Wednesday, February 25, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-26

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-26


"Die Dreckschleuder": Und jetzt haben wir mal eine Runde Angst…denn jetzt kommt die Proinkasso GmbH…
10/26/2008 11:42 PM

Kennt jemand die Proinkasso GmbH.?
Nein.?
Die Proinkasso GmbH aus der Rodenbacher Chaussee 6 in Hanau..? Die sollte man aber kennen.
Denn das sind ebenfalls Typen die für div. Abzock -Seiten -in diesem Fall für eine Oxyron s.r.o.- angebliche offene Forderungen eintreiben oder besser…eintreiben wollen. Vergleichen lässt sich die Zahlungsaufforderung der Proinkasso GmbH mit den ewig gleichlautenden Mahnschreiben einer gewissen Katja Günter aus München, immer der gleiche Text mit den gleichen lustigen Behauptungen und…den immer gleichbleibenden Drohungen für den Fall das eben nicht gezahlt wird…das übliche Blablabla eben.
Und wie auf dieser Seite schon öfters geschrieben gilt auch für dieses Unternehmen der Rat: auf gar keinen Fall zahlen…schon gar nicht wenn -so wie in diesem Fall- die Drohung per Mail kommt…
Hier mal die Mail von Proinkasso im Original

Sehr geehrte/r HERR MICH NICHT,

unser Mandant (Oxyron s.r.o. - Johann Hospital) hat uns bevollmächtigt, die unten aufgeführte und gemahnte Forderung einzuziehen.

Wir fordern Sie daher auf die Schuldsumme, sowie die bisher aufgelaufenen Kosten, die Sie infolge Ihres Zahlungsverzuges (BGB §284, 286) zu tragen haben, an uns auf folgendes Konto innerhalb der nächsten 5 Tage überweisen.

Proinkasso GmbH, Postbank Frankfurt am Main, Kto.-Nr. 284 603, BLZ 500 100 60

Die Gesamtforderung beträgt 154,51 Euro.

Bitte geben Sie folgendes Aktenzeichen auf dem Überweisungsträger an: 296327220

Sollten Sie aus dem Ausland (Österreich, Schweiz überweisen benötigt Ihre Bank noch die folgenden Angaben: IBAN: DE96500100600000284603, Swift (BIC): PBNKDEFF .

Ihre Forderung setzt sich wie folgt zusammen:

Hauptforderung RG110597: 82,80 Euro + Mahnkosten: 3,00 Euro + Lastschriftkosten: 0,00 Euro + Inkassokosten: 68,71 Euro = Gesamtforderung: 154,51 Euro.

—-Zahlungen sind nur an die Proinkasso GmbH möglich—-

Sofortige Zahlung des Gesamtbetrages erspart Ihnen weitere Folgekosten und Unannehmlichkeiten. Wenn Sie Fragen oder berechtigte Einwände haben sollten, bitten wir um sofortige Benachrichtigung.

Für den Fall der Nichtzahlung stehen unserer Mandantschaft folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher, Pfändung Ihrer Bezüge, auch Arbeitslosengeld, Rente, Bankguthaben, Versicherungen usw., ggf, nach Erlass eines Vollstreckungsbescheides und erfolgloser Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, Eintragung in die entsprechenden Schuldnerverzeichnisse.

Bei Zahlungsschwierigkeiten senden Sie uns bitte das nachfolgende Formular per Brief an die Proinkasso GmbH, Rodenbacher Chaussee 6, 63457 Hanau oder per Fax 06181-90601028 zu.

—————————————————————————

- Bitte schicken Sie diese Vereinbarung per Brief oder Telefax an 06181-90601028 -

Postanschrift:

Proinkasso GmbH
Rodenbacher Chaussee 6

D- 63457 Hanau

Ratenzahlungsvereinbarung per Abbuchungsauftrag (ohne Mehrkosten)

Hiermit erkenne ich die oben genannte Forderung in vollem Umfang an. Da ich den Betrag nicht einer Summe ausgleichen kann, möchte ich in monatlichen Raten zahlen:

Aktenzeichen: 296327220

Anzahl der Raten (max 6 Raten):

1. Rate am (zum 1. oder 15. eines Monats):

Ihre Telefonnummer (bei Rückfragen):
………………………………………………………….

Abbuchungsvereinbarung

Ihre Bankverbindung zum Abbuchen der Raten:

Kontoinhaber:

Kontonummer:

Bankleitzahl:

Name der Bank:

Ort der Bank:

………… ……………….
Datum Ihre Unterschrift

Hiermit informieren wir Sie gem. § 33 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz, dass wir die zu Ihrer Person vorliegenden Daten gespeichert haben.

Bei Fragen können Sie uns werktags zwischen 09:00-12:00 und 14:00-17:00 Uhr unter 0180-5090516 (0,14 Euro/min) telefonisch erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Proinkasso Team

Proinkasso GmbH
Rodenbacher Chaussee 6
D-63457 Hanau

Bekannt durch Rundfunk und TV
Zugelassenes Inkasso-Unternehmen nach Art.1 § 1 Abs. 2 des RBerG
Proinkasso GmbH/Rodenbacher Chaussee 6/D-63457 Hanau/HR Hanau HRB 7142 /Geschäftsführer: Stefan Straßburg/Amtsgericht Hanau HRB 7142, Steuernr.: 44 241 40101

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Tagged: abzocker, guenther, proinkasso
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Lumières dans la nuit: Schutthaufen
10/26/2008 11:13 PM

Bauarbeiten an einer Brücke, Schutt im Vordergrund vor den Häusern Lindens

Während die anderen Teilnehmer des heutigen hannöverschen Bloggertreffens ihre Eindrücke und auch Fotos des Ereignisses im Café Safran anzubieten haben, bringe ich hier – typisch »Miesmacher« – nur eines der vielen tristen Motive, über die mein Auge auf dem Weg in die namenlose Gegend zwischen der Innenstadt, der Calenberger Neustadt und Linden stolperte.

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Lurusa Gross: Wird ein neuer US-Actionfilm in Syrien gedreht?
10/26/2008 11:10 PM

Neuer Actionfilm?

Überfall in Syrien, Zivile Opfer

“Eine offizielle Quelle sagte, dass vier US-Hubschrauber der Ankunft aus dem Irak heute die Verletzung des syrischen Luftraums im Albuqmal “Sugar Farm” und Ausrichtung der zivilen Gebäuden, töten acht Menschen sind Bürger Mohammed Daoud al-Abdullah und seine vier Kinder und Ahmed Khalifa, Ali Hassan Abbas, seine Frau und Verwundung Ein weiteres .. وعادت بعدها الحوامات الأمريكية إلى الأجواء العراقية. Der amerikanische Hubschrauber dann wieder in irakischen Luftraum.”

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And the Winner is: Fady Maalouf!
10/26/2008 11:09 PM
Mit der Ballade "Blessed", die Deutschlands wahrer Superstar Fady Maalouf das erste Mal beim DSDS-Finale am 17. Mai in Köln vor einem Millionenpublikum präsentierte, hat er sich buchstäblich in die Herzen der Menschen gesungen. Heute wurde der "Sommerhit 2008" von Fleurop offiziell mit einem Preis und natürlich einem riesigen Blumenstrauß ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch an meinen Habibi auch von dieser Stelle aus!

Doch Fady ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus. Zwei neue Hits hat schon wieder in der Pipeline, einen davon - "Show me your Love" - stellte er kürzlich in der "Aktuellen Schaubude" vor, den anderen - "Amazed" - auf der Jugendmesse heute in Berlin. Beide erscheinen am 21. November als Doppelsingle!


Fady Maalouf *Aktuelle Schaubude am 10.10.2008* - MyVideo[Link] [Cache]
The Grand Chessboard: Wer überlebt wie die Bankenkriese?
10/26/2008 11:06 PM

Neben so manchen Kriesengewinnlern, gibt es auch welche, die die Bankenkriese nicht trifft und denen es zu gönnen ist.

Manche Banken haben keine Probleme mit der Bankenkriese - zwei Beispiele:

1. GLS Bank (Gemeinschaftsbank Leihen und Schenken)
Am 10. Okt. berichtete der Deutschlandfunk:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/firmen/858608/
als Podcast:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/10/10/dlf_20081010_1346_6fd9d305.mp3

2. Raiffeisenbank von Gammesfeld
Fritz Vogt, der antikapitalistische Ex-Bankier dieser Bank (siehe auch http://thegrandchessboard.wordpress.com/2008/02/09/ein-antikapitalistischer-bankdirektor/ ) kam am 07.10.08 bei “Menschen bei Maischberger - Droht uns jetzt allen die große Pleite?” (ab ca. Min. 37) zu Wort.

[Beide Banken nehmen Zinsen, sind in dieser Hinsicht also "normal".
Zum Thema Geld & Zinsen siehe auch:
10 Punkte Plan zur effizienten Ausbeutung eines Planeten
Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent]


Geraint Anderson mit seinem vorherigen Ausstieg aus der Finanzspielhalle, aus der er einiges an Cash mitnahm und anderes kreativ umsetzt:

http://www.youtube.com/watch?v=P1-NSWnOUXc

mehr auf: http://www.cityboy.biz/

sueddeutsche.de
Ressort: Wirtschaft
URL: /wirtschaft/154/314055/text/
15.10.2008 13:10 Uhr

“Cityboy”-Autor Geraint Anderson
“Ich fühle mich wie ein Sünder”

Ein Ex-Banker packt aus: Geraint Anderson war einer der flotten Jungs aus der Londoner City. Nun berichtet der Aussteiger über das ausschweifende Leben der Banker - und die Gepflogenheiten der Frankfurter Kollegen.
Interview: Andreas Oldag
London, AFP
vergrößern Blick auf das Finanzviertel von London: “Es gibt Leute, die haben noch im vergangenen Jahr Millionen einschließlich Bonuszahlungen verdient”, sagt Geraint Anderson.

Als junger Banker machte Geraint Anderson im Londoner Finanzviertel Karriere. Er arbeitete als Wertpapierhändler für ABN Amro und Dresdner Kleinwort. Dann begann er unter dem Pseudonym “Cityboy” Zeitungs-Kolumnen zu schreiben. Anfang des Jahres ist der 36-Jährige ausgestiegen, um ein Buch mit dem Titel “Cityboy - Bier und Abscheu im Finanzviertel” zu veröffentlichen. Anderson liefert einen intimen Einblick in das ausschweifende Leben der Banker und Broker, das von Geld und Gier bestimmt ist. Zum Interview kommt er auf seinem verbeulten Motorroller gefahren.

SZ: Ist Ihr verbeulter Roller Ausdruck der neuen Bescheidenheit der Londoner Banker?

Geraint Anderson: (lacht) Ich brauche keinen Ferrari oder Porsche. Mir bedeuten solche Statussymbole nichts. Mit der Vespa bin ich ohnehin viel schneller unterwegs in der City. Außerdem habe ich noch einen alten Vauxhall. Der stammt von meiner Mutter. Übrigens ist meine Rolex eine Fälschung, die ich im Türkei-Urlaub gekauft habe. Und wenn Sie es genau wissen wollen: Ich habe noch ein Haus im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush. Aber das ist alles kein Luxus…

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SZ: Wie verkraften Ihre ehemaligen Kollegen die Finanzkrise? Das muss doch gewaltig auf die Psyche schlagen.

Anderson: Richtig. Für viele bedeutet das einen tiefen Einbruch. Sie müssen sich vorstellen: Es gibt Leute, die haben noch im vergangenen Jahr Millionen einschließlich Bonuszahlungen verdient. Viele meiner ehemaligen Kollegen müssen hohe Kredite abzahlen für teure Wohnungen und Häuser. Die pflegten bislang einen unglaublichen Lebensstil. Da kann es nun plötzlich eng werden. Neben der psychologischen Situation geht es ums Geld. Jeder muss sich einschränken. Das fällt umso schwerer, je luxuriöser man vorher gelebt hat.

SZ: Müssen wir nun Mitleid haben mit den Meistern des Universums?

Anderson: Ja und nein. Für die junge Generation der Banker, die 25- bis 35-jährigen, ist doch die jetzige Krise eine völlig neue Lebenserfahrung, sieht man mal von dem kurzen Börseneinbruch nach den Terroranschlägen 2001 ab. Damals ging die Party schon nach kurzer Zeit weiter. Diesmal wird es nicht so einfach. Für viele bedeutet das einen scharfen Knick in der Karriereleiter oder sogar den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Da wird es auch persönliche Tragödien geben.

SZ: Was schätzen Sie, wie viele Arbeitsplätze sind in Gefahr?

Anderson: Im Londoner Finanzviertel stehen Zehntausende Jobs auf dem Spiel. Aber natürlich sieht das die Öffentlichkeit auch als gerechte Strafe für die übermäßige Gier an. Im Englischen benutzen wir dafür auch das deutsche Wort Schadenfreude. Aber ich persönlich spüre da keine Häme.

Lesen Sie im zweiten Teil, wie Geraint Anderson ziemlich schnell ziemlich erfolgreich wurde - und warum er sich jetzt als Frührentner betrachtet.

SZ: Sie gehören ja selbst zu den Privilegierten. Wie gehen Sie damit um, dass die Banker nun als die Inkarnation des bösen Kapitalismus schlechthin verschrien sind?

Anderson: Ich habe schon in gewisser Weise ein schlechtes Gewissen. Ich fühle mich wie ein Sünder. Aber das ist nicht nur ein Problem der Banker. Wenn ich mir die Welt ansehe, ist die Diskrepanz zwischen Arm und Reich ein schlimmes Problem. Das gilt auch für Großbritannien. Wir sind eine Klassengesellschaft. Ich bin in einer privilegierten Familie aufgewachsen. Mein Vater war Labour-Abgeordneter und ist dann Lord im britischen Oberhaus geworden. Ich konnte in Cambridge Geschichte studieren. Und dann habe ich jetzt das Privileg, Frührentner zu sein.

SZ: Wie bitte?

Anderson: Ja gewiss. Im letzten Jahr meiner Karriere als Banker habe ich eine Prämienzahlung von 500.000 Pfund erhalten. Ich habe mir immer geschworen, die Londoner City zu verlassen, wenn ich zwei Millionen in der Tasche habe. Das ist mir gelungen. Nun kann ich tun und lassen, was ich will, ohne Geldsorgen zu haben. Insofern bin ich Rentner. Aber natürlich werde ich mich nicht auf die faule Haut legen.

SZ: Was bedeutet Geld für Sie?

Anderson: Geld ist eine Art Rauschmittel. Es wirkt wie eine Droge, die abhängig macht. Das ist auch mir passiert. Ursprünglich hatte ich vor, nur fünf Jahre im Bankgeschäft zu sein. Es wurden am Ende zwölf. Da ist die große Verlockung der Prämienzahlung an jedem Jahresende. Und jedes Jahr sagt man sich, im nächsten lässt sich noch etwas mehr aufs Konto bringen. Ich verbündete mich mit dem Teufel, um meine Ziele zu erreichen.

» Geld ist eine Art Rauschmittel. Es wirkt wie eine Droge, die abhängig macht. «

“Cityboy” Geraint Anderson

SZ: Können Sie sich an ihren ersten Arbeitstag als Banker erinnern?

Anderson: Ja, sehr genau. Ich fing im August 1996 bei ABN Amro in London an. Ich hatte mir einen gebrauchten Nadelstreifenanzug für sechs Pfund im Charity-Shop gekauft. Außerdem hatte ich meine Ohrringe entfernt. Mein einstiges Image als Hippie passte nicht so recht. Ich kam dann in eine völlig neue Welt. Große Ahnung hatte ich nicht. Mein Bruder gab mir kurz vorher noch einen 30-Minuten-Crashkurs in Sachen Finanzen. Ich wusste ja nicht einmal, was beispielsweise ein Kurs-Gewinn-Verhältnis ist.

SZ: Aber dennoch waren Sie offenbar ziemlich schnell erfolgreich.

Anderson: Ich war niemals ein brillanter Analyst. Das lag auch an meinen mangelhaften Mathematik-Kenntnissen. Doch meine Fähigkeiten lagen im Verkauf. Ich reiste dann viel in der Welt herum, um mit Investoren zu verhandeln. Ich war für den Verkauf von Aktien der Strom- und Gasversorger zuständig, darunter auch der deutsche Eon-Konzern. Es war eine tolle Zeit. Es gab mir Selbstsicherheit und natürlich auch den Erfolg. Ich jettete nach Tokio, New York, Rio und so weiter. Abends aßen wir in Dreisterne-Restaurants. Das gehörte dazu.

Lesen Sie im dritten Teil, welche Rolle Drogen in der Finanzwelt spielen - und welches kriminelle Potential in Bankern schlummert.

SZ: Waren Sie auch in Frankfurt?

Anderson: Klar. Mir ist übrigens aufgefallen, dass die deutschen Banker-Kollegen viel ernsthafter bei der Sache sind. Sie trinken auch nicht so viel Alkohol, wie es in der Branche in London üblich ist. Aber trotzdem gefällt mir London besser: Die Stadt ist internationaler. Das ganze Finanzgeschäft ist noch schneller und dynamischer als auf dem europäischen Kontinent.

SZ: In Ihrem Buch ist auch von Drogen-Exzessen die Rede. Gehört das zum schnellen Leben der Cityboys?

Anderson: Ja, leider. Das sind die Folgen des Dauerstresses. Sie stehen ja ständig unter Erfolgsdruck. Und nach Feierabend wird dann über die Stränge geschlagen. Dann ist Party angesagt. Mir hat dieser dekadente Lebensstil allerdings nie gefallen. Insofern war ich ein Außenseiter.

SZ: Was sind aus Ihrer Sicht die Hauptursachen der Finanzkrise?

Anderson: Es ist die ausufernde Bonusmentalität in der Branche. Die Banker und Broker werden zu immer riskanteren Geschäften getrieben. Alles nur, um eine saftige Prämie am Ende des Jahres zu erhalten. Das ganze System treibt eine gefährliche Gier an. Man spielt ja letztlich mit dem Geld anderer. Bislang gab es viel zu wenige Kontrollen. Die Börsen-Aufsichtsbehörden haben versagt. Das muss sich ändern. Ansonsten steht uns die nächste Spekulationsblase schon bevor.

» Es ist, als wenn man einen Mafia-Klub verlässt. «

“Cityboy” Geraint Anderson

SZ: Sind Banker eigentlich kriminell?

Anderson: So würde ich das nicht sagen. Viele meiner ehemaligen Kollegen arbeiten hart. Natürlich gibt es auch Tricks. Insiderhandel gehört dazu. Da werden Gerüchte gestreut, um Aktien nach oben oder nach unten zu reden. Aber das sind die Ausnahmen. Es ist vielmehr das System der Gier, das fragwürdig ist.

SZ: Wie viel an Ihrem Buch ist eigentlich wahr?

Anderson: Etwa 80 Prozent beruhen auf wahren Ereignissen. Ich musste mich schützen und Namen von Personen und Banken ändern. Es ist ja so, als wenn man einen Mafia-Klub verlässt. Plötzlich sind Sie der Verräter. Ich will ja nicht Schadenersatzklagen haben.

SZ: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Anderson: Mit Sicherheit werde ich nie wieder in einem Büro arbeiten. Ich reise gern nach Indien und Afrika. In Kenia bin ich am Aufbau eines Schulprojekts beteiligt. Dann ist eine Fernseh-Verfilmung meines Buches geplant. Langeweile habe ich nicht.

(SZ vom 15.10.2008/tob)

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/154/314055/text/

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Dave Koz: You Make Me Smile
10/26/2008 10:21 PM

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SaarBreaker: US-Soldaten haben in Syrien 7 Menschen getötet
10/26/2008 10:21 PM

Diese Verrückten und ihr Anführer und Kriegstreiber Bush haben in Syrien sieben unschuldige Bauarbeiter getötet!

Am frühen Abend seien über dem Dorf Al- Sukkarija, rund acht Kilometer von der irakischen Grenze entfernt, vier US-Militärhubschrauber gesichtet worden, berichteten Augenzeugen. Zwei Hubschrauber seien gelandet. Acht Soldaten seien ausgestiegen und hätten die Männer erschossen, bei denen es sich angeblich um Bauarbeiter gehandelt haben soll, sagten Anwohner aus der Region Al-Bukamal. (Quelle: ftd.de)

Wann wird dieser Kriegstreiber endlich für seine Verbrechen bestraft? Hat die USA tatsächlich soviel Narrenfreiheit, dass sie unzählige Zivilisten einfach hinrichten darf?

Natürlich gibt es auch bei diesem Verbrechen der Amerikaner zunächst keine Stellungnahme. Später wird dann wieder behauptet, dass sie von irgendwelchen nicht vorhandenen terroristischen Elementen bedroht oder beschossen wurden.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Gerd-Lothar: Lustig
10/26/2008 10:10 PM

Ich empfinde es zunehmend als lustig und immer lustiger, mitzuerleben, wie die Leute meinen, daß bestimmte Menschen (Schwarzenegger, Obama, der Dalai Lama, meinetwegen auch Lafontaine, Merkel, Seehofer oder wer auch immer) absichtlich und ganz bewußt täten, was sie tun. Daß es da jemand gäbe, der sein eigenes Verhalten gezielt steuern könnte und der sich überlegen könnte, was er als nächstes denken und dann entsprechend ausführen würde.

Bei sich selbst haben sie absolut Schwierigkeiten mit der Kontrolle ihres Denkens und Handelns, aber bei anderen nehmen sie diese Fähigkeit als gegeben an. Und dann beobachten sie diese anderen und ihr Verhalten und bilden sich dazu Meinungen und äußern sich entsprechend. Sie denken darüber nach. Dabei ist das Ganze doch von vornherein nichts als Humbug, eine simple Selbsttäuschung, ja Selbstverarschung. Das Leben wird zu etwas gemacht, was es nicht ist. Wo doch einfach passiert, was passiert — und nichts steckt dahinter! Aber nur wer es so sehen und annehmen kann, ist frei und kann dieses Leben immer von neuem interessant und spannend finden. Die anderen müssen dagegen ankämpfen, müssen gegen das Leben kämpfen, müssen gegen andere kämpfen (denen sie etwas unterstellen, was es gar nicht gibt), und vor allem müssen sie ständig, tagein tagaus, gegen sich selbst kämpfen. Idiotischer geht es gar nicht.

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Ron Paul News & Comments: Die neue Weltordnung exisitiert nicht!
10/26/2008 10:08 PM

So jedenfalls lautet immer das eindimensionale Gegenargument der sogenannten "Debunker", auf Deutsch in etwa "Entlarver".

Gut, dann sollen diese Supergehirne der Gegenseite mir mal bitte folgendes logisch erklären. Die bösen und doofen Verschwörungstheoretiker haben ja in der Vergangenheit immer gesagt, dass durch die Banken eine Krise künstlich geschaffen wird und dann aus dieser Situation heraus eine (bereits lange vorher ausgedachte) "Lösung" einer "Neuen Weltordnung" mit einer Weltzentralregierung und einem Weltfinanzsystem gefordert wird.

Aus Sicht der Debunker ist das natürlich völliger Schwachsinn, weil die weltgeschichtlichen Ereignisse immer nur auf einer Verkettung unglücklicher Umstände und auf reinen Zufällen (als auch auf Inkompetenz der Politiker) beruht. Verschwörungen gab es nie, gibt es nicht und wird es nie geben.


Abbildung: Der typische Debunker: Glaubt jeden Scheiss den man ihm erzählt

Mhhh, jetzt haben wir die Finanzkrise. Davon sind die Massenmedien völlig überrascht (ja wo kommen denn bloß plötzlich die ganzen Probleme her?) wohingegen die "Verschwörungsspinner" z.B. von Infokrieg.tv oder Schall und Rauch scheinbar eine Kristallkugel hatten und die derzeitigen Probleme recht gut vorhersagen konnten. Ok, auch nur Zufall.

Aber wie steht es mit dem zweiten Punkt? Wird jetzt als Reaktion auf die Krise nach einer "Neuen Weltordnung", "Globaler Regierung" und "Weltwährung" gefordert? Siehe da, eine kurze Google News Suche bringt folgende Ergebnisse:

- 'Die Zeit'
aktueller Aufmacher diese Woche mit dem Titel: "Die neue Weltordnung"

- ZDF 'heute'
12.10.2008: Finanzkrise bringt "neue Weltordnung"

- 'Hannover Zeitung'
15.10.2008: Banken-Rettungsplan ist Baustein für "neue Weltordnung"

- 'Focus'
16.10.2008: Die EU will eine "neue Weltordnung"

- 'Mitteldeutsche Zeitung'
18.10.2008: Kanzlerkandidat Steinmeier sagt "neue Weltordnung" voraus

- 'Salzburger Nachrichten'
19.10.2008: Finanzkrise erzwingt eine "neue Weltordnung"

- 'Mitteldeutsche Zeitung'
21.10.2008: Hans-Dietrich Genscher fordert angesichts der aktuellen Krise in einer Rede eine "neue Weltordnung"

- Wirtschaftsmagazin 'Trend'
24.10.2008: Barack Obama oder John McCain müssen sich auf eine "neue Weltordnung" einstellen

(P.S. Liebe Debunker, die links sind anklickbar. Bitte anklicken und die Nachricht lesen. Ok?)

