Wednesday, February 25, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-30

Parteibuch Ticker Feed von 2008-10-30


"Die Dreckschleuder": Happy Halloween…
10/30/2008 11:53 PM

Tagged: halloween
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xxlkillababe: Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber läßt man laufen!!
10/30/2008 11:45 PM

Bei diesen Song von Reinhard Mey “Sei wachsam” ist jede einzelne Zeile ein Hort der Wahrheit!!!

Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: Halt du sie dumm, — ich halt’ sie arm!

Zitat: Wenn du die Wahrheit sagst, laß draußen den Motor laufen,
Dann sag sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt:
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.

Was die über Jahre dauernde Lethargie des Volkes gebracht hat sieht man hier: Sozialversicherer legten 800 Millionen Euro bei Lehman an, da sollte man den Song gleich nochmal hören um zu begreifen!!! Halt du sie dumm, — ich halt’ sie arm! die Rentenversicherung spielt da auch mit und verzockt ebenfalls 44 Millionen. Aber nun denkt man auch an die Leute die ihr sauer verdientes Geld jetzt aus ihren Fonds abziehen wollen um in Zeiten der Krise gerüstet zu sein um zu überleben. Kapitalzuflüsse werden gerne gesehen aber Abflüsse gehen mal gar nicht. Wenn die Leute das klein gedruckte nicht lesen - selbst Schuld. Totaleinfrierung? Axa, Pramerica und SEB machen Fonds dicht die Investoren ziehen so schnell das Geld aus den Immobilienfonds, dass einer nach dem anderen eingefroren wird. Die Flucht der Anleger aus offenen Immobilienfonds nimmt dramatische Ausmaße an. Nach KanAm haben nun auch TMW Pramerica, der Versicherungskonzern Axa und die SEB-Gruppe ihre Publikumsfonds eingefroren. Damit sind insgesamt rund 16 Mrd. Euro dem Zugriff der Anleger entzogen. Bei uns in Deutschland heißt das Szenario des Schreckens "Finanzaufsicht mit Augenmaß" und schützt natürlich die Anleger und Investoren vor Verlusten.
Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden: “Wo kämen wir hin?” und niemand ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?

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Premiere: Der Todeskuss für das Tochterunternehmen Home of Hardware (BOO)
10/30/2008 11:44 PM
E-Commerce ist 'in' und deshalb kaufte sich Premiere 2007 eben mal den Onlineshop Home of Hardware. Synergien gab's keine, dafür aber überhöhte Umsatzvorgaben. Nun zieht der marode PayTV-Sender das Tochterunternehmen mit in die Krise.[Link] [Cache]
ISLA: Zweiteintrag "Lang lebe das geheime Deutschland"
10/30/2008 11:01 PM
Wird wieder gelöscht!

Bis gestern war mir dieser Spruch unbekannt. Dank einer Google-Recherche zu "Isis Ägypten" stieß ich auf diesen Beitrag von Julio Lambing, unter anderem Mitgründer vom Rabenclan und ebenfalls mittlerweile in Köln beheimatet, folgte dem letzten Link "Romantik" in seinem Text, landete bei "Geheimes Deutschland", suchte noch ein wenig weiter unter "Lang lebe das geheime Deutschland" und stieß wieder auf George Steiner und Stauffenberg, der gerade medial in Szene gesetzt wird vom weltweit bekanntesten Scientologen. Oder war es doch eher vom weltweit bekanntesten CIA-Mann? Und las dann noch mal die ausführlichen Kommentare der sehr gut informierten Krieger und Ritter in meinem eigenen alten Morgaine-Blog, die mir unter anderem einen putzigen blinkenden Totenkopf in meine Bildergalerie setzten. Was ich sehr gut verstehen kann. Denn "Das Böse ist eine Frau".




Update 21.11 Uhr:


1.
Die Ikonisierung Stauffenbergs
Stefan George, Karl Wolfskehl und das „Geheime Deutschland"
von Micha Brumlik


2.
Website hinter dem Link "Geheimes Deutschland" kann - von hier aus? - nicht angezeigt werden.
Hier die Cache-Version, die ich wieder lösche, sobald die Seite erreichbar ist:


Regie: Rüdiger Sünner
Buch: Rüdiger Sünner
Kamera: Rüdiger Sünner
Produktion: Atalante Pictures
Produktions-Land+Jahr: Deutschland, 2006
Musik: Domenico Scarlatti, Richard Wagner, Rüdiger Sünner
Sprecher: Ulrich Matthes, Sabine Wegner, Joachim Schönfeld, Frank Arnold, Helmut Gauss, Uwe Müller, Rüdiger Sünner
Texte: Hölderlin, Novalis, Goethe, Annette von Droste-Hülshoff, u.a
DVD 5, PAL, codefree, Farbe, 60 Min. + Extras. Bild: 4:3, Ton: Stereo



„Es lebe das Geheime Deutschland." Dies sollen die letzten Worte des Hitler- Attentäters Claus Schenk von Stauffenberg bei seiner Hinrichtung am 21. Juli 1944 gewesen sein. Das Geheime Deutschland – ein Begriff aus dem elitär reaktionären Kreis um den Dichter Stefan George zu dem auch Stauffenberg zählte – verkörpert zunächst einen radikalen Gegenentwurf zur Welt der Moderne, der Massengesellschaft, des technischen Fortschritts und der zunehmenden Rationalisierung aller Aspekte des menschlichen Lebens. Die ästhetischen Fundamentalisten stellten der Moderne ein mystisches Weltbild gegenüber, in dem vor allem die Lyrik einigen Auserwählten den Zugang zu einem geistigen Reich gewähren konnte, in dem der Geist einer ins heldenhafte verklärten deutschen Vergangenheit wirkte. Für Stauffenberg bildete eben jenes Deutschland der Dichter und Denker, des Idealismus und der Romantik als Erbe eines reichen abendländischen Mittelalters, einen Gegenbegriff zur Barbarei des Nationalsozialismus.

Rüdiger Sünner spürt in seinem neuesten Film dieser anderen deutschen Vergangenheit, nicht der von Krieg und Völkermord nach, wobei er sich auf die Spiritualität der Frühromantik konzentriert und feststellt, das ein ganzheitliches Natur- und Menschenbild nicht nur in Fernost sondern eben auch in Europa selbst eine Tradition besitzt. Sünner wirft die Frage auf, welchen Beitrag dieses Denken für unsere heutige Situation, die durch ökologische Krisen und eine zunehmende Entfremdung des Menschen von seinen natürlichen Lebensgrundlagen gekennzeichnet ist, leisten kann.

Wie sehr die Romantik in Zeichen universeller Ideale steht lässt sich bereits an Begriffen wie Friedrich Schlegels Universalpoesie erahnen, und von dem junge Dichter wie Novalis, Brentano oder Tieck zu ihren neuartigen Lyrikexperimenten im ausgehenden 18. Jahrhundert inspiriert wurden. Wenn Schlegel davon spricht, dass Poesie ein „Spiegel der ganzen umgebenden Welt, ein Bild des Zeitalters" werden soll, muss man sich das enge Verhältnis von Poesie und den Wissenschaften zu jener Zeit vor Augen halten, zweier Disziplinen, die beide darin konkurrierten, Medium wirklicher Erkenntnis über den Menschen und dessen Stellung in der Welt zu sein. Hierbei ist bedeutend, dass die romantische Naturphilosophie die Idee der Einheit der Welt im Namen eines Ganzen der Natur nicht gegen, sondern gerade mit und durch die Naturwissenschaften sichern wollte, wie etwa Novalis, der in seiner Enzyklopädie alle Fachwissenschaften mit der Poesie zu einer universellen Naturphilosophie vereinigen wollte, wobei Natur hierbei ein alles Geistige und Materielle umfassendes Ganzes bedeutet, eine Vorstellung die tief in der zeitgenössischen Philosophie verankert ist, welche von einer grundlegenden Emanzipation vom christlich orientierten Gottesbild geprägt ist.

Hatte der deutsche Idealismus etwa mit Fichte das menschliche Bewusstsein aus allen religiösen und historischen Bindungen gelöst, indem er dieses zum alleinigen Schöpfer aller äußeren Realität machte, kehrt mit Schellings Begriff der Weltseele der Gedanke des Göttlichen zurück. Aber dieses steht den Menschen nicht mehr als etwas Fremdes gegenüber, als Schöpfergott, sondern vielmehr als innerstes Prinzip allen Lebens, und ist als solches in allen Formen der Natur zu finden. Dies ist der Ausgangspunkt für Hegels Begriff des Weltgeistes, nach dem die Welt eine Entwicklungsstufe des göttlichen Bewusstseins ist, welches auf der ersten Stufe noch in einem unbewusst träumenden Zustand verharrt, sich durch das Erwachen des menschlichen Bewusstseins nun selbst als etwas Anderes gewahr wird und auf der dritten, zukünftigen, Stufe, das Bewusstsein seiner selbst gewinnt, sobald die Philosophie die Natur als göttlichen Geist erkennt.

Die romantische Naturphilosophie übernimmt das dialektische Geschichtsmodell Hegels, indem sie den Standort der eigenen Epoche im Geschichtsprozess reflektiert. Am Übergang zum industriellen Zeitalter begreifen die Romantiker ihre Epoche als Zeitalter der Entfremdung von den natürlichen Lebensgrundlagen.

Wälder und Wiesen, Berge oder Seen bilden immer stärker einen Gegensatz zur modernen Lebensumwelt, entwickeln sich zunehmend zu Refugien für die vom technischen Fortschritt verunsicherten Menschen. In Märchen oder Naturgedichten stellt man der unsicheren Gegenwart eine utopisch verklärte Vergangenheit gegenüber, lässt sich wie der frühe Clement Brentano von Volksliedern inspirieren, bis schließlich einige seiner Werke selbst für traditionelles Liedgut gehalten werden.
Für Novalis stellt vor allem das Märchen die geeignete Form dar, dem Spezialistentum der industriellen Gesellschaft den Gedanken einer Einheit von Natur und Mensch gegenüberzustellen. In einem echten Märchen müsse die ganze Natur „auf wunderliche Art mit der ganzen Geisteswelt vermischt sein," einen Zustand des schöpferischen Chaos, den der Dichter auf der Dritten Stufe seines triadischen Geschichtsmodells: Einheit mit der Natur, Entzweiung und schließlich Wiederherstellung der Einheit auf höherem Niveau wieder anstrebt, wobei alle ganzheitlichen Philosophien im Prinzip diesem dreistufigen Vorstellungsmodell folgen.

Nach den Erfahrungen des ersten Weltkriegs und seiner technologischen Vernichtungsmaschinerie wird im 20. Jahrhundert der Ruf nach einer Überwindung des kalten, rationalen Mechanismus zugunsten einer neuen Wissenschaft laut, die das Geistige in der Natur nicht ausschließt. So spricht Erst Jünger vom Hochmut der Naturwissenschaften. Er misstraut einer ausschließlich mathematisch orientierten Wissenschaft und versucht diese, um intuitive Erkenntnisse auf einer synästhetischen Erfahrungsebene zu erweitern, um die verborgenen Rätsel hinter den mathematisch fassbaren Erscheinungen aufzuspüren. Ganzheitliche Naturvorstellung koppelt sich hierbei mit einer mystischen Erfahrung des Einsseins mit der Welt.

Auch für den zeitgenössischen Philosophen Gernot Böhme ist die mystische Erfahrung der Einheit des Menschen mit der ihm umgebenden Umwelt ein zentraler Bestandteil jeder Naturphilosophie, wodurch er eine Aufnahme der Naturästetik in eine zeitgenössische Naturphilosophie fordert, einem Ansatz, dem auch Sünners Films folgt. Wie Sünner verknüpft Böhme die Notwendigkeit eines neuen Naturbegriffes aufs engste mit der ökologischen Krise und folgt letztendlich Novalis triadischem Geschichtsmodell wenn er fordert, „das Ideal des Vernunftmenschen zu überwinden – ohne die Errungenschaften des Rationalität preiszugeben" – die Wiederherstellung der Einheit mit der Natur auf höherem Niveau.

Sünner lädt in kontemplativen Landschaftsaufnahmen zu einem mystischen Naturerlebnis ein, setzt nur spärlich Kommentare und vertraut auf weiten Strecken der Suggestivkraft, die durch die Synthese der Bilder mit den vorgelesenen Textauszügen Goethes, Novalis, Herders und anderen entsteht. Die Bilder folgen der Ästhetik romantischer Landschaftsmalerei, behutsame Überblendungen führen den Zuschauer in ruhigen Einstellungen durch Wiesen, Wälder, lassen den Blick über Flüsse und Felder dem Horizont entgegengleiten oder sich in einem Sonnenuntergang am Meereshorizont verlieren. Goethes Gedanken zum Licht werden durch lange Zeitraffereinstellung eines Sonnenauf- und Untergangs, der sich in einem See spiegelt, visualisiert, Erinnerungen an Riedelsheimers Rivers and Tides werden wach. Durch seine eindringliche Langsamkeit bewirken Worte und Bilder, unterlegt von ambienten Klangkollagen und romantischer Musik, die teils von Sünner selbst eingespielt wurde, im Zuschauer ein sanftes Gefühl des Getragenseins, ein Gefühl der Verbindung und Verwandtschaft zwischen allen Formen der Natur und deren Betrachter.

Sünners Film passt sich in seinem behutsamen Fluss den Naturformen an, den im Wind sich wiegenden Kornähren, den rauschenden Wäldern, den dahingleitenden Wolkenbildern, und lädt den Zuschauer dazu ein, teilzuhaben an der immerwährenden Bewegung allen Lebens. Ein ausführliches Interview mit dem zeitgenössischen Naturphilosophen Jochen Kirchhoff rundet die liebevoll ausgestattete DVD ab.

Matthias Abel

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Arbeitslosenquote: Wer glaubt das noch?
10/30/2008 10:43 PM

Wieder einmal versucht man das Volk mit einer erfundenen Arbeitslosenquote zu beruhigen. Es ist wirklich eine Glanzleistung der Bundesagentur für Arbeit, bei rückläufigen Umsätzen und Entlassungen in beinahe allen Branchen, einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf 7,2 Prozent zu errechnen.

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz sagte in Berlin, das Unterschreiten der Drei-Millionen-Marke sei “ein trotziges Signal der Zuversicht” angesichts der vielen schlechten Meldungen von Banken und Börsen. Die Reformen der vergangenen Jahre hätten den Arbeitsmarkt wetterfester gemacht. (Quelle)

Aus Sicht des Bundesarbeitsministers mag das sogar stimmen. Denn man hat es mit “Agenda 2010″ immerhin geschafft, viele Arbeitslose zu einem Ein-Euro-Job zu zwingen. Andere wiederum werden mittels “Kopfgeldschein” an Personalleasing Dienstleister verkauft und dürfen einen unsicheren Job bei geringster Entlohnung antreten. Und selbst für die nicht Vermittelbaren hat man vorgesorgt, man steckt sie in eine sogenannte Maßnahme. Bleiben noch die Unbelehrbaren übrig, die weder durch “Kopfgeldschein” verkauft noch für eine Maßnahme geeignet sind.

Wenn unser Bundesarbeitsminister von dem Unterschreiten der Drei-Millionen-Marke bei den Arbeitslosen spricht und wir nicht unterstellen, dass es ein großer Schwindel ist, dann spricht er eben von diesen Unbelehrbaren Arbeitslosen. Denn alle anderen, also die Zwangs-Ein-Euro-Jobber, Leiharbeiter und die in einer Zwangsmaßnahme befindlichen Arbeitslosen werden in der Statistik nicht berücksichtigt. Wir haben demnach knapp Drei-Millionen Unbelehrbare Arbeitslose in Deutschland.

Wenn man aber alle berücksichtigt, die von der BA in der Statistik “vergessen” wurden, dann kommt man auf ganz andere Zahlen:

Den „Nachdenkseiten” zufolge befindet sich die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland auf einem dramatischen Stand. Die Empfänger von Arbeitslosengeld I und II hätten im Vergleich zum Jahr 2005 um 441.000 zugenommen. Unter Bezug auf öffentliche Statistiken setzten sich die Arbeitslosenzahlen von insgesamt ca. 9.647.540 Erwerbslosen im September 2008 (vorläufig) wie folgt zusammen:

  • Arbeitslosengeld I – 807.222 und
  • Arbeitslosengeld II – 4.897.834.
  • Bezieher von Sozialgeld: 1.872.730
  • Menschen in Fortbildungsmaßnahmen: 1.600.000
  • Ein-Euro-Jobber: 329.745 und
  • Menschen, die nach der “58er-Regelung” automatisch aus der Statistik fallen: 140.000 (Juni).

Sie werden statistisch sämtlich nicht mitgezählt.

  • 1,3 Mio. Menschen erhalten inzwischen zusätzlich zu ihrem Verdienst Arbeitslosengeld II.
  • Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist vom 5,5 Millionen im Jahr 2003 auf 7,02 Mio. im Jahr 2008 gestiegen.

Inzwischen kämpfen die Armutsküchen um Lebensmittelspenden, weil sie die 800.000 Bedürftigen kaum noch versorgen können.

Es kann nicht mehr lange dauern, bis die Scheinwelt der verlogenen Chaosverursacher in sich zusammenfällt und eine Lawine des Hasses dieses Land überrollt.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Die Kuchentester: Links 30.10.2008
10/30/2008 10:26 PM
Hier auf die schnelle noch ein paar Links, die interessant sind:

Wie immer lesenswert "Querschüsse zum Thema Wirtschaft" über den Absturz der Frachtraten für Massengüter:

" BDI unter 1000 Punkte".

Meiner bescheidenen Meinung nach einer der besten, wenn nicht der beste deutsche Wirtschaftsblogg.

Und dann ein Beitrag von Mr. Mortgage. Diesmal nicht über sein Spezialthema Häuser- und Hypothekenmarkt in Californien, sondern mit einem eher globalen Thema:

Its The End of the World As We Know It

Wenn man nicht den ganzen Artikel lesen will , so sollte man jedenfalls mal einen kurzen Blick auf die beiden Grafiken geworfen haben. Die erste Grafik zeigt für Osteuropa an, welche Leistungsbilanzdefizit die verschiedenen Länder aufweisen (obere Zahl) und die untere Zahl gibt an, wie hoch deren Ausfallrisiko eingeschätzt wird, und damit auch gleichzeitig, welchen Zinsaufschlag die Länder zahlen müssen (100 Basispunkte = 1%). Die zweite Grafik zeigt das Verhältnis von kurzfristigen Bankkrediten und der Wirtschaftsleistung der verschiedenen Länder an.[Link] [Cache]
Die Kuchentester: Einführungskurs Finanzkrise Teil 2
10/30/2008 10:26 PM
Juan Enriquez Pop!Tech: "The debt crisis and the future" (30 min.)
via Paul Kedrosky


Juan Enriquez (2008) Pop!Tech Pop!Cast from PopTech on Vimeo.[Link] [Cache]
Politprofiler: ZDF das deutsche Wahlkampfbüro für Obama
10/30/2008 10:12 PM
Die Tagesthemen, das heute-journal und andere Nachrichtensender berichten begeistert von Barack Obama und strahlen willig seine Werbespots aus. Ohne Bezahlung?

Hier will ich in keinster Weise für irgend einen dieser beiden Präsidentschaftskandidaten Partei ergreifen, doch ich bin für eine ausgewogene Berichterstattung. Deshalb halte ich es für absolut unfair, dass McCains Werbespot den deutschen Bürgern einfach unterschlagen wird.

McCain arbeitet in seinem Werbespot fragwürdige Äußerungen von Vize-Präsidentschaftskandidaten Biden auf, über nahende Januar-Krisen und unattraktive Entscheidungen, die der neue Präsident treffen muss.





"Gürten sie ihre Lenden,"

sagte Biden zum Publikum.

"Wir werden mit ihrer Hilfe gewinnen, so Gott will, aber dies wird keine einfache Sache sein. Dem Präsident, dem nächsten Präsidenten, wird die bedeutungsvollste Aufgabe vorbehalten sein. Es ist wie das Ausmisten der Augiasställe, Mann. Dies ist mehr als nur....dies ist mehr als nur...denken sie darüber nach, denken sie wirklich darüber nach, dies ist mehr als nur eine Kapitalkrise, dies ist mehr als nur Märkte. Dies ist ein systemisches Problem das wir mit dieser Wirtschaft haben."

"Ich verspreche ihnen, sie alle werden in einem Jahr hier sitzen und sagen: 'Oh mein Gott, warum sind sie dort in den Umfragen? Warum sind die Umfragewerte so niedrig? Warum ist diese Sache so hart?' Wir werden ein paar unglaublich harte Entscheidungen machen müssen in den ersten zwei Jahren. Also bitte ich sie jetzt, ich bitte sie jetzt, seinen sie bereit zu uns zu halten. Erinnern sie sich an das Vertrauen, das sie an diesem Punkt hatten weil sie uns werden stärken müssen,"

Ein Kongressbericht aus dem Monat April verlautbarte:

"Ob ein Vorfall von Signifikanz für die nationale Sicherheit kurz vor oder nach dem Übergang der Präsidentschaft geschieht; die Handlungen oder das Ausbleiben von Handlungen der scheidenden Administration könnten gleichsam langanhaltende Auswirkungen auf die Fähigkeit des neuen Präsidenten haben, effektiv die US-Interessen zu schützen und könnten das Vermächtnis des scheidenden Präsidenten beeinflussen."

Quelle: www.infokrieg.tv


Freiwillige Selbstzensur ist der größte Feind einer Demokratie und ist noch viel gefährlicher als gesetzlich verordnete, denn wird öffentlich zensiert, sind die Leser, Hörer und Zuschauer wachsam und überprüfen die Aussagen, geschieht die Zensur in den Hinterzimmern, glauben wir blindlings auch Lügen.

Jeder kann sich über die Äußerung von Biden seine eigenen Gedanken machen. Jeder kann die Äußerungen für sich als GUT oder SCHELECHT bewerten, aber in jedem Fall sind sie informiert.

Heute-Journal-Mann (Claus Kleber) berichtet stolz über seinen E-Mail-Kontakt mit dem angehenden US-Präsidenten bzw. dessen Wahlkampfteam. Er findet den letzten Videogag von Obama so wichtig, dass er in voller Länger im ZDF ausgestraht wird - aber kein Wort über die seltsamen Äußerungen von Biden und Powell. - Das halte ich für seltsam oder gar politisch motiviert.

ARD und ZDF unterschlagen bewußt Informationen zum Präsidentenwahlkampf in den USA im Nov. 2008


Auch Colin Powell glaubt an die prophezeiten Krisen und Prüfungen für Obama bzw. nächsten Präsidenten gleich nach seiner Wahl. Er geht sogar so weit, dass er sie auf den 21. und 22. Januar datiert: >>> 2:35




Biden garantiert die Januar-Krise für die USA und auch für die Welt


Dazu sollten Sie Ihren Augenmerk auf die Bezeichnung AUGIASTÄLLE werfen. Ein Vergleich aus der griechischen Mythologie, in der Herakles einen Kuhstall ausmisten musste, der als nicht zu reinigen galt. Doch er löste diese Aufgabe unkonventionell und mit brachial Gewelt - erleitete einfach einen Fluß um und flutete damit den verdreckten Stall.

Bevor Sie aber in Euphorie ausbrechen sollten Sie wissen, dass das Obamabüro eine Teilnahme von Barack Obama bei der Bilderberg-Konferenz nicht dementiert.[Link] [Cache]
Tammox: Die Wirklichkeit ist anders als die Realität
10/30/2008 10:03 PM
Alaska, die größte Exklave der Welt ist mir spätestens seit der US-Fernsehserie Ausgerechnet Alaska (Originaltitel: Northern Exposure) von 1990 extrem sympathisch.
Die Schöpfer Joshua Brand und John Falsey haben neben den „Sopranos" wohl das beste Serienformat ever erschaffen.
Man kann ja nichts dagegen tun, dass gute Fiktion das Gehirn überlistet und die Realität überschreibt.
So funktionieren Vorurteile - in dem Fall ein Positives.
Alaska war für mich seit dem das „gute Amerika" voller liebenswerter und skuriler Menschen, die man alle als Freunde haben wollte.
Das Blöde an Vorurteilen ist nur, daß sie ab und an mit der Realität kollidieren und dann muß eine von beiden Ebenen abrüsten, wenn man nicht in Schizophrenie verfallen möchte.

Es hat uns niemand gefragt
wir hatten noch kein Gesicht
ob wir leben wollten oder lieber nicht
hin und her
und hin und her gerissen
zwischen verstehen wollen handeln müssen

Und dann kam SARAH PALIN. Die hohle Nuss des Nordens mit dem politischen Durchblick eines senilen Maulwurfs.
Pfingstkirchlerin noch dazu, die dem Dispensationalismus anhängt.
Dazu Frances Fitzgerald: Anhänger dieser Lehre glauben, die Erde werde eines Tages durch eine Katastrophe gigantischen Ausmaßes untergehen. Dabei werden die Christen in einen Zustand der Verzückung geraten; Nichtgläubige aber werden vernichtet und Christus wird auf die Erde zurückkehren. Dispensationalisten erwarten sich von gegenwärtigen Ereignissen Zeichen, die das Herannahen der Endzeit ankündigen. Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 - die Erfüllung einer biblischen Prophezeiung von der Rückkehr der Juden ins Heilige Land - sehen viele solche Anzeichen im Nahostkonflikt.
In Palins Heimatkirche klingt das so:
Larry Kroon, Pastor der Wasilla Bible Church, predigte vergangenen Juli, Gott werde vielleicht bereits diesen Herbst die Erde zerstören, indem er "ein neu erstarktes, reiches und mächtiges kommunistisches Russland wieder auferstehen lasse."
Pastor John Hagee predigte letztes Jahr im Juneau Christian Center, Hitler sei ein Werkzeug Gottes gewesen, mit dem er die europäischen Juden zwingen wollte, nach Palästina zu übersiedeln.
Dementsprechend ist Frau Palin auch entzückt vom Irakkrieg; gern schickt sie ihren eigenen Sohn dorthin.
Zwar weiß sie nicht was die „Bush-Doktrin" sein könnte - aber auf jeden Fall war das Gottes Wille. Palin bat daher im Sommer öffentlich dafür zu beten, daß die "nationalen Führer die US-Soldaten zur Erfüllung eines Auftrages entsenden, der von Gott gewollt ist. Denn dafür sollten wir unbedingt beten: Dass es einen Plan gibt und dass dieser Gottes Plan ist."

Nun kann ja auch ein liebenswerter Staat den ein oder anderen Plattkopp hervor bringen, der gerne coram publico großen Unsinn verzapft.
Aber man sollte solche Menschen entweder herzlich auslachen, oder sie sofort wieder zurück in ihre Gummizelle bringen - da wo sie hingehören.

Die Alaskaner gingen da einen anderen Weg, der doch recht grotesk ist.
Sie wählten Palin zu ihrer Chefin.

Ist Wahnsinn eigentlich ansteckend?

Macht verrückt was euch verrückt macht
mit Kissen vor der Stirn
und in mir drin ein Vakuum
geh ich durch Straßen voller Menschen dieser Stadt
und frage mich wo ich gern wäre
wo fang ich an? Gähnende Leere
wenn ich schon immer Nichts mit was drumrum gewesen war
dann mach ich mir `n Schlitz ins Kleid und find es wunderbar

Ist das eigentlich ein Einzelfall?
Gucken wir doch mal.
Wie jeder US-Staat schickt auch Alaska zwei Senatoren in den US-Senat; also EIN Senator pro ~ 330.000 Einwohner.
Senatoren mit dem gleichen Stimmengewicht, wie eine Hillary Clinton, die für 10 Millionen Bürger aus NY steht.
Kalifornische Senatoren gibt es gar nur einen pro 18 Millionen Bürger.

Senatoren aus Alaska sind zum einen Ted Stevens, der schon volle 40 Jahre im US-Senat hockt.
Auch er Republikaner und auch er - wie seine Gouverneurin Palin - des Amtsmißbrauchs überführt.
SPON: Rund eine Woche vor den Wahlen in den USA ist der republikanische Senator Ted Stevens wegen Korruption verurteilt worden. Der Politiker aus Alaska wurde für schuldig befunden, den US-Senat über die kostenlose Renovierung seines Hauses und andere Geschenke eines reichen Öl-Unternehmers angelogen zu haben.

Die zweite Senatorin ist Lisa Murkowski, seit 2002 im Amt und - oh Überraschung - Republikanerin. Zu dem Job kam sie, indem sie ihren Vater Frank Murkowski beerbte, der ihr den Senatssitz übertrug, als er selbst Gouverneur wurde.
Was sie für den Job befähigt, ist ebenso rätselhaft, wie die Frage nach Sarah Palins VP-Qualifikation.
Von Murkowski selbst heißt es auf ihrer Webseite:
She enjoys spending time with her family, skiing, fishing, camping, and actively participating in community outreach programs.
Ihr Stimmverhalten im Senat ist…wie soll ich es sagen……alaskanisch:

-against S.C. Resolution 83, intended to bolster energy security and lower energy-related environmental impacts
-against an amendment to S. 728 which would make the Army Corps of Engineers more accountable
-for the environmental and economic impacts of their projects
-for oil drilling in ANWRfor offshore oil and gas drilling.

