Thursday, March 5, 2009

Parteibuch Ticker Feed: 2008-12-15

Parteibuch Ticker Feed: 2008-12-15


Brummen im Einzelhandel: Kauflust der Konsumenten oder das brummen der Lichterketten?
12/15/2008 11:33 PM

n nahezu allen Nachrichtensendung von ARD und ZDF hören die Zuhörer und in vielen Zeitungen lesen die Leser die frohe und gleichklingende Botschaft die Kauflust der deutschen Konsumenten sei trotz Weltwirtschaftskrise unerwartet hoch.

Leider fällt in diese positive erzeugte Stimmungssuggestion vieler Medien, eine Hiobsbotschaft der EZB in ihren Finanzstabilitätsbericht musste Sie den Einzelhandelsumsatz Oktober für D deutlich nach unten revidieren.

Zitat:
DE/Einzelhandelsumsatz Oktober deutlich nach unten revidiert

…Die Umsatzentwicklung im deutschen Einzelhandel ist im Oktober deutlich schwächer verlaufen als zunächst angenommen. Wie die Deutsche Bundesbank mitteilte, sanken die inflationsbereinigten Umsätze ohne Kfz-Verkäufe und Tankstellengeschäft gegenüber dem Vormonat um 2,2% und lagen damit um 0,8% unter Vorjahresniveau….

versus

Verbraucher trotz Hiobsbotschaften in Kauflaune
Verbraucher trotz Hiobsbotschaften in Kauflaune | Top-Nachrichten | Reuters

Trotz Krise klingelt die Kasse
Echo Online

Ich fürchte, solange die Wirklichkeit in der Realität eine andere Wirklichkeit als die in vielen Medien suggerierte ist, wird die Obrigkeit offensichtlich nicht nach Problemlösungen suchen (zum Beispiel einen Politkwechsel, weg vom Agenda 2010 Niedriglohnlohnbereich hin zum gesetzlichen Mindestlohn weg vom ALG II zurück zur einkommensorientierten Arbeitslosenhilfe, Senkung der MwSt und der Versicherungssteuer; Senkung der Mineralölsteuer; Sinkende Verbrauchersteuern bedeuten für jeden Arbeitnehmer mehr Netto vom Nettolohn) sondern die Probleme, weiter in die Zukunft schieben und somit die Krise in D durch Fortsetzung der falschen Politik ( Steuergeschenke an Unternehmen sowie Steuergeschenke an Best - Besserverdienende, oder durch den jüngsten Vorschlag die Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler durch Abstriche von Zahlungen der Unternehmen in die Kasse der Sozialversicherung bei Kurzarbeit) weiter zu verstärken.

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Kritik und Kunst: Lukscheider über die Krise 12/15/2008 11:17 PM

Auf diesen Kommentar Lukscheiders muss ich denn doch nochmal hinweisen. Die Dauerleser dieses Blogs wissen, dass ich mich seit Monaten ähnlich äussere. Tatsächlich: Die Textbausteine, die die Neoliberalen Ideologen per Serienbrieffunktion abschicken, sind zum Teil unterirdisch - fatalster Vertreter ist in der Tat Reinhard Mohr, mit dessen realitätsbefreitem Gelalle man fast schon wieder Mitleid haben muss -, und welcher Teufel den Mittelstand reitet, wenn er sich immer noch und allen Ernstes bei Merkel, Steinbrück, Ackermann und Konsorten gut aufgehoben fühlt, scheint vorderhand wirklich unfassbar.

Jedoch nur vorderhand. Man mag sich fragen, warum die dümmsten aller Kälber immer wieder ihre Schlächter selber... Man mag sich fragen, warum niemand auf der Strasse ist. Bei Licht aber ist die Frage recht einfach zu beantworten. Denn der bürgerliche Mittelstand - die Stammleser klicken jetzt weiter, sie wissen, was kommt! - weiß inzwischen zwar recht gut, dass die neoliberale Sach´ scheep gangen iss so irgendwie. Sie wissen auch, mit wem sie sich da eingelassen haben - immer in der Hoffnung, in einer restlos auf Sieger und Besiegte reduzierten Welt zu den Siegern bzw mindestens zu ihren gut bezahlten Sattelburschen zu gehören. Sie wissen aber auch, dass sie selber es waren, ohne deren Zustimmung der Neoliberalismus eine obskure mechanistische Heilslehre einiger durchgeknallter Intellektueller geblieben wäre. Die Treue, die diese betrogenen Betrügerbürger jetzt noch an den Tag legen, und die man vordergründig ja wirklich nicht begreifen kann, bekommt jedoch gerade von daher ihren guten Sinn: Nicht obwohl, sondern weil die Kritik am Neoliberalismus Recht hatte, scharren sie sich, solange es sie nicht selbst erwischt, trotzig um ihre Lebenslügen und halten diese billige Pose auch noch für besonders nonkonformistisch. Gescheitert zu sein führt nun einmal leider nur selten zu Einsichten, eher zu infantilem Trotzverhalten a la Steinbrück.

Ich weise exemplarisch auf dieses SPIEGEL-Interview mit Michael Sommer hin. Die Fragen des SPIEGEL sind fast interessanter als Sommers mild-sozialdemokratische Antworten:

SPIEGEL ONLINE: Aber die Politik, die Sie geißeln, hat uns Wohlstand gebracht; nicht nur den Managern. Vor vier Jahren hatten wir noch über fünf Millionen Arbeitslose, jetzt sind es knapp weniger als drei Millionen.
Das ist entweder nur noch dumm oder infam. Denn Wohlstand gab es seit Längerem ja eben gerade nicht mehr für alle. Hat der SPIEGEL wirklich immer noch nicht begriffen, dass die gefakte Arbeitslosenstatistik nichts über Armut und Reichtum dieser Gesellschaft aussagt? Weiß er nicht, dass die Armut massiv zunahm - gerade auch in den angeblichen Boom-Jahren? Will er es nicht begreifen? Darf er es nicht? Oder verweigert der SPIEGEL, wenn er so fragt, den Prekarisierten den Zutritt zur Gesellschaft? Sie gehören, so muss man das ja lesen, offenbar nicht mehr zu "uns", "unser" Wohlstand stieg...und nur "unser" Wohlstand ist interessant. Genau diese mal versteckte, mal offene Desolidarisierung war das eigentliche Zentrum der neoliberalen Zumutungen. Diese Zumutungen erforderten ein hohes Maß an Mitarbeit des Mittelstands - direkt, nämlich von der Arbeitsvermittlerin, vom Lehrer, vom Journalisten, aber vor allem auch indirekt, als Unterwerfung unter die neoliberalen Mantren. Ohne diese Mitarbeit wären sie nicht durchsetzbar gewesen. Der bürgerliche Mittelstand kann sich von der neoliberalen Umklammerung schlicht deswegen auch jetzt nicht lösen, weil er in den vergangenen Jahren mitnichten Opfer, sondern weit eher profitierender Mittäter war.

Ich weiß. Die treuen Leser dieses Blogs können es nicht mehr hören. Seit Jahren rede ich über die moralische Verkommenheit jener guten Bürgersleut, die sich solange jeder Infamie als begleitendes Personal andienen, solange sie persönlich profitieren - um in Wehgeschreih auszubrechen, sobald Zahltag ist. Aber es hilft nichts. Wir müssen uns mit diesem Mittelstand auseinander setzen, denn er wird bestimmen, wohin in der Krise die Reise politisch geht. Und sie wird, hört auf zu träumen!, nicht nach links gehen.

Denn nichts haben betrogene Betrüger so nötig wie eine gut erzählte Geschichte, die sie freispricht und die die Verantwortung für das Desaster delegiert. Nur wer sich mit den inneren Verhältnissen des Bürgertums nicht befasst hat, kann überrascht sein darüber, dass die Bürger ihren politischen Präferenzen treu bleiben, obwohl das Desaster von keinem mehr bestritten wird und die politische Verantwortung dafür so klar ist wie der helle Tag. Lukscheiders und anderer Linker Ratlosigkeit über die Stabilität der politischen Verhältnisse zeigt mir, wie wenig sie, bei aller inhaltlichen Berechtigung ihrer Kritik, ihre bürgerlichen Gegner eigentlich kennen. Lukscheider irrt, wenn er von Nibelungentreue spricht: Wirkliche Treue erfordert ja wenigstens einen Rest an Anstand. Davon kann beim Bürgertum, das sich immer nur hündisch den Siegern unterwirft in der Hoffnung auf möglichst viele Brosamen vom Tisch des reichen Mannes, schon lange keine Rede mehr sein. Sobald die Krise den Mittelstand wirklich, also existenziell erreicht (und das wird sie: wir haben eine Weltrezession, man glaube doch nicht, es bleibe bei minus 4 %!), wird er schon aufwachen und seine bisherigen Favoriten zum Teufel jagen. Seine Empörungs-Pose wird ihm dabei allerdings unaussprechlich schlecht zu Gesichte stehen, denn er wird nicht bereit sein, über seinen Anteil an Verantwortung nachzudenken. Bürgertum war nie etwas anderes als die Bereitschaft zum Verrat am Mitmenschen für ein paar lumpichte second-class-Privilegien, verbunden mit ein bißchen Moral-Unverbindlichkeit a la "Ein Herz für Kinder" oder Gönnerpose der Marke "Tafel". Es steht zu befürchten, dass der Teufel Merkel/Steinbrück dann mit dem Beelzebub Merz/Westerwelle ausgetrieben wird. Denn der Neoliberalismus war richtig, muss richtig gewesen sein, er ist nur leider etwas beknackt durchgeführt worden.

Man kann die moralische Verkommenheit des Bürgertums ganz einfach an Folgendem festmachen: Jeder Bildungsbürger kennt Maurice Ogdens Gedicht "Henker", hat von ihm, in der kirchlichen oder linken Jugendgruppe, im Religions- oder Philosophieunterricht, schonmal gehört. Es ist ja nicht so, dass das Bürgertum nicht über sich Bescheid wissen könnte, wenn es denn nur wollte. Aber an diesem selbstgefälligen Mittelstand prallt einfach jede Kritik ab. Odgens schlichtes und im besten Sinn schlicht wahres Gedicht taugt für die Bibelarbeit am Freitag nachmittag. Montag muss Papi aber wieder Sperrzeiten verhängen, Räumungsklagen vorbereiten oder einen Pro-Ackermann-Aufsatz schreiben. So ist das mit Sachzwängen, besonders, wenn man sie sich einbildet. Den Linken, die ja selber dem Bürgertum entstammen, sollte das alles eigentlich klar sein. Desto erstaunlicher finde ich Lukscheiders Verwunderung. Das Bürgertum benennt Schulen für ihren Nachwuchs nach Kant und Schiller - eben jene Schulen, von denen es erwartet, dass ihr hoffnungsfroher Nachwuchs dort für die anstehenden Verteilungsschlägereien fitgespritzt und auf Rücksichtslosigkeit getrimmt wird.

Weiß Lukscheider das nicht? Weiß er wirklich nicht, dass von einem solchen innerlich verwahrlosten Bürgertum politisch nichts zu erhoffen ist?

Ich kenne meine bürgerlichen Papenheimer, und der grüne Studienrat ist um nichts besser als der CSU-Gastwirt: Gerade weil sie im Grunde sehr gut wissen, was sie da angestellt haben, werden sie sich linken Alternativen aggressiv verweigern. Die werden sich ganz woanders bedienen. Die Leute, einer alten Floskel entsprechend, jetzt einfach nur "dort abzuholen, wo sie stehen" - nämlich bei ihrer persönlichen Empörung darüber, dass ihr Versuch, bei der Renditejagd ein bißchen mizustippen, gescheitert ist -, halte ich für Unfug. "Die Zocker haben mein Geld verjubelt..." Nein! Das hast Du selbst besorgt! Und damit muss man ihn auch konfrontieren. Ob eine solche Konfrontation mit der eigenen Verantwortung etwas bringt weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass es nichts bringt, diese Verantwortung umschiffen zu wollen.

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Mein Parteibuch Blog: "Ernst & Young, PWC, KPMG und BDO" 12/15/2008 10:57 PM

Der voll seriöse ehemalige NASDAQ-Chef und Boardmitglied des American Jewish Congress Bernard Madoff hat bekanntlich gestanden, dass seine Hedgefonds nichts anderes als ein Schneeballsystem waren, bei dem auszubezahlende Gewinne über das Einwerben von Geldern neuer Anleger gegenfinanziert wurden. Das Schneeballsystem von Bernard Madoff brachte es auf das Rekordvolumen von 50 Mrd US-Dollar, bevor es zusammenbrach.

Die Schweizer Bank Reichmuth ließ sich auch reinlegen und wird in der Basler Zeitung wie folgt zitiert:

“Bei den betroffenen Fonds haben renommierte Revisionsgesellschaften wie Ernst & Young, PWC, KPMG und BDO die Jahresabschlüsse geprüft.”

Für die Zukunft weiß nun hoffentlich jeder, was er von den Testaten dieser Wirtschaftsprüfer zu halten hat.

Nun zu einem anderem Thema. Was mögen wohl die Worte “Korrupt bis auf die Knochen” bedeuten?

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Blöde Geschichten: Bilderbuch über die Südstaatenflagge 12/15/2008 10:55 PM

Die Kriegsflagge der konföderierten Staaten von Amerika confederate battle flag wird manchmal Kreuz des Südens southern cross , manchmal Sterne und Balken stars and bars , in Deutschland aber meistens Südstaatenflagge genannt. Die Südstaatenflagge war nie die Flagge eines Staats, sondern die von Truppen, welche von 1861 bis 1865 für die Fortsetzung der Sklaverei in den USA kämpften.

In Deutschland wird die Südstaatenflagge von Leuten gezeigt, die Rassismus und Reaktion gut finden, sich aber wegen der Strafe fürchten das Hakenkreuz zu nehmen. Die Südstaatenflagge ist die Flagge derjenigen Neonazis, welche Neonazis sind, aber nicht wagen sich dazu zu bekennen.

Dumme Deutsche kennen die Herkunft der Südstaatenflagge vielleicht nicht. Für sie ist dieses Bilderbuch.


Ab 1962 wurde auf der Spitze des Regierungsgebäudes state house des USA-Bundesstaats South Carolina die Südstaatenflagge gehisst. Die Provokation für alle amerikanischen Bürgerrechtler, besonders für die schwarzen, war um so ungeheurer, da Südcarolina eine eigene Staatsflagge Palme mit Mondsichel hat und die Südstaatenflagge nur den rassistischen Krieg verherrlicht. Am 17. Januar 2000 - dem Ehrentag von Martin Luther King - demonstrierten in Columbia, der Hauptstadt von Südcarolina, 50000 Menschen gegen die Südstaatenflagge, bis sie heruntergeholt wurde.


Für die terroristische Vereinigung Ku-Klux-Klan symbolisiert die Südstaatenflagge die rassische Überlegenheit der Weißen. Die vorgeführte Armbewegung wird in den USA “sieg heiling” genannt.


Das Regierungsgebäude in Südcarolina wurde wegen der dort gehissten Südstaatenflagge zum Wallfahrtsort für USA-Nationalsozialisten national socialist movement . Die Nazis vergleichen die Südstaatenflagge mit der Reichskriegsflagge des Dritten Reichs.


Der Hass dauert an. Viele amerikanische Schulen untersagen das Vorzeigen der Südstaatenflagge im Unterricht, da sie immer wieder Unruhe und schließlich Schlägereien auslöst. Viele Karikaturisten haben die Ursachen dafür deutlich gemacht:

Der Weiße: “Meine Vorfahren sind wegen dieser Flagge gestorben”.
Der Schwarze: “Meine auch”.


Gefesselte schwarze Hände: die Südstaatenflagge als Symbol der Sklaverei.


Die Südstaatenflagge als Symbol des Ku-Klux-Klan.


Die Hakenkreuzfahne ersetzt die Südstaatenflagge.


Die Apologeten der Südstaatenflagge sagen meistens: “Die Südstaatenflagge ist Symbol unseres Erbes heritage ”.

Die Karikatur zeigt, worin das Erbe besteht: die Fesseln der Sklaverei, die Peitsche der Sklaverei und die Lynch-Morde des Ku-Klux-Klan.

Stimme aus dem Regierungsgebäude: “Es erinnert uns an unser Erbe. Du weißt doch … Sklaverei … Lynchen … ”.

Diese Flagge symbolisiert…
A. eine Gesellschaft, die Rechte und Leben einer Minderheit kaputt gemacht hat
B. das Erbe


Links ein Mitglied des weißen amerikanischen Pöbels redneck mit der Südstaatenflagge. Rechts ein Mitglied der Freiheitlichen Partei Österreichs FPÖ mit der Hakenkreuzflagge: “Es ist so, wie du sagst: Es geht um unser Erbe”.

Links: Stimme aus dem Regierungsgebäude in Süd-Carolina: “Wir müssen die Konföderierten-Flagge woanders hintun, wo sie besser hinpasst”. Rechts: Hakenkreuzfahne und Südstaatenflagge zusammen über dem Parlament in Österreich.

Entwicklung des Bösen in Österreich EVILUTION …

Ein Nazi, der nicht zugeben will, dass er Nazi ist, mit Südstaatenschlips: “Ich bin kein Nazi! … Ich bin’s nicht, sehen Sie? … Ich bin Nazi!” Ist es Haider oder ein Hasser oder Hitler?

Der österreichische Politiker Jörg Haider hat versucht Macht zu gewinnen, indem er sich beim rechtsextremen Pöbel anbiederte.

Zugleich wird hier der typische Polizei- oder Justizbeamte des gegenwärtigen Deutschlands karikiert, der sich tobsüchtig aufregt, wenn man ihn als das identifiziert, was er ist: ein Nazi.


Führende Politiker nutzen die Südstaatenflagge um sich beim Pöbel anzubiedern.

Die Südstaatenflagge über dem Weißen Haus in Washington. Stimme aus dem Weißen Haus: “Präsident Bush, wie hemmungslos waren Sie darauf aus, die Wahlen in Südcarolina zu gewinnen?”

Der Präsidentschaftskanditat John McCain machte es ähnlich: Während er erst richtig feststellte, dass die Konföderierten-Flagge Rassismus und Sklaverei bejaht, faselte er bei anderer Gelegenheit von “Erbe”. In Deutschland haben die Politiker Jürgen Möllemann FDP , Roland Koch CDU und viele andere ähnliche Maschen probiert.

Hier ist die Zielperson der Anbiederei: Der Redneck mit Südstaatenflagge.

Im Hintergrund eine Flagge, die den Sechserpack Bier verbietet. Eine Stimme aus dem Hintergrund: “Das ist das Einzige, was ihn wirklich treffen könnte”.


Anlass für die Schaffung dieses Bilderbuchs ist eine Gerichtsverhandlung am 3.11.2008 in Kirchhain/Hessen, bei welcher der deutsche Richter Joachim Filmer der Öffentlichkeit weismachen wollte, die Südstaatenflagge könne etwas Anderes bedeuten als Rechtsextremismus. Tatsächlich hat sich Richter Filmer auch an anderer Stelle als Unterstützer des Rechtsextremismus hervorgetan.

Das Amtsgericht Kirchhain ist als Neonazi-Stützpunkt verrufen. Vereine wie Berger-88- und TSV 1888 Amöneburg sind in das Register dieses Gerichts eingetragen worden. Lange bevor die Marke THOR STEINAR Kleidung mit dem nationalsozialistischen Wolfsangel-Symbol auf den Markt brachte und daran deftig verdiente, wurde auf einen Giebel in der Nähe des Amtsgerichts eine riesige Wolfsangel gemalt. Sieben Jahre lang störten sich daran die heimischen Justiz- und Polizeiangehörigen nicht. Die Südstaatenflagge, um die es jetzt geht, flattert den Richter-, UrkundsbeamtInnen und Justizwaldmeistern unmittelbar um die Nasen. Daraus ist zu entnehmen, was deutsche Beamte von Appellen hoher Politiker, die deutsche Bevölkerung solle “Zeichen gegen Rechts setzen”, halten.

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Tammox: Fakten Fakten Fakten 12/15/2008 10:27 PM Das Manager Magazin widmete seine SPEZIAL-Ausgabe vom Oktober 2008 den „ 300 reichsten Deutschen"
Platz 1: Familie Karl Albrecht mit 17.55 Mrd Vermögen.
Platz 2: Familie Theodor Albrecht mit 17,05 Milliarden.
Platz 3: Familie Porsche; 15,5 Milliarden Euro.
Platz 4: Dieter Schwartz, (Lidl) 11 Mrd.
Die Aldi-Brüder sind angesichts des deutschen Billigwahns insbesondere beim Essen nicht besonders überraschend.
Scheiß auf Qualität, Scheiß auf Gesundheit, Scheiß auf Tierschutz, ..man kennt das.
Bemerkenswert finde ich schon eher, daß sich die Porsches in die Phalanx der Billigheimer geschoben haben.
Das fällt besonders ins Auge, wenn man sich die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr genauer ansieht.
Karl und Theos Aldi-Vermögen hat in den vergangenen 12 Monaten nur um lumpige 50 Millionen Euro zugenommen (Ooooch...); beim Lidl-Mann waren es zwar 700 Millionen mehr als im Vorjahr - aber das ist noch nichts gegen das Anschwellen des Portemonnaies der Porsches:
Durch das geschickte Aktienjonglieren und den Zukauf von VW, hat sich die Familie in einem Jahr von 12,45 Mrd auf 15,5 Mrd gesteigert.
3,05 Milliarden, also 3050 Millionen Euro mehr.
Das ist ein Vermögenszuwachs von 254 Millionen Euro im Monat, oder 59 Millionen in der Woche.
Oder 8,4 Millionen Euro mehr am Tag!
Dabei handelt es sich übrigens um außerordentlich konservative Schätzungen.
Insgesamt gehören den verwandten Familien Piech und Porsche rund 32 bis 35 Milliarden.
Dazu gehören 36 von VW (Umsatz 109 Mrd Euro), alle Stammaktien der Porsche SE, die Porsche-Holding, der größte Autohändler Europas (Umsatz 10,2 Mrd Euro), sowie Beteiligungen bei Bergbahnen, Seilbahnen und Flugplätzen.
Allein die Aktien sind derzeit an den Börden rund 43 Milliarden schwer.

Vorsichtig ausgedrückt würde ich behaupten, daß nicht die unmittelbare Pauperisierung zu befürchten ist.
VW baut übrigens nicht nur Autos, nein, unter das Konzerndach gehören auch die VW Financial Services (VWFS) und die mit ihr verbundene VW Bank.
Beide dienen der Absatzförderung des Autobauers, indem sie beispielsweise Leasingverträge für Neuwagen des Konzerns finanzieren. Bis Ende September 2008 hatten die Finanztöchter einen Gewinn von 744 Millionen Euro zum Konzernergebnis beigesteuert.
Ich habe zwar nicht Wirtschaftswissenschaften studiert, aber als Laie finde ich, daß ein Gewinn von 744 Millionen in neun Monaten auch nicht unbedingt danach aussieht, als müßten die Chefs am Bettelstab gehen und vom Fleisch fallen.

Martin Winterkorn, der VW-Boss sieht das allerdings etwas anders.
Er preschte letzte Woche vor und beantragte für VWFS und VW-Bank Staatsgarantien aus Merkels 500 -Mrd-Euro-Rettungsfond, für die freundlicherweise im Zweifelsfall der Steuerzahler gerade steht.
Feine Sache solche Staatsknete; damit bekommt man günstigere Kredite und dadurch kann man bessere Konditionen bieten, besser Kunden werben und im Endeffekt noch mehr Geld scheffeln.
Natürlich, denn die Absatzförderung ist doch der einzige Zweck einer Autobank.

Der Absatz könnte ja ein bißchen gebremst werden.

Bei nur 8,3 Millionen Euro Vermögenszuwachs AM TAG allein für die Familie Porsche, hat die Bundesregierung volles Mitleid und mag der armen Familie nicht zumuten ihr eigenes Geld zu riskieren.
Da schlüpft die Familie lieber unter den staatlichen Rettungsschirm bei Mama Merkel.
Wenn was schief geht, wird eben wieder ein bißchen mehr in den Pflegeheimen oder den Hauptschulen gespart.
So macht das die Merkel und so lieben ihre Wähler sie.

Alle Umfragen auf „go" - Wiederwahl garantiert.

Porsche spendete übrigens auch ein paar Hunderttausend Euro an die CDU.
Man weiß schon genau bei welchen Parteien großzügige Spenden gut angelegt sind.

Die Verbände und Unternehmen verteilten ihre Spenden 2006 wie folgt
:
55 Prozent an die CDU, 16 Prozent an die CSU, 14 Prozent an die FDP, 12 Prozent an die SPD und 3 Prozent an die Grünen. Die Linkspartei/PDS erhielt aus dem Kreis der Unternehmen und Verbände keine Spenden. [Link] [Cache]
Radio Utopie: Warum die FDP in die Bundesregierung muss 12/15/2008 10:19 PM

Politik ist keine Religion. Sie ist nur zu eins nütze: nütze zu sein. Ist sie zu nichts nütze, ist sie nichts.
In Erwägung dieses Pragmatismus, und angesichts einer Wirtschaftskrise ungeahnten Aussmasses welche auf uns zukommt, ist dies ein Thesenpapier zum Nutzen eines Wahlergebnisses bei der nächsten Bundestagswahl 2009.
Wilder Widerspruch und Kommentare dürfen in naiver Hoffnung auf Rationalität neugierig erwartet werden.


 


Mehr lesen [Link] [Cache]
Dominik Hennig: "Our Enemy The State" vs. "L'Etat, c'est moi - et toi"? 12/15/2008 10:12 PM Mein Freund und Vordenker Matt Jenny hat zur richtigen Perspektive des Libertarianism auf "den Staat" Nachdenkenswertes in den Schweizer Monatsheften zu Papier gebracht. Einladung zur Debatte![Link] [Cache]
Aus den Augen, aus dem Sinn: Problem gelöst! 12/15/2008 10:06 PM

Nach Meinung von Niedersachsens Internet-Providern soll sich künftig Innenminister Uwe Schünemann (CDU) vertraglich dazu verpflichten, eine effektive Strategie zu entwickeln und Maßnahmen zu ergreifen, die die Herstellung und das Anbieten von kinderpornografischen Inhalten verhindert. Die rund 75 Provider in Niedersachsen werden den Innenminister schriftlich dazu auffordern, die Hersteller und Anbieter von Kinderpornografie mit allen Mitteln zu verfolgen um Kinderpornografie aus dem Internet zu entfernen. Die Bürger sollen dann erkennen können, dass der Innenminister aktiv gegen die Kinderpornografiehersteller und -anbieter vorgeht, und diesem und seiner Partei andernfalls Ihre Stimme bei der nächsten Wahl verwehren.

Entschuldigung, falscher Text, so etwas macht niemand. Die von Uwe Schünemann gewollte Lösung ist eine andere:

Nach Meinung von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sollen Internet-Provider künftig ihre Kunden vertraglich dazu verpflichten, eine Filter-Software zu installieren, die den Zugang zu kinderpornografischen Inhalten blockiert. Er werde die rund 75 Provider in Niedersachsen, die Endkunden versorgen, schriftlich dazu auffordern, die Filterpflicht in neue Verträge aufzunehmen und bestehende entsprechend zu ändern. Die Provider sollen dann erkennen können, ob die Filtersoftware beim Kunden aktiv ist, und diesem andernfalls den Zugang zum Internet verwehren.

[...]

Quelle: Heise online

Ja genau er verhindert den Zugang für die Normalbürger damit die denken das Problem sei gelöst. Und für diejenigen, welche wissen wie es geht ändert sich auch nichts, das Zeug ist ja immer noch da und auch erreichbar. Und den mißbrauchten Kindern wird auch nicht geholfen. Und neuerlicher Kindesmißbrauch wird auch nicht verhindert!

So macht man Politik, man versteckt die Probleme und hat sie damit gelöst. Zumindest für die große Masse.

Und man kann “Erfolge” präsentieren, “große Erfolge”: Der Zugang zu diesem Schweinkram ist dank dieser Filterprogramme nicht mehr möglich, also existiert dieser Schweinkram nicht mehr! Genau!

Und denkt daran: 2009 ist Wahljahr - Ihr habt die Wahl!

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politplatschquatsch: Keine Torte für Adolf 12/15/2008 09:32 PM Ihre Kinder haben sie JoyceLynn Aryan Nation Campbell, Honszlynn Hinler Jeannie Campbell and Adolf Hitler Campbell genannt und als der kleine Adolf jetzt drei Jahre alt wurde, wollten Heath und Deborah Campbell aus dem Örtchen Holland in Philadelphia dem Kleinen eine schöne Geburtstagstorte machen lassen.

