Wednesday, February 25, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-18

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-18


Freeman: Grosse Ölreserven in Kuba gefunden
10/18/2008 11:55 PM
Mutternatur hat die Karibikinsel mit einem plötzlichen Segen versehen, in dem sie Kuba genug Ölreserven beschert hat, um in der Profiliga der Energieländer mitspielen zu können. Die Regierung hat verkündet, dass möglicherweise mehr als 20 Milliarden Fass Öl in den Küstengewässern am Golf von Mexiko vorhanden sind, doppelt so viel wie bisher angenommen.

Wenn das bestätigt wird, dann hat Kuba genau so viel Ölreserven wie die USA und stösst in die Gruppe der Top 20 Ölförderländer vor. Die Bohrungen werden nächstes Jahr durch die staatliche Ölfirma Cubapetroleo beginnen.

" Es würde die ganze Situation verändern. Die Regierung hätte mehr Geld und wäre dann nicht mehr von Ölimporten abhängig," sagte Kirby Jones, Gründer der in Washington beheimateten US-Kuba Handelskammer. " Es könnte dem Klub der ölexportierenden Ländern beitreten."

Ein Konsortium an Firmen, angeführt von der spanischen Repsol, haben Testbohrungen vorgenommen und werden die erste fördernde Bohrung mitte 2009 vornehmen. (Guardian)

Kommentar: Gratuliere Kuba für diese gute Nachricht. Jetzt haben die Amis die Wahl, entweder werden sie scheiss freundlich wegen dem Öl vor ihrer Nase und geben das fast 50 jährige Embargo gegen den kommunistischen "Bösewicht" vor der Haustür endlich auf, oder Kuba kommt auf die Terrorliste und wird dann wie üblich überfallen.

Die UNO billigt nicht die Handelsblockade Amerikas gegen Kuba und verlangt eine Aufhebung. z. B. im Jahr 2000 stimmten 167 Länder dafür, drei dagegen, die USA, Israel und die Marschall-Inseln. Im Jahre 2007 wurde wieder eine Aufhebung durch die UNO verlangt, 184 Länder stimmten dafür, vier dagegen, USA, Israel, die Marshall-Inseln und Palau.

Wir sehen, die USA macht sowieso was sie will, egal was der Rest der Welt verlangt. Aber wenn die USA etwas durchsetzen möchte, dann müssen sich die Länder schon an UNO-Resulutionen halten, wie Saddam Hussein damals im Irak, oder jetzt der Iran. Ist doch alles eine Farce und Doppelmoral. [Link] [Cache]
Duckhome: Softwareprobleme...
10/18/2008 11:00 PM
...Die Software streikt und deswegen...





...macht Duckhome bis Dienstag, den 21.10. Pause...

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Mein Parteibuch Blog: Apropos Gulli - R.I.P.
10/18/2008 10:46 PM

So langsam wird bei Gulli immer mehr deutlich. Nachdem sich letztes Jahr das hier zu Randolf Jorberg anfand, gibt es nun das hier zu Valentin Fritzmann. Dazu, was ein Sandler ist, findet sich in der Wikipedia was. Wer mehr wissen will, kann ja mal nach Sandler, Gulli und Jorberg googlen.

Vielleicht möchte sich die Plattform Gulli, die ansonsten dafür bekannt ist, dass dort Personen wie der kriminelle Rechtsanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth und der mit Verbotsklagen gegen Zensur kämpfende Sohn von Wolfgang Huch, Tobias Huch, Unfug erzählen, ja demnächst umbenennen?

Wie wäre es dann zum Beispiel mit “Zentralorgan der Nutzlosbranche”? R.I.P.

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redblog: Video über rassistische Pogrome in Bolivien
10/18/2008 09:56 PM
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Deutschland Debatte: Rentenanpassung 2009
10/18/2008 09:36 PM

Die Berliner Morgenpost schreibt: “Geldsegen im Wahljahr: Die deutschen Rentner können offenbar 2009 mit deutlich mehr Geld rechnen. Die Altersbezüge sollen zum 1. Juli kommenden Jahres um 2,75 Prozent steigen”. Also rechtzeitig zu den Wahlen 2009 soll in guter Stimmung gemacht werden, wissen CDU und SPD doch, dass die Alten in dieser Republik eine immer wichtigere Gruppe sind

  • weil sie weniger wechselwillig sind
  • weil sie relativ stabil zu den Wahlen gehen
  • weil sie auf Volksparteien abfahren
  • weil sie dankbar für kleine Zuwendungen sind.

2,75 Prozent. Aber halt: zunächst muss man sagen, dass in dem Zeitungsartikel das unscheinbare Wörtchen “offenbar” steht. Und das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass Hoffnung genährt wird, dass das Strickmuster gespielt wird, “wählt mich und ich gebe dir”. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?

  1. Die Finanzkrise raubt uns heute und erst Recht im folgenden Jahr Milliarden.
  2. Die Weltfinanzkrise mit ihren Subprimes wird Abschreibungen und damit Steuerausfälle in Milliarden zusätzlich kosten
  3. Die Rezession wird Steuerausfälle in Milliarden on top kosten
  4. Die zusätzlichen Industrieförderungsmaßnahmen werden zusätzliche Milliarden kosten
  5. Der Gesundheitsfonds wird weitere Milliarden vom Staat kosten
  6. Die geplante schwarze Null im Staatshaushalt wird das Geld nicht sprudeln lassen können

und das alles in einem Umfeld, in dem der Zins für Gelder so hoch steigt wie nie. Wenn der Staat also 2009 Gelder benötigt, dann trifft er auf ein Umfeld, in dem

a) die Banken nicht beliebige Gelder frei machen können ( sie leiden ja angeblich unter Liquidität ) und
b) die Zinssätze gegen 6 Prozent laufen, so dass Kredite für den Staat sündhaft teuer werden.

Wenn man das Umfeld richtig betrachtet, sieht es eher danach aus, dass gerade eine psychologische Zeitungsente durch’s Dorf getrieben wird.

Lassen Sie uns eine zweite Betrachtung anstellen:

Dass weniger sehr gute Rentenhöhen sehr viele Geringbezieher gegenüber stehen, ist, wenn man die Daten des Statistischen Bundesamtes untersucht, reine Tatsache. Ebenso ist bekannt, wenngleich von den Offiziellen der Politik immer verschwiegen, dass der Warenkorb der Niedrigrentenbezieher neben Miete, Strom, …, fast ausschliesslich aus Lebensmitteln besteht. Man sollte sich einmal die Preissteigerungen innerhalb des letzten Jahres anschauen:

  • Brötchen +8,8 Prozent
  • Schokolade ( DD geschätzt ) +3 Prozent ( nach deutlicher Erhöhung in 2007 )
  • Äpfel +5,2 Prozent
  • Käse +20,4 Prozent
  • Eier +11,4 Prozent
  • Orangensaft +5,2 Prozent
  • Honig +8,2 Prozent
  • Milch +17,5 Prozent
  • Butter +8,1 Prozent
  • Marmelade +10,8 Prozent
  • Orangen +27 Prozent

die Preissteigerungen für Gemüse wurden nicht ( warum nicht ) dargestellt. Man kann, ohne Rechnen, in erster Näherung sagen, Lebensmittel sind im Schnitt um 8 Prozent gestiegen. Wo sind die Energiepreissteigerungen? Klar, sie sind nicht Lebensmittel aber lebensnotwendig und in die Betrachtung einzubeziehen, wenn man sich fragt, was die 2,75 Prozent wirklich wert sind.

Ergebnis: den Preiserhöhungen insgesamt gegenüber sind die 2,75 Prozent Rentenerhöhung ein Klaks, auf die mancher vielleicht auch noch Steuern zahlen muss. Leider entpuppt sich damit diese Zeitungsmeldung als

  • ein Täuschungsversuch ( “offenbar” ) und
  • eine Schummelpackung,

die zum Einfangen der Wähler für CDU und SPD geeignet scheinen! Schade, es ist immer dieselbe Masche, wie die Politik Menschen über den Tisch zieht.

Wachen Sie auf! Keine Stimme für SPD! Keine Stimme für die CDU!

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Deutschland Debatte: Verschärfung der Finanzmarktkrise wenn US-Kreditkartenblase platzt?
10/18/2008 09:36 PM

Wir erleben einen Tsunami der mit immer neuen Wellen die globalen Finanzmärkte überrollt. Nun droht durch platzen der US-Kreditkartenblase eine weitere Verschärfung der Finanzmarktkrise. Nach Angaben der Rating-Agentur Moody’s seien Wertpapiere in Höhe von 450 Milliarden Dollar (334 Milliarden Euro) mit US-Kreditkarten auf Pump gekauft worden.

Zündet eine neue Stufe der Finanzmarktkrise?
Benötigen wir neue Rettungspläne?
Schildern wir sehenden Augen in eine Weltwirtschaftskrise?

Ich sehe Fragen - Fragen - Fragen aber Keinen der Antworten kennt!

Bayern - Koalitionsgespräche unterbrochen
Die ungewisse finanzielle Lage der Bayerischen Landesbank hat eine Verzögerung der Koalitionsverhandlungen über ein schwarz-gelbes Regierungsbündnis in Bayern zur Folge.

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politplatschquatsch: Kindermund tut Wahrheit kund
10/18/2008 08:59 PM
Manchmal ist es aber doch auch der "Spiegel": Auf einen "Aufbrauch" haben Müntefering und Steinmeier die deutsche Sozialdemokratie dem Magazin zufolge eingeschworen. Was aufgebraucht werden soll, wird wie immer nach der Wahl bekanntgegeben.[Link] [Cache]
Sozial-Gangbang: Good Bye My Friend...
10/18/2008 08:46 PM
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Stefan-Ziller.de: Polizeiübergriffe am Rande und nach Anti-Nazi-Kundgebung in Marzahn-Hellersdorf
10/18/2008 08:43 PM

Bunter Protest gegen eine Nazidemo. So war es am Samstag geplant. Erst eine Kundgebung am Helene-Weigel-Platz und später eine auf dem Alice-Salomon-Platz. Doch schon bei unserer Ankunft am Kundgebungsort am S Springpfuhl begrüßte uns eine nervöse und aggressive Einheit der Polizei. Unsere Kundgebung verlief dann ohne Zwischenfälle. Die verschiedenen RednerInnen machten deutlich, dass die Nazis in unserem Bezirk nichts zu suchen haben.

Nach der Kundgebung machten wir uns auf den Weg nach Hellersdorf. Da an diesem Wochenende überall Schienenersatzverkehr war, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Dabei kam es immer wieder zu Übergriffen der Polizei. Mehrfach weigerten sich die Beamten uns ihre Dienstnummer zu nennen. Auch mir als Abgeordneter des Landes Berlin war es nicht möglich den BürgerInnen zu ihrem Recht zu verhelfen. Dies ist eine Schande für die Berliner Polizei. Sie hatte die Nazis die ganze Zeit über gut im Griff, so dass diese ständigen Aggressionen gegen die Zivilgesellschaft absolut überflüssig und unnötig waren.

Doch auch im Anschluss an die Abschlusskundgebung am U Hellersdorf kam es noch zu Übergriffen auf TeilnehmerInnen der Kundgebung. Als die Nazis schon längst mit der U-Bahn weggefahren waren und wir darauf warteten den U-Bahnhof wieder betreten zu dürfen, musste eine Hundestaffel der Polizei offensichtlich ihre Hunde nochmal einsetzen. Dabei warf der Polizist, der sich auch hier weigerte uns seine Dienstnummer zu geben, den Hund direkt in die wartende Menge. Neben der Tierquälerei ist solch ein Verhalten absolut unglaublich. Kurzzeitig gelang es damit der Polizei eine völlig friedliche Situation an den Rand einer Eskalation zu bringen.

Ich habe für das erlebte und unrechtmäßige Verhalten der Berliner Polizei kein Verständnis. Wann begreift endlich auch die Berliner Polizei, dass nicht die Zivilgesellschaft ihr Feind ist, sondern das Gedankengut, welches die Nazis mit ihren Demonstrationen verbeiten wollen.

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Schrottimmobilien: Badenia zur vollständigen Rückabwicklung verurteilt
10/18/2008 08:26 PM
Die Badenia haftet für arglistige Täuschung "Ein Ehepaar, das eine Eigentumswohnung in einem von der Badenia finanzierten Objekt in Oschersleben erworben hat, wurde über die Höhe der tatsächlich erzielbaren Miete arglistig getäuscht. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte die Badenia Bausparkasse deshalb, dem Ehepaar den entstande ... [Link] [Cache]
scusi!: Rente mit 67 + Hartz IV, das sind weniger als 85 % für SPD-Vorsitzenden Müntefering
10/18/2008 08:13 PM
rhbl

Steinmeier (52) und Münte (68) haben auf dem heutigen Sonderparteitag der SPD geredet und wurden gewählt: Steinmeier zum Kanzlerkandidaten (sprach 1,5 Stunden zu den Wählern der „Mitte", Wahlergebnis 95,13 %); Müntefering zum Parteivorsitzenden (zog für den „Apparat" die Jacke aus, Wahlergebnis trotzdem nur 84,85 %). Die Stimmung war gedrückt.

Mehr wäre aus Berlin vom SPD-Parteitag eigentlich nicht zu berichten.

Wenn es nicht ein paar kleine Randerscheinungen gegeben hätte. Dass zum Beispiel die SPD „die Verantwortung für (ganz) Deutschland" beansprucht. Dass aber in West wie Ost die meisten potentiellen Wähler aus der „Arbeitswelt" nie ein Interesse daran hatten, vom Feldwebel Münte „dabei unterstützt zu werden, den Anforderungen im Beruf gerecht zu werden" (neoliberales SPD-Programm aus der Schröder-Ära in der alten, noch von Münte zu verantwortenden Fassung). Deswegen kann die neue Doppelspitze auf dem nadelnden Tannenbaum SPD dem von ihnen kurz vor Ausbruch der Weltfinanzkrise weggeputschten Beck zwar dankbar sein, dass mit dem Hamburger Parteitag die „soziale Gerechtigkeit" jetzt wieder öfter im Programm steht, glaubwürdig wirkt der neue Text zusammen mit den alten Gesichtern aber noch lange nicht.

Sind doch Müntefering und Steinmeier entschiedene Vertreter des berüchtigten „Neue Mitte"- Kurses von Tony Blair und Bodo Hombach. Ein neoliberaler Schröder-Schwenk, mit dem sich die Genossen auf dem Höhepunkt des Wall Street - Hype höchst opportunistisch an die Börsen-Bosse angewanzt haben.

Die alten Gesichter als neues Führungsduo, das erfreut die Mietfedern der noch immer alles beherrschenden Medienmaschine der „Marktradikalen" (Plutokraten). Aber es erfreut bestimmt nicht den Wähler, der sich schon überlegt, wo er Geld herkriegt, wenn es an den Kassenautomaten keins mehr gibt. Oder der aus dem Kombi schon mal die Rückbank ausbaut, falls er seine Miete nicht mehr zahlen kann und dann im Auto schlafen muss.

Steinmeiers Rede war irgendwie gespenstisch anzuhören. Nicht nur, dass sie formal so trocken wie Holzwolle daherkam. Mit 1,5 Stunden war sie auch etwas lang. Der bedächtige Westfale ist ja wie die amtierende KanzlerIn nicht gerade ein begnadeter Redner, der Vortrag erinnert eher an die Geburtstagsrede des Registrators für den Buchhalter. Auch inhaltlich kam wenig von der „neuen Zeit" rüber, vom „Umbruch, Neubeginn, vom umfassenden Neuanfang". Ja wie denn ? Wo soll denn jetzt alles anders gemacht werden ? Was tun ? Das werden wir vermutlich erst am Montag erfahren, wenn die Rechtsverordnungen zur Umsetzung des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes das Licht der Welt erblicken, soweit wir überhaupt etwas Konkretes erfahren dürfen. Die Zocker, Börsen-Gangster und Nieten in Nadelstreifen möchten ja am liebsten alles geheim halten, was sie bisher so angerichtet haben.

Aufatmen könnten wir wirklich erst, wenn die alte Garde abtritt, wenn die Polizei die Finanzbetrüger abführt und die ordentliche Gerichtsbarkeit die Gangster bis an deren Lebensende aus dem Verkehr zieht. Aber davon war bei Steinmeier keine Rede. Schlimmer noch, alle kritischeren Anträge der Jusos und des gemäßigt linken Flügels, die auf Diskussion der Themen „ soziale Gerechtigkeit", „wie verhindern wir die Bahnprivatisierung" und ähnliches hinausliefen, wurden von der Genossin Kastner schnurstracks ab 16:00 Uhr in die Ausschüsse verwiesen oder sonstwie niedergemacht.