So, kann mir dass mal bitte einer von den Debunkern logisch erklären? Und bitte hört mir mit dem Zufalls- und Inkompetenzscheiss auf. Ach ja und ich bin auch kein Nazi weil ich das jetzt geschrieben hab...

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Die Gutdenker: Stümperhafte Bildinterpretation bei der ZEIT - Oder mutwilliger unterschwelliger Manipulationsversuch?
10/26/2008 09:24 PM
Also entweder hat sich die ZEIT die Fähigkeit zur Bildinterpretation eines 6-Jährigen angeeignet oder das Blatt versucht sich in unterschwelliger Manipulation von Lesern mit Bildern.

Martin Klingst hat in der ZEIT-Ausgabe vom 23.10.2008, Nr. 44, ein Loblied über Barack Obama geschrieben mit dem Titel "Die richtige Wahl". Der Herausgeber des Blatts, Josef Joffe, ist ganz offener Anhänger von John McCain und ist nach Ansicht einiger Blogger ein Neocon und Kriegstreiber.

Zu dem Artikel von Klingst über Obama gibt es folgendes Titelbild (siehe Link), eine Photomontage, die offensichtlich kindliche Hände hinter dem Rücken gehaltenzeigt in einem dunklen Raum, in der linken ein Fähnchen mit der amerikanischen Flagge nach unten gehalten - die Stars & Stripes quasi auf dem Kopf - und in der anderen einen 1-Million-Dollar-Schein mit einem strahlenden Obama in der Mitte, seinem Logo rechts neben ihm und dem demokratischen Esel, das Parteimaskottchen der Demokraten links.

Die Bildunterschrift zu diesem Bild:

"Das neue Idol für viele Amerikaner: Ein kleiner Junge trägt Obama sogar auf einem Dollar-Schein"

Nun hat offensichtlich ein Leser genauso wie ich bemerkt, dass die Bildunterschrift absolut nicht dazu passt und - viel bedeutender - die bildliche Aussage auch entgegengesetzt zur Aussage des Artikels ist. Hier die zwei Zitate aus zwei der Kommentare unter dem Artikel:

"Obama auf einem 1 Million Dollar Schein und die amerikanische Fahne gen Boden gerichtet. Sieht das nach Idol aus? Das Bild ist offenbar eine Photomontage aus dem McCain-Lager. Schauen Sie sich das Bild noch einmal an, Herr Klingst. Ich würde es an ihrer Stelle ersetzen, denn es passt absolut nicht zu Ihrem Artikel. Ein Obama auf dem 1 Million Dollar Schein ist wie eine düstere Prognose einer Hyperinflation unter einem Präsidenten Obama. Wann sonst sollte es einen 1-Million-Dollar Schein geben, wenn nicht in einer Zeit von Inflation? Und warum sollte es so schnell einen Obama auf einem Dollar geben? Das ist ein Hinweis auf seinen vermeintlichen Größenwahn. Die amerikanischen Flagge gen Boden gerichet, auf den Kopf gestellt in einer düsteren Umgebung. Ist das ein Zeichen von Stolz? Im Gegenteil. Ich weiß nicht, wer Sie da beraten hat und ob die Herausgeber der ZEIT da einfach nicht mehr so genau hinschauen, was sie herausgeben, aber bitte räumen Sie mit diesem Fehler auf und stellen Sie Menschen ein, die solche Dinge überprüfen, bevor sie veröffentlicht werden....."


"...noch ein kleiner Zusatz zu meinem Kommentar von eben: Der kleine Junge, der diesen 1-Million-Dollar-Schein und die Flagge gen Boden gerichtet trägt, ist ein Symbol für das Erbe. Er wird nach Aussage des Bildes die Inflation erben. Auf dem Dollar-Schein ist sogar der demokratische Esel abgebildet - das ist genau das, was das neokonservative Lager im Moment behauptet: "Die Demokraten werden uns und unsere Kinder mit ihrer Übermacht in Kongress, Senat und Weißen Haus in die Inflation und die Depression stürzen.

Ich weiß wirklich nicht, wie dieses Titelbild für diesen Leitartikel da hingekommen ist, aber wenn es nicht Dummheit war, dann war es mutwillige Propaganda von irgendwelchen Mitarbeitern bei der ZEIT."


Kann mich diesen Einschätzungen nur anschließen. Warum wurde das Bild immernoch nicht entfernt? Jeder, der auch nur ein paar Mal in der Schule eine "Bilduntersuchung" mit der üblichen Analyse von Hintergrund und Vordergrund gemacht hat und auch nur ein bisschen Hintergrundwissen bezüglich Inflation, etc. hat, wird das Bild doch genau so verstehen, oder nicht?


Hier zum Vergleich z.B. ein 1-Milliarde-Mark-Schein aus der Weimarer Zeit (1923) nach extremer Hyper-Inflation (habe kein Bild bei flickr gefunden, das eine richtige Banknote zeigt, aber diese Gutscheine waren im Grunde ebenfalls Zahlungsmittel in dieser Zeit der Inflation):

Milliarden_Reichsmark_chätzle.jpg


Ich nehme an, dass entweder der Autor, Martin Klingst, oder ein Mitarbeiter bei der ZEIT dieses Titelbild ausgesucht hat. Entweder ist diese Person, die es ausgesucht hat, jemand, der unterschwellige Botschaften manipulativ einsetzt oder eine absolute Niete in der Bildinterpretation und hat das Bild aus einem Pool samt Bildunterschrift rauskopiert und in den Artikel eingefügt, wobei dann derjenige, der die Bildunterschrift unter das Bild gesetzt hat, ebenso keine Ahnung von Bildern hat oder mutwillig unterschwellig manipulieren will.

Falls ich völlig paranoid und blind bin und der "Junge" auf dem Bild wirklich seinen 1-Million-Dollar-Schein mit seinem "Idol" darauf mit "Stolz" trägt, dann entschuldige ich mich für soviel crap text, aber ich vermute stark, dass hier etwas stinkt...

Bildquelle: chätzle


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Neues aus Rorkvell: Tres Schick
10/26/2008 09:06 PM

Ja, nicht schlecht. Und überaus tragbar. Die praktische Mode gegen kalte Ohren und Mückenstiche. Mit perfekter Passform. Ideal, weil sparsam, besonders beim Dinner im 3-Sterne Restaurant.

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Urs1798: Irgendwie dümpelt alles so vor sich hin
10/26/2008 08:44 PM
Vielleicht sollte ich in Zukunft lieber schöne Dinge malen, vielleicht gibt es dann etwas mehr Resonanz? Posted in Satire, Schönes, Zeichnungen, Zwischenmenschliches   Tagged: Blümchen, Engelchen, Kätzchen, Schönes gefällig, Teddys, Wölkchen    [Link] [Cache]
Duckhome: Die Moschee in Duiburg-Marxloh wurde eröffnet - "ohne Streit"
10/26/2008 08:35 PM
Halleluja, Allahu akbar, Gott sei Dank. Die Moschee in Duisburg_Marxloh wurde eröffnet und es ging, wie heute in tag7, einer Sendung des WDR berichtet, "ohne Streit". Hier ist ein aussagefähiger trailer. Und hier ein weiterer, in dem dieser Bau, bzw. die Tatsache, daß er so konfliktfrei verwirklicht werden konnte, genau wie in diesem SpOn-Artikel als "Wunder" bezeichnet wird.

Für viele ist das allerdings kein "Wunder", sondern langjährig gewachsen bzw. in der Struktur des umgebenden Wohngebietes begründet; in den positiven Berichten über Marxloh wird immer wieder betont, daß "das Vertrauen über Tage unter Tage" gewachsen sei: deutsche und türkische Bergleute mussten unter Tage miteinander nicht nur auskommen, sondern auch reden - etwas Anderes hätte bei einem Unglücksfall Leben kosten können. Über die Frage, was denn in Duisburg "anders gemacht" wurde, wird in diesem Beitrag gesprochen: Offenheit, Transparenz, und ein Beirat, in dem neben einigen nichtmuslimischen Duisburger Bürgern auch die Pfarrer beider christlicher Kirchen in Marxloh Mitglied sind. Zülfiye Kaykin, die in diesem Video zu sehen ist, hat übrigens bereits das Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste um die Integration bekommen.

Das sind doch erfreuliche Anzeichen. Es wird zwar weiter versucht, mit Attributen wie Groß- oder Riesen-Moschee weiterhin Stimmung zu machen, aber selbst bei diesem Focus-Artikel wird es für den, der mehr als die Überschrift liest, dann doch fast moderat:
Zur Eröffnungsfeier rief Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die Muslime zu verstärktem, gesellschaftlichem Engagement auf: „Bringen Sie sich ein. Das Grundgesetz ist eine wunderbare Einladung." Angesichts der vielen in Nordrhein-Westfalen lebenden Muslime müsse es mehr Moscheen geben. Diese sollten nicht in Hinterhöfen entstehen, sondern sichtbar sein.

Ralph Giordano war zwar "abgeschreckt", also nicht vor Ort, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß auch nur einer der 5.000 Besucher ihn vermisst hätte. Und Pro Köln hat ja in Köln genug zu tun.






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Schweiz: Öffentliche Sicherheit für alle
10/26/2008 08:21 PM

Während man in Deutschland die staatlich verordnete Überwachung der Bürger wegen der angeblich terroristischen Bedrohung und trotz heftigen Widerstands gesetzlich verankert hat, nennt die SP ihre Sicherheitsstrategie schlicht und einfach „Öffentliche Sicherheit für alle".

Wie die Schweizer Tagesschau schreibt, haben die SP-Delegierten in Aarau ihr umstrittenes „Öffentliche Sicherheit für alle"-Papier verabschiedet. Zuvor wurde noch über Themen wie Ausländerkriminalität, Bettelei und Rayonverbote, die vor allem für Fussballfans erhebliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit mit sich bringen, heftig diskutiert.

Für die Schweizer Bürger bedeutet diese „Öffentliche Sicherheit für alle":

Gefordert wird unter anderem eine punktuelle Videoüberwachung auf Plätzen, die Eindämmung der Jugendgewalt, ein Verbot von «Killer Games» und sexistischer Werbung. Zudem sollen 1500 zusätzliche Polizisten eingestellt werden und Ausländer der ersten Generation ausgewiesen werden, die zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Weiter stellt sich die SP gegen die Privatisierung von Polizeiaufgaben. (Quelle: SF)

Einen Pluspunkt hat die SP allerdings, sie unterstützt nicht die Privatisierung der Polizeiaufgaben. Damit schützt sie die Schweizer wenigstens vor Datenschwund bei irgendwelchen dubiosen IT-Firmen.


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SaarBreaker: Nochmal zu Jörg Haider
10/26/2008 08:20 PM

Bei Duckhome könnt Ihr auch ein Video ansehen, das dokumentiert, wie man in Österreich mit Haiders Tod umgeht.

Ich find’s geschmacklos! Geschmacklos, weil der ORF solchen Mist produziert und sendet und nicht weil es Jochen online gestellt hat.


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mobbing-gegner.de blog: Porsche - Mobber und die Kuchenkrümel
10/26/2008 08:19 PM


„In der sozialen Marktwirtschaft müssen wir einen Ausgleich zwischen Kapital und Arbeit finden", meinte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking im Mai 2005. Eine sehr löbliche Gesinnung, der auch Taten folgten. 2007 schüttete die Porsche AG je 5.300 € an seine 9.000 Mitarbeiter aus, 2008 sogar je 6.000 €. Das Volk jubelt. Hosianna, St. Wendelin!

Rechnen wir einmal nach: 45 Millionen für die Mitarbeiter bei 11 Mrd. € Gewinn. Vom großen Kuchen gehen also 0,4 % an die Arbeitnehmer und der Rest an die Kapitalbesitzer. Da sollte die Frage gestattet sein: Ist das eine faire Verteilung?

Als ich es im Leserforum einer großen deutschen Tageszeitung wagte, diese Frage zu stellen, tobten umgehend die Porsche-Mobber. Nur neidische linke Querulanten könnten es wagen, St. Wendelin in Frage zu stellen. Oder Gewerkschafter, die schon allein aufgrund der Forderung nach höheren Löhnen ein Übel seien, das man ausrotten müsse. Ohne Wiedeking sei Porsche verloren, und ein Wiedeking-Groupie forderte allen Ernstes, man möge ihn oder den Deutsche Bank-Chef Ackermann zum Kanzler machen. Halleluja!


Porsche <> WW nur eine Produktbereinigung?

Was hat Wiedeking geleistet? Eine Menge. Nachdem sein überforderter Vorgänger das Kunststück fertig brachte, das Unternehmen trotz hochklassiger Produkte herunterzuwirtschaften, senkte Wiedeking zunächst die Kosten. Dem 911er verpasste er einen wassergekühlten Motor und ein Facelift. Den erfolglosen 928er stoppte er und vermied nennenswerte Entwicklungskosten für Experimente. Er erkannte, daß in der Luxusklasse kein zufriedenstellendes Wachstum möglich war und brachte für das untere Schicki-Micki-Segment den Boxster auf dem Markt – einen abgespeckten 911er. 2003 sprang er mit dem Cayenne auf den SUV-Zug auf, indem er wieder auf Vorhandenes zurückgriff und den 911er mit dem VW Touareg kombinierte. Das glücklichste Händchen bewies er mit Finanzchef Holger Härter, der mit Spekulationsgeschäften über 80% des Porschegewinns erzielte. Genau genommen ist Porsche heute eine Investmentbank mit angeschlossener Automobilabteilung.

Dies ist kein Wiedeking-Bashing. Er ist zweifellos ein guter Manager Aber kann er über Wasser gehen? Ist er der Messias, den die naiven Jünger des Neoliberalismus in ihm sehen wollen? Wahrscheinlich nicht. Was sind seine Prioritäten? In Interviews betont er immer wieder, daß die Mitarbeiter nach der Kundschaft für ihn am wichtigsten seien. Gefolgt von Partnerunternehmen, Lieferanten, Händlern und - an letzter Stelle – die Aktionäre. Warum erhält dann die angeblich unwichtigste Gruppe 99% des Gewinns? Im Gedankenspiel „Bundeskanzler Wiedeking" hätte er nicht nur ein elementares Wahlversprechen gebrochen, sondern auch die Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben massiv vorangetrieben. Insofern würde er sich in die Tradition bisheriger BundeskanzlerInnen einreihen. Wiedeking mag durchaus gute Absichten haben. Letztendlich ist aber auch er nur ein Erfüllungsgehilfe milliardenschwerer Feudalherren (die passenderweise ihre Milliardenvermögen in Steueroasen dem deutschen Fiskus entziehen) und (so wie alle Vorstände von Aktiengesellschaften) ein Getriebener der Kapitaleigentümer (siehe „Wir sind alle Getriebene", Interview mit SAP-Chef Kagermann im Spiegel Nr. 48/2003).


Ein Porsche - überflüssiges Statussymbol oder Viagra für Reiche?

In der Vergangenheit ließ Wiedeking Produkte für Menschen bauen, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Produkte, die sich seine Arbeiter nicht leisten können. Interessant wird es nun bei Volkswagen. Wie erfolgreich kann er bei einem Massenhersteller sein, dessen Kunden (im Gegensatz zu Porsche-Kunden) immer weniger Kaufkraft haben? Wir sind gespannt.

Denken wir bei dieser Gelegenheit grundsätzlich. Stellen Sie sich einmal folgende Frage: Welcher Anteil an der Gewinnausschüttung für Mitarbeiter wäre gerecht? Sollen 0,4% genügen? Wie wäre es mit 10%? Oder ein Drittel für die Arbeitnehmer und zwei Drittel für die Kapitalbesitzer? Das wären bei Porsche über 400.000 € pro Mitarbeiter. Welch ein Signal für die Unternehmer dieser Welt wäre das gewesen! Welch ein Imagegewinn für das Unternehmen! Aber daraus wird nichts, denn Kapitalbesitzer sind niemals satt.

Nachdem wir diesen Bogen gespannt haben, landen wir bei Artikel 14 Abs. 2 unseres Grundgesetzes: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." Auf dieser Grundlage könnten die Regierungsparteien ein Gesetz beschließen, das die unteren 90% unserer Gesellschaft an den immer weiter steigenden Unternehmensgewinnen beteiligt. Warum geschieht das nicht? Wären die Nebeneinkünfte unserer politischen Entscheidungsträger wirklich transparent, könnte man diese Frage wahrscheinlich beantworten – aber auf das Thema Korruption/Interessenkonflikte kommen wir später zurück.


per mail von Jörg Gastmann, STRATEGIEpartei
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Ron Paul News & Comments: Johnny Pepp - Und ich flieg (Musikvideo)
10/26/2008 08:08 PM

Musikvideo produziert von VideoGold.de


Album kostenlos bei Rapidshare - hier- herunterladen.
Mehr Infos zu Johnny Pepp - hier-.
Mehr Videos von Johnny Pepp - hier-.

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Principiis Obsta: Der Schamane des Kapitals
10/26/2008 07:29 PM

Der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat mit einem einzigen Satz eine Pirouette im politischen Schmalztopf hingelegt, der die weißen Westen der Staats-Retter bekleckerte und eine mediale Lawine der Abscheu und Verärgerung in der Kaste der Wirtschaftsweisen ausgelöst hat.

von El Patio

Er persönlich würde sich „schämen", wenn seine Bank in der Krise vom Staat Geld annähme, soll Ackermann vor seinen Spitzenmanagern gesagt haben. „Die Deutsche Bank braucht kein Kapital vom Staat", hat er anschließend noch einmal offiziell nachgelegt, und das ausgerechnet in dem beliebten Börsendienst „Bild am Sonntag".

Jetzt sind alle, die Jahrzehnte lang in Rosenkranzmanier die Deregulierung des Kapitalmarktes forderten stinksauer auf ihn. Angefangen beim telegenen Dampfplauderer, dem Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, der noch 2005 davor warnte, dass "dirigistische Eingriffe in die Kapitalmärkte die Funktionsweise der westlichen Wirtschaftsordnung unterminieren würden", oder unser abgetauchter Müllergeselle unter dem Stuhl des Wirtschaftsministers, Michael Glos, der öffentlich beklagte, dass den Deutschen durch ihre Zurückhaltung am Aktienmarkt "enorme Chancen" entgehen würden, weshalb sie vom Staat zu ihrem Glück gezwungen werden müssten, oder unser Finanzminister Peer Steinbrück ,der mit einem "Deutschlandfonds"-Modell die Rente gleich von den Börsenschwankungen abhängig machen wollte, und dessen Staatssekretär Jörg Asmussen sich jetzt in der Rolle des Feuerwehrmanns gefällt, dabei war er bis vor kurzem noch oberster bundesrepublikanischer "Zündholzlieferant", als Regierungsbeauftragter für die Förderung von ASB-Finanzprodukten. ASB sind asset backed securities - und die „ nur medialen" Auslöser von Finanzmarktkrise und anstehender Rezession. „Um diese Papiere, mit denen viele Banken lange Zeit beste Erträge erwirtschafteten, machte sich Asmussen regelrecht verdient. Unter seiner geistigen Schirmherrschaft und tätiger Mithilfe wurde 2003 die True Sale International GmbH (TSI) gegründet, eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung zur Förderung der Geschäfte mit ASB. Gesellschafter waren vom Start an 13 Banken, deren Namen sich heute lesen wie die Besetzungsliste für einen Thriller über die Finanzkrise. Dabei waren nicht nur die KfW, die HSH-Nordbank, die WestLB und die Bayerische Vereinsbank, sondern auch der bisherige Hauptdarsteller Hypo Real Estate, damals noch vertreten durch die Hypovereinsbank.

Im Beirat von TSI wirkte bis zum Sommer diesen Jahres Abteilungsleiter Asmussen. Er machte sich auch verdient im Aufsichtsrat der KfW, und auf ihn ist wohl auch jene Passage im schwarz-roten Berliner Koalitionsvertrag von 2005 zurückzuführen, nach welcher der deutsche Finanzmarkt von "überflüssigen" Regulierungen befreit und "Produktinnovationen und neue Vertriebswege" gefördert werden sollen," schreibt Dieter Degler in seiner lesenswerten „Meinungsspalte" in der Süddeutschen Zeitung.

Die Reihe der Experten, die diesen Koalitionsvertrag in den Talk-Shows der Nation abgefeiert haben, ließe sich mit Friedrich Merz, Hans-Olaf Henkel, Dieter Hundt, Hilmar Kopper etc. beliebig fortsetzen. Damals applaudierten alle, die heute nach dem starken Sozial-Staat rufen, den sie selber vorher kräftig halfen zu „verschlanken", damit er sich besser ausplündern und den Gesetzen des Kapitalmarktes unterwerfen lies.

Ackermann wird jetzt als Gemeinwohlschänder und Spielverderber beschimpft, nur weil er, im Gegensatz zu den ökonomischen Laiendarstellern, die Gesetze des Kapitals und des Marktes immer in seiner Zockerei um Rendite berücksichtigt hat. Profis steigen eben rechtzeitig aus dem Markt aus und jubeln ihren Schrott den Landesbanken unter und zwar bevor das Ende der Hausfrauen-Rallye die Kurswerte halbiert. Seine Kritiker übersehen dabei, dass Ackermann, denn unser Wirtschaftssystem ist ein Kapitalistisches und wie das funktioniert darüber hat sich schon Carlos der Bartträger in seiner „Kritik der politischen Ökonomie" so seine Gedanken gemacht, nicht irgendeinem Gemeinwohl verpflichtet ist, sondern seinen Aktionären und die sind in ihrer Mehrheit Ausländer.

Nähme Ackermann Staatsknete, dann würde der Markt reagieren und der Aktien-Kurs der Deutschen Bank abstürzen. Von der Kapitalquote hängt aber ab, wie viel eine Bank geschäftlich riskieren darf, wie stark sie ihr Geschäft ausdehnen darf oder auf wie viel sie eben bei der Aufteilung der anstehenden Konkursmasse verzichten muss. Deshalb hat Ackermann zum Makel erklärt, was seine Konkurrenten, auf Kosten des Steuerzahlers, zum Wettbewerbsvorteil nutzen wollten. Krisenzeiten sind Umbruchzeiten und die deutsche Bank ist auf Einkaufstour.



„Er persönlich würde sich „schämen", hat Ackermann erklärt. Dabei ist die Beschämung immer ein sozialer Vorgang. "Schimpf und Schande" beziehen sich dabei meistens auf einen Ehrbegriff, der auch als historisch gewachsener immer dem Zeitenwandel unterliegt und immer kulturell bedingt ist. Deshalb ist auch das Schamgefühl eines Bankers stets subjektiver Natur. Es ist eng mit seiner sozialen Identität verklammert und die wird eben definiert durch die Gründung einer Bank und nicht durch den Einbruch in dieselbe, so dass es auch einen Herrn Ackermann mehr oder weniger unmöglich sein wird, sich seiner „Beschämung" emotional zu entziehen.

Das Gefühl für gewisse „Gesetze der Wohlanständigkeit" bewahrte sich dagegen Saruhan Özel, Chefökonom der Deniz Bank, der viertgrößten Bank der Türkei, als er Ackermann unterstützte und darauf hinwies, dass es in der Türkei bereits 2001 zu einer großen Bankenkrise gekommen war. "Wir haben auf nationaler Ebene durchgemacht, was jetzt global passiert", sagte der Ökonom. Und die Steuerzahler sollten gar nicht erst hoffen, dass sie das Geld wieder sehen, das die Politiker jetzt in die Banken steckten. Die türkische Bankenkrise habe die Öffentlichkeit seinerzeit 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts eines Jahres gekostet."

„Für strukturelles Versagen und institutionelle Verbrechen gilt, dass die Verantwortung zunimmt, je weiter man sich von der eigentlichen „Tat" entfernt. Das soll für Chefs der Finanzhasardeure aber nicht gelten. Sie sagen nicht, dass sie Handlungen angeordnet oder unterbunden haben, sondern - und das lässt eine längst mit allem sich abfindende Gesellschaft ihnen durchgehen - sie sagen, wie die Chefs der IKB, dass sie die Praxis, die Handlungen und Verfahren nicht verstehen und nie verstanden haben. Sie haben es nicht verstanden!", wundert sich der Feuilletonist Frank Schirrmacher in der FAZ und beschwört in der Rolle der Kassandra das Zeitalter des Unglücks herauf.

„Man muss sich erinnern, dass dies uns über Jahre hinweg in Talkshows und auf Foren als „Rationalität" angepriesen wurde. Und nun wird eine Unterbrechung der Kausalkette als Entschuldigung angegeben, bei der niemand mehr Verursacher ist. Die rein semantische Schwierigkeit, überkommene Rechtsbegriffe auf die Untaten an den „Finanzmärkten" anzuwenden, erlaubt den Handelnden, sich wie Wissenschaftler bei einem fehlgeschlagenen Experiment zu fühlen. Daher der Pseudotalk der Experten. Daher das geniale Schuldumwälzungmodell. Daher die ausbleibende Empörung, der Defätismus einer Gesellschaft, die in den letzten Jahren, ohne es zu merken, eine verheerende Vernichtung ihrer Ideale erlebt hat", setzt er zum großen Jammern an und unterschlägt dabei die ökonomischen Zusammenhänge.

