Friday, February 27, 2009

Parteibuch Ticker Feed von 2008-11-29

Parteibuch Ticker Feed von 2008-11-29


murdelta: enigma
11/29/2008 11:53 PM

es hat sich jemand angetan die enigma in flash nachzubauen:

verschluesseln wie frueher, mit enigma.swf

[via 25c3.soup.io]

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Das Leben usw.: Waffe(l)n?
11/29/2008 11:47 PM
Habe ich schon mal was über Stupidedia geschrieben? Ich weiß es nicht mehr. Egal, als ich heute so im Netz stöberte stieß ich mal wieder auf die Stupidedia, eine Art Nonsens-Wikipedial. Sieht genauso aus, steht aber im Gegensatz zur geschätzen Online-Enzyklopädie wirlich nur Schwachsinn, drin - köstlicher Schwachsinn. Beispiel gefällig: Unter dem Artikel Waffen wird in einer Übersicht [...][Link] [Cache]
Ron Paul News & Comments: Ron Paul warnt vor geheimen Plänen, eine internationale Zentralbank zu erschaffen
11/29/2008 11:15 PM

Paul sagt außerdem, dass die Pläne vorerst geheimgehalten werden bis zu dem Zeitpunkt wo eine Veröffentlichung als passend empfunden wird

Steve Watson
Infowars.net
Freitag, 28. November 2008

Deutsche Übersetzung: Infokrieg.tv

Der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul hat davor gewarnt, dass internationale Kräfte die Schaffung einer globalen Zentralbank planen, unter welcher einer neues Fiat-Geldsystem die Weltwirtschaft dominieren soll. Er warnte auch dass in Barack Obamas Administration nur andere Gesichter, aber keine andere Politik vorherrschen werde. Im Bezug auf das kürzliche G20-Treffen s agte Paul zu Russia Today:

"Ich denke dass sich etwas daraus ergeben wird, aber wir haben wahrscheinlich noch nicht davon gehört. Es gab manchen Pomp und manche Zeremonie von dem die Öffentlichkeit erfuhr, aber hinter den Kulissen sprachen sie über die Zukunft und was sie zu tun versuchen werden um alle Regulierungen zu internationalisieren, in die entgegengesetzte Richtung vom freien Markt und und mehr in Richtung internationaler Regulierungen. Ich bin sicher dass sie sogar über eine internationale Zentralbank gesprochen haben."

Paul unterstrich darüberhinaus dass die globalen Banker ihre eigenen Gespräche über das Thema abhielten:

"Zur gleichen Zeit als die G20 sich trafen, trafen sich auch die Zentralbanken in Europa. Bernanke war dort drüben und sie führen die gleiche Art von Planung durch; die echte Planung wird also nicht öffentlich sein, bis sie wollen dass wir davon erfahren."

"Das System das wir heute haben in dem der Fiat-Dollar eine Reservewährung der Welt ist, verliert diesen Status und die müssen es ersetzen. Hoffentlich haben sie genügend Vernunft um zu erkennen dass ein weiteres internationales Abkommen wie das Bretton Woods nicht erfolgreicher sein wird als das letzte."

Der Kongressabgeordnete argumentierte dass weitere Regulierungen, die von den Zentralbanken erlassen werden anstatt ihr auferlegt werden, einen gefährlichen Schritt weg vom freien Markt repräsentieren.

"Wir könnten restrukturieren indem wir all die Zentralbanken loswerden, dann würde sich ehrliches Geld durchsetzen weil niemand Betrug begehen könnte. Regierungen kommen mit Betrug davon - das ist was Fiat-Geld ist."

Der Kongressabgeordnete hielt fest dass eine Präsidentschaft Obamas keine Alternative anbieten würde zu der Wirtschaftspolitik die die USA und die Welt kurz vor eine Wirtschaftskernschmelze brachte. Paul beschrieb den von Obama gebotenen Wandel folgendermaßen:

"Nur ein Wandel bei den Gesichtern und den Parteilogos. Beide Parteien repräsentieren dieselben Interessengruppen, beide müssen Big Business repräsentieren. Obama soll ein Mann des Volkes sein; naja er sammelte 750 Millionen $, mehr als irgendjemand sonst jemals gesammelt hat. Wall Street hat ihn unterstützt, die Medien haben ihn unterstützt, alle Reichen haben ihn unterstützt, also wird sein Wandel überhaupt nicht viel Wandel sein. Er spricht nicht von einer Veränderung der Geldpolitik, der Federal Reserve oder davon, die Einkommensteuer loszuwerden oder unsere Truppen nach Hause zu bringen."

Paul sagte außerdem dass er nicht glaube, dass Obama Truppen aus dem Irak abziehen werde und er betonte, dass Obama nie eine Schließung von Militärbasen in dem Land angekündigt hatte.

"Die Politik wird interventionistisch bleiben,"

warnte Paul.

"Wir werden im mittleren Osten bleiben und wir werden nicht nach Hause kommen, wir werden in Korea bleiben, wir werden in Europa bleiben, wir werden in Osteuropa sein, wir werden all diese Dinge tun."

Paul verkündete außerdem dass neue Terroranschläge in den den USA geschehen würden als Konsequenz aus der anhaltenden interventionistischen Außenpolitik der USA.

Sie können das gesamte Interview hier sehen:

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"Die Dreckschleuder": Der Feigling plant seine Flucht…
11/29/2008 10:20 PM

Der georgische Präsident Michail Saakaschwili bereitet sich auf seine Flucht ins Ausland vor und überweist bereits Geld auf ausländische Bankkonten.

Am Freitag forderte die Labour-Partei auf, die Privatkonten des Präsidenten und seiner Umgebung zu sperren. “Saakaschwili und seine Regierung haben bereits ihre Koffer gepackt - in der Hoffnung auf ein ruhiges und sorgloses Leben im Ausland mit Hilfe von Vermögen, die sie hier geplündert haben”,

sagte Georgi Gugawa, einer der Leiter der Labour-Partei.

Nach seinen Worten hatte Saakaschwilis Bruder bereits vor einem Jahr “große Gelder”, die aus dem Ölgeschäft stammten, nach Indonesien überwiesen. Zudem habe der georgische Verteidigungsminister 80 Millionen US-Dollar an eine Bank in Israel überwiesen.

Seine Partei habe Beweise, dass “Dutzende Millionen Dollar” bei Banken in Mexiko und der Schweiz gelandet seien, sagte Gugawa. Es handle sich um Eigentum des georgischen Staates und des georgischen Volkes.

“Es wird dem Volke zurückgegeben, sobald Saakaschwili und seine Minister vor Gericht kommen”,

sagte der Oppositionspolitiker weiter.

Nach seinen Worten wird die Labour-Partei demnächst an die Regierungen in den USA, der Schweiz, Mexiko, Israel und Indonesien appellieren, Saakaschwilis Bankkonten zu sperren,

“so wie dies mit den Konten des Präsidenten von Simbabwe der Fall war.”

Posted in Politik, terror Tagged: saakaschwili
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Ein Zyniker schreibt...: "Die neue Mumbai Dringlichkeit" oder "Das Bombay Komplott"
11/29/2008 10:05 PM
Heutzutage sind unseren Politikern wirklich keine Argumente zu dumm um eine gewünschte Maßnahme als besonders dringend darzustellen. Wusstet ihr z.B., dass wir den Bundestrojaner wegen der Terroranschläge in Mumbai jetzt besonders dringend brauchen ?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich persönlich in die Debatte um das im Bundesrat gescheiterte BKA-Gesetz zu Wort gemeldet. Nach den blutigen Anschlägen im indischen Bombay sei die Terrorabwehr wichtiger denn je.

Wieso das deutsche BKA die Berechtigung braucht Kameras in die Wohnungen ihrer Bürger einzubauen und deren Computer zu infiltrieren weil in Mumbai eine pakistanische Terrorgruppe Hotels angegriffen hat ist mir nicht ganz klar. Ist vermutlich eine Verbindung auf der metaphysischen Ebene oder so. Was aber wirklich schlimm ist, ist die zweite "Begründung" der CDUler:

Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft die Länderregierungen zur Ordnung, die gestern das umstrittene BKA-Gesetz im Bundesrat abgelehnt haben. "Ich finde es geradezu paradox und fahrlässig, die Terrorismusbekämpfung in die Hände des Bundes zu legen, und ihm dann nicht die Mittel zu geben, die man im eigenen Bundesland beansprucht. In dieser Auseinandersetzung hat der Bundesinnenminister meine volle Unterstützung", sagte Merkel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Ach so der "Landestrojaner" und die "Landeswohnraumüberwachungskamera" sind also angeblich schon OK und werden fröhlich benutzt...oder wie soll man das verstehen?? Wurde nicht gerade Bayern zurück gepfiffen weil die mal wieder viel zu weit gegangen sind mit ihrem LKA Gesetz? Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich vertraue keinem dieser Leute weiter als ich sie werfen kann...und ich bin nicht sonderlich sportlich.[Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: Anti-Terror-Einsatz in London
11/29/2008 09:41 PM

Das britische Staatssystem geht mit seinen Anti-Terror-Einheiten nun endlich gegen mutmaßlich führende Verbrecher in Großbritannien vor. Zwar wurde dabei immer noch nicht Tony Blair verhaftet, aber immerhin wurde schon mal mit dem konservativen Abgeordneten Damian Green, Mitglied im Schattenkabinett des zwielichtigen Oppositionsführers David Cameron, begonnen.

Nach einer ausgiebigen Durchsuchung seiner Wohnräume und seines Abgeordnetenbüros wurde Damian Green dann jedoch wieder freigelassen. Überraschend sind die Vorwürfe, die die Polizei Damian Green macht. Man könnte ja nun meinen, die würde endlich mal wegen dem zigtausend-fachen Mord, den die britische Politik mit dem Angriffskrieg auf den Irak verwirklicht hat, hart durchgreifen, aber Pustekuchen.

Die Verhaftung des Abgeordneten und die Durchsuchung der Abgeordnetenräume mit Anti-Terror-Spezialeinheiten wurde damit begründet, dass Damian Green Informationen aus dem Innenministerium erhalten habe, die er nicht hätte erhalten sollen. Staatsverbrechen sind in Großbritannien natürlich grundsätzlich Staatsgeheimnisse und die Kenntnis von staatlichem Fehlverhalten durch die Opposition oder Journalisten ist für die jeweilige Regierung natürlich nichts anderes als blanker Terror. Das ist in der westlichen Wertegemeinschaft eigentlich Konsens.

In Oppositionszeiten vergessen die Konservativen aber gern mal, dass sie das eigentlich ganz genauso sehen. Immer deutlicher wird nun, dass die Briten immer von Monarchie reden, weil die Bezeichnung Rechtsstaat für das Vereinigte Königreich eben einfach unzutreffend ist. Die britische Presse hat jedenfalls soviel Spaß wie sie ihn seit den lustigen Nazi-Sex-Videos von Formel 1 Boss Max Mosley, der ja bekanntlich aus gutem Faschisten-Hause stammt, nicht mehr hatte. Aber es ist nicht Faschismus

Irgendwie scheint diesmal aber was in der Vorbereitung schief gelaufen zu sein. Also, liebe Kriegsverbrecher von der Labour-Partei, das mit der Begründung für Anti-Terro-Einsätze, das üben wir dann noch mal. Hättet ihr vor dem Einsatz der Anti-Terror-Truppen noch ein bisschen Kinderporno-Verdacht gestreut, dann stündet ihr nun vielleicht nicht wie begossene Pudel da.

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Nacktscanner: Regierung bestätigt groben Unfug
11/29/2008 09:41 PM

Vor einigen Wochen ging es um die von der EU gewünschte Einführung von Nachtscannern an allen europäischen Flughäfen, die unsere Regierung damals als groben Unfug bezeichnete und ablehnte.

Nun gibt es wie schon so oft einen Sinneswandel in dieser Regierung und man stimmt dem zuvor als “groben Unfug” bezeichneten Sicherheitswahn zu:

Die Regierung habe zudem darauf verwiesen, dass bei den Bodyscannern noch „maßgeblicher Prüfungs- und Erprobungsbedarf" bestehe. Geklärt werden müsse unter anderem, ob bei dieser Kontrollmaßnahme die Persönlichkeitsrechte ausreichend gewahrt blieben. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen die Geräte auf Flughafen eingesetzt werden. (Quelle)

Wie immer geht es wieder einmal um eine “terroristische Bedrohung”, die man zusätzlich mit Nacktscannern bekämpfen will. Die Persönlichkeitsrechte, die man hier nur um die Bürger zu beruhigen in den Vordergrund stellt, sind für das Bundesinnenministerium total irrelevant. Denn eines sollte jedem klar sein, wenn ein Bodyscanner Waffen und Sprengstoff sichtbar machen soll, wird er auch z.B. Intimpiercings sichtbar machen können. Außerdem sind die Geräte bisher kaum erforscht, stellt sich also auch die Frage, wie gefährlich Bodyscanner für die Gesundheit sind?

Vielleicht wird es ja irgendwann für gesundheitsbewusste Flugreisende die Wahl zwischen Bodyscanner und dem ausziehen vor einem gierig rumfingernden Sicherheitsbeamten geben. Bis es aber soweit ist werden sich die Flugreisenden erst einmal mit Bodyscannern, die in den kommenden Jahren in allen Flughäfen aufgestellt werden, begnügen müssen.

Noch im Oktober hatte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums gesagt: „Da kann ich Ihnen mit aller Klarheit sagen, dass wir diesen Unfug nicht mitmachen." (Quelle)

Mit aller Klarheit kann ich hier einen Widerspruch feststellen, was nichts anderes als eine normale Eigenschaft dieser Koalition ist.


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SaarBreaker: Deutschland ist auch ohne BKA-Gesetz ein sicheres Land
11/29/2008 09:41 PM

Wo das BKA-Gesetz zur Schaffung einer geheimen Bundespolizei nun vorerst mal vom Bundesrat gestoppt wurde, gibt es einen bemerkenswerten Spruch vom für die deutsche Staatssicherheit zuständigen Minister Wolfgang Schäuble:

"Auch auf der gegebenen rechtlichen Grundlage ist die Bundesrepublik Deutschland ein sicheres Land."

Dieser Satz ist wie ein Geständnis. Wozu braucht es da ein neues BKA-Gesetz, was grundlegende Grundrechte de facto abschafft?

Der einschlägig bekannten Rechtsextremisten nahestehende Verfassungschlachter Wolfgang Schäuble hat zugegeben, mit wirklich allen Mitteln wesentliche Grundrechte ohne zwingenden Grund abschaffen zu wollen.

Das wäre nun eigentlich ein klassischer Fall für den Verfassungsschutz. Der soll schließlich die Verfassung vor Verfassungsfeinden schützen. Aber dessen oberster Chef ist ja nun ausgerechnet ein Mann, der von der Verfassung so rein gar nichts hält: Wolfgang Schäuble.

Und auch die deutsche Regierung hält nichts von der Verfassung. So wirft sie nun nicht etwa Wolfgang Schäuble endlich hochkant raus, sondern macht mit dem Staatssicherheitsgesetz, das zur Sicherheit gar nicht nötig ist, munter weiter. Aber es ist nicht Faschismus… (Quelle: Mein Parteibuch)


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29. November 1947: zum UN Beschluss 181 - Teilung Palästinas
11/29/2008 08:40 PM

60 Jahre Israel und 101 Jahre Kolonisierung Palästinas – Stationen einer tödlichen Bilanz des ‚Zionistischen Traumes'

'Wenn Ihr wollt ist es kein Märchen' versprach 1896 Theodor Herzl, Vater des Projekts Israel in seinem gleichnamigen Buch und animierte damit Tausende junger Juden Europas, an diesem Märchen mitzuarbeiten, nach Palästina zu gehen und den Traum von einem jüdischen Staat zu realisieren. Der Boden war bereitet durch die Pogrome an Juden im (Ost) Europa des 19ten Jahrhunderts und den aufkommenden Nationalsozialismus in Italien und Deutschland zu Beginn des 20ten.

Vertreibung oder Zusammenleben?
Entgegen diesem Enthusiasmus müssen wir heute konstatieren, dass dieser Traum ein Alptraum geworden ist. Entgegen aktueller Medienberichte, die immer entschiedener den Palästinensern die Schuld an diesem Drama in ihren politischen Betrachtungen geben möchten, sollten wir aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die Begründer des Projektes Israels - auch Herzl - sehr genau wussten, dass dieses Märchen ein Albtraum werden könnte. Man wusste genau, dass man eine fremde, europäische Gesellschaft mit völlig anderen Interessen, Hintergründen und Zielen in ein Land verpflanzen wollte, das von anderen Menschen bereits Jahrtausende lang bewohnt und bewirtschaftet war. Israel Zangwill, der gegen eine Staatsgründung zur 'Lösung der Judenfrage', wie es Herzl nannte, war, mahnte: 'Palästina hat bereits seine Einwohner ... deshalb müssen wir uns darauf vorbereiten, die eingesessenen Stämme entweder mit dem Schwert zu verjagen, wie das unsere Vorfahren getan haben, oder mit dem Problem zu kämpfen, das eine große, fremde Bevölkerung darstellt.' (Zangwill 1929:88). Herzl hatte auf dieses Problem eine für die koloniale Denkweise der Zeit eine unbeschwerte Antwort: 'Ziehen wir in eine Gegend wo es für die Juden ungewöhnliche Tiere gibt, große Schlangen usw. - so benütze ich die Eingeborenen (!), bevor ich sie in den Übersiedlungsgebieten beschäftige dazu, diese Tiere auszurotten.' (Herzl Tagebücher 12.6.1995). Und für weitere Strategien nahm er auch kein Blatt vor dem Mund wie mit den 'Eingeborenen' langfristig zu verfahren wäre und schrieb: 'Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den Durchzugsländern Arbeit verschaffen, aber in unserem eigenen Land jederlei Arbeit verweigern. Die besitzende Bevölkerung wird zu uns übergehen. Das Expropriationswerk muss - mit Zartheit und Behutsamkeit erfolgen. Die Immobilienbesitzer sollen glauben, uns zu prellen, uns über den Wert zu verkaufen, aber zurück verkauft wird ihnen nichts!' (Herzl, Tagebücher 2.6.1896).
Damit ist schon das ganze Programm für das Projekt Israel beschrieben:
Einwandern, enteignen, vertreiben und das Land judaisieren.

1897: Der 1. Zionistische Weltkongress - jüdischer Volksgedanke und grenzenlose Raumvorstellungen

Einwandern, enteignen, vertreiben und das Land jüdisch kolonisieren - der vom jüdischen Nationalismus geprägte 1. Zionistische Weltkongress in Basel mit seinen 204 Delegierten aus aller Welt beschloss die dazu erdachten strategischen Schritte:
„Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. Zur Erreichung dieses Ziels erwägt der Kongress folgende Maßnahmen:
- Die Förderung der Kolonisation Palästinas durch jüdische Einwanderer aus Landwirtschaft und Industrie nach sachgemäßen Richtlinien,

- Die Organisation und den Zusammenschluss des Gesamtjudentums durch entsprechende lokale und internationale Einrichtungen, welche mit den Gesetzen der jeweiligen Länder in Einklang stehen,
- Die Stärkung und Pflege des zionistischen Volksgedankens und - bewusstseins,
- Erste Schritte mit dem Ziel, die Genehmigungen der Regierungen zu erlangen, sofern diese den Zielen des Zionismus notwendig erscheinen" (Protocoll 1897: 144)

Unterzieht man diesen Beschluss einer kleinen Analyse so stellt sich schnell heraus: das Projekt soll international und rechtlich abgesichert werden, es geht um den komplexen Aufbau einer eigenen Gesellschaft mit Industrie und Landwirtschaft, es soll gezielt und geplant Einwanderung befördert werden und doch sind die zumindest in West-Europa lebenden Juden (seit der französischen Revolution zivil und demokratisch gleichgestellten) als Bürger ihres Landes unabhängig von Religion und Status nicht selbstverständlich vom jüdischen Nationalstaatsgedanken überzeugt und das sollte durch die Stärkung eines neuen 'Volksbewusstsein' erst geändert werden. Ein Programm also, dass die ansässige Bevölkerung ignoriert und Kolonisierung in Reinkultur darstellt.
Bemerkenswert bleibt, dass eine nationale Grenze nicht angesprochen wird - es heißt nur 'Palästina', das zu jenem Zeitpunkt nicht eigenständig war, sondern als Gouvernorat dem Osmanischen Reich zugehörte. Dazu soll wieder Herzl bemüht werden, der sich in seinen Tagebüchern vieldeutig ausdrückte:
'Als Ruf auszugeben: Palästina wie zu Davids und Salomonis Zeit' (26.4.1896) 'Wir müssen wegen unseres zukünftigen Welthandels am Meer liegen und müssen für unsere maschinenmässige Landwirtschaft im Großen weite Flächen zur Verfügung haben' (13.6.1896)... oder 'Gebiet: Vom Bach Ägyptens bis an den Euphrat' (9.10.1898), und schließlich: 'Wir verlangen was wir brauchen - je mehr Einwanderer, desto mehr Land' (9.10.1898).
Auch diese Äußerungen scheinen bereits wie Programm: von der Bemühung historisch/religiöser Forderungen, über pragmatische 'Überlebensgrößen' und möglichen Zwischenschritten bis zu der immer noch gegenwärtigen grenzenlosen Politik: 'mehr Eiwanderung erfordert mehr Land'.

1917: Erste Bestätigung der Usurpationspläne durch die englische Regierung, die Balfour Erklärung und die nachfolgende Planung unter englischem Regime

Hektische diplomatische Aktivitäten folgen dem Kongress. Man befindet sich in guter Atmosphäre, denn die europäischen Mächte sind gerade dabei, die Landkarte des Mittleren und Nahen Ostens neu zu stricken, den Niedergang des Osmanischen Reiches auszunutzen und die Orientfrage zu einem Interessenkampf um die Ressourcen des Mittelmeeres und der Ölreichen arabischen Länder zu entfachen. Die Zionistische Bewegung biedert sich an, in Berlin, in London, Paris und sogar in dem Europa liebenden Istanbul, mit dem postkolonialen Gehabe, das Herzl bereits ausgedrückt hatte : 'Für Europa würden wir dort ein Stück des Walles gegen Asien bilden, wir würden den Vorpostendienst der Cultur gegen die Barbarei besorgen' (Herzl 1896: 213). Herzl bevorzugte 'ein Protektorat - das deutsche wäre uns demnach das liebste' (3.9.1898). Aber das schwärmerische 'Liebste' zählte nicht. Harte Interessen und Macht ließen schließlich England dem Projekt zustimmen, als die Interessensphären für die Zeit nach dem Ende des 1. Weltkrieges bereits abgesteckt waren: England ließ durch Lord Balfour erklären, dass es .. 'Sympathie für die jüdisch-zionistischen Bestrebungen' habe und dass es 'keine Mühe scheuen (wird), die Erreichung des Zieles einer nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina zu fördern ...' (Balfour Erklärung 1917, in Hollstein 1972: 89)
Damit ist der erste Fixpunkt für das Kolonisierungsprojekt entstanden und die teilweise schon bestehenden Organisationen können mit der Kolonisierung fortfahren und dies um so mehr seit England 1923 offiziell Mandatsmacht geworden ist und einen Zionisten, den Gouverneur Sir Salomon, an die Spitze der Macht in Palästina gesetzt hat.
Das Programm war schon prinzipiell klar und führte zu strategischen Landkäufen in den von den Geologen ausgemachten Regionen, wie Herzl es schon als Vision vor sich sah: an der Küste, in der fruchtbarsten Ebene Palästinas, die von Haifa bis zum Tiberias See reicht, die Ebene Marj Ibn Amer, heute Yezreel Ebene, am Nordeingang zur mineralreichen Wüste Negev, im wasserreichen Galiläa und später auch Gebiete um Jerusalem und Hebron (siehe auch Karte 1946). (Granovsky 1925, 1929, 1952; Ruppin 1925). Die Mandatsmacht half nach: Genehmigung quasi staatlicher Tätigkeit der Einwanderer wie die Jüdische Agentur als politische Vertretung, hohe Besteuerung für die palästinensischen Landlords, ausschließliche Unterstützung jüdischer Investitionstätigkeit und veränderte Eigentums- und Planungsgesetze begünstigten das zionistische Projekt und in der Folge entstand Landlosigkeit und Armut bei vielen palästinensischen Bauern. Hinzu kam der Ausschluss palästinensischer Arbeit auf jüdischen Feldern und die totale Exklusion des einmal gekauften Landes, Brunnen und Quellen eingeschlossen, als jüdisches Nationaleigentum, nicht rückkaufbar, wie Herzl es sich bereits erträumt hatte (Diner 1980).
Anders als Herzl's Vision gab es aber Widerstand seit Beginn der Kolonisierung. In Zeitungen, Depeschen an den Sultan und Demonstrationen äußerte sich der palästinensische Unmut, der die Gefahr der völligen Enteignung bereits erkannte. In den ersten großen nationalen Streiks hatten die Palästinenser bereits die ersten Märtyrer zu beklagen, die von der englischen Regierung in Akka aufgeknüpft und gehängt wurden (Passia 2000). Wenn es auch mahnende Stimmen in England gab, führten doch die dramatischen Ereignisse in Europa und die beschlossenen Vernichtung der Juden durch das Nazi Regime zu immer mehr Eiwanderung, zu härterem Vorgehen der englischen Behörden nicht nur gegenüber den Palästinensern sondern auch gegenüber den zionistischen Organisationen. Unter dem Einfluss dieser zionistischen Organisationen entwickelten verschiedene Kommissionen der Vereinten Nationen seitdem ihre Vorschläge für eine Teilung Palästinas.

1947: Der Teilungsplan 181 und internationale Verantwortung - Verwüstung der Dörfer und Vertreibung der Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung durch zionistische Milizen

Hatte die Jüdische Agentur mit nicht mehr als 6-7% des Mandatsgebietes Palästina mehr Land gekauft als besiedelt worden war, übertraf der Teilungsplan der Vereinten Nationen mit über 60% für den jüdischen Staat doch die tatsächlichen Besitzverhältnisse um einiges und war allein damit schon ein Unrecht. Die Palästinenser hatten keine eigene Stimme und haben diesem Plan auch nie zugestimmt - aber sie hatten keine Lobby. Entgegen dem eigenen 'Märchen' in Israel, dass der Kampf um Israel eine heroischer 'Befreiungskampf' gewesen sei, haben doch längst viele Recherchen und nicht zuletzt Ilan Pappe mit Hilfe der Militärarchive Israels den Beweis angetreten, dass dieser Kampf eher dem Verjagen der einheimischen Bevölkerung 'mit dem Schwert' (Zangwill) glich und seit spätestens 1945 ein systematischer Plan, der Plan D, zugrunde lag, nach dem Milizen wie Irgun und Stern oder die Haganah die Menschen in Städten und Dörfern vor die Alternative stellte: 'verschwindet oder ihr werdet getötet' (Pappe 2006, Kedar 1999). Das Ergebnis dieser systematischen Terrorisierung der palästinensischen Bevölkerung war
· Israel besetzt über 70% des Mandatsgebietes
· 750.000, fast Dreiviertel der palästinensischen Bevölkerung ist vertrieben und zu Flüchtlingen im eigenen Land oder den Nachbarländern geworden, Todesopfer nicht gezählt
· 500 Dörfer sind größtenteils zerstört, nur 100 bestehen noch und zwar in Galiläa und im sog. Dreieck um Um El Fahem
· Es verbleiben nur noch etwa 150.000 Palästinenser nach der Gründung des Staates 1948 in Israel, die Palästinenser mehrheitlich sind zu Flüchtlingen gemacht und von der eigens für sie geschaffenen UNWRA abhängig
Pappe reiht dieses Ereignis als 'Ethnische Säuberung' ein, vergleichbar dem kolonialen Genocid an der Urbevölkerung Süd- und Nord Amerikas, Australiens oder Afrikas (Pappe: 8) und nennt Plan D einen 'Masterplan der Vertreibung'.