Neu war nur die exotische Beschlussformel des Vorstands zur Bahnprivatisierung: „ Nichtbefassung, da zur Zeit erledigt durch Beschlussfassung (!?)". Da kochte der Saal, der sich zu dieser Zeit schon fast zur Hälfte geleert hatte. Unruhe kam auf, Meuterei. Die Genossen wollten diskutieren. Nach mehreren vergeblichen Versuchen mit der Stimmkartenguillotine, wobei sich Genossin Kastner noch nicht mal die Mühe machte, sich nach der hinter ihr sitzenden Franziska Drohsel von den Jusos umzudrehen, die natürlich als Abweichlerin als einzige im Vorstand über die Bahnprivatisierung diskutieren wollte, musste ausgezählt werden.

Weil der Vorstand bis auf Franziska sofort zum Bahnhof und in Mehdorns überfüllten ICEs nach Hause wollte, siegten die Bahnprivatisierer diesmal noch mit 16 Stimmen Vorsprung. Von 276 Delegierten hatten 146 im Sinne des Vorstands für Schweigen, 130 für eine Diskussion des Themas gestimmt. So konnte der gefürchtete Bergmannschor endlich die beiden Schlusslieder anstimmen: „Wann wir schreien Seit an Seit" und „Glückauf, Glückauf, der (Schwein-)Steiger kommt". Altersgerecht (Durchschnittsalter 55 +) wurde auf die hohen Tonlagen verzichtet. So konnten alle mitsingen, selbst Gerhard und Franz und Frank-Walter, der den Text noch nicht intus hatte und vom Blatt ablesen musste. Entscheidend ist beim Chorsingen ja das Gemeinschaftserlebnis.

Dafür entscheiden Franz und Frank nun ganz frei über die kommenden Steuermillionen für den Bundestagswahlkampf. Das „Silber und das Gold, das der Bergmann aus dem Bergwerk hollt", die Parteispenden und die riesige Staatsknete für die Partei, das gehört dem Kampa-Spezialisten Müntefering jetzt ganz allein, ohne dass der sozialkritische Nörgler aus der Pfalz noch dreinreden kann. Der Beck ist weg.

In Wahrheit hat die SPD mit dem Putsch gegen Beck die einmalige Chance vermasselt, sich jetzt im Umbruch der Weltfinanzkrise passgenau mit einem nach Hamburg noch griffiger gemachten Programm der sozialen Gerechtigkeit und mit einem Parteivorsitzenden Beck, der als Einziger in der SPD dieses Programm glaubwürdig vertreten könnte, für einen wirklichen Neubeginn an die Spitze der politischen Entwicklung zu stellen.

Aber bis Mai nächsten Jahres ist ja noch Zeit. Die Basis wird sich in Kürze schon melden, wenn die Stabilisierung des Weltfinanzmarkts misslingt und die Weihnachtsgeschenke ausbleiben. Dann werden die Karten neu gemischt.[Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": IWF ermittelt gegen Direktor Strauss-Kahn - Intimer E-Mail-Wechsel mit Angestellter
10/18/2008 08:03 PM

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Ermittlungen gegen seinen Direktor Dominique Strauß-Kahn aufgenommen, der eines Amtsmissbrauchs verdächtigt wird, schreibt das „Wall Street Journal" am Sonnabend.
Experten einer juristischen Firma sollen im Auftrag des IWF bis Ende Oktober etwaige Merkmale dieses Amtsvergehens feststellen.
Dabei werden Ereignisse vom Dezember 2007 unter die Lupe genommen, nämlich ein E-Mail-Wechsel zwischen dem 59-jährigen Direktor und einer IWF-Angestellten, in der Strauss-Kahn seinen Wunsch nach einem intimeren Verhältnis mit dieser Dame geäußert haben soll.

Etwas später entdeckte der Ehemann der Angestellten, der ebenfalls beim IWF tätig war, die E-Mail.. Wie das Blatt schreibt, wollte das Ehepaar diesen Vorfall geheim halten.
Der IWF-Chef beteuert indessen seine Unschuld: „Als IWF-Direktor habe ich mein Amt niemals missbraucht." Dabei bekundete er seine Bereitschaft, zu den Ermittlungen nach Kräften beizutragen.

Tagged: iwf, macht, sex
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Neues aus Rorkvell: Firefox 3 kann keine RSS Dateien mehr anzeigen
10/18/2008 07:39 PM

Gerade entdeckt: Firefox 3.0.3 zeigt keine RSS Feeds mehr an. Jedenfalls dann nicht, wenn diese mit dem mime-Typ application/rss+xml geliefert werden. Dann wird die Datei zum Download angeboten. Der Firefor ist ums Verrecken nicht dazu zu bewegen, diese Datei anzuzeigen.

Liefert man die RSS-Datei mit dem notfalls auch noch zulässigen mime-Typ application/xml aus, dann zeigt der Firefox diese Datei wie jede andere XML-Datei in der Quellcode-Ansicht.

Rober Basic liefert seine rss-Dateien beispielsweise mit dem falschen mime-Typ application/xhtml+xml aus. Der Inhalt der Dateien ist definitiv nicht application/xhtml+xml, sondern application/rss+xml. Trotzdem kann der Firefox diese Datei in der Firefox-typischen Feedansicht anzeigen.

Sehr merkwürdig, das Ganze. Da haben die Firefox-Entwickler wohl Murks gebaut.

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Neues aus Rorkvell: Digitale Spaltung, die Zweite
10/18/2008 07:39 PM

Zur Zeit geht insbesondere bei Robert Basic die Diskussion heiss her um einen neuen aberwitzigen Abmahnfall. Dabei geht es um das Thema: Wie verfolge ich die Kommentare, wenn ich beispielsweise irgendwo einen Kommentar abgegeben habe. Schließlich will man ja wissen, was Andere dazu zu sagen haben. Und wenn gar Jemand auf den eigenen Kommentar eingeht, kann sich daraus eine richtige Diskussion entwickeln.

Das abgemahnte Plugin bietet als Lösung an, über neue Kommentare per e-mail benachrichtigt zu werden. Das Problem dabei: Da die e-mail Adresse nicht geprüft wird, und irgend ein böser Zeitgenosse hier die Adresse seines Lieblingsfeindes eintragen kann, bekommt selbiger dann also Spam. Sowas lässt sich tatsächlich abmahnen.

Meine eigene Idee für eine Alternative war nun: Nicht per e-mail benachrichtigen, sondern stattdessen einen Komentarfeed abonnieren. Ist schließlich im Zeitalter der Blogs eigentlich angemessen.

Ich möchte hier nicht näher auf die Abmahnung als solche eingehen, die ich einfach nur [zensiert] finde. Auch nicht darauf, ob nun eine Benachrichtigung per e-mail oder besser per Kommentarfeed besser ist. Mir ist bei der Argumentation in Roberts Blog dazu Eines aufgefallen: Es wird viel damit argumentiert, dass die meisten Surfer gar nicht wissen, was ein Blog ist, geschweige denn ein Feed. Das ist richtig. Ich kann das aus eigener Erfahrung (aus meinem eigenen Bekanntenkreis) bestätigen. Man mag das schlecht finden (ich finde das schlecht), aber Tatsache bleibt nun mal Tatsache.Doch eben diese Tatsache zeigt ein Problem auf: Eine weitere Spaltung der Gesellschaft. Wir haben bereits, selbst hier in Europe, die "digitalen Analphabeten", die mit dem Internet Nichts zu tun haben wollen und ngstlich jede Berührung vermeiden. Menschen, die sich nicht im Geringsten vorstellen können, was das Internet für Sie für einen Nutzen haben könnte. Dann haben wir sehr viele, die das Internet gerade mal passiv nutzen. Also Menschen, die zwar Webseiten ansurfen, aber niemals auf die Idee kämen, selber im Internet aktiv zu werden. Diese nutzen also zwar das Internet, aber in einer Art und Weise wie man eben früher die typischen Einwegmedien wie Zeitung, Radio und Fernsehen, genutzt hat. Zum Fernseher ist halt noch der Computerbildschirm dazu gekommen. Und statt der Fernbedienung muss man nun die Maus herumschieben. Aber im Wesentlichen hat sich für diese Menschen gegenüber früher Nichts verändert.

Und dann gibt es etliche, die immerhin schon mal aktiv werden im Internet. Die wenigstens mal eine eigene Homepage der Art "das hier bin ich" ins Internet stellen. Meine Eltern gehören dazu. Die sind allerdings auch schon über 70. Die meisten sogenannten Webdesigner gehören ebenfalls hier in diese Kategorie. Manche, wie meine Eltern (über 70) werden wohl nicht viel weiter kommen. Befremdlich sind da eher junge, "dynamische" und professionelle Webdesigner, die sich weigern, weiter zu gehen.

Und dann gibt es Menschen, die sich mit dem befassen, was heute möglich ist. Manche mehr, manche weniger. Aber man ist bereit, auch neue Wege zu gehen, auch mal bekannte Wege zu verlassen und sich in unbekanntes Neuland zu wagen. Im Bereich Webdesign begibt man sich beispielsweise auf das neue und unbekannte Gebiet des "semantic markup". Microformats und RDFa sind da Stichworte, die dazu gehören. Und im Bereich der Informationsübermittlung oder auch der Unterhaltung kennt, nutzt und produziert man eben Blogs, Feeds, Podcasts und Videocasts.

Was ich nun befürchte, ist, dass hier die Menschen in immer verschiedeneren Welten leben. Welten, die bald Nichts mehr miteinander zu tun haben. Die digitale Vierklassengesellschaft nimmt immer konkretere Formen an. Und die Klassengrenzen werden immer undurchdringlicher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Entwicklung für die Gesellschaft besonders nützlich wäre. Was allerdings Patentrezepte zur Lösung dieses Problems angeht, da muss ich leider passen: Ich habe keine.

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ISLA: Klingelpützpark Köln - Massenbildung statt Bäumen?
10/18/2008 06:59 PM
Während ich als Anwohnerin des Klingelpützpark auf einer Veranstaltung war, hat ein armer Tor mal wieder versucht, in mein Auto einzubrechen. Es war nicht erfolgreich. Hoffentlich im Gegensatz zu verschiedenen und BürgerInnen, die sich dagegen wenden, den Klingelpütz-Park in Köln durch die teilweise Bebauung von Massen-Bildungseinrichtungen zu zerstören. (Fotos vom Park morgen, wenn schönes Wetter ist). Der Klingelpützpark dient aufgrund der engen Bebauung im Umfeld den BürgerInnen als Naherholungsgebiet, hat einen wunderbaren Baumbestand und eine historische Bedeutung. Laut Maria Mies plant man offenbar, aus den umliegenden Bereichen SchülerInnen in diesen zentralen Bildungsknotenpunkt zu schaffen. Alleine die Mensa soll für 1000 Leute geplant werden, eine Tiefgarage garantiert die autogerechte Lage.


Wir alle fragten uns, ob das dann mit einer Entlassung von LehrerInnen in anderen Einrichtungen verbunden ist und wie das Bildungskonzept für diesen Massenbetrieb aussehen soll. Eine Grund- und Hauptschule liegen bis jetzt am Park, die alte Hauptschule soll abgerissen und ersetzt, die Container im Schulhof damit überflüssig werden. Ein sozialpädagogisches Zentrum nutzt ebenso wie die Schulen die weiten Flächen im Park zur Arbeit mit Kindern, von denen viele einen Migrationshintergrund haben.


Eigentümerin des Parks ist die Stadt Köln. Weitere juristische Details und Investoren-Pläne sind bis jetzt öffentlich nicht bekannt. In der Nähe des Parks liegt der Media-Park sowie eine muslimische Begegnungsstätte. Mehr Details folgen.[Link] [Cache]
ISLA: Der Geist von Pim Fortuyn wurde zurückgedrängt:
10/18/2008 06:59 PM
Marokkanischer Muslim wird Bürgermeister von Rotterdam


Rotterdam galt einst als "die Stadt von Pim Fortuyn", in der es antimuslimische Krawalle gab, doch jetzt wurde dort der gebürtige Marokkaner Ahmed Aboutaleb, zur Zeit noch Sozialstaatssekretär, zum Bürgermeister gewählt. Das Echo hierauf ist in den Niederlanden weit überwiegend positiv.



Seit Donnerstag steht fest, daß der gebürtige Marokkaner Ahmed Aboutaleb Bürgermeister von Rotterdam wird und dieses Amt am 1. Januar 2009 antreten wird. Ahmed Aboutaleb Mitglied der (sozialdemokratischen) PvdA und zur Zeit noch Staatssekretär für Jugend, Arbeit und Stadtentwicklung und wurde 1961 im Dorf Beni Sidel in den ostmarokkanischen Rifbergen geboren - ist also Berber - und in Armut aufgewachsen. Nach den ersten Jahren in einer Dorfschule kam er in ein Internat "für die Allerärmsten", und als Jugendlicher kam er in die Niederlande, wo er schnell begriffen habe, daß Bildung der Schlüssel zur Integration sei.

(via Mein Parteibuch Ticker)



Ergänzung zur Herkunft von Ahmed Aboutaleb, der nach Angaben in diesem Artikel Berber ist:



Touareg, Kabylen, Rif und Chleu – Berberstämme gibt es von Marokko bis Ägypten. Sie gelten als die älteste Bevölkerung Nordafrikas. Alle Stämme besitzen eine reiche Erzähltradition und Literatur, die in den letzten Jahrzehnten wieder entdeckt wurde.


Ein mystisches Weltbild gibt die Themen vor
Noch vor den Römern christianisiert und geschichtlich eng mit Europa verbunden traten die Berber erst um das Jahr 700 zum Islam über.


Ihre alten und neuen Balladen, Gedichte und Geschichten lassen ein mystisches Weltbild erahnen: von Weite, Wüste, Unendlichkeit und vom Schatten der "tausend Mütter". Denn im Gegensatz zur arabischen ist die berberische eine matriarchalische Kultur, gezeichnet von Freiheitskämpferinnen und Königinnen![Link] [Cache]
ISLA: Anonyma - Ein unaufrichtiger Film über das Vergewaltigen
10/18/2008 06:59 PM
Da waren die acht Mädchen des Viktoria-Heims, die sich zusammen mit der Heimleiterin erhängten, nachdem sie von einem Bataillon vergewaltigt worden waren. Da war die Dame im noblen Zehlendorf: „Dreiundzwanzig Soldaten hintereinander. Ich musste im Krankenhaus genäht werden." Da waren die Jüdinnen, die zuerst befreit und dann geschändet wurden. Da gibt es das Tagebuch der Brigitte Braukhage, die sich um ihre drei kranken Kinder kümmern muss und fast täglich Einträge wie diese macht: „Nachts vier Mann vergewaltigen mich … Ganze Nacht ruhrartigen Durchfall und Erbrechen. Dazu Russenbesuch…." Und so weiter. Und das zweimillionenfach. So viele deutsche Frauen, schätzt man, wurden von Soldaten der Roten Armee 1945 vergewaltigt.
Daran ist zu erinnern, weil der Film „Anonyma – eine Frau in Berlin" das vergessen machen könnte.[Link] [Cache]
Elo-Forum Deutschland: Tagebuch einer 50plus-Maßnahme für Hartz IV-Bezieher bei der AWO
10/18/2008 06:51 PM
Was Erwerbslose ertragen müssen Diskutieren Sie auch mit im Forum Mit dem Programm 50plus versucht die Bundesregierung dem Problem der älteren Langzeitarbeitslosen »Herr« zu werden. Eine gute Gelegenheit für Bildungs- und Beschäftigungsträger und Sozialverbände ihre Kassen aufzufüllen. Das Geschäft mit Arbeitslosen war schon immer lohnend. Doch lohnt sich dies auch für Erwerbslose. Im Folgenden berichtet Lotar-Martin Kamm über seine Erlebnisse bei einer solchen Maßnahme. Wir möchten betonen, dass die haarsträubende Durchführung der Maßnahme (hier durch die AWO Kreis Neuwied) kein Einzelfall ist, sondern sich täglich tausendfach ähnlich für die Teilnehmer derartiger Maßnahmen abspielt. Es wird Zeit, dass den Profitueren der Armut dieses Geschäft endlich weggenommen wird. Freuen Sie sich auf den ersten Teil des Tagebuchs. Über den weiteren Verlauf wird in den nächsten ausgaben weiter berichtet. (Eine Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht) [Link] [Cache]
notonato: No to Nato
10/18/2008 06:16 PM

Sie befinden sich auf der provisorischen Webpräsenz zu den Gegenaktivitäten zum 60. Jahrestag der Gründung der NATO. Wir werden auf dieser Website in den kommenden Wochen, alle Informationen zusammentragen und freuen uns auf Anregungen und Hinweise aller Art. In der Rubrik “Über uns” finden Sie eine Erläuterung über diese Initiative und ihre bisherigen Planungen in der Rubrik “Appell” den Stuttgarter Appell “Nein zum Krieg, nein zur Nato” in sieben verschiedenen Sprachen. Unter “Dokumente” befinden sich aktuelle Protokolle der Vorbereitungstreffen.