Dabei bilden diese von Frank Schirrmacher in der FAZ beschworenen Ideale, diese liberalen, christlichen, freiheitlichen Ideen „Innerhalb der Geschichte und des Lebens mit jenen Gewalttaten der bourgeoisen Eliten ein Ganzes, sie sind", wie schon Carlos erkannte, ihr "spiritualistischer Point-d' honeur", ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Diese liberalen Ideen bilden den derzeitigen Wertekanon der westlichen Gesellschaft, und diese "moralischen Werte" stehen und standen schon immer den "knallharten ökonomischen Interessen" der jeweiligen nationalen Eliten entgegen.

Erstens: Die drei wichtigsten Handelsgüter weltweit, also die, auf die der größte Umsatz entfällt sind erstens: Öl, zweitens: Waffen und drittens: Drogen.

Zweitens: Die Verteilung des Welteinkommens hat sich in den letzten 50 Jahren immer mehr zum Vorteil der Gruppe der oberen 10%, die mit den 85% des Weltvermögens und zu Lasten der unteren 90% der Weltbevölkerung, die mit den 15% des Welteinkommens, verschoben.
Drittens: Alle Regeln, Anordnungen, Vorschriften und Gesetze werden von den Priviligierten, den Vertretern der G 8 Staaten, ersonnen und haben nur den Zweck, diese ihre Privilegien zu schützen. Aus der Verteilung des Welteinkommens ergibt sich zwangsläufig die Richtigkeit dieser Annahme, wäre die ökonomische Rechtslage anders, würden nicht über 3 Milliarden Menschen mit 2 Dollar täglich verhungern. Ein Umstand, der bisher noch keinem Banker ein Schamgefühl entlockt hat.

Die derzeit einzige verbliebene Supermacht zeichnete schon 2005 für 48% aller Militärausgaben auf der Welt verantwortlich, in weitem Abstand gefolgt von Großbritannien, Frankreich, Japan und China mit einem Anteil von jeweils vier bis fünf Prozent. Die weltweiten Militärausgaben lagen 2005 nach Schätzungen des Internationalen Friedensforschungsinstitut Stockholm bei 1.100 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 173 US-Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung.

Franz-Josef Degenhardt: Eigentlich unglaublich



Zum Vergleich, die Beiträge der Vereinten Nationen zu wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Programmen für die ärmsten Länder der Welt – im Rahmen von UNICEF, des Welternährungsprogramms, des UNO-Entwicklungsprogramms und anderen – belaufen sich dagegen nur auf lächerliche 10,5 Milliarden pro Jahr.

Die USA haben Ihren Rüstungs- und Kriegsetat in den letzten Jahren auf über 1000 Milliarden Dollar hochgetrieben, diese Gelder wurden Jahr für Jahr dem amerikanischen Binnenmarkt entzogen und der Konsumer-Markt wurde dafür mit billigen Krediten und Plastikgeld geflutet und am Leben gehalten damit er nicht vorzeitig kollabiert.

Das neue Empire hat diese Kredite dann gebündelt, schön verpackt, mit Zinsgarantien und Werthaltigkeitsstempeln versehen und an die Banken in seinen Kolonien zur Bezahlung seiner Kriegsschulden und zur Aufrechterhaltung seines imperialen Anspruchs weitergereicht. Da der große Ölraub nicht so ganz geklappt hat, die Zinsen also zwangsläufig irgendwann ausbleiben mussten, deshalb reagierte jetzt der Markt und deshalb wird jetzt die Weltbevölkerung an den amerikanischen Kriegskosten im Nachschlag direkt beteiligt.

Wir haben es mit einer Verwertungskrise des Kapitals zu tun und eben nicht mit einer „Bankenkrise". Ohne die 500 Milliarden Dollar, die jährlich aus dem Drogenhandel, dem drittwichtigsten Handelsgut, in die legale Wirtschaft fließen, wäre das westliche Finanzsystem in dieser Form wahrscheinlich schon früher zusammengebrochen. Bereits 2005 kam 86% des weltweit verkauften Opiums aus Afghanistan, 2006 wurde die Anbaufläche noch vergrößert, auf geschätzte 200 000 Hektar. Nicht für die Freiheit, sondern für die Stabilisierung der Aktienkurse sterben Soldaten am Hindukusch.

Bereits 1971 haben sich die USA zum Verfechter eines „Neuen Krieges" gegen die Drogen gemacht, der Nutznießer dieser Mittelamerika-Politik war damals das Medellin-Kartell, und insbesondere Carlos Meder, der dafür dann einen Teil des Wahlkampfes von Bush jun. finanzierte. 35 Jahre nach der Ankündigung des Krieges gegen die Drogen besteht ein Monopol auf die Produktion der beiden wichtigsten Drogen, Opium und Kokain. Kolumbien und Afghanistan sind zu Marktmonopolisten aufgestiegen. Einem „jüngsten Gerücht" zufolge soll es sich dabei um CIA-Protektorate handeln.

Quelle: 0815

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Radio Utopie: Ende mit Sinn
10/26/2008 07:27 PM


Hans-Werner Sinn hatte ja schon immer diesen bräsigen Gesichtsausdruck eines Vollpfosten mit Amt. Das machte ihn zum guten Durchschnitt als Quatschdrohne der neofeudalen Deutschland AG. Ausbeutung als Programm, Logik gibt es nicht, Kapitalismus heisst Angebot ohne Nachfrage und wer hat, ja der hat es eben, was soll das Gejammer, geh arbeiten.

Diese kurze Inside-View der programmatischen Zusammenfassung seines "Ifo-Institutes" folgte heute ein weiterer Volltreffer von Hans Sinn, der seinen Werner dazugenommen hat weil sonst seine Name irgendwie so klingt wie er ist:
Der Vorsitzende des Ifo-Institutes verglich allen Ernstes die Kritik an Milliarden-Räubern aus der Wirtschaft ("Manager-Schelte") dieser Tage mit dem Massenmord an Deutschen und Europäern wegen ihrer jüdischen Religion während und vor dem 2.Weltkrieg.

Hilfreiches Megafon: der "Tagesspiegel". Zitate aus dem heute um 13.33 Uhr erschienen Artikel der sich bereits 19.33 anschickte Sinn den Kopf zu kosten:


"`In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken", sagte er dem Tagesspiegel. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 "hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager". Niemand habe damals an einen "anonymen Systemfehler" glauben wollen, der die Krise ausgelöst habe, befand Sinn. "


Es ist diese kalte, staubige Grausamkeit die aus den Zeilen spricht, eben diese Gleichgültigkeit von der ein KZ-Überlebender namens Elie Wiesel einmal sagte, sie sei das Gegenteil von Liebe und nicht der Hass.
Es ist dieser totale, absolute Zynismus der sich selbst ernst-  und nichts mehr wahrnimmt von der Wirklichkeit.
Es ist diese ganze Abgestumpftheit eines nur noch rudimentär emotionalen Gewohnheitsverbrechers der sich darüber beklagt zwar immer noch nicht richtig erwischt, aber als solcher bezeichnet worden zu sein.
Was einem denn einfalle. Also so ginge das ja nicht. Da könnte ja jeder kommen und am Ende auch noch jeder arbeiten.

Neeeeee, oben und unten muss es geben. Kinder kann man auch nicht immer von der Seite zeugen. Höhöhö..


"Zugleich bezeichnete er das 480-Milliarden-Euro-Rettungspaket für die Banken als richtig. Sonst hätte es wie 1929 "dramatische Folgen" gegeben. "Eine Kernschmelze im Finanzsystem, Massenarbeitslosigkeit, die Radikalisierung der Länder der westlichen Welt, am Ende eine Systemkrise der Marktwirtschaft. Die deutsche Geschichte ist hier ja ganz klar." Der Nationalsozialismus sei aus der Krise zwischen 1929 und 1931 entstanden. Auch heute stünden Rattenfänger wieder parat."


Da weiss man, was der "Tagesspiegel"-Redakteur, welcher diese Zeilen verfasst hat, so wirklich über all diese armen Ratten von Mitbürgern denkt die er mitansehen muss wenn er immer noch in seiner 50.000 Euro Karre nur nach Hause fahren und nicht fliegen kann.
Berlin kotzt ihn an. Er hasst es, wie die Pest, und das Einzige was er von dieser Stadt will ist wieder irgendwo in eine Kaschemme in Berlin-Mitte flitzen gehn wo Leute wie er rumsitzen und nichts tun, eventuell noch einen saufen dabei und drüber jammern dass die verdammten armen Ratten es nach 100 Jahren endlich geblickt haben und sich eben nicht wieder einfangen lassen von dem ganzen Gequatsche.


"Sinn sprach sich dagegen aus, angesichts der Wirtschaftsschwäche schon jetzt ein Konjunkturprogramm aufzulegen. "Noch haben die Firmen gut zu tun." Wenn der Staat etwas tun wolle, dann bei den Steuern. "Die Steuerquote ist die höchste seit langem." Der Vorteil sei, dass die Bürger entscheiden könnten, was mit dem Geld geschehe."


Der Bürger hat gerade eine halbe Billion Euro seiner Kohle locker gemacht, weil die Hintermänner Sinns und des "Tagesspiegel" die letzten Jahrzehnte in Saus und Braus gelebt haben, während das einfache Volk schuftet und schuftet und schuftet und doch wieder nur betrogen wird, von den Verbrechern aus Parteien, "Gewerkschaften", "Medien" und allen anderen gekauften Hurenböcken die mit den Bankern unter einer Decke stecken.

Aber das wird der ehrenwerte Herr Sinn, und der ehrenwerte "Tagesspiegel", der nie wieder einen einzigen elenden Zugriff von der unabhängigen Nachrichtenagentur Net News Global erhalten wird, weil er dort nämlich soeben RAUSGEFLOGEN ist, das werden diese ehrenwerten Herrschaften sicherlich irgendwie verdrängt haben.

Es wird Zeit für ein Ende mit Sinn, mit dem "Ifo-Institut", dem "Tagesspiegel", den Banken und dem Kapitalismus.

Und das kann uns dann in der Tat völlig gleichgültig sein

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redblog: "El Tiempo" - Medienmacht in Kolumbien
10/26/2008 07:27 PM
Es ist die größte Tageszeitung Kolumbiens, also solche verfügt El Tiempo quasi über ein Monopol als einzige große überregionale Tageszeitung.
Zu den Eigentümern der Casa Editorial El Tiempo gehört auch die Familie Santos. Die Santos waren schon immer aktiv in der Politik und nutzen so die beiden Ebenen zur Durchsetzung ihrer Interessen.
Auch in der gegenwärtigen Regierung des rechtsextremen Präsidenten Alvaro Uribe finden sich zwei Familienmitglieder der Santos: Vizepräsident Francisco Santos Calderón Verteidigungsminister Juan Manuel Santos.

Entsprechend berichtet El Tiempo über die Politik. Einen spannenden Dokumentarfilm zeigte vor kurzer Zeit der multinationale Fernsehsender TeleSUR in seiner Reihe Reportajes TeleSUR.

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xxlkillababe: Ein anonymer Systemfehler verantwortlich für die Finanzkrise.
10/26/2008 07:26 PM

Der böse anonyme Systemfehler im weltweiten Finanzsystem hat dieses Finanz- Debakel verursacht!!!

Besser kann man es nicht erklären, die Bankmanager haben gar nichts gemacht, ergo’ konnten die Vorstände und Aufsichträte auch gar nix wissen!!! Welch ein riesiges Glück das wir das Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) haben. Womöglich glaubte da der ein oder andere an Veruntreuung von Steuergeldern oder ähnliches - System kaaaaaappuutt ein “anonymer Systemfehler” das ist ja ein Fall der inneren Sicherheit.

SPON: Ifo-Chef vergleicht Kritik an Managern mit Antisemitismus

Ifo-Präsident Sinn glaubt nicht an die Schuld der Bankmanager: Er macht einen anonymen Systemfehler verantwortlich für die Finanzkrise. In einem Zeitungsinterview sagte Sinn, in der Weltwirtschaftskrise 1929 hat es “die Juden getroffen, heute sind es heute die Manager”.
Haben sie nun Milliarden verpulvert, oder sind sie Opfer des Systems? Bank-Manager mussten ob der Finanzkrisen in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken. Doch Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), nimmt sie in Schutz. Er vergleicht die Kritik an Managern in einem Zeitungsinterview mit dem Antisemitismus der 30er Jahre. [spiegel.de]

Daimler kündigt 5 Wochen Produktionspause an und Hr. Prof. Sinn sagt zur Konjunktur: “Noch haben die Firmen gut zu tun.” Wenn der Staat etwas tun wolle, dann bei den Steuern. “Die Steuerquote ist die höchste seit langem.” Der Vorteil sei, dass die Bürger entscheiden könnten, was mit dem Geld geschehe.

Vollkommen platt bin ich über diese Aussage - 1929 hat es “die Juden getroffen, heute sind es heute die Manager”. Hallo Hr. Professor wo wollen wir den die Denke der geneigten Leser hier hinlenken? Ein Schelm wer da bösen denkt!!!! Das große “Tabu Thema” der Deutschen wird hier in Anspruch genommen.

Einzig richtige Aussage - “Die Steuerquote ist die höchste seit langem.”

Symbolfoto (scann): was könnte man als Überschrift nehmen??

Symbolfoto

Symbolfoto (Post Office First Day Cover - Charitystamp 1975)

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Neues aus Rorkvell: Sorry
10/26/2008 07:06 PM

Sorry, durch die Änderung an der Software ist ein Fehler passiert. Die gezippte Version der Dateien habe ich vergessen. Wer daher die gezippte Version bekommen hat, hat seit August keine neuen Beiträge mehr gesehen. Das sollte ab sofort wieder behoben sein. Ab jetzt gibt's dieses Blog auch wieder gezippt.

Ob gezippt oder normal, wird je nachdem, was der Browser als akzeptabel nennt, entschieden. Die meisten Browser sind so eingestellt, dass sie auch gezippte Versionen akzeptieren. Das spart Übertragungszeit. Da auf meinem Webspace das Apache zip Modul nicht aktiv ist, zippe ich die Dateien auf dem heimischen Rechner und lade einfach beide Versionen hoch. So liegen dort statisch beide Versionen. Der Webserver muss nur noch eine davon auswählen und schicken und muss nicht mehr selber zippen. Das funktioniert eigentlich ganz ordentlich. Jedenfalls, so lange ich die gezipper Version nicht vergesse.

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HU-Marburg: Der ZDF-Intendant "schaechtet"
10/26/2008 06:55 PM
Kann Fernsehen gar nicht schlecht genug sein? - HU-Ortsverband Marburg.

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ZAF: Greifen Sie jetzt zu!
10/26/2008 06:36 PM

So geht das aber nicht, liebe Banken. Da gibt sich die Bundesregierung einmal freigebig und verteilt 480 Milliarden Euro und dann weigern sich die Banken einfach, das Geld anzunehmen.
Deshalb startet die Bundesregierung eine neue Plakatkampagne, dessen erstes Motiv Bundesfinanzminister Peer Steinbrück heute der Presse präsentierte.

Herr Steinbrück hat sich übrigens vorgenommen, für seine üppgie Apanage zukünftig auch wirklich Gegenleistungen zu erbringen. Oder habe ich da die Aussage (”Wer von Steuergeldern profitiert, muss auch Gegenleistungen erbringen”) auf der Website des Bundesfinanzministeriums falsch verstanden?

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Böse Worte: Nun doch zu Jörg Haider
10/26/2008 06:30 PM
Eigentlich wollte ich mich nicht zum Tod von Jörg Haider äußern. Das hat nichts mit dem Pietätsgelaber zu tun. Aber ich weine dem Politiker Haider keine Träne nach. Außerdem wüßte ich auch nicht warum ich um einen volltrunkenen Verkehrsrowdy ein Gewese machen sollte. Der Petzner hat es schon richtig ausgedrückt. Er hat den höchsten Preis für sein Verhalten gezahlt. Basta!

Doch nun lässt es mir eben doch keine Ruhe. Diese Verherrlichungen des populistischen Rechtsaussen Jörg Haider sind wirklich unerträglich. Die braune Suppe die sich dabei zusammenkocht lässt mich dann eben doch nicht ruhig bleiben. Dabei meine ich nicht einmal die Hinterwäldler in Kärnten, denen der Haider den guten Menschen vom Bärental gegeben hat. Nein es sind die Rassisten und Islamophoben in Deutschland.

Gerade beim Fall wird deutlich, dass diese Andersdenkenden überhaupt nicht denken. Sie laufen einfach Jedem hinterher, der etwas gegen den Dönermann von der Ecke sagt. Sie sind genau die Sorte von "schweigender Mehrheit", die ein Auschwitz erst möglich gemacht haben.

Und was tut die offizielle Politik in Österreich? Sie biedert sich diesem Gesocks an. Da wird ein Begräbnis inzeniert, das dem "Mythos" dieses Volksverhetzers noch Vorschub leistet.
Wenn ich die Bilder von Haiders Trauerfeier in Klagenfurt sehe, graust es mich. Wie sie wieder in Reih und Glied, stramm den Neuen Platz bevölkern um ihrem Führer, die letzte Ehre zu erweisen. Wenn es mir dabei schon kalt den Rücken herunterläuft, wie muß es jenen Menschen gehen, die den Holocaust überlebt haben.
Schämen sollten sich Gusenbauer und Co.!

Doch zurück nach Deutschland. Selbstverständlich und glücklicherweise sind keine deutschen Politiker an diesem Spektakel beteiligt. Was denn auch von den oben genannten ganz besonders beklagt wird. Nicht das ich besonders viel von deutschen Politikern halte. Doch wenigsten hier haben sie sich einmal richtig verhalten.

Was nun die Islamophoben betrifft, so ist deren Hass so tief, dass er wahrscheinlich schon die letzten Gehirnwindungen zerfressen hat. Dabei reicht es ihnen nicht, sich ständig in ihrem primitiven Rassismus zu suhlen. Nein, als Alibi missbrauchen sie auch noch den Staat Israel. Jenen Staat, der von den Überlebenden des Holocaust aufgebaut wurde. Sie besudeln das Andenken 6,3 Millionen jüdischen Opfern. Das ist das Unerträglichste an dem Ganzen überhaupt.

Vieleicht sollten sich Entenmann, Herre und Kumpane einmal in die "Republik Bärental" begeben. Sie hätten dann die Möglichkeit, sich auf von Haiders Vorfahren erfolgreich arisierten und entjudeten Besitzungen mit Saif al-Islam Gaddafi und Haiders österreichischen Anhängern zu unterhalten. Dann würden sie mitbekommen, dass es einem Jörg Haider nicht um die, von ihnen so gehassten, Musels ging. Doch zum Mitbekommen würde es schon reichen, wenn sie einfach einmal nachdenken würden. Doch dazu sind ja die "Andersdenkenden" eh nicht mehr fähig.

Es bleibt mir nur den großen Max Liebermann (Preusse, Deutscher, Jude) zu zitieren:

"Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte."[Link] [Cache]
Esowatch: 1=2
10/26/2008 06:25 PM
1=2
Esoterik verfolgt einem überall, sogar beim Abspülen. Heute las ich, dass 1=2 ist. Und dadurch nachhaltig. Suggeriert zumindest das von vermutlich chinesischen Musterschülern in Heimarbeit entworfene Logo dazu.

Es ist Wochenende und kurz vor Weihnachten, man ist milde gestimmt. Der letzte Beitrag hier hat ja ziemlichen Wirbel verursacht über die Frage, ob Pflicht und Zwang Zwang und Pflicht sind.

Was hat das mit Esoterik zu tun? Viel. Das Schaffen von Welten jenseits der Realität, das Verwechseln von Begriffen mit Realem, der geistigen Kapitulation vor Komplexem: Man will es gerne einfach. 1=2.

rw

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Tammox: Was jetzt wirklich wichtig ist.
10/26/2008 05:44 PM
Ist das nicht der beschissenste und undankbarste Job der Welt?

Ein Land zu regieren, das im Rest der Welt so verhasst ist wie kaum ein Anderes?
Das Image ist im weltweiten Negativranking noch hinter Nordkorea abgerutscht.

Einen Staatshaushalt zu übernehmen, der beispiellos gegen die Wand gefahren ist?
A. Woltersdorf: Es ist ein Hohn, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain nicht müde wird, die Demokraten als "big spender" und als Verkörperung des aufgeblähten und Geld verschwendenden Staates zu porträtieren. Denn nach acht Jahren republikanischer Administration steigt das Staatsdefizit nun auf ein Rekordniveau von 454,8 Milliarden US-Dollar.

In nicht gewinnbare Kriege verstrickt zu sein?

Einem Volk vorzustehen, das von Waffen besessen ist, mehrheitlich glaubt die Erde sei vor 6000 Jahren geschaffen worden und unter dem Begriff „Moral" versteht, daß man Frauen und Schwule kriminalisiert?

Völlig ineffektive und marode Sozial- , Bildungs- und Gesundheitssysteme zu erben?

Nicht zu vergessen, daß es mit der persönlichen Sicherheit und der der ganzen Familie für immer vorbei ist - gerne werden politische Führer erschossen.

Verblüffend, daß überhaupt jemand diesen Job machen will. Obwohl vorm Oval Office schon die globalen Katastrophen Schlange stehen.

Aber vielleicht sehen die Damen und Herren Bewerber das ja auch etwas anders als ich. Prioritäten werden jenseits des Atlantiks bekanntlich ganz anders gesetzt.

Ein Beispiel ist der höchst ehrenwerte Oberste Gerichtshof der USA, der Supreme Court of the United States. Hier werden nur die absolut Staats-relevanten Wichtigkeiten verhandelt.
Die Obersten Richter können jedes Anliegen ohne Begründung ablehnen - nur weil sie persönlich den Gegenstand als nicht absolut richtungsweisend ansehen - es gibt schließlich noch in jedem einzelnen Bundesstaat einen „Supreme Court" - 50 weitere Höchste Gerichte, die auch etwas zu tun haben sollen.
Kommt es zu Verhandlungen, sind diese höchst zeremoniell.
Nur speziell zugelassene Anwälte dürfen sprechen nachdem ein oberster Marshall hammerschlagend eine Sitzung eröffnet:
„The Honorable, the Chief Justice and the Associate Justices of the Supreme Court of the United States. Oyez, Oyez, Oyez, all persons having business before the Honorable, the Supreme Court are admonished to draw near and give their attention, for the Court is now sitting. God save the United States and this Honorable Court."
Die neun Superrichter sind echte Ikonen - unkündbar und ernannt auf Lebenszeit.
John Paul Stevens beispielsweise, 88 Jahre alt, wurde noch von Gerald Ford ernannt.
Vier wurden von einem Bush ernannt, zwei von Reagan, zwei von Clinton.

Welche Angelegenheiten sind nun aber dermaßen immens übermäßig wichtig und bedeutend, daß sich diese Gremium der edelsten Juristen dazu herab lässt sich mit Ihnen zu beschäftigen?

Rund um die Welt kennt man einige der Urteile, so zum Beispiel Roe v. Wade vom 22. Januar 1973 , als die Richter entschieden Schwangerschaftsabbruch sei ein Grundrecht als Folge des in der Verfassung implizierten Rechts auf Privatsphäre. Ein Urteil, dessen Verdammung in keiner GOP-Wahlkampfrede seit 35 fehlt. Der Stachel im Fleisch der Republikaner.

Ein anderes berühmtes Urteil, gefiel den GOPsen da schon bedeutend besser: Im Jahr 2000 entschieden die Richter im Fall Bush v. Gore, daß ersterer US-Präsident wird, obwohl in Florida das Wahlchaos ausgebrochen war und Gore landesweit 550.000 Stimmen mehr als Buch bekommen hatte.

Und im Jahr der allgemeinen Giga-Krisen?
Was verhandeln die neun Lichtgestalten des Rechts im Jahr 2008?

Es geht um "Fleeting expletives" ("flüchtige Kraftausdrücke") im täglichen Leben!
Darf ein Amerikaner öffentlich sagen „that was fucking good", ohne daß die zuständige Kontrollbehörde, die Federal Communications Commission (FCC) das als Straftat maßregelt?
Nippel gehen ja schon mal nicht.
Aber was ist mit „fuck"?
Wichtig zu wissen ist, das „to fuck" nicht etwa mit „ficken" übersetzt werden sollte - wie schon MRR gelegentlich ium ZDF ausführte, ist „to fuck" im angelsächsischem Sprachraum derart geläufig, daß es höchsten „vögeln" entspreche.
Aber mit den losen Sitten ist es nun vorbei seit GW Bush regiert.
Die Welt belügen, Kriege anzetteln, Hundertausende Unschuldige killen, den Staatshaushalt ruinieren, KZ-artige rechtsfreie Gefangenenlager errichten, systematisch foltern - nun ja, das sind doch alles Petitessen, die einen moralisch anständigen Menschen nicht schrecken sollten.