1947 - 1967: Systematische Enteignung und Unterdrückung der Palästinenser in Israel - Judaisierung ihres Landes

Was folgt ist kurz zusammenzufassen: in Israel beginnt die totale Expropriation der verbliebenen Palästinenser. Dazu sind folgende im weitesten Sinn Planungs-Maßnahmen von Bedeutung, von denen viele bis heute in Israel angewendet werden und den Bewegungsraum für die Palästinenser immer enger ziehen:
· Zensus 1948: es wird unterschieden in Juden und Nicht-Juden, wer nicht in seinem Haus angetroffen wird gilt als 'Abwesender', sein Besitz wird konfisziert und später israelisiert
· Unterstellung der palästinensisch stark bewohnten Regionen Galiläa, Dreieck und den Negev unter Militärstatut mit Hilfe der britischen ehemaligen Ausnahmezustandsregelungen, die nicht außer Kraft gesetzt wurden und bis heute angewendet werden - die Beduinen können sich nur noch in kleinen Gebieten aufhalten und sind zu über 80% ihres Weidelandes beraubt
· Das Gesetz zum Rückkehrrecht für alle Juden der Welt
· Der Vertrag mit der WZO, world zionist organization, für Israel Einwanderung und Land zu besorgen
· Der Nationalplan zur Neuverteilung der Bevölkerung, darin
· Der Aufbau 30 Neuer Städte
· Der Aufbau von 700 Dörfern (Kibuzim und Moshavim)
· Der Aufbau von industriellen Zonen und landwirtschaftlichen Regionen
· Der Masterplan zur Wasserversorgung
· Die Enteignung palästinensischen Bodens begründet mit:
'Sicherheit', 'Abwesenheit', 'Verlassenem Land', 'Notstand' oder 'Planung' - in einer Mischung aus osmanischen, britischen und neuen israelischen Gesetzen, wobei letztendlich das Nationale Bodengesetz und das Grund-Gesetz über Israelischen Boden von 1958 und 1960 die endgültige Judaisierung besiegelte, ein Prozess den Oren Yiftachel ‚ethnocratic planning' nennt. (Yiftachel 1999) .


Im Ergebnis hatten die verbliebenen und die vertriebenen Palästinenser in kurzer Zeit zu 90% ihren Boden verloren und blieben Bürger zweiter Klasse, immer noch bedroht von Enteignung und Diskriminierung. Bis heute ist die Bevölkerung zwar auf über 1,2 Millionen angewachsen und stellt damit fast ein Viertel der israelischen Bevölkerung. Ihr gehört heute nur noch etwa 7% des Bodens. Fehlende Masterpläne erschweren eine entsprechende Entwicklungsplanung. Ohne Masterpläne keine Baugenehmigung - deshalb sind in einer Kleinstadt wie Um el Fahem mit 35.000 Einwohnern etwa 70% aller Wohnbauten 'illegal' und können jederzeit abgerissen werden. Über 100.000 Palästinenser, mehrheitlich Beduinen, sind 'nicht registrierte' Bewohner und leben in 'nicht registrierten' Dörfern, das heißt sie leben ohne staatliche Infrastrukturversorgung, also ohne Schulen, Wasser und Energie. Sie kämpfen für ihre Anerkennugn in den Plänen, nur wenige haben inzwischen einen legalen Status.
(State of Israel 1948, Spiegel 1966, Yiryis 1973, Sharon 1951, Grannot 1956, Badi 1961, Ben Gurion 1960, Lustick 1980, Abu Sitte 2004, Egbaria 2003, group of the 40ties)

1967: Besetzung der West Bank, Gaza, Golan und Sinai - mehr Enteignung und Judaisierung

Viele Experten urteilen, dass die Besetzung vor allem der West Bank und des Golan der Eroberung der reichen Wasserressourcen in beiden Gebieten dienen sollte. Israel versorgt sich über die West Bank Grundwasserbassins zu fast 40% seines Verbrauchs und ist bisher nicht gewillt, über Wassernutzungsrechte mit den Palästinensern zu verhandeln. Also kein Krieg zur Verteidigung? Manche Äußerung israelischer Politiker spricht dafür:
'Unsere Väter haben die Grenzen erreicht, die im Teilungsplan von 1947 anerkannt wurden ... unsere Generation erreichte die Grenze von 1949. Aber die Sechs-Tage Generation war in der Lage, Suez, den Jordan und die Golan Höhen in Syrien zu erreichen ... Dies ist nicht das Ende; denn nach den augenblicklichen Waffenstillstandslinien wird es neue Linien geben. Aber diese werden über den Jordan hinausreichen, vielleicht in den Libanon, vielleicht nach Zentralsyrien ... ' Mosche Dayan am 5.7. 1968 vor der Kibuzz Jugendorganisation (Times 25.6.1969)
Wieder gibt es Tote, wieder sind Tausende geflüchtet, wieder ist das Alltagsleben unter der Militärbesatzung zur Hölle für die Palästinenser geworden. Stück für Stück hat Israel unter der Militärbesatzung auch die West Bank den Palästinensern enteignet, nach ähnlichem Muster wie in Israel , die Mittel:
· Zensus, vor allem dient er für Jerusalem langfristig der Ausschließung der Jerusalemer Palästinenser
· Militärische Sperrzonen
· Definition von Abwesendenland
· Definition von nicht bebautem Land
· Fehlende Masterpläne
· Anwendung englischer Masterpläne aus der Mandatszeit
· Planung der Kolonien samt ihrer Infrastruktur.


Kolonisierungsaktivitäten 1967 - 1990 West Bank

aus: PASSIA 2001 (___Kolonien ..... Wohneinheiten)


Und die Folgen?

- Obwohl es hunderte UN Beschlüsse gibt zur Sicherung palästinensischer Rechte mit der Aufforderung an Israel sich aus den besetzten Gebieten und Ost-Jerusalem zurückzuziehen,
- obwohl Israel vielfach für seine Verletzungen der Menschenrechte international gerügt worden ist,
- obwohl Israel mit allen seinen Maßnahmen gegen die Haager Beschlüsse für kriegerisch eroberte, fremde und militärisch besetzte Gebiete verstößt und wegen Verletzung der Menschenrechte angeklagt ist,
- obwohl der Mauerbau vor dem internationalen Gerichtshof in den Haag verurteilt und der Abriß sowie die volle Entschädigung der geschädigten Palästinenser gefordert wurde -
forcieren sämtliche israelische Regierungen die Kolonisierung Palästinas weiter und die westliche Welt schert sich um ihre eigenen Beschlüsse nicht. Im Gegenteil die USA und vor allem Deutschland garantieren Israel die Dauerversorgung mit Geld und Waffen und versuchen aktuell die neuen real existierenden zionistischen Kräfte in Europa die Unterdrückung jeglicher Kritik an Israel auf höchster Ebene zu kriminalisieren. Es schert Europa und die deutschen Regierungen offenbar nicht, wenn das Ergebnis Israelischer Militär- und Planungspolitik so aussieht:

· Über 80% der West Bank sind unter israelischer Kontrolle, oder als ‚Israelland' registriert
· Über 100.000 Menschen haben die West Bank erneut verlassen, um eine bessere Zukunft für die Kinder im Ausland zu suchen
· Tausende von Häusern wurden ohne Genehmigung gebaut, weil es gar keine gibt und wurden durch Bulldozer zerstört
· Über 200.000 Siedler leben in den illegalen Kolonien in und um Jerusalem herum
· Über 200.000 Siedler besetzen das Land in den Kolonien der West Bank, in manchen leben bis zu 40.000 Menschen, es sind Städte geworden, die durch Autobahnen eng mit Israel verbunden sind
· Sharons Plan für 2010 ist, war die Ansiedlung einer halben Million israelisch, jüdischer Siedler in der West Bank und dieser Plan nimmt immer mehr Gestalt an.

Dies geschieht alles mit Kenntnis der Internationalen Völkergemeinschaft, die all dies verurteilt weil es gegen internationales Recht ist - aber nichts unternimmt.

2008: Die Mauer zerstört die Einheit Palästinas, Gaza und West Bank sind getrennt

In den letzten fünf Jahren vollzieht sich etwas, was einer endgültigen Zerstörung eines palästinensischen Staates gleichkommt. Mauern und Zäune - nicht zwischen Israel und Palästina - sondern um und zwischen den palästinensischen Dörfern und Städten errichtet - verhindert die notwendige Mobilität, stört den notwendigen sozialen Zusammenhalt, trennt die Menschen voneinander, von ihren sozialen und kulturellen Einrichtungen, schließt sie von Gesundheitsbehandlung, Schul- oder Universitätsbesuch aus und zerstört nicht nur die verwandtschaftlichen Beziehungen. (OCHA 2006)
Kann man von einem kulturellen, sozialen und geographischen Holocaust sprechen? Karten, Bilder und Fakten sprechen eine deutliche Sprache.


Wachturm an der Mauer/Zaun

Der organisierte Landraub von 1897 bis zum Mauerbau


Referenzen
Abu Sitte, Salman (2004): Atlas of Palestine 1948. London
Badi, Joseph (1961): Fundamental Laws of Israel. NY
Ben Gurion (1960): Volk und Staat in Israel. Olten
Diner; Dan (1980): Israel in Palästina. Königstein/Taunus
Egbaria, Kassem (2003): Urban Planning Policy in Arab Settlements in Israel. University of New Castle Upon Tyne
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Principiis Obsta: Geheimabkommen zwischen Uno und Nato kann nicht im Sinne der Weltgemeinschaft sein
11/29/2008 08:30 PM

Karikatur: Ursula Behr, http://urs1798.wordpress.com/

von Karl Müller

Ende September, Anfang Oktober 2008 berichteten nur sehr wenige Medien sehr kurz über ein geheimes Abkommen zwischen Uno und Nato, das der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, und der Generalsekretär der Nato, Jaap de Hoop Scheffer, unterzeichnet haben sollen.

Die «Financial Times Deutschland» meldete am 26. September, strengstes Stillschweigen sei vereinbart worden. Das Abkommen solle «die Zusammenarbeit in Krisensituationen wie in Afghanistan oder in Kosovo vereinfachen».

Das Abkommen sei bis zuletzt innerhalb der Uno umstritten gewesen, nicht zuletzt wegen der parteiischen Haltung der Nato im Georgien-Krieg. Ban Ki-Moon habe dann aber auf Druck Frankreichs, der USA und Grossbritanniens doch noch unterschrieben.

Und am 9. Oktober war in der englischsprachigen Ausgabe von RIA Novosti zu lesen, dass der russische Aussenminister Sergej Lavrov über dieses Abkommen schockiert sei. Der Vertrag sei im Geheimen und ohne Konsultation aller Uno-Mitgliedstaaten unterzeichnet worden. Nachdem es Hinweise darauf gegeben hatte, dass ein solcher Uno-Nato-Vertrag geplant sei, habe der russische Aussenminister beim Generalsekretär nachgefragt, von diesem aber nur ausweichende Antworten erhalten.

Der Redaktion Zeit-Fragen liegt der Text des Vertrages nun vor (siehe Kasten). Er hat das Datum vom 23. September und ist unterzeichnet von Ban Ki-Moon und Jaap de Hoop Scheffer. In der Tat haben die Generalsekretäre von Uno und Nato nicht nur die bisherige «Zusammenarbeit», zum Beispiel auf dem Balkan oder in Afghanistan, hervorgehoben, sondern auch eine Fortschreibung und einen Ausbau der «Zusammenarbeit» beschlossen.

Diese «Zusammenarbeit» wird insbesondere auf den «Geist» der Uno-Gipfelerklärung aus dem Jahr 2005 zurückgeführt. Das war der Uno-Gipfel, der die Möglichkeit weltweiter militärischer Interventionen der Uno, auch über die bisherige Uno-Charta hinausgehend, unter der Überschrift «Responsibility to protect» vorschlug und damit weitgehend einer Vorlage aus dem Jahr 2001 folgte, die unter wesentlicher Beteiligung von Kriegsscharfmachern wie Gerath Evans (Australien) oder Klaus Naumann (Deutschland) verfasst worden war (Zeit-Fragen berichtete am 26. Mai).

Schon einen Monat vor dem Uno-Gipfel, im September 2005, hatte der damalige Nato-Generalsekretär de Hoop Scheffer Vorschläge für einen Kooperationsvertrag zwischen Uno und Nato vorgelegt. Darüber berichtet ein, übrigens in Deutschland verfasstes, Analyse- und Strategiepapier (Janka Oertel: «The United Nations and Nato») vom Juni 2008, das den Vorschlag einer engeren «Zusammenarbeit» von Uno und Nato ebenfalls unterstützt.

So bestätigen sich also die grossen Bedenken der Kritiker des Konzeptes «Responsibility to protect», die hinter diesem Konzept nichts anderes sehen als das umformulierte Nato-Konzept der «humanitären Intervention», mit dem die Nato ihren mit imperialen Absichten verbundenen völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien rechtfertigen wollte – ein Krieg, der Tausenden von Menschen das Leben gekostet, die zivile Infrastruktur des Landes auf Jahrzehnte hin zerstört und weite Teile des Landes auf Dauer radioaktiv verseucht hat.

Bezeichnend ist der Zeitpunkt der jetzigen Unterzeichnung. Dieser passt zum Präsidentenwechsel in den USA, zu dem ganz offensichtlich schon im Vorfeld auch international die Weichen gestellt wurden. Anders als der noch amtierende Präsident Bush und seine Ideologen im Hintergrund, die eine Weltherrschaft der USA an der Uno vorbei errichten wollten, plant das Beraterteam um den neuen Präsidenten Obama die Einbindung der Uno in die Weltherrschaftspläne und damit eine groteske Variation des Konzeptes der «Koalition der Willigen». Obama selbst hat dies in seiner Rede vor der Berliner Siegessäule am 24. Juli mit Rhetorik gefüllt: «Jetzt ist die Zeit, um neue Brücken über den ganzen Globus zu bauen, so stark wie diejenige, die uns bisher schon über den Atlantik verbindet. Jetzt ist die Zeit, um sich zusammenzuschliessen, durch andauernde Kooperation, starke Institutionen, gemeinsame Opfer und eine globale Verpflichtung zum Fortschritt, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen.»

Sehr vieles weist darauf hin, dass das tatsächliche Ziel dabei ist, die vollkommen ungerechte Vormacht des Westens und insbesondere der USA mit allen Mitteln aufrechterhalten zu wollen; eine Vormacht, von der es heisst – so die neueste Studie der US-Geheimdienste «Global Trends 2025: A Transformed World» (www.dni.gov/nic/NIC_2025_project.html) –, sie drohe endgültig verlorenzugehen.

Wie bislang darauf reagiert werden soll, zeigen applaudierende Äusserungen des ehemaligen deutschen Aussenministers Fischer im Nachrichtenmagazin Focus vom 13. August über die Absichten Obamas: «Seine Rede in Berlin war Klartext.» Obama habe den Europäern gesagt: «Mit mir wird in Zukunft gemeinsam entschieden und dann gemeinsam gekämpft, und wenn es sein muss, auch gemeinsam gestorben.»

Zu Obamas Beratern gehören auch Ideologen der «humanitären Intervention» wie Samantha Power (vgl. die Analyse von Jürgen Wagner: «Obama: Vorsicht vor allzu grossen Hoffnungen», IMI-Analyse 2008/37 vom 5. November). Der CDU-Abgeordnete Willy Wimmer schrieb in einem Brief am 17. November an den deutschen Aussenminister Steinmeier sogar, dass sich das Personal um Obama «wie eine Dublette jener Kräfte ausnimmt, die uns in den Jugoslawien-Krieg […] getrieben haben».

Dass sich Ban Ki-Moon dem Druck der Kriegsmächte USA, Grossbritannien und seit Sarkozy auch Frankreich gebeugt hat, bestätigt die Befürchtungen all derer, die beim neuen Generalsekretär eine Abhängigkeit von den USA vermuten.

Aber das kann nicht das letzte Wort der Vereinten Nationen sein. Die Charta der Organisation verpflichtet diese auf das Völkerrecht: auf die Gleichberechtigung der Nationen, auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker, auf das Interventionsverbot und insbesondere auf das Friedensgebot. Angriffskriege und imperiales Hegemonialstreben sind nach dem Völkerrecht ein Verbrechen. Die Nato hat sich trotz verbaler Bekundungen seit ihrem strategischen Konzept aus dem Jahr 1991, welches das erste Mal über den völkerrechtlich zulässigen Selbstverteidigungsauftrag hinausging, und noch schlimmer mit den strategischen Konzepten von 1999 sowie den strategischen Beschlüssen der Nato-Gipfel 2004, 2006 und 2008 von dieser Grundlage verabschiedet und will diese Hybris im kommenden Jahr mit einem neuen strategischen Konzept «krönen».

Die Nato hat sich mehrfach des Verbrechens gegen die Uno-Charta schuldig gemacht und tut dies täglich im von ihr faktisch besetzten Afghanistan und anderswo im Rahmen von OEF und seit der bislang nicht zurückgenommenen Erklärung des Bündnisfalles nach dem 11. September 2001. Von daher gehören die Verantwortlichen der Nato vor ein Völkerrechtstribunal. Dass der Generalsekretär der Uno mit der Nato eine engere «Zusammenarbeit» vereinbart hat, ist eine schallende Ohrfeige für jedes Rechtsbewusstsein und darf keinen Bestand haben.

Sehr oft schon seit dem Ende des kalten Krieges haben sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und der Generalsekretär der Weltorganisation vor den US-amerikanischen Karren spannen lassen. Mit einem Präsidenten Obama ist diese Gefahr noch grösser geworden. Die Weltgemeinschaft darf das nicht durchgehen lassen. •

Verstoss gegen Uno-Charta

Wenn der Text der gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen Uno und Nato stimmt, ist es ein Skandal; denn es geht gegen Geist und Buchstabe der Uno-Charta und überschreitet die Kompetenzen des Uno-Generalsekretärs. Die Uno muss unabhängig bleiben und darf sich nie auf die Seite eines Militärbündnisses stellen. Es liegt auf der Hand, dass dies ein Affront gegen China und Russland ist sowie auch gegen die «blockfreien» Staaten (118 Staaten).
Als mein ehemaliger Chef Sergio Viera de Mello und etliche Uno-Kollegen in Bagdad im August 2003 durch ein Attentat ums Leben gekommen sind, machte ich in einem Interview deutlich, dass dies zum Teil darauf zurückzuführen war, dass die Iraker die Uno als einen imperialistischen Arm der Nato verstanden haben beziehungsweise wahrscheinlich noch so verstehen. So wurden meine guten Kollegen Ziel des Anschlags.

Man muss daran denken, dass sich die Nato an illegalen Kriegen beteiligt hat so wie 2003 im Irak (was Artikel 2 [4] der Uno-Charta verletzt, wie der damalige Generalsekretär der Uno Kofi Annan damals mehrfach festgestellt hat). Ausserdem hat sich die Nato Kriegsverbrechen auf dem Balkan, im Irak und in Afghanistan zuschulden kommen lassen. Auch den Einsatz von DU-Waffen kann man nur als Verbrechen gegen die Menschheit bezeichnen.
Die Generalversammlung muss sich mit dieser Uno-Nato-Erklärung dringend befassen und ihre Rechtsungültigkeit feststellen.

Prof. Dr. iur. et phil. Alfred de Zayas,
Uno-Beamter im Ruhestand, ehemaliger Sekretär des Menschenrechtsausschusses

Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit der Sekretariate von Uno und Nato

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen und der Generalsekretär der Nato begrüssen die bereits über ein Jahrzehnt andauernde Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und der Nato zur Unterstützung der Arbeit der Vereinten Nationen an der Aufrechterhaltung des internationalen Friedens und der internationalen Sicherheit und wünschen im Geist der Ergebnisse des Weltgipfels von 2005 einen Rahmen für erweiterte Beratung und Zusammenarbeit zwischen ihren jeweiligen Sekretariaten zu schaffen. Daher haben sie sich auf folgendes geeinigt:

1. Wir, der Generalsekretär der Vereinten Nationen und der Generalsekretär der Nato, versichern erneut unsere Verpflichtung, den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit aufrechtzuerhalten.

2. Unsere gemeinsamen Erfahrungen haben den Wert effektiver und effizienter Koordination unserer Organisationen erwiesen. Wir haben eine operative Zusammenarbeit, beispielsweise bei der Friedenserhaltung auf dem Balkan und in Afghanistan, entwickelt, wo von der Uno autorisierte und von der Nato geführte Operationen gleichzeitig mit Friedenseinsätzen der Uno arbeiten. Wir sind zudem zusammen und gemeinsam mit weiteren Partnern zur Unterstützung von regionalen und subregionalen Organisationen tätig geworden. Weiter hat die Nato Pakistan 2005 während der Uno-Katastrophenhilfeaktionen Material und Personal zur Verfügung gestellt. Unsere Zusammenarbeit wird geleitet von der Uno-Charta, international anerkannten humanitären Prinzipien und Richtlinien und der Abstimmung mit nationalen Behörden.

3. Die weitere Zusammenarbeit wird einen signifikanten Beitrag dazu leisten, den Bedrohungen und Herausforderungen zu begegnen, auf die die internationale Gemeinschaft reagieren muss. Wir unterstreichen daher die Bedeutung der Einrichtung eines Rahmens für Beratung, Dialog und Zusammenarbeit, einschliess lich eines je nach der Situation erforderlichen Austausches und Dialogs zu politischen und operationalen Fragen auf der Führungsebene sowie auf den Arbeits ebenen. Auch versichern wir erneut unsere Bereitschaft, innerhalb unserer jeweiligen Mandate und Möglichkeiten regionalen und subregionalen Organisationen jeweils gewünschte und angemessene Unterstützung zu gewähren.

4. Wir gehen davon aus, dass dieser Rahmen flexibel gestaltet werden muss und sich mit der Zeit weiterentwickelt. Daher vereinbaren wir, die Zusammenarbeit zwischen unseren Organisationen im Hinblick auf Fragen von gemeinsamem Interesse weiterzuentwickeln, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf Kommunikation, Teilen von Informationen, einschliesslich Fragen des Schutzes der Zivilbevölkerung, des Aufbaus von Kapazitäten, von Training und Übungen, Auswertung von Lernergebnissen, Planung und Unterstützung für Eventualitäten und operationale Koordination und Unterstützung.

5. Unsere Kooperation wird sich unter Berücksichtigung des spezifischen Mandates, der speziellen Erfahrung, Verfahrensweisen und Möglichkeiten unserer jeweiligen Organisation in praktischer Hinsicht weiterentwickeln, um einen Beitrag zur internationalen Koordination bei der Reaktion auf globale Herausforderungen zu leisten.
Vereinbart in New York am 23. September 2008.

Jaap de Hoop Scheffer,
Generalsekretär der Nato;

Ban Ki-Moon,
Generalsekretär der Vereinten Nationen
(Übersetzung Zeit-Fragen)


Quelle: Zeit-Fragen[Link] [Cache]
Werner Imhoff: Zur Kritik der Peer-Ökonomie
11/29/2008 08:19 PM

[Werner Imhoff hat an dem Hiddinghausen-Seminar zur Peer-Ökonomie teilgenommen und nun eine Kritik der Peer-Ökonomie verfasst, die nachfolgend dokumentiert ist.]

Christian Siefkes entwirft in seinem Buch “Beitragen statt tauschen” das Modell einer sog. Peer-Ökonomie, indem er die Prinzipien der Freie-Software-Community – freie Kooperation im Rahmen autonomer Projekte zur Produktion frei nutzbarer Programme – mit gewissen Modifikationen auf die Produktion materieller Güter (und Dienstleistungen) überträgt. Das Ergebnis ist sicher eine Art gedanklicher Negation der kapitalistischen Warenproduktion, und es hebt sich positiv ab von traditionellen Sozialismus-Konzepten, indem es die Überwindung der Warenproduktion als praktisches Problem der Individuen behandelt, statt sie den (lösungsunfähigen) Ersatzsubjekten Partei und Staat zuzuweisen. Nichtsdestotrotz krankt das Modell an grundsätzlicher Praxisuntauglichkeit, weil es nahezu alle Voraussetzungen und Anforderungen mißachtet, die die Menschen bei gemeinschaftlicher Produktion auf der Basis der vom Kapital entwickelten Produktivkräfte, nicht zuletzt der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, zu bewältigen hätten.

Eine nicht-utopische, also prinzipiell (aber nicht voraussetzungslos) machbare Alternative zur kapitalistischen Produktion, ihre mögliche praktische Negation, läßt sich eben allein aus der kapitalistischen Wirklichkeit selbst erschließen, deren Umwälzung ihr ja wohl vorauszugehen hätte. Und zwar aus dem Gesamtprozeß der gesellschaftlichen Reproduktion in seinen kapitalistischen Formzwängen, von denen er zu befreien wäre, nicht aus gesellschaftlichen Randerscheinungen, so zukunftsträchtig sie auch scheinen mögen, weil in ihnen Privateigentum und Privataustausch keine (unmittelbare) Geltung mehr haben. Auch die “Peer”-Produktion der freien Software ist aber nur eine Randerscheinung neben anderen Formen unmittelbar vergesellschafteter Produktion, wenn auch eine relativ neue und unbestritten attraktive. So nachvollziehbar daher der Wunsch sein mag, in ihr den Keim oder die Vorwegnahme einer neuen Gesellschaftsform zu sehen, so unverzichtbar bliebe es doch, ihre Tragfähigkeit für die gesellschaftliche Organisation der materiellen Produktion an dieser selbst zu überprüfen.

