machte sich der Demozug auf seine knapp vier Kilometer lange Wanderung quer durch

Der Demozug vor dem Reichstag
Der Demozug vor dem Reichstag

Berlin, die ihn unter anderem am Reichstag vorbei hin zum Brandenburger Tor führte. Dabei boten die Teilnehmer ein sehr buntes und interessantes Bild. Es waren sehr unterschiedliche Gruppen gekommen, von den Jungen Liberalen über die Grünen, die Piratenpartei, verschiedene Berufsverbände bis hin zu linken Gruppen wie der antifaschistischen Aktion und der MLPD. Viele Teilnehmer hatten Plakate und Transparente mit teilweise sehr kreativen und treffenden Slogans dabei. Einige der größeren Gruppen hatten außerdem eigene Wagen dabei. Viel Aufsehen erregten hier beispielsweise Bundestrojaner und Blümchenwiese des Chaos Computer Clubs und der Wagen der Freien Ärzteschaft mitsamt gläsernem Patienten.

Zu Ausschreitungen oder sonstigen kritischen Situationen kam es nicht und auch die Polizeipräsenz war eher geringer als im vergangenen Jahr, wohl auch weil linksradikale Gruppen der Demonstration nach Spannungen im Vorfeld weitgehend fernblieben. Auch das Filmen der Teilnehmer durch die Teilnehmer durch die Polizei, von dem sich im vergangenen Jahr viele Demo-Teilnehmer provoziert fühlten, fand nach Beobachterangaben dieses Mal seltener und rücksichtsvoller statt.

Ralf Bendrath bei seiner Rede
Ralf Bendrath bei seiner Rede

Auf dem Platz des vor dem Brandenburger Tor angekommen wurden die Demo-Teilnehmer schon von einer riesigen Bühne und den Abschlussrednern erwartet. Außerplanmäßig sprach Techno-Star Dr. Motte, der den Bogen von Focaults gesellschaftlichen Theorien bis zur Datenschutz-Bewegung schlug. Allerdings hätten sich hier wohl einigeTeilnehmer eine etwas weniger abstrakte Rede gewünscht. Als weiterer Redner war außerdem der bekannte Blogger und Netzaktivist Ralf Bendrath vom Netzwerk “Neue Medien” eingeladen. Er sprach von der Notwendigkeit einer breiten und gut vernetzten Datenschutz-Bewegung, zu der jede Gruppe etwas beitragen kann. Leider habe ich bis jetzt noch keinen O-Ton von dieser wie ich fand sehr gelungenen Rede auftreiben können. Ebenfalls sehr gut gefiel mir die Rede von Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Er betonte, dass durch die Maßnahmen der Bundesregierung keine wirkliche Sicherheit erreicht werden könne, und entwarf die Vision einer neuen, weniger auf Sicherheitstheater und exzessive Überwachung setzenden Sicherheits- und Datenschutzpolitik. Nach den Reden und einem kurzen Schlusswort von Ricardo-Cristof Remmert-Fontes begann in sieben Berliner Clubs die “Lange Nacht der Überwachung”. Der Name hatte im Vorfeld die Kritik vieler Engagierter auf sich gezogen. Trotzdem freuten sich wohl viele Demo-Teilnehmer über die Möglichkeit, zu feiern, etwas zu trinken und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Insgesamt können die Veranstalter angesichts des eindeutig gestiegenen öffentlichen Interesses wohl trotz einiger organisatorischer Pannen und zahlreicher Kontroversen im Vorfeld ein positives Fazit dieser Veranstaltung ziehen. Nun heißt es für sie, der neu gewonnenen gesellschaftlichen Aufmerksamkeit auch durch solide inhaltliche Arbeit gerecht zu werden und das Thema nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

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simoncolumbus.de: John McCain is more of a terrorist than William Ayers
10/13/2008 04:16 AM
“There is no internationally agreed definition of terrorism. Most common definitions of terrorism include only those acts which are intended to create fear (terror), are perpetrated for an ideological goal (as opposed to a lone attack), and deliberately target or disregard the safety of non-combatants.”

That is what we find as a definition of terrorism on Wikipedia.

During the last days, Barack Obama has been accused by right-wing media and especially by the republican vice presidential nominee, Sarah Palin, of having strong ties with former member of the Weather Underground Organization, William Ayers.

What did Obama have to say about this?

“This is a guy who lives in my neighborhood, who’s a professor of English in Chicago who I know and who I have not received some official endorsement from. He’s not somebody who I exchange ideas from on a regular basis. And the notion that somehow as a consequence of me knowing somebody who engaged in detestable acts 40 years ago, when I was eight years old, somehow reflects on me and my values doesn’t make much sense [...].”

This is one thing I don’t like about Obama: He does not have, or rather not express, an opinion different from the mainstream on some key issues. He would, as this would mean a considerable risk to his campaign, never object the notion of William Ayers being a terrorist. Ayers did.

“We weren’t terrorists. The reason we weren’t terrorists is because we did not commit random acts of terror against people. Terrorism was what was being practiced in the countryside of Vietnam by the United States.”

From a neutral point of view, Ayers is right. If we look at the definition of terrorism I quoted above, terrorism always “deliberately target[s] or disregard[s] the safety of non-combatants.”

According to Wikipedia, none of the activities which can certainly be attributed to the Weather Underground Organization killed or harmed any human. In fact, the WUO undertook relatively huge efforts to make sure nobody would be endangered by their attacks since three of their members died when a bomb they were constructing prematurely detonated.

Allow me to digress: In a similar case currently debated in Germany, the General Attorney of Germany had to change charges of “membership in a terrorist organization” against four men suspected to be part of the left-wing extremist “militante gruppe” (militant group). The federal court of Germany had ruled that the attacks the “militante gruppe” carried out - arson against empty cars and public buildings - did not meet with the definition of terrorism.

Again: Terrorism means that it is at least likely that people are harmed by the attack. That wasn’t the case with the arson of the “militante gruppe” and that wasn’t the case with the attacks William Ayers’ Weathermen carried out.

There are, indeed, some attacks attributed to the Weathermen which were of terroristic kind, including one which killed a policeman and wounded another. Only a few days ago, the McCain campaign published a statement by the son of the victim of another attack, John M. Murtagh. He claims:

“Barack Obama’s friend tried to kill my family.”