Aber für alles gibt es eine Grenze, wie die SZ schreibt:
Die FCC wurde unter George W. Bush konservativer, die Gangart härter. 2006 rügte die Behörde den Sender Fox, weil dort bei den Billboard Music Awards in den Jahren 2002 und 2003 die Sängerin Cher und die Reality-Schauspielerin Nicole Richie "fuck" beziehungsweise "shit" und "fucking" gesagt haben. Nachdem ein New Yorker Appellationsgericht dieses Vorgehen 2007 für "willkürlich" erklärt hatte, riefen die Sittenwächter den Supreme Court an. Ausgerechnet am Tag der Präsidentenwahl, am 4. November, wird die erste mündliche Verhandlung stattfinden. Man könnte meinen, dass Amerika an diesem Tag Wichtigeres zu entscheiden habe; aber die Wahlhelfer, ja Millionen von Wählern des unterlegenen Kandidaten werden wohl an diesem Tag das F-Wort oder das S-Wort so oft ausrufen, wie es die Wallstreet-Broker in den letzten Wochen getan haben, und den Fernsehsendern wird sich auch an diesem Tag die Frage stellen, ob sie diese Ausrufe dokumentieren dürfen oder nicht.

Wie vorbildlich! Es macht ja nichts, daß jedes Kind in Amerika pro Tag Dutzende Morde und andere Scheußlichkeiten im TV vorgeführt bekommt, es ist auch sakrosankt daran zu rütteln, daß jeder Amerikaner seinen Kindern im Windelalter das Schießen mit Maschinengewehren zu ermöglichen.
Aber WEHE wenn sei einmal „shit" hören sollten.
Da sei der Supreme Court vor.

Oh DANKE Du moralisches Amerika, daß Du uns verrohten sozialistischen Europäern zeigst, was wirklich wichtig ist![Link] [Cache]
ad sinistram: De dicto
10/26/2008 05:40 PM
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Radio Utopie: Palins Sabotage McCains macht Obama zum Präsidenten der USA
10/26/2008 05:27 PM

Palinonceortwice "Leser von Radio Utopie, machen Sie eine typische Kopfbewegung".


Nun, nicken ist das nicht. Mit Kopfschütteln fangen die meisten bei uns an und bleiben dann doch länger.
Für unsere hartnäckigsten und treuesten Leserinnen und Leser wird es deshalb wieder einmal eine Freude sein, dass unser Artikel vom 4.September "Die Zersetzung des John McCain" durch die Hintermänner der republikanischen Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin Sarah Palin einerseits, sowie der einflussreichen Kreise hinter dem zukünftigen US-Präsidenten Barack Obama andererseits, quasi als Handbuch verstanden und gehorsam umgesetzt wurde.

SENKBLEI MIT LIPPENSTIFT


Die letzten absurd wirkenden öffentlichen Aktionen von Sarah Palin sprechen für sich.
Nach der Steilvorlage zur Mobilisierung des Wählerpotentials der sogenannten "Demokraten" vom 4.Oktober (als sie Obama aufgrund eines "New York Times"-Artikels vorwarf mit "Terroristen" zu tun zu haben) brachte sie nun kurz hintereinander, neben ihren ganzen sowieso unsagbar peinlichen Auftritten und Skandalen, 2 richtige Klopfer hinterher.


Am Abend am Mittwoch des 22.Oktobers gaben Palin und McCain nebeneinander sitzend dem US-Fernsehsender NBC ein Interview. Dieses sollte, über drei Sendetermine bis Freitag verteilt, eigentlich einen Endspurt der vor dem Aus stehenden McCain-Kampagne bewirken.


Nur wurde es wieder einmal ein Debakel.

McCain hängte sich noch einmal an die längst ins Leere gelaufene Kampagne um den heutigen Professor an der Universität von Chicago, William Charles Ayers, welche Palin am 4.Oktober mit ihrem Statement selbst losgetreten hatte

Dieser hatte in den 60er Jahren die "Weathermen" gegründet, eine linksradikale Gruppe welche Bombenattentate auf Regierungsgebäude verübten wobei niemand verletzt oder getötet wurde.
Barack Obama, zu Zeiten der "Weathermen" ein Kind, undlebte in den 90er Jahren in derselben Gegend wie Ayers. Beide trafen sich bis 2002 mehrfach bei sozialen Kampagnen, 2001 spendete Ayers 200 Dollar für Obamas Wahlkampf für den Senat von Illinois.

Doch obwohl sich der NBC-Mutterkonzern MSNBC später in der Überschrift des entsprechenden Artikels noch an die Kampagne hielt, stahl Palin wieder einmal allen die schlechte Show.
Neben John McCain sitzend hatte sie auf die Frage des Moderators Brian Williams auf die Definition von Attentätern auf Abtreibungskliniken geantwortet:


"Ich weiss nicht ob man da das Wort Terrorist benutzen sollte".









Die entsprechende Reaktion in der US-Öffentlichkeit war natürlich verheerend.


MCCAIN-LAGER AUF HESSISCHEM NIVEAU


Auch das neueste Statement Palins: für Intellektuelle gutes Futter, für Konservative zum Weglaufen vor den Wahlurnen.
Ausgerechnet nachdem die derzeitige US-Regierung von George Bush schlappe 700 Milliarden Dollar an Steuergeldern in ein kaputtes Bankensystem steckte welches seine Lobbyisten bis in die allerletzten Winkel und höchsten Positionen (wie z.B. in die des Finanzministers) des Staates USA gebracht hat, warnte Palin nun vor möglichen Steuererhöhungen durch Barack Obama.
Dieser wolle (nach ungezählten Spionage-Skandalen der Konservativen und Neokonservativen) ein Land schaffen, in dem der Staat zuviel kontrolliere und in dem die Menschen "nicht mehr frei" sein würden.

Auch das war nicht peinlich, das war Sabotage. Sagt Sarah Palin.


Aber nicht etwa von sich und ihrer Kampagne, nein, nein..
Sarah Palins Lager beschuldigt die Berater und Strategen John McCains ihr die Schuld für die eigenen Fehler zuzuschanzen.

Am gestrigen Samstag, mitten in der entscheidenden Wahlkampfphase, gingen vier angebliche "Insider" der Palin-Truppe an die Öffentlichkeit einer bis dato winzig kleinen Webseite und behaupteten, es gäbe da Leute im McCain-Lager die nach der drohenden Niederlage am 4.Novembe r Sarah Palin die Schuld dafür in die Schuld in die Schuhe schieben könnten. So wird eine der angeblichen Quellen aus Palins "Umfeld" wie folgt zitiert.


"Diese Leute werden versuchen sie zu zerfetzen um von ihrer eigenen Schuld abzulenken"


Genannt als Verantwortliche für die angebliche Schmutzkampagne gegen Palin werden durch die anonymen Quellen McCains Chefstratege Steve Schmidt und der leitende Assistent Nicole Wallace. Es könnte nicht absurder sein.


Auch die peinliche Räuberpistole einer merkwürdigen "McCain-Anhängerin" passt da voll ins Bild. Diese hatte sich bei der Polizei gemeldet und behauptet, ein Schwarzer habe ihr ein "B" für Barack Obama in die Backe geritzt. Der Fall erregte ein Riesenaufsehen. Erst als McCain und Palin beide bei der Frau angerufen und ihr herzliches, herzliches, herzliches Beileid bekundet hatten stellte sich raus - die Story war frei erfunden. Nun ging für McCain der Fall natürlich nach hinten los.


Die entscheidende Frage auch hier: wie konnte dieser so dumm sein sich öffentlich bei dieser Frau zu melden bevor der Fall nicht eindeutig geklärt war? Anzunehmen ist auch hier: er wurde durch die eigenen Leute in die Falle gelockt.


Dabei wäre McCain als Präsident natürlich eine Katastrophe, keine Frage. Aber wäre er, ein überzeugter Anhänger des für alle Zeiten blamierten George Bush, in der Lage Europa, Asien und die Weltpolitik in der Art und Weise zu beeinflussen wie ein neuer "Polit-Messias"?


OBAMA IST BEREITS PRÄSIDENT


Barack Obama braucht sich, wieder einmal in seiner mit segensreichen Glücksfällen und Wahlsiegen übersäten Karriere, keine Sorgen zu machen.
Die Menschheit dagegen schon. Obama wird aller Voraussicht nach (und den düsteren Prophezeiungen seines eigenen Kandidaten für das US-Vizepräsidentenamt Joe Biden folgend) schon bald beweisen, dass nur völlige Hoffnungs- und Erwartungslosigkeit der Menschheit ihr die notwendige Kraft und Stärke verleihen kann um gegen alle Eliten den Albtraum der bisher herrschenden Zustände auf dem Planeten endgültig und für immer zum Besseren zu verändern.


(...)


04.09.08 Die Zersetzung des John McCain

25.08.08 Bericht: Regierung, Militär und Konzerne planen mit "bewaffneter Auseinandersetzung" gegen Russland und China


24.06.08 McCain-Stratege: Terroranschlag "wäre sicherlich ein grosser Vorteil für ihn"

17.06.08 Olbermann zu McCain: "Das ist Wahnsinn"

03.05.08 Ärgerliche weisse Mittelschichtler


26.04.08 Co-Vorsitzender der 9/11-Kommission für Obama


22.04.08 Der Geld-Kandidat liegt in Pennsylvania hinten


24.03.08 “Al Kaida in Iran trainiert”: Der Heuchler John McCain


03.03.08 "This Jack Bauer! Gimme President Obama!" 


19.02.08 Obama: A Changeling You Can Believe in?


08.01.08 Is Obama The Magic Bullet For Hillary Clinton?

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Baron der Woche: Hans-Werner Sinn (BARON)
10/26/2008 05:21 PM
?Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager?[Link] [Cache]
ISLA: Lauschige Listen
10/26/2008 04:35 PM
Hinter dem Link "Denunziant" wird's dann richtig bunt. Wer wie ge- und benutzt wird, wer verschont, verpfiffen, mit Glauben getarnt gute Geschäfte macht. Wer nicht aus dem Ghetto geholt wird. Oder wer die Ratlines organisiert. Gibt's zur Abwechslung auch mal Quellen über andere Dienste? Solche mit Muttersprache russisch? Zum Beispiel?[Link] [Cache]
SaarBreaker: Zuwenig Daten für die DNA-Datenbank?
10/26/2008 04:20 PM

Das wäre wohl der passende Titel für die Forderung nach weitergehenden Einsatz von DNA-Analyse vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) gewesen.

Einem Tatverdächtigen müsse unter gleichen rechtlichen Bedingungen eine Speichelprobe abgenommen werden können, wie das bei Fingerabdrücken oder anderen körperlichen Merkmalen möglich ist, hieß es. Eine erkennungsdienstliche Behandlung ist zulässig, wenn jemand einer Straftat dringend verdächtig ist oder von ihm die Gefahr weiterer Straftaten ausgeht. Nach Angaben des BDK werde derzeit bei lediglich 15 Prozent aller Tatverdächtigen eine solche erkennungsdienstliche Behandlung durch die Polizei vorgenommen. (Quelle)

Was dann ja wohl auch bedeutet, das bei 85 Prozent der Tatverdächtigen kein “dringender Verdacht” besteht. Wozu also neben Fingerabdrücke noch eine DNA-Analyse? Ach, ich vergaß, ihr braucht ja DNA-Daten zum tauschen…


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BayernLB: Keine Konsequenzen für die Vorstände
10/26/2008 04:20 PM

Nachdem man Erwin Huber entfernt hat, ist man sich einig, der Vorstandschef der BayernLB, Michael Kemmer, und alle übrigen Vorstandsmitglieder dürfen bleiben. Konsequenzen müssen die Vorstände, die für die Milliardenlöcher der BayernLB mitverantwortlich sind:

Gemeinsame Erklärung der Anteilseigner, des Verwaltungsrates und des Vorstandes der BayernLB

Der Präsident des Sparkassenverbandes Bayern, Dr. Siegfried Naser, anerkennt seine Mitverantwortung für die bei der BayernLB entstandenen Fehlentwicklungen und Probleme in den acht Jahren seiner Tätigkeit als Verwaltungsratsvorsitzender beziehungsweise als Stellvertreter. Auch die Verwaltungsratsmitglieder, Hansjörg Christmann, Alois Hagl, Hans Schaidinger und Karl-Ludwig-Kamprath bekennen sich zu ihrer Mitverantwortung. (Quelle: inar.de)

nicht fürchten. Dafür haben nicht zuletzt auch die Sparkassen als Miteigentümer der Landesbank und die Belegschaft, die mit 1.500 Mann gegen einen Wechsel von Kemmer demonstrierten, gesorgt.

Ob dieses Vorgehen das nötige Vertrauen der Banken in die BayernLB wieder herstellen kann, bezweifle ich. Auch die folgende Aussage von Sparkassenpräsident Siegfried Naser “Der Vorstand arbeitet weiter wie bisher” lässt nichts Gutes hoffen.

Die BayernLB beansprucht wegen Fehlinvestitionen 6,4 Milliarden Euro aus dem 500 Milliarden schweren Rettungspaket des Bundes. Allerdings will die Bundesregierung für diesen Betrag nicht komplett aufkommen, da die Sparkassen des Freistaates im Frühjahr schon Hilfen über 4,8 Milliarden Euro zugesichert hatten. Dumm gelaufen für die Sparkassen.
Doch damit ist die Bank nicht gerettet. Das frische Kapital beseitigt nur die akute Not, nicht aber die Probleme der Bank, die durch den Vertrauensverlust entstanden sind und noch entstehen werden.


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SaarBreaker: In England gehen nicht nur Daten verloren
10/26/2008 04:20 PM

Sondern auch 1.700 Marathonläufer sind nach einem heftigen Unwetter spurlos verschwunden.

Das Rennen durch den Lake District war abgebrochen worden, nachdem Sturm, sintflutartige Regenfälle ein Weiterkommen unmöglich gemacht hatten. Offiziell wurde bisher aber niemand als vermisst gemeldet. Es wird davon ausgegangen, dass die restlichen Teilnehmer gut ausgerüstet waren und eigenständig eine Bleibe gefunden hätten. Viele hätten Zelte dabei gehabt. Der Marathon war auf zwei Tage angesetzt. (Quelle: Welt Online)

Von den vermissten 1.700 Teilnehmern haben sich inzwischen bis auf 44, deren Verbleib noch unklar ist, wieder eingefunden. Man geht davon aus, dass die 44 Teilnehmer nicht in Gefahr sind.


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Bedeutungswirbel: Anstatt eines Kommentars
10/26/2008 03:45 PM

Da es beim ansonsten lesenswerten Mond leider immer noch keine Kommentarfunktion gibt, dann eben hier. Er schreibt über Krise und verkürzte Kritik ganz richtig:

“Schuld am Desaster, so ist es jetzt in vielen online-Foren zu lesen, ist angeblich die „ Gier" - damit verbunden die Forderung nach „ moralischer Erneuerung". Was vergessen wird ist, dass Gewinne machen im Kapitalismus das allgemeine Ziel ist, dies ist zum teil Vertraglich vereinbart zum teil sogar Gesetzlich vorgeschrieben.”

Nur wie man nach so einer Einleitung dann weitermachen kann mit:

“Es darf natürlich nicht vergessen werden, dass sich die neoliberale-Ideologie nicht deswegen durchsetze weil die Argumente so überzeugend waren sondern weil es eine Klasse gab die diese Ideologie benötigte. Die Industriellen, Aktien-BesitzerInnen und ihre Helfer benötigten eine ideologische Grundlage die ihnen bescheinigte „das Richtige zu tun".”

Da ist es dann also doch wieder eine Gruppe von Schuldigen, die man ausdeuten kann. Zugegeben, dass Handeln vom Menschen ist auch im Kapitalismus nicht egal. Wenn es so wäre könnten wir uns das drüber aufregen ja auch sparen. Aber dennoch empfinde ich es auch als verkürzte Kritik, wenn die Durchsetzung des Neoliberalismus als simple Interessenpolitik abgetan wird. Das erklärt nicht, dass die Gesellschaft in ihrer Breite - auch jenseits dieser Gruppen - auf den neuen Kurs eingeschwenkt ist. Naheliegender finde ich es dann schon drüber nachzudenken, was die objektiven Vorteile waren, die dazu geführt haben, dass sich der Neoliberalismus durchsetzen konnte. Die subjektiven Interessen sind eh immer klar. Nur warum haben sie sich genau auf diese Weise geäussert? Meine Antwort wäre: Weil das alte fordistische Akkumulationsmodell nicht mehr funktioniert hat. Der Kapitalismus war in der Krise (Stufe 3). So wie heute wieder. Seine Abschaffung konnte damals nicht durchgesetzt werden, also musste ein neues Modell her. Die Folgen dieses Versuches sehen wir heute. Die damalige Krise wurde auf heute verschoben. Das sagt natürlich noch nichts darüber aus, wie die Lösung diesmal aussehen wird und ob es überhaupt eine gibt.

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Deutschland Debatte: Das ist doch der Gipfel …! Der Bildungsgipfel.
10/26/2008 02:55 PM

Nun ist er schon wieder ein paar Tage her, der Bildungsgipfel in der Bildungsrepublik Deutschland. Bringen wird es nichts.

Auf der einen Seite ist zwar Geld da, das eigentlich nicht da ist, für die selbstverschuldete Krise der Banken.

Warum lassen wir sie nicht Pleite gehen? Die Gewinne und Profite machen sie ja im Kapitalismus auch allein - ohne Beteiligung des Steuerzahlers. Ich verstehe auch nicht, wieso dann die Wirtschaft insgesamt in den Abgrund gezogen wird. Es wird schon andere Banken geben auf der Welt, die dann gerne das Geschäft - hier besonders das der Landesbanken übernehmen werden. (Aber ich muß zugeben, daß ich zu wenig von diesem Geschäft verstehe - vielleicht ist ja tatsächlich günstiger für uns, sie zu retten - müßte einem aber mal ein “Sachverständiger” richtig erklären)

Auf der anderen Seite ist aber kein Geld da für unser Schulen und Hochschulen.

Aber es ist nach meiner Ansicht gar nicht das Hauptproblem, z.B. der Schulen. Das Hauptproblem ist m.E. eine ideologisch verblendete Schulpolitik, die letztendlich anlalog der antiautoritären Erziehung zu Chaos führt.

Seit Jahrzehnten werden Worthülsen und Plastikwörter in Medien und allen schulischen Gremien von selbsternannten Experten und der Politik recht wirksam unters Schulvolk gebracht. Den Lehrern wird es gar gleich von oben verordnet.

Demnach ist die “alte Schule” tot und es mußten und müssen für sehr viel Geld Gesamtschulen her, jetzt Ganztagsschulen. Die Gesamtschule ist bereits seit längerem gescheitert trotz der hochtönenden Versprechungen der damaligen Politik, hier hauptsächlich der SPD, die jetzt nicht ohne Grund an Vertrauen verloren hat.

Wurden in den 80er Jahren Sprachlabore an jeder Schule eingerichtet, wiederum mit hochtönenden Versprechungen und großem finanziellen Aufwand, so waren diese in den 90er Jahren bereits wieder tot.

Es wurden für die neuen Lehrergenerationen auch extra Gesamthochschulen (SPD) mit viel Geld gegründet, die jetzt auch wieder tot sind (siehe: Gesamthochschule Kassel - jetzt Universität Kassel oder besser Kassel University)

Dann wurden Computer überall eingeführt, wieder mit viel Geld und wenig Effizienz.

Der Unterricht selbst aber verlotterte von Jahr zu Jahr zusehends - auch durch neue Theorien des Unterrichtens wie z.B. “integrativer Stil” - “Gruppenarbeit” - “Wochenplanarbeit” - “Projektunterricht” - “produktorientierter Unterricht” - “handlungsorientierter Unterricht” - gar “Orientierungsstufe” … jetzt schon wieder abgeschafft, weil gescheitert! usw.

Es gab und gibt immer mehr Richtlinien, Eckpunkte, Weisungen - kurz; immer mehr Bürokratie.

Worthülsen und Plastikwörter - ohne jegliche Konsequenz.

65% der Lehrerschaft würden lieber heute als morgen den ungeliebten Job, der an die Menschenwürde geht und durch immer mehr Schüler- und Elternmobbing an den Lehrern geprägt wird, hinschmeißen, wenn sie es sich finanziell erlauben könnten.

Kaum 5% der Lehrer erreichen den regulären Pensionszeitpunkt - sie sind vorher von den Mühlen der Schulpolitik und der sich daraus ergebenden Situation an den Schulen zermahlen worden.

Das interessiert die Politik kaum. Sie hangelt sich weiter an immer höheren Ästen der Bildungsziele und hat den Bodenkontakt schon lange verloren.

Der Hauptpunkt ist m.E. nach die Lehrerausbildung. Zukünftige Lehrer müssen richtig auf ihren schweren Beruf vorbereitet werden. Dazu bedarf es eines intensiven und regelmäßigen Verhaltenstrainings schon von den ersten Studiensemestern an. Sie müssen unbedingt Führungsfähigkeit lernen. Sie müssen wissen, wie man junge Menschen führt. Dazu müssen sie erst einmal etwas über menschliches Verhalten und Gruppenverhalten lernen und wie man als Lehrer die Fäden in der Hand behält.

Dazu braucht man regelmäßige S u p e r v i s i o n durch Fachkräfte (Psychoanalytiker, Psychologen) und nicht durch angelernte Lehrer.

Die jetzigen, obrigkeitsstaatlichen Schulräte und Schulamtsdirektoren sind (auch wegen Unfähigkeit) zu entlassen! Man brauchte sie eh nur, um die Lehrer und Schulleiter einzuschüchtern - eine wirkliche Hilfe bei Problemen waren sie nie. Merke: Eingeschüchterte Lehrer und Schulleiter sind schlechte Lehrer und entsprechen auch nicht dem Bild vom mündigen Bürger!

Wenn man will, daß die Lehrer den Schülern mit Wertschätzung begegnen, dann muß man auch zuerst den Lehrern mit Wertschätzung begegnen.

Danach müssen den Schülern und z.T. auch den Eltern wieder Respekt und Disziplin beigebracht werden, damit ein effizientes Arbeiten zum Wohle aller gewährleistet werden kann. Damit meine ich nicht, daß die Prügelstrafe an Schulen wiedereingeführt werden sollte - das ist nicht notwendig und erzeugt selbst wieder Schäden.

Aber: Ein jeder Schüler muß wissen, daß er sich bestimmten Regeln, die einsichtig begründet werden können, beugen muß; z.B. Wenn der Lehrer einen Vortrag hält, haben die Schüler sich ruhig zu verhalten und dem Lehrer Respekt zu zollen. Die Ansicht, daß der Vortrag jedem Schüler ad hog gefallen muß, ihn gar unterhalten soll, ist zu revidieren. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist ähnlich dem Arzt-Patienten-Verhältnis - und der Patient wagt sich ja bisher auch nicht, dem Arzt dreinzureden, daß ihm aber eine bestimmte Behandlung “keinen Spaß” macht.

Schule dient nicht der Unterhaltung der Kinder! Sie muß nicht mit dem Fernsehen, dem Computer oder Hobbies konkurrieren. Das ist zu klären.

Als Maßnahmen schweben mir vor, die Kinder sofort vom Unterricht zeitweise zu suspendieren, die unbegründeter Weise sich bestimmten, notwendigen Regeln widersetzen. Das allein wird reichen, den nötigen Eindruck auf Schüler und Eltern zu machen.

Andrerseits sind die Schüler zu loben und zu fördern, die sich beispielhaft verhalten und es ist zu unterdrücken, daß diese von anderen (selber Versager) madig gemacht werden, wie das heute noch oft der Fall ist.

Wieso eigentlich, ist man der Meinung, daß Schüler in der Schule randalieren, Müll um sich werfen, schreien und vorlaute Bemerkungen machen dürfen - einschließlich der Verbreitung von diskriminierenden Bildern und Texten über ihrer Lehrer im Internet und das sogar mit teilweiser Billigung unserer ebenfalls verkommenen Justiz?

Wieso ist man der Meinung, daß die Lehrer en masse an der Misere schuld sind - weil Faule Säcke???

Komischerweise ist Schule mittlerweile in vielen Bundesländern gleich schlecht, was darauf hindeutet, daß nicht der allein gelassene, arme Lehrer schuld ist, sondern die Politik und eine durch jahrelange Indoktrination sich auf dem Holzwege befindliche Gesellschaft, inklusive der bekannt gewordenen Lehrerhasserin, samt ihren halbgebildeten Müttern, die regelmäßig auf Konferenzen und Elternabenden den Lehrern vorhalten, was nach ihrer Ansicht guter Unterricht ist und die selbst natürlich sofort im Schulalltag scheitern würden, wie ein Beispiel einer Kollegin mir deutlich vor Augen führte.

Wenn der Bildungsgipfel nicht zu einem Gipfel der Selbsttäuschung werden soll, dann müßten die Experten mal darüber nachdenken.

