Wednesday, February 25, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-25

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-25


Finanzkrise: Ein Lied zum Sonntag
10/25/2008 11:24 PM
So eine Finanzkrise hat auch ihre schönen Seiten. Man muß sie nur erkennen und genießen. Darum hier, für alle Freunde der Bankenkrise, ein kleines Lied.



Wer noch mehr hören möchte, der kann sich mal bei RGzchn-bLOg etwas zu den Staatsgarantien anhören. Ist auch sehr schön.[Link] [Cache]
Schweiz: Grenzkontrollen sollen noch in diesem Jahr fallen
10/25/2008 11:18 PM

Noch in diesem Jahr sollen die Grenzkontrollen zwischen Deutschland und der Schweiz fallen, schreibt n-tv:

Die Schweiz ist nach eigenen Angaben bereit für den noch in diesem Jahr geplanten Wegfall der Grenzkontrollen zu Deutschland und den anderen Schengen-Staaten. Justiz- und Polizeiministerin Eveline Widmer-Schlumpf sagte am Donnerstag bei einem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg, ihr Land habe die nötigen Voraussetzungen erfüllt. Noch vor Weihnachten könnten die Grenzkontrollen wegfallen.

Ich mache mir da mehr Sorgen um die “Voraussetzungen”, die die Schweiz erfüllen musste, damit die Grenzkontrollen wegfallen können. Ich habe zwar keine konkreten Informationen, denke aber, dass sich die Steuerflüchtlinge schon mal warm anziehen können. Damit wird es dann wohl endgültig vorbei sein, was ich als Zwangssteuerzahler natürlich sehr begrüßen würde. Denn es kann nicht sein, dass das arbeitende Volk Zwangssteuern entrichten muss, während ein paar Tausend gut Betuchte ihr Geld in der Schweiz vorm Fiskus in Sicherheit bringen.

Aus der glänzenden Geschäftsidee “Papierverbringung GmbH & Co Kg mit Sitz in Luxemburg!” wird wohl nichts werden :-)


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Harald: Bahn verkaufen um Boni einzusacken
10/25/2008 10:43 PM

Das verschlägt einem die Sprache. Nun eigentlich nicht wirklich. Was erwartet man den von den Managern:

Die geplante Teilprivatisierung der Deutschen Bahn AG sorgt für neuen Ärger: Bei einem erfolgreichen Börsengang sollen die Vorstände laut SPIEGEL-Informationen Bonuszahlungen in Millionenhöhe erhalten. Verkehrsminister Tiefensee wusste bis vor wenigen Tagen nichts von den Prämienplänen.

Sollte die Deutschen Bahn AG ihre Transport- und Logistik-Tochter wie geplant an die Börse bringen, erhalten der Vorstand und die oberste Führungsebene ein millionenschweres Bonuspaket. Das berichtet der SPIEGEL.

Erst nimmt man dem Volk das Eigentum weg, verscherbelt es (wen nötig auch weit unter Wert) an irgendwelche Investoren. Und den Erlös (zumindest einen großen Teil davon) steckt man schamlos in die eigene Tasche.

Deutlicher kann die Qualifikation der Manager nicht dokumentiert werden. Und die (OHN-)Macht der Bundesregierung auch nicht:

Vergangenen Montag rief Tiefensee den Aufsichtsratsvorsitzenden und Evonik-Chef Werner Müller an und drängte ihn, den entsprechenden Vertrag aufzulösen. Der lehnte das ab. Er könne, so Müller, einen Vertrag, der in Abstimmung mit der Bundesregierung erst Ende Juni geschlossen worden sei, nicht einseitig kündigen.

Ist ja Klasse Staatsvermögen in die eigene Tasche. Und das Schamlos. Und mit dem Segen der Regierenden? Zumindest wollen können werden die es nicht verhindern. Ist ja nicht ihr Geld. Zahlt ja im Endeffekt der sTeuerzahler!

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Kritik und Kunst: Eine kleine Lanze für Frank Schirrmacher
10/25/2008 09:24 PM

Butterwege, viele andere, auch der Verfasser dieser Zeilen haben in den letzten Wochen festgestellt: So massiv der Neoliberalismus unter Druck geraten ist, so deutlich die letzten Wochen zur Zäsur gerieten – die materielle Basis seiner Macht ist nicht einmal im Ansatz in Frage gestellt. Das wohlverdiente Desaster, das der Neoliberalismus geistig erlebt hat, ist, klassisch-marxistisch gesprochen, derzeit noch ein reines Überbauphänomen. Wir haben immer noch die Kanzlerin und den Bundesfinanzminister, die das Deasaster politisch zu verantworten haben. Und von einigen restlos kompromitierten Hypo Real Estate resp. KfW-Managern abgesehen hat es auch innerhalb der Wirtschaftselite keine Wechsel gegeben. Im Gegenteil: Der sog. Rettungsplan wurde überwiegend von dem Personal erstellt und durchgesetzt, das für die Deregulierung verantwortlich zeichnete und von ihr profitierte. Keine einzige Deregulierung ist bis jetzt zurückgenommen worden.

Und dennoch liegt unstreitig eine Zäsur vor, auch, wenn sie sich derzeit noch auf das Feuilleton beschränkt. Und wenn wir zu Recht – auch als Nicht-Marxisten – feststellen, wir hätten es derzeit mit einem Überbauphänomen zu tun, sollten wir im Hinterkopf haben, was Engels in seinem berühmten Brief an Bloch notierte: Selbstverständlich wird diese geistige Niederlage des Neoliberalismus – in dem sich ja nur die derzeitige Desorganisation seiner materiellen Basis wiederspiegelt - ihrerseits materielle Folgen zeitigen. Wir wissen derzeit noch nicht, welche. Aber die alte linke Diskussion, die nunmehr mit Macht zurückkehrt, und die man in Müller und Butterwege einerseits, Robert Kurz andererseits personifiziert finden mag, wird jetzt nicht mehr aufhören, und das ist gut so. Gibt es einen humanisierbaren Kapitalismus? Einen humanisierbaren Sozialismus? Oder gibt es gar, deutscheste aller Fragen, eine Synthese?

Gleichviel. Ich wollte über Kultur und Finanzkrise reden, über belanglose Überbauphänomene also. Genauer gesagt: Über die FAZ. Noch genauer: Über Schirrmachers und Minkmars Beiträge. Über Literatur, also etwas sehr flüchtiges, von dem Minkmar – ich stimme natürlich sofort zu! - wahrheitswidrig behauptet, es sei derzeit unser wichtigstes Papier. (Unser wichtigstes Papier bleibt unsere Verfassung, die übrigens ein Sozialstaatsgebot enthält...)

Dabei bin ich in einer wenig komfortablen Position. Ich könnte es mir leicht machen und beim es-immer-schon-gewusst-haben wohlfeil ranzocken. Damit hätte ich sogar Recht (nur ist es unerheblich!): Tatsächlich endete im Herbst 2008 meine jahrelange, fast jahrzehntelange Fassungslosigkeit. Mein Stottern "äh...äh...seht...äh...ihr es denn nicht?", meine Sprachlosigkeit. Denn nicht das Scheitern des Neoliberalismus, nicht das Scheitern der brave new liberalian world, nicht das Scheitern des angeblichen „Ende der Geschichte“ (verrückt, verrückt!) ist so katastrophal, sondern die klägliche Vorhersagbarkeit dieses Desasters. Ich bin kein VWLer, verstehe nichts von hedge-Fonds, und was „Leerverkäufe“ oder der „Hebeleffekt“ sind, weiß ich erst seit wenigen Wochen (streng genommen weiß ich es bis heute nicht). Aber dass eine Gesellschaft restlos aus dem Ruder läuft, wenn die oberen 10 % eine Eure-Armut-kotzt-uns-an-Party nach der anderen feiern, während über elektronische Fussfesseln bzw Arbeitsertüchtigungs-Camps für Langzeitarbeitslose schwadroniert wird, dass einer solchen Gesellschaft der Laden irgendwann um die Ohren fliegen wird, das wusste ich jederzeit.

Ich war ja nicht alleine. attac, Nachdenkseiten, Klimenta, Oliver Nachtwey, Jürgen Roth, Naomi Klein, diverse linke Gruppen, die alle haben ja argumentiert. Aber sie waren doch bloß der Gegenkaiser. Gegen den Diskursmainstream - „Reform und Selbstverantwortung versus veraltetes Besitzstandsdenken, neoliberales Denken oder Deutschlands Untergang!“ (Untergangsphantasien spielten eine große Rolle!) - hatten wir keine Chance.

Somit: Natürlich hat Michael Jäger zunächst völlig Recht, wenn er Schirrmacher antwortet:

Was man von der Politik verlangen konnte, war ein Ende der neoliberalen Deregulierung, nachdem viele Linke sie immer wieder analysiert und auf ihre im Grunde leicht vorhersehbaren Folgen hingewiesen hatten. Dies einzusehen und die Einsicht an die FAZ-Leser weiterzugeben, dafür war Schirrmacher zuständig. Darin hat er versagt und davon spricht er jetzt nicht.

Die Sache ist tatsächlich sogar noch schlimmer: Schirrmacher versteht von Ökonomie vermutlich so wenig wie ich. Versäumnisse wird man ihm dort schlecht vorwerfen können. Aber Schirrmacher versteht, dies darf mit Gründen vermutet werden, einiges vom der gesamten Debatte rund um die Postmoderne.

Er wusste und weiß natürlich, dass die Probleme der Postmoderne im wesentlichen in Nietzsches Werk vorformuliert sind, und selbstverständlich weiß Schirrmacher auch um die problematische, janusköpfige Gestalt dieses Werkes: In ihm wird bekanntlich nicht nur Sprache als ein „bewegliches Heer von metaphern“ verstanden, in ihm wird nicht nur die Welt ästhetisch gerechtfertigt, nicht nur gefordert, seinem Leben Stil zu geben, es als Gesamtkunstwerk zu organisieren...in ihm geht es nicht nur darum, die Welt als offen, nicht abgeschlossen, sich selbst als dezentral zu erleben. Nietzsches Werk enthält auch eine aggressive sozialdarwinistische Komponente, und zwar eine folgerichtige. Denn immer haben die happy few, die die selbsternannte kulturelle Elite bilden, eine Menge aus gesichtslosen (in ihren Augen gesichtslosen!) Subotniks nötig. Irgend einer muss ja schließlich die Bordrunden schmeißen.

Dass die frei floatenden Zeichen der Postmoderne nur vor der Hintergrundfolie eines zutiefst gewaltbereiten Sozialdarwinismus zu haben waren, da man sich in einer hoch-technisierten, arbeitsteiligen Welt nur dann als Abenteurer der Zeichen, als Gesamtkunstwerk, beschreiben kann, wenn genügend Muschiks „in der Tretmühle Tempo geben“ (Heinrich Böll) und kurz gehalten werden, dies musste dem Nietzsche-Kenner Schirrmacher jederzeit klar sein. Und sicherlich ist es ihm auch nicht entgangen, dass ein von allen guten Geistern verlassener Karl-Heinz Bohrer seit einiger Zeit völlig unverhohlen dazu übergegangen ist, uns per kruder Nietzsche-Rezeption den Antiterrorkrieg schmackhaft zu machen. Wenn Bildungsbürger besoffen sind... Frank Schirrmacher ist kein VWLer. Die subtilen finanztechnischen Details konnte er nicht überblicken (ich habe sie auch nicht überblickt). Aber als der Sozialdarwinismus offen ausgerufen wurde, als man sich in Wagnerianischen Untergansphantasien erging („Reform oder Untergang Deutschlands“), als Krausser, begabter Erzähler übrigens, sich über jüdische Gedenkplaketten lustig machte und ansonsten pro transnationale Konzerne, gegen den "Staat" optierte...da hätten beim geisteswissenschaftlich hoch veranlagten Frank Schirrmacher alle Alarmsirenen angehen müssen. Die Parallelen zur Kaiserreichs-Hybris, zu Thomas Manns „machtgeschützter Innerlichkeit“ waren doch förmlich mit allen Händen zu greifen! Dies zu kritisieren, wäre wirklich sein Job gewesen. Stattdessen schrieb er uns sein absurdes Methusalem-Komplott...

Ich möchte dennoch eine kleine Lanze für Schirrmacher und Minkmar brechen. Eine sehr kleine, sie ist auch mit Widerhaken versehen. Aber immerhin ist es eine. Ich will erklären, warum.

Im Gegensatz etwa zu Reinhard Mohr, der jetzt noch trotzig-bockig dasitzt, verbal im Gutsherrenton unter sich läßt (wie ein längst verarmter Adeliger, der auf dem „von“ besteht) und seine billige Pose womöglich auch noch mutig findet, räumen Schirrmacher und Minkmar, trotz einiger alberner Gegenangriffe, immerhin den zentralen Punkt ein: Der Neoliberalismus aka die Postmoderne unserer Generation war in der Tat nicht einfach nur ein Irrtum. Er war das Lebensprojekt "der 89er" – der Glaube an ideologiefreie Selbstverantwortung, der Glaube an ein Leben aus Abenteuer und Stil -, und dieses Lebensprojekt ist final gescheitert.

Das Spiel ist aus. Das Leben ist kein ständiger poetry-slam. Die Wirklichkeit ist wieder da, und sie wird brutal zufassen.

Selbstinszenierungs-Land ist abgebrannt.

Schirrmacher und Minkmar wissen es nicht nur. Sie sagen es. Laut und deutlich. "Ruin", so Schirrmacher wortwörtlich. Warten wir ab, welche Folgen ihre Einsichten haben werden.

Aber dafür, dass sie das Insolvenzverfahren über das postmoderne Projekt eröffnet haben, möchte ich ihnen denn doch eine kleine Lanze brechen. Da kann man weitermachen – ohne härenes Büßergewand, ohne Diskurs-Pranger (der bringt gar nichts, ist völlig unproduktiv), sehr wohl aber mit einer deutlichen Frage. Nämlich: Wie, um alles in der Welt, es denn wieder hat passieren können, dass Künstler und Intellektuelle – ihrem Selbstverständnis nach pro Toleranz, pro Offenheit - sich einer zutiefst gewalttätigen Ideologie derart verschrieben haben...? Das sind die Widerhaken: Diese Frage hätte ich gerne geklärt. Schirrmachers Ansatz, es sei zu reden über die Teilung der Welt in die, die Krisen erleiden, und die, die von ihnen vielleicht sogar profitierten (eine Einsicht, die sich von dem Ansatz Marxens gar nicht so weit entfernt), ist schon mal ein guter Anfang. Dafür, wenn auch mit einigen Bauchschmerzen, denn doch eine kleine Lanze...

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Principiis Obsta: 37 miserable Euros am Welternährungstag
10/25/2008 08:26 PM






AUTOR: Josu OSKOZ

Übersetzt von Isolda Bohler, überprüft von Fausto Giudice

Der Hunger, verschwiegen und ohne Zurschaustellung, tötet die, tötet diejenigen, die niemand verstaatlichen mag, früher durch das Gesetz des Marktes und jetzt durch die selektive Intervention zugunsten von den immer gleichen.

Heute, Donnerstag, den 16. Oktober, wird auf der ganzen Welt der Welternährungstag gefeiert. Seltsame und beleidigende Feier, da nach Daten der FAO die auf der Welt an Unterernährung leidende Bevölkerung im vergangenen Jahr auf 923 Millionen Menschen als Folge der Erhöhung der Lebensmittelpreise anstieg,, d.h., 75 Millionen mehr Menschen summierten sich zu denen, die schon in einer Situation chronischen Hungers lebten.

Diese Unterernährung trifft hauptsächlich Jungen und Mädchen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren (20 Millionen Kinder unter fünf Jahren erleiden schwere oder schlimme Unterernährung) und dies verschlimmert sich, da sie nicht in sehr frühen Jahren die entsprechende Nahrung für das Wachstum (tierische Proteine wie Milch, Eier oder Fleisch) erhalten. Da dies die Etappe für die Entwicklung des Gehirns ist, sind die Folgeerscheinungen extrem schlimm und diese Tausende von Jungen und Mädchen sind zu einem vorzeitigen Tod verurteilt oder zu Krankheiten, die sie ein Leben lang erleiden.

Laut einer kürzlichen Studie dauert die komplette Behandlung zur Erholung eines kleinen unterernährten Kindes sechs Wochen und kostet 37 Euros. Deshalb würde die ungefähre Gesamtausgabe zur Behandlung von Millionen von Jungen und Mädchen, die an schwerer Unterernährung leiden, nicht 3.000 Millionen von Euros übersteigen, einschließlich der kompletten Ernährungsbehandlung jedes kranken Kindes und der lokalen Produktion von notwendigen, therapeutischen Nahrungsmitteln, die sogenannte Therapeutic Food (TF): Eine Nahrung zum therapeutischen Gebrauch, Pumply Nut genannt, die 40 Mikronährstoffe besitzt, die den Unterschied zwischen Leben und Tod markieren.

Während die westlichen Regierungen Hundert Milliarden zur Rettung der Banken injizieren (deren leitende Angestellte sich einzig um den ökonomischen Gewinn und um für den Planeten unerreichbare Reichtümer anzuhäufen, sorgten), sterben Tausende Kinder vor unseren Augen aus Hunger, weil sie nicht über 37 miserable Euros verfügen. Es erscheint irrig, zu sehen wie die Banken von den Regierungen Milliarden verlangen, um den Zusammenbruch zu verhindern, vor allem angesichts ihrer traditionellen Anbetung des „freien Marktes". Barbarischer Finanzsozialismus, der Banken nationalisiert, aber Millionen Menschen zu essen verbietet: Unternehmen zu retten, die weder transparent noch verantwortlich handelten und das Recht auf gemäße Ernährung, das in verschiedenen Dokumenten des Internationalen Rechts anerkannt ist, zu verweigern.

Nichts seltsames, da die Herren der Welt schon immer für uns entschieden haben und immer außerhalb der Rechte, auch wenn sie das Gegenteil behaupten. In einem Kontext des Rückgangs der Öffentlichen Entwicklungshilfe der EU während der Jahre 2006 und 2007 (im vergangenen Jahr verringerte sich die europäische ÖEH von 0, 41 % auf 0, 38 % des BSP), erinnert uns die UNO daran, dass ein Beitrag von 30 Milliarden Dollars jedes Jahr zur Umkehrung der Tendenz nötig wären und um 2015 die Ziele des Jahrtausends zu erreichen. Kaum ein paar Brosamen, wenn wir es mit den Kosten für den illegalen Krieg – Besatzung im Irak oder mit den 700 Milliarden Dollars, auf die sich der Rettungsplan der Regierung der USA beläuft, vergleichen. Überhaupt nichts komisches, aber viel Schändliches.

Schändlich ist, dass die Manager von AIG Tausende Dollars nach der „Finanz-Rettung" in einem Hotel (die Rechnungen summieren sich auf mehr als 400.000 Euros) ausgeben oder, dass das ebenfalls „ausgelöste" Fortis fünfzig Personen ins teuerste Restaurant Monacos, für 6 000 alte DM pro Gedeck, einlädt. Verdammenswerte gewissenlose Bande der erbärmlichen Aufgabe geweiht, immense Reichtümer anzuhäufen, die jetzt nach dem Vater Staat schreien und nachdem sie die Milliardeninjektion vom Staat bekommen haben, treiben sie ihre schamlosen Feiern vor den Augen von Millionen Hungernden. So viel Niederträchtigkeit und Prahlerei schmerzt.



Der Hunger, verschwiegen und ohne Zurschaustellung, tötet diejenigen, die niemand verstaatlichen mag, von niemandem naturalisierten, vorher durch das Gesetz des Marktes und jetzt durch die selektive Intervention zugunsten der immer selben. Aber für dijenigen, die nicht sterben, bauen wir Mauern und Drahtverhaue, die ihre Ankunft verhindern sollen und für die bereits unter uns Lebenden wenden wir Ausweisungsprozeduren an, „immer die Menschenrechtsgesetze achtend".

Vor kurzem klagten Intellektuelle aus der ganzen Welt die Grausamkeit der sogenannten Direktive der Schande an und erinnerten uns daran, dass die überhaupt nicht unschuldige Amnesie verhindert, dass sich Europa daran erinnert, es würde nicht das Europa sein, ohne die billige Arbeitskraft von außerhalb und ohne die Dienstleistungen, die ihm aus der ganzen Welt geleistet wurden. Europa wäre nicht Europa ohne die Metzeleien an den Eingeborenen aus Amerika und ohne die Sklaverei der Kinder Afrikas, um nur ein paar vergessene Beispiele zu nennen. Europa müsste die Welt um Verzeihung bitten, oder zumindest sich bedanken, anstatt durch Gesetz die Jagd und die Bestrafung der Arbeiter und Arbeiterinnen abzusegnen, die auf ihrem Grund und Boden vom Hunger und den Kriegen, die ihnen die Herren der Welt schenkten, vertrieben ankommen."


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Quelle: http://www.gara.net/paperezkoa/20081016/101457/es/37-miserables-euros-Dia-Mundial-Alimentacion

Originalartikel veröffentlicht am 16.10.2008

Über den Autor

Isolda Bohler und Fausto Giudice sind Mitglieder von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer, der Prüfer als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=6137&lg=de

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Radio Utopie: Neue Shoutbox und Archiv bis 2006
10/25/2008 08:24 PM

TheBigPictureJa, es war schwierig mit dem Radioseite, für Nachrichten unserer DJs, aber auch unserer registrierten Leser und Hörer.

Nach der Umstellung von wordpress auf Gründung der Unabhängigen Medienstation Radio Utopie im Januar 2007 auf anderen Zeitungen erschienen waren, in unser neues Archiv zu integrieren. Es reicht nun bis zum ersten erschienenen Artikel Ende 2005 zurück. Es kann per Datum zuerst über die Überschriften gesucht werden, was bei längerer Recherche sehr viel einfacher ist.

Natürlich haben alle registrierten Leser von Radio Utopie II auch bei Radio Utopie III ihren alten account, müssen nur wegen der veränderten software aus Sicherheitsgründen ihr Passwort über die Abfrage "Passwort vergessen" beim Einloggen selbst neu wählen.
http://www.radio-utopie.de/serendipity_admin.php?forgotpassword=1

Beste Grüsse von der Brücke.

und vorher:

17.10.08 Radio Utopie III gestartet: Die Unabhängige Medienstation in neuer Version

20.12.2007 Radio Utopie II ist ON..

05.01.2007 Radio Utopie - die Medienstation geht jetzt mit eigener Zeitung online

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Radio Utopie: Crisi finanziaria, privatizzazioni, guerra.
10/25/2008 08:24 PM

Quattro amici, A, B, C e D giocano una partita a poker. 


A dice a B: " Prestami dei soldi, cosí posso continuare a giocare". B risponde: "Soldi non ne ho nemmeno io, ma ti posso prestare i debiti che C ha con me". "Benissimo, risponde A, se perderò anche quelli ti risarcirò coi debiti che D ha con me".


Domanda: quanti soldi ci sono sul tavolo?