Der vierte wichtige Politiker aus Alaska ist der einzige Kongressabgeordnete des Staates:
Donald Edwin Young, im House seit 1972 und, ob man es glaubt oder nicht: Republikaner.
Auch gegen ihn wurde schon ermittelt:
On July 24, 2007, the Wall Street Journal reported that Young was under federal investigation for possibly taking bribes, illegal gratuities or unreported gifts from VECO Corporation, an Anchorage-based company.

Irgendwie passen die Vorlieben der alaskanischen Wähler nicht recht zu meinen proalaskanischen Gefühlen von Northern Exposure.[Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten…
10/30/2008 09:53 PM

Wer’s glaubt Frau Harms…oder, für wie blöde halten Sie uns eigentlich…
“Wir wollen doch gar nicht in den Computer des Privatbürgers schauen”
Eine Erleichterung der internationalen Zusammenarbeit beim Anti-Terror-Kampf hat Generalbundesanwältin Monika Harms gefordert.

Der islamistische Terrorismus muss europaweit bekämpft werden. Die Staaten betrachten Strafverfolgung aber immer noch überwiegend als nationale Angelegenheit,

sagte Harms .

Für die internationale Zusammenarbeit gelten die sehr formal ausgestalteten Regeln der Rechtshilfe.
Wenn wir grenzüberschreitend tätig werden wollen, müssen in jedem Einzelfall Vereinbarungen getroffen und gegebenenfalls Ermittlungsgruppen gebildet werden.
Wir sollten flexibler werden und versuchen, europäische Behörden wie Europol und Eurojust schneller einzuschalten.
Noch ist das alles ein mühsames, umständliches Geschäft.

In der kommenden Woche wird Harms in Leipzig mit den deutschen Generalstaatsanwälten und Kollegen aus Nachbarländern über eine Verbesserung der Kooperation beraten.
Indirekt erneuerte die Generalbundesanwältin ihre Forderung nach Online-Durchsuchungen im Kampf gegen Terrorismus.

Wir brauchen die technischen Möglichkeiten, um die Kommunikation dieser Gruppen im Internet verfolgen zu können. Wir müssen frühzeitig wissen, wo sich etwas zusammenbraut, um eine Anschlagsgefahr rechtzeitig erkennen und eventuelle Pläne vereiteln zu können,

erklärte sie.

Ich würde mir ein bisschen mehr Vertrauen in die Ermittlungsbehörden wünschen. Wir wollen doch gar nicht in den Computer des Privatbürgers schauen, sondern bei einem verdichteten Verdacht die Gefahr schwerster Anschläge abwehren. Und wir müssen die gewonnenen Erkenntnisse auch im Strafprozess verwenden dürfen. Ich hoffe, der Gesetzgeber löst das Problem

erläuterte Harms weiter.

Tagged: durchsuchung, online
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Aktion: Stoppt die e-Card!: 3.11.2008 Deutschlandradio über die e-Card
10/30/2008 09:26 PM
Zeitfragen  03.11.2008 · 19:30 Uhr

Schöne neue E-Health-Welt

Wem nutzt die elektronische Gesundheitskarte?

Von Eva Hillebrand

Ende des Jahres könnte es soweit sein: Mit fast dreijähriger Verzögerung beginnt die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Das erklärte Leuchtturmprojekt der Bundesregierung soll landesweit Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken und 80 Millionen Bürger miteinander vernetzen und so die medizinische Versorgung optimieren.

Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Patienten werden gestärkt und Milliarden Euro eingespart, versprechen die Befürworter. Widerspruch kommt aus der Ärzteschaft und von Bürgerrechtlern. Dient die Karte doch auch als Schlüssel für die geplante Patientenakte, die auf externen Speichern liegen wird. Datenmissbrauch sei vorprogrammiert, die ärztliche Schweigepflicht bedroht und der medizinische Nutzen für die Patienten zweifelhaft. Diese müssen allerdings die Kosten tragen, deren tatsächliche Höhe nicht absehbar ist.

Bitte schicken Sie Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik und Ihr Lob an unsere E-Mail-Adresse:
zeitfragen@dradio.de

Unter anderem mit Gabi Thiess und Silke Lüder.

Das Manuskript als pdf
Die Sendung als mp3

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Lumperladen: Mantel oder Kürbis?
10/30/2008 09:09 PM

Halloween mehrt seit Jahren seinen Anspruch, auch als eine Festlichkeit der Deutschen zu gelten. Mehr und mehr findet dieses Fest Einzug in den Kalender der hier lebenden Menschen - und dies, obwohl es keinerlei Tradition gibt, auf die sich dieses Fest stützen könnte. Eine andere Festlichkeit schwindet währenddessen, wird verstärkt ausgehöhlt oder einfach verworfen - der Martinstag. Dass ein Fest obsiegt, während ein anderes ins Hintertreffen gerät, ist natürlich kein einzigartiges Phänomen, zumal die beiden erwähnten Festtage zeitlich eng zusammenfallen. Und wenn man bedenkt, dass es beispielsweise im Ingolstädter Raum Kindergärten geben soll, die ganz basisdemokratisch die Kinderchen fragen, ob sie denn lieber dem Heiligen Martin huldigen oder um einen Kürbis tanzen wollen, dann braucht man sich auch nicht mehr wundern, dass der Martinstag langsam aber sicher zum Relikt anderer, vergangener Tage wird.

Welche Wahl man den Kindern läßt ist einfach zu erläutern - es ist die Entscheidung zwischen Maskenball und Unmengen von Süßigkeiten oder Laternenbasteln und singendes Wandern durch einen kalten Novemberabend. Man könnte es auch philosophischer zur Auswahl bereiten: Es ist der Widerstreit zwischen plumpen Materialismus und zwischenmenschlichem Idealismus. Oder wenn wir die Terminologie Erich Fromms heranziehen: Eine Auseinandersetzung zwischen der Charakterstruktur des Habens und des Seins. Dass der kindliche Egoismus, der in dieser Phase des Lebens freilich notwendig ist, sich für das Haben entscheiden wird, d.h. für Süßigkeiten und Freude durch Verkleidung, ist nicht weiter verwunderlich. Die Kritiklosigkeit der Eltern und Erzieher zeichnet aber ein treffendes Gemälde dieser Gesellschaft.Stellen wir die beiden Festlichkeiten einmal gegenüber: Auf der einen Seite haben wir als Grundlage das Teilen, das Abgeben, das Entbehren. Martin teilt seinen Mantel mit einem Frierenden; er teilt, weil er seinen Nächsten nicht in den Kältetod entschlummert wissen will. Er klammert sich nicht an seinen Besitz, sondern gibt ab, läßt teilhaben an seiner Besserstellung. Stattdessen auf der anderen Seite: Man überrumpelt einen Menschen, klingelt bei ihm, läßt ihn wissen, dass er nun Süßes rauszurücken habe - tut er dies aber nicht, darf er mit Saurem rechnen. Dabei wird nicht gefragt, ob die Person, die man gerade mit Erpressung nötigt, überhaupt die Mittel zum Abgeben hat. Während Martin nicht fragt, was der Obdachlose für ihn tun kann, falls er ihm ein Stück seines Mantels reicht, wollen die kindlichen Rabauken bezahlt sein, wollen eine Gegenleistung dafür, friedvoll zu bleiben, wollen “Schutzgeld” in ihrem Beutel sehen. Bei Martin lernen die Kinder Selbstlosigkeit, an Halloween das “Prinzip der Gegenleistung”; Martin lehrt Rücksichtnahme, “der Kürbis” Ansichnahme. Während Martin alleine mit seiner praktizierten Mitmenschlichkeit steht, er einer jener seltenen Menschen ist, die nicht blind am Notleidenden vorbeigehen, treten die kindlichen Erpresser in der Gruppe auf, sind durch ebendiese stark genug, um rücksichtslos und ignorant loszuschlagen - hier Stärke im Alleinsein, dort Stärke durch entfesselte Gruppendynamik.

Die Halloween-Praktik paßt in unsere Zeit, in unsere Gesellschaft wie die Faust aufs Auge. Während wir den Kindern einmal im Jahr einen solchen zügellosen Freiraum lassen, scheint in der Welt der Erwachsenen der Halloween-Geist losgebrochen zu sein. Es ist eben nicht nur der kindliche Egoismus, der mehr Freude an Halloween als am Martinstag entstehen läßt, sondern auch die Tatsache, dass ersteres Fest einfach besser ins Hier und Jetzt paßt. “Süßes oder Saueres!” könnte auch “Lohnkürzung oder Arbeitsplatzabbau!” heißen; oder “Integration oder Ausweisung!”; oder in ganz misanthropischer Form “Arbeit oder Hunger!”; und in weltpolitische Formel gegossen: “Erdöl oder Krieg!”. Dies sind die üblichen Erpressungsverhältnisse, die man dann mit Sachzwängen abstrakt rechtfertigen will. An Halloween legt man das Fundament einer solchen Weltsicht - nur im Kleinen freilich, nur begrenzt und mit kindlicher Naivität gewürzt, aber doch in einer solchen Weise, dass auch den Kindern klar wird, dass man mit Erpressung und unfreundlicher Miene, grußlosem Verhalten, dreisten Sprüchen etc. zum materiellen Erfolg kommt. Verziehung die man als Erziehung tituliert!
Im Gegenlicht steht da dann der Heilige Martin - wenn man ihn überhaupt noch zur Kenntnis nimmt -, der abgibt und am Ende mit weniger dasteht als ursprünglich. Aber, und das unterschlägt die materielle Gesinnung gerne, an diesem Weniger nicht leidet, sondern bereichert ist, weil er die Bande des Miteinander geknüpft hat, weil sein Teilen ein Akt nicht nur des Gebens war, sondern auch ein solcher des Entgegennehmens - die Hilfe ist für Martin nicht nur ein Akt des Weggebens, sondern ein Zustand der angenommenen Mitmenschlichkeit.

Das Schwinden des Martinstag zugunsten von Halloween ist sicherlich keine isolierte Erscheinung, sondern geht Hand in Hand mit der geistig-moralischen Umstrukturierung unserer Tage, in denen Nehmen seliger denn Geben ist. Wir zeigen unseren Kindern sowieso schon viel zu häufig, dass nur das Materielle von Bedeutung ist, man sich vorallem am Haben zu orientieren habe. Der Sozialarbeiter ist nichts, aber der Rechtsanwalt alles - solche Einteilungen lehren wir schon unsere Kinder. Und an Halloween zeigen wir ihnen, wie man es zu was bringt in dieser Welt, während es der Heilige Martin, dieser armselige Trottel, zu nichts gebracht hat, weil er aus seinem Mantel nicht zwei oder drei machen konnte, sondern diesen auch noch halbierte.

Herzlichen Dank an ad sinistram für diesen Artikel, der doch mal wieder zum Nachdenken anregt, zum Nachdenken über die Bedeutung und den Sinn und Zweck der Feier- und Gedenktage.

Nicht Umsatzsteigerung und das Weihnachts geschäft ist der Sinn der Weihnachtszeit (die ja im Handel zum Teil auch schon begonnen hat). Aber wen interessiert noch die Bedeutung. Feiertage sind entweder “Umsatzbringer” (diese dürfen bleiben) oder “Kostenfaktor” und müssen abgeschafft werden - und wenn nicht (wie zum Beispiel der Bus- und Bettag in Sachsen) dann müssen den wenigstens die Arbeiter und Angestellten bezahlen. Wäre doch furchtbar, wenn die Rendite nicht mindestens 20, 30, 40 …. % beträgt.

Und Wachstum und Gewinn ist doch alles, alles andere ist doch nur lästiger Kostenfaktor und gehört abgeschafft!

Und wohin das führt sehen wir ja gerade jetzt bei der sogenannten Finanzkrise.

Danke nochmals für den Artikel, ich finde ihn wichtig.

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Freie ArbeiterInnen Union: Die Pseudo-Gewerkschaft GNBZ ist keine Gewerkschaft
10/30/2008 09:04 PM
Die GNBZ ist keine Gewerkschaft. Das hat das Kölner Arbeitsgericht heute entschieden. Auch zu dem Zeitpunkt, als die "Gewerkschaft der neuen Brief- und Zustelldienste" (GNBZ) Tarifverträge abschloss, sei sie nicht tariffähig gewesen. Das Gericht hielt die für den Status von "Gewerkschaften" notwendige Unabhängigkeit von der Arbeitgeberseite bei der GNBZ für nicht gegeben. Merkwürdigkeiten in der Satzung und Verflechtungen im Vorstand, sowie "erhebliche finanzielle Zuwendungen der Arbeitgeberseite" ließen diese Schlussfolgerung zu. Als "Zweck und Aufgaben" der GNBZ steht in der Satzung an erster Stelle "die Mitwirkung am Wohl der privaten Brief- und Zeitungszustellunternehmen". Das Gericht machte klar, dass eine Organisation mit diesem Ziel keine Gewerkschaft im Sinne des Artikels 9 des Grundgesetzes sein kann. (Az.: 14 BV 324/08) [Link] [Cache]
Freie ArbeiterInnen Union: Europaparlament verabschiedet Leiharbeitsrichtlinie
10/30/2008 09:04 PM
Am 22. Oktober wurde mit der "Zeitarbeitsrichtlinie" der erste Teil der neuen EU Arbeitsregelungen vom Europaparlament beschlossen. Die "Arbeitszeitrichtlinie", die die Einführung der 65-Stundenwoche bedeutet, soll in den nächsten Wochen folgen. Beide Richtlinien seien zum Schutz der ArbeiterInnen und ihrer Gesundheit gemacht. LeiharbeiterInnen sollen vom ersten Tag an grundsätzlich die gleichen Rechte in den Betrieben bekommen wie die fest angestellten KollegInnen. Diese Gleichstellung kann verhindert werden, wenn willige Gewerkschaften mit den Bossen Verschlechterungen durch einen Tarifvertrag vereinbaren. [Link] [Cache]
Die Gutdenker: 30 Minuten Wahlwerbung auf sieben Sendern; Obama bricht alle Rekorde
10/30/2008 09:02 PM
Stell Dir vor....

....es ist September 2009
....Du sitzt abends gegen 19:30 Uhr auf der Couch vor dem Fernseher
....gemütlich switchst Du durchs Programm
....schaust auf die Uhr und denkst Dir "Heute schau ich Gute Zeiten Schlechte Zeiten"
....Du schaltest also RTL ein und gehst noch kurz zum Kühlschrank
....zurück auf der Couch, schaust Du auf die Uhr, gleich gehts los!
....Plötzlich taucht das Gesicht von Angela Merkel und Guido Westerwelle auf
....Merkels Stimme sagt "Im Folgenden sehen Sie einen Wahlwerbespot der CDU / CSU und der FDP
....aufgeregt schaltest Du auf ARD, SCHOCK! Genau der gleiche Spot, Merkel redet gerade über ihre Kindheit
....schnell umgeschaltet auf Sat.1! Oh, mein Gott! Exakt dieselbe Wahlwerbung läuft auch auf Sat.1!
....ZDF! WIEDER Merkel & Westerwelle
....ProSieben! UNMÖGLICH! Auch hier läuft der Spot! Untermalt von klassischer Musik sehen wir Kinderfotos von Guido Westerwelle.
....Vielleicht ja auf SuperRTL Glück! NEIN! Frau Merkel kommentiert Bilder von einer Familie, die mit ihrem Wagen an der Tankstelle steht.
....Letzte Hoffnung VIVA, unglaublich.......auch hier Wahlwerbung der CDU!
....Du schaltest den Fernseher aus.
....15 Minuten später machst Du wieder den Fernseher an, jetzt muss die Wahlwerbung doch endlich vorbei sein!
....WEIT GEFEHLT! Frau Merkel wird jetzt beim Käsekuchen essen mit Rentnern gezeigt. Dazu Filmmusik aus Forrest Gump.
....Erst nach insgesamt 30 Minuten endet die Wahlwerbung und erleichtert lehnst Du Dich wieder in die Couch.....


So oder so ähnlich fühlten sich gestern Abend bestimmt einige Amerikaner als sie abends vor dem Fernseher saßen. Barack Obama hat Geschichte geschrieben. Er hat zum ersten Mal in der US-Geschichte 30 Minuten Sendezeit auf sieben Sendern zur gleichen Zeit gekauft und gestern lief der 27 Minuten lange Spot. In der Regel ist Wahlwerbung in den USA zwischen 25 und 60 Sekunden lang. Kostenpunkt? Geschätzte 3 Millionen Dollar.

In Deutschland natürlich undenkbar. Nicht nur finanziell gesehen, sondern an sich. Wer wäre von 30 Minuten Angie Merkel und Guido Westerwelle angetan? Oder Steinmeier? In summa hätte so ein Spot in Deutschland einen Negativeffekt.

In den USA? Die Reaktionen von Medienleuten ist durchweg positiv, wie zum Beispiel in der Huffington Post. Die 27 Minuten Wahlwerbung ist eben nicht 08/15-Propaganda, sondern teils Dokumentation der Probleme, teils Offenlegung der eigenen Lösungsvorschläge. Natürlich kommt die Inszenierung der Person Barack Obama nicht zu kurz.

Aber man muss das im Kontext dessen sehen, was in den letzten Wochen und Monaten an Gerüchten über ihn gestreut worden ist. Dieser Spot sollte deshalb vor allem ehrlich und hautnah zeigen, dass Obama "einer von uns" ist, also jemand, dem man vertrauen kann. Wie die Huffington Post richtigerweise sagt, ist dieses Video einfach ein Meisterstück der Filmkunst. Es lässt den Hauptakteur sehr menschlich und sympathisch rüberkommen.

Das braucht auch das amerikanische Wahlvolk, um ein Bild von Obama wieder geradezurücken, was von der McCain-Kampagne mutwillig entstellt worden ist. Nach all den schmierigen Attacken aus dem McCain-Lager, sind diese 27 Minuten einer positiven Botschaft von und über Barack Obama ein bisschen frische Luft im Wahlkampftreibhaus.
Interessant: In den gesamten 27 Minuten attackiert Obama seinen politischen Gegner nicht ein einziges Mal. Der Name "John McCain" fällt nicht ein Mal.

Und hier die teils sehr bewegenden 27 Minuten, die in die Geschichte eingehen werden; viel Vergnügen:









Und zum Vergleich ein typischer McCain-Wahlwerbespot, der nur auf fear-mongering aus ist:
Da zittert sogar das Bild vor Angst. ROFL.


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ISLA: In der Clip-Kritik:
10/30/2008 09:00 PM
Warum fürchten, wenn es genug Pizza mit Porno gibt. Aus dem Leben eines Honigdachses.[Link] [Cache]
ISLA: Temple of Artemis to be Rebuilt
10/30/2008 09:00 PM
"With support from Austrian scientists, [Dr. Atilay] Ileri [founder of the Selcuk Artemis Culture, Arts and Education Foundation] had Swiss architects prepare a plan for the reconstruction of the temple. Ileri, who has dreamed of reconstructing the temple for 10 years, said: 'When completed, the temple will not be a copy or an imitation of the original Artemis but the Artemis itself. And its sisters of the past will set their eyes on it with pride and emulation.'"

The project will cost an estimated 150 million dollars, and will involve sculptors from around the world. The government of Turkey, while not directly financing the project, is supportive of Ileri's efforts. The new temple will be 1,500 meters from the original temple, and is expected to break ground once official permission is granted. Ileri hopes the rebuilt temple will become a new "center of world sculpture".[Link] [Cache]
Kritik und Kunst: Ackermanns Verachtung
10/30/2008 08:55 PM

Spätestens jetzt zeigt sich: Ihre Macht ist ungebrochen. Sie wollen, dass wir sie bitten, das Geld doch gnädigst anzunehmen...

Sicher, wir reden hier über Symbolisches, aber auch Symbole können eine mächtige Realität haben. Denn was Ackermann und Consorten hier vom Staat und seinen Bürgern erwarten sind nichts anderes als Unterwerfungsriten. Von "falschen Tönen" gegen Manager lese ich da, die dürfe man nicht verprellen, sie sollen doch den Karren aus dem Dreck ziehen. Lese ich richtig? Ein tolldreister Täter-Ofer-Tausch. Der Gutsherr nörgelt, weil man seine Knute nicht als Segen empfindet.

Gute Güte, was müssen die uns verachten. Und womit verachten sie uns? Mit Recht, mit vollem Recht, solange wir uns derart auf der Nase herumtanzen lassen...

Die Deutsche Bank braucht Kohle. Wenn in Steinbrück noch ein letzter Rest an Anstand und Mut vor Fürstentronen ist (kommt, lacht mit, der Witz war gut!), dann gibt es diese Kohle nur gegen Ackermanns Kopf.

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Mein Parteibuch Blog: Sondermeldung - Nur noch drei Millionen Arbeitslose
10/30/2008 08:49 PM

Roger berichtete heute Neues aus der Anstalt, äh, falsch, Arbeitsagentur sagt man ja nun. Die Deutsche Wochenschau, äh falsch, Tagesschau sagt man ja nun, berichtete heute, dass die Arbeitslosenzahl im Oktober 2008 unter Drei-Millionen-Marke gesunken sei und zog nach:

“Bundesarbeitsminister Olaf Scholz sagte, das Unterschreiten der Drei-Millionen-Marke sei “ein trotziges Signal der Zuversicht” angesichts der vielen schlechten Meldungen von Banken und Börsen.”

Hurra, bald ist nun wohl der Endsieg im Krieg gegen die Arbeitslosen erreicht.

Folker Hoffman glaubt nicht daran. Er kommentiert die heutige Sondermeldung trocken:

“Nach Stalingrad gab es keine Sondermeldungen mehr. Die Kriegslügen waren zu offenbar, als das die Menschen ihnen noch Glauben schenkten.”

Ach, übrigens, Roger berichtete in seiner Meldung, dass laut Bild von heute die Arbeitslosenzahl auf unter drei Millionen gesunken ist und in einer anderen Meldung von heute schrieb, es können sich angeblich sieben Millionen Hartz-IV-Bezieher Hoffnung auf ein paar Euro mehr machen. Wie um Himmels Willen konnte die total seriöse *hüstl* Tagesschau diese positive Nachricht für viele der neun Millionen Einkommenslosen heute bloß vergessen? Macht nichts. Da war nach soviel Olaf Scholz vermutlich einfach kein Platz mehr.

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Mein Parteibuch Blog: Wikipedia macht bei der Quellenauswahl einen dicken Fehler
10/30/2008 08:49 PM

In den als anouphagos bekannten Seitenhieben von Dennis Schmolk ist gerade ein kurzer Beitrag mit Titel “Die Arroganz der etablierten Medien” erschienen. Auf den dummen Versuch der deutschen Nationalbibliothek, mehr oder minder das ganze deutsche Internet über alle Zeitachsen auf Kosten der Webseitenbetreiber in Form einer Bibliothek spiegeln zu wollen, lohnt es nicht, noch weiter einzugehen. Aber die Diskussion der Frage, welche Publikationen Journalismus, Wissenschaft und dem Web 2.0 selbst als Quelle dienen können, die ist es Wert, da nochmal näher was zu zu sagen.

Ein nach eigenen Angaben 16-jähriger Wikipedia-Nutzer hat mit dem lapidaren Kommentar “Blogs sind als Weblinks ungeeignet”, der beinahe durch die umfangreichen Wikipedia-Richtlinien zu Weblinks in der Wikipedia gedeckt ist, einen Link zu einem E-Commerce-Blog im Artikel zu Social Commerce aus der Wikipedia entfernt. Die Links auf Texte, die in FAZ, Focus und Spiegel zu dem Thema veröffentlicht wurden, stehen hingegen bis heute in dem Wikipedia-Artikel.

Der Blogger Alexander Graf, dessen Link da entfernt wurde, war darüber wenig erfreut und hat dazu einen Beitrag geschrieben. Gerald hat darauf geantwortet und sinngemäß geschrieben, es könne passieren, dass in einem Blog mal was besseres steht als auf Spiegel sollte wohl auf den Inhalt des verlinkten Artikels ankommen. Rorkvell wirft den Wikipedianern dazu Snobismus und Arroganz vor. Robert Basic hingegen meint, dass Wikipedianer und Blogger auf derselben Seite stehen, da sie allesamt von den Etablierten angezweifelt werden.

Das hilft jedoch wenig, denn bis eine neue Linkdiskussion bei Wikipedia zu praktischen und praktikablen Ergebnissen kommt, fließt, wie die Erfahrung lehrt, wenn es überhaupt dazu kommt, eine Menge Wasser den Rhein runter. Und derweil wird eben gelöscht, was das Zeug hält, von jedem, der sch dazu berufen fühlt. Dabei ist das Problem ein wirklich wichtiges, zumal wenn man da nicht nur über allgemeine Weblinks, sondern auch über als Einzelnachweise verwendete Quellen diskutiert. Die Wikipedia-Regularien zu den Belegen bevorzugen nämlich auch die Massenmedien in erheblicher Weise. Der dadurch gemachte Fehler ist gigantisch. Journalisten in größeren Medien müssen auf milliardenschwere Werbekunden und die Ansichten der oft milliardenschweren Eigentümer Rücksicht nehmen. Sollten sie eine Meinung haben, die mit der Meinung der Milliardäre nicht kompatibel ist, oder Tatsachen veröffentlichen, die dem Ansehen der Milliardäre abträglich ist, fliegen sie bei nächstbester Gelegenheit raus. Was in den Medien veröffentlicht wird, ist ein eher als PR denn als Journalismus zu bezeichnen. Wo unbequeme Ansichten mit der Vernichtung der Existenz bestraft werden, gibt es keinen Journalismus. Kaum besser ist die Situaton bei der von der Wikipedia auch sehr geschätzten Wissenschaft, wo lauter Professor Mauschelhüstchens gesponsort von der Versicherung für Kohlen und Reibach ganz wissenschaftlich laufend zufällig zu genau den Ergebnissen kommen, die die Versicherung gerade braucht. So laufen die Richtlinien der Wikipedia zu den Quellen auf das simple Prinzip “Recht hat, wer Kohle hat” hinaus.

Was kurzfristig als Lösung bleibt, ist, wie das ein Kommentator in einem weiteren Artikel von Alexander Graf zum Thema Blog-Links in Wikipedia vorgeschlagen hat, das Erschaffen von Alternativen zur Wikipedia.

Das Parteibuch Wiki ist so eine Alternative zur Wikipedia für Menschen, die ihre Mitmenschen aus Überzeugung informieren und es satt haben, dass ihre Informationen aus der Wikipedia immer wieder gelöscht werden. Inzwischen stehen im Parteibuch Wiki fast 2000 Artikel. Zum Thema Quellen wurden da heute folgende Leitlinien vorgeschlagen:

Quellen
Belege deine Aussagen mit Quellen und verlinke darauf. Aus der Luft gegriffene Behauptungen schaden der Reputation des Parteibuch Wiki und können im Falle von negativen konnotierten Aussagen eine Verletzung der Rechte Dritter darstellen.

Glaubwürdigkeit von Quellen
Im Parteibuch Wiki wird die Glaubwürdigkeit von Quellen anders als in der Wikipedia eingestuft. Im Parteibuch Wiki werden unabhängige Quellen wie Zeugenberichte in privaten Weblogs tendenziell als glaubwürdig eingestuft als finanzstarke Medien. Große Medienpublikationen haben generell den Nachteil, dass sie auf de Interessen von Werbekunden und Eigentümer Rücksicht nehmen müssen und deshalb nicht die Wahrheit schreiben können.

Spin von Quellen
Bei der Auswahl von Quellen für das Parteibuch Wiki soll nach Möglichkeit darauf geachtet werden, dass die Quellen möglichst wenig durch einen von oben aufgezwungenen Spin propagandistisch eingefärbt sind. Da die Gefahr eines für Außenstehende nicht sichtbar aufgezwungenen Spins im Sinne der Interessenvon Milliardären ist in der Milliardärspresse und den Kanälen der politisch kontrollierten öffentlich-rechtlichen Medien besonders groß ist, sind unabängige Medien wie Weblogs, deren Autoren aus Überzeugung informieren, bei der Quellenauswahl zu bevorzugen.

Der Artikel Social Commerce hätte im Parteibuch Wiki so übrigens sicher nichts zu suchen. Er ist vielmehr in seiner Gänze ein Beispiel dafür, was bei der Wikipedia schief läuft.

Der Schwerpunkt des Parteibuch Wiki liegt auf Politik, Medien und Geheimdiensten. Propaganda, Schleichwerbung und Volksverdummung wird schonungslos entlarvt. Vielleicht hat ja der ein oder andere Leser Lust, im Parteibcuh Wiki seine kritischen Anmerkungen zu Politikern abzuspeichern, die Schönschreibe-Admins wie TMFS aus der Wikipedia so gern rauslöschen?

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SaarBreaker: Telekom-Datenschutzvorstand - Jetzt wird alles gut
10/30/2008 08:43 PM

Die Telekom hat auf die vielen Datenschutz-Skandale reagiert und vor kurzem Manfred Balz als Datenschutz-Vorstand eingesetzt.

Es ist nämlich der gleiche Manfred Balz, der bereits in seiner vorherigen Position als Chefjustiziar Kenntnis von diversen Vorfällen im Bereich von Datenschutz und Datensicherheit hatte. Balz war auch die Person, an die die mit der Suche in den Verbindungsdaten von Aufsichtsräten und Journalisten beauftragte Spezialfirma ihre Rechnungen faxte, schreibt heise.