English:

You are on the preliminary website of the counter activities for the 60th anniversary of the NATO foundation. In the upcoming weeks we will gather all information on this website. We are happy for all helpful suggestions and comments. You will find an explanation about this initiative and its present schedule in the section " about us". The "Appeal of Stuttgart" called "No to war, no to NATO" can be found in the section " Appeal", translated into seven different languages. You will find all protocols of the preparatory meetings in the section " Documents".

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Tammox: Bescheidenheit ist eine Zier -
10/18/2008 06:09 PM
weiter kommt man ohne ihr.

Es raucht einem so langsam der Kopf bei den vielstelligen Milliarden-Paketen, die weltweit in Windeseile geschnürt und den Banken hinterher geschoben werden.
Den Anfang machte bekanntlich ausgerechnet das Ikonenland des Kapitalismus.
Ein Treppenwitz der Weltökonomie, daß es ein republikanischer Präsident in Washington ist, der als Erster Schritte zur Bankenverstaatlichung einleitet.
$ 700.000.000.000
klingt auch durch aus nach viel - ich will die wohlfeilen Vergleiche, was man damit alles tun könnte.
(Eine Milliarde Menschen hungern weltweit, täglich sterben allein 20.000 Kinder an Unterernährung, über 800 pro Stunde, 14 Kinder jede Minute!)
Aber eine Zahl relativiert die 700. Milliarden doch: Allein ZEHN PROZENT davon, 70 Milliarden Dollar, stopfen sich die feinen Herren der Chefetagen der Wallstreet in die eigenen Taschen - so recherchierte es die britische Tageszeitung "The Guardian":
Alleine die Geldhäuser an der Wall Street verteilten noch einmal 70 Milliarden Dollar an ihr Spitzenpersonal, das meiste davon in diskreten zusätzlichen Bonuszahlungen. Die Manager belohnten sich damit für ein Geschäftsjahr.
Belohnung muß sein.
Man staunt nicht schlecht, wenn man die besonders krassen Fälle betrachtet.
Allein in den ersten 9 Monaten des Jahres sammelten sich bei der Mega-Bank Citigroup, $25.9 MILLIARDEN „for salaries and bonuses, an increase on the previous year of 4%" an.
Diese Woche hatte die Citygroup noch $ 25 Milliarden aus dem Bailout-Topf der US-Regierung beantragt.
Bei den anderen Mega-Pleitiers sieht es nicht viel besser aus:
At Goldman Sachs the figure was $11.4bn, Morgan Stanley $10.73bn, JP Morgan $6.53bn and Merrill Lynch $11.7bn. At Merrill, which was on the point of going bust last month before being taken over by Bank of America, the total accrued in the last quarter grew 76% to $3.49bn. At Morgan Stanley, the amount put aside for staff compensation also grew in the last quarter to the end of August by 3% to $3.7bn.
Nach welchen Kriterien die Bonus-Zahlungen berechnet werden, erscheint dabei - freundlich formuliert - etwas nebulös:
Die Börsenkurse von Citigroup und Goldman Sachs sind seit Jahresbeginn um 45 Prozent gefallen, die Notierungen für Morgan Stanley und Merrill Lynch sind sogar um 60 Prozent eingebrochen. Und Lehman Brothers sind komplett untergegangen.
Der Wert einiger Bankhäuser ist so dramatisch weggebrochen, daß man die komplette Bank locker allein mit den Gehältern der Chefs aufkaufen könnte. Der Topf für die Managergehälter und Prämien bei Morgan Stanley ist beispielsweise so prall mit 10,7 Milliarden Dollar gefüllt, daß den Gesamtwert des Hauses weit übersteigt.
Statt auch nur daran zu denken diese aberwitzigen Milliardensummen für die Eigenkapitaldecke zu nutzen, werden sie von den Managern BIS HEUTE lieber in ihre diversen Bonus-Schubladen gestopft.

Der Blick nach Deutschland zeigt da ein anderes Bild:
Frankfurts teuerster Banker Ackermann kündigte an auf die Hälfte seiner Boni 2008 zu verzichten - "zugunsten verdienter Mitarbeiter, die das Geld nötiger haben als ich".
Ist das nicht nett?
Er wolle "ein persönliches Zeichen der Solidarität" geben, sagt der Chef der Deutschen Bank.

Welch Altruismus macht sich bei der Deutschen Bank breit!!!
Im vergangenen Jahr hatte der Vorstand des Institutes insgesamt 33,2 Millionen Euro erhalten - wobei lediglich 4,3 Millionen Euro erfolgsunabhängig waren.

Ein Geheimnis hat Herr Ackermann allerdings für sich behalten - woher nimmt man die drei Tonnen Rabulistik, um im Bankenjahr 2008 das Wort „erfolgsabhängig" so auszulegen, daß dicke Boni für die Sesselpuper in der Chefetage angemessen wären??????????[Link] [Cache]
Macht es wie ich: Unterstützt die Banken in der Krise
10/18/2008 06:04 PM

Ich habe leider keine Kategorie "Dummheit", daher packe ich es mal in die andere peinliche Sparte. Da die Banken ja gerade so leiden, habe ich mir mal gedacht, dass ich sie unterstütze wo es geht. Wie also macht man das am besten? Indem man Geld verschenkt. Wenn ich es aber einfach nur ausgebe, dann ists ja uncool und auch weg für die Banken. Nein, man sollte sich anpassen. Wie ein Chamäleon. Also das Geld in der Versenkung verschwinden lassen. Wie macht man das am besten? Ganz einfach. Man überweist es ins Nirvana. Ein Dreher in der Bankleitzahl reicht und das Geld ist weg. Ich hatte jetzt über mehrere Monate Geld überwiesen, bis dem Empfänger aufgefallen ist, dass er es nicht bekommen hat. Mir konnte es nicht auffallen. Denn von meinem Konto war es weg, und somit war ich ja davon ausgegangen, dass es auch angekommen ist.

Welch kapitaler (achtung Wortspiel!) Denkfehler. Denn anstatt, dass die Bank dort von alleine nachforscht, ist die Kohle erstmal einfach weg, und derjenige der diesen Fehler begangen hat (vulgo: ich) muss auch den Anstoß zur Korrektur liefern. Da das jetzt schon die zweite Bank ist, wo mir das passiert, kann ich mir langsam auch sicher sein, dass das Usus ist im Finanzsystem. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob eventuell die Bank, an die das Geld überwiesen wurde, das Geld einbehalten hat - naja, die deutsche Bank wollte ja eh gerade den privaten Sektor ausbauen, vielleicht ja auch Dienstleistung. Mal gespannt, wie lange es dauert, bis das Geld wieder auf meinem Konto ist in Zeiten wie diesen.


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Themen der Woche: Helge Schneider über Reich-Ranicki, die Finanzkrise und das Leben an sich ..
10/18/2008 04:22 PM
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"Die Dreckschleuder": CDU-Europaabgeordneter Elmar Brok droht Irland mit "unheilvollen Konsequenzen"
10/18/2008 04:03 PM

Vor dem EU-Gipfel Mitte nächster Woche droht ein deutscher Europapolitiker der irischen Regierung mit “unheilvollen Konsequenzen”. Dublin müsse dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs unbedingt konkrete Vorschläge vorlegen, wie ein zweites Referendum über den “Vertrag von Lissabon” zu gewinnen sei, verlangt der einflussreiche CDU-Europaparlamentarier Elmar Brok. Wegen eines möglichen Regierungswechsels in London dränge die Zeit. In Brüssel sind mittlerweile Sanktionen gegen Dublin im Gespräch, sollte die Ratifizierung nicht bald gelingen; so heißt es, Irland müsse womöglich auf seinen EU-Kommissar verzichten. Zugleich haben hochrangige deutsche Abgeordnete im Europaparlament eine Kampagne gegen irische Vertragsgegner gestartet. Deren Agitation für das “No” sei möglicherweise von US-Militär- und Geheimdienstkreisen finanziert worden, behauptet der Präsident des Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU). Eine “Verschwörung der Anti-Europäer” sei im Gange, heißt es in der deutschen Presse. Hintergrund ist das Bemühen der Vertragsgegner, zu den Europawahlen im kommenden Juni ein EU-weites euroskeptisches Bündnis zu schmieden. Die Euroskeptiker sollen als Einflussagenten der CIA stigmatisiert werden.

Jetzt oder nie
Wie der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok am gestrigen Donnerstag erklärte, müsse die irische Regierung mit “unheilvollen Konsequenzen” rechnen, sollte sie beim EU-Gipfel am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche keine präzisen Vorschläge zur Ratifizierung des “Vertrags von Lissabon” vorlegen.

Weiter bei German-Foreign-Policy

Tagged: eu, irland, lissabon
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ad sinistram: Ablaßhandlungen
10/18/2008 04:01 PM
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Principiis Obsta: US-Banken zahlen ihren Managern noch schnell 70 Milliarden. Macht rund 10% des US-Hilfspakets.
10/18/2008 03:57 PM
Eigentlich hätte die US-Regierung von dem beschlossenen 700 Milliarden Dollar Hilfspaket gleich 10% auf die Privatkonten der Bankmanager überweisen können. Denn wie die britische Zeitung The Guardian nun aufdeckt, dient ein Teil des Geldes ganz offen der Selbstbereicherung - auch wenn die eigene Bank am Abgrund steht.

Unglaublich aber wahr: US-Bankmanager stecken sich noch schnell selbst ein paar Milliarden in die Tasche. Führungskräfte von 6 Banken, unter anderem Goldman Sachs und Citigroup erwarten neuen Geldsegen, obwohl sie von dem Rettungspaket der US-Regierung profitieren.

Karikatur:© Ursula Behr, http://urs1798.wordpress.com/
Was die Rechercheure beim "Guardian" am meisten wunderte: "Die Summen, die Wall-Street-Firmen weiterhin für Gehälter und Abfindungen zahlen, scheinen in keinem Verhältnis zu den Verlusten zu stehen, die sie auch für die Investoren eingefahren haben."

Alle Banken haben dieses Jahr ordentliche Verluste eingefahren. Desaströs auch das Ergebnis bei den Aktienkursen. Citigroup und Goldman Sachs sind seit Jahresbeginn um 45 Prozent gefallen. Die Kurse von Morgan Stanley und Merrill Lynch verloren sogar 60 Prozent. Lehman Brothers ist Bankrott.

Das hält nach Angaben des "Guardian" die überlebenden aber strauchelnden Bankhäuser jedoch nicht davon ab, erstaunliche Beträge für Gehälter und Sonderzahlungen einzuplanen:

  • Bei Goldman Sachs 11,4 Milliarden,
  • bei JP Morgan 6,53 Milliarden,
  • bei Merrill Lynch allein im letzten Quartal 3,49 Milliarden,
  • und selbst bei der Pleitebank Lehman Brothers waren noch 6,12 Milliarden für derartige Zahlungen reserviert.

Noch letztes Jahr, als die Krise schon sichtbar war, sprangen viele Manager schnell ab und liessen sich ihren Weggang noch mit einem "goldenen Fallschirm" versüssen.

Dick Fuld verdiente in den Jahren von 2000 und 2007 Gehälter und Sondervergütungen in einer Höhe von 485 Millionen Dollar. Stan O'Neal (Merrill Lynch) verkündete noch einen Verlust von acht Milliarden Dollar, bevor er mit einem Abschiedsgeld von 161 Millionen privatisierte. Citigroup-CEO Chuck Prince musste zig Milliarden abschreiben - und verabschiedete sich mit 38 Millionen Dollar in Boni, Aktien und Optionen aus dem Geschäft.


Quelle: MMnews


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ISLA: Banned Commercials - Learn English
10/18/2008 02:58 PM



via Ms Naughty - Erotica for Women[Link] [Cache]
ISLA: 3. PornfilmfestivalBerlin 22.-26.10.2008
10/18/2008 02:58 PM
Die Kuratoren und Kuratorinnen des 3. Pornfilmfestival Berlin:


Hier hätte Ihr Porno laufen können…
Warum einige Filme bei diesem Festival fehlen


Das Pornfilmfestival heißt Pornfilmfestival, weil wir die Dinge nun mal beim Namen nennen. Auch wenn mindestens die Hälfte der gezeigten Filme gar keine Pornos im engeren Sinne sind, sondern Filme, die um Sexualität kreisen, oder um die Bedingungen, unter denen Pornos entstehen. Es werden Dokumentationen gezeigt, experimentelle Filme, softe Erotik, aber auch explizite Darstellung von Sexualität. Genauso gut hätten wir das Ganze verschwiemelt "Festival der alternativen Erotik" oder ähnlich unkonkret benennen können. Doch wir sind ehrlich und zugleich vielleicht ein bisschen provokant.
Dass uns das P-Wort nicht unbedingt ein Massenpublikum bescheren wird, war immer klar. Doch immerhin wissen die Leute, woran sie sind, und so kann ein geneigtes Publikum gezielt zum Festival kommen und sich durchaus überraschen lassen, was man unter Porno alles verstehen kann.



Womit wir als Macherinnen und Macher des Festivals allerdings nicht gerechnet haben, ist, dass das P-Wort auch für Filme, die sich explizit mit Pornographie und Sexualität beschäftigen, abschreckend ist. Wie froh waren wir über einige herausragende Produktionen, die wunderbar ins Programm, zu unserem Festival und unserem Publikum gepasst hätten. Filme, die sich in intelligenter Weise mit Sexualität, Rollenbildern, Klischees, Erotik und der Pornoindustrie auseinandersetzen. Dass nun ausgerechnet Regisseur/innen oder Produzent/innen solcher Filme die Nase vor einem Festival rümpfen, das sich offen mit Pornfilmfestival betitelt, ist überaus erstaunlich und sehr schade.





Anmerkung Commander Morgaine:

Wenn ich mir den Trailer für das PornfilmfestivalBerlin ansehe und dazu noch die Lautmalung anhöre, komme ich irgendwie so gar nicht in Stimmung ...