Allerdings hat sich auch die örtliche Filiale der Supermarktktte ShopRite dem Kampf gegen rechts verschrieben: Sie verweigerte die Anfertigung einer Glückwunschtorte für den wiedergeborenen Massenmörder.

Familie Campbells, die ihre Kinder inmitten von Hakenkreuzen und Kriegsbüchern aufzuziehen beschlossen hat, lehnte das Angebot des Ladens ab, eine Torte anzufertigen, auf die sie selbst einen fröhlichen Gruß an ihren Adolf hätten sahnesprayen können.

Der junge Adolf Hitler Campbell wird seine Torte nun von Wal-Mart bekommen, wo auch die bisherigen beiden Geburtstagskuchen seines kurzen Lebens hergestellt worden waren. Wal-Mart wird dadurch künftig in deutschland boykottiert werden müssen. ShopRite allerdings ist auch in die Kritik geraten: Die Verweigerung der Torte für den Kleinen verstoße gegen das Gebot der Gleichbehandlung. "Es ist doch nur ein Name", glaubt Deborak Campbell.[Link] [Cache]
Die Kuchentester: Obamas geheimes Wirtschaftsprogramm 12/15/2008 08:58 PM Anläßlich der Wahl des neuen US-Präsidenten Barack Obama haben wir aus gut informierten Kreisen Einzelheiten über das geplante Wirtschaftsprogramm erfahren. Wir sind stolz, dass wir zuerst über die faszinierenden neuen Ansätze des Präsidenten berichten können. "Change" ist nicht einfach nur eine Floskel. Sie wird jetzt in die Tat umgesetzt:

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meinensenfdazu: Die Wölfe fressen erst mal Kreide 12/15/2008 08:57 PM Der ferngesteuerte Hosenanzug hatte sie alle geladen, die Spitzen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft etc., um Wege aus der Finanz- und sich abzeichnender Wirtschaftskrise zu finden.
Sie alle kamen, aber nix kam heraus. Halt! Doch, es kam etwas heraus, und zwar das Versprechen der Wirtschaft, daß bei den größten im DAX notierten Unternehmen niemand betriebsbedingt gefeuert wird. Das ist doch schon mal etwas, oder, Kollegen und Mitbürger?!

Wie ich schon mal in diesem Blog bemerkt habe, ist 2009 Wahljahr.
Ich wage zu behaupten, daß dieser fast-Krisengipfel einzig und allein eine Beruhigungspille für die Masse darstellt und nichts anderes, zumal dieser Versprecher - äh, diese freiwillige Verpflichtung nicht bindend/einklagbar ist.
Diese Ansammlung so genannter Experten, die ehemalige FDJ-Trulle eingeschlossen, haben nicht den geringsten Schimmer einer Ahnung, welcher Tsunami auf dieses Land zu rollt.
Die bereits jetzt frisierte Arbeitsmarktsituation läßt sich im ersten Quartal garantiert nicht länger beschönigen.
Zusätzliche 1 bis 1,5 Millionen Arbeitslose sind die eher untere Grenze, die man kalkulieren sollte, aber ich befürchte, es werden eher mehr. Hier redet ein wirlicher Experte Klartext.

Die Wölfe fressen erst mal Kreide und säuseln uns zu: "Heile, heile Gänschen, alles wird wieder gut ..."
Nichts wird gut, und NICHTS wird sich ändern, solange wir uns von korrupten Idioten regieren und von den gleichgeschalteten Miet-Mäulern Medien des Systems weiterhin belügen und verarschen lassen![Link] [Cache]
Querdenkerforum: Blackwater - Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt 12/15/2008 08:56 PM Blackwater - Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt

Autor: Jeremy Scahill
Verlag: Verlag Antje Kunstmann, München
Preis: € 22,-
Umfang: 320 Seiten
ISBN: 978-3-88897-512-7


Kein Land der Welt ist ob seiner militärischen Interventionen derart verhaßt wie die USA. Kein Wunder, unterhalten die Vereinigten Staaten doch in mehr als der Hälfte sämtlicher in der UNO versammelten Nationen Militärbasen, und der jährliche Militär-Etat der USA übertrifft den der nächstgrößeren 25 Länder der Welt zusammen.

Aber nicht nur im Ausland regt sich Widerstand; mehr und mehr Amerikaner ekelt ihr Image in der Welt mittlerweile an – allen heroischen Erfolgsmeldungen und Hunderten von glorifizierenden Hollywood-Filmen zum Trotz.
Da kamen die Chefstrategen im Pentagon auf eine „geniale" Idee: Sie gründeten Privatarmeen (nach dem Vorbild der französischen Fremdenlegion), die sie mit geheimen Aktionen und besonders gewagten Kampfeinsätzen betrauten – nicht zuletzt deshalb, weil sie dann offiziell ihre Hände in Unschuld waschen und sich von den teilweise gesetzeswidrigen Einsätzen dieser Privatarmeen distanzieren konnten.

Jeremy Scahill beschreibt in seinem Buch ‚Blackwater – Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt' den Aufstieg und die Vorgehensweise der größten dieser privaten Killertruppen, deren zum Teil völlig illegale und bedenkenlose Vorgehensweise sogar insofern von Washington gedeckt wird, als bei „Problemen" die beteiligten Mitarbeiter dieser Armee nicht etwa vor ordentliche Gerichte kommen, sondern nach Hause beordert werden und dort untertauchen. Schonungslos und mit vielen Beispielen erläutert Scahill, wie menschenverachtend hierbei vorgegangen wird und wie diese Firma – mit inoffizieller Rückendeckung ihres Auftraggebers, der sich ständig als ‚Verteidiger der Freiheit, des Rechts und der Demokratie' berühmenden Vereinigten Staaten von Amerika – das Recht der Länder, in denen sie operieren, bedenkenlos mit Füßen tritt.

Dieses Buch bestürzt und läßt ahnen, in welch pathologischem Zustand sich das System der USA befindet, aber auch, wie weit der hegemoniale Größenwahn der letzten verbliebenen Weltmacht eigentlich bereits gediehen ist.
H.-W. Graf


Quelle: Blackwater - Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt[Link] [Cache]
Ron Paul News & Comments: Ein Redakteur packt aus 12/15/2008 08:52 PM

Seit 9/11 keine freie Recherche mehr!

Rolf Finkbeiner
Wahrheiten.org
Dienstag, 09.12.2008

Durch Zufall kam ich in Kontakt mit einem Redakteur, der eine Art "Doppelleben" führt. Zum einen leistet er redaktionelle Arbeit für kleine bis sehr namhafte Kunden. Zum anderen ist er selbst aufklärend tätig mit einem eigenen Blog.

Die Informationen, die er preisgibt, sprechen Bände und sind höchst brisant. Er sagt klar, dass seit dem 11.09.2001 die früher übliche recherchierende redaktionelle Arbeit durch eng vorgegebene Propaganda ersetzt wurde. Hierbei wird deutlich, warum wir es in der Mainstream-Presse nicht oder erst immer sehr spät mit der Wahrheit zu tun haben. Sie als Hartgeld.com-Leser kennen das: Herrn Eichelburgs Aussagen werden erst Monate später in den Medien bestätigt. Nicht weil diese Situationen dann erst eingetreten wären, sondern weil diese Informationen vorher nicht öffentlich werden sollen.

Das nachfolgende Interview wurde am 28.11.2008 geführt. Der Redakteur möchte dabei - aus verständlichen Gründen - anonym bleiben:

Wahrheiten.org: Hallo Fxxxxx, Du arbeitest als Redakteur in einem Redaktionsbüro. Wie groß ist Euer Team und welche speziellen Dienstleistungen erbringt Ihr für Eure Kunden?

Wir haben derzeit vier feste Redakteure (plus Chefredakteur), zwei Redaktionsassistenten und, je nach Auftragslage, einige freie Mitarbeiter. Nicht zu vergessen: Ein Volontär und derzeit zwei Praktikanten sind auch mit im Boot. Ich stelle es mal geschlechterübergreifend dar. Die Geschlechterverteilung ist ausgewogen mit einem leichten quantitativen Vorteil im männlichen Bereich (Fxxxxx grinst beim letzten Satz wie ein kleiner Macho). Das Team ist allerdings im Laufe der Jahre deutlich kleiner geworden. Wir waren zu Hoch-Zeiten einmal über zwanzig Leute in Festanstellung.

Was die Aufgaben/Dienstleistungen angeht: Wir liefern Zeitungs-, Zeitschriften- und Internetverlagen Textmaterial für ihre diversen Publikationen, insbesondere was den Nachrichtensektor angeht. Früher hatten wir noch eine interne Bildredaktion, um Bildmaterial zu beschaffen und zu liefern. Die existiert allerdings nicht mehr. Ein weiterer Bereich besteht eigentlich noch darin, Recherchen durchzuführen - unabhängig vom Textmaterial oder in Verbindung damit. Eigentlich...

Habt Ihr namhafte Kunden, kannst Du ein paar Referenzen nennen?

Im Grunde genommen arbeiten wir mit allen Verlagen zusammen, die externes Material benötigen – und das sind einige. Namhafte Kunden sind selbstverständlich auch darunter. Namen möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht benennen. Von der kleinen Zeitung bis zum großen Nachrichtenmagazin ist so ziemlich alles dabei. Such´ dir einfach ein paar Publikationen aus - irgendetwas ist ganz sicher dabei. Unsere Kunden findest du zu über neunzig Prozent im deutschsprachigen Raum, wir arbeiten aber auch gelegentlich mit Kunden in Großbritannien oder den USA zusammen.

Wie sieht ein durchschnittlicher Tagesablauf bei Dir aus? Was passiert nach dem Frühstück?

Frühstück? Meist frühstücke ich gar nicht oder unterwegs. Keine Zeit, kein Geld (Fxxxxx lacht). Im Büro angekommen, gibt es allmorgendlich eine kurze Redaktionssitzung. Die Aufgabenbereiche werden verteilt, die schriftlichen Kundenbriefings mit der genauen Aufgabenstellung gibt es dazu. Fragen, Rückfragen, schneller Gedankenaustausch. Je nachdem, welche Aufträge neu reingekommen oder noch nicht abgeschlossen sind, wird es dann entweder hektisch oder eher gemütlich. Seit ein paar Jahren geht es meist ruhiger zu. Der Kaffee ist natürlich schwer davon fertig. Die Praktikanten wollen schließlich auch beschäftigt sein (Fxxxxx hat ein Schmunzeln im Gesicht). Dann wird anhand des Briefings der jeweilige Text erstellt. Von der Meldung (über den Ticker – von uns weiterverarbeitet) bis hin zur Reportage ist eigentlich alles dabei. Zwischendurch kurze Mittagspause (manchmal), ein paar Telefonate, Gedankenaustausch mit den Kollegen etc. Früher warst du z.B. für Reportagen noch unterwegs, das kommt heute aber fast nur noch bei "kleineren" Kunden vor, wobei die oft die damit verbundenen Kosten scheuen und auf die "Retorte" zurückgreifen. Feste Arbeitszeiten gibt es nicht. Oft sitze ich bis spät in die Nacht noch im Büro, kann dort inzwischen aber auch viel privat erledigen. Bis vor ein paar Jahren haben wir noch in Schichten gearbeitet, das ist aber vorbei. Nur noch eine Schicht, die manchmal aber kein Ende findet. Dauerschicht (Fxxxxx lacht dabei zynisch).

Wenn nun ein Kunde eine Aufgabenstellung verlangt, wie kommst Du an Hintergrundmaterial? Wie und wo recherchierst Du darüber?

Jetzt betrittst du gerade einen etwas kritischen Bereich (Fxxxxx fasst sich grübelnd an den Kopf). Früher hat man noch recherchiert und das Hintergrundmaterial für die Artikel zum Teil selbst beschafft. Das entfällt inzwischen komplett. Hintergrundmaterial und Quelle/n bekommen wir vom Auftraggeber gleich mitgeliefert. Bei namhaften Kunden findest du im Briefing meist einen Vermerk wie "Material anbei, keine Recherche, nur Text!" o.ä. Unser Chefredakteur hebt diese Passagen dann meist noch hervor oder drückt zusätzlich einen entsprechenden Stempel drauf. Er muss schließlich seinen Allerwertesten hinhalten, wenn sich der Kunde hinterher beschwert, dass wir nicht lesen konnten. Je "unbedeutender" der Kunde ist, desto mehr Freiräume haben wir in der Regel.

Wie, die Quellen werden mitgeliefert, führst Du selbst keine Recherchen mehr durch?

Wie gesagt: Bei namhaften Kunden, insbesondere der Massenmedien, werden uns eigene Recherchen sogar meist strikt untersagt. "Quellen" gibt es eh ganz selten, meist ist es nur eine einzige Quelle, die fix und unantastbar ist. Die Vorgaben sind in solchen Fällen dann extrem eng gefasst, um es vorsichtig und höflich auszudrücken. Das unterscheidet uns aber nicht wirklich von den Stammredakteuren der Verlage. Auch die haben sich an feste Vorgaben zu halten und Recherchen sind dort nur möglich, wenn sie sich innerhalb dieser Vorgaben bewegen.

Das klingt, als wärst Du nur ein besserer Ghostwriter. Was passiert, wenn Du dennoch eigene Nachforschungen anstellst und diese mit einfließen lässt in das Ergebnis?

Dann ist unser Büro entweder den Kunden los, ich meinen Job oder beides (Fxxxxx hat einen sorgenvollen Blick). Die von uns gelieferten Texte werden von den größeren Redaktionen innerhalb der Verlage eh nochmals redigiert. Wir sagen immer "zensiert", weil dort genau das passiert: Eine Zensur findet statt. Regelrechte "Zensurabteilungen" sind dort vorhanden. Bis du auch nur leicht von den Briefing-Vorgaben abgewichen oder hast gar eigene Meinungen, Ansichten, Anmerkungen o.ä. mit einfließen lassen, wird das herausgefiltert. Es heißt ja immer, journalistische Texte sollten frei von eigenen Meinungen sein, einmal abgesehen von Kritiken, Glossen, Kommentaren oder speziellen Kolumnen. Das ist natürlich Blödsinn, weil jeder Artikel entweder Meinungen enthält oder bestimmte Meinungen bilden soll. Meist ist es eine Verknüpfung.

Also sind Meinungen der Journalisten gar nicht auszuklammern?

Gerade Reportagen stecken voller Meinungen, weil es gar nicht anders gehen würde. Wenn du aber deine eigenen Ansichten in einen solchen Artikel steckst und nicht die Meinungen, die laut Vorgaben transportiert werden sollen, störst du das ganze System und bekommst Probleme. Was die Zensur angeht, erkennst du oft deinen eigenen Text gar nicht wieder und fragst dich dann, warum die uns überhaupt beauftragt und nicht gleich alles selbst geschrieben haben. Die Erklärung ist meist im Personalmangel zu finden. Die internen Redaktionen der Zeitungen und Zeitschriften werden immer stärker rationalisiert. Teilweise findest du dort gar keine richtigen Redakteure mehr, sondern nur noch Volontäre oder Redaktionsassistenten. Die verwalten dann im Prinzip die Redaktion und externe Büros übernehmen die eigentliche Arbeit. Richtige Vollredaktionen findest du eigentlich nur noch bei den ganz Großen. Der Begriff "Ghostwriter" passt übrigens prächtig (Fxxxxx lächelt dabei anerkennend). Wir arbeiten im Hintergrund und niemand erfährt, dass viele Artikel, die du tagtäglich lesen kannst, vielleicht im Kern eigentlich von uns stammen oder von Kollegen aus anderen Presse- oder Redaktionsbüros (Fxxxxx hat einen Gesichtsausdruck gemischt aus Stolz und Anwiderung).

Das wird von den Vollredaktionen der Verlage und den dort sitzenden Redakteuren zwar immer wieder gern bestritten, das ändert aber nichts an den Fakten. Rühmen können wir uns damit allerdings auch nicht wirklich, weil die Texte durch die Vorgaben inzwischen ohnehin austauschbar geworden sind. Mit Kreativität hat das nichts mehr zu tun. Vielleicht sind wir daher nicht einmal richtige "Ghostwriter", sondern eher bessere "Sekretäre". Das würde jedenfalls auf den Bereich der Massenmedien zutreffen.

Das bedeutet, Deine Arbeit wird regelrecht zensiert?

So ist es – und nicht nur meine.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein durchschnittliches Redaktionsbüro seit jeher nur auf diese Weise „Auftragsarbeit“ abliefert. Seit wann ist das denn so?

Ich arbeite jetzt seit Ende der 90er-Jahre für dieses Redaktionsbüro. Am Anfang war alles noch so, wie man es sich vorstellt: Kurzes Briefing, Gespräche mit dem Auftraggeber, eigene Konzepte dazu erarbeiten und umsetzen, viel Freiraum, eigene Recherchen, eigene Quellen, Prüfung der Quellen, Rückfragen, Interviews selbst durchführen, viele Telefonate, umherreisen u.s.w. Das volle Programm eben (Fxxxxx hat einen fast sehnsuchtsvollen Gesichtsausdruck).

Seit dem 11. September 2001 ist alles plötzlich ganz anders. Das kam zwar nicht von heute auf morgen, aber innerhalb weniger Monate änderte sich alles. Das bezog sich zunächst nur auf die ganz Großen der Branche und arbeitete sich immer weiter nach unten durch. Heute sind wir an einem Punkt angelangt, der uns nur noch bei ganz kleinen Fischen Freiräume lässt. Wenn du über den Wochenmarkt im Stadtteil X was schreiben sollst, kannst du machen, was du willst. Das interessiert niemanden. Sobald du aber über den regionalen Bereich hinausgehst oder bestimmte Grenzen innerhalb der Region überschreitest, ist es vorbei mit Kreativität und Arbeitsfreiheit (Fxxxxx ist sichtlich wütend). Natürlich kann ich an dieser Stelle nicht für alle Presse- oder Redaktionsbüros sprechen. Da mag es durchaus Abweichungen geben. Aber von Kollegen aus anderen Büros habe ich einen ziemlich ähnlichen Ablauf mitbekommen.

Aus welchen Branchen sind denn die meisten Auftraggeber? Gibt es Unterschiede in den Vorgaben der Branchen?

Unser Schwerpunkt liegt im Nachrichtenbereich. Wie bereits erwähnt, sind unsere Hauptkunden Zeitungs-, Zeitschriften- und Internetverlage oder eigenständige Groß- und Vollredaktionen. Hinzu kommen noch ein paar Großunternehmen, die für ihre Kunden- oder Mitarbeiterzeitschriften Material benötigen. Manchmal verfassen wir auch Pressemitteilungen o.ä., was eigentlich schon in den PR-Bereich vordringt. Die Grenzen sind da inzwischen fließend. Genau genommen ist das, was du morgen wieder in der Zeitung liest, nichts anderes als PR.

Gibt es auch noch Auftraggeber, die offene Fragen stellen und Euch tatsächlich eine Recherche abverlangen?

Wie gesagt: Im unteren Segment sind Recherchen bis zu einem gewissen Punkt noch möglich und werden auch in Auftrag gegeben oder sind ohnehin mit den Textarbeiten verbunden. Ab einer bestimmten Grenze ist dann Recherchestopp angesagt. Was die "offenen Fragen" angeht: Wenn du damit die nicht beantworteten Fragen hinsichtlich des Weltgeschehens meinst, wird unter der Hand schon gefragt und spekuliert, oft auch gewusst. Antworten werden allerdings nicht erwartet – schon gar nicht auftragsbedingt. Da gibt es keine offenen Fragen, nur festgelegte Antworten. Falls du mit "offenen Fragen" meinst, ob man Antworten auf die Fragen erhält, warum man nicht mehr recherchieren soll oder darf und warum man Hintergrundmaterial nur noch sehr selten beschaffen kann, sieht es sehr ähnlich aus. Fragen darfst du, Antworten kannst du allerdings nicht erwarten. Und wenn deine Fragen zu bohrend werden und du nicht locker lässt, bist du innerhalb von wenigen Minuten Ex-Redakteur oder Ex-Journalist. Das geht dann sehr schnell. Und danach bekommst du als Journalist natürlich keinen Fuß mehr auf festen Boden (Fxxxxx hat einen sehr ernsten Blick).

Nochmal zur Zensur zurück: Was weißt Du über diese „Zensurabteilungen“ bei Deinen Auftraggebern? Sind diese wiederum von irgendwelchen Lobbyverbänden oder Werbekunden abhängig? Wer sagt denen, was erlaubt und was verboten ist?

Im gedruckten Bereich, ob Zeitungen oder Zeitschriften, läuft ohne Werbekunden gar nichts. Das gilt inzwischen in einem bestimmten Rahmen auch für die Internetpublikationen der Verlagshäuser. Wer behauptet, dass dadurch keine klaren Abhängigkeitsverhältnisse entstehen würden, hat das Geschäft nicht verstanden. Keine Werbung – keine Publikation. So einfach ist das. Je einflussreicher der Werbekunde, desto größer das Mitspracherecht. Das wird zwar von den dort angestellten Journalisten oder den freien Mitarbeitern stets als Unfug abgewiegelt, aber allein die Logik spricht eine andere Sprache. Wenn ich einen großen Konzern besitzen würde und regelmäßig für viel Geld Anzeigen bei dir schalten ließe, würdest du mir dann mit deinen Artikeln in die Quere kommen wollen und damit riskieren, dass ich abspringe und mit mir und durch meinen Einfluss diverse andere Kunden gleich mit? Die einzelnen Publikationen und deren Journalisten stecken somit in einem echten Dilemma. Eine "freie" Presse ist unter solchen Gesichtpunkten illusorisch und unabhängige Journalisten kann es gar nicht geben. Die hat es auch nie gegeben. Wer denen sagt, was sie zu publizieren haben und wie das auszusehen hat, dürfte danach klar sein: Der ganze Medienbereich wird nicht nur von den Unternehmen finanziert, er gehört ihnen sogar. Direkt oder indirekt.

Nicht allein durch Werbeschaltungen gewinnen insbesondere Großunternehmen, Banken oder Versicherungen an Einfluss, sondern zusätzlich durch diverse Finanzspritzen. Da wird dann mal eben die neue Computerausstattung gesponsert, der Fuhrpark, das Redaktionsgebäude, die Verlagsausstattung, das neue Haus vom Chefredakteur (oder gar vom Verlagsleiter) oder was auch immer. Wer dann wiederum diese Medienunternehmen besitzt und somit die meinungsbildenden Machtinstrumente an sich, lenkt am Ende die Geschicke des Weltgeschehens. Eigentlich eine ganz einfache Rechnung.

Deine Aussagen klingen ziemlich übel, von freier Presse kann dabei ja wirklich nicht mehr die Rede sein. Leider wissen das die Leser wohl nur in den seltensten Fällen. Wie wird das Deiner Ansicht nach in der Zukunft weitergehen, gibt es einen Trend, den Du beobachtest, wird es schlimmer?

Es wird definitiv schlimmer werden. Im Prinzip stehen wir ja erst am Anfang der Umwälzungen. Seit 2001 sind gerade einmal sieben Jahre vergangen. Da ist zwar schon eine ganze Menge passiert, aber wenn du bedenkst, welche Maßnahmen noch in Planung sind bzw. gerade umgesetzt werden (siehe BKA-Gesetz, Auflösung des Datenschutzes, drastische Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit, Aufweichung der Versammlungsfreiheit und des Demonstrationsrechtes, biometrische Ausweispapiere etc.), steckt das alles fast noch in den Kinderschuhen. Oder, um es anders auszudrücken: Wir kommen gerade in die Pubertät und wie unberechenbar die ist, sollten wir eigentlich alle noch wissen (Fxxxxx schaut einigermaßen angewidert). Allerdings waren Presse- und Meinungsfreiheit schon von jeher nie wirklich vorhanden. Die Freiheit hörte und hört dort auf, wo Machtinteressen beginnen. Und an solche Grenzen stößt man inzwischen sogar schon im regionalpolitischen Bereich.

Siehst Du für Dich konkrete Konsequenzen? Du bist ja privat und anonym selbst Blogschreiber geworden.

Die Konsequenzen habe ich zum Teil schon gezogen. Beruflich plane ich mittelfristig einen Ausstieg oder jedenfalls einen gravierenden Umstieg, wenn ich weiß, wie ich mich dann finanziell über Wasser halten soll. Vielleicht schreibe ich ja mal ein Buch, werde Profi-Spieler oder gründe einen Club oder so etwas (Fxxxxx lacht). In Deutschland hält mich auch nicht mehr wirklich viel. Was willst du in einem Land ohne Staat, in dem du eigentlich nur noch Erfüllungsgehilfe von wem oder was auch immer bist? Man muss sich allerdings schon fragen, wohin die Reise gehen soll. Wo ist es wirklich anders? Und wovon lebt man dort – außer vielleicht von den Einnahmen des zu-künftigen Weltbestsellers der "Verschwörungsliteratur"? (Fxxxxx hat ein zynisches Lachen im Gesicht).

Was das oder den Weblog angeht, habe ich auch eine Entscheidung gefällt. Ich schreibe dort zwar erst seit ein paar Wochen, aber ein ähnliches (berufliches) Projekt habe ich schon durch. Du versuchst, den Leuten die Dinge näher zu bringen und eigentlich interessiert es keinen. Es kommen Besucher auf deine Seite, die du nicht mehr aufklären musst, weil sie ähnlich denken oder ähnliche Erfahrungen oder Entdeckungen gemacht haben; oder du ziehst irgendwelche armen Lichter an, die immer noch meinen, der Weihnachtsmann wird im Dezember auftauchen und Politiker wären in Wirklichkeit barmherzige Samariter. Die schmieren dir dann entweder einen sinnfreien Kommentar auf die Seite oder ignorieren dich. Das kostet einfach alles viel zu viel Energie mit wenig Nutzen. Ich stelle also den oder das Weblog zum Ende des Jahres ein, um meine Wut anderweitig zum Ausdruck zu bringen. Vielleicht werde ich Terrorist, das soll ja momentan im Trend liegen (Fxxxxx lacht herzhaft).

Bist Du in Eurem Unternehmen eigentlich der einzige, der diese Problematik erkennt und sich Gedanken macht?

Ganz und gar nicht. Im Grunde genommen sind wir alle vollkommen ernüchtert. Das betrifft sogar den Chefredakteur höchstselbst. Der macht zwar noch gute Miene zum bösen Spiel, aber in trauter Runde kommt er schon aus sich heraus und zeigt seine Resignation und Hilflosigkeit. Er hat nur das Problem, dass er in seiner Position ein "Obergefangener" des Systems ist. Wir, die anderen Redakteure und Angestellten, sind nur einfache Gefangene. Der "Gefängnisalltag" wird in der Freizeit dann allerdings auf unterschiedlichste Art und Weise verarbeitet. Selbst unsere Volontärin, jetzt ordne ich doch mal ein Geschlecht zu, weiß inzwischen genau, um was es geht und auch die beiden Praktikanten sind nicht dumm, auch wenn sie meistens Kaffee kochen müssen (Fxxxxx hat wieder sein Machogrinsen im Gesicht). Der Witz daran ist doch, dass man denen etwas beibringen und vermitteln soll und was sie tagtäglich miterleben müssen, widerspricht dem Sinn der Sache absolut. Die Volontärin kommt zum Beispiel direkt von der Uni, hat noch ihre ganzen universitären Weisheiten drauf und jeden Tag werden ihre Theorien Stück für Stück zerstört. Pressefreiheit? Gibt es nicht wirklich. Unabhängiger Journalismus? Vergiss es! Spannende Recherchen, eigene Artikel völlig frei erarbeiten und verfassen? Träum weiter. Hintergrundmaterial sammeln? Bloß nicht…

Was können wir denn überhaupt noch dagegen unternehmen, gibt es Deiner Meinung nach Mittel und Wege, die realistisch sind, diesem Problem Herr zu werden?

Ich denke, das ganze System muss grundlegend verändert werden. Wir brauchen endlich ein demokratisches Staatswesen mit einer wirklich freien und unabhängigen Presse, die das Volk in jeder Hinsicht aufklärt und nicht bewusst in die Irre führt, verlautbart und Propaganda betreibt. Investigativer Journalismus muss her, um den Machtinhabern und deren Vasallen als völlig unabhängige Instanz direkt auf den Zahn zu fühlen. Tag für Tag. Das alles hat es nämlich auch im Westen nie wirklich gegeben. Es hat nur eine Illusion davon existiert. Der Kommunismus ist tot? Mag sein. Der Kapitalismus allerdings auch. Wir brauchen Medien, die unabhängig von Werbekunden finanziert werden können, sodass keinerlei Einmischung von außen stattfinden kann. Und wir brauchen Journalisten, die ihren Job aus Berufung machen und nicht, weil sie dem System gefallen wollen oder dem System als Mediensöldner quasi gehören.