Esatto. La stessa somma è quella scritta ora sui bilanci delle banche che si sono prestate soldi fra loro aprendo crediti assicurati con le cambiali ancora da pagare di milioni di mutui a clienti per lo piú insolventi. In pratica non hanno fatto altro che giocare la loro partita a poker con poste sempre piú alte, il tutto rigorosamente scritto nei libri contabili digitali, fino a quando la cifra di questo vero e proprio pozzo di San Patrizio ha superato di migliaia di volte le cifre della finanza reale, cioè il valore delle merci prodotte in tutto il mondo. Come e quando verrá pagato tutto questo plusvalore creato dal nulla? La risposta realistica è: mai. Lo sanno benissimo banchieri e politici di tutto il mondo, ma il crollo del sistema finanziario fondato sugli interessi e sulla fantasia criminale illimitata è ovviamente l'ultima delle cose che desiderano. Il mafioso che vende opzioni chiamate "Junk bond" (titolo spazzatura) del suo casinò a Las Vegas a condizioni da strozzino, viene prima o poi ammanettato dal FBI e portato in carcere per il resto della sua vita, se lo stesso tipo di operazione viene intrapresa da una banca con tanto di prospetti illustrati e testimonial politicamente corretti, queste vengono offerte senza il minimo scrupolo ad ogni sportello bancario a pensionati, casalinghe e impiegati. In questa crisi finanziaria, tonnellate di titoli spazzatura sono finiti nelle casse di fondi pensionistici, casse comunali, provinciali e regionali di mezza Italia. Come nella nostra partita di poker, il debito aumenta ad ogni giro e alla base del debito non c'è nulla se non tante cifre allineate su fogli di carta senza valore se non per i partecipanti al gioco. Il giorno stesso che uno dei giocatori dovesse abbandonare il gioco, il castello di carta e di bugie crolla. Piú banche e piú Stati sono coinvolti e piú grande la crisi. Se teniamo presente che una gran parte del debito pubblico americano è depositato in banche cinesi, arabe ed europee, allora abbiamo un'idea approssimativa della posta in gioco. A questo punto, ogni Stato per sé o con i suoi alleati cercherà di salvare il salvabile con piani di emergenza e finanziamenti straordinari alle banche di casa sua. Se si riesce a chiudere il buco che si è creato, grazie all'emissione di nuove obbligazioni, buoni del tesoro e tutto quello che lo strumentario monetario loro permette, possiamo tornare a respirare. In realtá questi provvedimenti non fanno altro che ricapitolare i debiti sulle spalle dei nostri figli e dei figli dei nostri figli con la speranza di trovare una soluzione nei prossimi anni o di creare una nuova bolla finanziaria dalla quale uscire questa volta vincitori.


Giá, perché il fatto è che in tutta questa storia non ci sono solo perdenti, ma, lontano dai riflettori, anche un pugno di vincitori. I vincitori sono coloro che in ultima istanza hanno nei loro caveau la cambiale impossibile da pagare firmata dai governi di tutto il mondo. Questi sono i veri padroni, i potenti, l'istanza occulta che manovra la politica delle nazioni di tutto il mondo. A questo punto, nel tentativo di pagare la propria cambiale e resisi conto che gli introiti ordinari dello Stato non basteranno mai ( ci sono interessi e interessi sugli interessi che lasciano lievitare il dovuto verso l'infinito), i governi cominciano a tagliare i finanziamenti per la sanitá, i servizi sociali, la scuola e tutto ció che non serve direttamente la produzione, condannata a crescere di continuo se si vuole sbarrare la strada alla bancarotta ormai alle porte. Lo Stato comincia a vendere tutto ció che possiede, terreni, immobili, partecipate e alla fine anche le infrastrutture: autostrade, ferrovie, acquedotti, societá elettriche: TUTTO.


Domanda: indovinate chi sono gli acquirenti!!!


A seguito dei tagli sulla spesa pubblica, si diffonde il malcontento e il disagio sociale. Studenti scendono in piazza, massaie e pensionati protestano, operai scioperano. La situazione diventa sempre piú drammatica e nessun Governo in queste condizioni puó permettersi uno stop della produzione. Arriva la polizia, aumentano le pene, si vietano gli scioperi, si formulano nuove leggi speciali. Siamo ormai lanciati verso la dittatura e il fascismo. La prima causa del fascismo e della dittatura sono quindi il cumulo enorme di debiti collezionati dallo Stato e il tentativo disperato di uscire dalla schiavitú finanziaria. A fronte di tutto questo si fa sempre piú forte la pressione di quelle nazioni prestanome delle banche che hanno nel proprio caveau la cambiale firmate da questi Governi sfortunati. Se non ci sará la disponibilitá ad accettare compromessi-capestro dalle suddette nazioni, queste scopriranno che a casa vostra avete nascosto il piú pericoloso terrorista del pianeta o che nelle vostre fabbriche si costruiscono Armi di Distruzione di Massa. Oppure che il sistema politico nato a causa del ricatto finanziario ha raggiunto livelli di orrore tali da richiedere l'intervento dei paesi liberi per riportare la democrazia. Insomma, o accettate la schiavitú o vi ritrovate la guerra in casa.


Con la guerra vengono distrutti capitali immensi, quindi il foglio di carta sul quale i giocatori di poker avevano scritto diligentemente l'ammontare delle proprie puntate viene distrutto e il gioco puó ricominciare da zero.


Da zero?


Non proprio. Autostrade, ferrovie, fabbriche che prima erano "cosa pubblica" sono finite in poche mani private, le stesse mani che hanno guadagnato tonnellate di oro ( la carta-moneta in tempi di guerra non la vuole nessuno) dalla vendita di armi che alla fine della guerra verranno raccolte e distrutte a spese del contribuente per fare posto a nuove armi, piú sofisticate e piú costose, da fabbricare in attesa di una tragedia sempre piú grande della precedente.


A questi Signori del Mondo, veri padroni, i potenti, l'istanza occulta che manovra la politica delle nazioni di tutto il mondo, lasciatemi ricordare un principio elementare:


" Tutti gli uomini sono stati creati uguali,  essi sono dotati dal loro Creatore di alcuni Diritti inalienabili, che fra questi sono la Vita, la Libertà e la ricerca delle Felicità; che allo scopo di garantire questi diritti, sono creati fra gli uomini i Governi, i quali derivano i loro giusti poteri dal consenso dei governati; che ogni qual volta una qualsiasi forma di Governo, tende a negare tali fini, è Diritto del Popolo modificarlo o distruggerlo, e creare un nuovo governo, che ponga le sue fondamenta su tali principi e organizzi i suoi poteri nella forma che al popolo sembri più probabile possa apportare Sicurezza e Felicità".


 


Non è una frase presa dal proclama di una pericolosa organizzazione terroristica, ma l'inizio della Dichiarazione di indipendenza degli Stati Uniti d'America.

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Freeman: Die Wahlfälschung in Amerika hat bereits begonnen
10/25/2008 08:21 PM
Viele Wahlbeobachter der Präsidentschaftswahl in den USA befürchten, dass auch diese Abstimmung nicht den Volkswillen darstellt, sondern wieder manipuliert wird, wie die vergangen beiden "Wahlen" von Bush, der eindeutig nicht gewählt wurde, sondern nur durch Wahlbetrug an die Macht kam.

Tatsächlich haben die ersten Frühwähler Unregelmässigkeiten bei ihrer Stimmabgabe festgestellt. Die Wahlcomputer registrierten ihre Stimme nicht richtig.

So haben Wähler in West Virginia sich darüber beschwert, dass die Wahlmaschinen der Firma ES & S ihre Stimme für die Demokraten, als die für die Republikaner registriert haben.

Calvin Thomas aus Ripley, ein pensionierter Industriearbeiter, sagte, als er versuchte Barack Obama zu wählen, registrierte die Maschine seine Stimme für John McCain. Er sagte, bei seiner Tochter passierte das selbe.

Sie haben dann einer der Wahlhelfer aufgefordert, dies zu korrigieren, aber Thomas sagte, er ist besorgt, viele Wähler werden diesen Fehler nicht merken.

In Tennessee war das Problem scheinbar umgekehrt. Mindestens drei Wähler beklagten, das auch bei ihnen die ES & S Wahlcomputer ihre Stimmabgabe für McCain, in eine für Obama umtauschte.

Diese „Wahlumkehr", wie dieser Fehler bezeichnet wird, ist ein bekanntes Problem mit elektronischen Wahlmaschinen. Es ist ziemlich beängstigend, für jeden der eine echte demokratische Wahl erwartet.

Wie ich bereits in mehreren Artikeln hier und hier geschrieben habe, ist eine elektronische Stimmabgabe sehr gefährlich, da sie einer Wahlfälschung Tür und Tor öffnet. Nicht der Wähler entscheidet wer gewählt wird, sondern der Hersteller oder Programmierer der Geräte, oder wer immer die Maschinen verändern kann oder unter seiner Kontrolle hat.

Das Problem liegt darin, es gibt keinen Papierbeleg mehr, mit dem man die Stimmen nachprüfen und nachzählen kann. Was immer die Maschine am Schluss für ein Resultat anzeigt, muss geglaubt werden.

Die Verhinderung einer Wahlfälschung ist nur möglich, wenn man wieder zum bewährten Abstimmungszettel zurückehrt, bzw. nie die elektronische Wahl einführt. Jeder der sich Sorgen um unsere „Demokratie" macht, auch in Europa, sollte unbedingt darauf achten, dass in seinem Wahlbezirk niemals elektronische Wahlcomputer benutzt werden. Das wäre sonst das Ende der Demokratie.

Ob wir überhaupt eine haben, ist wieder eine andere Frage.

Homer Simpson zeigt, was mit Wahlcomputern alles passieren kann ;-) [Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Bravo, Schweiz, Schengen soll fallen
10/25/2008 07:53 PM

“Die Schweiz ist nach eigenen Angaben bereit für den noch in diesem Jahr geplanten Wegfall der Grenzkontrollen zu Deutschland und den anderen Schengen-Staaten. Justiz- und Polizeiministerin Eveline Widmer-Schlumpf sagte am Donnerstag bei einem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg, ihr Land habe die nötigen Voraussetzungen erfüllt. Noch vor Weihnachten könnten die Grenzkontrollen wegfallen”, schreibt n-tv.

Das ist ein wirklich gutes Angebot für alle Steuerflüchtlinge. Endlich ohne Kontrollen die Geldkoffer tonnenweise über die Grenze bringen können und das rechtzeitig vor Beginn der Abgeltungssteuer. Huhu, Herr Steinbrück, das war’s dann mit der schwarzen Liste! Hahahaha!

Frage an die Leser: ich würde gern ein Geldtransportunternehmen aufmachen. Geschäftsidee: “Wir bringen für Sie risikolos die Papierbündel aus Deutschland zu Schweizer Banken!”.

Papierverbringung GmbH & Co Kg mit Sitz in Luxemburg!

( Hinweis: gelb, wie die FDP )

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Urs1798: Bandbreite
10/25/2008 07:42 PM
In Bochum sind sie wohl ganz verblödet, diese Ansicht habe ich bekommen, nachdem ich den Bericht von Wojna gelesen habe. Ich hatte mal die Gelegenheit mich mit Torben und Wojna zu unterhalten und weiß sehr gut welche Ansichten und Meinungen sie vertreten. Und das sollte auch jedem selbstständig denkendem Menschen bewußt sein. Aber es reichen [...][Link] [Cache]
politplatschquatsch: Zuhause ist es doch immer am unentschiedensten
10/25/2008 07:29 PM
Alles Böse wird in Halle derzeit vor dem Stadion geparkt: Nach Unruhen und allerlei Unbotmäßigkeiten auf den Fantribünen verhängte der Regionalligist vor Wochen in höchster Not Stadionverbote gegen ein halbes Hundert seiner Fans. Die campieren seitdem bei jedem Heimspiel unter einem Banner "Saalefront - Ultras, Sektion Stadionverbot" auf ein paar Partybänken draußen vor dem Stadion.

Die Mannschaft des zusehends von sich selbst überraschten Tabellendritten aber zeigt sich solidarisch: Auswärtsspiele werden zuverlässig gewonnen, Heimspiele aber konsequent Remis gespielt. Niemand verpasst viel, wenn er draußen sitzen muss. Auch im fünften Auftritt im eigenen Haus bleibt es dabei - der alte Rivale Chemnitz, seit mehr als vierzig Jahren ebenso unglamourös und titellos wie der HFC unterwegs, betritt den Rasen, übersteht nach zwei Minuten die erste Großchance des Gastgebers, bekommt im direkten Gegenzug nach drei Minuten einen Strafstoß zugesprochen, schießt in der vierten Minute das Führungstor. Und konzentriert sich nun wie alle Mannschaften, die nach Halle kommen, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen, darauf, das Spiel nur ja nicht mehr zu verlieren.

Das ist nicht besonders schwer. Die Elf von Trainer Sven Köhler, der früher selbst in Chemnitz spielte, das damals wegen der versuchsweisen Einführung der klassenlosen Gesellschaft in einem Teil Deutschlands noch "Karl-Marx-Stadt" heißen durfte, ist zwar seit acht Ligaspeilen ungeschlagen. Von vier Heimspielen aber gingen drei Unentschieden aus.

Ein Traum für jeden Sportwetter, der noch nicht wegen illegalen Glückspiels verhaftet wurde, wie am Vorabend der Begegnung sieben Männer in der halleschen Innenstadt. Zehn Euro auf Remis bei der üblichen Remis-Quote von dreikommazwei brachte bis vor dem Chemnitz-Spiel einen Gesamtgewinn von rund 320 Euro.

So schnell das Geld an der Börse verschwindet, so eilig taucht es hier auf. Nach dem erwarteten Rückstand spielt nur noch der HFC, dessen Torgarant Nico Kanitz nach einem Foul an Stark in der 28. Minute endlich alles klar machen darf. Wie auf der Gegenseite: Strafstoß, Torwart chancenlos, Ausgleich.

Die übrigen 60 Minuten werden kurzweilig, aber ohne Veränderungen am Ergebnis gefüllt. Halle stürmt, so gut es kann, Sturmtank Thomas Neubert verstolpert, was immer in Strafraumnähe noch vielversprechend aussieht. Und der Chemnitzer Schlußmann Klömich nimmt das Tempo konsequent aus dem Spiel, in dem er mit jedem gefangenen Ball minutenlang innig kuschelt, ihn prüfend drückt und vor jedem Abschlag kundig Rasenpflege betreibt.

Dem Schiedsrichter ist das recht, den 2400 auf den Rängen auch. Zuhause ist es doch immer am unentschiedensten, so ist am Ende niemand zufrieden und keiner unzufrieden. Aus den diesmal eingesetzten 320 Euro sind mit dem Remis 960 geworden Bei einer Wettquote von 3,2 muss der HFC nun nur noch die nächsten zwölf Heimspiele Remis spielen, und aus dem ursprünglich eingesetzten Zehn-Euro-Schein werden ziemlich genau zehn Millionen geworden sein.

Genau die zehn Millionen Euro, die in Halle gerade verzweifelt gesucht werden, weil ihr Fehlen den Bau eines neuen Stadion verhindert.[Link] [Cache]
Update (25.10.08, 18:00) Pro-Köln: Nur nicht gleich, nicht auf der Stell', denn bei der Post geht's nicht so schnell
10/25/2008 07:29 PM
Je, ist es denn die Möglichkeit? Auch die Deutsche Post ist anscheinend zu unserer "Bürgerbewegung" voll gemein und will 300.000 Exemplare einer Zeitung nicht transportieren, mit denen unsere Abendlandsretter die Kölner Bevölkerung aufklären wollten, z.B. über den bösen Türkenschramma. Dazu hatte man eine schöne Postwurfsendung zusammengestellt. Und was macht die Post?




Schreibt solche richtig fiesen Briefe.

Ja, das ist jetzt natürlich unschön. Aber hier hilft unser Lieblings-Ex-Elitepolizist weiter. Denn man kann sich wieder an den belgischen Freunden ein Beispiel nehmen: in Antwerpen hat man letztes Jahr auch ein Blättle zu verteilen gehabt. Und da sind die Mitglieder bei minus drei Grad losgegangen und haben das selber in die Briefkästen gesteckt - unser Lieblings-Ex-Elitepolizist, immerhin Ehrenmitglied von Pro Köln vorneweg. Wie er berichtet, fördert das erstens den Teamgeist, zweitens kommt man so zu netten Gesprächen.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden, denn man hat ja Verstärkung für "kreative Aktionen", wenn man der links stehenden Ankündigung glauben darf. Wobei die Chronistenpflicht gebietet, zu sagen, dass die entsprechende Passage einige Zeit später so aussah wie rechtsstehend. Die Screenshots habe ich bei unserem hintersinnigen Schwaben gesehen.


Aus rechtlichen Gründen bin ich natürlich verpflichtet, mich von allem, was ich hier verlinkt habe, zu distanzieren und festzustellen, dass ich für den Wahrheitsgehalt sämtlicher verlinkten Seiten keinerlei Garantie abgeben kann. - Sollte jemand in Köln allerdings einen PI-ler bei der Postwurfsendung treffen, führt ein nettes Gespräch. Das können sie gut gebrauchen.

update: Bei PI wird die kreative Lösung auch diskutiert:

#2 Islamophober (23. Okt 2008 17:17)

GUTER TIP AN PRO KÖLN - geht zum ARBEITSAMT. Dort gibts jede Menge Leute, die die Schnauze von der verlogenen Politik voll haben. Bestimmt einige Pi-Fans! Die werfen die Briefe zu wesentlich günstigeren Konditionen in die Briefkästen!


und:
#9 Valentino (23. Okt 2008 17:36)

Bislang hatte ich die Deutsche Post AG immer bevorzugt? Warum eigentlich? Wegen der privaten Sklaventreiber? Egal - von jetzt an wird die DPAG gemieden, wo es nur geht!


und ein bißchen Homophobie darf es auch noch sein:

#23 Hausener Bub (23. Okt 2008 22:22)

Leicht OT:

http://www.ksta.de/html/artikel/1224712903775.shtml

Neuartige homosexuelle Hausgemeinschaft

Im Kölner Multikulti-Stadtteil Ehrenfeld soll in den kommenden Monaten ein Mehr-Generationenhaus für Homosexuelle entstehen. Die GAG Immobilien AG ist Bauherrin des 6,7 Millionen Euro teuren Projekts.

Ehrenfeld - Die „Vielfalt in Ehrenfeld" - oft wurde sie in den Reden beschworen, die am Mittwoch bei der Grundsteinlegung für die „Villa anders" zu hören waren.

Das Spektrum im Stadtteil machte Sozialdezernentin Marlis Bredehorst deutlich, als sie sagte: „Das ist gelebte Vielfalt - von der repräsentativen Moschee bis zum schwul-lesbischen Mehrgenerationen-Wohnhaus."

Manche lieben's heiß…

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Mein Parteibuch Blog: Nachrichtenüberblick im News Flash
10/25/2008 07:22 PM

Falls jemand Lust hat, sich ganzen Meldungen, die durch den Parteibuch Ticker und die dazugehörenden Sidebars rauschen, auf einer Seite anzuschauen, so gibt dafür im Parteibuch nun die Seite News Flash.

Im News Flash gibt es im Gegensatz zum Parteibuch Ticker nicht nur Meldungen mit freizügigem Copyright aus alternativen Nachrichtenquellen von unten. Dafür rauschen im News Flash täglich Hunderte von bemerkenswerten Meldungen durch. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Verbesserungsvorschläge.

[Link] [Cache]
SaarBreaker: Die Wahrheit über die Finanzkrise
10/25/2008 07:18 PM

Die Linke gehört nicht gerade zu meiner Partei, die ich jetzt noch wählen würde. Denn Oskar Lafontaine hat gerade das Saarland schon einmal verraten, indem er das Handtuch geworfen hat, dennoch, seine Rede über die Finanzkrise ist die volle Wahrheit und darf deshalb hier nicht fehlen.

Gefunden bei Jochen, dem es wie mir auch entgangen war. Nachdem ich aber hin und wieder (täglich) Duckhome lese, habe ich Oskars Rede auch hier verewigt.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Tammox: Es weihnachtet sehr!
10/25/2008 06:40 PM
Hurrah, der Herbst ist da.
Während draußen noch die Sonne scheint und man kaum jemand in einer Jacke umher stromern sieht, hat mal wieder unbemerkt ein jahreszeitenwechsel stattgefunden:
Am 22. September 17:44 MES begann die dritte Jahreszeit und dauert auch noch bis zum Winter (Beginn: 21. Dezember 13:04 MEZ) fast zwei Monate an.

Nebenbei bemerkt - WER rechnet das eigentlich auf die Sekunde genau aus? Und WARUM?
OK, das sei mal schnell erklärt:
Ein tropisches Jahr (ist definiert als der Zeitraum, in dem die mittlere Länge der Sonne auf der Ekliptik um 360° zunimmt) dauert 365,24219052 Tage = 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten, 45,261 Sekunden.
Krumme Zahl - daher verschiebt sich der Anfang einer Jahreszeitjährlich um durchschnittlich sechs Stunden - die Jahreszeiten rücken also vor. Da hat der liebe Gott etwas unmathematisch geschludert bei der Erschaffung der Welt.
Das überkompensiert dann ein Schaltjahr - dieser zusätzliche Tag ist nämlich wieder ZU LANG. Im Mittel rückt daher der Beginn der Jahreszeiten um 44 Minuten VOR? Alles klar?

Dieses VORRÜCKEN hat insbesondere die Lebensmittelindustrie außerordentlich gut adaptiert.
Gerade guckt man noch auch hochsommerliche Rekordtemperaturen und schleppt sich schwitzend in einen Supermarkt, um sich eine Erfrischung zu kaufen und muß schon um gigantische Stapel von Lebkuchen, Schokoladenweihnachtsmänner und Dominosteine mäandern.

Der Glühweinoverkill beginnt schon im Sommer.

Mich irritiert es schon zur sich auf dem Nachbarbalkon sonnenbadenden Barbusigen „Stille Nacht" aus dem Radio zu hören.
Auf nichts ist mehr Verlass - am wenigsten auf Petrus, der seinerseits die Monate offenbar vollkommen durcheinander gebracht hat.
Da erlebt man den Juni schon im März, einen August im Mai und jetzt schient gerade der April nachgeholt zu werden.

Glücklicherdings gibt es NOCH den einen Rettungsanker der Stabilität - unsere KIRCHEN!
An dem Anschwellen der Bettelbrief-Menge erkennt man klar das bevorstehende Weihnachten.
Einiges ist liegt auch hier im Argen - so habe ich 2008 sage und schreibe ACHT mal aufwändig produzierte Bettelattacken der St Josefs Indianer über mich ergehen lassen.
Jene Katholen, die sich so gerne in Amerika um Kinder kümmern.
Was nicht gerade überraschend ist für amerikanische Katholiken.
Ich habe ihnen jeweils zurück geschrieben und wohlwollenden Rat erteilt:
Reduziert doch einfach ein bißchen das Befummeln und Penetrieren von kleinen Jungs.
Die Prozesse sind immer so teuer und müßten nicht Milliarden Dollar der amerikanischen katholischen Kirche als Schmerzensgeld für all die durchgefickten Messdiener aufgebracht werden, bräuchten diese jetzt nicht bei atheistischen Hamburgern um mehr Geld betteln.

Aber auch mich hört ja keiner.

Aktuell habe ich hier einen Jammerbrief von Schwester Michaela Kim von den „ Schwestern Maria".
Selbstlos wie sie ist, schickt sie mir gleich zwei „Geschenke":
Erstens einen Bogen mit christlichen Kitsch-Weihnachtsaufklebern (schon immer mein innigster Herzenswunsch) und zum anderen EINEN CENT!
Diesen will sie mit mir teilen!
Wie großzügig.
Aber, die Münze sei „nur ein Symbol" - Außerdem gäbe sie mir: „Die Zuneigung von vielen tausend Kindern, die sonst kein Zuhause hätten und die nicht überleben könnten, gäbe es auf dieser Welt nur die Gleichgültigen"
Ziemlich perfide - da wird mit großäugigen Kleinkindern an das schlechte Gewissen appelliert und gleich noch drohend die imaginäre Keule geschwungen:
Überweist man nicht sofort EUR-viel (Überweisungsträger ist vorgedruckt) gehört man also auch zu den Gleichgültigen und ermordet damit gleich tausend Kinder!

Kinder zu ermorden ist - laut Schwester Michaela - nicht gut.
(Schön, daß ich das jetzt weiß…)
Und falls das jemand nicht sofort kapiert, wird gleich noch die Erklärung mitgeliefert:
„Alle Kinder sind eine Gabe Gottes"
Hmmmm, wenn man dem Gedanken folgt, muß ich doch sagen, Gott, da müßtest du noch mal üben. Das Gabenverteilen läuft bei Dir irgendwie suboptimal.
Vielleicht solltest du die nicht immer dahin geben, wo man nichts zu Essen hat - du weißt doch sicher auch, daß täglich fast 20.000 Kinder verhungern.
Schließlich kommen die doch alle wieder postwendend bei dir im Himmel an.
Ist es so klug jemanden etwas „zu geben", das er tagtäglich wegwirft?
Denk doch noch mal drüber nach, alter Mann.
Verteile die Kindergaben doch etwas besser - Deutschland und Japan hätten gerne mehr von deinen Gaben zum Beispiel. Aber hau' doch nicht deine ganze Kindermach-Energie zweckfrei über Nordkorea und der Sahelzone raus!
Wenn da noch Fragen sind, kannst du mich gern mal anrufen; ich erkläre das dann noch mal anhand eines Globus. Das ist dieses runde Ding übrigens - ich weiß schon, ihr Kirchenleute und Jenseitigen habt da ein paar Schwierigkeiten.