Unfortunately, “nobody ever claimed responsibility, or was caught or tried, for the Murtagh bombing”, as Murtagh himself knows. And that is, most importantly, the case with the whole Obama-Ayers controversy: If Ayers is the “domestic terrorist” Sarah Palin sees in him, why was he never sentenced?

Fact is, that when Ayers and his wife and fellow Weatherman member Bernardine Dohrn turned themselves in to authorities in 1980, Ayers was the only one of the WUO leaders who wasn’t sentenced. Other WUO leaders who turned themselves in to authorities, like Mark Rudd or Dohrn, received probation and fines.

That is not what happens to terrorists when they get caught. Living in Germany I’m no stranger to the fate of the RAF, which was a real domestic terrorist organization. There’s still one of them in prison. And their leaders have not, like Ayers, become professors at university.

After all, it seems as if Ayers was, if not innocent, certainly not a terrorist. He has committed crimes which to charge him for his the job of the judiciary. Still, Barack Obama doesn’t say that. He doesn’t say: “Ayers wasn’t a terrorist.” He rather chooses the easy way of avoiding the inconvenient truth to sooth the media.

What he certainly will never say is what I stated in this article’s title: “John McCain is more of a terrorist than William Ayers”.

Let me explain that. Fact is, that John McCain is a - what has brought him praise from all (”patriotic”) sides - war veteran. As a strike fighter pilot he served in the Vietnam war. As was his order, he also bombed civil installations.

Would anyone say that did not “deliberately target or disregard the safety of non-combatants”?

John McCain surely did kill or hurt more people than William Ayers. Still, he is seen as a hero and people are going to vote for because of this. For me it is hard enough to see the real criminals not being punished - people like Henry Kissinger, an advisor to McCain, or Zbigniew Brzezinski, an advisor to Obama. But it is really becoming surrealistic - or just too realistic - when somebody who killed innocent civilians accuses somebody else of knowing somebody who damaged some buildings.

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Mein Parteibuch Blog: Zur NS-Vergangenheit von Liechtenstein
10/13/2008 04:14 AM

Nach dem Fall Zumwinkel, wo beinahe diskrete Steuerhinterziehungen in Liechtenstein anhand von zum BND geleakten Datensätzen aufgeflogen sind, hat seine Hoheit, der Fürst von Liechtenstein, versucht, das Image von Liechtenstein mit der Darstellung von Liechtenstein als Opfer von Nazi-Deutschland wieder reinzuwaschen.

Inzwischen ist es um Liechtenstein wieder ziemlich ruhig und fast könnte man denken, er hätte den Kampf gegen die Fakten gewonnen. Doch nun hat Werner Rügemer in der jungen Welt einen detaillierten Artikel veröffentlicht, mit dem er die Entstehung des diskreten Finanzplatzes Liechtenstein erläutert und das Verhalten des Fürstentums Liechtenstein während der Nazi-Zeit beleuchtet:

“Mit dieser Selbstdarstellung des Kleinstaats Liechtenstein als moralisch sauberes Opfer des »Dritten Reiches« zeigt der Staatschef mindestens zweierlei: Er verschleiert die Tatsache, daß Liechtenstein ein begeisterter Kollaborateur der Nazis war und seinen Vertretern bis heute jede noch so schmierige Demagogie recht ist, um die organisierte Beihilfe zu verdecken und kriminelle Aktivitäten zu rechtfertigen.”

Und Werner Rügemer bringt dann zahlreiche Beispiele für die hervorragende Kooperation Liechtensteins mit Nazi-Deutschland und heimlich mit den Nazis gute Geschäfte machenden internationalen Unternehmen. Umgehungsgeschäfte und parasitäre Selbstbereicherung der Hehler wären in Liechtenstein zur Staatsräson geworden, schreibt Werner Rügemer.

Das wird seine Hoheit sicher nicht gern lesen. Abzuwarten bleibt, ob seine Hoheit auch solche Schertze veranstaltet wie die Bank Oppenheim. Werner Rügemer berichtet in der NRhZ gerade darüber, wie die klagefreudige Privatbank aus dem Kölner Klüngel anlässlich des Artikels “Die Kölner Oppenheim-Bank, ihre Steueroasen und die Süddeutsche Zeitung” acht Unterlassungen gefordert hat.

Dabei gibt es bei der Bank Oppenheim allerdings einen Schwund, wie er für die Methode Schertz typisch ist. Gerichtlich durchsetzen will sie interessanterweise nur noch fünf Unterlassungen. Anzuraten wären solche Schertze für seine Durchschlaut sicher nicht, denn die Bank Oppenheim hält ihr unrühmliches Verhalten durch den Klägerismus natürlich erst recht in der öffentlichen Diskussion.

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Mein Parteibuch Blog: Transatlantiker Cem Özdemir ohne Listenplatz
10/13/2008 04:13 AM

Wenn Claus Christian Malzahn sich im Rechts-außen-PropagandablattDer Spiegel” über die Politik so richtig ärgert, dann kann man gemeinhin davon ausgehen, dass irgendein Politiker ausnahmsweise mal eine vernünftige Entscheidung getroffen oder was richtiges gesagt hat. Den Artikel “Cem Özdemir: Die Rache des Pietcong” hat Claus Christian Malzahn so hetzerisch geschrieben, dass man auf eine Glanzleistung der grünen Basis schließen kann.

Als Herbert Wehner seine aus Pietät und Vietcong gebildete Wortkreation Pietcong einst erschuf, klang das durchaus nach einem Kompliment. Auch wenn er die Frömmigeit seines Parteifreundes Erhard Eppler nicht besonders mochte, so konnte er dennoch seine Kampfeskraft als Guerilla-Kämpfer für die gerechte Sache bewundern. Schließlich hat der vietnamesische Widerstand einem fürchterlichen Angriffskrieg der USA getrotzt.

Aus dem Munde des bekannten Grünen-Bashers und Amerika-Freundes Claus Christian Malzahn ist die Bezeichnung der grünen Basis von Baden-Württemberg als pietistische Version der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams nichts weiter wie eine platte Beleidigung.

Und darum geht’s: Die grüne Basis von Baden-Würtemberg hat dem grünen Politiker Cem Özdemir keinen sicheren Listenplatz für die Bundestagswahl 2009 gegeben.

