Wednesday, February 25, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-28

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-28


Linke Zeitung: Iran eröffnet Marinebasis in der Straße von Hormuz
10/28/2008 11:52 PM
Der iranische Marinechef Habibollah Sayyari erklärte im Staatsrundfunk, dass die Errichtung der neuen Marinebasis das Ziel verfolge, feindlichen U-Booten die Passage in den persischen Golf zu verwehren.„Wenn nötig können wir jeden Feind daran hindern, die strategische Region Persischer Golf zu betreten“ sagte Sayyari. Die Basis werde benötigt angesichts der massiven Präsenz ausländischer Marineeinheiten in der Region und der offen erklärten Absicht Israels einen - auch nuklearen - Militärschlag gegen Iran auszuführen. Als Antwort auf einen solchen israelischen oder amerikanischen Angriff hatte Iran bereits mehrfach angekündigt, es werde dann die Straße von Hormus schließen, durch die 40 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt wird.Das religiöse Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei hatte bereits im letzten Monat die Revolutionären Garden aufgerufen, den Golf bei einem möglichen Angriff der USA oder Israels zu verteidigen. Die Erklärung erfolgte nach der Verlautbarung der Atomenergieagentur, Iran verweigere die Beantwortung von Fragen hinsichtlich der Entwicklung von Atomwaffen und bestehe auf der weiteren Anreicherung von Uran. Zwar halten die meisten politischen Beobachter angesichts der bevorstehenden US-Wahlen, dem desaströsen Zustand der israelischen Regierung und der Finanzkrise es für eher unwahrscheinlich, dass es noch vor den Wahlen zu einem Angriff auf den Iran kommt, doch besteht die Möglichkeit, dass ein neuer Anschlag in den USA oder Israel einen solcher Angriff noch vor den Wahlen provozieren könnte um damit McCain zum neuen Präsidenten zu befördern. Die Konzentration von mehreren Flugzeugträgerverbänden der NATO in der Region ermöglicht jederzeit einen massiven Luftschlag gegen den Iran.[Link] [Cache]
Radio Utopie: Asien und Arabien sollen einen IWF-Bail Out für den Westen bezahlen
10/28/2008 11:38 PM

Der Plünderungsfeldzug des "westlichen" Kapitalismus nimmt groteske Züge an: jetzt kommen korrupte Staatsdarsteller globalisierter Banken aus der EU und den USA an und verlangen allen Ernstes die Devisenreserven der arabischen und asiatischen Staaten für ein "Rettungspaket" ("Bail Out") des Internationalen Währungsfonds (IWF), um damit ihr kaputtes, kriegführendes Imperium und sein Finanzsystem zu sanieren.

IWF-Vizedirektor John Lipsky, der britische Premierminister Gordon Brown, der französische Präsident Nicolas Sarkozy, sie äusserten heute unisono die gleiche "Besorgnis":

dem IWF, dem sogenannten "Internationalen Währungsfond", dieser von den USA mit Vetorecht ("Sperrminorität") für sich selbst versehenen Institution welche "Entwicklungsländer" jahrzehntelang brutal zu einem rücksichtslosen Ausverkauf ihrer Interessen, Rohstoffe, Infrastruktur und sozialen Sicherungssysteme erpresste, dieser Institution der US-Hegemonie und Industriestaaten könne demnächst "das Geld ausgehen".

Brown, heisst es nun, fordere


"China und die Golfstaaten auf, dem Fonds einen Teil ihrer riesigen Devisenreserven zur Verfügung zu stellen. Er werde das Thema in den kommenden Tagen mit den Golfstaaten und China besprechen"


Der IWF will nun nach eigenen Angaben Island 2.1 Milliarden Dollar und der Ukraine 16.5 Milliarden Dollar für ihre globalisierten kaputten Banken "leihen", wie es heisst.

Die Atommacht Pakistan, auf deren Territorium die NATO Krieg führt und deren Soldaten und Zivilisten sie dabei zu Dutzenden bereits getötet hat, will 5 Milliarden Dollar.
Heute stand, absurder geht es nicht, der deutsche Aussenminister Frank Steinmeier in Islamabad. Er hoffe, so hiess es dann in den "Medien" des "Westens"


"dass der Internationale Währungsfonds (IWF) schnell über Finanzhilfen entscheide, sagte Steinmeier in Islamabad nach Gesprächen mit Präsident Asif Ali Zardari und Außenminister Shah Mahmood Qureshi. Zudem sagte er eine Erhöhung der deutschen Mittel für Entwicklungsprojekte zu.
Er hoffe, dass die Entscheidung über die IWF-Finanzhilfen schnell zustande komme, "nicht in sechs Monaten oder in sechs Wochen, sondern in sechs Tagen", sagte Steinmeier."


Ach. Da kann es dann auf einmal schnell gehen.

Alles konzentriert sich nun auf den sogenannten "Weltfinanzgipfel" der 20 wirtschaftlich stärksten Länder am 15.November in New York, in dessen Vorfeld bereits mehrere Treffen stattfinden, u.a. am 4.November in New York, im Schatten der US-Präsidentschafts- und Kongresswahlen.

Dort werden die herrschenden Eliten des US-Imperiums (sowie deren Pendants aus der EU) nun versuchen erstens irgendwelche Dummen zu finden die weiter an sie Tribut zahlen indem sie deren wertlosen Papiere kaufen und zweitens den eigenen Untertanen und der Weltöffentlichkeit weiter irgendwelche Lügen anzudrehen damit die herrschende Großbourgeoisie weiter das Volk ausplündern und in der angekündigten "Neuen Weltordnung" an der Macht bleiben kann.

Nun - vor kurzem erreichte mich eine email. Sie enthielt nur einen Link und die Titelzeile:

SO WAR ES EIGENTLICH GEPLANT








09.10.08 Gipfel in Washington: G20 sollen G7 ersetzen
Das Weltkapital sucht nach neuen Teilhabern, um weiter eine Weltpolitik zu verhindern

07.10.08 Der finanzielle Reichstagsbrand: Chronologie eines kalten Staatsstreichs durch eine inszenierte Krise
Der Paulson Plan des US-Finanzministers soll die globalisierten Banken zu staatlichen Institutionen machen und eine Neue Weltordnung installieren. Funktionieren kann dies nur, wenn der Systemwechsel zu Diktatur und Staatskapitalismus auch in Deutschland erzwungen werden kann.

[Link] [Cache]
politplatschquatsch: So wird das Geld hergestellt
10/28/2008 10:51 PM
Volkswagen ist wegen der exorbitanten Kursausschläge das wertvollste Unternehmen der Welt, heißt es derzeit überall. Knappe 300 Milliarden waren die Aktien des Wolfsburger Autobauers heute Vormittag wert - aber wie es dazu kommt, wo das ganze plötzlich entsteht, das wird eigentlich selten erklärt.

Dabei ist sehr einfach nachzuvollziehen, wie das Geld entsteht, das dann ein paar Tage später als "Investoren verlieren Milliarden"-Schlagzeile seinen zweiten Auftritt hat. Heute morgen zwischen acht Uhr und kurz vor zehn Uhr zum Beispiel gingen exakt 4799 VW-Aktien zu Mond-, Mars- und Venus-Preisen zwischen Verkäufern und Käufern hin- und her.

Bewegt wurden im Gegenzug dazu genau 3.261943 Euro und, nicht zu vergessen, 16 Cent.

Der Effekt ist das Tolle: Erschaffen wurde mit Hilfe dieser klitzekleinen Transaktion ein Vielfaches an Wert: Weil die Kurse, zu denen die Mini-Mengen gehandelt wurden, bis auf knapp 1000 Euro stiegen, verdoppelte sich der rechnerische Wert des gesamten Unternehmens Volkswagen von 153 Milliarden Euro auf beinahe 300 Milliarden Euro.

Jeder einzelne der für Börsenverhältnisse läppischen dreikommazwei Millionen Euro, die tatsächlich bewegt wurden, erschuf so 50.000 neue Euro virtuellen VW-Wert, in jeder Minute der zwei Stunden, in denen das passierte, entstanden 1,25 Milliarden Euro neu. Die morgen oder übermorgen oder nächste Woche wieder verschwunden sein werden.[Link] [Cache]
Kreuzberg: Aufwertung ohne Fast-Food
10/28/2008 10:50 PM

Dass Mietsteigerungen und Aufwertungen auch um Kreuzberg keinen Bogen machen, wurde hier im gentrification blog schon an der einen oder anderen Stelle beschrieben: steigende Mietpreise im Reichenberger Kiez, Car Loft und Zwangsversteigerungen bestimmten die Schlagzeilen auf Webseiten und linken Postillen. Ganz anders die Berichterstattung der Mainstreampresse. Die Welt hat den Kiezkampf für sich entdeckt, doch Mieten und Investitionen spielen dabei keine Rolle. Statt dessen geht um Hassattacken gegen US-Fastfood-Ketten. Im dem Medium üblichen Alarmismus wird eine eingeschlagene Scheibe und eine gesprühte Parole am neuen Sandwichladen der Subway-Kette zur Schlagzeile “Extremisten zertrümmern Existenz eines Kleinunternehmers in Kreuzberg” hochgepusht. Andere sprechen sogar von Terror in Kreuzberg und

hoffen, daß sich die Tendenz zur Aufwertung (Gentrification) dieses Bezirks fortsetzt und der Terror gegen Gastronomen nur das letzte Aufbäumen der linksradikalen Szene darstellt.

Die Welt stellt die Proteste gegen die das Subway an der Schlesischen Straße in eine Reihe mit der früheren Aufregung um die Eröffnung einer McDonald’s-Filiale in Kreuzberg:

Seit Mai hat es laut Polizei keine Anschläge mehr auf die McDonald’s-Filiale gegeben. Die letzte Pressemitteilung von der Initiative “McWiderstand” ist mehr als ein Jahr alt. Dafür fliegen die Steine jetzt wenige Ecken weiter. Anfang August eröffnete an der Schlesischen Straße ein Sandwichladen der US-Kette Subway. Der Laden sieht schon ziemlich ramponiert aus. Die Schaufensterscheiben sind zersplittert und werden von Klebeband zusammengehalten, die Hauswand ist mit Farbe beschmiert und über das Logo Subway hat jemand “Suckway” gesprüht.

Soweit die antiamerikanischen Hassattacken… Doch wirklich existenzbedrohend für den Franchise-Nehmer von Subway hingegen scheint vor allem die ausbleibende Kundschaft zu sein. Christoph Villinger schreibt in der Jungle World:

Selbst an einem Donnerstagabend ist sein Laden gähnend leer, während sich an den Döner-Buden direkt am Schlesischen Tor lange Schlangen bilden. Dort bekommt man »Super-Döner« für zwei Euro, während man bei Subway für ein Sandwich mit einem so beeindrucken­den Namen wie »Chicken Teriyaki« mindestens vier Euro hinblättern muss.

Die Kreuzberger scheinen es auch nicht zu schät­zen zu wissen, dass sie sich auf einem der mit rotem und grünem Kunstleder überzogenen Stüh­le und mit einem Sandwich der Kette so fühlen dürfen wie an 30 000 anderen Orten auf der Welt. Ob in Berlin, Gelsenkirchen, Barcelona oder Ohio, in Afghanistan, Bolivien oder auf den Cayman Islands – Subway rühmt sich, seit 2001 die Einrichtung aller Restaurants im einheitlichen so genannten Toskana-Stil zu halten. Und weltweit werden die gleichen Sandwiches angeboten.

Ein Portal des Gastgewerbes titelt in der Rubrik Gastgewerbe Gedankensplitter sogar: Terror in Kreuzberg. Die Gastronomen lesen ganz offensichtlich nicht nur die “linksradikale” Jungle World, sondern auch den gentrificationblog: Im eintrag heisst es:

Jungle World ist eine linksradikale Wochenzeitung aus Berlin, in der gelegentlich aber auch Autoren zu Wort kommen, die vermeintlich linke Positionen räumen. Mehr über die Geschichte dieser Zeitung im Wikipedia-Artikel “Jungle World”. Wenn man sich über Gewerkschaftskampagnen gegen Kollegen aus dem Gastgewerbe informieren will, ist “Jungle World” eine vorzügliche, wenn auch einseitige Quelle.

In der Ausgabe vom 23. Oktober 2008 wird von Christoph Villinger gegen den Franchisegeber Subway polemisiert: “Wie ein Sandwich dem anderen”. Berichtet wird über den jungen Berliner Franchisenehmer und Existenzgründer David B. in Berlin-Kreuzberg, der zur Zeit terrorisiert wird. Statt den Existenzgründer zu loben, der auf eigenes Risiko versucht, Arbeitsplätze zu schaffen, nur billige Polemik (…)
Aber was kann man in einem Bezirk, in dem der Anwalt der RAF Hans-Jürgen Ströbele zum Direktkandidaten gewählt worden ist, und ein großer Teil der Bevölkerung in den Tag hinein lebt und sich vom Staat durchfüttern läßt, anderes erwarten? Bleibt zu hoffen, daß sich die Tendenz zur Aufwertung (Gentrification) dieses Bezirks fortsetzt und der Terror gegen Gastronomen nur das letzte Aufbäumen der linksradikalen Szene darstellt. Diese “Yuppisierung” wird in Kreuzberg teils aber auch kritisch beäugt, etwa vom Gentrification Blog.


[Link] [Cache]
Kritik und Kunst: INSM zur Finanzkrise
10/28/2008 10:49 PM

Endlich äussert sich die INSM, genauer, Michael Hüther, zur Finanzkrise. Der Schock scheint vorbei, der Neoliberalismus versucht jetzt, Gegenspiel zu gewinnen. Angriff ist dabei offenbar die beste Verteidigung. Schon Sinns bekanntlich aus anderen Gründen verunfalltes Interview versuchte ja, Verantwortung zu delegieren - ans systemimmanente Nirwana. Hüther geht, wie wir sehen werden, ganz ähnlich vor. Damit setzt sich das schwarze Peter Spiel also fort. Schauen wir uns seine Argumente ganz ruhig an.

Zunächst: Seine Entwarnung zu Beginn des Interviews kann man - leider - nicht Ernst nehmen. Wie immer in den letzten Wochen: das Interview ist vom 23.10., also längst von den Ereignissen überholt. Es stehen jetzt 2,8 Billiarden im Raum - dabei wird es kaum bleiben -, Bänder stehen still, die sog. Realwirtschaft wird schneller und wuchtiger mit den Ereignissen konfrontiert als vor kurzem noch gedacht. Das Schlimmste muss befürchtet werden. Denn wie 1929 paart sich ein (zyklisch zu interpretierender?) Abschwung mit dem gewaltigen Platzen einer Spekulationsblase: Sogar ich als Laie weiß, wie teuflisch eine solche Situation ist.

Die entscheidenden Argumente kommen im zweiten Teil des Interviews. Ich zitiere:

Frage: Aber hat der Markt nicht dramatisch versagt? Und haben nicht Sie als angebotsorientierter Ökonom stets weniger Staat und mehr Markt gefordert?
Hüther: Ich bleibe dabei, dass Markt die besten Wachstumsperspektiven bietet. Der Staat kann keinen Marktersatz bieten. Er muss allerdings einen funktionierenden Ordnungsrahmen setzen, in dem sich die Markt-Akteure bewegen, damit ein freier und gleichzeitig fairer Wettbewerb, wie ihn Ludwig Erhard in seinem Konzept der Sozialen Marktwirtschaft gefordert hat, möglich wird und bleibt. Eine nähere Betrachtung der Krisenursachen in den USA zeigt, was ich damit meine. Dort haben Investmentbanken mit Papieren gehandelt, deren Werthaltigkeit selbst Fachleute nicht mehr einwandfrei beurteilen konnten. Diese Blase ist nun geplatzt. Dass es soweit kommen konnte, ist letztlich auf Staatsversagen zurückzuführen.

Das ist der Kern seines Arguments, und es ist zT verquer, zT einfach nur hoffnungslos falsch. Wir werden gleich sehen, warum. Seine Argumente kommen in der nächsten Antwort, aber auch diese Passage enthält bereits einige Legenden, mit denen wir derzeit systematisch versorgt werden. Zunächst: "deren Werthaltigkeit selbst Fachleute nicht mehr einwandfrei beurteilen konnten", die stärkere Alternative lautet: Die wussten selber zum Teil nicht mehr, was sie da handeln. Diese Behauptung - eine offenkundige Schutzbehauptung - wird durch Wagenhofers genaue Beobachtung gründlich widerlegt. Natürlich wussten die, was sie taten, und sie wussten auch, dass die Blase irgendwann platzt. Max Ottes Buch "Der Crash kommt" stammt von 2006. Albrecht Müller sprach immer wieder vom Schneeballsystem. Gute Güte, selbst mir, kaum kompetent, war im Januar klar: Tulpenwahn... Dieses Anonymisieren von Verantwortung ist eine der großen Geschichten, an denen gerade geschrieben wird: Niemand sei verantwortlich, man sei einfach so reingerasselt.

Diese wohlfeile Legende ist unwahr: Die Spieler haben weitergemacht bis zum Abwinken. Hüther, und es geht jetzt nicht um Hüther-Bashing sondern darum, die Tatsachen sachlich darzutun, hat übrigens noch Ende März Entwarnung gegeben - als bereits jedem klar war, wie tief die Krise geht. Hüthers letzter Satz in der zitierten Passage ist ansonsten zur Abwechslung mal goldrichtig, wie wir sehen werden - nur in einem ganz anderen Sinn, als er sich das wohl wünscht.

Schauen wir uns die nächste Passage an. Ich werde sie stufenweise zitieren.

Frage: Wie ist das passiert?
Hüther: In den Vereinigten Staaten trifft den Staat an verschiedenen Stellen der Problemkette als Akteur und gleichermaßen als Regulator maßgeblich Verantwortung. Durch massive Eingriffe hat der amerikanische Staat Hypotheken subventioniert und im Zusammenwirken mit den Hypothekenrefinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac durch zu niedrige Zinsen zu einem leichtfertigen Umgang mit unzureichend gedeckten Immobilien-Darlehen verleitet. Zahlreiche Kreditnehmer wurden durch staatliche Subventionierung dazu gebracht, Immobilien zu kaufen, obwohl sie sich das eigentlich gar nicht leisten konnten, sondern eigentlich nur in der Lage waren, die damals noch niedrigen Zinsen zu zahlen.

Bis hierhin okay, wenn er auch die US-Auslandsverschuldung, die Kriegskosten, die Kreditkarten- und die Autokreditschulden übersieht.

Als die US-Notenbank in den Jahren 2005 und 2006 die Leitzinsen erhöhte, konnten immer mehr Hauskäufer diese Kredite nicht mehr bedienen. Die Banken haben dann Pakete dieser faulen Kredite verbrieft und gebündelt verkauft.

Na gut.

So haben sich diese notleidenden Hypotheken durchs Finanzsystem geschleust, statt nur die Bilanz des ursprünglichen Kreditgebers zu belasten. Da wurde die Finanzwelt misstrauisch und hat endlich gemerkt, dass in diesen verbrieften Krediten unwägbare Risiken stecken.

Haben Sie es bemerkt? Da ist die entscheidene Perfidie in Hüthers Argumentation. Die notleidenden Kredite haben sich durchs Finanzsystem geschleust... Ich bin kein VWLer. Aber von analytischer Handlungstheorie verstehe ich ein bißchen was; im übrigen ist das gar nicht vonnöten, um festzuhalten, dass Kredite keine Handlungssubjekte sind und keine sein können. Sie wurden natürlich von den im Finanzmarkt agierenden realen und benennbaren Personen "durchs Finanzsystem geschleust". Diese Personen wurden dann auch mitnichten "misstrauisch", sondern wussten, ich verweise nochmals auf Wagenhofer, natürlich von vorneherein, was sie da anrichteten. Die Krise ist nicht da, weil ein paar Hypotheken faul waren. Die Krise ist da, weil mit diesen Hypotheken gezockt werden durfte bis zum Abwinken, da die Agierenden wußten: Im Fall des Fallissements werden andere das verdrießliche Geschäft des Bezahlens übernehmen. Man konnte also nicht verlieren, nur gewinnen. So verstanden ist Hüthers Vorwurf an den Staat sogar völlig korrekt: Es waren diverse Bundesregierungen, die diesen "innovativen neuen Finanzprodukten" immer massiver den gesetzlichen Weg ebneten. Ich fürchte aber, Hüther hat seine Staatskritik etwas anders gemeint.

Ich bemühe mich, sachlich zu schreiben. Aber ich finde Hüthers Argumentation einfach niederträchtig, tut mir leid. Wir haben es hier mit einer hinterhältigen Abwiegelungsstrategie zu tun, und das darf man Hüther (und übrigens auch Sinn, der sich in seinem inzwischen berüchtigten Interview ja ganz ähnlich - "systemisch, anonym" - äusserte) einfach nicht durchgehen lassen.

Dass wir uns hier bitte Recht verstehen. Es greift, dabei bleibe ich, zu kurz, jetzt nur auf die bösen Zocker zu schimpfen. Da haben alle mitgetan, der Staat - richtig, aber eben, indem er deregulierte! -, der Mittelstand, der die sog. Reformen innerlich unterstützte, solange es scheinbar nur die Arbeitslosen traf, auch (mein kleines Spezialthema ;-) ) der Kulturbetrieb, der den postmodernen Pausenclown und Spaßwichtel fürs Ganze abgab und jedes politische und soziale Engagement als political-correctness-Neurose denunzierte. Alle haben mitgetan, alle Vögel alle. Aber natürlich muss man über die Verantwortung, auch die besondere Verantwortung der Finanzwelt und der Politik reden. Sie hatten schlicht die Macht.

Im nächsten Absatz haut sich Hüther dann ein richtig feines Eigentor ins Netz. Voll in den Winkel:

Zudem hat das seit 1933 staatlich regulierte Trennbankensystem falsche Anreize gesetzt, bestimmte Geschäftsmodelle - das Investment-Banking - zu überdehnen. Konkret: Der Staat hat in den Vereinigten Staaten zugelassen, dass Investmentbanken ohne Kontrolle der US-Bankenaufsicht mit geringsten Kernkapitalquoten von gerade mal 4 Prozent Luftgeschäfte betreiben konnten. Sie waren dadurch in der Lage, ihren Aktionären überdurchschnittlich hohe Renditen ausschütten zu können. Private Geschäftsbanken dürfen unter solchen Bedingungen gar nicht arbeiten, weil sie der Bankaufsicht unterliegen. Betreiber solider, mit ausreichendem Eigenkapital unterfütterter, Geschäfte wurden extrem benachteiligt. Ich fordere hier nicht mehr Staat, sondern eine Nachjustierung des staatlichen Ordnungsrahmens auf internationaler Ebene, um solche durch den Staat angetriebenen Verzerrungen und Fehlentwicklungen am Markt künftig zu verhindern und stattdessen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Nichts, definitiv nichts anderes hat der böse Mann aus Saarbrücken jahrelang gefordert. Will Hüther bestreiten, will Sinn bestreiten, dass es nicht zuletzt sie selber waren, die jeder Forderung nach Regulierung die Kommunisten-Schandtüte aufpappten? Sinn suggeriert jetzt, er habe schon immer gewusst, schon immer gewarnt. Mag sein, dass irgendwo auf Seite sowieso in einem der Bücher von "Deutschlands bestem Ökonom" ein paar Relativsätze stehen. Aber als Franz Müntefering im Sommer 2005 die Heuschreckendebatte eröffnete (und jetzt lassen wir mal bitte außer Acht, dass die Metapher nicht glücklich war, Müntefering wohl sowieso nur Wahlkampf treiben wollte: Die Debatte war immerhin da!), da wäre es Sinns und Hüthers Aufgabe gewesen, mit Hilfe ihrer Fachkompetenz klarzustellen: da ist was dran, wir müssen aufpassen, da wächst etwas sehr Ungutes heran, Vorsicht, Vorsicht! Genau das aber haben sie nicht getan. Im Gegenteil: Hans Werner Sinn hat Müntefering noch hinterhergehöhnt, er könne sich genauso gut über das Wetter beschweren...Und Hüther fand, der Markt solle die Risikosteuerung betreiben. Heute zu suggerieren, es immer schon gewusst zu haben...ich erlaube mir, das schäbig zu finden.

Der Rest bei Hüther ist Theologie, Glaubeliebehoffnung. Ein bißchen Geschimpfe auf die "Glücksritter" (Sinn) - was sich bei ihm wie bei Sinn übrigens mit dem Versuch, Verantwortung zu anonymisieren, etwas beißt. Hüther weiß oder sollte wissen: Immer schon wurden Risiken externalisiert, Gewinne an Land gezogen. Anders kann dieses System nicht funktionieren - das zu erkennen muss man kein Marxist sein. Hüther, und ich nehme es ihm ab, sucht nach Mechanismen, Risiko denn auch wirklich dem Risikoverursacher zu überantworten. Wie aber soll das gehen im Kapitalismus, wenn ich dem Markt die Regulierung überlasse? Sanktionsmacht hat nunmal nur der Staat. Der aber ist derzeit mit bail-outs beschäftigt...

Es gibt ein Menschenrecht auf Irrtum. Niemand will Sinn oder Hüther hinter Gittern sehen (wofür auch?). Ich bin selbstverständlich ferner gegen härene Büßerhemdchen oder Diskurspranger - soviel Nietzsche ist auch in mir. Aber im Gegensatz zu Frank Schirrmacher, der wenigstens jetzt ruhig und ohne Selbstentwürdigung den Ruin des postmodern/neoliberalen Zeitalters konstatiert, sitzen die beiden trotzig da, und spielen ihre Rolle als die deutschen Irving Fishers konsequent zu Ende. Wozu noch? Nachgeradezu unfassbar ist es, dass sie jetzt weiter brüningen und hoovern wollen. Die sog. Reformen müssen weitergehen? Sind die noch bei Trost? Ich kann das gar nicht glauben... Die Krise ist da. Sie wird schlimmer werden als gedacht. Die beiden sollten in sich gehen und sich befragen, ob sie Schirrmachers Schritt nicht doch mit tun wollen.

Solange sie jedoch nicht dazu lernen, möchte ich nicht, dass sie - beauftragt oder informell - als Berater der Bundesregierung tätig werden. Mit Respekt: Aber die geistigen Pleitiers von gestern sind keine gute Wahl, wenn es gilt, den Insolvenzverwalter des Neoliberalismus zu bestimmen.

PS: Die - ich ergänze: soziale - Marktwirtschaft wurde, im Gegensatz zu den Suggestionen des Interviews, nicht von Lafontaine angegriffen. Die soziale Marktwirtschaft wurde von Sinn, Hüther, der INSM und auch vom Interviewer Carsten Seim in Frage gestellt. Lafontaine, der gefährlichste Mann Europas, wollte sie bewahren...

[Link] [Cache]
Finanzkrise: Der Schaden beträgt 2,8 Billionen US-Dollar
10/28/2008 10:33 PM

Der vorläufige Schaden, den die gierigen Spekulanten angerichtet haben, beträgt 2,8 Billionen US-Dollar, schreibt die Links Zeitung:

London (LiZ). Zug um Zug wird das Ausmaß der Finanzkrise und der durch ungehemmte Spekulation entstandene Schaden für die Weltwirtschaft sichtbar: Allein die britische Notenbank hat jetzt nach Medienberichten einen weltweiten Schaden von 2,8 Billionen US-Dollar prognostiziert. Die Summe übertrifft die jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um das Doppelte. Der IWF hatte Anfang Oktober Verluste in der Finanzbranche im globalen Maßstab von 1,4 Billionen Dollar vorhergesagt.

Das tatsächliche Ausmaß des Schadens wird man wohl erst nach Jahren beziffern können und der dürfte dann wohl noch um einiges höher ausfallen.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

[Link] [Cache]
SaarBreaker: Nein, hier geht's nicht um Sex!
10/28/2008 10:33 PM

Auf SaarBreaker gibt sich derzeit jemand wirklich alle Mühe, Euch per Kommentar mitzuteilen, dass es in den weiten des Internets so etwas wie “versaute” Sites gibt, wo man kostenlos zuschauen kann. Nachdem es hier aber um andere Themen geht - nein, hier geht's nicht um Sex – werden all diese Kommentare gefiltert und gelöscht.

Manche können es einfach nicht lassen!


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

[Link] [Cache]
Die Kuchentester: Einführungskurs Finanzkrise
10/28/2008 10:17 PM
Ihr wollt bei dem ganzen Buchstabensalat mitreden? Was ist ein CDO, ein CDS? Ihr wollt wissen, was schief gelaufen ist?

Paddy Hirsch erklärt anscheinlich und gibt Antworten:

CDO (6 min)


Crisis explainer: Uncorking CDOs from Marketplace on Vimeo.