Damit hat die Telekom erwartungsgemäß reagiert und den Bock zum Gärtner gemacht. Es wird bestimmt nicht lange dauern, bis der nächste Datenschutz-Skandal bekannt wird. Denn die Telekom ist ein Unternehmen, bei dem die Missachtung der Datenschutzgesetze folgenlos bleibt.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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SaarBreaker: Zum Knuddeln und Kuscheln
10/30/2008 08:43 PM

Derzeit sind die Zeiten für uns alle nicht gerade rosig. Deshalb hier für alle, die wie ich mit Sorge in die Zukunft blicken und zuschauen müssen, wie unsere Volksvertreter Milliarden an die Gierigen im Bankencasino verschenken, ein Blog mit vielen Bärchen zum Knuddeln und Kuscheln.

Zum kuscheln - baerophiles
Screenshot von Bärophiles


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Querdenkerforum: Pharma-Lobby
10/30/2008 08:42 PM
Frontal21: ... viel Geld. In Deutschland ist die Positiv-Liste, so wie dieser Entwurf 2003, immer wieder gescheitert. Warum, das hat der ehemalige Gesundheitsminister Horst Seehofer erfahren müssen. Heute gibt er erstmals zu: Der Druck der Pharma-Lobby war zu groß.

Frontal21: Heißt das denn, dass die Lobby wirklich so stark war dann - die Pharma-Lobby gegen die Politik - und Sie quasi dann da zurückziehen mussten?

Horst Seehofer: Ja, das ist so. Seit 30 Jahren bis zur Stunde, dass sinnvolle strukturelle Veränderungen auch im Sinne von mehr sozialer Marktwirtschaft in deutschen Gesundheitswesen nicht möglich sind wegen des Widerstandes der Lobby-Verbände.

Frontal21: Seehofers Staatssekretär, Baldur Wagner, hat seinerzeit dem Chef des Bundesverbandes der phrmazeutischen Industrie, Hans-Rüdiger Vogel, sogar ein geshreddertes Exemplar der Positiv-Liste überrreicht. Die Phrama-Lobby setzte sich durch mit massivem Druck.

Horst Seehofer: Ich kann Ihnen nur beschreiben, dass es so ist und dass es so abläuft und zwar sehr wirksam.

Frontal21: Aber es kann ja nicht sein, dass die Industrie stärker ist, als die Politik also letztenendes muss es doch heißen doch die Politik sagen: Nein so geht es nicht.

Horst Seehofer: Ja, ich kann Ihnen nicht widersprechen.

Frontal21: Die Positiv-Liste gescheitert. Zu teure oder nutzelose Medikamente müssen von den Kassen bezahlt werden, weil es die Pharma-Lobby so wünscht.

Quelle: ZDF 2003 - Horst Seehofer betreffend Positivliste



Siehe auch: Dokumentation Pharma-Lobby - Die Politiker haben vor der Pharma-Lobby kapituliert. - Sind wir der Pharma-Lobby damit hilflos ausgesetzt?[Link] [Cache]
Die Kuchentester: Roubini Watchblog 3
10/30/2008 08:26 PM
Nouriel Roubini auf CNBC :

Zwei Jahre Rezession von 2008 bis 2009. Keine Depression. Das Schlimmste steht uns noch bevor. Marktbewertung immer noch zu hoch. Gewinne im S&P 500 bei $ 60. Daher weiteres Verlustrisiko von 30-40%.


Martin Wolf simmt nun der Analyse von Roubini zu:
"Preventing a global slump must be the priority" in der FT

Give credit where credit is due: Nouriel Roubini of New York University's Stern School of Business was right.
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rotglut.org: Andreas Neuber vertritt eine ganze Gruppe von fragwürdigen Personen
10/30/2008 08:22 PM
Viele Namen, viele Monate, viele Verfahren ... Urs Vac schickte mir vor ca. einer Stunde ein interessantes Mail mit einem PDF als Anhang. Offenbar ein Fax von Herrn Andreas Neuber, Rechtsanwalt in Krefeld-Oppum, an Google-Deutschland. Andreas Neuber, selbst von mir wegen Stalkings angezeigt, vertritt nun (nicht ganz) plötzlich und unerwar ... [Link] [Cache]
Tricky.at: Internet-Abzocker vor dem Kadi
10/30/2008 07:53 PM
Die Versuchung war groß - 5000 Surfer erlagen ihr. Tricky.at warb im Internet mit Gratis-MP3-Playern. Stattdessen gab es eine Rechnung von 120 Euro. Dafür muss sich nun ein 22-Jähriger aus Harrislee verantworten. Quelle: shz.de / Zum Artikel [Link] [Cache]
Milliardenplus: Ölkonzerne machen Rekordgewinne
10/30/2008 07:47 PM
Die Ölmultis bleiben von der Wirtschaftskrise verschont: Exxon Mobil und Shell machen nach wie vor Milliardengewinne. Exxon meldet sogar den höchsten Quartalsgewinn, den ein Unternehmen je in der US-Geschichte verbucht hat. Shell steigert sein Ergebnis um satte 70 Prozent. Quelle: Spiegel.de / Zum Artikel [Link] [Cache]
Principiis Obsta: Und hier eine Sondermeldung aus dem Hauptquartier der Arbeitsagentur:
10/30/2008 07:46 PM

von Folker Hoffmann

"Die Arbeitslosenquote sinkt auf 7,2 Prozent" oder 2.997.000 - ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 437.000 Arbeitslosen.

Nach Stalingrad gab es keine Sondermeldungen mehr. Die Kriegslügen waren zu offenbar, als das die Menschen ihnen noch Glauben schenkten.

Die Manipulateure vom Dienst im Hauptquartier der Bundesagentur, erfüllen "nur" ihre Pflicht und verbreiten "Siegesmeldungen" am laufenden Band im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Die Wunderwaffe "Agenda 2010" ist die Verheißung auf den Endsieg.

Ihr Erfolgsrezept: Man rechnet sechs Millionen Menschen aus der Statistik heraus, malt sich die Wirklichkeit außerhalb des Bunkers schön, und tut so,

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, http://www.koufogiorgos.de/
als gäbe es nicht zusätzlich noch sechs Millionen Menschen, die gegen ihren eigenen Willen keine Arbeit mehr finden, von der man leben könnte. Dann käme man schnell auf neun Millionen Arbeitslose. Das darf nicht publik werden und die Siegesmeldungen werden von der Bewusstseinsindustrie, wider besseren Wissens, schamlos übernommen.

Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland befindet sich auf einem weit dramatischeren Stand als die staatlichen Propagandasendungen uns glauben machen wollen..

Die Empfänger von Arbeitslosengeld I und II haben im Vergleich zum Jahr 2005 um 441.000 zugenommen. Unter Bezug auf öffentliche Statistiken setzten sich die Arbeitslosenzahlen von insgesamt ca. 9.647.540 Erwerbslosen im September 2008 (vorläufig) wie folgt zusammen:
  • Arbeitslosengeld I – 807.222 und Arbeitslosengeld II – 4.897.834.

  • Hinzu kommen Bezieher von Sozialgeld: 1.872.730,
  • Ein-Euro-Jobber: 329.745
  • und Menschen, die nach der "58er-Regelung" automatisch aus der Statistik fallen: 140.000 (Juni).
  • Sie werden statistisch sämtlich nicht mitgezählt.
  • 1,3 Mio. Menschen erhalten inzwischen zusätzlich zu ihrem Verdienst Arbeitslosengeld II.
  • Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist vom 5,5 Millionen im Jahr 2003 auf 7,02 Mio. im Jahr 2008 gestiegen.
  • Der Kampf um's täglich Brot wird an der Armutsküchenfront ausgetragen, die die 800.000 Bedürftigen kaum noch versorgen kann. Allerdings besteht keinerlei Gefahr, dass die Quellen der Steuer-Milliarden für Bank- sowie andere Finanzmafiosos, Kriegseinsätze und Steuererleichterungen für Chaosverursacher nicht auch weiterhin fröhlich sprudeln würden.

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      Das passt: Ablassbriefe und Banken
      10/30/2008 07:46 PM

      Anfang September sendete die BW-Bank an 350.000 Kunden einen äußerst netten Fragebogen. In diesem sollten die Kunden angeben welcher der 17 aufgeführten Religionsgemeinschaft sie angehören. Diese Briefe wurde nicht aus einer Laune heraus versendet, denn ab 2009 werden - bedingt durch die dann eingeführte Abgeltungssteuer - die Banken zu Steuereintreibern der Kirche.

       


      Mit den Gesetzen zur Abgeltungssteuer, die jedes Land selbst verabschieden muss, dürfen die Banken also "besonders schützenswerte" persönliche Daten anfordern. Nichts desto Trotz hat der Kunde selbstverständlich immer noch die Wahl, ob er weiterhin die umständliche Erklärung beim Finanzamt abgeben oder eher unbürokratisch seiner Bank erzählen will welcher Konfession er angehört. Vorläufig jedenfalls. Ab 2011 soll dann die Wahlmöglichkeit durch eine Datenbank ersetzt werden. Von dort sind dann die Daten je nach Bedarf abrufbar. Bei dem Landesdatenschutzbeauftragten Peter Zimmermann leuten bereits die Alarmglocken:


      "Je größer der Datenbestand, desto höher die Gefahr des Missbrauchs."


       


      Radio Utopie nominiert hiermit die Formulierung "Zentrale Datenbank" zum Unwort des Jahres 2008


       





      Stuttgarter Zeitung

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      Zwiegespräche: Über Gott und die Welt
      10/30/2008 07:46 PM

      Was die Anfänge von religiösen Mustern betrifft, bleibt uns selbst nicht viel wissenschaftliches Handwerkszeug. Zwar besteht durch Grabungen eine gewisse Schätzbarkeit, dennoch fehlen uns hier wichtige Punkte wie 'was haben die Menschen gedacht oder empfunden' oder welche Absichten verfolgten die Menschen dazumals. Da bleibt viel Raum für Spekulationen - wovon es bereits reichlich gibt. In diesem Bezug ist und bleibt uns das Spektrum des Ganzen verschlossen und wir "müssen" ganz unvoreingenommen versuchen uns in diese Menschen hineinzufühlen und in deren Ängste hineinversetzen, was nicht immer einfach ist. Gerade in der heutigen sozialen und technisch revolutionierten Welt fällt es uns bisweilen schwer davon los zu lassen. Man stelle sich nur einmal das wohl greifbarste Beispiel vor: Stromausfall.

      Wenige wissen sich dann um ihrer Langeweile zu helfen, aber auch ganz scheinbar lebensnotwendige Dinge werfen einen komplett aus der Bahn. Man weiß nicht wie man Essen kochen soll oder wie man sich selbst im bitterkalten Winter warmhalten soll. Dinge die uns heute so sehr selbstverständlich erscheinen und uns haben zu einem regelrechten "Faultier" entwickeln lassen - sie gab es früher gar nicht. All diese damit verbundenen Dinge haben uns blind und emotionslos gemacht gegenüber den wesentlichen Dingen im Leben. Wir haben einerseits eine hohe Entwicklung durch gemacht die uns sehr viel Mühen abnahm und sämtlichen Luxus ermöglichte, auf der anderen Seite haben wir aber dadurch den wohl menschlichsten Aspekt verloren. Mit zunehmender Geschwindigkeit hat uns diese Technologisierung zu Einzelgängern und Egoisten gemacht - auf der Suche nach dem größtmöglichen materiellen Erfolg. Wo es vor Jahrtausenden noch Nachbarschaftshilfe gegeben hatte, ist heute der imaginäre Feind, der einem die Butter vom Brot klauen könnte.
      Mit genau diesem Wissen und dem verinnerlichen der 'in den Hintergrund geschobenen' Gefühle ist uns jedoch das Verständnis um das Damals näher als wir glauben wollen.
      Wenn wir uns heute auf der Landkarte einen Ort suchen um dort urlauben zu wollen und nicht wissen wie wir dort hin finden, schnappen wir uns den Routenplaner, Landkarten oder Navigationsgeräte. Wieder Dinge die für uns mehr als selbstverständlich geworden sind und die es damals ebenfalls erst nicht gab. Man behalf sich der Gestirne um  aus dem Unbekannten zurück nach Hause zu finden und entwickelte so im Lauf der Zeit die ersten primitiven Wanderkarten.

      Die primitivsten Emotionen jedoch waren ganz andere. Sie resultieren aus Hunger und Durst. Ja, wir waren den Tieren ganz ähnlich - eine lange, lange Zeit lang. Wir schlugen uns ums Essen, stahlem dem Feind selbiges und schraken auch vor Mord nicht zurück. Einzig der Überlebenswille stand im Vordergrund. Auch der Zusammenschluss mehrerer Menschen diente dem gleichen Ziel - überleben um jeden Preis. Koste es was es wolle.
      Die Natur stellte sich zunächst bei den Menschen als Erzfeind ein. Auch sie begann man zu bekämpfen. Man suchte Unterschlupf und begann bald den Versuch zu starten es sich so wirtschaftlich wie nur möglich einzurichten. Vorräte wurden angelegt, gar gehortet. Die Natur selbst aber blieb lange, lange Zeit Herr der Lage.
      So sehr man auch versuchte dagegen anzukommen, die Natur hatte die Macht. Niemand konnte sie sich erklären. Es war als ob man gegen Windmühlen kämpft; als ob es einen Feind gäbe der dies alles bewirken konnte.

      An dieser Stelle ist es wichtig das wir hier nicht die Wissenschaftsbegriffe "Theologie" oder "Kulturwissenschaft" unserer Tage als Messlatte anzusetzen versuchen, denn genau an diesem Punkt angelangt beginnen unsere - in Vergessenheit geratenen - Emotionen.

      Was wäre wenn...
      - wir heute, samt und sonders, nicht wüssten das die Sonne Sonne ist?
      Es mag schwer sein sich das auch nur im Ansatz vorzustellen und dennoch können wir den Versuch wagen. Versuchen wir die Sonne mit den Augen eben dieser damaligen Menschen zu sehen: Ein helles, glänzendes Licht läuft von der einen Seite über die Mitte zur anderen und verschwindet - man kann sie nicht mal angucken, es blendet. Sie trocknet die Pfützen, lässt den Schnee schmilzen und wärmt. Daraufhin sprießen Krokusse und Schneeglöckchen. Wenn sie aufsteht fangen die Vögel an zu zwitschern. Ihre Strahlen sehen wie Feuerstrahlen aus, die - wenn sie die nasse Erde berühren - Dampf oder Nebel aufsteigen lässt.
      Was wäre wenn...
      - wir heute, samt und sonders, nicht wüssten das eine Überschwemmung Überschwemmung ist?
      Auch hier können wir es wagen: Ungeheure Wassermassen verschlucken unsere Krokusse, unsere Schneeglöckchen. Reißen unseren Vater mit und schneiden tiefe Furchen durch unser Gemüsebeet. Nichts bleibt wie es war.


      Ich habe da vor ein paar Monaten im Focus was aufgeschnappt - interessant - was durchaus auch hätte aus meiner Feder stammen können..
      Es ging um Wetteranbetung, Wettergötter und der Geschichte darum. Seit jeher üben verschiedene Völker, zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten Wetterkulte aus. Insbesondere dann, wenn man für Reaktionen keine Erklärungen hatte, suchte man sich die stützende Schulter. Das half die Angst vor diesen Dingen hinwegzuschieben. Heute gibts das auch noch. In etwas abgewandelter Form. Man redet uns ein schlechtes Gewissen ein; man sagt uns wir seien die Auslöser. Wir mit unseren stinkenden Autos und Kühen. Und, - ... da stehe ich jetzt wie der Ochs vorm Berg und schüttel nur noch mit dem Kopf!



      Angst spielt eine wesentliche Rolle bei der Manifestation religiöser Mysterien, aber auch bei unseren täglichen Handlungen und manchmal auch bei unseren Meinungen. Angst nicht akzeptiert und ausgeschlossen zu werden. Angst den Arbeitsplatz zu verlieren; Angst sich und seinen Lieben nichts mehr bieten zu können.
      Angst - eine Emotion die, so wie ich behaupten will, heute immer und überall ausgenutzt wird.

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      Adrian: Trend Micro warnt vor gefälschten Halloween-Webseiten
      10/30/2008 07:43 PM
      Trend Micro rät bei der Suche nach Halloween-Artikeln im Internet zur Vorsicht. Ergebnisse für “Halloween” oder damit verbundene Begriffe führen nach Angaben des Sicherheitsunternehmens oft auf Schadseiten, die einen als Sicherheitsprogramm getarnten Trojaner verbreiten. Quelle: ZDNet.de / Zum Artikel [Link] [Cache]
      Adrian: Registrar von ICANN aus dem Vertrag entlassen
      10/30/2008 07:42 PM
      Der estnische Domain-Registrar EstDomains wurde von der Internet-Verwaltung ICANN “de-akkreditiert”. Hintergrund ist offenbar, dass der Unternehmenschef wegen Kreditkartenbetrugs, Urkundenfälschung und Computer-Kriminalität verurteilt wurde. Quelle: intern.de / Zum Artikel [Link] [Cache]
      Urs1798: Steuererlass für Alle
      10/30/2008 07:02 PM
      Das leert die Neuwagen-Halden und schafft Platz. Und wer käme in diesen Steuergenuss? Doch bestimmt nicht diejenigen welche Rostlauben fahren weil sie nichts anderes leisten können? Und so weiter und so weiter…Alles wie gehabt. Posted in Galerie, Gemein, Politisch, Satire, Zeichnungen   Tagged: Autolobby, Automafia, Begünstigung Besserverdienender, Gleichheit-Ungerechtigkeit, Rostlaube, Steuererlass Kfz    [Link] [Cache]
      Der Spiegelfechter: BBC-Dokumentation wirft Georgien Kriegsverbrechen vor
      10/30/2008 07:01 PM

      Am 8. August brach im Kaukasus der Krieg zwischen Georgien und Russland aus. Die westlichen Medien haben während des Konfliktes durch eine einseitige pro-georgische Berichterstattung „geglänzt" und auch in der Aufbereitung des Konflikts geben sie ein dürftiges Bild ab. Aussagen des russischen Premiers Putin wurden in einem Interview der ARD sinnentstellend verkürzt, während der georgische Präsident per Fernschalte an Talkshows in CNN und im ZDF teilnehmen durfte. Auch wenn sich im Nachhinein die russische Version der Ereignisse als weitestgehend korrekt darstellt und die georgische Version wie ein Kartenhaus aus Lügen zusammengeklappt ist, hat sich diese Erkenntnis in der westlichen Öffentlichkeit nicht weiter ausgebreitet – wie sollte sie auch, das Thema wird von den Massenmedien entweder verschwiegen oder verdreht. In der heutigen Ausgabe der SZ darf das CDU-Nachwuchstalent von Klaeden munter und ohne Widerspruch von einem russischen Angriff phantasieren und die großzügigen Zuwendungen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro an Georgien, von denen auch der deutsche Steuerzahler 134 Mio. Euro trägt, werden in den Medien nicht weiter kritisch hinterfragt. Der Krieg ist vorbei, Georgien ist Opfer und Russland Aggressor – Basta.

      Gegen den Strom medialer Einigkeit schwimmt die „alte Tante" BBC. Für die öffentlich-rechtliche britische Anstalt reiste der Journalist Tim Whewell im Spätsommer nach Georgien und in die separatistische Region Südossetien, um herauszufinden, was dort im August wirklich geschah. Er war der erste westliche Journalist, der über Russland nach Südossetien einreiste und dort Russen, Osseten und Georgier befragte. Seine ausbalancierte Dokumentation wurde im BBC-Hörfunk, in der Fernsehsendung „Newsnight" und in Ausschnitten auch in den 22.00h Nachrichten der BBC gesendet. Die Dokumentation weckt nicht nur erhebliche Zweifel an der offiziellen georgischen Version über den Auslöser des Krieges, sondern wirft Georgien auch direkt Kriegsverbrechen vor.

      Augenzeugen berichteten der BBC unter anderem, wie georgische Panzer gezielt in die unteren Etagen eines Wohnblocks feuerten und wie fliehende Zivilisten gezielt von georgischen Truppen erschossen wurden. Der wahllose Einsatz von militärischer Gewalt gegen Zivilisten stellt einen Verstoß gegen die Genfer Konvention dar, in schweren Fällen sogar Kriegsverbrechen. Mit den Vorwürfen gegen Georgien steht die BBC nicht alleine. Neben der russischen Regierung erhebt auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch schwere Vorwürfe. Untersuchungen von Human Rights Watch haben ergeben, dass Georgien in der dicht besiedelten Innenstadt von Zchinwali mit Panzern und Grad-Raketenwerfern auf zivile Wohngebäude schoss. Gezielte Tötungen von Zivilisten durch georgische Militärs werden von Human Rights Watch ebenfalls untersucht, wenngleich sich bislang nur Indizien, aber keine Beweise fanden, die diesen Vorwurf bestätigen könnten.

      Die Russische Staatsanwaltschaft untersucht mittlerweile über 300 Fälle, in denen der Verdacht besteht, dass Zivilisten von georgischen Militärs umgebracht wurden. Human Rights Watch nennt eine Zahl von 300 bis 400 durch georgisches Militär getöteten Zivilisten als realistische Schätzung. Die Kriegsverbrechen Georgiens scheinen im Westen aber niemanden ernsthaft zu interessieren. Mit der BBC-Dokumentation konfrontiert, wiegelte das britische Aussenministerium die Vorwürfe mit wohlfeilen Worten des allgemeinen Interesses ab – ja, man werde die Untersuchungen mit Interesse verfolgen. Was sollte man auch sonst tun? Den Medien erzählen, dass man die Untersuchungen sowieso ignorieren wird? Britische Think-Tanks sind da schon ehrlicher. Robert Ayers vom Königlichen Instituts für internationale Beziehungen (Chatham House) erklärte RIA-Novosti, dass Großbritanniens Position im russisch-georgischen Konflikt sich nicht von irgendwelchen Reportagen beeinflussen lasse – dies sei eine „nationale Einstellung". Er ist ein Hurensohn, aber er ist unser Hurensohn - Realpolitik kann manchmal entwaffnend sein.

      Die BBC-Dokumentation “What really happend in Ossetia” aus der TV-Sendung “Newsnight” in zwei Teilen:

      Jens Berger


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      Berliner Luxuswohnen: Richtfest mit Prominenz (31.10. 15 Uhr)
      10/30/2008 06:55 PM

      Die Kastanienhöfe in Berlin Prenzlauer Berg werben mit einer “exklusive Wohnqualität in ruhiger, zentraler Lage”. In 8 Townhäusern und vier sogenannten Atelierhäusern sollen etwa 40 hochwertige Eigentumswohnungen entstehen. Der Preis für das exklusive Wohnen liegt bei etwa 3.000 Euro je Quadratmeter. Das Projekt Kastaniengärten steht damit in einer Reihe mit anderen Bauvorhaben für in sich geschlossenen Luxuswohnprojekte in den Innenstadtbezirken. Das Projekt wird von der Kastaniengaerten Grundstuecksentwicklungsgesellschaft mbH zusammen mit den Architekten becher+rottkamp in der Schwedter Straße 41-43 an der Bezirksgrenze zwischen Mitte und Prenzlauer Berg umgesetzt. Nach Eigenaussagen der Investoren sind bereits 60 Prozent der Wohnungen verkauft.

      Um noch mehr Aufmerksamkeit bei potentiellen Erwerbern zu erzielen, wird für Freitag (31. Oktober 2008) zu einem pompösen Richtfest mit prominenten Gästen eingeladen. In einer Ankündigungen heißt es:

      Einladung zum Richtfest in den Kastaniengärten

      Am Freitag, dem 31. Oktober 2008, Start 15:00 Uhr

      Auf einem ca. 3.000 Quadratmeter großen Gründstück in begehrter Lage in der Schwedter Straße 41-43 in 10435 Berlin Prenzlauer Berg entsteht das Neubau-Wohnprojekt "Kastaniengärten", Stadthäuser, 23 hochwertige Eigentumswohnungen plus weitere 20 Maisonette-Wohnungen, Gärten und 49 Tiefgaragenstellplätze, zu erwerben über unsere Holtz Immobilien GmbH. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen ca. 71 m² bis ca. 182 m². Preise der Wohnungen belaufen sich zwischen 200.000 Euro bis ca. 540.000 Euro. Der Rohbau ist fertig und gemeinsam mit dem Bauherrn laden wir Sie zum Richtfest auf der Baustelle ein. Der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit hat seine Teilnahme angekündigt und wird ein Grußwort an die Bauschaffenden richten.
      Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten aber um Anmeldung, telefonisch oder per E-Mail: info@holtz-estate.net.

      Die AnliegerInitiative Marthashof (AIM) hat die Gelegenheit genutzt um mit einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister darauf Aufmerksam zu machen, dass “dieses Projekt (wie auch die benachbarten rechts und links der „Kastaniengärten") von einer Vielzahl von Bürgern keineswegs willkommen geheißen wird, und wir es somit als ausge­schlossen betrachten, dass Sie dessen Investoren in unserem, der Bürger und Nachbarn Namen willkommen heißen können.”

      Der Offene Brief im Wortlaut:

      Offener Brief der AnliegerInitiative Marthashof zum Richtfest der Kastaniengärten am 31. Oktober 2008:

      Sehr geehrter Herr Wowereit,

      am kommenden Freitag, dem 31.10.2008 werden Sie zu einem Grußwort an die Bau­schaffenden anlässlich des Richtfests des Projektes „Kastaniengärten" erwartet. "Umrahmt von kulinarischem und musikalischem Genuss" sollen Sie als Regierender Bürgermeister Berlins diesem Bauvorhaben gleichsam einen säkularen, öffentlichen Segen erteilen.

      Wir, die Nachbarn und Initiativen vor Ort, möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Projekt (wie auch die benachbarten rechts und links der „Kastaniengärten") von einer Vielzahl von Bürgern keineswegs willkommen geheißen wird, und wir es somit als ausge­schlossen betrachten, dass Sie dessen Investoren in unserem, der Bürger und Nachbarn Namen willkommen heißen können.
      Trotz jahrelangem Lärm und Schmutz während des Bauens, an dessen Ende die Ver­dunkelung unserer Wohnstätten steht, ziehen wir als Anwohner es vor zu bleiben und zu den Wurzeln des Problems vorzudringen: politische Entscheidungen, die fragwürdigen städte­planerischen Zielen huldigen, ohne deren ökologische, soziale sowie ökonomische Konse­quenzen für die Menschen zu berücksichtigen.

      Als AnliegerInitiative Marthashof möchten wir Sie mit diesem offenen Brief auf städte­planerische Missstände aufmerksam machen, dafür die Übernahme von Verantwortung durch Sie als gewählten Politiker einfordern und unserem Wunsch nach mehr Bürgerbetei­ligung Ausdruck verleihen.

      „Innerstädtische Verdichtung" zugunsten der urbanen Peripherie wird unbesehen zur Leitlinie erhoben. Diesem Umstand fallen nun also die letzten Brachen zum Opfer, die unter Aber­tonnen von Beton begraben werden, statt sie zu grünen Lungen für Mensch und Natur zu kultivieren. So hat das Gebiet um den historischen Marthashof an der Schwedter Straße auf­grund seiner besonderen Geschichte bislang nie eine dermaßen verdichtete und versie­gelnde Bebauung erlitten wie nun mit den geschichtsvergessenen Wohnbauten der „Resi­denz Prenzelberg", der „Kastaniengärten" und des „Marthashof".

      Was geschieht hier? Finanzkräftige Bewohner vom Stadtrand und aus dem Umland, noch lieber internationales Zweitwohnungsklientel, sollen in die Innenstadt gelockt werden. Dort verdrängen sie allerdings die Alteingesessenen, die sich die dadurch "aufgewerteten" Mieten und Lebenshaltungskosten nicht mehr leisten können, und dann wiederum in die Peripherie ziehen. Hinter diesem Aufwertungsszenario steht letztendlich eine Gesamtstrategie: die Zu­richtung der Stadt für das sogenannte "neue Berliner Bürgertum". Dabei werden die Bedürf­nisse der bisherigen Bewohner jenen dieser neuen Bevölkerungsschicht klar und ohne Ausgleich untergeordnet. Mit dem Besuch des Richtfestes der „Kastaniengärten" machen Sie sich zum Fürsprecher dieser Interessen.
      Und ob Yuppies, Schwaben oder Bayern, Russen oder Amerikaner, das ist nun wirklich egal: einzig deren Liquidität zählt, denn die Domizile liegen im 3000 €/qm-plus-Bereich. Von Investorenseite hört man, so ab 5000 € netto Einkommen sollte das "neue Berliner Bürger­tum" im Monat auf dem Konto vorfinden. Nein, für Arme wird in diesem "neuen Berlin" kein Platz mehr sein. Aufgrund des höheren Steueraufkommens wird die Stadt zur Freude ihres Finanzsenators zwar nicht mehr ganz so arm sein. Aber "sexy", Herr Wowereit, ist dieses neue Berlin dann gewiss auch nicht mehr!