Ms Naughty - Erotica for Women
Porn Movies for Women[Link] [Cache]
Sozial-Gangbang: Schulkritik e.V. schafft Transparenz im Bildungssytem
10/18/2008 02:45 PM
Die Geschichte mit der Bildung ist so eine Sache. Ohne geht es nicht, aber bezahlen will man in Regierungskreisen dafür auch nicht, zumindest nicht so, wie es angemessen und bitternötig wäre. Am Ende ist ein Volk immer nur so klug, wie es seine Regierung zuläßt. Das gilt insbesondere für unser Land. Dabei ist das Recht auf Bildung nicht nur verfassungsmäßig garantiert und enthält keinerlei Einschränkungen dazu, wer wann was lernen darf und wer davon ausgeschlossen wird, ein ausgereiftes Bildungssystem entscheidet auch über Erfolg oder Mißerfolg eines Landes.
Hinweise auf den desolaten Zustand unseres Bildungssystem verhallen bei den Verantwortlichen regelmäßig ungehört im Nirvana während konservative Neoliberale dafür kämpfen, alles beim Alten zu lassen. Warum sollte man anderen Teilen der Gesellschaft schließlich eine Chance auf ein erfolgreiches Leben ermöglichen? Am Ende sind diese ewig Gestrigen noch die, die in die Röhre schauen. Man kennt das nur all zu gut von deutschen Autobahnen, wer läßt sich schon gerne als notorischer Linksfahrer überholen?
Das sich das nun ändert, dafür sorgen nun Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam, in dem kritischen Schulportal http://www.schulkritik.de/. Der in Fulda gegründete, gleichnamige Verein Schulkritik e.V. wollte ursprünglich gegen die Art und Weise bekämpfen, mit der Schulen, Schulämter und Kultusministerium mit Beschwerden umgingen - nämlich zu großen Teilen gar nicht - sie wurden schlicht ignoriert und ausgesessen, man kennt das ja.
Der Verein Schulkritik e.V. wendet sich nun, mit dem Ziel mehr Transparenz in unser Bildungssystem zu bringen, in seinem neuen Internetportal an die breite Öffentlichkeit. Auf schulkritik.de werden nicht nur Vorkommnisse an Schulen dokumentiert, sondern vor allem die darauf folgenden Reaktionen und Maßnahmen, also das Konfliktverhalten von Lehrern, Schulleitern und Schulbehörden.
Weil Schüler und Eltern selbst bei schwerwiegenden Vorfällen oft aus Angst vor Vergeltung Stillschweigen bewahren, wird in zusätzlichen Artikeln für mehr Kritikfähigkeit und Zivilcourage geworben.
Der Gründer von Schulkritik, Dr. Gerhard Rudi Pelz, erklärt die Notwendigkeit des Vereins damit, dass der Staat mit Schulinspektionen, Evaluierung oder Schul-TÜV seine eigenen Bildungseinrichtungen, also sich selbst, kontrolliere und die gewonnenen Ergebnisse gezielt zurückhalte. Das neue Internet-Portal sorge für jene Transparenz, die unsere staatliche Bildungspolitik unbedingt vermeiden wollte.
Das eine solche Kontrtolle des Staates und seiner Einrichtungen durch den Bürger allerdings dringend erforderlich ist, zeigen viele Fallbeispiele. Für die Verantwortlichen der Bildungskrise dürfte dies eine völlig neue Situation darstellen. Schulkritik e.V. distanziert sich jedoch von mittlerweile bekannten Bewertungsportals, in denen Lehrkräfte oft diffamiert werden. Verantwortliche, wie Schulen, Schulleiter bis hin zu den Kultusministern werden namentlich genannt. Dagegen achtet man bei Schülern und Lehrern auf den Schutz der Person. Sozial-Gangbang findet, das ist doch endlich mal eine positive Nachricht. [Quelle:www.schulkritik.de][Link] [Cache]
rotglut.org: Warum der Autor (Jörg Reinholz) auf Gulli.com beleidigt werden darf
10/18/2008 02:24 PM
Es liegt am Betreiber Ich habe es schon von Anfang an vermutet, die Übergabe der formellen Haftung von Gulli.com an einen österreichischen Verein war nichts als eine Farce, um rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Weiter vermutete ich, dass Valentin Fritzmann, der kein ... [Link] [Cache]
Nebenbei bemerkt ...: Crisis, what crisis?
10/18/2008 02:22 PM
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Der Geist von Pim Fortuyn wurde zurückgedrängt: Marokkanischer Muslim wird Bürgermeister von Rotterdam
10/18/2008 12:58 PM
Rotterdam galt einst als "die Stadt von Pim Fortuyn", in der es antimuslimische Krawalle gab, doch jetzt wurde dort der gebürtige Marokkaner Ahmed Aboutaleb, zur Zeit noch Sozialstaatssekretär, zum Bürgermeister gewählt. Das Echo hierauf ist in den Niederlanden weit überwiegend positiv.
Seit Donnerstag steht fest, daß der gebürtige Marokkaner Ahmed Aboutaleb Bürgermeister von Rotterdam wird und dieses Amt am 1. Januar 2009 antreten wird. Ahmed Aboutaleb Mitglied der (sozialdemokratischen) PvdA und zur Zeit noch Staatssekretär für Jugend, Arbeit und Stadtentwicklung und wurde 1961 im Dorf Beni Sidel in den ostmarokkanischen Rifbergen geboren - ist also Berber - und in Armut aufgewachsen. Nach den ersten Jahren in einer Dorfschule kam er in ein Internat "für die Allerärmsten", und
als Jugendlicher kam er in die Niederlande, wo er schnell begriffen habe, daß Bildung der Schlüssel zur Integration sei. Schon ein Portrait aus dem Jahr 2001, unmittelbar nach Nine-Eleven beschreibt ihn als Vorbild für eine gelungene Integration und schon nach der übereinstimmenden Meinung der seinerzeit Befragten, habe er seine damals schon beeindruckende persönliche Bilanz hauptsächlich Fleiss und Selbstdiszipin zu verdanken.

Der gelernte Journalist hat hat ansonsten einen überzeugenden Tätigkeitsnachweis: er war Pressesprecher im Gesundheitsministerium, Direktor eines Integrationsforums in Utrecht, Saatssekretär im Sozialministerium. Sein wichtigstes Amt, das in allen Berichten besonders herausgestellt wird: er war zu Zeiten des Mordes an Theo van Gogh zuständiger Beigeordneter in Amsterdam und habe seine Aufgabe besonders in diesen Krisentagen gut gemeistert, wie laut Volkskrant der Stadtrat finde, der ihn mit übergroßer Mehrheit gewählt habe. Ausserdem habe er große Erfolge in der Bekämpfung besonders der Jugendarbeitslosigkeit vorzuweisen. Daß er aus Amsterdam kommt, ist übrigens für geschworene Rotterdamer - unabhängig von allen anderen Merkmalen so ähnlich, als bekäme, sagen wir, ein Kölner in Düsseldorf (oder umgekehrt) ein hohes Amt.
Er sei der beste Garant dafür, daß die Sicherheitspolitik seines Vorgängers Ivo Opstelten von der rechtsliberalen VVD (entspricht in etwa der FDP hier) fortgesetzt werde. Die TAZ beschreibt ihn als Vorzeigemigrant mit harter Linie, und schätzt ein, daß dies zum Teil parteipolitisch motiviert sei:

So wollte er 2006 allen Frauen die Sozialhilfe streichen, die eine Burka tragen. Es sei doch kein Wunder, dass sie keine Stelle fänden. Mit ihrem Gewand würden sie die Arbeitgeber verschrecken. Also forderte Aboutaleb: "Burka weg und sich bewerben."
Aboutaleb gibt offen zu, dass er mit seiner Strategie der harten Worte den Rechtspopulisten Stimmen abjagen will. Diese Politik soll er jetzt in Rotterdam fortsetzen. Die Stadt verfolgt eine umstrittene Nulltoleranzpolitik gegenüber jeglichen Regelverstößen. Die ist aber bei der Bevölkerung sehr beliebt. Aboutaleb schien dafür der geeignete Kandidat.


Damit werden drei von vier (bzw. nach einer anderen Zählung der Trouw sieben von zehn) großen Städten in den Niederlanden von PvdA-Bürgermeistern regiert: Rotterdam, Utrecht, Amsterdam. In Den Haag wird der Bürgermeister von der VVD gestellt.

In den wichtigsten Medien des Landes sind die Kommentare überwiegend positiv. So schreibt ein Kommentator in der Trouw: Die Wahl von Aboutaleb sei gut für Rotterdam und gut für das ganze Land. Auch ein Migrant sei in erster Linie nach seiner Arbeit zu beurteilen und da habe er sich besonders in der Zeit der Krise um Theo van Gogh bewährt, als er naturgemäß zwischen zwei Stühlen gesessen habe. Seine Karriere sei durchaus der von Barack Obama zu vergleichen. NRC-Handelsblad nennt in seinem Leitartikel die Entscheidung "historisch".

Die üblichen Verdächtigen haben natürlich was dagegen. So bemüht Sylvain Ephimenco, ein französischer Journalist, der mittlerweile in die Niederlande übersiedelt ist und für Trouw schreibt, auch einst links abgesprungen und rechts gelandet, profiliert als "islamkritisch": Der Vergleich zwischen Obama und Aboutaleb sei unpassend. Während Obama, um so weit zu kommen, wie er jetzt gekommen sei,
wohl zehn Paar Schuhe verschlissen
habe, habe Aboutaleb in Den Haag
die Füße stillgehalten,
bis er, genau zum Termin aus dem PvdA-Hut gezaubert worden sei. Nun, hier vergleicht Ephimenco sicherlich Äpfel mit Birnen, da der Wahlmodus in beiden Fällen etwas unterschiedlich sein dürfte. Ansonsten hält er ihn für einen Wendehals, der sich von "soft Multikulti" zum Besitzer einer eisernen Faust gewandelt habe, mit der er in Amsterdam zu Zeiten der Krise um den Mord an Theo van Gogh auf den Tisch gehauen habe. Ansonsten beklagt er, dass ein Vorschlag zur Direktwahl von Bügermeistern in großen Städten keinen Erfolg hatte.

Der Kommentator von Elsevier, der Hausplattform von Afshin Ellian und Leon de Winter vermag zwar absolut nichts zu finden, was gegen Aboutaleb spricht, aber es werde von einigen kritisch gesehen, daß er noch einen marokkanischen Pass habe. Diese Kritik sei zwar eigentlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen, doch solle er - um nun wirklich alle zufrieden zu stelle - am besten
dem König
zurückgeben.

Vor seiner Reise nach Klagenfurt fand auch Filip Dewinter Zeit, ein opiniestuk zu verfassen, das im Ton eines Frontberichts daherkommt:
Marokkanischer Bürgermeister in Rotterdam: islamische Machtübernahme ist Tatsache!... Es ist soweit...Zeichen an der Wand!...Durch die Ernennung eines marokkanischen Bürgermeisters wird überall in Europa die Arroganz der marokkanischen Migranten zunehmen...
um jedoch dann entschlossen auszurufen:
Mehr als je gilt der Slogan: "Das eigene Volk kommt zuerst!" und "Chef im eigenen Land!"

Was er ja heute in Klagenfurt besprechen kann.

Natürlich hat die Fraktion von Geert Wilders, die schon erfolglos versuchte, ihn aus dem Kabinett herauszudrängen, jetzt auch wieder ein Problem mit der Wahl von Aboutaleb. Wie das Internetportal nieuws.marokko.nl berichtet, wünscht man dort wieder eine Debatte über die - in den Niederlanden mögliche - doppelte Staatsbügerschaft. Nun, Herr Wilders macht nicht nur lustige Filmchen, sondern hat auch öfters lustige Einfälle und lustige Debattenthemen. Es wird diese Debatte geben und Wilders wird das Parlament wieder nerven und das wars dann.
Natürlich ist Leefbaar Rotterdam, seinerzeit von Pim Fortuyn gegründet auch unglücklich und hat einer
Reaktion
angekündigt.

In der niederländischen Debatte spielt höchstens die doppelte Nationalität von Aboutaleb eine Rolle. Die Religion heranzuziehen bleibt dem Ausland vorbehalten: für Filip Dewinter ist Marokko und Islam sowieso dasselbe. In Deutschland pimpt das ehemalige Nachrichtenmagazin die Überschrift mit der Religion und das Internetportal von t-online befördert ihn sogar zum
bekennenden Muslim
. Weitere Medien, für die Aboutaleb bereits in der Überschrift Muslim ist: faz.net:
Ein Muslim für Rotterdam,
oe24: Muslim wird Bürgermeister von Rotterdam, Die Presse:
Marokkanischer Muslim wird Bürgermeister.


Und somit wird selbst ein Bericht über einen marokkanischstämmigen Bürgermeister zum Bericht über die deutsche Berichterstattung - und österreichische - Berichterstattung darüber...
Bildnachweis:(1)Trouw, (2)vedeze.be

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ISLA: Die Krise des Krieges
10/18/2008 12:57 PM
Die akute Finanzkrise scheint gebannt, die latente Wirtschaftskrise beginnt. Während die Öffentlichkeit noch über Banker und Börsen lästert, wird immer deutlicher was der wahre Verursacher dieses Sturms gewesen ist: George Bushs Irakkrieg, seine gewaltigen Kosten und die Abwälzung derselben in die Schuldenindustrie. Die aggressive Niedrigzinspolitik von Bushs Zentralbank in Kriegszeiten löste einen Debitoren-Tsunami aus, den wir heute alle bezahlen müssen…


Die Aufarbeitung der Finanzkrise hat begonnen, die Rettungsprogramme greifen, doch die wirtschaftlichen Folgen werden uns noch auf Jahre belasten. Da sich der Pulverdampf der Bankenschlachten verzieht, wird der Blick langsam klarer auf die ursächlichen Kanonenschüsse – denn die wurden im Irak abgefeuert. Mittlerweile gibt es Berechnungen über die Kosten des Irakkrieges, und die belaufen sich – in offiziellen Fassungen – auf mindestens 600 Milliarden Dollar (CRS-Report). In jüngsten Erhebungen werden allerdings bis zu bis 3 Billionen Dollar (Joseph Stiglitz) ermittelt.[Link] [Cache]
ISLA: Göttin des Tages:
10/18/2008 12:57 PM



Juliette Binoche in: Chocolat



Nokomis
Algonquin, USA


"Das Wort Nokomis bedeutet Großmutter. In fast allen Kulturen rund um den Erdball war am Anfang die große Mutter, der weibliche schöpferische Geist. Nokomis regiert die Welt und alles, was darauf wächst und lebt. Sie erschafft Elemente, Jahreszeiten, Menschen, Nahrung."


Luisa Francia, Eine Göttin für jeden Tag[Link] [Cache]
Harald: Peter Sodann als Bundespräsident…
10/18/2008 12:55 PM

das wäre bestimmt nicht die schlechteste Wahl! Denn zumindest kennt und spricht er Wahrheiten aus die viele nicht erkennen wollen oder können.

Mir gefällt unser derzeitiges Leben nicht so. Ich halte es mit Artikel 1 unseres Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Leider findet das im Leben nicht immer statt.

Wenn man jeden Monat eine Million verdient, kann einem doch alles den Buckel runterrutschen. Da verliert man doch jedes Maß.

In der DDR hieß es „Schneller, höher, weiter". Das hat damals im Sozialismus nicht funktioniert und funktioniert heute im Kapitalismus auch nicht.

Ich halte das, was wir haben, ja nicht für eine Demokratie.

Aussagen von Peter Sodann in einem Interview der Sächsischen Zeitung. Und die ersten Unterstützer im Web hat er auch schon. (via Nachtwächter-Blah)

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LG München: Gravenreuth soll Berufung zurücknehmen
10/18/2008 12:24 PM
Anwalt muss es hinnehmen, wenn über seine öffentlichen Äußerungen öffentlich nachgedacht wird AG München, 161 C 5693/08 v. 03.07.2008 (Abweisung der Klage) LG München, 34 S 14856/08 v. 13.10.2008 (Beschluss: Vorschlag zur Berufungsrücknahme) jeweils: Gravenreuth ./. Reinholz Nach dem Amtsgericht München hat sich im Berufungsverfahren auch das Landgericht auf den Standpunkt g ... [Link] [Cache]
Querdenkerforum: ifo-Sinn erläutert, wieso die Banken das Rettungspaket nicht beanspruchen werden
10/18/2008 10:26 AM
Nach Einschätzung des Präsidenten des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, wird das Rettungspaket nicht greifen.

Sinn sagte am gestrigen Freitag im Fernsehsender N24, dass die Banken die staatliche Hilfe nicht in Anspruch nehmen würden.

Begründung: Weil die Manager damit akzeptieren müssten, "dass ihr Gehalt auf 500.000 Euro reduziert wird" [...] "Die meisten Bankmanager verdienen ein Vielfaches davon. Das ist der Pferdefuß", meinte der Professor.
-----
Nichts beschreibt die Denke der verantwortungslosen unter den BänkerInnen, als diese "Logik" des Professors Sinn:
"Eher die Bank, für die ich Verantwortung trage und deren missliche Lage ich zu verantworten habe den Bach runter gehen lassen, als auf das Geld verzichten zu müssen, welches ich nicht verdient habe."

In ehrfürchtiger Dankbarkeit dem Professor gegenüber grüßt Euch ...


Quelle: ifo-Sinn erläutert, wieso die Banken das Rettungspaket nicht beanspruchen werden

Die Diskussion ist eröffnet.[Link] [Cache]
ad sinistram: Ridendo dicere verum
10/18/2008 10:00 AM
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redblog: ¿Dónde está Jorge Julio López?
10/18/2008 09:54 AM
Vor zwei Jahren verschwand der Argentinier Jorge Julio López.
Er war der Kronzeuge im Prozess gegen den ehemaligen Polizeioffizier Miguel Etchecolatz.
Im Jahre 2006 stand Etchecolatz vor Gericht. Obwohl Lopéz vor dem letzten Verhandlungstag verschwand, verurteilte das Gericht den ehemaligen Polizeioffizier wegen Mordes, Freiheitsberaubung und der Folterung von politischen Gegnern.

Von Jorge Julio López fehlt seither jede Spur, wie von tausenden anderen Menschen, die während der Militärdiktatur verschwanden.