CDS (10min)


Untangling credit default swaps from Marketplace on Vimeo.



credit crisis


The credit crisis as Antarctic expedition from Marketplace on Vimeo.


short selling


Getting naked in short selling from Marketplace on Vimeo.[Link] [Cache]
Linke Zeitung: Hiobsbotschaften aus der europäischen Autoindustrie
10/28/2008 09:52 PM
Während die Börsenkurse der DAX-Konzerne am gestrigen Freitag dramatisch einbrachen, kündigten Autokonzerne einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen und Sparmaßnahmen an. Medienberichten zufolge plant der VW-Konzern bis zu 25.000 Stellen von Leiharbeitern und extern Beschäftigten abzubauen. Die Wolfsburger Geschäftsleitung dementierte zwar, dass bereits Entscheidungen getroffen seien, bestätigte aber, dass an einem Krisenprogramm gearbeitet werde. Die Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitierte VW-Chef Martin Winterkorn mit den Worten: Wir kommen um harte Einschnitte nicht herum. Vor 500 Führungskräften am Stammsitz Wolfsburg sagte Winterkorn: So schlecht und unsicher waren die Aussichten schon lange nicht mehr. Um den Auswirkungen der Krise und dem sinkenden Absatz zu begegnen, müssten sofort Sonderschichten zurückgefahren und überschüssige Kapazitäten abgebaut werden. Während der VW-Bertriebsrat bemüht war zu beschwichtigen und die Presseberichte als Panikmache und völligen Quatsch abtat, erklärte der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer, er halte den Abbau von 25.000 Leiharbeiter für nicht unrealistisch . Wenn wir ins nächste Jahr reingehen, werden wir mit diesen Zahlen rechnen müssen , sagte Dudenhöfer im Radiosender NDR-Info. Die Autobranche sei stark von der Finanzmarktkrise betroffen. [Link] [Cache]
Gerd-Lothar: Konservativ, rechts — und ängstlich
10/28/2008 09:52 PM

Intuitiv habe ich es schon immer gewußt, aber es ist auch wissenschaftlich erforscht: Das rechte und konservative politische Spektrum (in Deutschland CDU/CSU und teilweise FDP, in den USA die Republikaner) ist eher ein psychologisches Phänomen, als daß die dort herrschenden Grundüberzeugungen irgendwelchen ausgewogenen sachlichen Einsichten entstammen. Konservativismus ist meistens deshalb grundsätzlich rückwärtsgewandt, auf Sicherheit, Besitzwahrung und starre Moralvorstellungen fixiert, weil er das Leben als bedrohliches Chaos empfindet. All das Sachliche, das dieser Orientierung aufgepfropft wird, ist nichts als intellektuelle Fassade — für sich und für andere. Man kann sich dann vormachen, man sei allen Optionen gegenüber aufgeschlossen. Aber genau das sind diese Menschen nicht. Sie haben einfach Angst vor dem Leben, und deshalb brauchen sie etwas, woran sie sich festhalten können, und sei es nur in ihrer Einbildung.

Mit den ebenfalls rechten und konservativen kirchlichen Ideologien (siehe Pseudoreligionen wie Katholizismus oder Protestantismus) verhält es sich genau identisch. Sieht man den Zusammenhang erst einmal klar, dann durchschaut man das ganze auf einen Blick.

Und so spielt sich im Grunde ständig dieser eine Kampf ab zwischen Vergangenheit einerseits und Aktualität des Jetzt andererseits, zwischen kindhaftem Geborgenheitswunsch, Tendenz zur Gläubigkeit einerseits und Vorstoßen ins Unbekannte, Wagen des Neuen und Denken in bislang ungeahnten Dimensionen andererseits. Beide Seiten sind immer vorhanden, und meistens balancieren sie sich in der Öffentlichkeit ziemlich genau aus.

Noch einmal: Das, was hier wirklich frappant und in seiner Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist, das ist die Tatsache, daß die meisten Menschen diesen einfachen Grundgegebenheiten ganze Weltanschauungen und Philosophien überstülpen, die sich dann z.T. auch noch über Jahrhunderte oder sogar über Jahrtausende am Leben erhalten. Es gibt nichts, was mehr Selbstbetrug sein könnte als dieses kaschierende Überstülpen einer scheinintellektuellen, vergeistigten und kulturell verbrämten Fassade. Dahinter steckt einfach nur das kleine, zitternde, fühlende und hoffende Menschentier in seiner ganzen Hilflosigkeit und Schwäche. Aber es wäre ja so “schrecklich”, das sich und allen anderen gegenüber offen zuzugeben!

[Link] [Cache]
OSTBLOG: Die Lehren des Rosenbergprozesses
10/28/2008 09:13 PM

Von Michael Meeropol und Robert Meeropol.
----
Vorbemerkung des Übersetzers: Am 11. September 2008 wurden eine Reihe von Dokumenten zum Prozeß gegen Ethel und Julius Rosenberg auf der Internetseite des unabhängigen National Security Archive erstmals veröffentlicht. (http://www.gwu.edu/~nsarchiv/news/20080911/index.htm) Zugleich erschien in der New York Times ein Artikel mit überraschenden Aussagen von Morton Sobell, einem Verteidiger der Rosenbergs. Auf die daran anknüpfende Diskussion reagierten die beiden Söhne der Rosenbergs, Michael und Robert Meeropol, mit eigenen Stellungnahmen. Der folgenden Text antwortet auf einen Kommentar von Ronald Radosh in der Los Angeles Times vom 17. September. Er erschien in der LA Times am 5. Oktober 2008. Inzwischen sind auf der Website nsarchive.org weitere Dokumente zum Prozeß veröffentlicht worden.
----

[Link] [Cache]
Neues aus Rorkvell: Alternative Stile
10/28/2008 09:13 PM

Alternative Stile sind eine schöne Sache. Sie sind vor Allem dazu gedacht, benutzern, die mit dem voreingestellten Stil irgend ein Problem haben, eine ansehbare Alternative zu bieten. Aber man kann diese alternativen Stile natürlich auch einfach so als Spielerei einsetzen.

So als Spielerei hat das beispielsweise Ralph Segert in seinem Blog gemacht. Ein sinnvoller und willkommener Service. Das dunkle Lyout hat gegenüber dem hellen keine Vorteile bezüglich Zugänglichkeit oder Usability. Aber es sieht eben anders aus, und wem es dunkel besser gefällt, wählt eben das dunkle Design.

Bei diesem Agebot ist Ralph Segert wohl auf die gleichen Probleme gestoßen wie ich auch. Nur zur Erinnerung: Rorkvell bietet ebenfalls alternative Stile, und das schon seit Langem. Und auch hier gabe es eine Zeit lang einen auf Javascript basierenden Styleswitcher. Ich bin wegen der Probleme, die dabei aufgetaucht sind, wieder davon abgekommen. Hier sind die Gründe:

  1. Zunächst ist diese Art der Stilauswahl an Javascript gebunden. Wer Javascript aktiviert hat, bekommt die Vorteile des Styleswitchers. Wer nicht, nicht. Das muss nicht sein. Moderne Browser (alle, ausser dem IE) unterstützen von Haus aus alternative Stile. Diese müssen allerdings anders eingebunden werden als das Ralph Segert tut. Die alternativen Stile werden nach W3C Standard im HTML head Bereich eingebunden, ganz ähnlich wie reguläre Stile. Etwa in der Art: link rel="alternate stylesheet" type="text/css" title="Noch'n Stil", href="http://..." / Der Titel ist hierbei wichtig. Über diesen Titel wird dieser alternative Stil auswählbar. Der Titel wird in das Auswahlmenue des Browsers übernommen. Dabei ist weiterhin wichtig, dass einer der diversen alternativen Stile voreingestellt ist. Diese Voreinstellung wird erreicht, indem das "alternate" weg gelassen wird: link rel="stylesheet" type="text/css" title="Normaler Stil", href="http://..." / Es gibt Javascript Styleswitcher, die genau diese Angaben auslesen und in dem Auswahlmenue auf der Webseite anbieten.
  2. Wenn Javascript nicht aktiviert ist, bekommt der Benutzer eine nutzlose Auswahlbox präsentiert. Er glaubt, einen Stil auswählen zu können und ist dann enttäuscht, dass es nicht funktioniert. Das ist nicht gut. Ich habe bei Rorkvell versucht, dem entgegen zu wirken, und habe die Auswahlbox nicht von Anfang an mit eingebunden, sondern sie per Javascript erzeugt und hinzugefügt. Die Idee dahinter: Wenn Javascript nicht aktiviert ist, bekommt der Benutzer auch keine nutzlose und irritierende Auswahlbox präsentiert. Ist Javascript hingegen aktiviert, wird diese Auswahlbox automatisch hinzugefügt, und der Benutzer kann die Auswahlbox auch wirklich nutzen. Tja, schön gedacht, funktioniert jedoch nicht. Jedenfalls nicht im IE. Im Firefox funktioniert das, aber der Firefox braucht diese Javascript Auswahl gar nicht, da er das mit Bordmitteln und ohne Javascript viel besser realisieren kann. Diese Auswahlbox ist eigentlich nur für den IE nützlich. Und genau hier funktioniert kein Javascript, das erst nachträglich per Javascript mit eingebunden wurde. Die Box erscheint zwar, aber das Script dahinter läuft nicht. Sehr ärgerlich.
  3. Wenn der Benutzer bei abgeschaltetem Javascript die Box in Betrieb nimmt, einen Stil auswählt, und feststellt, dass es nicht funktioniert, wird er vielleicht Javascript einschalten. Nur, durch das Einschalten des Javascript wird der neue Stil dennoch nicht aktiviert. In der Auswahlbox bleibt er hingegen selektiert. Versucht man nun, diesen Stil erneut zu aktivieren, passiert gar Nichts. Erst, wenn man nun einen anderen Stil auswählt, und dann wieder den gewünschten Stil, erst dann passiert auch was. Ich nehme mal an, dass man das Javascript in diesem Punkt optimieren könnte. Aber so ist es unschön.
  4. Der Firefox benötigt für die Permanenz der Auswahl eine Extension, zum Beispiel den Stylesheet Chooser Plus. Diese Extension macht eine Auswahl, die via Javascript erfolgt ist, umgehend wieder rückgängig. Der Stil, der mit den Bordmitteln des Browsers gewählt wurde, hat Vorrang. Das ist ja durchaus auch sinnvoll.

Aus allen diesen Gründen habe ich von einem Styleswitcher in der Webseite abgesehen. Der einzige Browser, der das benötigt, kann mit dem per Javascript eingebundenen Javascript Nichts anfangen. Und die anderen großen Browser, Mozilla Firefox, Opera, Safari, sie alle können mit Bordmitteln viel besser einen Stil aus einer Liste auswählen. Der einzige Nachteil: Die meisten Nutzer kennen ihren Browser nicht und kommen gar nicht auf die Idee, danach zu suchen. Mein Tipp für alle Benutzer guter Browser: Schaut Euch Euren Browser genauer an. Im Firefox wird der Stil ausgewählt unter "Ansicht" - "Webseiten Stile". Opera und Safari haben eigene Menues dafür. Auch, wenn bislang nur wenige Webseiten mehr als einen Stil offerieren, es lohnt sich, hinzuschauen.

Und ein Hinweis an Webseitenersteller: Eine Webseite mit mehreren, vor allem mit mehreren ser verschiedenen, Stilen auszustatten, das geht nur, wenn das HTML Markup frei ist von sogenanntem "presentational markup". Denn ausgetauscht wird nicht ein Buchstabe der HTML-Datei, sondern nur und ausschließlich der CSS Stil. Das ist, so ganz nebenbei, eine gute Trainingsmethode für "semantic markup".

[Link] [Cache]
Urs1798: Auch die Autoindustrie freut sich auf ein bombiges Weihnachtsgeschäft
10/28/2008 08:53 PM
Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Zur Nachahmung empfohlen, die lieben Kleinen werden begeistert sein. Das erhält Arbeitsplätze, schont die Umwelt, Steueranreize sind auch nicht mehr nötig. Und wer freut sich nicht über ein Modell des neusten Prototypen unterm Weihnachtsbaum. Posted in Politisch, Satire, Voll daneben, Zeichnungen   Tagged: Arbeitsplätze, auf Hochtouren, Autoindustrie, Kleinere Brötchen sind angesagt, Modellauto, [...][Link] [Cache]
ISLA: Steinigung in Kismayo/Somalia
10/28/2008 08:50 PM
In Somalia wurde am heutigen Montag Aisho Ibrahim D. bis zum Hals eingegraben, um dann von 50 Männern durch Steinwürfe gegen den Kopf getötet zu werden. Die Strafe wurde von einem islamischen Scharia-Gericht wegen Ehebruchs verhängt. Neben Radio- und Zeitungsjournalisten verfolgten auch tausende Schaulustige die Hinrichtung.


The new administration formed there began implementing a strict form of Sharia (Islamic law).
"This afternoon we are telling the people of Kismayo that we are practising a punishment that is rare in this region and was carried out in Kismayo for the first time," Sheikh Hayakallah said.[Link] [Cache]
Oeffinger Freidenker: Fundstücke 28.10.2008
10/28/2008 08:49 PM
Aus Zeitmangel wieder einmal eine Sammlung Fundstücke rund um Finanzkrise und Wirtschaftssystem, die ich gerade nicht in einen Beitrag gegossen bekomme:

Sind das die Botschafter des neoliberalen Terrors?
Das zumindest sehe ich in den Leuten, die als Botschafter der Initiative neue Soziale Marktwirtschft (INSM) mit wissenschaftlicher Unterstützung des Instituts für Wirtschaft (IW) in Köln tätig sind.
----
"Antikapitalist" Blüm schätzt Sodanns Mut

Welt - Peter Sodann soll nach dem Wunsch der Linken 2009 Bundespräsident werden. Doch seit der Schauspieler für das Amt kandidiert, fällt er mit bizarren Äußerungen auf. Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) kennt Sodann gut, schätzt dessen Humor und Widerstandskraft – und outet sich selbst als Antikapitalist.
----
Von Sinnen
Tagesspiegel - Manager als Juden von heute: Die Banker wollen sich ihr Fehlverhalten nicht eingestehen. Wenn sie sich nicht schämen, müssen sie sich aber zumindest kritisch befragen lassen. Nicht von den Gesellschaftern, sondern von der ganzen Gesellschaft.
----
Wer sich schämen muss
SZ - Ackermann hat sich seit Ausbruch der Krise immer wieder als Vorzeige-Banker inszeniert. Zwar räumte er früh auch Fehler ein, zuletzt sprach er jedoch vor allem über seine Rolle als Krisenmanager. Dabei ist es selbstverständlich, dass er als Chef des internationalen Bankenverbandes für eine Selbstregulierung der Branche eintritt. Sein via Bild -Zeitung verbreiteter Bonus-Verzicht wirkt vor allem populistisch. Der Bonus dürfte in diesem Jahr ohnehin weitaus niedriger ausfallen, außerdem kommt das Geld Mitarbeitern der Deutschen Bank zugute, nicht etwa geschädigten Steuerzahlern. Das muss auch nicht sein. Aber muss es sein, diesen Verzicht so zu inszenieren?
----
"Gier ist das Wesen des Systems"

FR - Die Schriftstellerin Daniela Dahn über falsche Sündenböcke und unsere Schuld an der Krise.
----
Privatisierung als Ursache der Finanzkatastrophe
TP -Cross Border Leasing wurde lange Zeit als sicheres und einfaches Mittel zur kommunalen Haushaltssanierung empfohlen. In der Krise entpuppt es sich als hochspekulatives Finanzsystem, welches die Städte nun teuer zu stehen kommt. Ein Gespräch mit dem [extern] Privatisierungsexperten Werner Rügemer.
----
Helmut Schmidts Konjunkturprogramme waren besser als ihr Ruf

FTD - Der Verweis auf die 70er-Jahre fällt in der Diskussion um Konjunkturprogramme fast zwangsläufig. Angeblich seien die Versuche damals gescheitert, heißt es oft. Tatsächlich hatte es antizyklische Finanzpolitik in Deutschland traditionell immer schwer.
----
Mehr Greenspan für Europa

FTD - Wo ist die Europäische Zentralbank? Die Staaten Europas engagieren sich mit unglaublichen Summen bei der Rettung der Banken, aber die oberste europäische Bankeninstanz ist auf Tauchstation. Zwar hat die (EZB) einmal die Zinsen gesenkt und damit den gravierenden Fehler der Zinserhöhung vom Sommer korrigiert, ansonsten aber gibt sie nur Liquiditätsspritzen und ruft die Staaten zu Hilfe, weil sie anderes nicht als ihre Aufgabe ansieht.
----
Mercedes verdient nichts mehr

FAZ - Wenn noch Beweise gefehlt hätten, dass das Desaster der Banken auf die Fabriken durchschlägt, dann hat Daimler-Chef Dieter Zetsche die vorigen Donnerstag geliefert: „Die Finanzkrise entwickelt sich zur Wirtschaftskrise", hat er gesagt und die Börse – zum zweiten Mal binnen weniger Monate – mit einer Gewinnwarnung schockiert. Mercedes verdient mit Autos kein Geld mehr. Im vorigen Quartal ist der Gewinn um 92 Prozent eingebrochen, die Umsatzrendite streift die Nulllinie.
----[Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: Millionäre zensieren Hamburger Theaterstück "Marat"
10/28/2008 08:44 PM

Rosemarie-Fiedler Winter berichtet heute unter der Überschrift “Aufstand der Reichen” im Mannheimer Morgen darüber, dass sich Theaterregisseur Völker Lösch in Hamburg den Zorn von Zensoren zugezogen habe. Zuerst gefiel dem Suhrkamp Verlag der Titel “Die Ermordung Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade” nicht, so dass das aufgeführte Stück in “Marat, was ist aus unserer Revolution geworden?” umbenannt werden musste.

20 Minuten berichtet davon, dass dann auch noch vier Hamburger Superreichen eine Klage androhten, weil auf der Bühne ihre Namen aus einer vom Manager-Magazin veröffentlichten Liste der reichsten Deutschen zitiert wurden. Anstelle der Namen sei deshalb bei der Premiere das anwaltliche Schreiben zitiert worden.

Ln-Online berichtet soeben, Hamburgs Kultursenatorin Karin Freifrau von Welck habe die “Marat”-Inszenierung am Hamburger Schauspielhaus kritisiert und gesagt, “Einzelpersonen an den Pranger zu stellen”, sei “eine billige, populistische Form, Kritik auszudrücken”.

Man könnte meinen, Arme dürften in Hamburg über Reiche nicht mehr reden. So ist das wohl im Zeitalter von Meudalismus und Buskeismus.

Nix gibbet. Das Hamburger Abendblatt berichtete gestern:

“Vier Personen verwahrten sich mit der Androhung einer einstweiligen Verfügung vom 23. Oktober 2008 gegen die Indiskretion: Christian Olearius, Max Warburg, Bernd Kortüm und Albert Büll.”

Wer wissen will, wer das ist, findet mit Google Informationen zu Christian Olearius, Max Warburg, Bernd Kortüm und Albert Büll.

[Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: Azure oder Microsoft will mehr Daten
10/28/2008 08:44 PM
Abgefärbt
Abgefärbt
CC 2008 Urs1798

Heute gab es mal wieder eine lustige Ankündigung der Firma Microsoft. Nach anderen US-Firmen möchte nun auch Microsoft, dass Unternehmen aus aller Welt zukünftig das “Internetbetriebssystem” Microsoft Azure nutzen und ihre Daten auf Servern von Microsoft ablegen und verarbeiten.

Gespannt darf man schon jetzt sein, wie die Firma aus dem Reich des Bösen, die bisher vor allem in ihrer “FUD” genannten Kommunikationsstrategie Exzellenz bewiesen hat, demnächst um das Vertrauen der Menschen buhlen wird.

Schließlich ist es für Unternehmen eine existenziell wichtige Frage, wo es seine Daten speichert. Schließlich ist jedem klar, wer seine Daten auswärts speichert und so nicht die Kontrolle darüber behält, wer auf die Daten Zugriff oder keinen Zugriff hat, in höchstem Maße erpressbar, wenn er sich mit dem Besitzer der Daten, also mit Microsoft, streitet.

Problematisch daran ist nicht nur, dass Microsoft und skrupellose Regierungsstellen der USA sowie die völlig korrupten US-Geheimdienste dann in den Daten der Windows Azure Nutzer nach Herzenslust herumstöbern und sie an Konkurrenten weitergeben können, sondern noch viel interessanter ist, was passiert, wenn es einen Streitfall gibt. Wenn sich jemand mit Microsoft um Lizenzgebühren streitet, könnte Microsoft einfach den Zugang zu den Daten abschneiden. Warum sollte Microsoft das nicht tun?

Erst kürzlich hat Microsoft quasi als Testlauf ferngesteuert einfach mal Windows-Bildschirme schwarz werden lassen, bei denen Microsoft Zweifel an der Gültigkeit der Windows Lizenz hatte. Auch könnte zum Beispiel die US-Regierung ausländischen Firmen, die sie auf dem Weg zur Weltherrschaft stören, einfach per Präsidentenorder den Zugriff auf ihre Daten abdrehen lassen.

Aber vielleicht ist das ja auch eine gute Idee. Man kann ja schließlich nicht die Mafia mit der IT-Sicherheit beauftragen.

[Link] [Cache]
SaarBreaker: Rezession in Deutschland?
10/28/2008 08:32 PM

Die Börsen befinden sich weltweit in einer Abwärtsspirale und in Deutschland fragt man sich, ob nach der Finanzkrise eine Wirtschaftrezession folgt?

Die Rezession ist in Deutschland schon längst angekommen! Nur wird dies weder von der Regierung noch von den Medien offen ausgesprochen. Man kann ja wohl kaum noch leugnen, dass die Autoindustrie und mit ihr viele Zulieferfirmen sowie Händler in der Klemme stecken. Man geht inzwischen davon aus, dass allein in dieser Branche 50.000 Jobs verloren gehen werden.
Die durch die Finanzkrise verursachte Verunsicherung der Bürger, die ja nicht zuletzt auch noch durch die Haltung unserer Regierung gegenüber der Pleitebanken geschürt wurde, führt zur Zurückhaltung. Diese Zurückhaltung wird in der gesamten deutschen Wirtschaft zum Verlust von vielen Arbeitsplätzen führen. Verschlimmert wird das Ganze noch durch unsere Regierung, die einerseits Milliarden in marode Banken pumpt aber andererseits keine Steuererleichterung für die Bürger in Aussicht stellt. Diese Sturheit werden sie hoffentlich bei der nächsten Wahl zu spüren bekommen.

Eigentlich war schon vor Jahren klar, dass es in Deutschland mit der Wirtschaft bergab gehen wird. Es waren unsere Volksvertreter, die unwissentlich oder auch ganz gezielt dafür gesorgt haben, dass sich die Wirtschaft an billigst Arbeitnehmern, die sogenannten Leiharbeiter, bereichern kann. Welche Kaufkraft kann ein Leiharbeiter mit knapp 1.000 Euro im Monat schon an die Wirtschaft abgeben? Klar, keine! Seine Situation ist einfach und simpel: Um zu überleben muss er vom Staat bezuschusst werden. Er braucht also trotz Arbeit noch Geld aus dem Steuertopf. Interessant wird das Ganze erst, wenn Millionen von Leiharbeitern, die auf Grund ihres niedrigen Lohns keine Rücklagen bilden konnten, in den Altersruhestand gehen. Wer wird dann dafür aufkommen müssen?

Ein anderes schweres Versäumnis kann man ebenfalls den Volksvertretern zuschreiben, nämlich die Globalisierung. Damit wurde der Plünderung der USA erst Tür und Tor geöffnet. „Die Vereinigten Staaten hat den globalen Reichtum geplündert, indem es die Dominanz des Dollars ausnutzte", heißt es in einem Kommentar von Shi Jianxun, in einer Überseeausgabe des People's Daily. Shi Jianxun, ein Professor Shanghais Tongji an der Universität, empfiehlt den asiatischen und europäischen Ländern, den US-Dollar von ihren direkten Handelsbeziehungen erst einmal zu verbannen und auf ihre eigenen Währungen zu setzen. Dafür dürfte es jetzt etwas zu spät sein. Jedenfalls war es für die USA sehr einfach ihre faulen Kredite, angehäuft durch Jahrelanger Misswirtschaft, auf dem europäischen Markt zu verscherbeln. Auch Deutsche Banken haben faule Kredite aufgekauft und dadurch frisches Kapital in die USA gepumpt. Die Globalisierung hat außerdem dazu beigetragen, dass inzwischen viele Deutsche Arbeitsplätze verloren gingen, weil die Unternehmer ins Ausland abgewandert sind.

Ich halte die Entscheidung der Regierung, die maroden Banken zu retten für falsch. Denn die Banken sind für ihre katastrophale Lage selbst verantwortlich. Warum also soll der Steuerzahler dafür aufkommen? Wie sieht es in der Wirtschaft aus? Werden Firmen, die durch Fehlinvestitionen vor dem Konkurs stehen, gerettet? Natürlich nicht! In dem Fall spielen auch Arbeitsplätze keine Rolle.

Falls sich die Rezession in Deutschland in dem Maße breit macht, wie es von ein paar Experten erwartet wird, werden sich die faulen Banken von selbst erledigen. Denn die Banken leben von der Wirtschaft nicht umgekehrt. Besser wäre es gewesen, wenn man die Milliarden zur Entlastung der Bürger und der Wirtschaft investiert hätte.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

[Link] [Cache]
Un-Sinn für "Linke": Karl Lauterbach lobt Hartz-"Reformen"
10/28/2008 08:06 PM
Gut, dass der werte Herr Lauterbach nie Gefahr laufen wird selbst arbeitslos zu werden. Ich jedenfalls, bin mir sicher, wenn er bei der nächsten hoffentlich Wahl aus dem Bundestag fliegt, wird ihn das ifo-Institut mit Handkuss einstellen. Im Interview mit der taz wird offenbar: Insgeheim sind - vom Dissens hinsichtlich der Einführung eines Mindestlohnes einmal abgesehen - Karl Lauterbach und Hans Werner Sinn längst Brüder im Ungeist - und haben darüber hinaus in John Rawls einen gemeinsamen Lieblingsphilosophen.

Zum taz Interview: "Die Hartz-Reformen sind links"

Kostproben:

Und wie haben die Hartz-Gesetze diese Jobvermehrung bewirkt? Durch erhöhten Druck auf Arbeitslose?

Zum Teil - ja. Es gibt Arbeitslose, die erstens heute weit schlechter bezahlte Jobs annehmen. Zweitens: Weil die Aufstockung möglich ist, arbeiten viele Hartz IV Empfänger nebenher. So sind Niedriglohnjobs entstanden, die es vorher nicht gab. Es gibt also mehr Leute, die überhaupt Arbeit wollen und es gibt mehr niedrig bezahlte Jobs. Das zusammen hat, drittens, dazu geführt, dass die Löhne im unteren Bereich gesunken sind. Das wiederum hat dazu beigetragen, dass dort noch mehr Jobs entstanden sind.

[...]

Die Bilanz sieht schlechter aus, wenn man die Zahl der Hartz IV Empfänger berücksichtigt. 2005 waren es 6,6 Millionen, jetzt sind es 6, 7 Millionen.

Das sind zwei paar Schuhe. Wie viele Hartz IV Empfänger es gibt, ist für die Bewertung der Arbeitmarkreformen völlig unerheblich. Wer Hartz IV bekommt , muss ja nicht arbeitslos sein. Wichtig scheint mir, dass und wie die Arbeitslosigkeit sinkt: von Mitte 2007 bis Mitte 2008 ist sie um 14 Prozent zurückgegangen, bei Langzeitarbeitslosen sogar um 21 Prozent.

Arbeit um jeden Preis und für jeden, "Vollbeschäftigung" - das beste Mittel, die Leute vom Nachdenken abzuhalten. - Und nebenbei bemerkt ... Nicht alle "nicht arbeitslosen" Hartz IV Empfänger haben etwas, das man überhaupt (Erwerbs-)"Arbeit" nennen könnte - etliche werden einfach (voll) "beschäftigt" ...

Die Hauptsache ist eben: die Statistik macht einen guten Eindruck.
[Link] [Cache]
Paul Hardcastle: Lost Summer
10/28/2008 08:01 PM

[Link] [Cache]
Linke Zeitung: Arme und Reiche
10/28/2008 07:52 PM
Die Statistiker der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD, ein Zusammenschluss der Regierungen reicher Länder, haben in einer neuen Studie (http://www.oecd.org/document/28/0,3343,de_34968570_34968855_41474972_1_1_1_1,00.html) herausgefunden, dass in Deutschland Armut und Einkommensungleichheit zugenommen haben. Für wenige, war das eine neue Erkenntnis. Ein Blick auf die Ergebnisse der OECD-Studie zeigt allerdings mehr noch als die offensichtlichen Fakten, die in den Medien aufgegriffen wurden. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Armut zum kapitalistischen Alltag gehört und keineswegs nur eine vorübergehende Krisenerscheinung ist. Hintergrundartikel zu diesem Thema: Hungerrevolte und Ernährungskrise (http://de.indymedia.org/2008/04/213924.shtml) Gefühlte Teuerung, berechnete Inflation (http://de.indymedia.org/2008/03/209615.shtml) Kapitalistischer Reichtum in Deutschland (http://de.indymedia.org/2007/05/175059.shtml) Bruttolohn und Sozialstaat (javascript:void(0);) 1. Arme und Reiche in den Metropolen Folgende Grafik zeigt im Überblick die Ergebnisse des OECD-Vergleichs. [Link] [Cache]
Lumières dans la nuit: Von Menschen und Gänsen
10/28/2008 07:18 PM

Was ist der Unterschied zwischen einem Menschen und einer Weihnachtsgans?