Zurück zu Schwester Michaela; ihr Brief an mich endet mit dem Satz:
„Möge Ihre Geldbörse niemals so leer sein wie manchmal die meine!"
Das finde ich ja nun nett - aber auch dazu ein Tipp:
Statt Porto und Geschenke für Atheisten aufzuwenden, würde ich an ihrer Stelle mal lieber vor der eigenen Tür kehren.
Immerhin überweist der deutsche formell säkulare Staat schon jährlich 12-14 Milliarden Euro an die deutschen Kirchen.
Bekanntlich hat beispielsweise ein Bischof (€ 10.000 vom Steuerzahler aufgebrachtes Monatsgehalt) auch nicht die Geldbörsenprobleme wie Sie.
Überhaupt hat man ja nicht den Eindruck, daß im Vatikan die Armut ausgebrochen ist - Hermelin und Goldbestickte Kleidchen sind da noch üblich!

Ein letzter Tipp: Beauftragen Sie eine bessere Werbeagentur für die fingierten Lebensläufe der Kinder, mit denen Sie werben.
So richtig hipp ist das nicht, wie die schreiben:

Marco-Manuel,14, aus Bicol:
So kam ich zu den »Marienschwestern«. Anfangs vermißte ich die Straßenkinder, die ihre Einsamkeit mit mir geteilt hatten. Aber nun vergesse ich die traurigen Ereignisse allmählich. Erst hier habe ich erfahren, wie es ist, von Menschen und von Gott geliebt zu werden.

Renato, 17, Manila: Ich verließ die schlechte Gesellschaft und tat nichts Schlimmes mehr. Außerdem besuchte ich jetzt die Messe, wie früher. An einem Sonntag in der Kirche hörte ich von den »Schwestern Maria«. Am folgenden Morgen ging ich dorthin und fragte, ob ich hier leben dürfte. Ich wurde angenommen und war sehr glücklich,…, Ich bin froh, denn diese Schule hat mich ganz sicher zu Christus geführt.

Julius
, 15, aus Silang: Eigentlich wünsche ich mir nichts weiter zum Geburtstag, als daß ich noch eine Zeitlang hierbleiben darf bei Schwester Lydia und den anderen, mit denen ich das Zimmer teile. (Wir sind vierzig in der Familie und nennen uns nach dem Heiligen Bonifatius.) Einmal, als ich am Grab von Pater Aloysius betete, fühlte ich mich so gut und konnte gar nicht sagen, was mit mir geschieht dank all diesen Menschen, die mir gut sind und die mich nicht einmal kennen.


Das Missionieren hat ja schon mal geklappt - noch mehr unschuldige Kinder indoktriniert.
Statt ihnen beizubringen am Grab des Ordensgründers der Mariaschwestern zu beten, wünschte ich Ihnen eine gesundes Selbstvertrauen und möglichst großen Abstand von katholischer Dopplmoral.[Link] [Cache]
Wut!: Versuchter Justizmord in der BRD
10/25/2008 06:36 PM

Unverändert sei hier die folgende Presseerklärung des Erwerbslosen-Forums Deutschland vom 24. Oktober 2008 wiedergegeben:

Fragen über den Tod des Vaters unerwünscht — Deshalb drei Wochen Haft

Gericht verhängt einen utopischen Tagessatz, den ein Hartz IV-Bezieher nicht bezahlen kann

Hartz IV-Bezieher und Mitglied des Erwerbslosen Forum Deutschland, Bruno S.* (Freiburg) stellte wiederholt unbequeme Fragen an den Ortsvorsteher eines Vorortes von Freiburg und Mitarbeiter der ARGE-Hochschwarzwald, XY. *. (CDU). Per einstweiliger Verfügung wehrte sich der und sorgte damit am vergangenen Samstag für die Verhaftung des schwer kranken S.. Wegen eines Formfehlers kam es jedoch nicht zur Inhaftierung. Polizei und Gerichtsvollzieher überließen den schwer kranken Menschen, der dringend Medikamente benötige und kein Geld dabei hatte, sich selbst. Mit Mühe und Not schleppte sich S. über 12 Kilometer nach Hause

* Namen von der Redaktion geändert (Hinweise am Ende des Textes)

Freiburg/March — “Wieso haben Sie nicht einmal die Familie informiert, als Sie meinen Vater ins Krankenhaus brachten und er dann drei Wochen später starb?” Für diese Frage wurde Bruno S. am Samstag verhaftet. Das Amtsgericht Freiburg hatte ihm verboten diese Frage an einem Ortsvorsteher (CDU) in der Nähe von Freiburg und Beamten der Arbeitsagentur zu stellen. Damit sollte wohl ein Exempel statuiert werden. Hartz IV-Bezieher Bruno S. soll sich damit zufrieden geben, dass der Beamte einer Hartz IV-Behörde die Aussage zu seinen Aktivitäten um den Tod des Vaters (G. S. ) verweigert und sich ausdrücklich auf sein Schweigerecht beruft.

Das Drama begann mit dem Todesfall im September 2002 und findet den Höhepunkt am vergangenen Samstag. Bruno S. wurde am Morgen 18.Oktobers 2008 verhaftet und in die Freiburger JVA verbracht. Das Ziel, S. zum Schweigen zu bringen wurde über einem juristischen »Trick« erreicht. Der ALG-II Bezieher wurde einem utopischen Ordnungsgeld von 100,- €/Tag - i.W. einhundert, 2.000 Euro und 5.000 Euro Sicherheitsleistung oder 20 Tage Gefängnis verurteilt. In der JVA stellte sich jedoch heraus, dass der Gerichtsvollzieher keinen ordentlichen Haftbefehl beantragt hatte und S. musste sofort wieder frei gelassen werden. Weder Polizei, noch Gerichtsvollzieher sorgten für die Rückreise des schwer kranken Bruno S. und überließen ihn für sich selbst, obwohl bekannt war, dass er keine Medikamente gegen seine Diabetes eingenommen hatte. Die Polizei behauptete, dass sie ihn nicht mehr mitnehmen dürfe. S. wies mühselig darauf hin, dass er krank sei und keine Möglichkeit habe alleine nach Hause zu kommen. Doch die Polizei stellte selbst eine einfache Diagnose: “Auf mich machen Sie einen normalen Eindruck” und ließ den Diabetiker einfach stehen. Der Feierabend schien wichtiger. Dabei war der Polizei die gesundheitlichen Probleme bekannt. Bruno S. hatte auf der Fahrt mehrere Erstickungsanfälle und ein Polizist saß ihm gegenüber. Ebenfalls lag dem Polizist eine seit August fortdauernde Krankmeldung vor. In einem sehr schlimmen Zustand wurde er dann von Bekannten zu Hause angetroffen, der ihn erstmal versorgte und für Hilfe sorgte.

Es war für das Gericht völlig klar, dass Bruno S. die verhängte Strafe von einem Tagessatz zu 100 Euro nicht aufzubringen konnte. “Allein die Festsetzung der Höhe halten wir für rechtswidrig, weil kein Sozialleistungsbezieher jemals einen so hohen Tagessatz aufbringen kann. So wird man unbequeme Frager los. Es entsteht der Eindruck, dass auf Beamtenkollegen untereinander Verlass ist”, sagte Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Bruno S. ist auf dem Weg zur Wahrheit sehr weit vorangekommen. So konnte er beweisen, dass sowohl der Anwalt und Schwiegersohn des CDU Politikers, sowie XY., Finanzbetreuer des Vaters von Bruno S., die Hinterbliebenen jahrelang belogen hatte. Ebenso wie er zunächst das Landgericht belogen hatte, er jedoch mit seinen eigenen Unterlagen überführt wurde (Nov. 2004).

So wurde auch der Beamte überführt. Der Vater von Bruno S. war gar nicht so plötzlich verstorben, wie der Politiker dies verbreitet hatte. Der Vater kämpfte mindestens sechs lange Tage gegen den Krebstod. Der Politiker und Arbeitsagenturmitarbeiter XY. hatte jedoch angeblich keine Zeit die Familie zu informieren. Er gab vor, von alledem nichts gwußt zu haben.

Neue Unterlagen beweisen jedoch, dass er als Betreuer aktiv war, bereits vor dem Patienten über die tödliche Diagnose informiert war, sogar dem Pflegeheim zustimmte und seinen Aufgaben nur zum eigenen Nutzen nachging. Die Arbeit als Betreuer hatte er auch vorerst vor Gericht verschwiegen.

Darüberhinaus hatte er aber sehr wohl die Zeit, vom Konto des Sterbenden über €33.000,- in bar abzuheben und ihm, angeblich ein paar Tage vor dem Tod, im Krankenhaus zu übergeben. Wie sich später herausstellte war der Sterbende da schon nicht mehr klar ansprechbar. Der Verstorbene lag da bereits im Todeskampf und der CDU Politiker attestierte in der anschließenden Notariatsaufstellung, also an Eides statt »Bargeld 0,00 Euro«.

Kein Cent für Telefonate, Getränke, usw.? Nicht einmal pro forma wurde dies durch H. überprüft. All das wirkt sehr dubios.

Aber es kam noch schlimmer. XY. ließ den Verstorbenen gegen den Willen der Familie einfach einäschern. Dazu benutzte er eine fotokopierte Vollmachten aus der Vergangenheit. Tatsächlich hatte er nur noch eine gültige Vollmacht, die nicht über den Tod hinausging. »Doch was nicht passt, wird passend gemacht. So stückelte er alte Vollmachten zusammen und täuschte die Friedhofsverwaltung. Für mich ist das Leichenschändung«, so Bruno S. gegenüber dem Erwerbslosen Forum Deutschland. Doch den ermittelnden Oberstaatsanwalt, bei dem S. Strafanzeige gestellt hatte, schien das nicht zu interessieren. Ihm genügte, dass der Schwiegersohn (Rechtsanwalt) des CDU Politikers irgendwelche Vollmachten vorlegte, um alle Verfahren gegen H. einzustellen. Die Vorlage der Vollmachten wurde im Protokoll vermerkt um einen seriösen Anschein zu vermitteln - Kopien wurde aber keine gemacht.

Bruno S. kam der Wahrheit um die Umstände des Tods seines Vaters täglich näher, doch es schien so, als ob er mit allen Mitteln bekämpft wurde, je mehr er zusammen trug. Der arbeitslose S. hatte sich z.B. selbst um Stellen bemüht, die einen Umzug zwingend erforderlich gemacht hätten, doch seine Zuständige ARGE verschleppte etwaige Kostenzusagen solange, bis die Stelle hinfällig war. In anderen Fällen wurden Anträge von ihm verschleppt bzw. nicht bearbeitet oder völlig rechtswidrig abgelehnt. Auch für den Monat Oktober bekam Bruno S. seine Leistungen erst am 24.10. ausgezahlt, obwohl diese Anfang des Monats auf seinem Konto hätten gutgeschrieben werden müssen.

Wir erwarten, dass hier endlich Licht in das Dunkle kommt. Bruno S. hat berechtigte Fragen und je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, umso mehr Ungereimtheiten tauchen auf. Aber da wird einfach ein Maulkorb erlassen. Besonders skandalös ist es, dass unsere Bundeskanzlerin, an die sich Bruno S. um Hilfe gewandt hatte, ihm nur ein “Gott segne Sie” antwortete. Als Parteivorsitzende hätte sie für eine faire Aufklärung sorgen können. Aber jetzt ist Bruno S. zu einem Tagessatz verurteilt, der so utopisch ist, dass zwingend nur Haft übrig bleibt. “Da hätte das Gericht ja auch direkt Haft anordnen können«, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Sehr geehrte Damen und Herren,

dem Erwerbslosen Forum Deutschland liegen umfangreiche Dokumente als Beweise vor. Ebenso sind der Initiative die Namen der Beteiligten bekannt.

Weitere Informationen und Pressekontakt:

Erwerbslosen Forum Deutschland

Martin Behrsing
Schickgasse 3
53117 Bonn
Tel.: 0228 2495594
Mobil: 0160 99278357
Fax: 0228 180 19099

http://www.erwerbslosenforum.de
redaktion@erwerbslosenforum.de

Spendenkonto:
Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland
Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00
Konto 1900 0573 06

via Deutschland-Debatte

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Bubbles, totally bubbles, wherever you are: bubbles!
10/25/2008 05:53 PM

“Die erste große Blase ist geplatzt, jetzt könnte die zweite folgen: Während Regierungen noch über Kreditpakete und strengere Finanzmarktregeln debattieren, machen sich die realen Auswirkungen der Krise bemerkbar. Nicht nur den Banken ist in den USA das Geld ausgegangen, sondern auch denen, die es ausgeben sollen - den normalen Bürgern”, schreibt SPIEGEL.

DD schrieb:

und es ging immer wieder um die Kreditarten:

  1. sichere Hypothekenkredite für Immobilien
  2. unsichere - Subprimes - Hypothekenkredite für Immobilien
  3. Kredite ( Überziehungen ) von Kreditkarten für sonstige private Anschaffungen
  4. Autokredite
  5. sonstige Kredite ( Kreditverträge, Lohnkredite … ) für sonstige private Anschaffungen.

Es ist schon ein Wunder, dass seit Anfang 2008 das Thema auf dem Tisch liegt, veröffentlicht wurde, jedoch keiner der Politik eine Gesamtzusammenkunft betrieb, um eine Gesamtbilanz auch nur annähernd zu versuchen. Die heutige Krise ist das Ergebnis einer Laienspielschar, genannt Politiker, die nur gerade einmal in Kürzestfristzeiträumen denken und zudem obrigkeitshörig auf Amerikaner starren. Wenn dort sich nichts bewegt, passiert in der ganzen Welt nichts, dann ist Dämmerschlaf ausgebrochen.

Es wundert nicht, dass die Börsen auf dieser Welt einbrechen. Es ist ein ganz natürlicher Vorgang. Wer in aller Welt, sagt eigentlich, dass eine DAX- Bewertung von 8000 Punkten, manche träumten bereits von 9000, realistisch ist? Ob Schweinezyklus oder was auch immer, die Wirtschaft kann nicht ad infinitum wachsen! Jedes System, das wurde hier auf DD gezeigt, verhält sich wie alle technischen Systeme: am Ende einer Entwicklung wachsen sie nicht mehr ( nennenswert ), da ist absoluter Stillstand!

Die Amerikaner, hier insbesondere der Greespan, haben versucht, wie die Billigdirne jeden zu locken: selbst der Lagerarbeiter sollte sich ein Haus im Wert von 500.000 Dollar leisten können. IDIOTIE des Kapitalismus. Es ist der Verdacht, dass nach dem Zusammenbruch des”Kommunismus” der Kapitalismus zeigen wollte, welch toller Hecht er doch ist. Übrig geblieben ist ein Stück Armseligkeit, die von den Hofnarren der Regierungen auch noch schöngeredet wird.

Das Krisenbündel wird uns noch Jahre nachlaufen oder gar teilweise vernichten - auch das ist möglich!

Für diesen Kommentar wäre DD Anfang 2008 noch gesteinigt worden.

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ISLA: Jewish Selfhaters
10/25/2008 05:28 PM
und der Film Obsession. "In Ergänzung zum Artikel über den Film Obsession wollte ich noch ein paar Informationen zur Südlibanon-Armee und Major Saad Haddad hinzufügen ...
1. Die "Südlibanon-Armee" (South Lebanon Army) wurde von Major Saad Haddad geleitet, und der gute Mann war vermutlich (dazu mehr unten) evangelikaler Christ, und von da her gab es recht viele Kontakte (auch finanziell förderliche) in die Szene der rechtsgerichteten US-Evangelikalen."


"Über Antworten auf diese Schmutzkampagne hatten wir schon berichtet und hier die Gesichter hinter der Kampagne gezeigt. Erfreulich ist, daß es in Deutschland anscheinend nur ein notorisches Weblog es für geboten hält, diesen Dreck zu bewerben - allerdings nicht verwunderlich. Und selbst die WELT berichtet angenehm neutral, wenngleich im Kommentarbereich wieder der "islamkritische" Bär tobt. Der "Islamkritik" ist dann auch meistens eigen, daß sie sich als Verteidiger Israels aufspielt, eines "Israel" das mit der Realität oft garnichts zu tun hat, sondern nur in den christofundamentalistischen oder Querfront-Köpfen existiert. Logischerweise müssen dann Juden/Jüdinnen, die nicht mit in dieses Horn stossen, als jewish selfhaters denunziert werden."[Link] [Cache]
Iran: Die Sittenpolizei der totalitären Diktatur
10/25/2008 05:28 PM
... geht immer härter gegen die iranischen Frauen vor. „Roozonline" berichtete am 22. Oktober, dass verstärkt auch Autofahrerinnen und Mitfahrerinnen, die in ihren PKWs ihre Kopftücher nicht ordnungsgemäß tragen, kontrolliert und verhaftet werden. Sogar die Autos von Fahrerinnen oder Mitfahrerinnen, die die Kleiderordnung nicht einhalten, werden zwischen einer Woche bis zu zwei Monaten beschlagnahmt.

Die Sittenpolizei agiert nach dem Motto eines staatlichen „Programms zur sozialen Sicherheit". Die islamische Gesellschaft soll sogar von alleinstehenden und alleine wohnenden Frauen, die gegen die islamischen Kleidervorschriften verstoßen haben, „gesäubert" werden. Wohnungen von weiblichen Singles seien Orte des Verderbens.

Im Winter sollen Frauen noch nicht einmal Stiefel anziehen dürfen, offenbar, weil die Konturen der Beine sichtbar werden. Frauen, die sich „unislamisch" kleiden, werden in einer Spezialkartei als Mob, „Arazel wa Obash" aufgeführt. Falls Frauen mehrfach wegen schlechter Bekleidung verhaftet werden, bekommen sie einen Extra-Ausweis und müssen sich regelmäßig bei der Polizei zur Kontrolle melden.[Link] [Cache]
ISLA: Passagiere verhindern Abschiebeflug
10/25/2008 05:28 PM
Den Abflug aus dem neu desigenten Terminal E des Flughafens Paris Charles de Gaulle hatte ich mir anders vorgestellt ... Sanitäter und Ärzte sind noch eine halbe Stunde mit der Ohnmächtigen beschäftigt, das Flugzeug startet mit einer Stunde Verspätung, ein kritischer Passagier wird zunächst provoziert, dann verhaftet, und am Mitflug gehindert.

Anm.: Schönes Beispiel für Zivilcourage. Allerdings hätte ich gerne gewußt, warum der junge Afrikaner abgeschoben werden sollte.[Link] [Cache]
Sozial-Gangbang: Goddess - Skew Siskin aus Berlin
10/25/2008 05:22 PM
Auch nach der langen Pause möchte ich die Tradition beibehalten, jeden Samstag ein Musikvideo vorzustellen, daß mir besonders gefällt. Heute handelt es sich um die, meiner Meinung, völlig unterschätzte Band Skew Siskin aus Berlin. Bereits mit Motörhead getourt, beeindruckt nicht nur die schlicht unglaubliche Rockröhre von Sängerin Nina C. Alice, auch der Rest der Band hat gewaltig was zu bieten, wenn man auf richtig guten Rock' N Roll steht. Skew Siskin treten spielend den Beweis an, das aus Deutschland nicht "nur gute" Musik kommen kann, sondern das auch sie zur absoluten Weltspitze gehören.
Wenn Nina C. Alice singt, "I'm a Goddess... my fire burns hotter than hell..." ist der geneigte Hörer ist durchaus bereit, ihr das absolut zu glauben. Viel Spaß!


Goddess - Skew Siskin - MyVideo[Link] [Cache]
Top Five: Anzeichen einer Finanzkrise
10/25/2008 05:07 PM
Woran erkennt man, dass die Wirtschaft von der schlimmsten Finanzkrise seit Jahrzehnten getroffen worden ist? Hier meine persönliche Hitliste:

  1. Deine Bank hat einen schlechteren credit score als Du und es werden mehr Strafverfahren gegen Bankvorstände als gegen Bankräuber geführt.
  2. Am Geldautomaten wirst Du nach Eingabe deiner PIN aufgefordert, den gewählten Betrag einzuzahlen.
  3. Am Ende des Monats übersteigt Dein Kontoguthaben die Summe des Eigenkapitals sämtlicher im DAX geführter Banken.
  4. Lieferanten stellen ihre Zahlungsbedingungen um: Okay, Vorkasse haben sie auch schon vorher verlangt, aber jetzt wollen Sie in Öl und Lebensmitteln bezahlt werden.
  5. Wenn Du zu einem Besprechungstermin bei Deiner Bank gehst, um über steuersparende Anlagemöglichkeiten in Liechtenstein zu sprechen, wirst Du nicht mehr wie bisher vom Geschäftsstellenleiter sondern von Peer Steinbrück begrüßt.
Wer weitere untrügliche Anzeichen kennt, woran man sieht, dass wir in einer Finanzkrise stecken, kann diese gerne in den Kommentaren posten. Ich werde die Liste dann vervollständigen.

Euer Kuchenjunkie[Link] [Cache]
scusi!: Bankster klammern sich an die Macht, schlimmer als Politgangster
10/25/2008 04:41 PM
rhbl

Seehofers Versuch, zusammen mit den CSU-Königsmördern Huber und Beckstein auch gleich den Vorstand der ins Schlingern geratenen Bayern LB auszutauschen, ist im ersten Anlauf fehlgeschlagen.

Obwohl der Vorstand der Bayern LB unter Michael Kemmer mit einer dubiosen Salamitaktik gegenüber der Bayerischen Landesregierung und der mit ihr in Koalitionsverhandlungen steckenden FDP zunächst nur mit 3 Milliarden Euro Miesen rausgekommen war. So wie es sich im Fernsehen darstellte, mussten die FDP-Unterhändler mit dem ganz großen Knüppel drohen. Erst dann kamen genaue Zahlen, der Finanzbedarf der Bayern LB schwoll innerhalb von ein paar Stunden real auf mehr als das Doppelte an. Das ist unerhört.

Ein Landesherr, dem die Hälfte einer solch tollen Bank gehört, hat in so einer Situation eigentlich nur eine Option. Das ganze Lumpengesindel aus der Bank entfernen und mit neuem Personal frisch beginnen. Am besten fängt man mit den Entlassungen oben im Vorstand an. Aber Pustekuchen, mit der Rückendeckung von Teilen der verfilzten CSU und der Sparkassen klammert sich Vorstand Kemmer und seine Truppe an den Stühlen fest. Begründung: Kemmer sei erst seit acht Monaten dabei. Die Mitarbeiter stärkten dem "Sanierer" demonstrativ mit Plakaten, die frisch aus den Kopiergeräten der Bank gezogen waren, den Rücken. Kein Wunder, die mittlere Ebene dürfte ja zum Teil auch bei den riskanten Geschäften mitgewirkt haben. Außerdem, in acht Monaten sollte man als Bankdirektor sich doch einen Überblick über die Bilanz verschaffen können.

Hier geht es offenbar ums Prinzip. Die Bayern LB ist die erste Bank, die Geld aus dem Rettungspaket braucht. An ihr wird durchexerziert, wer beim Zugriff auf den 500 Milliarden großen Topf der Steuerzahler das Sagen hat: Politik oder Bankster? Und, Überraschung, die Bankster haben das Sagen, diktieren die Regeln und die Politik zieht den Schwanz ein.

Das zeigt, wie frech die Wechsler im Bayern LB - Tempel immer noch gegenüber der Politik, die in einer Demokratie doch eigentlich die Banken kontrollieren sollte, auftreten. Obwohl sich hier einige vermutlich pflichtwidrig am globalen Finanzschwindel beteiligt und definitiv über sechs Milliarden Euro in den Sand gesetzt haben. Laut Wikipedia beträgt das „ kritische Gesamtportfolio" der Bayern LB immer noch 19,9 Milliarden Euro. Da kann also noch einiges kommen.