Nicht so für Christian. Ihm genügt die immanente Plausibilitätsprüfung der Vorstellungen in seinem Kopf, der die Probleme der Produktionswelt auf das Austarieren widerstreitender individueller Neigungen reduziert. Ja, er hält sein Wunschdenken für so realitätsmächtig, daß er die Praktikabilität der Peer-Ökonomie als Organisationsweise der gesellschaftlichen Produktion nicht nur einfach postuliert, sondern sie kurzerhand auch noch zur aktuellen Möglichkeit erklärt. In seinem Buch hatte Christian die Zukunft der Peer-Ökonomie immerhin noch als offene Frage behandelt, wenngleich er ihre grundsätzliche Realisierbarkeit und Unwiderstehlichkeit schon durch die Kraft seiner Argumente und die Attraktivität des praktischen Beispiels für erwiesen sah. In den “Hiddinghausener Gesprächen” aber hat er nun offenbart, daß er ihre Realisierung tatsächlich als praktisches Projekt aufziehen möchte. Er versteht sein Modell also wahrhaftig als Bauplan für eine hier und heute neu zu konstruierende Produktionssphäre, die sich neben der kapitalistischen Produktion etablieren, mit ihr konkurrieren, sie gar verdrängen (S. 33) und die Peer-Ökonomie so zur “dominierenden Produktionsweise” (S. 10, 18, 22 u.a.) machen (können) soll. Dabei muß man gar nicht erst die Phantasie strapazieren beim Versuch, sich den prophezeiten Verdrängungsprozeß auszumalen – allein schon der Gedanke an den Aufbau einer parallelen Produktionssphäre neben der bestehenden kapitalistischen ist so aberwitzig, daß er dazu verleiten kann, das Projekt als schlechten utopischen Scherz abzutun. Wenn aber – wie in Hiddinghausen – erwachsene Menschen ernsthaft darüber diskutieren, wie und womit es in Gang zu setzen wäre, ohne selbst bei der Frage nach den erforderlichen Produktionsmitteln stutzig zu werden, dann sind offenbar weitere und konkretere Realitätshinweise angebracht. Ich beschränke mich zunächst darauf darzulegen, warum die Peer-Ökonomie keine Chancen hat, sich neben der kapitalistischen zu etablieren. Die weitergehende Begründung, warum sie auch den Anforderungen an eine mögliche nachkapitalistische Produktionsweise nicht gerecht wird, kann ich zu einem späteren Zeitpunkt nachliefern, falls sich ein hinreichendes Interesse daran abzeichnet. Anders als die gängige Keimform-Diskussion verlangt sie allerdings die Bereitschaft, sich auf “das Alte” einzulassen, um “das Neue” als wirkliche Möglichkeit und mögliche Wirklichkeit in ihm und nicht neben ihm zu finden…

Was Christian zwar beiläufig registriert (z.B. S. 33), aber in all seinen Gedankengängen beharrlich ignoriert, ist der gegebene stofflich-technische Zusammenhang der gesellschaftlichen Gesamtarbeit, die gesellschaftliche Arbeitsteilung oder Kombination spezialisierter Teilarbeiten, die sich unter der Herrschaft des Kapitals entwickelt hat und immer noch weiter entwickelt. Mit ihr wächst die wechselseitige Abhängigkeit aller “unabhängigen” Privatproduzenten und zugleich der Anteil der Produktionsmittel am gesellschaftlichen Gesamtprodukt. Jede Arbeitskraft in der industriellen Produktion von Konsumtionsmitteln setzt heute weltweit (!) direkt und indirekt zwei Arbeitskräfte in der Produktion von Produktionsmitteln und -diensten voraus. Die Teilung der gesellschaftlichen Arbeit aber und mit ihr die Abhängigkeit von Produktionsmitteln aus fremder Hand verurteilt jeden Versuch einer nennenswerten Entwicklung gemeinschaftlicher Produktion neben der kapitalistischen schon im Ansatz zum Scheitern. Diesem Schicksal würde auch die Peer-Ökonomie nicht entgehen können.

Es ist schon angelegt in der eigenwilligen Idee, eine gesellschaftliche (?) Produktionsweise begründen wollen, die sich praktisch auf die Produktion von Konsumtionsmitteln beschränken soll. In Christians “acht essentials”, den Bereichen lebensnotwendiger Bedürfnisse, die die Peer-Ökonomie befriedigen soll (Audio 5), sind zwar auch Infrastruktureinrichtungen, wie Strom- und Wasserversorgung, vorgesehen, die sich ebenso konsumtiv wie produktiv nutzen lassen. Aber davon abgesehen, gehört die Produktion von Produktionsmitteln nicht zu den “essentiellen” Aufgaben der Peer-Ökonomie, obwohl Christian natürlich sehr wohl weiß, daß ohne sie auch keine Produktion von Konsumtionsmitteln möglich ist. Mag sein, daß diese “Fehlstelle” in Christians Modellkonstruktion noch so etwas wie Realitätssinn ausdrücken und dem Vorwurf eines lächerlichen Gigantismus vorbeugen soll. Man stelle sich etwa ein Peer-Projekt zur Errichtung eines Hüttenwerks oder zum Bau eines Containerschiffs vor! Mag auch sein, daß Christian die Attraktivität der Peer-Ökonomie für so unwiderstehlich hält, daß er meint, die Lohnabhängigen der Produktionsmittelindustrien würden eines Tages der kapitalistischen Produktion den Rücken kehren und sich mitsamt ihren Fabriken der Peer-Ökonomie anschließen. Doch es ist gar nicht nötig, über die Motive seiner eigenwilligen Konstruktion und deren fernere Zukunftschancen zu spekulieren, es reicht, ihre Konsequenzen für den “Start” der Peer-Ökonomie zu durchdenken.

Die erste ist, daß die Peer-Produzenten die allermeisten Produktionsmittel, die sie für ihre “Projekte” benötigen, würden kaufen müssen. Entlastung durch frei verfügbare Gemeingüter und den Aufbau eines “commons”-Netzwerks (Audio 7) wäre bestenfalls in marginalem Umfang auf der Stufe kleindimensionierter, einfacher Handwerks- und Manufakturarbeit herstellbar. Soll die Peer-Ökonomie aber bemüht und – hinreichendes zahlenmäßiges Wachstum der Projekte einmal vorausgesetzt – imstande sein, eines Tages das ganze Spektrum der “acht essentials” abzudecken, und zwar mit Gütern und Dienstleistungen, die denen der kapitalistischen Produktion ebenbürtig sind, dann bräuchte sie dazu auch vergleichbare Produktionsverfahren, also technisch gleichwertige Produktionsmittel – von der erforderlichen Produktivität noch gar nicht zu reden. Solche Produktionsmittel aber wären nur in Ausnahmefällen als Gemeingüter verfügbar oder verfügbar zu machen. Augenwischerei ist auch Christians Empfehlung, “für den Anfang” Projekte “ohne große Vorleistungen oder Eintrittsbarrieren” zu wählen (Audio 5). Denn die Vertagung technisch aufwendigerer Projekte senkt deren spätere finanzielle “Eintrittsbarrieren” nicht im geringsten; allenfalls erleichtert der “Zeitgewinn”, die dazu nötigen Mittel anzusparen.

Ums Sparen mit entsprechendem Konsumverzicht würden die Peer-Produzenten allerdings nicht herumkommen. Denn außer den Produktionsmitteln für ihre Projekte würden sie auch die meisten Konsumtionsmittel weiterhin kaufen müssen, weil sie von den vielen tausend Dingen und Diensten des täglichen Lebens “zunächst” nur einige wenige selbst herstellen könnten. Das aber bedeutet, daß sie “bis auf weiteres” auf Lohnarbeit als Einkommensquelle angewiesen blieben, sofern sie nicht gerade selbst Kapitalisten wären oder Hartz-IV-Empfänger oder Rentner. Was wiederum zur Folge hätte, daß die meisten von ihnen der Peer-Produktion nur in ihrer begrenzten Freizeit nachgehen könnten (nicht viele Lohnabhängige verdienen halt so gut wie Informatiker, die mit zwei, drei Arbeitstagen pro Woche ihren Lebensunterhalt bestreiten können). Und da eine Vollzeitstelle in der kapitalistischen Wirtschaft eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden erfordert, dürften, fürchte ich, ohne den Idealismus der Peer-Pioniere herabsetzen zu wollen, kaum mehr als 12 bis 15 zusätzliche Wochenstunden als zumutbar gelten.

Die pro Kopf verfügbare Arbeitszeit wäre in der Peer-Ökonomie also nur etwa ein Drittel der “Normalarbeitszeit” in der kapitalistischen Wirtschaft. Unter sonst gleichen Bedingungen müßte sie daher dreimal so produktiv genutzt werden, um ein vergleichbares Pro-Kopf-Ergebnis an Gütern und Dienstleistungen hervorbringen zu können. Andererseits sollen die Peer-Produzenten (vorerst) nur sich selbst und ihre Familien, also eine vielleicht nur zwei- bis dreifache Personenzahl versorgen, während in der kapitalistischen Wirtschaft z.B. Deutschlands die in der unmittelbaren Produktion von Konsumtionsmitteln Beschäftigten für eine sechs- bis siebenfache Bevölkerung arbeiten müssen. Sie könnten sich daher damit zufrieden geben, das Produktivitätsniveau der etablierten “Konkurrenz” zu erreichen – wenn es denn erreichbar wäre. Warum es nicht erreichbar ist, möchte ich an einem Beispiel illustrieren.

Angenommen, es finden sich irgendwo 50 Anhänger der Peer-Produktion, die zur Herstellung von Fahrrädern miteinander kooperieren wollen. Da sie keinerlei einschlägige Produktionskenntnisse haben, suchen sie im Internet nach Informationen und Ratschlägen, wie sie die Fahrradproduktion aufziehen könnten. Sie stellen fest, daß es eine ganze Reihe von Möglichkeiten gibt, von der simplen Montage vorgefertigter Einzelteile bis hin zur komplexen Fabrik mit immerhin 50prozentiger Fertigungstiefe. Auf Christians Empfehlung hin wählen sie das Verfahren mit den niedrigsten Eintrittsbarrieren, mieten eine nicht zu kleine Werkstatt an, bestellen bei verschiedenen Herstellern die Einzelteile für je 50 Tourenräder, Mountainbykes und Rennräder und kaufen noch eine Lackierkabine dazu. Anschließend teilen sie die relativ einfachen Montage- und Lackierarbeiten untereinander auf, und 14 Tage später, nach Eintreffen aller bestellten Vorprodukte, machen sie sich ans Werk. Trotz des Gedränges in den Abendstunden, trotz mancher Ungeschicklichkeiten und trotz einiger defekter oder ungenau gearbeiteter Einzelteile haben sie nach einer Woche 145 Fahrräder fertig, nur fünf sind Ausschuß. Und als die Leute die Produktionskosten pro Fahrrad berechnen, liegt das Ergebnis sogar noch etwas unter den gängigen Ladenpreisen. Mit sich und der Peer-Welt zufrieden, schließen sie das Projekt ab, um sich einem anderen zuzuwenden.

Andernorts sind ebenfalls Anhänger der Peer-Produktion dabei, sich zur Herstellung von Fahrrädern zusammenzuschließen. Als sie den Erfahrungsbericht des vorherigen Projekts im Internet lesen, sind sie jedoch wenig begeistert. “Inclusive Internetrecherchen haben 50 Peer-Produzenten an die vier Wochen für 145 Räder gebraucht, die eine mittlere kapitalistische Fahrradfabrik mit 300 Beschäftigten in weniger als einer Stunde produziert”, stellen sie fest und meinen: “Mit dieser geringen Produktivität werden wir ewig vom Kapitalismus abhängig bleiben und nie eine Gesellschaft aufbauen, die ihre Grundbedürfnisse selbst befriedigen kann. Wir müssen unsere Zeit effektiver nutzen und mehr und mehr selbst herstellen.” Also entscheiden sie sich – weitsichtig, wie sie sein möchten – für eine Produktion mit größerer Fertigungstiefe, bei der sie alle metallischen Teile selbst formen und zudem variieren können. Allerdings müssen sie sich belehren lassen, daß sie dafür wenigstens 100 verschiedene Arbeitsplätze besetzen müssen. Während sie noch in der lokalen Peer-Szene um neue Mitarbeiter werben, informieren sie sich im Internet schon mal im Detail über die nötigen Produktionsmittel und deren Kosten. Am Ende kommt eine Summe heraus, die das ganze Projekt ad absurdum führt: 5 Mio. Euro oder 50.000 Euro pro Person wären das Mindeste, was sie aufbringen müßten, um die Produktion aufnehmen zu können. Dazu aber bräuchten sie eine langjährige Ansparphase, denn keine Bank leiht ihnen Geld für ein Unternehmen, dessen “Geschäftsinhalt” in der Vernichtung von “Wert” besteht statt in seiner Vermehrung. Die erhoffte Produktivitätssteigerung würde sich somit ins absolute Gegenteil verkehren. Und da die Peer-Produzenten (vorerst) ja nur für sich und ihre Familien produzieren wollen, wäre das Ende vom Lied (vorausgesetzt, die Produktion selbst gelänge), daß sie sich die “unentgeltliche” Nutzung von vielleicht 300 Fahrrädern mit einem Zigfachen ihres Ladenpreises erkauft hätten, vom jahrelangen Konsumverzicht gar nicht zu reden, während die schöne neue Fabrik zwar ihr Eigen wäre, aber erst mal ungenutzt in der Gegend herumstünde. Ob dieser Aussicht wird das ganze Projekt ersatzlos abgeblasen…

Das Dilemma der Beispielprojekte ist genereller Art. Soll die materielle Peer-Produktion finanzierbar sein, bleiben ihr praktisch alle modernen Produktionsmittel und -verfahren verschlossen, kann sie nie über die Stufe einer kommunistischen Freizeitbeschäftigung in einigen arbeitsintensiven und – im Unterschied zur Freie-Software-Bewegung – qualifikatorisch anspruchslosen Randbereichen und Nischen der kapitalistischen Produktion hinauskommen. Soll sie aber die Produktivität der kapitalistischen Industrie erreichen, steigen allein die finanziellen Hürden – und andere sind ja bisher nur angedeutet worden – in schwindelnde Höhen. Die Fahrradproduktion im zweiten Projekt war noch ein relativ kostengünstiges Beispiel. Tatsächlich liegt die “Kapitalintensität” pro Arbeitsplatz im gesamtindustriellen Durchschnitt in Deutschland bei knapp 300.000 Euro.

Aus dem beschriebenen Dilemma der Peer-Produktion gibt es keinen Ausweg. Es nützt auch nichts, angesichts der hohen “Eintrittsbarrieren” die Zahl der Projektteilnehmer zu vermehren, um damit die Pro-Kopf-Kosten zu senken und die Vorlaufzeit zu verkürzen. Ob 100 Personen zehn Jahre oder 1.000 Personen ein Jahr lang sparen müssen, macht keinen Unterschied. In beiden Fällen wäre eine gleich große Finanzkraft gebunden, die für andere Projekte nicht zur Verfügung stünde. Da die Produktionsmittelkosten, wie gesagt, ein generelles Problem darstellen, würde das Verfahren außerdem verallgemeinert werden müssen und im Endeffekt bedeuten, daß jedes einzelne Projekt einen überproportional großen Anteil an der verfügbaren Gesamtarbeitskraft beanspruchte und diese deshalb – selbst wenn sie ständig zunähme – immer nur einen Bruchteil des “essentiellen” Bedürfnisspektrums befriedigen könnte. Auch bei gemeinschaftlicher Produktion können die Menschen ihre begrenzte Gesamtarbeit nun mal nicht in beliebigen Anteilen auf die verschiedenen Produktionszweige verteilen, sind bestimmte, gesellschaftlich notwendige Proportionen einzuhalten, wenn sie alle ihre Bedürfnisse befriedigen wollen.

Nebenbei würden die Kosten der Produktionsmittel auch das Konzept der “Verteilungspools” durchkreuzen, die die lokale und personelle Beschränktheit der Projekte überwinden sollen (Kap. 5.2). Die Verteilung der Produkte soll beruhen auf dem Vergleich des “Produktionsaufwands”, den sie gekostet, mit dem, den die Menschen selbst zum Pool beigetragen haben. Zum Produktionsaufwand aber zählt Christian allein die für ein Projekt geleistete und nach dessen Regeln “gewichtete” Arbeitszeit (als wären die “Projekte” autarke Produktionseinheiten). Der Aufwand und Verbrauch an Produktionsmitteln, hier also ihre Kosten, würde auf beiden Seiten des Vergleichs daher außer Betracht bleiben. Produzenten, die selbst nur geringe Ausgaben für Produktionsmittel hatten, könnten sich also ohne weiteres Produkte aneignen, deren Herstellung ein Vielfaches an Produktionsmittelkosten verschlungen hat. Was würde passieren? Wahrscheinlich gäbe es viel böses Blut, auf die “billigen” Projekte würde ein Run einsetzen, die “teuren” Projekte würden nicht mehr genug Freiwillige finden oder sich aus dem Pool zurückziehen; und am Ende stünden die Menschen vor der Wahl, entweder die Produktionsmittelkosten in den Produktionsaufwand einzubeziehen, also ihn und damit zwangsläufig auch die “gewichteten Stunden” in Geld auszudrücken, was auf die Wiedereinführung der kapitalistischen Produktionsweise hinausliefe, oder die Peer-Produktion mangels Entwicklungschancen einzustellen…

Sowenig gemeinschaftliche Produktion möglich ist ohne Rücksicht auf das verfügbare Volumen der lebendigen Arbeit, die gesellschaftliche Gesamtarbeit, sowenig sie auf die “Vergegenständlichung” vergangener Arbeit in Form von Produktionsmitteln verzichten kann, sowenig auch auf die “Anhäufung” vergangener Arbeit in der menschlichen Arbeitskraft selbst, als gesammelte Erfahrung im Umgang mit Arbeitsgegenständen und -mitteln. Doch für Christian scheinen Qualifikation und Spezialisierung der Arbeitskraft bedeutungslos, jedenfalls vernachlässigbar zu sein. Was ihm für die Freie-Software-Bewegung nicht im Traum einfiele, nämlich zu behaupten, daß jedermann ohne spezielle Vorkenntnisse Quellcodes lesen und bearbeiten könne, postuliert er für die materielle Produktion. Er unterstellt der Peer-Ökonomie fabelhafte Alleskönner, denen die Lektüre von Bauanleitungen und Blaupausen bereits das nötige Know-how vermittelt, alle möglichen Produktionsanlagen und -abläufe zu planen und zu beherrschen (“Universal Production Upset”, Audio 5), und die ohne einschlägige Produktionspraxis im voraus jeden individuellen Arbeitsaufwand ebenso inhaltlich beurteilen wie zeitlich bemessen können (”Aufwandsversteigerung”, Kap. 4.3.3, in gesteigerter Form in den “Verteilungspools”, Kap. 5.2). Sollte die Peer-Produktion je das Stadium der praktischen Erprobung erreichen, wäre jedoch eins sicher: Die meisten Produktionsmittel würden es nicht heil überstehen, und sämtliche Aufwandskalkulationen und -absprachen wären in kürzester Zeit Makulatur. Aber dazu, denke ich, wird es gar nicht erst kommen…

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Plus: Keine kleinen Preise, wenns um Gold geht (BOO)
11/29/2008 08:13 PM
Eigentlich ist dies kein richtiger Boo, sondern eine lobende Erwähnung für besondere Geschäftstüchtigkeit im Verkauf überteuerter Produkte und besonderer Leistungen in der Abzocke. Beim Billigramscher Plus gibt es nicht nur kleine Preise, sondern im Online-Shop auch Goldmünzen zum fünffachen Preis des Goldes.[Link] [Cache]
Lumières dans la nuit: Ihmezentrum / »Lindenpark«
11/29/2008 08:09 PM

Auch, wenn das Ihmezentrum demnächst Lindenpark heißen soll, was sich dieser Euphemismus besser in die allgegenwärtige Reklame der gegenwärtigen Zeit fügt: Es ist nicht Linden, und es ist kein Park. Seit vielen Monaten ist die Betonburg eine lärmverseuchte, dreckige Baustelle…

Ihmezentrum-Baustelle

…auf der unglaublicherweise auch noch Menschen leben.

Und es war vorher schon scheußlich

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Deutschland Debatte: Merkel lernt es nicht
11/29/2008 07:50 PM

Welch ein politisches Gezerre:

Behauptung: Wirtschaftsschwäche, weil Grossbanken den Unternehmen keine Kredite geben.

“Im dritten Quartal seien sogar gut neun Prozent mehr Kredite als im gleichen Zeitraum des Vorjahres gewährt worden. Die privaten Banken hätten dazu überdurchschnittlich mit einem Plus von 13,9 Prozent beigetragen. Es gebe derzeit keinen Hinweis, der für eine Kreditklemme in Deutschland spreche, sagte Weber”, schreibt n-tv.

Mal für Dummies:

  1. Kauf auf Pump in den USA beendet - Konsequenz: negatives Wirtschaftswachstum
  2. Negatives Wirtschaftswachstum in den USA - Konsequenz: Entlassungen
  3. Entlassungen in den USA - Konsequenz: geringere Nachfrage der Kunden
  4. Geringere Nachfrage der Kunden in den USA - Konsequenz: geringere Importe aus Asien …
  5. Geringere Importe aus Asien - Konsequenz: Zurückfahren der Produktion in Asien
  6. Zurückfahren der Produktion in Asien - Konsequenz: keine neuen Produktionsanlagen in Asien erforderlich
  7. Keine neuen Produktionsanlagen in Asien erforderlich - Konsequenz: Stornierung Aufträge in Deutschland
  8. Stornierung Aufträge in Deutschland - Konsequenz: negatives Wirtschaftswachstum in Deutschland
  9. Negatives Wirtschaftswachstum in Deutschland - Konsequenz: Entlassungen
  10. Entlassungen in den Deutschland - Konsequenz: geringere Nachfrage der Kunden …

Der Irrtum zweiter Ordnung war, dass man glaubte, dass die Nachfrageschwäche durch die Nachfragestärke aus Asien wettgemacht werden würde, es käme nicht zu diesem Einbruch. FALSCH!

Der Finanzmarkt kann in den realen Markt so viel Geld pumoen, wie sie wollen. Ist keine Nachfrage da, dann sinkt der Umsatz mit ca. 1,5 Milliarden Menschen!

Hat die Merkel noch immer nicht verstanden, dass die Wirtschaft etwas komplexer ist, als sich Dummies das so manchmal vorstellen?

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politplatschquatsch: Qualen an der Quetschkommode
11/29/2008 07:50 PM
Paul Hiraga ist Downpilot, aber manchmal darf neben dem Mann aus Seattle doch noch jemand mit der Quetschkommode helfen, die todtraurigen Liedlein noch ein bisschen todtrauriger zu machen. Das klappt dann auch hervorragend.[Link] [Cache]
Duckhome: Komm, isch mach disch nackisch!!!
11/29/2008 07:47 PM
Als erstes las ich es im Teletext. Und dann natürlich auch im Internet:

Die Bundesregierung will nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung die umstrittenen Nacktscanner erneut testen lassen


Nun also doch!?

Mit deren Hilfe erhofft man sich ja, den Terrorismus besser bekämpfen zu können.

Allerdings:
Geklärt werden müsse unter anderem, ob durch die Nacktscanner die Persönlichkeitsrechte ausreichend gewahrt blieben. Zur Meldung


Ohja, ganz bestimmt!

Schaut man mal im Juraforum vorbei, findet man einige Hinweise zum Thema "Persönlichkeitsrechte".

Da steht dann etwas von "Schutz der Privatsphäre" oder auch vom "Recht am eigenen Bild", gehört dazu nicht auch das Recht an meinen Nacktscanner-Bildern?

Weiter kann man dort lesen:

Das Recht am eigenen Bild bzw. der Persönlichkeitsschutz wird zusätzlich durch § 201a StGB "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen" geschützt. Danach wird bestraft, wer von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt Bildaufnahmen herstellt oder überträgt und dadurch deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt.

Der jurististische Ausdruck "höchstpersönlicher Lebensbereich" wurde damit erstmals in einem Gesetz verwendet. Auf den Begriff "Intimssphäre" wurde laut der Begründungen zu dem Gesetzentwurf verzichtet, da er mit einer zu engen Assoziation mit dem Bereich Sexualität und Nacktheit verbunden ist. Jedoch soll sich die Auslegung des Begriffs höchstpersönlicher Lebensbereich an der bisher ergangenen Rechtsprechung zur Intimssphäre orientieren.

Der Anwendungsbereich eines "gegen Einblicke besonders geschützten Raumes" erstreckt sich u.a. auf Hotelzimmer, Umkleideräume oder durch Hecken oder Mauern vor Blicken geschützte Gärten.



Ich fürchte, man wird sich auch beim Thema "Nackt-Scanner" wieder- wie so oft- gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen, allerdings bin ich doch sehr auf die Begründung gespannt.

Der Zweck heiligt die Mittel?
Sicherheit geht vor?

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr, wohin das noch alles führen soll? Gott sei Dank, werde ich in absehbarer Zeit nicht fliegen müssen, da bleibt mir wohl vieles erspart.

So bleibe ich für heute mit ratlosem Kopfschütteln zurück.....

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TAMMOX-TV: Goldrausch in der Tiefsee
11/29/2008 07:44 PM
ARTE
Goldrausch in der Tiefsee
In der Tiefsee hat eine Art Goldrausch begonnen...
Freitag, 5. Dezember 2008 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
12.12.2008 um 12:00
17.12.2008 um 10:40

(Deutschland, 2008, 43mn)
WDR
Regie: Sarah Zierul

In der Tiefsee hat eine Art Goldrausch begonnen. Die ungebremste Ausbeutung von Bodenschätzen mit schwerem Gerät in den Tiefen der Ozeane ist ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Die Dokumentation von Sarah Zierul zeigt, dass angesichts immer knapper werdender Rohstoffvorkommen an Land weit vor den Küsten Fakten geschaffen werden, deren Folgen für Menschen und Umwelt noch nicht abzusehen sind.
Die Suche nach immer neuen und immer größeren Rohstoffvorkommen hat jetzt den größten und am wenigsten erforschten Lebensraum der Erde erreicht, die Tiefsee. Lange Zeit galt sie als tote Wüste. Heute entdecken Forscher in Tausenden Metern Tiefe Landschaften von atemberaubender Schönheit, ungezählte neue Lebewesen, aber auch Rohstoffe in unvorstellbaren Mengen. Die aufwendig recherchierte Dokumentation begleitet erstmals die weltweit wichtigsten Projekte, die die Erschließung der Schätze des Meeresbodens planen.
Vor Neuseeland sind deutsche, neuseeländische und amerikanische Forscher auf der Suche nach wertvollen Mineralien. Mit dem modernsten Tauchroboter der Welt erkunden sie ein Gebiet, in dem Gold, Kupfer und andere Metalle lagern - die Erzminen der Zukunft.
Der französische Erdöl-Konzern Total setzt schon seit Jahren auf die Ölreserven vor der Küste Angolas, die von schwimmenden Fabriken aus 1.400 Metern Tiefe gepumpt werden. Die Reichtümer der Tiefsee machen aus dem westafrikanischen Staat ein neues Eldorado und sorgen dafür, dass sich die militärische Präsenz der USA immer weiter verstärkt.
Mitten im Pazifik suchen deutsche Regierungsbeamte nach riesigen Feldern von Manganknollen. Meeresbiologen warnen allerdings davor, dass der Tiefseebergbau den gesamten Ozean in Gefahr bringt, mit unabsehbaren Folgen für die Nahrungskette und das Weltklima.
Die Dokumentation macht deutlich, dass mit den ehrgeizigen Vorhaben nicht nur Chancen, sondern auch enorme Risiken verbunden sind. Denn oft ist unklar, wem die Bodenschätze aus der Tiefe eigentlich gehören. Grenzverläufe existieren auf hoher See nicht und selbst in Küstennähe sind die Grenzen häufig umstritten. Es drohen politische Konflikte, internationale Machtverschiebungen und Umweltschäden in einem Gebiet, über das wir so gut wie nichts wissen.[Link] [Cache]
TAMMOX-TV: Arm und alt - Wenn die Rente nicht reicht
11/29/2008 07:44 PM

Die Reportage
Arm und alt - Wenn die Rente nicht reicht
MI 22:30
NDR Fernsehen
Mittwoch, 3. Dezember 2008 um 22:30 Uhr (bis 23:00 Uhr)

Auguste S. sitzt an ihrem Küchentisch und ist verzweifelt. Die 84-Jährige aus Bremen hat ihre Miete nicht überwiesen. Jetzt droht ihr der Rauswurf aus der winzigen Wohnung am Bahndamm.