Was man in den Trichter tut. Den Menschen muss man erst mit ein paar eingängigen Lügen stopfen, bevor man ihn so richtig ausnehmen kann.

[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: So sicher wie die Rente
10/28/2008 07:00 PM
RFID ist so sicher wie die Rente...also nicht sonderlich. Gut dass wir das jetzt auch in unseren Pässen und Personalausweisen haben (plus Fingerabdruck). Es bleibt zu erwähnen, dass die im deutschen Reisepass verwendet Verschlüsselung noch nicht geknackt ist (so weit ich das weiß). Lange kann das aber eigentlich auch nicht mehr dauern. Bei den Pässen anderer Länder ist man da schon ein gutes Stück weiter. Ach ja auslesen konnten die den Pass dann auch noch aus 10 Meter (!!!) Entfernung. Nur ein 35bit Verschlüsselung für sowas zu verwenden ist aber auch schon ziemlich doof...da ist ja meine Pornosammlung besser verschlüsselt. Schon irgendwie absurt wie mit (fast) jeden Versuch die Sicherheit zu erhöhen genau das Gegenteil erreicht wird.[Link] [Cache]
HU-Marburg: Kapitalismus wagen
10/28/2008 06:59 PM
Gastbeitrag von Gert Flegelskamp - HU-Ortsverband Marburg.

[Link] [Cache]
Urs1798: VW zieht den Dax aus dem Keller?
10/28/2008 06:53 PM
Posted in Satire       [Link] [Cache]
anouphagos: Die Recherche ist nicht tot!
10/28/2008 06:51 PM

Gute Nachrichten: Die Zeitung Recherche gibt’s noch. Leider in Erlangen wohl nicht mehr - aber dann werde ich eben Abonnent. Nur den Content auf der Website könnte man mal aktualisieren.

PS: Hintergrund: Ich werte ein knappes halbes Jahr nach Kauf die Erstausgabe für zettels aus. Das spricht für das Blättchen.

[Link] [Cache]
Hartz-4-Empfänger: Keine Sanktionen ohne ordentlichen Vorabhinweis
10/28/2008 06:41 PM

Wie sozialleistungen24 berichtet, muss die Arge vor Leistungskürzungen auf die beabsichtigte Sanktion vorher hinweisen:

"Wenn Ihr als ALG 2 Empfänger gar nicht oder nicht pünktlich zum vereinbarten Meldetermin bei der ARGE oder der Arbeitsagentur erscheint, können die Regelleistungen nur dann gekürzt werden, wenn von der ARGE schriftlich und formal richtig darauf hingewiesen wurde. Wenn dies nicht geschehen ist dürfen keine Sanktionen verhängt werden. Besonders Wichtig ist, daß bei dem Anschreiben auf die Rechtsfolgen korrekt hingewiesen worden ist."

Das geht auf ein Urteil des Sozialgerichts Ulm (AZ: S 10 AS 2799/08 ER) zurück. Die Rechtsfolgenbelehrung muss in den Akten der zuständigen ARGE dokumentiert werden, ein einfacher Aktenvermerk reicht nicht aus. Und die Belehrung muss genau den Teil des Gesetzestextes angeben, auf den sich die Sanktion stützt. Das bedeutet hoffentlich mehr Klarheit im undurchsichtigen Rechtsdschungel.

Und Norman, Glückwunsch zum neuen Design! :) Schwarz-Rot ist ein starker Kontrast, wirkt sehr klar, das Rot macht die Site lebendig. Wirkt auf mich klarer als die alte Farbwahl. Nur mit dem Headermotiv kann ich nichts anfangen, das passt zu Wohn- und Lifestylethemen. Aber zu sozialen Fragen wie ALG? Bitte nicht als meckern missverstehen. Die Site ist eine wichtige Quelle, gerade darum würde ich die Ausrichtung auch mit dem Header verdeutlichen.

[Link] [Cache]
rotglut.org: Kein Interview im Gulli ... Gründe sind mannigfaltig
10/28/2008 06:16 PM
Und: Die Sachlichkeit des Herrn Andreas Neuber Lars Sobiraj a.k.a. Ghandy hat korrekt berichtet: Ich bin doch nicht bereit für Gulli ein Interview zu geben. Gründe? Viele! Gulli.com gehört Valentin Valentin Fritzmann. Das ist allein Grund genug.Ich bin im Gulli gesperrt, könnte also an der Diskussion ü ... [Link] [Cache]
Duckhome: Die Moschee in Duisburg-Marxloh wurde eröffnet - "ohne Streit"
10/28/2008 06:00 PM
Halleluja, Allahu akbar, Gott sei Dank. Die Moschee in Duisburg_Marxloh wurde eröffnet und es ging, wie heute in tag7, einer Sendung des WDR berichtet, "ohne Streit". Hier ist ein aussagefähiger trailer. Und hier ein weiterer, in dem dieser Bau, bzw. die Tatsache, daß er so konfliktfrei verwirklicht werden konnte, genau wie in diesem SpOn-Artikel als "Wunder" bezeichnet wird.

Für viele ist das allerdings kein "Wunder", sondern langjährig gewachsen bzw. in der Struktur des umgebenden Wohngebietes begründet; in den positiven Berichten über Marxloh wird immer wieder betont, daß "das Vertrauen über Tage unter Tage" gewachsen sei: deutsche und türkische Bergleute mussten unter Tage miteinander nicht nur auskommen, sondern auch reden - etwas Anderes hätte bei einem Unglücksfall Leben kosten können. Über die Frage, was denn in Duisburg "anders gemacht" wurde, wird in diesem Beitrag gesprochen: Offenheit, Transparenz, und ein Beirat, in dem neben einigen nichtmuslimischen Duisburger Bürgern auch die Pfarrer beider christlicher Kirchen in Marxloh Mitglied sind. Zülfiye Kaykin, die in diesem Video zu sehen ist, hat übrigens bereits das Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste um die Integration bekommen.

Das sind doch erfreuliche Anzeichen. Es wird zwar weiter versucht, mit Attributen wie Groß- oder Riesen-Moschee weiterhin Stimmung zu machen, aber selbst bei diesem Focus-Artikel wird es für den, der mehr als die Überschrift liest, dann doch fast moderat:
Zur Eröffnungsfeier rief Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die Muslime zu verstärktem, gesellschaftlichem Engagement auf: „Bringen Sie sich ein. Das Grundgesetz ist eine wunderbare Einladung." Angesichts der vielen in Nordrhein-Westfalen lebenden Muslime müsse es mehr Moscheen geben. Diese sollten nicht in Hinterhöfen entstehen, sondern sichtbar sein.

Ralph Giordano war zwar "abgeschreckt", also nicht vor Ort, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß auch nur einer der 5.000 Besucher ihn vermisst hätte. Und Pro Köln hat ja in Köln genug zu tun.






[Link] [Cache]
Tammox: Marsmännchen.
10/28/2008 05:56 PM
So ein Alien aus dem Weltraum hat es auch nicht leicht.
Da fliegt man gemütlich durch das Universum und versucht vermutlich einen möglichst großen Bogen um den Planeten Erde zu machen, weil dort nur Uriella, Nina Hagen und Raëlianer auf einen warten.
Wenn Raël auch sehr beschäftigt sein mag, weil er Jesus und Hitler klonen will.
Am 13. Dezember 1973 wurde der französische Journalist Rael von einem Besucher von einem anderen Planeten kontaktiert. Er bat ihn, ein Botschaftsgebäude zu bauen, um diese Besucher bei ihrer Rückkehr auf die Erde zu empfangen.
Diese zweibeinigen Wassersäcke sind vermutlich nicht gerade das attraktivste Reiseziel für den Außerirdischen von Welt.
Blöderweise verfolgen einen aber diese lästigen Zweibeiner.
So schickten sie 1977 die Sonde Voyager II ins All, die Kontakt aufnehmen soll.
Stößt ein Tentakelwesen von Doppelstern Alpha Centauri, das zufällig einen Hang zum Spermüll sammeln hat auf diese Sonde und nimmt sie mit, findet es eine auf Kupfer gepresste Tonaufnahme vor, die angeblich eine Billion Jahre halten soll.
Glücklicherweise, denn das All ist ja bekanntlich recht groß - da kann es schon dauern, bis jemand vorbei kommt.
Nehmen wir weiterhin an, daß unser Alpha Centaurianer ZUFÄLLIG einen herkömmlichen Plattenspieler besitzt und Bock auf ein paar spacige neue Töne hat - was hört er dann?
Nun, zunächst einmal DIE BIBEL.
Geht man nun noch davon aus, daß der gemeine exterritoriale Alien in der Schule Englisch gelernt hat, dürfte er nicht so begeistert von der Menschheit sein - mehr Mord, Totschlag, sexuelle Abartigkeiten und Rachegelüste als in der Bibel dürfte man nicht so bald wieder auf einer einzigen Kupferplatte finden.
Hoffen wir also, daß der gute Mann/Frau/Zwitter/Wasauchimmer nicht rein zufällig fließend englisch kann, dann bleiben ihm immerhin noch ein paar Töne, um ihm einen Eindruck von dem Herkunftsfleck der Raumsonde zu geben.
Darunter ist die Edda-Moser-Aufnahme der Rache-Arie der Königin der Nacht aus der Oper "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart, aufgenommen mit dem Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, Wolfgang Sawallisch.
Die Mega-Koloratur der Arie Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen aus dem Zweiten Akt, kennt vermutlich jeder - auf der Erde.
Schon faszinierend für unsere Ohren. Extrem hoch, f''', Die Königin ist außer sich vor Wut und dramatisiert ihre Raserei, indem sie die Koloratur nur auf dem Vokal „a" singt.
Wie schon zuvor in der Bibel, ist auch hier der Kontext nicht gerade mit „Friede, Freude, Eierkuchen" zu beschreiben:
Die Königin der Nachtdrängt ihrer Tochter Pamina einen Dolch zum Mord an Sarastro auf, da sie in Wahrheit nicht ihre Tochter sondern die Macht über den Sonnenkreis zurück gewinnen wolle.
Falls die Tochter nicht folgsam ans Morden geht und ein Blutbad anrichtet, wird sie von ihrer Mutter verstoßen. Sollte unser grünes Männchen instinktiv den Inhalt verstehen, gibt auch das nicht gerade das positivste Licht über die Umgangsformen auf dem Planeten Erde ab:


Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen,
Tod und Verzweiflung,
Tod und Verzweiflung flammet um mich her!

Fühlt nicht durch dich Sarastro Todesschmerzen,
Sarastro Todesschmerzen,
so bist du meine Tochter nimmermehr,
so bist du mein', meine Tochter nimmermehr,
A______
meine Tochter nimmermehr,
A______
so bist du meine Tochter nimmermehr!

Verstossen sei auf ewig,
verlassen sei auf ewig,
zertrümmert sei'n auf ewig alle Bande der Natur,
verstossen, verlassen und zertrümmert alle Bande der Natur,
alle Ban_____de,
alle Bande der Natur,
wenn nicht durch dich Sarastro wird erblassen!
Hört, hört, hört,___
Rachegötter!
hört der Mutter Schwur
Wir gehen weiterhin davon aus, daß unser Außerirdischer zufällig über genau den Frequenzbereich verfügt, wie unser Ohr und nicht etwa auf Fledermaus- oder Blauwal-Tönen kommuniziert.
Geschmacklich ist hoffentlich auch Oper angesagt. Nicht, daß auf Alpha Zentauri gerade Zlatko ganz hipp ist und Edda Mosers Arie ungefähr so cool klingt wie Fingernägel auf einer Schiefertafel.
Aus der Abu Ghraib-Schublade stammen die weiteren Tonaufnahmen der Voyager II:
Als Beispiele für Aufnahmen der menschlichen Stimme sind auch Kinderlachen und das Geschrei auf dem Fußballplatz mit dabei.
Perfekt.
Kindergekreische - jenes Geräusch also, zu dem hanseatischen Gerichte verfügen, daß Schallschutzmauern gebaut werden müssen und dazu noch Grölchöre von betrunkenen Fußballprolls.

Der Alien kommt sicher nicht freiwillig hier vorbei - und falls doch, dann vermutlich nur, um diese akustische Plage auszuschalten.

Wer könnte es ihnen verdenken.
[Link] [Cache]
Principiis Obsta: Aufrüstung um jeden Preis
10/28/2008 05:38 PM

Mit dem vorliegenden Entwurf zum Verteidigungshaushalt 2009 lässt die Bundesregierung keinen Zweifel daran, dass sie den unter der Vorgängerregierung begonnenen Kurs der Auf- und Umrüstung der Bundeswehr für Auslandseinsätze kompromisslos fortzusetzen gedenkt. Nach NATO-Kriterien (inkl. Miteinbeziehung von Ausgabenposten aus anderen Einzelplänen) steigt der Verteidigungshaushalt auf etwa 33,5 Mrd. €! Während das Stockholmer Institut für Friedensforschung(SIPRI) und das Internationale Konversionszentrum in Bonn (BICC) in ihren jeweiligen Jahresberichten mit Besorgnis eine weltweite Aufrüstungsdynamik mit negativen Konsequenzen für den Weltfrieden konstatieren und auch die Bundesregierung in ihrem aktuellen Jahresabrüstungsbericht für 2007 festhält, dass sie „für die Universalisierung und Stärkung bestehender multilateraler Verträge und -regime zur Nichtverbreitung und Abrüstung" eintritt, bleibt dies ohne Konsequenzen für die eigene Haushaltspolitik. Im Gegenteil: Nach Angaben von SIPRI belegt Deutschland sowohl bei Rüstungsexporten als auch bei den eigenen Rüstungsausgaben im weltweiten Vergleich einen Spitzenplatz. Die Bundesrepublik rangiert derzeit nach den USA und Russland auf dem 3. Platz der Waffenexporteure.

Auch der Verteidigungsetat soll 2009 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,4 Mrd. € aufgestockt werden (ohne Berücksichtigung der höheren Versorgungskosten, d.h. der Pensionen und Renten), davon allein 540 Mio. € für die sogenannten verteidigungsinvestiven Ausgaben (Beschaffung, Forschung und andere Investitionen). Mit 26,6 Mrd. € (ohne Versorgungsaufwendungen) erreicht der Haushaltsentwurf fast das Niveau von 1992, als die Truppenstärke der Bundeswehr annähernd doppelt so hoch war! Wie sehr die Friedensdividende – wenn es sie denn jemals gab – Makulatur geworden ist, verdeutlicht ein Vergleich beider Beschaffungsetats: 1992 wurden Rüstungsgüter im Wert von 3,9 Mrd. € gekauft, heute werden, wie zu Zeiten des Kalten Krieges, dafür 5,2 Mrd. € bereitgestellt.

Wie konsequent SPD und CDU/CSU den Aufrüstungskurs verfolgen, zeigt ein Vergleich der Haushaltsentwürfe 2006 und 2009: Ohne Berücksichtigung der Versorgungskosten ergibt sich im Verteidigungshaushalt ein Plus von 2,8 Mrd. €. Insbesondere die verteidigungsinvestiven Ausgaben sind von 6 Mrd. € auf 7,5 Mrd. € hochgeschnellt. Die Bundesregierung versucht allerdings, diese massive Aufstockung mit drei Faktoren zu begründen: dem Anstieg bei den Kosten für Betriebsstoffe, dem Mehrbedarf für die Modernisierung der Flugbereitschaft und den vereinbarten Lohn- und Gehaltsrunden 2008/09 inklusive der Wehrsolderhöhung. Wie zweifelhaft diese Begründung ist, lässt sich im Bundeswehrplan 2009 nachlesen: Dort räumt die Bundeswehr ein, dass insbesondere die eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen für Großvorhaben
wie z.B. Eurofighter und Airbus 400M eine Aufstockung notwendig machen. Dies wird im nächsten Jahr zu einer Überplanung der Ausgaben für Beschaffung und Forschung von etwa 1,43 Mrd. € führen.

Die folgende Zusammenstellung enthält umfassende Informationen zur Höhe des deutschen Rüstungshaushaltes, den verschiedenen Beschaffungsprojekten etc.

http://www.paulschaefer.info/cms/userfiles/File/ep14_09_stellungnahme.pdf

[Link] [Cache]
Whistleblower-Netzwerk: Aktuelle Links zu Whistleblowing in USA und anderswo
10/28/2008 05:18 PM

Eine sehr gute und aktuelle Einführung in das Thema bietet ein Podcast der BBC in welchem neben Sherron Watkins und Paul v. Buitenen auch Vertreter von Whistleblower-NGOs aus den USA, Großbritannien und Südafrika zu Wort kommen.

Der BGA-Alper Integrity Index 2008 bietet ein Ranking der US-Bundesstaaten bzw. ihrer Ländergesetze nach verschiedenen Gesichtspunkten wie z.B. Transparenz, Informationsfreiheit, Ethik, Verantwortung der Regierung, darunter auch Whistleblowing. In jener Kategorie führt Illinois, Kalifornien und Louisianna mit über 80 von 100 Punkten, während Vermont, Neu-Mexiko und Virginia mit 0 Punkten die Schlusslichter bilden. Der Bericht legt seine Bewertungskriterien offen und bietet außerdem einen Vorschlag eines - bisher noch nirgendwo verwirklichten - optimalen Gesetzes zum Schutze von Whistleblowern in der öffentlichen Verwaltung. Übrigens in Deutschland würden Bund und Länder nach den gleichen Kriterien derzeit sämtlich 0 Punkte erreichen.

Während die vorgenannte Studie sich auf die Analyse des bloßen Wortlautes von US-Gesetzen beschränkt, finden sich an anderer Stelle ernüchternde Zahlen zu den wirklichen Chancen von US-Whistleblowern ihren Fall vor Gericht auch zu gewinnen: Die mit gerade einmal 10% besten Erfolgsaussichten bestehen demnach im Bereich der Luftverkehrssicherheit, während die Erfolgschancen im Bereich der Arbeitssicherheit bei 6% und im Bereich Atomenergie gar nur bei 3% liegen.

ShareThis

[Link] [Cache]
Whistleblower-Netzwerk: Forschungsprojekt über Whistleblowing in der öffentlichen Verwaltung
10/28/2008 05:18 PM

Am Deutschen Forschungsinstitut für die öffentliche Verwaltung in Speyer gibt es unter der Leitung von Prof. Dr. v. Arnim ein Forschungsprojekt zum Thema “Whistleblower und Korruptionsbekämpfung in der öffentlichen Verwaltung”.

Das Forschungsprojekt will den tatsächlichen und rechtlichen Status von Whistleblowern, die auf Korruptionsfälle hinweisen, ermitteln, analysieren und Änderungsvorschläge erarbeiten. Darüber hinaus werden Möglichkeiten und Grenzen organisatorischer Vorkehrungen (Bestellung von Ansprechpersonen für Hinweisgeber, Hinweishotlines und -Internetportale) untersucht und auf ihre Anwendbarkeit in der öffentlichen Verwaltung geprüft. Das Schwergewicht liegt dabei auf Deutschland. Auch ein vergleichender Blick auf andere Rechtsordnungen ist vorgesehen, insbesondere auf den anglo-amerikanischen Rechtskreis.

ShareThis

[Link] [Cache]
Dominik Hennig: Wer die Eisberge des Etatismus zum Schmelzen bringen will, muß innerlich für die Freiheit brennen
10/28/2008 05:14 PM
Vor einiger Zeit verschickte das Ludwig-von-Mises-Institute in Auburn/Alabama per Newsletter einen Essay von Murray Newton Rothbard, der sehr schön auch das Credo dieses Blogs wiedergibt. Ich habe mich daher entschlossen, diesen Grundlagentext hier im Original und in voller Länge noch einmal für meine Leser zur Verfügung zu stellen und wünsche viel Freude beim Vermehren gewonnener Einsichten! Vor allem "GutäXler", "Antibürokraten", "bissige Liberale" und "Freunde der offenen Gesellschaft" täten sehr gut daran, gerade auch im Angesicht der neuen turbo-etatistischen Aktivitäten, welche die "classe politique" unter dem Vorwand der Heilung der von Ihr selbst verschuldeten Weltfinanzkrise entfaltet, sich diesen Einsichten nicht länger zu verschließen!


Why Be Libertarian?

by Murray N. Rothbard

[This essay is chapter 15 of the book Egalitarianism As a Revolt Against Nature.]

Why be libertarian, anyway? By this we mean, what's the point of the whole thing? Why engage in a deep and lifelong commitment to the principle and the goal of individual liberty? For such a commitment, in our largely unfree world, means inevitably a radical disagreement with, and alienation from, the status quo, an alienation which equally inevitably imposes many sacrifices in money and prestige. When life is short and the moment of victory far in the future, why go through all this?


Incredibly, we have found among the increasing number of libertarians in this country many people who come to a libertarian commitment from one or another extremely narrow and personal point of view. Many are irresistibly attracted to liberty as an intellectual system or as an aesthetic goal, but liberty remains for them a purely intellectual parlor game, totally divorced from what they consider the "real" activities of their daily lives. Others are motivated to remain libertarians solely from their anticipation of their own personal financial profit. Realizing that a free market would provide far greater opportunities for able, independent men to reap entrepreneurial profits, they become and remain libertarians solely to find larger opportunities for business profit. While it is true that opportunities for profit will be far greater and more widespread in a free market and a free society, placing one's primary emphasis on this motivation for being a libertarian can only be considered grotesque. For in the often tortuous, difficult and grueling path that must be trod before liberty can be achieved, the libertarian's opportunities for personal profit will far more often be negative than abundant.



The consequence of the narrow and myopic vision of both the gamester and the would-be profit maker is that neither group has the slightest interest in the work of building a libertarian movement. And yet it is only through building such a movement that liberty may ultimately be achieved. Ideas, and especially radical ideas, do not advance in the world in and by themselves, as it were in a vacuum; they can only be advanced by people and, therefore, the development and advancement of such people — and therefore of a "movement" — becomes a prime task for the libertarian who is really serious about advancing his goals.



Turning from these men of narrow vision, we must also see that utilitarianism — the common ground of free-market economists — is unsatisfactory for developing a flourishing libertarian movement. While it is true and valuable to know that a free market would bring far greater abundance and a healthier economy to everyone, rich and poor alike, a critical problem is whether this knowledge is enough to bring many people to a lifelong dedication to liberty.
In short, how many people will man the barricades and endure the many sacrifices that a consistent devotion to liberty entails, merely so that umpteen percent more people will have better bathtubs? Will they not rather set up for an easy life and forget the umpteen percent bathtubs? Ultimately, then, utilitarian economics, while indispensable in the developed structure of libertarian thought and action, is almost as unsatisfactory a basic ground work for the movement as those opportunists who simply seek a short-range profit.



It is our view that a flourishing libertarian movement, a lifelong dedication to liberty can only be grounded on a passion for justice. Here must be the mainspring of our drive, the armor that will sustain us in all the storms ahead, not the search for a quick buck, the playing of intellectual games or the cool calculation of general economic gains. And, to have a passion for justice, one must have a theory of what justice and injustice are — in short, a set of ethical principles of justice and injustice, which cannot be provided by utilitarian economics.




"A flourishing libertarian movement, a lifelong dedication to liberty can only be grounded on a passion for justice."



It is because we see the world reeking with injustices piled one on another to the very heavens that we are impelled to do all that we can to seek a world in which these and other injustices will be eradicated. Other traditional radical goals — such as the "abolition of poverty" — are, in contrast to this one, truly utopian, for man, simply by exerting his will, cannot abolish poverty.


Poverty can only be abolished through the operation of certain economic factors — notably the investment of savings in capital — which can only operate by transforming nature over a long period of time. In short, man's will is here severely limited by the workings of — to use an old-fashioned but still valid term — natural law. But injustices are deeds that are inflicted by one set of men on another; they are precisely the actions of men, and, hence, they and their elimination are subject to man's instantaneous will.



Let us take an example: England's centuries-long occupation and brutal oppression of the Irish people. Now if, in 1900, we had looked at the state of Ireland, and we had considered the poverty of the Irish people, we would have had to say: poverty could be improved by the English getting out and removing their land monopolies, but the ultimate elimination of poverty in Ireland, under the best of conditions, would take time and be subject to the workings of economic law. But the goal of ending English oppression — that could have been done by the instantaneous action of men's will: by the English simply deciding to pull out of the country.



The fact that of course such decisions do not take place instantaneously is not the point; the point is that the very failure is an injustice that has been decided upon and imposed by the perpetrators of injustice — in this case, the English government. In the field of justice, man's will is all; men can move mountains, if only men so decide. A passion for instantaneous justice — in short, a radical passion — is therefore not utopian, as would be a desire for the instant elimination of poverty or the instant transformation of everyone into a concert pianist. For instant justice could be achieved if enough people so willed.



A true passion for justice, then, must be radical — in short, it must at least wish to attain its goals radically and instantaneously. Leonard E. Read, founding president of the Foundation for Economic Education, expressed this radical spirit very aptly when he wrote a pamphlet I'd Push the Button. The problem was what to do about the network of price and wage controls then being imposed on the economy by the Office of Price Administration. Most economic liberals were timidly or "realistically" advocating one or another form of gradual or staggered decontrols; at that point, Mr. Read took an unequivocal and radical stand on principle: "if there were a button on this rostrum," he began his address, "the pressing of which would release all wage and price controls instantaneously, I would put my finger on it and push!"[1]



The true test, then, of the radical spirit, is the button-pushing test: if we could push the button for instantaneous abolition of unjust invasions of liberty, would we do it? If we would not do it, we could scarcely call ourselves libertarians, and most of us would only do it if primarily guided by a passion for justice.




"To have a passion for justice, one must have a theory of what justice and injustice are."



The genuine libertarian, then, is, in all senses of the word, an "abolitionist"; he would, if he could, abolish instantaneously all invasions of liberty, whether it be, in the original coining of the term, slavery, or whether it be the manifold other instances of State oppression. He would, in the words of another libertarian in a similar connection, "blister my thumb pushing that button!"



The libertarian must perforce be a "button pusher" and an "abolitionist." Powered by justice, he cannot be moved by amoral utilitarian pleas that justice not come about until the criminals are "compensated." Thus, when in the early 19th century, the great abolitionist movement arose, voices of moderation promptly appeared counseling that it would only be fair to abolish slavery if the slave masters were financially compensated for their loss. In short, after centuries of oppression and exploitation, the slave masters were supposed to be further rewarded by a handsome sum mulcted by force from the mass of innocent taxpayers! The most apt comment on this proposal was made by the English philosophical radical Benjamin Pearson, who remarked that "he had thought it was the slaves who should have been compensated"; clearly, such compensation could only justly have come from the slaveholders themselves.[2]



Antilibertarians, and antiradicals generally, characteristically make the point that such "abolitionism" is "unrealistic;" by making such a charge they are hopelessly confusing the desired goal with a strategic estimate of the probable outcome.



In framing principle, it is of the utmost importance not to mix in strategic estimates with the forging of desired goals. First, goals must be formulated, which, in this case, would be the instant abolition of slavery or whatever other statist oppression we are considering. And we must first frame these goals without considering the probability of attaining them. The libertarian goals are "realistic" in the sense that they could be achieved if enough people agreed on their desirability, and that, if achieved, they would bring about a far better world. The "realism" of the goal can only be challenged by a critique of the goal itself, not in the problem of how to attain it. Then, after we have decided on the goal, we face the entirely separate strategic question of how to attain that goal as rapidly as possible, how to build a movement to attain it, etc.



Thus, William Lloyd Garrison was not being "unrealistic" when, in the 1830s, he raised the glorious standard of immediate emancipation of the slaves. His goal was the proper one, and his strategic realism came in the fact that he did not expect his goal to be quickly reached. Or, as Garrison himself distinguished:



Urge immediate abolition as earnestly as we may, it will, alas! be gradual abolition in the end. We have never said that slavery would be overthrown by a single blow; that it ought to be, we shall always contend. [3]

"Actually, in the realm of the strategic, raising the banner of pure and radical principle is generally the fastest way of arriving at radical goals."
Actually, in the realm of the strategic, raising the banner of pure and radical principle is generally the fastest way of arriving at radical goals. For if the pure goal is never brought to the fore, there will never be any momentum developed for driving toward it. Slavery would never have been abolished at all if the abolitionists had not raised the hue and cry thirty years earlier; and, as things came to pass, the abolition was at virtually a single blow rather than gradual or compensated.[4]



But above and beyond the requirements of strategy lie the commands of justice. In his famous editorial that launched The Liberator at the beginning of 1831, William Lloyd Garrison repented his previous adoption of the doctrine of gradual abolition:




I seize this opportunity to make a full and unequivocal recantation, and thus publicly to ask pardon of my God, of my country, and of my brethren, the poor slaves, for having uttered a sentiment so full of timidity, injustice and absurdity.