Wie er auf die Idee des Pietismus kommt, erklärt Claus Christian Malzahn nicht. Dabei hatte sich Cem Özdemir einst mit großer Gestik selbst vom Bundestag verabschiedet. Das tat er freilich erst, nachdem bekannt geworden war, dass Cem Özdemir vom berüchtigten Polit-Schmierer Moritz Hunzinger 80.000 Mark “als günstigen Kredit” bekommen hatte.

Dass so jemand nun für die Grünen - einer Partei, die Franz Josef Strauß wegen seiner zahlreichen Affären stets zurecht angeprangert hat - im Europa-Parlament sitzt und sogar Parteivorsitzender werden will, mag sicher auch mancher nicht, der mit Pietät nichts im Sinn hat.

Die Entscheidung der grünen Basis kommentierte peter s. im Redblog beispielsweise unter anderem mit folgenden Worten:

“das erstaunt - das diesmal kein belasteter gewählt wurde.

früher war es sicher, das bei den demokratische parteien in die ämter gewählt wurde, wer mindestens ein ehemaliger nazi war oder schon eine affaire glatt überstanden hatte.”

Natürlich ist das Auffliegen der Affäre schon sechs Jahre her, und da kann man jemandem womöglich auch mal vergeben. Fehlende Vergebung aber ist - auch wenn der Titel es andeutet - sicher nicht der Grund, warum Claus Christian Malzahn so ausrastet.

Cem Özdemir ist einer der führenden deutschen Apologeten des Verbrecherstaates USA. Transatlantiker nennen sich die Freunde der Welteroberungskriege der USA selbst. Nach seinem Abflug aus dem Bundestag wurde Cem Özdemir Transatlantic Fellow des German Marshall Fund. Cem Özdemir ist natürlich auch Mitglied der Atlantik-Brücke, die gute Beziehungen zu den 200 reichen Familien, die die USA regieren, haben will, und sich den für seine schwarzen Koffer berüchtigten CDU-Politiker Walther Leisler Kiep als Ehrenvorsitzenden leistet. Cem Özdemir ist außerdem Mitbegründer des vom zwielichtigen in den USA lebenden Milliardär George Soros finanzierten European Council on Foreign Relations, dass in Europa offenbar ein politisches Regime nach US-Vorbild etablieren will.

Und nun hat die grüne Basis den von transatlantischen Medien von Reinhard Mohn und Konsorten mühsam aufgebautem und bei den Grünen schon fast als Parteichef platzierten Cem Özdemir den Listeneinzug in den Bundestag verwehrt. Die Fußtruppen des grünen Bataillons der NATO machen beim mörderischen Griff der US-Mafia nach der Weltherrschaft nun auf einmal nicht mit.

Kein Wunder, dass Claus Christian Malzahn sauer ist und beim Spiegel freie Bahn bekommt, um die Sau rauszulassen. Aber über die Hintergründe erfährt man beim substanzlosen Hetzblatt Spiegel natürlich nichts.

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Lumières dans la nuit: Unbewusste Weisheit
10/13/2008 03:21 AM

Wie weise doch diese unbewussten Tendenzen sein können, die einen Verschreiber hervorbringen! Er wollte »Empfängnisverhütung« schreiben, aber die Teile seiner Person, die nicht in das Bewusstsein drangen, wussten es besser, und so schrieb er »Verhängnisverhütung«.

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Deutschland Debatte: Finanzkrise – 400 Mrd € Hilfspaket für wirklich Bedürftige, jetzt haben wir den Salat
10/13/2008 03:13 AM

Die Finanzkrise hat meines Erachtens zwei Ursachen zum einen die grenzenlose Gier und zum anderen der grenzenlose Neid.

Die Gründer der Bundesrepublik Deutschland und der westlichen Welt hatten nach der Weltwirtschaftskrise 1929 und deren Folgen wichtige Lehren gezogen. (Hartz in Weimar VERBLÜFFENDE PARALLELEN Schon vor 80 Jahren trat ein Sozialreformer für den Abbau des Wohlfahrtsstaates ein ) Sein Name war Gustav Hartz, 1928 erschien sein Buch Irrwege der deutschen Sozialpolitik und der Weg zur sozialen Freiheit,. Eine Lehre von Weimar war für die Gründer der Bundesrepublik Deutschland und für die westliche Welt das die gesamte Bevölkerung sozial abgesichert sein muss und das alle Gesetzte und politische Handlungen sozialverträglich gestaltet werden müssen. Daraus entsprang in Deutschland und in vielen Varianten in der westlichen Welt die Soziale Marktwirtschaft, der Länderfinanzausgleich. Das Streben nach einer Anpassung der Lebensverhältnisse und eine einkommensabhängige Lohnersatzleistung, die sich in Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe gliederte. Als Ziel wurde Wohlstand für alle angestrebt.

Dieses erfolgreiche System ermöglichte breiten Wohlstand und eine Teilnahme aller Bürger an den sozial – kulturellen Gesellschaftsleben. Erstmalig in der deutschen Geschichte gab es keine Unterschicht die Armut und das Elend schienen zumindest in Deutschland besiegt. Die sozialen Sicherungssysteme verhinderten ein Absturz in Armut die einkommensabhängigen Lohnersatzleistung verhinderten Lohndumping und Niedrigstlohnsektoren.

Jeder der schon einmal mit Software und Betriebssystemen zu tun hatte kennt den Lehrsatz der IT – Branche „Never touch a running system" ich behaupte, hätten sich die global agierenden neoliberalen Reformer an diesen Lehrsatz gehalten säßen wir heute nicht so tief in der Tinte – und vor einen weltwirtschaftlichen Scherbenhaufen der mit größter Wahrscheinlichkeit eine Weltwirtschaftskrise auslöst deren Wucht zu politischen Verwerfungen führen kann.

Leider waren ab 1990 viele im Siegesrausch, der Kommunismus war augenscheinlich besiegt, nun setzte sich die Lehre der neoliberalen Ideologie durch, das nun mit harten Maßnahmen der so genante Wohlfahrtsstaat abgebaut werden müsse. Leistung müsse sich wieder lohnen und für jede staatliche Leistung müsse eine Gegenleistung erbracht werden. Die Kosten für den Sozialstaat sollten gesenkt werden und Workfare – Konzepte sowie Niedrigstlohnsektoren sollten die Arbeitslosigkeit senken. Der Glaube an einen allmächtigen Markt verhinderte jede vernünftige Diskussionen, Einwände wurden immer mit der Keule „der Markt regelt alles von alleine" niedergeschlagen. Den Arbeitslosen wurde die Teilnahme am sozial – kulturellen Gesellschaftsleben, das Auto, der Videorekorder und vieles mehr geneidet.