Doch wovon soll die Seniorin die 380 Euro Mietschulden zahlen? Die alte Frau hat das Geld nicht und auch keinen Fernseher, kein Telefon und keine Couch. Schon heute leben 400.000 Rentner in Deutschland nur von Grundsicherung, von der Sozialhilfe für Senioren: 347 Euro im Monat plus Miete und Heizkosten. In zwanzig Jahren ist jeder Dritte von Altersarmut bedroht, so schätzen Experten. "Das wird das Problem der Zukunft sein", meint Irmtraud Pommer von der Arbeiterwohlfahrt in Bremen. "Es gibt ja heute schon viele, die voll arbeiten und trotzdem von ihrem Lohn nicht leben können. Die werden im Alter noch weniger haben."

Seit 17 Jahren kümmert sich Irmtraud Pommer im Bremer Stadtteil Gröpelingen um Senioren. Die Sozialarbeiterin hat viel Elend gesehen. Aber seit ein paar Jahren sei die Lage schlimmer geworden. "Früher gab es vom Sozialamt einmalige Beihilfen", so Irmtraud Pommer. "Heute müssen die alten Leute sehen, wie sie über die Runden kommen."

Zwei Wochen lang haben die Autoren Carsten Rau und Hauke Wendler Menschen begleitet, die arm und alt sind. Rentner, die ein Leben lang gearbeitet haben. Ihr schmales Einkommen reicht gerade mal für einen Kaffee aus dem Automaten, vielleicht ein Kreuzworträtselheft zum Wochenende oder eine Fahrt mit der Straßenbahn, doch es langt nicht für eine neue Brille oder die dritten Zähne.

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TAMMOX-TV: Abkassieren per Skalpell
11/29/2008 07:44 PM

OP's ohne Grund:

Sinnlose Operationen - Abkassieren per Skalpell

SWR

Sendung am Montag, 01.12.2008, 22.30 bis 23.15 Uhr

Patient Bernhard L. beim Kernspin seines Knies

Patient Bernhard L. beim Kernspin seines Knies

Bernhard L. ist verzweifelt: Wegen geschwollener Knie war er nach den Skiurlaub zum Arzt gegangen. Dessen Diagnose: Abrieb im Kniegelenk. Eine Glättung des Knorpels und eine Gelenkspülung wurde als Therapie empfohlen. Dabei hatte der 54jährige Unternehmer gar keine ernsten Beschwerden. Heute ist das anders: Nach einer aufwändigen Operation in einer Münchner Privatklinik kann er - unter Schmerzen - nur noch wenige hundert Schritte pro Tag laufen. "Nonsens-Operation" lautet die Diagnose des sachverständigen Gutachters. An Bernhard Pales Knie wurden medizinisch unsinnige Eingriffe vorgenommen. 17 000 Euro hat der Unternehmer dafür hingeblättert. Bernhard L. wird wohl nie wieder richtig laufen können.

Leider kein Einzelfall! Nonsens-Operationen sind in Deutschland an der Tagesordnung. Dabei haben wissenschaftliche Studien die medizinische Sinnlosigkeit vieler Eingriffe längst bewiesen. So die bekannte Moseley-Studie: Der amerikanische Chirurg Bruce Moseley hatte Ende der 90er Jahre in einer Studie die Hälfte seiner Kniepatienten mit einer Knorpelglättung und einer Gelenkspülung behandelt. Den übrigen Patienten wurden nur zwei kleine Schnitte am Knie beigebracht, um den endoskopischen Eingriff vorzutäuschen. Die Patienten wussten nicht, ob sie tatsächlich oder nur zum Schein operiert worden waren. Als das Geheimnis zwei Jahre später gelüftet wurde, fand sich kein signifikanter Unterschied im Befinden zwischen den wirklich Operierten und den Scheinoperierten.

Die Studie ist in Fachkreisen bestens bekannt und gilt als Muster einer gut durchgeführten Untersuchung. Doch warum wird dieser Eingriff am Knie immer noch zehntausendfach jedes Jahr durchgeführt? Warum weigert sich die zuständige medizinische Fachgesellschaft, die Studie in ihren Leitlinien zu erwähnen? Und müssten nicht die Krankenkassen ein Interesse daran haben, überflüssige oder gar schädliche Operationen aus ihrem Leistungskatalog auszuschließen? Diesen Fragen geht die SWR-Dokumentation "Betrifft: Sinnlose Operationen" nach. Bei der Recherche zeigte sich: mit solchen Eingriffen - nicht nur am Knie, auch an der Bandscheibe, am Rücken oder mit dem Herztkatheter - werden jedes Jahr gigantische Summen umgesetzt.

Ein Film von Frank Wittig

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TAMMOX-TV: Memory Books
11/29/2008 07:43 PM

Montag, 1. Dezember 2008 um 21.00 Uhr

ARTE

Wiederholungen:
05.12.2008 um 09:55
10.12.2008 um 03:00
Memory Books
(Uganda, Deutschland, 2007, 90mn)

In Uganda leben allein zwei Millionen Waisen, die ihre Eltern aufgrund von Aids verloren haben. Im Land entstand eine Initiative, genannt "Memory Books", durch die HIV-infizierte Eltern angeleitet werden, ihre Familienerinnerungen aufzuschreiben. So entstehen Hefte mit Fotos, einfachen Zeichnungen, Ratschlägen, Gedanken und Wünschen. Sie sind oft das Einzige, was den Kindern bleibt, wenn die Eltern gestorben sind - ihr wertvollster Besitz. Christa Grafs Dokumentarfilm wirft einen berührenden Blick in diese Bücher und begleitet einige Kinder und Eltern beim Schreiben.

1992 wird die Organisation NACWOLA in Uganda gegründet. Sie hilft von Aids betroffenen Familien und verwaisten Kindern, mit der Krankheit und ihren Folgen umzugehen. Und die Organisation hat viel zu tun, denn in Uganda leben allein zwei Millionen Kinder, deren Eltern dem HIV-Virus zum Opfer gefallen sind.
Die ehrenamtlichen Gesundheitshelferinnen von NACWOLA führen Kurse in den Dörfern durch. Neben Fragen zu Gesundheit, Hygiene und Pflege geht es dabei vor allem um die Zukunft der Kinder. In diesem Rahmen ist auch das "Memory Book"-Projekt entstanden. Eltern, vor allem Mütter, schreiben zusammen mit ihren Kindern Erinnerungsbücher. Offen und sensibel wird den Kindern nahe gebracht, dass sie bald allein sein werden. Familiengeschichten, Traditionen, Märchen, Lieder, Fotos und kleine Zeichnungen, Ratschläge, Gedanken, Wünsche - alles findet Platz in den bunten Heften, die bald zum wertvollsten Besitz der Kinder werden.
Der Dokumentarfilm begleitet Christine, eine HIV-infizierte Krankenschwester und NACWOLA-Helferin bei ihrer Arbeit im Krankenhaus und beim Unterricht in den Dörfern.
Christine war 42, als ihr Mann an Aids starb. Für sie brach eine Welt zusammen, als sie erfuhr, dass auch sie infiziert ist. Es dauerte lange, bis sie den Schock, die Angst und die Wut auf ihren Mann verkraftet hatte. Sie nahm ihr Leben wieder in die Hand, schrieb Erinnerungsbücher für ihre drei Kinder und setzt sich mit aller Kraft und Überzeugung für andere Mütter und Kinder ein.
Auch Harriet schreibt ein "Memory Book". Es ist für die kleine Winnie, da sie nicht weiß, wie viel Zeit ihr noch bleibt. Ihre Tochter Rachel hat sie bereits durch Aids verloren, und auch Tochter Angela ist infiziert. Nur Patrick ist gesund, ihr einziger Sohn. Sie lässt Winnie nicht testen, da sie Angst vor dem Ergebnis hat. Harriet und ihre Kinder leben nicht allein in dem kleinen Haus, das ihr Mann kurz vor seinem Tod gebaut hatte. Sie muss sich den Platz mit der Zweitfrau Elisabeth und deren Kindern George und Juliette teilen. Drei Kinder hat sie in der Nähe des Hauses schon begraben. Ihr Mann leugnete bis zum Schluss, dass er beide Frauen mit dem Virus angesteckt hatte. Auch Elisabeth weiß, wie wichtig es ist, Erinnerungsbücher für George und Juliette zu schreiben, aber sie ist dazu noch nicht in der Lage.
Betty lebt in einem kleinen Dorf weit entfernt von der Hauptstadt Ugandas. Erst nach dem Tod ihres Mannes erfuhr sie von einer Krankheit namens Aids. Nur zwei Kinder sind ihr geblieben, George und Lucy. Betty hat keine Angst vor dem Tod und hofft, ihre verstorbenen Kinder dann wiederzusehen. Da sie weder lesen noch schreiben kann, diktiert sie George das Erinnerungsbuch für Lucy: "Ich hoffe, du verlierst nie den Mut und schaust vorwärts."
Die Menschen in Christa Grafs Dokumentarfilm haben mit Haltung, großer Würde und Selbsthilfeinitiative einen Weg gefunden, mit der Krankheit Aids umzugehen. Das gibt ihnen Kraft, die sie an ihre Kinder weitergeben. Dank der "Memory-Bücher" ist in Uganda ein Bewusstsein für die Krankheit entstanden, wie in keinem anderen Land in Afrika.[Link] [Cache]
TAMMOX-TV: Amish People - Leben in einer anderen Welt
11/29/2008 07:43 PM

Montag, 1. Dezember 2008 um 14.00 Uhr

WunderWelten

(Frankreich, 2005, 53mn)
ARTE F
Regie: Alexandre Fronty

"WunderWelten" erkundet die wenig erschlossenen Regionen dieser Erde. Dabei verrät die Dokumentationsreihe Wissenswertes über Kultur und Religionen der einheimischen Volksgruppen sowie Erstaunliches über die exotische Tier- und Pflanzenwelt. Heute: Amish People - Leben in einer anderen Welt

In einem kleinen Dorf in Pennsylvania glaubt der Durchreisende, in die Vergangenheit katapultiert worden zu sein: Pferdekutschen, Männer mit Vollbärten, Frauen mit weißen Häubchen und nirgendwo Radio oder Fernsehen. Hier leben "Amish People", Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft, die ihre Wurzeln in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts hat. Nach eigener Einschätzung sind sie "in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt". Sie arbeiten in der Landwirtschaft, lehnen den technischen Fortschritt großteils ab und akzeptieren Neuerungen nur nach sorgfältiger Überlegung. In der schnelllebigen modernen Welt sind die Amish nicht bereit, ihre Traditionen aufzugeben. Sie legen viel Wert auf Familie und Gemeinschaft und bevorzugen ein einfaches Leben auf dem Land ohne Fernsehen, Radio und Internet, ohne Elektrizität und Modezwänge.
Heute zählen die Amish etwa 200.000 Mitglieder - beinahe doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren. Der Großteil lebt in den US-Bundesstaaten Ohio und Pennsylvania. Sie beherrschen zumeist die englische Sprache, sprechen untereinander jedoch einen altdeutschen Dialekt, auch Pennsylvaniadeutsch genannt, denn sie stammen überwiegend von Südwestdeutschen oder Einwanderern aus der deutschsprachigen Schweiz und dem Elsass ab.
Wie viel von der modernen Welt sie in ihre Gemeinschaft hinein lassen, hängt von den einzelnen Gruppen ab. Manche lehnen Tourismus aus Prinzip ab, wollen sich nicht fotografieren oder filmen lassen. Andere hingegen gewährten der Kamera für diese Dokumentation einen Einblick in ihren Alltag.[Link] [Cache]
TAMMOX-TV: Good Will Hunting
11/29/2008 07:43 PM
Samstag, 29. November 2008
VOX
20.15 Uhr

Good Will Hunting

Drama, USA 1997

Semesterbeginn am Bostoner Massachusetts Institute of Technology: Der angesehene und mit diversen Preisen ausgezeichnete Mathematikprofessor Gerald Lambeau stellt seinen Studenten eine Aufgabe, die er für unlösbar hält. Damit sie sich dennoch die Zähne daran ausbeißen, stellt er ihnen eine hervorragende Zensur in Aussicht, sollten sie die Aufgabe bis zum Semesterende gelöst haben. Womit er allerdings nicht gerechnet hat: Bereits am nächsten Tag steht die richtige Lösung an der Tafel - und keiner der Studenten will es gewesen sein. Neugierig, wer das Genie ist, stellt Lambeau eine zweite Aufgabe und erwischt Hausmeistergehilfen Will Hunting dabei, wie er auch diese im Handumdrehen löst. Doch der rebellische Waisenjunge will von seiner Genialität nichts wissen, ist noch nicht reif, etwas aus seinen Fähigkeiten zu machen. Will ist ein richtiger Underdog, der lieber mit seinen Kumpels aus dem Arbeiterviertel Southie in Kneipen herumhängt und Schlägereien anzettelt. Die Chance für Lambeau kommt, als Will wegen einer Prügelei mit einem Polizisten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird: Unter der Bedingung, dass Will sich einmal in der Woche bei ihm zu einer Mathematiksitzung einfindet und eine Therapie macht, kann Lambeau den Richter überzeugen, Will noch einmal davonkommen zu lassen. Die Mathematiksitzungen sind für Will ein Kinderspiel, doch sieht er es überhaupt nicht ein, vor irgendjemandem sein Seelenleben auszubreiten. Er vergrault einen Psychiater nach dem anderen und will auch von Lambeaus hochfliegenden Karriereplänen nichts wissen. Will Hunting will sich für nichts und von niemandem einspannen lassen, daran ändert auch die aufkeimende Liebe zu der Studentin Skylar nichts. Auch sie leidet unter der Unnahbarkeit des zornigen jungen Mannes. Nachdem Will wieder einmal einen Seelenklempner verschlissen hat, kommt Lambeau auf die Idee, ihn mit seinem alten Freund Sean Maguire zusammenzubringen, einem Psychologieprofessor, der ebenfalls aus Southie stammt und den ein ähnlicher sozialer Hintergrund mit Will verbindet. Erst ihm gelingt es, Wills harte Schale zu durchbrechen und ihn dazuzubringen, mit seiner schrecklichen Kindheit abzuschließen. Und er ist es auch, der Will - entgegen aller Bemühungen Lambeaus - klarmacht, dass persönliche Erfahrungen und Gefühle mindestens ebenso wichtig sind wie das Wissen aus Büchern[Link] [Cache]
TAMMOX-TV: Tod im Krankenhaus
11/29/2008 07:43 PM
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Freitag, 19. Dezember 2008 um 22.35 Uhr

ARTE
Tod im Krankenhaus
(Deutschland, Frankreich, Niederlande, 2008, 43mn) ZDF

Was wird in europäischen Krankenhäusern gegen die Ausbreitung gefährlicher - weil gegen Antibiotika resistenter - Krankenhauskeime wie MRSA unternommen? So haben es die Niederländer im Gegensatz zu vielen ihrer Nachbarn geschafft, die Zahl der MRSA-Erkrankungen fast auf Null zu reduzieren. Die Dokumentation folgt den Verbreitungswegen der Keime, gegen die kein Antibiotikum mehr hilft, und berichtet über die Forschung nach wirksamen Impfstoffen. Und sie fragt nach, wie Patienten, die im Krankenhaus mit einem Superkeim infiziert wurden und ihn wohl nie wieder los werden, mit dieser Situation fertig werden.

Ins Krankenhaus geht man, um gesund zu werden. Doch manchmal wird man erst dort richtig krank. Die weltweite Ausbreitung neuer Super-Bakterien in Krankenhäusern bereitet den Ärzten Sorge. Der am weitesten verbreitete und gefährlichste unter den Krankenhauskeimen heißt MRSA . Er ist gegen gängige Antibiotika resistent und wird immer aggressiver. So sinkt die Zahl der Medikamente, die noch gegen ihn eingesetzt werden können, von Jahr zu Jahr. MRSA kann zu schweren Wundinfektionen, Lungenentzündungen, Sepsis und nicht selten zum Tod führen.
Europaweit sterben jedes Jahr rund 50.000 Menschen an dem Killer-Keim. Seit der Entdeckung des Penizillins haben sich Ärzte darauf verlassen, dass Antibiotika bakterielle Infektionen wirksam bekämpfen. Doch sobald ein neues Antibiotikum erfunden wurde, gab es schon wenige Jahre später resistente Bakterien-Stämme. Sie haben sich vor allem in den Ländern ausgebreitet, in denen Antibiotika besonders großzügig angewendet werden. Dort hingegen, wo sie gezielter und sparsamer vergeben werden, gibt es auch weniger Super-Keime.
Die Mikroben können jeden Zugang zum Körperinneren nutzen, und sei er noch so winzig. In den letzten 20 Jahren breitete sich MRSA stetig in den Krankenhäusern Europas aus. Allein in Deutschland infizieren sich jährlich 15.000 Patienten, in Frankreich fast doppelt so viele. Die Niederlande sind das einzige europäische Land, das die Ausbreitung von MRSA-Keimen in Krankenhäusern fast auf Null senken konnte.
Wie haben das die Holländer geschafft? Sie reagierten bereits in den 80er Jahren, als überall in Europa MRSA zum Problem wurde. Und sie reagierten strikt: Alle Risikopatienten werden in einem Raum mit Unterdruckschleuse und strenger Zutrittskontrolle isoliert.
Der Mikrobiologe Professor Jan Kluytmans aus der Amphia-Klinik in Breda befürchtet, dass man die Erfahrungswerte nicht übertragen kann: "Die Situation in unseren Nachbarländern ist schwer mit Holland zu vergleichen. In Großbritannien zum Beispiel sind die Krankenhäuser oft sehr alt, manchmal sehr schmutzig. Die Strukturen sind unterschiedlich, die Krankenschwestern arbeiten anders, es gibt weniger Pflegepersonal pro Patient und mehr Betten in einem Zimmer. All das muss man ändern, wenn man MRSA kontrollieren will, und zwar im ganzen Land. Wenn das nur ein einziges Krankenhaus macht und alle anderen nicht, dann wird es ständig Probleme geben. Es müssen alle an einem Strang ziehen, eine nationale Strategie ist notwendig." Noch greifen die nationalen Strategien nicht, von internationalen ganz zu schweigen.
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Tammox: Vorurteilsrochade.
11/29/2008 06:32 PM
Was sagt die Brandenburgerin, wenn sie ihren Sohn sucht?
- „Ich geh mal nach dem Rechten sehen!"

Na, wenn das nicht komisch ist.

Wieso ist das eigentlich komisch?

Es ist komisch, weil ein allgemein bekanntes Urteil mit einer Wortspielerei bestätigt wird:

Die Ossis haben nie die Nazizeit aufgearbeitet, wer überhaupt noch da lebt („DDR" = Der Doofe Rest), ist sowieso unterbelichtet, die Zonis wählen alle NPD und alle Jugendlichen sind prügelnde Skinheads.
Irgendwie ja auch angenehm, wenn man so ein unangenehmes Phänomen klar verorten kann - insbesondere, wenn es nicht vor der eigenen Haustür ist, sondern irgendwo weiter weg, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.

Lästigerweise funken nun Oliver Decker und Elmar Brähler von der Uni Leipzig dazwischen, die für die Friedrich-Ebert-Stiftung die Ergebnisse einer Langzeitstudie veröffentlicht haben:

Bewegung in der Mitte
Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2008
mit einem Vergleich von 2002 bis 2008 und der Bundesländer.

Das Gesamtergebnis ist schlicht und ergreifend schockierend - als Deutscher kann man sich nur schämen:

Rechtsextreme Einstellungen finden sich – zwar in unterschiedlichem Ausmaß – in allen Teilgruppen der Gesellschaft und sind damit ein Problem in deren Mitte und nicht an ihrem Rand. Hinzu kommt die Frage nach dem teilweise sehr hohen Anteil von Probanden, die den im Fragebogen genannten rechtsextremen Aussagen indifferent gegenüberstanden und den einzelnen Aussagen teilweise zustimmten und diese teilweise ablehnten.
Der Anteil der Bevölkerung, der sich zumindest nicht klar gegen rechtsextreme Einstellungen positioniert, wird dadurch erschreckend groß.
Bei den Probanden mit rechtsextremer Einstellung stellte sich die wirtschaftliche Deprivationserfahrung als ein wichtiger Faktor heraus, der im Hintergrund einer rechtsextremen Einstellung auszumachen war.
Daneben zeigte sich aber auch die politische Deprivation als zentraler Einflussfaktor, also das Gefühl der Befragten, politisch einflusslos zu sein.
Die Unfähigkeit, mit krisenhaften Lebenssituationen umzugehen, war bei diesen Probanden ein psychischer Faktor, der das Erleben der Deprivation moderierte. Hiermit deutet sich bereits ein weiterer Befund an, dass nämlich ein emotional kaltes und gewaltvolles Erziehungsklima von Probanden mit rechtsextremer Einstellung häufig berichtet wurde und damit auch psychosoziale Einflussgrößen als Ursachen rechtsextremer Einstellung angenommen werden müssen.

An dieser Stelle seien ein paar Zahlen genannt:

Demnach gibt es in den drei Kategorien „Chauvinismus", „Ausländerfeindlichkeit" und „Antisemitismus" ganz andere Spitzenreiter, als die erwarteten Länder Brandenburg und Meck-Pomm.

Beim „Chauvinismus" liegt ganz klar Bayern auf dem Spitzenrang mit 30,4 %. Sachsen (9,8%) und Brandenburg (16%) sind klar abgehängt.

Bei der „Ausländerfeindlichkeit" wurden zwei Spitzenreiter ermittelt; wieder ganz vorn Bayern und Sachsen-Anhalt mit je gut 39%. Tatsächlich ist die Ausländerfeindlichkeit aber auch in den Ostbundesländern nach wie vor extrem hoch: Brandenburg (34,6%), Mecklenburg-Vorpommern (32,2%), Thüringen (24,4%) und Sachsen (27,6%) haben allen Grund sich zu schämen. Hamburg liegt beispielsweise bei nur 13,6%.

Bayern hält ebenfalls ganz klar den Spitzenrang beim Thema „Antisemitismus". Erschreckende 16.6 % der Bayern sind Antisemiten, gefolgt von Baden-Württemberg (13,3%). Andere Bundesländer haben erheblich niedrigere Werte: Hamburg (3,8%) und das Saarland (1,1%) sind zu nennen.

Der Begriff Deprivation (von lateinisch de-„privare" = berauben) bezeichnet allgemein den Zustand der Entbehrung, eines Entzuges oder der Isolation von etwas Vertrautem, eines Verlustes, eines Mangels oder das Gefühl einer (sozialen) Benachteiligung.

Tja, Herr Seehofer - ich bin gespannt, wie sie es bewerten, daß in Ihrem Freistaat nach einem halben Jahrhundert absoluter CSU-Herrschaft die Deprivation so extrem weit fortgeschritten ist.
Die Bayerische Zeitung SZ ist erschrocken:
Denn ausgerechnet das Land Bayern liegt der Studie zufolge an der Spitze aller Länder, wenn es um Chauvinismus geht, also übersteigertes Nationalgefühl und die Überheblichkeit eines Staates gegenüber anderen. Da übertrifft Bayern den Forschern zufolge sogar noch Mecklenburg-Vorpommern, das sonst bei allen Kategorien vorne dabei ist. Beim Antisemitismus sind Bayern und Baden-Württemberg die Spitzenreiter.

Die taz aus Berlin bewertet die FES-Ergebnisse als „äußerst vielschichtig":
Die Zahlen belegen, dass es in manchen wohlhabenden Westbundesländern ähnlich viel Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus gibt wie in einigen ostdeutschen Regionen. Dabei stechen Baden-Württemberg und Bayern besonders hervor. Außerdem nehmen antisemitische Einstellungen in Ostdeutschland leicht zu. Und die Abnahme ausländerfeindlicher Einstellungen ist vor allem einem Rückgang im Westen geschuldet.

Im Westen Deutschlands bekommen antisemitische Aussagen eine höhere Zustimmung als im Osten, wo dafür die allgemeine Ausländerfeindlichkeit doppelt so hoch ist:
"32,6 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung zeigen ausländerfeindliche Einstellungen.
Das ist beinah doppelt so viel wie in Westdeutschland", sagte Decker.
Im Westen denken indes 18,5 Prozent, dass "auch heute noch der Einfluss der Juden zu groß" sei, im Osten stimmen dem 15,4 Prozent zu.
Dass "die Juden" mehr mit üblen Tricks arbeiten als andere Menschen, glauben im Westen 15,4 Prozent, 2,2 Prozentpunkte mehr als im Osten.

Eines ist auf jeden Fall nicht von der Hand zu weisen:
Es fehlt Deutschland vor allem an Bildung - wenn auch ob der untätigen CDU-Politiker eine weitere Verschlechterung auf diesem Gebiet zu erwarten ist.

Nur Wissen und Informationen helfen hier weiter.
Je ungebildeter die Menschen, desto krasser ihre Xenophobie:

Auffallend ist auch, dass Bildung einer der Hauptfaktoren für rechtsextreme Einstellungen ist. Knapp 23 Prozent ohne Abitur neigen zu Ausländerfeindlichkeit, bei den Abiturienten sind es nur 9,8 Prozent[Link] [Cache]
Wut!: Gold-Ramsch
11/29/2008 06:19 PM

Na, das wurde aber auch mal Zeit! Endlich ist mal jemand auf die Idee gekommen, aus dem abnehmenden Vertrauen vieler Menschen in das Geldsystem und aus der Flucht in das Gold klingende Münze zu machen:

Vorsicht bei Goldmünzen von Plus

Irgendwie empfinde ich angesichts dieser tollen Idee des Billigramschers “Plus”, den Leuten überteuerte Goldmünzen anzudrehen, den Hinweis auf die Folgeseite im Vidioten-Text der ARD sehr lustig: “Gewehre: Rückruf wegen Todesgefahr” — unwillkürlich muss ich an Geprellte denken, die zur nächsten Plus-Filiale mit einem Gewehr kommen, um negatives soziales Feedback für die dreiste Abzocke zu geben. :evil:

Aber so etwas wird in der BRD immer ein Traum bleiben. Hier wird jede Scheiße gefressen.

Posted in Betrug, Geld&Unsinn, Lüge, Medien, Norm&Wahn, S.A.A.R.T., Satire, Tinnef, Verdummung, Werbung, Zitate
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"Die Dreckschleuder": Elke Heidenreich im Internet…
11/29/2008 06:19 PM

Nach ihrem Rauswurf bei den Öffentlich Rechtlichen Fernsehsendern verlegt Elke Heidenreich (65) nun ihre Literatursendung “Lesen!” ins Internet. Ab sofort will sie jeden Monat eine neue Ausgabe bei litCOLONY.de präsentieren.
Hinter der Website stehen die Organisatoren des Kölner Literaturfestivals lit.cologne. Das neue Literaturportal wird über Werbung und den Verkauf von Büchern finanziert.