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Urs1798: Fortsetzung Abstimmungsverhalten Afghanistan
10/26/2008 02:44 PM
Nun wollte ich doch mal wissen, was einige der vielen Politiker dazu bewogen hat, für einen weiteren Einsatz in Afghanistan zu stimmen. Fragen und Antworten ? Jürgen Trittin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN : Heidemarie Wieczorek- Zeul, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: möchte an der Seite afghanischer Frauen stehen, befindet sich aber immer noch im sicheren Deutschland und stellt sich lieber [...][Link] [Cache]
anouphagos: Der BundesPARTEItag ist vorbei!
10/26/2008 02:36 PM

Unser aller Erwartungen wurden wieder einmal übertroffen - wir haben die Bude vollbekommen, unseren Umsatz erreicht, die Gastwirte verärgert (aber nur ein bisschen), die anderen PARTEI-Gliederungen zufrieden gemacht; und am wichtigsten: Jutta auf Platz 1 der Bundesliste für die Europawahl gebracht. Hier die strahlende Siegerin:

Wir danken allen, die uns im Geiste (oder mit geistigen Getränken) unterstützt haben, dem Stimmvieh bei den Abstimmungen, den Zaungästen und den Feuerwerkern, dem Bundes- und dem bayrischen Landesvorsitzenden und allen andern. Wir danken nicht der CSU, die wir erfolgreich aus Franken vertrieben und zu einem Parteitag in München gezwungen haben, genausowenig den V-Männern, die jetzt sicherlich die schlechten Listenplätze unter sich herumschieben, weil sie PARTEIintern eh keiner kennt.

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anouphagos: Die bayrische Zukunft
10/26/2008 02:36 PM

Vorbemerkung: Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel auch in die Kategorie “Lokales” packe, mich dann aber tatsächlich dafür entschieden. Ich hab heute wohl meinen toleranten Tag.

Wenn wir, die PARTEI, nicht schnell die Macht übernehmen, dann sieht es übel aus im einstigen Wunderbundesland Deutschlands. Nicht nur wirtschaftspolitisch und basisfinanziell, auch auf Seiten der Lederhosenideologie und dem Volksgeist. Wir versprechen, dass wir die Landesbanken umstrukturieren. Dann müssen wir uns auch nicht mehr darum sorgen, ob wir nun rein genetisch anarchiefähig sind oder nicht. Wir versprechen auch, dass Hamburger auf absehbare Zeit kein Asyl in Bayern beantragen müssen, solange sie nicht länger als 14 Tage bleiben wollen. Ehrenwort!

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ISLA: "Das Böse ist eine Frau"
10/26/2008 02:35 PM
Bram Dijkstra, Professor für vergleichende Wissenschaft an der University of California in San Diego, präsentiert in seinem Buch "Das Böse ist eine Frau" eine Fülle von Material zum Thema "Männliche Gewaltphantasien und die Angst vor der weiblichen Sexualität", so der Untertitel. Seine Forschungsarbeit zeigt in beeindruckender Weise, wie beängstigend der weibliche Körper für das Männliche sein kann. Im Klappentext zum Buch heißt es: (Fußnote)



"Die Angst der Männer vor der sexuellen Frau ist legendär. Bram Dijkstra unternimmt eine Zeitreise in die erste Hälfte dieses mörderischen Jahrhunderts und sieht sich die Phantasiegestalten genau an, die männliche Imagination aus den Frauen machte: verschlingende Ungeheuer, räuberische Monster, blutsaugende Vampire, die sich als elegant-mondäne Vamps verkleiden. So sprachen und schrieben Männer über Frauen, malten sie und ließen sie im Kino lebendig werden. Dijkstra zoomt diese Bilder voller Brutalität ganz nah heran und nimmt das ungeheure Gewaltpotenzial der Phantasien ernst."




Dijkstra beschränkt sich konsequent auf Dokumentation und Analyse männlicher Angst- und Gewaltphantasien, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wissenschaft und Kunst manifestieren: (Fußnote)
"Die Auseinandersetzung zwischen der sexuellen Frau und ihrem potenziellen Opfer, dem Mann, der nur sexuelle Enthaltsamkeit schützt, wurde im frühen 20. Jahrhundert immer häufiger dargestellt. Unter Ärzten, Biologen und anderen Priestern des wissenschaftlichen Zeitalters verbreitete sich die Überzeugung, dass tatsächliche alle Frauen Vampire seien, von der Natur aus dazu getrieben, den Mann auszurauben. Frauen galten als Geschöpfe, die der männlichen Gesundheit nicht zuträglich waren, noch nicht einmal als tugendhafte, sich unterordnende und monogame Ehefrauen."




Die Ergebnisse der darwinistischen Evolutionstheorie haben, so Dijkstra, die westliche Männerwelt um 1900 zutiefst erschüttert. War hiernach doch der Mensch nicht die auserwählte Gattung, nicht das Ebenbild Gottes, sondern stammte von dem vermeintlich seelenlosen "behaarten, geschwänzten Vierzeller ab". Durch Selektions- und Rassentheorien sollte der kollektive innere Aufruhr besänftigt werden. Eifrig war man damit beschäftigt, das Höhere und Lichte vom Niederen und Dunklen zu trennen. Das Höhere, das war der westliche, helle und heldenhafte Mann. Zum Niederen zählten vor allem Schwarze, Juden und insbesondere Frauen: Sie sind die wilde und geile Bestie der Urzeit, die sich verführerisch dem evolutionären Helden in den Weg legt und ihn hinabzieht in die Finsternis des mütterlichen Schlundes.




Dijkstras heldenhafter arischer Mann aber steigt als Übermensch empor aus den dunklen Gefilden von Mutter-Natur. Er erhebt sich aus dem Ursumpf der weiblichen Körper und greift nach dem Licht der Unsterblichkeit. Mit seinen Stiefeln zermalmt er die primitiven Untermenschen: Farbige, Juden, Proletarier und insbesondere die lasterhaften Weiber. Bram Dijkstras scharfsinnige Analyse legt die gemeinsame Wurzel von Rassismus, Faschismus und Sexismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts unerbittlich bloß.



Aus:
Gertrude R. Croissier, Psychotherapie im Raum der Göttin. Weibliches Bewusstsein und Heilung, Pomaska-Brand Verlag fabrica libri



Rezension Amazon:

"Sehr viel differenzierter ist dagegen die Untersuchung der Literaturwissenschafterin Franziska Meier, die sich in ihrem – ebenfalls umfangreichen – Werk die Texte von vier «rechtsrevolutionären» Schriftstellern vorgenommen hat, denen nicht nur eine Nähe zu Gewaltphantasien, sondern auch eine beachtliche Portion Misogynie nachgesagt wird: Pierre Drieu la Rochelle, Curzio Malaparte, Ernst Jünger und Céline. Alle vier gehörten derselben Generation an, und alle standen für eine politische Bewegung, die sich für die technischen Innovationen der Moderne ebenso wie für traditionelle männliche Werte begeisterte."


" Faschismus und Geist, Faschismus und Moderne, das schloß sich in Mussolinis Italien keineswegs aus. Im Gegensatz zum »Dritten Reich« betrieb der italienische Faschismus eine offene Kulturpolitik, der es um die Einbindung möglichst vieler Künstler und Autoren ging. Die meisten glaubten daher, sich im Regime einrichten zu können. Viele, vor allem die jüngeren, begeisterten sich für Mussolini und die Idee einer faschistischen Revolution, die sich als Erneuerung und Vitalisierung der Menschen und der Nation verstand."



Und hier noch ein ganz persönlicher Nachtrag zum stahlharten Romantiker Ernst Jünger und dem Versuch, "Hasen zu schlachten".[Link] [Cache]
ISLA: Göttin des Tages:
10/26/2008 02:35 PM
Hopi-Indianerin
USA


Im Oktober finden die Zeremonien der Frauenbünde statt, die der Fruchtbarkeit und Heilung gewidmet sind.
(Quelle: Newsletter Schlangengesang)[Link] [Cache]
ISLA: Deutschlands größte Moschee eröffnet in Duisburg
10/26/2008 02:35 PM
In Duisburg wird am Sonntagmittag die bundesweit größte Moschee eröffnet. Zu den Feierlichkeiten erscheint unter anderem Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, um das 34 Meter hohe Minarett zu bestaunen. Streit um den Bau gab es diesmal nicht.[Link] [Cache]
Duckhome: Das Allerletzte zu Jörg Haider
10/26/2008 02:35 PM

Via. Sowas mache ich mir natürlich nicht "zu eigen" - aber dokumentiert sei es doch. Es geht nicht um Jörg Haider, es geht nicht um seinen Tod, es geht um den Umgang damit. Und dann ist es schon garnicht mehr so lustig...




[Link] [Cache]
Kritik und Kunst: Che über Antiimps
10/26/2008 02:32 PM

Immer interessant, bei Che zu blättern. Wirklich lehrreiche Bemerkungen über die Antiimps. Ich persönlich habe mich, als im weitesten links-bürgerlicher Ästhet (oder wie man das nennt) aus solchen innerlinken Zoffereien herausgehalten, ich empfand das immer als Zeitverplemperung. Ein Detail aus Che´s Aufsatz führt mir das wieder vor Augen:

Scharfschützenblicke, und ich machte den großen Fehler, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Noch finsterere Mienen. Wer als erster spricht hat schon verloren: Als Unbekannter Antiimps anzusprechen brachte einen automatisch in den Verdacht, ein V-Schutz- oder Bullenspitzel zu sein.

Prust, bruharhar, diese Erfahrung durfte ich auch mal machen (allerdings, mein lieber Che, mit Autonomen...;-) ), worauf ich mich eben mit einem euch-hams-wohl-ins-Hirn-geschissen aus sowieso nur rudimentär vorhandenen Bezügen zur radikalen Linken löste. Der Philturm Hamburg, in dem ich meine 20er Jahre verbrachte, war sicherlich "gefühlt links", aber eben primär an Philosophie, an Ästhetik, an Kunst interessiert. Wir waren offen für vieles, dadurch aber natürlich auch unverbindlicher als die radikale Linke.

Konzeptionell frage ich mich bis heute, ob es möglich ist, Offenheit mit Radikalität zu verbinden. Ich weiß es nicht...

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Mein Parteibuch Blog: Vor 25 Jahren - Angriff der USA auf Grenada
10/26/2008 02:24 PM

25 Jahre ist die vom FBI-Denunzianten zum US-Präsidenten aufgestiegenen Ronald Reagan befohlene US-amerikanische Invasion des karibischen Zwergstaates Grenada nun her. Schon damals war allen Beteiligten klar, dass die “Operation Urgent Fury” ein Verbrechen war.

Als legales Cover für den Angriffskrieg diente Ronald Reagan ein Hilfeersuchen der “Organisation Ostkaribischer Staaten” wegen einer vorgeblichen abstrakten Bedrohungslage. Tatsächlich ging es bei dem Präventivkrieg jedoch schlicht um die militärische Durchsetzung des US-amerikanischen Anspruches auf Weltherrschaft, der nicht zu dulden gestattete, dass Grenada dem Kommunismus anheimgefallen war.

Bob Woodward hat später in seinem Buch “VEIL: The Secret Wars of the CIA 1981–1987” darauf hingewiesen, dass Mary Eugenia Charles, die Premierministerin von Dominica und Vorsitzende der Organisation Ostkaribischer Staaten zuvor von der CIA Geld für eine “geheime Operation” erhalten hatte.

Im Redblog wurde bereits letzte Woche darauf verwiesen, dass die für diesen Angriffskrieg Verantwortlichen nie vor Gericht gestellt wurden. Das Muster der Verantwortungslosigkeit setzt sich, wie der Angriffskrieg gegen den Irak beweist, bis heute fort.

Nach wie vor akzeptieren die USA den internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nicht, weil sie Angst haben, dass ihre Führer sich dort für ihre Schandtaten verantworten müssen.

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ad sinistram: Solche und solche Nonkonformisten
10/26/2008 01:39 PM
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Radio Utopie: Reporter ohne Grenzen, Klopapier und die Rangliste der Pressefreiheit 2008
10/26/2008 01:26 PM
Unterlassung
Unterlassung
Copyleft2008 Lurusa Gross
Vorgestern hat Reporter ohne Grenzen die Rangliste der Pressefreiheit 2008 in die Luft gepupst. Hätte die wie ihr Schützling Hu Jia mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnete Organisation "Reporter ohne Grenzen" ihre Rangliste der Pressefreiheit nicht in die Luft gepupst, sondern auf Klopapier gedruckt, so könnte sie wenigstens eine sinnvolle Verwendung finden. Haben sie aber nicht.

Im Blog "Einfach Übel" wurde das Wesen von Reporter ohne Grenzen am 03.05.2008 wie folgt erklärt:

"In einem Interview aus dem Jahr 2001 erklärte der Generalsekretär Robert Ménard auf die Frage, warum „Reporter ohne Grenzen" mit keinem Wort die Pressekonzentration in Frankreich kritisiert hat: „Damit würden wir das Risiko eingehen, einige Journalisten zu verstimmen, uns die großen Pressebarone zum Feind machen und uns den Zorn der Wirtschaft zuziehen. Aber um in die Medien zu kommen, brauchen wir die Mithilfe der Journalisten, die Unterstützung der Pressebarone und das Geld der Wirtschaft""


Was Reporter ohne Grenzen von sich gibt, ist platte einseitige Propaganda und das Papier nicht Wert, auf dem es gedruckt wird. Sich die Rangliste anzuschauen, um daraus abzulesen, wie gut oder schlecht die Pressefreiheit in einem Land ist, geht völlig fehl. Aus der Rangliste von Reporter ohne Grenzen lässt allenfalls ablesen, wie tief die Regierung eines fremden Landes der Organisation Reporter ohne Grenzen und ihren Geldgebern in den Allerwertesten gekrochen ist.

Wer noch mehr zu Reporter ohne Grenzen wissen möchte, wird im Parteibuch Artikel zu Reporter ohne Grenzen fündig. Dabei wäre es dringend nötig, sich ernsthaft mit dem traditionell hundsmiserablen Zustand der Pressefreiheit in Deutschland auseinanderzusetzen. Reporter ohne Grenzen spielt jedoch lieber modernes Kanonenboot und fährt verlogene Attacken auf Länder, die ihren Geldgebern missliebig sind und verschleiert katastrophale Zustände in als Demokratien getarnten NATO-Diktaturen.

In den letzten zwölf Monaten hat Mein Parteibuch darüber berichtet, dass in Deutschland die Journalisten Jürgen Cain Külbel und Fastix für die Veröffentlichung strittiger Äußerungen ins Gefängnis gesperrt wurden. Gegen Bruno Schillinger besteht wegen strittiger Äußerungen ein Haftbefehl. Rainer Hoffmann sitzt derzeit wegen strittiger Äußerungen in einem deutschen Gefängnis. Hinzu kamen wie jedes Jahr viele weitere nicht selten existenzbedrohliche Klagen vor den deutschen Zensurgerichten.

Reporter ohne Grenzen schweigt dazu. Der Gestank der Heuchelei ist unerträglich. Mangelt es Reporter ohne Grenzen womöglich an Klopapier? (Quelle: Mein Parteibuch) [Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Jeder achte Arbeitsplatz in Gefahr
10/26/2008 12:55 PM

Die Automobilproduktion in Deutschland, das zeigen Analysen, hat eine große Beschäftigungsbreite: jeder Achte arbeitet direkt oder indirekt für die Automobilproduktion. Würde, theoretisch, die Automobilproduktion vollständig entfallen, könnt man vermutlich den Wirtschaftsstandort Deutschland schließen, weil auch in der peripheren Industrie, zum Beispiel der Investitionsgüterindustrie, stärkste Gewinnabhängigkeiten bestehen.

Derzeit wird die Medienlandschaft nicht müde, von einer schärfsten Rezession in 2009 zu sprechen. Dies ist kein von Deutschland ausgehendes Phänomen, man könnte es als “amerikanische Krankheit” nennen: das Ende des allgemeinen kreditfinanzierten Wohlstandes, der als Konsequenz aus dieser Weltfinanzkrise vor Augen erscheint, ist beschlossene Sache. Damit stehen Anschaffungen, die zum Beispiel mehr als ein halbes Jahresgehalt kosten und kreditfinanziert werden müssen, auf dem Prüfstand.

Die hiesige Automobilindustrie hat sich in Preisdimensionen gewagt, die ein mehrfaches Jahresgehalt betreffen. Nicht selten sind Neupreise von 30.000 bis 50.000 Euro für Massenprodukte ( “Brot und Butter Autos” ) zu zahlen, während sich die Einkommen in den letzten Jahren kaum bewegten.

Die Seite “Gehaltsvergleich.com” schreibt: “Entwicklung des Einkommens nach dem Erwerbsstatus: Wie hoch das jeweilige Einkommen des einzelnen ist, hängt in entscheidenden Maße davon ab, welchen beruflichen Status sie jeweilige Person innehat. Selbständige stehen hierbei mit Abstand an der Spitze der Einkommen mit ca. 53.000 Euro pro Jahr. Dem Einkommen der Selbständigen folgen mit etwa der Hälfte die Einkommen der Beamten- und Angestelltenhaushalte. An dritter Stelle liegen die Arbeiterhaushalte mit einem Drittel des Verfügbaren Jahreseinkommens der Selbständigen, fast gleichauf mit den Rentnerhaushalten. Haushalte in denen das Haupteinkommen durch Arbeitslosengeld bestritten wird rangieren an fünfter Stelle (12.500 Euro/Jahr)vor den Haushalten die mit Sozialhilfe oder Grundsicherung (ca. 9500 Euro jährlich). In der Entwicklung der letzten 15 Jahre ist besonders auffällig, das die Einkommenszuwächse der Selbständigen deutlich höher angestiegen sind als aller anderen Einkommensgruppen.”

Unabhängig davon, dass bezüglich der Verteilung der Einkommen der Rentnerhaushalte starke Zweifel angebracht sind ( siehe ältere DD- Berichte darüber ) , entscheidend ist, dass 10 Millionen Arbeitslosen- und ca. weitere 10 Millionen Kleinstrentnerhaushalte, so diese überhaupt noch fahrtüchtig sind, gar kein Neufahrzeug sich leisten können: sie haben nicht die ersparten Mittel! Wir können feststellen, dass wir rund 3 Millionen Fahrzeuge in Deutschland jährlich neu zulassen, von denen ein nicht kleiner Teil auch Selbstzulassungen der Automobilhersteller sein dürften. Wir erkennen, dass von 2006 auf 2007 große Einbrüche zu verzeichnen sind; das Jahr 2008, noch deutlicher 2009, dürfte einen zusätzlichen Schock geben. BMW, Audi, Mercedes mit deutschen Verkaufsstückzahlen von ca. jeweils 300.000 Einheiten je Jahr haben sich in Preiskategorien geschoben, die kaum noch für die Anzahl Käufer bezahlbar sind. Man mache sich klar: von den 30 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen hat man bestenfalls 3 Prozent, die in einer Einkommensklasse sind, die diese Fahrzeuge kaufen können, das sind die 900.000 Einheiten, auf welche Automobilfirmen auch immer verteilt. Zudem kommen die Selbstständigenhaushalte hinzu und Fahrzeugparks einzelner Unternehmen, dann kommt man auf eine Käuferanzahl von geschätzt 2 Millionen; wenn aber alle 2 Jahre das Fahzreug gewechselt wird, verbleibt gerade einmal ein Volumen von etwa 1 Millionen Neufahrzeugen je Jahr.

Autos kaufen keine Autos, diese lächerlich erscheinende Weisheit ist seit jahren der Pferdefuß. Zudem, sehen wir die Kostentabellen des VDA ( Verband der Automobilindustrie ) an, dann stellt man schlich und einfach fest, dass die Kosten zum Betrieb des Autos im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten deutlich höher gestiegen sind: Autofahren wird immer mehr zum Luxus. Es wird sicherlich auch von den Bürgern wahrgenommen: Mobilität können sich immer weniger Menschen sorglos leisten. Es ist aus Sicht DD richtig, was der VDA schreibt: “Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Kein anderer Verkehrsträger eignet sich so gut zur Erfüllung dieser Mobilitätswünsche wie das Auto. In Deutschland erbringt der Pkw mit über 80 Prozent den Löwenanteil der im Personenverkehr absolvierten Verkehrsleistungen.” Es darf aber bezweifelt werden, dass bei der deutschen Motoren- und Modellpolitik der fromme Wunsch aufrecht erhalten bleibt, dass das Massenauto als unverzichtbar gilt.

In einem neuen SPIEGEL- Bericht philosophiert Jürgen Piper vom Bankhaus Metzler über die Gründe für die Absatzprobleme:

  • handfeste Rezession
  • Diskussion um den Klimawandel
  • Regelungen zur CO2-Besteuerung
  • dramatische Anstieg des Ölpreises

als würden diese Ursachen plötzlich vom Himmel fallen. Eine Rezession - irgendwann - wird niemanden überraschen, über den Klimawandel und darüber, dass man etwas tun muss ( CO2 Reduzierung ist nur ein kleiner Baustein von allen erforderlichen Maßnahmen ), darüber reden wir seit Jahren, über die Endlichkeit von Rohölvorkommen sind wir uns auch seit Jahren bewusst: man weiß alles schon seit Jahren, verschiebt jedoch viele Lösungen vor sich hin, auch, weil der Konkurrenzkampf in der Automobilindustrie immens ist und F&E einen großen Teil der Gewinne frisst.

Genau hier hat die verdammte “shareholders value”- Strategie uns einen Strich durch die Rechnung gemacht: der gefühlte Zwang zu höheren Aktienkursen, weil inzwischen fast jeder Hedge Fonds jedes Unternehmen aufkaufen kann, führte zu Kostenprogrammen, die auch Entwicklungsgeschwindigkeiten beeinflussen können. Und schon stehen wir da und wissen NICHTS

  • welche optimale Antriebsstrategie?
  • welche Preisstrategie?
  • wie sieht die Mittelverfügbarkeit der Kunden morgen aus?
  • wie reagiert der Konkurrent mit welcher Technologie?

Technologisch und ökonomisch haben sich die Probleme zu einem Berg aufgehäuft, der vielleicht nur dadurch gelöst werden kann, dass es zu einer weiteren Konzentration im Automobilsektor kommen wird. Es wird mit Sicherheit auch ein tiefer Einschnitt in die Produktionskapazitäten geben, weil diese hohen Volumen nicht mehr absetzbar sind. Zudem: die Bürger in den EU- Staaten haben in der Breite bereits reagiert; die Fahrzeuglebensdauer wird nach oben geschoben, man kauft nicht mal eben ein neues Auto, weil “das alte tut’s ja noch”. Oft ist heute ein lätaler Crash oder Motorschaden der Anlass - nein - nicht ein Neufahrzeug zu kaufen, sondern einen guten Gebrauchten.

Man soll sich nichts vormachen: die kommende Konzentration im Automobilsektor wird letztendlich direkt hunderttausende Arbeitsplätze kosten. Und wieder werden, wenn die Politik nicht aufpasst, diese Arbeitsplätze umgewandelt in Niedriglohnjobs in Verbindung mit Zeitarbeit, wenn einige Glück haben; wer weniger glücklich ist, wird mit dem SPD- Wahlschlager, Hartz IV, abgefunden, Altersarmut inklusive.
Genau hier ist die Nahtstelle, die derzeit NIEMAND in der westlichen politischen Welt anzudenken wagt: wie sieht eigentlich das Wirtschaftssystem von morgen aus? Funktioniert eigentlich die Philosophie der laufenden wirtschaftlichen Prosperität?

Wissen Sie, dass wir dieselbe Diskussion nicht mit der Branche Automobil sondern zum Beispiel Chemie auch führen könnten?

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politplatschquatsch: Bau aus, bau aus, bau aus, bau aus
10/26/2008 12:35 PM
Seit Monaten ist der Tenor klar, die ersten Wettgewinne sind sogar schon asugezahlt: Barack Obama, demokratischer Präsidentschaftsbewerber, "baut den Vorsprung vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain weiter aus", trommeln die Umfrageterroristen ebenso beharrlich wie widersprüchlich. Die Zahlen sind immer andere, die Botschaft hingegen ist stets klar. Der Sieg ist sicher, die Wahl selbst kann gar nichts mehr ändern, so weit hat Obama seinen Vorsprung schon ausgebaut.

Komisch nur, dass nach all dem Ausbau überhaupt noch gewählt werden muss. Und dass der Vorsprung des Siegers eine Woche vor der Wahl auf nur noch fünf Punkte geschrumpft. Nach einer Umfrage von Reuters würden nunmehr gerade 49 Prozent der Wähler für den schwarzen Senator aus Illinois stimmen, sein republikanischer Gegenkandidat John McCain könnte mit 44 Prozent rechnen. Obamas Vorsprung ist damit an drei Tagen in Folge deutlich geschrumpft: Am Donnerstag hatte er noch mit zwölf Punkten vorn gelegen.