In der Folge nahm nach meiner Einschätzung das Verhängnis seinen Lauf, es entstanden global Niedrigstlohnsektoren – Working Poor und die soziale Absicherung wurde auf eine Grundsicherung beschränkt. Dadurch fielen die Reallöhne das Lohnniveau sank global ab, das Verhängnis nahm unaufhaltbar seinen Verlauf. Menschen im Niedrigstlohnbereich kauften auf Kredit die Personen in der Grundsicherung vielen als Konsumenten komplett weg ( viele decken ihren Bedarf in Kleiderkammern und bei den Tafeln). Die Umsätze der Einzelhändler – der Textil und Autoindustrie brachen ein. Der multimedial verkündete, enorme Abbau der Arbeitslosigkeit, erzeugt alleine in Deutschland rund 8 Millionen [if gte mso 9]> Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 ALG I/ ALG II /Sozialgeld Leistungsempfänger, die teilweise trotz Beschäftigung nicht erheblich mehr Einkommen als die ALG II Grundsicherung erzielen können. Dabei ist es völlig einerlei ob diese Personen in einer offiziellen BA – Statistik als arbeitslos gezählt werden oder nicht, ihnen fehlt die Kaufkraft ebenso wie den anderen europäischen Niedrigstlohnarbeitnehmern und den Working Poor der USA. Ich behaupte die fehlende Kaufkraft und die Überschuldung der Verbraucher ist der Kern und war der Beginn der globalen Finanzkrise. (Die Rettung der angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae kostet den Steuerzahler viele Milliarden Dollar)

Ich denke, darin liegt der eigentliche Grund der Finanzkrise die globalen Verbraucher können aufgrund sinkender Reallöhne keinen wachsenden Konsum generieren die Realwirtschaft stagniert und die Finanzmärkte kolapieren. Krankes Biotop Wirtschaft Daniel Goeudevert vergleicht Manager mit Seerosen

Zumindest ist den Neidern geholfen mit Hartz IV kann sich in der Regel niemand einen Flachbild – Plasma TV kaufen oder seinen Kindern eine adäquate Bildung finanzieren. (Was die Zahl der Konkurrenten um gut bezahlte Jobs verringert) aber ohne wirkliche Chance droht wie in Zeiten von Weimar ein “Aufstand der Unterschicht”
Inge Kloepfers Buch über den “Aufstand der Unterschicht”

Ich bin schon heute gespannt wie die herrschende Obrigkeit bei rund 8 Millionen ALG I/ALG II/Sozialgeld Leistungsberechtigte (ohne Sozialhilfe SGB XII ohne Personen die von Vermögen oder Partnern existieren) eine Rezession der Weltwirtschaft und somit eine Weltwirtschaftskrise bewältigen möchte? ( Das 400 Mrd. € Hilfspaket ist dazu meines Erachtens nicht geeignet)

Vermutlich mit den Plänen C bis unendlich? Oder durch eine Anhebung der Tariflöhne einen gesetzlichen Mindestlohn und durch eine Einkommen orientierte Arbeitslosenhilfe ?

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ISLA: Fast
10/13/2008 02:26 AM
so eine schöne Bibliothek, wie ich vor kurzem meiner Tochter versprach.[Link] [Cache]
Heidenreich: Ich und der Marcel
10/13/2008 01:58 AM

“Fernsehpreise” und Kultur, darüber kann man stundenlang räsonieren. Überhaupt ist der Zusammenhang zwischen der Glotze und dem Bildungsniveau der Glotzer alles und nichts. Es gibt ihn, er ist fast unmittelbar, aber Fernsehen ist eben kein Bildungsgut, sondern ein Komplex, der als wichtigster Verwertungsraum des Unterhaltungsmarktes auf Affekte zielt. Verblödung ist ein unvermeidlicher Kollateralschaden.
Eine Preisverleihung als Einzelveranstaltung kann in diesem Zusammenhang nicht herhalten für eine fundierte Kritik am Betrieb. Allein die Kritik an der Durchführung des Events von der Kritik an den Produkten der Branche zu trennen, ist eine fast unlösbare Aufgabe. Elke Heidenreich hat sich damit gar nicht lange aufgehalten, sie bietet einen bunten Mix an Unbehagen über einen langweiligen Abend, über doofe Sendungen und darüber, daß die Clowns im großen Zirkus die Stirn haben, ihre einzig ernsthaften Künstlerkollegen mit ihren Albernheiten zu beleidigen.
Als Sahnehäubchen auf diese ungenießbare Melange setzt Heidenreich ihre heuchlerische Grandiosität mit sicherem Instinkt für die Affekte des Publikums. Sie war nur dabei, um nicht dazu zu gehören. Sie, die Nachfolgerin des einzig wahren Hüters des Kultur in der Unkultur, will sich “schämen” und dabei doch nur alle anderen beschämen, im Kielwasser des Großen Marcel Reich-Ranicki.
Sie verdankt dem Fernsehen alles, worauf ihr Ruhm und ihr Kontostand beruhen. Das ist nicht “ein klein bisschen heuchlerisch“, das ist die aggressive Heuchelei einer Medienperson, die sich nie Gedanken darüber gemacht hat, daß sie selbt gemacht ist. Wenn “Sozialgeschnatter” feststellt:
Das Niveau der Fernsehpreis-Verleihung und von Grabscher Gottschalk dürfte ihr schon seit Jahren bekannt sein“, ist das nur ein Detail. Sie selbst ist Teil des Betriebs und hat herzlich wenig zu einer fundamentalen Kritik dieses Betriebs beigetragen. Im Gegenteil: Sie will nichts davon davon wissen, daß sie Macht ausübt - im Rahmen eines Mediums, das eben nicht aufklärt, sondern verkauft:
“DIE WELT: Macht Ihnen diese Macht keine Angst?
Heidenreich: Ich mag das Wort nicht. Dann hat jede Konditorei auch Macht. Ich kann an keiner vorbeigehen, ohne mir ein Törtchen zu kaufen.
DIE WELT: Aber die hat nur Macht über fünf Passanten. Auf Ihre Tipps verlassen sich Millionen Menschen, und so manch kleiner Verlag ist von der plötzlichen Nachfrage schon überfordert worden.
Heidenreich: Daran darf ich nicht denken. Und manchmal machen mich die Ansprüche auch wütend.”