"Politik ist der Schatten, den das Big Business auf die Gesellschaft wirft. Und das wird so bleiben, so lange diese Kräfte vorherrschen in der Geschäftswelt, die nach privaten Profiten streben - durch die private Kontrolle des Bankensystems, des Grundstücksmarktes, der Industrie, verstärkt durch den Einfluss von Presse, Presseerzeugnisse und anderen Formen der öffentlichen Propaganda" (John Dewey). Ja, wenn die Politik nur der Schatten der Bankster ist, dann ist auch klar, dass niemand sich von seinem Schatten Anweisungen geben lassen will.

Zum Vergleich: Ähnlich aggressiv und hemmungslos wie die IKB, die Bayern LB und andere Landesbanken hat seinerzeit die Genossenschaftsbank DG Bank unter ihrem Vorsitzenden Helmut Guthardt spekuliert. Als nach dem Debakel um die co op und die Geschäfte des Filmhändlers Leo Kirch die DG Bank 1990 durch dubiose Rentengeschäfte um ca. 800 Millionen DM geschädigt wurde und das Image der DG Bank ähnlich geschädigt war wie heute das der Bayern LB, wurde der Vorstand fast vollständig ausgetauscht. Geholfen hat selbst das nichts mehr. Mitte 2001 musste die DG Bank (5000 Mitarbeiter) unter das Dach der DZ Bank (2300 Mitarbeiter) flüchten. Die DG Bank gibt es nicht mehr.

Ein Schicksal, das der Bayern LB auch droht. Mehr als zwei Landesbanken brauchen wir in Deutschland nicht, meint der ALLIANZ-Chef. Dann sollten die beiden Landesbanken überleben, die sich am wenigsten die Hände schmutzig gemacht haben.[Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": Patientendaten sind auch nicht mehr sicher…
10/25/2008 04:32 PM

Die vor einer Woche im Internet veröffentlichten Patientenakten aus Nordhessen waren nach Angaben des Kasseler Klinikums zum Teil 25 Jahre alt. „Bei einer Seite handelt es sich um ein Anschreiben aus dem Jahr 1983, in dem ein Befund angekündigt wurde. Der Befund selbst war nicht dabei", sagte Kliniksprecherin Gisa Stämm am Donnerstag in Kassel. Ein anderes Blatt habe allerdings ein Untersuchungsergebnis enthalten. „Die Geschäftsführung hat sich inzwischen persönlich bei beiden Patienten entschuldigt, sagte Stämm.

Ende vergangener Woche hatte sich ein Mann Zugang zu einer offenbar ungenügend gesicherten Halle in Leipzig verschafft, in der Patientenakten aus mehreren deutschen Kliniken gelagert waren. Fotos von sechs Krankenblättern von fünf Patienten aus Offenbach, Hofgeismar und Karlsruhe veröffentlichte er im Internet, die Seite wurde jedoch nach wenigen Stunden gesperrt. Das Motiv des Mannes war auch am Donnerstag noch unklar. Es wird vermutet, dass er auf Missstände bei der Verwahrung der sensiblen Daten aufmerksam machen wollte oder einem Konkurrenzunternehmen angehört. Eine Firma aus Münster, die im Auftrag von Krankenhäusern die Daten digitalisieren sollte, hatte ihn wegen Hausfriedensbruchs und Geheimnisverrats angezeigt. Das Kasseler Klinikum lässt die Zusammenarbeit mit der Firma vorerst ruhen: “Wir stehen in Kontakt mit der Kriminalpolizei Leipzig und werden bis zur vollständigen Klärung des Vorfalls keine Akten an die Archivierungsfirma herausgeben”, sagte Gerhard Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen.

Tagged: datenschutz
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OSTBLOG: Die Aktion. Zeitschrift für Politik, Literatur, Kunst.
10/25/2008 04:04 PM

Von Jürgen Schneider

Die Zeitschrift Die Aktion – begründet von Franz Pfemfert, Berlin 1911-1932, neubegründet 1981 von Lutz Schulenburg – wurde mit Heft 214 einer gründlichen Überholung unterzogen: Aufmachung und Layout sind verändert, die thematische Auswahl der Zeitschrift erweitert (u.a. um Reportagen, Interviews) und neue Autoren gewonnen worden. Die Aktion nimmt eine außergewöhnliche Position zwischen Politik und Belletristik ein und gibt dem Zeitgeist einen Tritt. In den Heften 211-213 bot Die Aktion unter der Überschrift ›Guerilla-Monolog‹ (I-III) Materialien zum bewaffneten Kampf in Westdeutschland.

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elementarteile: Noch ne Demo
10/25/2008 03:46 PM

anderes Thema aber nicht weniger wichig. Dafür mal in der Provinz:

Gorleben 2008

Grade jetzt, wo der Atomausstieg mal wieder wackelt…

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Urs1798: Nun wollte ich doch mal wissen, was einige der vielen Politiker dazu bewogen hat, für einen weiteren Einsatz in Afghanistan zu stimmen.
10/25/2008 03:41 PM
Zuerst Prof. Gert Weisskirchen von der SPD Frage: Herr Professor, waren Sie in Afghanistan und was hat Sie nun wirklich bewogen für den weiteren Einsatz der Bundeswehr zu stimmen? Wird fortgesetzt… Posted in Mörderisches, Politisch, Satire, USA, Voll daneben   Tagged: Abstimmung, Afghanistan, Einsatz Bundeswehr, Prof.Gert.weisskirchen    [Link] [Cache]
anouphagos: Die Zukunft des Web-Interfaces
10/25/2008 03:30 PM

3D wird kommen, da bin ich sicher, ebenso wie andere Anpassungen an unser tägliches analoges Leben (vermutlich auf eine Weise, an die wir heute gar nicht denken). Hier ein paar Links zum Thema:

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ISLA: Erotic by Nature
10/25/2008 03:28 PM
David Steinberg
This Thing We Call Sex
via Ms Naughty - Erotica for Women [Link] [Cache]
Duckhome: Obsession - eine neue ermutigende Antwort
10/25/2008 03:28 PM
Duckhome hatte hier, hier, hier und hier bereits über die unsägliche Verteilaktion berichtet, ihren politischen Zweck und ihre Vernetzungen.


Über Antworten auf diese Schmutzkampagne hatten wir schon berichtet und hier die Gesichter hinter der Kampagne gezeigt.
Erfreulich ist, daß es in Deutschland anscheinend nur ein notorisches Weblog es für geboten hält, diesen Dreck zu bewerben - allerdings nicht verwunderlich. Und selbst die WELT berichtet angenehm neutral, wenngleich im Kommentarbereich wieder der "islamkritische" Bär tobt. Der "Islamkritik" ist dann auch meistens eigen, daß sie sich als Verteidiger Israels aufspielt, eines "Israel" das mit der Realität oft garnichts zu tun hat, sondern nur in den christofundamentalistischen oder Querfront-Köpfen existiert. Logischerweise müssen dann Juden/Jüdinnen, die nicht mit in dieses Horn stossen, als jewish selfhaters denunziert werden. Aus rechtlichen Gründen nenne ich hier keine Namen und setze keine Links, aber ich denke, jedeR weiss, wer und was gemeint ist. Ach ja, und jedeR, der/die sich für die Sache der PalästinenserInnen einsetzt, ist natürlich AntisemitIn - klar. Auf solche Wahnbilder von Juden/Israelis, die dann in den Kommentarbereichen sehr schnell in den alten und neuen Antisemitismus und Antijudaismus umschlagen, weisen nicht nur wir hin. Besonders in Bezug auf die US-Amerikanischen Juden ähnelt das dann leicht in den Mahler'schen Bildern von "Ostküste" - denen leider auch einige Muslime anheimfallen.














Jetzt meldet sich eine jüdische Gruppe zu Wort: We stand with you, initiiert die Gruppe, die sich ansonsten für einen gerechten Frieden in Palästina einsetzt, eine wunderbare Solidaritätskampagne:

A strong democracy requires a majority that stands up for the minority, refusing to remain silent when others fuel the fires of division and hatred. We are appalled by the recent escalation of demonizing attacks against Arabs and Muslims. These are attacks on people we are proud to call our neighbors, colleagues, loved ones and fellow citizens. As Jews and other people of faith, we know too well the price when others remain silent. To our Arab and Muslim friends, we say we stand with you.
As people committed to a just peace between Israelis and Palestinians, just as we condemn Muslim extremists who demonize Jews or Christians, we also reject efforts by Christian and Jewish right-wing extremists to stigmatize all Arabs and Muslims in an effort to build support for unfair policies in the Middle East. It is in our interest as Jews, as Americans and as human beings to end Israel's unlawful occupation of the Palestinians, and to fully recognize each other's humanity, regardless of religion, skin color or ethnicity.


übersetzt:
Eine starke Demokratie erfordert eine Mehrheit, die für die Minderheit aufsteht, und es ablehnt, zu schweigen, wenn andere die Feuer von Haß und Spaltung anheizen. Wir sind erschrocken über die aktuelle Eskalation der Angriffe, die Araber und Muslime dämonisiert. Diese Angriffe richten sich gegen Menschen, die wir stolz unsere Nachbarn, Kollegen, Geliebten und Mitbürger nennen. Als Juden und andere Gläubige kennen wir den Preis, wenn die anderen schweigen, nur zu gut. Zu unseren arabischen und muslimischen Freunden sagen wir: wir stehen an Eurer Seite.Als Menschen, die dem gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina verpflichtet sind, verurteilen wir diejenigen Muslime, die Juden oder Christen dämonisieren, genauso wie wir die Bemühungen rechter christlicher und jüdischer Extremisten zurückweisen, Araber und Muslime zu stigmatisieren, um so Unterstützung für die unfaire Politik im Nahen Osten zu bekommen. Es ist unser Interesse als Juden, als Amerikaner, als Menschen, daß die ungesetzliche israelische Besetzung Palästinas endet, und daß wir uns gegenseitig ohne Ansehen von Religion, Hautfarbe oder ethnischer Herkunft als Menschen (an)erkennen.


Hier klicken, um ein Foto mit einer Nachricht zu schicken, hier um die Gruppe zur eigenen Freundesliste von Facebook zu ergänzen.

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SaarBreaker: Hartz IV-Bezieher wegen unbequeme Fragen verhaftet
10/25/2008 03:17 PM

Immer wieder behaupten Politiker gerne, dass wir in Deutschland in einem Rechtsstaat und Demokratie leben. Die Medien streuen diese Behauptungen ins Volk, welches es gerne glaubt, da es in vielen Teilen der Welt noch wesentlich schlechter um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bestellt ist. Außerdem ist man immer noch dem Irrglauben verfallen, dass die gewählten Volksvertreter und die Medien niemals lügen würden.

Die Wahrheit sieht leider ganz anders aus. Was die Medien nicht bringen, dass können wir im Internet nachlesen.

Und da häufen sich die Berichte über übelste Behördenwillkür gegen Hartz-IV-Empfänger. Ein besonders perfider Fall wurde nun durch das Erwerbslosen Forum bekannt:

Hartz IV-Bezieher und Mitglied des Erwerbslosen Forum Deutschland, Bruno S.* (Freiburg) stellte wiederholt unbequeme Fragen an den Ortsvorsteher eines Vorortes von Freiburg und Mitarbeiter der ARGE-Hochschwarzwald, XY. *. (CDU). Per einstweiliger Verfügung wehrte sich der und sorgte damit am vergangenen Samtstag für die Verhaftung des schwer kranken S.. Wegen eines Formfehlers kam es jedoch nicht zur Inhaftierung. Polizei und Gerichtsvollzieher überließen den schwer kranken Menschen, der dringend Medikament benötige und kein Geld dabei hatte, sich selbst. Mit Mühe und Not schleppte sich S. über 12 Kilometer nach Hause. (Quelle: PR-Sozial)

Mich würde es wirklich interessieren, wie Politiker diesen Fall mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Einklang bringen würden?

Ich habe für diese Menschen, die sich hinter einer “Behörde” verstecken, und Bürgern, die unter ihrer Arbeitslosigkeit schon genug leiden, auch noch wie “Dreck” behandeln, nur Verachtung übrig.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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SaarBreaker: Telekom bekam den BigBrotherAward 2008
10/25/2008 03:17 PM

Für “Menschenverachtende Denkweise in vielen oberen Konzernetagen” verliehen. Die Telekom hat sich den Negativpreis aber auch redlich verdient.

Zu den herausragenden Leistungen der Telekom gehören:

Im Mai 2008 war bekanntgeworden, dass die Telekom ihre Aufsichtsräte und missliebige Journalisten illegal überwacht hat, um herauszufinden, wer vertrauliche Informationen an die Medien weitergeleitet hatte. Es folgten Enthüllungen über einen ehemaligen Callcenter-Beschäftigten, der den Bonner Konzern mit gestohlenen Kundendaten erpresst habe. Kurz nach dem anschließenden Bekanntwerden des Diebstahls von über 17 Millionen Kundendaten bei T-Mobile im Oktober war eine weitere gefährliche Sicherheitslücke aufgetaucht, über die Daten von über 30 Millionen T-Mobile-Kunden abgerufen und manipuliert werden konnten. (Quelle: golem.de)

Bisher hat die Telekom keine Konsequenzen aus der Skandalserie gezogen.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Wojnas Workinglife: Die Bandbreite wird zensiert auf Anti-Nazi-Demo
10/25/2008 02:51 PM

Kaum kamen die ersten Klänge des Songs “Selbst gemacht” auf dem Doktor-Ruer-Platz in Bochum über die Lautsprecher, wurde uns der Ton abgestellt.

Auf der Anti-Nazi-Demo gegen den Aufmarsch der NPD hatte ich zuvor vor über 2000 Teilnehmern erkärt, dass nicht nur Bündnisse wie PRO-NRW oder die NPD Dämonsierung von Muslimen in Deutschland betreiben, sondern auch unsere etablierten Mainstream-Medien, die somit den Rassismus schüren.

Eine Ordnerin, der unsere Band wohl im Vorfeld ein Begriff war, eilte daraufhin wie panisch zu den Entscheidern und drängte darauf, dass uns sofort der Ton abgestellt würde, was dann auch geschah. Gleich nach den ersten Tönen wurde mein Mikro runtergezogen und die Kundgebung für beendet erklärt.

Zuvor hatten wir die Songs “Kein Sex mit Nazis” und “Schawarma” gespielt, die bei dem Publikum einen tollen Anklang fanden. Nachdem dann der letzte Redner die Bühne verlassen hatte, bat man uns erneut auf die Bühne.

Ich verwies bei meiner kurzen Ansprache unter anderem auf das neue Buch von Jürgen Elsässer “Terrorziel Europa” und seine Erkenntnis, dass bei allen islamistischen Terroranschlägen in den 90er Jahren V-Leute der Geheimdienste immer ein Rolle gespielt hatten, auch wenn verwirrte jugendliche Islamisten dann die Tat ausführten. Auch brachte ich zur Sprache, dass nach dem Zusammenbruch des Kommunismus dem mitlitärisch-wirtschaftlichen Komplex der Absatzmarkt fehlte und der “Kampf gegen den Terror” da nun wie gerufen kommt. Kurz danach war das Mikrofon aus.

So weit ist es mit der Meinungsfreiheit in antifaschistischen Kreisen schon gekommen. Mit diesen Mitteln der Zensur führen sie ihren eigenen Kampf gegen autoritäre faschistische Systeme komplett ad absurdum.

Damals hätten sie wohl Bücher verbrannt, heute stellen einem den Ton ab.

Gerne hätte ich erfahren, was der Grund für diese Zensur war. Eine Erklärung dafür habe ich nicht bekommen. Vielleicht hat der ein oder andere Leser meines Blog ja ein Interesse daran, sich bei den Organisatoren der Demo einmal darüber zu erkundigen.

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Linke Zeitung: Passagiere verhindern Abschiebeflug
10/25/2008 02:35 PM
Polizei Rollkommando stürmt mit Schildern und Gummiknüppeln auf Reisende ein Den Abflug aus dem neu desigenten Terminal E des Flughafens Paris Charles de Gaulle hatte ich mir anders vorgestellt. Während die regulären Passagiere des Flugs Air France 718 nach Senegal direkt aus der eleganten Halle vorne ins Flugzeug steigen, sind am Heck des Fliegers Vorkehrungen getroffen worden, um einen unfreiwilligen Gast an Bord zu befördern: eine extra Gangway steht auf dem Flugfeld, der Zugang eng umstellt von drei Polizeifahrzeugen. Beim Betreten der Kabine kommen mir protestierende Passagiere auf dem Weg zum Cockpit entgegen, tumultartiges Getöse dringt aus dem hinteren Teil des Flugzeugs nach vorne. Ich drängle mich durch zu meinem Platz im hinteren Teil des Flugzeugs - mindestens sechs Polizisten drücken einen gefesselten, jungen Afrikaner auf die Sitzflächen der letzten Bankreihe. Eine Polizistin mit Lederhandschuhen macht sich am Kopf des Abschiebehäftlings zu schaffen oder hält ihm den Mund zu. Trotzdem gelangen immer wieder Klagen und Schreie des unfreiwilligen Passagiers an unsere Ohren. Abgeschirmt wird die Szene von etwa drei Zivilbeamten, im Hintergrund Richtung Ausgang stehen zusätzliche uniformierte Polizisten, die groteske Szene umringt von unterschiedlichsten Passagieren, die protestieren, auf Polizei und Crew einreden, argumentieren, ihrer Fassungslosigkeit über die Vorgänge in der Kabine Ausdruck verleihen.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Wer hat es gesagt?
10/25/2008 01:28 PM
Die niedrige Wahlbeteiligung beispielsweise ist nicht wirklich dramatisch: Sie ist ein Zeichen für eine relative Abwesenheit tiefgreifender Krisen - eine Gesellschaft, der es einigermaßen gut geht, ist nicht sehr fröhlich, sondern meist ein bisschen unzufrieden. Das ist völlig in Ordnung, Hurra-Verehrung ist etwas für Diktaturen.[Link] [Cache]
ISLA: Im Wahlregister?
10/25/2008 01:27 PM
Der britische Journalist Greg Palast hat sich für die BBC auf Spurensuche in den USA gemacht. In Michigan seien rund 62.000 Familien durch die derzeitige globale Finanzkrise betroffen, sagte er in einer Reportage, die auch von dem alternativen US-Programm Democracy Now! gesendet wurde. Weil die Hypotheken auf ihre Häuser gepfändet werden, droht diesen Familien der Verlust ihrer Heime. Der Online-Dienst Michigan Messenger hatte zuvor über die Ankündigung eines führenden Politikers der Republikaner berichtet, die Wahlbeteiligung all jener verhindern zu wollen, die auf einer Liste für Zwangsvollstreckungen stehen. "Wir werden eine Liste mit zwangsversteigerten Häusern haben und sicherstellen, dass sich niemand beim Wählen auf diese Adressen beruft", wird James Carabelli zitiert.[Link] [Cache]
ISLA: Auch dazu braucht man Terrorgesetze:
10/25/2008 01:27 PM
Mit Hilfe eines Anti-Terrorgesetzes lässt Großbritannien Vermögenswerte der verstaatlichten Landsbanki einfrieren. Die Inselbewohner finden das lächerlich und schießen zurück - mit Trachten, Legogewehren und Kaugummi. (via)[Link] [Cache]
ISLA: Der böse Spekulant ist immer der andere
10/25/2008 01:27 PM
"Die Bezeichnung Carry-Trade ist anschaulich, weil diese Investoren tatsächlich nichts anderes taten, als Geld um den Globus zu bugsieren", sagt Flassbeck. Das Spiel ging über Jahre gut. In Japan war es ein regelrechter Volkssport, sich Geld bei der Bank zu leihen und zum Beispiel in Island zu investieren.

Auch in Ungarn war es gang und gäbe, sein Eigenheim mit Hypotheken aus dem Niedrigzinsland Schweiz zu finanzieren. Und selbst auf dem deutschen Anleger-Portal Wallstreetonline.de, auf dem sich schon die Hobby-Spekulanten des Neuen Marktes zu tummeln pflegten, finden sich Beiträge zu diesen Geschäften. (via)[Link] [Cache]
Rat: Ombudsmann-Vergleich mit der Bank
10/25/2008 01:27 PM
Das Ehepaar fühlt sich von der Sparkasse falsch beraten. Im Informationsflyer der Sparkasse sei auf das Totalverlust-Risiko nicht ausreichend hingewiesen worden, argumentierte der Wiesbadener Anwalt Ralf Plück. "Im Gesamteindruck treten die Risikohinweise hinter der positiven Darstellung zurück." Mit der Fußnote, dass die "Rückzahlung von der Bonität des Emittenten abhänge", könnten unerfahrene Anleger nichts anfangen. Der Anwalt der Sparkasse dagegen behauptete, der Kläger sei durchaus erfahren.

Der Prozess begann zu diesem frühen Zeitpunkt, weil das Ehepaar bereits vor der Lehman-Pleite versucht hatte, das Geschäft rückgängig zu machen. Der Richter kam zu der Einschätzung, dass die Lehman-Pleite zum Verkaufszeitpunkt des Zertifikats nicht absehbar gewesen sei. Eine Rolle beim Urteil könne jedoch spielen, dass die Höhe der Provision für die Sparkasse nicht erwähnt worden sei - sie lag bei zehn Prozent.

Unterdessen weisen Experten auf die Risiken von Klagen hin. (via)[Link] [Cache]
ISLA: Göttin des Tages:
10/25/2008 01:27 PM
Scathach
Scotland (Schottland)

List of women warriors in folklore


Scathach ("the shadowy one"), is a warrior queen and mistress of a school for young warriors. The school is located in Scotland on the island of Skye, reputedly named after Scathach; other sources say she's living in the Alps. She initiates young men into the arts of war, as well as giving them the "friendship of her thighs", that is to say, initiating them sexually.[Link] [Cache]
ISLA: Noch bis zum 10. Dezember 2008:
10/25/2008 01:27 PM
Göttinnenfiguren und Marienbilder
Sag an, wer ist doch diese …
Frauenmuseum Wiesbaden[Link] [Cache]
Netzsammler: Liebe Leser (Alpenkönig)
10/25/2008 01:20 PM

Zuerst möchte ich mich einmal entschuldigen. Leider hatte ich in letzter Zeit keine Gelegenheit mich um meinen Blog zu kümmern. Trotzdem habe ich das Geschehen hier im Blog und auch im sonstigen Internet mitverfolgt. Gerade beim Thema Alpenkönig-Betrüger scheint das öffentliche Interesse sehr groß zu sein.

Der Netzsammler hat auch weitere interessante Details zu den Machenschaften rund um die Call-Center-Mafia gefunden. Sie werden hier auch demnächst veröffentlicht. Ich bitte noch um etwas Geduld. Denn die Informationen müssen noch aufgearbeitet werden.

Anscheinend versuchen die Verbrecher es nun mit der “härteren Tour”. Den Kommentaren bei “Alpenkönig Update 1″ kann ich entnehmen, dass sie mit Inkassobüros die Leute nötigen wollen, ihre unrechtmäßigen Forderungen zu erfüllen. Ich kann allen Betroffenen nur raten, die Ruhe zu bewahren. Nur weil jemand sich einen Rechtsanwalt oder ein Inkassobüro mietet oder kauft hat er noch lange nicht recht.

H ier schon einmal einige schnelle Tips:

1. Alles Schriftliche zum Thema schön aufheben! Alle Informationen Links, Presse usw. archivieren.

2. Dem Inkassobüro einen Wiederspruch schicken. Darin darauf hinweisen, daß es kein Vertragsverhältnis besteht oder jemals bestanden hat. Empfehlen Sie dem Inkassounternehmen eine gerichtliche Durchsetzung der Forderung.
P.S.: Sollte es sich bei dem Inkassounternehmen um die creditreform handeln, kann man die eventuell Sache sogar schon telefonisch klären.

3. Wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe. Für Österreicher: Die Arbeiterkammer freut sich schon auf weitere Hinweise. :-)

4. Strafanzeige bei der Polizei wegen Betruges gegen Alpenkönig. Nutzen sie dabei die Unterlagen des Inkassounternehmens. Die brauchen nämlich eine Zulassung um überhaupt vor Gericht auftreten zu können. Deren Adresse ist also sicherlich nicht so “verwaschen”. Da sie ja von dem angeblichen Gläubiger Forderungen beitreiben wollen, müßten Sie diesen ja auch kennen. Sollte das nicht so sein. Dann wäre gleich noch eine Strafanzeige wegen Nötigung gegen das sogenannte Inkassounternehmen fällig.
P.S.: Die credítreform brauchen Sie nicht unbedingt wegen Nötigung anzeigen. Die sind eigentlich als eher seriös bekannt. Es wäre schon verwunderlich wenn sie sich in diesen Sumpf hineinziehen lassen. Bei denen dürfte schon der Wiederspruch mit einer schlüssigen Begründung reichen. Sollte es anders sein, dann würde ich mich über Hinweise diesbezüglich freuen.

5. Teilen Sie dem Inkassountenehmen ruhig mit, welche Schritte sie in Bezug auf den Punkt Nr. 4 unternehmen. Wenn diese Leute schon den Wind sähen, dann soll man ihnen auch den Sturm voll zu Gute kommen lassen.

6. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, der kann es sich auch ganz einfach machen. Suchen sie sich einen guten Anwalt! Das spart Nerven.

Wichtig ist nur Eines. Nicht einfach zahlen! Denn wenn diese Betrüger merken, dass sie so Erfolg haben werden sie noch dreister.

So wie schon oben gesagt, werden hier demnächst auch wieder Fakten zu finden sein.

Danke für das rege Interesse

Euer netzsammler

Fast hätte ich es noch vergessen. :-(

Vielen Dank an Alle, die mit ihren Kommentaren Anderen hier weitergeholfen haben.

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Politik und Panorama: SPD - Bittere Aussichten in Hessen
10/25/2008 01:19 PM

Für jemanden ohne Parteibindung sind die innerparteilichen Verwerfungen wohl kurios und weitgehend unerklärlich.

Dies trifft auch auf viele Mitglieder zu, die jenseits ihrer Mitgliedschaft wenig Verbundenheit mit ihrer Partei aufweisen. Dies ist die Mehrheit. Die Zahl der Karteileichen, derjenigen, die sich aus unterschiedlichen Gründen von einer aktiven Mitarbeit in der jeweiligen Partei abgewandt haben, übertrifft diejenigen, die aktiv sind um einiges.

Es lässt sich eine Aufteilung des Parteilebens in drei Teile aufzeigen. Die Partei der Führung auf Bundesebene, die Partei der Funktionäre und Mandatsträger und die Partei der Basis. Differenzen zwischen diesen drei Organisationsebenen sind normal.

An der Basis sind vielfach zu stark vereinfachte Vorstellungen über die Komplexität des Gesetzgebungsprozesses vorhanden, die Funktionäre sehen ihre Klientel wenig berücksichtigt, und die Führungsebene ist zu abgehoben, um den authentischen Stimmen der Basis zu lauschen.

Werden diese Differenzen jedoch zu groß, gibt es keine glaubwürdigen Personen, die dieses Differenzen überbrücken können, dann zerfällt eine Partei. Nicht schnell, eher langsam und schleichend.

Die Parteien sind davon unterschiedlich betroffen. Eine Partei, die autoritätsgesteuerte Muster verfolgt, wie die Union, wird damit besser fertig, als eine programmorientierte Partei, wie die SPD.

War bis vor kurzem die SPD unter Kurt Beck, das Opfer der Wahl für eine häufig tendenziöse und unsachliche Berichterstattung vom Spiegel bis zur Springerpresse, wurde mit der Wahl von Franz Müntefering und Frank-Walter Steinmeier und den aktuellen Krisen auf den Weltfinanzmärkten, der Fokus ein wenig verschoben.

Dies kann jedoch keineswegs beruhigen in Hinsicht auf die anstehende Regierungsbildung in Hessen.

Von Seiten der Bundesführung, die weitgehend dominiert ist durch Schröderianer und Seeheimer, ist das Projekt, das von Andrea Ypsilanti und der Mehrheit der hessischen SPD angegangen wird, als kontraproduktiv anzusehen.

Der Druck von Schröderianern und Seeheimern, die SPD zu einer Partei der Mitte umzuformen, wird mit dem eigenständigen Projekt der „Sozialen Moderne“ eine Alternative aufgezeigt, die nicht unwidersprochen bleiben kann. Man sollte sich von der gegenwärtigen Rhetorik in Hinsicht auf eine stärkere Stellung des Staates und der Regulierung von Bundesebene der SPD nicht irreführen lassen. Schwerpunkt der Bundes-SPD ist nach wie vor die Überführung der SPD von einer linken Volkspartei hin zu einer Partei der Mitte mit Anklängen ins linke Milieu. Bizarr wirken diese Manöver, und wenig glaubwürdig, wenn ein Bundesminister, wie Sigmar Gabriel, eine Buchpublikation kurz vor der Veröffentlichung von „Politik für die Mitte“ dem Zeitgeist anpasst und seine Ergüsse als „Links neu denken“ vermarkten möchte.

Konsequent, in Hinsicht auf eine nur als Etikettenschwindel zu bezeichnende Umorientierung, ist es auch, wenn sich nun die Parteispitze und der Finanzminister Peer Steinbrück als „Brandbekämpfer“ bezeichnen.

Es waren insbesondere führende Sozialdemokraten in den letzten 10 Regierungsjahren, die der Deregulierung, einem ungebremstem Finanzkapitalismus und einer verschärften Arbeitsmarktbedingungen für sozial Schwächere die Bahn gebrochen haben. Es war keineswegs die FDP, die den ABS Produkten den Weg in den deutschen Finanzmarkt geebnet haben, es waren auch nicht die Union, die darauf verzichtet hat, Banken und Finanzinstitutionen zu einer größeren Risikovorsorge im Rahmen einer Übernahme von Anlagerisiken zu drängen – es waren Sozialdemokraten, die mitverantwortlich für die gegenwärtige Situation sind.

Für die Regierungsbildung in Hessen lässt sich Schlimmes befürchten. Das hessische Projekt passt nicht in die Planung einer Ausrichtung hin zur Mitte. Man hat von Bundesseite aus zwar seit kurzem darauf verzichtet, offene Proteste in entsprechend angefixten Medien zu platzieren, dennoch wird Hessen als Belastung angesehen, ungeachtet der Tatsache, dass im Saarland und in Sachsen-Anhalt im nächsten Jahr ähnliche Konstellationen drohen. Dies ist auch nicht bedingt durch die Option der Regierungsübernahme, sondern durch den eigenen programmatischen Ansatz der hessischen SPD, die eben dem Projekt der Konstituierung der SPD als „Partei der Mitte“ entgegensteht.

Bemüht man sich als Kassandra, wird die SPD dabei grandios scheitern.

Ein Jürgen Walter hat sich schon von der Verantwortungsübernahme in Hessen verabschiedet, ob er oder jemand anderes sich der Stimmabgabe bei der Wahl von Andrea Ypsilanti verweigert, wird sich kaum nachweisen lassen. In Hinsicht auf die Ausrichtung der SPD mit Steinmeier und Münte, muss aber das hessische Projekt zum Scheitern gebracht werden und die Abstimmung ist geheim.

Danach werden sich sowohl eine gescheiterte SPD, wie eine opportunistische Fraktion der Grünen, an Roland Koch andienen. Bittere Aussichten für Hessen.

[Link] [Cache]
Raymond Walden: Bildungsrepublik Deutschland
10/25/2008 01:04 PM
Oft verrät ein Name oder ein verwendeter Begriff genau sein Gegenteil. Die Deutsche Demokratische Republik war eben nicht demokratisch, der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund alles andere als frei, die bundesdeutsche Rentensicherung völlig unsicher, die Gesundheitsreform einfach krank.
Nun die "Bildungsrepublik"!
Bildung verkommt im System der Gleichmacherei, der Vermassung, der Förderung der Langsamsten und Unwilligen auf Kosten der anderen, orientierungslos, "antiautoritär", aktionistisch überfrachtet, gedankenlos undiszipliniert, bürokratisch und verwaltungstechnisch aufgeblasen.
Es ist der "Bildungs-Gipfel", wie hier die Demokratie, der mündige Bürger verspielt wird.[Link] [Cache]
redblog: Mit Volldampf in den Krieg
10/25/2008 12:23 PM


via trueten.de[Link] [Cache]
Jung kann es nicht mehr leugnen: Deutschland ist im Krieg!
10/25/2008 11:53 AM

“Ich verneige mich in Dankbarkeit und Anerkennung vor den Toten, die für unser Land im Einsatz für den Frieden gefallen sind”, hatte Jung bei der Bestattung der gefallenen Soldaten gesagt.

Es bleibt bei dieser Regierung nur noch der fahle Geschmack des Zynismus und der Weltfremdheit, wenn es regierungsseitig heißt: “Das sagt der Öffentlichkeit weit deutlicher, worum es in Afghanistan geht … Das ist die richtige Art, in der Öffentlichkeit mit deutschen Opfern umzugehen. Es wird bei den Soldaten sehr gut ankommen”.

Was soll bei den Soldaten sehr gut ankommen? Ich kann gar nicht so viel kotzen, wie ich ertragen möchte!

Perfide, die Regierungsargumentation: es sei kein richtiger Krieg, es sei nur ein Guerilla-Krieg. So eine Haarspalterei! Die Taliban, man mag dazu stehen, wie man will, haben keine hochmodernen Waffensysteme, also sehen sie ihre Chance nur darin, mit IHREN Mitteln Krieg zu führen. Manchen wir uns doch nichts vor: die Taliban werden den Anspruch auf ihr Land erheben, welches ihnen der Westen streitig macht. Wenn der Bundesverteidigungsminister meint “Sie ( Anm. DD: die Taliban ) schrecken nicht davor zurück, auf perfideste Art und Weise Soldaten zu ermorden”, so träumt er laut seinen eigenen Traum! Gibt es, Herr Jung, eine perfide und eine nicht perfide Art im Krieg zu töten?
Unstrittig ist, dass die Taliban ein System erreichtet haben, welches nicht unserer westlichen Vorstellung entspricht, welches nicht den UN- Menschenrechtskonventionen entspricht. Es sei die Frage erlaubt, ob ein Land das Recht hat, militärisch zum Umsturz der politischen Ordnung einzuschreiten? Nein! Auch nicht nach den UN- Menschenrechten.
Mit der Eröffnung, dass es in Afghanistan doch einen Krieg gibt, werden die LINKEN vielleicht eine neue Chance haben, vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen.

Ein besonderes Schmankerl soll man nicht vorenthalten: “Soldaten, die in Gefahrengebieten wie in Afghanistan ein besonderes Risiko tragen, müssen künftig auch besser bezahlt werden”, meint die SPD! Klasse, Soldaten, für Euren Tod kriegt Ihr 50 Eurocent in der Stunde mehr! Pfui, SPD, Ihr werdet in Eurem Kopf immer perverser!

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Radio Utopie: Leihfirmen glauben wirklich „Wir sind die Guten"!
10/25/2008 10:22 AM

Leiharbeitsfirmen fühlen sich als Arbeitsplatzbeschaffer, als Unternehmer die Arbeitsplätze
erzeugen. Eine Verbrämung der tatsächlichen Verhältnisse. Denn, Arbeitsplätze in der Leiharbeit
entstehen, weil für die bestehenden Arbeitsplätze keine Arbeitnehmer eingestellt werden.
Leiharbeitsplätze sind vorhandene aber „outgesourcte“ Arbeitslätze!

Die Leiharbeit kann in dem Maßstab, wie sie Menschen beschäftigt keine Arbeitsplätze erzeugen,
höchstenfalls sind betriebsinterne Arbeitsplätze, z.B. in der Lohnbuchhaltung oder die Disponentenjobs solche Jobs, die wirklich durch die Leiharbeit neu entstehen.


Hatten Schröder und Co. Keine Ahnung von Leiharbeit als sie Hartz I umgesetzt haben?
Die Regierung Schröder und insbesondere Peter Hartz müssen genau gewusst haben, wie Leiharbeit funktioniert, als sie in der Agenda 2010 mit dem „Ersten Gesetz zu den modernen  Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, genauer Hartz 1, die gesetzlichen Vorraussetzungen im
Arbeitnehmerüberlassungsgesetz zugunsten der Wirtschaft gelockert haben.


Abgeschafft wurde die gesetzliche Beschränkung der Einsatzdauer von Arbeitseinsätzen bei Entleihbetrieben, die Verpflichtung zu einem Zweiteinsatz für den Leiharbeiter (keine Einstellung für Einzelauftrag). Der wiederholte Abschluss befristeter Arbeitsverträge (o. sachlichen oder Personellen Grund). Wiederholte Kündigung unbefristeter Arbeitsverträge und Wiedereinstellung innerhalb 3 Monate.
Neu aufgenommen wurde, dass Leiharbeitnehmer nicht schlechter bezahlt werden dürfen als Beschäftigte in dem Entleihbetrieb (wobei dies nicht für Langzeitarbeitslosen, die neu eingestellt gilt). Als "quasi" Öffnungsklausel sollte erlaubt sein, eine davon abweichende Regelung z.B. durch einen Tarifvertrag abzuschliessen. Dies war eine Steilvorlage für die Tarifparteien, um Tarifverträge abzuschließen.
Die christlichen Gewerkschaften waren dann die ersten, die einen Tarifvertrag abschlossen. Mit den darin vereinbarten Löhnen wollten sie Equal-Pay verhindern. Denn die Branche befürchtete den Tod vieler Unternehmen, wenn durch die Gleichstellung der Löhne kein
Lohnvorteil für den Einsatz der Leiharbeit sprechen würde. Zwar gibt es dennoch eine Reihe vorn Argumenten für den Einsatz der Leiharbeit, aber die Leiharbeitsbranche wollte den Profit erhalten. Die Veränderungen haben für die Leiharbeit weitgehende Folgen mit sich gebracht. Die Branche die bisher ein „Schmuddelimage“ hatte, wurde quasi „über Nacht“ aufgewertet zu einer akzeptierten und geachteten Beschäftigungsform für jedermann. Mangels wirkungsvoller Alternativen nimmt diese Branche zunehmend eine Wirtschaftliche Machtposition ein und ist als Beschäftigungsform mittlerweile kaum mehr aus der Industrie wegzudenken. Erst durch die Einführung des Niedriglohnsektors mit prekärer Beschäftigung (Leiharbeit, befristete Arbeit, Teilzeitarbeit etc.) wurden starke Beschäftigungsimpulse gesetzt.


Voller Stolz können sich Schröder, Hartz, Clement und die Chefs der großen Leiharbeitsfirmen auf die Schultern klopfen, welche großartigen Leistungen ihre Politik hervorgebracht hat. Jeder dritte Vollzeit-Leiharbeiter muß aufgrund des geringen Lohnes zusätzlich ALG2 beantragen.
Der viel bemühte und propagierte „Klebeeffekt“ (Übernahme des Leiharbeiters in feste Beschäftigung des ersten Arbeitsmarkts) liegt erwiesener Weise unter 2%. Die schlechte Personalpolitik vieler Unternehmen wirkt sich insoweit aus, dass es im Hochqualifiziertenbereich mittlerweile einen regelrechten Fachkräftemangel gibt, der zu einer stärkeren Nachfrage führt. In diesem Bereich sind Übernahmechancen in den ersten Arbeitsmarkt erheblich besser. Jeder achte Sozial versichert Beschäftigte gilt trotz Vollzeitarbeit als arm, mehr als 1,2 Millionen Erwerbstätige gelten als Aufstocker, die ihren kargen Lohn mit ALG2 aufbessern müssen. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer in einem Leiharbeitsbetrieb dauert drei Monate. Der Anteil des Niedriglohnsektors beträgt 22% Prozent aller Beschäftigten in Deutschland. Die Leiharbeitsbranche wächst überdurchschnittlich stärker als andere. Nach in Kraft treten der Gesetzesänderung im AÜG, im Januar 2004 wuchs die Branche allein in 2004 um über 20%. Deutschlands Leiharbeit rangiert im europäischen Vergleich mittlerweile an vierter Stelle. Nur in Großbritannien, Luxemburg und Niederlande gibt es mehr Leiharbeiter als bei uns.


Leiharbeit als Fluch oder Segen?
Seit der gesetzlichen Lockerungen der gewerblichen Leiharbeit in Deutschland, wuchert diese Branche ähnlich einem Krebsgeschwür quer durch die Republik. Während diese Branche früher eine Nische ausfüllte, ist sie zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftsfaktor beim Umsatz und
der Beschäftigung geworden. Etwa 2,5% des Bruttosozialproduktes und mehr als 3% aller Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiten heute in der Leiharbeitsbranche. Erstmalig in der Bundesdeutschen Geschichte wird diese Branche vermutlich noch in diesem Jahr
die Eine Million Grenze bei den Beschäftigten knacken. Die meisten Leiharbeiter werden in den neuen Bundesländern beschäftigt, außerdem gibt es ein Nord- / Südgefälle. Obwohl gerade in der jetzigne "Finanzkrise" die Atuomobilhersteller als Beispiel, zuerst die Leiharbeiter in den Betrieben abbauen, meist ist dies mit dem Verlust des Arbeitsplatzes für den Leiharbeiter verbunden.
Der Siegeszug der Leiharbeit ist teuer erkauft, wenn man die Volkswirtschaftlichen Kosten sieht. Denn für jedem Leiharbeiter der zusätzliche Leistungen vom Staat beziehen muß, zahlt jeder Steuerzahler quasi für diesen Leiharbeiter mit. Nur der Unternehmer zahlt nichts und kassiert.
Auf die Profite der Leiharbeitsunternehmen sollte deshalb eine Sonderabgabe eingeführt werden.
Positive Schlagzeilen
Leiharbeit kann für Berufseinsteiger, Langzeitarbeitslose und für Jobwechsler eine Chance sein, um schnell eine Arbeit zu haben oder um Berufserfahrung zu sammeln. Die Chance auf den Übergang in eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt ist größer als beim Direkteinstieg.
Negative Schlagzeilen
Langfristig überwiegen die Nachteile dieser prekären Beschäftigungsform. Schlecht kalkulierbare Arbeitszeiten, Fahrtzeiten, evt. Schichtarbeit, geringes Einkommen und damit verbunden geringe Alterseinkünfte. Sind diese Arbeitsverhältnisse auch noch befristet, wird Zukunftsplanung z.B. die Familienplanung zum Risikospiel. Leiharbeiter gelten in der Bankenwelt als nicht kreditwürdig und Schuldenanfällig. Für eine zusätzliche Rentenversicherung bleibt meist kein Geld übrig. Die heutigen Geringverdiener sind die Altersarmen von morgen!


Gibt es Alternativen zur prekären Leiharbeit?
Natürlich! Mindestens befristete Arbeitsplätze, die mit armutsfestem Lohn ausgestattet sind.
Meist findet man diese immer noch im „ersten“ Arbeitsmarkt. Obwohl ja gerade dort die meisten abgebaut werden. Wirtschaftsfinanzierer glänzen durch ihre Vorsicht bei der Kreditvergabe. Als Konzerne verpokern sie Milliarden in risikoreichen Anlagegeschäften mit Luftnummern.
Wenn es aber darum geht, Jungkarrieren zu fördern oder angehenden Unternehmern eine Geschäftsfinanzierung zu ermöglichen, dann verweigern sie häufig ihre Unterstützung und berufen sich auf zu hohe Risiken der Finanzierung, welch ein Zynismus.
Wenn wir in Deutschland ruhigere Lebensperspektiven für Erwerbstätige Menschen haben wollen, die sich weniger Sorgen über ihre Zukunft machen müssen, dann wird unsere Wirtschaft und die Politik umdenken und vor allem handeln müssen. Denn wenn die Produktivität weiter stetig positiv steigt, werden künftig weit weniger Menschen benötigt, um die gleiche Warenmenge (oder sogar noch mehr) zu produzieren als bisher.


Was wird mit denen geschehen, die in der Wertschöpfungskette nicht benötigt werden?
Wenn wir als menschliche Arbeits- und Lebensgemeinschaften überleben wollen, müssen wir auf diese Frage, neben den vielen anderen Themen eine glaubwürdige Antwort finden. Die Leibeigenschaft und Unfreiheit des Mittelalterlichen Fronarbeiters wird durch den aufgeklärten
hochflexiblen Wanderarbeiter abgelöst –Nach dem Deutschlandweiten Einsatz kommt nun der  Europäische und danach der Weltweite.


Die „Betriebswirtschaftliche Verwertungseinheit Mensch“ wird zum Global Player in der Ich AG.


Wer als Leiharbeiter schuftet hat den Respekt, aber vor allem "gleiches Geld für gleiche Arbeit" verdient!

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xxlkillababe: Diese Krise sucht in der Historie ihres Gleichen!
10/25/2008 10:21 AM

Das Gold (gestern 689,60$) fällt ins Tal der Tränen dicht gefolgt vom DAX mit Spitzenwerten um die -9,xx % Prozent das sucht seines Gleichen. Nun sagt schon New York University Professor Nouriel Roubini: Panik wird so groß, dass Börsen für zwei Wochen geschlossen werden. Der deutsche Leitindex Dax durchbricht im Laufe des Freitaghandels zeitweise schon die 4.100er Marke und markiert somit ein neues Jahrestief 2008.

MMnews.de: Kollateralschäden des Finanz-Tsunami

Der US-Finanz-Tsunami wütet. Die dadurch ausgelösten Schockwellen laufen um den Globus. Noch ist die weltweite Finanzkrise nicht vorbei, sie wurde nur für kurze Zeit ausgesetzt - eingesetzt hat allerdings die globale Rezession. Diese Krise sucht in der Historie ihres Gleichen, sie wird sich beschleunigen und zu ungeahnten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spannungen führen. Rasant bürgten die Staaten 2008 mit dick geschnürten Rettungspaketen für die Zocker und Finanzgauner:

Rasch standen insgesamt eine Billion in US-D und Euro Gewehr bei Fuß. Marktwirtschaft adieu - das kapitalistische Amerika rumpelt mit Volldampf in die Planwirtschaft. Um das Bankensystem weltweit zu retten wurden schlechte Kredite sozialisiert, der Aufkauf von US-Kreditgiftmüll war angesagt. [mmnews.de]

Regelrecht “Schockiert” und “fassungslos” - zeigt sich der einst mächtigste US- Banker der Welt über die weltweiten Finanzkrise: Ausgerechnet Alan Greenspan muss zugeben, dass das freie Spiel der Kräfte am Markt ein großer Fehler gewesen ist.

Auswirkungen sehen wir an den Börsen rund um den Globus. Am deutschen Aktienmarkt leiden besonders stark die Auto- und Lkw-Aktien wie MAN (-9,93%), Continental (-11,69%), Daimler (-10,03%), BMW (-8,21%) und jetzt auch (VW) Volkswagen (-9,07%). (Werte heute 13.00Uhr)
Auch die französischen Autobauer Peugeot (-8,69%) und Renault (-15,80%) haben ihre Ausblicke auf die Zukunft ebenfalls gesenkt. Der schwedische LKW-Bauer Volvo kürzte ebenfalls seine Prognose für den europäischen Lkw-Markt.

Was hier gerade angerichtet wird haben die Verantwortlichen noch nicht richtig realisiert!!! Manche Aktien sind so tief gefallen, dass die Unternehmenswerte unter dem Cash-Bestand der Betriebe liegen. Wo liegt wohl der Cash?

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Deutschland Debatte: Relative Strafen aussprechen
10/25/2008 09:53 AM

Der Fall S. zeigt, dass Gerichte scheinbar einen nicht nachvollziehbaren Gang zumindest der geldlichen Strafzumessung verfolgen. Ein irrwitziger Betrag, entsprechend einem Monat Lebensunterhalt, soll er zahlen - dafür für ein “Vergehen”, das zweifelhaft ein wirkliches Vergehen ist, soweit die Fallschilderung diese Aussage zuläßt.

Was für den einen eine Strafhöhe von einem Monat Lebensunterhalt ist, ist für den anderen etwas mehr als 1 Arbeitsminute brutto.

Verstehen Sie? Die Relationen stimmen nicht mehr! Warum soll einer einen Monat Lebensunterhalt für eine Strafe zahlen, während der andere dafür gerade einmal eine Arbeitsminute zahlt?