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zionismus + israel + raumplanung: between nile + eufrat - dr.viktoria waltz: Olmert - vom Saulus zum Paulus?
10/18/2008 09:38 AM
Wegen Korruptionsverdacht nun doch politisch unmöglich geworden, hinterlässt Olmert der Welt eine besondere Chuzpe und sagt was die aufgeklärte Welt eigentlich schon längst weiss und durch UN Bechlüsse längstens gefordert wird: die einzige Konfliktlösung im Nahen Osten und zwischen Israel und Palästina ist der 'Auszug Israels aus der West Bank, Ost Jerusalems und dem (syrischen) Golan'. Nützt das nun?
Olmert hinterlässt diese Botschaft der neuen Kandidatin für die Landesführung Livni, bisher Außenministerin und ehemalige Mossad Agentin - die als überzeugte Rechtszionistin ganz sicher nicht 'diese Wirklichkeit in all ihrer Tiefe' vertreten wird. Auch sie wird immer wieder zu Friedensgesprächen bereit sein (müssen), den Palästinensern das Scheitern immer wieder zuschreiben und weiter an der stillen Vertreibung und Ghettoisierung der Palästinenser arbeiten lassen wie schon ihre jüngsten Vorgänger, die alle im sog. Friedensprozess involviert waren, Sharon, Netanhayu, Barak oder Olmert.
Unter Olmert wurde der Zaun/die Mauer um Ost-Jerusalem, dem arabischen, palästinensischen Jerusalem vervollständigt. Unter seiner Zeit als Bürgermeister von Jerusalem und damals Nachfolger von Teddy Kollek zwischen 1993 und 2003, ist die illegale Judaisierung/Israelisierung Ost Jerusalems und seiner unmittelbaren Nachbarschaft noch forciert worden. Er war verantwortlich für den Bau der Kette von kleinen illegalen Siedlungen um das gesamte Gebiet Ost Jerusalems und den Ausbau der Großblöcke zur Teilung der West Bank (Ariel, Gush Etzion, Maael Adumim). Deren bekannteste Beispiele:
Maale Adumims, als 'Vorstadt Jerusalems' gehandelt, offiziell jedoch mit dem Status einer israelischen Stadt versehen, auf heute 35.000 Einwohner auf 50qkm Fläche ausgebaut, mit diversen Satellitenkolonien, die Ost Jerusalem vom Jordantal abschneiden. Olmert und Netanyahu gaben wiederholt in Interviews zum Ausdruck, dass die Siedlung 'unteilbarer Bestandteil Israels' sei;
Abu Ghneim oder Har Homa: eine für 30.000 jüdisch/israelische Siedler geplante Großkolnie vor den Toren Bethlehems, die die Palästinenser von Jerusalem im Süden abtrennt und denen im Zuge der Planung nicht nur Land geraubt wurde wie bei allen jüdisch/israelischen Kolonien, sondern darüber hinaus um eine der wenigen grünen Oasen ärmer sind, wo die Familien mit ihren Nachbarn und Freunden das Frühjahr mit Picknick, Kräuter sammeln und Festen feierten.
Innerhalb der Stadtgrenzen und der Altstadt Jerusalems hat Olmerts Jerusalemer Verwaltung vor allem den radikalen orthodoxen Gruppen wie Shuvat Banim reichlich Unterstützung gegeben, in der Altstadt weitere jüdisch/israelische Kolonien zu errichten, etwa in der Al Wardstraße oder in der Khaldiyestraße. 1996 eröffnete er schließlich den Tunnel vom Vorplatz der Klagemauer bis zur Via Dolorosa unterhalb des Heiligen Bezirks persönlich - gegen internationale Proteste. In 'The Jewish Week" vom 10.11.1996 berichtet Gary Rosenblatt: "Olmert ist stolz auf die Eröffnung des Tunnels. Er sagte den 'Jüdischen New Yorkern', dass der Kampf um die heilige Stadt gerade erst begonnen habe. Er klang sehr überzeugt ... und sagte er sei stolz auf die Entscheidung den Tunnel zu bauen. Er sprach vor über 100 'Jüdischen New Yorkern' anlässlich des 'Jerusalem 3000 Programms'."
Dies alles unter dem Bürgermeister Olmert - kann man da hoffen auf eine neue Rolle Olmerts? Gerade erst anlässlich der Konflikte in Akka soll er gesagt haben: hart zugreifen!
Zumindest ist es aber von einem hohen Politiker gesagt worden: 'eine Konfliktlösung geht nur wenn ein vollständiger Abzug Israels aus der Westbank , aus Ost Jerusalem und dem Golan realisiert wird'; nötig wäre die klare Aussage: zurück auf die Grenzen vor dem 67er Eroberungskrieg, und eine Auflösung und/oder Übergabe der Kolonien an die Palästinenser.
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Mutantenstadl: Kulturrevolution
10/18/2008 08:05 AM
Mein Lieblingsprofessor, der Captain Ahab unter den Ökonomen, der mir letztens noch erklärt hat, dass es totaler Quatsch ist, Öl zu sparen, weil es dann bloß anderswo verbraucht wird, erläutert mir jetzt, warum wir für die Weltwirtschaftskrise 2.0 in Deutschland total dufte aufgestellt sind:

»Mit der Agenda 2010, die im Jahre 2004 beschlossen wurde und ab 2005 gewirkt hat, hat Deutschland eine Kulturrevolution auf dem Arbeitsmarkt vorgenommen.« — Hans-Werner Sinn, »Maybrit Illner«, 16. Oktober 2008


Für den Begriff »Kulturrevolution« kennt die deutsche Wikipedia nur eine Erkärung:

»Die chinesische Kulturrevolution (chin. 無產階級文化大革命 / 无产阶级文化大革命, wúchǎnjiējí wénhuà dàgémìng „Große Proletarische Kulturrevolution", oder kurz 文革 wéngé) war eine politische Kampagne zwischen 1966 und 1976, die von Mao Zedong ausgelöst wurde, um seine Macht gegenüber realen und vermeintlichen Gegnern in der kommunistischen Partei zu behaupten und die Volksrepublik China wieder ganz nach seinen persönlichen Vorstellungen umzugestalten. Ihre dreijährige Hochphase zeichnete sich durch exzessive Morde, Misshandlungen, Zerstörungen und Restriktionen aus.« — Wikipedia-Eintrag » Kulturrevolution«


Die englische Wikipedia führt außerdem noch die Iranische Kulturrevolution (1980-87) an.

Was verbindet die drei Beispiele von »Kulturrevolutionen«?

Ist eine »Kulturrevolution« eine grundlegende Umformung einer Gesellschaft nach den Vorstellungen einer Elite, bestenfalls »gut gemeint«, die auf ihrem Weg eine Schneise der Vernichtung hinterlässt und deren Resultat eine totalitäre Gesellschaftsform ist?
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Principiis Obsta: Die Ursache des akuten Geldmangels
10/18/2008 07:55 AM
von Egon W. Kreutzer


Bundestag und Bundesrat haben heute das Finanzmarktstabilisierungsgesetz verabschiedet und der Bundespräsident hat es unterschrieben.Äußerste Eilbedürftigkeit bestimmte das Geschehen - und die Debatte im Bundestag schwang stimmungsmäßig zwischen feierlichem Festakt (Kauder) und verzweifeltem Aufbäumen (Künast) - gekrönt im Grunde von der absolut unglaublichen Fehlleistung des SPD-Haushaltsexperten Carsten Schneider, der allen Ernstes en passant zu Protokoll gab, dass die Banken, welche Staatshilfe in Anspruch nehmen, sich eben für ein zwei Jahre einmal mit 15 Prozent Eigenkapitalrendite zufrieden geben müssten, statt mit 25.Eine wunderschöne Überschrift eines Kommentators ist mir dazu untergekommen, die ich gerne weitergebe. Er hat geschrieben:
Der System-Schein ist abgegeben.
Artikel lesen
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Bei mir häuften sich die Anfragen von Menschen, die einen Widerspruch erkannten und ihn sich nicht erklären konnten.Wenn es so viele Reiche gibt, die so viel Geld haben - und zwar nicht unter dem Kopfkissen, sondern in guten Anlagen bei den Banken, warum fehlt es dann jetzt an Geld bei den Banken? Irgendwo muss es doch sein!Für diese, und für alle jene, die das auch interessiert, habe ich hier noch einmal einen meiner Aufsätze aus der Reihe "Der Fluss des Geldes" herausgezogen und - wo es mir nützlich erschien, um ein paar aktuelle Anmerkungen ergänzt. Zum Vergleich gibt es hier auch noch den Link auf das Original.
Das Original finden Sie hier
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Der Fluss des Geldes

Grundlagenwissen zum besseren Verständnis des Geldes und der vom Geldsystem hervorgerufenen Probleme

Teil 11
Irrtümer und Täuschungen im Umgang mit dem Geld


Dem Markt Geld entziehen - unmöglich!
Wirklich unmöglich?

Wo soll das angeblich gehortete Geld denn bleiben?

Wer über dieser Frage ins Grübeln gerät, ist in guter Gesellschaft. Der logische Kurzschluss, der unvermittelt in den Irrtum führt, ist verlockend:

Wenn es stimmt,
dass die Existenz von Geld an die Existenz von Schulden gebunden ist, woraus folgt, dass Schulden und Guthaben zwangsläufig gleich hoch sein müssen, dann muss doch auch mit jeder Neuverschuldung die Summe der Guthaben wachsen und umgekehrt dann muss es zu jedem neuen Guthaben auch einen neuen Kredit geben, folglich ist die These vom Geldmangel durch Hortung falsch, weil ein Geldmangel überhaupt nicht auftreten kann, solange das Geld - zwangsläufig systembedingt - mit jedem Kredit wieder neu in Umlauf kommt.
Fatalerweise kommt diesem Gedankengang auch noch das Credo jener puristischen Notenbankgeld-Philosophen entgegen, die in dem Glauben leben, Geld könne dem Markt gar nicht entzogen werden, es sei denn, man holt sich tatsächlich Banknoten nach Hause und polstert die Sessel damit.

Die Argumentation wird aber dem tatsächlichen Wesen des Geldes nicht gerecht.

Sie übersieht vollständig die Rolle der Banken sowie die realen Folgen internationaler Geldtransfers und sie verschließt die Augen davor, dass die Liquidität eines großen, leicht veränderlichen Anteils der Geldmenge ausschließlich für die Abwicklung spekulativer Geschäfte vorgehalten wird.

Dabei ist Geldhortung so einfach:

1. Systembedingte Geldhortung durch das BankwesenWer ein Guthaben bei der Bank begründet, ist in jedem Fall zum Gläubiger der Bank geworden, denn die Bank schuldet ihm Geld.

Ist das Guthaben auf einem Girokonto verzeichnet, kann der Kontoinhaber sein der Bank geliehenes Geld jederzeit zurückfordern, seine Liquidität ist also davon nicht beeinträchtigt.

Wer allerdings Geld - ob Bargeld oder Sichteinlagen - in langfristige Geld-Anlagen umwandelt, verfügt nicht mehr über das Zahlungsmittel Geld, sondern stattdessen über Geldvermögen, genauer gesagt, über einen terminierten Anspruch auf Geld. Im Klartext: Wenn er eine längerfristige Anlageform wählt, kann sein Geld - ohne Verluste in Kauf zu nehmen - erst nach Ablauf einer vereinbarten Frist von der Bank zurückfordern, denn das Geld ist Gegenstand eines Darlehensvertrag mit festgelegtem Rückzahlungstermin zwischen der Bank als Darlehensnehmer und dem Bankkunden als Darlehensgeber. Der Bankkunde hat in diesem Fall seine Liquidität aufgegeben.

Die Bank hat nun prinzipiell zwei Möglichkeiten, die ihr geliehenen Mittel zu verwenden:

a) zur Bezahlung der Aufwände des laufenden GeschäftsDie Bank verwendet das Geld, das sie sich von ihrem Kunden geliehen hat, um damit die Gehälter ihrer Angestellten, Lieferantenrechnungen oder sonstige Kosten ihres Geschäftsbetriebes zu bezahlen, immer in der begründeten Hoffnung, die Gelder bis zum Ablauf der Kreditlaufzeit durch Gewinne aus dem Bankgeschäft wieder erwirtschaften zu können. In dem Maße, wie die Bank die Mittel aus dem erhaltenen Kredit auf diese Weise verwendet, sie also an eigene Mitarbeiter und/oder Lieferanten weitergibt, bleibt das angenommene Geld im Umlauf.

b) zur Ausreichung von DarlehenDie Bank verwendet das Geld als Refinanzierung für Darlehen, die sie ihrerseits an andere Bankkunden ausreicht, in der Hoffnung, ihre Darlehensnehmer würden das ausgeliehene Geld pünktlich zurückzahlen, so dass auch sie ihrer Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Einleger pünktlich nachkommen kann.

Hier kommt Geld nur in dem Maße in Umlauf, wie die Kreditkunden die ihnen zur Verfügung gestellten Mittel an Dritte weitergeben.

c) als Reserve

Ein gewisser Anteil der Einlagen wird alleine dadurch, dass das Geld einer Bank übertragen wird, definitiv stillgelegt.

Dieser Anteil entspricht mindestens der Höhe der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve. Doch die wenigsten Banken schöpfen das theoretisch mögliche Kreditvolumen voll aus. Die Differenz zwischen Einlagen und Ausleihungen wird unter normalen Umständen etwa 20 bis 25 Prozent der Einlagen ausmachen.

Diese 20 - 25 Prozent fehlen als Liquidität in der Realwirtschaft. Sie führen ein nahezu unbewegtes Dasein in den Büchern der Banken. Aus ihrer Existenz erklärt sich der größte Teil der Differenz zwischen Sollzinsen und Habenzinsen.

Ein Beispiel:

Eine Bank, die zugesichert hat, für ihre Einlagen in Höhe von 100 Millionen Euro jährlich 5% Zinsen zu zahlen, muss dafür alljährlich 5 Millionen Euro erwirtschaften.

Hat sie gleichzeitig, was durchaus realistisch ist, durchschnittlich nur 75 Millionen Euro verliehen, kann sie aus dem eigenen Kreditgeschäft die benötigten 5 Millionen Euro nur gewinnen, wenn der durchschnittliche Zinssatz dafür bei mindestens 6 2/3 Prozent liegt.

Wenn wir die Vermögenswerte bilanzieren, stellen wir fest:

a) Summe der Schulden
Die Bank schuldet den Einlegern 100 Millionen Euro,
die Kreditnehmer schulden der Bank 75 Millionen Euro,
in Summe bestehen also Schulden in Höhe von insgesamt 175 Millionen Euro.

b) Summe der Guthaben

Die Einleger haben Guthaben von 100 Millionen Euro,
die Bank hat Guthaben gegenüber ihren Kreditnehmern von 75 Millionen Euro.
Auch die Guthaben belaufen sich auf 175 Millionen Euro.

Die Höhe von Guthaben und Schulden sind also - wie erwartet - exakt gleich hoch.

Gleicheitig stellen wir aber fest, dass die am Markt verfügbare Liquidität, bzw. das aus Schulden und Guthaben entstandene Geld, keinesfalls der Höhe der Guthaben entspricht.

Liquide Mittel erscheinen auf dem Markt nur in dem Umfang, in dem der Kreditnehmer seinen Kredit einsetzt, um damit Rechnungen zu bezahlen, oder sich an der Kasse mit Bargeld zu versorgen.
Aus ursprünglich 100 Millionen Euro Liquidität sind zwar Guthaben und Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 175 Millionen Euro entstanden.

In unserem Beispiel können dem Markt davon aber nur
75 Millionen Euro als Liquidität
zurückgegeben werden.
Es gilt:

Geld, das von der Bank nicht selbst ausgegeben, oder an Darlehensnehmer weitergegeben wird, bleibt im System "Bank" gefangen. Die daran gebundene Liquidität ist der der Realwirtschaft entzogen. Das Geld ist gehortet.

Erst dadurch, dass die von der Bank ausgeliehenen 75 Millionen Euro von den Kreditnehmern ausgegeben werden und auf den Konten der Zahlungsempfänger wiederum als Guthaben auftauchen, sind "die Banken" in der Lage, auf Basis dieser Guthaben neue Kredite auszureichen, doch auch hierbei wird wiederum ein Teil der anfänglichen Einlage stillgelegt.

Es gilt:

Nur über die zusätzliche Ausweitung von Schulden und Guthaben, also nur über eine zusätzliche Zinsbelastung ist es möglich, die stillgelegte Liquidität wieder zu ersetzen.

Aktuelle Ergänzung

Dazu bedarf es der Geldschöpfung der Banken.
Weil es in der Vergangenheit viel zu viel Geldschöpfung gab, bei der abzusehen war, dass die empfangenden Kreditnehmer die damit übernommenen Schulden nie zurückzahlen können, stehen die Banken in der Verantwortung für diese Schulden und geraten immer mehr in das Problem, die ihnen überlassenen Einlagen wegen der gigantischen Menge geplatzter und platzender Kredite nicht mehr zurückzahlen zu können.