Wütend, aber eben nicht (selbst)-kritisch. Ihre Argumente sind nicht weniger albern als Gottschalks Moderationen.
Jürgen Kaube hat in der FAZ festgestellt:
Überhaupt steht alles „in einem Zusammenhang vom Mittelalter bis heute" (Heidenreich), wer wird sich da bei Einzelheiten, gar bei Fragen der Verständlichkeit aufhalten. Doch darum geht es ja auch gar nicht, sondern um die Beschwörung des Lesens als solchem, ganz unabhängig vom Denken.
Elke Heidenreich besorgt ein Geschäft, das sich nur dank ihrer Herkunft von dem unterscheidet, was Unterschichtenfernsehen preiswürdig macht. Sie macht Bildungfernsehen zu einer Geschmacksfrage und zu einer ihres Selbstwertgefühls. Was sie anfrißt, ist nicht der Betrieb als solcher, sondern die Tatsache, daß andere mehr Aufmerksamkeit einheimsen, als sie selbt. Daß Fernsehen in seiner dümmsten und ödesten Machart noch mehr Erfolg hat als die Restkultur, deren einträgliche Gralshüterin sie sein möchte. Sie und der Marcel, das sind die Leute, deren Lebenswerk nicht beschmutzt werden soll durch den hohlen Alltag eines Geschäfts, das ihr die Plattform für ihre Überlegenheit bietet. Denken liegt ihr nur so weit am Herzen, wie ihr eigenes Talent das zuläßt. Sich selbst zu hinterfragen, kommt ihr dabei nicht in den Sinn.

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"Mr. DAX" Dirk Müller: Finanzsystem kollabiert mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit
10/13/2008 01:12 AM


http://www.youtube.com/watch?v=ha2QZvdP6iI

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Urs1798: Prozesse in Tiergarten unter verschärfter Kontrolle
10/13/2008 01:05 AM
Näheres unter anderem hier über das MG-Verfahren Posted in Galerie, Justiz, Politisch, Satire, Zeichnungen   Tagged: Berlin, Einlasskontrolle, Farce, Justiz, MG-Verfahren, Rechtsbeugung, Richterbefangenheit, Satire, verschärfte Bewachung    [Link] [Cache]
elementarteile: ah, jooki!
10/13/2008 01:04 AM

endlich, ich hatte die hoffnung schon aufgegeben… ;)

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elementarteile: nochmal zur Demo…
10/13/2008 01:04 AM

weil ich bei Lanu nochmal drauf gestoßen bin gibt es einen Nachtrag:

Ja, die “Anheizer” waren schlimm. Da habe ich als alter Schreihals mehr Leute um mich herum motiviert… aber es hakt nicht nur an dieser Stelle.

Wenn man anfangen will, dann muss man sich die Leute angucken, die den AK gestartet haben. Dann versteht man, warum die Tonqualität super war, ein Funknetz die Lautsprecherwagen problemlos gekoppelt hat, aber viele andere Sachen mies gelaufen sind.

Es gibt viele Komponenten die es zu beachten gilt und ich will das Engagement der Menschen nicht kleinreden, aber man sollte aufpassen wohin man sich entwickelt.

Dr. Motte war nun wirklich eine Fehlentscheidung schlechthin. Sven Väth hätte mit einem “Überwachung? Egal Gude Laune Leude!” nicht mehr kaputt machen können als ein vom Universum schwafelnder DJ.

Und Padeluun: keine Sau geht auf eine Demo um mit dir einen Kanon zu singen!

Wenn man die Gelgenheit hat am Reichstag zu demonstrieren sollte man vielleicht nicht die Mikros zu machen und die Musik aufdrehen, sondern richtig loslegen mit Sprechchören. Die Demonstration richtete sich gegen eine virtuelle Sache. Vorratsdatenspeicherung z.B. tut nicht weh, keiner merkt sie. Aber wenn man an einem Gebäude vorbeikommt, in dem solche Dinge beschlossen werden, die Menschen also einen Anknüpfungspunkt zur Realität haben sollte man diesen Punkt nutzen um sich “abzureagieren”.

und wie es schon oft genug in dem Mailverteiler des AK (der aus Lächerlichkeit wieder sofort bei mir rausgeflogen ist, aber das ist ein anderes Thema) von euch selbst gesagt und geschrieben wurde: es gibt Leute mit mehr Demonstrationserfahrung als euch. Warum verdammt sprecht ihr nicht endlich mit denen? Setzt euch zusammen, redet, nutzt die Erfahrung!

Und ja sprecht auch mit dem “Schwarzen Block”, oder dem, was ihr dafür haltet. Was für Strategien gibt es auf Demonstrationen und welche kann man nutzen?

Wie könnt ihr die Medien nutzen?

Und verdammt noch mal: Seid endlich eine Protestbewegung und nicht ein “eigentlich wollen wir von allen lieb gehabt werden”-Spazierclub. Legt euch endlich mit den Politikern an und versucht nicht Mitleid bei ihnen zu erregen.

Was nützen all die “StaSi2.0″-Bilderchen, wenn man nicht ein einziges Wort darüber verliert, dass das Brandenburger-Tor wie vor 18Jahren abgesperrt und gesichert war, niemand hindurch gehen konnte? Was nutzt es Parteien mitlaufen zu lassen, die den ganzen Mist mitgemacht haben und jetzt scheinheilig Bürgernähe simulieren, wenn man ihnen bei der Gelegenheit nicht ordentlich verbal einen in die Fresse haut?

Und kommt mir bitte nicht mit “Sachzwängen” und “man ist ja froh darüber, wenn man auch bei Parteien sensibilisiert…

Ich lade gerne zur Diskussion hier in den Kommentaren ein, sagt mir das ich Unrecht habe!

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elementarteile: zur Demo "Freiheit statt Angst"
10/13/2008 01:04 AM

Ich will gar nicht anfangen mit Sachen wie: “Die Leute am Mikro gehören ausgepeitscht, sucht euch Leute mit Erfahrung, verdammt!”. Ich will mich eher auf die mediale Aufbereitung beziehen.