Auf die Idee, ihre Sendung ins Internet zu verlegen, habe sie anfangs skeptisch reagiert. Jetzt sei sie aber voll überzeugt, denn das Internet sei “das Medium der Zukunft”. Jeder könne sich “Lesen!” nun anschauen, wann er wolle. litCOLONY sei außerdem sehr professionell gemacht. Die Betreiber haben nach eigenen Angaben bis zum Start eine halbe Million Euro investiert.

Das Konzept, der Name und sogar die Musik von “Lesen!” blieben gleich, weil alle Rechte bei ihr lägen, sagte Heidenreich. Der einzige Unterschied sei, dass die Sendung nun in ihrer Stammkneipe “Backes” in der Kölner Südstadt aufgezeichnet werde. Immer in der ersten Woche eines Monats soll die neue Ausgabe freigeschaltet werden.

Posted in medien Tagged: heidenreich
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Merkel und Steinmeier: BKA-Gesetz oder Bombay
11/29/2008 06:18 PM

notmykanzler


Es ist sicherlich kein schöner Anblick Kanzlerin und Witzkanzlerkandidat mit heruntergelassenen Hosen zu sehen. Aber die Republik wird auch das noch verkraften.


Es ist diese bräsige, tumbe "Machtvergessenheit und Machtversessenheit", welche der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker bereits 1992 dem Berliner Parteien-Establishment ins Stammbuch geschrieben hatte, die in 16 Jahren durch Helmut Kohl zur Perfektion getrieben nun durch stümperhafte Nachäffer ihren Sieger-Ruf ruiniert.


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murdelta: creative commons music 70 //beitegeuze - concorde
11/29/2008 05:52 PM

laridae043_beitegeuze-concorde

Haste makes waste. Beitegeuze definitely doesn’t. Again Tyrolian sound enthusiast Thomas Berberich aka Beitegeuze has kept his fanbase waiting for several years before delivering a new album. And again it has been more than worth waiting for. On 7 tracks, Concorde celebrates the beauty of Retro Electronica, exuding the nostalgic flair of 70ies glamour while pleasing your ears with its flawless production - there are absolutely no excuses for not loving this superb amalgamation of form and content!

insgesamt gesehen ein sehr schoenes release, welches waehrend der kalten jahreszeit, zum entspannten lauschen im warmen einlaedt.
ich habe aber doch ein wenig hin und her ueberlegt, ob ich das posten soll oder nicht. denn es gibt da so 1, 2 tracks die auf dem album die ruhig haetten weg gelassen werden koennen. nach mehrmaligem durchhoeren blieb bei mir aber immer ein sehr positiver gesamteindruck stehen. deshalb moechte ich euch die concorde doch, und fast uneingeschraenkt ;), ans herz legen.

zum label: laridae
zum release: beitegeuze - concorde
[direktdownload | .mp3/30min/41mb]
[stream | .m3u]

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Suboptimales: Übel ist Übel - Wahlen 2009 und die Tendenz zur Plutokratie
11/29/2008 05:51 PM

nein_zu_volksparteienDie Parteien im Bundestag unterscheiden sich im Grunde nach überhaupt nicht groß von einander. Es ist vollkommen gleichgültig, was in den Wahlprogrammen steht , denn so sehr sich auch das, was in den Wahlprogrammen steht, von den Wünschen der Bourgeoisie unterscheidet, die Parteien müssen ihre Programme ganz schnell wieder aufgeben, wenn sie an die Macht kommen , weil, wie Karl Marx schon gewusst hat, die Parteien in der parlamentarischen Demokratie nur dem Zweck dienen, die Interessen der herrschenden Klasse zu vertreten. Aber wie sieht es aus mit dem Sozialismus , Kommunismus, Oligarchie, mit Diktaturen diverser Art ? Sprechen wir nicht von Wählerstimmen, denn was sollen Schafe sonst wählen ausser ihren Hirten, der sie zum Gras und zur Schlachtbank führt ???

Sprechen wir auch über die ELITE , elitär , über Wertmaßstäbe der Abgrenzung usw. - Eine Elite verschwindet nicht , weil wir uns “anti -elitär” verhalten ? Sondern die Elite wird pervers, wenn sie ihre Verantwortung als Elite nicht wahrnimmt ! Aber dazu muss man das Kind beim Namen nennen. Weil es angeblich heute in den parlamentarischen Demokratien keine Eliten gibt …. wird der Weg frei gemacht für die Eliten der übelsten Sorte , welche ihr eigenes Volk verraten und verkaufen und das für gar nicht mal soviel Geld ! Lobbyismus lässt grüßen und auch ganz ohne vorgehaltener Hand !

Eine Beschäftigung mit der Frage, in welchen Logen, die Vorstandsmitglieder der großen Banken “verkehren” tut im übrigen dringend Not !! Welche Wert Maßstäbe bieten uns heutige Eliten an und womit sind sie besser ?

Es gibt zum Beispiel eine Theorie, nach der ,der Homo Sapiens den Neandertaler nicht durch Überlegene Intelligenz , sondern durch überlegene Brutalität ausgerottet hat…. und wenn es so weiter geht wie zur Zeit , können wir uns alle bald im vorraus aufschreiben was wir wohl gerne zu unserem Leichenschmaus als 5 Gänge Menü wünschen. Jammern und Vergessen - Gemeinsam weinen und sich gemeinsam an schöne und lustige Zeiten erinnern……… nicht wahr ?

Habt Ihr überhaupt noch Lust Wählen zu gehen ?

Das Herrschaftsystem erlaubt es aber Ihnen nur einen Verbrecher zu wählen. Eine andere Möglichkeit haben Sie nicht. Wenn Sie nun wählen , dann wählen Sie das Herrschaftssystem , daß Sie beraubt , enteignet , ausbeutet und Ihnen Sachen auferlegt wozu Sie keine Lust haben. Man könnte auch sagen , wenn Sie wählen dann wählen Sie die Gewalt , die gegen Sie angewendet wird.

Wählt man aber nicht , ist das der noch schlimmere Weg !
Den dann wird das eine Übel vor den anderen Übeln gewählt . Wie man sieht , eine Zwickmühle in denen sich viele befinden. Man muss sich schon sehr genau das eine Übel anschauen mit all den Wahlprogrammen und was sie für einen selbst für Nutzen haben. Aber schaut Euch doch mal um , was glaubt Ihr , wieviele Parteien es mittlerweile gibt ? Und ich kann Euch versichern es werden Woche für Woche immer mehr . Hat es was gebracht ?

Schauen wir uns doch mal einen kleinen Auszug der aktuellen Parteienlandschaft in der Bundesrepublik Deutschland an :

Christlich Demokratische Union Deutschlands ?
Christlich-Soziale Union in Bayern ?
Freie Demokratische Partei ?
Sozialdemokratische Partei Deutschlands ?
Bündnis 90/Die Grünen ?
Die Linke ?
Die Republikaner ?
Neues Forum ?
Deutsche Soziale Union ?
Gesamtdeutsche Partei ?
Bürger in Wut ?
Deutsche Volksunion ?
Nationaldemokratische Partei Deutschlands ?
Südschleswigscher Wählerverband ?
Freie Wähler ?
Deutsche Soziale Union ?
Deutsche Kommunistische Partei ;-) ?
Partei der Arbeitslosen und Sozial Schwachen ?
Partei der Nichtwähler ?
PETO – Die junge Alternative ?
Rheinlandpartei - Die europäischen Föderalisten ?
Partei der Alternativen Bürgerbewegung 2000 Deutschlands ?
Neue Demokratie ?
Die MittelstandsPartei - Die bürgerliche Mitte ?
Demokratische Linke ?
Statt Partei Die Unabhängigen ?
Partei Rechtsstaatlicher Offensive ?
Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale ?
Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative ?
Partei Bibeltreuer Christen ?
Mensch Umwelt Tierschutz ?
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands ?
Humanistische Partei ?
Familien-Partei Deutschlands ?
Humanwirtschaftspartei ?
Deutsche Gemeinschaft für Gerechtigkeit ?
Christliche Mitte – Für ein Deutschland nach Gottes Geboten ?
Bürgerrechtsbewegung Solidarität ?
Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands ?
Allianz für Gesundheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit ?
Ab jetzt…Bündnis für Deutschland, Partei für Demokratie durch Volksabstimmung ?
50Plus-Bürger- und Wählerinitiative für Brandenburg ?
Die Basis ?

um hier nur einige zu nennen …. was kommt als nächstes ?

Ackermannche Volksunion ?
Manager fordern Gerechtigkeit ?
Christliche Volksfront ?
Freiheitlich Soziale Bytes und Bits ?
Socken und Schlüpferpartei ?
Schweine im Hörsaal ?
Selbstbewußte Autonome bei bedarf Erfolgreiche Studentische Ansammlung längerfristig Lädierter ?
Monstermäßig feiernde Verrückten Partei ?
KompetenzKompetenz Partei ?
Null Bock Partei ?
Deutsche Biertrinker Union ?
Die Investment Rasselbande ?
Die Rappelkistenpartei ?
An Alternativen ( und ) Kreativen Wegen Ausrichten ?
Wir selbst ?
International Grün Emanzipatorisch Links ?
Sex Partei ?
Heile Welt Partei ?
Partei für Lebensfreude und Gutes in der Welt ?
Mäusepartei ?
Bund liberal-ökologischer Demokraten / sozialistische alternative Union ?
Partei des richtigen Weges ?
Partei der Institutionellen Revolution ?
Deutsche Krank - radikale Untergrundspartei ?
Keine Partei entspricht meinem Wählerwillen ?
Liste unabhängiger Studierender ?
Rote-Khmer-Partei ?

Um übrigen , unabhängig was sie wählen wollen , letzten endlich bleibt fast alles beim alten , auch wenn ich tatsächlich , Links wähle , weil mir die Hartz IV Idee mehr wie nur kopfzerbrechen bereitet ,den sie erzeugt in mir unermässliche Wut ! Deshalb wähle ich Die Linke !

Aber selbst unsere Politriege scheint nicht mal mehr selbst an Demokratische Kräfte zu glauben , wie wohl die Aussage von Gesine Schwan selbst beweist.Sie rief die Deutschen zu mehr Zivilcourage auf. Eine Gesellschaft der Bürger mit Zivilcourage könne ein Bollwerk gegen Machtmissbrauch und Willkür errichten.

Jetzt frag ich mich allerdings wie stark dieses Bollwerk wohl sein wird , mit Chipstüten krümmelnd und wimmernd auf der Couch und der Sendung Anne Will und Ihren gekauften Gästen ? Bis jetzt ist es noch kein Bollwerk , eher eine Sandburg die im Begriff ist gebaut zu werden , aber jemand hat die Förmchen geklaut !

mfg Dirk

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politplatschquatsch: Alarm für Algebra-Verweigerer
11/29/2008 05:49 PM
Der stets lesenswerte Blog Die Anmerkung hat bemerkt, dass die Rechtsradikalen weder auf dem Vormarsch sind, diesmal zur Abwechslung wie immer im späten Herbst wieder im Internet: 1.700 rechte Internetseiten hat der Verfassungsschutz mittels langjähriger Recherchen im Datennetz entdeckt. Das ist, Überraschung!, sind ein neuer Höchststand.

Das ganze Netz ein Hort von Extremisten, Hitler-Anhängern und freien Kameradschaften, die den Umsturz planen, und dem der "Rechtsstaat" nun aber "einen Riegel vorschieben" (Brandenburgs Innenminister Blechinger) müsse wie seinerzeit Guderian im Kursker Bogen.

Ja, die versammelte Weltpresse von "Spiegel" über "Stern" bis SZ blökt hochaufgeregt mit. Doch in Zahlen ausgedrückt, die weder Verfassungsschutz noch dpa noch dem reportierenden RBB-Staatsfunk zur Verfügung standen, ist die Sachlange ein klein wenig anders: 8,7 Millionen Webseiten mit .de-Domain gibt es derzeit, bezieht man die 1.700 Seiten "mit rechtsextremistischen Inhalten" allein darauf, sind derzeit exakt 0,0195 Prozent aller Internetseiten rechtsextremistisch - umgerechnet also etwa zwei Seiten auf 10.000.

Ins Verhältnis zur deutschen Bevölkerungzahl gesetzt sind die Alarmrufe aus der Verfassungsschutzbunker noch schwerer nachvollziehbar und nur mit der generellen Konditionierung auf den "Kampf gegen rechts" als inhaltsleeres Ritual erklärbar: Überträgt man den Anteil der rechten Seiten im Netz an der Gesamtzahl der auf deutschen Domains angemeldeten Internet-Seiten auf die politische Prägung der 82.000.000 Millionen deutschen Staatsbürger, gäbe es hierzulande exakt noch klägliche 15.990 Rechtsextremisten.[Link] [Cache]
Esowatch: Von Quacksalbern und Scharlatanen
11/29/2008 05:46 PM


Die Anhänger postmoderner Esoterik sind letztlich nichts anderes wie Franchise-Nehmer. So wie Anthroposophen, Homöopathen etc.

Das Franchise besteht darin, ein vorhandenes System zu befürworten, welches einem im Gegenzug den Status des "Geheim-Wissenden" zugänglich macht - also dem, was man als Esoterik bezeichnet. Der Clou daran ist, dass diese Systeme völlig individuelle Arten von "Geheimwissen" erzeugen. Es wird also Menschen, die in die Fänge solcher geistiger Mc Donalds-Buden geraten, niemals möglich sein, auf gleicher Ebene zu agieren - der Guru ist stets unerreichbar voraus.

Das funktioniert auf sehr primitiven Ebenen, man kann als entsprechender Manipulator dem Anderen dann schon seine Unterlegenheit dadurch zeigen, dass er in der letzten Nacht nicht das gleiche geträumt hat. Steiner mit seiner Akasha-Chronik ist da ein legendäres Beispiel.

Ein gutes Franchise-Unternehmen bietet natürlich auch ausgefeilte Möglichkeiten zur Kundengewinnung. Im Fall der Esoterik-Branche ist das Mittel der Wahl, Komplexes einfach zu erklären; egal, welche Lügen das erfordert, so dass es möglichst auch die Blödesten kapieren.

[Exkurs: Ein typisches Beispiel ist R.G: Hamer mit seiner "Neuen Germanischen Medizin". Da gibt es nur fünf "eiserne Gesetze" die "immer" gelten. Alles ist ganz einfach. Im Gegensatz dazu kann man sich als wissenschaftlich Interessierter schon mal ein Jahr um die Ohren schlagen, um auch nur im Ansatz zu verstehen, was in einer "simplen" Zelle so abgeht.]

Das ist der erste Schritt, die Leimrute. Der Geleimte ist dankbar für ein einleuchtendes Modell. Dann kommt ein psychologisch/neuronaler Aspekt dazu: Erklärungsmuster, die uns einmal einleuchten, sind nur sehr schwer wieder abzuschaffen. Man denkt sich die ganze Welt in ihnen. Und schon ist der Leim getrocknet.

Danach will man es dem Guru nachtun: Man "lernt", will auch solche Einsichten haben. Das ist dank des Franchise-Systems aber unmöglich: Glaubt man an beliebige Ergüsse des Gurus, kann man diese niemals gleichzeitig nachvollziehen. Damit hat die Hilflosigkeits-Falle zugeschnappt: "Ich werde es nie so gut können wie mein Guru."

Geschäftstüchtige Gurus wiegeln natürlich ab: Sie bieten dann Kurse an. Und sollte jemand zweifeln, wird er in die Verzweiflung gestürzt: Er ist dann unfähig, das "große Ganze" zu verstehen.

So funktioniert dieses perfekte Geschäftsmodell seit Jahrhunderten. Quacksalber und Scharlatane sind die geistigen Schmarotzer der geistig Schwachen, der Unbeholfenen, der Ungebildeten, der Verzweifelten.

Solche Menschen auszunutzen, statt ihnen zu helfen, ist zutiefst unethisch. Meine ich jedenfalls.

ri[Link] [Cache]
Stefan-Ziller.de: Der Winter kommt - erster Schnee in Biesdorf
11/29/2008 05:44 PM

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SaarBreaker: Aufruf zu mehr Öffentlichkeit - Prozess gegen Meinungsfreiheit in Berlin
11/29/2008 05:40 PM

Am 01.12.2008 findet eine Verhandlung am Amtsgericht Tiergarten in der Berliner Turmstraße 91 statt. Raum 456 um 12.30Uhr. Es geht um eine Strafsache gegen den Betreiber von " mein-parteibuch.de", welches auf Grund vieler Abmahnungen leider geschlossen wurde. Bei der ersten Verhandlung wurde ersichtlich, Öffentlichkeit ist nicht erwünscht, die Verhandlung wurde abgebrochen und verschoben. Daher wäre es schön, wenn diesmal etwas mehr unerwünschtes interessiertes Publikum erscheinen könnte, damit aus der Verhandlung kein "Geheim-Prozess" wird. (Quelle: Urs1798)

Einlasskontrolle in Farbe
Einlasskontrolle in Farbe

Da unsere juristischen Herrschaften geradezu die Öffentlichkeit scheuen, wenn sie Urteile gegen das Volk und deren Meinungsfreiheit “im Namen des Volkes” aussprechen, sollten möglichst viele Besucher anwesend sein.

Amtsgericht Tiergarten
12 Uhr 30, Raum 456
Turmstraße 91, Berlin

Wenn wir unsere Meinungsfreiheit behalten wollen, müssen wir auch die Meinungsfreiheit der anderen verteidigen. Tun wir das nicht, werden alle “Freidenker” und unabhängige Journalisten bald verschwunden sein.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Radio Utopie: Ich hab ein neues Blog entdeckt - Solidarität erforderlich
11/29/2008 04:18 PM

Unter dem geheimnisvollen Titel Urs1798's Weblog geht es um die Kunstfreiheit, die mit Sicherheit ein hohes Gut ist. Die Autorin muss sich auch wegen ihrer bloggerischen Fähigkeiten keine Gedanken machen, die hat sie schon oft genug bewiesen. Es macht auch Sinn die Autorin mal in ihrem virtuellen Atelier zu besuchen.


Gleichzeitig fordert sie die Bloggergemeinde auf, etwas Solidarität zu zeigen. Am Montag dem 1.12.2008 findet um 12 Uhr 30 wieder einmal ein Zensurprozess statt, wie er in Deutschland ja leider üblich geworden ist.
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Freeman: Immer diese Alkohol trinkenden islamischen Terroristen
11/29/2008 04:12 PM
Man will uns immer wieder einreden, es sind fundamentale islamische Terroristen die Anschläge verüben und wahllos Zivilisten töten. Die radikalen Anhänger des Islam werden als die Bösewichte schlechthin dargestellt und damit die ganze Religion diffamiert. Dabei erleben wir jetzt in Mumbai (was als indisches 9/11 bezeichnet wird) und auch damals im Vorfeld zum 11. September 2001, dass die Attentäter sich überhaupt nicht islamisch verhielten, in dem sie massenweise Alkohol getrunken haben. Nur, wie passt das zusammen?

Schauen wir zurück was im Vorfeld zu 9/11 passierte

Einige Terroristen gingen am 5. September 2001 in Madeira Beach Florida auf ein Kasino-Boot der SunCruz Casinos um zu spielen und um sich zu amüsieren. Danach wurden die Terroristen in Miami beobachtet, wie sie alkoholisiert in einer Strip-Bar mit Geld um sich geschmissen und laut geprahlt haben. Am Abend des 7. und 8. September besuchen Atta und seine Mannschaft eine Bar in Oklahoma City. Sie tranken Bier und Schnaps, tanzten und fingen eine Schlägerei mit zwei Stammgästen an.

So benehmen sich nicht strenggläubige Muslime, die sich auf ihren bevorstehenden Märtyrertod vorbereiten. Alkoholkonsum, öffentlicher Sex und Glückspiel ist ausdrücklich verboten.

Das gleiche Verhalten in Mumbai

Laut der israelischen Webseite shturem.org, haben die sechs Terroristen welche in Mumbai die israelische Familie im Nariman House im Stadtteil Colaba als Geiseln genommen haben, einen Grosseinkauf vorher getätigt. Die Nachbarn hätten erzählt, die Attentäter hätten sich für mindestens drei Tage mit den Sicherheitskräften eine Schlacht liefern können, ohne sich um Lebensmittel zu sorgen.

Die Terroristen sind nach Colaba am Mittwoch Abend gekommen," sagte Mukund Shelke, der einen Lebensmittelladen am Colaba Markt führt. „ Bevor sie ins Nariman Haus stürmten, haben sie genug Lebensmittel gekauft, die für mindestens drei Tage reichten," sagte er.

Sie haben zwei Palleten mit Hühnern und Alkohol im Wert von Rs 25'000 von zwei Geschäften in Colaba gekauft, "sagte ein anderer Bewohner Joseph D'Mello. „ Sie gingen in das Nariman House Gebäude und nahmen die israelsche Familie gefangen."

Einheimische erzählten, die Terroristen wären Jugendliche. Niemand verdächtigte sie, es wären Radikale.

25'000 indische Rupee sind fast 400 Euro. Damit kann man bei uns schon sehr viel Alkohol kaufen, und wir können davon ausgehen, in Indien ist der Schnaps viel billiger.

Bier trinken und dann schiessen

Wie man von Augenzeugen hört, welche in diesem BBC-Bericht zitiert werden, wurden die Attentäter nicht als Inder beschrieben, sondern sie waren hellhäutig und hatten teilweise sogar blonde Haare, Punkfrisuren und tranken vor der Schiesserei Bier.

Sie berichten, die Tötungsorgie begann vor dem Leopold Cafe, ein beliebter Treffpunkt von Ausländern und auch Einheimischen. Drei Männer kamen ins Cafe, tranken Bier, zahlten ihre Rechnung und gingen raus. Dann holten sie Gewehre aus ihren Taschen und fingen an vor dem Lokal zu schiessen.

Mindestens zwei der Attentäter waren Briten

Ein hochrangiger indische Offizieller sagte, britische Staatbürger wären unter den Angreifern. Vilasrao Deshmukh, der oberster Minister für den Bundesstaat Maharashtra, in dem Mumbai liegt, erzählte dies dem indischen Fernsehen.

Patrick Mercer, Parlamentarier und ehemaliger Sicherheitssprecher der Konservativen sagte der Times, dass er Informationen erhalten hat, mindestens zwei der Terroristen hätten Ausweise und Kreditkarten, die sie mit Dewsbury in der Grafschaft West Yorkshire in Verbindung brachten. Andere Berichte behaupten, es wären Männer aus Leeds und Bradford unter den Terroristen.

Das passt alles nicht zusammen

Laut Koran ist der Konsum von Alkohol verboten. Demnach können es keine streng gläubigen Moslems gewesen sein, die hier den Anschlag verübten. Ausserdem sind weder Araber noch Pakistaner hellhäutig und blond. Es muss jemand anders sein. Da stimmt was nicht. Offensichtlich versucht jemand, der ein grosses Interesse daran hat, den Islam in den Dreck zu ziehen!

Na ja, jetzt wo bis auf einen alle tot sind, (wie passend) kann man sie nicht mehr fragen, wer sie bezahlt, ausgebildet, ausgerüstet und beauftragt hat, diesen verbrecherischen Mordanschlag zu verüben.

Wenn man wie ein Kriminalist denkt und sich die drei Fragen stellt, wer hatte die Mittel, die Möglichkeit und das Motiv für dieses Verbrechen, dann muss man zum Schluss kommen, es können nur die Feinde des Islam gewesen sein. [Link] [Cache]
Urs1798: Grauen im Kongo
11/29/2008 03:50 PM

Sie beherrschen ihr Handwerk

Sie beherrschen ihr Handwerk

Eine Ärztin sagte:” Sie sind alle gleich, egal von welcher Seite, aus welcher Richtung”

Kongo: Un nehmen Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen auf

und endlich eine etwas ausführlichere Reportage

Nein, Schäuble hat den kongolesischen Flüchtlingen kein Asyl angeboten, wäre aber eine gute Idee. Man könnte es dann christliche Nächstenliebe nennen, so kurz vor Weihnachten eine prima Geste…Die vergewaltigten Frauen und Kinder brauchen Schutz, sie sind noch nicht einmal vor den Übergriffen von Blauhelm-Soldaten sicher.

Posted in Grausam, Justiz, Krieg, Mörderisches, Politisch, Unmenschlich, USA, Verstand verloren? Tagged: Blauhelme, Bodenschätze, europäische Firmen, Flüchtlingslager, keine Menschen Bestien, Kindersoldaten, Kongo, Kriegsverbrechen, Ruanda, USA, Vergewaltigungen
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Deutschland Debatte: Behauptung 1
11/29/2008 03:49 PM

Wir wollen einmal eine Serie starten namens “Behauptung“. Vieles wird in den Medien immer wieder behauptet und es hat oft den Anschein, dass man hofft, dass aus Behauptungen Wahrheiten werden.

Zum Beispiel das Thema: Demographie.

Seit langer Zeit beschäftige ich mich mit der Frage, ob das von allen beschworene Phänomen Demographieeinfluss in der Rentenfrage und Sterbetafel Deutschland ein gewolltes statistisch kaum belegbares Zahlenkonstrukt ist, welches erfunden wurde, um der Versicherungswirtschaft und dem Staat Vorteile gegenüber dem Bürger zu verschaffen. Warum Vorteile?

Der Berechnung von privatwirtschaftlichen Lebens-, Todesfall- und Rentenversicherungen, übrigens auch bei der Rürupp- Rente, hinterlegt ist die Sterbetafel, deren Daten sicherstellen müssen, dass die durch Einzahlungsbeträge erwirtschafteten Gelder ausreichen, um im Versicherungsfall die Versicherungsleistungen zahlen zu können.

Nicht anders ist es bei der staatlichen Rentenversicherung, die zudem noch einen Korb voller versicherungsfremder Leistungen enthält, wovor die private Rentenversicherung derzeit noch verschont wird: auch bei der staatlichen Rentenversicherung muss sichergestellt werden, dass das System auszahlfähig bleibt.

Bezüglich der Auszahlfähigkeit: In jeder Diskussion ist aufgezeigt, dass Demographie “Schuld” daran ist, dass die Rente abgesenkt werden muss. In jeder Diskussion wird dargestellt, wir leben doch eigentlich länger - alle. So schreibt das Statistische Bundesamt, unser Gebetbuch für Zahlen, Daten, “Fakten”: “Steigende Lebenserwartung und geringe Geburtenzahlen hinterlassen ihre Spuren in der Alterspyramide. Im Jahr 2050 wird es doppelt so viele 60-Jährige wie Neugeborene geben.”