Was halten Sie davon, wenn man zukünftig Geldstrafen prozentual vom Bruttoeinkommen zahlt. Beispielsweise kostet falsches Parken zukünfig 0,2 Prozent vom Bruttoeinkommen des letzten Steuerbescheides / des letzten Monatseinkommens …

Dann kostet für den Durchschnittsverdiener mit brutto 26.425 Euro/Jahr falsches Parken 52,85 Euro, während ein gut Verdienender mit einem Jahresgehalt von 150.000 Euro 300 Euro zahlen muss.

Was halten Sie davon, wenn man zukünftig Geldstrafen prozentual vom Bruttoeinkommen zahlt?

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Querdenkerforum: Verfassungsreferendum e.V.
10/25/2008 09:16 AM
In Deutschland ist vieles nicht so, wie es sein sollte.

Aufgabe des Verfassungsreferendum e.V. ist es, dazu beizutragen, dass sich dies ändert.

a) Wir bringen gute Ideen und die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt zusammen und erarbeiten verwertbare Lösungsansätze für wichtige politische und gesellschaftliche Fragen.

b) Wir unterstützen die Durchführung von Volksbegehren und Volksentscheiden mit dem Ziel, die Landesregierungen zu veranlassen, über den Bundesrat im Bundestag einen Gesetzentwurf für ein Verfassungsreferendums-Durchführungsgesetz einzubringen.

c) Wir sorgen dafür, dass am 23. Mai 2009, dem 60sten Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes, ein Verfassungsreferendum stattfindet, in dem das deutsche Volk in freier Entscheidung gemäß Artikel 146 Grundgesetz (GG) seine Verfassung beschließt.

Zur Vorbereitung dieses Verfassungsreferendums werden wir insbesondere auch

- einen Internetauftritt einrichten und betreiben
- Direktwerbemaßnahmen durchführen
- Flugblätter drucken und verteilen
- Umfragen durchführen
- Vorträge, Seminare und Symposien organisieren
- mit anderen Organisationen aus dem parlamentarischen und außerparlamentarischen Bereich zusammenarbeiten
- Aufklärungsarbeit über die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge in Deutschland leisten
- Druckschriften herausgeben
- Gedankenaustausch zwischen Politikern und Bürgern organisieren

Der Verfassungsreferendum e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch
- einen Internetauftritt einrichten und betreiben
- Direktwerbemaßnahmen durchführen
- Flugblätter drucken und verteilen
- Umfragen durchführen
- Vorträge, Seminare und Symposien organisieren
- mit anderen Organisationen aus dem außerparlamentarischen Bereich zusammenarbeiten
- Aufklärungsarbeit über die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge in Deutschland leisten
- Druckschriften herausgeben
- Gedankenaustausch zwischen Politikern und Bürgern organisieren


Am 22. Oktober 2008 wurde der Verfassungsreferendum e.V. unter VR 201876 im Vereinsregister München eingetragen.[Link] [Cache]
emplify: Links - 25.10.2008
10/25/2008 08:36 AM

Eine Woche um, eine Woche neues Link Material gesammelt.


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Principiis Obsta: Kollateralschäden des Finanz-Tsunami
10/25/2008 08:25 AM


Von Hans Jörg Müllenmeister
Samstag, 25. Oktober 2008

Diese Krise sucht in der Historie ihres Gleichen, sie wird sich beschleunigen und zu ungeahnten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spannungen führen.


Der US-Finanz-Tsunami wütet. Die dadurch ausgelösten Schockwellen laufen um den Globus. Noch ist die weltweite Finanzkrise nicht vorbei, sie wurde nur für kurze Zeit ausgesetzt - eingesetzt hat allerdings die globale Rezession. Diese Krise sucht in der Historie ihres Gleichen, sie wird sich beschleunigen und zu ungeahnten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spannungen führen. Rasant bürgten die Staaten 2008 mit dick geschnürten Rettungspaketen für die Zocker und Finanzgauner:

Rasch standen insgesamt eine Billion in US-D und Euro Gewehr bei Fuß. Marktwirtschaft adieu - das kapitalistische Amerika rumpelt mit Volldampf in die Planwirtschaft. Um das Bankensystem weltweit zu retten wurden schlechte Kredite sozialisiert, der Aufkauf von US-Kreditgiftmüll war angesagt.

Noch einmal darf sich das Finanzgetriebe um einen Zahn weiter drehen. Wäre das im privaten Bereich möglich? Ein hochverschuldeter Habenichts, der sich gönnerhaft als Bürge aufspielt? Ein Kontrastprogramm im globalen Panoptikum, das im kommenden G8-Gipfel eine neue Währungsbombe zündet! Um aber den Hunger in der Dritten Welt zu stillen, stellten wohlhabende Staaten jährlich ein Rettungspaket von einer mickrigen Milliarde US-D bereit - das ist 0,7% des Bruttosozialprodukts.

Bis 2009 wächst das Heer der Hungernden in der Welt um 50 Millionen Kreaturen. Das Verhältnis der Rettungspakete Finanzkrise zur Hungerkrise liegt bei 1000 zu 1. Bankenrettung ist opportun, Lebensrettung der Hungernden keineswegs.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, http://www.koufogiorgos.de/
Erstaunlich, jene bürgenden Staaten können nicht einmal die eigenen Zinsen aufbringen, um ihr Schuldengebirge zu bedienen. Das ist schlicht schizophren.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bezifferte 2005 die Gesamtstaatsverschuldung auf 7,5 Billionen Euro. Das ist ein Vielfaches der gezeigten 1,5 Billionen Euro, der Spitze des Schuldeneisbergs. Wie will das hochverschuldete Deutschland die am 13. Oktober 2008 verkündeten 480 Milliarden Euro Garantien aufbringen? Der Bundeshaushalt beträgt jährlich rund 250 Milliarden Euro, davon sind etwa 200 Milliarden durch Steuern und Abgaben gedeckt, der Rest ist finanziert.

Im Fiskaljahr 2008 wuchs die gesamte US-Verschuldung von 9.007.000.000.000 US-D auf 10.025.000.000.000 US-D an. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von über 11%. Bereits 16 Tage nach Ende des letzten Fiskaljahres stieg die Staatsverschuldung um atemberaubende 331 Milliarden US-D; das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 75%. Allein das US-Rettungspaket hat die Schuldenlast für jeden amerikanischen Bürger um 17.000 US-D erhöht.

Eine weitere Unwirklichkeit: Deutschland gibt am Hindukusch für das Militär viermal mehr aus als für den Wiederaufbau der Infrastruktur dieses Landes. Nach wie vor blüht dort der Drogenhandel der Opiumbarone, die ungezügelt 80% des Welthandels bedienen. Welch ein Wahnsinn. Deutsche Soldaten sterben im dümmsten und schmutzigsten Krieg für ein teuer bezahltes Nichts. Und: US-Veteranen bringen sich daheim völlig kriegstraumatisiert um. Ihre Zahl ist größer als jene, die auf den Schlachtfeldern der US-Außenstellen starben.

Das kollabierende Finanzsystem wird wie ein Zombie nochmals wiederbelebt. Neue Finanzblasen wie die Kreditkartenblase werden sich entwickeln. Die verschleppte Krise wird alsbald wieder aufbrechen und weit größere Dimensionen erreichen. Weltweit hat sich das Volumen der Derivate innerhalb der zurückliegenden sechs Jahre auf 500 Billionen US-D aufgebläht. Es macht das Zehnfache des globalen Bruttoinlandproduktes aus. Die größte aller Blasen, die Derivaten-Blase lauert noch auf ihr Debüt.

Die massiven Liquiditätsspritzen legen den Keim zu einer neuen Spekulationsblase. Das sind die Rohstoff- und Edelmetallmärkte, die seit Jahren im Aufwärtstrend liegen. Diese erfahren gerade eine noch nie zuvor gesehene scharfe Rasur. Rohstoffe und Edelmetalle können erst nach den Rettungsaktionen zur Liquiditätsbeschaffung frei einatmen für den nächsten dynamischen Anstieg im November.

Nur eine Währungsreform kann letztlich mit Zwang die monströse Staatsverschuldung minimieren - ohne diesen bewährten Griff in die Trickkiste läßt sich real selbst über 600 Jahren nichts mehr zurückzahlen. Die Kapitalisierung der Weltbörsen fiel seit Oktober 2007 von 63 Billionen US-D bis Oktober 2008 auf unter 30 Billionen US-D. Eine riesige Kapitalvernichtung im Zeitraffer.

Ein Großteil des Welthandels kann erlahmen. 90% des weltweiten Warenverkehrs werden per Schiff abgewickelt. Sobald ein Frachter irgendwo auf der Welt einen Hafen verläßt, ist ein Kredit fällig. Mit den so genannten Letter of Credits werden die Containerladungen finanziert. Damit garantieren große Banken dem Verkäufer, daß er auch sein Geld kriegt. Die Stütze des weltumspannenden Handels drohen zusammenzubrechen. Immer seltener akzeptieren Banken diese Letter of Credits, weil sie ihrem Gegenüber nicht trauen.

Ohne diese Geldsicherheit stapelt sich die Ware in den Häfen. Die Krise breitet sich dann rasant aus. Alle Güter sind davon betroffen, sowohl Rohstoffe wie auch Lebensmittel. Wenn die Schiffe aber keine Ware mehr transportieren, droht den Reedern schnell der Bankrott. Zudem sind die meisten Schiffe selbst kreditfinanziert. Gehen aber die Reeder pleite, droht der vollständige Kollaps auf den Weltmeeren. Eine „Anomalie" im Persischen Golf träfe den weltweiten Güterverkehr erst recht empfindlich.

Deswegen: Beginnen Sie jetzt damit, haltbare Lebensmittelvorräte Zug um Zug aufzubauen! Nudeln, und zwar ohne Ei-Substanz, Weizen, Zucker und Honig halten sich sehr lange. Keimlinge sind haltbar und sorgen für genügend Spurenelemente. Auch einen ausreichenden Vorrat an Trinkwasser, versetzt mit Silberionen sollten Sie bunkern.

Denken Sie auch an einen Campingkocher oder Kanonenofen zum Erwärmen der Nahrung. Lassen Sie Ihre eigene Speisekammer, ihre Zähne sanieren, kaufen Sie Ihre benötigten Medikamente auf Vorrat. Halten Sie gute Nachbarschaft, denn die Krise kommt bestimmt. Auch das gehört zur Vorsorge: Tauschen Sie einen Teil Ihres Euro-Bargeld in 10-Euro-Silbermünzen.

Als offizielles Zahlungsmittel enthalten diese Münzen jeweils etwa eine halbe Unze Silber. Theoretisch bekommen Sie bei jeder Bank diese Silberlinge, auch bei der Landesbank. Ab 2009 könnte es in Deutschland zu bedrohlichen Versorgungsengpässen kommen. Warten Sie nicht ab. Handeln Sie jetzt!

Große Finanzkrisen führen immer zu gewaltigen Umverteilungen des Vermögens, und zwar von unten nach oben: von der breiten Masse zum aktuelle Machtkartell. Werfen wir einen Blick zurück in die Goldenen Zwanziger. Da blähte die Hochfinanz den Aktienmarkt zunächst mit billigem Geld massiv auf. Wie jetzt! Die US-Notenbank nahm nicht nur die Zinssätze drastisch zurück, sondern weitete auch die Geldmenge gewaltig aus. Wie jetzt! Die Folge: Immer mehr Kleinanleger stiegen massiv in Aktien ein. Dann hob die FED plötzlich die Zinsen stark an. Der Aktienmarkt brach zusammen.

Es kam zur Hyperinflation. Wie schon bald! Im Zuge der Weltwirtschaftskrise verarmten viele Bürger. Gewinner war und ist die Clique der Hochfinanz, sie profitierte sowohl vom Aktienboom als auch vom darauf folgenden Zusammenbruch. Das sind keine blinden Zufälle, denn diese Gutmenschen erzeugt Krisen systematisch. Die US-Notenbank kontrolliert die Geldversorgung und die Zinssätze. Deswegen gelingt es ihr, die gesamte Wirtschaft wie auch die Rohstoffmärkte zu manipulieren. Subtil und gerissen wechselt die Zentralbank zwischen Inflation und Deflation. Damit wird der Wohlstand der Bevölkerung Stück um Stück minimiert.

Die derzeitigen jährlichen Geldwachstumsraten: Europa 15%; China 20%; Indien über 22%. Geldvermehrung bedeutet Inflation. Sie ist eine Steuer mit Tarnkappe - ohne Papiergeld wäre diese Steuer unmöglich, und sie ist heimtückisch und trifft alle Bürger.

In einem Umfeld, in dem die weltweiten Notenbanken die Geldmenge inflationieren, hält das Goldangebot mit der Nachfrage nicht mit. Verlieren aber die Bürger endgültig das Vertrauen in die staatlich aufgezwungenen Papierwährungen, werden sie die Gelb-Währung bevorzugen. Dieses Gold können die Zentralbanken nicht zerstören. Wie sagte schon der Vater von Warren Buffett: „Der Goldstandard wirkte als stiller Wächter, um unbegrenzten öffentlichen Ausgaben vorzubeugen."

Kommt es zum Äußersten, würden sämtliche in Umlauf befindlichen Papierwährungen so bewertet wie schon zu früheren Zeiten - nämlich als Anspruch auf Gold (Goldstandard). Wehe, wenn ausländische Gläubiger ihre US-Schatzbriefe liquidieren. Dann wäre die US-Notenbank gezwungen, diese aufzukaufen. Die hierzu erforderliche Geldmenge müßte sich vervielfachen: der Goldpreis stiege ins Unermeßliche. Dabei kann der innere Wert des Goldpreises dauerhaft niemals auf Null fallen, denn eine produzierte Unze kostet inzwischen rund 500 US-D.

Es wird Geld geflutet, was das Zeug hält! 2008 kam es zu auffälligen Veränderungen bei den Wachstumsraten der Geldmengen. Die US-Geldmenge M1 blähte sich auf; die 52-Wochen-Rate stieg in einem Monat von 0,6% auf 11%. Auch in Europa leistet man sich gigantische Liquiditätsspritzen und plustert die Geldmenge riesig auf. Derzeit versucht das US-Establishment mit brachialer Gewalt die Anleger am Vorabend der gigantischen Inflation aus allen Gold- und Silberanlagen heraus zu ekeln.

Die Hochfinanz weiß sehr genau, dass nach einer Tabula rasa nur Gold Vertrauen gibt. Gerade jetzt, wo das gelbe Metall in den Keller rauscht, werden sich diese Mischpoken klammheimlich und gezielt mit Minengold eindecken, um am Tag x goldgedeckt dazustehen. Diese Trapper und Fallensteller sind unterwegs auf Shopping-Tour und klauben verkommen gemachte Minenwerte wie Peanuts auf.

Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen und verrückt machen, wenn durch Manipulanten der Goldpreis rapide und immer pünktlich um 14 Uhr in NY um bis zu 60 US-D fällt. Inzwischen gibt es zwei Parallelwelten wie Ende der 60er Jahre: das gedrückte Goldpapieruniversum und das reale Golduniversum. Bis zu 50% Aufgeld und mehr muß man Mitte Oktober zahlen, um überhaupt etwa Silbermünzen zu ergatter.

Während bei den Produzenten noch genügend Rohmaterial in Form von Granulat besteht, haben die Prägeanstalten Mühe, die steigende Nachfrage nach geformtem Edelmetall, z. B. Münzen zu liefern. Dieser Engpaß wird uns noch das ganze Jahr begleiten. Es bedarf keiner großen Phantasie, um sich eine Preisexplosion ab November vorzustellen - nachdem die Drückerkolonnen abgezogen sind. Diese haben auch die Industrieweißmetalle Platin und Palladium sogar unter ihren Gestehungskosten befördert. Wann hat es je diese Unmöglichkeit gegeben: der Kassapreis für eine Unze Platin liegt 400 Euro unter den Herstellungskosten, und Platin kostet fast soviel wie Gold!

Im Jahr 2000 brauchte man etwa 40 Unzen Gold, um einen Anteil am Dow-Jones-Index zu kaufen, heute sind dazu nur etwa 12 Unzen Gold nötig. Der Dow hat also im Vergleich zu Gold, etwa 70% an Wert verloren. In ein paar Jahren stehen Dow und Gold auf gleicher Augenhöhe, d. h. bei 1:1. Aktuell liegt der Goldpreis eklatant beim 80-fachen des Silberpreises.

Da es weltweit etwa fünfmal mehr Gold als Silber gibt (5 Mrd. Unzen Au zu 1 Mrd. Unzen Ag), liegt der Gesamtwert der weltweiten Goldbestände um das 400-fache höher als der Gesamtwert der Silberbestände. Der Wert des gesamten Goldes beträgt 4000 Milliarden US-D, der des Silbers liegt bei nur 10 Milliarden US-D. Wenn Sie können, tun Sie Ihrer Geldkaufkraft was Gutes, kaufen Sie die relativ preiswerten Silberknubbel zu 1000-Unzen-Barren, die wegen ihres unhandlichen Gewichtes von 31 kg noch dazu ganovenunfreudlich sind.

Das Ausweiten der Geldmengen im Verein mit den Staatsgarantien bedeuten eine noch größere Verschuldung; das ist Humus für Gold und Silber. Die aktuellen Entwicklungen deuten darauf hin, dass die globale Hyperinflation bereits schon 2009 einsetzten könnte. Zuvor könnten die Währungs-Mischpochen kurzfristig den Euro zum Dollar herunter stoßen; denkbar ist auch, dass der Dollar zum Euro verkommt. In den kommenden Monaten könnten sogar die Notierungen an den Weltbörsen anziehen.

Die gewaltige Inflationierung der Notenbanken ist die versteckte Antriebsfeder der neuen Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt. Lassen Sie sich nicht täuschen: Die augenblickliche Pseudostärke des Dollar zum Euro kommt dadurch zustande, weil viele Investoren und Fondgesellschaften massiv US-Anlagen verkauften. Dadurch entstand eine erhebliche Nachfrage nach dem Dollar. Womöglich kommt es an den Aktienmärkten zu einer Scheinhausse - inflationsbereinigt wäre indes der Anstieg deutlich geringer.

Simbabwe ist mit 231 Millionen Prozent ein Vorreiter der kommenden Hyperinflation. Für einen normalen Einkauf auf dem Gemüsemarkt muß man hier rund 20 kg an Papiergeld-Notenbündeln mitbringen. Der Kaufpreis wird längst nicht mehr abgezählt, sondern mit der Waage abgewogen. Nach der bevorstehenden weltweiten Hyperinflation 2012, wird man ein neues Finanzsystem installieren.

Es wird genau so konstruiert sein und weiterhin auf den Zinseszinseffekt beruhen und deswegen in einigen Jahrzehnten wieder untergehen. Anfangs wird es auf die Golddeckung beruhen, um dem Volk Vertrauen einzuflößen. Aber jedes auf Zins fußende System kann nur für einen gewissen Zeitraum funktionieren. In der Spätphase des Zinssystems wirkt sich der exponentielle Anstieg des Zinseszinseffekt dramatisch auf die Gesamtschulden aus.

Real kann die Verschuldung nicht mit der Zinseszinskurve ins Unendliche wachsen, denn zuvor kollabiert das System. Bedenken Sie die Folgen, wenn die Finanzwelt implodiert. Schon jetzt bricht die Realwirtschaft ein. Der akute Kollaps der US-Realwirtschaft führt unvermeidlich in den Staatsbankrott. Die US-Bürger haben so gut wie nichts gespart; und wenn sie in einen Rentensparplan einzahlen, dann verweht dessen Wert im Börsenkrach.

Die Immobilienpreise fallen weiter: mit jedem Tag werden die Hausbesitzer ärmer, die sich daran gewöhnt hatten, ihren Lebensstandard mit Krediten auf die Wertzuwächse ihres Immobilienbesitzes zu finanzieren. Nicht mehr lange, und die Autobauer in USA wie GM sind Pleite - die Pensionskassen sind leergefegt. Arbeitslosigkeit und Hunger machen sich dann breit, tumultartige Szenen der Bürger werden sich ausweiten. Ein ungewohntes Bild im Land der Tausend Unmöglichkeiten. Auch ein Krieg ist nicht auszuschließen. Den schalten die Politiker immer vor dem totalen Desaster - als Erklärungsmodell, warum alles so schlecht wurde.

Und hier ein bescheidender Ausblick auf die nahe Zukunft: Zusammenschluß des nordamerikanischen und südamerikanischen Kontinents zu einer einheitlichen Währungszone, nachfolgend Zusammenschluß von Amerika mit Europa. Weitere Verstaatlichungen der Banken in Europa. Rasantes Ausweiten einer flächendeckenden Überwachung durch schleichende Entdemokratisierung; Aufbau einer Militärdiktatur. Möglicher Krieg im Nahen und Mittleren Osten.

Die Zeit wird knapp. Sorgen wir vor. Wir sollten bewußter leben und uns nichts für spezielle Gelegenheiten aufheben, genießen wir jeden Tag, den wir erleben, als eine spezielle Gelegenheit. Streichen wir Redewendungen wie „später", „irgendwann", und „nicht jetzt" aus unserem Wortschatz. Bleiben wir Mensch.

Quelle: MMnews[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Pressemeldung Erwerbslosen Forum Deutschland vom 24.10.2008
10/25/2008 07:53 AM

DD veröffentlicht diese Pressemeldung des Erwerbslosen Forums Deutschland vom 24.10.2008; es ist die Darstellung des Erwerbslosen Forums Deutschland und DD will nicht die Theorie ausschließen, dass es auch eine andere Sichtweise geben könnte.

Du bist Deutschland - nein - wir sind Deutschland und leben mit der Schande, dass wir folgendes stillschweigend zulassen:

__________

Fragen über den Tod des Vaters unerwünscht - Deshalb drei Wochen Haft

Gericht verhängt einen utopischen Tagessatz, den ein Hartz IV-Bezieher nicht bezahlen kann

Hartz IV-Bezieher und Mitglied des Erwerbslosen Forum Deutschland, Bruno S.* (Freiburg) stellte wiederholt unbequeme Fragen an den Ortsvorsteher eines Vorortes von Freiburg und Mitarbeiter der ARGE-Hochschwarzwald, XY. *. (CDU). Per einstweiliger Verfügung wehrte sich der und sorgte damit am vergangenen Samstag für die Verhaftung des schwer kranken S.. Wegen eines Formfehlers kam es jedoch nicht zur Inhaftierung. Polizei und Gerichtsvollzieher überließen den schwer kranken Menschen, der dringend Medikament benötige und kein Geld dabei hatte, sich selbst. Mit Mühe und Not schleppte sich S. über 12 Kilometer nach Hause

* Namen von der Redaktion geändert (Hinweise am Ende des Textes)
»Freiburg/March - »Wieso haben Sie nicht einmal die Familie informiert, als Sie meinen Vater ins Krankenhaus brachten und er dann drei Wochen später starb?« Für diese Frage wurde Bruno S. am Samstag verhaftet. Das Amtsgericht Freiburg hatte ihm verboten diese Frage an einem Ortsvorsteher (CDU) in der Nähe von Freiburg und Beamten der Arbeitsagentur zu stellen. Damit sollte wohl ein Exempel statuiert werden. Hartz IV-Bezieher Bruno S. soll sich damit zufrieden geben, dass der Beamte einer Hartz IV-Behörde die Aussage zu seinen Aktivitäten um den Tod des Vaters (G. S. ) verweigert und sich ausdrücklich auf sein Schweigerecht beruft.