Upon being reproached for the habitual severity and heat of his language, Garrison retorted: "I have need to be all on fire, for I have mountains of ice about me to melt." It is this spirit that must mark the man truly dedicated to the cause of liberty.[5]



Murray N. Rothbard (1926–1995) was dean of the Austrian School.




Notes

[1] Leonard E. Read, I'd Push the Button (New York: Joseph D. McGuire, 1946), p. 3.
[2] William D. Grampp, The Manchester School of Economics (Stanford, Calif.: Stanford University Press, 1960), p. 59.
[3] Quoted in William H. and Jane H. Pease, eds., The Antislavery Argument (Indianapolis: Robbs-Merrill, 1965), p. xxxv.
[4] At the conclusion of a brilliant philosophical critique of the charge of "unrealism" and its confusion of the good and the currently probable, Professor Philbrook declares:
Only one type of serious defense of a policy is open to an economist or anyone else: he must maintain that the policy is good. True 'realism' is the same thing men have always meant by wisdom: to decide the immediate in the light of the ultimate.
Clarence Philbrook, "'Realism' in Policy Espousal," American Economic Review (December, 1953): 859.
[5] For the quotes from Garrison, see Louis Ruchames, ed., The Abolitionists (New York: Capricorn Books, 1964), p. 31, and Fawn M. Brodie, "Who Defends the Abolitionist?" in Martin Duberman, ed., The Antislavery Vanguard (Princeton, N.J.: Princeton University Press, 1965), p. 67. The Duberman work is a storehouse of valuable material, including refutations of the common effort by those committed to the status quo to engage in psychological smearing of radicals in general and abolitionists in particular. See especially Martin Duberman, "The Northern Response to Slavery," in ibid., pp. 406–13
[Link] [Cache]
OSTBLOG: Rettungspakt? Kampfansage!
10/28/2008 05:13 PM

Große Worte und große Zahlen für den Finanzplatz Deutschland
Von Sebastian Gerhardt

Am Montag, den 27. Oktober 2008, nur 14 Tage nach der Vorstellung, nur zehn Tage nach der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes nahm in Frankfurt am Main der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (www.soffin.de) seine Tätigkeit auf. Er kann Garantien in Höhe von bis zu 400 Milliarden Euro für Geldgeschäfte der Banken untereinander aussprechen und Eigenkapitalzuschüsse bis zu einer Höhe von 80 Milliarden Euro an Banken austeilen. Rasch und kurz entschlossen haben die zuständigen Stellen gehandelt. Es war in aller Öffentlichkeit von der Verhinderung einer drohenden Katastrophe die Rede. Doch nun ist von einer ebenso raschen Nachfrage nach den Unterstützungsleistungen keine Spur. Warum?

[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Tausend Prozent mit Paris Hiltons Büchsen
10/28/2008 04:50 PM
Wer sich bei VW noch nicht richtig die Finger verbrannt hat, bekommt jetzt die nächste große Chance auf mindestens 1000 Prozent. Die NICARAGUA GRAN CANAL Aktiengesellschaft, das klingt doch schonmal nach einem alten deutschen Traditionsunternehmen, wird nämlich in Kürze zur RICH GLOBAL AG, deren Geschäftszweck schon aus dem bescheidenen Namen herbvorgeht: Endlich soll alle Welt so reich so werden wie es die VW-Aktionäre im Moment noch sind.

Die Rich Global Aktie kann der kundige Käufer im Augenblick für Kurse zwischen 0.02 und 0.03 Euro (WKN A0MZZG) bekommen, da sind selbst für kleines Taschengeld gleich ein paar tausend Stück drin. Mit denen im Depot schaut der Aktionär dann ganz gelassen zu, wie die Nackt-Ikone Paris Hilton das "Flaggschiff-Produkt des Konzerns", einen Dosensekt namens "Rich Prosecco", zum Pflichtfrühstücks-, -mittags- und -abenddrink aller Lifestyle-Junkies macht.

Dass das passieren wird, dafür garantiert der österreichische Hotelier Günther Aloys, der sein Heimatdorf Ischgl zur Ski-Metropole der Nicht-Skifahrer machte und nun mit Prosecco "in verschiedenen Geschmacksrichtungen" darangeht, auch den Rest der Welt zu unterwerfen. Ist erst der Sekt im Döschen und die Hilton im Weißen Haus, werden unter der Dachmarke auch noch "eine neuen, exklusive Hotelgruppe sowie Rich Bars in allen Metropolen weltweit" aufgebaut. Weiter habe das Management "heute bereits fertige Konzepte in der Schreibtischschublade für Reisetaschen und Reisegepäck", heißt es in einem kochend heißen Börsenbrief. Geht es nach Günther Aloys, soll "Rich zum Inbegriff des Lifestyles und Trendsetter in vielen Lebenslagen" werden. Am Ende kaufen der Büchsensektpapst und die tabulose Blondine sich dann einen VW. Alle anderen können zumindest die leeren Dosen in die Verkaufsstelle zurückbringen. [Link] [Cache]
ISLA: The Opening to Apollo
10/28/2008 04:50 PM
... And indeed, the myth tells us how the great oracular site of Delphi was originally sacred to Gaia, the Earth Goddess, with the oracle being focused on a great snake, called the Python. Apollo supposedly sailed in, accompanied by dolphins (the name Delphi derives from Greek words for dolphin and–very tellingly–womb).

Apollo killed the snake, a being from the Goddess powers of the land, with the cry "Now rot here upon the soil that feeds man!" Even so, the oracles were always women, and they bore the title Pythia.

It's no wonder that many feminist writers have denounced Apollo as the emblem of the patriarchal takeover of ancient Goddess powers. For the Greeks, however, Apollo represented civilization, and light, and beauty.[Link] [Cache]
ISLA: No title
10/28/2008 04:50 PM



Gesehen bei Femme Fatale - Erotische Kultur[Link] [Cache]
ISLA: Hör-Spiele
10/28/2008 04:50 PM
Auch die Süddeutsche mag diese Woche Haze, Sex und Pornografie. Wie wäre es zum Beispiel mit Bildern aus dem Bildband Telefon-Sex? Ich deute dieses mediale Schwerpunktthema mal so: Wer anderen zuhört, hat hin und wieder mehr vom eigenen Leben.[Link] [Cache]
mobbing-gegner.de blog: Weihnachststimmung auf dem MAC
10/28/2008 04:23 PM

Heute ist Weihnachten!

Nun kann ich ohne Kohle auch die alten PC-Progs laufen lassen. Danke dem Hinweis vom Alper Iseri aka ghostwalke! Lauft und beschenkt euch. Ein schönes Stück Software zum NullPreis. "Ich bin doch nicht blöd", aber ohne Rückgaberecht!

http://down.codeweavers.com/



Thank You!


Your email address has been recorded. You will recieve your serial code in a few days.



[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Neocon Steinbrück verhindert Gesundung des Finanzsektors
10/28/2008 03:00 PM

“Bundesfinanzminister Peer Steinbrück setzt bei dem Schutzschirm für die deutschen Banken weiterhin auf Freiwilligkeit. Der Staat soll nicht stärker in die Finanzmärkte eingreifen”, schreibt die WELT und warnt vor Überregulierung des Finanzmarktes. Das ist die eine Sichtweise. Die andere ist, dass Steinbrück, aus Sicht DD rechter Stürmer - fußballerisch gesagt - in der SPD, die Finanzkrise nutzt, damit sich nichts ändert. Hier wird er sich mit der Oberkellnerin ( Originalzitat FOCUS ) einig sein: ein paar kosmetische Operationen, das war’s. Wichtig scheint zu sein, dass die Dame, die bereits an Bilderbergertreffen teilgenommen haben soll, ihrer CDU- Neokonlinie folgt, nur ja keine Massnahmen einleiten, die konservative Kräfte stören könnten.

Immerhin gilt die Devise: zahlen tun andere!

[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Nicht nur Eisbären retten
10/28/2008 02:50 PM
[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Dumm zahlt gut
10/28/2008 02:50 PM
Geahnt hat man es immer, gelegentlich konnte man es sogar beobachten, nun aber ist es amtlich: Mehr als zwei Prozent der europäischen Internetnutzer sind völlig bescheuert. Nach einer europaweiten Befragung unter Internetnutzern zu deren Erfahrungen mit Lotteriebetrug, die auf der 6. Anti-Spam-Konferenz in Wiesbaden vorgestellt wurde, haben 113 vonr 4930 befragten Internetnutzern in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Dänemark und Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten Geld an einen Internetbetrüger verloren. Das sind etwa 2,3 Prozent der Befragten. Die Beträge, die die "Opfer" an Unbekannte überwiesen, die ihnen zuvor per Email mitgeteilt hatten, dass sie im Lotto gewonnen hätten, variierten zwischen 100 und 7000 Euro.

So schwer es auch zu verstehen ist: E-Mails, die größere Lotteriegewinne ankündigen, unerwartete Erbschaften versprechen oder um Hilfe beim Beiseiteschaffen von gestohlenen Millionen irgendwo im Kongo bitten, sind offenbar ein prima Geschäft. Spielend leicht lassen sich anscheinend Schwachsinne dazu bringen, eine "Teilnahmegebühr" zu bezahlen, um an das ganz große Geld heranzukommen. Allein von den in der Umfrage angesprochenen rund 5000 Personen erhielten Spammer etwa 320.000 Euro, hochgerechnet auf 100 Millionen Internetnutzern in Europa macht das eine Schadenssumme von 6,4 Milliarden.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Mit dem Charme einer halbvollen Flasche Goldkrone
10/28/2008 02:50 PM
Commander Master Chief arbeitet sich an Peter Sodann ab - und macht das gut. Der Link zu Hajo Schumacher ist auch zu empfehlen.[Link] [Cache]
ISLA: Wer bildet denn da kleine Kampfzwerge?
10/28/2008 02:49 PM
Auf einer Reclaiming-Mailingliste fragt gerade eine Teilnehmerin eine andere, ob sie die Dame aus der Nähe von Stuttgart, die zu Jahreskreisfesten mit Kindern einlädt und die auf der Liste beworben wird, denn auch gefragt hat, wie sie zu den Gedichten und Kindernliedern steht, die von dem Autor, mit dem die Dame zusammenarbeitet, während des Krieges für die Hitlerjugend und den Bund deutscher Mädels geschrieben wurden. Danke in diesem Zusammenhang übrigens für die Google-Anzeige "Tirol" und "Kindergarten" etc. rechts neben der Mail und der soeben eingetroffenen Suchanfrage "Kampfzwerge" aus Innsbruck/Tirol in diesem Blog. Ich verweise daher gerne auch noch mal auf "5 Fragen an heidnische und keltische Gruppen" von Antje Schrupp. Und zu lieben Bienen, beliebt nicht nur bei Kinderbuchautoren der Anthroposophie und Waldorf-Pädagogik sowie bösen Schlangen schreibe ich vielleicht irgendwann auch noch etwas oder suche entsprechende Quellen.[Link] [Cache]
ISLA: Kampfzone weibliche Mythologie und Matriarchatsforschung
10/28/2008 02:49 PM
Luisa Francia nennt für den heutigen Tag Lilith. Warum sie diesen Tag wählt, ist mir noch nicht ganz klar. Wer sich einen kurzen Eindruck über die Kulturkriege beispielsweise um diese mythologische Figur und den Kampf in der Matriarchatsforschung verschaffen möchte, der gehe zu Wikipedia, lese die hämische Einleitung des Textes zu Lilith und den knappen Kommentar zum Feminismus. Oder lese und begreife die verheerenden und tief in der kollektiven Seele verankerten Folgen nicht nur der hellenistischen Propaganda-Mythologie. Eine empfehlenswerte Leselektüre ist in diesem Zusammenhang auch: Jack Holland, Misogynie. Die Geschichte des Frauenhasses. Sicher dringt diese Bildung recht bald nicht nur in die Lehrpläne der Bildungsstätten sondern auch bis in die Fernsehanstalten und zu deren gut bezahlten Bildungsvorbetern vor.[Link] [Cache]
ISLA: Göttin des Tages:
10/28/2008 02:49 PM
Kali Puja
Indien


Fest der hinduistischen Göttin Kali, der Göttin in ihrem dunklen Aspekt. Die zerstörerische Macht der Kali ist gefürchtet, in diesem Fest verbinden sich die Verehrer der Kali mit ihrer mütterlichen Kraft, die mit all ihrer Macht für ihre "Kinder" sorgt.








(Künstlerin mir leider nicht bekannt)[Link] [Cache]
seelensplitter: warum man vergleichen darf - aber nicht alles vergleichen kann
10/28/2008 02:13 PM
Zitat:

Eine Haltung die NS-Vergleiche verbietet?

Sind Vergleiche, zu denen man die Mißstände im Dritten Reich heranzieht, moralisch und statthaft? Oder muß man, wie eine Kommentatorin - Margarete Limberg - des Deutschlandfunk einfordert, eine Art selbstauferlegte Verbotshaltung einnehmen, die jeglichen Vergleich mit dieser Epoche deutscher Geschichte verbietet?

Die menschliche Historie ist keine stumpfe Ansammlung menschlicher Erlebnisse und Ereignisse, sondern ein Repertoire an solchen Erfahrungen, an denen man sich bedienen kann und geradezu soll. Die darin enthaltenen Inhalte sind zuweilen viel komplexer als ersonnene Geschichten, daher finden sich in der menschlichen Geschichte immer konkrete Beispiele, die man als Vergleichsmaterial rekrutieren kann, um den aktuellen Zustand der Geschichte - die Gegenwart - zu durchleuchten. Ein solches Heranziehen mag manchmal nicht ganz passend sein, kann in vielen Nuancen auch als vollkommend unpassend erachtet werden - Geschichte wiederholt sich eben nicht, schon gar nicht in identischen Bahnen. Was sich aber manchmal wiederholt sind Prozesse, die sich in ihrer Grundausrichtung ähneln. Sich an dem Repertoire menschlicher Geschichte zu bedienen, um die Gegenwart zu begreifen, sie faßbar zu machen, sie mit der Vergangenheit zu ermahnen, stellt eine Kulturleistung dar - sie ist kein hilfloser Versuch des Mahners, sondern ein möglicher Akt des Begreifens, ein möglicher Akt der Bildung, ein möglicher Akt des Lernens.

Würde man nun einen Kodex implantieren, der besagen würde, dass eine bestimmte Epoche menschlicher Geschichte niemals mehr als Vergleichspotenzial herangezogen werden dürfte - ganz gleich, ob dies nun der Nationalsozialismus ist oder nicht -, so würde man sich selbst verbieten, aus einer festumrissenen Zeitspanne menschlicher Geschichte, die Lehren ziehen zu dürfen. Diese Verbannung einer geschichtlichen Epoche würde auf einem geheiligten Altar stehen, dürfte nicht mehr kritisch begutachtet, nicht mehr in den öffentlichen Diskurs geworfen werden. Man könnte beinahe annehmen, dass jene, die solche selbstverpflichtenden Haltungen verlangen, zu der Erkenntnis gekommen seien, dass aus der "verbotenen Epoche" alle Lehren gezogen wurden. Deshalb: Klappe zu! Ausgelernt! Dem Neuen entgegen, ohne Rückgriffe auf mögliche Parallelen!

Nun ist es mir im konkreten Fall kein Anliegen, die Aussagen des Professor Sinn reinzuwaschen. Denn geschichtliche Reflexion kann zuweilen mißbraucht oder einfach nur falsch verstanden werden. Man kann also diese Kulturleistung umsetzen wollen und trotzdem ganz unkulturell daran scheitern. Dies muß nicht nur einem ideologisch verfangenen Professor zustossen, sondern kann jeden treffen - dann spricht man freilich von Geschmacklosigkeiten und Verfehlungen, moralisiert also. Aber dennoch, trotz dieser vermeintlichen Verfehlungen, kann der Lösungsansatz solcher Debatten nicht darin bestehen, die Geschichte des Dritten Reiches und auch - ganz speziell - die der Shoa als sakrosanktes totes Stück Historienfetzen einzustufen. Und gerade die Shoa ist die Geschichte eines zum Himmel schreienden Unrechts, die Geschichte von der Niedertracht und Bösartigkeit des Menschen am Menschen, sie ist zudem der mörderische Schlußakt einer langen abendländischen Irrung, die aus dem Juden einen rassischen - nicht mehr religiösen - Untermenschen gemacht hat. In der Schrecklichkeit der Shoa findet sich alles, was das Unrecht so grausam erscheinen läßt - warum soll dieses Mahnmal der Geschichte nicht vergleichbar sein dürfen, gerade auch wenn heute Unrecht begangen wurde?

Es ist schwer zu konkretisieren, wann Unrecht größer, wann es kleiner ist - Unrecht ist zunächst immer Unrecht. Für denjenigen, den Unrecht ereilt, steht sein erfahrenes Unrecht als bittere Erfahrung in der persönlichen Geschichte. Wir sprechen zuweilen von Ungerechtigkeiten, die sich auf dieser Erde abspielen, aber genau genommen ist es eine große, einzige Ungerechtigkeit - die Einzigartigkeit des erlittenen Unrechts ist widersinnig, ist Ausdruck einer Primatshaltung des einen Leidenden über den anderen. Um also das unbeschreibliche Unrecht an Europas Juden als Vergleich heranzuziehen - ein Unrecht das ja vielschichtig ist, weil es zwar in Mord endete, aber mit vielen kleineren und größeren Repressionen seinen Anfang nahm -, muß die Vergleichssituation Unrecht in sich tragen. Darf man historisches Unrecht denn nicht mit gegenwärtigen Unrecht vergleichen? Sie heranziehen um zu mahnen, Aufmerksamkeit zu erzeugen, zu warnen? Es muß doch kein Akt der Verhöhnung der damaligen Opfer sein, ganz im Gegenteil, zeigt es doch auf, dass man das einstige Unrecht vollauf erkannt hat - der Mißbrauch dieser Einsicht, wie vielleicht im Falle des Professor Sinn, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden.

Es stellt sich gegenteilig dar: Wer fordert, man dürfe aus dieser Ära keine Vergleiche rekrutieren, der fordert somit, aus der Geschichte nicht mehr lernen zu wollen, läßt in einer unsäglich Arroganz erkennen, schon alles aus diesem Geschichtsabschnitt gelernt zu haben. Doch ausgelehrt hat uns keine Epoche, auch keine der früheren Epochen - immer wieder finden sich darin Lehren und Einsichten, die man für die Gegenwart als wertvoll erachten kann. Wer also fordert, das Vergleichspotenzial dieser braunen Ära zu verwerfen, der drängt in einen Geschichtsfaschismus hinein, der totalitär alles unter sich begraben will, was sind mit dieser Zeit auseinandersetzt, der aus lebendiger Geschichtsbetrachtung eine tote Wissenschaftlichkeit machen will; ein Faschismus, der den Kritiker verächtlich machen will, der ihn zum Unmenschen erklären will, weil er angeblich keinerlei Respekt vor den Opfern der damaligen Zeit habe.

Die Explosivität von Sinns Äußerungen lag darin, dass er aus Tätern Opfer machen wollte, und dass man herauslesen mußte, dass auch die einstigen Juden Opfer ihrer Täterschaft waren. Dies ist der (absichtliche?) Irrtum seines Vergleichs. Er hat nicht Opfer mit Opfern verglichen, sondern Täterschaften - nicht alle sind Täter - hinter Opferstatus verbergen wollen und damit wirklich das Andenken an jene beschmutzt, die einst Opfer waren...

Geschrieben von Roberto J. De Lapuente

(Quelle: ad sinistram)[Link] [Cache]
Linke Zeitung: Banken enteignen & vergesellschaften
10/28/2008 01:51 PM
Die Finanzkrise hat globale Auswirkungen. Sie treibt die Weltwirtschaft in eine Rezession. Kursstürze an allen Börsen und zunehmende Auswirkungen auf die Realwirtschaft - aktuell in der Autoindustrie - zeigen das Ausmaß. Die Folgen für die Beschäftigten, die Arbeitslosen, Rentner usw., für die Armen in dieser Welt, aber auch für den Mittelstand in den entwickelten kapitalistischen Ländern sind in ihrem ganzen Umfang noch nicht absehbar.Die Behauptung, diese Krise sei ausschließlich eine des US-Finanzkapitals, sowie der Hinweis auf stabile Verhältnisse im Lande sind längst durch die Realität widerlegt. Alles Gerede über Wirtschaftsaufschwung und über ein Jobwunder ist auch hierzulande passé. Finanzminister Steinbrück erklärte noch in der Haushaltsdebatte Anfang September, dass die Finanzkrise US-gemacht wäre. Am 27. September 2008 sagte er: Die Welt wird nicht wieder so sein wie vor der Krise. Frau Merkel stellte am 7. Oktober im Bundestag fest: So eine ernste Lage hatten wir noch nie. Kapitalismus in der Krise , Banken weltweit stellen die Systemfrage oder ähnlich titelten viele Zeitungen.Würden die Steuerzahler jetzt nicht zwangsweise für den Erhalt von Banken und Versicherungen aufkommen, wären nicht nur die fünf großen Banken der USA und diverse Banken in Island, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, in der BRD usw. usf. pleite.Die Regierungen der ökonomischen stärksten kapitalistischen Staaten haben aktuell Programme zur Rettung der Banken beschlossen. Einige der am meisten betroffenen Finanzinstitute werden - vorübergehend - in staatliche Obhut überführt. Ziel ist die Sozialisierung der Verluste. In einer anderen Wirtschaftssituation werden dann die sanierten Institutionen wieder in die Verfügungsgewalt dem Großkapital zurückgegeben.[Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": Das Prinzip des Ausblutens
10/28/2008 01:47 PM

Der Ökonom Hans-Werner Sinn hat recht mit seinem Vergleich, jedoch auf eine völlig andere Weise. Das kapitale Management betrachtet seine Zinsknechte wie Juden im Dritten Reich: sie sind bis aufs Blut auszusaugen.

Historisch bekannt ist, dass das mosaische Recht das Pfandrecht zuließ. Die Juden konnten Zinswucher betreiben. Im Propagandafilm " Der ewige Jude" ist dies besonders hervorgehoben, um die Juden zu diskriminieren. Denn das Kassieren von Zinsen war längst ein globales System geworden. Im Islam völlig abgelehnt, denn niemand darf sich Zeit kaufen, war es bei uns im Mittelalter unsittlich und selbst Aristoteles sagte schon: Geld darf nicht hecken. Auch Martin Luther war geneigt, den Geldfeilscher möglichst den Kopf abzuschlagen. Aber das war gestern. Der Zins ist die übliche Rechnungseinheit im Exponent weltweit.

Betrachten wir nun das grausame Schicksal der Juden: Eine von der SS streng beaufsichtigte industrielle Verwertung. Menschen wurden hier zu einem beliebigen industriellen Rechnungsfaktor degradiert. Die von den Nazis als Untermenschen diskriminierten wurden zum Gegenstand ökonomischer Verwertung. Ihr Vermögen wurde beschlagnahmt, ihre Kunst, ihr Schmuck, ihre Arbeitskraft wurde für die Industrie eingesetzt, ihre Knochen, ihre Zähne, ihre Haare, ihre Haut wurden restverwertet. Ein rein ökonomisch numerischer Akt, denn Zahlen haben keine Seele. Bewacht wurde alles von der SS, vom Staat also.

Die derzeitige Finanzkrise ist also nichts weiter als das Prinzip des Ausblutens der Einleger durch Schuldverschreibungen für die Bilanz des Großkapitals. Die Sparer müssen im Interesse derer, die Geld für sich arbeiten lassen, ihr Erspartes wieder hergeben. Es ist die größte Umverteilung der Nachkriegsgeschichte.

Tagged: Germany
[Link] [Cache]
Radio Utopie: Autoindustrie kauft Autopolitik für Autobürger auf Autopilot
10/28/2008 01:36 PM

das-heulende-krokodil.serendipityThumbEs ist die gleiche miese, abgefeimte Farce wie seit Erfindung des Hochkapitalismus während des 2.Weltkriegs in Bretton Woods.


Hauptdarsteller: jammernde, greinende, Bäche flennende Krokodile, dann die hilfsbereiten Suppenkaschperle aus den sogenannten "Parteien" (Räubern mit Schauprogramm), die blöde glotzenden Allesbezahler und ausgeplünderten Deppen im Volk und als Dreingabe die Superpfosten aus sogenannten "Gewerkschaften" wie der IG Metall.

Als der Kapitalismus noch Kapitalismus ohne Verkleidung war, mit einer Rotte armselig gekleideter und ernährter Menschen in den Fabriken der Eliten, zuhause massenhaft und öffentlich in miesen Wohnungen und Ghettos, und die Ausbeuter noch dazu standen welche zu sein, weil das schon immer so gewesen sei und ausserdem vom atlantischen Gott der Calvinisten auch so gewollt und vorgesehen, da kam ein Boss namens Henry Ford auf folgende Erkenntnis:

"AUTOS KAUFEN KEINE AUTOS, ARBEITER KAUFEN AUTOS"

Dieses elementare Verständnis ("cars don't buy cars, workers buy cars") von Angebot und Nachfrage verschwand mit Ende des 2.Weltkriegs irgendwo in der Versenkung des Hochkapitalismus und tauchte, trotz andauernder Versuche an die Grundprinzipien der herrschenden Weltwirtschaftsordung zu erinnern, bis heute nicht mehr auf.

Monopolismus, Manipulation, Wettrüsten (wer schafft eigentlich Nachfrage nach (Atom)waffen?), nackte Ausbeutung, Vernichtung von Aufstiegschancen, stattdessen die Schaffung von Akzeptanz in der Untersschicht dafür dass das eigene Schicksal nun mal so sei, man wisse ja wie´s läuft, könnte ja jeder arbeiten, grenzenlose, grenzenlose Heuchelei und Korruption in der Upperclass, Lügen, Orgien, Betrug und Verbrechen, und das alles im Namen - jetzt kommt´s - der "freien Marktwirtschaft", welche die real existierende Weltwirtschaft mit Myraden von Blutsaugern und Nichtstuern überzogen hat welche in Banken und Finanzkonglomeraten jahrzehntelang Luftgeld erfanden und damit die Werktätigen und Gesellschaften erpressten, während in irgendwelchen schamhaft beworbenen Schwatzbuden ("Parlamenten") mit lukrativ versorgten Nebendarstellern so getan wurde als gäbe es Demokratie, Rechtsstaat und Parlamentarismus -

DAS IST UNSERE REALITÄT

Eine kleine Schmierenkomödie dieses alltäglichen Verbrechens an der Gerechtigkeit spielt sich dieser Tage um die sogenannte "Autoindustrie" (also gierige Kapitalisten mit einer Menge Fabrikdrohnen die für sie arbeiten) ab.

Geschehnisse in zeitlicher Reihenfolge:
1. Jahrzehntelang machen was man will, Milliarden scheffeln, Politiker bestechen, Arbeiterlöhne drücken und lügen, lügen, lügen.


2. Den Zusammenbruch der Bankenhypnose und den Niedergang der Kaufkraft durch steigende Verarmung ganzer Bevölkerungsteile, die einfach kein Geld mehr haben, auch nicht für Autos, für ein Riesengeheule nutzen wie schlecht es doch einem selbst ginge mit all Milliardengewinnen (erarbeitet von "Arbeitnehmern", die geistig so herabgesunken sind dass sie sich so nennen lassen).


3. "Experten" mit dem massenhaften Rausschmiss der Arbeiter drohen lassen.


4. Wie z.B. die "Volkswagen AG" nun zum Staat rennen, damit drohen die Leute rauszuschmeissen (die Experten hätten gesagt, dies sei quasi unvermeidlich, man könne die Kameraden fast nicht mehr zurückhalten) und nun bei der Regierung die Hand aufhalten.


5. Den EU-Kommissar Günther Verheugen fordern lassen, doch mal die arme, arme, aaaaaaarme Autoindustrie nicht im Regen stehen zu lassen.


6. Die Börsenkurse explodieren zu sehen.


7. Das elende, elende, unsagbar würdelose Geschwafel eines Erwin Huber (Vorsitzender der IG Metall) ablächeln, der Leuten ohne Geld erzählt, sie würden den Konsum "verweigern" und um ein Angebot der "Arbeitgeber" betteln zu lassen.


8. Noch mehr Geld zu kassieren, anstatt direkt von den Autobürgern diesmal vom Autostaat.


9. Löhne drücken während die "privaten" Notenbanken den Banken weiter Geld drucken damit die dem Staat weiter Kredite geben damit der ihnen eine halbe Billion Euro in den Rachen schmeissen kann.

und, ganz wichtig:
10. dann zu erzählen, Autos kaufen Autos.

Und zwar solange, bis irgendein wütender, Rauch speiender Mann, genau der vor dem sie sich ihr ganzes Leben lang fürchten werden, aus seinem Gefängnis Armut entfliehen kann und sie alle fertig macht.