Und ich muss gestehen, ich bin etwas irritiert. Ich war ja schon auf einigen Demos in meinem Leben, kenne die Zahlenspiele zwischen Veranstalter, Polizei und Presse. Aber was sich bei dieser Demo geboten hat war ja schon unglaublich:

Normalerweise geht es mit den Teilnehmerzahlen so vor sich: Der Veranstalter haut eine Zahl heraus, die manchmal mehr, manchmal weniger mit der Realität zu tun hat, die Polizei gibt an, wieviele sie gerne auf der Demonstration gesehen hätte (kommt immer auf den Inhalt an, kann aber als Minimalwert angesehen werden), zu guter letzt bildet die Presse einen Mittelwert und verbreitet diesen. So war es jedenfalls bisher.

Bei dieser Demo lief auf Seiten von Veranstaltern und Polizei wie gewohnt: Die Veranstalter eröffneten mit 100.000 Teilnehmern, d ie Polizei sagte min. 50.000 seien da gewesen und was macht die Presse in Form der Tagesschau daraus?

15.000 demonstrierten irgendwie gegen die Datenpannen der Telekom… (so jedenfalls lässt sich der ausgestrahlte Beitrag verstehen)

Ja vielen Dank.

Was ziehen wir also für Konsequenzen?

Soll ich mich nächstes Mal vermummen und einen Mülleimer umschmeißen, damit die Demo mit “massiven Ausschreitungen” in die Tagesschau kommt? Vielleicht noch ein Stück Papier anzünden?

Was mir aber auch im Zusammenhang mit der Bankenkrise Mut macht ist der Umstand, dass Blogs weitaus offener, direkter,schneller und besser kommunizieren als unsere lieben öffentlich-rechtlichen Medien. Man sieht sehr schön, wer etwas schreibt, wer Prognosen stellt, wer sich mit einem Thema auseinandersetzt und wer nicht.

Tagesschau etc.:ihr habt endgültig verloren und min. 50.000 Menschen schalten euch nicht mehr an (schätzt die Polizei)…

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anouphagos: Die Telepolis und die Rezensionsexemplare
10/13/2008 12:42 AM

Die Gebrüder Harper betrieben eines der größten und erfolgreichsten Verlagshäuser der USA. Sie konnten es sich leisten, Rezensionsexemplare zu verschicken (damals keine Selbstverständlichkeit), und das garantierte schon deshalb Besprechungen, weil die Harpers dann auch in Zukunft Rezensionsexemplare schickten.

So tönt es vollmundig in einem bereits zitierten TP- Artikel. Mir hat der Heise-Verlag aber noch immer keine Exemplare zugestellt, um die ich gebeten hatte. Muss man wohl nicht mehr machen.

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anouphagos: Argumente für den Hierarchieabbau
10/13/2008 12:42 AM

Ich bin weder ein Fan der repräsentativen noch der direkten Demokratie. Erstere ist anfällig für wirtschaftlich starke Lobbygruppen, letztere für Populismus. Ich sehe die Zukunft in der partizipativen Demokratie, also höchstmöglicher Beteiligung aller Betroffenen und Interessensgruppen in alle sie betreffenden Entscheidungsprozesse. Das funktioniert bereits jetzt sehr gut auf lokaler und regionaler Ebene, z.B. in der brasilianischen Millionenstadt Porto Alegre, wo die Bürger sogar Budgetentscheidungen gemeinsam und im Konsens beschließen. Dafür bräuchte es eine Stärkung des Subsidiaritätsprinzips, d.h. Entscheidungen werden auf der niedrigstmöglichen Ebene getroffen - eben dort, wo man auch davon betroffen ist. Globale und überregionale Probleme - Klimaschutz, globale Ressourcenverteilungen und Konflikte - sollten aber auch global bzw. überregional geregelt werden können. Das geht nur, indem man die demokratischen Kontrollmechanismen internationaler Institutionen wie UNO, EU et cetera. stärkt, Transparenz herstellt und so weiter. (telepolis, Hervorhebungen von mir)

Na, wenn das nicht ein gewichtiges Argument dafür ist, die Bürokratien und Hierarchien des Industriezeitalters hinter uns zu lassen.

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Der Cthulhu-Mythos: Wissenschaftliche Arbeit
10/13/2008 12:42 AM

Auch wenn diese Arbeit ein paar Fehler und Unwissenschaftlichkeiten aufweist - so schreibt der Autor bspw., er wähle und modifiziere eine Definition von “Subkultur”, weil sie so zum Objekt passe, anstatt korrekterweise deduktiv vorzugehen -, liefert sie doch einen guten Überblick über die Rezeption des Mythos durch (Laien-)Künstler und Szenen durch das ganze 20. Jhd und bis in die Gegenwart. Leider bleibt z.B. bei der Rollenspielklassifikation de profundis außen vor, obwohl genau das hier gut hineingepasst hätte. Leider liefert der Teil der Arbeit, der sich mit Online-Quellen beschäftig, auch keine sehr tiefgreifende Analyse - und vor allen Dingen nur eine des englischsprachigen Angebots.

Spitzfindig mutet dagegen an, wenn der Autor beklagt, dass in einer Dagon-Verfilmung eine sexy Hohepriesterin statt eines stereotypen Kultisten zum Einsatz kommt, und vollends unrecherchiert wirken Aussagen wie

Tatsächlich ist der Superschurke Mr. Freeze (dargestellt von Arnold Schwarzenegger) im 1997 erschienenen Kinofilm Batman & Robin79 im Arkham Asylum untergebracht. Arkham ist, wie bereits zuvor erwähnt, eine Erfindung Lovecrafts. [...] So findet sich also eine versteckte Anspielung auf Lovecraft in einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 1997.

Arkham Asylum ist keineswegs eine Erfindung “des Jahres 1997″ sondern von 1984. Es hätte der Arbeit sicher gut getan, hätte mal jemand, der mit dem Mythos aus langjähriger Erfahrung vertraut ist (und vielleicht Randbereiche wie Comic-Hommagen auch überblickt) darübergesehen. In der Musik-Sektion fehlt nun wirklich jede Menge, u.a. auch RPG-Platten (musica cthuliana etc.). Klasse ist die Behandlung esoterischer Bezüge zum Mythos - sie werden als der Schwachsinn dargestellt, der sie sind. (Wobei dies natürlich nur für die strenge Lesart nach Lovecraft gilt; der Mythos hat sich ihm und Derleth aber freilich längst entwunden.) An dieser Stelle muss man der Arbeit auch Ankreiden, dass sie sich nicht die Mühe macht, einige der Wurzeln von Lovecrafts Mythos-Ideen herauszuarbeiten (was dann zu Fehlschlüssen bspw. im “Satanismus”-Bereich führt, wo LaVey unterstellt wird, Lovecraft zu zitieren; wahrscheinlicher ist aber wohl, dass einfach beide dieselbe Quelle hatten oder das Quellmaterial in vielen Kulten und Mythen vorkommt). Im Satire-Teil fehlt auch noch Munchkin!