Das macht sie bei der neuerlichen Kreditvergabe noch vorsichtiger, was die umlaufende Geldmenge weiter vermindert und die Krise verschärft.

Selbst wenn die deutschen Banken das Immobilienblasen-Spiel der US-Banken (auch die Spanier haben dieses Rad gedreht) auf dem deutschen Markt praktisch nicht mitgespielt haben, ist es ihnen doch gelungen, sich durch den Ankauf wertloser Forderungen gegen zahlungsunfähige Kreditnehmer in die gleiche bescheidene Situation zu manövrieren, wie die eigentlichen Auslöser des Problems....

und bezahlt haben Sie das letztlich mit dem oben unter c) genannten Geld, mit der "Reserve" - und die scheint jetzt weitgehend futsch.
2. Stilllegung von Geld durch Außenwirtschaft

Geld lässt sich - heute leichter denn je - aus dem eigenen Wirtschaftsraum abziehen. Wer im Ausland einkauft, egal ob Ware aus dem Ausland importiert wird, oder ob im Ausland investiert wird, entzieht dem eigenen Wirtschaftsraum Kaufkraft.

Technisch funktioniert das - verkürzt und bildhaft ausgedrückt - so, dass die ausländische Notenbank die zur Bezahlung der Auslandsrechnung verwendeten Euros ankauft und als Währungsreserve in den Safe legt und dafür eine entsprechende Menge Geldes ihrer eigenen Währung im eigenen Wirtschaftsraum zusätzlich in Umlauf bringt.

Jeder Import ausländischer Waren und jede Urlaubsreise ins Ausland mindert also die Liquidität im Inland. Andererseits bringen Exporterlöse zusätzliche Liquidität ins Land.

Eine besondere Rolle spielen die so genannten Auslandsinvestitionen.

Wenn ein bisher auf dem Binnenmarkt tätiges Unternehmen im Ausland eine Fertigung errichtet, überträgt es nicht nur Arbeitsplätze ins Ausland, sondern gleichzeitig auch Liquidität, was in Zeiten knappen Geldes für die abgebende Volkswirtschaft eine Belastung darstellt.

Investitionen von Ausländern im Binnenmarkt bringen hingegen Arbeit und Liquidität, sollten also grundsätzlich zu begrüßen sein.

Doch über die anfänglichen Effekte hinaus muss berücksichtigt werden, dass Gewinne aus Auslandsinvestitionen unter den Bedingungen der Globalisierung zumeist weder im Binnenmarkt verbleiben, noch im Wirtschaftsraum des Ausländers ankommen, sondern dort angesammelt werden, wo es aus fiskalischen Überlegungen heraus am günstigsten erscheint.

Auslandsinvestitionen sind als von beiden Wirtschaftsräumen her mit großer Vorsicht zu beurteilen.
Der Zufluss von Liquidität durch Auslandsinvestitionen wird über die Zeit durch Gewinntranfsfer wieder abgebaut und - wenn es ein erfolgreiches Engagement war - wird dadurch sogar deutlich mehr abgezogen, als zugeflossen ist.

Der Abfluss von Liquidität zum Zwecke des Investments im Ausland bringt nur in den seltensten Fällen einen Ausgleich durch Gewinnrückflüsse in die Realwirtschaft der ursprünglich abgebenden Volkswirtschaft.
Gewinner sind die weltweit agierenden Zocker (Global Player) und ihre zumeist anonymen Finanziers (Shareholder). Auslandsinvestitionen entziehen in der Regel den Warenmärkten beider Volkswirtschaften Liquidität und führen sie letztlich spekulativen Anlagen - häufig im Rechtsraum von Steueroasen - zu.

Wenn, im schlechtesten Fall, ausländische Investoren, um des anfänglichen Liquiditätszuwachses willen, mit großzügigen Subventionen angelockt werden und ein Großteil dieser Subventionen unmittelbar zur Bezahlung der Importe von Maschinen und Anlagen verbraucht wird, kann der Liquiditätssaldo für die Binnenwirtschaft sogar von Anfang an negativ sein.

3. Die Spekulation - Geld außerhalb der Realwirtschaft

Das Spekulationskarussel dreht täglich vielstellige Milliardenbeträge rund um den Globus und durch die Börsensäle.

Gewinne und Verluste gleichen sich bei diesem Spiel aus (sieht man von Gebühren und Provisionen ab, die immer fällig werden), es geht also nirgends wirklich Geld verloren, aber trotzdem hat jegliche Spekulation ganz erhebliche Wirkungen auf die Liquidität der Realwirtschaft.

Ein bestimmter Anteil der Liquidität verabschiedet sich beim Einstieg in die Spekulation aus der Realwirtschaft. Er verschwindet in Depots und auf Konten, die ausschließlich der Mehrung von Geldvermögen durch Aktivitäten außerhalb der realen Wirtschaft dienen. Diese Konten und Depots saugen in Hausse-Phasen erhebliche Mengen von Geldvermögen, aber auch von liquidem Geld aus der Realwirtschaft ab. Häufig wird das dafür erforderliche Geld sogar eigens durch Kredite geschaffen, aber es findet - wenn überhaupt - nur in geringem Umfang als Liquidität zurück in die Realwirtschaft, nämlich nur soweit, wie Spekulationsgewinne oder die Reste verspielter Vermögen in Konsum umgewandelt werden.

Liquiditätsverluste durch Spekulation treten aber insbesondere dann ein, wenn in einer Phase stetig steigender Kurse der Geldbedarf der Spekulation so viel vom möglichen Kreditvolumen der Banken für sich beansprucht, dass für die Realwirtschaft zu wenig übrig bleibt.

Aktien werden ja im Börsensaal nicht gegen Spar- oder Pfandbriefe abgegeben.
Geldvermögen, das zur Spekulation eingesetzt werden soll,
muss
zuerst in Liquidität, also in Geld umgewandelt werden. Dazu müssen entweder
neue Kredite ausgereicht
oder bestehende aufgelöst (also getilgt) werden
.
Eine Hausse ist also in mehrfacher Hinsicht ein Desaster für die Liquidität in der Realwirtschaft.


Das unausweichliche Platzen der Spekulationsblase stellt im Hinblick auf die Sicherung der Geldversorgung nur den Schlusspunkt einer fatalen Entwicklung dar, denn die Probleme die dann kulminieren, werden schon mit der Finanzierung der Hausse-Spekulation aufgebaut und sind - vom Crash abgesehen - kaum mehr aus der Welt zu schaffen.

Werte, die es nur in der überhitzten Fantasie von Spekulanten gibt, entstehen auch nicht dadurch, dass sie in einer langdauernden Hausse immer höher und höher bewertet werden. Platzt die Spekulation,
bleiben auf der einen Seite gigantische Schulden übrig, für deren Tilgungs- und Zinslasten die Realwirtschaft aufkommen muss.

Auf der anderen Seite stehen riesige Forderungen aus dem Geldvermögen der Spekulationsgewinner, die jegliche Liquidität unbarmherzig aufsaugen.
Warum die Realwirtschaft am Ende bezahlen muss ist klar, oder?
Arbeiter und Angestellte, die sich verspekuliert haben, tilgen emsig ihre Schulden oder versuchen, verlorenes Vermögen erneut anzusparen. Der Konsum wird entsprechend vermindert. Die Realwirtschaft schrumpft.

Unternehmer, die sich an der Börse verspekuliert haben, kürzen die Investitionen und entlassen Mitarbeiter. Die Realwirtschaft schrumpft.

Banken und Versicherungen, die sich verspekuliert haben, entlassen Mitarbeiter und erhöhen die Zinsen bzw. die Versicherungsprämien, um die Verluste auszugleichen. Die Mehrbelastung aller Darlehensnehmer und Versicherten beeinträchtigt die Realwirtschaft.
Ein reiner Spekulant, der sich verspekuliert hat, ist pleite.

Hat er Schulden, bleiben diese an der Bank hängen. Die Bank entläßt Mitarbeiter und erhöht die Zinsen, um den Verlust auszugleichen.

aktuelle Ergänzung
Und wenn es einmal ganz schlimm kommt, dann werden Bundestag und Bundesrat und Bundespräsident im Galopp ums Karree gejagt, denn die Banken dürfen nicht pleite gehen.

Sonst verlöre ja man völlig das Vertrauen.

In Banker und Politiker, in das Recht und den Staat(was alles noch gar nicht so schlimm wäre)aber eben auch in das System.Das haben wir so oft gehört, das Wort System.

Aber keiner hat gewagt, das System beim Namen zu nennen.

Es ist wie bei Harry Potter..., du weißt schon wer

Solche Muggel!

Haben so einen Schiss, vor dem Kapitalismus.
Folgerungen

Um Geld zu horten, braucht es nicht den Entenhausener Dagobert Duck und seinen Geldspeicher.

Alleine durch das Funktionsprinzip des Bankensystems werden dem Wirtschaftskreislauf große Mengen Liquidität entzogen. Weitere Fluchtmöglichkeiten eröffnen sich durch den Transfer ins Ausland und nicht zuletzt durch die Anlage in Objekten der Spekulation.

So entstanden - und entstehen weiterhin - riesige, aufgehäufte Ansprüche des Geldvermögens auf Geld, dem am Gütermarkt kein Äquivalent gegenübersteht.

Dieses "Fehlen" der Güter und Leistungen resultiert nun aber nicht aus der Faulheit der Beschäftigten oder daraus, dass der Staat und der Kleine Mann über ihre Verhältnisse gelebt hätten.

Das Fehlen der Güter hat seine Ursache darin, dass ein Großteil der Vermögen eben nicht aus produktiver Leistung, sondern aus weitestgehend leistungsfreien Einkommensquellen wie Zins, Pacht, Raub, Betrug, Erpressung, Wucher, überhöhten Gewinnen, zu niedrigen Löhnen und überhaupt aus der Nutzung jeglicher Chance entstanden sind, am äußersten Rande und auch außerhalb der Legalität Profite zu machen.

Die Eigentümer dieser Vermögen sind in der Lage, durch spekulative Aktionen erhebliche Störungen im wirtschaftlichen Gleichgewicht auszulösen. Sie können die Geldversorgung ganzer Volkswirtschaften beinahe nach Belieben regeln, ohne von den desaströsen Folgen für Volkswirtschaft und Bevölkerung in ihrer Lebensführung auch nur im Geringsten tangiert zu sein.

Die übervollen Stauseen des Geldvermögens, deren Eigentümer längst aufgehört haben, die bedarfsgerechte Bewässerung der fruchtbaren Niederungen sicherzustellen, sondern stattdessen aus spekulativem Kalkül abwechselnd Dürrekatastrophen und verheerende Überflutungen heraufbeschwören, dürfen nicht länger unkontrolliert als Mittel der maßlosen Bereicherung einiger Weniger verwendet werden.

Es wird Zeit, dass auch hier dem Grundgesetz wieder Beachtung geschenkt wird, das in Artikel 14 bestimmt:
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, ...
Aktuelle Ergänzung
und in Artikel 15 sich noch übertrifft, mit der Festlegung:

Artikel 15Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Absatz 3 Satz 3 und 4 entsprechend.
Mit einer spürbaren Besteuerung der höchsten Vermögen, mit der Wiedereinführung von Devisenkontrollen und mit dem Instrument der (nach der Höhe gestaffelten) Transaktionsabgaben, können Mittel freigesetzt werden, die dringend gebraucht werden, um die Geldversorgung in den Warenmärkten bedarfsgerecht sicherzustellen, während gleichzeitig das Gefahrenpotential der "Horte" gebändigt wird.

Silvio Gesell hat seine richtungsweisenden und von mir hoch geachteten Gedanken auf der Basis eines heute nicht mehr existenten Geldkonzeptes entwickelt. Helmut Creutz', dessen Arbeiten über das Geld einen unersetzlichen Wissenschatz bergen, beharrt auf einer strikten logischen Trennung zwischen Notenbankgeld und Bankengeld, die aus den Ideen Gesells herrührt. Doch vom Notenbankgeld unserer Tage ist keine Rettung zu erwarten. Es hat seine besondere Qualität verloren und ist - trotz seiner körperlichen Existenz - im Grunde ebenso ohne eigenen Wert, wie die Ziffern auf einem Kontoauszug. Eine Banknote ist im Prinzip nichts anderes, als ein umlauffähiger Kontoauszug in genormter Stückelung.

aktuelle Ergänzung
und weil das so ist, sind auch sämtlich Anstrengungen der Notenbanken, die Welt der Geschäftbanken mit Billionen Liquidität zu versorgen, nur ein Haschen nach Wind.

Das, was die Welt bräuchte, nämlich reale Werte, die den irrealen Guthaben gegenüberstehen, kann von Notenbanken per Kredit nicht hervorgebracht werden.

Bleibt also die Erkenntnis, dass wohl die Guthaben wieder der Leistungsfähigkeit der Realwirtschaft angepasst werden müssen.

(Siehe PaD 42 /2008 von gestern)
Zu Gesells Zeiten war die Banknote immer noch ein realer Anspruch auf Edelmetall und hatte von daher tatsächlich einen völlig anderen Stellenwert im Geldsystem, als heute - sie war nämlich einzig und allein in der Lage, Schulden zu tilgen.

Schulden wirklich tilgen, ohne dafür neue Schulden in die Welt setzen zu müssen, ist aber heute nur möglich, wenn man frisches, völlig unbelastetes Geld als "Geschenk" in den Kreislauf einspeist.

So wie früher, als jedes kleinste Nugget, das aus dem Sand goldführender Bäche gewaschen wurde, in der Lage war, eine Schuld - und den mit ihr verbundenen Zinsanspruch - definitiv und endgültig aus der Welt zu schaffen.

aktuelle Ergänzung
und das ist parallel zur Beschneidung der Guthaben erforderlich. Solange der Realwirtschaft Geld fehlt - und die 500 Milliarden Staatsknete werden eben nicht in die Realwirtschaft fließen - muss die Forderung nach einem Konjunkturprogramm nicht nur diskutiert, sondern schnellstmöglich umgesetzt werden.

Das hilft mehr, als die Rettung der Banken, die wir so, wie sie existieren und agieren, nicht brauchen.

(siehe PaD 42 /2008 von gestern)

Und dananch muss das Geldsystem neu geordnet werden - selbst wenn sich das, mit ...du weißt schon was ..., nicht verträgt.

Quelle: Egon W. Kreutzer[Link] [Cache]
Duckhome: Nach dem Tod von Jörg Haider - Sex, Verschwörung, Lügen, 1,8 Promille und ein Staatsbegräbnis
10/18/2008 06:57 AM
Hier hatte ich mit der Bewertung von Haiders Ableben angefangen und damit, u.a. Robert Misik zu zitieren. Das tue ich jetzt schon wieder. Aber erst genügen wir mal unserer Chronistenpflicht: Jochen und ich hatten recht: Jörg Haider ist mit 1,8 Promille im Blut in den Tod gerast. Natürlich sollte das nicht an die Öffentlichkeit, wie "die Presse" vermeldet, wegen des Staatsbegräbnisses am Samstag, aber nu' isses raus. Die medizinischen Tatsachen kann ich direkt aus dem "Presse"-Artikel übernehmen:
■1,8 Promille: Eine Alkoholisierung in diesem Ausmaß entsteht, wenn zuvor sechs bis acht große (vier Liter) Bier oder 16 bis 20 Achterl (2,5 Liter) Wein getrunken wurden. Das sind, so Experten, Richtwerte. Denn der konkrete Alkoholgehalt im Blut hängt ab vom Körpergewicht, der Konstitution, von der Menge der verzehrten Speisen und der Zeit, in der Alkohol konsumiert wird. Pro Stunde wird 0,1 Promille im Blut abgebaut. Bei 1,8 Promille besteht ein 30-faches Unfallrisiko.

Das schreibt die TAZ.
Das sagt Robert Misik
Und das Land Kärnten wird eine Schadensersatzforderung stellen.

Solche Bilder sind schon früher überliefert worden:




Das gibt keinen Raum mehr für Verschwörungstheorien: der große Staatsmann war zugelötet und ist viel zu schnell gefahren.

Allerdings blubbert jetzt noch was hoch: die Diskussion um Haiders tatsächliche oder vermeintliche Homosexualität. Ganz offensichtlich gibt es die Diskussion in Österreich schon länger und sie wurde 2000 von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek (mit der ich persönlich überhaupt nichts anfangen kann), noch mal angestoßen, wobei, wenn ich dem Artikel folge, sich Jelinek mehr durch antihomosexuelle Vorurteile leiten ließ.