Das Drama begann mit dem Todesfall im September 2002 und findet den Höhepunkt am vergangenen Samstag. Bruno S. wurde am Morgen 18.Oktobers 2008 verhaftet und in die Freiburger JVA verbracht. Das Ziel, S. zum Schweigen zu bringen wurde über einem juristischen »Trick« erreicht. Der ALG-II Bezieher wurde einem utopischen Ordnungsgeld von 100,- €/Tag - i.W. einhundert, 2.000 Euro und 5.000 Euro Sicherheitsleistung oder 20 Tage Gefängnis verurteilt. In der JVA stellte sich jedoch heraus, dass der Gerichtsvollzieher keinen ordentlichen Haftbefehl beantragt hatte und S. musste sofort wieder frei gelassen werden. Weder Polizei, noch Gerichtsvollzieher sorgten für die Rückreise des schwer kranken Bruno S. und überließen ihn für sich selbst, obwohl bekannt war, dass er keine Medikamente gegen seine Diabetes eingenommen hatte. Die Polizei behauptete, dass sie ihn nicht mehr mitnehmen dürfe. S. wies mühselig darauf hin, dass er krank sei und keine Möglichkeit habe alleine nach Hause zu kommen. Doch die Polizei stellte selbst eine einfache Diagnose: »Auf mich machen Sie einen normalen Eindruck« und ließ den Diabetiker einfach stehen. Der Feierabend schien wichtiger. Dabei war der Polizei die gesundheitlichen Probleme bekannt. Bruno S. hatte auf der Fahrt mehrere Erstickungsanfälle und ein Polizist saß ihm gegenüber. Ebenfalls lag dem Polizist eine seit August fortdauernde Krankmeldung vor. In einem sehr schlimmen Zustand wurde er dann von Bekannten zu Hause angetroffen, der ihn erstmal versorgte und für Hilfe sorgte.

Es war für das Gericht völlig klar, dass Bruno S. die verhängte Strafe von einem Tagessatz zu 100 Euro nicht aufzubringen konnte. »Allein die Festsetzung der Höhe halten wir für rechtswidrig, weil kein Sozialleistungsbezieher jemals einen so hohen Tagessatz aufbringen kann. So wird man unbequeme Frager los. Es entsteht der Eindruck, dass auf Beamtenkollegen untereinander Verlass ist«, sagte Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Bruno S. ist auf dem Weg zur Wahrheit sehr weit vorangekommen. So konnte er beweisen, dass sowohl der Anwalt und Schwiegersohn des CDU Politikers, sowie XY., Finanzbetreuer des Vaters von Bruno S., die Hinterbliebenen jahrelang belogen hatte. Ebenso wie er zunächst das Landgericht belogen hatte, er jedoch mit seinen eigenen Unterlagen überführt wurde (Nov. 2004).

So wurde auch der Beamte überführt. Der Vater von Bruno S. war gar nicht so plötzlich verstorben, wie der Politiker dies verbreitet hatte. Der Vater kämpfte mindestens sechs lange Tage gegen den Krebstod. Der Politiker und Arbeitsagenturmitarbeiter XY. hatte jedoch angeblich keine Zeit die Familie zu informieren. Er gab vor, von alledem nichts gwußt zu haben.

Neue Unterlagen beweisen jedoch, dass er als Betreuer aktiv war, bereits vor dem Patienten über die tödliche Diagnose informiert war, sogar dem Pflegeheim zustimmte und seinen Aufgaben nur zum eigenen Nutzen nachging. Die Arbeit als Betreuer hatte er auch vorerst vor Gericht verschwiegen.

Darüberhinaus hatte er aber sehr wohl die Zeit, vom Konto des Sterbenden über € 33.000,- in bar abzuheben und ihm, angeblich ein paar Tage vor dem Tod, im Krankenhaus zu übergeben. Wie sich später herausstellte war der Sterbende da schon nicht mehr klar ansprechbar. Der Verstorbene lag da bereits im Todeskampf und der CDU Politiker attestierte in der anschließenden Notariatsaufstellung, also an Eides statt »Bargeld 0,00 Euro«.

Kein Cent für Telefonate, Getränke, usw.? Nicht einmal pro forma wurde dies durch H. überprüft. All das wirkt sehr dubios.

Aber es kam noch schlimmer. XY. ließ den Verstorbenen gegen den Willen der Familie einfach einäschern. Dazu benutzte er eine fotokopierte Vollmachten aus der Vergangenheit. Tatsächlich hatte er nur noch eine gültige Vollmacht, die nicht über den Tod hinausging. »Doch was nicht passt, wird passend gemacht. So stückelte er alte Vollmachten zusammen und täuschte die Friedhofsverwaltung. Für mich ist das Leichenschändung«, so Bruno S. gegenüber dem Erwerbslosen Forum Deutschland. Doch den ermittelnden Oberstaatsanwalt, bei dem S. Strafanzeige gestellt hatte, schien das nicht zu interessieren. Ihm genügte, dass der Schwiegersohn (Rechtsanwalt) des CDU Politikers irgendwelche Vollmachten vorlegte, um alle Verfahren gegen H. einzustellen. Die Vorlage der Vollmachten wurde im Protokoll vermerkt um einen seriösen Anschein zu vermitteln - Kopien wurde aber keine gemacht.

Bruno S. kam der Wahrheit um die Umstände des Tods seines Vaters täglich näher, doch es schien so, als ob er mit allen Mitteln bekämpft wurde, je mehr er zusammen trug. Der arbeitslose S. hatte sich z.B. selbst um Stellen bemüht, die einen Umzug zwingend erforderlich gemacht hätten, doch seine Zuständige ARGE verschleppte etwaige Kostenzusagen solange, bis die Stelle hinfällig war. In anderen Fällen wurden Anträge von ihm verschleppt bzw. nicht bearbeitet oder völlig rechtswidrig abgelehnt. Auch für den Monat Oktober bekam Bruno S. seine Leistungen erst am 24.10. ausgezahlt, obwohl diese Anfang des Monats auf seinem Konto hätten gutgeschrieben werden müssen.

»Wir erwarten, dass hier endlich Licht in das Dunkle kommt. Bruno S. hat berechtigte Fragen und je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, umso mehr Ungereimtheiten tauchen auf. Aber da wird einfach ein Maulkorb erlassen. Besonders skandalös ist es, dass unsere Bundeskanzlerin, an die sich Bruno S. um Hilfe gewandt hatte, ihm nur ein »Gott segne Sie« antwortete. Als Parteivorsitzende hätte sie für eine faire Aufklärung sorgen können. Aber jetzt ist Bruno S. zu einem Tagessatz verurteilt, der so utopisch ist, dass zwingend nur Haft übrig bleibt. Da hätte das Gericht ja auch direkt Haft anordnen können«, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Sehr geehrte Damen und Herren,

dem Erwerbslosen Forum Deutschland liegen umfangreiche Dokumente als Beweise vor. Ebenso sind der Initiative die Namen der Beteiligten bekannt.
Weitere Informationen und Pressekontakt:

Erwerbslosen Forum Deutschland

Martin Behrsing

Schickgasse 3

53117 Bonn

Tel.: 0228 2495594

Mobil: 0160 99278357

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Duckhome: Der pornographische Antisemitismus - Teil 1
10/25/2008 07:26 AM
Bereits im Mai 1995 erschien aus Anlass einer Debatte um antisemitische Ausfälle des mittlerweile zur Ehre der "islamkritischen" Altäre erhobenen Theo van Gogh in der renommierten niederländischen Wochenzeitschrift "De Groene Amsterdammer" ein Beitrag der Amsterdamer Literaturwissenschaftlerin Solange Leibovici. Wir hatten von ihr seinerzeit freundlicherweise für das Watchblog Islamophobie eine Übersetzungserlaubnis bekommen. Wer sich auf den einschlägigen "islamkritischen" Seiten umschaut, wird verblüffende Ähnlichkeiten entdecken: sei es Obszönität, Provokation oder Projektion, und es sind höchstwahrscheinlich - dafür geben ja auch die Arbeiten von Claudio Lange Hinweise - die gleichen Mechanismen verbotener und unterdrückter Sexualität eine der Triebfedern.

Der Text jedoch ist aus Gründen, auf die wir andernorts zurückkommen werden, zur Zeit wieder besonders aktuell.

Deswegen wird er jetzt hier veröffentlicht.

Solange Leibovici schrieb damals das folgende Vorwort:

Jedes Zeitalter hat seinen eigenen imaginierten Juden und seinen eigenen Antisemiten, doch am Zustandekommen dieses Bildes sind sexuelle Obsessionen beteiligt. Theo van Gogh unterscheidet sich hierin nicht von mittelalterlichen Christen oder von Celine . Für Psychoanalytiker interessant.
Das Aufkommen rechtsextremer Bewegungen hatte einen perversen Effekt: rassistische Bemerkungen scheinen mittlerweile nicht nur wieder akzeptiert zu sein, sondern sogar zum guten Ton zu gehören. In Frankreich machte vor allem Jean-Marie Le Pen von sich reden, der antisemitische „sick jokes" benutzte, um in die Medien zu kommen. Den jüdischen Minister Durafour nannte er beispielsweise „Durafour crematoire" – four crematoire bedeutet: Verbrennungsofen. Und so hört man immer öfter die Frage, ob antisemitische Äusserungen denn bestraft gehören oder im Namen der „Meinungsfreiheit" toleriert werden müssen.

Der pornographische Antisemitismus

In einer Zeit, in der Werte-Relativismus als höchste Tugend angesehen wird, entsteht die Neigung, eine Unterscheidung zu machen zwischen „echtem" Antisemitismus, der zu gewalttätigem Auftreten gegenüber einer Minderheit aufpeitscht und mehr verborgenen
Formen, in denen lediglich eine Person als Ziel gewählt wird. Die Diskussion um den Kolumnisten Theo van Gogh war ein schönes Beispiel für das Letztere. Darin geht es bloß um Worte, und Worte sollten unschuldig sein; dabei hat dann jeder das Recht, zu sagen, was er will. Doch Antisemitismus ist nicht viel Anderes als eine Hintereinanderschaltung von Worten, mit denen Themen, Metaphern, Beschuldigungen und Scherze zu einem dichten Gespinst gewoben werden.
Antisemitismus ist ein komplex gelagertes Symptom, das in den unbewussten Ängsten und Obsessionen wurzelt, die Kollektiv und Individuum leben. Der moderne Antisemitische Diskurs auf diejenige Sprache und den bildlichen Ausdruck zurück, die im Lauf der Jahrhunderte über Juden in Gebrauch waren. Das ist sofort erkennbar, weil stereotype Aussagen und Bilder anscheinend unausrottbar sind. Diese geben oft unbewussten Phantasien Ausdruck, die meistens mit verdrängten sexuellen Vorstellungen zu tun haben. Von jeher ist die ängstliche Faszination, die für den Nicht-Juden vom Juden ausgeht, verbunden mit der Projektion verbotenen Verlangens nach dessen Körper und Geist. Die Worte des Antisemiten verraten mehr über den Sprecher selber als über den Juden. Freud hat darauf hingewiesen, daß vor allem der Witz als Entlastungsventil für bedrohliche Phantasien dient, von denen die Angst vor der sexuellen Indifferenz, vor der Vermischung des Männlichen und Weiblichen eine der wichtigsten ist.

Die Identifizierung des Juden
mit dem Weiblichen ist einer der bezeichnenden Züge des traditionellen Antisemitismus. Das Thema „Blut", das im Rassismus eine so vorherrschende Rolle spielt, ist hierbei der rote Faden: in Judenhass und Frauenfeindlichkeit kommt es vielfach vor. In vielen Kulturen ist die Frau während der Menstruation unrein und muss deswegen auf Abstand gehalten werden. Nach der Meinung des mittelalterlichen Antisemitismus menstruierten Juden genau wie Frauen. Oder man sagte Juden nach, an monatlichem Nasenbluten zu leiden. Insbesondere würden bestimmte Teile ihres Körpers langsam verfaulen und einen schrecklichen Gestank verbreiten, den „foetor iudaicus", der alleine mit reinem Christenblut ungeschehen gemacht werden könne.

Die mittelalterliche Literatur und Ikonographie kennen das Bild der schönen, verführerischen Frau, deren verrottender Leib schon von Würmern wimmelt. Dieses körperliche Verfaulen symbolisiert in beiden Fällen die Angst vor Vergänglichkeit und Tod, doch auch vor unsichtbarer Unreinheit und Tierhaftigkeit. Frauen und Juden kennen zwei Leidenschaften, die alle beide unrein sind: Geld
und Sexualität. Beide können ihre Triebe nicht beherrschen.

Untersucher haben auch oft zwischen Juden und Hexen Parallelen gezogen: beide verursachen eine Angst, die mit ihren vermeintlichen Kontakten zum Teufel und den negativen Kräften, die sie hierdurch aufrufen können. Antisemitismus und Frauenhass finden im nationalistischen Männlichkeitsideal am Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Es scheint, als wäre der Antisemitismus damit unlöslich verbunden, und vor allem dann sein Haupt erhebt, wenn die Manneskraft angetastet wird. Werden Machtstrukturen allgemein durch Chaos und Anarchie bedroht, wird, wird das Weibliche noch stärker mit dem Unsauberen assoziiert, wodurch
Verweiblichung als eine drohende Gefahr erfahren wird. Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts wird auf die explosive Zunahme von Fällen von Syphilis durch Hygieniker und Moralisten als Gefahr Nummer eins hingewiesen und es wird die Frau als Verbreiterin der Krankheit gefürchtet. Der antisemitische Diskurs entdeckte eine interessante Variante dieser Angst vor der Verseuchung: Der Jude, der Kosmopolit, der sich, genau wie das Bakterium sich aus Grenzen nichts macht, hat die gesunde Nation angetastet mit der unheilbaren Krankheit, die „Dekadenz" heisst. Der machtvolle Gedanke, dass das Bevölkerungswachstum als Indikator für nationale Kraft und Vitalität angesehen werden kann, bewirkt gleichzeitig dass abweichende Formen von Sexualität – vor allem Homosexualität – als gefährliche Perversionen abgestempelt werden.
Während der Dreyfus-Affäre wurde alles eingesetzt, um den Juden als das Böse zu stigmatisieren. Es entstand eine teuflische Dreieinigkeit: der Jude, die Frau, der Homosexuelle, die eins wurden: ein wollüstiger, nervöser, hysterischer und neurotischer Typ, der nach unmittelbarer sexueller Befriedigung strebt und die Grausamkeit nicht scheut. Dieser Typ symbolisiert die unheilbringenden Kräfte des Es. So, wie Eduard Drumond in „la fin d'un Monde" schrieb:
„Juden werden gezwungen, einer Art unüberwindlichem Impuls zu gehorchen, einer krankhaften Getriebenheit, die ihnen nicht erlaubt, ruhig zu sein und den Anderen in Ruhe zu lassen. In Rumänien sieht man oft in der Nacht erleuchtete Synagogen, in denen die Juden sich singend und tanzend auf die Eroberung der europäischen Hauptstädte vorbereiten."
Der Jude tastete die Vitalität der gesunden Nation an, so, wie die Frau als Vampir den gesunden Mann leersaugt. Juden stellt man sich immer öfter als Gestalten mit einer doppeldeutigen, unklaren Sexualität vor: der Jude ist kein richtiger Mann.

Wie die Frau neigt er zu Neurose und Hysterie. In der antisemitischen Literatur bekam der Jude die gleichen unangenehmen Eigenschaften wie die Frau:
„Juden sind ein weibliches Volk. Sie tragen alle Schwächen der Frau in sich. Sie lassen sich eher durch das Gefühl als durch den Verstand leiten.
Sie sind ängstlich, stehen auf Lügen, Mystik und Märchen. Sie wissen nichts von Gerechtigkeit
und haben kein Interesse an Freiheit. Sie sind verfeinert und elegant, selbst wenn sie in Lumpen daherkommen, nicht vertrauenswürdig, mißtrauisch, habsüchtig und grausam," schrieb ein gewisser Gellion-Danglar 1882.
Alle Stereotype, die benutzt werden, um die Frau als untergeordnetes Wesen zu beschreiben, werden auch auf als minderwertig erklärte Rassen angepasst. Der Jude war ein unverbesserlicher Frauenverführer, ein "Don Juan der Synagoge" - oder er war verweiblicht, bisexuell oder homosexuell. Jedenfalls stand er immer für eine unsaubere, ungesunde Sexualität.


Das bekannteste Werk
über die vermeintlichen Übereinstimmungen zwischen Juden und Frauen ist zweifellos "Geschlecht und Charakter" (1903) des Wieners Otto Weininger. Darin unterstrich der Autor, der die "jüdische Identität" weniger rassisch als psychologisch bestimmt sah, die Charaktereigenschaften, die Juden angeblich kennzeichnen sollten. Beide seien nicht imstande, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, weil beide die wahre Individualität nich kennten. Juden und Frauen könnten auf meisterhafte Weise spotten, hätten jedoch keinen Humor. Beide hätten ein gut entwickeltes Gefühl für Anpassung: ebenso wie Frauen seien Juden nichts und dadurch könnten sie alles werden. Doch weder Juden noch Frauen könnten teilhaben an höheren Sphären oder der Ewigkeit. Dabei seien Juden und Frauen extrem sinnlich und wollüstig, wenngleich der wahre erotische Genuss dem Arier vorbehalten bleibe.
Was bei Weininger vor allem auffällt, ist die Angst vor Ambivalenz und die Suche nach festen Grenzen. Er zeigt wiederholt auf, daß Männliches und Weibliches oder Jüdisches und Arisches keine festumrissenen Kategorien seien. Er unterstrich, daß Homosexuelle immer auch in der Lage seien, etwas für eine Frau zu fühlen. Im Allgemeinen legte er den Nachdruck auf die fundamentale Bisexualität des Menschen, der niemals vollständig Mann oder Frau sein könne. Die ängstliche Obsession mit der "Vermischung" und die Suche nach dem Unvermischten ist eins der auffälligsten Kennzeichen seiner Zeit. Weiningers Antisemitismus nährte sich von dem Gedanken, daß der Jude an erster Stelle dabei sei, diese Grenzen aufzuheben; er war der Anti-Aristokrat, der geborene Kommunist, der sich gerne in Gemeinschaftlichkeit und Indifferenz aalte. Dagegen war der Arier der Vertreter einer kraftvollen, spirituellen, individualistischen Männlichkeit.

Dieses Virilitätsideal, das im Nationalismus des neunzehnten Jahrhunderts Gestalt annahm, wurde durch den ersten Weltkrieg noch verstärkt. In der Zwischenkriegszeit war die Obsession das Männliche, war Kraft und Gewalt als Mittel zur Lösung sozialer, politischer und wirtschaftlicher Krisen. Dies kam in den faschistischen Ideologien zum Ausdruck in denen Männlichkeitsideal und der Kult des starken Führers zusammengingen.

In den dreissiger Jahren war "die Jüdin" ein Klischeebild in antisemitischen Zeitungen und Zeitschriften. Leon Blum, der jüdische Führer der "Volksfront", war das Mädelchen Blum,"la fifille Blum", dann wieder Hysterikerin, dann wieder Kinderschänder oder Zwitter. Und immer noch schreiben die Zeitungen des Jean-Marie Le Pen gerne über die "feuchten Gazellenaugen" des jüdischen Journalisten Laurent Fabius. Die Verachtung gegenüber dem Juden stellt ihn dem anderen verachteten Wesen gleich: der Frau. Neben Verachtung spielen ausserdem in beiden Fällen auch noch andere Faktoren eine Rolle: Neugier, Angst und Mißgunst.

In Frankreich ist vor allem Celine
als ein verbal gewalttätiger Judenhasser bekannt geworden. Daß er Antisemit war, werden nur wenige wagen abzustreiten. Wenngleich seine Bewunderer anfangs vor allem für die " Reise ans Ende der Nacht" schwärmten und antisemitische Pamphlete wie " Bagatelles pour un Massacre" und " L'École des cadavres" totschwiegen kann selbst der überzeugteste Céline-Anhänger nicht so tun, als ob es diese Texte nicht gäbe. Dank der Veröffentlichungen des Autors und Literaturwissenschaftlers Kummer ist Celines dunkle Seite in den Niederlanden nur zu gut bekannt und die Frage, ob er denn Antisemit gewesen sei, einigermaßen lachhaft.

In Célines antisemitischen Pamphleten sind alle bekannten Stereotype sehr deutlich anwesend: die unsaubere Rasse und die Angst vor Vermischung, der Jude als Vergifter von Nation und traditioneller Kultur, der Jude als Symbol des Kapitalismus und die "jüdische Verschwörung". Céline wuchs zur Zeit der Dreyfus-Affäre in einem rechts-nationalistischen Millieu auf, das ihn sicher beeinflusst hat. In den dreissiger Jahren wurde der Antisemitismus wieder angefacht durch die Ankunft armer Juden, die der Verfolgung in Deutschland und Osteuropa entflohen waren. Hierzu fand der rechtskonservative Teil des Landes in Léon Blum den perfekten Sündenbock. Neben diesen Gesichtspunkten spielten bei Céline auch persönliche Motive eine Rolle: er fühlte sich - zu Unrecht übrigens - durch erfolgreichere jüdische Kollegen an die Wand gedrängt.

Neben diesen "traditionellen" Formen von Antisemitismus findet man bei Céline, was ich den "pornographischen Antisemitismus" nennen möchte. Bei ihm und bei vielen antisemitischen Schreibern seiner Zeit war der Jude eigentlich eine Projektion von verbotenem und unterdrücktem sexuellen Verlangen. Die obszöne Sprache der antisemitischen Texte, die abgesehen vom Drang nach nach Provokation - eines der wiederkehrenden Elemente des rassistischen Diskurses ist, hat ein sehr deutliches Ziel: sie ist ungebremst, unzivilisiert und befriedigt unaussprechliche Phantasien, die im Autor, aber auch im Leser leben.

Wird fortgesetzt.



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Pro-Köln: Nur nicht gleich, nicht auf der Stell', denn bei der Post geht's nicht so schnell
10/25/2008 07:26 AM
Je, ist es denn die Möglichkeit? Auch die Deutsche Post ist anscheinend zu unserer "Bürgerbewegung" voll gemein und will 300.000 Exemplare einer Zeitung nicht transportieren, mit denen unsere Abendlandsretter die Kölner Bevölkerung aufklären wollten, z.B. über den bösen Türkenschramma. Dazu hatte man eine schöne Postwurfsendung zusammengestellt. Und was macht die Post?




Schreibt solche richtig fiesen Briefe.

Ja, das ist jetzt natürlich unschön. Aber hier hilft unser Lieblings-Ex-Elitepolizist weiter. Denn man kann sich wieder an den belgischen Freunden ein Beispiel nehmen: in Antwerpen hat man letztes Jahr auch ein Blättle zu verteilen gehabt. Und da sind die Mitglieder bei minus drei Grad losgegangen und haben das selber in die Briefkästen gesteckt - unser Lieblings-Ex-Elitepolizist, immerhin Ehrenmitglied von Pro Köln vorneweg. Wie er berichtet, fördert das erstens den Teamgeist, zweitens kommt man so zu netten Gesprächen.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden, denn man hat ja Verstärkung für "kreative Aktionen", wenn man der links stehenden Ankündigung glauben darf. Wobei die Chronistenpflicht gebietet, zu sagen, dass die entsprechende Passage einige Zeit später so aussah wie rechtsstehend. Die Screenshots habe ich bei unserem hintersinnigen Schwaben gesehen.
Aus rechtlichen Gründen bin ich natürlich verpflichtet, mich von allem, was ich hier verlinkt habe, zu distanzieren und festzustellen, dass ich für den Wahrheitsgehalt sämtlicher verlinkten Seiten keinerlei Garantie abgeben kann. - Sollte jemand in Köln allerdings einen PI-ler bei der Postwurfsendung treffen, führt ein nettes Gespräch. Das können sie gut gebrauchen.


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Lumières dans la nuit: Tote Tiere
10/25/2008 06:07 AM

Aus der Sicht eines Fotografen, der in einem komponierten Abbild das Seiende festzuhalten sucht, um die beabsichtigte Sicht auf das Seiende zu vermitteln, ist die belebte Natur nur problematisch. Schon die Pflanzen können bei solchem Anliegen »widerspenstig« sein, wenn sie die vielen Spuren ihrer Rolle im System der Ökosphäre zeigen. All diese angenagten Blätter, Gallen, beschädigten Blüten und abgeknickten Äste und Stängel entsprechen meist nicht dem Bild, das vom fotografierenden Subjekt durch das Objektiv der Kamera gezeichnet werden soll, und die geeignete Motivwahl kann viel Zeit kosten.

Noch schwieriger ist es freilich, Fotos von lebenden Tieren zu machen. Während die Pflanzen wenigstens noch an ihrem Ort bleiben und dem Fotografen die Möglichkeit geben, in aller Ruhe die beste Perspektive für das gewünschte Bild auszuwählen, befinden sich die lebendigen Tiere in ständiger, oft quicker Bewegung und eignen sich deshalb gar nicht gut für eine Verwendung ihres Abbildes in einem Foto, das beabsichtige Bilder in die Köpfe der Betrachter werfen soll.