Zurück zu den positiveren Bereichen: Bemerkenswert gerade für Rollenspieler ist hier wiederum die Feststellung, wie sehr der Gedanke vom “Mythos” (als System oder Sammelbegriff) doch dem Mythos (als ontologische Realität) entgegengesetzt ist, bzw. wie sehr sich die Wesenheiten des Mythos gegen eine Klassifikation wehren müssten.

Ich stelle mir nach der Lektüre leider weiterhin die Frage, was nun der Unteschied zwischen dem Lovecraftian- und Cthulhumythos für das Rollenspiel bedeuten könnte…

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anouphagos: SPICE! Reloaded
10/13/2008 12:42 AM

Ich habe ja schon über “Spice” berichtet - genauer gesagt: die Berichte anderer zerpflückt -, und jetzt zieht die taz nach:

Sogar die Polizei ist machtlos. Der Drogentest beweist es: Das Ergebnis ist negativ. Drogenberater warnen also nachdrücklich vor Spice-Konsum. Man weiß einfach zu wenig über die Inhaltsstoffe, die Nebenwirkungen oder ob der Missbrauch Langzeitschäden mit sich bringt. Eines ist schon bekannt: Die ersten Spice-Raucher sind bereits in Therapie.

Seit wann ruft die taz denn nach der Polizei? Und was soll ein Drogentest, der auf bestimmte Verbindungen abzielt, auch als Ergebnis ausspucken, wenn keine der Verbindungen zum Einsatz kommt? Warum macht sich die taz zum Werkzeug der psychohygienischen Kontrolle unseres Staates? (Und was soll dieser Hinweis darauf, dass “Spice-Raucher” in Therapie sind - vielleicht sind sie das ja wegen Oktoberdepressionen?)

PS: Warum kümmern sich um diese Themen eigentlich immer und ausschließlich weibliche Redakteure?

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anouphagos: Individuelle und gesellschaftliche Zeitpolitik
10/13/2008 12:42 AM

Ich hörte mir gerade ein freundlicherweise von der Jungen Karriere kostenlos verschicktes Hörbuch zum Thema “Optimales Zeitmanagement” an. Verantwortlich: Dr. Lothar Seiwert. Interessante Impulse, die sicherlich individuell zu höherer Zufriedenheit (und auch zu mehr Effektivität) führen können; das große Ganze bleibt dabei freilich außen vor - so z.B. die sinnvolle inhaltliche Gestaltung von Zielen und der Sinn, der hinter besagter “Effektivität” steckt.

Fundamental in Frage gestellt wird unser Umgang mit Zeit nicht nur von Dichtern und Denkern (die sich ja meistens in Bezug auf karrieristische Belange und deren zeitliche Planung eher weltfremd äußern) sondern auch von einer Lobbygruppe, über di eich kürzlich stolperte: die Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik. Ich empfehle insbesondere die Schriften zum Download. Im Dienste meiner eigenen Zeitplanung muss ich leider im Moment davon absehen, mich bei dieser Gesellschaft zu engagieren. Aber das kann ja gerne noch kommen. (Und vielleicht erreiche ich ja die Einrichtung eines Amtes “Zeitpolitischer Sprecher” bei der PARTEI.)

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anouphagos: Hosteurope ist auch nicht das Wahre
10/13/2008 12:42 AM

Sehr geehrte Damen und Herren,

soweit ich das sehe, ist erst ab dem Webpack L die Nutzung einer
.htaccess möglich. Ihr Webpack M - welches ich seit Kurzem besitze -
bewerben Sie mit den Worten “Ideal für dynamische Webseiten, die mit
zwei Datenbanken auskommen.” Auf eine normale Wordpress-Installation
trifft das sicher zu - und eine solche war denn auch der Grund, warum
ich zu diesem Angebot griff. Bislang war ich auch recht zufrieden. Nun
stellte ich aber bei Wartungsarbeiten an meinem Wordpress fest, dass ich
meine Permalink-Strukturen nicht anpassen kann; ich probierte ewig mit
den richtigen .htaccess-Konfigurationen herum, bis ich durch Zufall (!)
in Ihrer FAQ auf den unschönen Satz stieß: “*Bitte beachten Sie, dass
nicht alle Produkte .htaccess-Nutzung erlauben (erst ab dem WebPack L
ist das der Fall).” *Damit eignet sich das Webpack M eigtnlich nicht
mehr für den Betrieb eines normalen Wordpress-Systems. Eine derartige
Einschränkung der Nutzung meines Webspace hatte ich eigentlich nicht
erwartet; da bietet mir ja ein Gratis-Provider wie bplace.net mehr
Freiheit. Gibt es eine Möglichkeit, die Nutzung einer .htaccess
aufzusatteln? (Ohne dass ich gleich in den erheblich teureren L-Tarif
wechseln müsste, dessen sonstige Nutzungsmöglichkeiten ich gar nicht
brauche.)

Besten Dank und viele Grüße

Dennis Schmolk

Antwort:

Sehr geehrter Herr Schmolk,

> > Gibt es eine Möglichkeit, die Nutzung einer .htaccess
> > aufzusatteln? (Ohne dass ich gleich in den erheblich teureren L-Tarif
> > wechseln müsste, dessen sonstige Nutzungsmöglichkeiten ich gar nicht
> > brauche.)

dies ist leider nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Na, besten Dank auch.

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anouphagos: Hilfe! Kultisten!
10/13/2008 12:42 AM

Erstens gibt es endlich den Trailer zu Die Farbe, wie ich cthulhu.de entnehmen muss. (Warum werde ich als Sponsor nicht informiert!?)