Zwangsoutings durch Unbeteiligte und Nazi-Bashing mit den Mitteln der Homophobie finde ich übrigens zum Kotzen, genau wie Schnitzeljagden nach dem Motto: "Isser oder isser nich...'" und die Gleichung Schwul plus rechts gleich Faschist muß für mich trotz Ernst Röhm auch nicht stimmen. Der Vorwurf lautet dann meistens ganz platt: was die als Politik verkaufen ist doch nichts anderes als homosexuelles Geklüngel - und das ist dann wie bei Lilliana Cavani und Luchino Visconti auch noch irgendwie sexy: die beiden drehten in den 70ern eine Menge Filme zu dem Thema, die immer irgendwie damit zu tun hatten, daß man/frau als FaschistIn doch eine ganze Menge Spaß am Sex hatte und man Dirk Bogarde und Helmut Berger in SS-Uniform - aber auch in Drag -immer gut aussehen ließ.
Es gibt in diesem konkreten Fall allerdings auch noch andere Aspekte: Der Salzburger Medienwissenschaftler Stefan Weber stellt
die Frage, warum die österreichischen Medien die Dinge nicht klarer aussprechen wollen/können/dürfen. Denn gerade der derzeitige Kurs der Anspielungen nährt noch mehr die Gerüchteküche und wirkt letztlich verhöhnender als das Aussprechen einer möglichen "Wahrheit", wie auch immer diese konkret aussehen möge.
Klaus Wowereit, Guido Westerwelle, Cornelia Scheel und zuletzt Anne Will und Miriam Meckel haben sich zu ihren gleichgeschlechtlichen Neigungen bekannt – in allen Fällen hat es den Karrieren eher genützt als geschadet (warum sollte es auch anders sein?). In Österreich ging offenbar der größte Kämpfer für Ehrlichkeit und Anstand und auch gegen gewisse Minderheiten den Weg eines unausgesprochenen, aber Insidern bestens bekannten Doppellebens. Was sagt das über die Scheinmoral im Land aus?
Gilt Schwulsein in Österreich immer noch als peinlich? Oder war es neben ökonomischen Erwägungen der Massenmedien vor allem auch das mutmaßliche Doppelleben von Jörg Haider mit Gattin und zwei Töchtern, das ein Outing von vornherein verunmöglichte?
Sexuelle Orientierung und Alkoholkonsum Jörg Haiders waren wohl schon länger ein Thema aber man kann zu Recht die Frage stellen: Wer will das wissen? Eigentlich niemand, es sei denn, man hat im Programm des BZÖ gelesen:
Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Unsere Kinder sind kostbar, denn nur eine familien- und kinderfreundliche Gesellschaft hat Zukunft. Daher dürfen Kinder nicht zum Armutsrisiko werden. Wir wollen die Familie stärken und unterstützen, die Rechte der Kinder sichern und ausbauen. Wir werden nicht zulassen, dass die Institution Familie unter die Räder eines egoistischen Individualismus kommt!
Orange Ziele & Antworten
Schutz der Familie - Volle Absetzbarkeit der Kinderkosten - Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken - Einführung des Familienwahlrechtes - Privilegierung der Ehe - Keine Diskriminierung für alternative Lebens- und Partnerschaften.

Da kann man sich den Passus "Keine Diskriminierung" sparen: wo die Familie privilegiert ist, wird alles, was nicht Familie ist, diskriminiert.

Bei den Rechten und Ausländerfeinden gibt es traditionell ein Herunmgeeiere zum Thema Homosexualität: einerseits lässt sich das Thema wunderbar gegen die "Musels" anbringen, mit den im Iran hingerichteten Teenagern als Wurfgeschoss, andererseits wird der politische Gegner ad Personam mit permanenten Hinweisen auf seine sexuelle Orientierung niedergemacht - hier sind die Ausfälle von PI gegen Volker Beck legendär. Versucht man sich ganz vorsichtig in etwas Toleranz - wie unser Lieblings-Ex-Polizist - wird man zurückgepfiffen und muß zurückrudern:
...und ich bin nicht derr Don Quichotte der Schwulen in meiner Partei.
Und ein anderes Parteimitglied muß das dann via Interview wieder geradeziehen:
Homoseksualiteit is een onvolgroeide vorm van seksualiteit. Jongeren die zeggen dat ze homo zijn, moeten begeleid worden. We moeten die mensen tonen dat hun seksualiteit in feite onvolgroeid is. Dat ze moeten groeien naar een huwelijk tussen man en vrouw.

Was sinngemäß heißt, daß Homosexualität eine unreife Form von Sexualität sei, und wenn Jugendliche sagen, sei seien homosexuell, muß man sie
begleiten,
bis sie zur Ehe zwischen Mann und Frau reif seien. Wie man sich das Begleiten so vorzustellen hat, verriet der VB-Funktionär nicht. Aber da kann man sich ja bei Frau Palin und den Ihren inspirieren lassen

Problematisch ist nicht, schwul zu sein - und das ist auch gut so - und problematisch ist auch nicht, das nicht öffentlich machen zu wollen. Sehr problematisch ist allerdings, dann einer Partei vorzustehen, die ein solches Programm auflegt. Und um einen solchen Widerspruch auszuhalten, muss man vielleicht zu viel trinken. Und auch das kann man ja machen, aber dann noch als "Nähe zur Jugend" zu verkaufen, wenn man sich als alter Sack im Kreis von Jugendlichen betrinkt.
Ja, und da stehen jetzt auch schon eine Menge Verschwörungstheorien im Netz. Wie diese hier.
Vielleicht sollte ich hier mal anfügen, dass ich als Notärztin der Feuerwehr mehrere male bei solchen Unfällen war, bei denen ein Fahrer mit übehöhter Geschwindigkeit von einer Straße abkam und sich überschlug. Die Wagen waren immer solche aus der Gewichtsklasse "Phaeton".
Robert Misik hat auch ein paar:die Banken warn's.


Jetzt allerdings verlassen wir den Boulevard und wenden uns wieder der Politik zu. Wir beginnen mit wiederum Robert Misik:
Immer wieder hat der Jörg Haider mit Unmenschlichkeit überrascht. Er war Volksverhetzer, aber auch ein Clown. Und immer wieder fragte man sich: Wie tickt der eigentlich? VON ROBERT MISIK

Jörg Haider war ein harter Rechter, aber auch ein Spieler und Exzentriker. Mal war er depressiv, mal euphorisch. Eine Art James Dean der österreichischen Politik. Jetzt fuhr er sich zu Tode.

Mehr bei Misik. Oder in der taz, weil schöner zu lesen.
Und wie kriege ich jetzt wieder den Übergang zur FPÖ? Indem ich zunächst mal Herrn Straches Nachruf auf Haider nehme:

Strache: Mein Mitgefühl gilt der Familie des Kärntner Landeshauptmannes!
Bei aller Auseinandersetzung in den letzten Jahren muß man Jörg Haider hohen Respekt und Anerkennung zollen!

Tief geschockt und betroffen reagierte heute der Bundesobmann der FPÖ, Heinz Christian Strache, auf die Nachricht vom Ableben des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider. Auch wenn sich unsere Wege vor ein paar Jahren getrennt haben, so war Haider eine der prägendsten Politikerpersönlichkeiten der zweiten Republik. Mein Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde der Familie des Verstorbenen.
Jörg Haider hat seit dem Jahr 1986 die österreichische Innenpolitik nachhaltig geprägt und für kaum vorstellbare Veränderungen innerhalb des rot-schwarzen Machtfilzes in Österreich gesorgt. Haiders Leistungen für das Land und die Republik sind unbestritten - mit seinem Ableben verliert die Republik einen großartigen Politiker, so Strache abschließend.


Und hier die anderen Schranzen der FPÖ:
(1), (2), (3), (4) oder (5) - Motto: Über die Toten nur Gutes, oder: es wird nirgendwo so viel gelogen, wie auf Beförderungen oder Beerdigungen.

Der Vollständigkeit halber auch das, was der Vlaams Belang zum Thema zu sagen hat: In Österreich hätten die Politiker noch Klasse. Als Geschichtsrevisionist und Vlaams blok/belang-Gründer Karel Dillen verstorben sei, habe kaum einer gratuliert. Wobei die Gleichsetzung wirklich Charme hat...

Wegen der allgegenwärtigen Trauerbezeigungen ist die folgende Nachricht jetzt auch nicht überraschend, besonders dann nicht, wenn man die Haiderianer einsammeln will:
Strache verurteilt pietätlosen Umgang mit Andenken Jörg Haiders
Empört zeigte sich FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache über die Versuche, den tragischen Todesfall des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider zum Anlass zu nehmen, das Andenken an ihn am offenen Grab beschmutzen zu wollen. Es sei absolut pietätlos, jetzt eine Sudelkampagne zu inszenieren. Haiders Angehörige und Freunde würden jetzt ihre ganze Kraft brauchen, um den Schmerz um ihn bewältigen zu können, und hätten es sich nicht verdient, dass man so mit der Erinnerung an Haider umgehe.


Gut, jetzt gibt es morgen das Staatsbegräbnis, und man kann weidlich Astrologie betreiben, wie sie zu Zeiten des Kalten Krieges immer anlässlich der Paraden zum Jahrestag der Oktoberrevolution betrieben wurde: wer steht wo auf der Kreml-Mauer und wenn nicht, warum nicht? Und solche Fragen waren dann Gegenstand von Magazinsendungen, Korrespondentenstatements und Leitartikeln. Diese hohe Kunst hat man seidtem vernachlässigt. Es geht sicher nicht nur rechtsdraußen, aber damit könnte man ja mal anfangen. Das würde wieder eine Menge Journalisten in Zeilenhonorar und Brot bringen. Und die Bruderküsse...

• Wird Frau Mussolini Herrn Strache die Hand geben (Südtirol)?
• Die Republikaner werden da sein, aber auch Pro Köln?
• kommt die Liga polnischer Familien trotz Andreas Mölzer? ("Ostgebiete unter polnischer Verwaltung")
• Was lernt Filp Dewinter aus dem Ortstafelstreit??
• Kommt Blocher?

Fragen über Fragen...

Die Zukunftsdimension sollte man allerdings nicht aus den Aufen verlieren, denn unsere Eingangsfrage war ja, wie es denn weitergeht mit Haider:
Die Linke Zeitung schreibt in ihrem Kommentar:
Der Tod Haiders hat zwar einen gefährlichen Rechtsextremisten aus der Welt geschafft. Er könnte sogar das Ende des BZÖ einläuten. Aber gleichzeitig macht es den Weg frei für die Vereinigung des Dritten Lagers unter der Führung Straches und seiner FPÖ...
und:
Dieses Begräbnis wird kein Trauermarsch, es wird ein Treffen der rechtsextremen Eliten Europas. Jean-Marie Le Pen vom französischen Front National, Umberto Bossi von der italienischen Lega Nord und Mussolini-Enkelin Allesandra haben sich bereits angekündigt. Es wäre auch keine Überraschung, würden sich Jung- und Altnazis unter den Gästen tummeln.


Der Telepolis-Artikel von 2006 ist immer noch aktuell.

Unsere Vermutung, daß von Haiders Tod letztendlich Strache und die FPÖ profitieren, wird auch vom österreichischen Politologen Anton Pelinka in einem Interview mit dem ehemaligen Nachrichtenmagazin aus Hamburg geteilt. Darüberhinaus hat er für "die Presse" einen Kommentar verfasst hat, der sich auch mit den Zukunftsaussichten der FPÖ auseinandersetzt:
...SPIEGEL ONLINE: Wird Haiders BZÖ überleben?
Pelinka: Das ist eine Kärntner Partei, der nun der Führer abhanden gekommen ist. Ein österreichweites Überleben kann ich mir nur schwer vorstellen ...

SPIEGEL ONLINE: ... aber bei der Landtagswahl in Kärnten im Frühjahr?
Pelinka: Da könnte die Haider-Nostalgie noch zu einem Aufschwung führen. Danach aber gilt: Solche Leute wie Haider haben keine Nachfolger.

SPIEGEL ONLINE: Erwarten Sie eine Wiedervereinigung des rechten Lagers, einen Zusammenschluss von BZÖ und FPÖ?
Pelinka: Sehr zweifelhaft. Das BZÖ ist derart geschwächt, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache annehmen kann, dass ihm dessen Wähler eh zufallen werden. Strache muss nur aufpassen, dass nicht der Eindruck entsteht, er habe Glück durch Haiders Tod.


Die Kernaussage des Gastkommentars:

...Und wird nicht die FPÖ auch in Kärnten versuchen, das durch Haiders Tod entstandene Vakuum zu nutzen?
Die FPÖ repräsentiert – in acht von neun Ländern – das Milieu eines Lagers. Schlagende Burschenschafter stellen den Kern der Partei. Die nationalistischen Parolen – gerichtet gegen bestimmte „andere" (im Moment bevorzugt: Muslime) – sorgen für die Mobilisierung einer Gefolgschaft. Die eine oder andere, zumeist nur vorsichtig angedeutete Geschichtsinterpretation demonstriert die Kontinuität einer Partei, deren Gründungsobmann eine Karriere beim Landbund der Ersten Republik begonnen und bei NSDAP und SS fortgesetzt hatte.
Dieses Milieu allein reicht bestenfalls aus, die Vier-Prozent-Hürde zu überspringen. Das Gros der Wähler der FPÖ heute kommt aus einem anderen Hintergrund: Es ist das jüngere städtische Proletariat vor allem männlichen Geschlechts. Die FPÖ war schon in den Zeiten des rasanten Wachstums unter Haider keine bürgerliche, sie war eine proletarische Partei.
Die FPÖ unter Strache ist dies erst recht: Am 28. September 2008 haben mehr Arbeiter die FPÖ gewählt als die SPÖ. Ein Blick auf die Bezirkswahlergebnisse in Wien macht dies deutlich...


Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse schreibt in einem Gastkommentar über die jetzt einsetzende Pietät gegenüber dem "unerkannten Austrofaschisten":
Was hierzulande als „Pietät" bezeichnet wird, nämlich die plötzliche Einigkeit dahingehend, über einen nur noch Gutes zu sagen, ist in Wahrheit bloß deren entfernt verwandte österreichische Kulturtechnik, den konkreten Menschen durch eine Legende zu ersetzen, die es ermöglicht, seine wirklichen Taten und deren Konsequenzen zu verdrängen und zugleich „als Erbe" anzunehmen.
- Was die Frage danach, wie es denn weitergeht, genauso beantwortet, wie die Einschätzung des israelischen Historikers Tom Segev:

Der Haiderismus lebt auch ohne Haider weiter.


Und das in der FPÖ.

Bildnachweis:
(1) Standbild "der Nachtportier",1976
(2) Titelcover "die Verdammten", 1969,
(3) vedeze.be,
(4) Vorarlberg online
(5) artquake.ch,
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Nachtrag: wer den internationale Impact des Wahlsieges der Rechten einschätzen will, sollte wissen, daß Österreich seit gestern - wie die Türkei - neues nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates ist.

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Living in China: Mitten in der Wüste
10/18/2008 04:55 AM

Vorgestern also in aller Frühe raus und zum Flughafen. Den Flug über die meiste Zeit geschlafen, aber die paar Minuten vor der Landung waren super. Yinchuan, die Hauptstadt der Autonomen Provinz Ningxia liegt in einem halbwegs grünen Tal mitten in der Wüste. Die Landschaft kurz vor der Landung sah aus wie im Fernsehen. Nur Dünen und Steppe weit und breit. Und der Flughafen dann mitten drin. Keine Stadtausläufer, keine Bauernhöfe, Fabriken, kein gar nix.
Von der Stadt selber habe ich dann leider nicht viel sehen können. Wir wurden direkt vom Flughafen abgeholt und zum Firmensitz unserer Projektpartner gebracht. Auf der Fahrt dorthin bin ich aber aus dem staunen nicht mehr herausgekommen. Yinchuan ist wieder eine völlig andere Welt als Beijing. Die Hui, die Minderheit, der die Autonome Region Ningxia zugesprochen wurde, sind weitestgehend Moslems und haben das Stadtbild beeindruckend geprägt. Der Baustiel der meisten Gebäude erinnert an das Morgenland, das man aus Kindergeschichten kennt. Viele Häuser mit mit kleinen Zwiebeldächlein geschmückt, Fensterrahmen laufen in einer oben spitzen Form zu. Hinzu kommen die zweisprachigen Schilder über den meisten Geschäften. Chinesisch und Arabisch. Obwohl die Stadt in Zentralchina liegt, kann man sich kaum vorstellen, dass sie im gleichen Land liegt, wie die anderen chinesischen Städte, die ich bisher gesehen habe.
Leider waren das auch schon die Eindrücke, die ich von Yinchaun mitgenommen habe. Mittags gings kurz ins Restaurant zum üblichen Schnapstrinken, abends dann schon wieder zurück nach Beijing. Auch wenn der Eindruck nur sehr kurz war, hat er mir Lust gemacht, bald mal als Urlaub noch weiter nach Westen zu Fahren. Nach Ürümqi bis an die Grenze nach Kasachstan.

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Freeman: Wer Washington wirklich regiert
10/18/2008 03:50 AM
... und was sie tatsächlich wollen.

Die Bush/Cheney-Gangsterbande ist schon länger kalt gestellt und hat in Washington nichts mehr zu sagen. Deshalb hört man nicht mehr viel von ihnen. Sie sind zu einem Auslaufmodell degradiert, die noch in der verbleibenden Zeit den Schein wahren müssen.

Tatsächlich werden die Vereinigten Staaten von einem sogenannten „Principle Committee" geführt, einem Kommittee der politischen Elite. In dieser Clique sind Verteidigungsminister Robert Gates, Aussenministerin Condoleezza Rice, Vorsitzende des US-Generalstabs Michael Mullen, Finanzminister Robert Paulson und Fed Chef Ben Shalom Bernanke, die als Marionetten und ausführende Organe fungieren.

Die Fäden zieht die Wall Street Fraktion der Trilateral Commission, unter dem Vorsitz von Oberstrippenzieher Zbigniew Brzeziński. Er hat alles im Griff, einschliesslich beide Kandidaten für das Präsidentenamt, Obama und McCain.

Und noch weiter oben tront Rockefeller, bzw. seine Nachkommen, die bereits die Regentschaft übernommen haben. Der Oligarch George Soros mischt auch noch mit seinem Multimilliarden kräftig mit. Dazu gibt es enge Querverbindungen zur europäischen Sippschaft, mit dem ganzen Rothschild-Clan in London, die sich um die andere Seite des Atlantiks kümmern, und die Politiker hier in der Tasche haben.

Woran erkennt man, dass Bush/Cheney nichts mehr zu sagen haben und Brzeziński die Aussenpolitik schon länger bestimmt, speziell die der zukünftigen Präsidentschaft?

Zunächst mal müssen wir nur schauen, wer sind die einflussreichsten Berater der beiden Präsidentschaftskandidaten?

Da haben wir auf der Seite der Demokraten Mark Brzeziński, ja der Sohn von Zbigniew. Er ist Partner der in Washington beheimateten internationalen Regierungsberatungsfirma McGuire Woods. Er ist Obamas nationaler Sicherheitsberater.

Auf der anderen Seite bei den Republikanern finden wir Ian Brzeziński, auch ein Sohn von Zbig. Er arbeitet ebenfalls in Washington als stellvertretender Vizeverteidigungsminister, zuständig für Europa und NATO-Angelegenheiten. Er ist McCains geheimer nationaler Sicherheitsberater.

Beide Präsidentschaftsanwärter werden von Mitgliedern der Familie Brzeziński „beraten", mit dem Vater als Chef im Hintergrund, und Zbig ist wiederum der hörige Ziehsohn von Rockefeller.

So inszeniert die Machtelite die Politik. Um immer der Sieger zu sein, müssen einem alle Pferde im Rennen gehören. Egal wer die Wahl „gewinnt", ihr Kandidat wird Präsident. Die Wahlen sind nur eine Show für das dumme Volk, damit die Illusion einer Demokratie gewahrt wird. Tatsächlich hat man keine Wahl, es gibt keine politische Veränderung, es werden nur die Schauspieler ausgetauscht, die gleiche Machtstruktur die alles bestimmt bleibt erhalten.

Ein weiterer Beweis, dass die Bush/Cheney-Era der Vergangenheit angehört und die Brzeziński-Trilateral-Rockefeller-Soros Phase der Aggression übernommen hat, ist die Veränderung der Aussenpolitik seit gut einem Jahr. Der Fokus liegt nicht mehr im Nahen Osten mit dem Krieg im Irak, sondern die USA und NATO erhöhen ihren Einsatz im sinnlosen und nicht gewinnbaren Krieg in Afghanistan und haben einen neuen Krieg in Pakistan angefangen, mit der Bombardierung der Grenzregionen.

Ganz oben auf der Liste der Feinde dieser Clique sind Russland und China. Die Allierten der Chinesen werden jetzt attackiert, wie der Sudan, Zimbabwe, Burma und ganz speziell Pakistan, ein grosses islamisches Land mit Atomwaffen und engen Beziehungen zu China. Mit Ukraine, und ganz aktuell Georgien, aber auch mit der Unterzeichnung des Vertrages über die Stationierung von Raketen in Polen, wird Russland extrem provoziert.

Das Ziel der Aussenpolitik von Brzeziński ist es, Russland und China zu schwächen, sowie überhaupt die Mitglieder und Freunde der Shanghai Cooperation Organization. Zbig will beide Länder aufeinander hetzen, die Methode des britischen Imperiums, so wie mit Russland und Deutschland im WK II erfolgreich praktiziert, um als lachender Dritte dann da zu stehen. Diese Grossmächte sind das Haupthindernis in der Umsetzung des Plans zur Weltbeherrschung, den die globale Elite mit Sitz in Washington und London als Endziel hat.

Der Einsatz ist jetzt viel höher, als nur ein Konflikt im Persischen Golf. Die Abenteuerlust von Brzeziński geht viel weiter als die der Neocons mit Bush und Cheney. Er und seine Kontrolleure nehmen bewusst einen nuklearen Schlagabtausch in Kauf. Diese Leute sind Psychopaten denen man alles zutrauen kann.

Deshalb ist es völlig naiv zu glauben, unter Obama wird sich was verändern, wird ein „Change" stattfinden, eine friedliche Era beginnen. Im Gegenteil, ob er oder McCain, die Aggression und Kriegslust Amerikas wird sich noch steigern, und ihre „Alliierten" werden gehorchen müssen und gezwungen werden mitzumachen.

Passiert ja schon mit der massiven militärischen Unterstützung Georgiens durch die NATO und Erhöhung und Verlängerung der deutschen Truppenpräsenz in Afghanistan, wie gerade durch den Bundestag beschlossen.

Die aktuelle Finanzkrise, mit der Zerstörung des Geldwertes, ist ein weiteres Mittel um den grossen Plan der Weltbeherrschung, der Neuen Weltordnung, zu erreichen, mit dem Ziel einer Regierung, einer Währung und einem Finanzsystem. Der bewusst gemachte Crash, das daraus resultierende Chaos und die totale Verarmung der Massen, ist der Weg dort hin.

Ach ja, Zbig hat noch eine Tochter, Mika Brzeziński, die als einflussreiche TV-Journalistin und Nachrichtensprecherin für MSNBC tätig ist. [Link] [Cache]
Feynsinn: Kurz reingewaschen - Das Geld und seine Herrschaft
10/18/2008 02:21 AM

Hasnain Kazim darf für SpOn vom Guten des Joe Ackermann plaudern: Er sei doch so erfolgreich und “der erste Manager, der auf einen Großteil seines Gehalts verzichtet“. Das dies nicht stimmt und seine Großzügigkeit so bemerkenswert gar nicht ist, stellt Karl-Heinz Büschemann für die Sueddeutsche fest. Kazims Eloge auf den Bankengott stellt diesen dar, als hätte er nichts mit der Bankenkrise zu tun. Die Argumente sind Lacher vom Band, “Mister 25%” kommt darin nicht vor.
Daß ein neuer Ausschuß eingesetzt wird, um das Geldkonfetti zur Rettung maroder Banken auszuwerfen, läßt nichts Gutes ahnen. Die Zusammensetzung und die Geheimhaltungspflicht sprechen nicht für eine Sternstunde des Parlamentarismus. Allein, daß die FDP dieses Vorgehen verlangte, spricht Bände. Selbstverständlich macht es Sinn, nicht sofort auf die Straße zu gehen und herauszuposaunen, wer da eventuell der Hilfe bedarf. Allerdings ist zu fürchten, daß vor allem Gemauschel und Filz derart gefördert werden. Zum Haareraufen ist die Argumentation von Carsten Schneider, wie SpOn sie zitiert:
Für [den FDP-MdB und Haushaltsausschuß-Vorsitzenden] Fricke ist Geheimhaltung für die Arbeit in dem neu beschlossenen Ausschuss absolut notwendig, denn den Banken müsse Vertraulichkeit für zugesichert werden. Dem stimmt auch Carsten Schneider, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, zu: “Nur dann kann die Regierung diese Daten offenlegen und das Parlament eine effektive Kontrolle ausüben.” [das herrenlose “für” ist kein Zitierfehler, sondern aus dem Text bei SpOn. Man füge ein, was dort paßt.]
Aha, nur durch Geheimhaltung können Daten offengelegt werden. Manchmal frage ich mich, ob es noch einen Unterschied macht, ob Politiker so dummes Zeug quatschen oder sie nur so dumm zitiert werden. Der Effekt ist jedenfalls derselbe: Desinformation.
Wie man es richtig macht, zeigt einmal mehr der Duce: Mit Nicola Cosentino hat er einen Wirtschaftsstaatssekretär, der sich offenbar gar keine große Mühe gegeben hat, seine guten Beziehungen zur Mafia zu kaschieren. Ist dem Volk wurscht. Ob es daran liegt, daß Berlusconis Medien noch effektiver “berichten” als die deutsche Journaille?

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Wut!: Kurz verlinkt (39)
10/18/2008 02:02 AM

Während überall in aller Kameras und Munde ist, wie den armen in Not geratenen Banken mit einem ordentlichen Geschenk ein bisschen geholfen wird, wollen wir doch nicht vergessen, wie in der BRD Menschen von angeblichen Sozialbehörden ermordert werden.

Posted in Armut, Ödnis, Barbarei, Entrechtung, Erpressung, Gewalt, Hass, Härte, Hilflosigkeit, Kälte, Kriminalisierung, Lüge, Lebensschaden, Mafia, Mord, S.A.A.R.T., Staatsgewalt, Terror, Tod, Traurigkeit, Zynismus
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Lumières dans la nuit: Autofit
10/18/2008 01:47 AM

Wenn der Träger der verkümmerten Waden jeden Tag jeden Schritt vermeidet; wenn er eigentlich nur deshalb nicht mit dem Auto vom Fernsehsessel zum Kühlschrank fährt, weil es dort noch keine Straße gibt; wenn sich so ein Mensch an das Steuer seiner Macht setzt und seinen Fuß ungeduldig und in kindischer Geste mit dem Gas spielen lässt, weil er seit Minuten nicht weiterkommt; wenn sich die Straßen in menschenleere Wüsten des Lärms verwandeln, deren Duft brechen und husten macht; dann ist es doch sehr tröstlich…

Reklameschild: AutoFit

…wenn wenigstens das Auto »fitt« ist. :mrgreen:

Gesehen in Hannover, dort wo sich die Hildesheimer Straße mit der Wikenburger Straße kreuzt, dort, wo der Gestank stumpf macht und dort, wo der Krach aus zehntausenden von Explosionsmotoren am späten Nachmittag den Kopf explodieren lassen will.

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Deutschland Debatte: Wie gefährlich sind die Neoliberalen ? - "Wenn der Himmel runterfällt, sind alle Spatzen tot."
10/18/2008 01:32 AM

Was möchte uns der Herr Bundes - Wirtschaftsminister damit sagen ?

DAX und Dow sind wieder auf den Stand von Montag 13.10.08 die Hilfspakete wurden beschlossen und versickern in den ausgetrockneten globalen Finanzmarkt.

“Wenn der Himmel runterfällt, sind alle Spatzen tot.” Heißt das, dass die Neoliberalen alle mit in den “Untergang” reißen möchten?

Wenn ja, dann ist es meines Erachtens an der Zeit das sich alle die nicht mit den Neoliberalen untergehen möchten, sich aus deren Umklammerung lösen. Die Neoliberalen sind offensichtlich der Meinung, das nur mit ihnen eine lebenswerte Zukunft möglich ist, Die Neoliberalen sollten endlich verstehen, dass nur ihre Welt so wie sie diese sahen untergeht. Aber keineswegs die Alternativen Wirtschafts - und Finanzsysteme die den Neoliberalismus als falsch und selbstzerstörerisch erkannt haben, dass heißt das sich die Gesellschaft von der neoliberalen Ideologie ganz schnell abkapseln muss, sonst ist zu befürchten, das wirklich (fast) alle mit in den Neoliberalen in den “Untergang” gehen.

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Urs1798: Peter Sodann als Bundespräsident? Finde ich gut.
10/18/2008 01:26 AM
Leider ist das Bild dazu nichts geworden Posted in Galerie, Politisch, Satire, Zeichnungen   Tagged: Ackermann, bundespräsident peter sodann, keine Demokratie    [Link] [Cache]
Der Demokrat: Datenschutz-Aktion
10/18/2008 12:43 AM

Im Zeitalter von Computern, Internet, Online-Überwachung, Vorratsdatenspeicherung, Datenklau und Datenmissbrauch ist man sich als ONV (Oddo-Nochmal-Verbraucher ... äähhm Otto-Normal-Verbraucher) überhaupt nicht mehr darüber bewusst, was mit den persönlichen Daten jedes einzelnen Bürgers geschieht.

Es passiert nichts Gutes damit. Der Staat spitzelt den Bürger aus, Unternehmen bespitzeln ihre Angestellten. Persönliche Daten der Bürger landen zu Werbezwecken in riesigen Adresspools und werden an interessierte Unternehmen weiterverkauft. Adressen sind eine Goldgrube und die diversen Nutzerprofile gibt es gleich noch mit dazu.

Hier muss etwas getan werden, denken sich ein paar pfiffige Leute und haben sich überlegt, dass jeder Bürger einmal nachfragen sollte, was mit seinen Daten so passiert. Dafür haben sich die pfiffigen Leute derzeitig vier Unternehmen auserkoren, von denen bekannt ist, dass sie selbst Daten verscherbeln oder gekaufte Daten verwenden.

Lest das mal selber ... eine gute Sache, denke ich:

https://www.datenschutz-ist-buergerrecht.de/deine-daten-gehoeren-dir

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SaarBreaker: Subscribe To Comments deaktiviert
10/18/2008 12:26 AM

Wie ich gerade bei F!XMBR gelesen habe, wurde Jan vom Upload-Magazin wegen des Plugins Subscribe to Comments abgemahnt. Das Problem, welches wohl zur Abmahnung führte, ist, dass man praktisch jede beliebige E-Mail-Adresse beim Kommentieren angeben kann. Eine Prüfung der E-Mail-Adresse durch einholen einer Bestätigungsmail findet nicht statt. Kommentar-Benachrichtigungen werden einfach an die angegebene Adresse geschickt.

Da es im Internet leider viele Abzocker und eben so viele Spinner gibt, die gerne auch Mal die E-Mail-Adresse ihres Lieblingsanwalts eintragen, ist die Gefahr eine Abmahnung zu bekommen doch recht groß. Deshalb habe ich das Plugin vorerst deaktiviert.

Eine Alternative gibt es derzeit wohl nicht. Denn auch das von Robert vorgeschlagene Plugin Comment Mailer, weist, wie Michael schreibt, Sicherheitslücken auf und unterstützt zudem keine Sprachdateien.

Wer die Kommentare auf SaarBreaker dennoch verfolgen möchte, kann sie gerne per RSS abonnieren.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Ron Paul News & Comments: Interview mit Enthüllungsautor Webster Griffin Tarpley
10/18/2008 12:20 AM

Autor von Enthüllungsbüchern sagt: "Dieses Mal gibt es Wahlbetrug zugunsten von Obama"

Alexander Benesch
infokrieg.tv
15. Oktober 2008

Webster Griffin Tarpley, Autor und Journalist mit Abschlüssen von der Universität Princeton und dem Skidmore College, erläuterte in einem Interview in der Infokrieg-Radiosendung, weshalb Barack Hussein Obama der Favorit der Wall-Street-Banken sowie
der elitären und einflussreichen Gruppierungen wie der trilateralen Komission und der Bilderberger ist. Tarpley betreibt seit Langem investigativen Journalismus: In den 1980er Jahren verfasste er eine Studie über das Attentat auf Italiens Premierminister Aldo Moro, die von einem Komitee des italienischen Parlaments in Auftrag gegeben wurde. [weiterlesen...]

Das gesamte Interview kann hier angehört werden:

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