Steigende Lebenserwartung

Nun bin ich ja leider nur Ingenieur. Trotzdem frage ich mich, wie man diese steigende Lebenserwartung nachweisen will. Also erwarte ich eine einfache Tabelle, die ähnlich der GENESIS-Tabelle 12613-0003, Statistik der Sterbefälle, aufgebaut ist, jedoch zusätzlich von dem Erhebungsjahr den ermittelten Bevölkerungsanteil je Lebensalter enthält, wie die GENESIS-Tabelle: 12411-0005, Bevölkerung: Deutschland, Stichtag, Altersjahre, aufzeigt; unklar ist, ob es sich hier um eine Erhebung oder um eine Hochrechnung handelt nach folgendem Muster:

Indem man von Jahr zu Jahr über vielleicht 20 oder 30 Jahre die prozentuale Lebensalterverschiebung erfasst, wäre die Möglichkeit gegeben nachzuweisen, dass tatsächlich die Menschen älter werden. Man würde dann folgendes Bild erwarten:

Leider ist dieser Nachweis noch nicht geglückt, weil das Statistische Bundesamt mir trotz Hilfegesuchs keine Daten sandte, damit dieser Demographienachweis gelingt.

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Duckhome: Ich hab ein neues Blog entdeckt - Solidarität erforderlich
11/29/2008 03:46 PM

Unter dem geheimnisvollen Titel Urs1798's Weblog geht es um die Kunstfreiheit, die mit Sicherheit ein hohes Gut ist. Die Autorin muss sich auch wegen ihrer bloggerischen Fähigkeiten keine Gedanken machen, die hat sie schon oft genug bewiesen. Es macht auch Sinn die Autorin mal in ihrem virtuellen Atelier zu besuchen.


Gleichzeitig fordert sie die Bloggergemeinde auf, etwas Solidarität zu zeigen. Am Montag dem 1.12.2008 findet um 12 Uhr 30 wieder einmal ein Zensurprozess statt, wie er in Deutschland ja leider üblich geworden ist.

Einlasskontrolle



Da unsere juristischen Herrschaften immer sehr unglücklich sind, wenn dass Volk anwesend ist, während sie ihre Urteile gegen das Volk, genau im Namen dieses Volkes aussprechen, sollten möglichst viele Besucher da sein.

Zeit: 12 Uhr 30
Ort: Amtsgericht Tiergarten
Turmstraße 91
Raum 456
Vom U-Bahnhof Turmstraße sind es 800 m Laufweg


Zeigen wir doch mal deutliches Interesse an dem, was die Justiz so treibt. Gehen wir hin und drücken auch unsere Gefühle aus. Das ist übrigens im eigenen Interesse. Wenn wir nicht solidarisch sind, wird einer von uns nach dem anderen ausgeschaltet. Dann regiert nur noch die Systempresse und die anderen Systemmedien. Der Termin liegt übrigens so, dass viele mit einer verlängerten Mittagspause auskommen. Ich werde auf jeden Fall anwesend sein.

Wer seine eigene Meinung auch morgen noch frei äußern will, muss heute die Meinungsfreiheit der anderen verteidigen.


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In eigener Sache: Neues Layout
11/29/2008 03:22 PM
Wer schon einmal hier gelesen hat, wird bemerkt haben, dass sich das Erscheinungsbild das blogs etwas verändert hat.

Dieser Eindruck kann sich an diesem Wochenende evtl. noch ein paar Mal wiederholen. Ich denke zwar, dass ich dieses dreispaltige Layout grundsätzlich beibehalten werde, experimentiere zur Zeit aber noch ein wenig mit Farben, Schriften, Anordnung der Seitenelemente und anderen Optionen, wie z.B. eingeklappten Artikeln usw.

Kommentare, Anregungen, Konstruktive Kritik zu diesen Aenderungen sind höchst willkommen.

EIn schönes Wochenende allen!
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Neuauflage der SPÖVP-Koalition: Der Raubzug geht weiter!
11/29/2008 02:32 PM
Der Raubzug geht weiter!Neuauflage der SPÖVP-Koalition bedeutet verschärfte Angriffe auf die Lohnabhängigen, MigrantInnen und JugendlicheNach der Bildung der SPÖVP-Koalition und der Veröffentlichung des Regierungsprogramms konnte die Tageszeitung „Die Presse - das Zentralorgan des österreichischen Großkapitals - zufrieden in einer Überschrift feststellen: „Der Koalitionspakt: Handschrift der ÖVP klar ersichtlich .In der Tat: Der ÖVP gelang es nicht nur, die SPÖ bei der Verteilung der Ministerien noch schlechter aussteigen zu lassen, als dies schon Gusenbauer vor 2 Jahren zuwege brachte. So haben die Schwarzen fast alle (!) Machtministerien in der Hand (Finanzen, Wirtschaft, Inneres, Äußeres, Justiz sowie Wissenschaft und Landwirtschaft), während die SPÖ sich mit Verteidigung, Infrastruktur, Gesundheit, Soziales, Frauen und Bildung und Kunst abspeisen ließ. Das bedeutet erstens, daß die ÖVP mit dem Finanzministerium die Budgetmittel für alle anderen Ministerien kontrolliert. Und zweitens, daß die kommenden Sparmaßnahmen im Bereich Soziales und Gesundheit von SPÖ-Ministern verwaltet werden müssen und die ÖVP auf diese Weise ihren Koalitionspartner zum Buhmann machen kann.Noch wichtiger jedoch sind eine Reihe von geplanten Maßnahmen, die deutlich machen, daß das Regierungsprogramm ein Programm im Dienste der herrschenden Klasse ist. Sie zeigen, daß die Faymann-SPÖ die gleiche Politik der kapitalistischen Offensive betreibt wie die Gusenbauer-SPÖ.[Link] [Cache]
ad sinistram: Selektiertes Fernsehen
11/29/2008 02:31 PM
[Link] [Cache]
Veranstaltungshinweis: Prof. Martin Haase spricht über "Neusprech"
11/29/2008 02:17 PM

(FoeBuD e.V.)


"Politiker, die Terrorfurcht schüren und sich dadurch Zuspruch
erhoffen, versuchen ihre unpopulären Pläne euphemistisch zu
verpacken. Positiv erscheinende Aspekte werden hervorgehoben,
Negatives wird ausgeblendet. Damit einher geht die inhaltliche
Verharmlosung von Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Videoüberwachung usw.
Negative Worte werden durch positive ersetzt
und rhetorische Muster werden verwendet, um die Hybris zu vertuschen.
"


Martin Haase ist Professor für Romanische Sprachwissenschaft an der
Otto-Friedrich-Universität Bamberg und engagiert sich für freies
Wissen und IT-Grundrechte, unter anderem im Chaos Computer Club.
Seit 2003 arbeitet er mit bei der Wikipedia und war von 2005 bis 2007
Mitglied im Vorstand von Wikimedia Deutschland e.V. Sein Vortrag
beleuchtet Merkmale der Politikersprache, die in Anlehnung an George
Orwells Buch "1984" als "Neusprech" bezeichnet werden kann.


Termin:
 Sonntag, 7. Dezember 2008, 15 Uhr (bis etwa 18 Uhr)
 Bunker Ulmenwall, Kreuzstr. 0, D-33602 Bielefeld
 Eintritt 5 Euro (Jugendliche unter 18 Jahre frei)

---
Weitere Informationen:
Über FoeBuD e.V.

[Link] [Cache]
Wenns um Geld geht: Sparkasse
11/29/2008 01:49 PM
Sparkassen Werbung - MyVideoFinanzkrise, Bankencrash, Ackermann-Hochmut. Zum Glück gibt es die Sparkasse, die sitzt um die Ecke, die dreht nicht am großen Rad, zu der kann man sein sauer Erspartes noch bringen, ohne Angst haben zu müssen, dass es nächste Woche im Fundament eines Bockwurstkioskes in Huvala City, Arizona verbaut wurde.

Denn Sparkassen sind so tief in ihrer Region verwurzelt, dass sie das geld ihrer Sparer und ihrer kommunalen Anteilseigner am Ort investieren. Die bayrischen Sparkassen zum Beispiel sind Anteilseigner der Bayern LB, die gerade wieder mal akuten Kapitalbedarf von zehn Milliarden Euro hat.

Bayerns Sparkassenpräsident Siegfried Naser hat den bayrischen Sparkassen nun vorgerechnet, dass die 1,4 Milliarden Euro, die sie als Grundkapital in der Landesbank gesteckt haben, vermutlich futsch sind. Ein Gutachten soll klären, ob die Bayern LB derzeit eher null oder eher doch noch zwei Milliarden Euro wert ist. Je nachdem, wie die Prüfung ausgeht, werden die Sparkassen 1,4 Milliarden Euro oder doch nur 400 Millionen verloren haben.[Link] [Cache]
Veranstaltungshinweis: Prof. Martin Haase spricht über "Neusprech"
11/29/2008 01:45 PM
(FoeBuD e.V.)

"Politiker, die Terrorfurcht schüren und sich dadurch Zuspruch
erhoffen, versuchen ihre unpopulären Pläne euphemistisch zu
verpacken. Positiv erscheinende Aspekte werden hervorgehoben,
Negatives wird ausgeblendet. Damit einher geht die inhaltliche
Verharmlosung von Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Videoüberwachung usw.
Negative Worte werden durch positive ersetzt
und rhetorische Muster werden verwendet, um die Hybris zu vertuschen.
"


Martin Haase ist Professor für Romanische Sprachwissenschaft an der
Otto-Friedrich-Universität Bamberg und engagiert sich für freies
Wissen und IT-Grundrechte, unter anderem im Chaos Computer Club.
Seit 2003 arbeitet er mit bei der Wikipedia und war von 2005 bis 2007
Mitglied im Vorstand von Wikimedia Deutschland e.V. Sein Vortrag
beleuchtet Merkmale der Politikersprache, die in Anlehnung an George
Orwells Buch "1984" als "Neusprech" bezeichnet werden kann.


Termin:
 Sonntag, 7. Dezember 2008, 15 Uhr (bis etwa 18 Uhr)
 Bunker Ulmenwall, Kreuzstr. 0, D-33602 Bielefeld
 Eintritt 5 Euro (Jugendliche unter 18 Jahre frei)

---
Weitere Informationen:
Über FoeBuD e.V.

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Duckhome: Wahljahr 2009 - Ein Aufruf
11/29/2008 01:45 PM
Wer die Wahl hat hat die Qual ... und wer nicht wählt ändert auch nichts!

Also liebe Leute wir sollten uns m.E gute Strategien überlegen, wie wir unser Wahlrecht im kommenden Wahljahr 2009 am sinnvollsten zum Einsatz bringen.

Jochen hat ja oft genug zum Ausdruck gebracht, dass wir eine neue Partei brauchen und für ihn DIE LINKE keine Alternative zu den etablierten, von Wirtschaftslobbyisten kontrollierten Parteien darstellt. Wobei ich betonen möchte, dass meiner Meinung nach DIE LINKE in jedem Fall der erste Schritt in die richtige Richtung ist. Schließlich zeigt uns DIE LINKE immer wieder den Balken im Auge des Neoliberalismus, wogegen das Splitterchen im eigenen vorerst weniger relevant erscheint.

Stellt sich also die Frage, wo soll eine neue Partei so schnell herkommen? Ich möchte noch vornerweg klarstellen, dass ich selbst von Parteipolitik nicht die leiseste Ahnung habe und hier nur dazu aufrufen möchte, Ideen zu sammeln, uns zusammenzutun und das Wahljahr 2009 zu UNSEREM Jahr zu machen, zum Jahr des Volkes! Ich denke dabei an so eine Art Obama Strategie, nur im umgekehrten Sinne, nämlich Wir schaffen uns die Plattform selbst und suchen uns dazu die passenden Parlamentarier, die Perlen aus dem Schweinetrog heraus, die wir für wirklich geeignet halten, den Kurs unseres Schiffes auf die Klippe doch noch rechtzeitig abzuwenden. Und die zu neuen Ufern in Richtung Zukunft mit uns segeln wollen!

Ich denke es gibt diese Kandidaten, und zwar parteiübergreifend... Je länger ich darüber nach gedacht habe, umso mehr fähige Köpfe fielen mir ein. Was mich erstmals richtig erstaunt hat! Die Idee hatte ich kürzlich unter dem Slogan Aktion Perlenkette zusammengefasst und in mehreren Blogs gepostet, in der Hoffnung sie würde vielleicht aufgegriffen und weitergesponnen.

Wir sollten uns alle zusammenschließen, so wie wir es zu den G8 Aktionen im letzten Jahr getan haben, Zukunftsmodelle offen diskutieren, gmeinsam mit offenen und empfänglichen Politkandidaten. Es gibt soviele Modelle, das Bedingungslose Grundeinkommen, Mikrofinanzierungen, die Global Marschall Plan Initiative... (siehe z.B terranetwork)

Jeder von uns hat seine eigenen Visionen und Ideen die er und sie zur allgemeinen Bereicherung beitragen möchte. Tauschen wir uns aus, schaffen wir Plattformen, gründen wir neue Medienformate (siehe democracy now!) Partizipieren wir!

Und konzentieren wir uns erstmal auf das Wahljahr 2009 und machen es uns zu eigen!

Was haltet ihr davon?

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scusi!: Schäubles Bescherung, das vorhersehbare Scheitern vom BKA-Gesetz
11/29/2008 12:40 PM
rhbl

Das BKA-Gesetz des Herrn Bundesinnenminister Schäuble und der Dame Bundesjustizministerin Zypries ist im Bundesrat grandios gescheitert. Warum? Weil die beiden Interessenten in Deutschland den Schnüffelstaat mit Lichtgeschwindigkeit einführen wollten. Sowas gab`s hier noch nie. Das machen wir auch nicht mit. Nur ein paar durch Luxusrenten korrumpierte, rechte SPD-Trottel im Bundestag haben sich neben den Schwachköpfen von der CDU bisher für sowas hergegeben. Das BKA-Gesetz ist eine Lachnummer.

Die flächendeckende Totalüberwachung der Bürger – Glasfasernetze machen sie quasi in Echtzeit möglich – hätte sich selbst George Orwell in seinen kühnsten Visionen nicht vorstellen können. Stell Dir vor, Du sitzt an Deinem Blog und schreibst was Kritisches über die Regierung. Sagen wir mal über die wunderbare Stellenvermehrung beim BKA. Und im BKA sitzt einer, den sie auf Dich angesetzt haben, weil Du schon mehrfach kritisch aufgefallen bist. Der liest quasi Buchstabe für Buchstabe mit, wie Dein kritischer Beitrag am Notebook in die Tastatur geklopft wird. Unvorstellbar denkst Du? Nein, technisch ist das dank Microsoft`s wunderbarer Schwachstellen in Word* schon längst machbar und wird natürlich auch gemacht, selbst wenn's alle Offiziellen heftig abstreiten.

Natürlich liest der Typ auch Deine Liebesbriefe und Emails an Deine Flamme, blättert in Deinem Tagebuch, dem Du Deine geheimsten Gedanken anvertraut hast und er weiß, auf welchen kritischen Internet-Seiten Du überall schon warst. Er hat auch mitbekommen, welche kritischen Passagen Du aus dem Entwurf Deines Powerpoint-Vortrages wieder gelöscht hast, weil Du d i e dann doch nicht der Öffentlichkeit anvertrauen wolltest. Kurz, mit Deiner geheimen Gedankenwelt ist er bestens vertraut. Du bist verdächtig und deshalb kriegst Du Probleme. Das geht im elektronischen Zeitalter wie geschmiert und Spuren hinterlässt sowas auch keine, z.B.so:

Der Kriminale kennt Deinen Kontostand in Quicken, kennt das Limit von Deinem Überziehungskredit und weiß, wie man Dir schwere Probleme machen kann. Die beiden nächsten monatlichen Überweisungen der Hypothekenrate für Deine Hütte laufen prompt irgendwie bei der Bank elektronisch ohne Fehlermeldung ins Leere. Das Geld kommt nie an, das geht völlig geräuschlos und nach außen nicht sichtbar. Die Mahnungen der Hypothekenbank erreichen Dich aus Gründen, die später nie geklärt werden können, auch nicht. Die gelbe Post hat bei der Zustellung wegen Personalmangel im Zeitalter der Globalisierung und Privatisierung eh größere Schwachstellen. Du bekommst erst davon Wind, als Deine Hypothek an Lonestar abgetreten und Deine Hütte schon unter den Hammer gekommen ist. Prost Mahlzeit!

So oder so ähnlich macht die Mischpoke demnächst kritische Geister platt. Fix und fertig. Mit dem neuen BKA-Gesetz ist alles denkbar.

Denn die Überwachungs-Mischpoke aus dem Sonnenstaat des Dr. Schäuble und von Frau Dr. Zypries hat ihre Sphirren nicht nur in den Banken, in Flensburg, wo alle Kfz-Zulassungen und Führerscheine der Republik in Datenbanken abgefragt werden können. Die Sphirren sitzen mit ihrem Zugriff zu den Zentralcomputern auch im BKA, bei den LKA, beim Bundesamt und den Landesämtern für Verfassungsschutz, bei Gas- und Stromlieferanten, in den Kranken- Lebens- und Unfallversicherungen, in den Stadtverwaltungen, Parteien und Bibliotheken. Und sie kümmert sich dann via BKA-Gesetz wie einst die Stasi oder die Gestapo um jeden, der dem System gefährlich werden kann.

Das System, das heißt die US-Mischpoke selbst, ist schwer gefährdet. Wie Genscher sagen würde, die Mischpoke ist weltweit „durch eigene Blödheid in die Gacke geraaden". Von Korea, Vietnam, Südamerika, Afrika und so wollen wir gar nicht mehr reden. Warum hat sie sechzig Jahre lang den Muslimen in Palästina das Leben zur Hölle gemacht? Weil sie dachte, mit zehntausend Atombomben könnte sie die ganze Welt - und damit auch Milliarden Muslime - ewig in Schach halten? Pustekuchen. Demokratie verbreitet man weder mit Atomwaffen noch mit der Drohung, sie ggf. einzusetzen. Auch AIDS, SARS, "Vogelgrippe", und diverse andere biologische oder chemische Kampfstoffe, Gas, abgereicherte Uranmunition, Maschinengewehre, Panzer, Jagdbomber, Atom-U-Boote, Drohnen, Artillerie, Lenkwaffen, das ist alles ungeeignet, um Demokratie in der Welt zu verbreiten. Die Antwort der Milliarden Muslimbrüder musste ja kommen. Siehe Gaza, 09/11, Afghanistan, Irak, Bombay...

Seit in New York an der Wall Street und in der Londoner City die Betrügerei mit den Billionen-Dollar schweren faulen Zertifikaten und Derivaten aufgeflogen ist, geht`s bei der in Hysterie verfallenen Mischpoke ums Überleben. Deshalb hat sie in den USA sogar einen Schwarzen als Präsidentschaftskandidaten präsentiert, nur damit sie über diese Marionette am Drücker bleiben kann. Und deshalb macht sie in Europa Druck auf ihre Sphirren. Deshalb waren in Berlin Herr Schäuble und Frau Zypries kalkweiß im Gesicht, als gestern ihr mit heißer Nadel genähtes „BKA-Gesetz" im Bundesrat scheiterte. Deshalb schreibt Frau Merkel morgen in der „FAZ am Sonntag", warum der Bund das BKA-Gesetz unbedingt braucht. Aber die Mischpoke irrt sich. Die hysterische Mischpoke hat fertig. Deutschland hat im Unterschied zu Israel, England und den USA den Muslims nix getan und braucht sich auch nicht vor „Laschkar Sowieso" vom Hindukusch zu fürchten. Überhaupt brauchen wir keine Bundeswehr am Hindukusch. Und dieses BKA-Gesetz brauchen wir auch nicht. Es gilt, was die Opposition im Bundesrat zum BKA-Gesetz gesagt hat, stellvertretend für alle zitiere ich einen Angeordneten der Linken:

Der Linke-Abgeordnete Jan Korte monierte: "Das BKA-Gesetz macht private Computer zu leichter Beute für die Überwachungsbehörde. Es will den großen Lauschangriff wieder einführen, und es tastet zahlreiche Grundrechte an." Es sei unverständlich, warum die Regierung "im Schweinsgalopp ein derart kritisches Gesetz durchdrücken will, statt sich Zeit zu lassen für eine intensive Prüfung, wie und ob ein solches Gesetz (überhaupt) mit den Grundrechten vereinbar sein kann".[Link] [Cache]
[Update] 3,3'-Diindolylmethane: Warum löschte BAYER in WIKI Studien-URLs?
11/29/2008 12:17 PM


Am 16 Juli 2007 löschte ein Mitarbeiter - über die IP 192.122.250.250 = host250.bayer.com - von BAYER bei Wikipedia einen Link zu einer Webseite die über die Substanz 3,3'-Diindolylmethane (DIM) Versuche publizieren. Die Versuche beschäftigen sich hauptsächlich mit der krebshemmenden Wirkung dieser Substanz die auch in Broccoli, sowie in weiteren Kohlsorten, enthalten ist.



[Update 29.Nov.2008]: Deutsches Krebsforschungszentrum und Bayer vereinbaren strategische Allianz

Mehr lesen [Link] [Cache]
Neues aus Rorkvell: Firefox Jumbo Theme
11/29/2008 12:11 PM

Heute wurde ich auf ein interessantes Projekt hingewiesen: Access Firefox. Ein Projekt, das Zugänglichkeitshilfen für den Firefox sammelt und präsentiert. Darüber habe ich dann gleich noch etwas Nützliches für mich gefunden: HiVis Large. Das ist ein Firefox Theme mit extra großem Text und extra großen Icons. Für mich eigentlich sogar etwas zu groß, aber besser so, als die normalen Minischriften. Bidlang habe ich bei den Menues oft raten müssen. Jetzt ist Alles riesengroß.

Gut, der Nachteil ist, ich habe deutlich weniger Platz für die eigentliche Webseite. Und das trotz meines 22 Zoll Monitors. Trotzdem, der Vorteil überwiegt. Ich lasse es erst mal installiert und aktiviert.

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Lurusa Gross: Genmais ?
11/29/2008 12:10 PM

absolut ungefährlich

man siehts!

[Link] [Cache]
[Update] 3,3'-Diindolylmethane: Warum löschte BAYER in WIKI Studien-URLs?
11/29/2008 11:44 AM
Am 16. Juli 2007 löschte ein Mitarbeiter - über die IP 192.122.250.250 = host250.bayer.com - von BAYER bei Wikipedia einen Link zu einer Webseite, die über die Substanz 3,3'-Diindolylmethane (DIM) Versuche publizieren. Die Versuche beschäftigen sich hauptsächlich mit der krebshemmenden Wirkung dieser Substanz, die auch in Broccoli sowie in weiteren Kohlsorten enthalten ist.



[Update 29.Nov.2008]: Deutsches Krebsforschungszentrum und Bayer vereinbaren strategische Allianz




3,3'-Diindolylmethane (DIM) fördert laut diesen Versuchen ein Selbstmordprogramm für Krebszellen. Die Substanz hemmt u.a. das Wachstum von Brustkrebs bei weiblichen Ratten.



Von rechts nach links gelesen:
- behindert die Zellteilung
- schleust in die Zellen ein "Selbstmordprogramm" ein, das sich bei Tumorzellen wegen der höheren Teilungsaktivität eher auswirkt.
- antibakteriell, antiviral u. antitumorös
- anti-androgen, d.h., es hemmt das Wachstum der von männlichen Hormonen abhängigen Tumore, wobei es auch bei Frauen Tumore gibt, die von - dem auch bei Frauen vorhandenen Bodensatz an - männlichen Hormonen abhängig sind, z.B. bestimmte Brustkrebsarten.
- hormonkontrollierend (greift in hormonelle Regelkreise ein)
- anti-entzündlich; Behinderung tumorwachstumsfördernder Folgen einer Entzündung wie vermehrter Duchblutung des Gebiets.
- verhindert die Ausbildung einer ausreichenden Gefäßversorgung des Tumors (ein Tumor hat einen höheren Bedarf an versorgenden Gefäßen.


DIM wird bereits, als isolierte Substanz, bei wiederkehrenden Atemwegpapilomen sowie einer Vorstufe des Gebärmutterhalskrebs angewandt. Diese beiden Erkrankungen sollen beide durch das humane Papilomavirus hervorgerufen werden.
Es laufen klinische Versuche für zahlreiche Krebsformen und DIM wird auch weiter beforscht als Behandlungsmöglichkeit bei viralen und antibiotika-resistenten Infektionen.

In letzter Zeit ist Monsanto versucht, ein Patent auf Broccoli zu erheben, weil sie ihm einen isolierten, krebshemmenden Stoff hinzugefügt haben.
Klar ist allerdings seit der Antike, dass solche Stoffe, wie auch die sekundären Pflanzenwirkstoffe, in ihrem Zusammenspiel wirken und so die nötige Balance bestehen bleibt. Dieses Zusammenspiel ist noch nicht erforscht, und es ist die Frage, ob es denn je erforscht werden kann.

Am Wikipediabeispiel von Salicylsäure ist dies u.U. erkennbar:
Die Rinde der Weiden kann getrocknet und als Tee aufgebrüht werden. Sie enthält Gerbstoffe, Phenolglykoside, Salicin und acylierte Salicinderivate (u. a. Salicortin, Fragilin, Populin). Vor allem das Salicin wird im Körper zu Salicylsäure metabolisiert, welches der Grundstoff des Medikaments Aspirin ist. Salicylsäure wirkt fiebersenkend, schmerzlindernd und antirheumatisch. Die Wirkung ist aber stärker, als es dem Salicingehalt entspricht, daher werden synergistische (unterstützende) Wirkungen der sonstigen Inhaltsstoffe (v. a. der Flavonoide) vermutet. Das Weidenlaub wurde im Mittelalter als harntreibendes Mittel eingesetzt.

Siehe dazu auch das im Wiki behandelte Thema "Pflanzenheilkunde".

Die Substanz 3,3'-Diindolylmethane hat laut (DIM) Information Resource Center also wie der von Monsanto isolierte und in Broccoli eingebaute Stoff Sulphoraphan antikarzinogene Wirkungen, d.h, sie greift bereits bei der Entstehung des Tumors an.

Diindolylmethane wird in verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln vertrieben. Die EU will diese Nahrungsergänzungsmittel nur noch über die Medikamentenzulassung auf dem Markt freigeben. (Im Gegensatz zu zugelassenen Medikamenten werden "Nahrungsergänzungsmittel" auch dann nicht von der Kasse bezahlt, wenn sie preisgünstiger sind als ein Medikament. Allerdings gibt es davon Ausnahmen.)


Nachtigall ick hör' dir trapsen ...
Warum eigentlich "Medikamente"/"Nahrungsergänzungsmittel" schlucken, wenn's Kohl auch tut und dazu entschieden billiger ist?

Warum löscht BAYER in WIKI Studien-URLs?
Die Frage gilt zumindest für uns als beantwortet.


Postscriptum an BAYER Leser:
Sehr geehrte Mitarbeiter von Bayer,
da mir bekannt ist, dass Sie sich auch auf unseren Seiten mit regem Interesse aufhalten, möchte ich Sie an dieser Stelle herzlich willkommen heißen. Lesen Sie bitte auch "Clothianidin unterbricht den Kreislauf der Natur" noch einmal aufmerksam durch.