Was das Volk insgesamt betrifft: Es müssen Visionäre her, die alles umkrempeln. Auf friedlichem Weg oder, wenn es eben sein muss, auch durch eine massive, weniger friedliche Revolution. Wenn man sich die Geschichte anschaut, die eigene, deutsche Geschichte, sollte man schon verdammt wütend sein, dass die Weimarer Republik nie eine wirkliche Chance bekommen hat. Das war sicher auch noch nicht Demokratie pur, aber wenn dieses System nicht von Anfang an torpediert worden wäre, wer weiß, was sich daraus entwickelt hätte? Ein weiter zurückliegendes Beispiel wäre noch die Französische Revolution, die ebenfalls viel bewegt hat. Nun sind wir an einen Punkt angelangt, an dem wir prinzipiell ähnliche Voraussetzungen schaffen müssen. Ich bezweifle allerdings, dass das Volk insgesamt begreift, was vor sich geht. Ich sehe starke Parallelen zu der Zeit vor der Machtergreifung Hitlers, allerdings mit einem gravierenden Unterschied: Damals hatten die Medien noch nicht einmal im Ansatz jene Macht, die sie heute haben.

Hast Du den Eindruck, dass sich in der breiten Masse das Bewusstsein diesbezüglich ändert?

Auf die breite Masse bezogen gibt es diesbezüglich und schon fast insgesamt gesehen gar kein Bewusstsein mehr. So erschreckend es auch klingen mag: Ich bin der Meinung, dass nahezu das gesamte Volk über die Medien und die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit so dermaßen vereinnahmt wurde, dass der Kopf eigentlich nur noch vorhanden ist, um den Hals vor Wassereinbruch zu schützen (Fxxxxx grinst sarkastisch). Freies Denken ist Glückssache und die Wenigen, die es noch praktizieren, kommen gegen den ganzen Stumpfsinn und die Lethargie der Masse nicht an. Ich denke grundsätzlich, dass man hier aber auch unser gesamtes Erziehungssystem für schuldig erklären muss. Wir werden schon im Kindergarten und in der Schule mit "Wahrheiten" geimpft. Ein Widerspruch ist in jeder Hinsicht zwecklos. Wie soll man frei denken, wenn man es nie gelernt hat? Wer nicht mitmarschiert, hat in unserer Gesellschaft keine Chance. Ich bin viel zu lange mitmarschiert. Im Gleichschritt. Irgendwann bin ich aus dem Takt geraten, weil ich die Unlogik der ganzen Dinge und die Lügen um uns herum nicht mehr ertragen konnte. Vielleicht habe ich jetzt auch keine Chance mehr, aber das ist mir inzwischen egal (Fxxxxx winkt ab). Ob die Masse es ähnlich sieht, wage ich zu bezweifeln. Im Gleichschritt zu marschieren, kann schließlich zur Gewohnheit werden. Vielleicht wachen die Leute ja auf, wenn sie wissen, dass sie direkt auf den Abgrund zumarschieren. Wenn es dann nicht schon zu spät ist…

Könnte evtl. die Finanzkrise bzw. Weltwirtschaftskrise aufklärend dazu beitragen oder glaubst Du, dass die Masse der Bevölkerung erst aufwachen wird, wenn es bereits viel zu spät ist, so wie Carl-Friedrich von Weizsäcker das schon in den 80er Jahren in seinem Buch "Der bedrohte Friede" erwähnte?

Die Menschen wachen leider immer erst dann auf, wenn es bereits zu spät ist (Fxxxxx macht eine verständnislose Geste). Finanz- und Weltwirtschaftskrise werden daran wohl nicht viel ändern, zumal den meisten Menschen die Tragweite der Entwicklungen noch gar nicht bewusst zu sein scheint. Die glauben an den "Staat" (selbst dann noch, wenn er nicht mehr vorhanden ist), das System, die Politiker, die noch immer positiv gestimmten "Finanz- und Wirtschaftsexperten" etc. Kritiker und Skeptiker haben keine Chance mit ihren negativen Botschaften. Wer versucht, lieb gewonnene Gewohnheiten zu zerstören, findet wohl eher selten Gehör. Systemtreue endet in der Regel erst im Zerfall. Wenn alles am Boden ist, vielleicht mal wieder ein Krieg das Land verwüstet hat, steht der gemeine Bürger vielleicht auf, wenn er sich vom Schock erholt hat. Ich komme an diesem Punkt gern auf die Jahre 1918/1919 zu sprechen. Ein Krieg war verloren, die Wirtschaft lag am Boden, die Menschen waren hungrig – und wütend. Erst dann sind einige von ihnen aufgestanden und haben wirklich etwas bewegt, auch wenn die Ergebnisse dieses Aufstandes danach sogleich wieder zerstört wurden.

Dann hoffen wir, dass sich noch viel mehr solcher Leute wie Du dazu aufraffen und die Initiative ergreifen. Ich danke Dir sehr für das interessante Interview!

Das hoffe ich auch. Selbst wenn ich zu der Erkenntnis gelangt bin, dass mein Weblog ein-gestellt wird, sollten sich andere Weblog-Betreiber nicht entmutigen lassen. Ich glaube vielleicht nicht mehr an Sinn und Effekt einzelner Seiten, aber vielleicht würde ein Zusammenschluss diverser Skeptiker und Kritiker etwas bewegen können, wenn dazu auch aktiv etwas auf der Straße bewegt wird. Wenn solche Zusammenschlüsse im Internet nicht mehr übersehen werden können und die Straßen voller Demonstranten sind, wird sich die Machtelite schon fragen müssen, wie man solch massiven Widerstand brechen soll. Wenn … Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin den größtmöglichen Erfolg mit deiner Seite und danke für die interessanten Fragen, die ich gern beantwortet habe. Viel Glück!

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Ron Paul News & Comments: Iraker begrüßt Bush angemessen und würdevoll (Video) 12/15/2008 08:52 PM [Link] [Cache]
IPPNW: Keine E-Card-Lesegeräte in unsere Praxen! 12/15/2008 08:51 PM Die Ärzte in sozialer Verantwortung IPPNW kritisieren die am 12. Dezember 2008 durchgeführte Erst-Installation eines Lesegerätes im nordrhein-westfälische Düren für die umstrittene neue „elektronische Gesundheitskarte". „Wir empfehlen unseren Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, dem Beispiel der Bremer Hausärzte zu folgen und die Anschaffung von Lesegeräten für diese aus datenschutzrechtlichen Gründen hochgefährliche Technologie abzulehnen", so Vorstandsmitglied Matthias Jochheim. Es gebe keine rechtliche Handhabe, die Installation der neuen Lesegeräte in den Praxen zu erzwingen. Die Versorgung aller GKV-Patienten sei auch ohne neue Lesegeräte in jedem Fall noch geraume Zeit möglich, da die bisherigen Chip-Karten weiter im Umlauf bleiben.

Die IPPNW lehnt die Installation der Lesegeräte für die neue E-Card in Praxen und Einrichtungen aus 7 Gründen ab:

  • Das Arzt-Patienten Verhältnis wird durch die Speicherung sensibler Patientendaten in zentralen Rechnern beschädigt oder sogar zerstört.
  • Es gibt keinen belegbaren medizinischen Nutzen der E-Card.
  • Die Handhabung der Abläufe in den Praxen wird erheblich behindert.
  • Die E-Card widerspricht eklatant der Verpflichtung zu sparsamer, die Gelder der Versicherten schonender Arbeitsweise. Kosten der milliardenschweren Entwicklung der Gesundheitskarte, ihrer Installation und Mehrkosten für die Praxisabläufe werden auf Patienten und Ärzte abgewälzt. Allein 2009 werden dafür rund 800 Millionen Euro an Finanzaufwand geschätzt.
  • Die nur zu berechtigten Einwände und ablehnenden Beschlüsse der Ärzte wurden von den Betreibern, insbesondere von der Bundesregierung, ignoriert und keinerlei qualifizierter Antwort gewürdigt.
  • Die Einführung insbesondere von Telematik-Hardware ohne online-Funktionen bedeutet eine Salami-Taktik zur Überwindung der Widerstände, die einer demokratischen Gesellschaft unwürdig ist.
  • Neue Kommunikationstechnik darf gerade im Gesundheitsbereich erst eingeführt werden, wenn ihre Wirkungen umfassend erprobt und von den Anwendern als unbedenklich und nützlich akzeptiert wurden.

Kontakt: Angelika Wilmen, IPPNW-Geschäftsstelle, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung IPPNW , Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030-698074-15, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

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Linke Zeitung: Versuchter Neonazi-Mordanschlag auf Alois Mannichl in Fürstenzell (Lkr Passau) 12/15/2008 08:24 PM Am 13.12.08 gegen 17:30 Uhr wurde der Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl vor seinem Wohnhaus in Fürstenzell von einem Neonazi niedergestochen. Glücklicherweise überlebte er dieses Attentat und ist inzwischen außer Lebensgefahr. Der Täter stach mit den Worten „Viele Grüße vom nationalen Widerstand und „Du linkes Bullenschwein, du trampelst nimmer auf den Gräbern unserer Kameraden herum! zu. Dieser Vorfall stellt den bisherigen Höhepunkt neonazistischer Gewalt in der Region dar. Eine zunehmende Radikalisierung der rechtsextremen Szene in und um Passau ist jedoch bereits seit längerer Zeit feststellbar. Die Antifaschistische Aktion Passau [aapa] möchte im Folgenden die möglichen Hintergründe beleuchten und eine kurze Zusammenfassung neonazistischer Aktivitäten im Raum Passau liefern, um darzustellen, in welchem Zusammenhang die Tat möglicherweise steht.Es gibt in der Stadt Passau und vor allem auch im Landkreis eine in letzter Zeit besonders aktive Neonazi-Szene. Der NPD Kreisverband Passau legte vor allem im Rahmen des bayerischen Land- und Bezirktagswahlkampfes einen äußerst beunruhigenden Aktivismus an den Tag. So gehören auch die Durchführung von Infoständen im Landkreis und die Organisation größerer Veranstaltungen zu den Aktivitäten der NPD. Regelmäßig finden „politische Stammtische und gelegentlich auch „Gesprächskreise für interessierte Bürger in dem bereits bekannten und mehrfach für Negativschlagzeilen sorgenden, renovierungsbedürftigen Stammlokal der Nazis „Traudl's Cafe in Fürstenzell statt. Weiterhin erscheinen Berichte auf ihrer Homepage, die sich vornehmlich durch antisemitische, rassistische, homophobe, sexistische und xenophobe Hetze kennzeichnen. [Link] [Cache]
Principiis Obsta: „Krieg dem Pöbel" Teil 2/3 12/15/2008 08:22 PM

Arbeit und Soziales
Die neuen Unterschichten in der Soziologie deutscher Professoren

Von Hans Otto Rößer

„Krieg dem Pöbel" nannte es die taz am 13. März. Gemeint ist die Arbeit eines Genre von Soziologen, die die „Unterschicht" entdeckt haben. Sie muss – vorher gedemütigt, verarmt und ausgegrenzt – nun überwacht, bestraft, „resozialisiert" und zur Armut erzogen werden – verfolgt von Medien wie z.B. „BILD". Ziel solcher „Modernisierer" in der Soziologie ist aber auch die Unterwerfung der Mittelschicht, der Angst gemacht wird, mit hinabgestoßen zu werden. Hier nun Teil zwei. Die Redaktion.

Einsicht und Selbstausschluss am Ende des Golden-Age-Kapitalismus

Die Seite 49 des Buches von Bude enthält ein bemerkenswertes Bekenntnis, nämlich dass „über das Denken, Fühlen und Wollen dieses Typs von Abgehängten und Bedrohten nichts bekannt ist". Das bezieht sich auf das „abgehängte Prekariat" in den östlichen Bundesländern und lässt Skepsis aufkommen gegenüber den ‚Reflexionen' des Verfassers über Ostmänner an Tankstellen, lässt sich aber auch auf die ‚Beobachtungen' und Beurteilungen anderer Gruppen der „Ausgeschlossenen" beziehen. Von Nolte wäre ein solches Bekenntnis gar nicht erst zu erwarten, da für ihn die Eigensicht der Menschen, über die er schreibt und urteilt, keine Be­deutung hat.



Die Methode...

Bude verhält sich demgegenüber zwiespältiger. Auf der einen Seite verfolgt er eine konsequente Außensicht und formuliert forsch und skrupellos Urteile, bei denen man durchaus und nicht nur aufgrund des zitierten Bekenntnisses fragen kann, wie es mit ihrer Erfahrungsbasis bestellt ist. So heißt es über die jungen Männer und Heranwachsenden der „Unterschicht": „Diese von Stolz und Ehre bewegten Gruppen scheinen für das meritokratische Normalprogramm von mühsamer Leistungsvorlage und ungewisser Erfolgsprämierung nicht zugänglich, sie verschreiben sich lieber dem reinen Affekt, wo eine totale Expressivität ohne Zurückhaltung und Aufsparung den Ton angibt. Gerade die gutgemeinte, Verständnis vorgebende Auf­klärung, dass das zu nichts führt und dass sie am Ende die Geschlagenen und Verlorenen sein werden, prallt an ihnen ab. Durch ihre scheinbare Immunisierung gegenüber dem, was die Mehrheitsklasse für richtig hält, machen sie sich in deren Augen zu ‚radikalen Verlieren', die von Gefühlen von Feindseligkeit, Misstrauen und Verachtung getrieben sind. Bevor diese sich dem Normalverfahren der Leistungsauslese und der Erfolgsdosierung fügen, machen sie sich zum Schrecken für die anderen." (Bude 2008, S. 86 f.; Hervorhebungen d.V.)

Diese vier Sätze sind exemplarisch für ein Schreibverfahren, dass das ganze Buch durchzieht. Im Bewusstsein der mangelnden empirischen Fundierung seiner Aussagen und im Bewusstsein der Vorurteilsprägung der „Perspektive der Mitte" (ebd., S. 120, siehe auch oben) baut Bude in seine Aussagen über die Unteren immer wieder Distanzierungen und Relativierungen ein, die sie als Konstruktionen, als Fremdbilder erscheinen lassen. Zugleich aber nimmt er diese Relativierungen und Distanzierungen immer wieder zurück: Sätze, die so beginnen, dass man sie als Referat einer von Bude selbst skeptisch beurteilten Meinung lesen kann, werden so fortgesetzt, dass die Leserin oder der Leser zumindest dieser Fortsetzung, in der Regel aber dann auch rückwirkend der distanziert dargestellten vorausgehenden Teilaussage aus der Perspektive des Autors einen Wahrheitsgehalt zurechnen muss. Dieses Changieren zwischen Distanz und Affirmation kann nur deshalb ‚einigermaßen' funktionieren, weil Bude darauf verzichtet, die von ihm richtig als Dämonisierung der „Unterschichten" identifizierte „Perspektive der Mitte" einer systematischen Kritik zu unterziehen. Die Relativierungen fungieren als Lizenz dafür, Vorurteile zur reproduzieren, und ermöglichen rhetorische Rückzüge, sollten einzelne Aussagen auf begründete und öffentlich wirksame Kritik stoßen. Wie man es aber dreht und wendet: Bude sagt auf S. 86 f. nicht mehr und nicht weniger, als dass die jungen Männer der „Unterschicht" irrational sind, ihren Gefühlen ausgeliefert, denen sie ungezügelt Lauf lassen.

Andererseits wendet er sich deutlich gegen die „gängigen Defizithypothesen" (ebd., S. 95), die blind sind für die Kompetenzen und die „das Anderssein" zum „Defekt" werden lassen (ebd., 102). Bude beruft sich in der Auseinandersetzung mit dieser Sichtweise auf die Ergeb­nisse der Untersuchungen des Centre for Contemporary Cultural Studies der Universität Birmingham unter Federführung von Paul Willis zum Verhalten von Arbeiterjugendlichen in englischen Gesamtschulen der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts (1979, 1982²; englische Ausgabe 1977). Er referiert die beobachteten Praktiken der Unterrichtsverweigerung ‚ausbildungsmüder Jugendlicher', das „Rumhängen, Blödeln und Quatschen" (Bude 2008, S. 93). Den „spezifischen sozialen Sinn" sieht er darin, dass sie ein Mittel sind, Ansehen in der Gruppe zu erlangen und darüber hinaus dazu dienen, Langeweile und Furcht zu vertreiben. Diese Erklärung greift entschieden zu kurz. Etwas später erwähnt er unvermittelt und ohne jede Erläuterung, dass diese Jugendlichen durch ihren „Spaß am Widerstand" „am Vollzug ihres eigenen Schicksals mitwirken" (ebd., S. 102). Leserinnen und Leser, die Willis' Buch nicht kennen, werden mit diesen Bemerkungen nichts anfangen können. Bude lobt an dem Buch von Willis die „nach wie vor gültigen Beschreibungen" (ebd., S. 139), schweigt aber zu der Fragestellung, dem Untersuchungsansatz und den Ergebnissen der Studie.

Selber Schuld?

In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts sind Paul Willis und seine Mitarbeiter der Frage nachgegangen, wie es kommt, dass Arbeiterkinder das mit bestem sozialdemokratischem Re­formwillen auf den Weg gebrachte Angebot ablehnen, über die Bildungsangebote der Ge­samtschule einen sozialen Aufstieg zu machen. Diejenigen, die am meisten für die neuen Chancen mobilisiert werden sollten, wiesen die Bildungsangebote am heftigsten zurück. Das überraschende und leider nicht ganz einfache Ergebnis der Un­tersuchungen von Willis an Gesamtschulen in Wolverhampton war: In den kulturellen Praxen der Störung und Verweigerung gibt es eine Logik „der Aufrichtigkeit und Illusionslosigkeit", sie enthalten „Elemente einer profunden Kritik", und zwar am sozialde­mokratischen Glauben, „dass soziale Chancen durch Erziehung ‚gemacht' werden könnten, dass sozialer Aufstieg hauptsächlich eine Frage des individuellen Strebens sei, dass Qualifikation von selbst Wege eröffne" (Willis 1982, S. 197). Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Gleichheit sind nicht dasselbe. Denn selbst wenn es vielen gelingen mag, die Arbeiterklasse zu verlassen oder innerhalb von ihr höhere Berufspositionen einzunehmen, löst sich dadurch die Klasse nicht auf: „Zwischen wirklicher Gleichheit im Leben […] und der bloßen Gleichheit der Chancen, diesem Banner der Bildungsreform, liegt eine ganze Welt." (Willis 1990, S. 11) Diesem Befund stimmt auch Bude zu, wenn er vom „Wahn einer schulischen und erzieherischen Abschaffung von sozialem Ausschluss" spricht (Bude 2008, S. 105). Dieser „Wahn" hat freilich „Methode": Er „ersetzt" nämlich nicht nur Sozialpolitik durch Bildungspolitik, sondern erlaubt es, das Scheitern eines sozialen Aufstiegs durch Bildung den Individuen zuzurechnen: „Faire Bildungschancen machen die teure, ineffiziente Sozialpolitik alten Stils entbehrlich. Wenn sich fast jeder selbst helfen könne, schwärmte schon Ludwig Ehrhard in den Anfangsjahren der Bundesrepublik, bleibe die Aufgabe des Sozialstaates darauf beschränkt, Chancengleichheit und ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit zu garantieren. je durchlässiger das Bildungssystem, je leichter der soziale Aufstieg, desto schwieriger wird es für die Bequemeren, staatliche Transfers zu fordern. Sie müssen die Konsequenzen ihres Verhaltens selbst tragen." (Wirtschaftswoche Nr. 21, 14. 05. 1998, S. 31 [4])


...und die Folgen.
Bild und Montage: arbeiterfotografie.com


Der Spaß am Widerstand gegen die Schule, die Verweigerung schulischer Leistungsanforderungen, das Lächerlichmachen der Lehrer und der Anpasser und Streber ratifiziert eine Erkenntnis: dass es einen sozialen Aufstieg für alle durch Bildung nicht geben kann, dass die beste Bildung nichts nützt, wenn der Arbeitsmarkt stockt. Das Vertrackte an den kulturellen Praxen der Anforderungsverweigerung, des Rausches usw. besteht darin, dass sich in ihnen Einsicht und Beschränkung durchdringen. Die Einsichten und der illusionslose Blick auf die Realität der betreuenden Institutionen befördern eine Praxis der Selbstverurteilung und des Selbstaus­schlusses. Im Eskapismus und den kleinen Rebellionen im Klassenzimmer, im Protest und der Subversion, die Paul Willis in den 70er Jahren am Schulverhalten englischer Arbeiterkinder in der Gesamtschule beobachtet hat, bereiten sich seine Akteure auf die Übernahme untergeordneter Berufsrollen in Formen besonders niedriger, schmutziger und per­spektivloser Lohnarbeit vor. Das wäre die systemtheoreisch-funktionalistische Pointe und Antwort auf die Frage „How Working Class Kids Get Working Class Jobs" (so der Untertitel der englischen Originalausgabe).

Ausschluss jeglicher Integration

Die nicht-funktionalistische Pointe besteht darin, dass die Übernahme dieser Rolle, die Einrichtung in der Subalternität, nicht blind verläuft, sondern als Antizipation und insoweit auch als echtes Lernen („Learning to Labour"). Diese Übernahme resultiert nicht nur aus dem Spaß am Scheiß, der Ablehnung der langweiligen Streber und der Lehrer in der Schule, dem Versuch hier und jetzt soviel wie möglich vom Leben zu haben – bei Blindheit für das Morgen (oder auch Hellsicht: Was kann denn noch kommen?). In diesem Spaß werden eine ganze Menge Entscheidungen getroffen und dabei nicht nur Lernprozesse zurückgewiesen, sondern auch Lernprozesse gemacht. Das Lernen bezieht sich auf Formen von Männlichkeit und Körperlichkeit (u. a. Sexualität), auf das „Organisieren" von Dingen und Gelegenheiten, auf das Leben und Überleben auf der Straße. Dieses Lernen trifft - wie jedes andere Lernen auch - eine Unterscheidung zwischen Wichtigem und Unwichtigem und reproduziert damit die einseitigen Aufspaltungen zwischen Lebensklugheit und „Schulgescheitheit" [5]. Im Vergleich zwischen sich und den Strebern und Angepassten sehen sie nur die eigene Überlegenheit (sexuelle Erfahrungen, körperliche Stärke, Alltagsgewitztheit, Stärke auf der Straße, mehr Spaß und thrill) und „entwichtigen" dabei die Kompetenzen der anderen, leugnen ihren Zukunftsbezug und schließen sich dabei von einem großen Teil geistiger Tätigkeit ab, die darüber hinaus nur in ihren subalternen oder deformierten Formen erfahren und wahrgenommen wird (die geborgte Macht der Lehrer, die „Bürohengste" und „Sesselfurzer" usw.). So vollzieht sich die Einübung in eine Form von Männlichkeit, die konform ist mit dem körperlichen Ausdruck von Arbeitskraft (labour). Es wird also etwas außerhalb und gegen die Schule gelernt, was für die Übernahme bestimmter Funktionen im Arbeitsprozess von Bedeutung ist. Es gibt, gerade im Blick auf die ‚unteren' Ebenen der Industrie ein „Auseinandertreten von Erziehung und Produktion bei der Arbeiterklasse" (Willis 1990, S. 20), und offenbar nicht nur dort. [6]

In der sozialen Dimension ist es eine Entscheidung zwischen den Langweilern und den Kumpels, mit denen es immer etwas zu lachen gibt. Auch darin ist ein Transfer enthalten, den Willis in einer späteren Reflexion von „Spaß am Widerstand" „Isomorphie" nennt. Arbeiter­jugendliche wollen nicht so sehr die Jobs, die sie bekommen, sondern sie wollen in diesen Jobs mit den Leuten zusammen sein, mit denen sie bereits früher, in der Schule, Spaß hatten, anstatt mit karrieregeilen Langweilern in Büros, Verwaltungen oder Lehrerzimmern herumzu­sitzen. Und mit dieser Entscheidung lernt man zugleich Kumpelhaftigkeit, jene Kooperativität, die für den Vollzug subalterner Arbeiten so wichtig ist wie für die Kompensation ihrer Borniertheit. Die berufliche Tätigkeit wird entwichtigt und in Kauf genommen: Sie wird den sozialen Beziehungen in der Arbeit und in der Freizeit untergeordnet. Die Arbeit veranlasst dieses Zusammensein und erzeugt die finanziellen Ressourcen für seine Fortsetzung in der Freizeit. Dieses Verhältnis von Wichtigem und Unwichtigem findet sich auch in der Schule und erklärt, dass Unterrichtsschwänzen nicht immer identisch ist mit Schulschwänzen. Der Unterricht wird geschwänzt und das häufig in der Schule selbst, ihren Foyers, Hallen, Fluren und Höfen, die zum Raum selbstbestimmter Kommunikation werden. Wenn man also das Thema Unterrichtsschwänzen im Unterricht oder in einer Prüfungsarbeit aufgreift (und es spricht nichts dagegen, es zu tun), sollte man wenigstens die Gründe dafür ernst nehmen und ihnen eine Stimme zu geben, anstatt, wie im Prüfungstext der Fall, das Schwänzen als Vorschule der Kriminalität zu denunzieren.

Der „Spaß am Widerstand", die Verhaltsweisen der Rebellion, Subversion, Verweigerung und Unterlaufung sind kollektive Praktiken der Bedeutungs- und Sinngebung gegenüber Instituti­onen und Mitschülern und eine Positionierung gegenüber dem Arbeitsleben. Die damit antizi­pierte Berufstätigkeit wird nicht als minderwertig oder als Scheitern erfahren. Sie ist mit einer bestimmten Vorstellung von Ehre und Stolz fest verknüpft. Dieser Zusammenhang unterscheidet sie von Verweigerungspraktiken unter den Bedingungen von Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung. Obwohl sich die heutigen Bildungsverweigerer in den Haupt- und Sonderschulen genauso zu verhalten scheinen wie die englischen lads der 70er Jahre, steht hinter ihnen „nicht mehr", wie Bude zutreffend konstatiert, „die psychische Stütze einer arbeiterlichen Stammkultur, die einen klaren Kanon hat, welche Techniken man zum Leben braucht und auf welche Bildung man getrost verzichten kann" (Bude 2008, S. 128). Es fehlt vor allem das Rückgrat dieser „Stammkultur", die Erfahrung einer trotz konjunktureller Schwankungen einigermaßen sicheren Integration durch Arbeit. Dieselben Verhaltensweisen bekommen heute einen anderen Sinn. Sie sind „the same, but different". Sie sind nicht mehr ungebrochen und vor allem learning to labour, sondern Einübung in eine Gesellschaft, in deren produktivem Kern sie im besten Fall nur noch vorübergehend gebraucht werden. [7] Sie sind nicht mehr „nur" eine Weise des Selbstausschlusses von Möglichkeiten individuellen Aufstiegs, sondern eine Weise des Selbstausschlusses von jeder Integration in Gesellschaft über eine existenzsichernde, Zukunftsplanung ermöglichende Arbeitstätigkeit, sie sind eine Weise der Selbsteinkapselung in Milieus der „Exklusion" (vgl. Castel 2008, S. 69-86).

Deshalb kann man nur mit Vorbehalten von den „nach wie vor gültigen Beschreibungen von Paul Willis" (Bude) sprechen. Gültig sind sie vor allem in methodologischer Hinsicht, in ihrer Subjektorientierung. Sie nehmen die Jugendlichen, deren Verhaltensweisen sie untersuchen, ernst, hören zu und versuchen zu „verstehen". Das ist nicht in erster Linie eine ethische Hal­tung, sondern Resultat eines gesellschaftstheoretischen Ansatzes von Cultural Studies, der Individuen nicht als passive Träger von Strukturen begreift, sondern als Akteure, die auf die Anforderungen gesellschaftlicher Individualitätsformen eine aktive und kreative Antwort ge­ben, wohlgemerkt: eine Antwort auf Verhältnisse, über die sie nicht verfügen, sondern in de­nen sie sich „sinnstiftend" einrichten. Die Individuen werden daher als aktiv Aneignende beg­riffen in einem „Vorgang des Konstruierens und Konstruiertseins" (Willis, 1990, S. 13).