Aus der Sicht des Fotografen haben tote Tiere für sein Anliegen einen großen Vorteil, da sie sich der Verwendung als Bildmaterial in keiner Weise mehr durch irgendeine Lebendigkeit widersetzen. Sie können beliebig drappiert werden, mit dekorativem Material umgeben werden, unter Scheinwerfern in geeignetes Licht gerückt werden und wie jedes andere, leblose Objekt auch mit diversen Hilfsmitteln dazu gebracht werden, die passende Farbe und den gewünschten Glanz für das shooting aufzuweisen. Das ist wohl auch der Grund dafür, weshalb die allermeisten Fotos tierischen Seins, die jeden Tag mit der Werbung in die Haushalte gebracht werden, Bilder toter Tiere sind:

Eine Seite Reklame mit Fleisch-Angeboten eines Supermarktes

Und nicht nur für Fotos haben tote Lebewesen einen solchen Vorteil, sondern für jedes Ansinnen, die Komplexität der belebten Wirklichkeit und des darin entstehenden Systemverhaltens in ein abstraktes, leicht behandelbares Abbild mit gewünschten Eigenschaften zu packen – etwa auch für die Abbildung des Lebens in nummerische, wissenschaftliche Modelle. Auch hier entsteht oft der Eindruck – zumal in Zusammenhängen, in denen mit solchem Abbilden der Wirklichkeit Geld verdient werden soll – dass man den abgebildeten Sachverhalten vor einer solchen Behandlung jedes störende Leben entzieht.

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FRGzchn bLOg: Trocken vorgetragen…
10/25/2008 05:39 AM

Posted in Fun
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Duckhome: Vollständige Beschreibung wie es zur augenblicklichen Situation kam
10/25/2008 05:26 AM

Weissgarnix der meist eine ganze Menge über das Geschehen und seine Hintergründe weiß, war in Urlaub und hat auf Madeira sieben glückliche Tage ohne Netz und Nachrichten von den Finanzmärkten und der Politik verbracht. Für andere wäre das ein Grund gewesen, den Urlaubsort sofort zu verlassen.

Aber vielleicht ist es ganz gut mal eine Woche nicht wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren sondern einfach mal wieder die Sache von hinten aufzurollen. Man findet Dinge die man sonst leicht übersehen hätte.

Oskar Lafontaines Redebeitrag im Bundestag, ist an mir vorbeigeflutscht, weil ich den Linken kaum noch Bedeutung beimesse. Sie werden, um an die Macht zu kommen und an der Macht zu bleiben genau wie die Berliner Linken jede Kröte fressen und sich für das leckere Mahl bedanken. Weissgarnix steht ihm und seinen "linken Compagneros" wohl noch skeptischer Gegenüber als ich.

Aber da auch das blindeste Huhn mal einen Korn trinkt, muss man diesen Beitrag einfach bringen, den Weissgarnix Die nackte Wahrheit in 11:06 Minuten betitelt.





Er hat es wirklich sehr schön zusammengefasst, wie sie sich jauchzend dem Diktat der Finanzmärkte unterworfen und wohl schauernd in multiplen Missbrauchsorgasmen gewälzt habe. Was er nicht erwähnt hat, ist das er mal Bundesfinanzminister war und die Gelegenheit hatte das Steuer herum zu reißen. Statt dessen hat er lieber die Memme gegeben und sich beleidigt auf seine Terrasse zurückgezogen.

Auch wenn Oskar jetzt ausnahmsweise mal die Wahrheit spricht, glaubt man seinen Lügen besser nicht. Oskar wird gemeinsam mit Gregor die Menschen in Deutschland verraten. Da sind die beiden noch flinker als es die Grünen um Fischer waren. Es tut mir leid um die Linke und die vielen ehrlichen Köpfe die in ihr sind, aber Fisch beginnt am Kopf zu stinken und diese Köpfe Oskar und Gysi stinken gar zu arg.

Es ist ja nicht so, dass die größten Kritiker der Elche, nur früher selber einmal welche waren, nein einige wollen gerne selber noch Elche werden. Aber es gibt ein Gerücht. Ein Gerücht das besagt, das von Thüringen und anderen deutschen Ländern zur Zeit ein Licht aus den Ruinen einer Partei aufgeht, die schon fast zerstört schien. Trotz des unwürdigen Schauspiels, das die SAG noch im Juni bot, scheint sich an vielen Orten etwas zu tun.

Aber unabhängig davon, ob die Partei nun SAG oder wie auch immer heißen wird. Deutschland braucht einen Neuanfang und der geht nur mit einer neuen Partei und neuer Politik. Vor allem aber mit neuen Menschen.


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FreiheIT-Blog: Zitat des Tages (25.10.2008)
10/25/2008 05:25 AM

“Wir sind ausdrücklich gegen einen staatlich verordneten Striptease. Derartige Scanner greifen unverhältnismäßig in die Intimsphäre der Menschen ein und tragen eher zur Verunsicherung bei, denn zu einem Mehr an Sicherheit. Wer wirklich die Sicherheit im Flugbereich erhöhen will, muss mehr qualifizierte Fluggastkontrollkräfte der Bundespolizei an Flughäfen einsetzen und nicht noch Personal zugunsten von zwielichtigen Maschinen abbauen. Wir unterstützen in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Bundespolizei, die äußerte, dass kein Passagier befürchten müsse, sich an deutschen Flughäfen zu ‚entblößen'”.
(Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, über “Nacktscanner” an Flughäfen)

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FreiheIT-Blog: Links 84
10/25/2008 05:25 AM

FTP Servers and Security (Article Maniac)
Passports will be needed to buy mobile phones (Times Online)
Blogging can Affect Your Security (Malwarecity)
Deutsche Telekom: Löchriges Datenschutzschild (Süddeutsche Zeitung)
Evil Community Management (Hannos Blog)
Widerspruch gegen staatlichen Adresshandel möglich (Daten-Speicherung)
Your privacy is an illusion: UK attacks civil liberties (Ars Technica)
Sniffing-Attacke: Schweizer Forscher erschnüffeln Tastatureingaben aus zwanzig Meter Entfernung (gulli news)
Der Übergang: Wie die US-amerikanische Regierung ihre Bevölkerung überwacht - und dem Einsatz des Militärs im Inland den Weg ebnet (Telepolis)
US-Army will “Schmerzwaffe” kaufen (Telepolis)
Interpol will zentrale Biometriedatenbank (heise News)
Spam-Anteil unverändert trotz FTC-Erfolg (Intern.de Nachrichten)
Germans seduce Jacqui over remote hacking of disks (The Register)
Prof: ‘Taser-proof vests put cops in danger’ (The Register)
Keine Vorratsdatenspeicherung - wegen der Kosten (lawblog)
E-voting under scrutiny as US election enters the home stretch (BetaNews.Com)

Interview: “Es gab nur eine Umrüstung, keine Abrüstung” (tagesschau)
Captchas extrem für Fortgeschrittene - Mathe und Elektrotechnikaufgaben (Ds-ign)
Geeking out - How dinner parties are bringing women into tech (BBC Technology)
Richtung Sakkotasche (lawblog)
Terrorist Fear Mongering Seems to be Working Less Well, Part II (Schneier on Security)
Balzverhalten (heise/Twister)
Terrorists and Child Porn, Oh My! (Schneier on Security)
Election 08 as a Dungeons and Dragons campaign (BoingBoing)
AK Vorrat: Netzanbieter sollen Vorratsdatenspeicherung boykottieren (netzpolitik)
USA: “Secure Flight” kommt (Virtuelles Datenschutzbüro)
Großbritannien: Generalanwalt warnt vor Überwachungsstaat (Virtuelles Datenschutzbüro)
Researchers Find Problems With RFID Passport Cards (Slashdot)
Datenhandel “nicht kontrollierbar” (Futurezone.orf.at)
Flughafensicherheit: Bundesregierung lehnt Nacktscanner ab
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung: Videoüberwachung in Hannover ordnungswidrig und ineffektiv (gulli news)

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FreiheIT-Blog: Zum Zustand der Pressefreiheit
10/25/2008 05:25 AM

Ein für eine funktionierende Demokratie unerlässlicher Grundsatz ist die Pressefreiheit. Die Medien als oft sogenannte “Vierte Gewalt” haben, wenn sie ihre Aufgabe verantwortungsbewusst wahrnehmen, die Möglichkeit, Sachverhalte kritisch zu hinterfragen, Missstände aufzudecken und auch Minderheiten zu Wort kommen zu lassen. All das trägt maßgeblich zur Wahrung größtmöglicher Freiheit in einer Gesellschaft bei.

Leider ist Pressefreiheit für die Regierungen vieler Länder ein Fremdwort. Überall dort, wo man es auch mit anderen rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht so genau nimmt, leben Journalisten gefährlich. Auch in stabilen Demokratien herrschen aber oft alles andere als goldene Zeiten für Reporter: Die Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten, die sich seit den Terroranschlägen des 11. September 2001 und der darauffolgenden veränderten Sicherheitspolitik in vielen gesellschaftlichen Bereichen bemerkbar machen, machen auch vor der freien Berichterstattung nicht halt. In vielen europäischen Ländern hat sich die Pressefreiheit in den letzten Jahren verschlechtert und Deutschland bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Zu diesem Schluss kommt die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) in ihrem letzte Woche veröffentlichten Jahresbericht zum weltweiten Zustand der Pressefreiheit.

In ihrem Bericht kommen ROG zu einigen interessanten Schlussfolgerungen - beispielsweise zu der, dass das alte Sprichwort “Das erste Opfer eines Krieges ist immer die Wahrheit” noch immer zuzutreffen scheint: “Frieden, nicht wirtschaftlicher Wohlstand, garantiert Pressefreiheit. [...] Demokratische Staaten wie die USA oder Israel, die bewaffnete Konflikte austragen, sind in der heute veröffentlichten Rangliste weiter abgestiegen. Einige wirtschaftlich schwache Länder in Afrika und in der Karibik sind dagegen aufgestiegen.” Das vermeldet die Organisation in einer Presseerklärung.

Am Ende der 173 Staaten umfassenden Rangliste befinden sich, was keine große Überraschung darstellt, Staaten wie Eritrea (173.), Nordkorea (172.), Turkmenistan (171.), China (167.) und Kuba (169.). ROG kommt zu dem Schluss, dass es westlichen Staaten nicht gelingt, genügend Druck auf diese autoritären Staaten aufzubauen, um die Einhaltung gewisser rechtsstaatlicher Standards zu erzwingen. Es wird kritisiert, dass der Versuch eines “Dialogs” mit Diktaturen oft scheitert und kaum mehr als “Missfallensbekundungen durch Diplomaten” zu befürchten sind, wenn diese Länder die Pressefreiheit missachten.

Die herrschenden Probleme sehen ROG unter anderem darin begründet, dass es die westlichen Demokratien momentan des öfteren selbst versäumen, freiheitlich-demokratischen Werten den angemessenen Respekt zukommen zu lassen. “In der Welt nach den Anschlägen vom 11. September sind die führenden demokratischen Staaten destabilisiert und in die Defensive geraten. Gleichzeitig werden in diesen Ländern auch Freiheitsrechte immer weiter eingeschränkt. Die wirtschaftlich stärksten Diktaturen vertreten selbstbewusst ihren autoritären Führungsstil, profitieren von Konflikten innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft und Kriegen, die im Namen des Anti-Terror-Kampfes geführt werden,” fasst ROG das aktuelle Dilemma zusammen und kritisiert dabei im Grunde genau jene “Risiken und Nebenwirkungen” des “Kampfes gegen den Terror”, die auch andere Kritiker, von Datenschutz-Aktivisten über Bürgerrechtsgruppen bis hin zu Amnesty International, immer wieder nennen. Die Einschränkung freiheitlicher Grundsätze geht nicht spurlos an einer Gesellschaft vorüber, ob es sich dabei nun um die Achtung der Privatsphäre, das Recht auf freie Meinungsäußerung oder eben die Pressefreiheit handelt.

Angesichts des allgemeinen Zustands des Rechtsstaates bei unseren US-amerikanischen Verbündeten (und des Irak-Krieges) verwundert es nicht, dass die USA (das offenbar nur noch nominelle “Land of the Free”) nur auf dem 36. Platz landen, weit hinter den meisten europäischen Staaten. “Auf den ersten 20 Plätzen der Rangliste stehen, bis auf Neuseeland und Kanada, ausschließlich europäische Länder.” Auch in Europa gibt es aber Länder, in denen extremer Handlungsbedarf herrscht, vor allem Frankreich (35.), das (nach Polizeiaktionen wie Durchsuchungen und Verhaftungen gegen Journalisten) erneut abgerutscht ist, sowie Spanien (36.) und Italien (44.), wo politische Gewalt und die Mafia Journalisten bedrohen. Den letzten Platz innerhalb der EU belegt Bulgarien, wo vor allem Korruption, Gewalt, eine hohe Kriminalitätsrate und „politische Spannungen" den Reportern das Leben schwermachen.

Deutschland verpasste eine bessere Platzierung durch genau die neuen Gesetze, die auch schon mehrfach von Bürgerrechtlern, Juristen und Berufsverbänden (darunter denen der Journalisten) kritisiert wurden: “In Deutschland (20.) gab es Punktabzug für Regelungen, die den Quellenschutz gefährden. Vorratsdatenspeicherung, der Entwurf eines neuen BKA-Gesetzes sowie die Überwachung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst spielten eine Rolle.” Darüber hinaus wurden Gewalt gegen Journalisten durch Rechtsextreme, der “verbesserungswürdige Zugang zu öffentlichen Informationen” und ein “Druck von Anzeigenkunden auf Redaktionen” als negative Faktoren genannt.

Dieser Bericht belegt noch einmal, dass ein Rechtsstaat nur als Ganzes existieren kann und Einschränkungen daran oft die gesamte Gesellschaft betreffen. Leider ist nicht davon auszugehen, dass Meldungen wie diese reichen, um unsere Regierung zum freiwilligen Umdenken zu bewegen – aber vielleicht rütteln sie ja den einen oder anderen Menschen im Lande wach und erinnern ihn an den Wert gewisser Dinge, die momentan eher ins Hintertreffen geraten.

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simoncolumbus.de: Voradvent
10/25/2008 05:21 AM

Ich muss gestehen: In den letzten Tagen habe ich meine ersten Packungen Spekulatius für diesen Winter gekauft. Bei aller Konsumkritik habe ich doch eine unheilbare Schwäche für Printen und Spekulatius. Also wettere ich jedes Jahr dagegen, dass es wohl bald Weihnachtsgebäck zu Ostern gebe, und zwei Tage später liegen die ersten Packungen dann in meinem Einkaufswagen.

Dabei ist der Butter-Spekulatius, den ich gerade esse, nur ein Vorbote der glitzernden Adventszeit. Sein Geschmack erinnert mich daran, dass schon bald wieder “Last Christmas” in den Läden rauf und runter dudeln wird, bis man sich tatsächlich wünscht, dass es die letzte Weihnacht ist und man im nächsten Jahr von dem ganzen Konsumspektakel verschont bleibt.

Am schlimmsten aber ist, dass es einen von allen Seiten anschreit: “Sei fröhlich, du Arschloch! Es ist Weihnachten!”. Dieses “fröhlich, fröhlich, fröhlich!” erinnert mich von Jahr zu Jahr mehr an den ritualisierten Fröhlichkeits-Wettbewerb der grinsgesichtigen “Whos” im Film “The Grinch“.

Das gerade jene Geschichte davon, dass es bei Weihnachten nicht um die Geschenke, sondern um Nächstenliebe geht zum festen Programmpunkt der adventlichen Konsumalien geworden ist, kommt mir wie ein Rolltreppenwitz der Geschichte vor. Zu selbstverständlich ist die Ausschlachtung des gut gemeinten durch die Priester des Konsumismus, die immer wieder “Last Christmas” spielenden Radiomoderatoren, die sich immer wieder neue Werbekonzepte ausdenkenden PR-Strategen, die immer wieder die gleiche Weihnachtsdekoration ins Schaufenster stellenden Ladeninhaber.

Denn die Menschen sollen fröhlich sein! Fröhlich, fröhlich, fröhlich!

Deshalb auch besinnt der gute Bürger sich im Advent auf die alten Traditionen. Verständlich, dass er vor lauter Eifer auf die älteste aller Traditionen zurückverfällt: Den Glauben daran, dass man Glück kaufen kann; und dass was teurer ist auch mehr Glück verspricht.

Früher gab es zu diesem Zwecke Tempel, in denen man, je nach Konfession, seinen Tauschhandel mit Thor oder Dionysos abwickeln konnte. Heute, da wir keine Götter mehr haben, auf deren Altaren wir opfern können, besuchen wir Konsumtempel. Dort schmeißen die Gläubigen ihre Gaben den Priestern des Goldenen Kalbs Konsum in den Rachen, um sich im trauten Heim am Glanz der so erworbenen Reliquie, sei es ein Horn oder ein Huf, seien es Spekulatius oder Printen, zu erfreuen.

Dieser Trubelkapitalismus kommt mir so verlogen vor, dass ich meinen Spekulatius lieber jetzt kaufe als zur Weihnachtszeit. Da ist er nicht nur frischer; ich mag auch den klebrigen moralischen Zuckerguss nicht, den man im Advent allerorten als Dreingabe nachgeschmissen bekommt.

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redblog: Beschäftigte der Subunternehmen von SIDOR fordern die Erfüllung der Versprechen
10/25/2008 04:21 AM
Rund 8.000 "Tercerizados" arbeiten aktuell in Lateinamerikas grösstem Stahlbetrieb, dem jüngst wiederverstaatlichten SIDOR. Eines der wesentlichen Ergebnisse der Privatisierung war es gewesen, dass die Zahl der von Subunternehmen beschäftigten Arbeiter regelrecht explodierte. Ihre Eingliederung als Normalbeschäftigte war eines der wiederum wichtigsten Ergebnisse der Wiederverstaatlichung: Allein, sie läßt auf sich warten ...
Zu lange: Jetzt gab es erste Streikaktionen der Betroffenen, um die es auch sofort eine rege öffentliche Debatte gab. Dazu die Erklärung "SIDOR: Solidaridad activa con los trabajadores tercerizados!" der Tendencia Clasista Revolucianaria (TCR) bei Sidor vom 21. Oktober 2008 (Via href="http://www.labournet.de">LabourNet)[Link] [Cache]
Feynsinn: Wenn einem so gar nichts einfällt,
10/25/2008 02:54 AM

hilft ein Link: Don Pepone bloggt wieder.
Immer lesenswert.

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Nebenbei bemerkt ...: Auf die Verpackung kommt es an ...
10/25/2008 02:52 AM
... und zwar vor allem, wenn man inhaltlich nichts zu bieten hat:
Die Stylistin von Sarah Palin hat vom republikanischen Wahlkampfteam fast doppelt so viel Geld erhalten wie der außenpolitische Berater von Präsidentschaftskandidat John McCain. Amy Strozzi, eine Starvisagistin, die sonst Prominente für Fernsehshows schminkt und derzeit Palin auf Reisen begleitet, erhielt für die ersten beiden Oktoberwochen 22.800 Dollar (18.100 Euro). Das geht aus Unterlagen des Wahlkampfteams hervor.
Quelle: SpOn
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Nicht-Abzocken.eu: Jahreshauptversammlung - Nicht Abzocken.e.V.
10/25/2008 01:15 AM

Am 29.11.2008 findet um ab ca.14 Uhr in Frankfurt, die Jahreshauptversammlung des Vereins Nicht Abzocken e.V. statt. Zu dieser Veranstaltung laden wir hiermit alle Mitglieder und Nichtmitglieder herzlich ein.

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Ron Paul News & Comments: Ron Paul attackiert „arroganten" Greenspan
10/25/2008 12:54 AM

Kongressabgeordneter aus Texas sagt, dass der ehemalige US-Notenbankchef so tut als ob er die kommende Krise nicht vorhergesehen hätte

Steve Watson
Infowars.net
Freitag, 24.Oktober 2008

Deutsche Übersetzung: ronpaul.blog.de

Der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul hat den ehemaligen Notenbankchef Alan Greenspan angegriffen und ihn „intellektuell arrogant“ genannt weil er die freie Marktwirtschaft für die derzeitige Krise verantwortlich machte und damit versuchte Fragen nach seiner eigenen Rolle bei der Auslösung der Krise aus dem Weg zu gehen.

„Ich denke er versuch seinen Platz in der Geschichtsschreibung zu sichern, aber das wird er nicht erreichen, es sei denn er kehrt zu seinen Wurzeln zurück und schreibt wieder Artikel für Ayn Rand“, sagte Paul gestern Abend Neil Cavuto bei FOX Business.

„Es gibt keinen Ausweg für ihn sich aus der Schuld dafür zu stehlen, ich bin schockiert darüber dass er vorgibt auch schockiert über die Krise zu sein.“ sagte Paul, Mitglied des Finanzausschusses des Kongresses, weiter.

Greenspan hatte gestern die aktuelle Finanzkrise als „Jahrhundert-Kredit-Tsunami“ bezeichnet und Mängel im System des freien Markts dafür verantwortlich gemacht. Dies habe ihn in einen „Zustand des schockierten Unglaubens“ versetzt.

„Was ich ihm wirklich verüble ist dass er einmal genau verstand was Kapitalismus ausmacht. Jetzt geht er hin und verdreht das völlig“ hob Ron Paul hervor.

„Jetzt sagt er dies sei der Tod des Kapitalismus und was wir jetzt wirklich bräuchten sind richtig gute Regulierungen bei Derivaten. Nein, wir müssen das System der Derivate abschaffen.“

Paul behauptete, dass ein Notenbankchef, wer immer es auch sein möge, nicht die Weisheit besitzt um die Geldpolitik zu regeln, weil diese im Endeffekt immer in Auswüchsen enden wird, da es Teil eines in sich mangelhaften Systems sei.

„In gewisser Weise sind die intellektuell arrogant weil sie glauben dass nur sie wissen was der Markt weiß. Aber niemand weiß was die richtige Zinsrate ist, sie ist immer entweder zu hoch oder zu niedrig.“ sagte Paul.

Schauen Sie sich das Interview hier an:


Der Kongressabgeordnete erschein auch bei CNN an diesem Morgen:


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xxlkillababe: Man hat nasse Brötchen inplantiert!!!
10/25/2008 12:19 AM

Finanzstaatssekretär Asmussen - Vom Prellbock zum Sündenbock

Jörg Asmussen, Architekt des Bankenrettungspakets, hat noch 2006 gegen eine Finanzmarktregulierung angeschrieben. Und jetzt soll er im Expertengremium an den Reformen arbeiten?

Die Opposition schimpft: Jörg Asmussen, Architekt des Bankenrettungspakets, hat noch 2006 gegen eine Finanzmarktregulierung angeschrieben. Und jetzt soll er im Expertengremium an den Reformen arbeiten? Was die Kritiker übersehen - auch damals vertrat der Beamte die Position der Koalition.

Jörg Asmussen ist ein erstklassiger Volkswirt mit einer tadellosen Vita. Darin sind sich Parteifreunde mit Vertretern des Koalitionspartners sowie der Opposition einig. Auseinander gehen die Meinungen allerdings bei der Beurteilung seiner Rolle in der bisherigen Finanzkrise - vor allem bei seiner aktuellen und künftigen Position.

SPD-Mann Asmussen, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, wird in diesen Tagen als Architekt des Bankenrettungspakets gerühmt. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) soll ihm blind vertrauen, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schätzt den 42-Jährigen ebenfalls. Asmussen soll auch in der exklusiven Expertenkommission sitzen, die im Auftrag der Bundesregierung eine Reform der internationalen Finanzmärkte ausarbeiten wird.

Es geht um mehr Staat und weniger Markt - man hat nasse Brötchen inplantiert!!!

Finanziert man die Banken, verliert sich das Geld in einem unendlichen Schuldenloch, das die Firmen und die Bürger nie sehen werden. Es kommt aber die Zeit wo die Wirtschaft die Politik angreift weil der Schnittpunkt erreicht wird…

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