---
Weitere Informationen
30 Aufklärung und Widerstand - Coordination gegen BAYER-Gefahren
Gehirn, Herz, Lunge... welche Pestizide wie wirken und wem gehören sie
Genießen Sie den Widerspruch
EU-Gesundheit I: Gute Nahrung - Schlechte Nahrung
EU-Gesundheit II: Wieviel Vitamine, Pestizide & Medizin braucht der Mensch?

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Duckhome: Typisch für das Landgericht Frankfurt
11/29/2008 11:44 AM

Gestern fand in Frankfurt wieder eine Sternstunde der deutschen Justiz statt. In bekannter Art und Weise bügelte sich dieses Gericht die Wahrheit so zusammen wie es sie als staatstragendes und systemstützendes Gericht sehen wollte. Diesmal ging es um die Opfer von betrügerischen Banken und Finanzberatern, die natürlich für das Landgericht Frankfurt keine Opfer sind, weil dieses Landgericht ja nicht nur die Rechten schützt sondern natürlich auch das betrügerische Bankensystem in der Stadt und in Deutschland.

Das Landgericht Frankfurt wies die Klage eines Betroffenen zurück. „Eine fehlerhafte Beratung" seitens der beklagten Frankfurter Sparkasse sei „nicht ersichtlich", begründete der Vorsitzende Ulrich Gebhard seine Entscheidung (Az.: 2-19 O 62/08). Die Kläger, ein Ehepaar aus Bad Soden, haben 12.000 Euro in Lehman-Zertifikate investiert und vermutlich verloren.

..

Doch das Bonitätsrisiko der Investmentbank Lehman Brothers war zum Kaufzeitpunkt Ende 2006 „eher theoretischer Natur", sagte Gebhard, was die zahlreichen Zuschauer im Saal 123 des Gerichts geräuschvoll zur Kenntnis nahmen. Der Kunde sei wahrheitsgemäß aufgeklärt worden und habe außerdem die Möglichkeit gehabt, dem Berater Fragen zu stellen. Der sollte zudem einen Ausfall des Papiers als „völlig ausgeschlossen" hingestellt haben. Doch laut Gericht wäre das nur als „persönliche Einschätzung des Beraters" zu sehen gewesen. Letztlich war dieser Punkt aber nicht bewiesen worden.

Diese Lageeinschätzung des Richters Gebhard ist natürlich völliger Schwachsinn. Wer sich 2006 beraten ließ, bekam überall zu hören, dass es überhaupt gar kein Risiko geben würde. Die Ackermänner drängten nach immer höheren Profiten und unsere verkommene Politik jubelte sich von einem Orgasmus zum anderen, wenn wieder ein paar tausend Arbeitsplätze vernichtet wurden, während die Renditen stiegen, ohne Steuern oder Sozialabgaben zu erbringen.

Selbst 2006 war es für jeden absehbar, das diese Geschichte knallen würde. Bereits im März 2006 wurde auf Duckhome vor einem Platzen der Blase gewarnt, damals ging es um die Schering-Übernahme und um Francis Fukuyama der mit seinem Buch "Scheitert Amerika?" als Neoliberaler selbst die Systemfrage gestellt und negativ beantwortet hatte. Richtig ist allerdings das auch Duckhome damals noch nicht die Weltwirtschaftskrise und die Große Depression voraussagte, weil auch hier noch niemand wusste wieviel Betrug bereits im System steckte.

Dieser Betrug war aber zu diesem Zeitpunkt für jeden Banker, dessen Beruf ja derartige Betrügereien sind, gut erkennbar. Das ist genau wie bei einem Versicherungsvertreter der heute noch Lebensversicherungen verkauft, obwohl er wissen muss, das alle Zahlungen schon heute praktisch verloren sind. Aber selbst wenn man annimmt der Verkäufer hätte damals in gutem Glauben gehandelt, so musste dieser gute Glauben doch spätestens im Sommer 2007 enden.

Eine Sparkasse die ihre Kunden sonst wegen jedem Blödsinn anschreibt, hätte ihre Kunden spätestens da, auf das immens gestiegene Risiko aufmerksam machen müssen. Ein Risiko das für Otto Normalbürger vielleicht nicht erkenntlich war, bei Wirtschaftsfachleuten aber zu dieser Zeit schon lange Tagesgespräch war. Bei Duckhome gab es 2007 keinen Monat in dem nicht auf das Ende hingewiesen wurde.

Natürlich ist das Landgericht Frankfurt nicht daran interessiert den Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen, sondern nur darum bemüht ein verlogenes System zu schützen. Deshalb sind Klagen gegen die Banken in Deutschland auch völlig witzlos. Die Betrogenen in den USA haben da bessere Chancen, weil dort selbst die Staatsanwälte interessiert sind ihren Bürgern zu nützen, da sie vielfach Wahlbeamte sind.

Solange bei uns ein Ackermann gegen das Aktienrecht verstoßen darf und Banker bleiben kann, ist der Justiz nicht zu trauen. Solange ein Peter Hartz mit Bewährung davon kommt und ein Pierer gar nicht erst angeklagt wird, ist von dieser Klassenjustiz nicht zu halten. Das Landgericht Frankfurt ist da nur ein besonders unrühmliches Beispiel, aber kein Einzelfall.


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Studie: Gentech-Mais kann Veränderungen im Immunsystem bewirken
11/29/2008 10:17 AM

(derStandard)

Eine Fütterungs-Studie des italienischen Forschungsinstitutes für Ernährung und Lebensmittel (Infan) kommt zu dem Ergebnis, dass der Gentech-Mais MON810 signifikante Veränderungen im Immunsystems bewirken kann.
Ein Team um Elena Mengheri hat die Auswirkungen von MON810 an gerade nicht mehr gesäugten und älteren Mäusen überprüft und kam zu Ergebnissen, die häufig in Zusammenhang mit Allergien und Unverträglichkeiten stehen.
Die Studie ist die zweite innerhalb weniger Wochen, die Risiken von Gentech-Pflanzen belegt, die im europäischen Zulassungsverfahren nicht erfasst wurden.

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Freeman: Einige Ideen zum Schenken
11/29/2008 10:12 AM
Obwohl wir uns ja von übermässigen Materialismus nicht mehr einfangen lassen, sind doch kleine Gesten sinnvoll und machen Freude. Deshalb hier einige Ideen für ein Geschenk zur Weihnachtszeit. Gleichzeitig tut ihr was Gutes und unterstützt damit kreative Leute.

MUSIK

Die Bandbreite veröffentlicht ihr neues Album "Hexenjagd" am 6. Dezember 2008. Die CD ist im Online-Shop unter www.diebandbreite.de/shop zu erwerben. Vorbestellungen sind bereits jetzt möglich. Ab dem 19.12. ist das Album ebenfalls in allen kostenpflichtigen Download-Portalen zu erwerben.



BUCH

"Excess" – Ein Politthriller über die Neue Weltordnung von Mathias Frey gibt es jetzt auch als Buch. Kann man hier bestellen. In seinem Erstlingswerk hat der Autor einen fiktiven, aber trotzdem sehr realitätsnahen und spannenden Thriller geschrieben, der alle wichtigen Aussagen über die politischen Machenschaften beinhaltet, die wir jeden Tag auf der Welt erleben. Als roter Faden dient eine inszenierte Geheimoperation, in der durch erfundene Nachrichten im TV die Bevölkerung einer texanischen Kleinstadt zwecks eines Experiments im Jahre 2016 eine Weltkatastrophe vorgegaukelt wird, um ihre Reaktion darauf zu analysieren. Schritt für Schritt erkennt man aber, dass die Operation „Excess" mehr ist als nur ein Experiment, sondern dazu dient einen Staatsstreich in Washington durchzuführen, um das "globale Imperium" zu ermöglichen.

FILM

Hier haben wir einen sehr gelungenen Dokumentarfilm von Frank Höfer der die wichtigsten Fragen und Ungereimtheiten die den 11. September betreffen aufzeigt. Selten genug gibt es deutsche Filmschaffende die dieses Thema aufgreifen, dabei ist es das kontroverse und weitreichende Ereignis überhaupt, welches uns alle betroffen hat. Bei der Klärung der wahren Hintergründe haben die etablierten Medien total versagt. In dem Experten aus verschiedenen Bereichen zu Wort kommen und mit entsprechenden Bildern belegt, ist dieser neue Film einer der besten Dokumentationen in deutscher Sprache über den 11. September 2001. Sehr sehenswert!

Alle seine DVD's kann man hier bestellen

T-SHIRT

Und in eigener Sache darf ich auch auf mein T-Shirt hinweisen. Wer einem Kollegen oder einer Kollegin, Freund und Verwandte ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum legen und gleichzeitig Werbung für den Blog machen will, hier gehts zur Bestellung. Wird rechtszeitig vor den Festagen noch ankommen. [Link] [Cache]
Lumperladen: Genmanipulierte Lebensmittel sind ungefährlich, außer Genmais vielleicht
11/29/2008 10:06 AM

Studie: Gentech-Mais kann Veränderungen im Immunsystem bewirken

“Gen-Mais macht impotent.” Oder: Wie mit einer wissenschaftlichen Studie Politik gemacht wird.

Studie: Kranke Mäusebabys durch Gen-Mais

Aber dagegen gibt es ja dann sicherlich Produkte der Pharmaindustrie, welche von der Krankenkasse bezahlt werden. Ist halt auch ein Weg um Wachstum zu sichern.

Achso, hätte ich beihnahe vergessen: alle anderen gentechnisch Manipulierten Produkte sind garantiert ungefährlich, weil das Gegenteil noch nicht Bewiesen wurde. Also keine Sorge, können wir unbesorgt überall anbauen und in uns reinstopfen… Schadet ja nicht sagen die Hersteller, und die müssen es ja wissen!

via: Duckhome

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Studie: Gentech-Mais kann Veränderungen im Immunsystem bewirken
11/29/2008 09:44 AM

(derStandard)

Eine Fütterungs-Studie des italienischen Forschungsinstitutes für Ernährung und Lebensmittel (Infan) kommt zu dem Ergebnis, dass der Gentech-Mais MON810 signifikante Veränderungen im Immunsystems bewirken kann.
Ein Team um Elena Mengheri hat die Auswirkungen von MON810 an gerade nicht mehr gesäugten und älteren Mäusen überprüft und kam zu Ergebnissen, die häufig in Zusammenhang mit Allergien und Unverträglichkeiten stehen.
Die Studie ist die zweiten innerhalb weniger Wochen, die Risiken von Gentech-Pflanzen belegt, die im europäischen Zulassungsverfahren nicht erfasst wurden.



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Principiis Obsta: EU-Einsatz ATALANTA gegen Piraten ist auch ein Militäreinsatz zur Absicherung wirtschaftlicher Interessen
11/29/2008 08:29 AM

Karikatur: © Kostas Koufogiorgos, http://www.koufogiorgos.de



Von Tobias Pflüger

Offensichtlich will die Bundesregierung sich mit einem sehr umfangreichen Kontingent am beschlossenen EU-Militäreinsatz Atalanta beteiligen, es ist von ca. 1.400 Soldaten die Rede. Neben der geplanten Fregatte will der deutsche Militärminister Franz-Josef Jung nun auch "Sicherungskommandos" auf Frachtern deutscher Reeder abstellen, ein Plan, der die Situation vor Ort enorm eskalieren wird.

Das Problem der Piraterie ist in weiten Teilen hausgemacht. Die österreichische Zeitung "Die Presse" bringt es auf den Punkt: "Nutzen wird dieser Einsatz am Horn von Afrika nach Expertenangaben zugleich auch hunderten illegal operierenden Fisch-Trawlern aus der EU, Russland und Asien. Mit ihren Raubzügen nach dem Kollaps des somalischen Staates 1991 aber hatten diese Fischereiboote entscheidend zur Ausbreitung der Piraterie beigetragen: Arbeitslos gewordene somalische Fischer wurden damals zu Seeräubern, um ihren Lebensunterhalt zu sichern."

Not tun deshalb Sanktionen gegen hochindustrialisierte Fischereischiffe, die bis weit innerhalb der somalischen 12 Meilen Zone illegal die reichen Fischgründe Somalias abgefischt haben und nach wie vor abfischen. Hier ist die Europäische Union gefordert, handelt es sich doch nicht selten um Schiffe aus der EU oder unter "Billigflaggen" laufende Schiffe in Besitz von EU-Bürger/innen.

In Somalia selbst läuft - während alles auf die Piraten vor der somalischen Küste schaut - eine humanitäre Katastrophe großen Ausmaßes. Seit äthiopische Truppen in Somalia einmarschiert sind, unterstützt von US-Truppen und sanktioniert vom UN-Sicherheitsrat, sind aufgrund der Kämpfe und der unerträglichen Situation vor Ort Millionen Menschen auf der Flucht und tausende Menschen getötet worden.

Um was es bei der Entsendung der ganzen Kriegsschiffe von NATO, EU, Russland u.a. in die Region geht, ist wesentlich auch die militärische Absicherung des Welthandels, nicht selten unter Verletzung der Souveränität der Staaten vor Ort.

In Deutschland wird mit dem Pirateneinsatz ganz "en passant" die klare Trennung zwischen Militär und Polizei aufgehoben. Sollen jetzt Piraten durch Militärs "festgenommen" werden?

Der geplante EU-Militäreinsatz ATALANTA löst keines der Probleme vor Ort, er schafft neue Probleme und bedeutet eine weitere Militarisierung der EU-Politik und ist deshalb klar abzulehnen.


Quelle: IMI

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Deutschland Debatte: Eigennutz siegt!
11/29/2008 07:48 AM

“Die Versicherungswirtschaft hat die Bundesbürger angesichts der schwierigen Wirtschaftslage zum Konsumverzicht aufgerufen. “Konsumverzicht ist erforderlich, wenn ich für das Alter vorsorgen will”, sagte der Geschäftsführer des Gesamtverbands Deutscher Versicherer (GDV), Peter Schwark, in der ZDF-Sendung ‘Maybrit ILLNER’ “, schreibt die ZDF- Seite, wobei die Versicherungswirtschaft sehr genau weiß, dass für Millionen Haushalte Ebbe in den Haushaltskassen ist; die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Volksparteien SPDCDUFDP hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet:

  1. ca. 8 bis 10 Millionen krebsen an der Armutsgrenze ( Hartz IV )
  2. ca. 1 Millionen Rentner sind bald von der Armutsgrenze erfasst
  3. ca. 2 Millionen Familien ( Alleinerziehende zumeist ) wurden von Kinderarmut erfaßt
  4. ca. 800.000 Leiharbeiter müssen mit Mindestlöhnen ihr Leben fristen

und die Vereinigten Volksparteien SPDCDUFDP beschönigen, verschieben, negieren die Probleme ihrer Wirtschaftspolitik, die unten angekommen ist, während Milliarden Banken und Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Add on! Warum add on? Weil wir uns alle an die Unternehmenssteuerreform erinnern können, die derzeit eine jährliche Entlastung von 5 Milliarden Euro ergibt. Die Vereinigten Volksparteien SPDCDUFDP haben Deutschland zum Schlaraffenland der Unternehmer gemacht. Dass es diesen Gierschlünden nie genug ist, weil irgendwo auf dieser Welt noch bessere Rahmenbedingungen bestehen und die Freizügigkeit der Kapitalverwendung ALLES erlaubt, kann bei dieser Weltwirtschaftspolitik die Finanzoligarchie den Ton angeben. Die Politik in Deutschland hat sich unter Helmut Kohl genau im Juni 1992, AGENDA 21 Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung Rio de Janeiro, zusammen mit über 150 Regierungschefs von einer allen Bürgern verpflichtete Zukunft abgewandt. Er war derjenige, der erstmals nicht großen Schaden vom Deutschen Volk abgewendet hatte! Zu Millionen eines ganzen Volk wird kollektiv Armut einkehren!

Das alles wird von den Vereinigten Volksparteien SPDCDUFDP negiert, schöngefärbt, wie zu besten Zeiten des DDR- Sozialismus, was inzwischen auch seriöse Zeitungen nicht mehr negieren können. Volksbetrug ist zum Standard geworden, weil breite Medienkreise in einem heiligen Wirtschaftsverbund mit der Politik stecken. Man könnte den Eindruck haben, dass Demokratie nur noch ein Deckmäntelchen ist, das die Wirklichkeit verschleiern hilft: Manchester- Unternehmertum in der Hochblüte, das die Menschen die Vieh behandelte,

  • Kinderarbeit
  • Arbeitszeiten von oftmals 12 bis sogar 14 Stunden
  • willkürliche Behandlung
  • Hungerlöhne bzw. Ausbeutung
  • Schutzlosigkeit bei Arbeitsunfällen
  • Armut von Alten, Kranken und Schwachen

diese total unterjochten Bürger ernährten sich teilweise von Aas, lebten in total verdreckten Ställen, hatten nur Getragenes am Leib, weil sie sich keine Kleidung leisten konnten. In genau der Situation sind wir heute auch:

und nun will die Versicherungswirtschaft zusätzlich die Bürger ausnehmen, weil der Staat seine Schutzfunktion, sein rettendes Dach, das er gern für Unternehmen aufspannt, gegenüber dem einfachen Volk vernachlässigt!

Man mache sich nur einmal klar, wie eng es um den Geldbeutel der größten Teile der Bevölkerung aussieht:

  • der Einzelhandel klagt über Umsatzschwund
  • die Politik konstatiert, dass die binnenwirtschaftliche Nachfrage tot ist
  • die von der SPD zum Manchester- Neoliberalismus aufgerufene Energiewirtschaft schiebt eine Neubelastung nach der anderen in die privaten Haushalte
  • das Alter der Gebrauchtfahrzeuge wird immer höher, weil für Neufahrzeuge kein Geld da ist
  • die Privatinsolvenzen erreichen von Jahr zu Jahr neue Größenordnungen

DAS SYSTEM BEGINNT ZU BERSTEN UND UNSERE BUNDESKANZLERIN STÖSST DARUF MIT CHAMPUS AN!

Unlängst bei der Illner, konnte man so einen CDU- Fuzzi erleben: Altersarmut, doch erst in 20 Jahren, feist grinsend! Die Fußtruppen des großen Kapitals berieseln uns tagtäglich mit Manchester- Neoliberalismus, hoffend, dass in diesem riesigen Umerziehungslager Deutschland irgendwann die kollektive Blödheit auch die brutalsten Sklavenmethoden ermöglicht.

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. ( 1835 )

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Duckhome: Frage nicht, was sie für Dich tun können ...
11/29/2008 07:44 AM

... frage Dich, was Du für sie tun kannst!


Es ist eine Zeit angekommen, ein Punkt erreicht, an dem wir uns nicht mehr auf andere verlassen können. Im Grunde war dies noch nie so. Eigentlich waren wir immer besser bedient, wenn wir selbst etwas in unsere Hände genommen haben. Und genau das muss wieder aus den Tiefen unserer Köpfe hervorgegraben werden. Verlassen wir uns auf andere, sind wir verlassen.

So in fast allen Bereichen der Lebensführung. Sei es bei der Versorgung oder bei der Bildung. Letztere ist keine Bildung im eigentlichen Sinne mehr. Es ist ein enger Gürtel darum geschnürt, gelehrt wird nur, was den Vorgaben entspricht. Nur manchmal versucht ein Lehrling den Gürtel zu lockern, um ihn schlssendlich öffnen zu wollen. Meistens jedoch zieht die Lehrkraft den Gürtel dann noch enger. Die Luft zum Atmen wird auf ein Minimum heruntergedreht. Manchmal, durch Repressionen in Form von Benotungen, gar einfach abgedreht.



Wenn ich jetzt hier von der Tochter meiner Nachbarin erzähle, dann nicht ohne Grund. Es ist abgesprochen und ausdrücklich erlaubt.

Folgendes hat sich vor wenigen Tagen zugetragen:

Aktuell besucht Marina die 9. Klasse einer Realschule. Zur Zeit wird im Unterrichtsfach Geschichte das Thema des Nationalsozialismus besprochen. Den üblichen Lehrstoff kennt man, selbst wenn man noch nicht in der 9. Klasse ist. Dagegen ist auch nichts einzuwenden - es ist gutzuheißen.
Vergleiche zur aktuellen Politik sind aber keineswegs erwünscht, und genau das musste Marina jetzt feststellen.

Marina ist mit ihren 14 Jahren Lebenserfahrung - was nicht unbedingt viel ist - ein sehr offener und lernbereiter Mensch. Sie interessiert sich in besonderem Maße für Politik, und so kam es ihr gelegen, zum Thema Nationalsozialismus eben ihre eigens beaobachteten Parallelen zur aktuellen Politik in den Unterricht mit einzubringen. Ein Kind in ihrem Alter beherrscht nicht unbedingt zu jeder Zeit die diplomatische Wortfindung, aber das ist auch weniger relevant. Jedenfalls, was die Thematik an sich betrifft. Dem Geschichtslehrer gefällt dies nicht unbedingt, aber - und das ist jetzt eine ziemlich neue Erfahrung für uns Erwachsene - er gibt Marina recht, sie dürfe es bloß so nicht sagen.

Marina: "Wenn ich mir das Thema Terror und die deutsche Gesetzgebung so betrachte, muß ich feststellend sagen, dass wir gar nicht so weit vom Nationalsozialismus entfernt sind. Und der Herr Schäuble ist wohl der Boss."

Lehrkraft: "Da gebe ich dir recht, das stimmt wohl so. Aber das darfst du so nicht sagen."


Marina hat, meines Erachtens nach, einen wunden Punkt im System erfolgreich angekratzt. Es liegt nun an uns, dem System zum Aufstehen zu verhelfen.
Wenn wir sehen, dass eine Richtung im System eingeschlagen wird, die gefährlicher nicht sein kann, haben wir uns zu erheben und zu kämpfen. Wir dürfen niemandem den Mund verbieten, schon gar nicht, wenn wir ihm auch noch - hinter vorgehaltener Hand - recht geben. Wir haben zu unseren Meinungen zu stehen und etwas zu unternehmen. Ob Schüler, Lehrer, Arzt oder Hartz-IV-Empfänger: WIR SIND DAS VOLK.
So abgedroschen und verbraucht dieser Ausspruch mittlerweile auch klingt - es ist und bleibt die Wahrheit.


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Duckhome: Funkposten Madeleine
11/29/2008 07:44 AM

Diese Geschichte hatte ich schon mal veröffentlicht. Es ist die Geschichte eines meiner größten persönlichen Vorbilder, Prinzessin Noor un-Nisa Inayat Khan, die als britische Geheimagentin "Nora Baker" in Dachau ermordet wurde. Die Geschichte hat was: die Urenkelin eines Mahradjas und Tochter eines Sufi-Meisters geht zum Geheimdienst und springt mit dem Fallschirm über dem besetzten Frankreich ab ...


Ihre Einheit war die von Churchill ins Leben gerufene Special Operations Executive , die noch heute in der Erinnerung der Briten lebendig ist.





Die Entsagung und die Tat,
Heilbringend sind sie beide.
Von beiden aber zeichnet sich selbstlose Tatausübung vor der Tatenthaltung aus.
Was ist Handeln, was Nicht-Handeln?
Selbst die Weisen lassen sich von dieser Frage verwirren.
Der Weise sieht das Nicht-Handeln im Handeln
Und das Handeln im Nicht-Handeln, und ist eins mit sich selbst,
Auch wenn er handelt.

Bahagavad-Gita, fünfter Gesang
I wish some Indians would win high military distinction in this war. It would help to build a bridge between the English and the Indians.

Noor un-Nisa Inayat Khan wurde als ältestes Kind des indischen Sufi-Lehrers Hazrat Inayat Khan und seiner Ehefrau Ora Ray Baker am 2. Januar 1914 in Moskau geboren.

Ihr Vater war ein Nachkomme des Moghul-Fürsten Tipu Sultan, des „Tigers von Mysore", eines Zeitgenossen Napoleons. Im weiteren Stammbaum finden sich Krieger, Musiker und Literaten - ein Umstand, der nicht nur ihn, sondern auch alle vier Kinder prägte. Hazrat Inayat Khan kam - von seinem Meister aus der Chishti-Tariqat gesandt - in den Westen und heiratete in Amerika Ora Ray Baker, die aus einer tief religiösen amerikanischen Familie stammte. Eine entfernte Verwandte von ihr war Mary Baker Eddy, die Begründerin der Gemeinschaft der Christlichen Wissenschaften.

Obwohl muslimisch, hatte die Familie über Generationen engen Kontakt zu Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften - ein Umstand, der nicht nur Hazrat Inayat Khan und seinen Sohn Pir Vilayat Khan, und dessen Sohn, den heutigen Pir (Scheich) des Sufi-Ordens des Westens, sondern auch Noor prägen wird.

Sie wächst mit ihren drei Geschwistern im Wirkungskreis des Vaters und mit seinen Lehren auf: dass durch die verschiedenen religiösen Wege Ein Licht strahlt, das reine Licht des Einen Gottes, unterschiedlich gefärbt im Filter des menschlichen Geistes.
Ihre Mutter verschleiert sich und verfasst 1915 für das vom Vater herausgegebene Periodikum einen der schönsten Artikel zur Erklärung von Schleier und Geschlechtertrennung:

Gott verbirgt sich in der Vision, die Wahrheit ist un-sehbar, die Seele ist im Körper verborgen und die Liebe im Herzen. Genauso wird die Frau um all dessentwillen, was aufgrund ihrer eigenen Natur kostbar ist an ihr, vor den Augen des Mannes geschützt.
Wir im Westen finden es seltsam in dieser ach so zivilisierten Zeit, wenn wir vom Brauch der Purdah und Zenana hören, der in Indien üblichen strengen Absonderung und Verschleierung der Frauen. Doch wenn wir weiter darüber nachdenken, so finden wir hier das gleiche Prinzip vor, dem nicht nur jene Mystiker folgen, die ihre Lippen verschließen, sondern auch jene, die sich in Hütten und Höhlen abschließen, um Gott besonders nahe zu sein.
Die Khalifen und Herrscher vergangener Zeiten verschleierten ihre Gesichter, um ihre Ausstrahlung und ihr Charisma zu schützen, und selbst heute setzen sich die Fürsten in Ost und West, genau wie andere wichtige, Persönlichkeiten, weniger fremden Blicken aus, als allgemein üblich.
Ein anderer Nutzen des Zenana-Prinzips liegt in der Verantwortung der Mutterschaft. Die Mutter formt das Kind und seinen Charakter, und somit ist es nötig, dass sie sich, während sie diese Aufgabe wahrnimmt, von der Welt zurückzieht und all deren negative Eindrücke, Ängste und Sorgen von sich fernhält, damit sie ihrem Kind nichts als Liebe, Harmonie und Schönheit leben kann. In dieser Zeit sollte sie auch alle Aufregung und Störung vermeiden. Dies ist der wichtigste Grund, dem Prinzip der weiblichen Absonderung zu folgen.
Trotz oder gerade durch die Stärke dieser Einsichten, wird Ora Ray, genannt die Begum, den Schleier - wenn auch mit Bedauern - wieder ablegen, als man ihrem Mann vorwirft, ihr den Schleier aufgezwungen zu haben und Hazrat Inayat Khan damit abwerten will

Als die Familie nach Jahren bitterster Entbehrungen durch die Spenden großherziger Schüler ein Haus in Suresnes bei Paris beziehen kann, das ihr Vater zu seiner vielbesuchten Lehrstätte ausbaut, scheint es zunächst so, als sei den Kindern ein Leben in Glanz, Spiritualität und Schönheit vorherbestimmt. Vilayat wird bereits zum Nachfolger seines Vaters erzogen, und auch Noor versucht, eine weibliche Weise zu finden, das Werk ihres Vaters mitzutragen: die Beschäftigung mit Märchen und Lehrgeschichten.