Das hektische Auf- und Ab erklärt sich allerdings leicht: Die Standardabweichung bei diesen Umfragen beträgt in der Regel drei Prozent - nach oben und unten: Obama hat also jetzt - genau wie vor zwei, drei und fünf Wochen - zwischen 52 und 46 Prozent, McCain zwischen 47 und 41. Gern gedruckte Nachrichten wie "baut aus", "holt auf" und "schrumpft" entstehen nicht durch die Umfragen selbst, sondern durch die Interpretation und Gewichtung der Ergebnisse.[Link] [Cache]
Achtung: Werbung für frauenfreundliche Porno-Produkte!
10/26/2008 12:35 PM
Auch der offenbar gut informierte Anbieter lustundliebe.at, bei dem man von Deutschland aus unproblematisch in Österreich bestellen kann, hat einen eigenes Blog, wie ich gerade im Newsletter gelesen habe. Aus dem realen Leben inspirierte ;-) Produkte, nicht nur geeignet für 'Sex and War on the Beach'.


Hier der Intim-Report:

"Frauenfreundlich und paartauglich sollen Pornos heute sein. Schließlich haben immer mehr Frauen Lust sich, alleine oder gemeinsam mit dem Partner, Hardcore anzusehen, aber eben "frauentauglich". Oder es gibt einfach immer mehr Frauen, die das auch zugeben. Aber was ist ein frauenfreundlicher Porno?"


Auf der Suche im Netz übrigens gerade auf eine weitere Seite gestoßen: Female Porn Producer. Leider haben die Blogger bereits am 1. April 2008 ihr Handwerk wieder eingestellt. Von Frauen produzierte Pornos? Die Auswahlkriterien sind offenbar nicht allzu eng. Regie darf auch mal ein Mann führen. Beispiel: "Talion ist ein echter Hardcore Thriller mit einer spannenden Handlung und vielen heißen Sexszenen. Der Regisseur Pepe Catman beweißt in Talion, dass auch Pornodarsteller als Schauspieler überzeugen können." Und hier noch ein Hinweis auf Anna Span, die "erste britische Pornoproduzentin".[Link] [Cache]
Netzsammler: Rainer Hoffmann (Solarkritik) verhaftet
10/26/2008 12:20 PM

Rainer Hoffmann, der die Seite solarkritik betreibt wurde am 21.10.2008 verhaftet. Grundlage des Haftbefehles ist ein Urteil über seine Äußerungen auf der oben genannten Seite. Bei diesem Urteil und den daraus resultierenden Haftbefehl handelt es sich wieder um einen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Bei bloegi findet sich ein ausführlicher Bericht zu den Umständen der Verhaftung.

Man kann über Rainers “Privatkrieg” ja geteilter Meinung sein. Sein Recht auf freie Meinungsäußerung ist aber denoch unantastbar. Wenn die Verkäufer thermischer Solaranlagen offensichtlich diese Mittel gegen Rainers Argumente benötigen, dann spricht das allerdings auch für sich. Darum wird der netzsammler Rainers Seite in seine Links aufnehmen.

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Wojnas Workinglife: Wir sind am Start
10/26/2008 11:55 AM

Mehr als 15.000 Euro haben Chris Kowalewski und seine zehn Freunde bereits gesammelt. Das Geld soll dem Kinderklinikum in Duisburg zukommen und für ein neues Jugendzimmer verwendet werden.

Um dieses Ziel zu erreichen haben sich die elf Freunde auf ihre Rennräder geschwungen und sind in zehn Tagen von Duisburg nach Berlin und wieder zurückgeradelt. Für diese Leistung haben sie von Sponsoren Geld eingefordert, das nun an die Kinderklinkik weitergeleitet wird.

Um die ganze Tour akkustisch zu unterstützen gab es einen offiziellen Toursong von der Bandbreite. Nachdem die Benefizradler wohlbehalten zuhause angekommen sind, gibt es nun auch noch ein Video, dass ihr euch ansehen könnt.

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Wojnas Workinglife: Nachtrag zum gestrigen Blogeintrag
10/26/2008 11:55 AM

Ich möchte hier noch einige Informationen veröffentlichen, die im gestrigen Blog-Eintrag im Eifer des Gefechts leider unter den Tisch gefallen sind.
Wir waren auf der Demo in Bochum nicht als “Die Bandbreite” gebucht, sondern mit der Worldmusic-Band “Tapesh 2012″, in der ich ebenfalls Bandmitglied bin. Da die personelle Besetzung es nicht anders zuließ, haben wir allerdings auf Repertoire von “Die Bandbreite” zurückgegriffen und haben dies dem Publikum von Anfang an auch mitgeteilt.

Nachdem ich heute kurz Rücksprache halten konnte, habe ich erfahren, dass nicht der Veranstalter für unseren Tonabbruch verantworlich war, sondern eine Einzelperson, die in diesem Augenblick “die Pferde scheu gemacht hat”. In der allgemeinen Verwirrtheit wurde dann - letztlich auch mit Zustimmung des Bandleaders von Tapesh 2012, der sich mittlerweile nicht mehr auf der Bühne befand - beschlossen, die Tonanlage abzustellen.

Nichts liegt uns ferner, als die Organisatoren dieser Veranstaltung durch unvollständige Informationen zu diskreditieren. Deshalb liefern wir hiermit die fehlenden Infos nach.
Nach wie vor möchten wir jedoch erfahren, wer sich gestern berufen gefühlt hat, unsere Performance eigenmächtig zu unterbrechen und mit welcher Legitimation.

Die gestrige Veranstaltung war sehr wichtig und etliche Bochumer Bürger haben Flagge gezeigt gegen den Aufmarsch der Neonazis in ihrer Stadt. Diesen Menschen wie auch den Veranstaltern der gestrigen Kundgebung sprechen wir dafür unseren Respekt und unsere vollste Unterstützung aus. Es ist wichtig, das couragierte Menschen gegen Ungerechtigkeit und Faschismus auf die Straße gehen.
Ein solches Vorhaben werden wir immer unterstützen.

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2009: Kampagne gegen EU Innenpolitik
10/26/2008 11:42 AM
Im November 2009 wollen europäische InnenministerInnen den neuen 5-Jahresplan für die Innere Sicherheit der EU beschließen. Zum dritten Mal (nach dem Tampere-Programm 1999 und dem Haager Programm 2004) wird damit eine Richtlinie europäischer Innenpolitik verabschiedet. Das Treffen findet unter schwedischer Präsidentschaft, vermutlich in Stockholm statt. In den letzten Programmen wurden teilweise Prozesse standardisiert, die seit längerem in einigen Mitgliedsländern eingeführt worden waren: Erweiterung der Terrorismusparagraphen, Vorratsdatenspeicherung, neue Datenbanken und ihre Zusammenlegung, operative Polizeizusammenarbeit etc. Aber auch neue, gemeinsame Verschärfungen wurden verabredet; etwa die Einrichtung der Grenzschutzagentur Frontex, gemeinsame Forschungsprogramme zum Einsatz von Drohnen und Satelliten, Systeme zur Interoperabilität (Zusammenarbeit) von Datenbanken etc.In einer Wunschliste für den neuen 5-Jahresplan haben die InnenministerInnen nun nachgelegt und fordern vor allem im Bereich Migrationsabwehr/ Border Management sowie der extensiven Nutzung von Datenbeständen ( Daten-Tsunami ) einschneidende Veränderungen. Ebenfalls auf Agenda steht die fortschreitende Verschränkung von Polizei und Militär, wie sie z.B. in der Sicherheitsforschung, aber auch Auslandseinsätzen der Polizeitruppe EUROGENDFOR praktiziert wird.Auf dem Europäischen Sozialforum, den Perspektiventagen und innerhalb der Anti-NATO-Mobilisierung hat es einige Diskussionen um die Notwendigkeit einer gemeinsamen Kampagne gegen den neuen 5-Jahresplan gegeben, die von verschiedenen Spektren getragen werden könnte, z.B. Migration, Filesharing-Netzwerke, Alternative Provider, Terrorismus-Verfahren, Vorratsdatenspeicherung, Kritische AnwältInnen, Bürgerrechte, Lissabon-Vertrag, Antimilitarismus, Friedensbewegung, NATO etc. [Link] [Cache]
Linke Zeitung: Nachruf auf Klaus Renft
10/26/2008 11:42 AM
WAS TUN ? wenn die Arbeiterklasse sich bewegt aber nicht so, wie ihr Vormund es will.“Ob im Osten oder Westen, wo du bist ist’s nicht am besten…”Kaum eine Formation hat sich vor und nach der Wende, der Kolonisierung der DDR so wenig verbiegen lassen, wie die Renft-Combo, Stachel im Sitzfleisch. Keep on rockin’ … Die Anfangszeile war ihr und ist bis heute so was wie ihr Credo: Ob im Osten oder Westen …(Auch wenn es nicht klar ist ob sie aus dem Renft-Fundus von Gerulf Pannach oder von HenryMartinKlemt stammt.)DU LÄSST UNS WEITER FLIEGENin der Aschehirnverbrannter Erdehast du Blumenblühen lassenund ich habe sie gerochenals die ersten dünnen Sprossenden verkrustet schwarzen Staubendlich aufgebrochenhattenplatzten KnospenBlüten flogenVögeln gleich zur SonneWer sollte ihren Flug aufhaltenDu bist im Oktobervom Himmelunter unsgefallenauf fruchtbaren BodenDu lässt uns weiter fliegen(HaBE 12.01.2007)[Link] [Cache]
ad sinistram: Sit venia verbo
10/26/2008 11:39 AM
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Kritik und Kunst: Hafen-City
10/26/2008 10:32 AM

Gestern haben wir uns die Hafencity mal angesehen. Hier einige Impressionen vom neuen Stadtteil. Um die Architektur hat es vor kurzem etwas simulierten Zoff gegeben. Nun ja, Geschmacksache (Mir persönlich gefällt es so lala).

Der eigentliche Skandal ist ein anderer.

Nein, ich rede nicht von der Elbphilharmonie, obwoh auch ich gerne wüßte, wo das Geld denn nun versenkt wurde. Irgend einer muss es jetzt ja haben...

Der eigentliche Skandal rund um diesen Stadtteil ist der, dass Renate Subotnik von der Aldi-Kasse und Harry Trimmer von der Werft mithilfe iher Steuergroschen dem besser betuchten Publikum mal wieder die Bordrunden schmeißen, ohne je die Chance zu haben, selber in der Hafencity zu wohnen.

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Massiver Polizeieinsatz Mönckebergstr.

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Alte Speicherstadt direkt nördlich der Hafen-City

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Hafen-City-Ensemble mit altem Kampnagelkran.

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PPP vom Allerfeinsten

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Elbphilharmonie

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Queen Mary 2

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Kritik und Kunst: Barmbek im Herbst
10/26/2008 10:32 AM

Und?

Wie sieht Barmbek im herbst aus? Wie immer...

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Museum der Arbeit, Sonderausstellung. Hab leider noch keine Zeit gefunden. Die Tempowerke waren insbesondere in den 50ern und 60ern ein wichtiger Arbeitgeber im Süden Hamburgs, mit eigenem S-Bahn-Bahnhof "Tempowerk" und allem Schick...rheinischer Kapitalismus, wenn man so will (ich mag den Ausdruck auch nicht...), long long ago.

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Soviel zu meinen von keinerlei tieferer Kenntnis getrübten Hoffnungen, Barmbek würde sich der Gentrifizierung widersetzen können. Neubau Wiesendamm direkt gegenüber vom Bahnhof. Und dessen Erneuerung ist auch beschlossen...

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Typisches Barmbeker 50er Jahre Ensemble; Ecke Steilshooper/Hellbrook. Es waren unatraktive bzw vordergründig unattraktive Ensembles wie dieses hier, die mich hoffen ließen. Aber Barmbek ist groß.

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Christian Hoffmann und Victor Vitti: Das neue Dream-Team wenn es um Abzocke geht
10/26/2008 10:20 AM

Wie antiabzocke.info aktuell berichtet, wird derzeit massenhaft Spam für die Seite geld-aufs-handy.com versendet, welche auf das bereits bekannte Abzockangebot unter handyverdienst.com der Mobilfunkverbund AG des Herrn Jürg Kramer weiterleitet.

Zum Artikel

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Nicht-Abzocken.eu: Gefährlicher Inkasso-Spam verteilt Trojaner!
10/26/2008 10:20 AM

Eine Spam-Welle dieses Ausmaßes hat es schon lange nicht mehr gegeben. Gleich 8 Spam-Mails mit angeblichen Forderungen der Schufa, Inkassobüros wie Proinkasso oder Teschinkasso und Ratenzahlungsvereinbarungen für die Nutzung von Usenext.de, Beate-Uhse.de, Stayfriends.de oder auch Vattenfall haben heute wohl den Weg in mehrere tausend Postfächer gefunden - Um Ihnen einen Trojaner unterzuschieben.

Zum Artikel.

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Keine Opfer für Staat und Nation: Kapitalismus abschaffen!
10/26/2008 09:41 AM
„Für uns gibt es jetzt kein Minimal - und kein Maximalprogramm; eines und dasselbe ist der Sozialismus: Das ist das Minimum, das wir heute durchzusetzen haben. (Rosa Luxemburg)Vor gar nicht all zu langer Zeit galten die freien Kräfte des Marktes allgemein hin als das non plus ultra wirtschaftlicher Regulierung. Eine Sicht der Dinge die sich in anbetracht der jüngsten Achterbahnfahrt an den Börsen gründlich blamiert hat. Weltweit mussten milliardenschwere Rettungspakte und staatliche Haftungsgarantien aufgefahren werden, um einen totalen Zusammenbruch des globalen Finanzsystem abzuwehren. Dennoch ist die gesamte Tragweite der Finanzkrise samt ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft immer noch nicht ganz absehbar. Fest steht nur, dass das Wirtschaftswachstum weiter einbrechen wird und eine tiefe Rezession unabwendbar ist. Sicher kann man versuchen sich die derzeitigen Verwerfungen an den Finanzmärkten entlang der vorherrschenden Ressentiments und Propagandafloskeln zu erklären. Demnach hätte im wesentlichen die „Habgier und das „maximale Profitstreben einzelner Spekulanten zur derzeitigen Misere geführt, weswegen nun der Staat gefordert sei, durch stärkere Regulierung das Schlimmste zu verhüten. „Habgier und „maximales Profitstreben waren jedoch von jeher Wesenszüge des Kapitalismus. Die sog. „freie Marktwirtschaft ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung. In einem auf Konkurrenz und Warenproduktion basierenden System gehört die Profitmaximierung nun einmal zur Geschäftsgrundlage.Fiktives Kapital die Mutter aller MerkwürdigkeitenDie eigentliche Frage ist, wieso die Finanzmärkte zu so einem dominierenden Faktor der Weltwirtschaft geworden sind. Wie kann es angehen, dass durch kurzfristige Geldgeschäfte scheinbar mehr Profit gemacht werden kann als durch direkte produktive Investitionen?[Link] [Cache]
Principiis Obsta: Angst vor Wahlbetrug in den USA
10/26/2008 09:29 AM

Hunderttausende Abstimmungsberechtigte wurden aus den Wahlregistern entfernt. Steckt politisches Kalkül hinter dem Vorgehen? -

Von HARALD NEUBER, 24. Oktober 2008

Mehrere hunderttausend Abstimmungsberechtigte in den USA könnten bei den kommenden Präsidentschaftswahlen am 4. November ihres Wahlrechts beraubt werden. Bürgerrechtsgruppen weisen mit immer mehr Nachdruck darauf hin, dass in den vergangenen Wochen und Monaten in mehreren Bundesstaaten massenhaft Namen aus den Wahlregistern gestrichen wurden. Die Ironie der Sache: Die Behörden berufen sich bei der Bereinigung der sogenannten Indizes auf ein Gesetz aus dem Jahr 2002, das mehr Transparenz schaffen sollte. Inzwischen hat sich die Verordnung aber zu einem der größten Hindernisse für den reibungslosen Ablauf der bevorstehenden Präsidentschaftswahl entwickelt. Zwar können Abstimmungsberechtigte auch an den Wahlen teilnehmen, wenn ihre Namen nicht mehr in den Registern geführt werden. Doch die Hürden für eine solche Beteiligung sind hoch. Auch ist es unsicher, ob ihre „provisorischen Stimmen" im Endergebnis tatsächlich Berücksichtigung finden.


Bei der Überprüfung der Wählerlisten handelt es sich zunächst um einen administrativen Akt. Weil die Demokratische Partei von Präsidentschaftskandidat Barack Obama in den vergangenen Monaten vor allem unter den marginalisierten Teilen der Bevölkerung massiv für eine Beteiligung an der Wahl geworben hat, sind ihre Anhänger stärker betroffen als die Gefolgsleute der Republikanischen Partei. Diese sieht in der Kampagne zur Wahlbeteiligung indes sogar den Versuch, den Ausgang der Wahl illegal zu beeinflussen. Anhänger Obamas würden sich mehrfach in die Wahlregister eintragen, um das Ergebnis zu seinen Gunsten zu beeinflussen, heißt es von ihrer Seite. Vor diesem Hintergrund bekommt die Bereinigung der Wahlregister eine ungeahnte politische Brisanz. Bürgerrechtsgruppen werfen den in Washington regierenden Republikanern vor, Erstwähler, sozial Benachteiligte und Immigranten von der Wahl abhalten zu wollen.

Im Bundesstaat Ohio, einem der so genannten Swing-States, in denen beide Parteien gleichauf liegen, wird der Konflikt zwischen den beiden Parteien bereit vor Gericht ausgetragen.1 Die Republikanische Partei hat die Oberste Wahlleiterin dieses Bundesstaates, Jennifer Brunner 2 , auf die Herausgabe von mehreren hunderttausend Namen verklagt. Betroffen sind alle Datensätze, die nicht exakt mit den Einträgen in bundesstaatlichen Verzeichnissen übereinstimmen. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 200.000 Wähler betroffen sind. Oft unterscheiden sich die Einträge nur durch Zahlendreher oder einzelne Buchstaben, die nicht richtig eingelesen wurden. Brunner, die der Demokratischen Partei angehört, verweigerte deswegen die Herausgabe der Daten. Eine Einzelfallüberprüfung würde den Wahlablauf wenige Wochen vor der Abstimmung massiv beeinträchtigen, hielt sie den Republikanern entgegen. Auch stünde ein solches Vorhaben in keinem Verhältnis zu dem möglichen Nutzen. Nachdem der Oberste US-Gerichtshof ihr Recht gab, reichte einer der republikanischen Wahlkampfleiter, David Myhal, eine leicht abgeänderte Klage vor dem Obersten Gerichtshof von Ohio ein. Denn während die Demokraten in diesem Bundesstaat die Regierung stellen, kontrollieren die Republikaner das Oberste Gericht. Erst nach massiven Protesten zogen die Republikaner diese zweite Klage zurück. 3 Zu offensichtlich war die politische Intention der Kläger geworden. Denn während potentiell 200.000 Wähler von der Stimmabgabe abgehalten werden oder zumindest massiv beeinträchtigt sind, war der Bundesstaat bei der letzten Präsidentschaftswahl 2004 mit nur gut 119.000 Stimmen Vorsprung an Präsident Bush gegangen. Presseberichten zufolge gehören bis zu 80 Prozent der von einer möglichen Überprüfung bedrohten Wähler dem Lager der Demokraten an.

Technische Probleme mit Registern

Ein solcher Streit lag kaum im Interesse der Autoren des Gesetzes mit dem Namen „Help America Vote" (Hilf Amerika wählen) aus dem Jahr 2002.4 Nach Auszählungsproblemen bei der Präsidentschaftswahl zwei Jahre zuvor sollten bundesweit einheitliche Standards geschaffen werden. Auch sollte das Gesetz helfen, Karteileichen zu beseitigen – in andere Bundesstaaten Verzogene etwa, oder verstorbene Bürger. Doch mit dem neuen Wahlgesetz begannen die Probleme erst richtig.

Wie die renommierte Tageszeitung New York Times unlängst berichtete, wurden in mehreren Bundesstaaten die Wahlregister mit den in Washington verwalteten Indizes der Sozialversicherung abgeglichen.5 Ein höchst problematisches Vorgehen, denn diese Datenbanken werden praktisch nie überarbeitet oder aktualisiert. Die Chance, dass die Daten mit den weitaus jüngeren Angaben der Wahlregister nicht (mehr) übereinstimmen, ist entsprechend hoch. Im Help-America-Vote-Gesetz ist ein solcher Datenabgleich deswegen nur als letztes mögliches Mittel vorgesehen. Zunächst sollen die Wählerdaten mit den bundesstaatlichen Registern, etwa der Führerscheine, verglichen werden. Warum dies nicht geschehen ist, konnte in den mindestens vier betroffenen Staaten bislang niemand erklären. Sicher ist nur, dass der Schaden immens ist. Nach dem Bericht der New York Times sind US-weit in den vergangenen Monaten doppelt so viele Wähler aus den Wahlregistern entfernt worden wie Neuanmeldungen zu verzeichnen waren. Im Bundesstaat Colorado beispielsweise hat die Bevölkerung seit 2004 um gut 100.000 Menschen zugenommen. Doch sind heute weniger Wähler als damals registriert.

Die Liste solcher Fälle ist lang. Allein im Bundesstaat Michigan wurden im August dieses Jahres 33.000 Namen gelöscht. Im selben Zeitraum starben 7100 Einwohner, 4400 zogen in einen anderen Staat. Es bleibt eine Differenz von 21.500 potentiell Abstimmungswilliger, die am Wahltag auf „provisorische Stimmzettel" zurückgreifen müssen. Im südlichen Bundesstaat Louisiana wurden in den drei Wochen nach dem 23. Juli rund 18.000 Namen aus den Wahlregistern entfernt. Im selben Zeitraum verlegten lediglich 1600 Menschen ihren Wohnsitz in einen anderen Bundesstaat, 3300 starben. „Während die Probleme mit den Wahlcomputern bei der Abstimmung im Jahr 2000 der zentrale Punkt waren und 2004 der Umgang mit den provisorischen Wahlscheinen, wird die Registrierung der Wähler und die bundesstaatliche Verwaltung der Namen in diesem Jahr das große Thema werden", prophezeit der Jura-Professor Daniel P. Tokaji von der Ohio-Staatsuniversität.6

Denn eine Einzelfallüberprüfung der getilgten Namen ist kaum mehr möglich. Gegenüber der New York Times erklärte eine lokale Mitarbeiterin der Wahlbehörde in Florida das Problem: Die Registrierung eines neuen Wählers nehme rund zehn Minuten in Anspruch, sagte Ann McFall. Die Überprüfung eines gelöschten Namens dauere eine Woche: „Und derzeit gehen hundert solcher Fälle pro Tag bei uns ein".

Wer nimmt auf den Wahlablauf Einfluss?

Vertreter der Republikanischen Partei begründen ihr Drängen auf eine Überprüfung der Wahlregister mit möglichem Wahlbetrug. Dabei wird eine solche Gefahr von Experten praktisch ausgeschlossen. „Die These eines massiven Wahlbetrugs ist schlichtweg unglaubwürdig", sagt Rick Hasen, ein Jura-Professor der Loyola-Universität für Rechtswissenschaften in Los Angeles.7 „Selbst wenn Mickey Mouse sich registrieren würde, käme er kaum in ein Wahllokal, um abzustimmen", sagt der Rechtswissenschaftler. Und: „Soweit ich weiß, hat es in der Geschichte der US-Wahlen keinen Fall gegeben, in dem eine falsche Stimme abgegeben wurde, und noch viel weniger wurde ein Wahlergebnis durch solche Versuche beeinflusst". In der Tat sprechen die Statistiken für sich. Selbst in Ohio, wo nach dem Willen der Republikaner rund 200.000 Einträge des Wahlregisters überprüft werden sollen, sind seit 1953 lediglich sechs Bürger wegen versuchten Wahlbetrugs strafrechtlich belangt worden. Erfolg hatte keiner dieser Versuche.

Fragwürdig hingegen sind die Praktiken der Republikaner von Präsident George W. Bush. Der britische Journalist Greg Palast berichtete unlängst über einen Skandal im Bundesstaat Michigan. Dort seien rund 62.000 Familien durch die derzeitige globale Finanzkrise betroffen, heißt es in seiner Reportage, die auch von dem alternativen US-Programm „Democracy Now!" ausgestrahlt wurde.8 Weil die Hypotheken auf ihre Häuser gepfändet wurden, droht diesen Familien der Verlust ihrer Heime. Der Online-Dienst Michigan Messenger hatte zuvor über die Ankündigung eines führenden Politikers der Republikaner berichtet, die Wahlbeteiligung all jener verhindern zu wollen, die auf einer Liste für Zwangsvollstreckungen stehen. "Wir werden eine Liste mit zwangsversteigerten Häusern haben und sicherstellen, dass sich niemand beim Wählen auf diese Adressen beruft", wird James Carabelli zitiert.9

Doch damit nicht genug. Das größte Unternehmen für Zwangsräumungen in Michigan, Trott & Trott, ist einer der Großspender für die in Washington regierende „Grand Old Party" von Präsident Bush und Kandidat John McCain. In dem Hauptsitz von Trott & Trott befindet sich, wie Palast feststellen konnte, zugleich die lokale Zentrale der Republikanischen Partei.10

So könnte der Kampf um die Wahlregister über den kommenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika entscheiden. Zuletzt ist es dem Demokratischen Bewerber Barack Obama zwar gelungen, seinen Vorsprung auszubauen. In mindestens sechs Bundesstaaten liegen beide Anwärter auf das höchste Staatsamt aber gleichauf. Solchen „Swing States" kommt auch in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit zu. Zum Beispiel New Mexico: Bei der letzten Abstimmung im Jahr 2004 lag der Unterschied zwischen den Kandidaten beider Parteien dort gerade einmal bei 5000 Stimmen. „Der nächste Mann im Weißen Haus könnte deswegen nicht durch die Mobilisierung von Stimmen gewinnen", so Greg Palasts Resümee, „sondern durch die Behinderung der Wähler, ihre Stimmen abzugeben."