In der Perspektive dieses Ansatzes betreibt die „Unterschichtendebatte" in ihren wissenschaftlichen und journalistischen Facetten, denen wir dann als Textgrundlagen für die schrift­lichen Hauptschulabschlussarbeiten begegnen, eine Exotisierung ihrer Untersuchungsobjekte zum ganz und gar Anderen. Dieses Verfahren des „Othering" (jemanden zum „Anderen" machen, herrichten) löst die Individuen „fein säuberlich aus ihren jeweiligen sozialen Bezügen" heraus, „sodass jeder Kontext jenseits eines essenzialistisch gefassten Moralisch-Sittlichen, der das Verhalten der Untersuchungsobjekte erklären könnte, ausgespart" wird (Habermas 2008, S. 116). (HDH)

Online-Flyer Nr. 171 vom 05.11.2008

Teil 1 hier

Quelle: NRhZ[Link] [Cache]
Regensburg Digital: Neue Dimension, alte Ignoranz 12/15/2008 08:20 PM

NPD-Verbot. Härtere Strafen. Das waren die ersten Forderungen aus der bayerischen Staatsregierung, nachdem ein „mutmaßlicher Neonazi" versucht hat, den Passauer Polizeichef Alois Mannichl umzubringen. Rufe nach einem NPD-Verbot oder härteren Strafen: Ein politisch opportunes Mittel, um davon abzulenken, dass der Staat es seit Jahren versäumt, rechte Totschläger als das zu beurteilen, was sie sind: Terroristen.

Terrorismus: Ein Wort, das zur Zeit permanent von Politikern im Mund geführt wird, um Bürgerrechte per Gesetz einzuschränken. In Zusammenhang mit Neonazis fällt dieses Wort eher selten. Anstelle von braunem Terror spricht man lieber vom „Einzeltäter".

Symptomatisch ist der Verweis von Innenminister Joachim Herrmann auf die Verschärfung des Versammlungsrechts in Bayern. Der Freistaat rühmt sich angesichts dieser Einschränkung eines Grundrechts, die prinzipiell jeden treffen kann, als „Vorreiter im Kampf gegen Rechtsextremismus". Bravo! Von der bereits bestehenden Möglichkeit, Orte zu benennen, an denen keine Neonaziaufmärsche stattfinden dürfen, hat man im „Vorreiterland" Bayern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Die Bundeszentrale für politische Bildung dokumentiert 135 Todesopfer rechter Gewalt zwischen 1990 und 2005, sechs davon in Bayern. Drei Menschen wurden der Wochenzeitung „Die Zeit" zufolge in diesem Jahr schon von Neonazis ermordet.

Das Bundesinnenministerium übt sich unterdessen in Schönrechnerei und spricht von 40 Todesopfern rechter Gewalt seit 1990. Dabei widerspricht man nicht nur der Bundeszentrale und diversen Opferinitiativen, sondern auch dem BKA, das vor drei Jahren noch von 41 Opfern gesprochen hatte.

Auch in Bayern wurde Anstieg an rechtsextremen Gewalttaten erst nach dem Attentat auf Alois Mannichl ein Thema. Zuvor hat man stets auf den Rückgang rechtsextremer Straftaten insgesamt verwiesen. Man ist schließlich Vorreiter.

Wer so konsequent weg schaut, muss sich nicht wundern, wenn braune Totschläger nach Migranten, Obdachlosen, politisch Andersdenkenden nun den Staat selbst – in Person von Alois Mannichl – angreifen. Der beinahe tödliche Anschlag mag deshalb eine „neue Dimension" rechter Gewalt darstellen. Die Ignoranz gegenüber dieser Gewalt, den Tätern und den geistigen Brandstiftern ist alt. Die sang- und klanglose Genehmigung eines NPD-Bayerntags in Regensburg 2006, verbunden mit dem lokalpolitischen Aufruf ihn zu ignorieren, ist dafür nur ein Beispiel.

(Ent)spannende Lektüre!

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Stadtbau-Geschäftsführer: Entscheidung vertagt! 12/15/2008 08:20 PM

Wer wird neuer Geschäftsführer bei der Stadtbau GmbH? In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats gab es noch keine Entscheidung. Der sogenannte „beschließende Ausschuss" konnte sich im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung offenbar auf keinen Bewerber einigen, der dem Gremium vorgeschlagen werden sollte. Nun wurde die Entscheidung vertagt. Fünf der insgesamt rund 50 Bewerber sind in die engere Wahl gekommen. Mit ihnen wurden am Wochenende Bewerbungsgespräche geführt. Unter ihnen: Bürgermeisterin Petra Betz (Mehr dazu).

Dem „beschließenden Ausschuss", der sich nun auf einen Bewerber bzw. eine Bewerberin einigen muss, gehören neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Oberbürgermeister Hans Schaidinger, die Stadträte Helgit Kadlez (CSU) und Lothar Strehl (SPD) an. In der Vergangenheit hatte sich Oberbürgermeister Hans Schaidinger vehement gegen den Vorwurf der Mauschelei verwahrt.

Ein Auszug aus der entsprechenden Pressekonferenz veröffentlichen wir in Kürze.

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Urs1798: Neuer Volkssport im Irak 12/15/2008 07:58 PM

Sieht so aus, als wenn die irakische Sportart “Schuhewerfen” sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

 irakischer Volkssport erfreut sich weltweit großer Beliebtheit

irakischer Volkssport erfreut sich weltweit großer Beliebtheit

Skizze

Und Spaß scheint es auch zu machen. Wie wäre es mit einer weltweiten Verbreitung, Schuhe statt Waffen? Richtet zumindestens nicht so viel Schaden an und dient der Meinungsfreiheit.

Lang lebe die Schuhrevolution…

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Nicht-Abzocken.eu: !!! WARNUNG - An alle deutschen Gerichte - WARNUNG !!! 12/15/2008 07:04 PM

Diese Warnung richtet sich an alle Mitarbeiter sowie Richter vor allem an Amtsgerichten. Zur Zeit kommt es zu Klageerhebungen eines Rechtsanwalts Michael Bohn für die Firmen Connection Enterprises und Netsolutions FZE sowie eventuell anderen Firmen, die im Internet Dienstleistungen gegen Geld anbieten.

Sollten Sie Kenntnis über ein derartiges Verfahren erhalten oder selbst daran beteiligt sein, sogar vielleicht als Richter, dann informieren sie sich bitte umgehend im Internet und bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, bei dem Polizeipräsidium Frankfurt, Abt. K31 und bei der Polizeidirektion Hofheim/Taunus über laufende Verfahren gegen diese Firmen und über den Prozessbevollmächtigten. Sie können sich auch jederzeit an die
Hotline des Vereins Nicht Abzocken e.V. wenden.

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Nicht-Abzocken.eu: !!! WARNUNG - Nachbarschaftspost - RA Michael Bohn - Klage vor diversen Gerichten. 12/15/2008 07:04 PM

Nachbarschaftspost versucht Forderungen gerichtlich durchzusetzen. Jetzt ist umsichtiges Handeln gefragt!

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Nebenbei bemerkt ...: Ratten statt Pfandflaschen 12/15/2008 06:54 PM
Eine "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme" der besonderen Art hat Henner Schmidt, seines Zeichens Mitglied der FDP und des Abgeordnetenhauses von Berlin, vorgeschlagen:

Die Berliner sollen jetzt Ratten jagen! Für ein Kopfgeld von einem Euro pro getötetem Tier. Vor allem Ärmere will man wohl damit ansprechen.
[...]
"Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen."
[...]
Die FDP will ihren Antrag am Donnerstag in die BVV von Mitte einbringen.

Quelle: Berliner Kurier


Ob Herr Schmidt den künftigen "Ich-AG-Kammerjägern" zur Erleichterung ihrer Tätigkeit auch die eine oder andere "Blockflöte" aus seiner Partei zur Verfügung zu stellen gedenkt, konnte bislang freilich nicht in Erfahrung gebracht werden.

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Principiis Obsta: Ratten-Halali 12/15/2008 06:22 PM

[if gte mso 9]> Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 [if gte mso 10]> "Berlin - "Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen", sagte der FDP-Chef des Berliner Bezirks Mitte und stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Henner Schmidt, dem "Berliner Kurier". Einen entsprechenden Antrag will die FDP demnach am Donnerstag in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Stadtteils Mitte einbringen.[if gte mso 9]> Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 [if gte mso 10]> " EhNaMag

Mein Vorschlag wäre: Ratten-Hatz auf alle, die sie fordern.[Link] [Cache]
Wut!: Der Datenschutzbeauftragte des BKA 12/15/2008 06:20 PM

Ein “schönes” Stück Realsatire: Selbst so ein Astloch Mitglied des Innenausschusses wie Dr. Dieter Wiefelspütz weiß nicht, wer beim BKA als Datenschutzbeauftragter die neuen Kompetenzen des BKA in der Unterknutung und allumfassenden Ausspähung der Menschen in der BRD kontrollieren soll.

Und wenn er es wüsste, dürfte er es nicht ausplaudern. Sonst machen die Menschen in der demokratorischen Bananenrepublik Täuschland noch von irgendwelchen Rechten Gebrauch. Der einzige Zweck, weshalb da so eine Kontrolle im neuen BKA-Gesetz steht, ist die Verdummung der Menschen, die einfach nicht merken sollen, dass hier von der herrschenden Kaste ein ziemlich allmächtiger und vollkommen unkontrollierter Geheimdienst gegen die Bevölkerung in der BRD eingerichtet werden soll.

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BooCompany: Dr. Diether Wiefelspütz, Mitglied des Innenausschusses (BARON) 12/15/2008 06:14 PM "[...] ich kenne den Datenschutzbeauftragten des Bundeskriminalamtes nicht. Ich bin aber auch nicht befugt, Ihnen den Namen eines Beamten des BKA zu nennen."[Link] [Cache]
Freie ArbeiterInnen Union: Interview der SolFed-IWA mit einem Genossen der USI-AIL 12/15/2008 05:52 PM Einen Teil des letzten Jahres hatte der South London-Zweig von SolFed den Genossen Cesare von der Unione Sindicale Italiana (USI) zu Gast, der italienischen Sektion unserer Internationalen. Vor seiner Rückkehr nach Italien nutzten wir die Gelegenheit zu einem Interview über die USI und den Stand der ArbeiterInnenorganisation in Italien.[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Schulausbildung ist Ländersache 12/15/2008 05:32 PM

Frau Merkel betont: „Die Zukunft unseres Lebensstandards und des Wohlstands in unserem Land hängt davon ab, dass junge Menschen eine ausreichende und gute Bildung bekommen". Auf einer für China bestimmten Seite schreibt sie: “Schulausbildung ist natürlich Ländersache, und die einzelnen Länder stehen auch über die PISA-Studie in einem interessanten Wettbewerb. Aber der Bund kann die Länder bei der Erfüllung ihrer Aufgabe unterstützen. Er tut das, indem er in Bildungsforschung investiert und indem der Bund mit 4 Mrd. Euro in den nächsten Jahren den Ausbau der Ganztagsbetreuung unterstützt. 6.400 Schulen nehmen an diesem Programm teil.”

Ist das wirklich so, dass Schulausbildung Ländersache ist?

Es gibt Hinweise, dass im Land Berlin Berufsschulen in die Privatwirtschaft überführt werden sollen, weil die Kosten zu hoch sind.

Dass der Berliner Senat hier eine gewisse Logik an den Tag legt, wird deutlich, wenn man die seit Jahren eingeleitete Strategie betrachtet:

  • Einrichtung der Schulselbstverwaltung
  • Umwidmung von Lehrern zu Schulverwaltern
  • Abbau von Senatsbediensteten der Schulbehörde.

Indem man die Steuerung der Schule dezentralisierte, ist natürlich eine Verschiebung der Verantwortung aus der Schulverwaltung in die Privatwirtschaft sehr einfach zu bewerkstelligen. Abgesehen davon, dass die Umwidmung von Lehrern zu Schulverwaltern nichts als Schmalspurorganisatoren gebracht hatte, der Frust in den Lehrerkollegien deutlich anstieg, zeigt die gesamte Entwicklung des Lehrbetriebes und dessen Durchführung ein bedauerliches Flickwerk der Inkompetenzen.

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass auch in diesem Bereich die Politik darauf wartet, dass vollständig desillusionierte Eltern und Schüler die privatwirtschaftliche Obhut herbeisehnen, damit die Politik eine Aufgabe weniger hat; anders gesagt: ( relativer ) Kompetenzgewinn durch Aufgabenreduzierung - das führt letztlich dazu, dass, wenn der Staat gar keine Aufgaben mehr hat, er die maximale Kompetenz darstellt. :D

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politplatschquatsch: Bushs Bürgerkriege 12/15/2008 05:32 PM Wieder mehr Krieg in der Welt, und Schuld ist wie immer George W. Bush. Nachdem die Zahl der Kriege dem Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung zufolge von sechs im jahr 2007 auf neun im Jahr 2008 angestiegen ist, hofft die Herausgeberin des Konfliktbarometers, Lotta Mayer auf den neuen US-Präsidenten Barack Obama. Der könne die Welt wieder friedlicher machen. «Er wird wohl insgesamt einen diplomatischeren Weg gehen als sein Vorgänger», fabulierte die selbsternannte Konfliktforscherin sinnfrei. Bush habe im Kampf gegen den Terrorismus zu häufig auf Gewalt gesetzt und damit die Verantwortung für die gestiegene Zahl der Kriege. Besinnungslos wie stets stenografiert Deutschlands Staatsagentur dpa das wörtlich mit, ohne aufzuklären, wie Bushs "Krieg gegen den Terror" nicht nur die Konflikte in Pakistan, Afghanistan und im Irak, sondern auch den Krieg zwischen Rußland und Georgien, die Offensive der türkischen Armee gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK, den Bürgerkrieg in Somalia, das Massenschlachten in Darfur, die Kämpfe im Tschad und den Bürgerkrieg in Sri Lanka ausgelöst hat.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Das Recht auf Arbeit ist auch wieder da 12/15/2008 05:32 PM Jahrzehntelang litten und stöhnten die werktätigen Massen unter dem Joch des Imperialismus. Zerrieben zwischen Überproduktionskrise und Aufschwung, Globalisierung und Mindestlohn waren Arbeiterinnen und Arbeiter, Angesteltinnen und Angestellte das schmiermittel, das die spätkapitalistische Ausbeutergesellschaft am Laufen Laufen hielten, ruhiggestellt mit Fleischkäse aus China, koreanischen Flachbildschirmen und glitzernden Mobiltelefonen aus einer finnischen Gummistiefelfabrik.

Erst Angela Merkel, der mutigen Klimakanzlerin, die die Erderwärmung mit einer Reise nach Grönland beendete, gelang es jetzt, dem Kapitalismus seine Reißzähne zu ziehen. In einem historischen Kompromiß mit der deutschen Wirtschaft gelang es der Mecklenburgerin, das zuletzt in der DDR-Verfassung festgeschriebene Recht auf Arbeit wieder in Kraft zu setzen. Die deutschen großkonzerne verpflichten sich wie zuletzt unter Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, zum Wohle des Gemeinwesens auf Entlassungen wegen der schlechten Wirtschaftslage zu verzichten. Wenn keine Arbeit da ist, sollen bei BMW, SAP und Bayer alternativ die Betriebshöfe gekehrt werden. Auch könnten sich Angestellte gegenseitig auf dem Rücken kratzen. "Hauptsache, wir halten die Leute in Arbeit", hieß es aus der Verhandlungskommission zum "Nationalen Kraftakt", der in der großen und stolzen Tradition der "Nationalen Front" steht und sich auf den Satz von Kaiser Wilhelm II beruft: "Ich kenne keine Parteien mehr, kenne nur noch Deutsche"

Mit Rücksicht auf die anstehenden Bundestagswahlen, vor denen die große Koalition keine Straßenschlachten und Hungerdemos brauchen kann, war zuvor die Zahlung von Kurzarbeitergeld auf 18 Monate verlängert worden. In einem nächsten Schritt soll die Kämpfe gegen rechts, gegen Glücksspiel und Kinderpornografie so weit verschäft werden, dass das Volk sich jederzeit ausreichend unterhalten fühlt. Überproduktionskrisen wird der Bundestag auf seiner nächsten Sitzung im Januar rückwirkend zum Jahresbeginn 2009 für illegal erklären und verbieten, der Globalisierung soll mit Hilfe einer Deutschquote in Gebrauchsanweisungen ein Riegel vorgeschoben werden.[Link] [Cache]
Narragonien: Die grenzenlose neoliberale Dummheit 12/15/2008 05:21 PM

"Es gibt zwei Dinge, die grenzenlos sind. Das Universum und die menschliche Dummheit. Wobei ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin." (Albert Einstein)

Manchmal, wenn ich in die äußeren Regionen der menschlichen Dummheit vorstoßen möchte, lese ich die Leserkommentare in der Online-Ausgabe der FAZ. Ein Kommentar zum Artikel "Nach dem Krisentreffen im Kanzleramt" schien mir besonders bemerkenswert, weil er nicht nur von unendlicher Geistesbeschränkheit zeugt, sondern auch noch das neoliberale Denken zusammenfasst:

Wege aus der Krise?
von Stefanie Rebecca (Merica)

1) Raus aus der EU
2) Freie Marktwirtschaft statt sozialistische Umverteilung
3) Stopp der Alimentierung aus den Sozialkassen von kulturfremden, integrationsunwilligen Unterschichten - Familienzusammenführung nur dann gestatten, wenn sich dies auch für das Land und die Gesellschaft rechnet
4) Keine weiteren Milliardengräber für unausgegorene unwirtschaftliche grüne Träume. Statt kostspieligem Klimawahn, Umweltschutz mit Vernunft.
5) Leistungsprinzip statt Sozialromantik. Wer seinen Lebensunterhalt nicht selbst erwirtschaften will, sollte nur noch mit einer Basisversorgung rechnen können, zu der aber weder TV noch Breitbandanschluss und PC zählen dürfte. Das wäre der Weg raus aus der Krise und als Nebeneffekt wäre der soziale Frieden und die Sicherheit der Bürger auch wieder erhöht.
Nicht der Kapitalismus hat diese Krise herbeigeführt, sondern die manipulative Einmischung und der Politik in die Wirtschaft. Freddy Mac und Fanny Mae waren die ersten Banken die fielen - sie waren Staatsbanken.
Auch bei uns sind es die LBs die jetzt vom Steuerzahler alimentiert werden wollen. Aufsichtrat bei "Deutschlands dümmste Bank“ (KfW Bank), die der insolventen Lehman Bank noch 320 Millionen überwies, ist Lafontaine.

Dazu fiele mir vieles ein, stattdessen lasse ich es einfach mal so stehen, damit sich jeder seine eigenen Gedanken darüber machen kann, was an diesen "Wegen aus der Krise" nicht stimmt.

Eines nur: Interessant ist, dass ausgerechnet Oskar Lafontaine genannt wird, wenn es um den Aufsichtsrat von "Deutschlands dümmster Bank" geht. Vom Vorsitzenden Michael Glos (CSU) und seinem Stellvertreter Peer Steinbrück (SPD) oder Verwaltungsratsmitglied Roland Koch (CDU) natürlich kein Wort. Wer sich die ganze illustre Runde nochmal anschauen will, kann das hier machen.

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Die PARTEI warnt: Ernstzunehmende Gesundheitsgefahr durch Fernsehen 12/15/2008 05:19 PM

Wir alle kennen es: Man sieht eine Comedysendung wie Switch! oder taff - und nach Sendeschluss fehlt es uns an Anschlussmöglichkeiten, um den Alltag wieder aufzunehmen. Immer mehr Menschen in der zivilisierten Welt leiden an einem Syndrom, das die Fachleute “Ernstlosigkeitssymptomatik” nennen. Den Betroffenen fehlt jeder Blick für ernsthafte Zusammenhänge. Die Zuschauer können selbst für offensichtlich minderbemittelte, hilfsbedürftige Menschen wie RTL-Moderatoren und Oliver Pocher kein Mitleid mehr aufbringen. Der Grund ist nicht fehlende Empathie oder kritische Vernunft, die noch vor Jahren als traditionelle Ursache derartiger Verfehlungen gehandelt wurden. Nein, die Menschen erkennen schlicht nicht mehr den Unterschied zwischen Parodie und Wirklichkeit.

(Weiterlesen)

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25 Jahre Datenschutz-Grundrecht: Arbeitskreis fordert "Grundrechtskontrollrat" 12/15/2008 05:15 PM Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat heute eine neue Pressemitteilung veröffentlicht:


Am 25. Jahrestag des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung fordert der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung die Einrichtung eines Grundrechtskontrollrats, um verfassungswidrige Gesetzesvorhaben in Zukunft schon im Entstehungsstadium festzustellen und auf eine Korrektur hinzuwirken.


Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ist in seinen ersten 25 Lebensjahren nicht gewachsen, sondern geschrumpft. Noch nie haben uns Staat und Unternehmen so vollständig registriert, überwacht und kontrolliert wie heute. In der aktuellen Bundesregierung sollen ausgerechnet Herr Schäuble und Frau Zypries, die für Computerspionage und Vorratsdatenspeicherung verantwortlich sind, unsere Freiheitsrechte und Daten schützen. Das ist, als ließe man den Wolf die Schafe hüten.


Als Gegengewicht zu einer unersättlichen Politik brauchen wir einen mit Verfassungsexperten besetzten Grundrechtskontrollrat, der Gesetzesvorhaben schon im Entstehungsstadium auf ihre Vereinbarkeit mit den Grundrechten überprüft und Korrekturmöglichkeiten aufzeigt. Außerdem brauchen wir eine unabhängige Grundrechteagentur, die systematisch alle Überwachungsgesetze wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit und schädlichen Nebenwirkungen überprüft. Schließlich sollte eine Stiftung Datentest eingerichtet werden, die den Datenschutz bei verschiedenen Unternehmen in der Wirtschaft vergleicht und bewertet.


So wie die Ermittlungsmethoden der Strafverfolgungsbehörden modernisiert werden sollen, müssen auch auch die Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten für den Datenschutz erheblich ausgebaut werden. Mit ihrem aktuellen Datenschutzreförmchen kratzen Union und SPD aber gerade einmal an der Oberfläche des privaten Datenmissbrauchs und lenken zudem von den eigenen Verfehlungen des Staates ab: polizeiliche Einsatzprotokolle [1] und Meldedaten [2] im Internet, Terrordaten an Presseverteiler, [3] verfassungswidrige Informationsgier des Staates bei Vorratsdatenspeicherung, Lauschangriff, Computerspionage, Kfz-Massenabgleich und Einkommensdaten.


"In Zeiten permanenter Datenskandale und Grundrechtsverletzungen brauchen wir einen eigenen Minister für den Schutz unserer Freiheitsrechte und Daten", fordert Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. "Fünf Wochen nach dem Gau von Tschernobyl wurde zur Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein Bundesumweltministerium geschaffen. Nach einem Jahr voller Daten-GAUs ist es an der Zeit, ein Ministerium zum Schutz der individuellen Selbstbestimmung als Grundlage unserer freien Gesellschaft zu schaffen. Ohne strukturelle Änderungen werden wir unseren Kindern nicht viel von der Freiheit erhalten können, für die unsere Vorfahren gekämpft haben."


"Das mindeste ist nun, dass ein unabhängiger Grundrechtekontrollrat als institutionelles Gegengewicht zu den ständigen Verfassungsbrüchen der Sicherheitspolitiker eingerichtet wird", ergänzt Ralf Bendrath vom Netzwerk Neue Medien.


"Es entsteht der Eindruck, dass die politischen Kräfte in Berlin, die für die ungeheuren staatlichen Überwachungsgesetze der letzten Jahre verantwortlich sind, das Thema der Datenskandale bei Unternehmen missbrauchen, um ihre Westen reinzuwaschen", ergänzt Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis. "Aber wer sich heute kritisch über die Datensammelwut von Unternehmen äußert, die er gestern selbst noch per Gesetz zur Anhäufung von riesigen Datenbergen verpflichtete, der hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Es wird deutlich," so Steffens weiter, "dass die Schlüsselpositionen Inneres und Justiz zur Zeit fehlbesetzt sind. Frau Merkel muss hier handeln."


Hintergrund:


Im September hatte der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung vor einer "Überwachungslawine in Deutschland" gewarnt und eine Aufstellung vorgelegt, derzufolge der Deutsche Bundestag in den letzten 10 Jahren mindestens 21 mal die Kontrolle und Beobachtung der Menschen verschärft hat. [4] Zugleich musste das Bundesverfassungsgericht mindestens 12 mal verfassungswidrige Überwachungsgesetze und -maßnahmen aufheben. Am Freitag der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der größte Kreditkartenanbieter Deutschlands zehntausende von Bankdaten einschließlich Geheimzahlen verloren hat. [5]

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Der Spiegelfechter: Die Sicherheit Afghanistans 12/15/2008 05:12 PM

Ich bekam per Mail mehrere Anfragen, ob ich die Montage “Die Sicherheit Afghanistans” aus dem letzten Artikel auch in einer höheren Auflösung habe, so dass man sie als Poster ausdrucken könnte. Nein - das geht leider nicht, da mir das verwendete Bildmaterial nur in einer geringen Auflösung zur Verfügung steht. Aber da der Wunsch der Leser mir natürlich Befehl ist, habe ich zwei Alternativversionen mit hochauflösendem Bildmaterial erstellt. Die Bilder haben bei 300dpi A4 bzw. A3 Format und eignen sich daher sogar zum großformatigen Ausdruck.

Die Druckversionen sind hinter den Bildern verlinkt und aufgrund der Größe nichts für Modemnutzer ;-)

Jens Berger


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Duckhome: Russland zieht bei der Bevölkerungskontrolle am gleichen globalen Strang 12/15/2008 05:06 PM Die Wanderdünen der globalen Total-Überwachung breiten sich immer weiter aus. So wurden nun auch in Russland die staatlichen Argusaugen ein wenig vergrößert. Es ist Nicht so, dass Spitzfindigkeiten wie: Kontrolle und Repressalien etwas neues im Land der Bären und der für Reisenden überraschend schönen Volksmelancholie wären, aber Gleichmut und Verachtung für alles was zu tun hat mit „Freiheit der Meinung", Demokratische Grundwerte und wie gestern mal wieder bewiesen: das Recht, den Unmut über den Staat in Form einer Demo (gegen die Kremlführern) freien Lauf zu lassen, nimmt jetzt offensichtliche, den Globus immer stärker einengende Züge an.
Die Protestwellen der neuen Oppositionsbewegung Solidarnost, in Moskau und Sankt Petersburg am Sonntag, die sich als Alternative zu der autoritären Politik der russischen Matroschka: Putin/Medwedew/FSB sehen - wurden sehr prompt beendet und mit ca. 150-200 Festnahmen (worunter sich auch ehemalige verarmte Soldaten, Offiziere und Generäle befanden) erfolgreich den Garaus gemacht.

Die Opposition, mit Namen wie: Kasparow, Ex-Vizeregierungschef Nemzow und der Menschenrechtler Lew Ponomarjow an ihrer Spitze, versucht eine längst verloren gegangene Auslese an volkseignen Grundwerten wahr zu machen; jedoch scheiterten sie hier kläglich, an kaum Angefangenes, kaum Gedachtes. Denn wohl fast jeder Russe weiß, dass die Sonderpolizei Omon weiß, dass wohl kaum jemanden sie - ohne Furcht niedergeknüppelt zu werden - anblicken kann, und somit hatten sie sicherlich kaum Mühe, unter Anwendung der gewohnten und wohl trainierten Gewalt - die Ernte einzuholen.

Quelle: Lycos.de


Am vergangenen Freitag wurde auch schon mal das Strafgesetzbuch ein wenig umgeändert, womit nun alles „subversive" und nicht in den Kram passende leichter weg gesperrt werden kann. Hier sagt Boris Nadeschdin, Leiter des Lehrstuhls für Rechtswissenschaften an der Moskauer Physikalisch-Technischen Hochschule: „Zu Hochverrätern und Spionen können in Russland alle erklärt werden, deren Handlungen "gegen die Sicherheit Russlands, darunter gegen ihre verfassungsmäßige Ordnung, Souveränität, territoriale und staatliche Integrität" gerichtet sind." Dass heißt kurz gesagt: dass jede(r) die/der die Wahrheit und sonstige unschöne Sachen über den Staat von sich gibt wegen Hochverrat angeklagt werden kann. Was in Russland auf dieses Vergehen steht, dies muss hier nicht erläutert werden. Ferner machte er klar dass „wenn der Gesetzentwurf der Regierung schon in Kraft wäre, er wegen Hochverrats vor Gericht gestellt werden könnte, weil er erstens einen gegen die verfassungsmäßige Ordnung gerichteten Brief unterschrieben und auch noch eine ausländische Organisation darüber informiert habe" ...