(...)


24.10.08 FANTOME DES KAPITALS: "Wachstum" und "Bruttoinlandsprodukt"


21.11.07 “Politische Streiks”,Lafontaine,DGB: DIE LINKEN HEUCHLER


16.02.08 Steueraffäre, Eliten oder die Privatisierung der Politik


29.11.2007 Scholz und Kapital: Sklaven-Löhne = weniger Arbeitslose


20.01.08 Nokia: Kapitalisten-Heuchler haben Angst um´s Zuckerbrot


21.11.07 60% der Deutschen für Mindestlohn


16.11.07 GDL-Streik: Die Aufschwung-Lüge vom “Wachstum”




[Link] [Cache]
BooCompany: Bauernopfer bei T-Mobile (BOO)
10/28/2008 01:26 PM
"Aber er hat ja gar nichts an!" möchte man ausrufen, wenn Kaiser Obermann mit heruntergelassenen Hosen durch die Gänge schlurft. Macht aber niemand. Stattdessen müssen offensichtlich wieder die in der zweiten Reihe mit den schlecht sitzenden Klamotten dran glauben.[Link] [Cache]
HU-Marburg: Nicht genauso weitermachen wie bisher!
10/28/2008 12:58 PM
Grundlegende Überlegungen zur Finanz- und Wirtschaftskrise - HU-Ortsverband Marburg.

[Link] [Cache]
HU-Marburg: Ackermann verzichtet
10/28/2008 12:58 PM
Kein Preis mehr für den Bank-Boss - HU-Ortsverband Marburg.

[Link] [Cache]
HU-Marburg: Maulkorb statt Meinungsfreiheit
10/28/2008 12:58 PM
Wie das ZDF mit einer kritischen Journalistin verfährt - HU-Ortsverband Marburg.

[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Hitler auf dem Börsenthron
10/28/2008 12:50 PM
74 Jahre nur hat es von Adolf Hitlers Forderung nach einem Auto, das 100 km/h Dauergeschwindigkeit auf der Autobahn bringt, mit vier Sitzen für Familien ausgestattet ist und unter 1000 Reichsmark kostet, gedauert, bis die Volkswagen AG zum größten Unternehmen der Welt geworden ist. Mit einem Börsenkurs von - heute morgen - 960 Euro ist das Wolfsburger Autohaus rund 300 Milliarden Euro wert - 100 Milliarden mehr als das nächstfolgende Unternehmen, die US-Ölklitsche Exxonmobil.

An der Wiege des Erfolges stand einst die Deutsche Arbeitsfront, die die damals größte Automobilfabrik Europas baute. Am 28. Mai 1937 wurde die "Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH" gegründet. Ihr erstes und einziges Produkt sollte der „Kraft durch Freude-Wagen" werden. Finanziert wurde der Aufbau des Volkswagenwerkes Wolfsburg aus dem Verkauf des 1933 gestohlenen Gewerkschaftsvermögens, die Finanzierung der Produktion erfolgte damals schon nach einem Modell, das heute ein bisschen in Verruf gekommmen ist: Käufer des Volkswagens konnten sich ihr Auto über Optionen sichern, die vorher zu bezahlen waren. Der Kaufpreis von 990 RM wurde in Raten angespart und mit Sparmarken auf einer Sparkarte quittiert. Bekommen hat am Ende allerdings keiner der fleißigen Sparer sein Auto, weil die komplette produktion inzwischen an der Front gebraucht wurde.

Langfristig geschadet hat das Volkswagen nicht, auch heute noch gilt das Unternehmen als Garant für Zuverlässigkeit. Bei rund 700.000 Wagen, die 2006 aus der niedersächsischen Autoschmiede kamen, bewertet die Börse derzeit jeden einzelnen Volkswagen mit schlappen 398.571 Euro, bei einem durchschnittlichen verkaufspreis von 40.000 steckt da die Erwartung drin, dass Volkswagen demnächst die Welt regieren und ganz China und Indien Zwangsvolkswagen fahren werden müssen.

Große Freude herrscht darob beim Bundesland Niedersachsen: Der 20 prozentige Anteil des Landes an der Volkswagen AG ist im Moment 60 Milliarden wert - Niedersachsen, das mit 51 Milliarden verschuldet ist, ist damit als einziges Bundesland schuldenfrei.[Link] [Cache]
Feynsinn: Ich werde Osama töten
10/28/2008 12:15 PM

Vorher werde ich neunundneunzig Neger erschießen und neunzehn köpfen. Ich kenne einen, der weiß, wo man eine Schießpistole kriegt und habe schon ein großes Köpfemesser.
Wenn mein Freund den Führerschein hat, fahren wir sofort nach Amerika und erschießen Barack Osama. Dann machen wir Pipi auf den.
Komm ich jetzt im Fernsehn?

[Link] [Cache]
ad sinistram: Eine Haltung die NS-Vergleiche verbietet?
10/28/2008 11:46 AM
[Link] [Cache]
TV-Tipp: Heute 21 Uhr, arte
10/28/2008 11:36 AM
Being W

Frankreich 2008

mehr Informationen[Link] [Cache]
redblog: Links um zehn # 79
10/28/2008 11:36 AM
Über Brad Will, dumme Tramfahrer, ein Tanz auf dem Börsenparkett, Cross Border Leasing, ein Griff ins Klo und Professor UnSINN

[LINK] Vor zwei Jahren wurder der US-amerikanische Journalist und Kameramann Brad Will von der mexikanischen Polizei getötet. Thomas erinnert an ihn.
[LINK] "Sehr geehrte Fahrgäste. Wir umrunden nun ein letztes Mal mit der Linie 1 den Wiener Ring, den Orbit rund um den Stephansdom. Viele historische Ereignisse haben hier stattgefunden. Sieg heil!" Video einer Jungfernfahrt.
[LINK] Gestern stürmten 25 AktivistInnen von attac die Frankfurter Börse. n-tv war gerade live auf Sendung, Corinna Wohlfeil war arg verwirrt und erklärte: "Jetzt hoffen wir mal, daß das Sicherheitspersonal hier gleich einschreitet."
[LINK] Privatisierung als Ursache der Finanzkatastrophe. Reinhard Jellen im Gespräch mit Werner Rügemer über Cross Border Leasing.
[LINK] Ein Griff ins Klo, im wahrsten Sinne des Wortes.
[LINK] Ein Professor sinniert. Eine Karikatur von Klaus Stuttmann.

Vorschläge für LINKs, Kritik, Lob und sonstige Mitteilung bezüglich der "Links um zehn" bitte an redblog[AT]no-log.org[Link] [Cache]
Freeman: Der IWF wird bald selber Geld drucken
10/28/2008 11:27 AM
Dem Internationalen Weltwährungsfonds geht das Geld aus, um die lange Liste der Länder zu retten, die in Nöten sind. Osteuropa, Lateinamerika, Afrika und Asien sind schwer betroffen und die westlichen Geberländer haben genug eigene Probleme, deshalb wird nichts anderes übrigbleiben, als selber Geld zu produzieren.

Der Fond hat sich bereits verpflichtet, ein Viertel seines Budgets von ca. $200 Milliarden zu vergeben, an Länder wie Island ($2 Milliarden) und Ukraine ($16.5 Milliarden) und es finden Verhandlungen mit Pakistan ($14.5 Milliarden) und Ungarn ($10 Milliarden) statt, so wie mit Weissrussland und Serbien.

Neil Schering, eine Experte für die Schwellenländer, sagte, der IWF arbeitet an einer Rettungsaktion der Länder, vom Baltikum bis in die Türkei, aber das ist nur der Anfang.

" Wenn man die Länder in dieser Region die Geld benötigen zusammenzählt, dann kommt man schnell aus die Summe von $500 bis $600 Milliarden, und das versenkt den IWF. Der Fond muss wahrscheinlich sehr bald den Westen um weitere Mittel anfragen," sagt er.

Brad Setser, eine Experte für Kapitalfluss beim Council On Foreign Relations, sagte, Russland, Mexiko, Brasilien und Indien haben zusammen $75 Milliarden ihrer Reserven aufgewendet, um ihre Währungen zu stützen, und Südkorea kämpft auch gegen eine ernste Bankenkrise.

" Augenblicklich ist der IWF zu klein um den Bedarf an Währungsliquidität der grösseren Schwellenländer zu decken. Wir sind in einer gefährlichen Situation und es gibt ein grosses Risiko von extremem Bewegungen im Markt, so wie wir mit dem brasilianischen Real gesehen haben. Ich hoffe die Entscheidungsträger verstehen den Ernst der Lage," sagte er.

Der IWF, angeführt von Dominique Strauss-Kahn, hat die Macht selber Geld zu produzieren, in dem dieser "AAA" bewertete Obligationen herausgibt. Bisher wurde das noch nie gemacht, da bisher lieber die Mitgliedsländer um Einlagen gebeten wurden.

Die nukleare Option ist selber Geld zu drucken, durch die Anwendung von Sonderziehungsrechte, wie wenn sie die Zentralbank der Welt wäre. Dies wurde kurz beim Fall der Sowjetunion benutzt, aber wurde nie systematisch verwendet, als ein Werkzeug um eine Weltwirtschaftskrise abzuwenden.

" Der IWF kann theoretisch Liquidität schaffen wie eine Zentralbank," sagt eine informierte Quelle. " Es werden viele Ideen gehandelt."

Zur Zeit ist Osteuropa im Epizentrum der Krise. Lars Christensen, ein Strategist bei der Danske Bank, sagt, die blitzschnelle Rettungsaktion der Ukraine zeigt, der IWF ist über ein geostrategisches Risiko der baltischen Region besorgt, so wie über eine unmittelbar bevorstehende finanzielle Pandemie. " Der IWF fürchtet einen Dominoeffekt in Osteuropa, wo der Zusammenbruch eines Landes automatisch zum Kollaps eines anderen führt," sagte er.

Die Wurzel des Übels liegt daran, Osteuropa und Russland haben zusammen $1.6 Billionen sich von Auslandsbanken in Euros und Dollars geborgt, um ihre aufholenden Wachstum in den letzten fünf Jahren zu finanzieren, wie die Daten der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr BIZ zeigen. Die Kredite werden jetzt in einer alarmierenden Rate fällig. Sogar Felsen feste Firmen haben Probleme ihre Kredite zu verlängern.

Schering sagt, die Türkei wird sich auch bald in die lange Schlange für eine Rettungsaktion einreihen müssen. " Ihre Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland haben $186 Milliarden erreicht, und ein Grossteil davon sind kurzfristig Schulden, die in den nächsten Monaten verlängert werden müssen," sagt er.

Der Premierminister der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, sagte am Wochenende, dass sein Land nicht " seine Zukunft verdunkeln will, in dem es sich den Wünschen des IWF beugt", aber es ist unklar, wie lange Ankara sich trotzend dagegen stellen kann, während die Kapitalflucht die Währungsreserven abfliessen lässt.

Pakistan, das vor einem Staatsbankrott steht, hat auch die Nackenhaare der Politiker aufstellen lassen, in dem es die Forderung des IWF zurückwies, als Voraussetzung für einen Hilfskredit, müsse das Land die Militärausgaben heftig reduzieren. Diplomaten sagen, es ist unwahrscheinlich, dass der Westen ein nuklear bewaffnetes islamisches Land ins Chaos stürzen lässt. (Telegraph)

Kommentar: Aha, jetzt hat die NWO ihr Ziel bald erreicht. Zuerst hat man die Länder in die Schuldenfalle gelockt, dann die Weltwirtschaftskrise künstlich geschaffen, und jetzt wo den Ländern die Luft ausgeht, müssen sie nach der Pfeife des IWF tanzen, sonst werden sie nicht gerettet. Um aber die Rettungsaktion durchführen zu können, muss der IWF in die Zentralbank der Welt umgewandelt werden, die selber Geld druckt. Wir kommen dem Ziel der einheitlichen Weltregierung, Weltdiktatur und der Weltwährung immer näher. [Link] [Cache]
Gerd-Lothar: Autor Tony Hillerman gestorben
10/28/2008 11:09 AM

Der US-amerikanische Autor Tony Hillerman ist am Sonntag im Alter von 83 Jahren gestorben. Ein wirklich großer und inspirierender Schriftsteller, dem ich viel verdanke. Und ein Mann völlig außerhalb der gewöhnlichen Schemata. “Es hat mich immer bekümmert, daß die Amerikaner keine Ahnung von der reichen Indianerkultur haben”, sagte er der Zeitschrift “Publishers Weekly” einmal. Damit ist er leider nur einer von sehr wenigen gewesen.

In meinem Buch Ideenmagazin gibt es im Abschnitt “Literatur” eine Abhandlung über Tony Hillerman: Das Tabu der Totengeister.

Links:

[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Kinderbetreuung in Betrieben
10/28/2008 11:00 AM

“Die Kinderbetreuung in Betrieben soll nach den Vorstellungen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) in den kommenden zwei Jahren stark ausgebaut werden”, schreibt n-tv. Diese immer süß lächelnde Dame ist der Teufel in Person. Mit einen propagandistischen Elefanten reist diese Dame durch die Republik und verbreitet vordergründige Wohltätigkeiten:

  • familienbewusste Arbeitsbedingungen
  • Erfolgsfaktor Familie
  • Frauen integrieren

und hat, wie der besondere ideologische Freund von dieser Dame, Herr Professor Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Neocon par excellence, nur eines im Sinn:

den Kampf um Niedrigstlöhne weiter anzuheizen.

Warum? Weil Angebot und Nachfrage den Preis machen, zunehmend auch deshalb, weil sich immer mehr Unternehmen aus der Tarifbindung verabschieden. Es ist faktisch wie in China: tausende stehen und warten auf einen ordentlichen Arbeitsplatz. Und dann ist doch ein Lohn von 8 Euro/Stunde für eine Frau doch genau so richtig, wie jener für 13 Euro/Stunde für einen Mann.

Das Fatale daran: Unternehmer gewinnen - der Staat gewinnt!

Unternehmer gewinnen, weil Frauen endlich eine Chance für ihr Leben sehen und sie auch mit weniger zufrieden sind - immerhin ist weniger mehr als nichts.
Die staatliche Verwaltung gewinnt, weil durch Sinken des Lohnniveaus die Rententransferzahlungen sinken.

Es soll mir niemand sagen, dass der Herr Professor Straubhaar oder diese Dame der CDU (!) das nicht weiß. Übrigens: passt es da nicht, dass CDU und Straubhaar gegen Mindestlöhne sind?

[Link] [Cache]
Politprofiler: Der VW-Effekt - Imagen we kick them out
10/28/2008 10:55 AM


Die VW-Aktien wird jetzt (29.10.08) im DAX mit 10 % Gewichtung gedeckelt.
Nach Medienberichten soll sich Porsche bereits 74 % der VW-Aktien gesichert haben - 20,1 % sind in Landesbesitz.

Da es aber nur noch 5% Streubesitz von VW-Aktien gibt, erscheint eine Gewichtung von 10% immer noch viel, viel zu hoch.

Durch die Kurstreiberei von Porsche hat sich der DAX am 28.10.08 derartig verzerrt und schloss mit einen Plus von über 11 %. Ohne VW hätte er mit 3,7 % im Minus geschlossen.

Es ist ein Schande, dass die BAFIN diesem Treiben zwei Wochen ohne Reaktionen und Konsequenzen zu schaut und erst nach abgeschlossenem Geschäft von PORSCHE zu Taten schreitet. Das ist meiner Meinung nach absichtliche Verschleppung der Aufsichtsichtspflicht.


-----------------------------------------------------

Ende Oktober stellt sich der DAX in einem bizarrem Bild dar. Der Dax steht und fällt momentan mit der VW-Aktien. Die VW-Aktien verbucht nie dagewesene Ausschläge von bis zu 500 Euro Anstieg an einem Tag. Diese Aktien steigt, wenn der DAX im Fallen ist und fällt, wenn er nach oben unterwegs wäre. Am 28.10.2008 notierte sie gar kurzfristig bei 1.000 Euro. (
Ich will hier keinen hoch börsianischen Bericht schreiben, sondern einfach nur laut nachdenken.)

Ein Kräftespiel in einem nie dagewesen Ausmaß bietet sich hier als Schauspiel. Ein kontrolliertes Spiel mit der Gier nach dem schnellen Gewinn und als Lohn gibt es einen Weltkonzern - mit realen Sicherheiten aus Produktionsstätten und Immobilien.

Nur ein Gedankenspiel

Stellen wir uns einmal vor ein finanzkräftiger Mann/Frau /Unternehmen oder wer auch immer entschließt, die freien Marktgesetze für sich auszunutzen, weil im mehr Geldmittel zu Verfügung als allen anderen. Stellen wir uns vor, es ist einer der Gewinner der Finanzmarktkrise, dem einige der verlorenen Dollars und Euros aus der Finanzkrise auf seinem Konto verbucht wurden - denn Geld löst sich nicht in Luft auf, sondern verschwindet nur auf einem anderen Konto - wie auch bei der Finanzkrise.

Die imaginäre Person entschließt sich, ein großes Unternehmen zu übernehmen. Er geht aber nicht her und kauft alle Aktien die auf dem Markt angeboten werden, sondern er beschließt, für eine künstliche Nachfrage zu sorgen, damit es ordentliche Kursschwankungen gibt, die die Aufmerksamkeit der Anderen auf diese Aktie zieht. So etwas funktioniert aber nicht alleine, zu diesem imaginären Spiel braucht es wissende Partner, die Aktien auch wieder verkaufen. Das Kursfeuerwerk beginnt.

Einer kauft und verkauft sie an den anderen zu noch teureren Kursen. Das treibt den Kurs an und lockt Spekulanten, bis zum Tageshöchstpunkt - egal ob es sich um Leerverkäufe oder reale Käufe handelt. Letztendlich müssen Fondmanager den Dax nachbilden und durch die steigenden Kurse von VW, die VW-Aktien schwerer gewichten. Das führt zu Kurssteigerungen und gleichzeitig zu Kursverlusten bei anderen Aktien, weil diese aus den Portfolios fliegen.

So trägt letztendlich wieder der kleine Anleger die Zeche mit Kursverlusten in den angeblich sicheren Fonds der Banken. Nicht auszumalen, was passiert, wenn VW aus dem DAX fliegt. Können die Fonds diese Verluste einfach verschmerzen?

Es bleibt jedem einzeln überlassen, für wen Fonds am Ende tatsächlich Vorteile bringen und wer die Zeche immer zu zahlen hat. Es bleibt auch jedem überlassen Fonds zu kaufen. Ob diese Finanzartikel tatsächlich sicherer sind als andere muss auch jeder selber beurteilen.

Tatsache ist: Die VW-Aktien schwankt in nie dagewesenem Maße und bewegt sich in Preiskategorien die jenseits von GUT und BÖSE sind - angeblich soll es Porsche sein, der sich 75 % der Anteile von VW sichern wolle - doch seriöse wäre es in keinem Fall.

In meinen Augen ist die VW-Aktien ein Fall für die Börsenaufsicht und sollte vom Handel ausgesetzt werden. Solche Preismanipulationen sind nicht im Sinne der Börse, wenn die Börse jemals im Sinne einer Sozialen Marktwirtschaft war bzw. eine AG.

Die Frage bleibt: Wo ist die viel gepriesene Finanzaufsicht unserer Bundeskanzlerin Merkel und auch von Peer Steinbrück? Anscheinend spielt Beaufsichtigung bei einem Unternehmen, bei dem Kommunen beteiligt sind, keine Rolle, nur bei absolut private AGs.

Die Fakten

VW notiert um einen KGV von ca. 75 und Daimler gerade mal 3,5. (Der KGV spiegelt das Kursgewinnverhältnis wieder - d. h. der Gewinn wird in ein Verhältnis zum Aktienkurs gelegt und soll darstellen wie lange die Gewinne ausgeschüttet werden müssen bis der Aktienkurs erreicht ist). Bei den momentanen Aussichten für die Automobilindustrie ist das eine klare Überbewertung, doch man muss bedenken, dass VW über außerordentlich hohe Vermögen an realen Gütern wie Produktionsmitteln und Immobilien besitzt.

Bei einer Marktkapitalisierung von ca. 266 Mrd. ergibt sich ein Gesamtanzahl von ca. 300 Millionen VW-Aktien. Zu VW gehören nicht nur Autoproduktion sondern Banken und Immobilienfirmen, die ganze Wohnkomplexe errichteten und finanzieren. So deckt VW die gesamte Wertschöpfung bis zum Kunden im eigenen Konzern ab. (Zahlen zu VW)

Die Porscheaktie und die seltsamen Strukturen der Porsche Automobil Holding SE

Im Gegensatz zur VW-Aktien fällt die Porscheaktie ganz tief, trotz zahlloser Kaufempfehlungen der Profis. Seit 2007 ist die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG ein Tochterunternehmen der Porsche Automobil Holding SE.

Porsche wurde 2001 aus dem MDAX ausgeschlossen, weil die AG nicht bereit war Quartalsberichte vorzulegen, die vorgeschrieben waren. Das führt zu einem enormen Kursverlust, weil Fonds auch diesen Dax nachbildeten und so die Nachfrage nach Porscheaktien sankt. Das gleiche Schicksal droht VW offensichtlich nicht.

Porsche wehrte sich gegen die Quartalsberichte, weil der soziale Frieden bedroht sein. Die Einkommen in den Manageretagen werden auf ca. 120 Millionen geschätzt, die sich auf 6 Personen verteilten. 2007 firmierte nun die Porsche AG in eine Europa AG um - die Prosche Automobil HOlding SE.


Am 3. März 2008 wurden die Porscheaktien optisch verbilligt durch ein Splitting mit 1:10. Das heißt aus einer Aktie werden 10 Aktien und kleine Anleger können wieder einsteigen, trotz gleichbleibender Umsätze und Gewinne. So verselbständigt sich die Börse immer mehr. Porsche notierte am 25.02.08 bei einem Kurs von 1.137 Euro. In unserm Chart können sie leider nur die Kursentwicklung ab Sept. 2008 sehen. Die Aktien kommt von 100 Euro auf momentan 45 Euro.

Somit hat sich die Aktien vom März mit einen Kurs von 1. 137 Euro (Splitt 11,37 Euro) auf 100 Euro hochgearbeitet um dann wieder auf 45 Euro zu fallen, was immer noch deutlich über dem Splittingpreis liegt.

Ferdinand Piech Porsche und VW

Bei Porsche gibt es nur VZ (Vorzugsaktien) also ohne Stimmrecht an der Börse. Die ausschließlich stimmberechtigten Stammaktien liegen bei den Nachfahren von Unternehmensgründer Ferdinand Porsche und Piech.

Von 1993 bis 2002 war Ferdinand Piëch Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, seitdem ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Die Familien Porsche und Piëch kontrollieren den Sportwagenhersteller Dr.Ing. h.c. F. Porsche AG. (Sie ist ein Tochterunternehmen der neu entstandenden Porsche Automobil Holding SE an der Börser). Ferdinand Piëch allein besitzt 13,16 Prozent der Stammaktien von Dr.Ing.h.c.F.Porsche AG.

Er ist nicht nur Aufsichtsratsvorsitzender von VW und Mitglied in den Porsche-Aufsichtsgremien, sondern auch mit 10 Prozent Mitinhaber und Aufsichtsrat der Porsche Holding (Private GMBH 50 % Prosche/ 50 % Piech - davon einige Privatstiftungen) in Salzburg, unter anderem Generalimporteur für die Marken des VW-Konzerns in Österreich und Osteuropa. In der Zeit seines Aufsichtsratsvorsitzes bei der Volkswagen AG und seiner gleichzeitigen Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bei der Porsche AG, erwarb die Porsche AG Anfang des Jahres 2005 einen Anteil von zirka 21 Prozent der Stammaktien der Volkswagen AG und baute diesen bis September 2008 auf gut 35 Prozent aus, was einer faktischen Mehrheit auf der Hauptversammlung des Konzerns entspricht. Jetzt sind sogar 75 % geplant.

Der Steubesitz von Porsche liegt bei 50 %. Die neue Porsche Automobil Holding SE ist ein weltweit führender Hersteller der gleichnamigen Sportwagen. Neben dem Automobilbau ist das Unternehmen auch ein Anbieter von verschiedenen Financial Services wie beispielsweise Fahrzeugfinanzierungen, Kreditkarten und Versicherungen.

Porsche im Dritten Reich

Entgegen landläufiger Meinung war Porsche hier mehr involviert als geglaubt und zwar über VW. Er beschäftigte Kriegsgefangene und KZ-Insaßen. In einem Kinderdorf, das eigens für die Kinder der Zwangsarbeiter errichtet wurde, starben nach Aussage von Wikipedia alle Kinder. "Der SS-Arzt Hans Körbel, der deswegen als Kriegsverbrecher angeklagt und 1947 hingerichtet wurde, sagte in seinem Prozess, dass er Porsche Ende 1944 auf einer Direktorenkonferenz über die Situation in dem „Heim" in Kenntnis gesetzt habe. Soweit bekannt, unternahm Porsche nichts." (WIKI) Mehr Infos unter: http://www.judentum.net/geschichte/vw.htm


Ich will hier keinen hoch börsianischen Bericht schreiben, sondern einfach nur laut nachdenken.
--------------------------------------------------------------------

29.10.2008:
FAZ-Online

Ein Hedge-Fonds namens Porsche
Die raffinierte Strategie der Porsche SE

"Ganz reibungslos schafft es Porsche also doch nicht, VW zu übernehmen, auch wenn die Strategie von Beginn an ziemlich raffiniert war. Mit einem System von Optionen setzte Porsche auf steigende VW-Kurse – die freilich durch den Einstieg des überaus erfolgreichen Sportwagenbauers selbst herbeigeführt wurden. Den fälligen Barausgleich strich Porsche ein und verdiente somit Milliarden, die wiederum für den Kauf von Aktien und Optionen eingesetzt werden konnten. Ganz wie ein Hedge-Fonds setzte Porsche auch Fremdkapital ein, in der sicheren Erwartung, selbst eine Rendite erzielen zu können, die höher ist als die Kreditzinsen."


30.10.2008:
Seltsam! Am 28.10.2008 wurden noch um 10 Uhr über 5.000.000 VW-Aktien gehandelt und am 30.10.2008 gingen gerade mal 800.000 über die Börse.


[Link] [Cache]
Syrien - erfolgreiche Militäraktion galt Abu Ghadija: 2 mal tot?
10/28/2008 09:36 AM

Verschiedene Medien berichten heute über die vergangene US-Militäraktion in Syrien, bei der 8 Zivilisten ums Leben kamen, sie galt angeblich dem Terroristenführer Abu Ghadija - einem vermutlich hochrangigem El-Kaida-Mitglied. Doch im Jahre 2006 gestand der deutsche Schwager bereits, während seiner Inhaftierung, dass dieser seit 2004 tot sei.

Damals vermutete man, trotz dieser Aussage, der Schwager sei noch am leben.
Abu Ghadija schreibt sich Abu Khadija. Abu Khadija ist auch unter dem Namen Sadek Walid Awaad bekannt.

Ein US-Regierungsinsider wird in der Google News-Übersicht vom Spiegel zitiert mit den Worten: "Abu Ghadija gilt als getötet". Es geht allerdings nicht daraus hervor ob dies tatsächlich auch im Zuge der US-Militäraktion geschah.

Weder das Weiße Haus, noch das Pentagon bestätigten bislang diese Aussagen. Es ist immer doch wieder erstaunlich wie weit sich Medien aus dem Fenster lehnen mit ihren Spekulationen sowie Interpretationen obgleich sie keinerlei Fakten in der Hand haben.





[Link] [Cache]
redblog: Marc-Uwe Kling - Hörst Du mich, Josef?
10/28/2008 09:36 AM


Link:
Marc-Uwe Kling[Link] [Cache]
Neues aus Rorkvell: Web Design
10/28/2008 09:11 AM

Standard oder nicht standard, das ist hier die Frage. In seinem Artikel spricht Yatil mir aus dem Herzen. Gut, ich gebe zu, ich kann gut reden, muss ich doch nicht mit Webdesign meine Brötchen verdienen. Trotzdem, vielleicht hätte der eine oder andere Auftrag bereits geklappt, wenn ich ein Webdesign schlicht mit irgendeinem wysiwig Tool hinschmieren würde. Mache ich aber nicht.

Neulich erst habe ich in einem Blog (ich glaube, es war bei Kulando) in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass Webdesign medienunabhängig zu sein hat. Das Web ist schließlich medienunabhängig konzipiert. Der absolute und kompromisslose Fokus der "Webdesigner" auf den visuellen Aspekt ist hier kontraproduktiv. Und was kam prompt als Antwort (nicht von Kulando, von einem anderen Kommentierer)? Richtig: Medienunabhängig könne man nicht mehr Design nennen. Wie war das noch gleich mit der kompromisslosen Fokussierung des gesamten Denkens auf den visuellen Aspekt? Vielleicht sollte sich Derjenige mal den Begriff "Design" genauer anschauen. Da ist der visuelle Aspekt nur einer von mehreren. Nun ja, dafür habe ich mich dann "Klugscheisser" nennen lassen dürfen. Logisch, der Typ ist ja auch klüger als die Erfinder und Macher des Web. Beim W3C ist das Web als medienunabhängig konzipiert, was auch genau so genannt wird. Aber die Webdesigner wissen das eben besser.