Aktivisten bereiten sich auf Kontroversen um Ergebnis vor

Bürgerrechtsgruppen in den USA beobachten diese Entwicklung mit zunehmender Sorge. Mit Hilfe des Center für Media and Democracy11 (Zentrum für Medien und Demokratie) wurde eine Internetseite eingerichtet, auf der registrierte Benutzer Beobachtungen am Wahltag veröffentlichen können. „Die vergangenen Wahlgänge waren gespickt mit Kontroversen und Streitigkeiten", sagt der Organisator Conor Kenny. Seither hätten sich unzählige Gruppen und Organisationen sowie Tausende Bürger für eine Aufklärung der Probleme eingesetzt und eine Reform des Wahlsystems gefordert. „Diese Informationen und Initiativen sind aber nicht vernetzt", so Kenny. Der „Election Protection Wiki" (Wahlschutz-Wiki) soll diese Anstrengungen nun bündeln.12 Ähnlich wie bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia können sich Interessierte anmelden, um dann Informationen einzutragen. Schon vor der diesjährigen Präsidentschaftswahl sollen so Informationen über lokale Bürgerrechtsinitiativen ausgetauscht werden.

Auf die Notwendigkeit einer solchen Initiative weist Michael Slater hin. Seine Organisation „Project Vote" (Wahlprojekt) beteiligt sich ebenfalls an dem Wahlschutz-Wiki.13 „Experten und Mitarbeiter von Wahlbehörden stellen sich in diesem Jahr auf einen regelrechten Ansturm auf die Abstimmungslokale ein", sagt Slater, der vor allem auf die neu registrierten Wähler verweist. Die Kandidatur von Barack Obama habe unzählige Wahlberechtigte mobilisiert, die bei vergangenen Abstimmungen zu Hause geblieben seien. Dem Bürgerrechtsaktivisten geht es darum, die Beteiligung dieser Neuwähler abzusichern. „Denn historisch gesehen gibt es eine enorme Kluft in der Bevölkerung", sagt er. Entscheidend seien ethnische Zugehörigkeit, Alter und Einkommen. So beteiligten sich zehn Prozent weniger Afroamerikaner an den Wahlen als weiße US-Amerikaner. Im Vergleich zwischen der weißen Bevölkerung und lateinamerikanischen Immigranten betrage die Differenz sogar 20 Prozent. „Insgesamt geht es um gut 7,5 Millionen Wähler", so Slater. Seiner Organisation ginge es angesichts dieser Zahlen und der andauernden Konflikte um die Wahlregister darum, „die richtigen Fragen zur richtigen Zeit zu stellen". Auf keinen Fall dürfe es zu Problemen kommen wie bei den Präsidentschaftswahlen in den Jahren 2000 und 2004.

Quelle: Hintergrund

1 http://www.cnn.com/2008/POLITICS/10/17/ohio.voting/?iref=mpstoryview
2 http://www.sos.state.oh.us
3 http://www.cleveland.com/open/plaindealer/index.ssf?/base/isope/1224680132279230.xml&coll=2
4 http://www.fec.gov/hava/hava.htm
5 http://www.nytimes.com/2008/10/09/us/politics/09voting.html
6 http://moritzlaw.osu.edu/electionlaw/faculty/tokaji.php
7 Hasen hat einen eigenen Weblog zu den Wahlen eingerichtet: http://electionlawblog.org
8 Die Sendung ist im Internet abrufbar: http://www.democracynow.org/2008/10/9/greg_palast_on_vote_rigging_and
9 http://michiganmessenger.com/4076/lose-your-house-lose-your-vote
10 http://www.trottlaw.com
11 http://www.prwatch.org
12 http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Portal:Election_Protection_Wiki
13 http://www.projectvote.org

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Paul Hardcastle: Lucky Star
10/26/2008 09:28 AM

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redblog: Lateinamerika lesen
10/26/2008 09:26 AM
Die aktuelle Ausgabe der ila, Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika e.V., widmet sich dem Thema der Wahrheitskommissionen: Ohne die unermüdlich arbeitenden Gruppen und Menschenrechts- organisationen, die damals wie heute für "Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung" in Lateinamerika auf die Straße gingen und gehen, wäre auch die offizielle, institutionalisierte Vergangenheitsaufarbeitung nicht dort, wo sie heute steht. ... Das dossiert beschäftigt sich mit dem Jahr 1968 in Lateinamerika und seinen Folgen: Dass es 1968 auch bedeutende Kämpfe in Afrika, Asien und Lateinamerika gab, wird fast systematisch ausgeblendet. Dabei hat 1968 und besonders der 2. Oktober besagten Jahres die mexikanische Gesellschaft über Jahrzehnte nachhaltiger geprägt als der Pariser Mai die französische, und Walter Rodney, der dem jamaikanischen Oktober seinen Namen gab (Rodney Riots), ist in der Karibik und weiten Teilen Afrikas wesentlich bekannter als etwa Rudi Dutschke oder Daniel Cohn-Bendit.[Link] [Cache]
redblog: Vollere Züge, mehr Rendite
10/26/2008 09:26 AM
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Gerd-Lothar: Kopf, Herz und Bauch — und die Verwirrung unserer Kultur
10/26/2008 09:18 AM

Unsere Kultur leidet an einem Haupt-Mißverständnis, und das ist mir beim Schreiben des Schwarzenegger-Eintrags (und beim inneren Vorwegnehmen der typischen, hier stets zu erwartenden Anti-Reaktionen) klargeworden: Die Leute sind durch und durch von der Überzeugung erfüllt, daß der Kopf beim Menschen die entscheidende Instanz wäre — und unter “Kopf” verstehen diejenigen, die sich hier für besonders verständig und klarsichtig halten, einen möglichst hypertrophen Intellekt, der alle geistigen Strömungen in dieser Kultur möglichst perfekt verinnerlicht hat.

Nichts könnte falscher und verhängnisvoller sein als diese Überzeugung. Entscheidend beim Menschen, bei der Art, wie er sich ins Leben einbringt und wie er sein Dasein zur Erfüllung bringt, sind Herz und Nabelzentrum. Alles-entscheidend ist das Herz, weil es diejenige Instanz ist, die die Richtung vorgibt, nach der einer lebt. Ist die Richtung falsch, ist alles falsch. Ich weiß, das klingt plump (”… und was ist schon Herz, Bauch, Kopf usw.?” kommt stets unweigerlich der intellektuelle Einwand), aber es ist nun mal genau so. Das Nabelzentrum wiederum liefert die Kraft, bzw. hier ist die Hauptquelle und Grundachse der gesamten Lebenskraft eines lebendigen Wesens. Der Kopf ist nur die “Rechenmaschine”, die Vergleichs-, Aufzeichnungs- (Erinnerungs-), Bewertungs- und Einordnungs-Instanz. Dieser “Computer” ist selbst völlig dumm und blind und weiß überhaupt nichts, eben weil er weder die Richtung kennt noch die Kraft hat, diese einzuschlagen und ggf. zu erreichen.

Eine Kultur, die den Kopf verherrlicht, ist krank — nicht mehr und nicht weniger. Sie ist durch diese ihre Krankheit verwirrt und kann nie und nimmer etwas Sinnvolles oder Heilsames zustandebringen. Da können die Menschen hier noch so klug und wissend tun; es hilft ihnen alles nichts, und gerade daß sie meinen, sie wären mit ihrer Sichtweise so ganz unzweifelhaft im Recht, macht die Sache nur noch viel schlimmer. Das ganze geistige System, das daraus erwächst, ist debil, dekadent und schädlich. (Und leider erstreckt sich dieses System auch, aufgrund des einseitig verherrlichten technischen Fortschritts und seiner teilweisen wirtschaftlichen Erträge, mittlerweile in alle Bereiche des Planeten. Das ist, genau wie bei einem Krebsgeschwür, eine unkontrolliert wachsende Wucherung der Krankheit.) Wenn diese Leute meinen, Philosophen, Psychologen, Sozialwissenschaftler und dergleichen, nämlich intellektuelle Experten reinsten Kalibers, bei denen Herz und Solarplexus längst aus dem Fokus ihres Seins und Strebens gerückt sind, könnten irgendetwas von Bedeutung sagen und könnten Ziele und Werte für eine Gesellschaft vorgeben, so ist das alles nur umso schädlicher und schrecklicher.

Die Leute hier sind viel zu arrogant, um die von ihnen gerne kritisierte amerikanische Kultur (die ich persönlich als hauptsächlich indianisch und damit im Kern schamanisch empfinde) anders zu betrachten als durch ihre arrogante intellektuelle Zerrbrille. Es ist doch ganz klar, warum Schwarzenegger und Obama (beides Amerikaner ohne englische Abstammung) Amerika als “Land der Möglichkeiten” verstehen und das sogar praktisch umsetzen können (wie schlimm für die Neider!). Wer würde denn hierzulande noch Deutschland als “Land von Möglichkeiten” ansehen — natürlich keiner. Deutschland ist das Land der Unmöglichkeiten geworden. Nicht zuletzt aufgrund der oben von mir beschriebenen fundamentalen Verwirrung im Geist, aber v.a. aufgrund der Verwirrung im Herzen und im Körperzentrum. Da war Hitler und seine Kultur, so kriminell er bzw. sie auch war, an vielen Punkten noch gesünder gewesen.

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Perspektive2010.org: Zitat des Tages
10/26/2008 07:02 AM

Für den Evolutionspsychologen lassen die weltweit verbreiteten, exotischen religiösen Rituale mit ihrem Aufwand an Zeit, Ressourcen, Schmerzen und Entbehrungen so eindeutig wie das Hinterteil eines Mandrills darauf schließen, dass Religion der Anpassung dient.

Marek Kohn

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Perspektive2010.org: Spruch des Tages
10/26/2008 07:02 AM

Was den Nazis ihre Judenhetze war, ist den heutigen Faschos ihre “Islamkritik”. Und während die Nazis Synagogen anzündeten, protestieren die neuen Faschos - vermeintlich harmlos - gegen Moscheebauten und zugleich gegen die im Grundgesetz fixierte Religionsfreiheit.

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Deutschland Debatte: Tonerstaub Studie
10/26/2008 06:55 AM

Mal so aus dem Nähkästchen geplaudert: der Autor hat an der Hochschule Darmstadt studiert, unter anderem Automobilmotoren ( Verbrennungskraftmaschinen ). Im Rahmen der Diskussion in Seminaren wurde bereits darauf hingewiesen, dass

  1. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe ( PAK ) in Form freier Radikale, die sich an Verbrennungsruß anlegen, und
  2. Stäube mit einem Partikeldurchmesser von unter einem Mykrometer ( 1/1000 Millimeter )

kanzerogen ( krebserzeugend ) sind.

Tonermaterial

Das ist also wissenschaftlich durch die Medizin bereits lange bewiesen. So verwundert es schon, dass nun erst die Diskussion aufkommt: “Eine Forschungsstudie zum Thema ultrafeine Stäube ist in Vorbereitung und soll noch in diesem Jahr gestartet werden … Neue Untersuchungen deuten auf ein Krebsrisiko durch Computerdrucker hin”, wie die SZ schreibt. Es handelt sich bei Laserdruckern um ein lungengängiges und sehr feines Pulvermaterial, daher ist das Ergebnis nicht verwunderlich.

Nanomaterial

Nanowerkstoffe, über die derzeit so begeistert geschrieben wird, die zum Standard sogenannter “moderner” Technologie gehört, besteht aus kleinsten Teilchen. Schon relativ altbekannt: Kohlenstoff- Nanomaterial. Wikipedia schreibt:

“Kohlenstoffnanoröhren, auch CNT (englisch carbon nanotubes), sind mikroskopisch kleine röhrenförmige Gebilde (molekulare Nanoröhren) aus Kohlenstoff.

Ihre Wände bestehen wie die der Fullerene oder wie die Ebenen des Graphits nur aus Kohlenstoff, wobei die Kohlenstoffatome eine wabenartige Struktur mit Sechsecken und jeweils drei Bindungspartnern einnehmen (vorgegeben durch die sp2-Hybridisierung). Der Durchmesser der Röhren liegt meist im Bereich von 1 bis 50 nm, aber es wurden auch Röhren mit nur 0,4 nm Durchmesser hergestellt. Längen von mehreren Millimetern für einzelne Röhren und bis zu 20 cm für Röhrenbündel wurden bereits erreicht.”

Folgender Abschnitt wird von Wikipedia vollständig übernommen:

Gesundheitliche Auswirkungen

Bisher noch nicht ausreichend erforscht sind gesundheitliche Effekte, die im Zusammenhang mit Kohlenstoffnanoröhren evtl. auftreten könnten. Eine Argumentation weist auf die längliche räumliche Struktur hin, die der von Asbest ähnelt. Studien, die auf Tierversuchen basieren, zeigen entgegengesetzte Ergebnisse, etwa in Bezug auf Entzündungsreaktionen im Lungengewebe von Mäusen. So wurden Mäusen im Versuch CNTs mit einer Konzentration injiziert, die 10.000-mal höher als die in der Umwelt zu erwartende war, ohne erkennbare Entzündungsreaktion. In neueren Arbeiten zu den toxischen Wirkungen von Kohlenstoffnanoröhren finden die bei der Synthese verbleibenden metallischen Rückstände (Kobalt, Nickel, Molybdän und Eisen) aus dem Katalysator immer mehr Beachtung. Es scheint, als gingen die akut toxischen Reaktionen auf diese Verunreinigungen zurück. Aufgereinigte Präparationen von CNTs zeigen keine akuten toxischen Effekte. Pathologische Veränderungen, wie etwa die Ausbildung von Zellagglomeraten in der Lunge, scheinen jedoch von CNTs ausgelöst zu werden, was ihnen ein durchaus schadhaftes Potential bescheinigt. Trotz der anhaltenden Kontroverse, die in begrenztem Umfang auch die Öffentlichkeit zu erreichen beginnt, lief Anfang 2004 die großindustrielle Produktion von CNTs an.

Hier wird nicht direkt von der Kanzerogenität aber immerhin von “Pathologische Veränderungen” gesprochen, aber: wetten, dass, wenn die Verbreitung dieses Nanomaterials so weitergeht, dann spätestens wird das Nanomaterial denselben Untergang erleben wie Asbest!

DD hält die Strategie der Bundesregierung, nicht ausreichend für Sicherheit zu sorgen, für zumindest leichtfertig! Die Materialbundesanstalt müsste politisch beauftragt werden, ähnlich wie die Arzneimittelprüfstelle ( na ja … ), alle neuen Technologien auf potentielle Gesundheitsschädlichkeit zu untersuchen, quasi der technologische TÜV für Methoden und Materialien der Industrie. Erst nach Freigabe darf diese Technologie eingesetzt werden.

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Duckhome: Der Herbst ist da
10/26/2008 06:32 AM

Es ist Herbst und das ist gut so. Da ist der Herbst des Neoliberalismus und des raubtierhaften Manchesterkapitalismus. Die Ackermann kriechen unter den dichten Wintermantel des Staates und fressen das ersparte der Bürger. Aber das war schon immer so.

Dafür sind die Mädchen und Frauen dieses Jahr noch schöner, die Blätter leuchtender und irgendwo dort hinten, fast am Ende des Horizonts da sehe ich ein Stück bessere Zukunft. Natürlich müssen wir erst noch durch den Herbst und den Winter. Aber das sind wir ja gewohnt. Knappmannsdörfer, Hunger und Not, sind gemeinsam auf jeden Fall leichter zu ertragen. Vor allem mit etwas Musik.
Hannes Wader hat viele Volkslieder gesungen. Er hat sie nicht als Kunstlied sondernd als Volkslied gebracht. So wie das Volk eben singt.

Bunt sind schon die Wälder - Hannes Wader




Ob Rammsteins Version Volksmusik ist mag bezweifelt werden, aber sie ist zumindest interessant.

Rammstein - Bunt sind schon die Wälder




Kollegah ist schon als Person ein Sonderfall. Ein angenehmer Sonderfall bei dem Rap Musik und Sprache in Vollendung ist.

KOLLEGAH - Herbst




Autumn leaves - Nat "King" Cole




Forever Autumn - Justin Hayward




Nein es wird nicht für immer Herbst bleiben. Es geht weiter. Immer weiter und manchmal geht es auch vorwärts. Genießen wir den Herbst. Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sonntag, vergesst den Herbstspaziergang nicht und eine schöne Woche mit tollen Aufgaben und Erfolgen. Dazu vielleicht noch ein Glas Wein.


Rammstein - Wilder Wein




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Duckhome: Der Stein der Weisen
10/26/2008 06:32 AM

Professor Manfred von Reuchlin, Ritter des Templerordens, mehrfacher Doktor der Chemie und Biologie, saß einsam vor der großen Fensterscheibe seines Wohnzimmers und blickte hinaus in das Schneechaos, das teilweise von den Lampen der Sicherheitsanlagen, erhellt wurde. Ab und an blitzten auch an den fast unsichtbaren Berghängen Lichter auf, die bezeugten, dass die Wachen auch in dieser Nacht ihrer Aufgabe nachkamen.

Neujahrsnacht in den Bergen. Bis auf die Wachen und einige Tierpfleger lag der riesige, teils unterirdische Laborkomplex völlig verlassen in diesem schlecht zugänglichen Seitental.
Neujahrsnacht in den Bergen. Der Professor hob grüßend das Glas zu den unsichtbaren Gipfeln. Dies also war die Stunde seines größten Triumphes. Vielleicht sogar die Stunde des größten Triumphes der Menschheit. Nur würden ihm keine Triumphbögen errichtet werden. Er rechnete eher damit, dass ihm die Menschheit alle Flüche derer sie fähig war, nachsenden würde, wenn sie wüsste, welche Chance ihr mit den Entscheidungen dieser Nacht genommen werden sollte. Aber wie schon einmal, im frühen Mittelalter, würde die Menschheit auch diesmal ahnungslos bleiben. Das war zumindest seine einzige Hoffnung. Damals war das Wissen der Alchemisten zusammen mit ihnen und einem ganzen Kloster für viele Jahrhunderte untergegangen. Heute würde ein Feuer alleine nicht mehr helfen.

Er griff zum Telefon, die Nummer des Palazzo del Sant'Uffizio in der Vatikanstadt hatte er schon vor Tagen nachgesehen. Das letzte Mal hatte er die 003906 beim Tod seiner einzigen Tochter gewählt, doch auch die wohl am höchsten angesiedelte Telefonseelsorge konnte ihm damals nicht weiterhelfen. Heute jedoch würde er bereitwillig Hilfe erhalten. Er schaltete den Lautsprecher ein. Doch zunächst kamen nur die Wählgeräusche und dann das armselige Fiepen, mit dem sich die Verschlüssungssysteme auf einen gemeinsamen Code einigten. Er lächelte, bei dem Gedanken, wie oft in den vergangenen Jahren die Systeme gegen neue ausgetauscht worden waren, weil die angeblich unknackbaren Codes von Schülern und Studenten wie Nüsse aufgebrochen worden waren. Endlich ertönte ein Freizeichen, und nach dem dritten Signal, wurde abgenommen. Wie zu erwarten, begrüßte ihn selbst zu dieser nachtschlafenden Zeit eine Stimme in bestem Latein: "Hier ist das päpstliche Sekretariat für besondere Fragen. Womit kann ich ihnen helfen?"

Der Professor antwortete in bestem Altgriechisch. "Professor Reuchlin hier, ich muss sofort den Kardinal sprechen." Bevor die Gegenseite antworten konnte, fügte er noch hinzu: "Ja, ich weiß, wie spät es ist, wecken Sie den Kardinal und sagen Sie ihm, dass ich ihn unbedingt allein sprechen muss."

Der Priester auf der anderen Seite war ausreichend geschult, um sofort zu reagieren. "Wollen Sie warten, oder sollen wir Sie kurzfristig zurückrufen?", erfolgte die Antwort ebenfalls in Altgriechisch.

"Ich warte, und der Kardinal soll sich anziehen, es wird ein langes Gespräch." Der Professor schenkte sich das zweite Glas Wein dieser Nacht ein. Aus dem Lautsprecher drang die Stille eines leeren Büros, das nach kurzer Zeit von Vermittlungsgeräuschen und einem weiteren Fiepen des Verschlüsselungssystems abgelöst wurde.

"Manfred, du um diese Zeit? Ist es nicht ein bisschen früh für einen Neujahrsanruf, und viel zu spät für einen mitternächtlichen Gruß?", ertönte die Stimme des Kardinals in klarem Deutsch.

"Wir haben ein ernsthaftes Problem", antwortete der Professor in Altgriechisch. "Eminenz, lassen Sie uns lieber die Sprache wechseln. Selbst wenn wir abgehört werden, gibt es da kaum Übersetzer, die nicht in unseren Diensten stehen."

Der Kardinal antwortete nun auch in Altgriechisch. "Meinetwegen, aber unsere Verschlüsselungssysteme sind heute so gut, und wer sollte uns abhören? Ich hab mittlerweile ein solches Telefon sogar am Bett und kann gemütlich liegend mit dir telefonieren. Aber ihr Wissenschaftler seid ja immer Geheimniskrämer, viel schlimmer, als es die Kirche jemals war."

"Eminenz, Sie erinnern sich an das Glas mit den Oligoneuriella rhenana, im Imagostadium, die ich ihnen vor einem Jahr im Hochsicherheitslabor zeigte. Ich habe sie heute getötet."

"Ach, Sie und ihre komischen Fliegen. Die Dinger sahen doch lustig und harmlos aus in ihrem Glas, wenn auch nutzlos. Rufen Sie mich deshalb an? Wollen Sie eine Absolution für den Mord an ein paar Fliegen? Das wäre dann die komischste Telefonseelsorge meines Lebens."

"Eminenz, es waren keine Fliegen, sondern Ephemeroptera, die gemeinhin als Rheinmücken, oder Eintagsfliegen bezeichnet werden, aber auch keine Mücken sind, sondern eine eigenständige Gattung. Aber egal. Das Besondere an dieser Oligoneuriella-Unterart ist, dass sie normalerweise nur 40 – 50 Minuten im Imagostadium überlebt und wie alle Eintagsfliegen in dieser Zeit keine Nahrung aufnimmt. Meine haben 15.000 mal so lange gelebt und sind geflogen, ohne zu verhungern."

"Was heißt Imago und was bedeutet das für uns? Wollen Sie andeuten, Sie hätten den Stein der Weisen gefunden?"

"Eine Eintagsfliege wird als Ei gelegt und entwickelt sich zunächst im Wasser zur Larve. Aus der Larve wird ein Subimago, bei dieser speziellen Art nach einem Jahr. Der Schritt über das Subimago ist übrigens ziemlich einzigartig. Es ist das einzige flugfähige Insekt, das sich nach Entwicklung der Flügel nochmal häutet und damit vom Subimago zum Imago wird. Und nun zum zweiten Teil ihrer Frage. Ja, wir haben den Stein der Weisen entdeckt, oder das ewige Leben, aber wahrscheinlich eher die ewige Verdammnis. Es ist auch kein Stein, obwohl amorpher Graphit und dessen katalytische Eigenschaften eine Rolle dabei gespielt haben, genau wie embryonale Stammzellen, der unterschiedlichsten Lebewesen, aber auch einige Lanthanoide und Actinoide. Aber das wollen Sie sicher gar nicht so genau wissen. Ich hatte Sie gewarnt, als Sie mich baten, ich möge mich quasi als heimlicher Vertreter der Kirche an die Spitze dieser Forschungen zu stellen."

"Nein, Manfred, bleiben Sie mir bloß mit Ihrem Fachchinesisch vom Leib. Aber was bedeutet das, die Fliegen leben ewig und brauchen dabei keine Nahrung? Das ist doch nicht auf Säugetiere oder den Menschen übertragbar? Wir hatten letztens erst die Anfrage, ob es mit den Glaubensregeln vereinbar sei, Schweinelebern in Menschen zu verpflanzen, und konnten uns um eine Antwort drücken, da die Wissenschaft noch nicht so weit ist. Und, Manfred, natürlich habe ich Sie gebeten, für uns diesen Zweig der Wissenschaft zu überwachen. Sie waren prädestiniert dazu wie kein anderer. In einem Kloster hätten Sie uns nicht viel genützt."