      Nehmen Sie das Beispiel des benachbarten Neubauprojektes „Marthashof". Hier wurde gezielt manche Nebelkerze gezündet. Auf Anfragen, was für ein Bau im historischen Mar­thashof-Gelände geplant sei, erfahren wir im Frühjahr 2007 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dass eine aufgelockerte, niedere „Townhouse-Bebauung" geplant sei. Genehmigt wird aber schließlich ein monströser, die Umgebung durch 6 Geschosse ver­schattender Riegelbau. Auch die als städtisches Ziel formulierte weitgehende Beibehaltung des Baumbestandes fand vor den Bedürfnissen der Investoren keine Beachtung.
      Unsere Ablehnung hat indessen nichts mit dem Kultivieren irgendwelcher Investoren-Feind­bild-Klischees zu tun. Wir von der AnliegerInitiative Marthashof, haben die Investoren der Stofanel Investment AG als durchaus offene und kommunikative Verhandlungspartner kennengelernt.
      Jedoch lehnen wir solchermaßen gestaltete Verfahren ab, bei denen über die Köpfe der Bürger und Wähler hinweg gehandelt wurde, indem ein Grundstück, ursprünglich als öffent­licher Park geplant, durch eben diese öffentliche Hand still privatisiert wurde. Wir kritisieren einen Gestaltungswettbewerb, über den die Anwohner nicht einmal informiert wurden. Die Fehler, die bei der Umsetzung des Projektes „Marthashof" begangen wurden, sind klar politisch.

      Oder schauen Sie in den benachbarten Wedding, wo Herr Wieland (SPD) als Vorsitzender des Hauptausschusses Finanzen aus seinem Herzen keine Mördergrube macht: im Lokal „Mauersegler" gibt er bei einer Podiumsdiskussion mit Politikern zum Thema "Fertigstellung des Mauerparks" am 23.06.08 zu verstehen, dass er lange als fix betrachtete politische Entscheidungen wieder aufweichen will. Seinen Beitrag zur Vollendung des Mauerparks sieht er nicht etwa in der Unterstützung eines von den Bürgern angenommenen öffentlichen Parks, sondern in der Werbung für eine Townhouse-Bebauung auf dem Gelände der Vivico GmbH. Auch hier sollen Finanzinteressen vor Bürgerinteressen den Vorrang erhalten

      Nein Herr Wowereit, für uns, die wir den Prozess der Gentrifizierung nun hautnah erleben und erleiden dürfen, kann weder die Grundsteinlegung des „Marthashof" im vergangenen Monat, noch das Richtfest der „Kastaniengärten", zu dem Sie Ihre Stimme erheben wollen, ein Grund zum Feiern sein:
      Nicht etwa weil wir Angst vor den 600 oder mehr neuen Nachbarn auf einen Schlag hätten, die selbst darunter leiden werden, dass für die zwangsimplantierten „urban villages" keinerlei Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen sind. Sondern weil auf der Rückseite der Oderberger Straße auf breiter Front Einzug hält, was bislang verhindert werden konnte: hingeklotzte Neubaublocks, Bauten wie die „Kastaniengärten", deren Erbauer sich in ihren Hochglanz­broschüren mit fremden Federn schmücken: „In unmittelbarer Nähe des neuen Wohn­quartiers konnten die bereits restaurierten Mietshäuser aus der Kaiserzeit weitgehend erhalten bleiben".
      Dass diese Gebäude in der Oderberger Strasse erhalten werden konnten, verdanken wir jenen, die vor einem Vierteljahrhundert hier lebten und wirkten: engagierte Bürger der DDR, unter ihnen der verstorbene Bernd Holtfreter, wagten es, sich in Opposition zu ihrer Regierung zu stellen, die Kahlschlag zugunsten von Plattenbauten plante.
      Welch eine Ironie des Schicksals, dass diese Wegbereiter der Wende es erst ermöglicht haben, dass die Häuser nun als Kulisse für anachronistische Neubauten dienen, deren neue Bewohner sich jedoch mit allerlei Sicherheitsmaßnahmen gegen ihre Nachbarn abschotten.

      Und so wird unser Engagement keineswegs enden. Von bloßen Anwohnern wurden wir zur Anliegerinitiative. Diesen Namen haben wir mit Bedacht gewählt, denn jeder, der unser beschriebenes Anliegen teilt, kann sich bei uns engagieren, wie auch unser Engagement weit über „Kastaniengärten" und „Marthashof" hinausgreift!
      Und das betrifft nicht nur AIM, die Bürgerintiative Oderberger Strasse BIOS, den Bürger­verein Gleimviertel, die Freunde des Mauerparks, die Bi-Wasserturm; nicht nur die Ossis die hier geblieben, zugezogen oder zurückgekehrt sind, und nicht nur die, die ihre Wahlheimat hier gefunden haben, seien es Wessis oder Menschen von irgendwo aus der Welt.
      Es betrifft alle aktiven und engagierten Menschen, die den Kiez zu dem machen, was er ist, nämlich ein quirliges Kleinod in der Stadt, bekannt über Berlin und Deutschland hinaus, und deshalb auch ein Magnet für Touristen und künftige Neubürger. WIR heißen sie alle willkommen als Bewohner, die sich selbstbewusst und aktiv um ihr Lebensumfeld kümmern wollen und von daher Respekt, auch und vor allem städteplanerischen verdienen.

      Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister, vielleicht wollen Sie all das bedenken, wenn Sie hier bei diesem Richtfest in den „Kastaniengärten" das Wort ergreifen: Wir versichern Ihnen, Sie werden nicht nur bei den geladenen Gästen dieser Veranstaltung gehört werden, sondern auch von uns, Bürgern des Prenzlauer Bergs, und darüber hinaus.

      Berlin, 29.10.2008

      für AIM: Dr. Adama Ulrich, Silvia Kollitz, Claudia Hering, Jörg Schleicher, Mario Feist

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      Stefan-Ziller.de: Homo- und Transphobie entgegentreten! - Demo für mehr Respekt in Hellersdorf
      10/30/2008 06:44 PM

      Folgenden Demoaufruf erreichte mich heute! Es wäre toll, wenn sich viele Menschen daran beteiligen!

      *Angriff in **Hellersdorf:*

      Am Montagabend, den 27.10., wurden am U-Bhf. Kaulsdorf-Nord zwei Menschen zu Boden geschlagen, getreten und beschimpft, weil sie offenbar nicht einem heteronormativen Weltbild entsprochen haben!

      Hintergrund: u.a.
      www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/lesben-mit-farbe-attackiert/ (TAZ vom 29.10.2008)

      Dass dies kein Einzefall ist, muss nicht lang erklärt werden. Auch Hellersdorf reiht sich in die homophobe Normalität ein: So wurde erst am 11.05.2008 eine bisexuell-orientierte Frau an der Kreuzung Cecilienstraße/Lilly-Braun-Straße am selben Ort von drei Unbekannten angegriffen. Die Drei, unter denen sich eine mit Thor Steinar bekleidete Person befindet, bezeichneten die Betroffene zunächst als “Frauenklauerin” und als “Lesbe”. Im Anschluss schlugen sie Ihr ins Gesicht und traten auf sie ein. Die Angegriffene konnte sich in eine nahegelegene Kneipe flüchten.

      Maneo registriert laut dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg jährlich zwischen 200 und 300 Fälle. Wie hoch die Dunkelziffer solcher Angriffe ist, vermag wohl niemand zu sagen. Bände spricht jedoch die Einschätzung des Schwulen Überfalltelefons Berlin, wonach 90 Prozent der Taten von den Betroffenen nicht angezeigt würden.

      Wir alle sind aufgerufen ein Zeichen gegen Diskriminierung jeglicher Art zu setzen!!! Denn wir wollen und können nicht dulden, dass Menschen, die nicht der Heteronormativität entsprechen, diskriminiert und attackiert werden!

      Treffpunkt: am Samstag, den 1.11.08
      um 14 Uhr
      U­ - Bhf. Kaulsdorf­Nord (U 5)

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      Bedeutungswirbel: Frecher geht immer!
      10/30/2008 06:07 PM

      Wer geglaubt hatte die Sozialisierung der Verluste der Finanzbranche sei schon eine bodenlose Frechheit wird jetzt belehrt, dass es wohl offensichtlich noch frecher geht. Die Financial Times Deutschland schreibt:

      Die vom US-Rettungspaket in der Finanzkrise unterstützten Banken schütten laut einem Zeitungsbericht rechnerisch mehr als die Hälfte der Milliardenhilfen als Dividenden an ihre Aktionäre aus. Statt in die dringend nötige Wiederbelebung der Kreditvergabe fließe das Geld so mit staatlichem Segen an die Anteilseigner, berichtete die “Washington Post” am Donnerstag. Die bislang am Rettungspaket beteiligten 33 Finanzhäuser planten aktuell Quartalsdividenden von zusammen rund 7 Mrd. $. Auf die nächsten drei Jahre hochgerechnet sei das mehr als die Hälfte der vom Staat bislang in die Institute investierten Summe von gut 163 Mrd. $, so die Zeitung.

      Das nenn ich mal Umverteilungspolitik!

      Den Originalartikel kann man leider nicht direkt verlinken. Über die Homepage der Washington Post ist er allerdings zugreifbar.

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      Nachrichten und Informationen im Internet: Auslöschung kontra Aufklärung
      10/30/2008 05:46 PM

      Betreiber von unabhängigen und kritischen Nachrichtenseiten sowie Blogger sind einigen tonangebenden Politikern, diversen Nachrichtendiensten sowie den Mainstream-Medien ein Dorn im Auge. Angriffe und Herabsetzen dieser Seiten im Netz gab es in der Vergangenheit zur Genüge.


      Mit ihrer investigativen Aufklärung tragen freie Presseportale wesentlich dazu bei, der täglichen Manipulation der Bevölkerung entgegenzuwirken, denn an einem über die Hintergründe informierten Volk kann man nicht so ohne weiteres immer weiter tiefe Einschnitte in seine demokratischen Rechte mit Hilfe von manipulierten Meldungen unauffällig und widerspruchslos vornehmen.

      Um die unabhängige Nachrichtenberichtserstattung im Internet möglichst zu unterbinden, gibt es zwei Möglichkeiten: zum Ersten Kontrolle der Websiten, die bis zum Abschalten führen kann (Gerichtsprozesse, Abmahnverfahren und Störattacken werden verstärkt eingesetzt) und zum Zweiten Verdrängung durch Ausbreitung der Mainstream-Medien wie zum Beispiel ARD und ZDF. Diese streben nach verstärkter Präsenz im Internet und versuchen den unabhängigen freien Medien Konkurrenz zu machen.


      Mit dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages, dem letzten Donnerstag die Regierungschefs der 16 Bundesländer auf ihrer Konferenz in Dresden zustimmten, wurde ein"wesentlicher Baustein in der Modernisierung der Medienordnung gesetzt", wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) mitteilte.


      Somit stehen ARD, ZDF und Deutschlandradio die modernen elektronischen Medien wie Internet oder Mobilfunk-Geräten offen. Stück für Stück wird die freie private elektronischen Medienlandschaft verdrängt, da die öffentlich-rechtlichen Sender über Gebühren von über 8 Milliarden Euro verfügen und somit ihre Dominanz im Internet voll ausbauen können. Um dies zu verhindern, wurde scheinheilig ein Drei-Stufen-Test eingeführt, der künftig alle neuen oder veränderten Online-Angebote überprüft.


      In diesem Test müssen die Sendungen "publizistischen Mehrwert aufweisen", den Kostenaufwand feststellen und „sendungsbezogen“ sein. "Presseähnliche“ Angebote (genaue Definition wurde nicht gegeben) werden zur Zeit noch untersagt, was aber nur der Verschleierung der versuchten Dominanz der Öffentlich-Rechtlichen dient, da alle Nachrichten, die die Presse täglich kommentiert, selbstverständlich auch thematisch bei ARD und ZDF gesendet werden können. Diese Regelung hat nach Vorstellung von einigen Ministerpräsidenten eine Frist bis 2010, die EU-Kommission möchte diese Frist schon bis Ende 2009 abgelaufen sehen. Dann wollen wir wetten, dass oben genannten „Beschränkungen“ selbstverständlich als überholt fallen werden und die privaten Seiten durch diese Dominanz und auch aus finanziellen Gründen zurückgedrängt werden.


      Nun zur ersten Variante der möglichen Ausschaltung unliebsamer Web-Angebote: die Kontrolle. Sie tarnt sich mit der am 23. Oktober 2008 verabschiedeten Pflichtablieferungsverordnung der Deutsche Nationalbibliothek» (DNBG) , in der sie vorschreibt, das deutsche Internet archivieren zu wollen. Hier werden Website-Betreiber zukünftig verpflichtet, ihre Inhalte zur Archivierung einzureichen. Grundlage für die Pflichtablieferungsverordnung ist die Verordnungsermächtigung des §20 des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek aus dem Jahr 2006. Gegenstand der Pflichtablieferungsverordnung ist die Sammlung von Netzpublikationen ebenso wie die Sammlung körperlicher Medienwerke.


      DNBG: §3(3) Medienwerke in unkörperlicher Form sind alle Darstellungen in öffentlichen Netzen.


      Das klingt zunächst einmal sehr großartig, denn es suggeriert Informationsangebote für jetzige und nachfolgende Generationen. Denn wer möchte eine solche gute Sache nicht wollen? Der Haken an der Archivierung ist nur, dass die Kosten für diese die Medienseiten übernehmen müssen. Kommen sie ihrer Pflicht nicht nach, können sie mit einem Bußgeld bis 10 000 Euro zur Kasse gebeten werden


      DNBG § 19 Bußgeldvorschriften


      (1) Ordnungswidrig handelt, wer 1. entgegen § 14 Abs. 1, 2 oder 3 ein Medienwerk nicht, nicht richtig, nicht vollständig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig abliefert oder


      2. entgegen § 17 Satz 1 eine Auskunft nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt.
      (2) Ordnungswidrig handelt, wer als gewerblich tätige Ablieferungspflichtige oder als gewerblich tätiger Ablieferungspflichtiger eine in Absatz 1 bezeichnete Handlung fahrlässig begeht.(3) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu zehntausend Euro geahndet werden.(4)Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist die Bibliothek.

       


      Nicht vollständig, nicht rechtzeitig. Wie soll das bei einer Nachrichtenseite im Internet funktionieren, die täglich neue Beiträge veröffentlicht? Auf der Seite der Deutschen Nationalbibliothek findet man dazu folgende Erklärung:


      „Webseiten aller Art, z. B. statische und dynamische HTML-Seiten, Weblogs oder Foren, werden noch nicht gesammelt. In einer weiteren Stufe ist das Harvesting solcher Seiten geplant. Die zukünftige Einzelablieferung von Webseiten soll weder über ein Formular noch über eine Schnittstelle aktiv vom Ablieferer geleistet werden. Deshalb wird es auch nicht erforderlich sein, diese Seiten in andere Formate (PDF, TIF) umzuwandeln und sie uns zu übermitteln.


      Netzpublikationen (i.d.R. Webseiten), die gewerblichen, geschäftlichen oder rein privaten Zwecken dienen, sind grundsätzlich von der Sammlung ausgenommen.“


      Noch nicht gesammelt. Der letzte Satz ist sehr merkwürdig formuliert: was ist denn nun eine Website, die weder gewerblich, geschäftlich oder rein privat ist? Man kann hier einmal raten, vielleicht eine Publikation wie Presseartikel. Aber oben steht „Webseiten aller Art, z. B. statische und dynamische HTML-Seiten, Weblogs oder Foren“. Auch hier kein ausdrücklicher Bezug auf Fach- oder Pressepublikationen.


      Wenn also in naher Zukunft „Webseiten aller Art“ gesammelt werden, werden LKA, BKA, den BND und das Bundeskanzleramt eine hervorragende Datenbank inklusive Archiv frei Haus geliefert bekommen, die beste Überwachungsmöglichkeiten bietet, die Betreiber dieser Seiten werden nicht erfahren, wie die Auswertung ohne ihr Wissen vonstatten geht. Der Feldzug gegen freie Meinungsäußerungen kann effektiver organisiert werden. Die Betreiber werden nicht gefragt, ob sie diese Zwangsarchivierung überhaupt wollen, sondern per Gestz dazu gezwungen.


      Jeder sollte selber entscheiden können, ob der Inhalt staatlicherseits archiviert wird. Die enormen Kosten der Archivierung bei weit über 10 Millionen Websites in Deutschland dürften den „Nutzen“ bei weitem nicht gerechtfertigen. Ein anderer Gesichtspunkt ist die Frage, welche Inhalte wirklich bleiben oder werden unliebsame Wahrheiten entfernt, wie das bei allen Chronisten der Herrschenden in der Weltgeschichte bisher immer der Fall war?


      Ein Beispiel für die Entfernung von brisanten Informationen bietet die Tagesschau vom 7.Juni 2007 17.00 Uhr mit einem entfernten Videobeitrag "Mit Schlauchbooten im Sperrgebiet" von Robert Bongen, NDR, in dem das Schlauchboot von Greenpeace während des G8-Gipfels überrollt wird, als es die Sperrzone um Heiligendamm durchbrach. Dieses Video ist nicht mehr abrufbar: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video28798.html. .


      Zu diesem speziellen Fall dieser Greenpeace-Aktion existieren bei  youtobe zum Glück mehrere Videobeiträge, hier ein Beispiel:







      Eine weitere Vernichtung von Informationen sind gelöschte Archive aus eigener Veranlassung. Bei heise.de erschien am 27.10.2008 die Meldung, die mich sehr betroffen machte, nämlich dass in den nächsten Tagen damit begonnen wird, Newsticker-Foren sowie andere Foren aus der Datenbank zu löschen, die älter als zwei Jahre sind. Begründet wurde dies mit der Bedeutungslosigkeit des Inhaltes dieser Foren und mit mangelnden Speicherkapazitäten.


      Mit Beginn dieser Ankündigung lässt man sich dann noch eine Woche Zeit bis zur Löschung von rund 10 Millionen Beiträgen! Das ist auch eine Form von Auslöschung eines „kollektiven Gedächtnisses“, in dem viele Meinungen und eine sehr grosse Anzahl  von zusätzlichen brisanten Hinweisen auf Hintergründe vom Netz gehen. Die vielen Nutzer der Foren wurden sicher nicht gefragt. Die viel zu kurze Frist von der Ankündigung bis zur Löschung der Daten lässt vermuten, dass man den massiven Protesten der Forennutzer zuvorkommen möchte.


      Zum Abschluss noch ein Lesetipp: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury (451 Fahrenheit oder 232 Celsius – die Temperatur, bei der Papier verbrennt)

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      BooCompany: Post aus dem freenet-Königreich 2 (INSIDER)
      10/30/2008 05:43 PM
      In meinem toten Briefkasten lag mal wieder Post. Diesmal geht es darum, wie das so läuft, wenn die "Spoerr-Horden" durch die Flure von debitel und Talkline metern:[Link] [Cache]
      Neues aus Rorkvell: Umbau
      10/30/2008 05:42 PM

      Heute wird umgebaut. Nein, nicht hier im Blog. Aber mein heimischer Rechner braucht dringend mal ein Update. Bislang: Ein 1.2GHz Athlon mit weniger als 1GB Speicher. Das soll nun anders werden: Ein 2GHz Intel Dual Core mit 4GB Ram auf einem Asus P5K SE/EPU. Das sollte erst mal reichen.

      Meinen bisherigen bekommt erst mal meine Frau. Ihrer ist so alt, der ist jenseits von gut und böse. Und hoffentlich noch dieses Jahr, vielleicht zu Weihnachten, bakommt sie auch etwas Zeitgemäßes.

      Falls es also dauert mit den Postings hier, dann liegt das daran, dass ich noch am Umbauen bin. Dann hat wohl nicht Alles auf Anhieb geklappt.

      [Link] [Cache]
      Suboptimales: Politiker,Richter,Staatsanwälte,Verwaltungsbonzen sind nur eine Handvoll Sandkörner
      10/30/2008 05:10 PM

      Jeder kennt das berühmte Zitat - “STELL DIR VOR ES WÄRE KRIEG UND KEINER GEHT HIN” - und so ist es mit allem. Seid Euch Eurer unendlichen Macht bewusst, die in der Kraft der Verweigerung besteht. Unsere Politiker ? Richter ? Staatsanwälte ? Verwaltungsbonzen ? Eine Handvoll Sandkörner, die sich genauso wie ihr ( hoffentlich ) beim Pinkeln hinsetzen, schlafen, essen, trinken, leiden. Sie sind nichts mehr, wenn wir nicht mitmachen. Dennoch müssen wir uns hüten, das was wir zu sagen haben im Ton von der Resignation tragen zu lassen. WIR KÖNNEN JA DOCH NICHTS TUN. Das sollten wir nie tun, aus hauptsächlich zwei Gründen:

      1. weil es einen runterzieht
      2. weil es nicht wahr ist

      Wenn man sieht, dass alles was wir anprangern x-fach bewiesen ist und es keinen Politiker gibt, der das ernsthaft ändern will…..

      Wenn man sieht, dass selbst einstweilige Anordnungen nicht befolgt werden und - weil der Gesetzgeber nie so weit dachte, dass eine Behörde gerichtlichen Anordnungen nicht folgen würde- man täglich Ohnmacht verspürt: Wie lange wollen wir es beim Anprangern, ermitteln, und anklagen lassen ?

      Wann sehen wir endlich ein, dass nur der legalisierte zivile Ungehorsam wirkungsvoll sein kann ???

      Ziviler Ungehorsam ist eigentlich etwas Positives. Der betreffende Mensch / das jeweilige Tier tut nicht, das was es “sklavisch” soll. Es ist das Gegenteil von Gehorsam. Gehorsam ist das Ausführen eines Befehls. Auf Befehle gibt es keinen Widerspruch, allerhöchstens Fragen zur Durchführung. Ungehorsam tritt bereits dann ein, wenn das Dogma des Befehls nicht befolgt wird, das heißt die Order nur teils durchgeführt wird. In das Schema “Befehl und Gehorsam” paßt kein eigenständiges Denken. Deshalb ist Ungehorsam auch nicht per se negativ, denn Ungehorsam kann egenständige Ideen und Denkweisen beinhalten.In autoitären Strukturen - sei es nun Erziehungen oder Gesellschaftsformen - wird Ungehorsam unter irgendeine Strafe gestellt. Auf Ungehorsam steht bei der Bundeswehr die vorläufige Festnahme, bei Kindern Repressalien irgendeiner Art und bei Tieren die Peitsche.

      Seid ungehorsam ! Ignoriert die Existenz einer Gottheit namens “Staat” !

      Seid wie die Katzen ! Freßt, was man fressen kann, kratzt jeden, der euch nervt, und kuschelt euch an die, die ihr mögt.Ziviler Ungehorsam, vor allem in einem gesellschaftlichen Maßstab gesehen ist prinzipiell gut , weil er bestehende Zustände in Frage stellt !

      Trotz der unzähligen Aktionen , Berichten im World Wide Web ahnen die Online-Kriegsberichterstatter dass sie einen Krieg letztendlich nicht werden verhindern können. Weltweit wappnen sie sich für den Tag nach Kriegsbeginn mit Aufrufen zum zivilen Ungehorsam. Auch in Deutschland brennen die Drähte heiß - zumindest bei geistig gesunden Menschen den alle geistig gesunden Menschen waren und sind ungehorsam.

      Auf der anderen Seite aber wappnet sich ein schwarzrotgold gefärbter Kackhaufen und ringelt sich über dem Spruch: “Du bist Deutschland“. Ein paar Bestverdiener dürfen dazu ihren Hohn in Richtung der Schlechtverdiener absondern. Jene haben das Vergnügen, da sie alle per se Sozialbetrugs-Verdächtige also Sozialschmarotzer sind, und sich Glücklich schätzen dürfen sich des Gefühles noch erfreuen dürfen , was man ein erfülltes Leben nennen dürfte in Nichtwürde und in Form eines Aussätzigen !Man sieht schon in weißer Vorrausschau demnächst auf einer Arge die Hartz IV Betroffene betreut/verwaltet , folgendes Szenario : Fallmanager zum Betroffenen - " Haben Sie denn schon eine Niere gespendet ? Nein ? Na, dann kann es Ihnen ja noch nicht so schlecht gehen !"

      Ja es hört sich an wie ein “Klassen”klatsch aber wenn kommunistische, demokratische und diktatorische Vertreter auf einem beliebigen Kongress oder einer politischen Tagung über Kapitalismus und Schuldenberge reden, dann kann man auch von Klassentratsch sprechen.

      Die Demokratie ist längst tot, und die Demokratie ist schuld daran. Es gibt keine mündigen Bürger mehr - nur noch Konsumenten. Fernsehen bietet keine Information mehr, sondern gleichmäßige Berieselung. Der unmündige Mensch erstickt im Datenmüll und befriedigt sich selbst durch Konsum. Neoliberalismus ist Missbrauch der Unmündigen !

      Wie demokratisch ist eigentlich Hass ? Wie leise eigentlich der Tod ?

      Und da war doch noch etwas …. ? Ja die Gesellschaft - Alles da draußen ist lieblos und grau.Die Gleichgültigkeit macht sich unter den Menschen breit, wie eine Seuche.Die Menschen isolieren sich, kapseln sich ein – nach innen gekehrt.Warum lässt die mehrheit der Gesellschaft sich belügen , betrügen und Isolieren ?

      Man muß sich in der Lage eines Atoms versetzen um die eigene Position als Individium auszumachen.
      …daß ein Atom schwach ist und ohne die Bindung an andere Atome gar nicht existieren kann, sagt alles über sein eigentliches Potential aus. Wenn Atome gespaltet werden und wieder zusammengesetzt werden können Dinge geschehen, die alles zerstören, was in der Umwelt vorhanden ist.Warum also schliessen sich die einzelnen Individuen nicht zusammen und versuchen das zu erreichen was doch im Grunde nach jeder Mensch dieser Erde möchte ? - Ein zufriedenes , gerechtes und würdevolles Leben !

      Schröder und seine AGENDA 2010 - ein nicht zu übertreffendes Medikament um jemanden zum Kotzen anzuregen ! Er war staatstragend. Kaum zu ertragen, der Mann. Zuletzt wurde aufgrund von diesem NeuzeitSozialschmarotzer und Gazprömchen Schröder der Begriff Sozialschmarotzer in Deutschland im Zuge der sogenannten Faulheitsdebatte erst wieder Gesellschaftskonform - Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft” so zitierte er.

      Das Gegenteil von Klassenklatsch ist wohl demnach der “Wohlstandsquatsch” und sehr eindeutig

      “Afghanistan” - echtes Leben in aller Konsequenz !

      Wir denken an Zivilcourage, die es braucht, um offen “Nein" zu sagen gegen Ungerechtigkeiten – und an den Mut und die Entschiedenheit, sich ihnen aktiv entgegenzustellen.

      Wir denken an gemeinsame Selbstorganisation, die vielen Aktionen Zivilen Ungehorsams zugrunde liegen und die nötig sind, alternative Strukturen aufzubauen.

      Wir denken an “eine andere Welt" und glauben, dass der Weg dahin NUR über Aktionen des Zivilen Ungehorsams führt.

      Ziviler Ungehorsam entsteht, wenn eine bedeutende Anzahl von Individuen, zu der Überzeugung gelangt, dass entweder die herkömmlichen Wege der Veränderung nicht mehr offensten bzw. auf Beschwerden nicht mehr gehört und eingegangen wird, oder dass im Gegenteil die Regierung dabei ist, ihrerseits Änderungen anzustreben, und dann beharrlich auf einem Kurs bleibt, dessen Gesetz- und Verfassungsmäßigkeit Zweifel aufwirft.”

      Posted in 68er, APO, parteien, Politik, Revolution, Widerstand. Tagged: Beamte, Demokratie, Politiker, Richter, Ziviler Ungehorsam
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      ISLA: Göttin des Tages:
      10/30/2008 05:00 PM
      Charybdis
      Griechenland



      In Schillers Ballade 'Der Taucher' wirft der König einen Becher in den Schlund der Charybdis:



      „ ... Der König spricht es und wirft von der Höh
      Der Klippe, die schroff und steil
      Hinaushängt in die unendliche See,
      Den Becher in der Charybde Geheul.
      „Wer ist der Beherzte, ich frage wieder,
      Zu tauchen in diese Tiefe nieder?"
      ..."


      – Friedrich Schiller



      Vorschlag: Luisa Francia, Eine Göttin für jeden Tag[Link] [Cache]
      ISLA: "Lang lebe das geheime Deutschland"
      10/30/2008 05:00 PM
      Bis gestern war mir dieser Spruch unbekannt. Dank einer Google-Recherche zu "Isis Ägypten" stieß ich auf diesen Beitrag von Julio Lamberting, unter anderem Mitgründer vom Rabenclan und ebenfalls mittlerweile in Köln beheimatet, folgte dem letzten Link "Romantik" in seinem Text, landete bei "Geheimes Deutschland", suchte noch ein wenig weiter unter "Lang lebe das geheime Deutschland" und stieß wieder auf George Steiner und Stauffenberg, der gerade medial in Szene gesetzt wird vom weltweit bekanntesten Scientologen. Oder war es doch eher vom weltweit bekanntesten CIA-Mann? Und las dann noch mal die ausführlichen Kommentare der sehr gut informierten Krieger und Ritter in meinem eigenen alten Morgaine-Blog, die mir unter anderem einen putzigen blinkenden Totenkopf in meine Bildergalerie setzten. Was ich sehr gut verstehen kann. Denn "Das Böse ist eine Frau". [Link] [Cache]
      seelensplitter: nazi-mitläufer "untadlig"
      10/30/2008 04:18 PM
      Zitat:
      Ich halte Filbinger für einen völlig untadligen Wahlmann

      (Günther Oettinger, CDU; Quelle: Spiegel Online)


      Oettinger spricht hier von Hans Filbinger, der für die Nazis als Richter tätig war und auch Todesurteile ausgesprochen hat. Laut dessen eigenen Erklärungen war er aus egoistischen Motiven (Karriere) Mitläufer des NS-Regimes.