Zweitens gibt es Grund zu der Annahme, dass sich ein Outtime-Kult formiert. Also: Paranoide sollten Neuseeland meiden. Es geht das Gerücht, dass etwas vor der Küste lauert…

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Bamberg: Das Cafe Kunstpause
10/13/2008 12:42 AM

Ich rühre hier mal unverschämt die Werbetrommel: In Bamberg - am Pfahlplätzchen 3 - gibt es zwei schmucke kleine Cafes; da die Teegießerei montags Ruhetag hat, kenne ich leider nur das Cafe Kunstpause: und bin restlos begeistert.

Achja, ein paar Antworten auf Fragen, die ich mir als Ortsunkundiger gestellt hatte:

  • Wer sind eigenlich die von Aufseß, und warum gibt es in Nürnberg einen Aufseßplatz und einen Aufseßsaal, in Bamberg aber ein Aufseesianum in der Aufseßstraße? - Nun, die Wikipedia hilft hier schon weiter: Jodokus war der Stifter besagten Aufseesianums, wohingegen Hans von und zu Aufseß den nürnberger Örtlichkeiten seinen Namen verlieh. Beide gehören zum selben Adelsgeschlecht, das anscheinend hauptsächlich in und um Bayreuth tätig war.
  • Was sind diese Wanka Tonka-Läden, die man in der Innenstadt überall sieht? - Das beantwortet diese Website.
  • Was ist die beste Werbefläche in Bamberg? - Diese hier:

(Wer weiß, von wo das aufgenommen wurde?)

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anouphagos: turm der sinne
10/13/2008 12:42 AM

Der nürnberger Turm der Sinne bietet auf 6 (?) Stockwerken alles rund um menschliche Wahrnehmung (und deren Fehler). Zum Beispiel optische und akustische (!) Vexierbilder und ein Ballwurfspiel mit verzertter Optik. (Letzteres kennt man vielleicht von Kärwa oder Volksfest nach der vierten Maß…)

In Kürze findet dort das alljährliche Symposium statt - mit einem recht interesanten Thema (und leider gesalzenen EIntrittspreisen): “Künstliche Sinne - gedoptes Gehirn. Neurotechnik und Neuroethik”. Für den kleineren Geldbeutel gibt es ab Dezember an jedem dritten Donnerstag im Monat eine Gesprächsrunde mit fast-MdL Helmut Fink. Leider finde ich den Programmplan nicht online. Interessant finde ich aber vor allen Dingen den ersten Vortrag am 13.11. über “Abbildung oder Konstruktion?” von Christina Meinecke und den fünften Vortrag am 19.3.09 über “Das erkrankte Gehirn” von Frank Erbguth.

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anouphagos: Spießer allüberall
10/13/2008 12:42 AM

Meine Lieblingslokalredakteurin Sabine Stoll schreibt heute über eine Peep-Show im WON:

Ein Schuft, wer Böses dabei denkt? Wie beispielsweise die empörte Mutter einer Disco-Besucherin? Sie ließ sich von ihrer Tochter berichten, dass bei der «Popp Nacht« Boxen mit Gucklöchern aufgestellt waren, in denen «jede erdenkliche Form von Geschlechtsverkehr« praktiziert wurde. Sie beschwerte sich anonym beim Ordnungsamt und der Polizei.

Können die Leute einander nicht einfach einmal in Ruhe lassen? Wer alt (und dämlich…) genug ist, ins WON zu gehen, sollte wohl auch gegen “explicit content” nichts einzuwenden haben.

Weiter gehts mit Panikmache und Willkürjustiz in einem “Horrordrogenfall”: NN und NZ schreiben über zwei “Dealer”, die GBL verkauft haben (sollen). NZ:

Diese beiden Männer müssen sich seit gestern wegen gemeinschaftlichen unerlaubten Inverkehrbringens von Arzneimitteln sowie wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht verantworten. Doch fällt die Partydroge GBL, die eigentlich ein chemisches Lösungsmittel ist und in der Industrie gebraucht wird, überhaupt unter das Arzneimittelgesetz? «Nein!» meinen die Verteidiger der mutmaßlichen GBL-Dealer, die mit dem Rauschmittel zwischen 2004 und 2007 einen schwungvollen Internet-Handel betrieben haben sollen.

Und NN:

Das Dilemma der Justiz: Gammahydroxibuttersäure (GHB) gilt als Betäubungsmittel in Sinne des Gesetzes, doch das ähnlich klingende Gammabutyrolacton (GBL) nicht. Dabei genügen ein bis zwei Minuten im Magen-Darm-Trakt – und das erlaubte GBL wird von der Leber in die verbotene Säure umgewandelt.

Sollen wir dann logischerweise jedermann auf der Straße verhaften. weil sein Hirn Morphin enthält? (Morphin ist - im Gegensatz zu GBL - einwandfrei juristisch als Betäubungsmittel klassifiziert.)

Auch in diesem Falle sollten sich die Behörden doch einfach heraushalten. Zwar gab es einige tatsächliche Zwischenfälle (siehe Artikel), die teils lebensbedrohlich wurden, aber die gibt es mit dem legalen Alkohol noch wesentlich häufiger. Als gäbe es nicht wirklich schlimmere Probleme. (Und als ließe sich der Konsum psychoaktiver Substanzen so eindämmen.) Aber dem gesunden Volksempfinden wird gedient sein…

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ISLA: Drei mal Drei
10/13/2008 12:26 AM
Mind Your Own Business! (via)
Oder: Klarer Sehen im Sparschwein!
Oder: Wahlwerbung mit Senator Bulworth!
Oder: The Witches are back!
Oder: Weiser Klagen wegen "Sabotage".
Oder: Heute schon Honorare gezahlt an die drei mal drei ist vier geprägte Neuner-Frau und Co-Autorin von "Generation Blogger": 19.09.1963 (via)
Viele Grüsse aus dem Gral vom Hasenclan[Link] [Cache]
ISLA: No title
10/13/2008 12:26 AM
Verrät mir jemand, warum Google nicht den Permalink angibt? Copy Such-Ergebnis von 23.20 "Modgudr" für das ISLA-Blog:

ISLA - Independent Sensitive Liberation ArmyModgudr (altwestnordisch: Móðguðr) ist die Bewacherin der Jenseitsbrücke ... Modgudr erfragt an der Jenseitsbrücke Namen und Herkunft der Reisenden. ...
independentsla.blogspot.com/ - Ähnliche Seiten - Notieren[Link] [Cache]

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