"Eminenz, meine Experimente mit den 'Fliegen' sind übertragbar. Wir haben die gleichen Versuche an Mäusen und menschlichen Stammzellen gemacht. Im Prinzip wirkt das Ganze wie ein Reparaturgen. Wo normalerweise der Alterungsprozess durch Fehler beim Kopiervorgang des Zellkerns eintritt, verhindert unser Gen genau das. Ja, es behebt sogar bereits vorhandene Fehler, wobei wir allerdings nicht wissen, wie die Fehlererkennung funktioniert. Dies bedeutet, dass Zellen sowohl gegen Krankheiten wie auch Strahlung und Gifte praktisch immun werden. Selbst fast tödliche Schnittverletzungen heilen so schnell, dass man dabei zusehen kann. Allerdings ..."

"Aber das ist doch hervorragend, Manfred, und für die verbotenen Versuche mit menschlichen embryonalen Stammzellen hatten Sie schon von Anfang an unsere Absolution. Sonst hätten Sie ja gar nicht glaubwürdig arbeiten können. Wann beginnen Sie mit den Versuchen an Affen oder am Menschen? Stellen Sie sich vor, eine Menschheit ohne Krankheiten und Hungersnöte. Wie hoch sind die Produktionskosten und wie könnten wir sie verteilen?"

"Eminenz, ich habe bereits einen Versuch an mir selbst vorgenommen. Die Ergebnisse sind die gleichen. Ich brauche nur noch Bruchteile meiner früheren Nahrungsmenge und weniger als ein Tausendstel der normalen Sauerstoffsmenge. Aber Sie verstehen das Problem nicht. Die Menschen würden nach meinen jetzigen Hochrechnungen ein paar tausend Jahre alt. Ebenso jedes Tier oder Insekt. Und das bei gleichbleibender Fruchtbarkeit, wie meine Mäuse zeigen. Es gibt kein Produktions- oder Verteilungsproblem.
Das Gen ist vererbbar und sowohl durch Speichel, Blutübertragung als auch durch Geschlechtsverkehr übertragbar. Einmal in die Welt gesetzt, lässt es sich durch nichts wieder zurückholen. Es ..."

"Manfred, Mensch, freuen Sie sich doch. Selbst die Überbevölkerung ist ein Problem, das wir lösen könnten. Im Zweifelsfall stehen uns Millionen von Planeten zu Verfügung. Wir ..."

"Sie wollen es einfach nicht verstehen. Natürlich sind alle Probleme lösbar, die meisten sogar leicht. Aber die Menschen werden sich ändern. Wer Tausende von Jahren leben kann, hat mehr zu verlieren. Die Menschen haben Zeit zum Denken. Wem, Eminenz, wollen Sie noch ein Paradies nach dem Tode versprechen, wenn wir eines auf der Erde haben? Wer braucht einen Gott, wenn er nicht in Hunger, Krankheit und Not gefangen ist? Die Erlösten brauchen keinen Erlöser. Vor allem, wie wollen Sie einen gütigen, allwissenden Gott darstellen, der in seiner Schöpfung, einen solch gravierenden Fehler im Bauplan hatte? Jedes Kind wird in der Schule lernen, welchen grandiosen Fehler Gott gemacht hat und dass die Menschen Gott korrigieren mussten. Wir reden über das Ende jeder Religion. Auch über das Ende der Wirtschaft. Die neue Menschheit würde ganz andere Prioritäten setzen."

Am anderen Ende der Leitung herrschte tiefes Schweigen. Der Professor schaute in den Schnee, aber das Bild hatte sich nicht verändert. Er wusste, dass er dem Kardinal soeben eine große Last auferlegt hatte, und wartete geduldig.

Nach einer kleinen Ewigkeit räusperte sich der Kardinal. "Entschuldigung, Professor, ich hatte wirklich nicht verstanden. Meine Aufgabe ist es zwar, auf die Einhaltung der Regeln unserer Kirche zu achten beziehungsweise diese auszulegen, aber an ein solches Problem habe ich noch nie gedacht.
Aber Sie haben Recht und Sie hatten mich von Beginn an gewarnt. Gibt es die Selbstvernichtungseinrichtung für den Komplex noch, die Sie mir bei meinem letzten Besuch zeigten? Sie müssen damals schon geahnt haben, dass dieser Zeitpunkt kommen würde. Ich hab es nur für Wichtigtuerei gehalten."

"Ja, die Einrichtung ist funktionsbereit. Ich habe sie bereits scharf geschaltet. Morgen um elf ist eine Versammlung aller Mitarbeiter. Aber die Selbstvernichtung allein wird nicht reichen. Rettungstrupps könnten früher oder später eindringen. Wir brauchen eine langfristige Lösung, die die Menschen für ein paar tausend Jahre am Betreten hindert."

"Wie nah sind andere Forschungseinrichtungen an Ihrem Ergebnis? Wer weiß außer Ihnen noch Bescheid? Könnte einer Ihrer Mitarbeiter kontaminiert sein? Ich habe Sie schon verstanden, aber ich kann diesen Schritt nur dann gehen, wenn ich sicher sein kann, dass er erfolgreich ist. Morden ohne Grund ist auch mir ein Graus."

"Alle anderen Forschungsreinrichtungen haben ihre Schwerpunkte auf die Erforschung der Stammzellen gelegt. Niemand außer mir ist kontaminiert. Die Mitarbeiter wissen nur sehr wenig, aber gute Befragung könnte vieles zum Vorschein bringen und meine Versuche nachvollziehbar machen. Es sind insgesamt fast tausend Menschen und auch ich hasse Morde. Nur mein Assistent Dr. Jörg Römer weiß Genaueres, wenn er auch die Zusammenhänge nicht kennt. Er hat gesehen, wie schnell Verletzungen bei mir und den Mäusen heilen. Und er hat eine Tochter, die im Koma liegt. Es ist abzusehen, wann er mich um das Mittel bittet, das seine Tochter retten wird."

"Gut, Manfred, ich werde meinen Teil der Last tragen. Ich habe die größte Hochachtung vor Ihnen. Die Kirche wird es Ihnen nicht danken können, weil sie es nie erfahren wird."

"Eine Bitte hätte ich noch, Kardinal ..."

"Ja, Manfred, dir sind deine Sünden vergeben. Ego te absolvo."

Ein letztes Klicken in der Leitung und der Professor war für den Rest des Tages und seine letzte Nacht mit seinen Gedanken allein.

Am Morgen des 2. Januar fuhr Dr. Jörg Römer auf der Autobahn in Richtung Alpen. Für den prächtigen Neujahrsempfang würde er viel zu spät kommen. Aber das war ihm egal. Er würde seinem Professor beichten müssen, dass er das neue Mittel seiner Tochter verabreicht hatte und diese aus dem Koma erwacht war. Natürlich würde er seine Stellung aufgeben müssen, aber im Vergleich zu dem, was ihm geschenkt worden war, bedeutete dies keine Last für ihn.

Etwa 150 km vor seinem Ziel zwang ihn ein Lichtblitz zum Anhalten. Er konnte sich gerade noch auf die Standspur retten. Der Blitz war wie ein Trichter geformt gewesen und nun folgte ihm die typische pilzförmige Wolke. Zwar wehte plötzlich ein starker Wind über das Land, aber die Berge hatten sowohl die Strahlung als auch den Sturm abgeschirmt.

Als er nach einigen Minuten weiterfuhr, meldete das Autoradio den Absturz eines Kampfflugzeuges in einem Bergtal, bei dem auch eine kleinere Nuklearwaffe sich selbst gezündet hatte. Die Bürger wurden davor gewarnt, sich dem Tal und seiner Umgebung zu nähern.


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Lumières dans la nuit: Determinismus und Vorhersehbarkeit
10/26/2008 03:11 AM

Der Grund, weshalb ein Mensch trotz erheblicher Einsichtsfähigkeit weiterhin daran glauben kann, er habe in einem vollständig determinierten Universum so etwas wie einen »freien Willen« – also eine unabhängige Instanz der Persönlichkeit, die ihn frei handeln lässt – liegt neben der Wucht der psychischen Illusion im Spiegel des Bewusstseins auch in einer einfachen Verwechslung: Gern wird die Tatsache der physikalischen Determiniertheit aller Erscheinungen des Universums mit der Möglichkeit der Vorhersage künftiger Verläufe dieser Erscheinungen verwechselt, obwohl dies zwei sehr verschiedene Dinge sind.

Das Unvorhersagbare ist nicht einen Deut weniger determiniert, nur weil es wegen seiner Komplexität nicht vorhersagbar ist.

Kaum jemand würde einem toten materiellen Gegenstand wie einem Würfel so etwas wie einen Willen zusprechen. Der Würfel verhält sich nicht anders als etwa ein Kieselstein oder ein Teller, er erfährt aufgrund seiner Masse die Gravitation und aufgrund der Form und Textur seiner Oberfläche eine Reibung auf der Unterlage und gegen die Luft. Dennoch ist es nicht vorhersehbar oder steuerbar, welche Bahn ein Würfel nehmen wird, den man über einen Tisch rollt. Natürlich bleibt damit auch im Vorfeld eines solchen Wurfes ungewiss, welche der möglichen Flächen am Ende oben liegen wird – eben das ist ja der Grund, weshalb sich Würfel so hervorragend als handlicher Generator für Zufallszahlen eignen und so gerne in Spielen verwendet werden, in denen ein unvorhersehbares Element eingeführt werden muss.

Der Würfel folgt dabei den gleichen einfachen Gesetzen, denen auch jedes andere Objekt – zumindest jedes andere makroskopische Objekt – unterworfen ist, dies geschieht hier allerdings in einem komplexeren System aus Unterlage, Anfangsimpuls, Materialeigenschaften und Luftwirbeln, das sich rechnerisch mit keiner Vorrichtung modellieren lässt, die einfacher wäre als die Gesamtheit und Einsheit des Systemes.

Tatsächlich ist der Verlauf eines Wurfes in diesem System dermaßen empfindlich gegen kleine Veränderungen des Anfangszustandes und der Bedingungen in seiner Umgebung, dass selbst eine solche »Modellierung« durch exakte Nachbildung des Systemes nicht mehr möglich ist. Es ist nicht einmal möglich, ein derart empfindliches System aus der Gesamtheit aller Erscheinungen herauszulösen, um es isoliert und »für sich« zu untersuchen. Die Empfindlichkeit des Verlaufes und Ergebnisses gegen kleine Veränderungen einer Vielzahl seiner Parameter betrifft auch die von globalen Zusammenhängen verursachten Erscheinungen des Luftdruckes und der Luftfeuchte; Verschmutzungen der Tischplatte oder des Würfels im molekularen Maßstab können entscheidenden Einfluss auf das System nehmen; sogar eine kleine lokale Schwankung der Gravitation durch ein vorbeifahrendes Auto oder gar die Stellung des Mondes können entscheidend werden. Die Grenzen des betrachteten Systemes gegen die Gesamtheit aller Erscheinungen sind nicht erkennbar, es ist meines Erachtens sogar sinnlos, von einem abgrenzbaren System zu sprechen.

Obgleich hier keine »Freiheit« gegenüber den alles determinierenden physikalischen Gesetzen vorliegt, kommt es zu einem Verhalten, das im Einzelfall nicht mehr vorhersagbar ist – alle möglichen sinnvollen Vorhersagen des hervorgerufenen Ereignisses sind statistischer Natur.

(Für die Korinthenkacker unter meinen Lesern: Natürlich ist der Würfel ein vorsätzlich einfach gewähltes Beispiel, und es erscheint durchaus möglich, die beschriebenen Probleme bei der Betrachtung dieses Systemes teilweise in den Griff zu bekommen. Wer ein hoffnungslos unvorhersagbares Systemverhalten erzeugen will, der nehme sich einen einfachen Luftballon und blase ihn auf, ohne ihn zuzuknoten. Wenn man den Ballon loslässt, wird die darin befindliche Luft wegen des Druckes der gedehnten Umhüllung durch die Öffnung nach außen gedrückt und erzeugt dabei einen Rückstoß, dieser treibt den Ballon durch das Zimmer. Dabei nimmt der Ballon eine Bahn in Zeit und Raum, die nicht vorhersagbar ist, obwohl alle beteiligten physikalischen Kräfte von sehr einfacher und vollständig deterministischer Natur sind. Am Ende seiner Bahn in diesem Versuch liegt der Ballon als schlaffe Hülle irgendwo im Zimmer herum und ist damit auch ein Bild für das, was von der aufgeblasenen Illusion übrig bleibt, das sich alles Determinierte auch prognostizieren lässt. Jedes Kind kann diesen Versuch nachvollziehen, und ich bin überzeugt, dass die meisten Kinder viel weniger Probleme als viele Erwachsene damit haben, grundsätzliche Grenzen der Einsichtsfähigkeit zu akzeptieren.)

Die Tatsache, dass etwas vollständig durch einfache Gesetze determiniert ist, bedeutet also noch lange nicht, dass wir es auch so gut wissen können, dass es für uns mit einer Vorhersage greifbar wird. Es gibt prinzipielle Grenzen des Wissenbaren, und die sich jenseits dieser Grenze unvorhersehbar verhaltenden Erscheinungen der Realität sind wohl eher der überwiegende Anteil aller Erscheinungen.

Aber zöge jemand aus dem nicht vorhersagbaren Verhalten eines gerollten Würfels den Schluss, es müsse sich beim Würfel nicht um ein schlichtes physikalisches Objekt, sondern um eine Wesenheit mit einem freien und eigenen Willen handeln, so bezichtigte man diesen Jemand mit gutem Recht eines primitiven animistischen Aberglaubens. Man trifft diese Form des Aberglaubens manchmal bei Glücksspielern an, die mit der Roulettekugel, dem Geldspielgerät oder dem Würfel sprechen oder andere, wirkungslose Versuche der Beschwörung machen – und manchmal auch bei verzweifelten Anwendern eines Computers, die sich mit teils zornigen Worten und sogar gewalttätigen Gesten an die »widerspenstige« und unter fehlerhafter Software laufende Maschine wenden. Es ist jedem Denkenden klar, dass es sich hier nicht um Objekte handelt, die einen »Willen« und eine von der Einsheit des Universums losgelöste »Freiheit« ihres Verhaltens hätten; die unangemessene, abergläubische Kommunikation mit diesen Dingen erscheint als Dummheit.

Nur eine Ausnahme gibt es, ein komplexes System gibt es, dem auch viele durchaus intelligente Menschen die Möglichkeit zum freien, nicht-determinierten Handeln zusprechen, und das ist der Mensch selbst – und in diesem Fall neigen Menschen auch zum bequemen Denkverzicht und verwechseln Determinismus mit der Vorhersagbarkeit. Wenn diese Menschen »Freiheit« sagen, denn meinen sie damit eine Freiheit, »tun zu können, was sie wollen«. Dabei übersehen sie freilich, dass sie nicht »wollen können, was sie wollen«.

Auch die Illusion der Willensfreiheit könnte sich bei einer Ausweitung der Kenntnisse leicht als eine Form des primitiven, animistischen Aberglaubens erweisen, durchaus vergleichbar mit der Dummheit eines Craps-Spielers, der vor dem Wurf mit den Würfeln spricht…

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keimform.de: Einige Thesen zur P2P-Gesellschaft
10/26/2008 02:33 AM

Weil Benni jetzt begonnen hat, auf Marcin Jakubowskis Arbeit hinzuweisen, der tatsächlich ein volles technologisches Programm für die Entwicklung einer P2P-Produktion auf materiellem Gebiet erstellt hat und auch in die Tat umsetzt, veröffentliche ich einige ins Unreine gedachte Gedanken, die anlässlich eines Briefwechsels mit Stefan Merten entstanden sind. Dies auch, weil meine relativ liberale Einstellung zu verschiedenen Dimensionen des “Herausarbeitens” aus der bürgerlichen Gesellschaft zu dem Missverständnis geführt hat, ich meinte mit etwas Lokalwährung und Sozialem Unternehmertum wäre alles in Butter (siehe Bergmann-Kritik). Es geht mir im wesentlichen um die Frage, was sind die Kernstrukturen und “Konstruktionsprinzipien” einer anderen Gesellschaft, wie wir sie von den Mustern der freien Softwareentwicklung her denken können.

  1. Eine Gesellschaft, in der wir in der materiellen Produktion auf ein ähnlich differenziertes Verfahrens- und Prozessschema kommen wie es in lebendigen Prozessen schon vorliegt (die übrigens ganz und gar “automatisch” oder eben gar nicht nicht funktionieren), emanzipiert sich zunehmend von der Arbeitszeit als Maßstab der Teilhabe am Reichtum. Das Leben selbst ist der “produktive Akt”, um den es geht, die Muße und die Bildung aller ist das wahre Maß des Reichtums. Der Ausschluss auch nur einiger von den Quellen der Inspiration und des Lernens wäre ein unerträglicher Skandal, wenngleich er durch die realen Begrenzungen der Produktion und des Reichtums vorkommen mag.
  2. Wesentlich für das Zustandekommen der Produktion und des Reichtums sind die Qualität der Konstruktion und die Kompatibilität der Produkte — soll heißen: Es ist ziemlich egal, ob die Leute direkt an der materiellen Produktion beteiligt sind, wenn gewährleistet ist, dass das insgesamt alle menschlichen Aktivitäten friktionsfrei funktionieren und die einfache und erweiterte Reproduktion der Gesellschaft in Abstimmung mit dem planetaren Reproduktionsprozess rauskommt. Darauf, und nicht auf die Erfüllung irgendwelcher Gerechtigkeitsvorstellungen, haben sich unsere Bemühungen zu richten. Und damit sowohl auf die Kompetenz als auch auf die Kreativität der Mitmachenden, und zwar von Anfang an.
  3. Automation ist unbeschränkt lohnend, die Arbeit an der Automatisierung eines Prozesses hat ein nahezu unendlich großes Resultat: einmal entdeckt funktioniert ein gut designter Prozess unter geeigneten Rahmenbedingungen ewig. Das impliziert aber, dass je mehr Prozesse automatisiert sind, der Zugang zu und die Kompatibilität untereinander der Prozesse zum wichtigsten Problem wird und nicht die Mühen der Produktion selbst. Einerseits wird es einfacher, andererseits komplizierter…. Da Gesellschaft nicht kybernetisch ist, aber in kybernetischen Modellen gedacht werden muss, entsteht laufend und immer wieder jede Menge Anpassungsbedarf. (StefanMn fügt hinzu: Wobei dieser letztlich aus dem Chaos der Natur, aber immer mehr auch aus der Dynamik menschlicher Kultur erwächst.)
  4. Stoffströme im Raum zu optimieren, geht über die kühnsten Leistungen kapitalistischer Logistik weit hinaus. Ein beständiger Wettstreit und wechselseitige Herausforderung zwischen dem verschwenderischen Luxus des Lebens und der steuernden Logik der Versorgung ist die Folge, und es ist niemals ein für allemal abgemacht, was gerade geht oder nicht. Es ist wahrscheinlich gerade dieses Wechselverhältnis, das uns zu Höchstleistungen anspornen könnte: Das, was Du Dir an Bedürfnissen leistest, das versuche auch einmal möglich zu machen! — Das ist, wenn man so will, der “moralische” Impetus eines “Kommunismus von unten”. Die Revolte findet nicht gegen die Produktion statt, sondern in ihr und durch sie. Wenn einige im Orbit wohnen wollen, dann müssen sie es eben möglich machen. Anderen genügen ihre Dörfer und Städte am Boden, und das was beide Seiten eint, ist der Versuch die Sache so zu gestalten, dass man sich erstens wenig stört aber zweitens möglichst viel voneinander hat.
  5. Eine P2P- oder GPL-Gesellschaft ist nichts anderes als “freie Assoziation der Produzenten”, also dieser Kommunismus von unten, der auf freiwilliger Kooperation und immer gewaltigeren Kreislaufschlüssen zwischen einander direkt unterstützenden Produktionssparten basiert. Der Evolutionsprozess dieser Kreisläufe ist ebensowenig vorherzusagen, wie die Evolution des Lebens, aber es liegt in der Natur der Sache, dass er sich in ganz verschiedenen Größenordnungen vollzieht. Kleinproduktion und Großproduktion bedingen einander.
  6. Damit ist auch schon gesagt, dass es im wesentlichen auf die Möglichkeit des “Herausarbeitens” und der “kooperativen Hyperzyklen” ankommt. Die Systemfrage stellt sich erst dann, wenn sie sich stellt, nicht wenn wir sie stellen.
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Feynsinn: Der Spiegel und sein "Blogger"
10/26/2008 12:57 AM

“SPIEGEL-ONLINE-Blogger Peter Ross Range” wird von SpOn stets “SPIEGEL-ONLINE-Blogger Peter Ross Range” genannt. Er darf unter dieser Flagge Artikel schreiben, die so etwas wie einen Header haben, ein nettes Bildchen mit dem Titel “The Lone Ranger”.
Was in Deutschland als pöbelnder Mob abgetan wird, ist im Kontext mit den US-Wahlen ein Aushängeschild: “Blogger”. Da wird allerdings herzlich wenig gebloggt. Es gibt, im Gegensatz zu anderen Artikeln bei SpOn, die man im Forum diskutieren kann, nicht einmal eine Kommentarfunktion.
Der Titel “Blogger” ist nicht anderes als ein Trojanisches Pferd. Einerseits eben Augenwischerei, Etikettenschwindel und ein parasitärer Gebrauch des Blogger-Ruchs, kann man so jemanden gern gehörten Unsinn verzapfen lassen, von dem der “Journalismus” nachher nichts mehr wissen muß. Peter Ross Range erklärt nämlich, warum Obama noch verlieren kann. Er scheint dies ebenso zu hoffen wie der Rest der Achse des Guten beim “Spiegel”. In 2004 hat er die Trommel für den Irak-Krieg gerührt, im vollen Bewußtsein der Lügen, die diesen ausgelöst haben. Statt “Massenvernichtungswaffen” waren ihm halt Saddams “Massengräber” die Rechtfertigung. Der Krieg gegen das Böse ist nämlich immer gut.
So einen kann man gut gebrauchen, wenn man sich eigentlich mit den Bush-Regime eingerichtet hatte - um nicht zu sagen: “angefreundet”. Andererseits ist es inzwischen zu peinlich, noch auf dieser Seite zu stehen, das mag selbst Broder zu einer gewissen Zurückhaltung zwingen.
Einen amerikanischen “Blogger” auszuleihen, dem von Kommentatoren der Hintern versohlt würde, ließe man die Leute nur kommentieren, ist also eine probate Lösung. Das Dumme ist nur, daß es echte Blogger gibt, und die wissen: Peter Ross-Range ist für die Dauer seines Engagements für SpOn ein SpOn-Journalist. Mit diesem Titel wird er sich zukünftig allerdings kaum bewerben wollen.

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Ewald Proll: Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt
10/26/2008 12:50 AM

Sagt die Gesundheitsministerin, die dieses Gesundheitssystem zu verantworten hat. Kann ich verstehen. Sie müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, würde sie als Verantwortliche etwas anderes behaupten. Dann müsste sie abdanken. Aber das will sie nicht, und ich will das auch nicht. Wer weiß, wer nach ihr käme.

Frau Schmidt will nicht über Rationierung diskutieren. Sie behauptet einfach irgend etwas und möchte lieber an der Effizienz des Systems arbeiten.

Aus durchsichtigen Gründen möchte sie nicht, dass die Verantwortung für das Gesundheitssystem bei der Politik abgeladen wird: man könnte sie nämlich bei den Eiern packen. (Symbolisch, versteht sich.)

Mancher Arzt und mancher Patient hingegen erlebt die - aus politischer Perspektive nicht existente - Rationierung ganz real.

" Medizinische Leistungen würden bereits jetzt wegen Unterfinanzierung versteckt rationiert" sagt Kuno Winn vom Hartmannbund. Ärzte werden bis zum Burn-Out traumatisiert und verfallen dem Suff, gehen ins Ausland oder bringen sich einfach um, so "Ärztepräsident" Hoppe.

Gesundheitsökonom Wasem widerspricht der Ministerin sogar ganz fundamental:

" Ohne jegliche Rationierung wäre überhaupt kein Gesundheitswesen denkbar." Weil im Gesundheitswesen keine reine Marktwirtschaft möglich sei, blieben nur zwei Möglichkeiten: "explizite Rationierung, indem die Gesellschaft nützliche Leistungen aus dem Katalog der GKV herausnehme. Oder implizite Rationierung, bei der ökonomische Anreize die Leistungserbringer zu einer Auswahl bewegten. Wir können nicht ganz auf die implizite Rationierung verzichten."

Das wiederum entfremdet den Leistungserbringer seinem Beruf.

Und wer ist dafür verantwortlich? Wer legt die Rahmenbedingungen fest? Wer koppelt die Finanzierung des Gesundheitswesens an die Lohnnebenkosten? Wer quetscht die "Leistungserbringer" aus wie Zitronen?

Genau. Sie werden also noch von uns hören, Frau Schmidt! Rechtzeitig zum Bundestagswahlkampf.

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