Das alles erinnert an schon da gewesenes und für vielen Russen bestimmt noch schmerzlich bekanntes, denn egal ob unter der Diktatur der Zaren oder die Unterdrückung eines Lenin/Stalins: die Tüchtigkeit Hoffnungen schnellstens im Keim zu ersticken und zu vereisen stand und steht immer wieder zur Verfügung.

Quelle: Okay.com


Nun werden die Fußfesseln weltweit enger angezogen. Egal ob in den Staaten, Europa, Russland, Asien etc., überall bricht parallel die Pest aus. Diese ist gleichsam eine Krankheit, eine Gefangennahme, ein Einsturz und vor allem eine globale Katastrophe. Fließbandartig werden hier Befehle vergeben und umgesetzt, und egal auf welchen territorial geschmiedeten Stuhl Innenminister sich weltweit breit sitzen, die Verachtung der demokratischen Grundwerten scheint eine Agenda mit höchster Priorität zu sein.



Deutschfehler bitte ich zu entschuldigen, da dies nicht meine Muttersprache ist.

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Mein Parteibuch Blog: Muntader al-Zaidi - Held der freien Welt 12/15/2008 04:56 PM
Heimliche Freude
Heimliche Freude
CC 2008 Urs1798

Muntader al-Zaidi, Reporter des in Ägypten beheimateten Satelliten-TV-Senders al-Bagdadija, warf bekanntlich gestern bei einer Pressekonferenz mit seinen beiden Schuhen nach George W. Bush und rief dazu: “Das ist der Abschiedskuss, du Hund. Von den Witwen, Waisen und allen, die im Irak getötet wurden”.

Schon als Muntader al-Zaidi festgenommen wurden, erklärten zwei ebenfalls auf der Pressekonferenz anwesende Journalisten, das sei eine couragierte Handlung gewesen. Während zu hören war, wie Muntader al-Zaidi in einem Nebenraum von “Sicherheitskräften” verprügelt wurde, wurden sie für die Äußerung auch gleich des Saales verwiesen. Das ändert jedoch nichts daran, dass auch die Bevölkerung des Irak den Schuhwerfer Muntader al-Zaidi als Helden sieht.

Die irakische Marionettenregierung von Gnaden der USA unter Führung von Nuri al-Maliki verurteilte die Tat und forderte eine im Fernsehen übertragene Entschuldigung vom Sender al-Bagdadija. Es demonstrieren jedoch bereits Tausende Iraker für die Freilassung von Muntader al-Zaidi. Sein Sender Al-Bagdadija verlangte seine Freilassung und erklärte, dass Muntader al-Zaidi sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen habe, etwas, dass die USA den Irakern vor dem Sturz von Saddam Hussein versprochen hatten.

Nicht nur im Irak wird Muntader al-Zaidi als Vorbild gesehen. So erklärte beispielsweise PZ Myers, Biologie-Professor in Minnesota, im politisch eher unverdächtigen Science-Blog Pharyngula, er wünsche sich, ein paar amerikanische Journalisten hätten den Mut gehabt, mit ihren Schuhen nach dem Präsidenten zu werfen - sie hätten damit schon 2001 starten sollen.

Auch Mein Parteibuch dankt Muntader al-Zaidi: Sie sprechen uns aus dem Herzen. Sie haben sich mit Ihrer couragierten Aktion gegen den Anführer des Terrorstaates USA unseren Respekt und unsere Anerkennung verdient.

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"Die Dreckschleuder": Smileys…und mehr… 12/15/2008 04:20 PM

Der Russe O. Teterin ist mit dem Versuch, sich bei der russischen Patentbehörde die Markenrechte für das-» Emoticon ;-) sichern zu lassen, gescheitert.
Mit der im Internet sowie in der Telekommunikation beliebten Zeichenfolge von Semikolon, Bindestrich und geschlossener Klammer wollte der Chef einer in der Mobilfunkwerbung tätigen Firma Geld verdienen. Laut dem Newsportal Russiatoday haben die russischen Markenwächter jedoch klargestellt, dass das Emoticon nicht geschützt werden kann.
Die Erfindung des Original-Smileys geht auf einen US-amerikanischen Werbegrafiker zurück und wird auf 1963 datiert. 1982 wurde das lachende Gesicht schließlich für die Informatik im ASCII-Code adaptiert.

Posted in Web Tagged: emoticon, smiley
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Suboptimales: Die Kapitalisten sollen sich ruhig in Sicherheit wiegen - wir haben alles vorbereitet ?! 12/15/2008 03:59 PM Wir warten nur noch auf den richtigen Zeitpunkt !- Wir halten uns nur aus taktischen Gründen zurück , die Kapitalisten sollen sich ruhig in Sicherheit wiegen , wir haben alles vorbereitet. Die Revolution ist diejenige "blutige" Umwälzung, welche die kapitalistische Verwertungslogik aus ihren Angeln reißt und es den Menschen erlaubt auf der Grundlage des gegenseiten Respekts und der maximalen Selbstbestimmung ein völlig anderes Leben zu führen.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Nazis mit Lebkuchenmesser 12/15/2008 03:32 PM Eine "neue Dimension von Neonazi-Gewalt" und ein "Fanal mit überörtlicher Bedeutung" soll es sein und natürlich steht sofort eine ganze Hundertschaft Politexperten bereit, den Überfall auf den Passauer Polizeipräsidenten direkt in eine Forderung nach einem neuen Verbotsversuch Richtung NPD umzuinterpetieren.

Deutschland als Ganzes droht in ein Viertes Reich umzukippen, beschwören die Schlagzeilen akuteste Gefahr, wenn nicht sofort und entschlossen gehandelt wird. Archivbilder mit marschierenden Glatzköpfen kommen programmfüllend zu Ehren, Passau ist plötzlich, was eben noch Sebnitz, Dessau und Mittweida waren. Ein braunes Nest voller kleiner Hitlers, die "national befreite Zonen" schaffen, "No-Go-Areas" beherrschen und Ausländer überfallen.

Wer sich, wie der mutige Passauer Polizeipräsident, dagegenstellt, lebt gefährlich. Dann kommen die Stoßtrupps der neuen SA. Nehmen ein Messer Und setzen ihre detailliert ausgearbeiteten und sicherlich vom NPD-Vorstand abgenickten Mordpläne skrupellos um. Mit einem Lebkuchenmesser, das zufällig neben der Haustür des Opfers liegt.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Volksrepublik Amerika 12/15/2008 03:31 PM Von wegen Kapitalismus. Auch im freiesten Land der Welt gehört das meiste Land nicht etwa dem Großkapital, dem militärisch-industriellen Komplex oder der Mafia. Sondern dem Staat - entweder dem Bund oder seinen Bundesstaaten. Interessant zu sehen, dass schon die Gründerväter der USA verstanden hatten, wie wichtig Grundbesitz ist: Während sich die Vereinigten Staaten etablierten, wurde der Westen erobert. Und während die unter der britischen Krone kolonialisierten Oststaaten fast völlig in Privatbesitz sind, war der Wilde Westen von Anfang an ein staatlicher Naturpark.[Link] [Cache]
Oeffinger Freidenker: Über die Rentenlüge 12/15/2008 03:05 PM [Link] [Cache]
Oeffinger Freidenker: Fundstücke 15.12.2008, 14.22 Uhr 12/15/2008 03:05 PM Amerikaner und (fehlende) Notausrüstung
USA erklärt - Ein Problem ist das Image. Sich zu viele Gedanken über den persönlichen Katastrophenschutz zu machen, rückt einen schnell in eine Ecke mit den Leuten, die Atombunker im Garten bauen , wegen des Y2K-Bugs Hamsterkäufe unternahmen oder angesichts von Peak Oil das Ende unserer Zivilisation erwarten. Muss man sich wirklich einen Vorrat an Lebensmitteln zulegen, die 25 Jahre halten? Das Desinteresse kennen wir auch aus Deutschland, wo ein Gutachten des Bundestages erhebliche Lücken bei der Vorsorge fand. Und das, obwohl der tagelange Stromausfall im Münsterland vor drei Jahren so dramatische Folgen hatte.
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Brandbrief an Merkel
Weißgarnix - Während in diesen Stunden das korporatistische Deutschland bei der Bundeskanzlerin über die Krise diskutiert, schreiben andere Leute an Frau Merkel einen Brief . Solche Briefe sind zumeist der Versuch der Einflussnahme von Lobbyisten. In diesem Fall ist der Brief anders zu bewerten. Er stammt vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Das Handelsblatt hat den Brief exklusiv. Das ist eine schöne Sache. Denn eigentlich ist dieser Brief an den Bundeswirtschaftsminister und einige seiner Kollegen aus den Bundesländern gerichtet. Aber mit der exklusiven Veröffentlichung in Leitmedien wie dem Handelsblatt wird sichergestellt, dass ihn auch die Bundeskanzlerin und der interessierte Rest der deutschen Öffentlichkeit mitbekommt. Das ist sinnvoll: Wer verläßt sich schon darauf, dass der Bundesschnarchminister Michael Glos etwas mitbekommt? Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung nicht. Aber was schreibt er nun?
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Die anal-erotische Finanzkrise

Weißgarnix - Keynes haben wir gehört, Marx haben wir zu Wort kommen lassen, es ist an der Zeit ein drittes intellektuelles Großkaliber aus dem Stall zu holen, um der Finanzkrise auf die Schliche zu kommen. Der Bursche, um den es heute geht, ist allerdings kein Ökonom und kein Freizeitphilosoph, sondern einer, der im wahrsten Sinne des Wortes ins Innerste der Dinge vorgedrungen ist. Ihr ahnt es bereits, liebe Freunde: die Rede ist von Sigmund Freud.
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Teure Saisonarbeiter
SZ - Viele Bundesländer stellen Lehrer nur noch befristet ein, um sie über die Sommerferien zu entlassen und sich so Gehalt zu sparen. Diese Praxis kostet die Arbeitslosenkasse Millionen.
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Der Mittelstand lässt sich klaglos ruinieren

LZ - Es ist schon erstaunlich, wie lautlos weite Teile des deutschen Mittelstands ihren ökonomischen Ruin hinnehmen. Was bindet die Mehrheit dieser diffusen Schicht immer noch an die neoliberalen Denkmuster der Globalisierung und totalen Marktvergötzung? Bei höheren und höchsten Beamten, bei Spitzenpensionären ist die Bindung an die herrschenden Verteilungs- verhältnisse durch ihre Luxusversorgung leicht erklärbar, aber was fasziniert die vielen mittleren und Kleinunternehmer, die Selbständigen und Freiberufler, vom Rechtsanwalt bis zum Gastwirt, vom Arzt bis zum Taxifahrer, noch an diesem erodierenden Finanzsystem? Ein Blick auf ihre Umsätze, auf ihre private Altersvorsorge, die dahinschmelzenden Depots müsste doch ein Umdenken, Protest und Widerstand erzwingen. Doch nichts. Stille.
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Gesundbeter am Ende

HH - Ein Hund, den man zum Jagen tragen muss, flößt keinem Wiesel Angst ein. Genauso wenig kann ein Konjunkturprogramm, das einer unwilligen und unvorbereiteten Regierung abgetrotzt wird, Mut einflößen. Finanzminister und Kanzlerin haben alles getan, um den Staat ohnmächtig in die Krise schlittern zu lassen. Bis es nicht mehr ging, haben sie behauptet, ein Rezessionsrisiko gebe es nicht. Über Konjunkturprogramme brauche man daher nicht nachzudenken. Der Wirtschaftsminister, der auf Eventualpläne gedrängt hatte, wurde genötigt, der Häresie abzuschwören. Als Leugnen nicht mehr ging, improvisierte man ein Konjunkturprogrämmchen, dessen planlose Beliebigkeit es zur Wirkungslosigkeit verdammt.
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Pessimist zur rechten Zeit
FTD - Wer die Wirtschaftsentwicklung 2008 am besten vorausgesagt hat - und wer daneben lag.
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Zu schön

FR - Es ist eigentlich zu schön, um wahr zu sein: Bernard Madoff, einer der renommiertesten Berater der US-Regierung in Fragen der Finanzmarktregulierung, Ex-Chef der Technologie-Börse Nasdaq und bis vergangene Woche Star-Investor, hat seine Lebenslüge gestanden. Mittels eines simplen Schneeball-Systems soll er Anleger um sagenhafte 50 Milliarden Dollar geprellt haben. Mitten in New York. Solche Schneeball-Systeme kannte man bislang vor allem aus Albanien, wenngleich die Dimension von Madoff unerreicht ist.
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Das Publikum wendet sich ab

SZ - Der Rettungsschirm für die Banken beläuft sich auf 480 Milliarden Euro. Eine Kontrolle der Politiker wäre jetzt nötig, fehlt aber völlig.
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Zurück aus der Wildnis

FTD - Keynes' Thesen sind in den Vereinigten Staaten wieder in aller Munde. Die Politik sollte darauf achten, dass die Theorie nicht missbraucht wird.
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seelensplitter: wahre worte 12/15/2008 02:55 PM Zitat:
Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.

(John Maynard Keynes; Quelle: Wikiquote)[Link] [Cache]
Regensburg Digital: Auswärtssieg für den Jahn! 12/15/2008 02:19 PM

jahn7003Nach dem Heimsieg gegen Dynamo Dresden setzte die Mannschaft von Markus Weinzierl in Braunschweig einen drauf. Nach einem überragenden Spiel konnte der SSV Jahn Regensburg zum zweiten Mal auswärts drei Punkte einfahren. Der 3:0-Sieg gegen Braunschweig bedeutet für die Rot-Weißen, dass sie endlich die Abstiegszone der dritten Bundesliga verlassen haben. Dabei standen die Vorzeichen alles andere als gut für den Traditionsclub aus Regensburg. Mit den nahezu letzten personellen Reserven mussten die Rot-Weißen antreten.Der für die Abwehr wichtige Alexander Maul war gesperrt. Andreas Brysch übernahm dessen Position. Die Innenverteidigung wurde außerdem von Mersad Selimbegovic sehr effektiv verstärkt. Dieser spielte nach einer Verletzung das Auswärtsspiel trotz Kopfverband zu Ende. Sehr überzeugend agierte der junge Tim Pollmann als rechter Verteidiger. Der Nachwuchsspieler hatte erst vor vier Wochen seinen ersten Einsatz in der Dritten Bundesliga.

Überragender Torhüter!

Die Abwehr des SSV Jahn Regensburg vereitelte die meisten Angriffe der Niedersachsen. Selten kam es dabei zu Fehlern in der defensiven Abstimmung. Kamen die Stürmer von Eintracht Braunschweig dennoch vor das Regensburger Tor, so erwartete sie dort Rouven Sattelmeier im Kasten. Der Torhüter gab in jeder Situation seiner Elf den notwendigen Rückhalt. Bereits nach vier Minuten wurde der Regensburger Torwart arg geprüft. Der Braunschweiger Marcel Schied schaffte es nicht, aus kurzer Distanz einen Kopfball ins Regensburger Tor zu bringen. Die Jahn-Elf blieb vom anfänglichen Sturmlauf der in blau-gelb spielenden Braunschweiger unbeeindruckt In der 33. Minuten foulte Matthias Henn den wieder genesenen Petr Stoilov im Strafraum. Die Entscheidung des Schiedsrichters war klar: Strafstoß! Tobias Zellner versenkte den Foulelfmeter souverän im gegnerischen Tor. Als die Niedersachsen in der zweiten Halbzeit kurzzeitig versuchten, den Druck auf die Regensburger zu erhöhen, hielt die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl stand. Besonders sehenswert war die Rettungsaktion von Torhüter Rouven Sattelmeier in der 52. Minute. Von der Linie weg fischte er einen Kopfball des Braunschweigers Kingsley Onuegbu.

Eintracht Braunschweig gab nicht auf!

Die Eintracht ließ vor den 12.000 Zuschauern nicht locker. In der 71. Minute hatte der eingewechselte Fait-Florian Banser den Ausgleich für die Niedersachsen auf dem Fuß. Wieder war es der Regensburger Torhüter, der einen Gegentreffer verhinderte. Als der Braunschweiger alleine an ihm vorbei wollte, holte ihm der Jahn Torwart am Boden liegend den Ball vom Fuß. Mit einem schnellen und kompakten Gegenstoß korrigierte der Jahn das Ergebnis. Petr Stoilov erzielte nach einem sehenswerten Querpass aus kurzer Distanz das 2:0 (74 Minute). Die Vorwärtsphase der Niedersachsen fand vorerst ein Ende. Mit Auswechslungen versuchte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht das Spiel doch noch zu drehen. Doch vor allem im Passspiel und bei den Zweikämpfen war die Not-Elf des SSV den Niedersachsen deutlich überlegen.
Exemplarisch dafür: das dritte Tor für den Jahn. Während eines Angriffes verloren die Eintrachtspieler den Ball an die Mannschaft von Markus Weinzierl. Petr Stoilov entschied das Laufduell gegen den Gegenspieler Jan Schanda. Vorbildlich legte er den Ball dem nachgerückten Moise Bamba auf. Er überlistete den Braunschweiger Keeper Jasmin Fejzic und traf in der 83. Minute zum Endstand von 3:0.

Die Begegnung im Stadion in der Hamburger Straße bescherte dem SSV Jahn Regensburg drei sehr notwendige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Markus Weinzierl und seine Elf zeigten couragierten und flotten Fußball. Hoffentlich zeigen die Rot-Weißen beim nächsten Spiel, am 20. Dezember in Jena, eine ähnlich ansprechende Leistung!

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Lumperladen: Wir können sein Geld nicht befreien… 12/15/2008 02:04 PM

Spam ist zwar unheimlich lästig, aber manchmal auch lesenswert. Nicht wegen des Inhaltes, nein wegen der phantasievoll gewählten Formulierungen. Manchmal habe ich das Gefühl, die Spammer wollen sich damit um den Literaturnobelpreis bewerben´…

Guten Tag Mein Freund,

Ich bin der Manager vom Finanz-Abteilung First National Bank Südafrika
(FNB) hier in Johannesburg Südafrika. In meiner Abteilung entdeckten wir
eine entstanden Summe von $16.2m Dollar (SECHZEHN MILION ZWEI HUNDERT
TAUSEND U.S.-DOLLAR) in einem Konto, das zu einem unseres fremden Kunden
gehört, (HERR CHRISTOPHER GARDNER) wer starb im World Trade-Zentrum in New
York am 11. September 2001. Herr Gardner funktionierte als ein Unternehmer
in Johannesburg und er war auf einem Besuch nach Amerika, als er seinen
vorzeitigen Tod durch den Terrorist-Angriff auf dem World Trade-Zentrum
Gebäude traf.
Weil wir Informationen über seinen Tod bekamen, haben wir seinen
next-of-kin (nächst verwandter) erwartet, vorzukommen und sein Geld zu
behaupten, das in einem Konto in unserer Bank domiziliert hatte. Wir
können sein Geld nicht befreien, außer wenn sich darum jemand als sein
next-of-kin (nächst verwandter) oder Verwandter zum Verstorbene bewirbt,
wie in unseren Bankwesen-Richtlinien und Bankregel ist.
Leider erfahren wir daß dieses unser Kunde starb OHNE TESTAMENT. Es ist
deshalb auf dieser Entdeckung, die ich mich jetzt entschied, diesen
geschaefts-vorschlag zu Ihnen zu machen und das Geld zu Ihnen als der
next-of-kin (nächst verwandter) zum Verstorbene für nachfolgende
Auszahlung zu Ihnen zu befreien, weil niemand dafür kommt, und wir wollen
dieses Geld nicht, ins Bank-Schatzamt als unabgeholte Rechnung zu gehen.
Das Bankwesen-Gesetz und die Richtlinie hier legen fest, daß wenn solches
Geld nach acht Jahren unabgeholt bliebe, wird das Geld ins Bank-Schatzamt
als unabgeholter Fond übergeben werden. Unsere Bitte von Ausländer als der
next-of-kin (nächst verwandter) in diesem geschaeft ist Gelegenheit durch
die Tatsache, daß der Kunde ein Ausländer war und eine deutschestamm hat,
durch dieser Tatsache es für einen Deutschen leicht zu machen, als der
next-of-kin (nächst verwandter) zu präsentieren als einer Ausländer von
andere länder.
Ich und meine Kollegen haben uns entschieden, Ihnen 40% dieses Geldes als
Bezahlung für ihrer bereitschaft Sie als der Nutznießer verfügbar zu
geben. Das restlichen menge von 60% wäre für mich und meine Kollegen. Wir
sind bereit, alle Aufwendungen hier zu finanzieren, welchen für die
Verarbeitung aller Dokumente hier notwendig ist um der Freilassung des
Fonds zu Ihnen als der Nutznießer zu ermöglichen.
Wenn Ich Ihre Zustimmung bekomme, werde Ich mit Ihrem Namen bei der Bank
bewerben, daß Sie der next-of-kin (nächst verwandter) des Verstorbene
sind, danach werde ich weitergehen, eine eidesstattliche Erklärung durch
einen Rechtsanwalt vorzunehmen um den Behauptungen zu initiieren, daß Sie
der Nutznießer zum Verstorbene sind. Mit dieser gesetzlichen Anordnung vom
Gericht wird die Bank nicht zögern, den Fond zu Ihnen als der Nutznießer
zu befreien.
Um diese Verhandlung zu machen, risikofrei zu sein, wird Vertraulichkeit
über diesen Vorschlag beibehalten werden. Sie können zu mir Ihre
Zustimmung schicken, wenn es Sie interessieren diese Verhandlung mit mir
zu schließen.

Ich hoffe, Ihre Antwort zu bekommen.

Henry PULE

Denn für Ernst nehmen kann man diese Dichtung ja sowieso nicht. Und wer mehrere E-Mail-Adressen hat, der hat dieses Vergnügen (also diese Dichtung zu erhalten) gleich mehrfach…

[Link] [Cache]
20.12.2008: Internationaler Aktionstag des Widerstandes 12/15/2008 01:52 PM Am Freitag, den 12.12.2008, entschied das Plenum der besetzten Polytechnic in Athen zu einem internationalen Aktionstag des Widerstandes im Gedenken an alle getöteten Jugendlichen, Migrant_innen und all jene, die gegen die Fehler der Staaten gekämpft haben, aufzurufen. Carlo Juliani, die Jugendlichen in den Banlieus Frankreichs, Alexandros Grigoropoulos und all die ungezählten anderen, überall in der Welt.[Link] [Cache]
Handelsvertreter Blog: AWD entdeckt das Internet 12/15/2008 01:34 PM

Auch der Finanzvertrieb AWD hat nun die Blogosphäre entdeckt. Genau eine Woche nach uns(!), nämlich am 27.Juni 2008, begannen “Mitarbeiter” des AWD zu bloggen, und zwar im awd-karriereblog.de. (Wir vermuten mal stark, dass es sich bei den “Mitarbeitern” (Synonym für Angestellte) um “selbständige Handelsvertreter” handelt …)

Im Beitrag “Bildung aus der BILD” vom 10.August 2008 ärgert sich Bloggerin Lydia Schöneberger über den (zugegebenermaßen lapidaren) Spruch

"Anders, als man vom Namen her vermuten könnte, befasst sich der "Allgemeine Wirtschaftsdienst" nicht mit Gastronomie, sondern mit Klinkenputzen im Finanzbereich".

Dieses (leider nicht verlinkte) Statement fanden die AWD-Blogger wohl bei Finanzparasiten.de, deren Website im Google-Ranking auf Platz 2 direkt nach dem Firmenauftritt gelistet wird. So heißt es bei den AWD-Bloggern:

Geistreiche Äußerungen wie diese sind noch zu vernachlässigen: "Anders, als man vom Namen her vermuten könnte, befasst sich der "Allgemeine Wirtschaftsdienst" nicht mit Gastronomie, sondern mit Klinkenputzen im Finanzbereich". Anders sieht es bei verbalen Ergüssen aus, die nicht einmal mehr Halbwahrheiten, einzig völlige Unkenntnis dokumentieren. Pauschalste Aussagen sind vorherrschend und reihen sich damit nahtlos in die Riegen "alle Polen klauen, alle Deutschen essen Sauerkraut, alle Blonden sind doof, alle Opel-Fahrer sind………." ein - die jeder intelligente Mensch nur ablehnen kann.

(…) Nach fünf Jahren im Unternehmen weiß ich, wie der Hase läuft. Dass nicht nur "ausgebildet", sondern AUSGEBILDET wird, dass Seminare nicht kostenpflichtig sind, meistens noch nicht einmal die Verpflegung, (…)

Huch?! Seminare beim AWD sind nicht kostenpflichtig? Im selben Blog lesen wir am unter Hohe Kosten als Finanzberater bei AWD??? vom 31.Oktober 2008:

Es gibt natürlich auch immer wieder Angebote für weitere Seminare oder Trainings - diese suchen sich meine Berater gemeinsam mit mir aus - die Kosten trägt der selbständige selbst - jedoch gibt es auch hier Ausnahmen.

Ja, wie denn nun?

Zumindest beziehen wir unser Wissen nicht aus der BILD, sondern unsere Bildung geht anscheinend konform mit der des AWD-Karriere-Blogs … ;-)

Weiter schreibt Frau Schöneberger:

Ich kann den Menschen, die meinen, ihr fundiertes Wissen und ihre überaus große Kenntnis des AWD zum Besten geben zu müssen nur anbieten, mich eine Woche zu begleiten. Danach dürfen sie ein Urteil fällen.

Nichts gegen solide Recherche, aber wie Finanzstrukturvertriebe von innen aussehen, das wissen vor allem ehemalige Strukkis - und natürlich wir als deren Anwälte. Das Angebot der AWD-Bloggerin Lydia Schöneberger, sie eine Woche lang zu begleiten, übt daher auf uns (insoweit …) keine allzu große Anziehungskraft aus. Wir bieten ihr allerdings an, sie vor Gericht zu begleiten, falls sie sich mal beruflich verändern möchte … In diesem Bereich stammt unsere Bildung nämlich aus erster Hand.

Was die AWD-Blogger nicht schreiben: Es handelt sich bei der AWD-Seite von finanzparasiten.de um die Einleitung zu einer Linksammlung auf Artikel namhafter Publikationen, wie Spiegel, Focus, Stern, Süddeutsche, Capital, Finanztest, Manager Magazin … Die BILD-Zeitung ist als Quelle offensichtlich nicht dabei. Die schreibt nämlich eher so etwas.

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politplatschquatsch: Des einen Freud ist des anderen Versprecher 12/15/2008 01:31 PM Heute beim quasi-amtlichen Nachrichtenradio MDR Info: Die weltumspannende Rehabilitation des Keynesianismus findet ihren Niederschlag in einem kleinen Versprecher des Moderators. Nach dessen Auskunft ist Barack Obama gerade dabei, "ein großes Rettungspaket zu schüren".[Link] [Cache]
Duckhome: We hadden het verwacht - EU-wijd netwerk van rechts en een nieuwe partij 12/15/2008 01:06 PM *Vertaling van Big Berta's bijdrage: Wir hatten es vorausgesehen - EU-weite Vernetzung von rechts und eine neue Partei*

De Europese Unie zou een kans kunnen zijn - niemand heeft dit zo goed begrepen als hun tegenstanders en potentiële slopers, die deze al uitgeruimd gebruiken. Die, die het niet begrepen hebben, zijn degenen die alle reden hebben ze te gebruiken, om bij de Europa-wijde afbouw van burgerrechten tegen te werken. Sommige in Turkije hebben het ook begrepen, andere zitten in de pruil-hoek.
Nu vermeldt „rechts", dat de EU-kritische beweging van de Ierse industriële Declan Ganley
Voor de Europese verkiezingen in alle lidstaten kandidaten opstellen wil.



We hadden het in zo veel bijdragen hier op Duckhome evenals in de oude Watchblog voorspeld: onze tegenstanders zullen zich Europa-wijd vernetten. Het afwaarderen van Europa behoort in islam-kritische kringen al lang tot de goede toon.
De discoursen, die volgend tot politieke actie leiden, zijn reeds lang gestemd:

• Uitbouw van Europa als bolwerk,
• Antiamerikanisme "van rechts", bovendien
• Vernetting met rechts, religieuze en neoconservatieve Europa-Vijanden,
• Definitieve uitgrenzing van Turkije,
• Delegitimering van de Islam/de Moslems en hierop volgend andere religies,
• Privatisering interne en externe veiligheid,
• Verbrokkelen van Nationale Staten en hun omwandeling in Vrijhandelzones






en nog veel meer


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Die Kuchentester: Europäischer Winter 12/15/2008 12:57 PM Das Klima ändert sich zusehends. Ich rede jetzt nicht vom Treibhauseffekt. Nein, es wird kälter. Dieser Winter scheint in Europa besonders kalt zu werden. Das gilt insbesondere für das politische Europa. Denn das Ausland verlangt nach einer konstruktiven Rolle Deutschlands bei der Bewältigung der Finanzkrise. Und wenn es schon nicht die Führung übernehmen will, dann soll es sich wenigstens an den Rettungsmaßnahmen beteiligen.

Die Wellen schlugen hoch, nachdem sich Peer Steinbrück über die britischen Rettungsmaßnahmen äußerte und in den Journalistenblock von Newsweek diktierte, die britische Politik sei "crass keynsian". Sprich: Die machen wieder nur Schulden und sonst fällt ihnen nichts ein.

Nun ja, man vielleicht schon empörendere Äußerungen gehört, aber dieses statement unseres Minister reichte aus, um ein kleines Erdbeben in der angelsächsischen öffentlichen Meinung auszulösen. Daran sieht man, wie blank die Nerven andernorts liegen. Währenddessen verschwendet man hier noch Zeit damit, sich zum Sonntagskaffeekränzchen im Kanzleramt zu treffen und sich für diese Nullnummer dann auch noch durch die versammelte Presse feiern zu lassen, die da natürlich gerne mitspielt, wahrscheinlich weil es bei so einem Treffen immer tolle Bilder gibt, die man der sedierten Leserschaft dann am nächsten Tag auf Seite 1 präsentieren kann.

Ausgelöst hat die Debatte wohl Paul Krugman mit einem Beitrag in seinem Blog, über den ich ja bereits geschrieben habe und in dem er vom "german problem" sprach.

Auch andere angelsächsische Autoren haben nur Kopfschütteln für diese Ansichten übrig, was noch gelinde ausgedrückt ist. Ich nenne hier mal Willem Buiter (vorsichtlich lang) und Ambrose Evans-Pritchard als prominente Vertreter.

Aber auch bei Weissgarnix liegt man mit Steinbrück/Merkel über Kreuz, was jetzt nicht so sonderlich überraschend ist.

Diese Krise hat genügend Sprengstoff, um die EU in ihre Einzelteile zu zerlegen. Auszuschließen ist nichts mehr. Um so wichtiger ist eine Bundesregierung, die sich der deutschen Rolle in Europa bewusst ist - und das Kapital der deutsch-französischen Freundschaft nicht leichtfertig verspielt. Wilhelmina Merkel ist auf dem besten Weg dahin.

Das kann man nur unterstreichen. Europa sollte zu einer gemeinsamen Antwort in der Lage sein, sonst droht es bzw. der Euro auseinander zu fallen. Es ist nicht die Zeit für Alleingänge. Im Zweifel eher zusammen mit den anderen einen suboptimalen Weg gehen als alleine zu scheitern.[Link] [Cache]
Nebenbei bemerkt ...: Boots for Bush 12/15/2008 12:53 PM Seltsam, welche Assoziationen manche Nachrichten, wie z.B. die Folgende, in einem so hervorrufen können ...

Abschiedstour im Kriegsgebiet: George W. Bush hat einen Monat vor dem Ende seiner Amtszeit unangekündigt den Irak und Afghanistan besucht. In Bagdad musste der US-Präsident bei einer Pressekonferenz vor tief fliegenden Geschossen in Deckung gehen: Ein Journalist bewarf ihn mit seinen Schuhen.

Mehr: SpOn

Möchten Sie wissen, was mir dazu spontan einfiel?

Das hier:




;-)

[Link] [Cache]
Glasdemokratie: Alle Jahre wieder … 12/15/2008 12:49 PM

AdventskalenderAber in diesem Jahr ist auf Grund der allgemeinen Teuerungsrate der Preis des virtuellen Adventskalender schon stolze 97 Euro. Aber wenigstens die Aufmachung ist die gleiche. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Online Service Ltd. Anfang des Jahres wegen “my-adventskalender.de” abgemahnt und verfolgt das Unternehmen aktuell in einem Gewinnabschöpfungsverfahren. Jetzt hat sich nicht nur der Name und sondern angeblich auch der Besitzer geändert. Den aktuelle Abzockerkalender findet man jetzt unter “mein-adventskalender.net” und wie verbraucherrechtliches herausgefunden hat gehört die Seite jetzt einer NOM New Online Media Ltd. und diese hat einen Vertretungsberechtigen mit Namen:

Mr Christian Riebold
Date of Birth: 24/08/1984
Doberaner Straße 110 - 112
Apartment 111
18057 ROSTOCK

Kein Wundern, ändern sich diese Abzocker-Firmennamen und ihre Inhaber im Sekundentakt. Und damit auch alle Opfer die Seite finden, wird wieder fleißig SPAM verschickt. Wer auf diese Seite stößt oder durch den Nikolaus per Mail gestossen wird, sollte sie schleunigst wieder verlassen. Wer bereits darauf hereingefallen ist, sollte nicht zahlen und sich auch nicht einschüchtern lassen.
Nähere Informationen hierzu in den FAQ zu Internetvertragsfallen.

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Linke Zeitung: Personalisierte Tickets für 96 Spiel veranlasst Fans zum Boykott 12/15/2008 12:24 PM Hannover 96 kündigt an Eintrittskarten für das Spiel 1.FC Magdeburg Hannover 96 II nur gegen Vorlage des Personalausweises zu verkaufen. Empört über diesen Kriminalisierungsversuch ruft die Fangruppe Brigade Nord 99 zum Boykott des Spiels auf.In Absprache mit der Magdeburger Polizei und dem 1.FC Magdeburg versucht Hannover 96 die Maßnahme als Sicherheitsmaßnahme für die 96-Fans darzustellen.Die Fangruppe sieht darin einen Akt der Kriminalisierung aller 96-Fans.Joseph Martin, Sprecher der Gruppe dazu: Es ist eine Frechheit das sich Hannover 96 in diesem Maße gegen die eigenen Fans stellt und unter Generalverdacht stellt.Repression hat TraditionSeit Jahren unterliegen Fußballfans einer fast lückenlosen Überwachung durch Polizei und Ordnungsdienste, so dass Fußballstadien mit zu den meisten Überwachten Orten in der Bundesrepublik zu zählen sind. Regelmäßig wird in Dokumentationen auf die Möglichkeiten der Überwachung hingewiesen.Dabei wird betont das selbst ein Fan beim in-der-Nase-bohren gefilmt werden könnte. Einerder letzten Höhepunkt war dabei die Ingewahrsamnahme von über 200 Eintracht Frankfurt-Fans in Bremen am 29.11.08, die bundesweite Kreise zog.[Link] [Cache]
freenet: Die schöne Welt des Eckhard Spoerr (BOO) 12/15/2008 12:13 PM freenet-Top-Manager Ecki Spoerr steht unter Druck. Die unliebsamen Großaktionäre United Internet und Drillisch machen ihm schon lange zu schaffen. Der weitere Großaktionär Permira macht sich unentwegt Sorgen über Spoerrs Ruf am Kapitalmarkt und die Presse schreibt lieber über seinen bevorstehenden Prozess und Ärger mit den Mitarbeitern, als seine Erfolge zu würdigen. Was macht man in einer solchen Situation am besten, um das eigene Image aufzupolieren?[Link] [Cache]
Werbung gegen Realität, Teil 7: Cola light 12/15/2008 11:51 AM

Gibt es tatsächlich Menschen, die glauben, das Trinken von Cola light bzw. der neuen Sorte mit grünem Tee (was ja sicherlich eine Nähe zur sog. „Wellness" suggerieren soll) wäre in irgend einer Form gesund? Gesünder als die normale Cola zumindest? Ich hoffe nicht, auch wenn der Coca Cola-Konzern in seiner Werbung natürlich genau diesen Effekt zu erzeugen versucht - ich denke da nur an die Konzernabsichten, einen Lifestyle um dieses Getränk herum zu stricken:

Mit der aktuellen Kampagne “hello you” motiviert Coca-Cola light alle Frauen, ihre einzigartige Persönlichkeit noch mehr auszuleben.

Unglaublich dämlich, dieses plumpe Ansinnen der Marketingabteilung, aus einer braunen Blubberbrause sowas wie einen Persönlichkeitsverstärker zu machen. Gerne wird ja auch darauf verwiesen, dass dieses Getränk „null Gramm Zucker" enthielte. Das stimmt zwar, aber nur, wenn man unter Zucker den normalen Industriezucker versteht, denn selbstverständlich sind in der Cola light dafür ganz andere Elemente aus dem Chemiebaukasten vertreten. Ich zitiere den Greenpeace-Magazin-Artikel „ Diät Cola – Was die Werbung verschweigt":

Ist Cola Light ein Cocktail aus womöglich neurotoxischen und krebserregenden Substanzen? Davor warnt das britische Umweltmagazin „The Ecologist". Als gefährlich prangert das Magazin den als krebserregend geltenden Süßstoff Aspartam an, aber auch zahn- und knochenschädigende Phosphor- und Zitronensäuren sowie erbgutschädigende Farbstoffe wie die Ammonsulfit-Zuckerkulör (E150d).

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redblog: Links um zehn # 105 12/15/2008 11:31 AM Von Leuten, die einfach alles und jeden zählen müßen; den kriegerischen Ambitionen der deutschen Marine; Mister Wongs Freizeittipps und geldgeilen Blumenkindern.

[LINK] Happy Birthday, Volkszählubngsurteil! Ein Glückwunsch aus dem gulli. [und nicht vergessen.]
[LINK] Warum genau ist die Bundeswehr eigentlich so wild darauf, auf Piratenjagd zu gehen? german-foreign-policy erklärt´s.
[LINK] Beliebtes Freizeitangebot bei Mister Wong: Bush-Attentate.
[LINK] Atomstrom-Werbung in der taz? Ganzseitige Anzeigen für die Minen-Produzenten von Daimler? Au ja, findet kinder-faz-Autor Jan Michael Ihl und liefert herrliche Sachzwang-Argumente.

Vorschläge für LINKs, Kritik, Lob und sonstige Mitteilung bezüglich der "Links um zehn" bitte an redblog[AT]no-log.org[Link] [Cache]
GROSSE WORTE: Programmhinweis: Online-Bezahlsysteme 12/15/2008 10:56 AM Kurzer Hinweis in eigener Sache: Ich bin heute in einem Beitrag auf dem MDR zu sehen. In der Sendung “Mit Rat und Tat“, innerhalb von “Hier ab vier”, erzähle ich etwas zu Online-Bezahlsystemen und vor allem zu Treuhanddiensten, etwa bei Paypal, Iloxx und Iclear. Produziert wurde der Beitrag vom Leipziger Redaktionsbüro Zwei Plus. Heute ab [...][Link] [Cache]
25 Jahre Datenschutz-Grundrecht: Arbeitskreis fordert "Grundrechtskontrollrat" (15.12. ... 12/15/2008 10:15 AM Am 25. Jahrestag des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung fordert der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung die Einrichtung eines Grundrechtskontrollrats, um verfassungswidrige Gesetzesvorhaben in Zukunft schon im Entstehungsstadium festzustellen und auf eine Korrektur hinzuwirken. [Link] [Cache]
Dignity an Gaza: "Wir sind wieder da!" 12/15/2008 09:05 AM Der Newsletter der Free-Gaza-Bewegung 2/2008, 15. Dezember

Am Dienstag, dem 9. Dezember, hat das Schiff "Dignity" der Free-Gaza-Bewegung erfolgreich die israelische Blockade durchbrochen, zum vierten Mal seit August. Es kam, um Solidarität mit den Menschen unter der illegalen und inhumanen Belagerung auszudrücken und um Medizin und Babynahrung nach Gaza zu bringen. Zwei Tage später kehrte die Dignity zurück, mit elf palästinensischen Studenten an Bord, denen die Ausreise zu ihren Universitäten im Ausland von Israel verweigert wurde. Das Schiff erreichte heil und sicher Zypern am Nachmittag des 12. Dezember. Derzeit sind etwa siebenhundert Studierende in Gaza gefangen. Sie bekommen keine Genehmigung von Israel, um ihre Ausbildung fortzusetzen. Die vierte Free-Gaza-Reise fällt zeitlich zusammen mit dem sechzigsten Jahrestag der Universalen Erklärung der Menschenrechte. Die Free-Gaza-Bewegung bezieht Stellung für die Menschenrechte und internationale Gerechtigkeit. - Außerdem in dieser Ausgabe: warum Rosenhead und Cushman nach Gaza gesegelt sind, was Huwaida über den besetzten Gazastreifen sagt, was Audrey am Flughafen Ben Gurion widerfuhr, das Gaza Concert '08 und das Zitat der Woche.

Foto Copyright: Angela Godfrey-Goldstein


Vierte erfolgreiche Seefahrt bricht durch die Belagerung von Gaza

Das Schiff "Dignity" der Free-Gaza-Bewegung hat die israelische Blockade zum vierten Mal seit August erfolgreich durchbrochen und erreichte den Hafen von Gaza am 9. Dezember um 14.45 Uhr. Das Schiff führte eine Tonne medizinischer Güter und proteinreicher Babynahrung mit sich, außerdem eine Delegation internationaler Akademiker, humanitärer Unterstützer und Menschenrechtler. Seit über zwei Jahren verhängt Israel eine zunehmend schwere Blockade über den Gazastreifen und erhöht damit die Armuts- und Fehlernährungsrate unter den 1,5 Millionen Menschen dramatisch, die in dem schmalen Küstenstreifen leben. Lubna Masarwa, eine der Free-Gaza-Organisatoren und Sprecherin der Delegation: "Wir kommen wieder und wieder und wieder, bis die Welt ihr Schweigen bricht und wir diese Belagerung ein für alle Mal beseitigen." Zwei Tage nach ihrer Ankunft kehrte die Dignity nach Zypern zurück. An Bord waren elf palästinensische Studenten, denen die Ausreise von Israel verweigert worden war und die ihre Universitäten im Ausland daher nicht besuchen konnten. Osama Qashoo, ein weiterer Free-Gaza-Sprecher, erklärt den Erfolg so: "Der Seeweg nach Gaza ist offen. Unsere vierte Mission war eine schnelle Antwort darauf, dass Israel vorhergehende Versuche von Libyen, Qatar und Palästinensern von 1948, die ebenfalls durch die Belagerung brechen wollten, verhindert hat. Wir hoffen, dass weitere Nationen, zivile Organisationen und Aktivisten aus der ganzen Welt von unserer Erfahrung lernen können, strategisch vorzugehen und nicht zuzulassen, dass israelische Drohungen und Aggressionen sie daran hindern, nach Gaza zu kommen. Es ist das Recht eines jeden, sich frei zu bewegen, freie Bildung zu genießen und in Frieden zu leben." - Siehe die Pressemitteilungen vom 9. und 11. Dezember (in englischer Sprache) unter http://www.freegaza.org

Britische Akademiker segeln nach Gaza

Zwei jüdische Akademiker aus Großbritannien, Professor emeritus Jonathan Rosenhead und Mike Cushman, beide vom Fachbereich Management an der London School of Economics, waren auf dem letzten Free-Gaza-Boot dabei. Derzeit gibt es etwa 700 Studierende in Gaza, die ein Stipendium für ausländische Universitäten haben - oft mit angesehenen Stipendien wie von Fulbright oder der Ford-Stiftung - und die von den israelischen Behörden daran gehindert werden, Gaza zu verlassen. Die Möglichkeiten zu höherer Bildung sind in Gaza extrem eingeschränkt. Das Studium im Ausland ist die einzige Alternative für palästinensische Studenten. Rosenhead und Cushman sind Mitglieder des "British Committee for the Universities of Palestine" (BRICUP), das sich für einen Boykott israelischer akademischer Einrichtungen einsetzt, so lange sie sich mitschuldig machen an Israels illegaler Besatzung palästinensischen und anderen arabischen Territoriums. BRICUP veranstaltete kürzlich ein sehr gut besuchtes Treffen an der SOAS in London, bei dem der israelische Professor Ilan Pappe die israelische Belagerung von Gaza als "langsamen Genozid" bezeichnete. - Die ganze Presseerklärung (auf Englisch) unter http://www.freegaza.org/index.php?module=latest_news&id=935be1a33e1f998f662711e2fc476336&offset=

Hält Israel den Gazastreifen unter Besatzung?

Israel gibt vor, die Besatzung des Gazastreifens beendet zu haben, aber stimmt das wirklich? "Israel hält die Kontrolle über Gazas Territorialgewässer. Dies ist einer der Faktoren, der Israel zu einer Besatzungsmacht in Gaza macht", sagt Huwaida Arraf, die bei den ersten drei Free-Gaza-Reisen dabei war. Sie hat einen Doktortitel der Rechtswissenschaft von der American University in Washington D.C. und unterrichtete bis vor Kurzem Menschenrechte an der Al-Quds-Universität in Jerusalem. "Trotz seines gut inszenierten Abbaus illegaler Siedlungen und militärischer Präsenz in Gaza im August und September 2005 behält Israel 'effektive Kontrolle' über den Gazastreifen und bleibt daher eine Besatzungsmacht mit bestimmten Pflichten," sagt Arraf. Eine Besatzungsmacht habe die Pflicht, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medikamenten sicherzustellen. Außerdem habe sie Krankenhäuser und medizinische Dienste aufrecht zu halten, "mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln" (Genfer Konvention IV, Artikel 55, 56). Das betreffe auch den Schutz ziviler Hospitäler, medizinisches Personal sowie die Verwundeten und Kranken. "Zudem ist es ein fundamentales Prinzip der Internationalen Menschenrechte ebenso wie der Gesetzgebungen zivilisierter Nationen, dass Kollektivstrafen gegen eine Zivilbevölkerung verboten sind (Genfer Konvention IV, Artikel 33). Israel versucht die Welt davon zu überzeugen, dass die Belagerung von Gaza eine legitime militärische Taktik ist, die ein Staat gegen eine feindliche Entität anwendet. Dies ist aber nicht der Fall. Als Besatzungsmacht ist Israel verantwortlich für das Wohlergehen der Bevölkerung unter Besatzung und daher ist die Blockade nicht legitim. Es ist eine Kollektivstrafe, streng verboten von Artikel 33 der Vierten Genfer Konvention, und es ist sehr wohl möglich, dass es sich um Kriegsverbrechen handelt."

Israel bestraft Rechtsanwältin, die auf ihre Rechte besteht

Von Audrey Bomse. Am 4. Dezember wurde ich am Flughafen Ben Gurion festgenommen. Man verweigerte mir die Einreise nach Israel und wollte mich unmittelbar abschieben. Ich war völlig überrascht, da ich erst Wochen zuvor von Zypern aus nach Israel eingereist war, als ich mit der Dignity, dem Boot der Free-Gaza-Bewegung, nach Gaza gesegelt bin und absolut kein Problem bei der Einreise hatte (...) Schließlich brachten sie mich zum Flughafen zurück, gaben mir meinen Pass und ich sollte gehen. Ich fuhr zurück nach Jerusalem, duschte heiß, nahm einen Drink und fühlte mich fast wieder wie ein Mensch. Jeder, der von der Einwanderungsbehörde festgenommen wird, sollte über seine Rechte informiert werden, sofort nach der Verhaftung das Konsulat zu verständigen oder zumnidest dann, wenn klar wird, dass die Inhaftierung länger als eine kurze Weile dauert. Israel hat schon viel zu lange ungestraft dieses Grundrecht verletzt, wie so viele andere Grundrechte von verhafteten Ausländern, besonders aber von Palästinensern. - Der ganze Artikel steht in englischer Sprache unter http://www.freegaza.org/index.php?module=latest_news&id=88cf664fcebe9f31aa7a557d745422b7&offset=

Musikalischer Widerstand gegen die Belagerung

Von Sameh A. Habeeb, Gaza. Am 27. Oktober veranstaltete eine Gruppe junger Palsästinenser - niemand älter als 25 - das "Gaza Concert '08", das erste Musikkonzert seiner Art im Gazastreifen. Ungeachtet der fürchterlichen Bedingungen im Gazastreifen, die die 19-monatige israelische Belagerung hervorgebracht hat, sangen die jungen Leute für Freiheit, Frieden und die Beendigung der ungerechten Belagerung. Tausende kamen aus allen Orten in Gaza und mehrere internationale und lokale Medien berichteten über die Vorstellung, die von "Aktion für den Frieden Italia" gesponsert wurde. Eine Mischung von traditionellem palästinensischem Dabka-Tanz, Rap, und nationalen Hymnen wurden vorgetragen, die zu einer Aufhebung der Belagerung und dem Ende der israelischen Besatzung aufriefen. - Der ganze Artikel (auf Englisch): http://electronicintifada.net/v2/article10014.shtml

Zitat der Woche

"Seit Beginn der bürgerkriegsähnlichen palästinensischen Zustände haben die Israelis alles getan, was sie konnten, um im Besonderen Hamas weiter zu isolieren und zu zerstören und Gaza im Allgemeinen. Daher ist ihre Blockade von Gaza kein Deut weniger als eine 'Kollektivstrafe', ein Kriegsverbrechen nach den Genfer Konventionen von 1949. Mit anderen Worten: Die Zivilbevölkerung von Gaza wird von den Israelis bestraft als Mittel, um Hamas zur Aufgabe zu zwingen. Man kann die legitime Frage stellen, was einen solchen Handlungsablauf von Terrorismus unterscheidet." - 11. Dezember, Bill Fletcher, Jr., Chefredaktuer von BlackCommentator.com: http://www.blackcommentator.com/303/303_aw_israel_end_gaza_blockade.html


Der Newsletter der Free-Gaza-Bewegung und die Website http://www.freegaza.org präsentieren Neues und Hintergrundinfos über die gewaltlose Free-Gaza-Bewegung und die Versuche, die Belagerung von Gaza und Palästina zu durchbrechen. Redakteur dieser Ausgabe und V.i.S.d.P. ist Anis Hamadeh in Mainz, anis at anis-online.de. Kostenloses Abonnement bei der "Friends of Gaza"-Newslist unter https://lists.riseup.net/www/subscribe/gazafriends ; Kontakt zu Free Gaza: friendsofgaza at gmail.com ; siehe auch aktualisierte FGM-Medienclippings unter http://www.freegaza.org/uploads/media/free_gaza_in_the_media.pdf - Allgemeine tägliche Palästinanachrichten unter http://www.theheadlines.org (englisch) und http://www.palaestina-portal.net/deutsch/palestina/index.html (deutsch)

Quelle:
http://www.freegaza.org/index.php?module=our_mission&language=DE
+
http://www.anis-online.de/2/freegaza/newsletter/02.htm

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Principiis Obsta: Irakisches Schuhgeschenk an Bush 12/15/2008 08:21 AM

Gefunden auf redblog

Ein irakischer Journalist hat seiner Wut auf Bush auf ungewöhnliche Weise Luft gemacht: Während Bushs Besuch in Bagdad warf der Mann heute seine beiden Schuhe auf den Staatchef. «Dies ist dein Abschiedskuss, du Hund», rief der Mann dabei.













Video vom Schuhwurf

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Duckhome: Texte des Terrors, Terror der Texte - Teil 1 12/15/2008 07:05 AM Das folgende hatte ich schon mal auf meinem persönlichen Blog gepostet: ich möchte ihn jetzt als Ergänzung zu Jochens geplanter Serie verstanden wissen. Anlaß war damals eine Besprechung des seinerzeit gehypten Buches "Texte des Terrors", das man seinerzeit für ein "wichtiges Buch" hielt und das heute bei Amazon für € 9,00 verramscht wird. Es ist schon interessant: da hat so eine winzige Minderheit die ganze Aufmerksamkeit für sich - da werden murmeltierartig immer diesselben kontrafaktischen Diskurssplitter in den Raum gestellt: Terror sei ein überwiegend muslimisches Problem, die Muslime müßten - endlich mal - was dagegen tun und das täten sie nicht. .So gewinnen die - zu günstiger Zeit - freigelassenen Texte (hier würde das englische released in seiner Doppelbedeutung besser passen) ein Eigenleben und machen Terror.


Da standen Gutwillige dann staunend vor den Texten des Bösen und versuchten daraus Informationen zu gewinnen. Wesentliches wurde ihnen aber auch dort vorenthalten. Ich habe auf das Blog von Gregor Keuschnig verlinkt, der die Texte im Einzelnen bespricht. Zur Ergänzung verlinke ich hier die downloadbare Kurzfassung.pdf eines meiner Vorträge.
Unter diesem und zwei weiteren Links bespricht Gregor Keuschnig das Buch von Gilles Kepel nebst Co-Autor. Ich hatte damals schon geschrieben:
Auf meiner Leseliste steht es im Moment etwas weiter hinten. wer nicht so tief in die Materie einsteigen will oder den leisen Verdacht hat, hier soll ein Hype entfacht werden, scheint mir mit Gregors Texten auch gut bedient.
Ich schrieb weiter, mein Text verstünde sich durchaus nicht als Widerrede zu dem, was Gregor geschrieben habe, sondern als Ergänzung, genau wie die eingestellten Folien:

Den ersten wesentlichen Text hat Abdullah Azzam verfasst: DEFENCE OF THE MUSLIM LANDS - The First Obligation After Iman. Dieser Text ist - nach "Wegmarken" von Sayyid Qutb - der erste Text, in dem - im sunnitischen Islam - offen ausgesprochen wird, daß die Länder des Islam von Herrschern regiert werden, die sich zwar "islamisch" nennen, sich aber von den Prinzipien des Islam so weit entfernt haben, daß man sie bekämpfen muß. Als besonderes Negativbeispiel galt damals das Königshaus von Ägypten, was leicht nachvolllziehbar ist, wenn man sich das hier eingebettete Video über Fawzia, die Schwester des letzten ägyptischen Königs und erste Frau das Schahs von Persien ansieht.
Wesentlich an diesem Text ist, daß er von Abdulaziz bin Baz sozusagen "kanonisiert" wurde. Bin Baz ist eine wichtige Figur, denn erstens war er über lange Jahre immer in religiös wichtiger Funktion im Königreich tätig, zweitens hat er feste Beziehungen und Einfluß nach Ägypten, drittens war Bin-Baz-Schüler Juhayaman_al-Oteibi der Spiritus rector des Sturms auf die große Moschee von Mekka.
Dieses Ereignis schlug damals - im Schicksalsjahr 1979 - wahrlich wie eine Bombe ein, und damals habe ich gelernt, wie wichtig im Orient Symbole sind: was damals den Muslimen - was damals meistens lediglich bedeutete, aus einem Land mit islamisch geprägter Kultur zu stammen - besonders reinfuhr, war die Tatsache, daß das Ganze während des letzten Tages der Hadsch passierte, und daß man sich von französischen Fallschirmjägern, also Nichtmuslimen helfen lassen musste. Ach ja:
At the time, the Grand Mosque was being renovated by the Saudi Binladin Group in what was the most prestigious construction contract in the Islamic world. An employee of the organization was able to report the seizure to corporate headquarters before the insurgents cut the telephone lines. A representative of the Binladin Group was thus the first to notify King Khalid.

Zu den Franzosen habe ich seinerzeit zwei Versionen gehört: die erste sagt, man habe die Franzosen antreten lassen und sie im Chor die Shahada, das islamische Glaubensbekenntnis sprechen lassen, die zweite sagt, die Franzosen hätten die Regel, nachdem in einem bestimmten Bezirk um die Haram (=Heilige) Moschee nur Muslime zugelassen seien, gleich gar ignoriert. Beides wurde seinerzeit als kränkend empfunden, weswegen es mich nicht wirklich erstaunt, daß im verlinkten "Zeit-"Artikel von nur 5 Spezialisten die Rede ist. Es hat übrigens eigentlich folgenden Hintergrund: im noch ungefestigten Staatswesen zur Zeit des Propheten wollte man sichergehen, daß kriegerische Auseinandersetzungen von der Moschee ferngehalten wurden. Und Krieg in den Drei Heiligen Monaten ist den Muslimen auch verboten, weswegen dieser Angriff seinerzeit auch mit Befremden betrachtet wurde. Juhayman, seine Anhänger und der seinerzeit auf den Schild gehobene Mahdi mußten sterben - sie wurden öffentlich geköpft.
Wie dem auch sei, dieses Ereignis wurde als allgemein traumatisch empfunden und bezeichnet einen religiösen Quantensprung hin zu einer Verhärtung (eigentlich nochmaligen Verhärtung) des saudischen Islam. Juhayman al-Oteibi war der erste, der seine Enttäuschung über die von ihm so empfundene Rückgratlosigkeit von Bin Baz gegenüber dem saudischen Königshaus öffentlich machte, worin ihm später Osama Bin Laden folgte, der seine Enttäuschung in mehreren Briefen auch an andere Persönlichkeiten Saudi-Arabiens zum Ausdruck brachte. Quellen hier 1979 war für sehr viele Muslime das Schlüsseljahr: Einmarsch in Afghanistan, Sturm auf die große Moschee, Sturz des Schah, der - liest man selbst bei Betty Mahmoody über ihren Mann - der bei sehr vielen Muslimen die Frage nach der eigenen Identität stellte, die bei sehr vielen bis heute nicht beantwortet ist. Diese Texte konnten und können nur wirken, weil ihre Verfasser implizit den Anspruch stellen, auch als Erneuerer der Religion daherzukommen, was ja (s. Bin Baz) teilweise auch unterstützt wird.

Zum Sturm auf die Große Moschee ist jetzt ein neues Buch herausgekommen, das zumindest sehr faktenreich zu sein scheint, und offensichtlich den Sturm in seinen damaligen zeitgeschichtlichen Zusammenhang stellt. Heute diskutiert man wesentlich entspannter: der britische Star-Architekt Sir Norman Foster soll mit der irakischen Star Architektin Zaha Hadid die Moschee und ihre Umgebung durchsanieren und neu konzipieren. Bislang war das Problem, daß während der Hadsch Millionen von Pilgern durchgeschleust werden mußten (wozu es ein Länderquotensystem gibt), dazu immer neue Gebäude errichtet wurden, die in Konflikt zur traditionellen Architektur stehen, noch nicht zufriedenstellend gelöst worden. Der Plan gilt einerseits in der Welt der Architektur als Sensation, andererseits als etwas, das hohe Erwartungen weckt. Doch Sir Norman Foster und Zaha Hadid traut jeder zu, daß sie das bewältigen. Tja, mal so vom wirtschaftlichen Standpunkt: beide haben auch eine ganze Reihe von Projekten in Deutschland realisiert, und das Projekt in Mekka ist ein "Multimilliarden-Projekt". Wir lesen "Texte des Terrors" und haben Henry Nitzsche.

Übrigens: das Haus al-Saud musste sich, nach Erlangung der politischen Macht, die prestigiöse Bestallung als "Hüter der Heiligen Stätten" von den Briten erbitten: Das Haus Haschem, das von fast Anbeginn des Islam die Heiligen Stätten gehütet hatte, wurde aus dieser Funktion vertrieben und bekanntermassen mit den Thronen von Großsyrien/Irak (Faisal) und (Trans-)Jordanien (Abdallah) abgefunden. In den 80er Jahren hinterfragte der Iran diese Funktion, was 1988 auch wieder zu erheblichen Unruhen führte. Der Iran propagierte damals die Idee einer "Islamischen Uno", die die Heiligen Stätten verwalten sollte. Aus dieser Zeit stammt vermutlich die von Ralph Peters hier propagierte Idee:

Ein Grundübel der weitverbreiteten Stagnation der islamischen Welt ist die Tatsache, dass die saudische Königsfamilie Mekka und Medina als ihr Lehen betrachtet.
Mit den heiligsten Schreinen des Islam unter der polizeistaatlichen Kontrolle eines der bigottesten und unterdrückerischsten Regimes der Welt – das große, unverdiente Ströme von Öl beherrscht - , waren die Saudis in der Lage, ihre Wahhabitische Vision eines formalistischen, intoleranten Glaubens weit über ihre Grenzen hinaus zu tragen. Der Aufstieg der Saudis zu Reichtum und – als Konsequenz davon – Einfluss, ist das Schlimmste, das der islamischen Welt als Ganzes seit den Zeiten des Propheten, und das Schlimmste, das der arabischen Welt seit den Osmanen (wenn nicht gar Mongolen) passiert ist.
Nicht-Muslime könnten keinen Wechsel in der Kontrolle der heiligsten Stätten bewerkstelligen, doch man stelle sich vor, um wie vieles gesünder die muslimische Welt wäre, wenn Mekka und Medina von einem rotierenden Rat von Repräsentanten der wichtigsten islamischen Schulen und Bewegungen eines Heiligen Islamstaates regiert würde– eine Art muslimischem Supervatikan – in dem die Zukunft eines großen Glaubens mehr diskutiert als dekretiert würde. Wirkliche Gerechtigkeit – die wir nicht mögen würden – würde auch Saudi-Arabiens küstennahe Ölfelder den Schiitischen Arabern geben, die in dieser Subregion leben, während ein südöstlicher Quadrant an den Jemen fiele. Beschränkt auf ein Rumpf-Territorium würde das Haus al-Saud wesentlich weniger Unheil über den Islam und die Welt bringen können.

Da ist die Familie Bush vor - und die langjährigen Verpflichtungen der USA gegenüber den al-Sauds.

Wird fortgesetzt.

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Duckhome: Es ist Wahl, und Münte lügt 12/15/2008 05:04 AM

Der redblog hat die üblichen Lügen Franz Münteferings ja gestern schon deutlich kritisiert. Dieser Kritik kann man sich nur anschließen, aber leider legt der Müntefranz beim Lügen eine erhebliche Geschwindigkeit vor, so dass man im Grunde genommen täglich mit einer neuen Lüge rechnen darf.

Kaum war der Artikel auf dem redblog draußen, kam Münteferings neuestes Märchen.

Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat für die nächste Legislaturperiode eine neue Form der Vermögensbesteuerung gefordert. Als Folge der neuen Erbschaftssteuer flössen insgesamt nur etwa zwei Prozent des Erbes in die Kassen der Allgemeinheit, sagte Müntefering am Sonntag im Deutschlandfunk. In der nächsten Legislaturperiode müsse darüber nachgedacht werden, was mit den wirklich Vermögenden steuerpolitisch geschehen solle.


Das hört sich doch fast so an, als ob Müntefering wirklich die richtig Reichen besteuern wolle. Aber die Reichen brauchen sich nicht zu fürchten. Zum einen wird es diese SPD nach der Wahl in keiner Bundesregierung mehr geben, und selbst wenn, ist das ganze nur eine der typischen Lügen des Herrn Müntefering.

Der ist seit dem 27. Oktober 1998 ständig damit beschäftigt, den arbeitenden Menschen, den Arbeitslosen, Kranken und Schwachen das Geld wegzustehlen, um es dann den Reichen zu geben. Als Agendafranz hat er aus der SPD eine neoliberale Partei gemacht und das Wort Sozialdemokrat für immer verdorben. Das einzige, was sicher ist: Franz Müntefering wird alles tun, um seine reichen Freunde noch reicher zu machen.

Dass er dabei vor keiner Lüge zurückschreckt, zeigt dieses Video.



Die Wahllüge
Hochgeladen von redblog



Müntefering ist die SPD und spricht im Namen der SPD. Dass man ihm kein Wort glauben kann, hat zur Folge, dass man der ganzen SPD nicht mehr glauben kann. Einer Partei, der man nicht glauben kann, gibt man auch keine Stimme. Das gilt im Bund wie in den Ländern.

Es wäre ein massiver Fehler, der hessischen SPD jetzt Stimmen zu geben. Damit würden nur Münteferings Lügereien unterstützt. Wer in Hessen vernünftig ist, wählt das scheinbar kleinere Übel, der wählt die Linke. Wenn auch mit knirschenden Zähnen. Etwas besseres haben wir in diesem Land leider nicht.


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ad sinistram: Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? 12/15/2008 04:22 AM
Was man nicht besitzen, was einem nicht in die Haben-Struktur (Erich Fromm) übergehen kann, erscheint für den modernen Menschen erstrebenswert. Dieses paradoxe Streben nach Dingen, die nicht da sind, die nicht gegeben oder umsetzbar sind, kann sich auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens abspielen - so auch in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Während hierzulande Politiker und Wirtschaftsbarone vom homo oeconomicus schwärmen, der viel und gerne arbeitet, der seinen geschmälerten Urlaubsanspruch fortschrittlich, eine Sechs-Tage-Woche erholsam findet, ringt Japans Politik mit dem dazugehörigen Volk, versucht es dazu zu animieren, weniger zu arbeiten, sich mehr zu erholen, den sowieso spärlichen Urlaubsanspruch auch auszunutzen.

Robert Levine beschreibt in seinem Buch "Eine Landkarte der Zeit", wie verschiedene Kulturen mit der Zeit, aber auch ganz abstrakt mit dem Zeitbegriff, umgehen. So widmet er sich beispielsweise dem brasilianischen Zeitverständnis, das die pünktliche Einhaltung eines Termins, als Seltsamkeit des Pünktlichen abtut, oder unserer hektischen Zeitumsetzung, die wir in der industrialisierten Gesellschaft praktizieren. Zudem schiebt er ein interessantes Kapitel ein, in dem er verdeutlicht, wie es zur Zentralisierung der Uhrzeit kam und in dem beschrieben wird, wie es vormals war, als die Vereinigten Staaten noch aus hunderten Zeitzonen bestand. Und innerhalb dieses Buches widmet er sich eben auch Japan, den - für uns - verdrehten Zuständen und zeigt auf, dass auch in einer Industriegesellschaft, die von Schnelligkeit diktiert wird, andere Szenarien als unseres denkbar scheinen.

Seit nunmehr Jahrzehnten ist die japanischen Administration bemüht, das Arbeitspensum der Menschen zu drosseln. Es gibt Kampagnen, die die Menschen dazu aufmuntern sollen, mehr Urlaub zu nehmen, weniger tägliche Arbeitszeit zu verbrauchen. Auf Plakaten stand Ende der Achtzigerjahre "Arbeiten Sie weniger, spielen Sie mehr" - doch all das stößt auf Ablehnung. Die Menschen wollen nicht weniger arbeiten, wollen weiterhin von ihrem Urlaubsanspruch von 15 Tagen im Jahr nur ungefähr acht Tage nutzen. Freilich haben die Bemühungen der japanischen Regierungen, die seit Beginn der Kampagnen im Amt waren, rein ökonomische Gründe, sollen die Binnenwirtschaft durch größere Freizeitreserven ankurbeln, doch auch dieser vermeintlich wissenschaftlich-vernünftige Grund, wir nicht anerkannt. Selbst neue Gesetze, die die Wochenarbeitszeit von 48 Stunden auf 40 Stunden drosseln wollten, wurden von den Arbeitnehmern nicht genutzt. Studien ergaben, dass die Anzahl der Arbeitsstunden kaum gesunken waren. Die größte Strafe für japanische Angestellte ist es, wenn sie ins Rentenalter kommen - macht ein Unternehmen eine Ausnahme, läßt den Angestellten weiterarbeiten, auch wenn er die Altersgrenze zur Rente überschritten hat, so gilt dies als besondere Auszeichnung.

Levine erklärt, dass die japanische Arbeitsmentalität auch durch die Entbehrungen nach dem Krieg erklärbar sind. (Aber nicht nur, es hat auch was mit der Unternehmensstrukturierung, den sozialen Regelungen und dem Kollektivismus der japanischen Gesellschaft zu tun.) Dazu Ikuro Tagaki, ein Universitätsprofessor: "Urlaub zu nehmen war beinahe eine Sünde, als Japan noch arm war. Hart zu arbeiten war bis vor ganz kurzem eine universelle Tugend." Sogar die japanische Sprache unterstützt die Arbeitsehtik. Das japanische Wort für Freizeit, yoka, heißt wörtlich übersetzt "übrige Zeit" - Freizeit ist damit nicht wertgleich mit Arbeitszeit. Zeitverschwendung ist die größte Sünde arbeitender Japaner. Das geht so weit, dass man selbst das Essen und den Ausscheidungsvorgang möglichst schnell vollziehen will, damit keine Zeit der Unnützlichkeit geopfert wird. Japanische Angestellte rennen meist, selbst wenn es eigentlich unnötig ist - das stete Beschäftigtsein, das Rennen und Gestresstwirken ist zur japanischen Darstellungsart des "guten Arbeitnehmers" geworden. Wenn ein japanischer Arbeitnehmer vom Tisch hochschnellt und laut "Ja" ruft, weil sein Vorgesetzter ihm beim Namen nannte, dann ist das weniger Ausdruck von devoter Untertänigkeit, als der Wink, ein guter, leistungsfähiger, arbeitsamer Mitarbeiter zu sein. Japanische Ärzte klagen über ein spezifisch japanisches Krankheitsbild: eine Art Wochenend- und Urlaubsdepression (Sonntagskrankheit - Nichiyó byó; Urlaubssyndrom - Kyujitsu byó), die so weit gehen kann, dass der daran Erkrankte, regelrecht körperlichen Schmerz verspürt, der gegen Ende der "übrigen Zeit" (yoka) wieder abflaut.

All das hat freilich auch mitgeholfen, aus dem Kriegsverlierer Japan, eine wirtschaftliche Großmacht zu machen, stellt aber die japanische Regierung seit mehreren Jahrzehnten vor eine kaum zu bewältigende Aufgabe: Die Binnenwirtschaft stagniert, weil die Menschen kaum Zeit zum Konsumieren finden, weil sie die "Konsummuse" tagtäglich totschuften und somit neben einem arbeitsamen, auch noch ein genügsames Leben fristen.

Was wären wir, was wären die Arbeitnehmer aus Deutschland doch für brave Japaner! Wir würden sicherlich auf unsere japanische Regierung hören, würden blind den Anweisungen folgen, würden weniger arbeiten, mehr urlauben, würden vielleicht sogar eine Vier-Tage-Woche in Kauf nehmen, nur um liebe Staatsbürger zu sein. Wie unzufrieden sind denn unsere Eliten mit uns - unsere japanische Regierung wäre es nicht! Faul seien wir, heißt es aus den Kreisen unserer Führungsschichten, wollen nur immer Urlaub und hätten ein überholtes Anspruchsdenken. Dabei gäbe es Herrschaftskreise, die mit uns zufrieden wären, die uns Gutes täten, die uns zu weniger Schnelligkeit und Arbeitseifer ermutigen würden - das hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten.

Und was wären doch die Japaner für ein pflichtbewußtes deutsches Volk! Sie würden dem homo oeconomicus alle Ehre machen, schuften, malochen, sich abwerkeln bis zur Erschöpfung - alles ohne Urlaub, alles an sieben Tagen die Woche. Die Regierung hätte ihr artiges Volk, das artige Volk hätte weniger Wochenend- und Urlaubsdepressionen. Mit so einem Volk könnten unsere Volksvertreter einen Staat machen! Mit uns hatten sie bislang doch nur Ärger und Mühe, mußten sich mit unseren überhöhten Erwartungshaltungen plagen. Deutschland den Japanern! Die Frage ist nur, ob wir die Völker austauschen sollen oder lediglich die Führungsriegen? Packen wir unsere Koffer und ziehen nach Japan oder sollen die japanischen Führungseliten ihre Koffer packen und uns beehren? Vielleicht wäre so ein Partnertausch gar nicht falsch, vielleicht sollten wir unsere Führungskreise einfach nach Japan schicken, in ihr Paradies, weit weg von uns - dort finden sie, was sie so lange schon begehrten...
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ad sinistram: Sit venia verbo 12/15/2008 04:22 AM
"Die Solidarität der Menschen gründet in der Bewegung der Revolte, und sie findet ihrerseits die Rechtfertigung nur in dieser Komplicenschaft. Wir sind also zu sagen berechtigt, daß jede Revolte, die diese Solidarität leugnet oder zerstört, sofort den Namen Revolte verliert und in Wirklichkeit zusammenfällt mit einer Zustimmung zum Mord."
- Albert Camus, "Der Fall" -
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Radio Utopie: Thank you, Mr. Bush.. 12/15/2008 04:16 AM

Also das war doch mal ein Abgang. Mann, wären wir doch dabei dabei gewesen, so ab 2003.
Eins steht fest - wir hätten den Krieg gewonnen. Und dann auch noch die verdammte Pressekonferenz.


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Ein Zyniker schreibt...: Blacklist 12/15/2008 04:01 AM Bitte vortreten wer ernsthaft glaubt, dass mit dem geplanten Kinderpornofilter nur die angeblichen 25 Kinderpornoseiten gesperrt werden sollen.

Hunderte Demonstranten sind gestern dem Aufruf der australischen Digital Liberty Coalition zu Protesten gegen die in Australien geplante Filterung des Internets gefolgt. Sie haben sich laut Medienberichten in den Städten Brisbane, Melbourne, Canberra, Adelaide, Hobart, Perth und Sydney zu Kundgebungen versammelt. Dort haben sie gegen den Plan for Cyber-Safety der Regierung protestiert, der für sämtliche Internetzugänge die Sperrung von tausenden Websites vorsieht, die auf einer von der Regierung vorgegebenen, geheimen Blacklist stehen.

Also ich glaube es nicht und ich bin mir sicher wenn das bei uns kommt dann wird das auch eine geheime Blackliste die von grauen arroganten Herren im Hinterzimmer der CSU Parteizentrale erstellt wird.[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Debatte beendet 12/15/2008 04:01 AM Die Datenschutz Debatte in Deutschland erkläre ich hiermit für beendet. Warum? Ganz einfach, seit Heute hat sie absolut überhaupt keinen Sinn mehr:

Die EU und die USA haben sich nach Angaben des Department of Homeland Security (DHS) auf weitere Regeln (PDF-Datei) zum Austausch personenbezogener Daten ihrer jeweiligen Bürger im Kampf gegen den Terrorismus verständigt. Brüssel sichert damit Konzernen und Drittländern zu, dass diese bei einem Transfer entsprechender Informationen an Washington keine Klagen oder andere Strafmaßnahmen zu befürchten haben.

Da es ja überhaupt nicht mehr zu verhindern ist, dass unsere Daten z.B. wegen der Outgesourceten Abrechnungsabteilung an Firmen in Drittländer übergeben werden, können wir eigentlich auch gleich alles in einer großen NSA Datenbank speichern. Ich stimme dafür aus der EU auszutreten. Der Verein wird mir zu unkontrollierbar.
Wieso reden wir überhaupt noch von Datenschutz? Wir sollten den Menschen endlich erklären das Datenschutz in der Realität nicht vorkommt und sie sich besser damit einrichten. Wird ja auch langsam albern mit diesen ganzen Skandalen.[Link] [Cache]
FreiheIT-Blog: Zitat des Tages (15.12.2008) 12/15/2008 03:04 AM

“Es gibt viele Wege, investigativen Journalismus zu verhindern. Der einfachste: Verschreckt die Informanten" Macht ihnen Angst vor den Folgen! Erschüttert ihr Vertrauen in die Verschwiegenheit der Redakteure! All das wird das geplante BKA-Gesetz ganz sicher schaffen. Wer sensible Daten weitergibt, muss sicher sein, dass der Journalist seines Vertrauens dichthält wie ein Beichtvater.”
(Bascha Mika, TAZ)

Via netzpolitik, danke!

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FreiheIT-Blog: Weihnachtsstimmung in der Stadt 12/15/2008 03:04 AM

In der Stadt war am Sonntag wieder so einiges zu sehen, das Hobby-Fotografen durchaus Freude bereiten kann: Der Weihnachtsmarkt hatte geöffnet, überall war festliche Lichterdeko zu sehen und es herrschte ein reges vorweihnachtliches Treiben. Zusammen mit einem klaren (aber kalten) Sonntag bot beste Bedingungen für einige Available-Light-Spielereien, so dass ich nicht widerstehen konnte, sondern auch ein paar Fotos machen musste, von denen ihr eine kleine Auswahl unten seht.

Das Karussel bereitete den Kindern viel Spaß - Fotofans ebenfalls. Hier sieht man es im Stillstand...

Das Karussel bereitete den Kindern viel Spaß - Fotofans ebenfalls. Hier sieht man es im Stillstand...



...und hier ganz dynamisch.

...und hier ganz dynamisch

Auch außerhalb des Weihnachtsmarktes war die Stadt vorweihnachtlich geschmückt...

Auch außerhalb des Weihnachtsmarktes war die Stadt vorweihnachtlich geschmückt...

...was sich auf reizvolle Weise mit den typischen Großstadtszenen verband.

...was sich auf reizvolle Weise mit den typischen Großstadtszenen verband.

Das komplette Set gibt es hier.

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Völkermord in Ruanda: Ihr hättet eingreifen können und habt es nicht getan. 12/15/2008 02:17 AM

“Wir waren nicht wichtig genug”


Den Opfern des Völkermords in Ruanda haben die UN nicht geholfen. Obwohl sie es hätten tun können. Seit 1948 gibt es die Genozid-Konvention.

Ruanda im Spätsommer 2008. Immer noch erinnern jeden Tag die Zeitungen des Landes an den Völkermord, in dem 1994 in nur drei Monaten etwa 800 000 Menschen umgebracht wurden, über zehn Prozent der damaligen Bevölkerung Ruandas. “Der Völkermord ist Teil unseres Lebens geworden”, sagt Augustin N., der wie durch ein Wunder das Morden überlebt hat und heute als Journalist arbeitet. “Ob als Täter oder als Opfer, jeder in Ruanda ist vom Völkermord betroffen.” Und nach einer Pause fügt er hinzu: “Aber auch ihr, die Weißen, seid betroffen. Ihr hättet eingreifen können und habt es nicht getan. Wir waren einfach nicht wichtig genug.”

Hier weiter:

Posted in Politik Tagged: Politik
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murdelta: blue moon mit holgi und fefe 12/15/2008 02:05 AM

so wie es aussieht wird heute abend ein blue moon auf radio fritz mit holgi als moderator und fefe als gast stattfinden.

ich hoere ja nur noch extrem wenige sendungen gezielt im radio. zum einen, klar, weil man auch nicht immer zeit und lust hat, zum anderen aber weil man durchs internet verwoehnt ist. podcasts zieht man sich irgendwann wenn sie erscheinen und hoert man, wenn einem danach ist. man hat auch die annehmlichkeiten, dass man vor- und zurueckspulen, auf pause druecken und spaeter weithoeren kann. ausserdem ist es auch nicht so ortsgebunden - man muss nicht im sendegebiet vorm radio sitzen, sondern knallt sich das zeug auf seinen mp3-player.
aber wie schon gesagt ein paar ganz wenige ausnahmen gibt es dann doch. dazu gehoeren die sendungen mit holgi. blue moon auf fritz und die nightline auf you fm (wenn zeit, lust und internet vorhanden ist, versteht sich).

aber um zum eigentlichen thema zurueck zu kommen:

Wenn alles gut läuft, machen Holgi und ich am Montag von 22:00 bis 0:00 auf Radio Fritz eine Sendung zusammen.

Die Sendung heisst Blue Moon, und unser Thema ist “Alternatives Realitätsmanagement” :-)

Völlig klar: die Sendung hat grosses Potential (in beide Richtungen *hust*), aber ich denke mal, wir werden da die Bude rocken.
[fefe]

also nochmal: heute von 22:00 - 00:00h blue moon auf radio fritz
-> empfangsmoeglichkeiten
-> livestream

Tagged: blue moon, fefe, holgi, live, radio frtiz

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kurzfilm: dans la tete 12/15/2008 02:05 AM

armee, krieg, das “richtige” sterben und das unerwartete ende…. schauts euch einfach mal an:


[direktlink]

[via ak's soup]

Tagged: animation, dans la tete, kurzfilm, youtube
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Lumières dans la nuit: Auf Wahlplakaten 12/15/2008 02:04 AM

Wenn doch die Wirklichkeit der Politik so wäre wie die Reklame für die Politik! Zum Beispiel haben die Politiker auf den Wahlplakaten drei Vorzüge, die den echten Politikern völlig abgehen: Sie sind tragbar, geräuschlos und relativ leicht zu entfernen.

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Verkauf: Gebrauchte MP3s / wie neu / ohne Verpackung 12/15/2008 02:01 AM Wieder mal so eine Internet Idee über die sich viele viele Anwälte verschiedenster Sorte die Köpfe einschlagen werden...oder das ganze ist ein Kunstprojekt um uns auf die Besitzverhältnisse digitaler Güter aufmerksam zu machen. Jede Plattenfirma wird da nämlich argumentieren, dass wir die MP3s ja gar nicht besitzen würde, sondern nur die Erlaubnis (Lizenz) es uns an zu hören. Deshalb wäre es natürlich auch nicht erlaubt es wieder zu verkaufen, selbst wenn wir der Meinung sind wir hätten es in einem Online Shop gekauft und nicht nur gemietet. Nenene, nicht das wir glauben wir würden beim Wechsel von CDs auf MP3s die selben Rechte behalten...das geht natürlich nicht.[Link] [Cache]
Urs1798: Der Versuch ehrt- fliegendes Abschiedsgeschenk 12/15/2008 01:56 AM

Verletzungsgefahr gering-leider nicht getroffen

Verletzungsgefahr gering-leider nicht getroffen

via redblog

Posted in Grausam, Justiz, Krieg, Kunstfreiheit, Politisch, Satire, Zeichnungen Tagged: Abschied, Bush im Irak, fliegende Schuhe, Geringschätzung, Kriegstreiber, Verachtung
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Urs1798: Nachtrag mg-Prozess 12/15/2008 01:56 AM

Neue Erkenntnisse für das BKA?

Neue Erkenntnisse für das BKA?

Bei uns wurde mal eingebrochen, die Ermittlungsbeamten bestäubten alles mit Fingerabdruchpulver. Dieses Pulver war unheimlich schwer von den Fensterahmen, vom Fußboden und von den ( putzenden) Händen abzubekommen. Hat jemand von den Prozesszuschauern auch Probleme mit Händewaschen gehabt? Würde mich brennend interessieren…

Posted in Gemein, Justiz, Kunstfreiheit, Politisch, Voll daneben Tagged: Fingerabdrücke vom Personalausweis?
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Politprofiler: Obama will 1 Billion US-Dollar in Konjunkturprogramm stecken 12/15/2008 01:34 AM Das ist laut Medienberichten aus seinem Umfeld zu hören. Es soll ein größeres Konjunkturprogramm sein, als in den 1930er von Roosevelt. Regierungen rechnen bekanntlicher Weise so, dass aus einer Zahlungseinheit (USD) Investitionen mindestens 6 Zahlungseinheiten (USD) heraus kommen.

Folglich muss mit diesem Konjunkturprogramm tatsächlich mit einer Neukreierung von 7 Billionen USD gerechnet werden, die vorrangig die keinen Arbeiter als Schulde aufnehmen sollen, plus die 1 Billionen Staatsverschuldung.

Perverser wird es dann, wenn man bedenkt, dass diese 1 Billion USD bei den Banken aufgenommen werden muss, die gerade durch Milliarden von Steuergelden gerettet werden. Noch erschreckender ist die Tatsache, dass auch Staaten für ihre Kredite Sicherheiten hinterlegen müssen und das sind die zukünftigen Steuerzahlungen der Bürger.

Das Geldsystem ist nicht entgleist, sondern es zeigt sein wahres Gesicht und die Absicht, die hinter diesem unmenschlichen Prinzip der Geldkreierung steht. Für wertloses, bedrucktes Papier hat es eine Gruppe von Menschen tatsächlich geschafft, reale Güter auf der ganzen Welt einzutauschen.

Die Mehrzahl der Menschheit ist am Ende dieses Systems auf den guten Willen dieser alles besitzenden Menschen angewiesen. Doch denen ist das noch nicht genug, sie wollen auch sämtliche sozialen System für die Kapitalvermehrung abschaffen und dadurch noch viel mehr Menschen ins Elend stürzen und die Politik ist ihr bester Partner dabei.

Der Fehler der Angela Merkel

Anstatt das Erbe der Schröder-Regierung zu revidieren, hat sie es noch ausgebaut. Schröder stand genauso unter dem Einfluß des Kapital wie Angela Merkel heute. Nur Kapitalgewinn orientierte Ökonomen können einem Demokratien empfehlen, HarztIV zu genehmigen und die Leiharbeiterfirmen zu einem legalen Geschäft zu erheben.

Angela Merkel legt mit ihrer Politik hier immer wieder nach und wird tatkräftig von der SPD, den Grünen und der FDP dabei unterstützt.

Die Rente ab 67
Kapitalgedeckte Rentenversicherungen
Kürzung der Arbeitslosenversicherungsätze
Kapitalgedeckte Gesundheits- und Pflegeversicherung
Lockerung des Kündigungsschutzes
Steuererhöhungen
Kostenlose Verschmutzungszertifikate für die Energieriesen
staatl. finanzierte Krippenplätze für billige Mutterarbeitstiere
Ein-Euro-Jober
Praktikanten
Rettungspaket für die Banken
Rettungspaket für die Industrie
EU-Vertrag

Also kurz gesagt, alles was Merkel in ihrer Regierungszeit seit 2005 veranlaßte, hat massiv zu Verarmung der Bevölkerung beigetragen und das ist nur der Anfang. Dieses Vernichtungspaket für die deutsche Volkswirtschaft wird erst in ein oder zwei Jahren seine Wirkung absolut entfalten - auch weil noch nicht alles von ihr durchgepaukt wurde. Hier spekuliert sie auf die nächste Legislaturperiode ab 2009 zusammen mit der FDP.

Westerwelle als Kumpel des Neoliberalismus


Seine Reden klingen aufrührerisch und plausibel, doch die Wahrheit steckt wie immer im Detail. Mit seinem Ruf nach "mehr Netto vom Brutto" versteckt er das Vorhaben, die Sozialleistungen auf Null zu reduzieren, damit seine Kumpel aus der Industrie den Mehrgewinn durch den Wegfall der Lohnnebenkosten auf ihr Gewinnkonto buchen können. Oder haben sie jemals erlebt, dass Unternehmen freiwillig einen Preisvorteil durch Steuern an den Endkunden weitergegeben haben? NEIN - also machen sie sich keine falschen Hoffnungen - mit Westerwelle wird es nicht besser sondern noch schneller schlechter als mit Merkel alleine.

Die Medien tun ihr übriges. Schon jetzt wird Merkel wieder mit Beliebtheitsumfragen überschüttet, dass sich so mancher fragt: Wo sind all diese Verehrer, denn auf der Straße oder im Cafe outet sich kein einziger, nur in den Umfragen.

Der Wegfall der Demokratie

Wie in den USA ist die Überwachung in allen westlichen Demokratien auf dem Vormarsch. Politische Abstimmungen aus der Bevölkerung sind nur noch erwünscht, wenn das Ergebnis für die Politik absehbar und dienlich ist. Überall auf der Welt schränken demokratische Regierungen die Bewegungsfreiheit der Menschen unter dem Vorwand von Terroranschlägen ein, die vor sieben Jahren stattgefunden haben und deren tatsächlicher Urheber nicht bekannt ist. Sogar in Deutschland nimmt man die Anschläge vom 11.09.2001 in den USA zum Anlass die gesamte Bevölkerung gesinnungsdienstlich zu überwachen. Sogar der Bundeswehreinsatz im Inneren steht schon lange auf der Planung der CDU, für die Schäuble als öffentliches Gesicht herhalten muss.

Doch Parteientschlüsse sind keine Privatangelegenheit einzelner Politiker, sondern eine Willenserklärung des gesamten Parteiapparates. Also ist Schäuble nur das Sprachrohr der politischen Vereinigung unter der CDU und nicht der Urheber.

Die radikalen Demokraktieveränderer in Deutschland

Dieser Schlag von ideologisch geprägten Menschen ist quer in sämtlichen, als regierungsfähig bezeichneten Parteien zu finden. Keine dieser Parteien will HarztIV oder das Leiharbeitergesetz abschaffen, sondern sie halten am vorgegebenen Reformkurs der Industrie fest und setzen diesen gegen den Willen der Demokratie durch.

Dies geschieht ganz einfach, sie bringen die Mehrheit auf den kleinsten Nenner zusammen und verhöhnen das dumme Wahlvolk mit kleinen Geschenkbombons, die sich im Nachhinein als Mogelpackung entpuppen, aber das ist in der Politik nicht wichtig - sie haben sich dadurch wieder vier Jahr Macht erkämpft.

Bei der nächsten Wahl in 2012 werden wir unser blaues Wunder erleben - denn schon jetzt wird unterschwellig eine Diskussion um das deutsche Wahlrecht entfacht und das Mehrheitswahlrecht angedacht. Das würde den jetzigen Volksparteien, die immer mehr an Zustimmung verlieren nochmals eine weiter Legislaturperiode schenken, um das System vollkommen zu reformieren und wir hinterher mit einer machtlosen Demokratie der Politik gegenüber stehen. Wir dürfen nicht vergessen, auch in der DDR gab es Wahlen und auch sie bezeichnete sich als Demokratie.

Mit wem soll sich Deutschland nach der Wiedervereinigung nochmals vereinigen, damit den Wähler die Augen geöffnet werde, dass auch ihre Demokratie nur ein Luftschloss war?

Aus diesem Grund sehe ich SCHWARZ für die Selbsterkenntnis der Wähler - sie werden ihre Gewohnheiten niemals aufgeben und wieder die CDU oder die SPD wählen, denn auch geprügelte Hausfrauen ertragen vieles bis sie endlich den Mut aufbringen ihren Ehemann zu verlassen - manche schaffen es nie, bis sie zu Tode geprügelt worden sind.[Link] [Cache]
Nach Anschlag auf Bush: Orthopädietechniker entschärfen Schuhe 12/15/2008 01:20 AM

George Bush wurde von einem wütenden irakischen Journalisten in Ermangelung eines tödlicheren Projektils mit Schuhen beworfen. Wie das abgelaufen ist, kann man sich im redblog anschauen.

Die dazugehörige Pressemeldung, auf die ich beim Saarbreaker aufmerksam geworden bin, und die ursprünglich vom Focus stammt, schildert einen Teil der dramatischen Geschichte hinter dem "Attentat":

Washington (dpa) - US-Präsident George W. Bush ist bei seinem überraschenden Abschiedsbesuch im Irak von einem wütenden Bürger mit Schuhen beworfen worden. Bush habe sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Regierungschef Nuri al-Maliki angesichts der heranfliegenden Schuhe geduckt. Er sei nicht getroffen worden, berichtete der US-Fernsehsender ABC. Der scheidende Präsident sagte den Angaben zufolge, es sei ein Schuh der Größe zehn gewesen, mit dem er beworfen worden sei. Das entspricht der deutschen Größe 43. [Anmerkung: Hervorherbung von mir.]

Wie Narragonien.de herausgefunden hat, wurde gleich nach dem Schuhwurf auf Bush ein Sondereinsatzkommando Orthopädietechniker angefordert. Dieses machte sich sofort daran, die beiden Schuhe zu entschärfen. Zunächst standen die Experten vor der Entscheidung, ob sie zuerst den blauen oder den roten Schnürsenkel durchschneiden sollen. In letzter Sekunde traf der schweißnasse Techniker seine Entscheidung. Zum Glück die richtige.

Nachdem dieser entscheidende Schritt glimpflich von statten gegangen war, wurde die Sache erst zum Ende hin wieder knifflig: eine Einlegesohle hatte sich im Innenfutter verhakt. Die Entfernung dauerte bis in die Nacht.

Auch die Größenangabe der Schuhe ließ sich zunächst nicht ohne weiteres feststellen, weil diese ausgebleicht war. Mit speziellem Gerät im Wert von mehreren Millionen Dollar konnte aber schließlich auch die Schuhgröße vermessen werden: Size 10 - oder nach deutschen Maßstab: Größe 43.

Am Ende der Aktion beglückwünschte Bush die mutigen Männer und Frauen, die ihr Leben bei der Entschärfung des Schuhs riskiert hatten und dadurch verhinderten, dass weitere Menschen zu Schaden kamen. Zurück in den Staaten soll dem Kommando unverzüglich die Medal of Honor verliehen werden.

Lieutenant Fu Manschuh von der Special Homeland Orthopedic-Technician Emergency-Unit (S.H.O.E.) entschäft einen der Schuhe, die auf George Bush geworfen wurden. (Foto: dpa)

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schamane GLR: Hotforwords 12/15/2008 01:13 AM

Der Dame kann man stundenlang mit größtem Vergnügen zuhören. Hier noch drei weitere:

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Feynsinn: Selbstfundstück 12/15/2008 12:49 AM

Ich habe am Wochenende wieder reichlich Meldungen gelesen, wer was zur Wirtschaftslage und Konjunkturpakten zu sagen hatte. Um mich nicht ewig wiederholen, habe ich mir und meinen Lesern einen Lesern einen Kommentar zu diesen teils grotesken Beiträgen erspart. Der neoliberale Irrsinn wird nicht in die Schranken gewiesen, indem man jede Worthülse so behandelt, als sei sie einer Antwort wert. Ich zitiere mich daher lieber selbst, einen Auszug aus dem 2005 geschriebenen Text über das Leben uim Bann der Selbstsorge:

Die Ideologie der reisenden Geldgeber, die Gewinne anstreben und sich aus dem Staub machen, wenn sich etwas Besseres findet, das eben größere Gewinne abwirft, bietet keine Hoffnung für ein soziales Gesellschaftssystem. Unverständlich, wenn die Drohung der "Globalisierung" dann von denjenigen mit aufgeblasen wird, deren Verhandlungsposition dadurch geschwächt wird. Politiker haben die Aufgabe, in ihrem Bereich das Beste aus den Möglichkeiten zu machen. Stattdessen dreschen sie in dem Glauben, damit der Konkurrenz zuvorzukommen, auf sich selbst ein. Die öffentliche Hand ist ein sehr mächtiger Wirtschaftsfaktor, und sie kann sich im Grunde aussuchen, mit wem sie kooperiert. Gerade die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung wären in der Lage, der Kostensenkungsfalle entgegenzutreten. Wenn sie sich konsequent nach stabilen Wirtschaftsbeziehungen mit freien Anbietern orientiert und auf das Angebot der Region, für die zuständig sind, bauen, können sie an der Basis die Atmosphäre, in der Wirtschaften stattfindet, maßgeblich beeinflussen. "Investoren" etwa, die an einer verläßlichen Partnerschaft mit langfristig stabilen Gewinnen nicht interessiert sind, weil diese zu gering ausfallen, müssen eben weiterziehen. Sich unter den Druck setzen zu lassen, Gewinne zu ermöglichen, die nur unter Bedingungen möglich sind, die eine Region destabilisieren, ist ein unverzeihlicher Fehler. Man kann viel souveräner auftreten und dabei nur gewinnen. Nicht jeder private Auftraggeber, der mit Millionen winkt, trägt zum Florieren einer Region bei. Es bedarf des Mutes, Geld abzulehnen, das nur kurzfristig hilft und langfristig schadet. Die private Wirtschaft kann nicht auf die öffentlichen Auftraggeber verzichten. Deshalb sollen diese sich nicht durch falsche Kommunikation Bedingungen aufzwingen lassen, die ihre Existenz gefährden! Hinzu kommt, daß sich Politik sonst verbieten ließe, wozu sie da ist: Das Kommunizieren. Sie muß die Ziele der Gemeinschaft formulieren, dann erst kann die Frage gestellt werden, was das kostet. Stellt sich heraus, daß die dringenden Ziele nicht finanzierbar sind, muß man die Bedingungen ändern. Das heißt eben nicht, die Ziele zu vergessen, sondern andere Wege zu suchen! Ökonomisch betrachtet, hat die öffentliche Hand nur so einen Einfluß auf die Kostenentwicklung zu ihren Gunsten. Sie muß als Abnehmer von der Nachfrageseite aus klarstellen, daß es einen Preis gibt, der zu hoch ist. Stattdessen tut sie so, als könne jeder ein wenig an den öffentlichen Haushalten herummelken, wenn es etwas zu verdienen gibt, ohne auf der anderen Seite ein Entgegenkommen zu zeigen, wenn die Kassen leer sind.

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scusi!: Fremdvergabe heißt, dass Kreditkartendaten leichter fremdgehen können 12/15/2008 12:42 AM rhbl

Man gewöhnt sich an alles, sagt die Mutter des Helden in Camus Roman „Der Fremde" und lässt sich widerstandslos ins Altenheim abschieben. Camus beschreibt in dem Roman einen Menschen ohne Gewissen - aber auch ohne jede Absicht oder Ehrgeiz.

Es könnte sich bei dem Gewissenlosen z.B. um einen Berliner Bankdirektor von der LBB handeln, der unsere privatesten Daten, die unserer Kreditkarte, an einen US-Billiganbieter weitergibt, der sie während des Outsorcings illegal kopiert und ohne unser Wissen auf dem grauen Daten-Markt verkauft.

Eine erschreckende Vision. Hochsensitive Informationen über unsere Einkäufe per Kreditkarte (Spirituosenkäufe, Parteispenden, Barbesuche), aber auch andere Kontoverbindungen, Überweisungen, sonstige Kreditkartennummern und unsere Anschrift könnten in die falschen Hände geraten. Wir wären evtl. blamiert, schlimmstenfalls so gut wie vernichtet.

Die Frankfurter Polizei, die im Fall der mehreren zehntausend bei der Landesbank Berlin (LBB) abhanden gekommenen Kreditkartendaten ermittelt, tappt bei der Fahndung nach möglichen Verursachern der Panne noch im Dunkeln, wie Heise online meldet. Irgendwo auf dem Weg von Atos Origin, einem global agierenden französisch-amerikanischen IT-Dienstleister mit ca. 50.000 Mitarbeitern weltweit, zur LBB ist das Päckchen mit den zigtausenden von Datensätzen verlorengegangen, die fein säuberlich für jeden, der noch ein altes Lesegerät aus den siebziger Jahren im Keller hat, auf Mikrofilm lesbar sind.

Origin war mal ein von Philipps gegründeter IT-Dienstleister. Er wurde von der US-Firma (?) Atos aufgekauft. Wer Atos eigentlich war, bleibt unbekannt, wird nicht erläutert. Hm. Atos Origin, mit Hauptsitz in Paris, Außenstelle Dallas, kümmert sich ganz nebenbei gesagt auch um unsere elektronische Gesundheitskarte. Wenn da Informationen abhanden kommen sollten, könnte das so unangenehme Nebenwirkungen wie die Kündigung bei unserem Arbeitgeber haben, der gar nicht wusste, dass wir mit einem Alzheimer-Gen bestückt sind. Schon ziemlich beunruhigend, wie die globalen Datenkraken aus Paris oder Dallas immer tiefer in unsere deutschen Brieftaschen und Gesundheitsakten sehen können.

Wie gut, dass die Bank unseres Vertrauens ihre IT-Dienstleistungen noch nicht fremd, d.h. an einen externen IT-Dienstleister vergeben hat. Darauf verlassen wir uns einfach. Wäre doch blöde, wenn unsere privatesten Daten via Atos Origin in völlig fremden und unübersichtlichen Kulturkreisen wie Dallas/USA oder in Bangalore verschwinden oder dupliziert würden.

Wenn keiner mehr dem anderen vertrauen kann, dann fliegt unser Laden eben auseinander, deshalb könnte Multi-Kulti, wie es immer noch manch unbedarfte Grüne herbeiwünschen, das Ende Deutschlands sein. Bevor es die Globalisierer, Kostensenker und Bankster-Buchhalter so weit treiben, hier noch ein kleines Gedicht, das ich dem Dichter Novalis geklaut und an die neue Zeit angepasst habe:

Wenn nur noch Zahlen und Figuren
sind Schlüssel aller Kreaturen
wenn die, so singen oder küssen,
sich gar nicht mehr zu helfen wissen,

wenn sich die Welt vom freien Leben
hat auf die Hypothekenbank begeben,
wo dann sich weder Licht noch Schatten
zu echter Klarheit können gatten

wenn Märchen von dem Häusermarkt
beschleunigen den Geldinfarkt
wenn Kriege scheitern an den Kosten
Atomkraftwerke zu schnell rosten

Wenn Geldgier außer Rand und Band
und Dummheit herrscht im Abendland
dann macht Euch nicht das Herz zu schwer
wer Sorgen hat, hat auch Likör



In diesem Sinne!

Frohes Fest und guten Rutsch wünscht Scusi allen seinen Lesern![Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": Zypries fürchtet Diskussionen um Vorratsdatenspeicherung 12/15/2008 12:15 AM

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries füchtet die Konsequenzen, wenn ihr Gesetz zur Totalprotokollierung der Telekommunikation (Vorratsdatenspeicherung) von den Gerichten aufgehoben wird. Dies zeigt nicht nur ihre Ankündigung, sie werde einer Vorratsspeicherung von Fluggastdaten nicht zustimmen, solange die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung noch nicht vorliegt.
http://tinyurl.com/55h3vz

Posted in Allgemein Tagged: daten, speicherung, vorrat
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xxlkillababe: Merkel will wetterfest durch die Krise 12/15/2008 12:13 AM

Konjunkturgipfel im Kanzleramt Berlin: BK Angela Merkel empfängt die Spitzen von Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaft und appelliert zuerst an die gemeinsame Verantwortung. „Unser starkes Land" müsse für die Krise „wetterfest" gemacht werden. Verantwortung ist ein guter Ansatz man hat ja schliesslich einen Eid gesprochen wo es heißt - Schaden vom Volk abzuwenden.

Wer war den so dabei heute:
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Kanzleramtschef Thomas de Maizière
Vizekanzler und Außenminister Frank Walter Steinmeier
Finanzminister Peer Steinbrück
Wirtschaftsminister Michael Glos
Arbeitsminister Olaf Scholz
Axel Weber (Bundesbank)
Frank-Jürgen Weise (Bundesagentur für Arbeit)

für Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften:
Jürgen Thumann (BDI)
Dieter Hundt (BDA)
Ludwig Georg Braun (DIHK)
Otto Kentzler (ZDH)
Michael Sommer (DGB)
Berthold Huber (IG Metall)
Frank Bsirske (Verdi)
Hubertus Schmoldt (IG BCE)

für die Finanzwirtschaft:
Klaus-Peter Müller (Bundesverband deutscher Banken)
Heinrich Haasis (Deutscher Sparkassenverband)
Uwe Fröhlich (Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken)
Josef Ackermann (Deutsche Bank)
Siegfried Jaschinski (LBBW)
Hannes Rehm (NordLB)
Ulrich Schröder (KfW)

Unternehmen:
Peter Löscher (Siemens)
René Obermann (Telekom)
Wolfgang Reitzle (Linde)
Udo Ungeheuer (Schott)

Wissenschaftler:
Bert Rürup (Sachverständigenrat)
Klaus Zimmermann (DIW)
Gustav Horn (IMK)
Michael Hüther (IW)
Lars-Hendrik Röller (esmt)

Ergebnis der Beratung mit den Herren - wetterfest durch die Krise????
Das Treffen soll dazu dienen, eine gemeinsame Einschätzung der konjunkturellen Lage zu erarbeiten. Dies soll die Grundlagen für den Koalitionsausschuss am 5. Januar 2009 legen. Merkel sagte, dann werde darüber beraten, ob und welche weiteren Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ergriffen würden. Diese sollten Deutschland “langfristig stärken und kein Strohfeuer sein”. Mit Blick auf das Treffen der Ministerpräsidenten am Donnerstag sagte sie, man könne schon heute mit Sicherheit sagen, dass alle Infrastrukturmaßnahmen, die machbar seien, jetzt in Angriff genommen würden.

Wenn wir da mal nicht falsch liegen bzw. auf die falschen Freunde gesetzt haben Fr. Merkel!!! Man muss sich diesen zweckoptimistischen Blödsinn einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, dann sinkt die Stimmung auf den Nullpunkt.

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The Grand Chessboard: Schuhflug auf Dschordsch Dablju (G.W. Bush) 12/15/2008 12:12 AM


http://ru.youtube.com/watch?v=rfYBGl9q30c

(CNN) — President Bush made a farewell visit Sunday to Baghdad, Iraq, where he met with Iraqi leaders and was targeted by an angry Iraqi man, who jumped up and threw shoes at Bush during a news conference.

http://edition.cnn.com/2008/WORLD/meast/12/14/bush.iraq/

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Freeman: Besinnt euch auf das Wesentliche 12/15/2008 12:07 AM Das Jahresende naht und es ist die Zeit zurückzublicken, aber auch nach vorne zu schauen.

Wir haben ein Theaterstück gesehen, welches sich amerikanischer Wahlkampf nannte, bei dem die Sieger und Verlierer von vorneherein feststanden, denn die globale Elite hat gewonnen, wie immer. Ein seniler Greis und eine dumme Nuss auf der einen Seite, gegen einen geschliffenen Onkel Tom Verschnitt mit seinen zionistischen Aufpasser auf der anderen. Bereits ab Januar hatte ich geahnt, wie hier und hier zu lesen, dass Obama Präsident wird und Hillary ausscheidet. McCain war sowieso der designierte Verlierer und nur ein Platzhalter. Eine gigantische Show lief wieder ab, um den Amerikanern den Anschein zu geben, sie haben eine Wahl.

Wenn wir uns anschauen, wen Obama alles in seine Regierung bisher berufen hat, dann wird uns klar, der versprochene „Change" wird nicht stattfinden, er ist kein Hoffnungsträger, nur eine Marionette, der den Wählern mit tollen Sprüchen etwas vorgemacht hat. Er ist wieder nur ein Befehlsempfänger, seine Politik wird mehr vom Alten bringen, the show must go on, die Kriege werden fortgesetzt oder es findet sogar eine Steigerung statt. Seine Aufgabe ist es, als politisch korrekter Schwarzer, uns die NWO zu verkaufen und sie umzusetzen.

Wir haben dieses Jahr erlebt, wie eine Gruppe von Psychopathen die Welt ins Unglück gestürzt hat, Billionen an Werten zerstört, die Staatskassen ausplündert, und damit Millionen verarmt hat, dadurch ihnen bald die Existenz, die Häuser und die Arbeitsplätze weggenommen werden, und sie Firmen in die Pleite treiben und die ganze Weltwirtschaft in den Abgrund fahren. Sie haben das Finanzsystem zerstört und gleichzeitig geplündert. Jetzt werden sie die Welt in ein Chaos verwandeln und wir werden sehr schwere Zeiten deshalb erleben.

Wir werden uns mit dem Überleben beschäftigen müssen, wie wir das Essen auf den Tisch kriegen und über die Runden kommen. Das ist alles mit Absicht gemacht, damit wir abgelenkt sind und nicht merken, wie sie uns die Freiheit und Sicherheit wegnehmen und uns in die Neue Weltordnung führen. Ich wünschte ich könnte euch ein für alle mal einen Rat geben, was man dagegen tun kann, aber ich weis es auch nicht genau. Die Grosswetterlage können wir nicht verändern, aber das Klima in unserer Umgebung schon, und das sollten wir wenigstens tun.

Ich weis es gibt viele von euch, die sehen was passiert und die sich auch ernste Gedanken machen. Ich weis, viele von euch versuchen ihr bestes und werden es weiter tun. Egal was passiert, eines zeigt uns die Geschichte, wie schlimm es auch wird, früher oder später wird es vorüber gehen. Das Leben ist für einige ein Spaziergang, für die meisten von uns ist es aber nicht einfach, es besteht aus harter Arbeit und Opfer. Kein System scheint eine wirklich gute Lösung zu sein, denn jedesmal übernehmen die Verbrecher das Ruder. Deshalb ist der Preis der Freiheit mit andauernder Wachsamkeit verbunden.

Was die Bankster in letzter Zeit angerichtet haben, schlägt alles was man sich an teuflischen Verbrechen ausdenken kann. Für diese eiskalten Wesen ist alles nur ein Spiel, eine Wette im Kasino, von dem nur sie profitieren und wir den Schaden haben. Über ihren Diebstahl, Wucher und Zerstörung der Werte lachen sie nur. Können sie ja auch, sie werden weder zu Verantwortung gezogen, noch bestraft. Im Gegenteil. Unsere korrupte politische Führung schmeisst ihnen unsere hart verdientes Geld auch noch nach, damit sie im Kasino weiterzocken können.

Sehr oft habe ich vorgeschlagen, wir sollten aus diesem Hamsterrad aussteigen und nicht mehr funktionieren. Nicht mehr ihr Spiel mitmachen. Nichts mehr überflüssiges kaufen, nicht mehr ihre Lügenmedien beachten und einfach mit Verzicht damit protestieren, damit diese Maschine zu einem Halt kommt. Ich meine es ist die einzige Macht die uns noch verblieben ist. Es ist die Komplizenschaft der Menschen an ihrer eigenen Ausbeutung und Unterdrückung, welche die Fortsetzung ermöglicht.

Leider ist die Mehrheit der Menschen nicht sehr helle. Es ist nicht ihr Mangel an Intelligenz oder dass sie nicht logisch Denken können. Sie haben einfach die Eigenschaft blind zu gehorchen und nichts in Frage zu stellen. Aus irgendeinem Grund glauben sie daran, dass die da oben es nur gut mit ihnen meinen, egal wie oft sie bereits verarscht wurden. Egal wie oft sie gesehen haben, wie die Autorität sich kriminell und nur im eigenen Interesse verhalten hat, glauben sie, dass jemand irgendwo in der Führung ehrlich ist und weis was er tut.

Ich bin zur Erkenntnis gekommen, die Menschen müssen leiden. Wie das alte Sprichwort sagt, wer nicht hören will muss fühlen. Man muss glauben, sie sehnen sich nach ihrer eigenen Zerstörung und ihr Leben muss leidvoll sein. Wenn es nicht so wäre, dann frage ich mich, warum sie sich wie Schafe zur Schlachtbank führen lassen? Wo ist ihr Widerstand, wo ihr Protest? Aber wir wissen ja, der Mensch ist der grösste Lügner, er belügt sich am meisten selber und leugnet die Realität.

Manchmal komme ich mir vor, wie wenn ich gegen eine Wand rede, in dem ich die Zusammenhänge und Gefahren immer und immer wieder aufzeige. Ich weis nicht mehr was ich jemand sagen soll, der nicht zuhören will. Was muss denn noch alles passieren, bis die Schmerzgrenze erreicht wird und sie aufwachen? Ja, einige haben es schon gecheckt und treffen die entsprechenden Vorbereitungen, aber die Masse? Jeden Tag bekommen wir eine schlechte Nachrichten nach der anderen über die Wirtschaft, über Betriebsschliessungen und Entlassungen. Meinen sie es wird an ihnen vorbeigehen, weil die Krise nur eine leichte Erkältung ist?

Ihr wurdet von mir und von anderen genug gewarnt.

Was wir im nächsten Jahr erleben werden, hat noch keiner von uns in seinem Leben erlebt. Die Zeiten werden sehr schwer werden. Bereitet euch vor. Kümmert euch um eure Familie, Verwandte und Freunde. Mit Solidarität und Zusammenhalt kann man den Sturm der auf uns zu kommt überstehen. Hört nicht mehr auf die Medien. Schaltet alles aus und seit einfach glücklich und zufrieden. Denkt an die Menschen, mit denen ihr schon lange nicht mehr Kontakt hattet.

Wie ich letztes Jahr vor Weihnachten hier geschrieben habe, verbringen wir zu viele Stunden des Tages, um zu beobachten, was die Kriminellen in der Welt wieder anrichten. Schenkt euren Mitmenschen jetzt Zeit und Aufmerksamkeit. Sprecht miteinander und geniesst das Zusammensein, gönnt euch Ruhe und Stille. Das Glück befindet sich in euch drin. Beschäftigt euch mit eurer Seele. Wir müssen neue Kraft aufnehmen, damit wir die Herausforderungen des neuen Jahres bewältigen können.

Ich werde mich auch zurückziehen und es mal gut sein lassen, mich ebenfalls um wichtige Personen die mir nahestehen kümmer und ihnen Zeit widmen. Für dieses Jahr habe ich genug geschrieben, informiert und meine Meinung geäussert. Jetzt gönne ich mir eine Pause vom Blog. Ausserdem habe ich noch andere Sachen am laufen, die meinen Einsatz benötigen.

Zusammen mit Freunden arbeite ich an einem Projekt um autark zu werden. Wir haben vor als Kooperation eine Gemeinde umzugestalten, um uns von dem System abkoppeln zu können. Abseits des Trubels wollen wir ein Gemeinwesen aufbauen, das menschlich ist und so weit wie möglich selbstständig funktionieren kann. Durch die Nutzung modernster Technologien auf der einen Seite, aber auch Verwendung bewehrter Methoden auf der anderen, wollen wir uns selbst versorgen, zurück zu einer Einfachheit gelangen und unabhängig sein, eine gesunde Umwelt gestalten und sichere Arbeitsplätze schaffen, in dem das Leben einen Sinn macht. Jeder trägt was dazu bei und bringt seine Fähigkeiten ein, damit wir als Gemeinschaft mit unseren Familien die nächsten Jahre in Solidarität gegenseitiger Hilfe bestehen.

In diesem Sinne, verbringt die restlichen Tage des Jahres und die Feiertage mit euren Familien und Freunden. Besinnt euch auf das Wesentliche und denkt darüber nach, wie ihr euch selber vom System distanzieren könnt. Wir sehen uns im nächsten Jahr. [Link] [Cache]

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