      Völlig untadelig, jawohl. /facepalm[Link] [Cache]
      ad sinistram: Mantel oder Kürbis?
      10/30/2008 03:51 PM
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      Radio Utopie: Syrien Ticker
      10/30/2008 03:45 PM

      Syrien: Grossdemo gegen die USA


      Syrien: Tausende demonstrieren gegen die USA


      US-Botschaft in Damaskus wegen Protestmarsch geschlossen


      USA-Irak: Der Irak will US-Angriffe auf Syrien untersagen


      SYRIA: Did Damascus green-light U.S. attack?

       


      Damaskus verlangt Entschuldigung


      Damaskus fordert von Sicherheitsrat Schutz vor USA


      US-Botschaft in Damaskus bleibt wegen möglicher Proteste geschlossen


      US Department of State Briefing

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      Radio Utopie: Kurt Tucholsky - Ansichten zur Weltwirtschafts-Finanzkrise
      10/30/2008 03:45 PM

      Die Zeiten haben sich nicht geändert. Der Kreislauf des Geldes folgt seinem unerbittlichen Gesetz. Die Zerstörung der Gesellschaft: Not, Verarmung und Krieg. Was mit unserer Gesellschaft nun folgerichtig durch die Machenschaften der Politk- und Geldhaie jetzt passiert, wurde schon 1930 von Kurt Tucholsky prägnant beschrieben:


      Wenn die Börsenkurse fallen



      Wenn die Börsenkurse fallen,
      regt sich Kummer fast bei allen,
      aber manche blühen auf:
      Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

      Keck verhökern diese Knaben
      Dinge, die sie gar nicht haben,
      treten selbst den Absturz los,
      den sie brauchen - echt famos!

      Leichter noch bei solchen Taten
      tun sie sich mit Derivaten:
      Wenn Papier den Wert frisiert,
      wird die Wirkung potenziert.

      Wenn in Folge Banken krachen,
      haben Sparer nichts zu lachen,
      und die Hypothek aufs Haus
      heißt, Bewohner müssen raus.

      Trifft's hingegen große Banken,
      kommt die ganze Welt ins Wanken -
      auch die Spekulantenbrut
      zittert jetzt um Hab und Gut!

      Soll man das System gefährden?
      Da muß eingeschritten werden:
      Der Gewinn, der bleibt privat,
      die Verluste kauft der Staat.

      Dazu braucht der Staat Kredite,
      und das bringt erneut Profite,
      hat man doch in jenem Land
      die Regierung in der Hand.

      Für die Zechen dieser Frechen
      hat der Kleine Mann zu blechen
      und - das ist das Feine ja -
      nicht nur in Amerika!

      Und wenn Kurse wieder steigen,
      fängt von vorne an der Reigen -
      ist halt Umverteilung pur,
      stets in eine Richtung nur.

      Aber sollten sich die Massen
      das mal nimmer bieten lassen,
      ist der Ausweg längst bedacht:
      Dann wird bisschen Krieg gemacht.

      Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne"

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      HU-Marburg: Sinnlose Entschuldigung
      10/30/2008 03:10 PM
      Wie ein Wirtschaftswissenschaftler Täter zu Opfern machen wollte - HU-Ortsverband Marburg.

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      Urs1798: Die letzten Flieger Richtung Tempelhof
      10/30/2008 03:01 PM
      Leider ist der Himmel stark verhangen Posted in Satire       [Link] [Cache]
      ISLA: Remembering how to move
      10/30/2008 02:59 PM
      Joy, a group of us are spending the whole Samhain weekend exploring sacred dance. For me dance is liberation, it is subversive, it is passion, it is magic.


      ... The mistrust of dance in the major religions of the world is a symptom of the fact that they have, by and large, forgotten how to move. If you dance you move, adjust, change, discover new ways of being, new patterns in the world. Inerrant scripture and fixed law deny the truth that we live in an ever changing universe where all life is constantly adapting, changing, evolving. Our genes are not fixed. If they were we would stagnate and die. Thankfully they have not forgotten that they were danced into being by the Goddesses and Gods and they will continue to dance until the end of time.





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      ISLA: Privatzoos und Bootcamps
      10/30/2008 02:59 PM
      Lang lebe das Bewusstsein des Bürgers über seine Rechte und Pflichten, wozu auch Protest und Widerstand gegen geplantes Unrecht gehören. Protest und Widerstand selbst auf die Gefahr hin, dass von hinten schon mal die eine oder andere Organisation unter falscher Flagge den Protestzug schiebt und Bürger (fremder oder eigener Staaten) dabei mit Tieren im Zoo verwechselt. Exotische Tiere zu fangen entsteht oft aus dem Bedürfnis einer gewissen Sammlerleidenschaft. Exotische Tiere so wie Vogelspinnen beispielsweise - Stuttgarter Vogelspinnen im Privatzoo. Ein Beitrag aus der gleichen Quelle übrigens wie der unten zitierte über das Versammlungsverbot. Nicht nur aufgrund der Kommentare unter dem Beitrag fällt mir dazu der Spruch einer Anwältin ein, die zu ihrem Kollegen sagte: "Du machst dich wohl immer nur an deine Sekretärinnen ran, weil die nicht so schnell weglaufen können."[Link] [Cache]
      ISLA: Verschärfung des Versammlungsgesetzes
      10/30/2008 02:59 PM
      Die Landesregierung von Baden-Württemberg plant eine Verschärfung des Versammlungsgesetzes nach bayerischem Vorbild. Wie weit hat sich das in der Bevölkerung schon herumgesprochen?


      Vielen Menschen ist das noch nicht bewußt, auch weil darüber in den Medien kaum berichtet wird. Wirklich im Bilde sind vor allem politisch Aktive, deren Arbeit vom Gesetzesvorhaben betroffen sein wird. Die gegenwärtige Schwäche des Widerstandes führe ich vor allem darauf zurück, daß im Lager der Gegner und Kritiker der Ausgang der laufenden Verfassungsklage gegen das bayerische Pendant abgewartet wird.



      Das Gesetz soll schon zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. Wird die Zeit nicht sehr knapp?


      Es muß in der Kürze der Zeit ein breiter Protest auf die Beine gestellt werden. Ich bin aber zuversichtlich. Es werden mindestens drei Demonstrationen gegen das Versammlungsgesetz stattfinden: Am 29. November in Mannheim, am 6. Dezember in Stuttgart und am 13. Dezember in Freiburg. An einem Vorbereitungstreffen am Dienstag waren u. a. Gewerkschafter sowie Vertreter von ATTAC, vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und der Humanistischen Union beteiligt.



      Welche Einschränkungen des bestehenden Versammlungsrechts plant die Regierung?


      Künftig soll es möglich sein, in praktisch jede öffentliche Versammlung unter freiem Himmel oder in Gebäuden einzugreifen und sie zu beenden. Es sollen die persönlichen Daten aller Ordner verlangt werden können, was bei größeren Veranstaltungen einen unvorstellbaren Aufwand bedeuten würde. Nur ein Beispiel: Beim europäi­schen Aktionstag gegen Sozialabbau am 3. April 2004 in Stuttgart waren 2000 Ordner im Einsatz. Dazu soll es der Polizei per »Militanzverbot« möglich sein, gegen Versammlungen vorzugehen, die den Eindruck von Gewaltbereitschaft vermitteln. Wann Militanz vorliegt und worin sie sich zeigt, obliegt der Interpretation der Polizeieinsatzleitung. Demonstrationen können außerdem von Staats wegen beendet werden, wenn es der Versammlungsleitung nicht gelingt, angebliche Störer zu entfernen. Das ist ein gefundenes Fressen für eingeschleuste Provokateure – man denke nur an Heiligendamm.[Link] [Cache]
      Mein Parteibuch Blog: Ilse Aigner wird Bundeslandwirtschaftsministerin
      10/30/2008 02:48 PM
      Sarah Palin
      Sarah Palin
      Ilse Aigner
      Ilse Aigner

      Ach, was konnten die Deutschen sich ärgern. Nachdem John McCain Sarah Palin zu seiner “Running Maid” gemacht hat, lag Deutschland meilenweit zurück. Mit einer Frau wie Sarah Palin konnte die deutsche Politik einfach nicht mithalten. Deutschland schien schon chancenlos. Doch nun hat die CSU ausgeglichen.

      Nachfolgerin des fröhlichen Frauenexperten Horst Seehofer als Lndwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin wird das Präsidiumsmitglied des Förderkreises Deutsches Heer Ilse Aigner. Ilse Aigner hat zwar keinen Titel als Miss Wasilla, kann aber die Konkurrenz ansonsten locker aufnehmen. Deutschland darf der CSU ewig dankbar sein.

      Und übrigens, gemeckert wird hier nicht. Wenn die Deutschen es schon mal schaffen, eine solche Politikerin nach vorn zu bringen, dann darf das hübsche Ereignis nicht kaputtgeredet werden. Und außerdem steht ihre Kompetenz sowieso außer Frage: Vizepräsidentin des Landesverbandes Oberbayern im Bund Deutscher Karneval wird ja schließlich auch nicht jeder. Aber Hand auf’s Herz: Wen interessiert es eigentlich wirklich, was für Qualifikationen die Elekrotechnikerin Ilse Aigner für das Amt der Bundesministerin für Agrar und Verbraucherschutz mitbringt?

      [Link] [Cache]
      rotglut.org: Andreas Neuber aus Krefeld und meine Glaubensfähigkeit
      10/30/2008 02:21 PM
      Offener Brief an die Anwaltskammer Düsseldorf Heute erreichte mich ein Brief der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf. Ich hatte mich u.a. wegen eines von Neuber an mich gesendeten SMS beschwert. Der Staatsanwaltschaft Kassel liegt meine Anzeige wegen Stalkings übrigens lä ... [Link] [Cache]
      Principiis Obsta: Was steckt hinter den Gesprächen der USA mit den Taliban?
      10/30/2008 01:44 PM

      Von Alex Lantier
      30. Oktober 2008
      aus dem Englischen (29. Oktober 2008)

      Gestern berichtete das Wall Street Journal von Plänen der USA, direkte Verhandlungen mit Talibanführern in Afghanistan aufzunehmen. Die Tatsache, dass das Journal, eine konservative Finanzzeitung, diese Geschichte brachte, zeigt, dass es sich nicht bloß um eine journalistische Enthüllung, sondern um eine gezielte Veröffentlichung einer politischen Kehrtwende handelt.

      Das Journal berichtet: "Die Vereinigten Staaten denken gegenwärtig darüber nach, Gespräche mit bestimmten Vertretern der Taliban aufzunehmen, der bewaffneten islamistischen Organisation, die früher in Afghanistan regierte und Al Kaida Unterschlupf gewährte. Das wäre eine bedeutsame Wende der Politik, die vor einigen Monaten noch undenkbar gewesen wäre." Der Bericht fährt dann fort, dass solche Gespräche auch im "Entwurf einer geheimen Empfehlung des Weißen Hauses zur Einschätzung der US-Strategie in Afghanistan" beinhaltet seien.

      Diese Pläne sind ein Versuch, auf die ernsthafte Verschlechterung der US-Position in Afghanistan zu reagieren. Im ganzen Land und in den benachbarten Stammesgebieten Pakistans finden gewaltsame Auseinandersetzungen statt. Pakistans von den USA gestützte Regierung ist diskreditiert, weil sie die Bombardierungen und den Einmarsch von US-Truppen nach Pakistan gegen die Taliban-Kämpfer billigt. Der Krieg der Vereinigten Staaten gegen die Taliban hat auch wichtige Verbündete der USA aufgebracht, die Mitte der 1990er Jahre dabei geholfen hatten, zum Zweck des Schutzes der Pipelines im Interesse der USA die Taliban-Milizen aufzubauen. Dazu gehören die klerikale saudische Herrschaftsschicht und der mächtige militärische pakistanische Geheimdienst, Inter-Service Intelligence (ISI).

      Trotz der "Krieg-gegen-den-Terrorismus"-Rhetorik, die die Taliban als Ungeheuer darstellt, sind Gespräche zwischen diesen und den USA nichts Neues. 2001 waren die USA mit einem verhältnismäßig kleinen Truppenkontingent in das Land einmarschiert und hatten die untereinander zerstrittenen Stammesführer manipuliert, um die Besetzung zu ermöglich. Ein Vertreter des Außenministeriums berichtete dem Journal : "Wir und die Afghanen verhandeln jeden Tag mit den Stämmen auf regionaler Ebene. Manchmal sind es die Taliban oder ihre Unterstützer. Oft sagen sie, wenn wir bekommen, was wir wollen, dann legen wir die Waffen nieder."


      weiter...WSWS

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      Radio Utopie: Ilse Aigner wird Bundeslandwirtschaftsministerin
      10/30/2008 01:44 PM
      Sarah Palin
      Sarah Palin
      Ilse Aigner
      Ilse Aigner
      Ach, was konnten die Deutschen sich ärgern. Nachdem John McCain Sarah Palin zu seiner "Running Maid" gemacht hat, lag Deutschland meilenweit zurück. Mit einer Frau wie Sarah Palin konnte die deutsche Politik einfach nicht mithalten. Deutschland schien schon chancenlos. Doch nun hat die CSU ausgeglichen.

      Nachfolgerin des fröhlichen Frauenexperten Horst Seehofer als Lndwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin wird das Präsidiumsmitglied des Förderkreises Deutsches Heer Ilse Aigner. Ilse Aigner hat zwar keinen Titel als Miss Wasilla, kann aber die Konkurrenz ansonsten locker aufnehmen. Deutschland darf der CSU ewig dankbar sein. Und übrigens, gemeckert wird hier nicht. Wenn die Deutschen es schon mal schaffen, eine solche Politikerin nach vorn zu bringen, dann darf das hübsche Ereignis nicht kaputtgeredet werden. Und außerdem steht ihre Kompetenz sowieso außer Frage: Vizepräsidentin des Landesverbandes Oberbayern im Bund Deutscher Karneval wird ja schließlich auch nicht jeder. Aber Hand auf's Herz: Wen interessiert es eigentlich wirklich, was für Qualifikationen die Elekrotechnikerin Ilse Aigner für das Amt der Bundesministerin für Agrar und Verbraucherschutz mitbringt? (Quelle: Mein Parteibuch) [Link] [Cache]
      Radio Utopie: Freie Seelen im ThursdayNightMix auf Radio Utopie
      10/30/2008 01:44 PM

      thursdaynightmixview


      "Every thursday night we go deep.."
      Wer schon einmal am Donnerstag Abend bei uns das Radio angemacht hat, wird diese Worte nachvollziehen können. Seit über einem Jahr sind Adope und Concept5 mit ihrem live aufgelegten, selbstproduzierten Klängen als ThursdayNightMix ein Konzert für sich.
      Heute mit an Bord vom Radiosatelliten der Medienstation:

      Noid und Art.dur von den Künstlern und DJs der Freien Seelen.
      Ein "eigener Stil und Interpretation elektronischer Musik", kombiniert mit dem gelebten Expressionismus Neuer Kunst jenseits des Kapitals, trifft auf die Tiefe Musik am Donnerstag Abend auf Radio Utopie.

      Radio Utopie wünscht guten Flug.

      [Link] [Cache]
      Freeman: Wahrheit - Hölle auf Erden
      10/30/2008 01:43 PM
      Hier ein Rap der Gruppe Wahrheit:


      Link zum Songtext [Link] [Cache]
      Mobile 3.0: Nu is aber gut (FINAL)
      10/30/2008 01:43 PM
      Geht mir jetzt endlich weg mit dem Mist. Paulus Neef und seine Gurkentruppe haben sich jetzt genug blamiert. Handyfernsehen, wie die Businessgötter um Neef es wollten, wird nix.[Link] [Cache]
      Berliner Zeitung: Depenbrock muss weg! (BOO)
      10/30/2008 01:43 PM
      Soll er sich doch nette Häuschen kaufen. Soll er doch Geschäfte mit Rotlichttypen machen. Alles kein Problem. Aber der von Heuschrecke David Montgomery eingesetzte Chefredakteur und Geschäftsführer der "Berliner Zeitung" möge doch bitte die Hände von der Zeitung lassen.[Link] [Cache]
      Deutschland Debatte: *7.496.951 Leistungsberechtigte - eine Statistik ohne Aussagekraft ?
      10/30/2008 01:11 PM

      Arbeitsmarkt Oktober 2008:

      Vorweg die aktuelle Meldungen rund um die Lage am deutschen Arbeitsmarkt und den Auswirkungen von Hartz IV.

      Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung

      In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit" hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben.

      Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten

      Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung….

      Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit.

      “Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken”

      Ungeachtet dieser Fehlentwicklungen wird in vielen Medien, mit euphorischen Meldungen „Zahl der Arbeitslosen sinkt unter drei Millionen" verkündet und bejubelt.

      Bei genauer und objektiver Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das Gefühl das die Reformen am Arbeitsmarkt das entstehen der Niedriglohnsektoren, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – und Wirtschaftskrise sind. Autos kaufen keine Autos und vielen Verbrauchern fehlt das Geld, weil sie im Niedriglohnsektor beschäftigt sind oder ALG II als Grundsicherung beziehen.

      Mancher kritisiert das sich der Inhalt meiner Analyse des Arbeitsmarkts von Monat zu Monat gleicht. Das ist richtig. Aber die multimediale Berichterstattung gleicht sich ebenfalls von Monat zu Monat keine Agentur kein Printmedium und keine TV – Nachrichtsendung die nicht Monat für Monat den gefühlten Rückgang der Arbeitslosigkeit mit den gleichen Worten loben und preisen. Bei genauer Analyse gibt es meines Erachtens keinen Grund zum Jubeln sondern zur Sorge. Seit der Landtagswahl in Bayern ist vielen einsichtig, mit dieser Art „Vollbeschäftigung" kann weder die CDU noch die SPD und keinesfalls die CSU Wahlen gewinnen.

      Warum wird die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien als enormer Abbau der Arbeitslosigkeit bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung bleibt?

      Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mussten, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine. Deshalb werde auch ich weiterhin Monat für Monat eine Analyse der multimedial verkündeten Zahlen der BA erstellen.

      Was heißt würdige Arbeit?

      Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

      Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig.

      Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?

      Analyse des BA Berichts Oktober 2008:

      Erstellt von Sybilla am 30.10.08 10 Uhr 30
      Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

      Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

      Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Oktober 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden.

      LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht September 2008 Seite 44

      LEISTUNGSEMPFÄNGER
      - Arbeitslosengeld 776.736*
      - erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.859.630*
      - nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.860.585*
      *Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

      *7.496.951 Leistungsberechtigte
      + Kinder von ALG II Leistungsbeziehern (Aufstocker) im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
      Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich.

      Abbildung 14 Seite BA Bericht Oktober 2008
      Bedarfsgemeinschaften 3.487.000
      hilfebedürftige Personen 6.720.000

      Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser…nat/200809.pdf

      Zitat:
      Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro
      Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben für diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.

      In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2006) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

      Pressemitteilung Nr. 462 vom 16.11.2007
      Sozialhilfe 2006: 1,1 Mill. Menschen erhielten besondere Leistungen

      Laut BA Statistik werden im Oktober 2008 2.996.912 Personen als arbeitslos gezählt.
      Somit wurde in der Statistik (unter 3 Millionen statistisch erfasste Arbeitslose) die Vorgabe der Politik für 2008 erreicht. Der Plan am Arbeitsmarkt ist übererfüllt.

      Im Monat Oktober 08 befanden sich 1,57 Millionen Personen (September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht Oktober 2008)

      Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 44 BA Bericht September zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren
      erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

      Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten nicht möglich.

      BA Bericht Oktober 2008 Seite 70 Fußnote 3
      3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung (bei Berufsorientierung bis einschl. Sept. 2007) auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT über XS
      (z. B. haben für 2008 [Datenstand September 2008] nur ca. 67 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst).

      Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit" bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

      Entwicklung am Stellenmarkt

      Bestand - BA Bericht Oktober 2008 Seite 10

      Bestand alle Stellen 571.000 100 -38.000
      darunter: Vakanzen 518.000 91 -45.000
      ungeförderte Stellen 394.000 69 -28.000
      darunter: Vakanzen 353.000 89 -34.000
      ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen 362.000 63 -19.000
      darunter: Vakanzen 325.000 90 -25.000

      Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser…nat/200810.pdf

      Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen Stellen näher bei 350.000 als erheblich höher liegt.

      Mit Befremden nehme ich zur Kenntnis, dass viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder seit Frau Merkels Geburt verkünden. (Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor 16 Jahren keine „Bürgerarbeit" keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
      Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzenden ALG II 1 € Jobs und Bürgerarbeit durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen “Jubelmeldungen" einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt. Entgegen der guten Nachricht vom Sinken der Arbeitslosigkeit stehen die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich Bürgerarbeit und Ein Euro Jobs und wachsende Kinderarmut.

      Ja die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit sinkt die Massenarmut steigt, ich denke dass eine Vollbeschäftigung aufgrund von Ein Euro Jobs und Niedrigstlohnjobs in Massenarmut mittelfristig erreichbar ist.

      Erstellt von Sybilla am 30.10.08 10 Uhr 30
      Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

      Der enorme Abbau der Arbeitslosigkeit geht mit einem enormen Anstieg von Armut in Arbeit im Gleichschritt, das hat meines Erachtens folgende Gründe.

      Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

      Zitat:
      Arbeit und Soziales/Antwort

      Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, “weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen”. Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen (”Aufstocker”) mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der “Ein-Euro-Jobber” und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

      http://www.bundestag.de/aktuell/hib/…08_088/02.html

      Der enorme Abbau der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

      - 1 Euro Jobs
      - Bürgerarbeit
      - Pflegassitenten/Pfleghelfer
      - Jobs mit Ergänzenden ALG II

      Zitat:
      Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue Beschäftigungsformen prägen Arbeitsmarktentwicklung

      WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Beschäftigungsformen die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Zu diesen neuen oder häufig auch als atypisch bezeichneten Beschäftigungsformen gehören befristete oder geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich für alle abhängig Beschäftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.

      Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt" des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die dominierende Form abhängiger Beschäftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverhältnis. Demgegenüber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Beschäftigungsformen.

      Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen abhängig Beschäftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen Beschäftigungsformen von 17,5% auf 25,5%….

      Armut

      Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben.

      3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)

      Zitat:
      Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

      Es gibt immer mehr Bedürftige für Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in Bedrängnis. Diesen Trend bestätigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden für die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
      http://newsticker.welt.de/index.php?…pa&id=18397734

      Erstellt von Sybilla am 30.10.08 10 Uhr 30
      Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

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      anouphagos: Die Arroganz der etablierten Medien 10/30/2008 01:00 PM

      Also Soziologe ist mir recht klar, dass ein bestehendes System bzw. eine bestehende Gruppierung (Institution, Organisation, Szene) sich selbst vor allem durch Exklusion eine Identität verschafft (oder, um mit Luhmann zu sprechen: sich durch Differenz zu seiner Umwelt definiert). So weit, so schlecht (denn die Exklusion ist oft genug vollkommen willkürlich und schädlich, siehe Rassismus, Nationalismus, Mobbing im Büro etc.). Ist aber einfach ein sozialer Tatbestand, also rege ich mich gar nicht auf.

      Was mich aber aufregt, ist die arrogante Pose, die einzelne psychische System im Rahmen dessen entwickeln. So zum Beispiel die Deutsche Nationalbibliothek mit ihrem Dokumentationswahn im Internet. Nicht nur, dass ich es für schwachsinnig halte, dass ein Normalbürger einfach so aufgrund seiner Ausübung der Meinungs- und Pressefreiheit (bspw. durch Bloggen) dokumentationspflichtig werden soll (und damit u.U. sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung eingeschränkt wird). Das Vorhaben verkennt auch einfach das dynamische Medium Internet (bzw. Web) und seine Multimedialität.

      Andererseits finde ich es ja gut, dass tatsächlich Onlinemedien der Status eines ernstzunehmenden Mediums eingeräumt wird; auch im universitären Bereich ist das leider nicht immer so. Die Wikipedia z.B. ist als Quelle oft nicht zulässig - aus falschen Vorurteilen und technischer Unkenntnis heraus. (Wobei man leider sagen muss, dass diese Argumente auch auf Wikipedianer zutreffen.)

      [Link] [Cache]
      politplatschquatsch: Wir retten die Welt 10/30/2008 01:00 PM manche spinner sind besonders opulente exemplare. folgende mail ist im original mehrfarbig und nutzt gefühlte 33 schriftarten. ganz große kunst!

      LaufendeNummer: + 69 142-R + 68 583, +57 195, +59 647,-628,-959

      LaufendeNummer: + 68 583-R Pressemitteilung 22. 10. 2008
      Wir von der „ikf", retten die Welt von und aus allen

      K r i s e n


      Wir von der „ikf", retten die Welt von und aus allen Krisen


      und teilen Ihnen heute den 24.10.2008 mit, daß am 10.11.2008 am Verwaltungsgericht Gießen Marburger Straße 4, D - 35 090 Gießen, Raum 015, um 12,30 Uhr eine für die Menschheit überlebensnotwendige Verhandlung anberaumt ist.

      Kommt bitte nicht hinterher mit der unverantwortlichen Ausrede, hätten wir die Brisanz und Wichtigkeit gewußt, wären wir selbstverständlich vor Ort gewesen.

      Mit dieser für die Menschheit katastrophalen Haltung bis heute, hat die Presse der Politik ermöglicht, der Menschheit " 5 0 Jahre " ihres Fortschrittes zu „unterschlagen" und diese tief in den " Sumpf " zu fahren.


      Denn nur die „ikf" ist in der Lage, die Niederlage der Menschheit in einen
      " Gewinn " umzudrehen.
      Sie wußten das und machten bis heute nichts.


      Jetzt wo Deutschland mit 500 Milliarden und vielleicht noch 100-derten Milliarden, die anderen Staaten mit ????????? 100-derten Milliarden, erpreßt wird, hat die Presse mehr denn je, die moralische " Pflicht ", endlich über die „ikf" zu berichten.

      Dies erwarten wir zum Wohle aller Menschen,


      mit freundlichen Grüßen i.A.Bingießer

      Adresse: Der Initiator Erich Bingießer für die Internacia-Komunutila-Fondajo ("ikf-stiftung"), Laubacher Straße 5, D-35447 Reiskirchen, Tel.: 0049 (0) 6401 – 228954, Fax: 0049 (0) 6401 – 228931, Mobil: 01716355832, Email: ikf@ikf-stiftung.de

      LaufendeNummer: + 57 195 Zeitungen 17. 08. 2008

      Sehr geehrte-r Pionier-in-e der Menschheit !
      An die Demokratischen und Republikanischen Partei, sind Anfragen einer Zusammenarbeit gesendet. Was geantwortet wurde, was wir geschrieben und noch schreiben, geben wir gerne bekannt, bekommt die „ikf" einen Exclusiv-Vertrag.


      Wir haben nun die einmalige " Chance " mit der „ikf " die " Erlösung " der Menschheit zu schaffen, " helfen " wir zusammen.

      Die Politik -selbst die UNO- hat seit dem " 1 5 . 0 1 . 1 9 8 2 " bewiesen, daß sie für eine saubere im gleichklang funktionierende Umwelt und trotzdem für die höhere, sozialere Ebene aller Menschen, " nicht " zuständig ist.

      Deshalb müssen wir das Heft selbst in die Hand nehmen und dafür brauchen wir nicht mehr viel, im Gegensatz zur bisherigen, „Energie".


      Ein „Exclusiv-Vertrag" mit einem „Pionier" der „Jahrtausendrevolution" ist bestimmt vor der USA-Wahl aufzutreiben.

      Nach der Wahl wird dies nicht mehr möglich sein. Wir würden uns freuen, wäre es anders.

      Bitte helft der „ikf", somit „Euch" und der Menschheit. Haben wir die Verträge mit der Weltbank und UNO, ist in " 5 Jahren " allen Menschen geholfen, was der Politik nicht paßt.

      Deshalb sind wir gefragt. " Helft mit " ! ! ! ! ! ! !


      Die Politik kann nur mit Krieg („Irak") eine Veränderung herbei führen. Natürlich ist darüber interesanter zu berichten und für bestimmte Menschen viel Geld zu verdienen.


      Oder bringt es ein „Pionier" der Menschheit fertig, Interessant über die
      " friedliche " Veränderung der ganzen Welt zu berichten ?
      Wir und der größte Teil der Menschheit wird sich freuen.


      Die- oder Derjenige ist " glaubwürdig " setzt die Person sich für die Menschheit und somit für sich und die "ikf" ein.

      Mit freundlichen Grüßen i.A.Bingießer

      LaufendeNummer: + 59 647-R + 59 648 internationale Veröffentlichungsindustrie 07. 09. 2008

      An die großen weltweiten Verlage, Fernseh-, Radio-Sender, Zeitungen, usw..

      Wir bieten jeder dieser Vertretungen, einen „Exclusiv-Vertrag" an.

      Anlage + 59 628-R werden allen politischen Organisationen wie USA, EU, UNO, EFTA, alle erreichbaren Regierungen, Weltbank, IWF, usw., gesendet, um eine dringend gebrauchte " Verbesserung " des Klimas und der Lebensart der Menschen zu erreichen.

      Die „ikf" erwartet -wegen der Dringlichkeit (Klima, Armut,usw.) eine Nachricht bis zum " 3 0 . 1 0 . 2 0 0 8 ".

      LaufendeNummer: + 59 628-R Verantwortung 06. 09. 2008

      Sehr geehrte verantwortliche unseres Lebens !


      Es „muß" jeder verantwortlichen Person „bewußt" sein, daß der jetzige Zeitpunkt entscheidend ist für die Menschheit und „jede Person" „verantwortlich" ist, für weitere Klimakatastrophen geschädigte und durch Verweigerung politischen und realen Fortschrittes ermordeten Menschen.


      Bekommen die „ikf-Verantwortlichen" vor einer Wahl keinen Gesprächstermin mit Einbeziehung der internationalen Presse und wir haben z.Bsp. an Obama, McCain, Ypsylanti, Koch, usw., um ein Gesprächstermin gebeten, sind die angeschriebenen Personen nicht "bereit", für die Menschheit etwas positives zuzulassen.


      Wird unser („ikf") Programm von den jetzigen oder späteren „Führungspersonen" selbst übernommen (wie teilweise die Weizsäcker-Stiftung), begehen „Diese" ein Verbrechen und in " 2 0 Jahren " ist die heutige Situation wieder erreicht.

      Der Klimawandel wird nicht bekämpft, denn diesen Kampf kann man nur nach den Vorstellungen der „ikf " gewinnen.
      Da wir diese Vorstellung erst bei einem Vertrag mit der Weltbank und UNO vorstellen weis niemand, wie man gegen den Klimawandel erfolgreich vorgeht.

      Das bedeutet, reisen sich Verbrecher unsere Vorstellungen in ihren Besitz -dieser Weg wird seit jahrzehnten von den Politikern über die Justiz, Verwaltung (LVA-Hessen, RP-G) usw., auf leisen Sohlen (es wird nichts veröffentlicht) versucht durchzusetzen-, es " keine " Bekämpfung des Terrors-, Kurruption-, Klimawandel stop, Armut usw. gibt.

      Die Menschheit nur " wie bisher " ausgenommen, für dumm verkauft, usw., wird, wie seit dem "15. 01. 1982 " nachgewiesen ist ! ! ! ! ! ! !

      Wir „ikf " sind bereit, die " Erlösung " für die Menschheit zu bringen.

      Unterstützt die „ikf " und leitet eine öffentliche Diskussion ein.

      Jeder angemailte ist " aufgefordert ", uns ("ikf") einen Gesprächstermin mitzuteilen.

      Adresse: Der Initiator Erich Bingießer von der Internacia Komunutila Fondajo („ikf-stiftung"), Laubacher Straße 5, D-35447 Reiskirchen, Telephone: 0049 (0) 6401-228954, Fax: 0049 (0) 6401-228931, Mobil 01716355832

      Mit freundlichen Grüßen i.A.Bingießer


      LaufendeNummer: + 59 959-R bis + 60 000 10. 10. 2008

      Sehr geehrte Damen und Herren der !

      Es ist richtig, daß das alte System korrupt und für die Menschheit viel Schaden bringt und gebracht hat.

      Wie Zum Beispiel: vermehrte Klimakatastrophen, Armut, Kriege, Kriminalität, usw., usw..


      Um dies auf der ganzen Welt zu dezimieren und langfristig fast auszurotten, braucht die Politik die " Konkurrenz " der „ikf" mit der „Jahrtausendrevolution".


      Die durch Sozialabbau- und Klimawandel stop über den Arbeitsmarkt der „ikf", den Sozialabbau, Klimawandel auf der ganzen Welt ohne Schäden (auser Denen die der Menschheit viel Schaden zugefügt haben und zufügen)
      " bekämpft ".
      Da wir selbst viel Geld für die " Hilfe " der Menschheit brauchen ist es verständlich, das Geld bei uns zu behalten.

      Wobei darauf hinzuweisen ist, kommen wir zu einer Zusammenarbeit vor einer jeweiligen Wahl 2008 und dies wird über die internationalen Presse bekannt, die helfenden Menschen nur gewinnen.

      Weil dann dokumentiert wird, daß die jeweiligen Personen es " ehrlich " mit den Menschen meinen und diese Ihnen " vertrauen " können.

      Es liegt an jeder einzelnen Person " glaubwürdig " zu sein.

      Dann erhalten wir in den nächsten Wochen ein Besprechungstermin mit anschließender internationaler Pressekonferenz.

      Seid " glaubwürdig ", mit freundlichen Grüßen i.A.Bingießer[Link] [Cache]
      Samhain: Pagan celebration honoring the dead 10/30/2008 12:59 PM Add to that the unblinking Bay Area acceptance of all that is different or outrageous, and this just may be the year to party with the pagans. The fast-growing community's biggest holiday - or sabbat, as holidays are also called - Samhain, arrives this weekend, mixing themes of harvest, renewal and communing with the dead.


      ... The big events on Saturday include a spiral dance at Kezar Pavilion, where there will be altars set up for air, fire, water and earth, as well as for guests to honor their dead. One might call it Bay Area paganism's annual coming-out party - except that here witches feel little need to hide.[Link] [Cache]
      Oeffinger Freidenker: Fundstücke 30.10.2008 10/30/2008 12:55 PM
      Bewahrt uns vor Helden und Heldentaten!
      Freitag - Nicht unbedingt wichtiger, wohl aber interessanter und gefährlicher ist etwas anderes: die öffentliche und von politischer Seite aus geführte Diskussion, wie man in diesen Kriegen zu Tode gekommene (ich vermeide das schreckliche Wort "gefallene") deutsche Soldaten ehren und auszeichnen soll. Da ist von neuen Orden, Ehrenzeichen und selbst Ehrenmalen die Rede. In diesen neuen Opferdiskurs eingestreut sind die alten Begriffe "Helden" und "Heldentaten". Beispiele sind zahlreich und werden mehr. Das letzte und problematische ist der diesjährige "Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten", der von der Körber-Stiftung veranstaltet wird. Sein Thema: Helden: verehrt - verkannt - vergessen. Die zum Mitmachen aufgeforderten Schüler sollen nach den Worten von Horst Köhler lernen, dass "Helden Symbolfiguren sind, die durch ihre Haltung und ihr Tun Orientierung vermitteln können".
      Anmerkung: Eine wahrlich bedenkliche Entwicklung. Die immer rasanter fortschreitende semantische Umdeutung der deutschen Auslandseinsätze dürfte recht bald abgeschlossen sein, wenn das so weitergeht.
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      Der Aktien-Mythos
      FR -In den späten neunziger Jahren scherzte Börsenchef Seifert, dass "mehr Deutsche an Ufos glauben als an das Aktiensparen zur Altersvorsorge." Die Implikation war klar - nur Ignoranten meiden Aktien. An den Märkten geht es gerade in jüngster Zeit oft kräftig hoch oder runter. Doch auf lange Frist, so hoffen Anleger, sind stattliche Renditen fast garantiert. Neuere empirische Analysen zeigen, dass viele Anleger zu lange auf hohe Erträge warten müssen. Die Wunderrenditen, die angeblich an den Aktienmärkten winken, sind nur in wenigen Ländern erwirtschaftet worden. Und die wirtschaftliche und politische Konstellation, die zu den hohen Kursgewinnen beigetragen hat, ist wahrscheinlich historisch einmalig.
      Anmerkung: Wieder einmal zeigt sich, dass ein Grundpfeiler der Politik der letzten Jahre auf reiner Ideologie ohne jegliche Grundlage beruht. Wann endlich sehen die Leute ein, dass es nur eine sichere Rente geben kann - die staatlich garantierte?
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      Ein Fall für den Chef - wäre es gewesen
      FTD - Man muss sich das Ganze so vorstellen: Da steht eine Sitzung des Bahn-Aufsichtsrats an, in der es um die heikle Detailfrage Bonuszahlungen an das Management in der noch viel heikleren Angelegenheit Börsengang geht. Und der Verkehrsstaatssekretär spricht weder vor dem Treffen mit seinem Minister ab, wie er als Vertreter des Eigentümers Bund im Kontrollgremium stimmen soll, noch informiert er seinen Vorgesetzten nach der Sitzung.
      Anmerkung: Tiefensee ist fast noch inkompetenter als Steinbrück. Die SPD hat fast nur Nasen auf die Ministerposten gesetzt. Steinbrück, Tiefensee, Schmidt, Zypries, Gabriel - sie alle sind in letzter Zeit eigentlich nur durch Fehler und Versäumnisse aufgefallen.
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      Hartz-IV verstößt gegen das Grundgesetz

      FR - Die Hartz-IV-Regelleistungen decken laut einem Urteil nicht das soziokulturelle Existenzminimum von Familien und verstoßen gegen das Grundgesetz. Dies stellte das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil fest (Az.: L 6 AS 336/07). Nach mündlicher Verhandlung beschloss der 6. Senat, ein entsprechendes Verfahren dem Bundesverfassungsgericht vorzulegen.
      Geklagt hatte eine Familie aus dem Werra-Meisner-Kreis, die als Bedarfsgemeinschaft Arbeitslosengeld II bezieht. Für die Eltern wurde jeweils der Regelsatz in Höhe von 311 Euro bewilligt, für die 1994 geborene Tochter der Satz von 207 Euro. Nach Ansicht der Kläger ist damit ihr minimaler Bedarf nicht gedeckt. Mit ihrem Antrag auf weitere 133 Euro für jedes Elternteil und 89 Euro für die Tochter blieben sie im Verwaltungsverfahren sowie vor dem Sozialgericht erfolglos.
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      Herrsche und schweige
      Tagesspiegel - Die Bundesregierung, vertreten durch den Parlamentarischen Staatssekretär Achim Großmann (SPD), verhielt sich einsilbig. Die Frage des Grünen-Kollegen Winfried Hermann werde das Verkehrsministerium nicht beantworten, beschied Großmann, denn sie betreffe „Sachverhalte, die in die unternehmerische Zuständigkeit der DB AG bzw. der DB AG Energie GmbH fallen". Hermann hatte wissen wollen, wie viel Strom die Kraftwerke der Bahn erzeugen können und was sie wert sind – eine Information, die im Sommer 2007, als die Teilprivatisierung des Unternehmens anstand, für die Entscheidung des Parlaments nicht ganz nebensächlich war. Doch der Bund bestand auf Unterscheidung zwischen sich selbst als Eigentümer und sich selbst als Regierung – und schwieg.
      Anmerkung: Beständige Verstöße gegen parlamentarische Grundrechte sind in der Großen Koalition offensichtlich ebenso normal wie Verstöße gegen das Grundgesetz.
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      Hilfe für Piroschka
      Weissgarnix - Eine interessante Aussage. Das "Vertrauen der Investoren" ist erschüttert - nicht das Vertrauen in die Investoren wie es wohl angesichts dieser weltweiten Katastrophe die richtige Aussage wäre. Vor allem müsste man fragen: Welche Investoren wohl noch in Ungarn investieren können? Die Hedgefonds, die gerade bei VW ihr Waterloo erlebt haben? Außer Staaten und internationalen Organisationen kann niemand Ungarn helfen. Zudem ist der IWF geprägt von den Irrwegen seiner jüngeren Geschichte. In den 90er Jahren war er nämlich zu einer Art Ersatzregierung geworden. Seine Kredite waren gebunden an massiven Auflagen, die die politische Handlungsfähigkeit der betroffenen Regierungen praktisch außer Kraft setzten. Es galt der Washington Consensus. Der IWF agierte unter einer Prämisse: Marktöffnung. Nach innen durch Privatisierung und Abbau staatlicher Subventionen. Nach außen durch Öffnung für ausländische Investoren und rigide Weltmarktorientierung. Der IWF degenerierte zu einer Filiale der Wall Street. Er sollte jeden Winkel der Erde dem Finanzkapitalismus zugänglich machen - und getreu diesem Motto hinterließ er ökonomische Schneisen der Verwüstung.
      Anmerkung: Dass der IWF sich bislang euphemistisch ausgedrückt nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat ist glaube ich allseits bekannt.
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      Verkehrte Welt
      Freitag - Nun muss man die Banker wirklich nicht in Schutz nehmen, die Kritik an ihnen ist berechtigt. Aber wenn Politiker sie so heftig kritisieren, wollen sie damit nur den eigenen Anteil an der Krise verschleiern. Die ausschließliche Beschäftigung mit der Krise und den Rettungsaktionen, deren Notwendigkeit von niemand grundsätzlich bestritten wird, greift viel zu kurz. Nicht die Krise ist das eigentliche Problem, sondern das "ganz normale Funktionieren" der Finanzmärkte. Die Schäden für Millionen von Menschen richten sie gerade dann an, wenn sie "normal" funktionieren. Und die Voraussetzungen dafür, dass das kapitalistische System, in dem wir leben, immer mehr von den Finanzmärkten getrieben wird, sind von der Politik gesetzt. Den jetzt von ihnen beklagten Raubtierkapitalismus haben Politiker trotz vielfältiger Warnungen erst herbeigeführt. Wir dürfen es nicht zulassen, dass sie sich mittels kräftiger Banker-Schelte aus der Verantwortung stehlen.
      Anmerkung: Man kann es gar nicht oft genug sagen.
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      Kritik und Kunst: Finanzballade - immer schon dagegen! 10/30/2008 12:53 PM

      1

      Merkel, Steinbrück sind empört.
      Jeder von den beiden schwört:
      "Die Vorwürfe? Ganz ungerecht!
      Heldisch ging es ins Gefecht,
      gegen die Entfesslungswut
      zeigten wir stets wahren Mut!"
      Egal, dass sie Gesetze machten,
      die den Märkten Freude brachten:
      Derivate, Fonds, Verbrieftes,
      ein geniales und gewieftes
      Innovativ-Finanzprodukt.
      Da hat man nicht genau geguckt.
      Denn wenn im Ministerium
      Externe sich ganz schwungvoll um
      den Finanzmarkt kümmern, dann
      sitzt da schon der rechte Mann.
      Für das Ändern von Gesetzen,
      die den Markt in Rausch versetzten,
      will sich auch jetzt kein Finger regen:

      "Wir waren immer schon dagegen!"

      2

      Der deutsche VWL-Prof mit
      besorgter Miene, leisem Schritt
      baut er sich vor der Presse auf,
      klärt eloquent der Welten Lauf:
      "Im Weltmarkt müssen wir bestehn.
      Deutschland wird sonst untergehn.
      Alternativlos gilt es drum:
      Wir schmeißen alle Regeln um.
      Die Arbeit hier ist viel zu teuer!
      Senkt die Unternehmenssteuer!
      Wenn der Finanzmarkt frank und frei,
      ist für jeden was dabei.
      Regulieren bringt kein´ Segen!"

      Jetzt war er immer schon dagegen.

      3

      Die Bänker selber ahnen Schlimmes:
      Boni und der Rettungsbimbes,
      doppelt zocken, oh wie fein.
      Wie schenkt man das dem Bürger ein?
      Gibt zwar kein´ Grund, sich zu beklagen.
      Nur darf man das nicht offen sagen.
      Drum waren selbst die Bänker wegen
      ihres Rufs ganz strikt dagegen.

      4

      "Reformen, das weiß jedes Schwein
      sind hart und müssen leider sein.
      Und überhaupt und sowieso,
      im Grunde bin ich sogar froh:
      Dass mans dem Stütze-Zocker jetzt
      besorgt, das finde ich zuletzt
      nicht mal so schlecht, im Gegenteil:
      Versohlt dem mal das Hinterteil!
      Ein-Euro-Jobs fürs Hartzer-Pack,
      alle in den großen Sack.
      Maßnahme und Sanktionsbescheid,
      Schmarotzer tun mir niemals leid!"

      So lallt es aus des Bürgers Mund,
      selbstgerecht... Auf einmal: Schwund!
      Denn sein Depot steht jetzt im Regen,
      und shortet, drum war er dagegen.

      5

      Künstler, Literatenszene,
      wie wenn man sich nach Schönem sehne...
      Ob Story-trash von Koks und Sex,
      ob Zeichentründel, Traum und ex,
      ob flauschig feine Ironie,
      Mimesis und Mimikry,
      Großstadtlifestyle, Partywahn,
      "Eure Armut kotzt uns an!"
      Ein zugekiffter Adabei:
      Postmoderne Gaukelei.
      Erst jetzt, wo der Kulturetat
      zusammenschmilzt ist sie ihm nah,
      die Krise, die er dumpf beschwiegen...
      Der Künstler? Immer schon dagegen.

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      Ewald Proll: Honorar im 2. Quartal 2008 10/30/2008 12:07 PM

      Gegen die Abrechnung des 2. Quartals 2008 lege ich heute fristgerecht Widerspruch bei der KVNo ein. Der Widerspruch richtet sich u.a. gegen die folgenden Abrechnungsdetails.

      Bei mir wurden laut Abrechnung 679.810 Punkte anerkannt. Die Leistungen wurden in 19.891 Minuten erbracht. Das entspricht auf der Basis von 0,8609 ⁈/min einem kalkulatorischen Arztlohn von 17.124,16 ⁈. Die Differenz zwischen kalkulatorischem Gesamthonorar und kalkulatorischem Arztlohn, die den Kostenanteil der Praxis darstellt, beträgt 17.614,13 ⁈.

      Meine Abrechnung ergibt aber nur einen Arztlohn von 11,59 ⁈ in der Stunde oder 0,193 ⁈ in der Minute. Das sind lediglich 22% des oben angeführten, angemessenen Arztlohns.

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      Italien: Generalstreik gegen Bildungsreform 10/30/2008 11:56 AM In Italien hat sich erstmals seit dem Amtantritt der rechten Regierung Berlusconi im Mai eine massive Protestbewegung entwickelt. Seit Wochen gehen Schüler, Studenten, Eltern, Lehrer und Professoren gegen die Bildungsreform der Regierung auf die Straße. Demonstrationen, öffentliche Versammlungen und Besetzungen von Schulen und Fakultäten reißen nicht ab. Bis in den tiefen Süden, in kleine, verschlafene Provinzstädtchen hat sich die Protestbewegung ausgebreitet. Seit dem 1. Oktober sollen laut Innenministerium 300 Demonstrationen stattgefunden haben und aktuell sollen 150 Schulen und 20 Fakultäten besetzt sein. Das scheint aber stark untertrieben. Nach Informationen der Protestbewegung sollen allein in Neapel 60 höhere Schulen besetzt worden sein, in der Region Kampanien 120. Am vergangenen Freitag gab es im ganzen Land Demonstrationen, an denen sich Hunderttausende beteiligten. Am Samstag protestierten erneut mehrere Hunderttausend in Rom gegen die Regierung. Für den heutigen Donnerstag haben die Oppositionsparteien und die Gewerkschaften zum Generalstreik im Bildungswesen aufgerufen. Gegenstand der Proteste ist die sogenannte Gelmini-Reform, benannt nach der 35-jährigen Bildungsministerin Mariastella Gelmini aus Berlusconis Partei Forza Italia. Die Reform sieht vor, an den öffentlichen Schulen innerhalb von drei Jahren 87.000 Lehrerstellen und 44.500 Verwaltungsstellen abzubauen. Dadurch sollen acht Milliarden Euro eingespart werden. An den Universitäten soll in den nächsten Jahren durchgängig nur noch jede fünfte freiwerdende Dozentenstelle neu besetzt werden. [Link] [Cache]
      Linke Zeitung: DHL - olivgrün unter postgelbem Tarnanstrich 10/30/2008 11:56 AM Der lange Tag des Antimilitarismus In diesem Text wird eine Idee für die aktionsbezogene Mobilisierung im Vorfeld der NATO-Feierlichkeiten Anfang April 2009 in Strasbourg und Baden-Baden vorgestellt. Es geht darum, den Postdienstleister und Kriegslogistiker DHL ins Visier zu nehmen. Die Idee wurde auf dem gestrigen langen Tag des Antimilitarismus in Berlin diskutiert. Am Sonntag, 26. Oktober fand ab 12 Uhr mittags der lange Tag des Antimilitarismus statt. Libertad!, die Antifaschistische Linke Berlin und der Buchladen Schwarze Risse luden zu Lesungen, Gesprächen, Vorträgen, Filmen und Ausstellungen in den Westberliner Mehringhof. In den zahlreichen Veranstaltungen ging es um verschiedene Aspekte, die das Themenfeld Antimilitarismus berühren. Teile der Diskussionen waren von der Frage bestimmt, warum Antimilitarismus in der Linken eher schwach ausgeprägt ist und welche Formen antimilitaristischer Arbeit sich heute anbieten. [Link] [Cache]
      Frei nach Grönemeyer: Ich kauf mir was, kaufen macht so viel Spass 10/30/2008 11:41 AM

      Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK erwartet man für das Jahr 2009 eine bessere Konsumentwicklung. Der Chef eines der größten Unternehmen auf dem Gebiet der Marktforschung, Klaus Wübbenhorst, beschwert sich gegenüber dem Magazin WELT ONLINE aber darüber, dass die Deutschen ihr Geld weiterhin horten und somit Herstellern von Kühlgeräten und Autos Probleme bereiten.

      Hellseherisch äußert er sich: "Wenn sich die Situation nicht noch weiter verschärft, sehe ich die Chance auf ein Konsumwachstum". Prophetie und Wahrsagerei betreiben dieser Tage recht viele Menschen. Was auch nicht unbedingt schwer ist. Damit das funktioniert muss man nur eine Formel anwenden: Nimm Bezug auf Verhaltensweisungen und gib Motivation.
      Das der werte Mensch allerdings im gleichen Zuge Vorwürfe verteilt spricht für seine Berufung als Unternehmensleiter. Er richtet seine Aussage also "pro" Unternehmen - hier nicht nur seinem eigenem gegenüber, denn: geht es den Unternehmen wieder besser, geht es auch seinem Unternehmen besser.

      Allgemeingültige Unterstellungen jedoch - wie hier gegenüber der Bevölkerung geäußert - sind eine bodenlose Frechheit. Und das sollte auch als solche gewertet werden. Sprich: Wenn jemand kaum Geld hat, kann er es auch nicht horten. Er geht lediglich vorsichtig damit um und das ist, gerade in Zeiten einer Finanzkrise, völlig normal und legitim. Mit dem bisschen Geld was ein großer Teil der Bevölkerung zur Verfügung hat, muß es wirtschaften. Anders sieht es bei großen Firmen aus, die über die Jahre hinweg Millionen, wenn nicht gar Milliarden, verdient haben und meistens irgendwo noch etwas auf der hohen Kante liegen haben.

      Herr Wübbenhorst geht aber noch einen Schritt weiter und orakelt, dass es zu keiner lang anhaltenden Rezession kommen werde. Als Grund dafür gibt er die Maßnahmen der Bundesregierung zur Stabilisierung des Bankensystems an und will uns augenscheinlich weiß machen, dass auch sinkende Energiepreise von einer Rezession abhalten. Mit Verlaub, ich weiß nicht wann der Mann das letzte mal seine Post durchgeschaut hat oder ob er dies überhaupt noch selber macht.
      Ich zitiere:
      "Auf Grund der vergangenen Marktprobleme müssen wir - als vorbildliches Energieunternehmen - trotz der aktuell abfallenden Energiepreise, unsere Preise pro Einheit erhöhen. Den Grundpreis betrifft dies allerdings nicht."
      Und mit ähnlich schriftlichen Aussagen stehe ich sehr wahrscheinlich nicht alleine da.

      Zu guter Letzt werde auch ich mich einmal in der Kunst der Vorherseherei üben:
      "Ich tausch mir was, tauschen macht so viel Spaß - ich könnte ständig tauschen geh'n... - tauschen ist wunderschön"

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      redblog: Money, money, money ... 10/30/2008 11:40 AM Nach seiner Dokumentation We feed the world läuft seit heute der neue Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer über die Leinwände: Let's make MONEY.
      Let's make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen.
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      redblog: Links um zehn # 80 10/30/2008 11:40 AM Über Bloggerkollegen im Widerstand, schlafende Terroristen, kleine Preise für große Brüder, ein fulminantes Hörspiel, noch mehr Widerstand, ein hinreißendes Schild an der Wallstreet und neue Kriegsprofiteure.

      [LINK] Widerstand gegen verschärftes Versammlungsgesetz in Baden-Württemberg wird organisiert. Ein Interview mit dem verehrten Blogger kollegengenossen Thomas.
      [LINK] Terroralarm: Schläfer beim ASEM-Gipfel in Peking entdeckt.
      [LINK] Die Gesichter hinter dem BigBrother-Award. Der Schockwellenreiter zeigt ein Werbefilmchen für´s Event.
      [LINK] Mal ´n bissl Kultur. Bei der Gefühlskonserve gibt es den (ungekürzten) Klassiker „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" als kostenloses Hörspiel unter CC-Lizenz. [via]
      [LINK] Am heutigen "Weltspartag" findet vor dem Bundesfinanzministerium eine Kundgebung gegen die Abwälzung der Folgen der Finanzkrise auf die Bevölkerung. Weitere Aktionen gibt es in Dresden, Düsseldorf, Göttingen, Gütersloh, Leipzig und Stuttgart.
      [LINK] "Jump, you fuckers!" - ein Bild von der Wall Street.
      [LINK] Au fein: Das Deutsche Rote Kreuz darf jetzt endlich bei Militäreinsätzen mitspielen (müssen).

      Vorschläge für LINKs, Kritik, Lob und sonstige Mitteilung bezüglich der "Links um zehn" bitte an redblog[AT]no-log.org[Link] [Cache]
      Whistleblower-Netzwerk: Whistleblowing führt zur Aufdeckung von Datenmissbrauch bei Telekom 10/30/2008 11:31 AM

      Wie schon in früheren Affairen, so war es auch im aktuellen Fall wieder ein Whistleblower dessen Informationen den entscheidenden Beitrag dafür lieferten, dass Datenmissbrauch bei der Deutschen Telekom AG ans Tageslicht kam.

      Neu ist, dass der neue Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance, Dr. Manfred Balz dies in seiner Erklärung zu Gesetzesverstößen bei internen Ermittlungen zur Aufklärung des Diebstahls von 17 Millionen Kundendaten von T-Mobile auch explizit erwähnte:

      Wie jetzt durch interne Hinweise bekannt wurde, haben Mitarbeiter der Sicherheit auf der Suche nach den Tätern Verbindungsdaten von rund 20 Personen überprüft. Zudem wurden mindestens einmal Verbindungsdaten von einem inländischen Wettbewerber und von einem ausländischen Unternehmen beschafft. Die fünf Manager und Mitarbeiter, die operativ oder organisatorisch verantwortlich in diese Fälle involviert waren, sind aus ihren bisherigen Aufgabenbereichen bis auf Weiteres beurlaubt worden.

      Bei Heise heißt es hierzu weiter:

      Bekannt wurde dies durch eine Nachfrage bei einem Beteiligten, der hierzu noch eine Datei besaß. Dem Mitarbeiter gestand die Telekom eine Art Whistleblower-Schutz zu.

      Die Telekom hat ein im Verhältnis zu anderen DAX-Konzernen relativ umfangreiches Hinweisgeberportal welches neben allen Mitarbeitern auch Geschäftspartnern, Kunden, Aktionären und andere Stakeholdern zur Verfügung steht und eine Telefonhotline, eine BKMS-basierte Internetplattform und entsprechend der Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Acts in den Bereichen Rechnungslegung und Prüfungswesen auch Meldungsmöglichkeiten an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates vorsieht. Andererseits dürften aber auch hier noch Möglichkeiten zur Verbesserung bestehen, wobei der aktuelle Fall außerdem erneut die Risiken und Grenzen der Versuche einer rein innerbetrieblichen Klärung schwerer Gesetzesverstöße aufzeigt. Andererseits sollte der Telekom ähnlich wie jenen Firmen die durch die eigene Aufdeckung von Korruptionsfällen Imageschäden erleiden auch zu gute gehalten werden, dass hier scheinbar wenigsten Ansätze für ein Umdenken erkennbar werden, während wir alle gespannt darauf warten dürfen wann bei all jenen die derzeit öffentlich noch nicht mit Missständen in Verbindung gebracht werden der nächste Datenmissbrauchs- oder sonstige Skandal öffentlich wird.

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      Neues aus Rorkvell: Stalinismus in Deutschland 10/30/2008 09:29 AM
      Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

      Dieser Satz stammt von Stalin und gibt recht gut seine Denkweise wieder. Mit Vorratsdatenspeicherung und Bundestrojaner sowie einiger weiterer vergleichbarer Maßnamen geht Deutschland genau diesen stalinistischen Weg.

      Ich würde mir ein bisschen mehr Vertrauen in die Ermittlungsbehörden wünschen. Wir wollen doch gar nicht in den Computer des Privatbürgers schauen, sondern bei einem verdichteten Verdacht die Gefahr schwerster Anschläge abwehren.

      So die Generalbundesanwältin Monika Harms. Und diese Aussage ist schlicht gelogen. Denn bei der Vorratsdatenspeicherung und bei dem Bundestrojaner geht es eben nicht um verdichteten Verdacht. Es geht um überhaupt gar keinen Verdacht. Es geht um die verdachtsunabhängige Speicherung persönlicher Daten und um die verdachtsunabhängige Online-Durchsuchung des heimischen PC's. Die Generalbundesanwältin lügt hier also wie gedruckt. Und da soll man diesen Behörden nun vertrauen.

      Niemand hat Etwas dagegen, wenn Online-Durchsuchungen stattfinden, so, wie Hausdurchsuchungen stattfinden: Nach einem Durchsuchungsbefehl. Bei einer Online-Durchsuchung müsste der Benutzer eben nicht vor, sondern direkt nach der Durchsuchung informiert werden. Das ist halt technisch bedingt nur so sinnvoll. Aber verdachtsunabhängig einfach so in privaten Computern herumschnüffeln? Nie!

      Auch das Abhören von Kommunikation ist ja schon lange gesetzlich geregelt. Genauso, wie auf richterliche Anordnung Telephongespräche abgehört werden können, so kann auch die Internetkommunikation abgehört werden. Aber doch nicht einfach so zum Spaß, verdachtsunabhängig und gegen jeden Bürger gerichtet (ausser Schäuble natürlich, denn er hat sich ja persönlich davon ausgenommen).

      Ich bin gegen Stalinismus in Deutschland!

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      Radio Utopie: Das Ende der offenen Immobilienfonds 10/30/2008 07:41 AM
      Nachdem KanAm den Fond Grundinvest und US-Grundinvest zunächst einmal für drei Monate gesperrt haben hat sich gestern aus lauter Freundschaft TMW und AXA Immoselect angeschlossen. Das schöne an diesen offenen Immobilienfonds ist, das sie für zwei Jahre gesperrt bleiben können, wenn ihre Liquiditätsquote nur noch Fünf Prozent beträgt und keine Chance auf die Zufuhr neuer Mittel mehr besteht.

      Neue Mittel sind wohl so wahrscheinlich wie ein alpiner Abfahrtslauf in der Sahara. Das Problem ist ja gerade das alle versucht haben sich vorsichtig und ohne viel Wirbel aus diesen Fond zurück zu ziehen und die letzten beißen nun zwar nicht die Hunde, aber sie können nur noch andächtig vor den Verwaltungspalästen stehen und ihr Geld abschreiben.
      Wenn man dem Buschfunk trauen darf, ist trotz aller Verlautbarungen das der Markt wieder Fuß fasse, Degi wohl der nächste Kandidat, da die Allianz nach dem Verkauf wohl nicht mehr bereit sein dürfte, Immobilien zu überhöhten Preisen aus dem Fond herauszukaufen, um ihn am Leben zu halten.

      Die Volks und Raiffeisenbanken stützen wohl ihre Fonds noch und augenblicklich soll auch die Deutsche Bank ihre Fonds stützen. Aber wie bei einem Fass ohne Boden geht das nicht lange gut. Für die offenen Immobiienfongs gilt das was auch für Pfandbriefe gilt. Die Werte müssen völlig neu und mit realistischen Markteinschätzungen von Miete und Wiederverkaufswert neu berechnet werden.

      In dem Markt sind wohl insgesamt 88 Milliarden Euro vergraben und der reale Wertverlust dürfte zwischen 44 und 22 Milliarden betragen. Ein bis zweimal Ungarn. Aber auch da gilt eben, dass um neues Vertrauen zu bekommen, die alten Fehler bereinigt werden müssen. Lieber jetzt hart und ehrlich auf richtige Werte umstellen, als das Elend noch länger vor sich herzuschieben.

      Allerdings hat das ganze auch eine weitere Folge. Die Versicherungen stecken gerne das Geld aus Lebensversicherungen in derartige Fonds. Da wird dann für die Bürger auch noch manche Überraschung kommen. Wer Kredite mit Lebensversicherungen besichert hat, sollte dringend überlegen ob er das ändern kann, oder was er als zusätzliche Sicherheit zu bieten hat. Diese Sache eilt.

      Auch wer sein Geld noch aus Lebensversicherungen herausholen möchte hat nicht mehr viel Zeit. Die Gerüchteküche spricht davon, dass die Deutsche Bank noch in dieser Woche zumindest mit einem Fond aus ihrer Gruppe folgt und weitere schon bereit stehen. Selbst sehr große Inflationsschübe werden diese Immobilien nicht mehr retten können. Aber das stand ja schon seit langem fest.

      Natürlich schlägt diese "Hypothekenkrise" auch auf die Häuslebauer durch. Bei ihnen werden die Banken als erste den Rotstift ansetzen. Es macht Sinn sich auf derartige Gespräche vorzubereiten und wenn möglich noch Hypotheken abzulösen.


      Quelle Duckhome

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      Perspektive2010.org: Sind die Initiatoren von www.wortbruch.info schwer geisteskrank? 10/30/2008 07:21 AM

      Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, dass die verlogenen und hinterfotzigen Idioten Initiatoren von wortbruch.info neue Beiträge mit Überschriften wie

      • Überwältigender Erfolg der Bürgerinitiative „Kein Wortbruch in Hessen"
      • Neu: Flugblatt und Banner zum Herunterladen

      erstellt haben. Der sinnlose Zähler auf der Site, welcher derzeit 12.000 - vermutlich größtenteils gefakte- “Stimmen” anzeigt, kann jedenfalls nicht gemeint sein. Vielleicht meinen sie damit ja den Umstand, dass deren Lügen und Propaganda ihnen gerade komplett um die Ohren fliegen und immer mehr Blogs dieses Lügengebilde von Frankfurter CDU-Spitzenköpfen thematisieren:

      Realitätsverlust ist häufig ein Merkmal psychischer Krankheit, böse Zungen würden eine freiwillige Mitgliedschaft in der korrupten Kofferträger- und Ganoven-Ehrenwort-Partei CDU zudem als weiteres Merkmal einer solchen Krankheit bezeichnen.

      Zusätzlich berichtet jetzt auch die SPD NRW in ihrem Weblog über die Pseudo-Bürgerinitiative wortbruch.info, die sehr wahrscheinlich von Granden der CDU Hessen initiiert wurde und vermutlich von Schwarzgeld - der brutalstmögliche Lügner Roland Koch würde von angeblichen “Vermächtnissen jüdischer Bürger” sprechen - finanziert wird:

      Die Tage dürften spätestens jetzt gezählt sein, bis die Informationen über die getarnte CDU-Propaganda wortbruch.info in den Massenmedien erscheinen, an denen die SPD beteiligt ist. Bislang haben die hessischen Medien vorangig kritiklos über das unseriöse Werk von Charlotte Schmidt-Imhoff, Alexander Demuth und Jürg W. Leipziger berichtet. Das dürfte sich bald ändern und dann auch auf bundesweiter Ebene bekannt werden, welche grandiose Hinterfotzigkeit in der CDU Hessen herrscht. Das dürfte für Hessens CDU ein gigantisches PR-Fiasko werden, da helfen ihnen dann auch die gekauften PR-Profis nichts.

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      FRGzchn bLOg: Marktradikal 10/30/2008 06:58 AM

      Auch in politisch etablierten Kreisen wird nun eingeräumt, dass der “freie” Finanzmarkt vielleicht doch nicht der Weisheit letzter Schluß ist und man da vielleicht etwas stärker kontrollieren sollte.
      Dazu möchte ich mir erlauben, §14 Bundesbankgesetz Abs. 1 zu zitieren und einige Anmerkungen zu machen:

      (1) Die Deutsche Bundesbank hat unbeschadet des Artikels 106 Abs. 1 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft das ausschließliche Recht, Banknoten im Geltungsbereich dieses Gesetzes auszugeben. Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Die Deutsche Bundesbank hat die Stückelung und die Unterscheidungsmerkmale der von ihr ausgegebenen Noten öffentlich bekanntzumachen.

      Ferner werden Girogeldbenutzer (also Geldnutzer aus Liquiditätsmotiv) in Deutschland und in allen anderen erfolgreichen Wirtschaftsräumen über die gesetzlichen Beleihungsprivilegien der Banken zu Zwangsgläubigern der Geldschöpfungsmaschine, von einem freien, selbstregulierendem Markt kann also ohne gar keine Rede sein!
      Der Zwangsanschluss der Girogeldbenutzer an das öffentliche Kreditgeldsystem hat für die Girogeldbenutzer übrigens direkt keine Vorteile, sondern dient ausschließlich der höheren Verfügbarkeit von Krediten für die Allgemeinheit und damit dem Gemeinwohl, ist also streng genommen Kommunismus!
      Nicht das ich da falsch verstanden werde, ich finde das Kreditgeldsystem ist eine tolle Erfindung, aber die Forderung nach strenger staatl. Regulierung in diesem Bereich als Verletzung der wirtschaftlichen Handlungs- und Vertragsfreiheit der Banken darzustellen ist einfach eine unerträglich Lüge.

      Posted in zufriedene Schafe
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      Duckhome: Das Ende der offenen Immobilienfonds 10/30/2008 06:55 AM
      Nachdem KanAm den Fond Grundinvest und US-Grundinvest zunächst einmal für drei Monate gesperrt haben hat sich gestern aus lauter Freundschafthaben sich TMW und AXA Immoselect angeschlossen. Das schöne an diesen offenen Immobilienfonds ist, das sie für zwei Jahre gesperrt bleiben können, wenn ihre Liquiditätsquote nur noch Fünf Prozent beträgt und keine Chance auf die Zufuhr neuer Mittel mehr besteht.

      Neue Mittel sind wohl so wahrscheinlich wie ein alpiner Abfahrtslauf in der Sahara. Das Problem ist ja gerade das alle versucht haben sich vorsichtig und ohne viel Wirbel aus diesen Fond zurück zu ziehen und die letzten beißen nun zwar nicht die Hunde, aber sie können nur noch andächtig vor den Verwaltungspalästen stehen und ihr Geld abschreiben.
      Wenn man dem Buschfunk trauen darf, ist trotz aller Verlautbarungen das der Markt wieder Fuß fasse, Degi wohl der nächste Kandidat, da die Allianz nach dem Verkauf wohl nicht mehr bereit sein dürfte, Immobilien zu überhöhten Preisen aus dem Fond herauszukaufen, um ihn am Leben zu halten.

      Die Volks und Raiffeisenbanken stützen wohl ihre Fonds noch und augenblicklich soll auch die Deutsche Bank ihre Fonds stützen. Aber wie bei einem Fass ohne Boden geht das nicht lange gut. Für die offenen Immobiienfongs gilt das was auch für Pfandbriefe gilt. Die Werte müssen völlig neu und mit realistischen Markteinschätzungen von Miete und Wiederverkaufswert neu berechnet werden.

      In dem Markt sind wohl insgesamt 88 Milliarden Euro vergraben und der reale Wertverlust dürfte zwischen 44 und 22 Milliarden betragen. Ein bis zweimal Ungarn. Aber auch da gilt eben, dass um neues Vertrauen zu bekommen, die alten Fehler bereinigt werden müssen. Lieber jetzt hart und ehrlich auf richtige Werte umstellen, als das Elend noch länger vor sich herzuschieben.

      Allerdings hat das ganze auch eine weitere Folge. Die Versicherungen stecken gerne das Geld aus Lebensversicherungen in derartige Fonds. Da wird dann für die Bürger auch noch manche Überraschung kommen. Wer Kredite mit Lebensversicherungen besichert hat, sollte dringend überlegen ob er das ändern kann, oder was er als zusätzliche Sicherheit zu bieten hat. Diese Sache eilt.

      Auch wer sein Geld noch aus Lebensversicherungen herausholen möchte hat nicht mehr viel Zeit. Die Gerüchteküche spricht davon, dass die Deutsche Bank noch in dieser Woche zumindest mit einem Fond aus ihrer Gruppe folgt und weitere schon bereit stehen. Selbst sehr große Inflationsschübe werden diese Immobilien nicht mehr retten können. Aber das stand ja schon seit langem fest.

      Natürlich schlägt diese "Hypothekenkrise" auch auf die Häuslebauer durch. Bei ihnen werden die Banken als erste den Rotstift ansetzen. Es macht Sinn sich auf derartige Gespräche vorzubereiten und wenn möglich noch Hypotheken abzulösen.


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      Duckhome: Sarah Palin Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika 10/30/2008 06:55 AM
      Irgendwann muss man sich mal so richtig weit aus dem Zugfenster herauslehnen. Den Wind spüren und wenn man Pech hat mit der Birne an den nächsten Strommasten knallen. Dem alten Esel geht es zu gut und deshalb betätigt er sich als Wahrsager. Genau wie bei den echten Wahrsagern, die sich Zigeunerin, Hellseher, Kartenleger, Wirtschaftswissenschaftler oder Demoskopen nennen, handelt es sich natürlich nur um eine Lüge an die sich Duckhome nur dann erinnern wird, wenn sie zufälligerweise eintritt.

      Zwar haben in diesem Jahr schon 30-33 Prozent aller Wähler vor dem offiziellen Wahltermin gewählt, was die Chancen von McCain auf eine Aufholjagd in den letzten Tagen verschlechtert, aber die USA sind ja berüchtigt für ihre seltsamen Wahlergebnisse.




      Notfalls gibt es ja auch immer noch die amerikanische Art die Dinge zu erledigen, wie es schon Hillary Clinton gehofft hat und ein paar irre Neonazis wohl in ihren wüstesten Träumen schon geplant hatten. John F. und Robert Kennedy, Martin Luther King, und viele andere misslungene Mordversuche sprechen eine deutliche Sprache.

      Allerdings gibt es neben dem echten Mord auch immer noch den Rufmord. Zu diesem Zweck hört man ein leises Grummeln das von einem Treffen zwischen Obama und Ahmadinejad auf Hawaii welches zwar richtig gewesen wäre, aber zum einen wohl nicht stattgefunden hat, aber trotzdem für Aufruhr in den USA sorgen wird.

      Obama und der aktuelle Erzfeind. Aber das scheint nicht das Hauptthema zu werden, mit dem angeblich am 31.Oktober die letzte Runde im Wahlkampf eingeläutet werden soll. Viele gute Gerüchte die durch die USA kreisen werden von McCain und seinen Beratern nicht aufgegriffen. Das könnte daran liegen, dass sie schon aufgegeben haben, aber es kann auch sein, dass sie etwas besseres in der Hinterhand haben.

      Viele tippen auf einen Krieg gegen den Iran, andere meinen, dass es etwas persönliches aus dem Leben Obamas sei und eine sehr hartnäckige Variante spricht davon, das es Beweise dafür gibt, das Obama kein gebürtiger Amerikaner sei, was ihn unwählbar machen würde. Es wird auf jeden Fall noch etwas passieren.

      Ein weiterer wichtiger Punkt ist der sogenannte Bradley-Effekt. Der Bradley-Effekt beschreibt was dem schwarzen Bürgermeister von Los Angeles, Tom Bradley, 1982 bei der Gouverneurswahl in Kalifornien passierte. In Umfragen führte er zweistellig vor seinem weißen Gegner. Am Vorabend der Wahl ging er praktisch als Gouverneur ins Bett und erwachte als Verlierer. Die Leute hatten bei den Umfragen schlicht gelogen, oder die Demoskopen hatten so getäuscht und betrogen, wie sie es bei uns ständig tun.

      Duckhome wagt also die Vorhersage das McCain die Präsidentschaftswahlen mit einigem hin und her knapp gewinnt. Obama wird mit Geld abgefunden und mit seiner Jugend vertröstet. Aber auch McCain wird nicht lange Präsident sein. Schon nach kurzer Zeit wird er aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten und Sarah Palin wird die erste Präsidentin der USA. Alle werden sie loben und sie wird ihre Sache gut machen und eine zweite Amtszeit bekommen.

      Im Grunde genommen war das ja das eigentliche Ziel. Eine Präsidentin die sich leicht führen lässt. Hillary Clinton hatte sich als beratungsresistent für die Einflüsterungen der herrschenden Klasse in den USA gezeigt. Wohl weniger weil sie eine eigene Politikidee hätte, sondern eher weil sie diesen Leuten nicht verzeiht, das die in der Lewinsky-Affäre mit breitem Grinsen neben der empörten Hillary standen und sich vor Lachen nicht mehr einkriegten. Das tat weh. Das verzeiht sie nicht.

      Aber diese Herrschaften lassen auch nicht mit sich spielen. Sie hätten eine gehorsame Hillary gerne gehabt, entzogen ihr dann die Gunst und das Geld und die große Stunde von Barack Obama begann. Er gab den Onkel Tom, aber so ganz trauen sie ihm wohl nicht. Allerdings ist es in den USA üblich beide Kandidaten zu unterstützen, wie bei uns ja auch Politiker von allen Parteien gekauft und die Parteien mit Spenden gemästet werden.

      In den USA ist es aber für die herrschende Klasse ziemlich egal wer regiert. Sie sind von Steuererhöhungen oder den Unbilden, die die Ober- und Mittelschicht und die Armen betreffen, ja völlig ungestört. Sie bilden eine eigene Klasse. Deshalb geht es nicht unbedingt darum welche Partei den Präsidenten stellt, sondern ob dieser gehorchen kann. Bush war der ideale Kandidat. Von Natur aus nicht besonders helle und dann wegen seiner verschieden Süchte, praktisch in einen Glauben geprügelt den er leben musste, um im Geld zu bleiben. Sonst hätten ihn Mom und Dad von den Futternäpfen vertrieben.

      Die Palin ist ein ähnliches Kaliber. Nicht dumm, aber gewohnt das Dummchen zu geben. In Europa kommt der Begriff Hockey Mum einfach falsch rüber. Wir sehen zwar 'Desperate Housewives' verstehen aber nicht was die Hockey Mum bedeutet. Positiv besetzt taucht sie überall auf wo ihre Familie sie brauchen könnte, regelt alles vom Haushalt über die Handwerker und die Kinder. Sie ist sozial engagiert und bläst notfalls dem Trainer einen, damit Junior in die Mannschaft kommt.

      Sie wird als dumm dargestellt, bildet aber mit ihren Mitschwestern das eigentliche Sozialgeflecht in Suburbia. Oft arbeitet sie auch noch nebenbei. Sie ist ein Multitalent das zudem dem Gatten noch als rassige Geliebte und gutaussehende Begleitung zur Verfügung steht. Die Männer fahren aus Suburbia bis zu zwei Stunden zur Arbeit und haben oft Arbeitstage bis zu 12 Stunden. Sie sind Reisende. Praktisch nur am Wochenende da. Ohne die Hockey Mum würde Suburbia und ein Grossteil des amerikanischen Traums nicht funktionieren.

      Ihre größten realen Feinde sind der eigene Ehemann, der entdeckt das seine Frau einen oder mehrere Geliebte hat und Misses Nice Amerikan, die das dreifache an Körpergewicht der Hockey Mum auf die Waage bringt, zwei Stühle braucht und morgens mit Häschenpantoffeln, der Gurkenmaske im Gesicht, Lockenwicklern in den Haaren und mit einem pinkfarbenen Hausmantel, in den Supermarkt fährt und dort zufällig anwesende männliche Lebewesen zu Tode erschreckt.

      Sarah Palin hat in den USA ihre eigene Basis und es ist nicht unwahrscheinlich dass genau diese Basis McCain die Wahl rettet, weil diese Wähler das Alter von McCain kennen und ihn nur als Zwischenlösung sehen. Als Trittleiter für Sarah Palin.

      Sorgen sind Palin nicht anzumerken, als sie am Montag die Rednertribüne im Stadtpark der kleinen Ortschaft Fredericksburg in Virginia betritt. "Ich liebe diesen Ort, er erinnert mich an zuhause", ruft sie auf der Kundgebung im Schlussspurt vor der Wahl. Hinter Palin ragen die Kirchtürme von Fredericksburg in den Himmel, hier im Amerika der Kleinstädte hat die ehemalige Dorfbürgermeisterin ihre treuste Basis. Sie kommt umgehend zur Sache: Der demokratische Kandidat Barack Obama plane "sozialistische Experimente" und wolle durch Steuererhöhungen "harte Arbeit bestrafen", kritisiert sie. Palins Angriffe fallen auf fruchtbaren Boden. Ein Besucher hält ein Plakat hoch, auf dem der Name Obama von Hammer und Sichel eingerahmt wird.

      ..

      In ihrer weiteren Laufbahn kann Palin auf Leute wie die Hausfrau Paula Bush aus Fredericksburg setzen, die mit zwei Freundinnen zur Kundgebung der Kandidatin gekommen ist. "Sie hat feste Wertvortstellungen, für die sie kämpft", sagt Bush. "Sie wird die führende Republikanerin werden." Ihre Freundin Maryan Parker sagt: "Sarah Palin ist so, wie wir uns unsere Töchter wünschen." Virginia Norman findet Palin "dynamischer als McCain". Das Damen-Trio, allesamt Mitte fünfzig, bewundert Palin als Fürsprecherin der kleinen Leute. Der Wirbel der letzten Tage um die Nachricht, dass die Partei etwa 150.000 Dollar für Palins neue Garderobe ausgegeben hat, stört sie nicht. "Das sind widerwärtige Attacken der Linken", urteilt Parker.


      Tatsächlich kann Maryan Parker es gut verstehen, das sich Sarah Palin für teures Geld eingekleidet hat. Sie hätte es vermutlich genauso gemacht und Tausende amerikanische Frauen mit ihr. Das was in der Washington Post negativ ist, ist in Dörfern und Kleinstädten, da wo die Mehrheit der Wähler wohnen, nicht negativ. Das ist dort Alltag. Palins Haltung zum Krieg, ihr Glauben, die Tatsache das sie Russland an klaren Tagen sehen kann, kommt dort positiv an. Sie ist eine von ihnen.

      Obama ist der Andere, der Fremde. Das ist nicht einmal unbedingt Rassismus. Nur eine Minderheit aller Amerikaner reist jemals aus den USA aus. Obamas Vita ist für eine Mehrheit zutiefst unamerikanisch. Das macht es für die Wähler nicht einfacher. Er ist kein Schwarzer wie die anderen Schwarzen. Er ist kein Amerikaner wie die anderen weißen Amerikaner. Er ist wirklich anders und das könnte sein Problem werden.

      Aber nun genug der Wahrsagerei. In wenigen Tagen wissen wir mehr.

      Es rumort schon kräftig

      Barack Obama und Rashid Khalidi, das "former mouthpiece for master terrorist Yasser Arafat" fröhlich vereint. Da kommt doch Freude auf. Die braunen Zwerge in Deutschland schlagen auch schon kräftig mit den Flügeln.


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      Bedeutungswirbel: Träumen Analysten von elektrischen Schafen? 10/30/2008 06:05 AM

      Wochenlange Finanzkrisenturbulenzen scheinen mir auf den Schlaf zu schlagen. Ich wachte heute mitten in der Nacht auf und hatte eine ziemlich bescheuerte Idee. Dummerweise konnte ich nicht wieder einschlafen bis ich sie verwirklicht hatte. Hier ist er also, der …

      Amokanalyst.

      Viel Spaß damit. Weitere Einträge für Sätze nach dem sicherlich leicht zu erkennenden Schema nehme ich gerne hier in den Kommentaren entgegen.

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      Wut!: Deutsche sparen wieder mehr Geld… 10/30/2008 05:55 AM

      Die Deutschen sparen wieder mehr Geld. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wurden im 1.Halbjahr durchschnittlich 180 Euro im Monat zurückgelegt, rund zehn Euro mehr als 2007.

      (Quelle der Meldung: ARD-Videotext, Seite 164, Stand 29. Oktober 2008 um 20.30 Uhr)

      In so einer knappen Meldung zeigt sich der gesamte Mathematik- und Statistik-Missbrauch staatlicher Institutionen in der BRD.

      Bevor ich zu diesem als Wissenschaft getarnten Bullshit, mit welchem der p’litischen Kaste etwas argumentative Schrotmunition zur Rechtfertigung der nächsten Grausamkeiten gegen die Menschen in Deutschland gegeben werden soll, ein paar sehr kurze Worte schreibe, nur eine einzige Frage an die Leser:

      Ich persönlich kenne in meinem gesamten Umfeld keinen einzigen Menschen, der auch nur 10 Euro im Monat sparen könnte. Natürlich ist mein Umfeld nicht repräsentativ, aber es besteht auch nicht nur aus erwerbslosen und deshalb zum Vegetieren verdonnerten Menschen, es gehören auch Studenten, Rentner und einfache Malocher dazu. Und keiner von all diesen Menschen hat die Möglichkeit, Geld zurückzulegen, etliche kommen sogar trotz Lebensbedingungen, die Sehnsucht nach einer 50-Stunden-Woche wecken, nur mit Mühe über den Monat. Die permanente, oft schon über Jahre gehende Armut in Arbeit hat bei einigen dieser Menschen auch zu einer erheblichen Verschuldung geführt, und dieser Zustand macht die betroffenen Menschen beinahe beliebig ausbeutbar und erpressbar. (Ich habe hier durchweg die männlichen Formen gewählt, aber es sind natürlich auch Frauen darunter.)

      Vielleicht lebe ich ja auf einem anderen Planeten als du. (Aber wieso wird so eine Frage denn auf deinem Planeten lesbar?) Wie viele Menschen kennst du, die jeden Monat auch nur die Hälfte von den hier postulierten 180 Euro sparen könnten?

      In dieser Zahl, die von den BRD-Staatsmedien durch keine weitere Erläuterung relativiert wird, geht es um einen Durchschnittswert. Prächtig hat man sich der Aufgabe entledigt, eine “positiv” klingende Meldung zu bringen; “die Deutschen” (was für eine Zusammenfassung!) sparen wieder mehr. Aber dieser Durchschnittswert sagt gar nichts über die Verteilung der gesparten Beträge.

      Nehmen wir mal ein ganz plumpes Beispiel. Wenn es in einer Stadt einen Milliardär gibt und zusätzlich noch 1000 Besitzlose, denn hat jeder von diesen Besitzlosen eine Million, wenn man so dreist mit dem Durchschnitt argumentiert. In dieser Situation würde die gleiche Meldung lauten: “Die Einwohner der Stadt verfügen im Durchschnitt pro Kopf über eine Million Euro.” — ob die darbenden Armen wohl nur durch ihren leeren Bauch am Kotzen gehindert würden, wenn man ihnen mit Pseudowissenschaft und autoritären Zahlen so ins Gesicht spuckt?

      Was hier einmal interessant wäre, das wäre zum Durchschnittswert die Standardabweichung. Und eine kleine Betrachtung, ein wie großer Anteil der Menschen in der BRD im Monat einen mindestens fünfstelligen Betrag sparen (man nennt das dann “anlegen”) kann, gegenübergestellt jenem Anteil der Menschen in der BRD, die von Monat auf Monat auf Pump leben müssen und sich dabei doch abplackern, dass das Unrecht zum Himmel schreit. Das Statistische Bundesamt hätte gewiss eine derartige Information zu bieten, sie eignet sich nur nicht dazu, die Menschen in Deutschland zu belügen.

      Die einzige Aufgabe eines solchen Durchschnittswerts ist es, die Wirklichkeit in der BRD zu verbergen und den Menschen in das Gehirn zu ficken. Sonst merken die Opfer des laufenden gesellschaftlichen Prozesses noch, dass Beten allein nicht mehr hilft — und suchen hübsche Bäumchen aus, an denen der Strick keinen Ast ausreißt; der Strick für diese fettgefressenen und doch unersättlichen Arschlöcher, die auch noch unser aller Blut saufen würden, wenn es ihnen nur schmeckte. Frieden ist mit denen nämlich nicht mehr möglich, das beweisen sie jeden Tag aufs Neue.

      Posted in Aberglaube, Arbeit, Armut, Ödnis, Betrug, Demagogie, Demokratur, Einsamkeit, Entrechtung, Erpressung, Gewalt, Hilflosigkeit, Kälte, Konditionierung, Lüge, Lebensschaden, Mafia, Medien, Notizen, Prop&P'litik, S.A.A.R.T., Sprachfick, Statistik, Verdummung, Wissenschaft, Zahlenkult, Zitate, Zynismus
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      Bart Debie und Vlaams Belang: goed gelachen -oder: Brüsseler Entenpfanne 10/30/2008 04:54 AM Ach ja, mein Lieblings-ex-Polizist und pro-Köln-Ehrenmitglied. Da wollte er ein ganz Harter sein, Elfmeter-Bart, Bart Penalty, vielen Freunden lieb und wert. Fleissig wie er war, stand er bei der Vorbereitung der 200-Mann-Demo in Brüssel unserem hochgeschätzten Prozessgegner als Dolmetscher zur Seite ,
      worauf er so stolz war, das er das persönlich ins Netz setzte, wo es immer noch steht. (Natürlich mache ich mir nichts davon "zu eigen".)
      Mit-Organisator der Brüsseler Counterjihad-Veranstaltung (die, wohin Stefan Herre vor dem Roten Auto flüchtete),


      , aktiv bei "Städte gegen Islamisierung", Erfinder der schändlichen "islamkritischen Stadtrundfahrt", die in Köln verboten wurde,

      und auch sonst für jedes Agenda-setzerchen gut. Das Töchterchen wurde in die Schlacht geschmissen, dito die neue Verlobte, in einer Antwerpener Zeitung mit einen gemeinsamen Foto aus dem Paßfoto-Automat und dem in einer Disco gewonnenen Brilli. Frankreich-Urlaub genutzt, um einige Stinkefinger-Einträge Richtung Heimat zu bloggen.
      Dann stand er für eine Internetseite, die die Antwerpener Polizei Mores lehren sollte und die er auf seinem Blog bewarb, und befüllte sein blog, das Yelloman mal das Nachrichtenblog für den "Unterleib" der Belgischen Rechten genannt hat, mit mancherlei mehr oder weniger Interessantem


      Dann ein bißchen gejault, weil die Ehe mit einer Polizeikollegin kaputt ist und die Scheidung bevorsteht, wozu das Haus in Antwerpen habe verkauft werden müssen. Es war eigentlich von vornherein klar, dass die Strafe auf Fußfessel, enkelband, lautete, und daß er, wie aus diesem Eintrag hervorging, auch weiter beim VB im Dienst sein würde, wie sein Cheffe, Filip Dewinter schon im Mai verkündete:
      "Dan nemen we Debie bij het Vlaams Belang in dienst", verduidelijkt Dewinter. "Daar kan niemand iets tegen doen, we stellen te werk wie we willen. We zullen er wel voor zorgen dat het op een juridisch verantwoorde manier gebeurt."


      Soll heissen, er arbeitet weiter für uns und wir kriegen das schon hin, daß das sich nicht mit dem Funktionsverbot beisst.

      Tja, und jetzt? Jetzt mal eben den sterbenden Schwan hingelegt und es ist interessant, welche blogs er für die Aktion mobilisieren konnte:
      PI natürlich. Man kennt sich schließlich aus Brüssel, wo Stefan Herre die deutsche Version ablieferte.

      Mit Baron Bodissey von Gates of Vienna hat er die Konferenz ja vorbereitet. (Auf dem Bild ist auch Robert Spencer zu sehen, der islamkritische Hans Dampf in allen Gassen, hier im Video.

      Hier ist Baron Bodisseys Spezialeffekt (Kommentarbereich):
      Blogger Defiant Lion said...

      That's an excellent letter Baron and Dymphna and we all need to do something to stop this injustice.

      I tried to write to the Belgian embassy in London but there online contact form doesn't work. I have however managed to contact Amnesty International and I'm awaiting their response.

      Breath not held though.
      10/29/2008 11:53 AM


      Amnesty International für Bart Debie! *gröööl*...

      Und hier kommt mit Hilfe von Mutti aus den States der absolute Tränendrüsenangriff:
      Tomorrow, barring unforeseen intervention, he reports to overcrowded and violent Vorst prison outside Brussels where he will be serving alongside some of Belgium's worst criminals, a not inconsequential number of whom are what Debie wryly characterizes as his "former clients."...This surely puts Debie's very life at risk, a fact he has urgently pressed onto Belgian authorities, who have so far failed even to acknowledge his safety concerns...Debie has a final plea in to the Belgian Justice Minister, Jo Vandeurzen. "I'm not going to argue my sentence; I've accepted that," he explained. Given the acute risks to his physical safety, however, Debie has asked Vandeurzen to allow him to serve an alternate sentence, something like street cleaning or zoo cleaning, which he says is not uncommon in Belgium.
      So far, of course, he has heard nothing.



      Also, das ist doch ganz großes Kino, oder?

      Und hier doch noch ein bißchen Heroismus (wobei ich finde, dass diesem britischen Fan ein wirklich schönes Portrait gelungen ist, das man rechts anklicken kann) und noch größeres Kino:
      Meanwhile, Debie is trying to look ahead. "Funny enough," he said, "there is something in that after this they can't do anything else to me. I'll be free."


      Hach... Unser flämischer Ritter. Wunderbare Inszenierung! Chapeau!

      Dabei war schon längst klar, daß er nicht mehr als ein "lachertje" kriegt: drei Monate Fußfessel und gut.

      Ja, und wozu das Ganze? Nun, zunächst mal: er war wirklich nicht so ein Unschuldslämmchen: dies ist die Urteilsbegründung - wenn ich mal viel Zeit und Lust habe und es macht Sinn, mache ich vielleicht mal eine Zusammenfassung. Nur soviel: ein Vorgesetzter, der anwesend ist, wenn Untergebene die Sau rauslassen, macht sich mitschuldig, schuldiger als die Täter - das ist nicht nur bei der belgischen Polizei so. Dann stehen noch so häßliche Dinge wie ungerechtfertigte Gewaltanwendung, verfälschte Protokolle und verschwundene handys und Laptops drin. Ich will nichts behaupten, aber mir war so, als wäre die Einlassung, er sei weggerufen worden und bei den Gewaltaktionen nicht vor Ort gewesen, auch widerlegt, aber das müsste ich nachgucken.

      Auf die "Gefängnis"-Nummer ist in Belgien bislang keine einzige Zeitung und kein einziges Blog eingestiegen - warum wohl? Ganz einfach: vermutlich hat er, der sonst mit jeder Wasserstandsmeldung zur Presse rennt - zuletzt mit seinem Krankenhausaufenthalt, angeblich wegen Angina Pectoris, das garnicht erst versucht. Geschwätzig wie er ist (weswegen man eigentlich alles zeitgerecht aus seinem weblog erfährt), hat er dazu nichts gesagt. AFF-Verzet schreibt zum Sinn der layout-Veränderungen seines blogs und zum geänderten Outfit (noch mehr Hemd und Krawatte, kein VB-typisches layout, keine Links mehr zum VB):

      Debie (foto 1) zegt zijn Antwerpse (ex-) collega's te blijven adviseren, en nu ook de Brusselse partijwerking mee gestalte te geven. "De speeltuin is groter geworden en ik ben mij geweldig aan het amuseren", luidt het op zijn blog. Debie heeft nog geen reactie gegeven op de nochtans in de pers al gesignaleerde opkuis van zijn blog. De thema's die hij er behandelt, en de toon die hij er aanslaat, blijven dezelfde maar alle verwijzingen naar het VB zijn verdwenen uit de lay-out van zijn blog (foto 2, klik eenmaal op de foto voor een grotere afbeelding). En het gaat verder dan dat. Terwijl hij vroeger nog wel eens sportief op zijn blog stond te prijken (jeans, T-shirt), laat Debie zich nu er afbeelden met een wit hemd en een witte cravate. Heeft het te maken met dat in Brussel meer zieltjes te winnen zijn bij het Franstalig publiek dan bij Vlamingen, en verwijzingen naar het Vlaams Belang bij die Franstaligen niet goed lin de markt liggen (zie: http://www.resistances.be/expopac.html)? Debie zal het misschien ontkennen, maar wat is dan wel de reden voor die opsmuk?


      Übersetzt:
      Debie sagt, daß er seine Antwerpener (ex-)Kollegen weiter berät und nun auch die Brüsseler Parteiarbeit mitgestalten will: "Der Spielplatz ist größer geworden und ich habe eine Menge Spaß", schreibt er auf seinem Blog. Zum in der Presse bereits gewürdigten Aufmotzen seines Blogs hat er sich noch nicht geäußert. Die Themen, die er behandelt und der Ton, den er anschlägt, sind geblieben, doch alle Links zum VB sind verschwunden. Und es geht noch weiter: Hat er früher schon mal recht sportlich auf seinem Blog posiert (Jeans, T-Shirt), so läßt er sich nun mit einem weissen Hemd und einer weissen Krawatte abbilden. Hat das damit zu tun, daß man in Brüssel bei den Frankophonen mehr Stimmen holen kann als bei den Flamen? Debie wird das vielleicht leugnen, aber welchen Grund gäbe es sonst für das Aufpimpen seines Blogs?


      Mit anderen Worten: das "Belgie barst" ist, wenn man an den Trögen bleiben kann, verhandelbar.

      Aber ich glaube, auch das ist nicht der Grund für die Nummer: Hier steht einiges über die Vorbereitung der Counterjihad-Konferenz: er habe ein nicht zu unterschätzendes Adressbuch, sei in der Lage gewesen, binnen weniger Tage 50.000 Dollar zur Vorbereitung der Konferenz aufzutreiben, es sei beobachtet worden, daß er mehrfach in die USA geflogen sei und er sei mit Robert Spencer in Antwerpen gesehen worden.

      Und so macht es auch Sinn: die Gefängnis-Nummer war eine Bewerbung für einen Statthalter-Job in Europa. Ein Held, der so viel um der guten Sache willen gelitten hat, hat sich für höhere Aufgaben qualifiziert. Das müsste die Geldgeber drüben doch eigentlich überzeugen...



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      Nebenbei bemerkt ...: Neues von der Arbeitsagentur 10/30/2008 04:10 AM
      Heute wird uns vermutlich nicht nur die BILD mit der Nachricht ergötzen, dass die Zahl der Arbeitslosen unter 3 Millionen gesunken sei. Wer die entsprechende Statistik frisiert und wie er das angestellt hat, wird freilich - wie gewohnt - wohl offen bleiben ... Hauptsache die Regierung steht gut da und the chancellor is amused.

      Doch als ob das noch nicht genug der guten Nachrichten wären, verkündet BILD obendrein stolz:

      Gute Nachricht für 7 Millionen Deutsche

      Na - da wissen wir dann ja wenigstens, wo wir die "reduzierten" Arbeitslosen zu suchen haben ... und wenn wir da noch die ausländischen ALG2-Bezieher dazurechnen ... oha! .. doch weiter:

      53 Euro mehr im Monat für Hartz-IV-Familien

      Zu dumm auch, dass das gar nicht für 7 Millionen Menschen gilt, sondern nur für diejenigen unter ihnen, die in Familienverhältnissen leben, die denen der B.Z. Musterfamilie Ruschke entsprechen und dass es selbst für diese Auserwählten frühestens im Jahr 2010 (eventuell!) die vollen 53 Euro mehr gibt; und das auch nur dann, wenn tatsächlich die Renten in der von BILD genannten Größenordnung erhöht werden sollten.

      Man könnte dazu noch so einiges schreiben; zum Beispiel, dass es schon einigermaßen seltsam ist, dass man angesichts angeblich stetig abnehmender Arbeitslosigkeit unbeirrt weiter annimmt, dass die Zahl der ALG2-Empfänger auch in zwei Jahren unverändert bei rund 7 Millionen liegen wird und dass das ja wohl nicht gerade ein Grund zum Jubeln wäre, allein es ist recht spät, mir fehlt die Lust, und vielleicht kommt es ja auch ganz anders, denn bereits gestern berichtete das elo-Forum:
      Nach einer heutigen Entscheidung des hessischen Landessozialgerichts reichen die Hartz IV-Regelsätze nicht aus, um das soziokulturelle Existenzminimum der Arbeitslosen zu sichern. Damit die entsprechenden Passagen des Sozialgesetzbuchs II dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt. Die pauschalen Sätze, die der Gesetzgeber für bedürftige Arbeitslose und ihre Kinder festgesetzt hat, sind nach Ansicht der Darmstädter Richter zu niedrig und verstoßen gegen die Menschenwürde der Arbeitslosen, gegen den verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz, gegen das Schutzgebot für Ehe und sowie gegen das Rechts- und Sozialstaatsprinzip.
      [...]
      Beim Bundesverfassungsgericht wird nun die Frage anstehen, wie viel Gestaltungsspielraum der Gesetzgeber hat, wenn es um Hilfe für Bedürftige geht. In welchem Umfang können Gerichte statistische Methoden kontrollieren oder verwerfen? Der Vertreter der Bundesregierung kritisierte, die Sozialgerichte hätten schon »viel Kreativität darin bewiesen, Gesetze verfassungskonform auszulegen und sich als Bedarfslückenschließer zu betätigen«. Was volkswirtschaftlich wünschenswert sei, sei juristisch nicht immer zwingend. (Az. L 6 AS 336/07).
      Das halte ich nun für eine wirklich gute Nachricht, doch dafür wird in der BILD vermutlich der Platz zu knapp gewesen sein ...


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      Ein Zyniker schreibt...: NoTube 10/30/2008 03:10 AM Traurig, Traurig, Traurig...

      "Das war die Nummer 1112" meldete der Onlinedienst Bianet. 1112 gesperrte Webseiten in einem Jahr: "Damit steht die Türkei in einer Reihe mit China, Nordkorea und Iran."

      ...und das sind nicht nur ein paar Internettagebücher mit Katzenbildern die die da blockieren, sondern auch blogger.com und youtube. Trotzdem Glückwunsch zum brechen der 1000er Marke.[Link] [Cache]
      Die Gutdenker: Obama also doch ein Kommunist! Verteilte sein Sandwich im Kindergarten! 10/30/2008 12:59 AM Unglaublich! Obama war schon im Kindergarten ein böser Kommunist!!!! Endlich gibt er es zu!!! Seht selbst:





      Und schaut auch morgen wieder hier vorbei! Denn morgen erklärt Obama weltexklusiv, dass er auch seine Briefmarkensammlung an fünf Freunde verschenkt hat!!!!!!! Und das zu jeweils GENAU 20% !!! (Es mussten einige Briefmarken zerschnitten werden, aber das verschweigt Obama, weil er sich ein bisschen dafür schämt)
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      Living in China: Passierschein A38 - Eine simple Formalität 10/30/2008 12:55 AM

      Ich hab mir gerade angeschaut, was nötig wäre um hier eine Residence Permission, also eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Schon nach der Hälfte musste ich ständig an Passierschein A38 denken:



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      Mein Parteibuch Blog: Kündigt die WAZ die dpa? 10/30/2008 12:47 AM

      Da schau her, angebliche Sparzwänge können auch positive Effekte haben. Bei den Ruhrbaronen gab es gestern eine kleine Meldung, derzufolge die WAZ gerade beabsichtigt, die Nachrichtenagentur dpa zu kündigen. Das kann durchaus ernst gemeint sein, denn der verantwortliche Manager Ulrich Reitz hat das bei der Rheinischen Post schon mal gemacht. Heute steht das auch in der Welt. Nette Idee, für solche “nachrichtendienst-nahe” “operative Information” müsste jeder Leser eigentlich ein Schmerzensgeld bekommen. Und eigentlich müssten Zeitungen dafür bezahlt werden, wenn sie solche Propaganda drucken und sich mit sowas total lächerlich machen.

      Aber der Unfug der dpa scheint teuer zu sein. Die WAZ will durch den Verzicht auf den Unfug gut vier Millionen Euro jährlich sparen. Da wird die dpa sich wohl etwas “verkleinern” müssen.

      Jetzt müsste sich die WAZ nur noch entschließen, in Zukunft ehrliche Nachrichten zu verbreiten und alle wären zufrieden. Na ja, fast alle, wenn notorische Mietmäuler ihre Propaganda nicht mehr über die dpa in alle Zeitungen und dann die Gehirne der Menschen kippen können, sind die bestimmt nicht so ganz glücklich.

      Vielleicht wird die WAZ sich ja irgendwann aus Sparzwängen noch im Parteibuch Ticker bedienen? Nur zu, die Nachrichten der freien Nachrichtenagentur “Parteibuch Ticker” ;-) werden oft mit Überzeugung, Idealismus und Herzblut geschrieben. Und hier gibt es die Nachrichten als rss-Feed gleich auf den Desktop oder auf die eigene Webseite geliefert.

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      Feynsinn: Links ist, was Arbeit schafft 10/30/2008 12:18 AM

      Die SPD ist nicht mehr zu retten. Die Prinzengarde rings um die Stones, das Karriere-Nahles, Agenda-Münte, den ewigen Struck und ihre Hofnarren wie Hubertus Heil haben wir schon häufig angemessen begutachtet. Aber auch in der zweiten Reihe drängen sich Akrobaten des Zwiesprech, ideologische Blendgranaten und Rhetorikzombies dicht an dicht. Heute wollen wir uns mit einem beschäftigen, dem man schon ungern zuhört, weil seine Intonation eine Zumutung ist. Befasst man sich auch noch mit dem, was er an Inhalt zu bieten hat, wird es unerträglich.
      Karl Lauterbach, die Fliege mit dem Mann, hat der TAZ ein Interview gegeben, das ihn unter anderen Umständen als schwachsinnig oder psychotisch qualifizieren würde. Für einen Sachbearbeiter sozialdemokratischer Restposten sind die Alternativen zu dem trüben Quark, den er anrührt, allerdings recht dünn gesät. Es mag sich also bei dem Stuß, den er da verzapft, um das Resultat der verzweifelten Bemühung handeln, die SPD als “sozialdemokratisch” darzustellen.
      Lauterbach hat verinnerlicht, was führende Sozen gefälligst zu denken haben: Daß die SPD “links” ist und die Agenda 2010 ein Segen für die Menschheit. Die Verwüstungen, die diese Anstrengung hinterläßt, kommen einem schweren Schädel-Hirn-Trauma gleich. In medias res:

      [TAZ:] Und wie haben die Hartz-Gesetze diese Jobvermehrung bewirkt? Durch erhöhten Druck auf Arbeitslose?

      [Lauterbach:] Zum Teil - ja. Es gibt Arbeitslose, die erstens heute weit schlechter bezahlte Jobs annehmen. Zweitens: Weil die Aufstockung möglich ist, arbeiten viele Hartz IV Empfänger nebenher. So sind Niedriglohnjobs entstanden, die es vorher nicht gab. Es gibt also mehr Leute, die überhaupt Arbeit wollen und es gibt mehr niedrig bezahlte Jobs. Das zusammen hat, drittens, dazu geführt, dass die Löhne im unteren Bereich gesunken sind. Das wiederum hat dazu beigetragen, dass dort noch mehr Jobs entstanden sind.

      Er beschreibt es beinahe richtig. Es werden immer mehr Menschen in Niedriglohnjobs gedrängt. Sie verdienen dort weniger als jemand, der gar nicht arbeitet. Sie werden schlicht ausgebeutet, und zwar in immer größerer Masse. Damit sie leben können, gehen sie nebenbei noch zur ARGE. Hier liegt der Fehler seines Berichts: “Nebenbei” wäre demnach ein Synonym für “effektiv unbezahlt”.

      [TAZ:] Aber empirische Beweise, dass Arbeitslose angesichts von Sanktionen Jobs annehmen, fehlen…

      [Lauterbach:] Wer Vermögen und Einkommen verliert, ist eher geneigt, auch schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen. Wenn dies anders wäre: Bitte, warum gab es denn so viel Protest gegen die Hartz-Reformen? Sie können schlecht behaupten, dass die Arbeitsmarktgesetze nicht wirken, der Protest gegen sie aber berechtigt ist. Das ist doch widersprüchlich.

      Lauterbach versteht die Frage nicht. Der empirische Nachweis des Effekts wäre dann gegeben, wenn man nachweisen könnte, daß es Menschen gibt, die nicht arbeiten wollen, unter Druck aber doch Arbeit annehmen. Zunächst müßten beide Aspekte isoliert und dann der Zusammenhang nachgewiesen werden. Außerdem dürfte die “Wirkung” der Maßnahmen auf das Anwachsen prekärer Arbeitsverhältnisse zurückzuführen sein. Dies sind die neuen Jobs, in die “vermittelt” wird, und dagegen richtet sich vor allem der Protest.

      [TAZ:]Nur eine Nebenwirkung? Die Löhne sind im Niedriglohnsektor um zehn Prozent gesunken.

      [Lauterbach:]Ich will nichts beschönigen. Ich bestreite nicht, dass es wichtig ist, das Lohnniveau zu halten. Aber Arbeit zu schaffen, ist noch wichtiger. Denn was nützen dem, der keine Arbeit hat, hohe Löhne?

      Welch eine Exkrementallogik! In der Folge sollte man zuerst die Gewerkschaften abschaffen. Es dürften dann kurzfristig deutlich mehr Arbeitsplätze entstehen, der Lohn allerdings womöglich nur noch in einem Teller Suppe pro Arbeitstag bestehen. Daß niedrige Löhne die Wirtschaft massiv gefährden, könnte ihm anhand dieses Besipiels deutlich werden. Nur, wer etwas übrig hat vom Lohn, kann auch etwas kaufen. Lauterbach aber kommt aus Schröders neuer Welt. Da kaufen Autos noch Autos, und Arbeit ist ein Wert an sich. Sie ist auch ohne Lohn gut. Das heißt aber nicht etwa, daß jede Tätigkeit, die etwa den Interessen der Menschen entspricht, “Arbeit” wäre. Nein, auch hier gilt, was dem Gewinn dient. Arbeit ist gut, wenn irgendwer davon einen wirtschaftlichen Gewinn hat. Das ist “links” nach Lauterbach:

      Ja, ich glaube […], dass sich der Wert von Politik daran bemisst, was sie für die erreicht, denen es am schlechtesten geht. Das sind, neben chronisch Kranken, die Langzeitarbeitslosen. Insofern sind die Hartz-Reformen linke Reformen.

      Ob das diejenigen sind, denen es am schlechtesten geht, darf man schon bezweifeln. Für die Langzeitarbeitlosen ist also etwas erreicht worden: Sie dürfen bei Bezügen auf Sozialhilfeniveau evtl. arbeiten. Sie müssen alles verscherbeln, was sie sich erspart haben. Sie haben keine Aussicht auf eine Rente. Man verhetzt sie als “Schmarotzer”.
      Was Lauterbach ganz bewußt außen vorläßt, ist die Situation der Familien mit Kindern. Dank der “linken” Reformen sind sie diejenigen, denen es am schlechtesten geht. Dank der grandiosen Reformen gibt es überdies eine wachsende Masse von Menschen, die nicht mit Arbeitslosigkeit in Berührung kommen und dennoch von “HartzIV” leben müssen. Denen aber geht es per definitionem gut.
      Darin besteht nämlich die Hohe Kunst der Agenda-Politik: Was nicht paßt, wird passend gemacht. Auf historisch niedrigem Niveau machen SPDler damit den altbekannen Fehler: Daß sie sich kaum selbst überzeugen können, geschweige denn irgendwen außerhalb ihrer geschlossenen Station. Das hat einen ganz einfachen Grund: Diese Politik stinkt. Mit ihr kann man niemanden überzeugen.

      [Link] [Cache]
      Politprofiler: Die Wirtschaftskrise kommt nicht gleich nach der Finanzkrise 10/30/2008 12:15 AM Vergleiche mit der Kernschmelze von 1929 sind verblüffend. Damals in den späten Zwanigern standen Aktien im Mittelpunkt und jeder wollte und viel konnten damit viel Geld verdienen. Aber schon damals wurden "faule Kredite" als Geldkreierungsmittel also als Sicherheit verwendet.

      So wurde auch in den Zwanziger eine Masse an Geld kreiert wie nach 2003 in den USA. Tatsächlich bestand der Wohlstand der 1920er Jahre nicht auf dem Wirtschaftsboom, sondern aus der Geldkreierung auf Fantasieprodukten wie Krediten, die nie zurück bezahlt werden.

      Dieses Geld floss in die Wirtschaft und jeder glaubte, den Himmel auf Erden gefunden zu haben. Doch der Zahltag kam.



      Heute, am 29.10.2008 wird bekannt, dass einige Immobilienfond geschlossen werden, weil die Anleger massenhaft Geld abziehen. Nicht nur die Frankfurter KanAm, sondern auch AXA, Pramerica und die SEB-Gruppe schließen ihre offenen Fonds. Archner (Geschäftsführer des Verbands der Fondsimmobilienbewerter) rät Anlegern, in den Produkten investiert zu bleiben. Das von der Bundesregierung für die Banken geschnürte Rettungspaket über 500 Mrd. Euro könne zu einer Inflation führen. Archner : „Das Grundbuch schlägt dann das Sparbuch." Das gilt heute wie damals.

      Am 13. Juli 1931 nahm das Spiel in Deutschland ein jähes Ende. Die damalige Großbank Donata war zahlungsunfähig und von Panik erfaßte Anleger wollten ihr Geld zurück.

      Doch die damaligen faulen Kredite basierten sicherlich nicht auf den kleinen Häuslesbesitzern wie heute in den USA sondern, Deutschland hatte aus dem Versailler Vertrag horrend hohe Zahlungen zu beweltigen, die sich auf eine ähnliche Art und Weise verselbständigten wie heute die Immobilienkredite in den USA.

      Deutschland verstaatlicht die Banken

      Damals wie heute versorgte der Deutsche Staat unter Bruning die Banken mit Liquidität und im Gegenzug wurden diese teilverstaatlicht. 1932 gehören ihm 90 Prozent der Dresdner Bank, 70 Prozent der Commerz- und Privatbank sowie 30 Prozent der Deutschen Bank. Auch damals wurde dieses Vorhaben als "Sozialisierung von Verlusten" beschimpft und die Nazis schlachten dies genüsslich aus und verteufelten gleich den Kommunismus, wegen der Verstaatlichung der Banken. Diese Einstellung wurde reflexartig von Wirtschaft und Volk unterstützt.


      Weltwirtschaftskrise 1929

      Der Schwarze Freitag von 1929, der eigentlich ein Donnerstag war, wird hier in diesem Film ausführlich erklärt.



      Doch der tatsächliche und endgültige Auslöser der Wirtschaftskrise waren die spontan angehobenen Einfuhrzölle von den USA und Großbritannien. Deutschland war damals wie heute ein großes Exportland und natürlich auf diesen Handel angewiesen - auch aus Sicht des Versailler Vertrages, der erfüllt werden musste.

      Obamas Wirtschaftspolitik nach den Wahlen

      In seinem letzten TV-Duell mit McCain beklagte sich Obama umständlich, dass Nordamerika und andere Länder einfach Waren und ohne großen Aufwand in die USA importieren können und die USA nicht in diese Länder . Und das wolle er ändern.

      Frei übersetzt heißt das für mich: Obama wird nach der Wahl die Einfuhrzölle in den USA anheben, denn die USA versucht schon sein Jahren sämtliche Einfuhrzölle für ihre Waren abzuschaffen, hält aber an den eigenen Einfuhrzöllen fest.

      Heute ist die Welt besser vernetzt und auch "größer" wie zum damaligen Zeitpunkt. Doch die Merkel'sche Politik in Deutschland ist zu sehr nach Amerika gerichtet und verschloß sich dadurch der restlichen Welt, besonders Russland.

      Deshalb wäre es zu empfehlen sich weitere Handelspartner zu suchen und sich nicht auf die Schutzmacht Amerika zu verlassen. Denn die Historie beweist, dass jeder sich selber der nächste ist, in großer Not - Amerika allen voran.

      Amerika hat sich auf den Wettstreit nach der Finanzkrise bestens vorbereitet. Es hat sich die Ölquellen dieser Welt gesichert und auch seine Währung als Energiewährung an die Spitze der Welt gebombt. Wer also Energie in der Wirtschaftskrise will, muss wohl oder übel Handel mit den USA betreiben, um seine Energiekosten in Dollar bezahlen zu können.

      Mit der Verhinderungspolitik der Erneuerbaren Energien der letzten Jahrzehnte hat sich die deutsche Politik keinen Gefallen getan. Erneuerbare Energien haben als Nebeneffekt den Klimaschutz, aber die Wertschöpfung der Energien findet hauptsächlich im eigenen Land statt. Das würde uns unabhängier von Energieimporten in Fremdwährung machen. Diesen enormen wirtschaftlichen Vorsprung haben alle Regierungen Deutschland leichtfertig aus Lobbyismus glauben verspielt.

      Massenelend und Arbeitslosigkeit


      In Deutschland hat das Massenelend (Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Hunger) unterdessen die politische Ordnung aus den Angeln gehoben: 1932 steigt die Arbeitslosenquote auf 43,8 Prozent. Mit der Bundeswehr im Inneren könnte Schäuble eventuellen Unruhen vorweg greifen, falls es wieder zu ähnlichen Zuständen kommen sollte wie 1932. Erstaunlich ist es schon, wenn gerade in der Finanzkrise ein solches Gesetz durchgedrückt wird, wo es vorher keine Mehrheit dafür gab. Ich kann mir vorstellen, dass gerade diese Szenarien von 1931 und 1932 bei den Plädoyers beschrieben wurden.

      Was kommt nach der Finanzkrise?

      Sicher ist, dass all die Gläubiger rigoros ihre Gelder eintreiben und um jeden Heller (Cent) feilschen. In unserem momentanen Finanzsystem nützt hier wahrscheinlich nicht einmal eine Verstaatlichung der Banken, denn bei der Finanzkrise der 1920er Jahre kreierten die Nationalbanken bzw. in Deutschland die Bundesbank ihr Geld für den Staat noch selber. Dies ist aber schon längst aufgehoben und Staaten haben heute reale Schulden bei Privatbanken bzw. durch Anleihen und Pfandbriefen, die durch die sogenannten Staatsfinanzierer (HRE) in den Markt kommen.

      Deshalb wäre es jetzt in erster Linie zu klären, wer eigentlich der wirklich Gläubiger dieses Schuldenberges ist, so könnte abgeschätzt werden, welchen Verlauf diese "Krise" nimmt.

      Die letzte Krise hat nichts Gutes für die Welt gebracht, deshalb sollten wir aufmerksam unsere Regierenden beobachten. Doch genau genommen reagieren sie genauso wie beim letzten Mal, nichts hat sich verändert. Jetzt kommen die Konjunkturprogramm für die Wirtschaft. Dieses Mal glauben die Herrschenden sie können es verhindern, weil sie früher beginnen als bei letzten Mal.

      Doch im Hintergrund stehen die riesigen Schuldenberg, die niemals mehr abgearbeitet werden können. Dieses Finanzsystem ist so aufgestellt, dass sich diese Turbulenzen immer wieder und dann auch in kürzeren Abständen wiederholen werden und jedes Mal noch größere Schulden zurücklassen.

      Wie viele Schulden können die Bürger dieser Welt verkraften und die dafür fälligen Zinsen erarbeiten bzw. neue Kredite dafür aufnehmen? Offensichtlich will das Finanzsystem genau das testen.

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