Auch der Hintergrund ihres Vaters als Musiker spielt eine wichtige Rolle: Alle Kinder erhalten sowohl eine Ausbildung in klassischer indischer als auch in europäischer Musik, die sie zum Studium bei den bekanntesten Musikern der damaligen Zeit führt. Für Familienangehörige, sowie Gäste und Schüler ihres Vaters betreiben sie Hausmusik; Noor spielt Harfe, Vilayat Cello, Hidayat, der kleine Bruder, Geige, und Khair-un-Nisa, die kleine Schwester, Klavier. Es scheint sich alles glücklich zu fügen, doch da trifft die Familie ein neuer Schicksalsschlag: Hazrat Inayat Khan stirbt 1926 auf einer Indienreise. Die Begum bricht völlig zusammen und wird die nächsten fünf Jahre schwer depressiv und bettlägerig. Bis zu ihrem Tod 1949 wird sie sich nie mehr wirklich erholen.

Noor, obwohl erst 12 Jahre alt, fühlt sich als Ersatzmutter und -vater für die Geschwister in die Pflicht genommen. Auch um ihre Mutter, die die nächsten Jahre weder imstande ist, ihr Zimmer zu verlassen, noch Besuch zu empfangen, kümmert sie sich rührend.

Bereits in frühester Kindheit erweist sie sich als außerordentlich kreativ: sie komponiert kleine Musikstücke und schreibt Gedichte. Wie ihre Geschwister auch, beschäftigt sie sich mit dem Leben ihres Vaters, und zu ihren wichtigsten Büchern, aus denen sie ihr Selbstverständnis gewinnt, werden sein „The Unity of Religious Ideals", der Qur'an und die hinduistischen Epen. Freunde aus dieser Zeit beschreiben sie als allen Menschen gegenüber liebevoll und zugewandt, doch sie ist besonders ihrem Bruder zugewandt, zu dessen 19. Geburtstag sie dieses Gedicht verfasst:

Du, der sich dem geöffnet hat, Der da sagt:
„Komm zu mir, du geliebtes Kind,
Ruhe dich aus an meinem Herzen, gib mir deine Gedanken,
Vereint gehen wir durch den Lauf der Jahre,
Und formen das Bild unserer gemeinsamen Bestimmung.
Du wirst für Mich Gefährte und Leben."

Du, den Gott mir gegeben hat,
Lieber Gefährte, sei mir allzeit nahe.
Wir werden Seite an Seite gehen und Gott wird nicht verlassen,
Seine Erdenkinder, denen Er sich verband.
Laß uns das Haupt beugen und wir werden gesegnet.

Unsere Leben liegen vor uns wie leuchtende Sterne,
Geben uns Stärke und machen uns glücklich.
Oh Gott, schau' Deine Kinder mit dem Blick der Liebe an,
Höre ihre Gebete, die diesen Tag erweckten,
Oh, barmherziger Gott, oh, ewiger Gott,
Nimm Deine beiden Kinder in Deine Väterlichen Arme.

Sie fühlt sich aufgerufen, das Werk ihres Vaters auf ihre Weise fortzusetzen, beginnt neben ihrem Musikstudium ein Studium der Kinderpsychologie. Sie verfasst mehrere Märchen, die die BBC in ihren Kindersendungen ausstrahlt. Übrigens wird auch ihr erstes großes Konzert als Harfenistin in Paris von Radio France ausgestrahlt. Gleichzeitig übersetzt sie zwanzig Jataka-Geschichten aus den früheren Leben des Buddha. Das Buch erscheint 1939. Eine Kinderzeitung ist in Planung. Noor scheint ihre Bestimmung gefunden zu haben.

Da bricht der Krieg aus und stellt nicht nur für sie, sondern auch für ihren Bruder und die übrige Familie die Fortsetzung des bis dato geführten Lebens infrage. Mit Vilayat, ihrem engsten Vertrauten, führt sie lange Gespräche, über die dieser später schreiben wird:

Wir besprachen eingehend und ausführlich das Pro und Kontra unserer Teilnahme am Krieg. Unser Problem bestand in derselben Frage, mit der sich heute die Wehrdienstverweigerer auseinandersetzen. wir waren in der Schule unseres Vaters, eines östlichen Weisen und Lehrers geformt worden ... Wie konnte man angesichts der Ausrottung der Juden spirituelle Moral predigen, ohne aktiv an
Verhinderungsmaßnahmen teilzunehmen?

Die Konsequenz aus diesen Gesprächen ist für Vilayat eine Meldung als Freiwilliger in die Royal Air Force, um sich als Kampfpilot ausbilden zu lassen, und für Noor zunächst, zusammen mit Mutter und Schwester, eine Ausbildung als Sanitäterin. 1940 muss die gesamte Familie nach England fliehen, und dort stellt sich überraschend heraus, daß die Frauen aus formalen Gründen vor einem eventuellen Einsatz ihre Sanitätsausbildung unter britischer Aufsicht wiederholen sollen.

Mutter und Schwester wiederholen die Ausbildung, doch Noor, mittlerweile ungeduldig geworden, sucht einen anderen Weg: sie wählt den Weg in die Luftwaffe - der Teilstreitkraft ihres Bruders, und tritt in die Women's Auxiliary Air Force ein, das weibliche Luftwaffenhilfscorps.

Bezeichnend für den Geist, in dem beide Geschwister ihrer empfundenen Pflicht nachkommen, ist folgende Geschichte: Vilayat hat als erster seinen Termin im Rekrutierungsbüro. Bei der Erhebung der Personalien stolpert der aufnehmende Feldwebel als erstes über den Vornamen: als „Vilayat" nach mehreren Anläufen für zu kompliziert befunden wird, stimmt Vilayat einer Registrierung als „Victor" zu. Es wird nach der Religion gefragt; Vilayat setzt zu einer Erklärung seines spirituellen Hintergrundes an. „Zu kompliziert, wir tragen CoE ein, Church of England, dann paßt das." Lächelnd stimmt Vilayat zu. Als seine Schwester ihren Rekrutierungstermin hat, gibt sie gleich an: Vorname Nora, Religion CoE.

Noor wird zunächst zur Funkerin und Fernschreiberin ausgebildet. Der Dienst ist teils anstrengend, teils langweilig, und der militärische Teil der Ausbildung mit Formaldienst, Märschen und Schießausbildung sowie das Uniformtragen bereiten ihr zunächst erhebliche Schwierigkeiten; seit ihr im Säuglingsalter eine chinesische Kinderfrau ohne Wissen der Eltern heimlich versuchte, die Füße zu traditionellen "Lotosfüßen" zu binden, sind die Füße schwer deformiert, somit wird ihr das Tragen der klobigen Uniformschuhe sowie der schweren Kampfstiefel zunächst zur Quälerei, durch die sie sich allerdings durchbeißt.

Als ihr Bruder wegen eines Sehfehlers seine Pilotenausbildung abbrechen muss und zur Marine wechselt, fehlt ihr zu dieser Waffengattung der Bezug, und hierin folgt sie ihm nicht - zum ersten Mal. Als ihr bald darauf bedeutet wird, sie könne sich einer anderen Aufgabe stellen, ist sie dankbar. Zunächst ahnt sie nicht, was auf sie zukommen wird.
Sie wird zu einem Gespräch nach London befohlen, und dort wird ihr eröffnet, daß man sie aufgrund ihrer gezeigten Leistungen und ihres Engagements sowie des Eindrucks über ihre Persönlichkeit und Biographie für geeignet hält, eine wichtige Funktion im besetzten Frankreich zu übernehmen: sie soll dort als Funkerin einem Agentenring zugeteilt werden.

(Fortsetzung folgt).

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Principiis Obsta: Georgischer Diplomat spricht über Kriegspläne seiner Regierung
11/29/2008 06:29 AM


Von KNUT MELLENTHIN, 29.November 2008:

Die Aussagen des ehemaligen georgischen Botschafters in Moskaus, Erosi Kitsmarischwili, führten am 25. November zu tumultartigen Szenen im parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der sich seit einem Monat mit der Vorgeschichte und dem Verlauf des Augustkrieges gegen Russland befasst.

Nachdem der Diplomat schon zuvor mehrmals durch Zwischenrufe unterbrochen worden war, wurde schließlich sein Mikrophon abgeschaltet. Der einflussreiche Abgeordnete der alleinregierenden Nationalpartei Givi Targamadse warf seinen Füllfederhalter nach Kitsmarischwili und wollte sich dann auf ihn stürzen, konnte aber von anderen Ausschussmitgliedern zurückgehalten werden.

Der Ex-Botschafter verließ nach diesem Zwischenfall den Saal und sagte zu den Journalisten: „Sie wollen die Wahrheit nicht hören". – Die gesamte dreistündige Anhörung wurde, ebenso wie alle vorausgegangenen, live im georgischen Staatsfernsehen übertragen.

Die Aussagen des Diplomaten, über die unter anderem die New York Times berichtete (1), haben die Glaubwürdigkeit von Michail Saakaschwili auch im Westen weiter erschüttert. Es wird erwartet, dass der Präsident am 28. November selbst vor dem Parlamentsausschuss auftreten wird.

Kitsmarischwili, der zeitweilig zum internen Kreis um Saakaschwili gehört hatte, war im April 2008 als Botschafter nach Moskau geschickt wurden. Am 10. Juli wurde er abberufen, nachdem zwei russische Kampfflugzeuge über Südossetien geflogen waren. Russland reagierte damit auf die Drohung des georgischen Präsidenten, eine „Polizeiaktion" gegen die abtrünnige Republik durchzuführen. Am 12. September wurde der Botschafter von Saakaschwili entlassen, weil er sich kritisch über die georgische Russland-Politik geäußert hatte. Zur Anhörung vor dem Ausschuss hatte er sich praktisch selbst eingeladen, indem er öffentlich darauf gedrängt hatte, dort seine Aussagen machen zu können.

Kitsmarischwili begann seine Darstellung im Februar 2004, kurz nach dem Amtsantritt von Saakaschwili. Damals, so führte er aus, habe eine wirkliche Chance bestanden, nicht nur mit Russland, sondern auch mit dem südossetischen Präsidenten Eduard Kokoiti Verhandlungen über den Status der kleinen Republik, die sich 1991 von Russland losgesagt hatte, zu führen. Statt diese Politik fortzusetzen, habe Saakaschwili im Juni 2004 plötzlich militärische Provokationen gegen Südossetien gestartet. (2)

Letztlich hätten damals zwei Gründe den Ausschlag gegeben, den beabsichtigten Großangriff auf Südossetien abzublasen, berichtete Kitsmarischwili: Erstens die Einwände aus einer „ausländischen Hauptstadt" – gemeint ist offenbar Washington – und zweitens die Tatsache, dass der damalige Premierminister Surab Schwania entschieden dagegen war. Schwania kam im Februar 2005 unter bis heute nicht überzeugend aufgeklärten Umständen ums Leben. Der Tod Schwanias, der als Politiker des Ausgleichs in Südossetien und Abchasien respektiert war, habe die Chancen auf eine Einigung mit den beiden Republiken ganz zunichte gemacht, sagte Kitsmarischwili.

An späterer Stelle seiner Aussagen vor dem Parlamentsausschuss berichtete der Ex-Botschafter, Insider aus der Führungsmannschaft des Präsidenten hätten ihn im April 2008 über Kriegspläne gegen Abchasien informiert. Angeblich habe die US-Regierung dafür schon grünes Licht gegeben. Die Namen seiner Informanten wollte Kitsmarischwili „aus Sicherheitsgründen" nicht nennen. Zur Vorbereitung des Angriffs auf Abchasien sollten israelische Berater hinzugezogen werden. Verteidigungsminister Davit Keseraschwili habe ihm gesagt, dass die Operation Anfang Mai oder zumindest noch vor der Schneeschmelze auf den Pässen beginnen sollte. Die Angriffsplanung gegen Abchasien sei dann aber mit einem Besuch des georgischen Botschafters bei der UNO, Irakli Alasania, in der abchasischen Hauptstadt Suchumi zu den Akten gelegt worden. Am 21. Mai 2008 beteuerte Kitsmarischwili während einer Pressekonferenz in Moskau „bei meiner Mama", dass Georgien Abchasien nicht angreifen werde. (3)

Stattdessen wurde, so Kitsmarischwilis Aussage vor dem Ausschuss, in der georgischen Führung immer intensiver über einen Angriff auf Südossetien diskutiert. Der Minister für Reintegration (Rückeroberung der beiden Republiken), Temur Jakobaschwili, habe auf einem Treffen am 19. Juni 2008 erklärt, dass Georgien in der Lage sei, die südossetische Hauptstadt Tschinwali innerhalb von drei Stunden zu besetzen. Daraufhin habe er Jakobaschwili vorgehalten, dass in diesem Fall Russland eingreifen würde. Der Minister habe ihm geantwortet: „Die Russen werden deswegen keinen Finger rühren." Die gleiche Auffassung habe ihm gegenüber Ende Juli auch der stellvertretende Außenminister Grigol Waschadse geäußert.

Georgiens Führung hat sich vielleicht – so erstaunlich das angesichts der absolut unmissverständlichen Warnungen aus Moskau klingt – wirklich in der Illusion befunden, Russland werde einen Überfall auf Südossetien tatenlos hinnehmen. Dazu passt auch die während der Anhörungen mehrfach zu hörende Behauptung, die Regierung in Tiflis habe vor dem Angriff nicht einmal über einen Evakuierungsplan für die georgische Minderheit Südossetiens verfügt.

Die georgische Nachrichtenagentur Civil Georgia hat eine ausführliche Wiedergabe der Aussagen von Kitsmarischwili vor dem Ausschuss veröffentlicht, zum Teil sogar als Transkript. (4) Eine Übersetzung des Berichts von Civil Georgia erscheint demnächst auf HINTERGRUND.

--

Anmerkungen

1) Olesya Vartanyan und Ellen Barry: Ex-Diplomat Says Georgia Started War With Russia. New York Times, 25.11.2008

http://www.nytimes.com/2008/11/26/world/europe/26georgia.html

2) Knut Mellenthin: Georgische Reconquista - Powered by NATO & EU. Junge Welt, 23.7.2004.

http://www.knutmellenthin.de/artikel/archiv/kaukasus/
georgische-reconquista-powered-by-nato-eu-2372004.html

3) Bericht eines Teilnehmers der Pressekonferenz gegenüber dem Autor.

4) Ex-Envoy's Hearing at War Commission Ends in Brawl. Civil Georgia, 25.11.2008.

http://www.civil.ge/eng/article.php?id=20026

weiter >
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Lumières dans la nuit: Meine Alben sind wieder da
11/29/2008 06:08 AM

Nein, sie sind nicht dort, wo sie vorher waren und wo sie niemals mehr erscheinen werden, sie sind jetzt hier. Zum Anhören. Und zum freien Download. Meine Musik ist zwar betont minimal, aber das Verstummen im Netz war mir denn doch ein bisschen zu minimal… ;-)

Da es ein ganz frisches Nebenprojekt dieses Blogs ist, kann es durchaus sein, dass es noch an einigen Stellen hakelt. Auch ist noch nicht jeder Text fertig geschrieben. Aber ich schreibe trotzdem nicht »Beta« darüber, und es wird dort auch niemals so ein »typisches Web Zwo Null« geben. Eventuelle weitere Alben von mir – Ideen habe ich ja einen ganzen Kopfvoll – werde ich ebenfalls an dieser Stelle veröffentlichen.

Allerdings werden sie nicht mehr unter einer CC-Lizenz lizenziert, sondern unter einem eigenen Lizenztext, der jede Verbreitung im Zusammenhang mit Werbung ausschließt.

Und nein, nach diesem Musterbeispiel der praktizierten, geschäftsbeflissenen Kälte kann mich nichts mehr zu Jamendo zurückkriegen.

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Ein Zyniker schreibt...: Presserecht alla Italia
11/29/2008 04:04 AM
Italien, Italien...wo treibt es dich bloß hin. Schlimm genug, dass die da einen Mafiosi als Landesfürsten haben der dazu noch den größten Teil der privaten Medien in Italien besitzt. Jetzt wird auch noch den Bloggern das Leben schwer gemacht. Anders als in den meisten anderen (richtigen) Demokratie(simulationen) muss eine Publikation (Zeitung, Zeitschrift, etc.) in Italien angemeldet werden. Das gilt seit einiger Zeit auch für Onlinepublikationen. So richtig hat sich wohl nie jemand Gedanken darüber gemacht was das bedeutet. Jetzt ham se den Salat. Zwei Blogger wurden schon verklagt, da ihre Blogs nicht bei der entsprechenden Behörde angemeldet waren. Einer der beiden schrieb über die Verbindungen zwischen Mafia und Politik. Gerüchte das die Klage von Berlusconi persönlich angestoßen wurde, konnten bis zur Stunde nicht bestätigt werden ;-).[Link] [Cache]
Gentrification Blog: Berliner Senatorin setzt auf Mietsteigerungen
11/29/2008 03:44 AM

Die Entwicklung der Berliner Mietpreise bereitet den Bewohner/innen in vielen Vierteln große Sorgen, denn ein großer Teil der oft knappen Einkünfte muss für die Wohnkosten aufgebraucht werden. Die Mietpreisentwicklungen vor allem in den Innenstadtvierteln bereiten Stadtforschern Sorgen, denn ihre Studien, wie die von topos in Kreuzberg zeigen, dass im Durchschnitt 30 bis 35 Prozent der Haushaltseinkommen für die Miete drauf gehen. Und die Mieten steigen weiter. Selbst die Immobilienwirtschaft zeigt sich ob dieser Entwicklungen besorgt: Makler beklagen zu hohe Mietpreise in Berlin. Nur eine ist nicht besorgt: die für Stadtentwicklung zuständige Senatorin Ingeborg Junge-Reyer, die immer noch glaubt, dass es “in der ganzen Stadt genug günstige Wohnungen gibt”.

Zu einer Stellungnahme des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) für Berlin und Brandenburg heisst es in einem Beitrag in der Welt unter anderem:

Sorge bereitet den Maklern vielmehr die Tatsache, dass die Mietbelastung der Haushalte mit durchschnittlich rund 29 Prozent eine besorgniserregende Höhe erreicht hat. “Und dabei handelt es sich lediglich um einen Durchschnittswert”, betont Wohltorf. “Extreme spielen sich vor allem im Ostteil der Stadt ab”, sagt der Experte weiter. Im Bezirk Mitte erreiche diese Belastung die Marke von 33,5 Prozent. Absoluter Spitzenreiter ist Friedrichshain-Kreuzberg. Hier wird zwar ein vergleichsweise niedriger Quadratmeterpreis von 5,50 Euro (einfache Wohnlage) verlangt. Die Mietparteien müssen, bedingt durch geringes Haushaltseinkommen, jedoch sogar rund 35 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens in die Miete stecken.

Nur die soregenfreie Senatorin für Stadtentwicklung betrachtet die Mietentwicklung in der Stadt völlig entspannt. Ein paar steigende Mieten, pah, das ist doch ganz normal für eine Großstadt… In der Berliner Zeitung heißt es: Senat kommt Hausbesitzern entgegen.

Junge-Reyer räumte ein, dass die hohe Nachfrage nach Wohnungen in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg dazu führe, dass dort die Mieten nach oben getrieben werden. Dies sei aber ein Normalisierungsprozess des Marktes. Wohnungen mit einer guten Ausstattung in einer gefragten Lage hätten eben ihren Preis. Keiner könne und niemand müsse Wohnungssuchenden garantieren, dass sie eine sanierte Stuckaltbauwohnung in Ia-Lage in Wilmersdorf oder Prenzlauer Berg für unter fünf Euro Kaltmiete den Quadratmeter finden, sagte Junge-Reyer.

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Stoppt die e-Card: Jetzt online unterschreiben
11/29/2008 02:36 AM

Das Bündnis "Stoppt die e-Card" bietet ab sofort auf seiner Homepage die Möglichkeit, die Petition gegen die Einführung der elektronischen "Gesundheitskarte" online zu unterzeichnen. Wir bedanken uns bei Uwe Schulze, der das Script unseren Bedürfnissen angepasst und einen Server dafür zur Verfügung gestellt hat.

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annalist: Kollektion #9
11/29/2008 02:27 AM

  • Den Offenen Brief der Eltern der in Tarnac, Frankreich festgenommenen "Terroristen" gibt es jetzt auch auf deutsch:
    Niemand konnte sich der effekthascherischen Reality-Polizeishow der letzten zwei Wochen entziehen, wobei die Kinder in die Hauptrollen gezwungen wurden. Der seelische Schmerz, die Angst und Tränen haben uns heruntergerissen, dieser Zustand hält immer noch an. Aber das, was uns am meisten verletzt hat, uns am meisten zerstörte, ist die ausgebrochene Flut der Lügen.
    Heute waren es unsere Kinder, morgen könnten es eure sein. Wir sind immer noch fassungslos, aber wir sind nicht länger gelähmt. Die folgenden Fakten sind ein Versuch zurück zur Wahrheit zu finden und die öffentliche Vorverurteilung verstummen zu lassen.
    Zweimal Schäuble bei SPON, am 29.11. morgens um 1:20
  • Interview mit dem Besitzer einer linken Kneipe in Berlin-Mitte, dem BAIZ:
    Wir hatten da eine lustige Fehlschaltung: Wer anrief, konnte über das Tresentelefon die Gespräche an der Bar mitverfolgen. Einen Abend lang ging das so. Am nächsten Tag hat es sich von selbst repariert. Solche Überwachungsdefekte sorgen für ein Gefühl der Geborgenheit. Das verstärkt sich durch gelegentliche Besuche ziviler Staatsdiener. Im Zuge des 129a-Verfahrens ist im Hinterzimmer mal ein Gespräch vom Nebentisch aus mitgeschnitten worden, wie man später entsprechenden Ermittlungsakten entnehmen konnte.
  • Bundesregierung findet völlig normal, dass das BKA im mg-Prozess BesucherInnen beobachtet (Antwort auf Kleine Anfrage, pdf): ist ja ein öffentlicher Prozess.
    "Die Prozessbeobachtung wird durch das BKA als der in diesem Fall von der Bundesanwaltschaft mit der Ermittlungsführung beauftragten Behörde mit dem Ziel geführt, neue im Rahmen der geführten Ermittlungen bisher nicht bekannt gewordene Hinweise unmittelbar aufzunehmen und polizeilich zu bewerten.
    Zudem dient sie Aus- und Fortbildungszwecken, um die Arbeiten der ermittlungsführenden Polizeibehörde mit Blick auf die Bedarfslage der erkennenden Gerichte zu optimieren.
    Das für die Dienst- und Fachaufsicht über das BKA zuständige Bundesministerium des Innern und die Leitung des BKA wurden im Rahmen der allgemeinen Lagedarstellung anlassbezogen unterrichtet.
    "
    Erstmals hier und hier. Wer die ganzen sehr schrillen Details der Prozessführung lesen will, bitte hier entlang.
  • SPD-Fraktion kündigt ihrem langjährigen Datenschutzexperten, von Christiane Schulzki-Haddouti.
    Für einen Moment hatte ich gehofft, es gäbe ein Licht am Ende des sozialdemokratischen BKA-Tunnels, aber das hat wohl getäuscht. Es geht um Jörg Tauss.
  • Die Polizisten lügen.
    Wer hätte das gedacht? (via)
  • Terrorism Survival Bundle
    If and when there is another terrorist attack, you need to know immediately what to do, no matter where you are or what you are doing. Don't be caught unprepared in the case of another terrorism attack. (via)
  • Und schließlich ein bisschen Schäuble-Bashing:

Informationskontrolle


Wir sind Terrorist

Schäuble schießt ab mit dem Leben

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rotglut.org: Die rotglühende Wahrheit eines Herrn N.
11/29/2008 01:16 AM
... oder ein wenig Statistik Ein ganz besonderer Blogger aus Krefeld schreibt in seinem Blöggli: "Zu den ersten kleinen Beiträgen in diesem Blog haben mich viele freundliche Mails und Kommentare erreicht, die sehr hilfreich waren. Danke insbesondere an Frau Hoss. Es haben sich in Windeseile liebenswerte Zeit ... [Link] [Cache]
Zogby Umfrage: Obama-Wähler kennen die Politikvorstellungen des eigenen Kandidaten nicht
11/29/2008 01:09 AM

Meinungsumfrage findet heraus, dass die meisten Obama-Wähler nur über die negative Berichterstattung von McCain und Palin Bescheid wissen, beim Wissen über Obama und Biden aber im Dunkeln tappen.

Ronpaul.blog.de
28. November 2008

Eine kürzlich vom Meinungsinstitut Zogby durchgeführte Umfrage unter 512 Wählern von Barack Obama hat erstaunliche Wissenslücken über den von ihnen präferierten Präsidentschaftskandidaten aufgedeckt. Die Umfrage wurde vom Autor und Filmemacher John Ziegler in Auftrag gegeben und sorgte mit ihren Ergebnissen und der Veröffentlichung bei Youtube und Zieglers Webseite ‚ HowObamaGotElected.Com’ für einiges Aufsehen im Internet.

Das Ergebnis der Umfrage bestätigt die unter vielen politischen Analysten vertretene Auffassung, dass der Großteil der Obama-Unterstützer eher Anhänger eines blinden Personenkults sind, anstatt ihren Kandidaten als Vehikel für echte politische Veränderungen zu sehen. Kein Wunder natürlich, war doch Obama der erste Politiker, der von der gleichgeschalteten Weltpresse von Anfang an als eine Art „Messiah“ und „Auserwählter“ gefeiert wurde.

Gerade einmal 2% der Obama-Wähler konnten den Großteil der Fragen zu ihrem Wahlkandidaten beantworten. Nur 54% hatten mindestens die Hälfte der 12 Fragen des Multiple Choice Tests richtig angekreuzt. Dabei stellte sich heraus, dass Fragen zum Konkurrenten John McCain und dessen Vizepräsidentschaftskandidatin Palin besser beantwortet werden konnten als Fragen zu Obama selbst.

Die typischen Klatschgeschichten der Regenbogenpresse über schwangere Töchter, peinliche Wahlkampfaussagen oder überhöhte Ausgaben für Wahlkampfklamotten wurden korrekt beantwortet. Kamen die Fragen hingegen zu politischen Inhalten sowie der politischen Laufbahn von Obama, zeigten sich deutliche Lücken. Rund 57% der Befragten konnten nicht sagen, welche Partei derzeit den US-Kongress kontrollierte. Über 80% wussten nicht, dass Obama im Wahlkampf ausgesagt hatte, die Kohleindustrie bankrott gehen zu lassen sowie dass er seine erste Wahl gewonnen hatte weil er seine Konkurrenten vom Wahlzettel hatte streichen lassen.

Im nachfolgenden Video wurden 12 Obama-Wähler zufällig ausgewählt und vor der Kamera zu den Punkten befragt:

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