[Link] [Cache]
Neues aus Rorkvell: Maß halten
10/28/2008 09:11 AM

Maß halten oder maßlos? Also, vor Allem Abends, da halte ich lieber eine Maß als ganz ohne! Dies ist natürlich dem höheren Ziel geschuldet, das Leben zu genießen. Jedenfalls, so weit das eben geht.

Sorry, konnte ich mir bei diesem Artikel nicht verkneifen.

[Link] [Cache]
Politik und Panorama: Hessen - rot-grüne Koalitionsvereinbarungen im Detail
10/28/2008 08:54 AM

Vieles wird rund um die Koalitionsvereinbarungen zwischen SPD und Bündnis90/Grüne diskutiert, das bei näherer Betrachtung kaum stichhaltig ist.

Es ist dabei nur natürlich, dass die gröbsten Überzeichnungen aus den Reihen von CDU und FDP kommen, droht ihnen doch der Verlust der Machtperspektive, sollte Andrea Ypsilanti nächsten Montag zur neuen hessischen Ministerpräsidentin gewählt werden.

Hier die wesentlichen Punkte der Koalitionsvereinbarungen:

Bildungssystem: In ganz Hessen werden bis zum Schuljahr 2010/2011 wohnortnahe Angebote geschaffen, die moderne, nach pädagogischen Grundsätzen arbeitende Ganztagsschulen mit längerem gemeinsamen Lernen verbinden. Bis zum Ende der Legislaturperiode soll es der Hälfte aller weiterführenden Schule ermöglicht werden, sich freiwillig in eine solche Neue Schule im Haus der Bildung zu entwickeln. Dieser Weg steht allen Schulformen offen.

G8 wird zurückgenommen, dafür kann in der Oberstufe ein Jahr eingespart werden. Hessens Hochschulen bleiben gebührenfrei.

Erneuerbare Energien: Die Kommunen erhalten umfangreiche Möglichkeiten, die Erneuerbaren Energien auszuweiten. Die Blockadepolitik der Kochregierung gegen die Windkraft wird beendet. Es wird eine Energie- und Klimaschutzagentur eingerichtet, Förderprogramme starten und damit werden neue Arbeitsplätze in Zukunftstechnologien geschaffen. Außerdem sollen alle dem Land zur Verfügung stehenden Mittel genutzt werden, um den Atomausstieg umzusetzen und die gigantische CO2-Schleuder in Großkrotzenburg zu verhindern.

Sozial gerechtes Hessen: Z.B. durch die Einführung eines Sozialbudgets und eines Anti-Armutsprogramms, durch das Programm „Soziale Stadt“ und eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Solange der Bund seiner Verantwortung nicht gerecht wird, wird die rot-grüne Landesregierung den derzeit bestehenden Härtefonds zu einem Sozialfonds „Mittagessen an Schulen und Kindertagesstätten“ erweitern, damit in Hessen künftig kein Kind mehr aus finanziellen Gründen von einer gesunden, warmen Mahlzeit in Schule oder Kita ausgeschlossen wird.

Starke Infrastruktur:
Der Weiterbau der A 44 wird zeitnah umgesetzt. Die Planung der A 49 wird zeitnah abgeschlossen. Damit nicht erneut zusätzliche Belastungen der Ortslagen durch den Durchgangsverkehr, der bereits die Teilstücke nutzt, entstehen, wird vor dem Weiterbau die gesamte Strecke planfestgestellt und die Finanzierung durch den Bund gesichert.

Flughafen Frankfurt: Es wird versucht, das Nachtflugverbot nachträglich in Kochs Planfeststellungsbeschluss aufzunehmen. Die Fraport AG wird aufgefordert, mit dem Beginn der Arbeiten zu warten, bis das Verwaltungsgericht Kassel über die Klagen gegen den Ausbau entschieden hat - jedoch nicht länger als bis Ende 2009.

Der Luftlandeplatz Kassel-Calden wird so modernisiert und ertüchtigt, dass er seine Verkehrsfunktionen im bisherigen Umfang auch in Zukunft wahrnehmen kann. Eine mögliche Realisierung eines Neubaus wird anhand klarer Kriterien, wie z.B. der langfristigen Wirtschaftlichkeit, geprüft.

Sicheres Hessen:
Bis 2013 sollen zusätzlich 1.000 Polizeianwärter eingestellt werden - wie versprochen. Außerdem erfolgt eine Entlastung der Polizei von Verwaltungsausgaben. Bereitstellung von mehr Personal in der Justiz für den Jugendbereich und Stärkung der Verbrechensprävention. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität, der Steuerhinterziehung und der Korruption. Auch hierfür wird zusätzliches Personal zur Verfügung gestellt.

Solide Staatsfinanzen:
Die Mittel für diesen Politikwechsel umfassen 2009 rund 170 Millionen Euro und 2010 rund 260 Millionen Euro. Keines unserer Programme wird durch zusätzliche Schulden finanziert. Die Gegenfinanzierung erfolgt über Einsparungen an anderer Stelle oder Einnahmen aus dem Wassercent. Im Gegensatz zur Verschuldungspolitik der Koch-Regierung soll beim nächsten Landeshaushalt die Verfassungsgrenze eingehalten werden.

Nicht nachvollziehbar sind vor diesem Hintergrund auch einige Aussagen des SPD-Fraktionsvize Jürgen Walter. Offenbar interpretiert er einiges in einem eher negativen Sinne.

Man kann nur hoffen, dass sich diese Irritationen nicht auf das Wahlergebnis am nächsten Montag auswirken.

[Link] [Cache]
Duckhome: Für Antiislamisierung auch in Bochum
10/28/2008 08:48 AM
Auf dem Ticket "Antiislamisierung" wächst zusammen, was zusammengehört: Am 25. Oktober demonstrierte die NPD in Bochum und es gibt ein breites Bündnis dagegen.
Wir hatten es schon so oft: Antiislamsierungskongresse und -demonstrationen als populistisches event, aktuell um den Europawahlkampf zu eröffnen. Fällt man auf den Bauch, so hat man doch Presse, muss sich die NPD überlegt haben und zieht am Samstag durch Bochum und die Bochumer Polizei erlaubt das:, was die Bochumer Polizei erlaubt. Und das ist auch gut so.
Der Westen schreibt:
Bochum. Am 25. Oktober stehen Bochum eine Demo und Gegenkundgebungen ins Haus. Die Bevölkerung organisiert bereits eifrig Gegenveranstaltungen. Auch SPD-Chef Franz Müntefering hatte in Bochum dazu aufgerufen, gegen die "braune Soße" Flagge zu zeigen

Am Samstag, 25. Oktober, will sich die NPD zu einer landesweiten Kundgebung in Bochum sammeln, um vor "Überfremdung", "Islamisierung" und "Ausländerkriminalität" zu warnen. Der Treff der Rechtsgewirkten, vom NPD-Landesverband organisiert und angemeldet, soll um 12 Uhr am Hauptbahnhof sein. Eine Gegenkundgebung, die vor der "braunen Soße" (so jüngst Franz Müntefering) warnen will, soll um 10.30 Uhr auf dem Dr.Ruer-Platz im Zentrum Bochums stattfinden.


Auch die TAZ berichtet darüber:

Der Bochumer NPD-Aufmarsch gehört zu einer Strategie, mit der die rechtsextreme Szene für die Kommunalwahlen 2009 und die Landtagswahlen 2010 mobilisiert werden soll. "NPD und ,Pro NRW' wollen über die Rathäuser den Sprung in den Landtag schaffen", warnt Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP).
Dabei konzentriert sich die NPD auf das wirtschaftlich schwache Ruhrgebiet: Mit Slogans, die "vordergründig sozialpolitische Themen wie Hartz IV aufgreifen", solle "die Grenze zwischen Rechtsextremismus und sozialer Protestbewegung verwischt" werden, analysiert der Landesverfassungsschutz.


Doch es gab breiten Protest dagegen, und das ist die wirkliche Nachricht: so, wie in Köln vorgemacht, wird es auch im Ruhgebiet nachgemacht, und so geht es anscheinend, denn, was man auf dem Weg durch das Internet erfährt: auch in Dortmund gab und gibt es Neonazi-Aktivitäten und ein erfolgreiches breites Bündnis dagegen:

Dagegen hat sich ein großes Bündnis vieler Gruppen zusammengefunden, um gegen die "neue Hetzkampagne" ein deutliches Zeichen zu setzen. Das Bündnis, mitgetragen von der evangelischen und katholischen Kirche und der jüdischen Gemeinde, von Gewerkschaften und allen im Rat vertreten Parteien, aber auch von Ruhr-Uni, Kreishandwerkerschaft, amnesty international und IHK, sagt unmissverständlich: "Wir wollen keine Nazis in unserer Stadt, keine Alt- und keine Neo-Nazis."


3000, nach einer anderen Quelle 2500 Bürger demonstrierten gegen den Aufmarsch, der dann kläglich unterging. So geht es, wenn man den Nazis Paroli bieten will!

Und in den Medien erfuhr man nichts.

[Link] [Cache]
Radio Utopie: Edathylein komm tanz mit mir
10/28/2008 07:36 AM

Wie bereits am Donnerstag, den 24. April 2008 vorausgesagt "Ein Tänzchen mit Sebastian Edathy kann mir doch keiner verwehren". Nun ist es offiziell. Die Staatsanwaltschaft Berlin führt im Auftrag von dem guten Sebastian ein Ermittlungverfahren gegen mich. Also die Noten heraus und Musikanten frisch aufgespielt. Wollen wir das Tänzchen wagen.




Aber wir lassen uns nicht vom dunklen Wald erschrecken, und wenn der Sebastian Edathy mit der ganzen SPD hinter einem Baum hockt, dann treten wir hinter sie und klatschen einmal in die Hände. Wer von denen nicht vor Schreck tot umfällt, der bricht sich den Hals, wenn er vom Baum fällt, auf den er in Panik gesprungen ist. Nein wir werden tanzen.

Ich habe der Staatsanwältin geschrieben, dass ich weiß, das sie nichts dafür kann. Sie muss allem nachgehen und jemand wie Edathy hat eben sehr viel Macht in diesem Land. Er steht über dem Recht oder ist doch zumindest davon überzeugt. Da ja seit dem Vorfalls schon ein paar Monate vergangen sind, will ich die Geschichte noch einmal für uns alle aufbereiten.

Am 15.04. 2008 erschien auf TELEPOLIS ein Artikel von Burkhard Schröder der folgenden Vorwurf beeinhaltete:

Dass Politiker sich über Journalisten ärgern, ist normal. Auch geharnischte Beschwerdebriefe an Chefredakteure gehören zum Alltag. Ungewöhnlich ist jedoch, wenn ein Politiker versucht, ein Medium unter Druck zu setzen und sogar seine persönlichen Kontakte zum Herausgeber ins Feld führt. Sebastian Edathy schickte am 02.03. ein dreiseitiges Fax an die Chefredaktion von ZEIT online, in dem er die Journalistin scharf attackierte. Er sei erstaunt, "dass ich auf der Seite heise.de – einem privatem Forum - einen Namensartikel von Frau Härpfer finde (...), der tendenziöser kaum sein könnte." Er werde dort falsch zitiert, die Sätze seien nicht autorisiert und "in einem entfremdeten Kontext wiedergegeben." Was genau an den Zitaten falsch sei, vermochte Edathy auch auf Nachfrage nicht zu benennen. Härpfers Verhalten sei, so schreibt er, "unprofessionell" und "unjournalistisch", ihre Artikel sei "Gesinnungs-Journalismus", "faktenarm", "unterstellungsreich" und "böswillig. Im Fax an ZEIT online bittet Edathy um eine Stellungnahme und die Redaktion, darauf zu achten,

wörtliche Zitate vor einer Veröffentlichung autorisieren zu lassen, sofern dies nicht bereits im Gespräch erfolgt und tendenziöse Bericht zu unterlassen, die im Widerspruch zur Professionalität der 'Zeit' stehen. Ich bin, auch aus persönlicher Bekanntschaft mit Theo Sommer, einigermaßen entsetzt über den Beitrag von Frau Härpfer auf heise.de (...) Bis auf weiteres werde ich aber bei Hinweis auf einen Mitarbeit bei 'Zeit online" skeptisch sein.

Edathy stehe Susanne Härpfer "für keinerlei Auskunft mehr zur Verfügung." Er werde auch die weiteren 35 Mitglieder des "von mir geleiteten Innenausschusses des Deutschen Bundestages" über den Ausgang dieser Sache "in Kenntnis setzen."

Die Ansprache ist starker Tobak und gibt Rätsel auf, warum hier jemand die verbale Artillerie gegen ein paar flapsige Sätze auffährt, anstatt die Sache sportlich zu sehen.

..

Das Fax des Politikers hatte für Susanne Härpfer schwer wiegende Folgen. In einer eidesstattlichen Versicherung erklärt sie, Ludwig Greven von ZEIT online habe sie am 3. März auf ihrem Handy angerufen:

In diesem Telefonat teilte er mir mit, Herr Sebastian Edathy (Vorsitzender des Innenausschusses) habe sich bei seinem Haus beschwert über meine kritische Berichterstattung bei Heise zum Thema Postdatenaustausch an die USA. Daraufhin sagte mir Herr Greven, die Redaktion von ZEIT online werde deshalb die Aufforderung durch Herrn Edathy (SPD) Folge leisten und mir als freier Journalistin keinen Auftrag mehr erteilen.

Die Fakten sind weitgehend unstrittig zwischen den "Parteien".


Ich habe mir damals den Artikel um den es ging durchgelesen und fand nicht einmal flapsige Formulierungen. Es war einfach guter Journalismus.

Sebastian Edathy, Vorsitzender des Innenausschusses, bestätigt auf Anfrage die Berichterstattung der Zeit in vollem Umfang. Eine Verletzung des Postgeheimnisses will er dennoch partout nicht bemerken. "Es werden doch bislang nur Angaben von Express- und Paketsendungen elektronisch vorab übermittelt und von Polizei- und nachrichtendienstlichen Behörden der USA gespeichert und abgeglichen – aber noch nicht von Briefen", wiegelt er im Gespräch ab.

Ein Unding, findet der schleswig-holsteinische Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert:

Wenn die DHL vorab die Absender- und Empfangsdaten an US-Behörden weitergibt, ohne die Betroffenen zu informieren, dann verletzt das Unternehmen das Postgeheimnis", sagt Weichert. "Wenn staatliche Behörden von dieser Grundrechtsverletzung wissen und diese tolerieren, so kann man das Beihilfe durch Unterlassen nennen. Es wäre ein jämmerliches Zeugnis von Grundrechts- wie von rechtsstaatlichem Selbstbewusstsein, wenn sich die Europäische Union – wie bei den Flugpassagierdaten – von den USA zur Herausgabe von Postdaten erpressen ließe.

"Wenn wir weiterhin wollen, dass unsere Sendungen auch in den USA ankommen, müssen wir uns wohl beugen", redet Edathy das Problem herunter. Seltsam nur, dass Österreicher dies anders sehen. Die wehren sich nämlich seit Jahren ebenso vehement wie erfolgreich gegen die Avancen der USA. "Schließlich würde dies dem Postgeheimnis widersprechen, wonach Daten über Sendungen nur an Absender oder Empfänger mitgeteilt werden dürfen", protestierte Michael Homola, Sprecher der Österreichischen Post.

..

Jahrelang wurden Informationen über deutsche Express-Sendungen und Pakete und ihre Absender unbemerkt an die USA übermittelt. Erst jetzt beginnt eine öffentliche Debatte. Eigentlich hätte es einer umfassenden Information des Parlaments und der Öffentlichkeit bedurft. Immerhin sind auch Express-Sendungen und Pakete Postsendungen und unterliegen somit dem Postgeheimnis. Sebastian Edathy will das nicht wahrhaben. "Es handelt sich doch nur um Pakete, und überhaupt, geregelt wurde das ganze in einem Handelsabkommen", versucht er das Datenschutzdebakel herunter zu reden.


Ich persönlich glaube nicht, dass es überhaupt noch einen Datenschutz in Deutschland gibt, weil Leute wie Edathy und Schäuble sich an keine Gesetze gebunden fühlen. Sie basteln an ihrer Diktatur gegen das deutsche Volk und werden wahrscheinlich gewinnen. Deshalb gab es auch keinen Artikel auf Duckhome zu dem Thema, weil es sinnlos ist.

Ich habe mich damals geärgert, weil Edathy grundlos die beruflichen Grundlagen einer Journalistin zerstörte, nur um seine schlechte Laune darüber abzureagieren, dass er bei einem klaren Gesetzesverstoß erwischt wurde. Es konnte ihm egal sein. Geachtet wird er wie all seine Mitpolitiker doch von niemanden mehr und da wir Leute wie ihn nicht loswerden können, ist egal was über ihn geschrieben wird, zumal es ja stimmt.

Wenn ich mich ärgere schreibe ich den Leuten eine Mail. Persönlich und in klarer deutlicher Sprache. Die vertrug Herr Edathy nicht. Er drohte mir mit dem Staatsanwalt. Das ist sein Recht. Er hat die Macht, er hat unser Geld und es ist sein Staat in dem seine Herrlichkeit schalten und walten kann wie es ihm gefällt.

Allerdings hatte er ein Problem dabei mit mir. Wer mir mit dem Staatsanwalt droht, dem antworte ich damit, dass ich den Diskurs veröffentliche, was ich dann ja auch mit diesem Artikel tat.

Ich bin nur heilfroh, das ich im wesentlichen schon lange mit der SPD abgeschlossen habe, wenn ich sehe mit welchem Stil sie Karriere machen konnten. Ich empfehle Ihnen einen alten Text von mir:

Freund

Seien Sie aber bitte nicht beleidigt wenn Sie sich irgendwo wiedererkennen. Das ist natürlich unbeabsichtigt und der Text ist tatsächlich schon steinalt. Ich bin ja auch 12 Jahre älter als Sie. Stamme sozusagen aus der Zeit als es noch Sozialdemokraten gab.

Gut nun haben Sie es noch einmal ausführlich, was sie doch so gerne wissen wollten. Kommen wir also zu Ihrem Staatsanwalt. Den bin ich gewohnt. Meist sind es allerdings die Faschisten die gegen mich vorgehen. Mal mit Morddrohungen, mal haben die sogar Anwälte, Staatsanwälte und Richter. Das
ist mein Risiko. Aber ich wusste ja vorher das es nicht gut geht.

Ob mich nun auch noch Herr Sebastian Edathy mit seinem Staatsanwalt jagt, ist Nebensache. Natürlich werden Sie es schaffen mir zwischen 100 und 200 Tagen Knast verpassen zu lassen. Ja und. Sie haben es nicht verstanden. Sie können mir nichts mehr wegnehmen. Sie können mich auch nicht mehr bedrohen. Ich
lache über Leute wie Sie und es ist ein zorniges Lachen.


Den damaligen Text habe ich mit den folgenden Worten abgeschlossen:

Mal sehen wann mir die politische Polizei schreibt, das ich Herrn Edathy beleidigt habe. Wahrscheinlich bekomme ich wieder gleich den Strafbefehl, oder eine Vorladung, bei der ich nicht wissen darf worum es geht. Egal. Tanzen wir halt. Schneewalzer am Rand der Hölle. Und ich bin bestimmt kein Schneeflöckchen. Eher der Elefant im Porzellandladen.


Ja wir werden tanzen. Der Staatsanwältin habe ich mitgeteilt, das ich tanzen will und das sie einen großen Gerichtssaal buchen soll. Meinen Artikel haben bisher rund 4.900 Leute gelesen, was für die Blogwelt und einen so kleinen Blog wie meinen schon gigantisch ist. Beim Thema Edathy werden bestimmt viele kommen. Wenigstens gehe ich dann mit einem Lachen unter.

Wer noch einmal so richtig über unseren Sebastian lachen will, dem empfehle ich den Redblog.

Mir fällt in dem Zusammenhang dann auch noch der alte schieche Wolf ein, aber es wird schwer mir die Zähne heraus zu reißen. Meine Freunde wissen warum

Ludwig Hirsch, Der Wolf




Quelle Duckhome


[Link] [Cache]
Perspektive2010.org: Nachtrag zur Lügenpropaganda wortbruch.info
10/28/2008 07:06 AM

Inzwischen haben mehrere Blogs über das falsche Spiel der CDU aus dem Frankfurter Raum mit der Pseudo-Initiative wortbruch.info berichtet:

Pikant ist vor allem so manche Personalie auf www.wortbruch.info. Da sind neben CDU-Köpfen natürlich auch diverse Flachdenker aus der FDP dabei und mit Nikolaus Schweickart sogleich ein INSM-Mietmaul sowie Köpfe anderer Lobbyorganisationen der Industrie, z.B. dem Bürgerkonvent. In den Kommentaren treiben sich zudem diverse Hetzer mit Dr. vor dem Namen herum, bei denen man sich angesichts der Flachheit, Undifferenziertheit und Eindimensionalität des Denkens fragt, in welchen Entwicklungsland und zu welchem Preis sich diese Stammtisch-Pöbler ihren Dr. gekauft haben könnten. Erbärmlich. Hätten die Initiatoren Anstand und Verstand, hätten sie ihre verlogene Site schon längst abgeschaltet und die dümmliche Aktion beendet - oder zumindest deutlich als Projekt der Frankfurter CDU gekennzeichnet.

Spätestens mit dem Sprecher der Pseudo-Initiative, Jürg W. Leipziger, einem PR-Profi und Professor für PR, sollte klar sein, dass die Sache so richtig ordentlich faul ist und die Lügen zum Himmel stinken.

[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Jeder achte Arbeitsplatz in Gefahr
10/28/2008 07:00 AM

Bedauerliches Update: 2 Tage später schreibt der SPIEGEL, “Experten sehen jeden zehnten Autobauer-Job bedroht”

Die Automobilproduktion in Deutschland, das zeigen Analysen, hat eine große Beschäftigungsbreite: jeder Achte arbeitet direkt oder indirekt für die Automobilproduktion. Würde, theoretisch, die Automobilproduktion vollständig entfallen, könnt man vermutlich den Wirtschaftsstandort Deutschland schließen, weil auch in der peripheren Industrie, zum Beispiel der Investitionsgüterindustrie, stärkste Gewinnabhängigkeiten bestehen.

Derzeit wird die Medienlandschaft nicht müde, von einer schärfsten Rezession in 2009 zu sprechen. Dies ist kein von Deutschland ausgehendes Phänomen, man könnte es als “amerikanische Krankheit” nennen: das Ende des allgemeinen kreditfinanzierten Wohlstandes, der als Konsequenz aus dieser Weltfinanzkrise vor Augen erscheint, ist beschlossene Sache. Damit stehen Anschaffungen, die zum Beispiel mehr als ein halbes Jahresgehalt kosten und kreditfinanziert werden müssen, auf dem Prüfstand.

Die hiesige Automobilindustrie hat sich in Preisdimensionen gewagt, die ein mehrfaches Jahresgehalt betreffen. Nicht selten sind Neupreise von 30.000 bis 50.000 Euro für Massenprodukte ( “Brot und Butter Autos” ) zu zahlen, während sich die Einkommen in den letzten Jahren kaum bewegten.

Die Seite “Gehaltsvergleich.com” schreibt: “Entwicklung des Einkommens nach dem Erwerbsstatus: Wie hoch das jeweilige Einkommen des einzelnen ist, hängt in entscheidenden Maße davon ab, welchen beruflichen Status sie jeweilige Person innehat. Selbständige stehen hierbei mit Abstand an der Spitze der Einkommen mit ca. 53.000 Euro pro Jahr. Dem Einkommen der Selbständigen folgen mit etwa der Hälfte die Einkommen der Beamten- und Angestelltenhaushalte. An dritter Stelle liegen die Arbeiterhaushalte mit einem Drittel des Verfügbaren Jahreseinkommens der Selbständigen, fast gleichauf mit den Rentnerhaushalten. Haushalte in denen das Haupteinkommen durch Arbeitslosengeld bestritten wird rangieren an fünfter Stelle (12.500 Euro/Jahr)vor den Haushalten die mit Sozialhilfe oder Grundsicherung (ca. 9500 Euro jährlich). In der Entwicklung der letzten 15 Jahre ist besonders auffällig, das die Einkommenszuwächse der Selbständigen deutlich höher angestiegen sind als aller anderen Einkommensgruppen.”

Unabhängig davon, dass bezüglich der Verteilung der Einkommen der Rentnerhaushalte starke Zweifel angebracht sind ( siehe ältere DD- Berichte darüber ) , entscheidend ist, dass 10 Millionen Arbeitslosen- und ca. weitere 10 Millionen Kleinstrentnerhaushalte, so diese überhaupt noch fahrtüchtig sind, gar kein Neufahrzeug sich leisten können: sie haben nicht die ersparten Mittel! Wir können feststellen, dass wir rund 3 Millionen Fahrzeuge in Deutschland jährlich neu zulassen, von denen ein nicht kleiner Teil auch Selbstzulassungen der Automobilhersteller sein dürften. Wir erkennen, dass von 2006 auf 2007 große Einbrüche zu verzeichnen sind; das Jahr 2008, noch deutlicher 2009, dürfte einen zusätzlichen Schock geben. BMW, Audi, Mercedes mit deutschen Verkaufsstückzahlen von ca. jeweils 300.000 Einheiten je Jahr haben sich in Preiskategorien geschoben, die kaum noch für die Anzahl Käufer bezahlbar sind. Man mache sich klar: von den 30 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen hat man bestenfalls 3 Prozent, die in einer Einkommensklasse sind, die diese Fahrzeuge kaufen können, das sind die 900.000 Einheiten, auf welche Automobilfirmen auch immer verteilt. Zudem kommen die Selbstständigenhaushalte hinzu und Fahrzeugparks einzelner Unternehmen, dann kommt man auf eine Käuferanzahl von geschätzt 2 Millionen; wenn aber alle 2 Jahre das Fahzreug gewechselt wird, verbleibt gerade einmal ein Volumen von etwa 1 Millionen Neufahrzeugen je Jahr.

Autos kaufen keine Autos, diese lächerlich erscheinende Weisheit ist seit jahren der Pferdefuß. Zudem, sehen wir die Kostentabellen des VDA ( Verband der Automobilindustrie ) an, dann stellt man schlich und einfach fest, dass die Kosten zum Betrieb des Autos im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten deutlich höher gestiegen sind: Autofahren wird immer mehr zum Luxus. Es wird sicherlich auch von den Bürgern wahrgenommen: Mobilität können sich immer weniger Menschen sorglos leisten. Es ist aus Sicht DD richtig, was der VDA schreibt: “Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Kein anderer Verkehrsträger eignet sich so gut zur Erfüllung dieser Mobilitätswünsche wie das Auto. In Deutschland erbringt der Pkw mit über 80 Prozent den Löwenanteil der im Personenverkehr absolvierten Verkehrsleistungen.” Es darf aber bezweifelt werden, dass bei der deutschen Motoren- und Modellpolitik der fromme Wunsch aufrecht erhalten bleibt, dass das Massenauto als unverzichtbar gilt.

In einem neuen SPIEGEL- Bericht philosophiert Jürgen Piper vom Bankhaus Metzler über die Gründe für die Absatzprobleme:

  • handfeste Rezession
  • Diskussion um den Klimawandel
  • Regelungen zur CO2-Besteuerung
  • dramatische Anstieg des Ölpreises

als würden diese Ursachen plötzlich vom Himmel fallen. Eine Rezession - irgendwann - wird niemanden überraschen, über den Klimawandel und darüber, dass man etwas tun muss ( CO2 Reduzierung ist nur ein kleiner Baustein von allen erforderlichen Maßnahmen ), darüber reden wir seit Jahren, über die Endlichkeit von Rohölvorkommen sind wir uns auch seit Jahren bewusst: man weiß alles schon seit Jahren, verschiebt jedoch viele Lösungen vor sich hin, auch, weil der Konkurrenzkampf in der Automobilindustrie immens ist und F&E einen großen Teil der Gewinne frisst.

Genau hier hat die verdammte “shareholders value”- Strategie uns einen Strich durch die Rechnung gemacht: der gefühlte Zwang zu höheren Aktienkursen, weil inzwischen fast jeder Hedge Fonds jedes Unternehmen aufkaufen kann, führte zu Kostenprogrammen, die auch Entwicklungsgeschwindigkeiten beeinflussen können. Und schon stehen wir da und wissen NICHTS

  • welche optimale Antriebsstrategie?
  • welche Preisstrategie?
  • wie sieht die Mittelverfügbarkeit der Kunden morgen aus?
  • wie reagiert der Konkurrent mit welcher Technologie?

Technologisch und ökonomisch haben sich die Probleme zu einem Berg aufgehäuft, der vielleicht nur dadurch gelöst werden kann, dass es zu einer weiteren Konzentration im Automobilsektor kommen wird. Es wird mit Sicherheit auch ein tiefer Einschnitt in die Produktionskapazitäten geben, weil diese hohen Volumen nicht mehr absetzbar sind. Zudem: die Bürger in den EU- Staaten haben in der Breite bereits reagiert; die Fahrzeuglebensdauer wird nach oben geschoben, man kauft nicht mal eben ein neues Auto, weil “das alte tut’s ja noch”. Oft ist heute ein lätaler Crash oder Motorschaden der Anlass - nein - nicht ein Neufahrzeug zu kaufen, sondern einen guten Gebrauchten.

Man soll sich nichts vormachen: die kommende Konzentration im Automobilsektor wird letztendlich direkt hunderttausende Arbeitsplätze kosten. Und wieder werden, wenn die Politik nicht aufpasst, diese Arbeitsplätze umgewandelt in Niedriglohnjobs in Verbindung mit Zeitarbeit, wenn einige Glück haben; wer weniger glücklich ist, wird mit dem SPD- Wahlschlager, Hartz IV, abgefunden, Altersarmut inklusive.
Genau hier ist die Nahtstelle, die derzeit NIEMAND in der westlichen politischen Welt anzudenken wagt: wie sieht eigentlich das Wirtschaftssystem von morgen aus? Funktioniert eigentlich die Philosophie der laufenden wirtschaftlichen Prosperität?

Wissen Sie, dass wir dieselbe Diskussion nicht mit der Branche Automobil sondern zum Beispiel Chemie auch führen könnten?

[Link] [Cache]
Living in China: Die östlichen Qing-Gräber
10/28/2008 06:47 AM

Am Wochenende war ich bei den östlichen Qing-Gräbern, etwa 135km (und 3 Stunden Busfahrt) von Beijing entfernt. Obwohl es eine AAAA-Touristenattraktion ist (zum Vergleich: die Mauer und die Verbotene Stadt haben ein A mehr.), ist es fast menschenleer, bis auf einige Dorfbewohner und Bauern mitten in der Pampa. Da es wohl keine öffentliche Verkehrsanbindung gibt, ist der Tourismus dorthin recht eingeschränkt. Die Gräber an sich sind nicht der Hammer, dafür die Gegend um so mehr. Die Luft ist deutlich angenehmer als in der 15-mio-Stadt Beijing. Leider hatten wir keine Zeit auf die Berge zu klettern, aber das wird wohl auch noch mal irgendwann nachgeholt. Gelegenheiten habe ich vermutlich noch genug. Hier ein paar Bilder:







[Link] [Cache]
Living in China: Mein Zeugnis
10/28/2008 06:47 AM

Nunmehr 4 Monate nach meiner Zeit an der Uni hab ich nun endlich ein wunderschönes Zeugnis bekommen. In roter Gummi-Kunstleder-Mappe eingepackt und mit goldenen Buchstaben verziert. Mit Passfoto und rotem Stempel. Nur meinen Namen haben die Helden die falsch geschrieben :-)



[Link] [Cache]
Duckhome: Keine Schmelze der Polkappen
10/28/2008 06:47 AM

Jede(r) hier hat die Reportage der BBC über den Rückgang der Eisdecken in der Gegend um Nord- und Südpol, die Zerstörung des Lebensraumes für Eisbären und Seerobben mindestens einmal gesehen.

Das Gute dabei:

Obgleich die Mutter- oder wenigstens die Amtssprache der Mitarbeiterinnen der British Broadcasting Corporation angelsächsisch, also englisch ist, wurde der Beitrag für das deutsche Fernsehpublikum so gut in unsere Amtssprache übertragen, dass er ohne Mühen auch für nicht des Englischen Mächtige in der BRD erfaßt werden kann.



Hinzu kommt noch die alt bewährte Taktik vor allem privater Rundfunkstationen und Fernsehsender, Beiträge mit höherer Einschaltquote beliebig oft zu wiederholen, so daß, außer bei TV-Serien, Spielfilmen oder Nachrichtensendungen mit deren festem Format, dem Zuschauer wenn, dann erst nach längerem Zusehen bewusst wird, dass er eine Wiederholung schaut.

Hier greifen die Mechanismen der Redundanz, der Wiederholung also, die auch Werbestrategen ausnutzen, um uns schwer Vermittelbares leichter zu vermitteln. Die offizielle 9/11-Geschichte ist hierfür ein gutes Beispiel, das Lernen für eine Prüfung ein besseres. Der Volksmund sagt dazu: „Stetiger Tropfen höhlt den Stein."

Doch zurück zum Hauptgegenstand dieses Artikels:

Wir sehen in der ‚Reportage' Eisbären, die scheinbar lust- und erfolglos von ihrer Scholle aus ins Wasser tauchen, ohne Fische wieder nach oben kommen, während uns die Synchronstimme von Special Agent Dana Scully weis machen will, die Eisschollen schmölzen stärker als je zuvor, ja selbst das permanent vorhandene Eis, der Permafrostboden werde auch immer weniger, so daß bald Schiffsrouten quer über und um den Nordpol herum denkbar seien.

Das arktische Meeres-Eis ist in diesem Jahr, welches im ‚Report' nicht erwähnt wird, um eine Fläche, größer als die der gesamten BRD in den Grenzen ab 1989 gewachsen, anstatt sich weiter aufzulösen. 4

Jetzt haben wir richtig Angst bekommen, denn die ‚Klimakiller' Methan und CO2 sollen dort ja in unvorstellbaren Mengen, noch gefroren, unter dem Eise liegen, und denken sofort an den possierlichen Eisbären Knut aus dem Berliner Tierpark, der mitten in eine schwere Zeit voller Ängste und Sorgen über die persönliche, gesellschaftliche Gegenwart und Zukunft den guten Deutschen als positive Identifikationsfigur, als zusammenführendes Gut präsentiert wurde.

Die Stimme fährt fort, um den Zuschauern, die jetzt unweigerlich an das Klimaprotokoll von Kyoto denken, zu erzählen, dass das polare Eis der einzige Lebensraum von Kegelrobben, Pinguinen und all diesen niedlichen Tieren ernsthaft bedroht sei, alle Säugetiere unweigerlich ertrinken müssten, wenn nicht bald etwas gegen die Polschmelze, die als Beweis für die globale Erwärmung als Tatsache instrumentalisiert wird, getan werde.

Dabei werden gleich mehrere Fakten außer Acht gelassen, und zwar mit Absicht.
Wie auf infokrieg.tv, Lehrbüchern und selbstverständlich bei der wikipedia 6, kann man nachlesen, dass Eisbären rund 100 Seemeilen am Stück schwimmen können. Eine Seemeile ist nocheinmal deutlich länger, als eine angelsächsische Landmeile, insgesamt 1.852,216 Meter nämlich.

Weiter geht die Angstmache mit Satellitenbildern, alten, doch das kann man höchstens im Abspann sehen, wenn es heißt: „Eine Coproduktion der … BBC mit freundlicher Unterstützung des WWF © 2007."
Selbst, wer den Abspann aufmerksam liest, kommt nicht sofort auf den Gedanken, dass sich die Eisdecke ja auch mal wieder vergrößern könnte, denn der stetige Tropfen von Ozonlöchern,

Fluorchlorkohlenwasserstoffen FCKW und der systematischen Rodung der Regenwälder hat uns hinlänglich konditioniert. Weltuntergangsphantasien der Zeugen Jehovas, oder die Worte des berühmten Nazareners: „Kehret um und tuet Buße!" tun ihr Übriges im Bregen des wiederum unweigerlich Christlich - Abendländisch geprägten Zentraleuropäers.

Auf der Faktenseite muß man, wie Paul J. Watson, 4 konstatieren, daß es den gesamten August 2008 hinweg nicht eine registrierte Sonnenfleckenaktivität gab, dass dieser August der seit 60 Jahren Kälteste in der australischen Stadt Sydney war, China den kältesten Winter seit 100 Jahren zu ertragen hatte, die Häufigkeit und das Ausmaß der Sonnenprotuberanzen 5 in dieser Zeit immer mehr abnahm, und nicht nur Großbritannien das kälteste Ostern seit Jahrzehnten verzeichnen musste, und sogar die KenianerInnen in ihrer Heimat mit Eisstürmen konfrontiert werden.

Angesichts traditionell leicht bekleideter Aequatorial-AfrikanerInnen in ihrer Heimat und Schneestürmen dort, fröstelt es mich enorm, muß ich aber auch an ein schönes Lied der NDW-Band Grauzone aus meiner Kindheit bzw. Jugend denken.






Partner der Multis, Klaus Pedersen am 19.05.2008 in jw.
http://de.wikipedia.org/wiki/Seemeile
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugen_Jehovas
http://www.infokrieg.tv/wwf_klimahysterie_2008_10_22.html
http://science.nasa.gov/headlines/y2008/30sep_blankyear.htm
Solarphysiker David Hathaway vom NASA Marshall Space Flight Center
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisbaer


[Link] [Cache]
Duckhome: Edathylein komm tanz mit mir
10/28/2008 06:47 AM

Wie bereits am Donnerstag, den 24. April 2008 vorausgesagt "Ein Tänzchen mit Sebastian Edathy kann mir doch keiner verwehren". Nun ist es offiziell. Die Staatsanwaltschaft Berlin führt im Auftrag von dem guten Sebastian ein Ermittlungverfahren gegen mich. Also die Noten heraus und Musikanten frisch aufgespielt. Wollen wir das Tänzchen wagen.




Aber wir lassen uns nicht vom dunklen Wald erschrecken, und wenn der Sebastian Edathy mit der ganzen SPD hinter einem Baum hockt, dann treten wir hinter sie und klatschen einmal in die Hände. Wer von denen nicht vor Schreck tot umfällt, der bricht sich den Hals, wenn er vom Baum fällt, auf den er in Panik gesprungen ist. Nein wir werden tanzen.

Ich habe der Staatsanwältin geschrieben, dass ich weiß, das sie nichts dafür kann. Sie muss allem nachgehen und jemand wie Edathy hat eben sehr viel Macht in diesem Land. Er steht über dem Recht oder ist doch zumindest davon überzeugt. Da ja seit dem Vorfalls schon ein paar Monate vergangen sind, will ich die Geschichte noch einmal für uns alle aufbereiten.

Am 15.04. 2008 erschien auf TELEPOLIS ein Artikel von Burkhard Schröder der folgenden Vorwurf beeinhaltete:

Dass Politiker sich über Journalisten ärgern, ist normal. Auch geharnischte Beschwerdebriefe an Chefredakteure gehören zum Alltag. Ungewöhnlich ist jedoch, wenn ein Politiker versucht, ein Medium unter Druck zu setzen und sogar seine persönlichen Kontakte zum Herausgeber ins Feld führt. Sebastian Edathy schickte am 02.03. ein dreiseitiges Fax an die Chefredaktion von ZEIT online, in dem er die Journalistin scharf attackierte. Er sei erstaunt, "dass ich auf der Seite heise.de – einem privatem Forum - einen Namensartikel von Frau Härpfer finde (...), der tendenziöser kaum sein könnte." Er werde dort falsch zitiert, die Sätze seien nicht autorisiert und "in einem entfremdeten Kontext wiedergegeben." Was genau an den Zitaten falsch sei, vermochte Edathy auch auf Nachfrage nicht zu benennen. Härpfers Verhalten sei, so schreibt er, "unprofessionell" und "unjournalistisch", ihre Artikel sei "Gesinnungs-Journalismus", "faktenarm", "unterstellungsreich" und "böswillig. Im Fax an ZEIT online bittet Edathy um eine Stellungnahme und die Redaktion, darauf zu achten,

wörtliche Zitate vor einer Veröffentlichung autorisieren zu lassen, sofern dies nicht bereits im Gespräch erfolgt und tendenziöse Bericht zu unterlassen, die im Widerspruch zur Professionalität der 'Zeit' stehen. Ich bin, auch aus persönlicher Bekanntschaft mit Theo Sommer, einigermaßen entsetzt über den Beitrag von Frau Härpfer auf heise.de (...) Bis auf weiteres werde ich aber bei Hinweis auf einen Mitarbeit bei 'Zeit online" skeptisch sein.

Edathy stehe Susanne Härpfer "für keinerlei Auskunft mehr zur Verfügung." Er werde auch die weiteren 35 Mitglieder des "von mir geleiteten Innenausschusses des Deutschen Bundestages" über den Ausgang dieser Sache "in Kenntnis setzen."

Die Ansprache ist starker Tobak und gibt Rätsel auf, warum hier jemand die verbale Artillerie gegen ein paar flapsige Sätze auffährt, anstatt die Sache sportlich zu sehen.

..

Das Fax des Politikers hatte für Susanne Härpfer schwer wiegende Folgen. In einer eidesstattlichen Versicherung erklärt sie, Ludwig Greven von ZEIT online habe sie am 3. März auf ihrem Handy angerufen:

In diesem Telefonat teilte er mir mit, Herr Sebastian Edathy (Vorsitzender des Innenausschusses) habe sich bei seinem Haus beschwert über meine kritische Berichterstattung bei Heise zum Thema Postdatenaustausch an die USA. Daraufhin sagte mir Herr Greven, die Redaktion von ZEIT online werde deshalb die Aufforderung durch Herrn Edathy (SPD) Folge leisten und mir als freier Journalistin keinen Auftrag mehr erteilen.

Die Fakten sind weitgehend unstrittig zwischen den "Parteien".


Ich habe mir damals den Artikel um den es ging durchgelesen und fand nicht einmal flapsige Formulierungen. Es war einfach guter Journalismus.

Sebastian Edathy, Vorsitzender des Innenausschusses, bestätigt auf Anfrage die Berichterstattung der Zeit in vollem Umfang. Eine Verletzung des Postgeheimnisses will er dennoch partout nicht bemerken. "Es werden doch bislang nur Angaben von Express- und Paketsendungen elektronisch vorab übermittelt und von Polizei- und nachrichtendienstlichen Behörden der USA gespeichert und abgeglichen – aber noch nicht von Briefen", wiegelt er im Gespräch ab.

Ein Unding, findet der schleswig-holsteinische Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert:

Wenn die DHL vorab die Absender- und Empfangsdaten an US-Behörden weitergibt, ohne die Betroffenen zu informieren, dann verletzt das Unternehmen das Postgeheimnis", sagt Weichert. "Wenn staatliche Behörden von dieser Grundrechtsverletzung wissen und diese tolerieren, so kann man das Beihilfe durch Unterlassen nennen. Es wäre ein jämmerliches Zeugnis von Grundrechts- wie von rechtsstaatlichem Selbstbewusstsein, wenn sich die Europäische Union – wie bei den Flugpassagierdaten – von den USA zur Herausgabe von Postdaten erpressen ließe.

"Wenn wir weiterhin wollen, dass unsere Sendungen auch in den USA ankommen, müssen wir uns wohl beugen", redet Edathy das Problem herunter. Seltsam nur, dass Österreicher dies anders sehen. Die wehren sich nämlich seit Jahren ebenso vehement wie erfolgreich gegen die Avancen der USA. "Schließlich würde dies dem Postgeheimnis widersprechen, wonach Daten über Sendungen nur an Absender oder Empfänger mitgeteilt werden dürfen", protestierte Michael Homola, Sprecher der Österreichischen Post.

..

Jahrelang wurden Informationen über deutsche Express-Sendungen und Pakete und ihre Absender unbemerkt an die USA übermittelt. Erst jetzt beginnt eine öffentliche Debatte. Eigentlich hätte es einer umfassenden Information des Parlaments und der Öffentlichkeit bedurft. Immerhin sind auch Express-Sendungen und Pakete Postsendungen und unterliegen somit dem Postgeheimnis. Sebastian Edathy will das nicht wahrhaben. "Es handelt sich doch nur um Pakete, und überhaupt, geregelt wurde das ganze in einem Handelsabkommen", versucht er das Datenschutzdebakel herunter zu reden.


Ich persönlich glaube nicht, dass es überhaupt noch einen Datenschutz in Deutschland gibt, weil Leute wie Edathy und Schäuble sich an keine Gesetze gebunden fühlen. Sie basteln an ihrer Diktatur gegen das deutsche Volk und werden wahrscheinlich gewinnen. Deshalb gab es auch keinen Artikel auf Duckhome zu dem Thema, weil es sinnlos ist.

Ich habe mich damals geärgert, weil Edathy grundlos die beruflichen Grundlagen einer Journalistin zerstörte, nur um seine schlechte Laune darüber abzureagieren, dass er bei einem klaren Gesetzesverstoß erwischt wurde. Es konnte ihm egal sein. Geachtet wird er wie all seine Mitpolitiker doch von niemanden mehr und da wir Leute wie ihn nicht loswerden können, ist egal was über ihn geschrieben wird, zumal es ja stimmt.

Wenn ich mich ärgere schreibe ich den Leuten eine Mail. Persönlich und in klarer deutlicher Sprache. Die vertrug Herr Edathy nicht. Er drohte mir mit dem Staatsanwalt. Das ist sein Recht. Er hat die Macht, er hat unser Geld und es ist sein Staat in dem seine Herrlichkeit schalten und walten kann wie es ihm gefällt.

Allerdings hatte er ein Problem dabei mit mir. Wer mir mit dem Staatsanwalt droht, dem antworte ich damit, dass ich den Diskurs veröffentliche, was ich dann ja auch mit diesem Artikel tat.

Ich bin nur heilfroh, das ich im wesentlichen schon lange mit der SPD abgeschlossen habe, wenn ich sehe mit welchem Stil sie Karriere machen konnten. Ich empfehle Ihnen einen alten Text von mir:

Freund

Seien Sie aber bitte nicht beleidigt wenn Sie sich irgendwo wiedererkennen. Das ist natürlich unbeabsichtigt und der Text ist tatsächlich schon steinalt. Ich bin ja auch 12 Jahre älter als Sie. Stamme sozusagen aus der Zeit als es noch Sozialdemokraten gab.

Gut nun haben Sie es noch einmal ausführlich, was sie doch so gerne wissen wollten. Kommen wir also zu Ihrem Staatsanwalt. Den bin ich gewohnt. Meist sind es allerdings die Faschisten die gegen mich vorgehen. Mal mit Morddrohungen, mal haben die sogar Anwälte, Staatsanwälte und Richter. Das
ist mein Risiko. Aber ich wusste ja vorher das es nicht gut geht.

Ob mich nun auch noch Herr Sebastian Edathy mit seinem Staatsanwalt jagt, ist Nebensache. Natürlich werden Sie es schaffen mir zwischen 100 und 200 Tagen Knast verpassen zu lassen. Ja und. Sie haben es nicht verstanden. Sie können mir nichts mehr wegnehmen. Sie können mich auch nicht mehr bedrohen. Ich
lache über Leute wie Sie und es ist ein zorniges Lachen.


Den damaligen Text habe ich mit den folgenden Worten abgeschlossen:

Mal sehen wann mir die politische Polizei schreibt, das ich Herrn Edathy beleidigt habe. Wahrscheinlich bekomme ich wieder gleich den Strafbefehl, oder eine Vorladung, bei der ich nicht wissen darf worum es geht. Egal. Tanzen wir halt. Schneewalzer am Rand der Hölle. Und ich bin bestimmt kein Schneeflöckchen. Eher der Elefant im Porzellandladen.


Ja wir werden tanzen. Der Staatsanwältin habe ich mitgeteilt, das ich tanzen will und das sie einen großen Gerichtssaal buchen soll. Meinen Artikel haben bisher rund 4.900 Leute gelesen, was für die Blogwelt und einen so kleinen Blog wie meinen schon gigantisch ist. Beim Thema Edathy werden bestimmt viele kommen. Wenigstens gehe ich dann mit einem Lachen unter.

Wer noch einmal so richtig über unseren Sebastian lachen will, dem empfehle ich den Redblog.

Mir fällt in dem Zusammenhang dann auch noch der alte schieche Wolf ein, aber es wird schwer mir die Zähne heraus zu reißen. Meine Freunde wissen warum

Ludwig Hirsch, Der Wolf




[Link] [Cache]
Lumières dans la nuit: Weltschlag
10/28/2008 05:16 AM

Wie fröhlich doch manchmal ein Verleser die Dinge erhellt! Die Überschrift lautete »Schlagzeilen aus aller Welt«, aber ich verlas sie beim ersten Überfliegen als ein »Schlägereien aus aller Welt«. So sehr diese Lesart auch der pseudosachlichen Sprache von Nachrichten widerspricht und so schnell und natürlich ich deshalb das Verlesen bemerkte, das Ergebnis der unbewussten Textkorrektur passte inhaltlich wirklich gut… :mrgreen:

[Link] [Cache]
Duckhome: Die letzten Tage des Kapitalismus
10/28/2008 04:47 AM

Robert Misik hat wieder einmal zugeschlagen

Beim Börsencrash 1929 sprangen Makler, die alles verloren hatten, in ihrer Verzweiflung aus ihren Büros in der Wall Street. Heute lohnt es sich aber nicht, dort hin zu gehen, um zu sehen, ob einer hüpft. Denn wegen der Air Condition lassen sich die Fenster nicht mehr öffnen.

Misik ist ja schon sprachlich immer wieder ein Genuss. Er erinnert immer wieder an Martin Heidegger

Martin Heidegger - Teil 1 NESKE-Dokumentation (1975).




Noch deutlicher wird es in seiner Rede über die Tautologie in der Sprachwissenschaft, die aber leider nicht auffindbar war. Man sollte ihn trotz all seiner Umstrittenheit immer wieder mal hören. Das gleiche gilt für Robert Misik dem wir in seinem Text weiter folgen wollen.

Aber abgesehen davon hat die Weltfinanzkrise auch ihre schönen Seiten. Das ganze Gerede von der "Risikofreudigkeit", die man den Menschen antrainieren müsse und von der "schöpferischen Zerstörung", für die der Kapitalismus sorge - es wird jetzt nur mehr von halben Irren angestimmt. Gut möglich, dass wir in ein paar Monaten in den rauchenden Ruinen des Kapitalismus sitzen. Wenn der Kapitalismus überlebt - dann, weil ihn der Staat gerettet hat. Mit der monströsen Frivolition, die im Wirtschaftsleben Einzug gehalten hat, ist jetzt Schluss.


Das Video mit dem gesamten Text findet sich hier.

Das österreichische Deutsch klingt einfach besser. Selbst wenn man harte Wahrheiten verkündet. Misik läuft hier zur Höchstform auf. Man kann ihm nur zustimmen.


Amazon.de Widgets


[Link] [Cache]
FreiheIT-Blog: Zitat des Tages (28.10.2008)
10/28/2008 02:44 AM

“Die EU hat also durchaus ein Interesse daran, den Mythos der Erpressung der USA, der man hilflos ausgesetzt war, weiter zu nähren. So kann man die Datenweitergabe nicht nur als Ablenkung nutzen, sondern auch gleichermaßen als Begründung für das eigene Interesse bzw. um dieses weiter nur als Nebensache erscheinen zu lassen. Hätte man sich der Weitergabe an die USA allzu heftig oder gar tatsächlich widersetzt (möglicherweise sogar erfolgreich), wäre es schwierig, nunmehr für die eigenen Begehrlichkeiten zu argumentieren.”
(Twister (Bettina Winsemann) über Abkommen zur Datenweitergabe)

[Link] [Cache]
rotglut.org: Öffentlicher Hinweis für "Rechtsanwalt" Andreas Neuber (Krefeld) und Alexander J. Kleinjung (Frankfurt)
10/28/2008 02:13 AM
Gelogen ist gelogen ist gelogen! Zur Vermeidung weiterer strafrechtlicher Konsequenzen empfehle ich eine Rücknahme sämtlicher Anträge in der Sache 9 O 1935/06 des LG Kassel. Ich kann (und werde sonst) am 21.11.2008 um 13:30 Uhr die Lüge(n) und den Vorsatz dazu beweisen. Ich verweise die Herren Neuber und Kleinjung a ... [Link] [Cache]
Feynsinn: Ein neues Gergovia
10/28/2008 02:13 AM

Uns fällt der Himmel auf den Kopf. Wir Gallier stehen auf unserem Feldherrnhügel und sehen die einst überlegenen Truppen des Imperiums als Häuflein Elend um uns herum liegen. Anders aber als “Anno 52″ (v.Chr.) sind nicht wir es, die verbrannte Erde hinterlassen haben. Die Truppen des Imperiums werden auch nicht fliehen. Wir werden sie nicht vertreiben, im Gegenteil: Wir werden ihnen helfen, weiter stolz ihr Signum durch unsere Länder zu tragen. Haben wir doch glernt: Gallien wurde erst durch die Römer eine bühende Landschaft. Ohne sie gäbe es uns gar nicht.
Wir Gallier, das sind die die Staatsbürger und die Römer sind die Sturmtruppen der freien Marktwirtschaft. Historische Vergleiche haben ja Konjunktur, dieser ist meiner. Eat this!
Die Quintessenz stimmt jedenfalls: Uns fällt der Himmel auf den Kopf. “Hier geht nichts mehr”, meinte der tapfere Börsenerklärbär der Tagesschau heute, und die Restjournaille plakatiert unisono, der Dax sei “gerettet” - weil das strunzdumme Gezocke mit VW-Aktien einen Tageshype verursacht hat, dem in der Oper über diese Zeit sicher ein Akt gewidmet werden wird. Sollten Leerverkäufe nicht verboten werden? Nicht einmal das, und wenn’s der Indexrettung dient, ist doch alles im Lot.
Das Motto stimmt ebenfalls: Die spinnen, die Römer!
Immerhin haben sie jetzt Angst vor uns. Die Radikalgallier der Linken sind den römischen Barden viele Lieder wert, eines singt heute der Schirrmacher, der meint, die “LINKE” könne “über von ihr erzwungene Enthaltungen als Mitspieler in vier Landtagen den Bund in erstaunlichem Umfang kontrollieren“. Das nenne ich “Panik”.
Inzwischen wird sehr ernsthaft über feste Wechselkurse diskutiert, der Urgallier Sarkozy etwa fordert solche. Sollte er sich damit durchsetzen, hätte der radikalgallische Volkstribun auch noch im letzten Detail recht behalten. Eher überquert Hannibal mit Elefanten die Alpen!
Rom wird nicht fallen. Oder? In den Provinzen rumort es. Es heißt, Rom könne seinen Söldnern keine Beute mehr bieten. Noch fallen sie nicht scharenweise ab von der großen Macht. Zu viele Statthalter wissen, daß sie keine Zukunft haben, wenn Rom fällt. Zu viele Söldner haben ihre Familien gegen sich aufgebracht, und noch immer singen die Barden dieselben Lieder. Viele Kinder kennen nur noch deren Gesänge, und bislang haben nur die tapfersten Gallier ihre Barden geknebelt. Neue Lieder werden nur heimlich in Wald angestimmt.
Die Herden sind in Aufruhr. Sie wissen nicht, wohin. Die saftigen Wiesen, von denen die Barden singen, sind karges Land, das niemand mehr bewirtschaftet. Uns fällt der Himmel auf den Kopf. Wird dies das Ende sein? Die Gallier glauben es. Immer mehr Römer glauben es. In Rom macht sich ein neuer Kult breit, der Erlösung und Nächstenliebe verspricht. Unsere Druiden warnen uns, daß am Ende doch wieder Rom das Zentrum der Macht sei. “Erlösung” und “Nächstenliebe” seien nur die neuen Titel der alten Barden. Dann sei es doch besser, uns fiele der Himmel auf den Kopf.
Unser Dorfältester sagte heute zu mir: “Wenn du weißt, daß morgen die Erde untergeht, dann reiße noch heute einen Apfelbaum aus und schlage ihn dem nächsten dekadenten Römer in seine dämliche Hackfresse!”

[Link] [Cache]
annalist: Twit or Tweet
10/28/2008 01:41 AM

Ich hatte Twitter bisher eher in die Schublade der Web 2.0-Spielzeuge einsortiert, die mit Vorsicht zu behandeln ist, weil Datenschutz nicht unbedingt vordringliche Fragestellung dabei ist (siehe hier). Nichtsdestotrotz gibt es seit neuestem die hübsche Theorie, dass neben TerroristInnen auch

Sozialisten, Menschenrechtsgruppen, Kommunisten, Vegetarier, Anarchisten, religiöse Gemeinschaften, politische Enthusiasten, 'Hacktivisten' und andere

Twitter dazu nutzen, "um sich auszutauschen und ihre Messages an ein breiteres Publikum zu bringen". Ausgedacht hat sich das das 304th Military Intelligence Battalion der US Army, als Teil des frisch erschienenen Papiers “al Qaida-Like Mobile Discussions & Potential Creative Uses”, in dem sich so aparte Dinge finden wie dieses Kapitel: "Pro Terrorist Propaganda Cell Phone Interfaces”. Ab jetzt macht also auch twittern verdächtig.

Mehr dazu im Wired Danger Room, Counterterrorism Blog und Futurezone.

Besten Dank an den Medienticker (bei - Überraschung - Twitter).

[Link] [Cache]
The Grand Chessboard: The Credit Crunch Song
10/28/2008 01:09 AM


http://www.youtube.com/watch?v=s_iMS31mqmU

[Link] [Cache]
The Grand Chessboard: "Spuren eines Monsters" - FAZ über Dick Cheney
10/28/2008 01:09 AM

Dick Cheney
Spuren eines Monsters

Von Lars Jensen
25. Oktober 2008

Am 20. Januar 2009 um zwölf Uhr mittags endet die Ära der Regierung Cheney. In zwei Legislaturperioden stürzte der Vizepräsident das Land in seine tiefste wirtschaftliche und moralische Depression. Künftige Generationen werden sich wundern, wie der Mann eine Parallelregierung betreiben konnte, ungebremst von seinem Vorgesetzten, von Gerichten oder Ministern. Amerikas künftiger Präsident wird Cheneys Chaos aufräumen müssen – wenn es dafür nicht zu spät ist.

Bradford A. Berenson, bis Januar 2003 Rechtsberater der Regierung, ist einer der Zeugen, die Cheney in Aktion erlebt haben. In John Nichols' Buch „Dick – The Man Who Is President" erzählt Berenson: „Bush stand oben auf dem Mast des Schiffes und schaute in die Weite, während Cheney gleichzeitig das Ruder in der Hand hielt und unter Deck die Peitsche schwang." Übersetzt heißt das: Bush saß desinteressiert im Oval Office, während Cheney mit seinen Anwälten David Addington und John Yoo die juristischen Grundlagen seiner Verbrechen entwarf: Irakkrieg, Guantanamo, Plamegate, die Energie-, Umwelt-, Finanzpolitik der letzten acht Jahre.

Am Ende tat er, was der Vize will

Wer so viel kriminelle Energie entwickelt, liefert wunderbaren Stoff für Journalisten, Historiker, Künstler und Filmemacher. Amerikas Kulturschaffende arbeiten daran, die Geschichte des Mannes aus Lincoln, Nebraska zu schreiben. Die eindrucksvollsten Momente in Oliver Stones Film „W" sind jene, in denen der Vertreter (wie ein Dämon: Richard Dreyfuss) den überforderten Präsidenten manipuliert. Bei Sitzungen des Kabinetts lungert Cheney schweigend in zweiter Reihe, während sich Rice, Powell und Wolfowitz streiten. Am Ende wird Bush ohnehin tun, was der Vize will. Von dem guten Dutzend Dokumentarfilmen über Cheney ist vor allem „The BYU 25" sehenswert: Als Cheney 2007 an der konservativen Brigham Young University die Abschlussrede halten sollte, formierte sich ungeahnt heftiger Protest und ein Kamerateam filmte den Aufruhr der republikanischen Studenten gegen Cheneys Auftritt.

Doch wer wirklich wissen will, was seit dem 20. Januar 2001 im Weißen Haus vor sich ging, muss lesen. Die Autoren der gelungenen Cheney-Biografien teilen sich in zwei Gruppen. Jene, die ihn aus der Rolle des investigativen Journalisten beobachten. Etwa Jane Mayer vom „New Yorker", die mit „The Dark Side – The Inside Story of How the War on Terror Turned into a War on American Ideals" das Buch schrieb, das als Standardwerk zum Thema gilt.

Die Cheney-Doktrin

Mayer liefert erschütternde Details darüber, wie Cheney mit Addington und Yoo die Verfassung aushebelte, Folter legalisierte und geheime Gefängnisse in aller Welt gründen ließ. Weder Bush noch Außenminister Powell, Justizminister Ashcroft oder Sicherheitsberaterin Rice wussten von Cheneys Weisungen an Militär und Geheimdienste. Eingeweiht war lediglich sein ältester Freund Rumsfeld.

Der oben erwähnte John Nichols, Washington-Korrespondent von „The Nation" schrieb auch „The Rise and Rise of Richard B. Cheney", wo er Jugend und Karriere des Politikers betrachtet.

Ron Suskind mit „The One Percent Doctrine: Deep Inside America's Pursuit of Its Enemies Since 9/11" konzentriert sich auf Cheneys Kriegshunger. Der Titel spielt auf die so genannte Cheney-Doktrin an, nach der eine einprozentige Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses behandelt werden muss wie eine hundertprozentige Gewissheit. Der Vizepräsident meinte Massenvernichtungswaffen im Irak. Bis heute versucht er auf Basis derselben Doktrin einen Angriff auf den Iran einzufädeln.

Die andere Gruppe von Autoren besteht aus ehemaligen Weggefährten Cheneys, die sich von ihm abwandten. Ex-Finanzminister Paul O'Neill schrieb mit Ron Suskind „The Price of Loyalty", ein Versuch, zu klären, wie der umsichtige Dick Cheney, der unter George H. W. Bush als Verteidigungsminister eine Invasion des Irak ablehnte, zum Kriegstreiber mutierte. Richard Clarke, bis 2004 Bushs oberster Terrorismusbekämpfer, legte „Against All Enemies – Inside America's War on Terror" vor. Er wundert sich, dass ihm erst Ende 2002 auffallen konnte, nur mit Cheney über die Anti-Terror-Strategie gesprochen zu haben, nie mit dem Präsidenten.

Ein großer Spurenverwischer

Der ehemalige Regierungssprecher Scott McClellan veröffentlichte „What Happened: Inside the Bush White House and Washington's Culture of Deception". Dessen Inhalt in einem Satz: Cheney fälschte in der Manier eines Mafiabosses Informationen und spielte Pentagon, Geheimdienste, Rice, Powell und Bush aus, bis alle überzeugt waren, der Irakkrieg sei unausweichlich.

Kein Zufall, dass bei fast allen Büchern das Wort „Inside" im Titel vorkommt. Wie jeder talentierte Verbrecher beherrscht es Cheney, CIA-Codename „Angler", seine Spuren zu verwischen. Er gibt nicht bekannt, wie viele Mitarbeiter er hat und wer sie sind; veröffentlicht keinen Kalender; übergibt Nachrichten nur mündlich, nie schriftlich; hat alle Besucherlisten seiner Privatwohnung und vom Weißen Haus vernichten lassen. Zwischendurch verbrannte in einem Feuer viel Papier. Die über Cheney schreiben haben ähnliche Problem wie die, die ihn anklagen wollen: Beweise sind kaum zu finden. Also schreibt man aufs Buchcover, wenn man einen Hauch von „Insider"-Wissen besitzt.

Am 1. November 2001 räumte die Executive Order 13233 Dick Cheney als erstem Vizepräsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten die gleichen Privilegien ein wie dem Präsidenten. Executive Order 13292 vom 1. März 2003 erweiterte Cheneys Möglichkeiten um das Recht, Dokumente geheim halten oder vernichten zu dürfen. Cheney war ab sofort kein Vizepräsident mehr, sondern ein Co-Präsident, der außerhalb des Rechtssystems agiert.

Genialer Strippenzieher

Zu den ersten, die diese entfesselte Macht zu spüren bekamen, gehörten republikanische Anwälte von „Judicial Watch". Die hatten Cheney verklagt, eine Teilnehmerliste der geheimen Energie-Konferenzen vom Frühjahr 2001 zu veröffentlichen. Damals entwarfen die Chefs führender Energie-Konzerne (sie hatten fünfzig Millionen Dollar für Bushs Kampagne gespendet) mit Cheney die Energiepolitik. Das Konzept: Verbrauch steigern, Produktion steigern, Gewinne steigern.

Inzwischen möchten viele Leute wissen, was passierte. Warum diskutierten die Teilnehmer über die Ölreserven des Irak? Doch ein Gericht teilte Cheneys Ansicht: „Der Vizepräsident ist eine Institution, die weder der Legislative noch der Exekutive angehört und deswegen befreit ist von den Regeln, denen beide unterliegen."

Neben der Fähigkeit, keine Spuren zu hinterlassen, besitzt Cheney auch das zweite Talent, das ein kriminelles Genie ausmacht: Er erkennt instinktiv Schwächen und Ambitionen der Personen in seiner Umgebung. Kombiniert mit seiner enzyklopädischen Kenntnis der föderalen Bürokratie macht ihn das zu einem unaufhaltsamen Strippenzieher.

Der Fall „Klamath River" zeigt, wie Cheney operiert: 2001 und 2002 litt der Bundesstaat Oregon unter Dürre. Farmer erlitten Verluste und der republikanische Abgeordnete des Bezirks, Robert Smith, fürchtete, bei den Wahlen zu unterliegen. Um die Farmer zu besänftigen, wollte er eine Talsperre öffnen und einen Stausee in den Klamath River leiten. Problem: Das warme Wasser würde die geschützte Süßwasser-Fauna zerstören.

Smith schrieb an Cheney, den er seit 1980 kannte – beide saßen im innenpolitischen Ausschuss des Kongresses. Cheney rief darauf bei Frau Wooldridge an, einer Angestellten im Innenministerium. Ihr gab er den Befehl, den Farmern Wasser zuzuführen. Doch wie? Der Vizepräsident schlug vor, sich von Wissenschaftlern Argumente liefern zu lassen. Diesen Job übernahm die „National Academy of Sciences" und kam wunschgemäß zu der Erkenntnis, warmes Wasser stelle kein Problem dar für die Fische. Darauf legte der Biologe Michael Kelly vom „National Marine Fisheries Service" einen gegensätzlichen Befund vor. Seine Vorgesetzte schrieben den Text um und er kündigte. Kurz darauf floss warmes Wasser in den Klamath. Drei Jahre später waren zwei bedrohte Lachsarten ausgestorben. Inzwischen musste Washington an Fischer, die ihre Existenz verloren, sechzig Millionen Dollar überweisen.

Das plausibelste Motiv ist Gier

Freunde und Feinde, die den Vizepräsidenten schon lange kennen, wundern sich, wann und warum sich seine Persönlichkeit wandelte. Bis Anfang der 90er-Jahre galt er als umgänglicher Politiker. Die Metamorphose zum Monster begann, als der junge Bush ihn 2000 zum Chef seiner Findungskommission für einen Vizepräsidenten machte. Erst zerstörte er mit Lügenkampagnen den Ruf der anderen Kandidaten, dann nominierte Cheney sich selbst.

Geboren 1941, war er ein mittelmäßiger Schüler und schlechter Student. Immerhin taugte er als Sportler und Trinkkumpan. Um den Kriegsdienst drückte Cheney sich, und als seine akademische Karriere nicht vorankam, ging er in die Politik. Protegiert von Donald Rumsfeld bekam er Jobs im Weißen Haus unter Nixon und Ford. Zehn Jahre lang diente er als Kongressabgeordneter und schließlich als Verteidigungsminister.

Was passierte dann? Lösten Herzoperationen und Medikamente eine Demenz aus? Beeinflusste ihn seine als ultrakonservativ bekannte Frau Lynne? Frustrierte ihn, dass seine Tochter lesbisch ist? Das plausibelste Motiv scheint wie bei anderen Verbrechern Gier zu sein – nach Macht und Geld. Man muss nur untersuchen, wer von Cheneys Machenschaften am heftigsten profitierte: der Industriedienstleister Halliburton, bei dem Cheney zwischen 1995 und 2000 Vorstandsvorsitzender war.

Cheneys Sonderwünsche

Vom Fertigmenü bis zur Bohrinsel liefert die Firma alles, was man braucht, um Öl zu fördern oder Kriege zu führen. Ein Konzern, gegen den so viele Verfahren laufen – von Betrug in Milliardenhöhe bis zur Massenvergewaltigung weiblicher Mitarbeiter, dass er einen Weltrekord hält: Kein Unternehmen gibt mehr Geld aus für Anwälte als Halliburton. Unter Cheney umging die Firma die Embargos gegen Iran und Irak, steigerte den Gewinn um ein Vielfaches und reduzierte die Steuern dank Offshore-Töchtern auf null. In dieser Zeit verdiente der CEO 44 Millionen Dollar Gehalt, doch als wertvoller sollten sich die Aktienoptionen erweisen. Seit dem Beginn der Invasion des Irak erhielt Halliburton vom Pentagon Aufträge über mindestens 24 Milliarden Dollar. Cheneys Vermögen wuchs in der Zwischenzeit auf über hundert Millionen – dank seiner Halliburton-Anteile und Aktien anderer Öl- und Rüstungskonzerne.

Barton Gellman, Cheney-Experte der Washington Post und Autor von „Angler", schreibt, Cheney habe 2000 alle Verbindungen zu seinem ehemaligen Arbeitgeber abgebrochen, Aktien verkauft und Gewinne gespendet. Cheney würde nie darüber reden, weil er aus Prinzip nichts von sich preisgibt. Allerdings tauchen in dessen Steuererklärung vom Jahr 2007 Halliburton-Anteile im Wert von bis zu fünf Millionen Dollar auf.

Bevor er abtritt, wird der Vizepräsident seine Spuren verwischen. Nun müssen uns also die Künstler helfen, die Psyche des Angler zu verstehen. Leute wie Jennifer und Kevin McCoy, denen ein besonders wirkungsvolles Cheney-Kunstwerk gelang.

Auf der Website Thesmokinggun fanden die beiden eine originale Liste mit Cheneys Sonderwünschen für den Aufenthalt in einem Hotel. Mit Hilfe dieser Anweisungen bauten die McCoys in der New Yorker Galerie „Artists Space" einen Raum nach dem Geschmack des Vizepräsidenten aus: King Size Bett; alle Lichter an; Raumtemperatur 19 Grad; die Fernseher zeigen Fox News; eine Mikrowelle steht bereit; ebenso vier Dosen Sprite Light.

Man steht in diesem Zimmer und spürt die psychopathische Beschränktheit des Dick Cheney. Eine Mikrowelle! Wie soll man einem Multimillionär trauen, der eine Mikrowelle für seine Suite verlangt?

http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E1FF253770ED74D829EF19B421E297400~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed

[Link] [Cache]
elementarteile: uh ja, DNA-Vergleich wegen der Kinderschänder!1!
10/28/2008 12:52 AM

aus den Kommentaren vom LawBlog einen Link zur Aufstellung des BKA zur DNA-Überprüfung:

Straftaten gegen das Leben 669
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 1.309
Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit 635
Straftaten gegen die persönliche Freiheit 66
Diebstahlsdelikte 46.206
Raub und Erpressung 3.922
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung 203
Gemeingefährliche Straftaten 426
Betrug/Untreue 41
Beleidigung 98
Sachbeschädigung 123
Strafgesetzbuch 1.792
Nebengesetze (BtmG, WaffG etc.) 724

imposant, oder? Und “gegen die sexuelle Selbstbestimmung” meint nicht nur Kinderschänder, sondern eben “auch”.

Aber schön mal wieder mit der Realität verglichen zu haben…

[Link] [Cache]
FRGzchn bLOg: Explicit Lyrics mit MC Nigel
10/28/2008 12:46 AM


Und überhaupt kann man mit sich mit einer Suche nach “Nigel Farage” bei Youtube ganz gut die Zeit vertreiben…

Posted in 1337
[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Folgen der Krise
10/28/2008 12:45 AM

Folgen der Rezession: Der ehemalige amerikanische Millionär Fred Bell verkaufte 1931 nach seinem Ruin in San Francisco Äpfel auf der Straße.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Die egalitäre Gesellschaft
10/28/2008 12:45 AM
An sich haben die meisten (Deutschen) genug. Das wissen und bekennen sie auch. Aber der Nachbar hat mehr. Und hiergegen begehren sie auf. Vom Dreigestirn Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit trägt in Deutschland die Gleichheit die Krone.[Link] [Cache]
ISLA: Gespensterkriege? Na so was!
10/28/2008 12:45 AM
Mal eben schnell einen Krieg anzetteln? Und außerdem lautet die Devise offenbar überall: Blame Bush! Oder: Ich wollte ja eigentlich gar nicht mitmachen, aber.


DER GESPENSTER-KRIEG

Vor kurzem berichtete Seymour Hersh in 'Preparing the Battlefield' von hochgeheimen militärischen US-Einheiten des "Joint Special Operations Command" (JSOC), welche als Teil des übergeordneten "U.S. Special Operations Command" (USSOCOM) direkt unter dem Oberbefehl des Präsidenten einen Guerillakrieg in Iran und Pakistan führten.

Mittels 'asymmetrischer Kriegführung' (oder auch 'Terrorismus') begingen JSOC-Einheiten Sabotageakte, Morde, Attentate und Sprengstoffanschläge um das Regime im Iran zu destabilisieren und in Pakistan angeblich 'Taliban' und 'Al Qaida' zu bekämpfen.
Dabei waren ganze 'Al Qaida'-Gruppen in Wirklichkeit genau selbst gesteuerte Fantomfeind den man angeblich bekämpfte, wie die vorgeblichen 'Seperatisten' der aus CIA-Spionen bestehenden Gruppe 'Jundullah' in südpakistanischen Provinz Balutschistan, durch welche die Iran-Pakistan-Indien-Gaspipeline demnächst gebaut werden soll.

Das SOCOM, zuständig für 'Spezielle Operationen' weltweit, konkurriert durch neue strategische Änderungen der Bush-Regierung seit 2001 mit den Kontinental- und Regionalkommandaturen des regulären US-Militärs, die oft keine Ahnung haben was in ihren eigenen Gebieten überhaupt passiert.
Der letzte Chef des CENTCOM, dessen Verantwortungsbereich von Zentralasien über Pakistan, Afghanistan, Iran, Irak bis zum Sudan reicht, Admiral William Fallon, trat genau deswegen vor ein paar Monaten zurück.
Bereits letztes Jahr wagte er den für einen Kontinentalkommandeur des US-Militärs äusserst ungewöhnlichen Schritt und kritisierte seinen "Obersten Kommandeur", Präsident Bush.[Link] [Cache]
ISLA: No title
10/28/2008 12:45 AM
Statt Habermas empehle ich hier: Elmar Zadra. Hinter'm Horizont geht's nämlich noch weiter.[Link] [Cache]
ISLA: Das Schweigen der Quandts
10/28/2008 12:45 AM
Lobrede am 16. 10. 08 in Köln für einen Film von Eric Friedler
Von Wolf Biermann[Link] [Cache]
Barcelona: Widerstand gegen Aufwertung
10/28/2008 12:43 AM

Barceloneta (Oosoom, GNU Free Documentation License)

Barceloneta (Oosoom, GNU Free Documentation License)

Eingeladen vom Goethe-Institut konnten verschiedene stadtpolitische Initiativen aus Berlin nach Barcelona reisen und dort mit Aktivist/innen aus der katalanische Hauptstadt in einen Erfahrungsaustausch treten. Unter dem Motto “Urbaner Raum - Bürgerraum” fanden vom 13. bis 17. Oktober verschiedene Workshops und Veranstaltungen statt. Mit dabei unter anderem die Initiative Media Spree versenken!, das MietshäuserSyndikat und der Multikulturelle Nachbarschaftsgarten Neukölln.

Aus Barcelona beteiligten sich verschiedene Hausprojekte (Magdalenes und Can Masdeu) und Nachbarschaftsinitiativen (plataforma d’afectats en defensa de la barceloneta) an den Veranstaltungen und stellte ihre Projekte und Initiativen vor. Auf der Webseite des Diari de Barcelone gibt es einen hübschen Bericht der “Deutschen Kulturnachrichten” zu der Veranstaltungswoche.

Besonders spannend war der Besuch im Stadtviertel Berceloneta…

Barceloneta ist eine ehemaliges Fischer- und Hafenviertel und hat die Modernisierung Barcelonas durch Olympia 1992 und Kulturforum 2004 bisher halbwegs unbeschadet überstanden. Anders als in Barcelona üblich gibt es hier noch einen hohen Anteil von Mieterwohnungen. Ein städtischer Erneuerungsplan will nun jedoch die relativ kleinteilige Eigentümerstruktur aktivieren und reizt mit Fördermitteln für den Einbau von Fahrstühlen. Voraussetzung dafür sind aber Grundstückszusammenlegungen und eine Änderung der bestehenden Grundrisse. Die Bewohner/innen befürchten dadurch eine Auflösung bestehender Mietverträge und die Umwandlung in Eigentumswohnungen. Mit einer vielfältigen Bandbreite an Aktivitäten - von der Unterschriftensammlung bis zur Hausbesetzung - wehrt sich die Nachbarschaft seit Monaten gegen die Umbaupläne. Als Zwischenerfolg wird von einigen die aktuelle Zusage des zuständigen Stadtrates gewertet, die Pläne zu überarbeiten. Doch die Initiative will keinen reformierten Umbauplan sonderen gar keinen. Die Auseinandersetzungen um preiswerten Wohnraum werden also auch in Barcelona in die nächste Runde gehen. Gala und den anderen Frauen der plataforma: Viel Glück, Ausdauer und Erfolg!

[Link] [Cache]
Der Demokrat: USA - Die Achse des Bösen
10/28/2008 12:43 AM

Sie haben es wieder getan. Wieder haben sie gebombt und getötet. Wieder wird sie die schweigende Weltöffentlichkeit dafür nicht zur Verantwortung ziehen.

US-Militär hat wieder einmal unter Missachtung jedes internationalen Rechtes einen souveränen Staat angegriffen: Syrien.
Wieder hat sich herausgestellt, dass die USA die größten Kriegstreiber der Welt sind.

[Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: www.wortbruch.info - verdeckte CDU-Propaganda gegen Andrea Ypsilanti
10/28/2008 12:40 AM
Die Initiative
Die Initiative
Quelle: www.wortbruch.info

Nachdem die sympatische hessische SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti es gegen den Widerstände von Bild-Zeitung und verkommenen Journalisten endlich hinbekommen hat, den Saboteuren in der hessischen SPD den Kopf zu waschen, sich der Wahl durch die netten Leute der Linken vergewissert hat, eine Koalitionsvereinbarung mit den Grünen abgeschlossen hat, ist der brutalstmögliche Lügner Roland Koch am 4. November endlich reif für die endgültige Abwahl.

Nun ist genau zum strategisch günstigen Zeitpunkt die Webseite www.wortbruch.info wie aus dem Ei gepellt aufgetaucht, die Andrea Ypsilanti Wortbruch vorwirft, weil die SPD nicht nur bei sinnvollen Gesetzen gemeinsam mit der Linken abstimmt, sondern sich im Landtag auch zur Wahl als Ministerpräsidentin stellt. “"Kein Wortbruch in Hessen - Nehmen Sie Einfluss!" ist eine Bürgerinitiative besorgter Menschen.” steht auf der schicken Webseite und weiter heißt es “Wir, die Bürgerinnen und Bürger Hessens müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist!”

Es hätte alles so schön laufen können. Geschickt wurde zum Beleg des demokratischen Anliegens noch eine Suggestiv-Umfrage eingeflochten, derzufolge 72% nicht gut finden, wenn Andrea Ypsilanti sich mit den Stimmen der Linken wählen lässt. Wie viele Roland Koch “nicht gut” finden, wurde natürlich nicht gefragt. Viele Tausend Unterstützer kommen auf der Webseite zusammen, kostenlose Sticker mit der blauen Aufschrift “Kein Wortbruch in Hessen!” werden verteilt und dann greifen die bayerische Bild am Montag, der hessische Kochfunk und andere ähnlich seriöse Medien als Anwalt des kleinen Mannes den Massenprotest auf und machen richtig Druck.

Doch daraus wird nun wohl nichts. Denn nun wurde die Aktion als verdeckte Propaganda der CDU entlarvt.

Heute ist aufgeflogen, dass der für die Seite Verantwortliche “Alexander Demuth” einer der führenden “Public-Relations“-Experten Deutschlands ist und die Domain-Eignerin Charlotte Schmidt-Imhoff auch als Vorsitzende des Fachausschusses Wirtschaftspolitik und Technologie der Frankfurter CDU in Erscheinung gestreten ist.

Bei näherem Hinschauen weckt die schöne Graswurzelbewegung gegen den angebichen “Wortbruch” noch mehr Zweifel. Unter dem Text, mit dem “die Initiative” sich vorstellt, finden sich Statements einiger wegen des angeblich Wortbruchs besorgter Bürger. Namen stehen da. Wer die Personen jeweils sind, steht nicht dabei. Gibt es die überhaupt?

Michael Herrmann gibt es so viele, dass für Außenstehende nicht zu erkennen ist, welcher Michael Herrmann das denn eigentlich sein soll. Mit “Hansi Meister” sieht es ähnlich aus. Aber auch ein Mann mit dem seltenen Namen Nikolaus Schweickart gibt da ein Statement gegen die Beteiligung der Linken ab. Google hilft. Wikipedia führt einen Nikolaus Schweickart als stellvertretenden Bundesvorsitzenden des Wirtschaftsrates der CDU und Botschafter der INSM. Bei www.wortbruch.info steht davon nichts. Bei www.wortbruch.info steht davon nichts.

Auch ein Bernd Ehinger wettert kräftig gegen Andrea Ypsilanti und die Linken. www.wortbruch.info schreibt nichts dazu, wer Bernd Ehinger ist. Hat total verkommener Journalismus ein Gesicht? Der hessische Rundfunk schreibt über seinen Rundfunkrat Bernd Ehinger, er sei geschäftsführender Vorstand und Schatzmeister des CDU-Kreisverbandes Frankfurt. Da werden vielleicht bei manchem Erinnerungen an die in Hessen besonders aktive Staatsbürgerliche Vereinigung wach.

Johanna Höhl kommt auch noch mit einem hohlen Statement gegen Andrea Ypsilanti zu Wort. Eine Johanna Höhl, Chefin der Landkelterei Höhl Hochstadt, ist schon einmal in einem “Bürgerbrief” des bekannten Lobbyclubs Bürgerkonvent in Erscheinung getreten. Eine Schlüsselrolle im Bürgerkonvent spielt Gerd Langguth, ehemaliges Mitglied im Bundesvorstand der CDU und früherer Direktor der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Jutta Fleck wird dann noch zitiert. Der Name ist Wikipedia bekannt als “Die Frau vom Checkpoint Charlie”. Was sie an den sechs netten Abgeordneten der Linkspartei in Hessen konkret auszusetzen hat, sagt sie nicht. Weiterhin lässt sich eine Ruth Wagner aus. Die Welt kennt eine ehemalige hessische FDP-Vorsitzende mit diesem Namen und titelte schon mal “Ruth Wagner: Die Frau, die Roland Kochs Kopf rettete“. Davon, dass Ruth Wagner ehemalige FDP-Vorsitzende ist, steht auf der im neutralen blau gehaltenen Seite www.wortbruch.info nichts.

Soweit zu den besorgten Bürgern, die auf der Seite “Die Initiative” zitiert werden. Bei den Unterstützern ist die Sache weniger klar. Ein “Dirk Magold” hat die Kampagne mit rhetorisch nahezu perfekter Wortwahl bei der Gießener Zeitung vorgestellt. Ein bemerkenswerter Unterstützer ist das. Der Name “Dirk Magold” ist Google ansonsten unbekannt. Da kann man schon auf die Idee kommen, jemand verschleiert ein PR-Profi die Herkunft einer verdeckten PR-Meldung.

Mittlerweile prangert auf der Webseite schon eine Zahl von mehr als 9000 “Stimmen gegen den Wortbruch”. Tatsächlich ist nicht einmal der Name eine Pflichteingabe. Nicht 9000 Stimmen, sondern 9000 Knopfdrücke müsste es eigentlich heißen. Wie viele Knopfdrücker hinter den Stimmen stehen, ist völlig unklar. Eine handvoll PR-Arbeitern bekommen ein paar Tausend Knopfdrücke sicher ziemlich schnell hin.

PR-Experten kennen für gefakte Graswurzelbewegungen den FachausdruckAstroturfing“. Die finanziellen Kosten von Astroturfingkampagnen sind durch die Effizienz von Internet und E-Mail eher klein. Der Image-Schaden einer aufgeflogenen Astroturfing-Kampagne ist hingegen kaum zu reparieren. Wenn es noch eines Beweises für die Dringlichkeit der Abwahl der vollkommen verlogenen CDU-Regierung in Hessen gebraucht hätte, dann ist er mit dieser verlogenen CDU-Kampagne erbracht.

Go, Andrea, go, werde Ministerpräsidentin! In Hessen sind die Menschen im Januar vor allem aus einem Grund wählen gegangen und der lautete: Koch muss weg!

[Link] [Cache]
rotglut.org: So macht Einkaufen wieder richtig Spaß ! - "nur" 59,95 Euro für 6 Monate ! (Plenken wie im Original)
10/28/2008 12:13 AM
LG Hanau: Online- Content Ltd. muss Gewinne aus rechtswidrigen Abzockseiten offenlegen Das Landgericht Hanau hatte entschieden, dass das Unternehmen Online Service Ltd. die Gewinne offenlegen muss, die es mit den zahlreich aufgestellten Kostenfallen erzielt hat. Würde dieses Urteil rechtskräftig, könnten die illegal erzielten Gewinne eventuell zu Gunsten der Staatskasse eingezog ... [Link] [Cache]

No comments: