Thursday, March 5, 2009

Parteibuch Ticker Feed: 2008-12-17

Parteibuch Ticker Feed: 2008-12-17


SaarBreaker: Schuhwerfer gefoltert - "Arm und Rippen gebrochen"
12/17/2008 11:27 PM

Nachdem Muntader al Zaidi vorgestern den Massenmörder George W. Bush mit seinen Schuhen beworfen hatte, wurde er zum Helden der freien Welt.

Wie verschiedene Quellen nun unter Berufung auf seinen Bruder Durgham berichten, wurden dem irakischen Journalisten nach seiner Festnahme im Gewahrsam der Sicherheitskräfte des von den USA besetzten Irak ein Arm sowie mehrere Rippen gebrochen.

Außerdem habe er innere Blutungen und sei am Auge verletzt worden. Der irakische TV-Sender al-Sharqiya berichtete außerdem, seine Schenkel wiesen deutliche Spuren von Folter auf.

Diese Behauptungen passen auffallend gut zu den Aussagen des regimetreuen Reporters Mohammed Taher, der im dem Marionettenregime von Nuri al-Maliki nahestehenden TV-Kanal Afaq stolz erklärt hatte, Muntader al Zaidi hätte geweint wie ein kleines Mädchen, als er von Sicherheitskräften brutal zusammengeschlagen worden sei. Ein anderer Reporter berichtete außerdem von Blutspuren am Ort der Verhaftung.

Nachdem Muntader al Zaidi bisher bei Truppen des irakischen nationalen "Sicherheitsberaters" des al-Maliki Regimes Muwaffaq al-Rubaie inhaftiert war, soll er nun vermutlich in das von der amerikanischen Foltertruppe gemanagten Flughafengefängnis Camp Cropper gebracht worden sein.

Muntader al Zaidi droht nach der Folter auch noch eine mehrjährige Haftstrafe wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes. Ob zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist indes mehr als fraglich, denn der Fall Muntader al Zaidi ist längst ein Politikum der höchsten Ebene. Durch die Folter von Muntader al Zaidi droht nun sowohl das irakische Marionettenregime als auch die US-Besatzung aus den Angeln gehoben zu werden.

Und damit nicht genug: auch international ist Muntader al Zaidi zum Vorbild des Widerstandes gegen den Verbrecherstaat USA geworden. In Libyen wurde Muntader al Zaidi mit einer Medaille für Zivilcourage geehrt, Venezuelas Präsident Hugo Chavez lobte den Schuhwurf, der saudische Geschäftsmann Hasan Makhafa bot 10 Mio Dollar für die historischen Schuhe und die libanesische TV-Station nahm den Helden ehrenhalber auf ihre Payroll.

Auch Mein Parteibuch betrachtet Muntadhar al Zaidi als Vorbild.

Nachtrag 17.12.2008: Zu einem angesetzten Gerichtstermin am Zentralgericht in Bagdad wurde Muntadhar al-Zaidi nicht vorgeführt. Stattdessen wurde behauptet, der Gerichtstermin sei gestern in der grünen Zone gewesen und da war eben kein Wahlvertediger und keine Öffentlichkeit da. In der grünen Zone wird hingegen behauptet, Muntadhar al-Zaidi sei nicht da. Bisher haben weder seine Familie noch seine Anwälte oder die Öffentlichkeit ihn nach seinen Schuhwürfen zu Gesicht bekommen. (Quelle: Mein Parteibuch)


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Querdenkerforum: Der Bock als Gärtner
12/17/2008 11:26 PM
Der Bock als Gärtner

... Jörg Asmussen ist nun wieder der vertrauenswürdige Mann, der das 500 Mrd. Euro schwere Bankenrettungspaket - für das Sie als Bundesbürger demnächst haftbar gemacht werden - vorbereiten und schnüren durfte. Schließlich verfügt der Mann über die nötige Erfahrung. Horst Seehofer sitzt rechts neben dem Linken Oskar "Brünnlein" (Lafontaine) in der Kreditanstalt für Wiederaufbau, die die Gelder verteilen darf, also regelt, wer etwas von dem Brocken bekommt und wer nicht. Neben ihnen sitzen all die anderen Koryphäen aus der Industrie und Handels-, der Groß- und Außenhandels-Kammer, die Finanzminister von Rheinland Pfalz, des Saarlands und Bayerns, der Präsident des Deutschen Sparkassenverbands, der Landesbank Baden Württemberg, weitere Mitglieder des deutschen Bundestages, um nur einige zu nennen. Ach ja, da ist noch Robert Koch aus Hessen, der die mit Steuergeldern sanierte deutsche Industriebank an die US Kapitalgesellschaft Lone Star verscherbelt hat.

Die australische Bank Macquarie hat kürzlich einen Aufsatz über den Zustand des deutschen Übertragungsnetzes der Firma Vattenfall, eine der nur vier großen Stromerzeuger im Lande schreiben lassen und über den Sinn eines einheitlichen, bundesweiten Übertragungs-Netzes spekuliert. Will sie es ganz kaufen, oder nur den Teil von Vattenfall? Jedenfalls hat auch E.ON-Netz die Mitarbeiter informiert, daß der Verkauf des Unternehmensbereiches geplant sei. Das Stromnetz ist inzwischen für eine noch produzierende Volkswirtschaft vielleicht wichtiger geworden als das Eisenbahnnetz. Die Privatisierung des englischen Bahnschienen-Netzes vor einigen Jahren hatte dazu geführt, daß ihre Bahn wegen fehlender Erhaltungs-Investitionen von einer Katastrophe zur nächsten fuhr und die Privatisierung - so weit es ging - mit großen Verlusten zurückgenommen werden mußte. Jetzt will die Bundesregierung das Gleiche mit dem Stromnetz erreichen. An wen wird die Australische Bank das Stromnetz wohl anschließend gewinnbringend weiter verhökern. An Soros, die GazProm oder eine der FED-Banken? ...


Quelle: Der Bock als Gärtner[Link] [Cache]
Querdenkerforum: Die FED legt Grundstein für den Dollar-Crash
12/17/2008 11:26 PM
Die FED legt Grundstein für den Dollar-Crash

Ralf Streck 17.12.2008

US-Notenbank hat ihren geldpolitischen Spielraum fast völlig ausgereizt

Zwar hat der Dow Jones-Leitindex in New York die [local] historische Zinssenkung der [extern] US-Notenbank gefeiert, aber schon in Asien hielt sich die Freude, wegen der damit verbundenen Gefahren, in sehr engen Grenzen. Der Dow Jones schloss in New York 4,2 % höher als am Vortag, der breiter gestreute S&P 500 und der Leitindex der Technologiebörse Nasdaq gewannen jeweils mehr als 5 %. Der Nikkei-225-Index beendete den Handel in Tokio allerdings nur mit einem Aufschlag von 0,5 %, ähnlich sah es beim Hang Seng-Index in Hongkong aus und die Vorgaben für den DAX in Frankfurt wiesen ebenfalls ins Minus.


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Der geldpolitische Spielraum der US-Notenbank FED ist mit dem historischen Schritt, die Leitzinsen praktisch auf Null zu setzen, nun nach einer Zinssenkung nach der anderen fast völlig ausgeschöpft. Die FED kappte den Leitzins gestern erneut und senkte ihn von zuvor 1 % auf ein Zielband zwischen 0,00 und 0,25 % ab. Er liegt damit so niedrig wie seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr. Auch der Diskontsatz, zu dem sich die Geschäftsbanken bei der Notenbank mit frischem Geld eindecken können, sinkt um 0,75 % auf 0,5 %, womit sich die Banken praktisch umsonst mit Geld eindecken können.

Doch das gilt nicht nur für Banken, denn diese Form der Refinanzierung über den Diskontsatz wurde von der FED extrem ausgeweitet. Den Zugang zu dieser günstigen Refinanzierung wurde zum Beispiel auch den großen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac gewährt ([local] Verstaatlichung maroder US-Banken beginnt), die [local] trotz allem Rekordverluste schreiben. Seit langem verletzt die FED eherne [local] Notenbankprinzipien und nimmt sogar zweifelhafte Papiere als Sicherheiten an. ...


Quelle: Die FED legt Grundstein für den Dollar-Crash[Link] [Cache]
Querdenkerforum: Milliarden-Rettungspaket für US-Autohersteller
12/17/2008 11:26 PM
Die Botschaft des US-Senates an den Mittelstand: Fallt tot um

Der Senat lehnte ein Milliarden-Rettungspaket für die angeschlagenen US-Autohersteller ab


von Michael Moore

Freunde.

Sie hätten den Kredit mit der Bedingung verknüpfen können, dass die Autohersteller nur noch Autos und Massenverkehrsmittel bauen dürfen, die unsere Abhängigkeit vom Öl reduzieren.

Sie hätten den Kredit mit der Bedingung verknüpfen können, dass die Autobauer Fahrzeuge bauen, die die globale Erwärmung reduzieren.

Sie hätten den Kredit mit der Bedingung verknüpfen können, dass die Autobauer ihre Klagen gegen Regierungen von Bundesstaaten zurückziehen (mit denen die Autobauer gesetzliche Umweltauflagen umgehen wollen).

Sie hätten den Kredit mit der Bedingung verknüpfen können, dass das Geschäftsleitungsteam, das die einst so großen Autofirmen an die Wand gefahren hat, von einem Team abgelöst wird, das die Transportbedürfnisse des 21. Jahrhunderts wirklich erkennt.

Unter all diesen Bedingungen hätten sie den Kredit vergeben können - schließlich, wenn wir unsere Produktionsinfrastruktur verlieren und 3 Millionen Menschen entlassen werden, wäre das eine Katastrophe.

Stattdessen aber sagte der Senat, wir werden euch den Kredit geben, wenn die Fabrikarbeiter eine Kürzung ihrer Löhne und Renten- und Krankenversicherungsbeiträge - um 20 Dollar pro Stunde und Person - hinnehmen. Ganz recht. Nachdem der Senat MILLIARDEN an die Wall-Street-Ganoven und an kriminelle Investmentbanker vergeben hat - ohne Bedingungen und ohne jede Aufsicht, wie wir jetzt wissen -, befand derselbe Senat, dass nicht die Verhinderung des Zusammenbruchs des Industriellen Amerika Priorität hat, sondern die Zerschlagung der Gewerkschaft und die Verwandlung von Leuten mit mittleren Einkommen in 'arbeitende Arme'.

Uns bleibt kaum mehr als ein Monat, um diesen Wahnsinn zu vermeiden. Während ich hier in Michigan sitze, wissen Zehntausende ehrliche, anständige, hart arbeitende Amerikaner nicht, wie sie es bis zum 20. Januar schaffen sollen. Es ist eine unglaubliche Katastrophe. Warum sollen sie für jeden Fehler, den ein General-Motors-Manager - von Roger Smith bis Rick Wagoner - je gemacht hat büßen? Sollen doch Management, Vorstand und die Shareholder die Zeche zahlen!

Natürlich ist das Häresie in den Ohren der 31 Republikaner (im Senat), die beschlossen, die armen, geplagten Arbeiter der Autoindustrie für das Chaos verantwortlich zu machen. Und unsere wunderbaren Medien beteiligten sich in ihren Morgennachrichten auch noch an der Propaganda: "Die UAW (Automobilarbeitergewerkschaft) Weigert Sich, Konzessionen Einzugehen Und Tötet (so) Das Bürgschaftsgesetz". In Wahrheit ging die UAW eine Konzession nach der anderen ein: Reduzierung der Sozialleistungen, Zustimmung zur Abschaffung der Job Banks. Die Gewerkschaft hat auch zugestimmt, dass den Rentnern ihr Von-Woche-zu-Woche-Überleben künftig noch schwerer gemacht wird. Ja, genau das sollten wir tun! Die Jobs Banks und die alten Leute haben die Nation schließlich in den wirtschaftlichen Ruin geführt, oder?

Aber selbst das genügte nicht, um die Republikaner, diese Charakterschweine, zufriedenzustellen. Die Vampire des Senats wollten Blut sehen, Arbeiterblut (blue collar blood). Sehen Sie, sie waren nicht gegen die Bürgschaft, weil sie an den freien Markt oder an den Kapitalismus glauben, nein, sie waren gegen die Bürgschaft, weil sie etwas dagegen haben, dass Arbeiter anständige Löhne bekommen. In ihrer Raserei ließen sie sich dazu hinreißen, das Rückgrat des Landes zu zerstören. Sie taten es nicht, weil die UAW ihnen zu wenig gab, sondern weil die UAW aufgab.

Es scheint so, als suche der noch amtierende Präsident nach etwas, um seine Herrschaft - durch einen einzigen großartigen Akt - zu krönen, wie ein Kriegsherr mit einer Siegesfeier. Er wird einen Finger in den Deich stecken und dafür sorgen, dass die Autoindustrie - dieses fragile Chaos - sich noch ein paar Monate durchwursteln kann.*

Damit bliebe dem Senat genügend Zeit, zu fordern, dass die Banker und Investement-Haie - die bereits nahezu die Hälfte der geschenkten $700 Milliarden einkassiert haben -, Gelegenheit bekommen, einen Teil der Zahlungen abzulehnen.

Was für eine fette Chance.



Quelle: Milliarden-Rettungspaket für US-Autohersteller[Link] [Cache]
Querdenkerforum: Ausschreitungen in Griechenland
12/17/2008 11:26 PM
Zu den Ausschreitungen in Griechenland

... Während Griechenlands Großstädte derzeit im wahrsten Sinn des Wortes in Flammen stehen, Geschäfte geplündert werden, Baudenkmäler von randalierenden Gruppen niedergerissen werden, gibt es kaum einen Griechen, der diese Explosion nicht erwartet oder befürchtet hat. Die Verhängung des Ausnahmezustands wird aus parteipolitischen Gründen nicht erwogen, während die Opposition bei steigenden Umfragewerten lediglich darauf wartet, daß die Regierung wie »eine reife Frucht« fällt. In der Zwischenzeit werden Millionenbeträge und Existenzen mittelständischer Händler und Gewerbetreibender zerstört und ohne Polizeischutz geplündert. Griechenland erscheint sowohl seitens der Regierung als auch der Opposition ohne Regierung zu sein. Fairerweise sollte man auch die Situation der Polizisten betrachten: Mit niedrigen Löhnen von ca. 1.200 € und einer schlechten Ausbildung müssen sie tagtäglich Beschimpfungen, Steinwürfe oder Molotowcocktails über sich ergehen lassen. Dies bestätigt auch Petros Markaris, der große alte Mann der griechischen Kriminalliteratur und scharfzüngige Gesellschaftskritiker 3: »Die Polizei ist nicht gut ausgebildet und hat mittlerweile alles Selbstvertrauen verloren. Den Polizisten wird aufgebürdet, was die Politik nicht lösen kann. Die Nerven liegen blank.« Im Fernsehen trat ein Einsatzleiter der Spezialeinheiten auf, die vier Nächte in Folge in die Straßenschlacht geschickt wurden: Seine Leute bekämen 600 € netto, referierte der Beamte, Überstunden würden nicht bezahlt: »Was glauben Sie, was für eine Qualität Sie dafür bekommen?« ...

Quelle: Zu den Ausschreitungen in Griechenland[Link] [Cache]
Ewald Proll: Dead pixels in the sky
12/17/2008 11:23 PM

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Suboptimales: Die Plattform alg2-hartz4.de stellt ihren Dienst teilweise ein !
12/17/2008 10:04 PM
Die Plattform alg2-hartz4.de , betrieben vom Freien Redakteur und Aktivisten Dirk Grund alias MedienGuerilla und HackersGuide und seinem Cousin Thomas Hopfinger ist seit der letzten Änderung bezüglich Alg II / Hartz IV Leistungen nicht mehr auf dem aktuellsten Stand ! - Begründung der Redaktion dazu - Wir sehen uns leider gezwungen eine unserer Seiten - alg2-hartz4.de mit Informationen zu Arbeitslosengeld I , Arbeitslosengeld II / Hartz IV die seit nunmehr drei Jahren besteht ,nicht mehr weiter aufzubauen um diese auf dem aktuellen Stand der Gesetzgebung halten zu können , aufgrund der Tatsache das in den drei Jahren seit bestehen dieser Plattform ........... [Link] [Cache]
Suboptimales: Zwangsneurose "Patriaphobie"
12/17/2008 10:04 PM
Patriotismus und Nationalismus und Menschen, die unter der ständigen Zwangsneurose "Patriaphobie" leiden ! - "Patriaphobie" ist eine Wortschöpfung von mir und setzt sich aus dem lateinischen Wort "patria" Vaterland und dem altgriechischen "phobos" Furcht zusammen. Ich benutze diesen Begriff, erstens, weil ich keinen besseren gefunden habe, der die Sache trifft und zweitens, weil sich im Diskurs um "Vaterlandsliebe" bzw. Patriotismus ein Genre des Abscheulichen, des Verabscheuungswürdigen gebildet hat, das man grundsätzlich ächten muß. Quasi als staatsbürgerliche Pflichtübung ![Link] [Cache]
politplatschquatsch: Zwei Paar Schuhe
12/17/2008 09:37 PM
Man möchte sich nicht vorstellen, wie groß die Begeisterung gewesen wäre, hätte der Man getroffen. Vielleicht mit einem Lebkuchenmesser mitten ins Auge. Und wie empört die Empörung, wäre das nicht im Irak und nicht Bush passiert, sondern in Magdeburg und Frau Merkel.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Männer des Jahres im Wandel der Zeiten
12/17/2008 09:37 PM
Das "Time"-Magazin hat wieder zugeschlagen. Wenig überraschend erklärte die US-Illustrierte Barack Obama zum „Mann des Jahres". In der engeren Wahl waren nach Angaben des Verlags auch US-Finanzminister Henry Paulson, der französische Präsident Nicolas Sarkozy, die republikanische Kandidatin für das Amt des US-Vizepräsidenten, Sarah Palin, sowie der chinesische Regisseur Zhang Yimou. 2007 war der russische Ministerpräsident Wladimir Putin „Mann des Jahres", der acht Monate später erstmal in den Krieg zog.

Vor 70 Jahren hatte "Time", immer nah am Zeitgeist, Adolf Hitler zum "Man of the Year" erklärt.[Link] [Cache]
Pro-Köln-Wake op 13 december: optocht-begeleiding bij Pro-Köln. En oord en termijn voor het komende congres op 9 en 10 Mei 2009 werden met het VB en FPÖ afgesproken.
12/17/2008 09:29 PM
deze bijdrage werd vertaald en overgewerkt door morbus kitahara

Toch zo vervelend, als wij ons dit na de berichten gisteren voorstelden, schijnt de Pro-Köln-Wake gisteren niet geweest te zijn. Zoals Indymedia en andere interessante Portalen vermelden, werden de 10-15 aanwezende Pro-Köln-aanhangers door autonome nationalisten versterkt. Ook werd een nieuwe congres-poging voor de 9. en 10. Mei – wederom in Keulen – afgesproken.

Hierdoor wordt de rest van het congres dan eindelijk herkenbaar. Indymedia.den schrijft (de foto, dat men aanklikken kan toont ons de deur van de - oude Moskee - volgens indymedia ging het raam al voor der eigenlijke demo stuk):



De extreem rechtse Burgerbeweging "pro Köln" is op Zaterdag opnieuw met geweldadige autonomen Nationalisten door Ehrenfeld gestapt, om tegen de Moskee-bouw te demonstreren.
Dit hebben zich de koppen van "pro Köln" wel anders voorgesteld. Altijd wel bedacht, zich naar buiten konservativ-burgerlijk te geven, is hun huidige wake aan de Moskee in Ehrenfeld tot een mars van geweld-bereide Neonazis gemuteerd.
De aanwezende tien tot vijftien leden van Pro-Keulen werden van mindesten zovele autonome nationalisten uit de keulse randstreek en een paar rechts-extremisten uit Sachsen begeleid.


Het Antifaschistische Aktion Wipperfürth schrijft:
Stipt om 11:00 marcheerde "pro Köln" op. In hun bagage ditmaal: een toenmalig CDU-lid, die voor zijn antisemitische uitspraken uit de partij geworpen werd, een "Zwarte Christ", die schijnbaar daarvoor betaald werd, voor de veronderstelde gevaren der Islamisering te waarschuwen, zoals ook sommige "autonome nationalisten", onder andere uit Sachsen en het Ruhrgebiet. Somma hebben Uckermann & Co. wel korter hand alle hendels in beweging gezet, om het deelnemers-getal der zogenoemde "Wake" naar boven te schroeven. Daarbij werd dan ook het gevaar, door de steun van groepen uit het specifieke rechts-radicale neonazi- spectrum - begrip van de lokale bevolking te verliezen, bewust genegeerd.


En nu moet ik toch, wat ik eerst niet wou, een paar woorden over Henry Nitzsche, die men aan boord gehaald heeft – verliezen. De Wikipedia-Site over hem is brand-aktueel, en de beiden hiernaast staande fotos heb ik daar gevonden – mijn uiterste dank aan de fotograaf.

Beide fotos kan men aanklikken, want ik heb ze in groot-aanzicht naar Wikipedia verlinkt. De fotograaf geeft deze uitdrukkelijk voor verder gebruik vrij. De intensive lecture van het Wikipedia-artikel, in zijn huidige, fris geactualiseerde vorm kan eveneens ter informatie aanbevolen worden. Ik heb mij de site opgeslagen, daar ik geloof dat deze, zo, zoals zij nu is, niet meer lang zal bestaan.




Nitzsche streeft nu om ombudsman voor buitenlanders in de Stad Bautzen te worden. Zijn bedoeling is,
...om de buitenlanders te helpen, hun weg naar huis te vinden.
Z'n bekendste uitlating is over
multicul-mietjes.


De groep rondom Nitzsche heet

Arbeit, Familie, Vaterland,
die (citaat Wikipedia:)

wat „Travail, Famille, Patrie" als verkiezingsleuze van het franse Vichy-regime onder Maréchal Pétain, tijdens de Duitse bezetting in de tweede wereldoorlog was, en een tegen-ontwerp tot de waarden „Liberté, Égalité, Fraternité" tijdens de franse revolutie aantonen moest. In 2002 hat de kandidaat voor het presidentschap van het rechts-radicale national front, Jean-Marie Le Pen, deze parool in de presidentschap-campagne opgenomen; aansluitend werde deze 2004 in Duitsland door de rechts-extreme partij NPD gebruikt. Alsmede ondersteunde de toemalige ministerpresident van Sachsen en CDU-General-Sekretaris Kurt Biedenkopf Nitzsche's verkiezing-motto


Wel bemerkt, toen nog verkiezing-strijder voor de CDU!

Dit schrijft Endstation Rechts over de Kandidatuur.
Na ja, de süddeutsche Idioten schijnen wel tamelijk opgewonden, en de NPD had hun stemmen reeds toegezegd. Zo sluit zich de – Duitse – cirkel.

Hier hebben wij een video, in welke Nitzsche zich over de verklaring van Lisabon uitlaat:



Maar Henry Nitzsche heeft ook een europese ambitie : uiteindelijk staat het termijn voor de herhaling van het in september gefaalde Pro-Anti-Islam-Congres voor de deur. Op 9 en 10 Mei 2009. Laat me maar zeggen: Wij zullen er ook zijn!

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Duckhome: "Piratenjagd" als Türöffner für die Bundeswehr im Innern ...
12/17/2008 09:29 PM

Aufgelesen bei "Hintergrund" " ... Der Einsatz der Bundeswehr gegen Piraten ist ein Türöffner für die Aufhebung der strikten Trennung zwischen Militär- und Polizeiaufgaben und den Einsatz der Bundeswehr auch im Innern. Änderungen der Art. 87a und 35 GG werden seit längerem vorangetrieben, Piraterie wird instrumentalisiert, um den Einsatz der Bundeswehr zum Schutz strategischer Seetransporte zu legitimieren."



Der Begriff Ektoplasma wurde in die Parapsychologie übernommen und bezeichnet einen Stoff, der angeblich bei einem Medium aus den Körperöffnungen tritt. Bei unseren weltweiten Innenminister-Medien, hier als plural von Medium - aber auch bei der Berichterstattung unserer "Medien" - kommt vieles Übelriechendes nicht nur aus Körperöffnungen.

Prostetnik Vogon Jeltz war auch kein angenehmer Anblick und verteilte nebenbei auch Duftendes. Hier aber eher in Form von Gedichten wie: "Oh zerfrettelter Grunzwanzling, dein Harngedrang ist für mich wie schnatterfleck auf Bienenstich." Bei Adams ist die philosophische und psychologische Botschaft hinter "Fun" versteckt. Bei unseren "Sicherheits-Verantwortlichen" ist Humor eher kaum eine Offenbarung.


Was aus dem ganzen Spaß am Omaner Tümpel werden kann, schreibt hier die NZZ-Online - das jüngste iranische Seemanöver kommentierend: "Eine neue Studie des Washington Institute for Near East Policy sieht die Aufgaben der iranischen Kriegsmarine ebenfalls vor allem in einem möglichen Konflikt mit Amerika. Deren Ausrüstung deutet auf einen Guerillakrieg zur See mit Hilfe einer Flottille von leicht bis mittelschwer bewaffneten Schnellbooten. Der Persische Golf ist wegen der starken amerikanischen Flottenpräsenz die heißeste Zone, deren Verteidigung den Seestreitkräften der Revolutionswächter anvertraut ist. Nebst den amerikanischen Kriegsschiffen und Basen, etwa in Bahrain, ist das interessanteste Ziel von großer internationaler Bedeutung die Strasse von Hormuz, durch welche über 40 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls exportiert werden, das sind über 50 Tanker pro Tag"

Ja, der Iran scheint sich wirklich gegen den Wahnsinn dort draußen zu rüsten; und es wird nun langsam Zeit, die Nasenklammern aus dem Wäscheschrank herauszufischen ...



Deutschfehler bitte ich zu entschuldigen, da dies nicht meine Muttersprache ist.




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Duckhome: Abrackern für wen?
12/17/2008 09:29 PM

Bekanntlich gibt es genug Zeitgenossen aus der Wirtschaft, die mit Hilfe der Politik die Arbeitswelt am liebsten in Vorkriegs- und sonstige Zeiten zurückkatapultieren möchten - und zwar mit Tricks.




Niederlage des neoliberalen Geistes

Ist es Wahnsinn, 65 Stunden in der Woche zu arbeiten? Mitte des Jahres war der Stand der Dinge, dass sich die Arbeitsminister der 27-EU-Staaten darauf einigten, unter bestimmten Bedingungen 65 statt 48 Stunden Wochenarbeitszeit zu ermöglichen (Arbeitszeit: EU erlaubt bis zu 65 Stunden pro Woche). "Unter bestimmten Bedingungen" war eine Kompromissregelung, quasi keine Regel ohne Ausnahmen, und zwar auf Dauer. Der deutsche Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hatte diesen Kompromiss unter heftiger Kritik seinerzeit sogar begrüsst (Gewerkschafter mobilisieren gegen 65-Stunden-Woche).

Vor allen Dingen dürften jetzt die neoliberalen Freunde bitter enttäuscht sein, denn die Schlacht um die 65-Stundenwoche hat im Europäischen Parlament eine Wende genommen (Auch Politiker haben eine 65-Stunden-Woche) (Arbeitszeit: Wo liegen die Grenzen der Belastbarkeit?). Das Europäische Parlament hat den Vorstoss der europäischen Arbeitsminister (EU-Bürger sollen nur noch 48 Stunden arbeiten) mit Mehrheit abgewiesen, wolle aber eine Ausnahmeregelung für drei Jahre zulassen. Offensichtlich soll jetzt ein Vermittlungsausschuss für einen neuen Kompromiss sorgen.

Quelle: Bürger-Herold

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Nicht-Abzocken.eu: Nicht Abzocken e.V. bittet um Spende
12/17/2008 09:29 PM

Liebe Leser, wenn euch diese Seite gefällt und wenn wir euch mit unseren Infos, Hinweisen und Aktivitäten helfen konnten, dann wären wir über eine kleine Spende dankbar. Aufgrund der neusten Ereignisse haben wir uns kurzfristig entschieden, technisch ein wenig aufzurüsten, um euch auch in Zukunft diese Seiten anbieten zu können.

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Tammox: DAS Geschenk.
12/17/2008 08:36 PM
Manchmal gerate ich an Dinge, die mich sofort überschlucken.
Dinge, die so massiv in meinen Kosmos herein rauschen, daß ich auf der Stelle außerstande bin mir vorzustellen, wie ich es bisher ohne sie aushalten konnte.
So ein Ding donnerte heute in meine kleine Welt und blies sie in eine neue akustische Dimension auf.
Das 15-Minuten-Epos, „How We Left Fordlandia" von Jóhann Jóhannsson dürfte wohl das schönste Musikstück sein, das ich seit „A Choral Room" und „Sunset" (K.B. 2005) gehört habe.
Jóhann Jóhannsson also mal wieder. Der Mensch ist einfach großartig.
Isländer natürlich.
Auch wenn ich 1000 Schubladen durchgucke, finde ich wohl keine, in die er hineinpasst.
Sein Plattenlabel nennt es „Ambient", in Rezensionen fallen üblicherweise die Begriffe „Sound-Tüftler", „Klassik" und „Elektro-Experimentierer", die miteinander verknüpft werden.
Die Elektro-Keule würde ich allerdings etwas außen vor lassen - immerhin wurde dieses aktuelle Album, „Fordlandia", wie schon der thematische Vorgänger IBM 1401, A User's Manual vom City Of Prague Philharmonic Orchestra And Chorus unter Leitung von Miriam Nemcova in Prag aufgenommen
einer Truppe, die sich exklusiv für Schallplattenaufnahmen aus der Crème der besten Musiker verschiedener Tschechischer Orchester rekrutiert und der man ihre 20-jährige Tonstudioerfahrung anhört. (Victoriah Szirmai)
Wer also unbedingt eine Schublade braucht, kann eigentlich ruhig das Etikett "Klassik" aufkleben - wenn auch der ein oder andere fremde Ton dazwischen sein mag.
Jóhannsson benamst sein opulent-fragiles Meisterwerk erneut nach einer sich im Abstieg befindlichen amerikanischen Technik-Ikone.

Fordlandia ist dabei ein zu mannigfachen Konnotationen einladendes Wort:
In den 1920er Jahren hatte der Auto-Konzern Ford ein 10,000 km² großes Stück Regenwald in Brasilien gekauft.
Das ist in etwas viermal Luxemburg oder einmal das Kosovo.
Ohne die geringste Kenntnis von der dortigen Landwirtschaft, wollten die Ford-Großindustriellen dort eine gigantische Gummiplantage, inklusive einer Stadt nach amerikanischem Vorbild errichten. 8000 einheimische Arbeiter hatten ab sofort nach dem Ideal-Vorbild des amerikanischen Vorstadtbürgers zu funktionieren: Fastfood und american way of life.
Der erste Massenaufstand wurde noch vom brasilianischen Militär niedergeknüppelt, aber das Projekt wurde ein derartiges Desaster, daß sich Ford schließlich zurück zog.
Nämlich zu dem Zeitpunkt, als Naturkautschuk nicht mehr für die Reifenproduktion gebraucht wurde, da petrolchemische Alternativen entwickelt worden waren.

Während Fordlandia also seit 1945 kontinuierlich verkommt und verrottet und lediglich von ein paar Hundert Menschen bevölkert wird, schickt sich im Dezember 2008 der einst Gott-große Gründer in Michigan an, es seinem Dschungel-Humunculus gleich zu tun und bettelt in Washington um Almosen.
Der Isländer lockt uns in die ganz große Assoziations-Welt.

Was fasziniert ihn an diesen Titeln, wie inspiriert ihn das zu dieser so melodiösen tieftraurig-betörendschönen Fabelmusik?
Das Jóhannsson-Booklet versteckt unter der CD eine im Sumpf steckende Tin-Lizzy; offensichtlich aufgegeben im Dschungel - Ankor Wat läßt grüßen.
(Ja, verdammt! Man muß die CD schon kaufen und soll nicht immer in mieser Tonqualität billigheimernd downloaden)

Einen weiteren Hinweis finden wir in einigen Zeilen der viktorianischen Dichterin Elizabeth Barrett Browning (1806-1861), deren sozialphobisches, hypersensibles Wesen idealtypisch zu den epischen Klangdramen Fordlandias passt.
Bis zur Abschaffung der Sklaverei hatte sie auf einer Plantage auf Jamaica gelebt und den von Weißen malträtierten Dschungel selbst erlebt:

"And that dismal cry rose slowly and sank slowly through the air full of spirits melancholy and eternity's despair and they heard the words it said; Pan is dead - Great Pan is dead."

Sakral, distanziert, dennoch warm und empathisch wirken Jóhannssons Kompositionen.
Ich kann mich dem nicht entziehen - als ob am Ende doch die Kunst über die Technik obsiegte.

Kritiker überschlagen sich mit Lob und finden wohlige Wort-Wolken:
Jóhann Jóhannsson's spellbinding new album draws these tantalising threads together, weaving a musical tapestry of hypnotic richness and surprising emotional depth.

Na ja, klingt gut, sagt aber nicht viel aus, finde ich.
Muß man anhören - am besten LAUT und aufmerksam.
Ist kein U-Musik-Klangteppich für nebenbei.

Wer doch frevelhafterweise mal am PC rein hören will, kann eine auf 7.40 Minuten gekürzte Version des Titelsongs Fordlandia auf JJs Myspace-Seite anhören.


Aus "IBM 1401, A User's Manual" von 2006 gibt es ein Video:

IBM 1401 Processing unit

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Principiis Obsta: "Westliche Medien sehen in Russland nur, was sie sehen wollen!"
12/17/2008 08:35 PM

Lausanne * Der Schweizer Eric Hoesli gehört zu den wenigen deutschsprachigen Journalisten, die Präsident Dmitri Medwedew und Ministerpräsident Wladimir Putin persönlich kennen. Seit 25 Jahren beschäftigt sich Hoesli intensiv mit Russland. Schon Ende der 1980er-Jahre lebte Eric Hoesli in Moskau – und er gehört heute zu einer internationalen Expertengruppe, die sich mit Medwede, Putin und russischen Ministern zum vertraulichen Gespräch trifft.

Eric Hoesli, Porträt im Persönlich-Magazin

Der Schweizer Journalist und Russland-Experte Eric Hoesli im Interview mit Matthias Ackeret für Persönlich, das Magazin der Schweizer Kommunikatonswirtschaft.



Weiterlesen >>>[Link] [Cache]
Ordnungsdienst: 439.000 Euro für „sozialkonformes Verhalten"
12/17/2008 08:34 PM

uniform

Grau. Das wäre die Wunschfarbe des Oberbürgermeisters für die Uniformen des neuen Ordnungsdienstes, der ab Mitte 2009 in Regensburg auf Streife gehen wird. Dieser Ordnungsdienst, gerne „Ordnungsservice" genannt, ist seit längerem beschlossene Sache. Er wurde 2007 gegen die Stimmen von FDP und Grünen vom Stadtrat auf den Weg gebracht. Jetzt gibt es konkrete Zahlen. Insgesamt 439.200 Euro ist der Stadt Regensburg der neue „Service" wert, der für „sozialkonformes Verhalten" (Ordnungsamtsleiter Alfred Santfort) sorgen soll.

„So etwas wie früher der Schutzmann"

Die Stadt habe die gesetzliche Aufgabe, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, so Santfort bei einer Sitzung des Sicherheitsbeirats am Dienstag. Eine Verpflichtung für diesen Ordnungsdienst gibt es zwar nicht, aber: „Die Polizei ist in erster Linie mit Straftaten und gravierenden Ordnungswidrigkeiten beschäftigt." Bei geringfügigeren Verstößen müsse deshalb die Stadt ran. Bürgermeister Gerhard Weber sieht in dem neuen Ordnungsdienst dennoch „keine Hilfspolizei". „Wir nehmen der Polizei weder Aufgaben ab, noch konkurrieren wir mit ihr." Das laufe parallel und sei „so etwas wie früher der Schutzmann." Hilfe- und Ratsuchenden könnten sich an die städtischen Beamten wenden. Die Beratung stehe im Vordergrund. „Es geht darum, das Sicherheitsgefühl zu stärken", so Webers Vision. „Das ist das Niveau, das wir uns vorstellen."

In die Praxis umsetzen werden diese Vorstellungen ab kommendem Jahr sieben Verwaltungsbeamte. Mit 334.100 Euro machen denn auch die Personalkosten den Löwenanteil bei der Finanzierung aus. Ein Beamter (höherer Dienst) wird die Arbeit des Ordnungsdienstes koordinieren. Sechs Beamte (mittlerer Dienst) werden jeweils zu zweit auf Streife gehen – zu Fuß oder per Fahrzeug (Kosten: 13.000 Euro). Mit „Kommunikation", „Information", „aber auch konsequenter Repression" sollen sie dafür sorgen, dass städtische Verordnungen eingehalten werden, heißt es im entsprechenden Stadtratsbeschluss.

Das Kontrollfeld reicht damit von Sperrzeiten, wildem Plakatieren und der Leinenpflicht für Hunde über Rauchen auf Spielplätzen oder wildes Pinkeln bis hin zum Ladenschluss, Ruhestörungen bei Haus- und Gartenarbeit oder Fehlverhalten in öffentlichen Grünanlagen. Angesichts von „immer mehr Mitteilungen" über entsprechende Verstöße sei hier eine „nachhaltige Kontrolle" notwendig, so der Beschluss. Die Beamten sind befugt, Personalien festzustellen, Platzverweise und gebührenpflichtige Verwarnungen zu erteilen.

„Störergruppen" beobachten

Die Ordnungshüter haben aber auch die Aufgabe, „Störergruppen" zu beobachten und einzuschreiten – „im Rahmen der Zumutbarkeit und Verhältnismäßigkeit". „Im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten" sollten Straftaten verhindert werden. Einsatzgebiet wird zunächst vor allem die Altstadt sein. Ab Januar laufen die Vorstellungsgespräche mit den 45 Bewerbern. An Einnahmen rechnet die Stadt im ersten Jahr mit Bußgeldern in Höhe von 5.000 Euro.

Die sieben städtischen Ordnungshüter sind laut Bürgermeister Weber „nur ein Anfang". Der Verkehrsüberwachungsdienst habe mit zwei Mitarbeitern angefangen, erzählt Ordnungsamtsleiter Santfort. „Heute ist das eine schlagkräftige Truppe." Ähnlich soll es auch beim Ordnungsservice laufen.

Nicht zu verwechseln ist der Ordnungsdienst übrigens mit der Sicherheitswacht, die bereits heute in Regensburg ihre Runden macht. Diese Mitarbeiter sind ehrenamtlich unterwegs. Im Auftrag der Polizei.

Polizei: Kriminalität ist rückläufig

mache-wolfgangDie Kriminalitätsentwicklung in der Stadt Regensburg ist laut Auskunft von Polizeidirektor Wolfgang Mache (im Bild) rückläufig. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es insgesamt einen Rückgang von 6,4 Prozent. Im Vergleich zu 2004 sogar um 17 Prozent. Insbesondere die Straßenkriminalität ist trotz vermehrter Sachbeschädigungen (plus 21,8 Prozent) rückläufig. Hier liegt das Minus bei 7,6 Prozent.

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Whistleblower-Netzwerk: Schweizer Bundesrat legt Entwurf vor
12/17/2008 08:16 PM

Anfang Dezember hat der Schweizer Bundesrat (Exekutive) einen Gesetzesentwurf in das parlamentarische Verfahren eingebracht mit dem Whistleblower besser geschützt werden sollen. Dies geht auf parlamentarische Initiativen zurück über die wir bereits mehrfach berichtet haben. In der zugehörigen Pressemitteilung heißt es u.a.:

Gemäss der vorgeschlagenen neuen Bestimmung verstösst der Arbeitnehmer nicht gegen seine Treuepflicht, wenn er dem Arbeitgeber in Treu und Glauben Missstände meldet. Wenn der Arbeitgeber keine wirksamen Massnahmen dagegen ergreift, kann sich der Arbeitnehmer an die zuständige Behörde wenden. Unternimmt diese Behörde nicht die nötigen Schritte, kommt für den Arbeitnehmer als letzte Massnahme der Gang in die Öffentlichkeit in Betracht. Vorbehalten bleiben die Regeln über das Berufsgeheimnis.

Für die Bundesverwaltung wird die Pflicht, Missstände zu melden, im Bundespersonalgesetz geregelt. Eine neue Bestimmung ist vom Bundesrat bereits mit dem Entwurf zum Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes vorgeschlagen worden. Danach sind die Angestellten verpflichtet, alle von Amtes wegen zu verfolgenden Verbrechen oder Vergehen, die sie bei ihrer Tätigkeit festgestellt haben, intern oder extern anzuzeigen. Der Bundesrat verzichtet auf den Erlass eines Spezialgesetzes, der den gesamten privaten und öffentlichen Bereich erfasst. Die Kantone bleiben somit umfassend zuständig, die Frage der Meldepflicht bzw. des Melderechts für ihre Angestellten zu regeln.

Die im Anschluss an eine rechtmässige Meldung erfolgte Kündigung ist missbräuchlich. Wie für die anderen Fälle von missbräuchlichen Kündigungen sieht der Vorentwurf eine Entschädigung bis zu sechs Monatslöhnen vor.

Vorbehaltlich einer genaueren Analyse des umfangreichen offiziellen Berichts und des gesetzlichen Umfeldes in der Schweiz, scheint der jetzt vorgeschlagene Text einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen wie er in Deutschland mit dem Vorschlag zu einem neuen § 612a BGB angedacht worden war. Die dazu getroffene Einschätzung, dass dies keinen effektiven Whistleblowerschutz bringen wird gilt demnach im wesentlichen auch für die Schweiz. Unterschiedlich und begrüßenswert ist dabei jedoch der dritte Absatz, denn anders als in Deutschland sieht er explizit das Recht zur Information von Medien und Öffentlichkeit vor, wenn die angesprochen Behörden untätig bleiben oder dies anzunehmen ist.

Während die Pläne in Deutschland offensichtlich am Widerstand der Arbeitgeber und des CDU/CSU-Wirtschaftsflügels gescheitert sind, soll der schweizer Entwurf im Frühjahr 2009 den Weg in die Gesetzbücher finden. Ebenfalls anders als in Deutschland nehmen sich gleich mehrere schweizer Medien des Themas an, u.a. mit einer Bilderstrecke die verschiedene schweizer Whistleblower dokumentiert.

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Lumières dans la nuit: Das aufgeklebte Weltnetz
12/17/2008 08:12 PM

Die Werber der Deutschen Post lassen auf jedes DHL-Fahrzeug so einen Aufkleber anbringen…

Deutsche Post World Net – Mail Express Logistics Finance

…der reklamebesoffen von einem weltweiten Netzwerk dieses Unternehmens faselt. Für jene, die nicht gerade in Zentrumsnähe einer großen Stadt leben, ist das sogar richtig fühlbar, müssen sie doch eine kleine Weltreise machen, nur um zum nächsten Briefkasten oder gar zur nächsten Post-Filiale zu kommen.

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Suboptimales: Wer also Partizipiert ohne zu produzieren, ist also Schmarotzer ?
12/17/2008 08:03 PM
Schmarotzer - Deklaration als eine sachliche Feststellung ! - Da kommt es doch darauf an, wie wir in der Schule, der Hochschule, in Seminaren und Weiterbildungen bis zum Exzess gelernt haben, Begriffe zu analysieren. SPRACHE ist ausserordentlich wichtig. Ehen werden geschieden, Kriege begonnen, weil man sich nicht der Mühe der Begriffsklärung ( so, dass jeder Mensch dann in der Diskussion von der gleichen Warte ausgeht ) unterzieht. Was ist hier der Streitbegriff ? - S C H M A R O T Z E R[Link] [Cache]
anouphagos: Die Logik des Geschafften
12/17/2008 07:31 PM

Wenn man etwas geschafft hat, wenn man sich Wissen (oder Können) irgendeiner Art angeeignet hat, ist es (außer bei traumatischen Ereignissen…) immer dasselbe: Man nimmt den “geschafften” Berg als wesentlich kleiner wahr, als apriori. Ist das nun ein apriorischer oder aposteriorischer Wahrnehmungsfehler? Oder womöglich gar keiner, weil man das Ganze in Relation zum eigenen Vermögen und der eigenen Grenzen setzt?

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Der Spiegelfechter: Kampf um den Ölpreis
12/17/2008 07:29 PM

Seit seinem irrationalen Peak im Juli dieses Jahres ist der Ölpreis förmlich implodiert. In Dollar notiert betrug er letzte Woche nur noch ein Drittel des Höchstpreises vom Sommer und auch in Euro notiert, hat er gut die Hälfte verloren. Diese Achterbahnfahrt hat massive Auswirkungen für die Volkswirtschaften der Industrie- und der Ölförderstaaten. Während die Industriestaaten in dem Preisverfall eine glückliche Fügung für das Konsumbudget der Bevölkerung sehen, sehen die Ölförderstaaten bei dauerhaft niedrigen Preisen ihren Staatshaushalt gefährdet. Um den Ölpreis wieder auf ein „gesundes" Niveau zu heben – das je nach Haushalt des betreffenden Staates zwischen 75 und 100 US$ je Barrel liegt – wollen die OPEC-Staaten nun die Fördermenge drastisch kürzen. Auch der zweitgrößte Ölexporteur Russland ist vom Ölpreis abhängig und hat bereits angekündigt, sich mit der OPEC solidarisch zu erklären und ebenfalls die Fördermenge zu reduzieren. Sogar ein Beitritt zur OPEC wird vom russischen Präsidenten Medwedew nicht mehr ausgeschlossen. Es ist allerdings fraglich, ob die Ölförderstaaten es überhaupt vermögen, einen mittelfristigen Preisverfall zu stoppen, da die Nachfrageseite durch Kredit- und Weltwirtschaftskrise rapide schrumpft.

Der Ölpreis implodiert

Zum erst Mal seit 25 Jahren wird die weltweite Nachfrage nach Öl sinken. Die internationale Energieagentur IEA senkte in ihrem jüngsten Monatsbericht die Prognose für das laufende Jahr um 350.000 Barrel auf 85,8 Mio. Barrel pro Tag. Für das nächste Jahr prognostiziert die amerikanische Energiebehörde EIA einen weiteren Rückgang der Nachfrage um 450.000 Barrel pro Tag. Die Nachfrage des größten Ölimporteurs, den USA, ist dieses Jahr um 6,3% gesunken und wird nach Schätzungen der IEA im nächsten Jahr um weitere 1,4% sinken. Dieser Rückgang ist vor allem dem rückläufigen Verkehrsaufkommen geschuldet, das zuletzt alleine im Oktober trotz gefallener Ölpreise um 3,5% gesunken ist. Sogar in China ist die Ölnachfrage im November um 3,5% gesunken.

Dieser Nachfragerückgang hat dazu geführt, dass der Markt überversorgt ist – international operierende Ölfirmen sind bereits dazu übergegangen, ihre Öltanker als schwimmende Lagerstätten zu gebrauchen. Jegliche Versuche der OPEC, diesen Preisverfall zu stoppen, schlugen bis jetzt fehl. Am 1. November hatte die OPEC beschlossen, die Fördermenge um 1,5 Mio. Barrel pro Tag zu reduzieren. Dies hatte keine Auswirkungen auf den Preisverfall und Experten bezweifeln inzwischen die Förderdisziplin der einzelnen OPEC-Staaten. Lippenbekenntnisse sind eines, sich auch an an die beschlossenen Förderquoten zu halten, ein anderes. Bereits in der Vergangenheit haben sich die OPEC-Beschlüsse, den Ölpreis durch rigide Förderverknappung zu steigern, in den meisten Fällen nicht umsetzen lassen, da es keine wirksame Kontrolle gibt und die Versuchung für viele kleinere OPEC-Mitglieder groß ist, auf Kosten der Allgemeinheit Profit zu machen. Die mangelnde Förderdisziplin ist die „Tragedy of the commons" der Ölförderstaaten.

Der Anteil der Ölfördermenge der OPEC am Weltmarkt ist seit den Hochzeiten der OPEC-Macht in den 1970ern merklich gesunken. Wenn die OPEC am morgigen Donnerstag wie angenommen eine Verknappung ihrer Förderung um weitere 2 Mio. Barrel beschließt, so wäre dies sogar im theoretischen Fall, dass sich alle Staaten an diese Regelung halten, nur ein Angebotsrückgang von 4%. Dies stellt bei einem rückläufigen Nachfragemarkt nur eine geringe Verknappung des Überangebotes dar, die von anderen Ölförderstaaten, die nicht in der OPEC organisiert sind, weiter untergraben wird.

Gründe für den Preissturz

Sowohl das verschobene Verhältnis von Angebot und Nachfrage, als auch Spekulation sind für den Preissturz verantwortlich. Die prekäre Marktlage zu Beginn des Jahres, in der das Angebot nicht mehr mit der Nachfragesteigerung mithalten konnte, wurde von Spekulanten ausgenutzt, um auf einen steigenden Ölpreis zu wetten. In dieser Phase wurde auf Käuferseite Papieröl im Volumen von rund 1,8 Mio. Barrel pro Tag gekauft – dies entspricht ungefähr der Nachfrage Großbritanniens –, was die Preise in einem angespannten Marktumfeld irreal in die Höhe trieb. Diese Blase ist im Juli geplatzt, als die ersten Akteure, die zu gierig am großen Rad gedreht hatten, in bankrott gingen. Alleine der Konkurs der amerikanischen Semgroup, einem der größten Spieler am Markt, hat Kontrakte im geschätzten Volumen von 50 Mio. Barrel platzen lassen. Semgroup, ehemals die Nummer 18 unter den nicht börsennotierten Unternehmen der USA hat im großen Stil gegen steigende Ölpreise gewettet und damit binnen zweier Quartale rund 2,5 Mrd. US$ verzockt. Da Warentermingeschäfte Nullsummenspiele sind, mussten die abzuschreibenden Spielschulden von Semgroup und anderen von den vermeintlichen Gewinnern liquidiert werden, was der Preisspirale ein jähes Ende setze. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch finanzkrisenbedingte Liquiditätsprobleme und höhere Anforderungen an die Eigenkapitalquote bei institutionellen Zockern. Warenterminkontrakte sind schnell und einfach zu liquidieren. Die künstliche 1,8 Mio. Barrel pro Tag Nachfrage verschwand in den nächsten Monaten so schnell aus den Märkten, wie sie Anfang des Jahres aufgebaut wurde.

Neben Finanzmarktspekulationen ist auch der Handel mit „echtem" Öl verantwortlich für den rapiden Preisverfall. Basis für alle Spekulationen war die mangelnde Reservekapazität der Förderstaaten. Da kaum ein Gut im derart unelastisch auf Preisbewegungen reagiert wie Erdöl und bei kaum einen anderen Gut die Ausweitung der Angebotsseite nicht mehr möglich ist, ist Erdöl ein ideales Spekulationsgut. Immer dann, wenn die Nachfrage kaum mehr durch eine Ausweitung der Förderung gedeckt werden kann, wird der Preis für Erdöl wieder „explodieren".

Die OPEC muss den Gürtel enger schnallen

Die erdölfördernden Staaten haben ihre Haushalte an den hohen Ölpreis angepasst und sich nun davon abhängig, eine Mindestsumme für ihr wichtigstes Exportgut zu erzielen. Relativ komfortabel ist die Situation für Saudi-Arabien. Der größte Ölförderstaat kalkuliert seinen Staatshaushalt auf Basis eines Ölpreises von 49 US$ je Barrel. Russland kalkuliert mit 70 US$ je Barrel und einige OPEC-Staaten wie Iran und Venezuela haben sich vom günstigen Marktumfeld gar verleiten lassen, eine Preisbasis von 90 US$ je Barrel als Grundlage für ihren Staatshaushalt anzunehmen. Für diese Staaten wird es aller Voraussicht nach 2009 sehr eng werden, wenn der Ölpreis nicht schnell wieder in alte Höhen schnellt, was kaum anzunehmen ist. Venezuela wird bereits im nächsten Jahr Probleme bekommen, seine Sozialprogramme zu finanzieren, ohne vom großzügigen Aufkäufer von Staatsanleihen anderer südamerikanischer Staaten selbst zum Schuldner zu mutieren. Auch der wirtschaftlich gebeutelte Iran könnte arge Probleme bekommen, die nötigen Sozialausgaben zu bezahlen. In beiden Staaten könnte das abzusehende Ende des Ölpreisbooms daher zu soziale Unruhen führen.

Wohin geht der Ölpreis?

Die meisten Experten gehen davon aus, dass sich der Ölpreis mittelfristig auf dem momentanen Niveau stabilisiert – die Bank of China rechnet beispielsweise mit einem langfristigem Gleichgewichtspreis von 35 US$ je Barrel. Aber dieses Szenario könnte bei einer sich halbwegs stabilisierenden Weltwirtschaft mittelfristig wieder von der mangelnden Förderreserve eingeholt werden.

Die IEA hat in ihrem diesjährigem „World Energy Outlook" ihre Annahmen für den Förderrückgang der bestehenden Ölfelder drastisch erhöht. Letztes Jahr sagten die internationalen Experten noch einen Rückgang der maximalen Förderkapazitäten von 3,6% pro Jahr voraus. In ihrem aktuellen Bericht hat die IEA diese Prognose auf 6,7% erhöht – bei einer geschätzten maximalen Förderung von 80 Mio. Barrel pro Tag müssten daher jedes Jahr neue Ölfelder mit einer Kapazität von über 5 Mio. Barrel pro Tag entdeckt und erschlossen werden, um das momentane Förderniveau zu halten. Da die Exploration neuer Ölfelder direkt mit dem Ölpreis zusammenhängt, wird es bei langfristigen Ölpreisen unter der 80 US$-Marke kaum neue Fördergebiete geben, da die Explorationskosten erst ab einem höheren Ölpreis refinanziert werden können.

Eine mittel- bis langfristige Konsolidierung des Ölpreises ist daher zwangsläufig anzunehmen. Es ist keine Frage, ob Öl wieder zum „alten" Höchstpreis zurückkehren wird, sondern wann. Der reale Spielraum zwischen Nachfrage und Angebot ist sehr gering. Auch wenn die OPEC-Staaten in den nächsten Jahren undiszipliniert mehr Öl verkaufen, als es ihnen die Quoten zugestehen, wird der „natürliche" Förderrückgang von 6,7% pro Jahr à la longue den Markt wieder in die Situation bringen, das die Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann und dann gibt es für den Ölpreis nur eine Richtung – steil bergauf.

Jens Berger


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Duckhome: "Piratenjagd" als Türöffner für die Bundeswehr im Innern...
12/17/2008 07:28 PM
Aufgelesen bei "Hintergrund" " ... Der Einsatz der Bundeswehr gegen Piraten ist ein Türöffner für die Aufhebung der strikten Trennung zwischen Militär- und Polizeiaufgaben und den Einsatz der Bundeswehr auch im Innern. Änderungen der Art. 87a und 35 GG werden seit längerem vorangetrieben, Piraterie wird instrumentalisiert, um den Einsatz der Bundeswehr zum Schutz strategischer Seetransporte zu legitimieren."



Der Begriff Ektoplasma wurde in die Parapsychologie übernommen und bezeichnet einen Stoff, der angeblich bei einem Medium aus den Körperöffnungen tritt. Bei unseren weltweiten Innenminister-Medien, hier als plural von Medium - aber auch bei der Berichterstattung unserer "Medien" kommt vieles übelriechendes nicht nur aus Körperöffnungen.

Prostetnik Vogon Jeltz war auch kein angenehmer Anblick und verteilte nebenbei auch duftendes. Hier aber eher in Form von Gedichte wie: "Oh zerfrettelter Grunzwanzling, dein Harngedrang ist für mich wie schnatterfleck auf Bienenstich." Bei Adams ist die philosophische- und pschologische Botschaft hinter "Fun" versteckt. Bei unseren "Sicherheits-Verantwortlichen" ist Humor eher kaum eine Offenbarung.


Was aus dem Ganzen Spass am Omaner Tümpel werden kann, schreibt hier die NZZ-Online - das jüngste Iranische Seemanöver kommentierend: "Eine neue Studie des Washington Institute for Near East Policy sieht die Aufgaben der iranischen Kriegsmarine ebenfalls vor allem in einem möglichen Konflikt mit Amerika. Deren Ausrüstung deutet auf einen Guerillakrieg zur See mit Hilfe einer Flottille von leicht mit mittelschwer bewaffneten Schnellbooten. Der Persische Golf ist wegen der starken amerikanischen Flottenpräsenz die heisseste Zone, deren Verteidigung den Seestreitkräften der Revolutionswächter anvertraut ist. Nebst den amerikanischen Kriegsschiffen und Basen, etwa in Bahrain, ist das interessanteste Ziel von grosser internationaler Bedeutung die Strasse von Hormuz, durch welche über 40 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls exportiert wird, das sind über 50 Tanker pro Tag"

Ja, der Iran scheint sich wirklich gegen den Wahnsinn dort draussen zu rüsten; und es wird nun langsam Zeit die Nasenklammern aus dem Wäscheschrank heraus zu fischen...



Deutschfehler bitte ich zu entschuldigen, da dies nicht meine Muttersprache ist.




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Kennen Sie jemanden in Pakistan? Update: BKA Gesetz kommt
12/17/2008 07:28 PM
Nicht? Dann dürften Sie sich vermutlich erstmal entspannt zurücklehnen. Warum?

Wegen dieses Interviews im SPON mit Karl Peter Bruch (SPD) über das neue BKA-Gesetz. Hier die "Highlights" (Hervorhebungen von mir):

SPIEGEL ONLINE: Kann es sein, dass sich Bund und Länder mehr um Zuständigkeiten in der Terrorbekämpfung streiten als über die Frage, ob der Staat so tief im Privatbereich der Bürger herumschnüffeln darf?

Bruch: Die Abgrenzung der Zuständigkeiten ist für die praktische Arbeit ganz wichtig. Jetzt wird ganz klar geregelt, wann das Bundeskriminalamt für Fälle des internationalen Terrorismus zuständig ist: Wenn die Gefahr mehr als ein Bundesland betrifft, wenn die Gefahr nicht lokalisierbar ist und wenn eine Länderzuständigkeit nicht erkennbar ist.



Kein Wort wegen der Verletzung der Privatsphäre ...

SPIEGEL ONLINE: Und wann ist Terrorismus international? Schon wenn ein Verdächtiger eine Mail aus Pakistan erhält oder ausländische Zeitungen liest?

Bruch: Eine Mail reicht aus. Wenn das Mainzer LKA erfährt, dass jemand eine verdächtige Nachricht aus Pakistan bekommt, melden wir das ans BKA und verständigen uns, wer in diesem Fall den Hut aufhat. Das wiederum bemisst sich an den eben genannten drei Aspekten.


Ich frage mich natürlich: Wer oder was gilt beim BKA als "verdächtig"? Und um herauszufinden, ob eine E-Mail verdächtig ist, muss man sie natürlich lesen. Daraus schließe ich, dass die grundsätzlich jede Mail aus Pakistan lesen werden, da sie ja "heikel" sein könnte.

Also besser, Sie brechen alle Brieffreundschaften mit Pakistani oder, noch besser, mit allen aus dem Nahen Osten ab - mit Glück liest man dann Ihre E-Mails erst als letztes ...


UPDATE 17.12.08:

Wir hatten es ja alle schon irgendwie befürchtet und heute kann man auch im SPON nachlesen, dass das BKA-Gesetz nun schneller kommt, als uns lieb sein dürfte: zum 01. Januar 2009.

Im Vermittlungsausschuss einigte man sich auf Kompromisse, die doch sehr fragwürdig sind:

Die Online-Durchsuchung kommt, und zwar mit einem doppelten Richtervorbehalt." Das Ausspähen eines Computers müsse von einem Richter angeordnet und von einem Richter kontrolliert werden. Das sei eine "starke rechtsstaatliche Kontrolle


Ja, also das möchteich gerne sehen.....

Geändert wurde auch die Regelung, wonach die Feststellung, ob gesammelte Daten den Kernbereich des Privatlebens betreffen und dann nicht verwendet werden dürfen, nur im Streitfall einem Richter überlassen wird. Jetzt steht die Auswertung durch zwei BKA-Beamte und einen BKA-Datenschützer unter der "Sachleitung" eines Richters.


Einen wirklichen Unterschied zur vorherigen Version kann ich leider nicht erkennen, so dass ich Gisela Piltz von der FDP zustimmen möchte:

Das Vermittlungsergebnis macht aus einem sehr schlechten Gesetz ein schlechtes Gesetz


Aber hauptsache,man kann von sich behaupten, an dem Problem "gearbeitet" zu haben und es sich gegenseitig schön reden.....

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Die Kuchentester: Bananen für die Behördenleitung in Bochum!!!
12/17/2008 07:26 PM
Gestern habe ich mich an dieser Stelle über den geistigen Zustand in unserem Land beklagt.

Vorgänge wie um die Bochumer Staatsanwältin Lichtinghagen tragen nicht unerheblich zu meinem Frust bei. Die engagierte Staatsanwältin ermittlelte bekanntlich im Liechtensteiner Steuersumpf. Offenbar zu erfolgreich, so dass sich ihre Vorgesetzten dazu entschlossen, sie kaltzustellen.

Nachdem Frau Lichtinghagen zunächst zur Staatsanwaltschaft Köln abgeschoben werden sollte, wird das Mobbing-Opfer nunmehr Richterin an einem Amtsgericht in NRW. So wird sichergestellt, dass die Ermittlungen im Sande verlaufen und außer dem Bauernopfer Zumwinkel keine weiteren Steuersünder zur Rechenschaft gezogen werden. Die FTD berichtet.

Dies ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass Deutschland auf dem besten Weg in eine Bananenrepublik ist.

Dankenswerterweise hat es Attac übernommen, gegen dieses infame Vorgehen eine Protestaktion zu starten, die sich gegen die Verantwortlichen in der Bochumer Staatsanwaltschaft richtet: Bananen für die Behördenleitung in Bochum!

Schickt Bananen an die Staatsanwaltschaft Bochum!

Adresse:
Leiter der Staatsanwaltschaft Bochum
Bernd Schulte
Staatsanwaltschaft Bochum
Postfach 102449
44724 Bochum

Schreibt ihm, dass:
  • die Behinderung der Ermittlung eine Verschwendung von Steuergeldern ist
  • wir erwarten, dass Steuerflucht konsequent bekämpft wird
  • er selbst und die anderen Verantwortlichen zurücktreten sollen.

Ich unterstütze diese Aktion hiermit ausdrücklich![Link] [Cache]
rotglut.org: Andreas Neuber und Alexander J. Kleinjung wollen Kosten treiben
12/17/2008 07:23 PM
Abmahnanwalt droht Richter des LG Kassel dreist und sinnlos mit Berufung In der für beide aussichtslosen Sache 9 O 2219/08 wollen Alexander J. Kleinjung und sein "Rechtsvertreter" Andreas Neuber die Kosten treiben. Nach der Aufforderung des Gerichtes binnen 2 Wochen einen Verweisungsantrag an das AG Kassel zu stellen, weil der Streitwert unterhalb 5.000 Euro liege. Der R ... [Link] [Cache]
about: Kriminelles Pack
12/17/2008 07:23 PM
DDoS-Attacke läuft noch Um das klar zu stellen: Die DDoS-Attacke auf Rotglut.org und andere Hosts läuft noch. Ich bitte um Verständnis darum, dass ich nichts dazu schreibe, wie konkret angegriffen wird. Die Sache scheint aber im Griff zu sein, oder vielmehr immer besser in Griff zu kommen. Ich bitte auch um Verständnis dar ... [Link] [Cache]
Wut!: Wie Zwangsarbeit
12/17/2008 06:34 PM

Die Angst geht um. In vielen Branchen herrscht eine Willkür, da fühlten sich viele wie im Straflager. Bei meiner letzten Recherche in der Brotfabrik, sagten Kollegen zu mir: Hoffentlich werden wir bald entlassen. Ich fragte: Warum kündigst ihr denn nicht? Dann kriegen wir eine Sperre vom Arbeitsamt. Das ist wie Zwangsarbeit. Beim Callcenter werden die Leute hin verpflichtet, obwohl sie zu Betrügern ausgebildet werden. Aber sie können nicht ablehnen, sonst kriegen sie die Sperre. Mit Langzeitarbeitslosen kann man machen was man will. [...] Da herrscht völlige Rechtlosigkeit. Menschen, die wie Ware angemietet werden, als Lückenbüßer, Manövriermasse. Die sind die ersten, die jetzt auf der Strecke bleiben.

Günther Wallraff

Posted in Arbeit, Armut, Ödnis, Entrechtung, Gelinkt, Grundrecht, Hilflosigkeit, Lebensschaden, Mafia, Prop&P'litik, S.A.A.R.T., Sklaverei, Unfreiheit, Verdrängung, Zitate
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"Die Dreckschleuder": BKA-Gesetz weiterhin "Angriff auf die Bürgerrechte"
12/17/2008 06:33 PM

Der Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag hat sich bei seiner Sitzung am heutigen Mittwoch auf die heftig umkämpfte Novelle des Gesetzes für das Bundeskriminalamt (BKA) geeinigt. Die Verhandlungspartner folgten dabei laut dpa der Kompromisslinie, die Spitzenpolitiker von Bund und Ländern im Vorfeld nach dem ursprünglichen Nein der Länder ausgehandelt hatten. Auf Verlangen der SPD müssen heimliche Online-Durchsuchungen demnach grundsätzlich von einem Richter genehmigt werden. Auch über den Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung soll die Justiz wachen. Zudem werden die Zuständigkeiten des BKA und der Länderpolizeien etwas klarer definiert, damit sich beide Seiten bei der Fahndung nicht ins Gehege kommen. Nicht durchsetzen konnten sich die Sozialdemokraten mit ihrer Forderung nach Korrekturen beim Zeugnisverweigerungsrecht für sogenannte Berufsgeheimnisträger wie Anwälte, Ärzte oder Journalisten.

Hier weiter:

Posted in terror, ueberwachung Tagged: bka, schnueffelstaat
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Whistleblower-Netzwerk: Whistleblower im Stern
12/17/2008 06:16 PM

Urlaubsbedingt etwas verspätet hier noch ein Hinweis auf stern Heft Nr. 51 S. 5 und 30 ff. Dort wird ausführlich und mit zahlreichen Hintergrundinfos die lesenswerte Whistleblower-Geschichte von Rudolf Schmenger und seinen Kollegen bei der ehemaligen Abteilung Steuerfahndung des Finanzamts Frankfurt V erzählt. Ausgangspunkt war deren Widerstand gegen eine Amtsverfügung mit der ihre Nachforschungen gegen Steuersünder vor allem aus dem Bankenmilieu beschnitten wurden. Folgen waren die Auflösung der Dienststelle, Mobbing, Zwangsversetzungen, Zwangsfrühpensionierungen und anderes mehr. Letzlich verantwortlich waren der hessische Finanzminister Weimar und sein Chef Roland Koch.

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Suboptimales: Weil man die Wahrheit manchmal nur in Geschichten erzählen kann
12/17/2008 06:03 PM
Wie wir alle wissen, sind die Zeiten der offenen Bericht - erstattung recht schmal geworden ! - Nun gut, dann müssen wir Mittel und Wege finden, uns mit jenen zu solidarisieren, die "noch" einen Job haben und nicht bereit sind, viele auch nicht sein sollten, ihn zu riskieren, nur um einmal ganz groß die Klappe aufzureißen.Wir brauchen jeden , der im System drinsteckt und mitwirkt , um uns einen Überblick zu verschaffen und unsere Vorgehensweise schärfen zu können. Infos , die uns nützen die Abläufe besser zu verstehen, können uns nur recht sein. Wenn wir es schaffen, Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dann haben wir eine Chance, dass jene, die zwar nicht überzeugt sind, in ihrem Aufgabenbereich "sabotierend" tätig werden zu wollen, durchaus bereit sind, anonym Informationen weiterzugeben. [Link] [Cache]
politplatschquatsch: Nazi-Pullover aus Dubai
12/17/2008 05:37 PM
Eine ganz neue, schreckliche Dimension von Ausländerfeindlichkeit mitten in Deutschland spiegelt sich gerade in verschiedenen Gerichtsverfahren, die von unterschiedlichen Immobilienbesitzern gegen die angeblich brandenburgische Firma Mediatex angestrengt worden sind. Weil zu den Kunden des Modeunternehmens nicht nur Outdoorfans, sondern auch Neonazis gehören, sollen mehrere Läden der Firma in Berlin, Magdeburg und Leipzig aus ihren gemieteten Geschäftsräumen ausziehen.

Ein Schlag gegen rechts, dessen subtile Fremdenfeindlichkeit, gepaart mit einer sorgfältig gepflegten Aversion gegen Investoren aus arabischen Ländern, sich jetzt erst enthüllt. Denn seit Mitte November ist Mediatex ein ausländisches Unternehmen: Thor Steinar ist nach Dubai verkauft worden und gehört jetzt dem arabischen Geschäftsmann Faysal Al Zarooni (im Bild).

Dessen Faysal Al Zarooni Group of United Arab Emirates investiert weltweit in Technologiefirmen, Unterhaltsangebote und Immobilien, sogar in deutschland, wo arabischen Investoren allerdings unter anderem von der Katholischen Kirche das Leben schwer gemacht wird. Die möchte, dass Mediatex wegen der Nazi-Kundschaft aus dem in Kirchenbesitz befindlichen Hundertwasserhaus in Magdeburg auszieht - ein Fehdehandschuh, geworfen in Richtung aller rechtgläubigen Moslems weltweit.[Link] [Cache]
Duckhome: Staatsanwaltschaft durchsucht Hypo Real Estate
12/17/2008 05:28 PM

Wie die Ticker übereinstimmend berichten, durchsucht die Staatsanwaltschaft in München die Räume der Hypo Real Estate. Leider scheint es aber nur um die Verfehlungen des ehemaligen Vorstands und Aufsichtrsatrats in Sachen Marktmanipulation, Untreue und unrichtige Darstellungen nach dem Aktiengesetz.

Auch auf telefonische Nachfrage fiel kein Wort über mögliche Untersuchungenen zu Geschäften mit der Deutschen Bank. Das ist schade. Aber vielleicht haben wir Glück und ein amerikanischer Staatsanwalt schaltet sich ein.

Vielleicht sollte die Bundesregierung auch einfach den Unfug mit der Bankenrettung beenden und sich endlich auf die Rettung der Menschen in Deutschland und die deutsche Wirtschaft konzentrieren. Die Banken haben genug Geld verzockt. Die Bankster gehören alle in den Knast.

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Mein Wa(h)renhaus: Civilcourage oder Ignoranz - Über ein erschreckend bewegendes Hörspiel
12/17/2008 05:25 PM
Früher habe ich oft und gerne Hörspiele im Radio gehört. Heute komme ich nur noch selten dazu, aber vorgestern habe ich es mal wieder gemacht. Zu hören gab es “Ruhe 1″ von Paul Plamper, und die realistische Art der Darstellung eines Moments der Entscheidung hat mich wirklich bewegt. Das Museum Ludwig in Köln hat zusammen mit [...][Link] [Cache]
Demagogen aller Orten: Erhellendes Gespräch EU-Parlaments-Abgeordneter mit Vaclav Klaus
12/17/2008 05:23 PM

Kein Besuch von Freunden – Zwischen dem tschechischen Präsidenten und einer Delegation des EU-Parlaments entspinnt sich ein heftiger Streit über die Zukunft Europas

Auszug:

[…]
Klaus:

Ich danke Ihnen für die Erfahrung, die ich mit diesem Treffen mit Ihnen machen kann. Ich habe nicht geahnt, dass so etwas möglich ist, und ich habe so etwas Ähnliches seit 19 Jahren nicht erlebt. Ich dachte, dass das der Vergangenheit angehört, dass wir in der Demokratie leben, aber in der EU funktioniert wirklich eine Post-Demokratie. Sie haben über europäische Werte gesprochen. Europäische Werte sind vor allem Freiheit und Demokratie, und darum geht es den Bürgern der Mitgliedsstaaten der EU vor allem, und heute sind die in der EU sehr im Verschwinden begriffen. Es ist erforderlich, sie zu verteidigen und sich um sie zu bemühen. Vor allem möchte ich betonen, was auch die Mehrheit der Bürger der Tschechischen Republik denkt, dass es für unsere Mitgliedschaft in der EU keine Alternative gibt. Ich war es, der den Antrag 1996 stellte und 2003 den Beitrittsvertrag unterschrieben hat.

Zur inneren Ausgestaltung der EU gibt es aber viele Alternativen. Nur eine von ihnen für heilig, unantastbar zu halten und überdies sie nicht anzweifeln oder kritisieren zu dürfen ist gegen Europa selbst gerichtet. Was den Vertrag von Lissabon angeht, da möchte ich gern daran erinnern, dass er auch in Deutschland noch nicht ratifiziert ist. Den Verfassungsvertrag, aus dem Lissabon hervorgegangen ist, haben in Referenden die Wähler in zwei weiteren Ländern abgelehnt. Wenn Herr Crowley von einer Beleidigung der irischen Wähler spricht, dann muss ich daran erinnern, dass es die größte Beleidigung der irischen Wähler ist, nicht zu respektieren, wie sie in ihrem Referendum über den Vertrag von Lissabon abstimmten. Ich habe in Irland mit jemandem geredet, der die Mehrheitsmeinung im Land vertritt, Sie, Herr Crowley, vertreten eine Meinung, die in Irland in der Minderheit ist. Das ist das greifbare Ergebnis des Referendums.

Crowley:

Sie werden mir nicht sagen, welche Meinung die Iren haben. Das weiß ich als Ire am besten.

Klaus:

Ich spekuliere nicht über die Meinung der Iren. Ich konstatiere lediglich die Messdaten über ihre Haltung, wie sie aus dem Referendum hervorgingen.

Zu Lissabon – bei uns ist der Vertrag deshalb nicht ratifiziert, weil über ihn das Parlament bislang nicht verhandelt hat. Das ist nicht die Schuld des Präsidenten. Warten wir auf die Entscheidung beider Kammern des Parlaments, in der derzeitigen Phase des Ratifizierungsprozesses spielt der Präsident keine Rolle. Heute könnte ich den Vertrag nicht unterschreiben, weil er nicht auf meinem Tisch liegt, er gehört jetzt dem Parlament, das über ihn entscheiden muss. Meine Rolle kommt erst nach einer eventuellen Zustimmung im Parlament. Was das Klimapaket angeht, hier wird die tschechische Regierung sicher auf der rationaleren Seite stehen.

Das Antidiskriminierungsgesetz – ich bin überzeugt, dass das ein sehr schlechtes Gesetz ist, aber ich kann dessen Annahme, auch wenn ich es wollte, nicht beeinflussen. Es liegt im Parlament, und dort hat sich für seine Annahme bisher keine erforderliche Mehrheit herausgebildet.

[…]

via

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Konjunkturprogramm in Hessen: Investiert in Köpfe - nicht in Beton
12/17/2008 05:12 PM

Die geschäftsführende Landesregierung unter Roland Koch hat ein Konjunkturprogramm angekündigt, um die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise in Hessen zu mildern.

Der geschäftsführende Ministerpräsident Roland Koch stellte heute gemeinsam mit seinem Finanzminister Karlheinz Weimar in Wiesbaden das Hessische Sonderinvestitionsprogramm "Schul- und Hochschulbau" vor, das ein Gesamtvolumen von 1,7 Milliarden Euro umfasst und bereits in 2009 wirksam werden soll.

Ab April 2009 würde den Bildungsträgern bereits das Geld zur Verfügung stehen, dann könnte es an vielen hessischen Schulen heißen: Sanieren, Modernisieren, Ausbauen. Koch kündigte außerdem die Prüfung eines zusätzlichen Straßenbauprogramms für das Jahr 2010 an, das insbesondere den Kommunen zugute kommen solle.

Dieses Programm ist an sich begrüßenswert, auch wenn man sich fragt, woher das Geld kommen soll, verantwortet die hessische Landesregierung doch einen Schuldenberg von 33 Miliarden Euro und eine strukurelle Unterdeckung des Haushalts von ca. 1,4 Milliarden Euro - was daran Wahlkampf ist, und was letztendlich wirklich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Schulen, Hochschulen, Kindertagesstätten und soziale Einrichtungen brauchen zweifelsohne mehr Geld. Die in diesem Programm genannten Maßnahmen sind jedoch ungeeignet, um die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu bekämpfen.

Am 18. Januar wird in Hessen gewählt, eine neue Regierung konsitutiert sich frühestens Mitte Februar, eine entsprechende Gesetzesvorlage kommt frühestens Mitte März in den Landtag zu Abstimmung (auch auf dem Weg der Verordnung geht es nicht schneller).

Die Gelder können dann frühestens im April bereitgestellt werden. Dann beantragen die Schulen und die anderen Einrichtungen die Gelder und schreiben die Aufträge aus, dafür muss jedes einzelne Vorhaben von den Kommunen und den Ländern vorher bewilligt werden. Da dieses Paket auch größere Bauvorhaben umfasst ist eine europaweite Ausschreibung unumgänglich. Die interessierten Bauunternehmer reichen ihre Angebote ein, diese werden gesichtet und bewertet und es erfolgt der Zuschlag - für die kleineren Projekte wohl im Spätsommer 2009, für die größeren Bauvorhaben Ende 2009 bis Anfang 2010.

Bezahlt wird nach Bauabschnitten - die Zahlungen erfolgen daher im geringeren Umfang im Herbst 2009, im größeren Umfang Sommer bis Herbst 2010, bei sehr großen Bauvorhaben dürfte es auch 2011 werden.

Sofortmaßnahmen gegen eine Konjunkturkrise sehen definitiv anders aus. Daher sollte man besser sofort im größerem Umfang Personal einstellen - auch dies fehlt in Schulen, Hochschulen und anderen Einrichtungen. Die Lohnzahlungen führen zu Konsum und haben unmittelbare Wirkung. Die o.g. Baumaßnahmen würden zum größten Teil sowieso erfolgen, mit einer zusätzlichen Personalaufstockung hätte man aber echte kurz- und langfrisig wirkende Impulse für die Wirtschaft.

Kurz: Das hessische Konjunkturprogramm der Regierung Koch ist ungeeignet als Maßnahme gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise.

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ad sinistram: Nomen non est omen
12/17/2008 04:35 PM
Heute: "Lebenslanges Lernen"
" Lebenslanges Lernen –eine Herausforderung in einer Zeit des rapiden technischen, sozialen und demografischen Wandels."
- Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) auf ihrem Onlineportal -

"Damit Talent und Fähigkeiten in der neuen europäischen Wirtschaft zur Geltung gebracht werden können, muss der politische Schwerpunkt auf die zunehmende Investition in Humanressourcen und die höhere Beteiligung am l ebenslangen Lernen gelegt werden."
- Anna Diamantopoulou, Mitglied der EU-Kommission für Beschäftigung und Soziales -
Man sollte annehmen, dass es in der Natur eines jeden halbwegs vernunftbegabten Menschen liege, aus seinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen sein Leben lang zu lernen? Warum also, dass von Politik und Wirtschaft so allseits befürwortete Konzept des "Lebenslangen Lernens"?

Es geht Politik und Wirtschaft eben nicht um den selbstbestimmten, sich-selbst-erfahrenden Menschen, sondern um die „Ware Mensch", genauer: um das Humankapital. Wie ein Computer durch Updates, soll der Mensch so lange wie möglich für Unternehmen verwurst- und verwertbar sein. Dies soll durch zusätzliche Qualifikationen und Weiterbildungen geschehen, die der Steuerzahler am besten natürlich selbst bezahlen sollte. Im Sinne vorauseilendem Gehorsams soll sich die "Ware Mensch" stets frisch halten, um den Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht zu werden, welche die Unternehmen fordern. So sagt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ganz unverblümt: "Wir wollen insgesamt das Lernen im Lebenslauf für und mit Unternehmen ausbauen." Eine Online-Zeitschrift droht den Arbeitnehmern sogar: "Für eine lange Beschäftigungsfähigkeit braucht es stetige Weiterbildung." Wer sich also nicht weiterbildet, wird arbeitslos oder ausgegrenzt werden und ist demnach selbst schuld.

Ein wichtiger Aspekt ist die Soll-Funktion bei diesem Konzept und Schlagwort. Jeder Lohnempfänger hat sich weiterzubilden und soll sich den Unternehmen anpassen, sich fügen. In seiner Konsequenz schreibt der Terminus den Menschen geradezu vor, wie sie sich verhalten sollen. Auch wird dieser Begriff zur Legitimation von Arbeitslosigkeit benutzt. Wer arbeitslos ist, habe sich eben nicht darum bemüht "lebenslang zu lernen", so die Argumentation. Eine Verantwortungsumkehrung und ein neoliberales Denken der „Eigenverantwortung" als Gegensatz zur Solidarität stehen hierbei im Vordergrund. Beim „Lebenslangen Lernen" hat der Mensch für die Wirtschaft da zu sein und nicht die Wirtschaft für den Menschen.


Dies ist ein Gastbeitrag von Markus Vollack aka Epikur.
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BooCompany: Holtzbrinck fängt an, die StudiVZ-Türen zu verrammeln (BOO)
12/17/2008 04:19 PM
Mensch Leute, das kauft euch doch kein Mensch ab. Wenn ihr StudiVZ in Spanien, Italien, Frankreich und Polen dichtmacht, dann ist dem keine positive Nachricht abzugewinnen. So plump wolltet ihr uns doch schon gestern die Sache mit zoomer und dem Tagesspiegel an die Backe labern. Is nich![Link] [Cache]
politplatschquatsch: Reiche immer ärmer
12/17/2008 03:36 PM
Wiedermal gute Nachrichten von der Krisenfront. Wie noch keine Maßnahme der Regierung zuvor hat der Zusammenbruch der Finanzmärkte die "Schere zwischen arm und reich" (Spiegel) in deutschland schließen helfen. Während Hartz4-Empfänger nach wie vor stabil nichts besitzen, weil nichts verlierenkann, wer nichts hat, haben zahllose Besserverdiener Millionen und Abermillionen eingebüßt.

Allein die 20 so genannten Superreichsten im Land, denen der Zorn von Oskar Lafontaine und Peer Steinbrück gleichermaßen gilt, haben nach einer Studie des Wirtschaftsmagazins „Capital" im Jahr 2008 Einbußen von über 39 Milliarden Euro hinnehmen. Ganz vorn liegt mit mit fast vier Milliarden verlorenen Euro der Duisburger Haniel-Konzern. Auf den Plätzen folgen demnach die Industriellenfamilien Henkel, Siemens, Wacker und Merckle mit einem Minus von jeweils mehr als drei Milliarden Euro.[Link] [Cache]
Kritik und Kunst: Ist der Aufbau einer Gegenöffentlichkeit gescheitert,
12/17/2008 03:28 PM

wie Albrecht Müller glaubt? Erstens: Trivialerweise ja, die Ergebnisse, die Müller korrekt zusammen fasst, zeigen es. Auch mit seiner Begründung bin ich einverstanden: Die scheinbare Heterogenität derer, die sich gegen Ypsilanti äusserten ("da muss ja was dran sein") - und eine im Zweifelsfall sogar ganz unpolitische Lust daran, sich an einer mit Moralplazet ausgestatteten Hetzjagd auf eine Wehrlose zu beteiligen.

Zum zweiten: ich meine - und sei es, weil ich es glauben will - schon, erste Erfolge gesehen zu haben. Die widerliche Handy-Geschichte wurde schnell wieder abgeblasen - im Gegensatz zum "Einflüsterer", zum Namen und zum Radio-"Interview", mit denen die Hetzmeute wochenlang bei Laune gehalten wurde. Jener hessische Rittersmann aus der Union, der da - hoch aufgericht´ stund er da! - schwungvoll eidesstattliche Versicherungen abforderte, hält inzwischen auch seinen dummen Mund. Er tut gut daran. Sonst käme am Ende wirklich noch jemand auf die Idee, diesem Edeldemokraten mal seinerseits eVs abzufordern, etwa zu "jüdischen Vermächtnissen" und ähnlich honorigem Treiben.

Entscheidend für Ypsilantis Scheitern war der fehlende Rückhalt in ihrer eigenen Partei. Dadurch signalisierte ihre eigene Partei: Die ist zum Abschuß freigegeben. In der Viktimologie weiß man: Opfer begeben sich insbesondere dann in eine viktimogene Situation, wenn sie signalisieren, sich nicht wehren zu können oder zu wollen. Genau das ist hier passiert.

Es hätte allen Anlaß gegeben, sich zu wehren. Die schäbige Schmiere "Hessen muss sauber bleiben" war ja erkennbar verlogen, allein schon deswegen, weil man Goetschs Koalitionslüge nicht mit gleichem Maßstab maß, und weil man Ypsilanti den Bruch einer anderen Zusage - keine große Koalition - abforderte.

Ich denke - und fordere auch dazu auf -, dass die Gegenöffentlichkeit, dass die Blogger sich einmal daran versuchen sollten, Christa Goetschs Koalitionszuabsagen vor der Wahl zu thematisieren - nicht, um Christa Goetsch auf eine dann ähnlich schäbige Art als Mensch ´fertig zu machen´, sondern um die Unsäglichkeit der Kampagne gegen Ypsilanti zu thematisieren.

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DDOS-Attacke gegen Nicht Abzocken e.V. (Update: Das gibt nun einen Einlauf!!!!)
12/17/2008 03:26 PM

Unsere Aktionen scheinen Wirkung zu zeigen. Das kriminelle Pack kommt aus seinen Löchern.

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Stefan-Ziller.de: Mietexplosion begrenzen
12/17/2008 03:26 PM

Berlin gilt als Stadt mit niedrigen Mieten. Doch zwischen den Bezirken wir die Schere der Mietunterschiede immer weiter. In vielen Stadtteilen sind Mietsprünge von 30-50% die Regel geworden beim MieterInnenwechsel. Ein Umzug innerhalb ihres Wohngebietes wird für viele GeringverdienerInnen unmöglich, sie müssen ihren Wohnbezirk verlassen. Dies hat zur Folge, dass soziale Entmischung zusätzlich verstärkt wird.

Eine Bindung aller VermieterInnen an eine Begrenzung auf maximal 15% über der jeweiligen Vergleichsmiete könnte die weitere Mietexplosionen verhindern. Um diese Änderung des Mietrechts im BGB zu erreichen, fordern Bündnis90 / Die Grünen den Senat auf eine Gesetzesinitiative im Bundesrat einzubringen.


Wir brauchen Beschränkungen der Mietsteigerungen bei Neuvermietungen. Bis jetzt sind MieterInnen gegen Mieterhöhungen nur innerhalb des laufenden Vertrages abgesichert. Gesetzliche Regelungen für Neuvermietungen gibt es kaum, allein die Wuchergrenze aus dem Strafgesetzbuch und §5 des Wirtschaftsstrafgesetzes dürfen nicht überstiegen werden. Diese ist jedoch schwer fassbar und bietet, gerade durch den großen Leerstand in Berlin, kaum Schutz. Deshalb muss es eine gesetzliche Regelung und eine Obergrenze für Mieterhöhungen bei Neuvermietungen geben.

MieterInnenwechsel wäre dann nicht mehr gleichbedeutend mit unerschwinglichen Wohnkosten. Den BewohnerInnen wäre es leichter möglich innerhalb ihres Bezirks umziehen, was für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von Bedeutung ist. Um die soziale Mischung zu erhalten, müssen die Mieten für alle bezahlbar sein und bleiben. Außerdem sind die günstigen Mietpreise ein wichtiger Anziehungspunkt Standortvorteil für Berlin. Doch um diesen zu halten darf das Niveau des Mietspiegels, nicht weiter rasant steigen, wie es in manchen Stadtteilen momentan der Fall ist.

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bka-gesetz: der "kompromiss"
12/17/2008 03:24 PM
Zitat:
Der Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag hat sich bei seiner Sitzung am heutigen Mittwoch auf die heftig umkämpfte Novelle des Gesetzes für das Bundeskriminalamt (BKA) geeinigt. Die Verhandlungspartner folgten dabei laut dpa der Kompromisslinie, die Spitzenpolitiker von Bund und Ländern im Vorfeld nach dem ursprünglichen Nein der Länder ausgehandelt hatten. Auf Verlangen der SPD müssen heimliche Online-Durchsuchungen demnach grundsätzlich von einem Richter genehmigt werden. Auch über den Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung soll die Justiz wachen. Zudem werden die Zuständigkeiten des BKA und der Länderpolizeien etwas klarer definiert, damit sich beide Seiten bei der Fahndung nicht ins Gehege kommen. Nicht durchsetzen konnten sich die Sozialdemokraten mit ihrer Forderung nach Korrekturen beim Zeugnisverweigerungsrecht für sogenannte Berufsgeheimnisträger wie Anwälte, Ärzte oder Journalisten.

(...)

Auch von der Opposition hagelte es Proteste. Das Vermittlungsergebnis macht aus einem sehr schlechten Gesetz ein schlechtes Gesetz", konstatierte Gisela Piltz, innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion. Wesentliche verfassungsrechtliche Bedenken hätten nicht einmal auf der Tagesordnung gestanden. Die angeblichen Verbesserungen beim Kernbereichsschutz seien "lächerlich". Noch immer sei die Erhebung von Daten nur dann verboten, wenn "allein" Daten aus dem Kernbereich erhoben würden. Piltz' Kollegin der Linken, Ulla Jelpke, wertete die produzierte "heiße Luft" als "Blamage für die SPD". Die angebliche Präzisierung der Kompetenzverteilung von Bund und Ländern sei eine Farce. Das BKA-Gesetz stelle so weiterhin einen "Angriff auf die Bürgerrechte" dar.

Die Grünen kritisierten, dass die große Koalition dem Vermittlungsausschuss nur Änderungen in drei Punkten vorgeschlagen hatte. Dies reiche bei weitem nicht, um aus dem "Bürgerrechtskiller BKA-Gesetz" eine passable Grundlage für die Arbeit der Polizei zu machen. Es würden noch "ganz viele Giftzähne" im Gesetz bleiben, beklagte Wolfgang Wieland, Sprecher für innere Sicherheit der Bundestagsfraktion der Grünen, gegenüber dem Deutschlandradio. Er verwies etwa auf die Lizenz für das BKA, auch einen großen Spähangriff mit kleinen Videokameras auf Wohnungen zu starten. Weiter sollen die Ermittler im Anti-Terrorkampf unter anderem bundesweit Rasterfahndungen durchführen, Telekommunikation einschließlich Internet-Telefonie präventiv überwachen und Verbindungsdaten abfragen dürfen.

(Quelle: Heise)

Kleine Anmerkung: Es ist bereits bei bisherig legalen Maßnahmen wie Hausdurchsuchungen meist so, dass ein Richter aus Zeitdruck den Antrag höchstens überfliegt und dann unterzeichnet. Insofern ist der Richtervorbehalt so oder so eine Farce, und dieser Kompromiss ist effektiv dasselbe Gesetz, das kurz zuvor abgelehnt wurde (allerdings eher aus Kompetenzstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern, denn inhaltlichen Erwägungen).

Jetzt müssen Bundestag und -rat nur noch vor Weihnachten dem ganzen Zustimmen, dann können Schäuble, Wiefelspütz und Konsorten ja zufrieden sein mit ihrem "Weihnachtsgeschenk" für unsere schöne Bananenrepublik.[Link] [Cache]
Querschüsse: "Goldmänner im Abwärtstrend"
12/17/2008 03:10 PM
Schlechte Zeiten auch für den bisherigen Primus Goldman Sachs (GS). Zuletzt gab GS als Folge der Finanzkrise, genau wie der letzte verbliebene Wettbewerber Morgan Stanley, den Status Investmentbank auf und mutierte zu einer gewöhnlichen Geschäftsbank!

Das verschärft zwar etwas die Regulierung und mindert den Spielraum für schnelle Profite, erlaubt aber den bisher nicht möglichen Zugriff auf Kundeneinlagen und vor allem den Zugriff auf die Hilfsgelder des TARP-Programm. Aus diesem Rettungspaket der US-Regierung erhielt GS bereits 10 Mrd. Dollar.

Das Geschäft selber entwickelt sich für die Goldgräber der Spekulation zu einem Desaster. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2008 fiel um gnadenlose -52% auf 22,22 Mrd. Dollar nach 45,98 Mrd. Dollar in 2007.

> Die letzten 4 Quartalsgewinne im Chart. Quelle Grafik: Econompicdata.blogspot.com <

Der Gewinn im 4. Quartal brach auf -2,121 Mrd. Dollar ein, nach +845 Millionen im Vorquartal und +3,215 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Mit dem Quartalsverlust von -4,97 Dollar je Aktie verzeichnet das Finanzinstitut erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1999, genau genommen seit 1929, einen Verlust.

Im Gesamtjahr 2008 erzielte Goldman Sachs noch +2,322 Mrd. Dollar Gewinn, ein Einbruch von -80% zum Jahr 2007 mit +11,599 Mrd. Dollar.

Die Bilanzsumme sank auf 885 Mrd. Dollar, ein Minus von 18,1% zum Vorquartal mit 1,081 Billionen Dollar. Der Finanzkonzern reduzierte richtigerweise einen Teil seiner Risiken. Das Eigenkapital sank jedoch auch auf 36,79 Mrd. Dollar! Das Leverage Ratio (Verhältnis Bilanzsumme zu Eigenkapital) beträgt immer noch das 24,05-fache und dies bedeutet auf einen Dollar Eigenkapital, wird ein Hebel von 24,05 Dollar Fremdkapital eingesetzt.

Risiken sind immer noch genug vorhanden. In der Bilanz zum 4. Quartal schlummern noch 66 Mrd. Dollar bzw. 7,5% der Total Assets mit Level 3 bewertet. Level 3 Assets sind illiquide nicht handelbare Vermögenswerte bei denen kein Marktpreis abrufbar ist. Sie werden per Mark to Model, auf Grundlage geschätzter modellbasierter Berechnungsmodelle ("Mark to Fantasy"), als Level 3 Standard nach Fair Value bewertet und in der Bilanz unter Aktiva geführt.

Im ausführlichen 10-Q SEC-Filing, zur Zeit nur aus dem 3. Quartal 2008 verfügbar, ergeben sich noch eine Reihe weiterer Risiken.

> In außerbilanziellen Zweckgesellschaften, Variable Interest Entities (VIEs) schlummern noch "Assets" in Höhe von 65,1 Mrd. Dollar. <

Das Derivate-Portfolio lag in Q3 bei 1,599 Billionen Dollar. Die Netting-Positionen der OTC-Derivate, nach dem gegeneinander Aufrechnen der Bruttomarktwertpositionen liegen immer noch bei beachtlichen 80,41 Mrd. Dollar.

Die Risikopositionen aller Assets gab GS in Q3 mit 379,16 Mrd. Dollar an, darunter 154,5 Mrd. an Kreditrisiken. Darunter auch immer noch 29,5 Mrd. Dollar an Mortgage Backed Securities (MBS), 20,6 Mrd. Dollar an Krediten an Private Equity und Real Estate Fund Investments und 13,03 Mrd. Dollar an High-Yield und andere Debt Obligations.

Im Jahr 2008 sanken die Kosten für Gehälter und Boni der noch 30'067 Mitarbeiter um -46% auf 10,93 Mrd. Dollar nach 20,2 Mrd. Dollar in 2007. Der Bonus-Pool macht ca. 60% der Gesamtvergütung aus, dieser verringerte sich auf 6,56 Mrd. Dollar. Die siebenköpfige Führungsspitze erhält für 2008 keinen Boni. Im vergangenen Jahr hatte allein der CEO Blankfein Prämien und Aktien im Gesamtwert von 68,5 Millionen Dollar bekommen. Die durchschnittliche Gesamtvergütung eines Angestellten bei Goldman Sachs betrug 2008 immer noch ambitionierte 363'521 Dollar.

Wie alle Wall Street Banken treibt Goldman Sachs seinen Stellenabbau weiter voran. Rund 10% der Stellen werden noch abgebaut.

Als Resümee kann man ziehen, auch wenn Goldman Sachs seine Vermögenswerte und damit die Risiken abgebaut hat - solide ist was anderes. Für neuen Stoff wird allerdings gesorgt, die US-Notenbank senkte gestern den Leitzins auf eine Bandbreite von 0-0,25%, der tiefste Stand seit der Einführung des Leitzinses im Jahr 1971! Ob mit Hilfe des billigen Geldes der Umsatz bei den Banken, so auch bei Goldman Sachs mit neuen spekulativen Exzessen angekurbelt werden kann bleibt jedoch zu bezweifeln. Das Vertrauen ist verspielt, der Deleverage Effekt ist weiter stark!

Aber die eingegangenen Risiken der US-Banken sind kein isoliertes Problem, wie auch schon im Blog: "Das deutsche Bankenmikado" dargestellt, die deutschen Banken sind ebenfalls enorme Risiken eingegangen. Goldman Sachs mit einem Leverage Ratio von 24,05 ist gerade zu harmlos gegen das Leverage Ratio der Deutschen Bank mit 59,2, der Commerzbank mit 39,9 oder den tollen Landesbanken mit im Durchschnitt über dem 45-fachen Einsatz von Fremdkapital.

Eine aktuelle Grafik der kanadischen Notenbank verdeutlicht, dieses Problem gilt für ganz Europa:

> Europas Banken weltweit beim Leverage Ratio mit im Durchschnitt über dem 31-fachen ganz vorn. Quelle Chart: PDF Bank of Canada, Financial System Review Dezember 2008 <

Quelle Daten:
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Glasdemokratie: Menschenrechtsverletzungen auch in Deutschland
12/17/2008 02:54 PM

bettlerMenschenrechtsverletzungen beschränken sich nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Michael Windfuhr nicht nur auf Länder außerhalb Europas. Auch in Deutschland und in anderen europäischen Staaten gebe es Menschenrechtsverletzungen. Zwar seien die Fallzahlen wesentlich geringer als etwa in afrikanischen Staaten. «Aber auch bei uns werden täglich wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Randgruppen verletzt«, betonte Windfuhr. Als Beispiel nannte Windfuhr etwa die Wohnungssuche für Arbeitslose, die immer schwieriger werde. Auch das Recht auf Gesundheit stehe in verschiedenen Fällen zur Disposition, etwa wenn aufgrund finanzieller Probleme im Gesundheitswesen die Menschen in Pflegeheimen nur unzureichend versorgt würden. Zwar versuche die Bundesregierung, Abhilfe zu schaffen. Aber die Anstrengungen reichten offensichtlich nicht aus, was ja auch der jüngste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung darlege. Mit Blick auf die Finanzmarktkrise sagte der in Heidelberg lehrende Politologe, dass zahlreiche Industrieländer momentan hohe Bürgschaften für Banken ausgeben und teure Hilfspakete für Konzerne schnüren, sei zwar verständlich. Allerdings bleibe doch ein bitterer Nachgeschmack zurück, “weil die Etats für Entwicklungshilfe in Europa trotz diverser Zusagen nur sehr langsam steigen». Bitter sei auch der Umstand, dass der Steuerzahler für die Finanzbranche einstehen müsse. Das Geld könnte langfristig für Schulen, Krankenhäuser und auch für die Aufstockung der Entwicklungshilfe fehlen, befürchtete der Menschenrechtsexperte.

Glasdemokratie: Uns fallen da als Beispiele spontan noch HARTZ IV, Leiharbeit, kommunale Willkür, Abschaffung der Meinungsfreiheit etc. ein. Sollten Ihnen weitere einfallen, dann immer rein in die Kommentare damit.

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Linke Zeitung: Stahlkonzerne kündigen Kurzarbeit an und drohen mit der Schließung ganzer Werke
12/17/2008 02:35 PM
Auswirkungen der internationalen Finanz- und Autoindustriekrise Noch vor wenigen Monaten konnte die weltweite Nachfrage nach Stahl kaum befriedigt werden. Jetzt stehen die Stahlkonzerne vor einem dramatischen Absatzeinbruch und Auftragsrückgang, als Folge der internationalen Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Bau-, Maschinenbau- und insbesondere Autoindustrie. Die Stahlkonzerne reagieren mit massiver Kurzarbeit, Sparprogrammen, Entlassung von Leiharbeitern und der Stilllegung von ganzen Werken. Anfang November hatte der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor Mittal angekündigt, seine Produktion konzernweit um bis zu 35 Prozent zu drosseln. Bereits laufende Sparprogramme sollen verschärft und Investitionen auf Eis gelegt werden. Arcelor Mittal ist ein multinationaler Konzern mit Firmensitz in Luxemburg. Er beschäftigt 326.000 Arbeiter in mehr als 60 Ländern und hat einen Anteil von etwa zehn Prozent an der weltweiten Rohstahlproduktion. Arcelor Mittal hat bereits ein Stahlwerk in der Ukraine stillgelegt. In den USA sollen ab Mitte Januar in einem Werk in Burns Harbor, im Bundesstaat Indiana, 2.444 Arbeiter unbefristet freigesetzt , das heißt, entlassen werden. Weltweit streicht Arcelor Mittal 9.000 Stellen. In Deutschland wurden bereits 3.000 Arbeiter in Standorten von Arcelor Mittal in Kurzarbeit geschickt. Betroffen sind die Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt sowie in Duisburg. Aus heutiger Sicht sollen mindestens 800 der 8.000 Arbeitsplätze in den Werken von Arcelor Mittal in Deutschland gestrichen werden. Darüber hinaus sollen weitere 750 Vollzeitstellen eingespart werden. Diese Drohung dient der Gewerkschaft dazu Arbeitszeitverkürzungen und damit verbundenen Lohnsenkungen anzubieten und gegenüber den Beschäftigten durchzusetzen. Die Verhandlungen mit Betriebsräten und IG Metall dazu sind bereits in vollem Gang. [Link] [Cache]
ad sinistram: Ein bürgerlicher Held
12/17/2008 02:34 PM
Der deutsche Held schlechthin, der größte deutsche Freiheitskämpfer des 20. Jahrhunderts, hat nun seinen Platz in der Welt eingenommen, hatte kürzlich Weltpremiere. Somit wird das Heldenepos, welches die Deutschen ja schon kennen - Orginalton Tom Cruise -, nun auch Millionen anderen zugänglich - Stauffenberg wird zum Weltstar, zur Ikone, sein Konterfei könnte den Verkaufsschlager "Che Guevara-Konterfei" den Rang streitig machen. So ähnlich jedenfalls malt es sich die BILD-Zeitung aus, die ja schon vor Monaten enthusiastisch über den Hollywood-Film "Operation Walküre" berichtete und nun der Weltpremiere einen kleinen, dafür aber höchst überschwänglichen Artikel widmet.

Und wahrlich, Stauffenberg taugt zum deutschen Helden wie kein anderer, hat er sich doch schließlich aktiv dem ewigen Dämon, diesem unerklärlichen Monstrum und personifizierten Rückschritt ins Mittelalter entgegengestellt, hat ihn fast getötet und wollte ein neues Deutschland errichten, in dem die Greuel des Dritten Reiches nicht mehr zum Alltag gehören würden. Außerdem hat ihm eine ganze Litanei bürgerlicher Historiker, über allen thronend Joachim Fest, ein Denkmal errichtet, ihm zwar nicht direkt eine Hagiographie gewidmet, doch ein solides Fundament gegossen, auf dem das Heldengebäude wind- und wetterfest errichtet werden konnte. Die tragische Figur des Grafen ist geradezu prädestiniert für das Heldenstück, zeigt es doch auf, mit welchem Glück, mit welcher vom Schicksal vorbestimmten, unerklärlichen Vorsehung, das Scheusal aus Braunau gesegnet war - und zeigt damit auf, wie schwer umsetzbar, wenig erfolgsversprechend, wie unkalkulierbar deutscher Widerstand doch war, rechtfertigt folglich damit das Stillhalten vieler Millionen damaliger Zeitgenossen; der gescheiterte Heros rechtfertigt das Schweigen der Deutschen, ihr Arrangement mit den damals herrschenden Zu- oder besser gesagt Mißständen.

Für die bürgerlichen Medien gilt diese tragische Ikone des Widerstandes als Sinnbild eines anderen, eines besseren, humaneren, friedlicheren Deutschlands. Eines Deutschlands, welches in der Wehrmacht nur ein geknechtetes Werkzeug der Nationalsozialisten sieht, überrumpelt und wehrlos in einen Krieg geschickt, den man ja nie haben wollte, den man erst ablehnte und - darüber spricht man weniger gerne! - als man von Sieg zu Sieg eilte, im Kriegshandwerk ganz plötzlich wieder die gottgegebene Aufgabe erkennen wollte, Freude am Tun verspürte. In diese Tradition wäre auch Stauffenberg einzureihen, wenn die historische Berichterstattung nicht so eindimensional und verlogen wäre, wenn sie offen mit den Makeln der Widerständler umgehen würde. Stauffenbergs Gewissen wurde nämlich erst dann aktiv, als der Krieg verloren schien, als ihm das Leid der eigenen Volksgenossen gewahr wurde, als er erkannte, dass mit Hitler die bedingungslose Kapitulation nurmehr eine Frage der Zeit sei - davor mag er gehadert haben, auch kein wirklich begeisterter Krieger gewesen sein, kein Freund des heldenhaften Abschlachtens, aber wesentlich kritisch war er dennoch nicht, zumindest nicht "öffentlich" im Kreise der Verschwörer, die ja jahrelang lavierten und zweifelten, die immer wieder auf den Ehrenkodex des deutschen Soldaten verwiesen und sich damit aus der Affäre zogen.

Kurz und knapp gefaßt, die Gruppe um Stauffenberg war kein demokratisch gesinntes Widerstandsnest, sondern eine bürgerliche, vornehmlich aus dem Adel stammende Riege höherer Offiziere, denen - sobald man Hitler erst mal beseitigt hätte - nicht die Demokratisierung ihres Landes vor dem geistigen Auge vorschwebte, sondern ein Obrigkeitsstaat, der Adel und Eliten bevorzugen, den Rest des Volkes aber ausbeuten soll - letztere hätten ihren von Gott erteilten Posten zu erfüllen, ohne aufzubegehren, ohne Ideen wie den Sozialismus ins Staatskonzept einfließen zu lassen. Die Stauffenberg-Gruppe hatte kein Interesse an Gewerkschaften oder allgemeinem, unmittelbarem, freiem und gleichem Wahlrecht. Für sie war der Hitlerstaat ja auch nicht per se schlecht, sondern vielmehr ein Staatsgebilde, welches im Kern viel Wahres barg, gerade auch was die Unterdrückung von Minderheiten und sozialistischem Schnickschnack betraf. Was sie besorgte waren die negativen Auswüchse, war der Blutzoll, der auf Hitlers Mist erwachsen war - und dort vorallem das Blut der Deutschen selbst; das Blut der Russen, Polen und Juden war nicht in erster Linie Antrieb der Widerstandsbewegung um Stauffenberg, sondern nur indirekt, weil man durch das Abschlachten anderer Völker aussähe wie ein Volk von Mördern. Und um eben nicht wie eine Mörderbande auszusehen, deshalb habe Deutschland den Krieg zu beenden, das Morden zu unterlassen - und natürlich, damit nicht noch weitere junge deutsche Männer auf den Schlachtfeldern vergeudet werden. Ein moralischer Antrieb, seinen Nächsten, gleich woher er kommt, nicht zu töten, war nicht die Ansicht der Widerstandsbewegung.

Das sind die wesentlichen Motive der Widerstandsbewegung, die Vorläuferbewegung eines demokratischen Deutschlands war sie nicht. Stauffenbergs letzte Worte sollen dem Hochleben des "heiligen Deutschlands" gewidmet gewesen sein; ein demokratisches Deutschland war also nicht sein letzter Gedanke. Und die Zeitgenossen Stauffenbergs wußten sehr wohl, dass in der Offiziersopposition gegen Hitler, nicht die Erlösung von allen Übeln zu sehen war. Man wußte, dass dieser elitäre Zirkel zwar Hitler beseitigen wollte, aber nicht um ein besseres, für den "kleinen Mann" besseres Deutschland zu entwerfen. In Anne Franks Tagebuch findet sich folgende Passage:
"Der beste Beweis ist doch wohl, dass es viele Offiziere und Generäle gibt, die den Krieg satt haben und Hitler gern in die tiefsten Tiefen versenken würden, um dann eine Militärdiktatur zu errichten, mit deren Hilfe Frieden mit den Alliierten zu schließen, erneut zu rüsten und nach zwanzig Jahren wieder einen Krieg zu beginnen. Vielleicht hat die Vorsehung mit Absicht noch ein bißchen gezögert, ihn aus dem Weg zu räumen."
Während Widerständler wie Georg Elser beinahe unberücksichtigt bleiben, verfolgen wir seit Jahren einen Stauffenberg-Kult, der nicht nur am 20. Juli mit Pomp vollzogen wird, sondern sich wie eine Konstante durch das ganze Jahr zieht. In voller Eindimensionalität wird unkritisch mancher Gottesdienst der Verklärung bestritten, wird aus dem Grafen ein wackerer Held stilisiert, der für deutschen Anstand und deutsches Gewissen steht, für Individualismus im Soldatenrock, für ein Kollektiv, in dem individuelles Handeln möglich war. Dass im Helden Stauffenberg der Anti-Held, der elitäre Adlige nicht nur schlummerte, sondern offenbar erkennbar war, das wird in unseren Tagen nicht thematisiert. Schließlich ist das, wofür die Stauffenberg-Gruppe stand, ist der Sichtweise derer, die den Kult um ihn und seine Mitstreiter begehen, nicht allzu fremd - es sind ja vornehmlich elitäre Zirkel, die Stauffenberg ehren, ihn als eine Art Vordenker begreifen, während sie einen Proletarier wie Elser unwürdig der Würdigung befinden. Diese Stauffenbergianer wollen freilich nicht das vorschwebende Staatsmodell von 1944 kopieren, aber so ein wenig Gottesgnadentum und Obrigkeitsstaatlichkeit, so nehmen sie an und lassen es auch in ihrem politischen Streben erkennen, würde uns heute auch nicht schaden.

Es darf also nicht verwundern, wenn die BILD-Zeitung so penetrant über den Hollywood-Film berichtet, wenn sie so tut, als sei die Geschichte um den Grafen, der von Tom Cruise gemimt wird, eines jener vergessenen Heldenstücke aus der braunen Zeit dieses Landes, und als sei Stauffenberg der Engel gewesen, der vom Teufel zermalmt wurde. Was sich in dieser Art Berichterstattung zeigt, ist der Hang zur Reinwaschung der Deutschen. Sie waren ja nicht alle so, es gab ja edle Gemüter - dass dieser Edelmut ein elitärer war, ein Edelmut des Ständestaates, teilweise sogar ein monarchisch gesitteter, das wird verschwiegen, um die Legende nicht zu beschmutzen, um dem deutschen Volk einen, wenigstens diesen einen Helden zu bewahren. In Zeiten, in denen immer wieder von der Aufarbeitung der Vergangenheit gesprochen wird, die übrigens nie wirklich erfolgte, weil sie bestimmte Schlüsse nicht zuließ, ist der manipulierende Charakter des Stauffenberg-Kultes ein Stück Vergessen, ein wenig Linderung von den Folgen der deutschen Büttelei im Angesicht Hitlers. Nun bekommt die knoppsche Geschichtsbetrachtung Unterstützung aus Hollywood - auf das die ganze Welt erfährt, wie heldenhaft in Deutschland mit Hitler gerungen wurde.
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Umverteilung von unten nach oben am Beispiel eines leibhaftigen Sklavenmodells. Akteure: Porsche und ein CDU-OB
12/17/2008 02:34 PM

Von Folker Hoffmann

Wolfsburgs CDU-OB Rolf Schnellecke, im Neben- oder Hauptberuf, ich weiß nicht so genau, Unternehmer einer Logistik-Firma, deren Karrieremotto für Einsteiger lautet:

"Sind Sie mobil und flexibel? Bringen Sie Loyalität, Integrität und Einsatzfreude mit? Dann werden Sie Teil eines Unternehmens, dessen logistische Systemdienstleistungen die Welt bewegen.

Die Schnellecke Unternehmensgruppe sucht nach Spezialisten – von Ingenieuren und Kaufleuten über Logistiker, Speditionskaufleuten und EDV- Experten bis hin zu Konstrukteuren. Aber auch Berufseinsteiger sind bei uns herzlich willkommen: Wir bieten Hochschulabsolventen und Auszubildenden alle Vorteile eines mittelständischen, gewachsenen Unternehmens. Darüber hinaus profitieren die Mitarbeiter der Schnellecke Unternehmensgruppe von intensiven Schulungen und Weiterbildungen – schließlich kann man nur so auf den Logistikmärkten der Welt erfolgreich bestehen. Quelle "
Schnellecke will seine Sklavenfirma aber nicht mit Löhnen belasten, die es seinen Sklaven ermöglichen würde, sich zumindest als halbfreie Arbeitnehmer zu fühlen. Bei Löhnen zwischen 750 und 1000 Euro kommt so ein Gefühl auch gar nicht erst auf. Dabei hilft Schnellecke mit, für die Firma Porsche den Geländewagen Cayenne in Leipzig zu montieren. Ein Wagen wo das Prekariat mit Sicherheit nicht die Zielgruppe ist, sondern notleidende "Leistungsträger" in aller Welt. Und die müssen ja, wir wir alle wissen, beim Kauf solcher Edelkarossen, den Groschen mehrmals umdrehen.
"Die Mitarbeiter des OB sind Teil des speziellen Porsche-„Geschäftsmodelles" (FAZ 16. 11. 2008). Der Cayenne entsteht nämlich nahezu komplett im VW-Werk in Bratislava. Auf demselben Band wie der VW-Touareg. Für die Plattform-Zwillinge Touareg/Cayenne zahlte VW ca. 4/5 der Entwicklung und stellt die Fabrik. Für den Konkurrenten Porsche quasi die Lizenz zum Gelddrucken. Die slowakischen Werker erhalten ca. 1/6 deutscher VW- und Porsche-Löhne. Dafür arbeiten sie in vier Schichten. 42 Stunden pro Woche. Motor und Räder des Cayenne werden indes - überaus listig - in Leipzig montiert. Assistiert von Schnelleckes „Arbeitssklaven". Made-in-Germany á la Porsche. Durch dies Geschäftsmodell verdient Porsche laut einer Schätzung des Generalsekretärs von Ex-VW-Chef Pischetsrieder, Andreas Deumeland, durch den Cayenne ca. 0,8 bis 1 Mrd. Euro. Pro Jahr. Mit den Cayenne-Milliarden von VW kaufte sich Porsche ab dem 25. September 2005 bei VW ein. Porsche-Chef Wiedeking sah ansonsten „unser erfolgreiches Geschäftsmodell gefährdet". Das für Porsche erfolgreiche Geschäftsmodell ist für VW jedoch ein Desaster. Der Touareg fuhr nicht nur anfangs hohe Verluste ein. Er lag sogar noch im Herbst 2007 ca. 924 Mio. Euro unter der Konzern-Zielmarke (s. o.). VW wurde also nicht nur schwer geschädigt, sondern sogar mit Kapital aufgekauft, das VW erarbeitet hatte. Die FAZ urteilte am 23. 10. 2007: „Wann hat man Vergleichbares erlebt? Dass ein angestellter Manager - nichts anderes war Piëch in seinen aktiven VW-Jahren - einen Weltkonzern Zug um Zug unter die Kontrolle seiner Familie bringt? " Quelle"
Das auch die gröbsten Ausbeutungen von Menschen im Land der christ- und sozialdemokratischen Volksregierung völlig legal ist, muss nicht extra betont werden. Unter welchen Bedingungen malocht werden muss, zeigen einige Punkte aus dem Sklavenhaltervertrag:
"e.– Laut Vertrag verpflichtet sich der Leiharbeiter, bei Kunden, sogenannten Entleihern, an verschiedenen Orten im gesamten Bundesgebiet und gegebenenfalls im benachbarten Ausland tätig zu werden. Er könne auch „mit minderqualifizierten Tätigkeiten" betraut werden: „Der Arbeitnehmer kann jederzeit beim Kunden abgerufen und bei anderen Kunden eingesetzt werden." Dazu habe die Avance GmbH als Arbeitgeber das Recht.

– Der Leiharbeitnehmer ist zur „Erbringung von Schicht-, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit" verpflichtet. Nach Ende der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist lediglich vier Wochen.

– Der Stundenlohn liegt gerade mal bei 5,77 Euro – brutto. Durch eine Zulage von 0,84 Euro kommt der Leiharbeiter dann auf 6,61 Euro pro Stunde " Quelle
Und die neoliberale Milliardärs- und Lügenpresse, darf sich auch mal etwas ungehalten zeigen. Oder hat sie wirklich geglaubt, dass deutsche Arbeitnehmer, wie deutsche Wirtschaftsführer, zu den Gewinnern des globalen Sklavenmarktes zählen? Das deutsche Sklavenmodell ist eingeführt worden um zu bleiben. Abgeschafft wird es nur durch beherzten Widerstand. 15.000 Demonstranten reichen nicht - 15 Millionen sollten es schon anfangs sein, sonst wird sich das halbe Volk mit dem Fangen von Ratten begnügen müssen.[Link] [Cache]
BooCompany: Der Zumwinkel-Skandal wird zur Farce (BOO)
12/17/2008 02:19 PM
Wenn ich es nicht schon längst wäre, würde ich sofort vom Glauben abfallen. Nicht nur, dass man dem Steuerhinterzieher Zumwinkel den Knast durch wundersame Verringerung seiner Schadenssumme erspart, jetzt wird auch noch die zuständige Staatsanwältin endgültig rausgemobbt.[Link] [Cache]
Freie ArbeiterInnen Union: Zentralgebäude der GSEE - Allgemeiner Gewerkschaftsbund Griechenlands von aufständischen Arbeitern besetzt!
12/17/2008 01:57 PM
Heute Morgen um 8 Uhr wurde in Athen das Zentralgebäude der GSEE besetzt. Alle ArbeiterInnen sind aufgerufen um 18 Uhr in einer Vollversammlung im befreiten Gebäude über die Fortführung der Kämpfe zu entscheiden. Der folgende Text erschien in verschiedenen Sprachen in Griechenland und wird an möglichst viele migrantische Arbeiter und Arbeiterinnen in ganz Griechenland verteilt[Link] [Cache]
ZAF: Adolf Hitler lebt!
12/17/2008 01:28 PM

Nachdem die Fachpresse schon desöfteren wahlweise verkündete, daß der Führer lebt oder auch nicht, stellt sich nun raus, daß Adolf Hitler unter dem Namen Adolf Hitler Campbell in Hunterdon County, New Jersey, in den USA lebt. Dort lebt er zusammen mit seinen Geschwistern JoyceLynn Aryan Nation Campbell und Honszlynn Hinler Jeannie Campbell (hier soll Himmler der Namenspate gewesen sein) in einem Haus, das u.a. mit Hakenkreuzen dekoriert ist.

Vielleicht ist The Boys From Brazil doch mehr als ein schlechter Film?

[Link] [Cache]
Duckhome: Rechte Gewalt wächst seit Jahren
12/17/2008 01:26 PM

(dpa)

Nach vorläufigen Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) hat die Zahl der rechten Straftaten zwischen Januar und September dieses Jahres noch einmal um fast 9 % zugelegt.

Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt haben seit 1990 mindestens 136 Todesopfer rechter und rassistischer Gewalt in Deutschland gezählt. Dagegen habe die Bundesregierung nur 40 Tötungsdelikte mit rechtem Hintergrund genannt, kritisieren die in Ostdeutschland arbeitenden Initiativen.


Siehe auch:
Rechts-Extremismus: In der Mitte wird es braun
Rechtsextreme Verlage verkaufen auch scheinbar unauffällige Magazine im Supermarkt


[Link] [Cache]
Duckhome: Dinge, über die wir nicht reden sollten - Ein Hoch auf die unabhängige Informationsbeschaffung
12/17/2008 01:26 PM

Ein beliebtes Wort: Die "Verschwörungstheorie"

Es wird leiser, immer leiser. Was vor wenigen Jahren noch hoch im Kurs stand, ist nunmehr aber nicht verschwunden - im Gegenteil. Der Alltag, die Gewöhnung ist eingetroffen. Viele Menschen, die heute noch dieses Wort zu hören bekommen, winken nur noch ab: "Ach geh, lass mich doch mit so einem Mist in Ruhe!" Und damit ist nicht die entsprechende Theorie gemeint, sondern der Umstand, dass das Verschwörungs-Argument keine echte Zugkraft mehr hat.


Eine Art Paradigmenwechsel vollzog sich - auch seitens der Verschwörungstheorie-Gegner. Es wird immer schwieriger für sie, die Paukenschläge abzuwenden, die sich meistens gegen sie selbst richten. Was bleibt, ist allenfalls ein schlechtes Alibi für ihr Handeln.
Das hat zur Folge, dass sie immer öfter - oftmals nachträglich - ihre gemachten Fehler öffentlich eingestehen. Zwar bisweilen mit absolut eigenwilligen Argumentationsketten, aber immerhin.

Vieles von den "angeblichen" Verschwörungstheorien hat sich im Nachhinein als wahr, als real herausgestellt. Vieles konnte belegt und bewiesen werden als das, was es war oder ist: Tatsache.
Je mehr Theorien als Tatsachen aufgedeckt wurden, desto schwieriger wurde das Rudern gegen immer wieder neu aufkeimende Theorien.
Heute stehen die Gegner auf Augenhöhe mit den "Theoretikern", kommen in Erklärungsnöte, schweigen lieber, anstatt weitere Fehler zugeben zu müssen, und versuchen - trotz ihres Wissens darüber, dass Lügen schon immer kurze Beine hatten - dennoch ständig, ihr althergebrachtes Ideal "Ich habe recht, alle anderen sind Lügner" unters Volk zu bringen.
Wir alle wissen aber mittlerweile darum, wir kennen und erkennen diese Art der Kriegsführung aller Ämter - wir riechen förmlichst die Blaupausen. Sie nennen es Politik. Wir Manipulation.

Beharrliches Nachharken, unabhängige Informationsbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit - auch eine Art des Journalismus, und wie wir finden: eine weitaus ehrlichere.


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scusi!: Frau Lichtinghagen kommt aus Hattingen
12/17/2008 12:55 PM
rhbl

Starke Frauen lieben starke Netzwerke. Hin und wieder platzt ein Knoten eines solch tollen Frauen-Netzwerks und aus dem Netz fällt eine Überlastete oder Überforderte. Je nach dem. Dann stellt sich heraus, dass das schwache Geschlecht gar nicht über Nacht stark geworden ist, dass einige Damen ihre berufliche Karriere nur mit besonders aggressiven Mitteln vorangetrieben haben.

Im Bereich der NRW-Justiz tobt gerade der Fall der ex-Staatsanwältin Lichtenhagen, der man Mauscheleien beim Umgang mit Geldauflagen verurteilter Steuerhinterzieher vorwirft. Die Vorwürfe rechtfertigen aber keine, wie man von den zuständigen Stellen erfährt, sofortigen dienstrechtlichen Maßnahmen.

Ho! Ho! Ho!

Da scheint ja einiges im Busch zu sein. Herr Leyendecker berichtet dazu in der SZ über pikante Details:

Frau Lichtenhagen habe im Laufe ihrer 15-jährigen Dienstzeit als Staatsanwältin mehr als 100 000 000 Euro aus Geldbußen verteilt. Da scheint das Geld ja wie Manna vom Himmel gefallen zu sein. Erst seit Herbst 2007 gebe es in NRW ein sogenanntes „Vier-Augen-Prinzip" bei der Geldverteilung, die bis dahin von Dezernentinnen wie Lichtenhagen ziemlich autark erfolgten.

Da reiben wir uns aber die Augen. Haben wir es doch bisher ohnehin schon für einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz gehalten, dass sich Reiche in der Regel per Geldzahlung freikaufen können, während arme Schlucker, und das sind wir ja fast alle, in der Regel in schmutzigen Knästen brummen müssen, wenn wir erwischt werden. Iustitia war doch früher mit einer Binde ausgestattet, damit vor dem Gesetz alle gleich behandelt werden. Das ist ja schon seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall.

Und jetzt das! Leyendecker berichtet:

„Im Juli wurde in Bochum ein Steuersünder aus Bad Homburg vom Gericht neben der zweijährigen Bewährungsstrafe zu einer Geldauflage in Höhe von sieben Millionen Euro verurteilt. Staatsanwältin Lichtinghagen legte eine Vorschlagsliste zur Verteilung des Geldsegens vor, die das Gericht ohne Änderungen akzeptiert. Von den 7 Millionen gingen rund 3,8 Millionen Euro in Einrichtungen in Westfalen und weitere 1,5 Millionen Euro bekamen Organisationen in Hattingen, dem Wohnort der Staatsanwältin. Darunter 750.000 Euro für "Sprungbrett e. V.", einen Förderverein für Suchtarbeit, und 300.000 Euro für das örtliche Deutsche Rote Kreuz zur Schulspeisung und Betreuung von Migrantenkindern."

Ja da kommt Freude auf. Und wir hören noch, dass die Privat-Universität Witten-Herdecke, die vom Bruder Otto Schilys geleitet wird, auch Millionen eingesackt hat. Dort studiert die Tochter von Frau Lichtinghagen. Leyendecker schildert a.a.O. die pikanten Details. Und eine Klinik, wo die kranke Tochter behandelt wurde, wurde auch großzügig bedacht.

Das nenne ich wahrhaften Familiensinn.

Frau Lichtinghagen, der wir die anstrengenden Vorarbeiten zur Anklage von Herrn Zumwinkel verdanken, soll zum Dank für ihre politischen Kungeleien – Herr Pinkwart äußerte spontan: "Das hab ich so auch noch nicht erlebt!" – jetzt von dem anstrengenden Job als Staatsanwältin erlöst und mit einer angenehmen Position als Amtsrichterin belohnt werden. CDU-Justizministerin Müller-Piepenkötter hatte zuvor vergeblich versucht, ihr Ziehkind durch Auslagerung von 380 Steuerhinterzieher-Fällen samt Frau Lichtenhagen nach Köln vor dem „Mobbing" Bochumer Kollegen und Vorgesetzten zu retten. Fragt sich wieder einmal, wer hat da wen gemobbt.

Weil die Moderatorin Heuer heute morgen ganz früh, so kurz nach 05:00 Uhr, im DLF einen pro Lichtenhagen Kommentar versendet hat (das Netzwerk muss ja auf dem Laufenden gehalten werden), gehe ich davon aus, dass Frau Lichtinghagen tatsächlich nicht sofort aus dem Staatsdienst entlassen, sondern nur einer anderen Verwendung fern der Geldverteilung zugeführt wird. Das dürfte für Frau Lichtinghagen Strafe genug sein. Der Fall wirft allerdings die Frage auf, wie es denn mit der Moral bei unseren StaatsanwältInnen und RichterInnen bestellt ist, JustizministerInnen inklusive. Mit welchem Rechtsmaßstab und mit welchen moralischen Ansprüchen sitzt da eigentlich wer über wem zu Gericht?

Der Fall Lichtinghagen weist verdächtig daraufhin, dass das herrschende Recht nie aufgehört haben könnte, das Recht der Herrschenden zu sein. Dass die Irritationen hier nur entstanden sind, weil es bei den zu verteilenden Geldauflagen nicht mehr um Hundertmarkscheine geht wie vor vierzig Jahren in der Aufbauzeit, sondern um Millionen Euro. Da wachen selbst die herrschenden Plutokraten auf, wenn soviel Geld verteilt wird. Das erinnert an den Rabbi, der im Freitags-Gottesdienst einen flammenden Appell an seine Gemeinde richtet, endlich einmal e h r l i c h zu sein. Alles schläft. Da hebt der Rebbe seine Stimme und schreit: "Red`ich umsonst?" Alles wacht auf: "Wo, wo, wo - gibts Rettich umsonst?"[Link] [Cache]
Glasdemokratie: BKA Gesetz auf Biegen und Brechen
12/17/2008 12:54 PM

stasi20So langsam wachen auch größere Medien auf, was das neue BKA-Gesetz für große Risiken für die Freiheit in Deutschland birgt. In einem Artikel bringt die Sueddeutsche.de Argumente das die Entschärfung des Gesetzes eine Lachnummer ist.

Auch in Eilfällen soll nun der Richter die Online-Durchsuchung anordnen müssen, eine Anordnung durch den Chef des Bundeskriminalamts, wie ursprünglich geplant, reicht nicht. Das ist mehr als nichts, genügt aber hinten und vorne nicht. Am rechtsstaatlich völlig unzulänglichen Paragrafen 20 k des BKA-Gesetzes wurden offenbar keinerlei Änderungen vorgenommen. Das bedeutet: Es gibt praktisch keine Fälle, bei denen auf eine Online-Durchsuchung von vornherein verzichtet werden muss.

Es bleibt bei einer langen Liste von rechtsstaatlichen Verstößen: Es bleibt dabei, dass das Zeugnisverweigerungsrecht von Anwälten, Ärzten und Journalisten beiseite geräumt wird. Nur Abgeordnete, Geistliche und Strafverteidiger bleiben gegen Ausspähung leidlich geschützt.
Es bleibt dabei, dass eine Rundumüberwachung mit den geballten heimlichen Ermittlungsmethoden ohne weiteres möglich ist.
Es bleibt dabei, dass der Begriff “internationaler Terrorismus” zwar der Generalschlüssel für das BKA ist, aber nicht definiert wird.
Es bleibt dabei, dass es keinen Versuch gibt, einen Rechtsschutz gegen heimliche Grundrechtseingriffe zu organisieren.
Und es bleibt schließlich bei einer viel zu langen Erprobungszeit für das Gesetz – bis 2020! In der vorliegenden Fassung darf es nicht einmal sechs Tage in Probe gehen.

Alles Argumente die die Gegner der Vorratsdatenspeicherung und die Gegner des BKA-Gesetzes schön über ein Jahr versuchen breitenwirksam zu publizieren.
Glasdemokratie: Dieses verspätete Aufwachen der großen Medien ist symptomatisch für Deutschland, aber vielleicht ist das ja auch Methode.

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Linke Zeitung: Der konseqente Kollege
12/17/2008 12:34 PM
Gewerkschaft und Marxisten Teil I. Von den Anfängen bis zur Gründung der Gewerkschaften und zur Taktik im DGB Marxisten gehen bei der Gewerkschaf tsarbeit von dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft aus. Sie ist das Organisationsinstrument der gesamten Arbeiterklasse. Um stark gegen das Kapital zu sein, brauchen die Arbeiter unbedingt die Einheit im Kampf. Getrennt marschieren wir bei den politischen, langfristigen Fragen. Hier müssen wir uns unabhängig organisieren. Nur im Kampf zählt die Einheit, und die heißt bei den Arbeitern Einheitsgewerkschaft. Manche Linke wie der IKS, die FAU, Wildcat oder die PSG wollen aber auch eine getrennte Gewerkschaftsorganisation. Hierfür haben sie auch auf den ersten Blick gute Argumente. Schon immer haben die SPD-Gewerkschaftsführer die Basis verraten. Sie gaukeln ihnen ständig die Abschlüsse höherer Tarife vor aber handeln in Wirklichkeit nur Reallohnverluste aus. Sie handeln sogar Lohnkürzungen gegen scheinbaren Arbeitsplatzerhalt aus, was sich immer später als Windei herausstellt. Ja, sie machen bei den Zockerei noch mit, indem sie die Pensionsgelder ihrer Angestellten bei der übelsten Heuschrecke Blackstone anlegen. Die Reformisten sehen jeden Kampf nur als Unterstützung für ihre Verhandlungen an, nicht als einen selbsttätigen Kampf der Massen, um die Sache in ihre eigene Hand zu nehmen. Weil man über Verhandlungen nicht konsequent gegen die Kapitallogik angehen kann, kettet die Sozialdemokratie somit die Arbeiter an die Marktgesetze des Kapitals. [Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Was war der Ausgangspunkt der Finanzkrise?
12/17/2008 11:36 AM

Selbst Greespan hat zugegeben, dass die drastische Absenkung der Leitzinsen zu der Finanzkrise geführt hat, weil sie selbst Nichtverdiener zu Krediten verleitet hat, die in den Zeiten, in denen durch Inflation diese niedrigen Leitzinsen nicht möglich waren durchzuhalten, auf dem Niedrigstniveau nicht haltbar waren.

Und was macht die Welt heute? Zinssenkung!

“Für die Amerikaner wird es nun billiger, Kredite aufzunehmen und ihre Hypotheken zu bezahlen. Die Geschäftsbanken Wells Fargo, Wachovia Chart zeigen und U.S. Bancorp senkten nach der Entscheidung der Fed ihre Kreditzinsen von 4 auf 3,25 Prozent. Experten erklärten jedoch, dass viele Bürger aus Sorge um den Zustand der Wirtschaft und ihre Arbeitsplätze trotz des Zinssignals vor der Aufnahme neuer Kredite zurückscheuen könnten“, schreibt der SPON.

Die Bürger der USA werden rational handeln:

  1. bevor sie ihr Haus verlassen, werden sie alles versuchen, neue Kredite für Hypotheken zu erwerben. Konsequenz: weitere Immobilienblase
  2. Konsumkredite werden von dem Bürger nicht aufgenommen, weil sie einen Lebensschock erhalten haben; sie wissen nun, dass ihre gesamte Lebensplanung außer Tritt gekommen ist, sie sehen sich um den Lohn des Lebens betrogen.

So wird, in der Hoffnung, durch die Politik der Irrsinn fortgesetzt. Und: nun hat der Staat sein Pulver verschossen- fast. Es verbleibt nur noch eines: INFLATION! Gelddruckmaschinen marsch! Bis zum Rotglühen!

Der Kapitalismus lernt nicht aus den Fehlern. Wir haben nicht nur eine Finanz- wir haben eine Kapitalismuskrise.

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politplatschquatsch: Auto-Nazis werden ausgemerzt
12/17/2008 11:36 AM
Wo ein Wille ist, ist ein Weg, und wo eine Zahlenkombination ist, kann ein Nazi sein. In Brandenburg lassen die Behörden sich aber nun nicht mehr von tumben Neo-Faschisten hinters Licht führen. Wie der Berlinpankowblogger entdeckt hat, geht der Vrefassungsschutz dort in die Offensive gegen faschistische Zahlen- und Buchstabenkombinationen auf Autokennzeichen.

Der Verfassungschutz Brandenburg hat eine Broschüre veröffentlicht, in denen "Kritische Erkennungsnummern" der Rechtsextremisten aufgeführt sind. Abgebildet sind auch zehn Beispiel-Kennzeichen. Wie TF HJ 032 (HJ=Hitlerjugend), P NS 065 (NS=Nationalsozialismus) usw. Auch Nummern und Zahlen haben eine tiefere Bedeutung und sind deshalb auf der kritischen Liste: So ist die 14 eine Abkürzung der Parole eines amerikanischen Neonazi-Führers, 18 steht für den ersten und den achten Buchstaben des deutschen Alphabetes und somit für AH (Adolf Hitler).

Also Vorsicht ihr Nils Steffens, Konrad Zabels, Siegfried Schultzes, Susanne Adelberts: Und wenn ihr auch noch 14 Jahre verliebt seid oder 18 Jahre verheiratet oder in der Hausnummer 28 wohnt oder Euch alles egal ist wie 88, dann könnte sich bald der Geheimdienst mit Euch befassen. Aber vielleicht sind die Jungs ja so schlau und erkennen, dass eure Kennzeichen für harmlose Namen und Daten stehen. Denn immerhin ein Satz in der Broschüre heißt: "Häufig gibt es Menschen, die auf ihren Kfz-Kennzeichen ihre Initialen und das Geburtsjahr verwenden möchten."[Link] [Cache]
HU-Marburg: Die "Zinsen" für das Zocken
12/17/2008 11:35 AM
Fed senkt Diskontsatz auf Null - HU-Ortsverband Marburg.

[Link] [Cache]
Petronius im 21. Jh.: Das Mega-Downloads.net Z der Herren Fritzmann und Metz
12/17/2008 11:33 AM

Das Mega-Firmennetz

Das Domains des Wiener Netzes


Was hat Fritzmann mit Blue Byte FZE zu tun?

30. November 2008, von Robin Kruse

Vor
ein paar Tagen erreichte uns eine email von Valentin Fritzmann. Darin
behauptete Herr Fritzmann, dass weder er noch sein Vater in die
geschäftlichen Aktivitäten der Blue Byte FZE involviert sind. Wörtlich
heisst es in der email unter Anderem:

… das ich und mein Vater Gesellschafter der Bluebyte FZE sind? Mit dieser Firma und
deren Produkte haben wir nichts zu tun, …

Haben
die Herren Fritzmann wirklich nichts mit der Blue Byte FZE zu tun, wie
behauptet wird? Zweifel sind mehr als nur berechtigt, denn die
folgenden Fakten sind zu deutlich und belegen genau das Gegenteil.
Wahrscheinlich unterscheiden die Herren Fritzmann noch zwischen
tatsächlichen und gefühlten Geschäftsführern. Deshalb ein Blick zurück
auf die Realitäten von Dr. Fritzmann:

Fritzmann Realitäten
Impressum:

Dr. Fritzmann Realitäten
Mariahilfer Straße 103/1/30
1060 Wien
Österreich

Geschäftsführer: Dr. Robert Fritzmann Tel.: 0650/5806001
Gewerberechtlicher Geschäftsführer: Günther K. Schröder Tel.: 0650/5809004

Quelle: fritzmann.at/impressum

Wenn die Herren Fritzmann nichts mit der Blue Byte FZE
zu tun haben wollen, wie kann es dann angehen, dass die Blue Byte FZE,
Mobilo FZE und SimSeven FZE dieselbe Anschrift und Rufnummer haben?
Schon eine Google-Suche nach der Rufnummer +971.71234567 gibt
Aufschluss.

gulli-Impressum mit Werbung

Quelle: google.com/search?q=971.71234567

Die
Rufnummer taucht ausser bei Mega-Download auch noch bei der Domain
Handyking.com auf. Diese Domain gehört zu Fritzmanns Firma Mobilo FZE,
wie aus dem whois der Domain zu entnehmen ist.

Domain Name:handyking.com Created On:2003-04-17 18:01:45 Last Updated On:2007-10-23 08:37:33 Expiration Date:2009-04-17 18:01:45 Status:clientTransferProhibited Registrant-ID:MF842-EPNIC Registrant-Name:Mobilo FZE Registrant-Organisation:Mobilo FZE Registrant-Street:RAK Free Trade Zone, P.O. Box 10559 Registrant-City:Ras Al Khaimah Registrant-Postal-Code:0000 Registrant-Country:AE Registrant-Phone:+971.71234567 Registrant-Email:hostmaster@mobilo.com

Auch im whois der von Fritzmann betriebenen Domain p2p-paradies.com finden wir die Rufnummer +971.71234567.

Domain Name:p2p-paradies.com Created On:2006-08-07 18:02:46 Last Updated On:2007-10-23 08:37:48 Expiration Date:2009-08-07 18:02:46 Status:clientTransferProhibited Registrant-ID:MF843-EPNIC Registrant-Name:Mobilo FZE Registrant-Organisation:Mobilo FZE Registrant-Street:RAK Free Trade Zone, P.O. Box 10559 Registrant-City:Ras Al Khaimah Registrant-Postal-Code:0000 Registrant-Country:AE Registrant-Phone:+971.71234567 Registrant-Email:hostmaster@p2p-paradies.com 

Zwar
steht im whois die Firma Mobilo FZE, doch im Impressum wird auf die
SimSeven FZE und den Geschäftsführer Valentin Fritzmann verwiesen.

P2P-Paradies - Impressum

Quelle: Impressum p2p-paradies.com

Ob
dies die Gründe für die Änderung im Impressum von Mega-Downloads.net
sind wissen wir nicht. Dort wird seit Kurzem als Verantwortlich für den
Dienst die neue Firma Load House FZE genannt.

Mega-Downloads.net - Impressum

Wahrscheinlich
soll damit nur verschleiert werden, dass die Blue Byte FZE und ihr
Geschäftsführer Helmut Steffel als Gesellschafter der Easy IT Solutions
GmbH für die Abzocke von Mega-Downloads.net verantwortlich sind.

easy-it-solutions in liquidation

Dabei
ist die Easy IT Solutions GmbH überhaupt nicht mehr geschäftsfähig,
denn schon im Juli 2008 wurde die Auflösung beschlossen und in der
Wiener Zeitung veröffentlicht.

google-suche - easy it
google-suche - easy it

An der gleichen Anschrift wie die Easy IT-Solutions GmbH befindet sich auch Fritzmanns Firma Mobilo GmbH.

mobilo - steffel

Auffallend ist, dass beide Firmen mit Helmut Steffel den selben Geschäftsführer haben.

Das
Netzwerk dürfte sogar noch größer sein, als viele Betroffene vermuten
werden. Bereits im letzten Jahr hat Adressbuchbetrug auf eine
Verbindung zur Swiss Connection des Faustus Eberle hingewiesen.

Bei
einem Domaincheck im Jahr 2007 stellten wir fest, dass auf dem Server
der InternetService AG IP-Adressen 80.249.115.0 - 80.249.115.31
Seiten der berüchtigten IS Internet Service AG ehem. Xentria AG und
Seiten von Faustus Eberle gehostet waren und sich darauf außerdem die
Domains Valentin-fritzmann.biz — Valentin-fritzmann.com —
Valentin-fritzmann.info befanden.
Da auf den von Eberle und dessen
Firmenimperium genutzten Servern bisher unseres Wissens noch nie Seiten
gehostet waren, die nichts mit dem Eberle-Netzwerk zutun hatten, ist es
sehr wahrscheinlich, dass auch die Herren Fritzmann Teil dieses
Netzwerks sind.

Quelle: adressbuchbetrug.info

Unsere
anfänglichen Zweifel an der Identität des Robin Cherian scheinen wohl
unbegründet zu sein. Nach unseren Informationen soll sich Robin Cherian
in der indischen Stadt Kerala aufhalten.

Digital Equipment Robin Cherian Shalom, Aluva P.O., Town Limit Road, Ernakulam, Kerala, India Phone: +971 55 8368375 office@digital-equipment.biz 

Die Anschrift der Digital Equipment FZE in den UAE ist nur eine Briefkastenadresse.

In
der Firmenliste des RAK Free Trade Zone sind ca. 40.000 eingetragen.
Während man die Firmen Verimount FZE und Mobilo FZE in der Liste
findet, sucht man nach den Firmen Blue Byte FZE, Digital Equipment FZE,
Facelab FZE und Load House FZE derzeit vergeblich.


Neue Firmen, Dienste und Änderungen beim Mega-netZ

25. November 2008, von Robin Kruse

Die
letzten Tage haben sich eine Reihe von Veränderungen und Neuigkeiten
beim Mega-Downloads.netZ ergeben. Es wurden einige Firmen neu
gegründet, die auch gleich aktiviert und in das Netz integriert wurden.
Ebenfalls tauchten neue Domains und Projekte auf, die zum netZ gehören,
wie beispielsweise:

  • messenger4you.net
  • gesichtsanalyse.com
  • fast-load.net

Bei dem Portal Mega-Downloads.net hat
es inzwischen eine Veränderung gegeben, die nicht sofort ersichtlih
ist. Dort wurde im Impressum die neue Firma Load House FZE eingetragen.

gulli-Impressum mit Werbung

Bei
der Firma Load House FZE dürfte es sich aber, wie bei den Abzockern
üblich, nur um einen weiteren Wüstenbriefkasten handeln.

Bei
der Domain messenger4you.net handelt es sich um eine Landingpage, die
für einen Messenger wirbt. Interessenten werden bei einem Klick auf den
Button Download aber weitergeleitet zu Mega-Downloads.net, denndie bei
messenger4you.net hinterlegte URL zum runterladen des Messengers
lautet: http://microsoftmessengerms.mega-downloads.net/anmelden/503.
Als Domaininhaber für die Domain messenger4you.net ist eine Firma
Digital Equipment FZE eingetragen.

domain: messenger4you.net nserver: ns1.bluedoms.com nserver: ns2.bluedoms.com created: 2008-07-31 updated: 0000-00-00 expire: 2009-07-31 owner-id: RC447886 owner-org: Digital Equipment FZE LLC owner-name: Robin Cherian owner-address: P.O. BOX 10559 owner-pcode: 10559 owner-city: Ras al Khaimah owner-country: AE owner-phone: +971 0970 434455198 owner-fax: +971 0970 111111111 owner-email: office@digital-equipment.biz

Die
Firma zeichnet auch für ein weiteres Projekt verantwortlich. Als
Online-Fetsplatte kann man das Portal fast-load.net wohl am Besten
bezeichnen. Der Dienst ist nicht neu. Neu dagegen ist, dass die Digital
Equipment FZE als verantwortliche Firma im Impressum eingetragen ist.
Der Geschäftsführer Robin Cherian hat noch ein weiteres Eisen im Feuer,
denn er ist gleichzeitig der Chef der Facelab FZE LLC.

Von
der Firma Facelab FZE LLC wird derzeit der Nutzlosdienst
gesichtsanalyse.com betrieben. Auf der Startseite fehlt jeglicher
Kostenhinweis. Aber in den AGB wird angegeben, um welchen Betrag die
Opfer der Abzocke zur Kasse gebeten werden.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

1. Das Entgelt für die Nutzung der Dienstleistung beträgt acht 8 Euro
pro Monat inkl. der Mehrwertsteuer in der jeweiligen gesetzlichen Höhe.
2. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate.

Angeblich
spricht Robin Cherian nur englisch und indisch. Aber er hat trotzdem
zwei deutsche Xing-Profile, die passend zu den Schein- Firmen sind,
so dass wir an der Identität eines Robin Cherian unsere Zweifel haben.


Domains und Firmen von Fritzmann sind für’n “GULLI”

22. November 2008, von Robin Kruse

Neben
den vielen Gaunereien, für die Valentin und Robert Fritzmann in den
letzten Jahren verantwortlich waren, gab es auch zahlreiche Versuche
der Herren ihren Namen in ein positives Licht zu rücken. Dazu wurden
eine Menge Domains mit dem Namen Fritzmann registriert und als Blogs
ins Netz gestellt. Auf den Inhalt der Domains kam es nicht an, denn der
einzige Zweck der Seiten bestand darin, die Suchmaschinen zu
überlisten. Wenn also jemand den Namen Fritzman als Suchbegriff
verwendete, so wurden zunächst nur die eigenen Webseiten angezeigt.
Andere Webseiten, mit kritischen Beiträgen und Warnungen wurden dadurch
erst auf den folgenden Seiten des Suchergebnisses angezeigt.

Inzwischen
ist Valentin Fritzmann noch einen Schritt weiter und hat mit seiner
Firma Inqnet GmbH auch sein eigenes angebliches
Verbraucherschutzforum:

  • gulli.com
  • board.gulli.com

Für viele User mag das gulli-board ja
eine Informationsquelle darstellen. Ob auch alle dort veröffentlichten
Inhalte objektiv sind darf mehr als bezweifelt werden. Schon länger
wird dort für die Dienste aus dem Hause Fritzmann geworben.

gulli-Impressum mit Werbung

Im Gegenzug wird auf der Seite firstload.de darauf hingewiesen, dass der Dienst von Gulli empfohlen wird.

gulli - firstload

Dass
kritische Postings auf dem Gulli-Board unerwünscht sind, braucht
eigentlich nicht extra erwähnt zu werden. Dennoch sei angemerkt, dass
wir erst kürzlich darauf hingewiesen wurden. Ein User hatte auf die
Abzocke des firstload-Nachfolgers Load.net aufmerksam gemacht und sich
gewundert, dass das Posting kurz danach gelöscht war. Sein Fazit war
dann, dass das gulli-board nur noch Zenzur und eine Werbeplattform für
diese Gauner ist. Dieser Eindruck haben wir in unserer Redaktion auch
seit einiger Zeit.


Mega-Downloads.net - täuschen, tarnen, abkassieren

13. November 2008, von Robin Kruse

Manch
einer mag sich verwundert fragen, warum noch immer User auf diese
Masche reinfallen. Schließlich wird auf die Kosten deutlich
hingewiesen, wenn man die Startseite des Portals aufruft. Doch diese
Seite wird man anscheinend nur in den seltensten Fällen sehen. Dafür
wird über eine Reihe anderer Domains nur zu Mega-Downloads
weitergeleitet. Und dort landet man, je nach gesuchtem Programm,
lediglich auf einer Unterseite der Domain Mega-Downloads.net. In
letzter Zeit sind die folgenden Umleitungen zu Mega-Downloads bekannt
geworden:

  • antivirus-herunterladen.org
  • sicherer-download.cc
  • software-herunterladen.net
  • software-archiv.info
  • icq-club.at

Zuvor wurden schon eine Reihe weiterer Umleitungen zur Opfersuche entdeckt:

  • sicherer-download.com
  • software-herunterladen.com
  • software-herunterladen.info
  • antivirus-herunterladen.info
  • antivirus-portal.net
  • messenger4you.net

Auf ABZocknews.de
wurde bereits berichtet, dass für die Werbung per Spam nun statt eines
Herrn Victor Vitti ein paar neue Firmen angegben werden. Dazu gehören
zum Beispiel die International Publishing Services Inc. und die Digital
Equipment FZE LLC. Ob diese Firmen mit den fantasievollen Namen auch
tatsächlich existieren, lassen wir mal dahingestellt. Interessanter ist
eine Verbindung die über die Domain icq-club.at ersichtlich wird.

domain: icq-club.at registrant: CSG3433886-NICAT admin-c: CSG3433886-NICAT tech-c: CSG3433886-NICAT nserver: ns1.bluedoms.com remarks: 89.107.71.140 nserver: ns2.bluedoms.com remarks: 195.93.200.27 changed: 20080616 12:26:24 source: AT-DOM personname: Christopher Metz organization: CallMe Services GmbH street address: Froehlichgasse 5 Top5 postal code: A-1230 city: Wien country: Austria

Im whois finden wir also den vorherigen Betreiber von Mega-Downloads.net. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?


12. November 2008

Abzocke von Mega-Downloads.net Thema bei Akte 08

Die Abzocke von Mega-Downloads.net war inzwischen auch
Thema bei Akte 08. Das Video sollten Sie sich nicht entgehen lassen, da
dort eine weitere dreiste Falle aufgedeckt wird. Sollten Sie auch
keinen Kostenhinweis bei Mega-Downloads entdeckt haben, vielleicht war
es der bei Akte 08 aufgezeigte Fehler.

Internet-Falle Gratisprogramme: Wie Sie beim Herunterladen abkassiert werden

Hunderte
AKTE-Zuschauer sind empört und haben ihrem Unmut freien Lauf gelassen.
Per Post und Mail schreiben sie uns von den Abzock- und Betrugsmethoden
einer dubiosen Organisation. Auf der Seite des zwielichtigen Anbieters
werden beliebte Programme angeboten - ganz legal und gratis zum
Downloaden. Doch wo nicht einmal die Hersteller eine Vergütung
verlangen, verschickt dieses Unternehmen Rechnungen in Höhe von rund
96,- €. Wer steckt hinter den Internetseiten? Auch in der Redaktion der
Computerbild ist der Ärger um das Download-Portal ein großes Thema.
Dort quillt das Forum von Berichten Geschädigter förmlich über.

Quelle: Akte 08

Quelle: YouTube.com


18. Oktober 2008

Polizei warnt vor Downloads bei Mega-Downloads.net

Vor der dreisten Abzocke auf dem Portal
mega-downloads.net wird nun sogar schon von der Polizei gewarnt. In
einer Stellungnahme der Polizeidirektion Esslingen heisst es unter
anderem:

Die Polizeidirektion Esslingen rät:

Laden Sie keine Software über die kostenpflichtige Website
mega-downloads.net herunter. Die dort angebotenen kostenlosen Programme
können vom jeweiligen Hersteller ohne Vertragsbindung bezogen werden.
Von einer Bezahlung der Rechnung für die Mitgliedschaft und der Mahnungen der Inkassobüros wird abgeraten.
Gegebenfalls kann der Rechnung/Mahnung durch einen vom Internet
herunterladbaren Musterbrief der Verbraucherschutzzentrale Stuttgart
widersprochen werden.
Weitere Geschädigte werden gebeten sich mit der Kriminalpolizei unter
Telefon 0711 3105768-66 in Verbindung zu setzen. Das Betrugsdezernat
hat die Ermittlungen gegen die verantwortliche Firma mit Sitz in
Österreich eingeleitet.

Quelle: verbraucherrecht.blogg.de


25. Februar 2008 von Winni Waldo

Achtung: Emule ist nicht gleich Emule

Wo Emule drauf steht ist auch Emule drin, sollte man
meinen. Doch Vorsicht ist geboten. Oft genug steckt auch ein Abzocker
dahinter, der User damit in seine Falle locken will. Zu diesen Gaunern
gehört auch die Firma Easy IT-Solutions GmbH und ihr Geschäftsführer
Christopher Metz.

  • emule.de
  • emule.de - Umleitung zu .com

Die offizielle e-Mule-Seite heißt:
www.emule-projekt.net


Das Mega-Firmennetz

Gesellschafter der Firmen sind letztendlich Dr. Robert Fritzmann und Valentin Fritzmann Vater und Sohn .

  • Easy IT-Solutions GmbH
    Arndtstr. 89 Top 23
    A-1120 Wien
    zuvor: Easy IT-Solutions GmbH 10.01.2007-20.11.2007
    Linke Wienzeile 236 /Diefenbachgasse 35
    A-1150 Wien,
    zuvor: Easy IT-Solutions GmbH 05.12.2006 - 10.01.2007
    per 10.01.2007 von
    Lützowgasse 6/3/19
    A-1140 Wien
    Firmenbuch-Nr: FN 286515 x
    Eintragungsdatum: 05.12.2006
    Gegenstand: Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik
    Geschäftsführer: Helmut Steffel ehem. Christopher Metz - Dez. 2006 bis Jan. 2008
    Gesellschafter: Blue Byte FZE
    Mitarbeiter: 10
    Tel: +43-1-894005010
    Fax: +43-1-894005050

  • MOBILO GmbH
    Floridsdorfer Hauptstr. 1/Baute
    A-1210 Wien
    Firmenbuch-Nr: FN 295315 m
    Eintragungsdatum: 18.06.2007
    Gegenstand: Erbringung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen
    Gesellschafter: Mobilo FZE
    Geschäftsführer: Helmut Steffel
    Mitarbeiter: 1

  • Blue Byte FZE
    RAK Free Trade Zone
    Business Center #1
    10 559 Ras al-Khaimah
    Vereinigte Arabische Emirate
    Geschäftsführer: Abubakr Salih Mohammed Nur Sidahmed
    Gesellschafter: Dr. Robert Fritzmann
    Gesellschafter: Valentin Fritzmann

    Blue Byte FZE Zweigstelle Österreich
    Postfach 82
    A-1121 Wien
    Tel: +43-1-8940050 = Easy IT-Solutions GmbH
    Fax: +43-1-89400521 = Easy IT-Solutions GmbH

  • Mobilo FZE
    RAK Free Trade Zone
    Business Center #1
    10 559 Ras al-Khaimah
    Vereinigte Arabische Emirate
    Geschäftsführer: ?
    Gesellschafter: Dr. Robert Fritzmann
    Gesellschafter: Valentin Fritzmann

  • VERIMOUNT FZE
    ehem. FRITZMANN FZE 21.08.2006 - 03.01.2006
    Mollardgasse 11
    A-1060 Wien
    Firmenbuch-Nr: -
    Gegenstand: Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und
    Informationstechnik, insbesondere SMS-Dienstleistungen über Internet
    Geschäftsführer: Valentin Fritzmann
    Gesellschafter: Dr. Robert Fritzmann
    Eintragungsdatum: 21.08.2005
    Mitarbeiter: 3
    Tel: +43-1-58033

  • SimSeven FZE LLC
    RAK Free Trade Zone
    Business Center #1
    10 559 Ras al-Khaimah
    Vereinigte Arabische Emirate

    vorher:
    The Fairmont Building 712
    Sheik Zayed Road
    Dubai,

    UAE
    Geschäftsführer: Valentin Fritzmann

  • INQNET GmbH
    Galaxy Tower, Praterstr. 16 OG
    A-1020 Wien
    Firmenbuch-Nr: FN 288255 f
    Eintragungsdatum: 09.01.2007
    Gegenstand: IT-Dienstleistungen und E-Commerce
    Geschäftsführer: Valentin Fritzmann
    Gesellschafter: Valentin Fritzmann
    Mitarbeiter: 1
    Tel: +43-1-2127650

Der
für die Firmen MOBILO GmbH und Easy IT-Solutions GmbH als
Geschäftsführer tätige Helmut Steffel, ist auch für das Eintreiben der
Forderungen zuständig. Dafür hat er zwei Inkassofirmen an der gleichen
Adresse.

  • Validea GmbH
    Am Spitz 2-3 Sti
    A-1210 Wien
    Firmenbuch-Nr: FN 296651 b
    Eintragungsdatum: 24.07.2007
    Betriebsgegenstand: Inkassoinstitut
    Geschäftsführer: Helmut Steffel ehem. Christopher Metz - Sept. 2007 bis Jan. 2008
    Mitarbeiter: 1
    Tel: +43-1-894005010 = Easy IT-Solutions GmbH
    Fax: +43-1-894005050 = Easy IT-Solutions GmbH

  • SWP GmbH
    Am Spitz 2-3/5/1
    A-1210 Wien
    Firmenbuch-Nr: FN 313835y
    Beginndatum der Rechtsform: 31.07.2008
    Kapital: 35000 EUR
    Geschäftsführer: Helmut Steffel *20.12.1983, Einzelperson, alleinvertretungsberechtigt
    Gesellschafter: Helmut Steffel *20.12.1983, Einzelperson, Anteil: 100.00%
    Tätigkeit: Inkassobüro
    Mitarbeiter: 1

Zu diesem Netz gehören wohl auch die folgenden Firmen:

  • Digital Equipment FZE LLC
    Ras Al Khaimah Free Trade Zone
    Business Center #1
    P.O. BOX 10559
    Ras al Khaimah
    Vereinigte Arabische Emirate
    Geschäftsführer: Robert Cherian

  • Facelab FZE LLC
    Ras Al Khaimah Free Trade Zone
    Business Center #1
    PO Box: 10559
    Ras Al Khaimah
    Vereinigte Arabische Emirate
    Geschäftsführer: Robert Cherian

  • Facelab FZE LLC
    Postfach 9
    A-1041 Wien
    Österreich

Zu diesem Geflecht gehören auch die folgenden Unternehmen, an denen Christopher Metz beteiligt ist:

  • CallMe! Services GmbH
    Fröhlichgasse 5 Top5
    A-1230 Wien
    Österreich

    Gesellschafter: Christopher Metz

  • FirstClass Development GmbH
    A-1040 Wien
    Österreich
    Gesellschafter: Christopher Metz

  • Opulentia EDV-Dienstleistungs GmbH
    A-1060 Wien
    Österreich
    Geschäftsführer: Christopher Metz
    Gesellschafter: New Ad Media Gesellschafter: Brian Corvers

Domains des Mega-Downloads-Netz Fritzmann und Metz

Diese Liste wurde zuletzt geändert am 22.11.2008

Betreiber
Domain
GF, Director
Bemerkungen
Neu - Febr. - März 2008
Neu - April - Juni 08
Neu - Juli - Sept. 08
Neu in Okt. - Dez. 2008
Blue Byte FZE
mega-downloads.net
Abubakr Salih Mohammed
Gesellschafter: V. + R. Fritzmann
vorher: Easy IT-Solutions GmbH
mega-downloads.net
sicherer-download.com
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
software-herunterladen.com
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
software-herunterladen.info
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
antivirus-herunterladen.info
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
antivirus-portal.net
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
software-archiv.info
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
software-herunterladen.net
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
sicherer-download.cc
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
antivirus-herunterladen.org
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
CallMe! Services GmbH
icq-club.at
Neu - Christopher Metz
Umleitung zu mega-downloads.net
Digital Equipment FZE
messenger4you.net
Neu - Robin Cherian
Umleitung zu mega-downloads.net
Easy IT-Solutions GmbH
mega-downloads.net
Christopher Metz
emule.de
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
icq-club.at
Neu
Umleitung zu mega-downloads.net
Facelab FZE LLC
gesichtsanalyse.com
Robin Cherian
Neu
INQNET GmbH
gulli.com
Valentin Fritzmann
Mobilo GmbH
mobilo.com
Helmut Steffel
bzw. Mobilo FZE
handy-radar.com
Robert Fritzmann
SC Adseller Media SRL
p2p-paradies.com
Marc Oliver Filz
z.Z. keine Anmeldungen möglich
Dienste vormals von SimSeven
movie-tester.de
download–gratis.com
Umleitung zu p2p-paradies.com
SimSeven FZE
Valentin Fritzmann
Verimount FZE
firstload.de
V. + R. Fritzmann
simsen.de

Kommt von der Seite www.antiabzocke.net/megadnz.php, die gerade mit DDOS belegt ist

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Narragonien: Inflation sinkt, nur Spiegel-Online ist immer weniger wert
12/17/2008 11:28 AM

Der Preisanstieg bei Waren ist so gering wie seit langem nicht mehr. Eigentlich eine gute Sache, denn schließlich steigen ja auch die Reallöhne in diesem Land nicht. Nur bei Spiegel-Online freut man sich nicht mit den Verbrauchern, sondern malt im Strudel der allgemeinen Krisenhysterie gleich den Teufel an die Wand:

Die Inflation ist im November auf einen beunruhigend niedrigen Stand gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen im vergangenen Monat nur noch um 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Inflationsrate blieb damit erstmals seit Juni 2007 unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht.

Warum eine durch den Preisverfall beim Mineralöl bedingte Inflationsrate von 1,4 Prozent ein "beunruhigend niedriger Stand" sein soll, erklärt Spiegel-Online leider nicht. Ob die Redakteure dort davon ausgehen, dass der übliche Spiegel-Leser auch die Grundzüge der Volkswirtschaftslehre kennt und damit weiß, dass das eine absolut substanzlose Einleitung ist, nur um das Interesse der Leser an diesem Artikel zu wecken, mag ich mal bezweifeln.

Auch bin ich mir nicht sicher, ob die Redakteure selber wissen, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gibt. Auch wenn man schreibt:

Ohne Einrechnung der Mineralölprodukte hätte die Inflationsrate im November deutlich höher bei zwei Prozent gelegen.

Was soll also diese negative Berichterstattung von einem durchaus freudigen Ereignis? Will man etwa auf den fahrenden Zug der Panikmache aufspringen, über den man selbst berichtet?

"Eine Konsumflaute 2009 ist längst nicht ausgemacht", sagte HDE-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr den "Ruhr Nachrichten". Eine "Kakophonie der Horrormeldungen" verunsichere die Menschen. "Das könnte die Kauffreude massiv dämpfen und eine Konsumkrise erst herbeiführen", sagte Pellengahr.

Spiegel-Online ist eine dieser Stimmen im Chor der Kakophoniker. Ich hoffe jedoch, dass die einzige Kauffreude, die dadurch gebremst wird, die Lust ist, den Spiegel zu kaufen. Denn während sich die Preise wieder etwas langsamer aufblasen, steckt im Spiegel bereits nur noch heiße Luft.

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anouphagos: Blödsinn zum Hirndoping
12/17/2008 11:26 AM

Umfragen von Fachzeitschriften und unzählige Blogs und Internetforen bestätigen jedenfalls: In jüngster Zeit werfen sich immer mehr Studenten, Wissenschaftler und Manager Pillen zu diesem Zwecke ein.

So wird ge fazzelt. Das ist natürlich falsch. Genauer gesagt: Das ist einfach nicht verifiziert. Der (Hirn-)Dopingmarkt ist illegalisiert, und damit kann es keine umfassende Sozialforschung empirischer Natur geben. Nur, weil in den letzten Jahren mehr Fälle bekannt werden (auch und gerade, weil die Medien sich darauf stürzen), Polizei und Öffentlichkeit sensibilisiert sind etc., heißt das nicht, dass tatsächlich mehr genommen wird. Der Mensch ist ein drogenliebendes Tier. (Siehe Helmut Schmidt.) Deswegen ist es auch gut, dass der Artikel mit der Forderung abschließt, man möge sich auf eine Zukunft auch der Hirndrogen einstellen.

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Duckhome: Sehnsucht Wohlstand. Oder die Marginalisierung des Wunschdenkens.
12/17/2008 11:10 AM
Zu Marginalisierung sagt Wikipedia: „Marginalisierung ist ein Prozess, bei dem Bevölkerungsschichten an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und dadurch deutlich weniger am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Im extremen Fall endet Marginalisierung für die Betroffenen in Hungertod oder Krankheit. Dies kommt heute in den Industrieländern, in denen meist noch ein funktionierendes System der sozialen Sicherheit vorhanden ist, kaum vor, ist aber in vielen Entwicklungsländern verbreitet." ... Noch ist es so!



Nun haben wir den Schlamassel mit der Wirtschaftskrise, welche sich unaufhaltsam und alles überschwemmend verbreitet. All dies, aus den Fäkalien der unfähigen und korrupten Bänkern und Politikern entstanden, und in manchen Ländern schwappt die Krise sogar auch noch gepaart mit bräunliches Gedankengut über die Deiche der Vernunft. Die "baz.online" schreibt hier: „Millionen Amerikaner haben ihre Wohnungen und Häuser bereits verloren, weitere Millionen werden sich 2009 dazugesellen - und Wohnviertel hinterlassen, deren unheimliche Leere sich nicht dem Einsatz einer Neutronenbombe verdankt, sondern dem Untergang des Turbokapitalismus. Mittlerweile wächst die Zahl der Hungernden und zehrt jeder Zehnte bereits von staatlichen Lebensmittelmarken." und weiter „Mehr und mehr arbeitende Arme schliessen sich den Reihen arbeitsloser, verarmter und obdachloser Familien an"



Die FED druckt zwischendurch fleißig weiter Monopoligeld und presst den Leitzins bis zu einer fluktuierende Rate von 0,25 bis irgendwann 0% runter. Parallel wird weltweit, ohne Taktgefühl, versucht das Konsumverhalten des Volkes wieder in Form von Rabatte und Untergangs-Gutscheine anzuwerfen. Doch die Damen- und Herrschaften ahnen wohl kaum, wie das wahre Leben auf der Straße aussieht und was es heisst, mit ein Minimum an Nichts auskommen zu müssen. Und anscheinend begreifen sie auch nicht, dass da, wo es kein Einkommen gibt, es auch keine Kaufkraft geben kann. Aber was solls... Was hierbei letztendlich herausspringen wird, dies dürfte klar sein. Der Dollar schmiert vielleicht irgendwann völlig ab und wird durch einer stärkeren, neuen Währung ersetzt. Oder er wird durch ein neuer Krieg wieder genährt und gestärkt empor gehoben. Wir werden es sehen.

Hier ist auch der hypothetischer Amero in aller Munde, doch offiziell wird dies immer noch dementiert und "Verschwörungstheoretikern" an die Stirn geheftet. Und ob hier etwas an der Geschichte dran ist oder nicht, es ist Fakt, dass der Dollar ziemlich im Keller ist und dass die Schlangen an den Suppenküchen immer länger werden. Und dieses Szenario wird sobald die Wirtschaft in den USA restlos kollabiert auch weltweit alles mit sich reißen. Hieran kommt keiner vorbei! Dieses Bild wird dann bald auch bei uns teil des Alltags sein. Hier sollte man ruhig mal das Interview mit Gerald Celente auf "Schall und Rauch" lesen.

Angela, deutsche Physikerin und „Politikerin", kündigt nun frohlockend die Rettung aus der schwärzesten Rezession seit den 30ern, in Form des neuen und voran getriebene Konjunkturpaket an und meint ein wenig vernebelt: „Wir sind der Meinung, wenn es in Amerika reicht, wenn der neue Präsident (Barack Obama) ins Amt kommt, ein großes Programm zu machen, wird es auch in Deutschland richtig sein, zu einer ähnlichen Zeit ein zweites Programm aufzulegen" Nun ja ... Hoffentlich driftet dieses "2. Programm" nicht all zu sehr nach rechts ab. (Überlegt sie eigentlich was sie sagt?) Und um es mal salopp zu erläutern: Die Unternehmen bekommen noch mehr Fazilitäten und sonstige Möglichkeiten, den Arbeitern die letzte Feder und ein letztes an Würde zu ziehen, und hier und da werden noch praller gefüllte Umschläge verteilt werden. Mehr nicht!



Anscheinend will kaum einer bis jetzt begreifen, dass ein Obama genau das weiterführen wird, was die Bush-Ära hinterlassen hat, weil ihn einfach nichts anderes übrig bleibt oder er es einfach nicht anders will/darf. Und anscheinend verdrängen die Menschen hier in Deutschland die Tatsache, dass sie verarscht werden, denn ich sehe niemanden, mit einem noch so kleinen Protestschild in der Hand, um den Bundestag herummarschieren.... Brecht und Stalin sagten hier mal fast zeitgleich, dass es in Deutschland keine Revolution geben wird, solange das Betreten des Rasens als verboten gilt und alle sich auch daran halten. Und ja ... Manchmal erlebe ich hier Menschen, in der dunkelste Nachtstunde, vor einer Fußgängerampel stehend und benebelt wartend ... auf nichts ...




Es gibt wirklich nur eine Zeit, in der es nötig ist, aufzuwachen. Diese Zeit ist jetzt!

Hier kann man schon mal üben.



Deutschfehler bitte ich zu entschuldigen, da dies nicht meine Muttersprache ist.


[Link] [Cache]
Duckhome: Dinge über die wir nicht reden sollten - Ein Hoch auf die unabhängige Informationsbeschaffung
12/17/2008 11:10 AM
Ein beliebtes Wort: Die "Verschwörungstheorie"

Es wird leiser, immer leiser. Was vor wenigen Jahren noch hoch im Kurs stand, ist nun mehr aber nicht verschwunden - im Gegenteil. Der Alltag, die Gewöhnung ist eingetroffen. Viele Menschen die heute noch dieses Wort zu hören bekommen, winken nur noch ab "Ach geh, lass mich doch mit so einem Mist in Ruhe". Und damit ist nicht die entsprechende Theorie gemeint, sondern der Umstand, dass das Verschwörungs-Argument keine echte Zugkraft mehr hat.

Eine Art Paradigmenwechsel vollzog sich - auch seitens der Verschwörungstheorie-Gegner. Es wird immer schwieriger für sie die Paukenschläge abzuwenden die sich meistens gegen sie selbst richten. Was bleibt ist allenfalls ein schlechtes Alibi für ihr handeln.
Das hat zur Folge, dass sie immer öfter - oftmals nachträglich - ihre gemachten Fehler öffentlich eingestehen. Zwar bisweilen mit absolut eigenwilligen Argumentationsketten, aber immerhin.

Vieles von den "angeblichen" Verschwörungstheorien hat sich im Nachhinein als wahr, als real heraus gestellt. Vieles konnte belegt und bewiesen werden als das was es war oder ist: Tatsachen.
Je mehr Theorien als Tatsachen aufgedeckt wurden, desto schwieriger wurde das Rudern gegen immer wieder neu aufkeimende Theorien.
Heute stehen die Gegner auf Augenhöhe mit den "Theoretikern", kommen in Erklärungsnöte, schweigen lieber anstatt weitere Fehler zugeben zu müssen und versuchen - trotz ihres Wissens darüber, dass Lügen schon immer kurze Beine hatten - dennoch ständig ihr althergebrachtes Ideal "Ich habe Recht, alle anderen sind Lügner" unters Volk zu bringen.
Wir alle wissen aber mittlerweile darum, wir kennen und erkennen diese Art der Kriegsführung aller Ämter - wir riechen förmlichst die Blaupausen. Sie nennen es Politik. Wir Manipulation.

Beharrliches nachharken, unabhängige Informationsbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit - auch eine Art des Journalismus und wie wir finden: eine weitaus ehrlichere.


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Heute: Leipzigerin sammelt für Brasilien
12/17/2008 11:06 AM
Deutsch-Brasilianerin veranstaltet Benefizkonzert zu Gunsten einer Blinden- und Sehbehindertenstiftung in Brasilien Die Leipzigerin Lina Maria Kotschedoff hat eine Vision: Sie will, auch weil Weihnachten ist, einer gemeinnützigen Organisation helfen. Allerdings befindet sich diese nicht in Deutschland, sondern in Brasilien. Die Sehbehinderten- und Blindenstiftung Adevis in Novo Hamburgo, zu Deutsch Neu-Hamburg, benötigt ihre Hilfe. Um Geld für [...][Link] [Cache]
Raymond Walden: Klima-Analyse!
12/17/2008 11:06 AM
Die ideologisch wuchernde Klima-Meinungsvielfalt hat nichts mit gelebter Demokratie zu tun und schon gar nichts mit sauberer Methodik der Naturwissenschaft.

1. Bei einem Kohlendioxid-Anteil von 0.04% ! an der gesamten Atmosphäre fehlt in der so genannten Treibhaus-Debatte bisher der eindeutige Beweis, dass Veränderungen in solcher Kategorie tatsächlich den Auslöser für die beobachtete Klimaerwärmung darstellen. Zahlreiche andere natürliche und langfristige Faktoren werden durch das menschliche Kurzzeitgedächtnis gerne vergessen.
Interpretationen dienen überhaupt nicht zu Erkenntnisgewinnung. Solange nicht objektiv und jederzeit replizierbar der Zusammenhang bestätigt ist: Ein ppm parts per million = 1 Teil auf eine Million mehr Kohlendioxid erzeugt exakt soundsoviel Erwärmung, bleibt alles spekulativ.

2. Folgt man aber, wie heute politisch üblich, solchen Vermutungen, erscheint es widersinnig, wie man die Erzeugung von Kohlendioxid durch menschliche Aktivitäten einerseits reduzieren will und gleichzeitig unbedingt anzustrebendes, weltweites Wirtschafts-Wachstum bei steigender Bevölkerungszahl propagiert.

3. Die Menschheit befindet sich deutlicher denn je in einer archaischen Gefangenschaft, die klare Analysen verhindert, stattdessen Glaubenspostulate trotz und gerade auch wegen hochtechnisierter, wissenschaftlicher Errungenschaften zur Maxime ihres politischen Handelns erhebt. Katastrophen-Stimmungen sind seit jeher probate Mittel, die Völker ideologisch zu regieren, sie auszunutzen. Nichts anderes stellen die unwürdigen Schachereien rund um den „Klimaschutz" dar. Angst und Verunsicherung werden erzeugt zur Gewinnoptimierung der Propagandisten. Da dürfen auch schon mal Kriege geführt werden – mit ganz viel Kohlendioxid-Freisetzung. Oder hat jemals jemand den Konsumrausch religiöser Feste in Zusammenhang mit Umweltbelastung gebracht?

Empfehlung: Sehen Sie die Dokumentation "Der Klima-Schwindel" auf video.google.com[Link] [Cache]
seelensplitter: folter fürs schuhewerfen!
12/17/2008 11:03 AM
Zitat:
Nachdem Muntader al Zaidi vorgestern den Massenmörder George W. Bush mit seinen Schuhen beworfen hatte, wurde er zum Helden der freien Welt.

Wie verschiedene Quellen nun unter Berufung auf seinen Bruder Durgham berichten, wurden dem irakischen Journalisten nach seiner Festnahme im Gewahrsam der Sicherheitskräfte des von den USA besetzten Irak ein Arm sowie mehrere Rippen gebrochen.

Außerdem habe er innere Blutungen und sei am Auge verletzt worden. Der irakische TV-Sender al-Sharqiya berichtete außerdem, seine Schenkel wiesen deutliche Spuren von Folter auf.

Diese Behauptungen passen auffallend gut zu den Aussagen des regimetreuen Reporters Mohammed Taher, der im dem Marionettenregime von Nuri al-Maliki nahestehenden TV-Kanal Afaq stolz erklärt hatte, Muntader al Zaidi hätte geweint wie ein kleines Mädchen, als er von Sicherheitskräften brutal zusammengeschlagen worden sei. Ein anderer Reporter berichtete außerdem von Blutspuren am Ort der Verhaftung.

Nachdem Muntader al Zaidi bisher bei Truppen des irakischen nationalen "Sicherheitsberaters" des al-Maliki Regimes Muwaffaq al-Rubaie inhaftiert war, soll er nun vermutlich in das von der amerikanischen Foltertruppe gemanagten Flughafengefängnis Camp Cropper gebracht worden sein.

(Quelle: Mein Parteibuch)[Link] [Cache]
seelensplitter: ehemaliger polizist packt aus
12/17/2008 11:03 AM
Man lasse sich seine Worte auf der Zunge zergehen:

Zitat:
Eine Abgeordnete wird wegen Beamtenbeleidigung angezeigt und verurteilt. 25 Jahre später gesteht ein Polizist: "Wir haben gelogen". Er und der Anwalt erinnern sich.

Der Polizist

(...)

Ich war 18 und gehörte zu einer Polizeieinheit aus Nordrhein-Westfalen. Wir hatten die Aufgabe, die eingezäunte Bannmeile zu bewachen. Nur Personen, die einen Bundestagsausweis hatten, sollten wir einlassen.

Es war dunkel und furchtbar kalt. Politisch hat mich diese ganze Pershing-Debatte überhaupt nicht interessiert. Hauptsache, die Russen kommen nicht, war die Haltung im Kollegenkreis. Bei Minus zehn Grad konnten wir uns was Besseres vorstellen, als uns vor dem Parlament die Beine in den Bauch zu stehen. ,Ausgerechnet jetzt muss diese linke Brut demonstrieren', schimpften meine Vorgesetzten. Die Grünen waren damals gerade in den Bundestag eingezogen. So, wie sie sich aufführten, mochte sie keiner von uns. Denen haben wir diesen verdammten Einsatz zu verdanken, stand für uns fest.

Zusammen mit einem Kollegen, der auch noch sehr jung war, war ich an einem Seiteneingang eingesetzt. Wir waren gereizt. Nicht mal aufwärmen konnten wir uns. Da kam die grüne Bundestagsabgeordnete Gabriele Gottwald mit einem Begleiter. Frau Gottwald hatte einen Bundestagsausweis, der Mann nicht. ,Sie dürfen rein, er nicht', habe ich zu Frau Gottwald gesagt. Mein Kollege war ein stiller Typ. Ich war der Wortführer. Der Mann gehöre auch zur Fraktion, hat Frau Gottwald argumentiert. Wir sollten sie gefälligst passieren lassen. Das Gespräch wurde lauter. ,Ich mache mich hier zum Affen. Ich muss mich doch nicht von solchen Leuten verscheißern lassen', rief sie schließlich empört. Aber mein Kollege und ich haben uns so aufgebaut, dass der Mann nicht durch konnte. Irgendwann habe ich über Funk Verstärkung angefordert. Die traf in Person des Zugführers und des Hundertschaftsführers ein. Da sind Frau Gottwald und der Mann wutentbrannt abgehauen.

Auf Frage des Zugführers, wer das war, habe ich gesagt: ,Das war die Abgeordnete Gottwald. Sie hat geschimpft wie ein Rohrspatz.' Wir haben die Namen notiert. Damit war die Sache für mich erst mal erledigt.

Drei Tage später rief mich mein Vorgesetzter, der Hundertschaftsführer, ins Büro. Er habe in meinem Namen gegen die grüne Bundestagsabgeordnete Gottwald Anzeige erstattet. ,Wir müssen uns nicht von solchen Leuten als Idioten, Affen und Scheißer beschimpfen lassen', erklärte er mir. Daraufhin ich: ,Das hat sie doch gar nicht gesagt.' Er: ,Egal. Wir ziehen das jetzt durch. Ich habe es gehört, ihr Kollege und der Zugführer auch.' Das sind ja Machenschaften, hab ich mir gedacht. Der Zugführer und der Hundertschaftsführer waren bei dem Streit doch gar nicht vor Ort. Aber ich habe nicht widersprochen. Ich war ja erst 18 und mitten in der Ausbildung. Wenn man das Maul aufreißt, ist man schnell weg vom Fenster. Ich hatte den Eindruck, der Hundertschaftsführer wollte mal was erleben. In einer großen Kaserne, wie es die unsere war, kann man sich mit so was profilieren. Sonst wurden wir eher zu Einsätzen wegen Parken in der dritten Reihe gerufen.

Um ehrlich zu sein: Die Geschichte hat mir gefallen. Ich bin aus der Masse der Auszubildenden rausgetreten. Das erfüllt einen mit Stolz. Die meisten von uns waren politisch Mitte bis rechts eingestellt. Von überall habe ich Schulterklopfen bekommen. Bald war ich bekannt wie ein bunter Hund.

Der Prozess fand in Bonn statt. Die Anklage lautete auf Beleidigung. Der Zuschauerraum war voll mit Polizisten. Wir waren vier Zeugen. Ich, der Azubi, war der Hauptzeuge. Mir ging ein bisschen die Muffe, weil ich gehört hatte, dass der Ströbele der Verteidiger von Frau Gottwald ist. ,Bei dem müssen Sie aufpassen. Der hat die Baader-Meinhof-Geschichte mit vertreten', hatte mich mein Hundertschaftsführer gewarnt. Aber für den Staatsanwalt und das Gericht war der Fall von Anfang an klar. Ihre Antipathie gegen Frau Gottwald und Herrn Ströbele war deutlich zu spüren. Wenn man dann noch die Kollegen im Publikum flüstern hört: ,Gib Gas!', ,Mach weiter!', wird man, so jung wie ich war, als Zeuge richtig keck. Es war ein abgekartetes Spiel, obwohl der Ströbele sehr eloquent war. Wir vier Zeugen waren uns einig. Frau Gottwald hatte keine Chance.

Auch die Berufungsverhandlung endete mit einer Verurteilung. Der Polizei als Staatsgewalt wird grundsätzlich geglaubt. Ein Polizist, so die gängige Auffassung, lügt nicht. Schließlich ist er auf das Grundgesetz vereidigt.

(...)

Ich war dreieinhalb Jahre Polizist. Danach habe ich mich beruflich umorientiert. Durch Erzählungen von Kollegen weiß ich, dass solche Geschichten öfter vorkommen. Ich will nicht sagen, dass das die Regel ist. Aber einige haben sich damit regelrecht gebrüstet.

Das ist heute nicht anders. Ich habe noch Verbindung zur Polizei und höre, dass nach wie vor gemauschelt wird. Man kann im Einsatz immer so oder so entscheiden. Man braucht nur eine einfache Verkehrskontrolle anzugucken. Bürgern, die frech Paroli bieten oder politisch unliebsam sind, wischt man gern mal eins aus.

Was ins Beuteschema passt, wird ausgenutzt. Ich war dabei, wie ein Obdachloser, der Kinder angebaggert hat, auf der Wache getreten worden ist. Immer in den Arsch. Selbst da hatte ich das Gefühl, dass hat er verdient. Wieso packt der Kinder an? Wir haben Obdachlose - Penner, wie wir sagten - mit dem Streifenwagen 30 Kilometer außerhalb der Stadt bei Wind und Wetter ausgesetzt.

Warum ich das alles nach 25 Jahren offenbare? Ich bin selbst Opfer eines Lügenkomplotts geworden. Es ist eine extrem demütigende Erfahrung. Ich schäme mich, dass ich mich an so etwas beteiligt habe. Ist doch klar, wem der Richter glaubt, wenn Aussage gegen Aussage steht. Die Polizei hat die Macht."

*Dieter Lehmann (Name geändert) ist 44 Jahre alt und selbstständig.


Dass diese Verhältnisse den Tatsachen entsprechen und derartige Vorkommnisse öfter mal vorkommen, bestätigt auch Christian Ströbele, der als Anwalt selbst Opfer solcher Polizeiaktionen vertreten hat:

Der Anwalt

"Ein echter ehemaliger Polizist schickt mir ein Lügengeständnis. Ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich die Mail in meiner Abgeordnetenpost entdeckte. Als Strafverteidiger in politischen Prozessen hatte ich oft den Eindruck, dass Polizisten falsch aussagen. In weit schlimmeren Fällen als dem vorliegenden, in dem es ,nur' um eine Beleidigung ging. Aber an ein konkretes Geständnis eines Lügenkomplotts aus Gewissensbissen kann ich mich nicht erinnern.

In den Achtzigerjahren habe ich viele Leute verteidigt, die bei Demonstrationen und Aktionen gegen Raketenstationierung oder den Bau von Atomkraftwerken festgenommen wurden.

Es war die Zeit der unerbittlichen Konfrontationen der Polizei mit den Demonstranten der großen sozialen Bewegungen. Da wurden Straßen und Stationierungsorte blockiert, Bauplätze und Häuser besetzt. Die Polizei riegelte Stadtteile und ganze Regionen ab, kesselte Demonstranten ein und ging mit großer Härte häufig nach militärischen Einsatzregeln vor.

In den folgenden Strafprozessen gegen Demonstranten mussten zur Abschreckung Verurteilungen her. Immer wieder waren wir dabei mit Aussagen von Polizisten konfrontiert, die nicht stimmen konnten.

In trauriger Erinnerung ist mir eine besondere Gemeinheit. Ein Mandant berichtete, wie es ihm nach seiner Festnahme erging: Ein Polizist hielt ihn rechts, der andere links, während ein dritter sich Handschuhe anzog und ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug. Vor der Festnahme war der Mann unversehrt, danach schwer verletzt. Vor Gericht sagten die Polizisten, der Festgenommene sei auf dem Weg zur Wache absichtlich mit dem Kopf gegen eine Eisentür gelaufen. Verurteilt wurde der Verletzte - wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt.

Die Gerichte haben Polizeibeamten in der Regel geglaubt, obwohl die Aussagen aus den geschlossenen Einheiten häufig offensichtlich von Corpsgeist und Kameradschaft geprägt waren. Uns Anwälten blieb nur, Widersprüche aufzuzeigen, Falschaussagen konnten wir nicht beweisen. Es gab Richter, die dann nicht verurteilten. Aber das war die absolute Ausnahme.

,Sei vorsichtig', habe ich Mandaten gewarnt, wenn sie gegen Polizisten vorgehen wollten. ,Hast du Zeugen? Gibt es Fotos?' Wenn nicht, habe ich von Strafanzeigen abgeraten, um die übliche Reaktion mit Gegenanzeigen zu vermeiden.

Seither fordern wir mit Bürgerrechtlern die individuelle Kennzeichnung der Polizisten in geschlossenen Einsätzen. Die amtliche Vermummung mit Uniform, Helm und Gesichtsschutz verhindert die Identifizierung eines Straftäters aus den Reihen der Polizei. Aber kein Bundesland traut sich bisher, diese Forderung umzusetzen.

Heute bemüht man sich, harten Konfrontationen von Polizei und Demonstranten entgegenzuwirken - und es gibt viel mehr Beweismittel, wie Fotos und Videos.

Aber zu Falschbeschuldigungen durch Sicherheitskräfte kommt es immer noch. In meinem letzten Fall als Strafverteidiger habe ich es erlebt. Für einen Angeklagten gibt es kaum etwas Gemeineres, als zuerst zusammengeschlagen und dann aufgrund einer Falschaussage auch noch zu Unrecht verurteilt zu werden. Kein Wunder, wenn ein Justizopfer nach so einer Erfahrung mit dem Rechtsstaat fertig ist."

Christian Ströbele, 69, ist seit 1967 Rechtsanwalt. Im Bundestag, wo er seit 1998 für die Grünen sitzt, ist er unter anderem für Polizei und Sicherheitsdienste zuständig.

(Quelle: taz.de)[Link] [Cache]
Kirchensumpf: Geschiedene Väter werden Priester
12/17/2008 10:11 AM

Für Kirche kein Problem

In den schweizerischen Bistümern Chur und Basel werden neuerdings geschiedene Männer zu Priestern geweiht. Die Kirchenleitung tabuisiert das Thema und spricht aber von Ausnahmefällen. Dabei sind die Vorgaben des Kirchenrechts klar: Das Priesteramt ist an den Zölibat gebunden. Priester, die in einer festen Beziehung leben, müssen ihren Beruf aufgeben. Verheiratete Männer können gar nicht erst Priester werden. Geschiedene jetzt offenbar sehr wohl – obwohl die Kirche auf der Unauflöslichkeit der Ehe besteht. Für sie sind Ehen aber gar nie gültig, wenn nicht kirchlich geheiratet wurde. Dieses müssen die angehenden Priester mit einer «administrativen Eheungültigkeitserklärung» bescheinigen. Für den Kirchgemeindepräsidenten von Alpnach, Daniel Albert, ist der Zivilstand Privatsache und die Weihe eine Sache des Bischofs. Er findet es mutig vom Bistum Chur, einen Geschiedenen zu weihen. Er glaubt aber nicht, dass das Schule machen wird. Das zeigt, wie sehr die Kirche das Thema tabuisiert. Denn weitere Priester, die einmal verheiratet waren, sind leicht zu finden. Gerade hat eine Pfarrei im Kanton Zürich vom Churer Bischof Huonder einen geschiedenen Priester erhalten – ohne deren Wissen. Der Pfarrer möchte nicht mit Namen genannt werden, weil das, wie er sagt, grosses Leid über ihn und die Pfarrei bringen würde. Er war kirchlich verheiratet und musste seine Ehe annullieren lassen. Doch die Kirche zeigte sich bei Laientheologen in den letzten Jahren grosszügig, wenn es darum ging, die Ehe annulieren zu lassen.
Nur: Vielen Schäfchen der Gemeinde kommt es absurd vor, wenn ein geschiedener Priester wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion verweigern müsse, weil sie gemäss Kirchenrecht in Sünde lebten. Aber die Kirchen sind ja für ihre Doppelmoral bekannt!

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Seminar: Krise, Kollaps, Klassenkämpfe
12/17/2008 09:57 AM
Mittlerweile ist es unübersehbar, das Kapital ist weltweit mit Volldampf auf dem Marsch in eine Krise. In China, den USA und anderswo stottern die Schlüsselindustrien und alle davon abhängigen Sektoren stolpern hinterher. Staaten rund um den Globus wollen hunderte von Milliarden verpulvern, um den großen Zusammenbruch und Absturz abzufedern. Ob das etwas bringen wird und welche Generationen das bezahlen sollen, weiß derzeit niemand, dafür aber steigt die Wut und das Vertrauen darin, dass die kapitalistische Welt die beste aller möglichen Welten ist, bekommt erste Risse. Vor diesem Hintergrund wird die FAU Moers wird am 17.und 18. Janauar 2009 ein Wochenendseminar unter dem Titel "Krise, Kollaps, Klassenkämpfe" veranstalten. [Link] [Cache]
politplatschquatsch: Fünfjahrplan statt Prognose
12/17/2008 09:35 AM
Im weiter, siegesgewissen Reich des real existierenden Sozialismus war Demoskopie ebenso verpönt wie Wirtschaftsforschung. Prognosen zur Entwicklung von Weltmarktpreisen oder Wirtschaftswachstum wurden nicht benötigt, weil Planungschef Gerhard Schürer je nach Bedarf in den Fünfjahr-Plan schrieb, wieviel wovon produziert und zu welchen Preisen verkauft werden würde.

Das über fast vierzig Jahre erfolgreiche Modell, mit dem von Stalin bis Breschnew alle Sowjetführer Fabelhaftes erreichten, wird nun endlich auch im neuen Deutschland zur Anwendung kommen. Die Krise macht es möglich: Weil immer neue und immer schlechter werdende Vorhersagen zur Wirtschaftsentwicklung die Menschen in Deutschland immer unsicherer werden lassen, hat Klaus Zimmermann, der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, einen "vorübergehenden Prognosestopp" angeregt. Ökonomen verwirrten unsere Menschen nur mit ihren Zahlen, die dann doch nie stimmten. Gäbe es keine schlechten Prognosen mehr, würde sich die Wirtschaft von ganz allein erholen. "Das ist eine Frage der intellektuellen Redlichkeit", verriet der DIW-Chef, und klarzustellen, was er damit meint.

"In den meisten Modellen, die wir für unsere Vorhersagen nutzen, kommen keine Finanzkrisen vor", glaubt er. Wenn sie aber vorkämmen, dann sei die jeweilige Krise so spezifisch, "dass wir sie nicht erfassen können." Daraus gezogene Erkenntnisse sein also völlig unnütz, sie machten nur unnötige Schlagzeilen.

Die großen Vorhersage-Institute wollen nach dem Prognose-Moratorium alllerdings keine Mitarbeiter entlassen, obwohl die dann nicht mehr gebraucht werden. Stattdessen soll es ein Entlassungsmoratorium geben. Die freiwerdenden Fachkräfte könnten versuchen, Fünfjahr-Pläne zu erstellen, nach denen Deutschland dann unabhängig von den tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen weiterentwickelt und vervollkommnet werden könnte. DDR-Planungschef Gerhard Schürer, der als Rentner in Berlin lebt, hat schon seine Bereitschaft signalisiert, als Berater einspringen zu wollen.[Link] [Cache]
SPD: Das Wippespiel
12/17/2008 09:20 AM

Deutlicher kann man die Zwickmühle, in der die SPD selbstverschuldet zappelt, nicht exemplifiziert finden: Die Union fordert allen Ernstes Aufklärung über Steinmeiers Rolle im Irak-Krieg.

Das Schlimme daran: So absurd sich die Aufforderung zur Aufklärung im Mund von Unions-Politikern auch ausnimmt (bekanntlich kroch Frau Dr. Merkel im Frühjahr 2003 auf allen Vieren nach Washington!)...die Forderung als solche ist völlig berechtigt.

Auf dieser Wippe werden die Rechten - zu dieser Vorhersage gehört nicht viel - die SPD im Wahljahr 2009 genüßlich schaukeln lassen. Und werden damit gleichsam auch noch ´Recht´ haben, solange die SPD ihren selbstzerstörerischen Weg fortsetzt.

[Link] [Cache]
Duckhome: Es gibt keine Beweise dafür, dass Muslime am 11. September 2001 Flugzeuge entführten
12/17/2008 09:10 AM
AUTOR: Elias DAVIDSSON





Die offizielle Geschichte vom 11. September: ein Betrug - Der 'Krieg gegen den Terrorismus': ein Schwindel

Im Rahmen eines am 13.12.2008 in Köln gehaltenen, vom Deutschen Freidenkerverband organisierten Vortrags mit dem Titel 'Was geschah wirklich am 11.09.2001?' macht der 1941 in Palästina geborene Isländer Elias Davidsson deutlich, daß es mehr als genug Beweise dafür gibt, daß die Anschläge vom 11. September 2001 anders abgelaufen sind, als es von offizieller Seite behauptet wird. Es müssen US-Stellen für den Massenmord verantwortlich sein. Das ist für ihn keine Frage mehr.

Insbesondere belegt Elias Davidsson, dass die US-amerikanischen Behörden bis heute keinen Beweis für ihre Behauptungen über die Beteiligung von Arabern beziehungsweise Muslimen am Massenmord des 11. September vorgelegt haben. Die Namen der 19 beschuldigten Araber sind auf keiner beglaubigten Passagierliste zu finden; keine Person hat sie in die Flugzeuge einsteigen sehen; es gibt kein Dokument, das ihre Anwesenheit in den Flugzeugen belegt; und es gibt keinen Beweis, dass diese Personen am Absturzort der Flugzeuge gestorben sind.



Elias Davidsson legt dar, dass der 'Krieg gegen Terrorismus' nicht nur ein täuschender Begriff ist, sondern auch selbst eine Form von Terror. Indem man Terrorismus als eine globale Verschwörung bezeichnet, die uns immer und überall bedroht, werden ganze Völker eingeschüchtert (terrorisiert) um das Unbekannte zu fürchten und sich mit gesteigerter Überwachung, Sicherheitsmaßnahmen und Freiheitsbeschränkungen abzufinden. Die Ereignisse von 9/11, wie sie von den Massenmedien vorgestellt wurden, lieferten den nötigen Schock, um die amerikanische und westeuropäische Bevölkerung darauf vorzubereiten, Kriege gegen andere Nationen zu befürworten und gesteigerte polizeiliche Überwachung zu akzeptieren. Die Entlarvung des 'Krieges gegen Terrorismus' als Schwindel und der offiziellen Geschichte vom 11. September als Betrug erleichtert den Widerstand gegen weitere Kriege und das schleichende Herausbilden einer totalitären Weltordnung. Die Mithelfer bei der Verschleierung der Wahrheit sind bekannt: Es sind Politiker, Medienverantwortliche, Journalisten und Akademiker, die die verlogene Version des 11. September verbreiten, bzw. davon profitieren. Sie sollten für ihre Teilnahme an diesem Betrug den angemessenen Preis bezahlen. - Arbeiterfotografie, 14.12.2008

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Die Regierung der USA behauptet in offiziellen Dokumenten, dass 19 Personen mit arabischen Namen, die als fanatische Muslime dargestellt werden, am 11. September 2001 vier Verkehrsmaschinen entführt und im Zuge eines Selbstmordanschlags ungefähr 3000 Menschen umgebracht haben. In dem vorliegenden Beitrag wird gezeigt, dass es für diese Behauptung keine Beweise gibt, dass somit die offizielle Darstellung der Ereignisse vom 11. September unglaubhaft ist. Da die US-Regierung ihre Anschuldigungen gegen die 19 angeblichen Entführer nicht belegen kann, müssen diese Anschuldigungen als böswillige Verleumdung und die offizielle Darstellung der Ereignisse dieses Tages als ein Betrug an der ganzen Menschheit bezeichnet werden.

Nach offizieller Darstellung der Regierung der USA und ihrer Institutionen buchten 19 Personen, deren Bilder und Namen von der US-Bundespolizei (im folgenden: „FBI") veröffentlicht wurden [1], für den 11. September 2001 Plätze für die Flüge AA 11, AA 77 (American Airlines), UA 93 und UA 175 (United Airlines), begaben sich an Bord dieser vier Flugzeuge, entführten die Flugzeuge und ließen sie schließlich samt Besatzung und Passagieren vorsätzlich in die Twin Towers des World Trade Center, das Pentagon und ein Feld in Pennsylvania stürzen. [2]

Die Anschuldigungen gegen diese neunzehn Personen fußten in der Hauptsache auf angeblichen „glücklichen Funden" des FBI am 11. September. Der erste Fund bestand aus zwei Koffern des angeblichen Hauptverdächtigen Mohammed Atta. Diese wurden nicht auf die Maschine des Fluges AA 11 verladen sondern blieben aus unerklärten Gründen im Flughafen Boston stecken. James F. Fitzgerald, ein Beamter des FBI, behauptete zwar im Gerichtsverfahren gegen Zacarias Moussaoui, dass der Anschlussflug aus Portland, mit welchem Mohammed Atta und sein vermeintlicher Mittäter, Abdul Aziz Alomari, nach Boston flogen, "zu spät [in Boston] ankam, um das Gepäck auf Flug Nr. AA 11 umzuladen". [3] Laut Untersuchungskommission der Ereignisse vom 11. September (im folgenden: "Untersuchungskommission") kam aber der Anschlussflug in Boston eine ganze Stunde vor Abflug von AA 11 an, also zeitig genug für das Umladen des Gepäcks. [4] Es wurde nie erklärt, wie es zu diesem Umstand kam. Dafür sorgte dieser "glückliche Fund" zur Öffnung der Koffer, was dazu beitrug, das "Geheimnis der Identität der Selbstmordtäter rasch zu enträtseln und ihre Motivation zu verstehen." [5]

Unter den Gegenständen, die angeblich in Attas Koffern gefunden wurden, waren ein tragbarer elektronischer Flugcomputer, ein Handbuch für Simulationsverfahren bei Flugzeugen vom Typ Boeing 757 and 767, ein Flugrechner, ein Exemplar des Qur'an und ein handgeschriebenes Testament in Arabisch. [6]

Laut späteren Medienaussagen ehemaliger FBI-Beamter enthielten die Koffer auch die Identität der 19 angeblichen Flugzeugentführer, Informationen über deren Pläne, Hintergründe, Motive und Beziehungen zu al Qaeda, ein Klappmesser und eine Pfeffersprühdose. [7] Laut Aussage des schon erwähnten James F. Fritzgerald, befand sich auch der Reisepass von Abdul Aziz Alomari in einem der zurückgebliebenen Koffer. [8]

Weitere zahlreiche belastende Artikel wurden prompt am 11. und 12. September gefunden. Die Untersuchungskommission behauptete beispielsweise, dass ein Reisepass von einem der angeblichen Flugzeugentführer am Fuß des World Trade Center von einem "Passanten gefunden wurde, der ihn kurz vor dem Einsturz der Türme an einen New Yorker Polizeibeamten weitergab." [9] Diese Geschichte stieß bei viele Beobachter auf Skepsis; denn es scheint geradezu surrealistisch, dass dieses Dokument aus der Tasche eines Flugzeugentführers durch das brennende Flugzeugwrack unbeschädigt auf die Strasse gefallen und dann sofort gefunden worden sein soll, während z.B. die Black Box des Flugzeugs nie gefunden wurde. Auch wurde angeblich der Führerschein von Ahmad al-Ghamdi, eines anderen der angeblichen Entführer, "an der Absturzstelle des World Trade Center" gefunden. Am Dulles Flughafen in Washington wurde am 12. September ein Toyota Corolla entdeckt, der einem anderen der Verdächtigen, Nawaf Alhazmi, gehörte. Im Wagen wurden die folgenden belastenden Gegenstände gefunden: "Ein vierseitiger Brief in Arabisch, identisch mit dem im Koffer von Mohammed Atta, der am Flughafen von Boston gefunden wurde, ein Bankcheck zu Gunsten einer Flugschule in Phoenix (Arizona), vier Zeichnungen des Cockpits einer Boeing 757, ein Teppichmesser, Straßenkarten von Washington und New York, und ein Blatt mit Bemerkungen und Telefonnummern." [10] Am Flughafen in Boston wurde ein Auto entdeckt, das von Marwan Alshehhi, einem weiteren der vermeintlichen Flugzeugentführer, gemietet worden war. Im Wagen entdeckte das FBI ein Pilotenhandbuch in Arabisch, einen Ausweis für den Zugang zu den abgesperrten Flughafen-Bereichen, Dokumente mit einem der Namen von der Passagierliste, und die Namen von anderen angebliche Entführern. Dort wurde auch der Name der Flugschule Huffman Aviation gefunden, wo Mohammed Atta und Alshehhi trainierten. [11] Einige belastende Gegenstände, die zur Identifikation der Verdächtigen von Flug UA 93 beigetragen haben sollen, wurden am vermeintlichen Absturzort diese Fluges in Pennsylvania gefunden, obwohl von Augenzeugen am Absturzort kein Wrack des Flugzeugs und kein Tropfen Blut gesichtet wurden. [12] Unter diesen belastenden Gegenständen waren der Reisepass von Al Ghamdi [13], ein in Florida ausgestellter Führerschein von Alnami [14], sein Saudi Arabischer Jugendherbergsausweis [15], eine Seite aus Ziad Jarrahs Reisepass [16] und eine Visitenkarte von Jarrahs Onkel. [17] An der Absturzstätte im Pentagon wurde ein "Saudi Arabischer Studentenausweis" mit dem Namen Majed Moqed gefunden. [18]

Am 12. September 2001 informierte ein Hotelbesitzer in Deerfield Beach, Florida, das FBI, er habe ein Teppichmesser in einem Zimmer gefunden, wo einer der vermeintlichen Flugzeugentführer, Marwan Alshehhi, und zwei unbekannte Männer gewohnt hätten. Der Hotelbesitzer sagte, er habe auch in der Nähe in einem Mülleimer eine Tasche mit folgendem Inhalt gefunden: Boeing 757 Handbücher, drei illustrierte Bücher über Kampfsport, ein 8-Inch-Stapel Ostküsten-Flugkarten, ein Ringbuch mit handgeschriebenen Notizen, ein Englisch-Deutsches Wörterbuch, ein Flugbenzin-Testgerät und ein Goniometer (zum Messen des Höhenwinkels eines eintreffenden Echosignals). [19]

Schließlich wurde in Zeitungen der USA berichtet, dass am Vorabend des 11. September einige Araber in einer Bar in Florida den "Angriff auf Amerika" vorausgesagt hätten. Damit man sie später befragen kann, hinterließen sie in der Bar eine Visitenkarte und einen Qur'an. [20]

Die Anzahl und die Art der belastenden Gegenstände brachte einen ehemaligen Beamten der Sicherheitsdienste in den USA auf den Gedanken, dass "die Spur [des belastenden Materials] mit Absicht hinterlassen wurde, damit das FBI sie entdeckt." [21]

Gleichwohl liefern diese Fundstücke nicht den Beweis dafür, dass ihre angeblichen Besitzer in bestimmte Flugzeuge eingestiegen sind, diese Flugzeuge dann entführten haben und vorsätzlich haben abstürzen lassen. Dafür bedürfte es mindestens des folgenden Beweismaterials: Authentische Passagierlisten mit den Namen der mutmaßlichen Entführer, die Bestätigung, dass die mutmaßlichen Entführer an Bord der Flugzeuge gegangen sind (Augenzeugenberichte, Videoaufnahmen, Bordkarten) sowie die positive Identifizierung ihrer Leichen (oder körperlicher Reste) vom Absturzort. Solche Beweisstücke hätten zumindest die Anwesenheit der mutmaßlichen Entführer in den Flugzeugen bestätigt, wenn auch nicht ihre Teilnahme an dem Verbrechen. Dafür müssten andere Beweise vorgelegt werden. In dem vorliegenden Beitrag geht es lediglich um die erste Frage, nämlich ob die mutmaßlichen Entführer überhaupt in den Flugzeugen geortet werden können.


1. Beglaubigte Passagierlisten vom 11. September gibt es nicht

Wenn Flugzeuge abstürzen, verwenden Fluggesellschaften die Passagierlisten, um die Namen der Opfer festzustellen und die Familien der Opfern zu benachrichtigen. Passagierlisten sind auch für Versicherungszwecke notwendig, und zwar als Beweis für die Anwesenheit bestimmter Personen in einem Flugzeug, falls es zu einem Unfall kommt. Aus diesen Gründen ist zu erklären, dass Fluggesellschaften in der ganze Welt von Passagieren beim Einsteigen die Vorlage eines Reisepasses oder eines anderen Personaldokuments verlangen und diese Dokumente mit dem gebuchten Namen auf den Bordkarten vergleichen. Was die vier Flüge des 11. September betrifft, so haben die Fluggesellschaften, American Airlines und United Airlines, bis heute die Veröffentlichung der authentischen Passagierlisten oder entsprechende Abbildungen verweigert. Der Grund dieser Verweigerung wurde nie erörtert. Die US-Behörden haben ihrerseits widersprüchliche Erklärungen über die Anzahl und Identität der angeblichen Entführer veröffentlicht. Es gibt daher kein einziges Dokument, in dem ausdrücklich bestätigt wird, dass die 19 Personen, die vom FBI am 14. September 2001 als die Entführer bezeichnet wurden, in die vier "entführten" Flugzeuge eingestiegen sind. Am 13. September 2001 behauptete der US-amerikanische Generalbundesanwalt, John Ashcroft, dass "zwischen drei und sechs Personen pro Flugzeug an der Entführung teilnahmen." [22] Am selben Tag behauptete Robert Mueller, Direktor des FBI, dass eine "vorläufige Untersuchung die Anzahl von 18 Entführern ergeben habe, je fünf in den zwei Flugzeugen, die am World Trade Center abgestürzt sind, und je vier in den anderen zwei Flugzeugen." [23] Am nächsten Tag erhöhte sich die Zahl auf 19. [24] Am 14. September 2001 meldete CNN, dass sich ein gewisser Mosear Caned "auf einer Liste [der angeblichen Entführer befinde], die von den Behörden irgendwann später heute veröffentlicht wird." [25] Sein Namen verschwand aber einige Stunden später und wurde, als die neue Liste vom FBI veröffentlicht wurde, durch den Namen Hani Hanjour ersetzt. [26] Es wurde nicht erklärt, woher der Name Mosear Caned kam, und warum er dann ersetzt wurde. [27]

Laut CNN vom 14. September 2001, hätten amerikanische "Bundesquellen anfangs [Adnan] Bukhari und Ameer Bukhari als mögliche Entführer identifiziert, die in einen der Bostonflüge eingestiegen sind." Einige Stunden später veröffentlichte CNN die folgende Korrektur: "Aufgrund von Information aus [ungenannten] Polizeiquellen, behauptete CNN, dass Adnan Bukhari und Ameer Bukhari aus Vero Beach, Florida, als die Piloten der zwei am World Trade Center abgestürzte Flugzeuge, verdächtigt werden. CNN erfuhr aber später, dass Adnan Bukhari noch immer in Florida lebt, wo er vom FBI verhört wurde... Ameer Bukhari war beim Absturz eines kleinen Flugzeugs im letzten Jahr gestorben." Diese Namen verschwanden von den später publizierten (aber nicht beglaubigten) Passagierlisten und wurden durch neue Namen ersetzt.

Am Tag des 11. September hatte das FBI "die Passagierlisten der vier Flüge durchgekämmt (und hatte) schon [Amer] Kamfar "als verdächtigen Entführer" ins Visier" genommen. Am 12. September um 8:30 morgens, standen acht FBI-Beamte vor der Tür von Henry Habora, eines Nachbarn von Kamfar in Vero Beach, Florida, und zeigten ihm ein Photo von Kamfar. Sie fragten, ob er diese Person erkenne. [28] Der Name Amer Kamfar, der laut Medienberichten der Passagierliste entnommen wurde, verschwand von späteren Listen der verdächtigten Entführer und wurde durch einen anderen Namen ersetzt.

Die angesehene Tageszeitung Washington Post behauptete am 16. September 2001, dass sich der Name von Hani Hanjour, des angeblichen Piloten des Fluges AA 77, nicht auf der ursprünglichen Passagierliste dieses Fluges befindet. In ihrer letzter Ausgabe vom 16. September, erklärte die Washington Post, dass sein Name "nicht auf der Passagierliste des Fluges AA77 [war], weil er möglicherweise keinen Flugschein hatte." [29] Sein Name ist aber auf allen späteren [unbeglaubigten] Passagierlisten verzeichnet.

Am 12. September 2001 veröffentlichten einige Zeitungen unvollständige Passagierlisten der abgestürzten Flüge. Die Passagierliste von Flug AA 11 enthielt die Namen von Jude Larson, 31 Jahre alt, und seiner Frau, Natalie, 24 Jahre alt, [30] Doch am 18 September 2001, meldete Honolulu Star Bulletin, eine Zeitung in Hawaii, dass Jude Larson am Leben sei. Die Zeitung habe eine Richtigstellung von ihm bekommen. Weder er noch seine Frau seien im Flugzeug gewesen. [31] Laut der Zeitung habe "eine Person, die sich als Mitarbeiter der Fluggesellschaft vorstellte" Curtis Larson, Judes Vater, der ein "bekannter Bildhauer" in Hawaii sei, angerufen und ihm mitgeteilt, sein Sohn und seine Schwiegertochter seien beim Absturz von Flug AA11 gestorben. Nachträglich bezeichnete die Zeitung diese Geschichte als einen Jux. Die Namen von Jude und Natalie Larson verschwanden danach von veröffentlichten Passagierlisten. Dieser vermutliche Fehler hätte nicht passieren können, wenn die Medien sich auf authentische Passagierlisten berufen hätten. Damit ist aber die Saga der Larsons nicht zu Ende; denn ihre Namen befinden sich noch immer auf der Webseite des National Obituary Archive über die Opfer des 11. Septembers. [32] Laut dieser Webseite, beruht die Liste der Verstorbenen "auf offiziellen Quellen, der Nachrichtenagentur Associated Press und Unterlagen von Beerdigungsinstituten." Es gelang dem Autor trotz erheblicher Bemühungen nicht, den Vater von Jude in seiner Heimat in Hawaii aufzufinden, um ihn über diese Geschichte zu befragen. Möglicherweise existiert diese Person gar nicht.

Laut Terry Tyksinski, einer langjährigen Flugbegleiterin bei United Airlines, hatte ein Kundenberatungschef der Fluggesellschaft ihr mitgeteilt, er habe zwei Passagiere von Flug UA 93 kurz vor dem Abflug aussteigen gesehen. Diese Passagiere seien in der erster Klasse gebucht gewesen und ihm dunkelhäutig erschienen. Laut Tyksinski, hatte ihr Kollege die Namen der Passagiere für sich notiert und wurde zweimal vom FBI verhört. [33] Frau Tyksinski hat dem Autor diese Geschichte in einer E-Mail bestätigt. Es gibt keine anderen veröffentlichen Berichte, die diesen Vorgang erwähnen oder bestätigen. Wenn dieser Bericht zutrifft, müssten sich die Namen der ausgestiegenen Personen auf den originalen Passagierlisten befinden. Um wen handelt es sich? Warum wurde diese Geschichte von der Untersuchungskommission nicht untersucht, bzw. warum wurde Frau Tyksinski, wenn diese Geschichte aus der Luft gegriffen war, nicht wegen einer falschen Information bloßgestellt? Die oben erwähnten Schwankungen bezüglich der Anzahl und Identitäten der angeblichen Entführer (und Passagiere) deuten drauf hin, dass entweder die originalen Passagierlisten nachträglich geändert wurden, oder dass diese Listen mit der Realität gar nichts zu tun haben.

Im Jahre 2006 publizierte eine private Webseite Abbildungen von sieben Faxseiten, die angeblich die originalen Passagierlisten wiedergaben. [34] Die veröffentlichten Abbildungen sind von sehr schlechter Qualität und scheinen auch keine echten Abbildungen von authentische Passagierlisten zu sein. Dafür gibt es drei Gründe: (1) An den Abbildungen ist sichtbar, dass sie zum Teil aus zusammengeklebten Seiten entstanden; (2) Es gibt kein Anzeichen, dass die Listen unmittelbar nach dem Einstieg in die Flugzeuge ausgedruckt wurden, was normalerweise zu erwarten gewesen wäre (die Listen der Flüge UA 93 und UA 175 wurden am 4. Oktober 2002 ausgedruckt); (3) Die Listen sind nicht durch eine Unterschrift oder auf andere Weise beglaubigt. Sie könnten von jeder Person auf dem PC präpariert, bzw. von FBI oder US-amerikanischen Geheimdiensten präpariert worden sein. Das FBI behauptete in einem Schreiben an dem Autor vom 4. April 2007, die Passagierlisten seien "öffentlich im Internet auf der Webseite der Justizministerium zugänglich." [35] Die bezeichnete Webseite enthält tatsächlich Dokumente, die im Gerichtsverfahren gegen Zacarias Moussaoui vorgelegt wurden. Eine Inaugenscheinnahme des vom FBI bezeichneten Dokuments P200054 offenbart aber, dass dieses Dokument keine Abbildung der Passagierlisten ist, sondern eine präparierte graphische Darstellung des Flugzeuges mit den Namen der Passagiere (und der angeblichen Entführer) und ihrer Sitzplätze. Es ist also keine Abbildung einer authentischen Passagierliste. Die Behauptung, dass authentische Passagierlisten des 11. September oder deren Abbildungen inzwischen öffentlich zugänglich seien, ist also nicht wahr. Man muss sich daher auch nicht wundern, dass die Veröffentlichung von angeblichen Passagierlisten im Gerichtsverfahren gegen Moussaoui ganz diskret erfolgte, obwohl die Familien der Opfern seit Jahren die Veröffentlichung der authentischen Passagierlisten beantragt haben. Während die Medien die Namen aller Passagiere und der mutmaßlichen Flugentführer längst veröffentlicht haben, weigern sich die US-amerikanischen Behörden und die Fluggesellschaften, diese Daten durch die Vorlage der Originale zu beglaubigen. [36] Diese Verweigerung bekräftigt die Vermutung, dass die US-amerikanischen Behörden und die Fluggesellschaften die Offenlegung der Wahrheit über diese Flüge fürchten. Diese Vermutung wird durch die folgenden Befunde weiter verstärkt.


2. Niemand bestätigte das Einsteigen in die Flugzeuge

Eine zweite Kategorie von Befunden, die beweisen könnten, dass bestimmte Personen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit in ein bestimmtes Flugzeug eingestiegen sind, wären Aussagen von Augenzeugen und Aufnahmen von Sicherheitsvideos.

War irgendjemand Zeuge des Einsteigens in die Flugzeuge? Laut Untersuchungskommission wurden zehn der angeblichen Flugzeugentführer vom Computersystem CAPPS für "zusätzliche Sicherheitskontrolle " herausgegriffen. [37] Doch keiner der Angestellten, der diese Sicherheitskontrollen vornahmen, oder irgendein Mitarbeiter des Flughafens oder der Sicherheitsfirmen, die vom FBI oder der Flugbehörde (FAA) am 11. September oder später verhört wurde, erinnerte sich an irgendeinen der angeblichen Flugzeugentführer. Was die Flüge AA 11 und UA 175 betrifft, die laut offiziellen Daten aus Boston abflogen, stellte die Untersuchungskommission fest, dass "keiner der Sicherheitsbeamten sich an die Entführer erinnerte oder über etwas Verdächtiges berichtete." [38] Was Flug AA 77 betrifft, der angeblich vom Washingtoner Dulles Flughafen abflog, heißt es bei der Untersuchungskommission: "Als die örtliche Dienststelle der FAA später diese Sicherheitsmassnahmen untersuchte, erinnerte sich das Sicherheitspersonal des Flughafens an nichts Ungewöhnliches. Sie konnten sich an keine Passagiere erinnern, die für eine zusätzliche CAPPS Sicherheitskontrolle herausgegriffen wurden." [39] Was Flug UA 93 betrifft, der angeblich vom internationalen Flughafen in New Jersey abflog, berichtete die Kommission, dass die "FAA die Sicherheitsbeamten später verhörte: keiner von ihnen erinnerte sich an etwas Ungewöhnliches oder Verdächtiges" [40], auch nicht an irgendein Messer, denn laut einem undatierten Bericht des FBI, hat das FBI "14 Messer oder Messerteile vom Absturzort des Fluges UA 93 aufgesammelt." [41] Keiner der verhörten Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle erwähnte, bei Passagieren Messer entdeckt zu haben. [42] Kurz gesagt: Es hat kein einziger Sicherheitsbeamte aus Boston, New Jersey und Washington eine Aussage gemacht, welche die Anwesenheit eines der angeblichen Entführer am Flugplatz bestätigt.

Beim Einsteigen eines Passagierflugzeugs kontrollieren Mitarbeiter der Fluggesellschaft die Identität der Passagiere, indem sie die Bordkarte mit einem Personaldokument des Passagiers vergleichen. Danach wird der Talon der Bordkarte abgerissen und verbleibt als Beweis für das Einsteigen dieser Person in die Flugmaschine in Verwahrung der Fluggesellschaft. Wenn man sich die Verhältnisse des 11. September vergegenwärtigt, so dürften nach den offiziellen Darstellungen der Ereignisse mindestens acht Personen (zwei für jeden Flug) mit dem Einsteigen der Passagiere beschäftigt gewesen sein und hätten von dieser Phase der Ereignisse des Tages berichten können. Diese acht Personen wären immerhin die letzten Menschen gewesen, welche die Passagiere noch lebend gesehen hätten. Man hätte demnach erwarten können, dass diese Menschen in unzähligen Medieninterviews die letzten Stunden der späteren Opfer geschildert hätten und vom FBI und der Untersuchungskommission ganz besonders verhört worden wären. Da keine einzige Person Zeugenaussagen über das Einsteigen in die Flugzeuge machte, weiß niemand, was mit den gebuchten Passagiere nach Eintreffen im Flughafen geschehen ist. Auch die Namen der mutmaßlichen Augenzeugen des Einsteigens bleiben ein Geheimnis. [43] Weitere Befunde deuten darauf hin, dass niemand das Einsteigen in die Flüge AA 11 und AA 77 beobachtete, weil diese Flüge möglicherweise gar nicht stattfanden, wie im nächsten Absatz erörtert wird.

Im Jahre 2003 entdeckte der Australische Forscher Gerard Holmgren in der Datenbank des amerikanischen Verkehrsministerium (Department of Transportation), das Fehlen der Einträge für die Flüge AA 11 und AA 77 am 11. September. Diese Flüge waren aber auf dem Flugplan in der Datenbank für die davor liegenden und nachfolgenden Daten zu finden, nur nicht für den 11. September. [44] Der Autor des vorliegenden Beitrags hat diese Entdeckung damals auch gemacht und bestätigt den Befund von Holmgren. Die amerikanischen Behörden haben anscheinend von Holmgren's These erfahren, denn kurz nachher tauchten in der Datenbank plötzlich Eintragungen für die fehlenden Flüge auf. Diese nachträgliche Manipulation einer öffentlichen Datenbank ist unerhört.

Eine andere Unstimmigkeit: Laut dieser Datenbank ist das Flugzeug, das angeblich in das Pentagon stürzte (Flug AA77, Registrierungsnummer N 644 AA), überhaupt nicht vom Flughafen Dulles in Washington abgeflogen, wie öffentlich behauptet wird. [45] Eine dritte Unstimmigkeit betrifft die Nummer der Ausgangstür für Flug AA 11 im Bostoner Flughafen. Laut ersten Medienberichten sind die Passagiere durch Ausgang 26 ins Flugzeug eingestiegen. Doch im Laufe der Zeit änderten sich diese Berichte in Ausgang 32, von wo Flug AA 11 auch regelmäßig abflog. [46] Die anscheinend falsche Nachricht über Ausgang 26 wurde nicht von American Airlines richtig gestellt. Wenn es ein Fehler war, wessen Fehler war es? Oder sind die Passagiere tatsächlich durch Ausgang 26 zum Flugzeug gelangt, wo nicht AA 11 sondern ein anderes Flugzeug auf sie wartete? Natürlich hätten Aussagen von Augenzeugen diese Unstimmigkeiten beseitigt. Das Fehlen solcher Aussagen weist darauf hin, dass das, was sich in den Flughäfen am Morgen des 11. September abspielte, ein streng gehütetes Geheimnis ist, dessen Veröffentlichung gefürchtet wird.

Da kein Augenzeuge über den Einstieg in die Flugzeuge am 11. September berichtet hat, könnten immerhin Sicherheitsvideos das Einsteigen dokumentiert haben? Anscheinend besaß keiner der drei Flughäfen Sicherheitskameras über den Ausgängen zu den Flugzeugen. Es gibt also weder eine Aussage von Augenzeugen noch eine Videoaufzeichnung, die belegen könnten, wohin die Passagiere (und angeblichen Entführer) am morgen des 11. September 2001 hingeführt wurden. Das bedeutet auch, dass die Familien der Opfer bis heute nicht wissen, wo und wie ihre Lieben starben. Ob sie überhaupt ein Flugzeug bestiegen, und wenn, welches Flugzeug, bleibt ein Geheimnis.

Die Öffentlichkeit ist aber nach wie vor davon überzeugt - weil dies im Fernsehen ausgestrahlt wurde - dass Sicherheitsvideos die Anwesenheit der Entführer in den Flughäfen bestätigt hätten. Tatsächlich wurden zwei kurze Abschnitte von Videoaufnahmen weltweit im Fernsehen gezeigt. Keiner dieser Abschnitte zeigte aber den Einstieg in Flugzeuge.

Eine verbreitete Aufnahme zeigt angeblich den mutmaßlichen Entführer Mohammed Atta und seinen Freund Alomari im Flughafen von Portland. Laut offiziellen Berichten flogen sie am frühen Morgen des 11. September aus Portland nach Boston, um, wie schon erwähnt, anschließend den Flug AA 11 zu entführen. [47] Die Aufnahme von Portland, auch wenn sie authentisch ist (was sogar ebenfalls zweifelhaft bleibt) ist kein Beweis dafür, dass diese Personen in irgendein Flugzeug in Boston eingestiegen sind. Der Grund für die weltweite Verbreitung dieser Aufnahme ist, dass sie den Eindruck erwecken sollte, es gäbe Beweise für die Teilnahme dieser Personen an den Verbrechen.

Eine zweite Aufnahme stammt angeblich vom Dulles Flughafen bei Washington. Diese Aufnahme wurde weltweit im Fernsehen als Beweis dafür präsentiert, dass einige der Entführer durch die Sicherheitskontrolle im Dulles Flughafen gingen. Die Aufnahme befindet sich auf verschiedenen Webseiten im Internet. [48] Doch diese Aufnahme scheint gefälscht zu sein. Für diese Vermutung gibt es folgende Gründe: Erstens wurde die Aufnahme nicht freiwillig von den amerikanischen Behörden herausgegeben, sondern nur aufgrund eines besonderen Antrags gemäß dem Informationsfreiheitsgesetz. [49] Zweitens wurde diese Aufnahme erst im Jahre 2004 veröffentlicht, einige Tage, bevor die Untersuchungskommission ihren Bericht herausgab. Drittens zeigt die Aufnahme weder das Datum noch die Uhrzeit der Aufnahme und auch nicht die Nummer der Kamera. Solche Informationen werden normalerweise von der Sicherheitskamera automatisch auf der Aufnahme aufgezeichnet. Sonst hätten solche Aufnahmen keinen Sinn. Ferner hat Jay Kolar, Autor einer kritischer Analyse dieser Aufnahme [50], darauf hingewiesen, dass die Lichtverhältnisse nicht mit der Uhrzeit der Geschehnisse (früh morgens) übereinstimmen, denn die Schatten auf der Aufnahme scheinen sehr kurz, was auf Mittagszeit hindeutet. Er wies auch darauf hin, dass die Kamera anscheinend von einem menschlichen Operator gehandhabt wurde, was auf eine inszenierte Aufnahme hindeuten würde. Die Aufnahme zeigt auch keinen einzigen der Passagiere, die laut offiziellen Berichten durch dieselbe Sicherheitskontrolle gegangen sind. Schließlich kann, auch wenn die Aufnahme authentisch wäre, diese nicht als ein Beweis für das Einsteigen irgendwelcher Personen in die Flugzeuge dienen sondern höchstens als Beweis dafür, dass sie durch die Sicherheitskontrolle gingen. Aufnahmen von der Sicherheitskontrolle in den zwei anderen Flughäfen (Boston und New Jersey), von wo die anderen drei Flüge angeblich abflogen, wurden nie vorgelegt.


3. Wo sind die Bordkarten?

Bevor ein Passagier zu einem kommerziellen Flug zugelassen ist, wird seine Identität am Ausgang zum Flugzeug geprüft, und ein Teil seiner Bordkarte wird abgerissen und aufbewahrt. In einem Bericht der Arbeitsgruppe der Untersuchungskommission wird erwähnt, dass Mohammed Atta im Flughafen Portland eine Bordkarte erhalten habe, bevor er nach Boston flog. [51] In den folgenden Abschnitten des Berichts, wo es um die vier "entführten" Flüge geht, erwähnt die Arbeitsgruppe überhaupt keine Bordkarten. Der Bericht der Arbeitsgruppe erklärt nicht, wie die Fluggesellschaften die Identitäten der Passagiere und der angeblichen Entführer überprüft haben, bevor diese in die Flugzeuge einstiegen. Da der Bericht der Arbeitsgruppe sehr detailliert ist, kann das Fehlen dieser Fakten nicht als ein harmloses Übersehen erklärt werden. Die Bordkarten wurden auch nicht im Gerichtsverfahren gegen Moussaoui vorgelegt, wo angebliche Passagierlisten vorgelegt wurden (siehe oben).


4. Keine positive Identifizierung der körperlichen Reste der angeblichen Entführer

Laut der offiziellen Darstellung, sollen die 19 Entführer des 11. September bei den Abstürzen der Flugzeuge beim World Trade Center, im Pentagon und bei Shanksville, Pennsylvania, gestorben sein. Aber es gibt keine Beweise für diese Behauptung. Es gibt auch keine Anzeichen dass die Polizeibehörden die Kontrollkette (chain of custody) über die Behandlung der Beweisstücke, bzw. der Körperteile, zwischen den Absturzorten und der endgültigen Entsorgung der körperliche Resten, dokumentarisch bewahrt hätten [52], wie es in Kriminalfällen die Regel ist oder sein sollte. Die Untersuchungskommission erwähnte nichts von einer solchen Kontrollkette noch forderte sie das FBI zur Darlegung dieser Kontrollkette auf. Auch im Gerichtsverfahren gegen Moussaoui, wurde das FBI nicht aufgefordert, diese Kontrollkette aufzuzeigen und deren Authentizität zu belegen. Laut namentlich nicht genannten Beamten, die von der britischen Zeitung The Times im Oktober 2001 angesprochen wurden, erwarteten diese Beamten dass die körperlichen Überreste der Entführer durch einen Eliminationsprozess identifiziert würden. [53] Sie erklärten nicht, warum keine Identifikation der körperlichen Reste der einzelnen Entführer zu erwarten sei.

Chris Kelly, der Sprecher des Pathologischen Institutes der Amerikanischen Armee (AFIP), wo die Identifizierung der Opfer der Flüge AA 77 und UA 93 stattfanden, erklärte, dass die Behörden sich dagegen sträuben die Körper der Entführer freizugeben: "Wir sind nicht ganz sicher, was mit [den körperlichen Resten der Entführer] gemacht wird, wir bezweifeln sehr, dass wir uns die Mühe machen werden, die Familien der Entführer zu kontaktieren." [54] Er erklärte nicht, warum das AFIP keine DNA-Vergleichsmuster von Wohnungen und Fahrzeugen der angeblichen Entführer entnehmen könne, um eine positive Identifizierung zu ermöglichen. Kelly sagte später: "Die körperlichen Überreste, die keinem Vergleichmuster entsprachen, wurden für diejenigen der Entführer gehalten." [55] Der Leichenbeschauer von Somerset County, wo Flug UA 93 angeblich abstürzte, erklärte, dass die "Todesurkunden [für die angeblichen Entführer] alle auf den Namen Joe Doe (Otto Normalverbraucher)" ausgestellt wurden. [56]

Was die körperlichen Überreste der anderen Entführer betrifft, die angeblich die Flüge AA 11 und UA 175 in die Türme des World Trade Center stürzen ließen, erklärte die Sprecherin des New Yorker Medical Examiner's Office, wo die Identifizierung der Opfer in New York stattfand, dass das FBI ihnen im Februar 2003 "Profile von allen 10 Entführern" zugesandt habe, "damit deren Körperreste von denjenigen der [unschuldigen] Opfer abgesondert werden." Sie fügte hinzu: "Keine Namen wurden den Profilen zugeordnet. Wir haben sie verglichen und entdeckten zwei davon, die mit unseren Mustern übereinstimmten." [57] Es wurde nie erklärt, wie und woher das FBI die zehn Vergleichmuster besorgt hatte, warum es so lange dauerte, diese nach New York zu schicken, und warum es nicht möglich war, die Muster bestimmten Entführern zuzuordnen.

Das Ausbleiben einer positiven Identifizierung der körperliche Überreste der angeblichen Entführer und das Fehlen einer ununterbrochenen Kontrollkette im Bezug auf die Handhabung ihrer Körperteile, bedeutet, dass die US-amerikanischen Behörden keine Beweisen vorlegten, dass die die 19 genannten Entführer des 11. September an den Absturzorten der vier Flugzeuge starben und daher in den abgestürzten Flugzeugen saßen.


5. Zusammenfassung

In diesem Beitrag wurde im Einzelnen belegt, dass die US-amerikanischen Behörden bis heute keinen Beweis für ihre Behauptungen über die Beteiligung von Arabern beziehungsweise Muslimen am Massenmord des 11. September vorgelegt haben. Die Namen der 19 angeschuldigten Araber sind auf keinen beglaubigten Passagierlisten zu finden; keine Person hat sie in die Flugzeuge einsteigen gesehen; es gibt kein Dokument, das ihre Anwesenheit in den Flugzeugen belegt; und es gibt keinen Beweis, dass diese Personen am Absturzort der Flugzeuge gestorben sind.

Es ist jetzt sieben Jahren her seit dem Massenmord des 11. September. In der Zwischenzeit haben die amerikanische Behörde mehr als genug Zeit gehabt, ihre Behauptungen und Anschuldigungen durch Beweismaterial zu belegen. Wenn die offizielle Darstellung der Ereignisse wahr wäre, hätten die USamerikanischen Behörden das Beweismaterial längst internationalen Gremien zur Rechtfertigung ihrer Außenpolitik vorgelegt. Es ist darüber hinaus eine völkerrechtliche Pflicht eines Staates, die Wahrheit im Bezug auf massive Tötungen innerhalb seines Hoheitsgebiets zu dokumentieren. [58] Niemand hat einen besseren Zugang zum Beweismaterial im Bezug auf den 11. September als die Behörden der USA. Da immer mehr Menschen an der offiziellen Darstellung des 11. September zweifeln und sogar die amerikanische Regierung der Inszenierung dieses Verbrechens verdächtigen, sollte man eigentlich erwarten, dass gerade die US-Regierung durch die Veröffentlichung des belastenden Beweismaterials ihre Unschuld belegen würde. Dass dies nicht geschah, ist daher sehr erstaunlich. Im Gegenteil hat sich die Regierung der USA wenig Mühe gegeben, ihre eigenen Behauptungen zu belegen, und den Schwerpunkt darauf gelegt, die vermeintliche Existenz und Gefährlichkeit von al Qaeda zu beweisen. Die plausibelste Erklärung dieses Verhalten ist, dass die US-amerikanischen Behörden ihren Behauptungen im Bezug auf den 11. September einfach nicht belegen können, weil diese Behauptungen als Legende zur Verschleierung der eigenen Verbrechen erfunden wurde. Diese Schlussfolgerung beruht nicht allein auf den hier festgestellten Befunden, sondern auf Hunderten von weiteren Befunden, deren Erörterung den Rahmen des vorliegenden Beitrages sprengen würde. [59] Der vorliegende Beitrag hatte allein das Ziel, das Fehlen jeglicher Beweise für die Anwesenheit islamischer Terroristen in den Flugzeugen des 11. September zu verdeutlichen.

Das Verbrechen vom 11. September wurden benutzt und dienten als Anlass für Angriffskriege der USA gegen Afghanistan und Irak und für den globalen "Krieg gegen Terrorismus", sowie als Rechtfertigung für zahlreiche Verletzungen des Völkerrechts und der Menschenrechte. Die Mitgliedstaaten der UNO haben sich mit der offiziellen Darstellung des 11. September stillschweigend abgefunden, obwohl man vermuten kann, dass viele Staatsmänner und -frauen insgeheim die Wahrheit kennen aber aufgrund von Staatsinteressen nichts sagen wollen. Der vorliegende Beitrag soll allen Menschen, die sich für Menschenrechte, Demokratie, Völkerrecht und Frieden einsetzen, eine Herausforderung verdeutlichen. Wer die hier aufgeführten Tatbestände zur Kenntnis nimmt, kann guten Gewissens nicht länger behaupten, er glaube noch an die Wahrheit der offiziellen Darstellung des 11. September. Auch zwingt solche Kenntnisnahme, zu dem weltweiten Betrug, der von Politikern und Massenmedien weiterhin begangen wird, eine verantwortliche Stellungnahme und Haltung einzunehmen. [60]

Die Opfer des Massenmordes und die gesamte Menschheit wurden betrogen. Die Wahrheit über die Ereignisse des 11. September muss ans Tageslicht gebracht werden. Da die Urheber des Verbrechens noch nicht identifiziert wurden und wahrscheinlich noch imstande sind, aufgrund ihrer Betruges den Weltfrieden weiterhin zu bedrohen, bleibt keine Zeit zu verlieren. Die Mithelfer bei der Verschleierung der Wahrheit sind bekannt: Es sind Politiker, Medienarbeiter und Akademiker, die die verlogene Version der 11. September verbreiten, bzw. davon profitieren. Sie sollten für ihre Teilnahme an diesem Betrug den angemessenen Preis bezahlen, nie mehr in eine gesellschaftlich einflussreiche Position zu gelangen. Solchen Menschen kann kein Vertrauen geschenkt werden.


Anmerkungen:

1 FBI, Pressemitteilung, 27 September 2001. Vorhanden auf: http://www.fbi.gov/pressrel/pressrel01/092701hjpic.htm

2 USA v. Moussaoui, Geänderte Anklage, Juni 2002. Vorhanden auf: http://news.findlaw.com/hdocs/docs/moussaoui/usmouss602supind.pdf

3 United States of America v Zacarias Moussaoui, U.S. District Court, Alexandria Division.
Cross-examination of FBI Special Agent James M. Fitzgerald. March 7, 2006, 10:00 A.M.
Transcript p. 38. Vorhanden auf: http://cryptome.org/usa-v-zm-030706-01.htm

4 9/11 Commission's Staff Report of 26 August 2004 (declassified), p. 3. Vorhanden auf: http://www.archives.gov/legislative/research/9-11/staff-report-sept2005.pdf

5 Michael Dorman, 'Unravelling 9-11 was in the bags', Newsday, 17 April 2006. Vorhanden auf: http://www.newsday.com/news/nationworld/nation/nyuslugg274705186apr17,0,6096142.story?coll=ny-nationalnews-print

6 FBI Affidavit, at http://www.abc.net.au/4corners/atta/resources/documents/fbiaffidavit1.htm

7 Michael Dorman, supra n. 4

8 United States of America v Zacarias Moussaoui, supra n. 2

9 Susan Ginsburg (staff member of the Commission) at Public Hearing of the 9/11 Commission, 26 January 2004. Vorhanden auf: http://www.sacred-texts.com/ame/911/911tr/012604.htm

10 U.S. v. Moussaoui, supra n. 7, p. 39; Arizona Daily Star, 28 September 2001, Cox News Service, 21 October 2001.

11 Los Angeles Times, 13 September 2001

12 Robb Frederick, 'The day that changed Amereica', Pittsburgh Tribune-Review, 11 September 2002. Cached at http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=2263&Itemid=107

13 Moussaoui trial exhibit PA00108, at http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/PA00108.html

14 Moussaoui trial exhibit PA00110, at http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/PA00110.html

15 Moussaoui trial exhibit PA00102, at http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/PA00102.html

16 Moussaoui trial exhibit PA00105.08, at http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/PA00105-08.html

17 Moussaoui trial exhibit GX-PA00109, at http://www.rcfp.org/moussaoui/

18 9/11 Commission Final Report, p. 132

19 Miami Herald, 16 September 2001; Associated Press, 16 September 2001

20 Associated Press, 14 September 2001

21 New Yorker, 8 October 2001

22 'FBI: Early probe results show 18 hijackers took part', CNN, 13 September 2001. Vorhanden auf: http://edition.cnn.com/2001/US/09/13/investigation.terrorism/

23 Ibid.

24 FBI Press Release of 14 September 2001. Vorhanden auf: http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=372&Itemid=107

25 Kelli Arena, CNN, 14 September 2001, 10:11 ET. Vorhanden auf: http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/0109/14/bn.01.html

26 'FBI list of suspected hijackers', CNN, 14 September 2001, 2:00 PM, EDT. Vorhanden auf: http://edition.cnn.com/2001/US/09/14/fbi.document/

27 Xymphora, 'Analysis of the Mosear Caned mystery'. Vorhanden auf: http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=1993&Itemid=107

28 Naftali Bendavid et al, Officials scour U.S. for clues, Chicago Tribune, 13 September 2001; and Wikipedia, http://en.wikipedia.org/wiki/Amer_Kamfar

29 Hani Hanjour, Washington Post, 16 September 2001, http://www.washingtonpost.com/wp-srv/nation/graphics/attack/hijackers.html

30 CBS, 12 September 2001, http://election.cbsnews.com/stories/2001/09/12/national/main310935.shtml ;
The Honolulu Star Bulletin, 12 September 2001: http://starbulletin.com/2001/09/12/news/story1.html
Washington Post, 13 September 2001, http://www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn/A18970-2001Sep12

31 Honolulu Star Bulletin, 18 September 2001, http://starbulletin.com/2001/09/18/news/story5.html

32 National Obituary Archive: http://www.arrangeonline.com/Obituary/obituary.asp?ObituaryID=64182329 ; http://www.nationalobituaryarchive.com/donation/donation.asp?ObituaryID=64182329 ; http://www.cemeteryonline.com/ctz/0Mem/20010911/AA11-2001.htm

33 Jere Longman, Among the Heroes: The True Story of United 93, Harpers Collins Publisher, New York, 2002,pp. xiii-xiv

34 http://911research.wtc7.net/planes/evidence/passengers.html

35 Letter in possession of the author. The letter provided the link to the following official website: http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/flights/P200054.html

36
The refusal to release the original passenger lists, has typically
taken an evasive form, illustrated in an exchange of emails between
this author and American Airlines. See http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=2329&Itemid=10

37
Final Report of the National Commission on Terrorist Attacks Upon the
United States, Official Government Edition. Available at http://www.gpoaccess.gov/911/index.html ,
Chapter I, Note 2, p.451.

38 Ibid. Chapter I, p. 2.In support of this statement, the Commission refers to interviews with six named individuals.

39
Ibid.Chapter I, p. 3.In support of this statement, the Commission
refers to an interview made on April 12, 2004 with Tim Jackson, a
person whose role is not indicated.

40
Ibid. Chapter I. p. 4.In support of this statement, the Commission
refers to an unreleased FAA report, "United Airlines Flight 93,
September 11, 2001, Executive Report," of Jan. 30, 2002.

41 Ibid. Note 82, p. 457

42 Staff Statement No. 3 to the 9/11 Commission made at the 7th Public Hearing, 26-27 January 2004, pp. 9-10. Available at http://www.9-11commission.gov/staff_statements/staff_statement_3.pdf

43
Exchange of emails between the author and American Airlines, supra n.
38. See letter from American Airlines to the author dated 1 December
2005.

44 Gerard Holmgren, 'Evidence that Flights AA 11 and AA 77 Did Not Exist on September 11, 2001', 13 November 2003. Available at http://www.serendipity.li/wot/aa_flts/aa_flts.htm

45 The Flight Path Study – American Airlines Flight 77 by the NTSB, 19 February 2002, http://www.ntsb.gov/info/Flight_%20Path_%20Study_AA77.pdf

46 Ewing2001, Flight 11 – The Twin Flight, http://911wideopen.com/mirror/twin11-1/twin-11-mod.htm

47 Stuart Millar, "Hijack terrorists caught on security camera", The Guardian, 21 September 2001, http://www.guardian.co.uk/world/2001/sep/21/september11.usa3 ;
FBI, http://www.fbi.gov/pressrel/pressrel01/100401picts.htm

48 The video can be viewed here: http://www.whatreallyhappened.com/hijackers_video.html

49 Nick Grimm, 'Commission report finalised as 9/11 airport video released', ABC.net.au, 22 July 2004. Available at http://www.abc.net.au/pm/content/2004/s1159804.htm

50
Jay Kolar, 'What we now know about the alleged 9-11 hijackers', in The
Hidden History of 9-11-2001, Research in Political Economy, Vol. 23,
3-45, Elsevier Ltd. (2006), pp. 7-10

51 Staff Report, supra n. 3

52
Beweismaterial, das am Tatort gefunden wird, muss von einem
schriftlichen Dokument durch das ganze Untersuchungsverfahren bis zum
Gericht begleitet werden. Alle Personen, die zeitweise den Gegenstand
in ihrem Besitz hatten, müssen ihre Identität in diesem Dokument
eintragen. Das Dokument wird als Kontrollkette bezeichnet, die keine
Lücken zwischen Fund und Gericht erlaubt. Im Gericht kann die
Glaubwürdigkeit eines Beweisgegenstandes durch Lücken in der
Kontrollkette angezweifelt werden.

53 Damian Whitworth, 'Hijackers' bodies set Bush grisly ethical question', The Times (U.K.), 6 October 2001

54 Ibid.

55 'Remains Of Nine Sept. 11 Hijackers Held', CBS, 17 August 2002. Available at http://www.cbsnews.com/stories/2002/08/17/attack/main519033.shtml ,
mirrored

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Anwalt: vermeintlicher Mumbai-Attentäter Kasab wurde vor 2006 von indischen Spezialeinheiten in Nepal entführt
12/17/2008 08:33 AM

Autor: Daniel Neun, Mittwoch, 17. Dezember 2008, 03:23

Weiterlesen>>> Radio Utopie[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Ich denke, dass da noch mal einige Milliarden zustande kommen
12/17/2008 07:35 AM

Das ist der Originalsatz unserer BundeskanzlerIn, die durch diesen Satz zur Stellvertreterin/Großlobbyistin der Straßenbauwirtschaft avanciert ist! Was steckt dahiner? Das Konjunkturpaket II.

“Es liegt auf der Hand, dass man im Infrastrukturbereich alles macht, was man schnell machen kann.” Die Länder sollten jetzt ihre Planungen für Straßenprojekte zusammenstellen, damit Bau oder Sanierung “im frühen Frühjahr” beginnen könnten”, schreibt n-tv in dem vorgenannten Link. Wer eine wirtschaftliche Tiefe erreichen will, wer mit dem eingesetzten Geld der Bürger ein Maximum erreichen will, der muss Investitionen wählen, an denen möglichst viele Gewerke ( Branchen ) beteiligt sind. Und wer ist am Straßenbau beteiligt?

  1. Großunternehmen der Asphaltindustrie
  2. Ausführungsfirmen mit industriellen Großanlagen ohne große Beschäftigungswirkung
  3. Transportfirmen

Das war’s aber auch fast. Man hat den Eindruck: Milliarden müssen raus, sie beeindrucken das Volk, weil eine Scheinaktivität nach der anderen durch das Gruselkabinett der gebündelten Inkompetenz aufgelegt wird!

Wenn n-tv schreibt über Merkel “Die Bundesregierung wisse, dass das beschlossene erste Maßnahmenpaket zur Stützung der Konjunktur nicht ausreichen könnte”, dann täuscht sie die Menschen, die sich noch daran erinnern können, dass Frau Merkel vor wenigen Tagen noch die Auflage eines weiteren Konjunkturpaketes ablehnte. Wie kommt es nun zu dieser Wandlung? In jedem Falle kann man der Frau Merkel bescheinigen, dass sie von Wirtschaft nichts, rein gar nichts versteht, wenn sie sagt “Die Industrieländer haben über ihre Verhältnisse gelebt”.

Wer, Frau Merkel hat über seine Verhältnisse gelebt?

  • Wirtschaftswachstum 90er bis 2007, Gewinne explodieren
  • Umbau der westlichen Staaten in Niedriglohnjobs
  • Kinderarmut
  • Altersarmut
  • Frühverrentung mit reduziertem Altersruhegeld
  • Auseinanderdriften der Schere arm-reich
  • sinkende Kaufnachfrage durch Mittellosigkeit und gleichzeitig ausreichender Sättigung lebensnotwendiger privater Investitionen; Reiche erzeugen nicht wirkliche Nachfrage, weil in diesen Haushalten eine Übersättigung vorliegt
  • Bürger verlieren den Zukunftsglauben und zeugen kaum noch Kinder
  • Bürger verlieren immer mehr den Glauben an Demokratie und an die soziale Marktwirtschaft
  • Rückführung der Ansprüche der Bürger an den Staat, laufende Verschlankung der Staatsaufgaben
  • trickreich starten Politiker auf Nebenkriegsschauplätzen Ablenkungsmanöver zur Volkszornkanalisierung
  • zur Täuschung der Bürger werden Institute, "Befragungen" zur Aufhellung der Psyche fehlinterpretiert, der Medienbereich wird weitestgehend gleichgeschaltet über wenige Verlagshäuser und Nachrichtenportale, derer sich alle Medien bedienen; das öffentlich-rechtliche Fernsehen verkommt zum regierungsamtlichen Propagandainstrument, in dem zur Rechtfertigung der Unabhängigkeit auch zur Unzeit kritische Sendungen laufen dürfen
  • Kanalisierung der Sendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens auf intellektuelle Substanzlosigkeit; der Bildungsauftrag reduziert sich auf das Kopulationsverhalten von Nagetieren in der Wüste Gobi
  • Rechtsprechung wird immer mehr durch Politiker bestimmt, Recht wird zur Frage der Finanzmittel
  • staatliches Tafelsilber wird verscherbelt
  • wachsende Gegnerschaft zwischen Staat und Bürger
  • Methodenlosigkeit der Politik, wachsende Expertenrepublik und Fernsteuerung
  • grenzenloser Lobbyismus zu Lasten der Bürger
  • Kampf um das Portemonnaie
  • Wachsende Zukunftsängste der Bürger mit Schwerpunkt auf die Grundbedürfnisse ( Masslow )
  • Finanzinstabilitäten, höchst komplexe undurchschaubare Finanzkonstrukte

Das sind IHRE Leistungen! Dafür sind Sie allein, zusammen mit der verstaubten SPD verantwortlich! Hören Sie auf, Frau Merkel. Sie haben bei den Bürgern Ihren Kredit verspielt. Bürger werden nicht länger akzeptieren, dass Sie mit schönfärberischen Worten den Niedergang in möglichst bunten Farben malen.

Für welchen Industriebereich springen Sie morgen in die Bresche?

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Duckhome: Texte des Terrors, Terror der Texte - Teil 3
12/17/2008 07:10 AM

Im dritten Teil komme ich jetzt zu den damals als so wichtig gehypten Terrortexten und was ich damals sagte, und was ich heute dazu zu sagen habe.


Da ich diesen Text seinerzeit als Erwiderung auf mehrere Texte des Bloggers Gregor Keuschnig geschrieben habe, steht er, trotz Überarbeitung, in der direkten (An-)Rede. Zunächst erklärt Gregor Keuschnig, worum es geht:

„Al-Qaida – Texte des Terrors" erschien 2005 in Frankreich („Al-Qaida dans le texte") und liegt nun ins Deutsche übersetzt vor. Gilles Kepel und Jean-Pierre Millelli haben in Verbindung mit drei anderen Autoren dieses Buch herausgegeben. Es versammelt Texte von vier Protagonisten der „Organisation" Al-Qaida:

Osama Bin Laden (geb. 1957)

Abdullah Azzam (1941 – 1989)

Ayman al-Zawahiri (geb. 1951)

Abu Mu'sab al-Zarqawi (geb. 1966)

Es handelt sich um Abschriften von Video-Botschaften, Verlautbarungen, Interviews, schriftlichen Erklärungen, religiösen Predigten, usw. Die Texte werden ausführlich kommentiert, was auch dringend notwendig ist, da sich der Inhalt vieler Textpassagen dem nicht in diesem Kulturkreis beheimateten Leser kaum oder gar nicht erschliessen würde; das es innerhalb der Erläuterungen gelegentlich Wiederholungen gibt, ist nicht störend, sondern durch die Fülle des Materials eher hilfreich.

Den Texten selbst, die teilweise ungekürzt abgedruckt werden, sind jeweils „Einführungen" über die Protagonisten vorangestellt. Diese wirken oft sehr lückenhaft, was durchaus eingestanden wird, da es in arabischen Staaten beispielsweise kein oder nur ein ungenügendes Meldesystem gibt und auch durch Flüchtlingsbewegungen infolge von Kriegen oder Vertreibungen oftmals keine lückenlosen Dokumentationen existieren. Auf die Gefahr von Legendenbildung muss zusätzlich noch hingewiesen werden. Hinzu kommt, dass sehr viel biographisches Material nicht in einer westlichen Sprache übersetzt ist oder auf inzwischen deaktivierten Internetseiten kursierte.

Insofern handelt es sich bei diesen Einführungen um fragile Gebilde. Eine Schwäche ist es, dass diese Einführungsaufsätze zwar versuchen, den Weg der jeweiligen Figur hinsichtlich seiner Aktivitäten zum Islamismus bzw. Terrorismus hin zu erläutern, hierüber jedoch fast immer der Mensch vergessen wird. Über das Wesen dieser Protagonisten erfahren wir nichts. Sollte dies aufgrund der bereits angedeuteten schwierigen Quellenlage zurückzuführen sein, so ist es zwar besser zu schweigen, als irgendwelche Gerüchte zu verbreiten. Aber teilweise hätte man sich schon gerne ein bisschen mehr gewünscht, etwa was an den Gerüchten über Osama Bin Ladens Krankheit wahr ist.

Ein grosses Problem ist, dass wir den Autoren fast blind vertrauen müssen, und zwar sowohl was die Transkription als auch die Übersetzung der jeweiligen Texte angeht. Weitgehend war es notwendig, die nur im Arabischen vorgefundenen Konvolute zu übersetzen und entsprechend zu kommentieren. Für die deutsche Ausgabe kommt noch dazu, dass vom Französischen ins Deutsche übersetzt werden musste.

Das Buch wurde von mir im Vertrauen auf die Redlichkeit und Korrektheit des Tuns der Herausgeber und Verfasser gelesen und auch bewertet. Ich habe kaum Möglichkeiten, dies zu kontrollieren oder selber zu recherchieren. Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich von dem grösstmöglichen Wahrheitsgehalt aus.


Größtmöglicher Wahrheitsgehalt? Nun, ich hatte damals darauf hingewiesen, dass im Orient - mehr als hier - das, was über einen Mann (es sind ja fast nur Männer) gesagt wird, zum Teil seiner Person wird, hinter der die reale Person verschwindet. Gilles Kepel, über den die Wikipedia-Einträge fast nichts hergeben - hier der deutsche - gilt als Vertreter des Post-Islamismus, d.h., einer politologisch/orientalistischen Denkrichtung, die davon ausgeht, dass "der Islamismus" auch und gerade im Orient abgewirtschaftet habe.




Ich schrieb damals:

(Text I) Zunächst mal etwas Grundsätzliches zum Stilistischen: Nach meiner Erfahrung wird im Orient nicht so zwischen „Wahrheit" und „Legende" getrennt, wie wir im Westen das erwarten und in gewisser Hinsicht auch verlangen. Legendenbildung ist immer auch ein Stück Wirkungsgeschichte. „Den Menschen vergessen" - da muss man dann das bewerten, was vorliegt, und zwar im Kontext der arabischen Denkweise, um den Menschen dahinter zu erkennen. Links kann ich Ihnen zum Folgenden erst mal nicht liefern, aber es geht mir auch mehr um einen methodischen Hinweis.

Meines Wissens war seine Mutter Anfang der 50er Jahre eine „Miss" - ich glaube, von Syrien, angeblich auch eine gebürtige Palästinenserin -, und er selber ist Linkshänder: in Arabien ein mächtiges Symbol. Wenn man nun weiß, dass sich die Rangfolge der Kinder eines Vaters nach dem Rang der jeweiligen Mutter bemisst (s. im Königshaus al-Saud die Sprösslinge der SUDAIRI-Frauen), so leuchtet einem ein, dass Bin Laden in der Hierarchie der Söhne recht weit unten gestanden haben muss. Weit wesentlicher als das, was in dem Buch offensichtlich beschrieben ist, ist für mich, wie er denn zu seiner herausragenden Position in Afghanistan kam: Wie bei Pohly/Duran beschrieben, haben die Amerikaner ein internationales Kontingent zusammengestellt, „Leitverband" (Bw-Jargon) waren die Saudis, Amir sollte eigentlich ein Prinz aus dem Haus al-Saud sein, doch da von denen keiner wollte, verfiel man auf OBL.

Zwar bin ich selber noch nicht in Arabien gewesen (sehr wohl aber in Zentralasien, worauf ich später noch zurückkommen werde), jedoch seit 20 Jahren Muslima, so dass ich mir zumindest die Bereitschaft zuspreche, mich in muslimisches Denken und Fühlen hineinzuversetzen. Dies scheint mir übrigens in noch ausgeprägterem Maß die Stärke von SUSANNE OSTHOFF zu sein, die ich sehr schätze.

Mir ist jedenfalls berichtet worden, dass man in Saudi-Arabien sehr wohl die Heuchelei der Königsfamilie wahrnimmt. Obwohl mittlerweile ein Liebling der Anti-Islam-Szene, empfehle ich Ihnen den blog des "RELIGIOUS POLICEMAN", aus dem Sie einiges erfahren, was die islamische Welt bewegt, sowie weiter die englischsprachigen Seiten von z. B. ARAB NEWS mit ihren Diskussionsforen – aber auch dazu später noch mehr.

Ich denke nicht, dass die USA mit der Aufrüstung der Mujaheddin in eine „Falle" getappt sind, sondern ich denke, dass die schon andernorts zitierte Hybris sie dazu gebracht hat, ihre Handlungen hier nicht vom Ende her zu denken. Auch darin sind sie durchaus die Erben Britanniens.

Unmittelbar nach dem Einmarsch war ich übrigens auf einem großen Muslimtreffen in England und hatte die Gelegenheit, AHMED DEEDAT zu lauschen, einem in der englischsprachigen Welt sehr bekannten indisch-südafrikanischen Imam, der es schon damals auf den Punkt brachte (fast wörtlich):


Wir Muslime sind durch den Einmarsch der Amerikaner ent-eiert! Unser Eier bekommen wir nur zurück, wenn wir solche Sachen endlich selber in die Hand nehmen.





http://www.demorgen.be/dm/nl/989/Binnenland/article/detail/379014/2008/08/13/Mantelorganisaties-VB-gaan-op-bezoek-bij-Duitse-neonazi-s.dhtml

http://antinazi.wordpress.com/2008/12/16/nazi-pack-und-islamhasser-allenthalben-hand-in-hand/

http://bigberta.twoday.net/stories/1828755/

http://begleitschreiben.twoday.net/search?q=Texte+des+Terrors

http://begleitschreiben.twoday.net/stories/1771325/

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Duckhome: Die Krisenmanager
12/17/2008 07:10 AM


Angela Merkel und Peer Steinbrück sind erstklassige Krisenmanager. Sie managen die Krise so gut, dass sie Deutschland wohl über Jahrzehnte in den Krallen haben wird. Irgendjemand hätte ihnen wohl doch sagen sollen, dass sich Krisenmanagement vor allem damit beschäftigt, die Krise möglichst schnell und mit dem geringstmöglichen Verlust zu beenden. Die beiden Intelligenzbestien versuchen stattdessen, die Krise am Leben zu erhalten.

Es reicht eben nicht, jahrelang allen Forderungen der Neoliberalen brav nachzukommen, um dann erschreckt festzustellen, dass die Vertrauten, Ratgeber und Chefs das ihnen anvertraute Gut nicht vermehrt, sondern einfach verzockt haben. Jetzt wäre Handeln geboten. Eine öffentliche Erklärung, dass der Neoliberalismus und der Raubtierkapitalismus sichtlich nicht funktionieren, wäre ein Anfang. Aber davon sind die Mandatsträger ja weit entfernt.



Die Systemmedien können natürlich auch nicht die Systemfrage stellen, weil sie ja ständig all das, was das neoliberale Pack an Sonderregelungen und Subventionen verlangt hatte, bejubelten und gleichzeitig den Verlierern dieser gigantischen Umverteilung ständig eigenes Versagen und Schmarotzertum vorgeworfen haben.

Umso erstaunter ist man dann, wenn man gerade bei n-tv, dem Mohn/Bertelsmann-Sender für wirtschaftliche und politische Desinformation, einen wutschnaubenden Ausbruch von Manfred Bleskin findet. Das ist insbesondere deshalb interessant, weil Bleskin eigentlich immer einer der Hohepriester der Neoliberalen war und Nachdenken in seinem Wortschwall gar nicht aufkommen konnte. Das hat sich gründlich geändert.

Die Rahmenbedingungen wurden immer günstiger: neue Steuervergünstigungen, Beihilfen, Abschreibungsmöglichkeiten wurden geschaffen. Wilden und unüberschaubaren Fondskonstruktionen wurden ungehinderte Entfaltungsmöglichkeiten gewährt. Die Arbeit der Kontrollinstitutionen geriet zur Farce. Die Lobbyisten gingen in den Ministerien nicht nur ein und aus. Praktischerweise waren Mitarbeiter von Interessenverbänden gleichzeitig in Regierungsinstitutionen angestellt und arbeiteten so direkt an Gesetzesvorlagen mit.

..

Die Hemmschwelle der Manager wurde in dem Maße geringer, in dem ihnen die eigene Unfehlbarkeit suggeriert wurde. Das Ergebnis sind Finanzkrise und drohende Rezession. In ihrem Wirken fühlten sich Wirtschaftsbosse wie Götter, für die die Gesetze der Menschen nicht gelten. Sie überschritten mutmaßlich die Grenze zur Kriminalität. Ex-Postchef Klaus Zumwinkel soll Millionen am Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust haben. Der frühere Siemensvorstand Heinrich von Pierer habe von den Schmiergeldzahlungen des Unternehmens gewusst, heißt es. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG habe das Ganze gedeckt.


Es ist kaum zu glauben, dass ein solcher Artikel im Reich der Familie Mohn gebracht werden darf. Das riecht zu sehr nach Meinungsfreiheit, und auch wenn es viel zu spät kommt, riecht das nach Journalismus, den es im Reiche Mohn ja schon lange nicht mehr gibt. Vielleicht hat aber Bleskin schon seine Entlassungspapiere bekommen. Mohn muss ja jetzt auch sparen, weil der unnütze Sohn nicht mehr auf Kosten des Steuerzahlers ernährt werden kann, nachdem er seine Firma kaputtgewirtschaftet hat.

Allerdings ist das, was aus Manfred Bleskin da herausbricht, nur ein kleiner Teil des Problems. Natürlich hätte sich Merkel deutlich von ihrem Berater von Pierer distanzieren müssen. Stattdessen hat diese unheilige Verflechtung von Politik, Justiz und Wirtschaft ihm ja geradezu einen Persilschein ausgestellt. Wie Ackermann, Hartz und Zumwinkel gibt es für Herrn von Pierer besondere Rechtsnormen in Deutschland.

Der bayrische Finanzminister freut sich gar, dass er jetzt 400 Millionen von Siemens bekommt, die der Konzern als Strafe für seine Bestechungen bezahlen soll. Vermutlich freut es ihn auch, dass 600 Milliarden in den USA fällig wurden. Der wird nie begreifen, dass Siemens diese Geldstrafen als Kosten in die Bücher nimmt und damit einfach weniger andere Steuern zahlt. Es trifft weder den uneinsichtigen Pierer, der sich ärgert, dass die amerikanische Justiz ihn als das sieht, was er ist, und nicht vor dem großen unfähigen Manager kuscht.

Für den Fall Zumwinkel gibt es jetzt auch schon Rache. Die ermittelnde Staatsanwältin, eine absolute Fachfrau, wird strafversetzt. Wie man hört, in den Fachbereich Jugendstrafrecht. Das erinnert stark daran, wie für Josef Ackermann eine Jugendrichterin zur Kammervorsitzenden gemacht wurde, damit er freikam. Aber selbst die attestierte ihm Verstöße gegen das Aktienrecht, die es eigentlich erforderlich gemacht hätten, ihn vom Bankgeschäft auf Lebenszeit auszusperren.

Aber auch Herr Ackermann ist ja ein Freund von Frau Merkel und Herrn Steinbrück. Dem haben sie ja schon 10-15 Milliarden über die IKB, rund 30 Milliarden über die Hypo Real Estate und unbekannte Summen über die Landesbanken zugeschoben, damit der Mann sich glattstellen kann. Hat allerdings nicht geklappt. Ackermann geht nun davon aus, dass alleine in Deutschland weitere Abschreibungen in Höhe eines dreistelligen Milliardenbetrages bei den Banken nötig sind.

Damit sind wir bei den 1000 Milliarden, von denen Duckhome seit Anfang der Krise ausgeht. Mittlerweile sind aber die Bedingungen auf den Finanzmärkten deutlich schlechter geworden. Auch wenn die Aktienkurse immer mal wieder so tun, als wollten sie einen Anlauf nach oben starten, ist das nur eine Reaktion darauf, dass von Notenbanken und über nationale Sicherungsprogramme viel zu viel Geld in die Banken gepumpt wurde, das nun nirgendwo eingesetzt werden kann und deshalb in bescheidenem Umfang zu ein wenig Kursmanipulation benutzt wird.

Allerdings sind die schönen Zeiten vorbei, wo eine Deutsche Bank mit einem Federstrich eine Nordex AG mal eben entwerten konnte, um sie für Frau Klatten übernahmereif zu schießen. Banken, Großkapital und andere Anleger belauern sich gegenseitig und versuchen, ihre Positionen zu sichern, aber nichts zu riskieren. Deshalb war es auch heller Wahnsinn, die Banken und die Gierigen, die diese Krise verursacht haben, zu retten. Es war rausgeworfenes Geld, das es Ackermann zusammen mit einigen Bilanztricks erlaubte, noch ein letztes Mal einen scheinbaren Gewinn auszuwerfen.

Währenddessen geht die deutsche Realwirtschaft abseits der Bankster, Betrüger und Verarscher aus der Hochfinanz langsam aber sicher vor die Hunde. Überall fehlt es an dem Geld, mit dem Josef Ackermann und die anderen Bankster ihre Spielschulden begleichen. Ob Autozulieferer, Handwerksbetriebe oder der weltgrößte Chemiekonzern BASF, alle beklagen, dass es kaum noch, oder nur viel zu teure Kredite gibt. Die Bankster sanieren sich mit niedrigen Zinsen und würgen dafür die restliche Wirtschaft ab.

Das ist nicht einmal verwerflich. In einem Land, wo Politiker wie Merkel, Steinbrück, Westerwelle meinen, sie seien eine vom Volk gewählte Elite und könnten nun gegen das Volk tun und lassen, was sie wollen, ist es normal, dass jedes Verbrechen machbar wird. Wo ein Wolfgang Schäuble Innenminister werden konnte und ein Otto Graf Lambsdorff Ehrenvorsitzender der FDP, da muss sich auch ein Ackermann nicht fürchten.

Allerdings hätten die allen guten Grund zur Furcht. Noch immer glauben sie alle fest an die Werthaltigkeit der Pfandbriefe. Dies aber ist ein Irrglaube. Denn neben den bekannten Problemen mit Pfandbriefen brechen nun auch noch europaweit die Mieten bei Gewerbeimmobilien um bis zu 25 Prozent ein, und das dürfte erst ein Anfang sein.

In Deutschland spricht man zur Zeit in diesem Segment zwar nur von 18-19 Prozent, aber angesichts des schlechten baulichen Zustandes vieler Anlagen und der stark überhöhten Baukosten bedeutet dies, dass Immobilienkredite und Hypotheken bald nicht mehr bedient werden können. Dazu kommt, dass die Immobilienfonds in großen Mengen Mittelabflüsse haben und schon bald dichtmachen müssen. Gut informierte Kreise gehen davon aus, dass 2010 die Gewerbemieten schon um 40 Prozent eingebrochen sein könnten. Das würde Abschreibungen im oberen dreistelligen Milliardenbereich erfordern und ist einfach nicht mehr zu handhaben.

Wieder einmal ist es Josef Ackermann, der genau weiß, wie es nach seinem Gusto gehen müsste. Er will, dass der deutsche Staat eine Bad Bank gründet, bei dem er und die anderen Banken ihre faulen Wertpapiere gegen gutes Geld der Steuerzahler abladen können, um dann saniert und mit frischem Geld die Deutschen weiter ausnehmen zu können und ihnen zugleich noch zu erzählen, dass die arbeitenden Menschen an allem schuld seien. Diese Bank wird kommen. Das ist unaufhaltsam. Merkel und Steinbrück wissen, wem sie zu gehorchen haben.

Während einer der großen Neoliberalen und Demagogen gegen die arbeitenden Menschen, der Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt wie auch sonst ständig vor Lohnerhöhungen warnt, warnen die Wirtschaftswissenschaftler vor allem vor Konjunkturpaketen, die dem Bürger mehr Konsum ermöglichen würden. Alles für die Reichen, nichts für die Armen, ist das, was aus dieser Ecke ständig gefordert wird. Dass ihre Volkswirtschaftslehre eine absolute Irrlehre ist und die Welt in ein Desaster führte, werden Leute wie Rürup, Zimmermann und das ganze gekaufte Pack um die INSM natürlich nie zugeben.

Das Wirtschaftswaisenkind Beatrice Weder di Mauro sieht zwar freudig erregt eine langjährige Rezession, weiß aber, dass nichts dagegen getan werden darf, was den Menschen nützen würde. Was den Banken getan wird, ist natürlich wohlgetan. Wann wird sie zur Deutschen Bank wechseln? Rürup ist jetzt schon Versicherungsvertreter bei einem dieser doch sehr zweifelhaften Finanzdienstleister.

Die Bankenrettung hat aber noch eine weitere böse Folge. Genau die Banken, die unter den Schirm des Staates geschlüpft sind, greifen von dort aus die ungeschützten Banken an und bieten Sonderkonditionen, um den anderen die Kunden abzujagen. Wieder ein Verhalten, das deutlich macht, dass mit dem jetzigen Universalbankensystem und der Kontrolle durch das Bafin keine vernünftige und halbwegs faire Wirtschaft möglich ist.

Da ist es mehr oder weniger nur noch eine Ironie am Rande, dass der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, nun fordert, dass die Institute keine Wirtschaftsprognosen mehr abgeben sollen, um die Krise nicht noch zu verschärfen. Er hat nicht begriffen, dass seine Lügen und die seiner Mitlügner längst durchschaut sind. Das, was von da an Zahlen kommt, glauben nicht einmal die Auftraggeber dieser Institute. Der einzige vernünftige Schluss wäre, die Volkswirtschaft endlich in die theologischen Fakultäten einzugliedern, wo sie auch hingehört. Es ist eine Religion, und keine Wissenschaft.

Es geht immer weiter und schneller nach unten. Heute könnte noch einiges gerettet werden, auch morgen wird noch etwas zu retten sein. Am Ende verlieren die normalen Leute. Es ist an der Zeit, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Es ist höchste Zeit!


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Living in China: Die Kohleminen
12/17/2008 05:25 AM

Die gesamte letzte Woche hiess es wieder frieren. Von Dienstag bis Freitag hatten wir den Abschluss unserer beiden Projekte in Ningxia und von Samstag bis Montag ging es schon zur Vorbereitung hin. Bei knochentrockener Luft und 10 bis 15 Grad unter 0 ging es darum zwischen den diversen Fress- (und Sauf-) gelagen einen klaren Kopf zu behalten um noch arbeiten zu können. Das Ergebnis ist sehr zufrieden stellend, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt. Zumindest vor meiner Firma. Ich bin ab Samstag wieder in Deutschland und danach stehen erst mal 30 Monate Urlaub an. Soviel hab ich mir verdient. :-)

Hier ein paar Bilder von den Minen:

Coal Mines

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Mein Parteibuch Blog: Immer noch keine Sanktionen gegen Israel? 12/17/2008 05:05 AM
Ja, sie leben noch
Ja, sie leben noch
CC 2008 Urs1798

Es gibt Neuigkeiten von Israels Völkermord an den Bewohnern von Gaza. “Expel the messenger” lautet nun die Parole des israelischen Verbrecherregimes. Steinbergrecherche kommentiert das so:

Gaza: Holocaust-in-the-making. So Richard Falk, UN-Berichterstatter, den der israelische Staat jetzt am Dienstantritt gehindert hat. Bald dürfte sich der Ausschluß Israels aus der UNO durch Selbstausschluß erübrigen.

Da können die Jubelperser Israels nun noch so über den “Special investigator on Israeli actions in the Palestinian territories” des United Nations Human Rights Council, Richard Falk herziehen, das Unrecht der israelischen Handlungen ist nur allzu offensichtlich. Was würde wohl passieren, wenn die Iraner so mit den Atominspektoren der IAEA umgehen würden?

Wäre das ganze Militär dieser Welt zu etwas nütze, so würde es Schiffe mit Lieferungen für Gaza vor der israelischen Armee schützen. Und gäbe es irgendwie so etwas wie Gerechtigkeit in der Welt des US-Imperiums, wären schon lange Wirtschaftssanktionen gegen Israel fällig.

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Anwalt: vermeintlicher Mumbai-Attentäter Kasab wurde vor 2006 von indischen Spezialeinheiten in Nepal entführt 12/17/2008 04:23 AM

mutmasslicherAttentter02Der Anwalt C. M. Farooque gab vor 3 Tagen im grössten pakistanischen Fernsehsender "Geo News" ein Aufsehen erregendes Interview.
In diesem berichtete der Anwalt, dass er einen seit Jahren verschwundenen Mann namens Ajmal Kasab vertritt, welcher vor dem Jahre 2006 in Nepal durch die dortigen Behörden unter Mitwirkung indischer Geheimdienste entführt worden sei.
Laut Farooques Unterlagen sind insgesamt 200 pakistanische Staatsbürger in Nepal spurlos verschwunden. 
Der Anwalt geht davon aus, dass es sich bei Ajmal Kasab um den vermeintlich einzigen überlebenden Attentäter des Mumbai-Massakers handelt, dessen Name von der indischen Polizei bereits am Morgen des 29.Novembers mit Ajmal Amir Kasab angegeben worden war.

Zumindestens reagierte die indische Polizei schon mal auf die Vorwürfe: sie behauptet nun auf einmal, der überlebende Attentäter hiesse ganz anders als bisher behauptet.


 


Mehr lesen [Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Fliegende Schuhe 12/17/2008 04:09 AM Der Bush-Schuh-Wurf zum selber spielen. :-)[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Geheim, geheimer, BKA 12/17/2008 04:09 AM Eine einzige Farce der Laden.

Das Bundeskriminalamt (BKA) meint es ernst mit dem Datenschutz. Zumindest der Name des BKA-Datenschutzbeauftragten ist streng geheim und wird der Öffentlichkeit nicht verraten. Dabei erhält der BKA-Datenschützer bald eine wichtige Funktion bei der Kontrolle von Online-Durchsuchungen.

Das nenne ich mal eine vertrauensbildende Maßnahme.[Link] [Cache]
Duckhome: Zustände sind das ... 12/17/2008 03:09 AM Heute handelt es sich in der Rubrik "Aufgelesen" um ein etwas älteres und zum Teil nicht mehr "so ganz" aktuelles Video, welches auf amüsante, aber ehrliche Weise die Zustände der deutschen Politik kurz umreißt. (Bitte vorladen lassen.)
Wer Augen hat, der sehe - wer Ohren hat, der höre!
Film ab!




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Die Kuchentester: Willkommen in Absurdistan 12/17/2008 03:05 AM Folgender Auszug aus der FTD vom 16.12.2008:

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, schlug einen vorübergehenden Prognose-Stopp vor. "In den meisten Modellen, die wir für unsere Vorhersagen nutzen, kommen keine Finanzkrisen vor", sagte er der FTD. "Und wenn sie vorkommen, dann ist diese Krise so spezifisch, dass wir sie nicht erfassen können. Wir können sagen, da passiert was Schlimmes, aber wie schlimm es wird, können wir nicht sagen." Es könne aber kein Volkswirt zu einem Verzicht auf Prognosen gezwungen werden.

Wir meistern die Krise, indem wir einfach den Kopf in den Sand stecken und die schlechten Prognosen ausblenden. Ein Wirtschaftswissenschaftler, der vor der Wirklichkeit kapituliert und seine Nutzlosigkeit selbst eingesteht. Wieso tritt dieser Mann nicht zurück?

Oder liegt der Fehler auf meiner Seite? Dass ich mich überhaupt mit so einer Meldung hier auseinandersetze. Es handelt sich doch sowieso wieder nur um einen Nebenkriegsschauplatz, ein Ablenkungsmanöver. Wieder nur eine weitere Sau, die durch´s Dorf getrieben wird. Ja, es scheint so zu sein.

Anstatt dass man Zimmermann einen Pfleger organisiert, springen die Politiker bereitwillig auf diesen Zug auf. Parteiübergreifend. Herr Struck, Herr Laurenz-Meyer. Ja, einfach nicht mehr hinhören. So sind unsere Politiker. Wunderbar. Realitätsverweigerung. Da war ich doch ziemlich optimistisch, als ich die Einschätzung abgab, dass wir deutschen Giraffen uns erst in Phase 2 der Krise befinden. Diese Diskussion scheint auf Phase 1 hinzudeuten...Leugnen.

Ansonsten kann man da nur sagen: Armes Deutschland! Aber jedes Volk hat die Politiker, die es verdient. Und da selbst intelligente Leute mit Abitur und Hochschulstudium, das alles noch im Großen und Ganzen akzeptabel finden, was sich in diesen Zeiten hier so abspielt, brauche ich mir wohl auch nicht einzubilden, dass sich an diesen Zuständen etwas ändert.

Ob die Leute aufwachen, wenn es an ihr Portemonnaie geht? Siehe Island oder Griechenland oder Mexiko oder Pakistan oder Haiti. Wenn bei "Brot und Spiele" der erste Teil gestrichen wird? Aber dann wird es nur noch heissen: Zu spät.

Wie will man den Volkszorn dann noch bändigen? Oder wird sich das Volk dann über andere Sachen den Kopf zerbrechen. Vielleicht äußere oder innere Sicherheit? Diskutieren wir dann nur noch über Islamisten und Piraten? Oder die Invasion vom Mars?





Nachtrag:
Zum geistigen Zustand unserer politischen Führung der Artikel von Wolfgang Münchau "In der Weimar Falle" in der FTD vom 17.12.2008 [Link] [Cache]
murdelta: richtlinie zum ruestungsmarkt und der verteidigungsindustrie in der eu 12/17/2008 02:10 AM

ich habe gestern u.a. hier bereits auf die “Richtlinie zur Vereinfachung der Verbringung von Verteidigungsgütern innerhalb des Binnenmarkts” hingewiesen, bin aber noch nicht richtig dazu gekommen, mich wirklich tiefgehender damit zu beschaeftigen.
aber es gibt ja gluecklicherweise andere die das machen:

Freier Waffenverkehr, wo freier Waren- und Personenverkehr schon gilt. Das hat das Europäische Parlament gestern Dienstag beschlossen.
[...]
Im Sinne des “autonomen Nachvollzugs” werden in Zukunft wohl Nervengas, Psychokampfstoffe, Entlaubungsmittel und - darauf freuen wir uns ganz besonders - Kriegsschiffe Helvetien ungehindert durchqueren dürfen. Alles für “die Entwicklung eines europäischen Marktes für Verteidigungsgüter und einer international wettbewerbsfähigen europäischen Verteidigungsindustrie.”
[infamy]

das heisst also “verteidigungsgueter”, wie sie es nennen, koennen jetzt quasi ungehindert durch die eu wandern. heide ruehle von den gruenen begruendet das in etwa so, dass es ja nicht sein kann, jedes einzelne teil extra kontrollieren zu muessen, damit wuerden der eu wettbewerbsnachteile entstehen. ausserdem wolle man die “verteidigungsindustrie” staerken.
achso, und schaut mal was so unter “verteidigungsgueter” faellt:

Zu den Verteidigungsgütern, die unter die neuen Vorschriften und Verfahren für die Verbringung innerhalb des Binnenmarkts fallen, zählen u. a. Gewehre, Maschinenpistolen und -gewehre, Landfahrzeuge, chemische oder biologische toxische Agenzien, Kriegsschiffe, Marine-Spezialausrüstung und Zubehör, Spezialpanzer- oder Schutzausrüstung sowie Software.
[europarl.europa.eu]

krieg ist frieden!

Tagged: eu, eu-parlament, heide ruehle, richtlinie, ruestung, sicherheitspolitik, verteidigung
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Lumières dans la nuit: Das Unheile 12/17/2008 02:10 AM

Die Tatsache, dass man die Formulierung von der »heilen Welt« beinahe ausschließlich im ironischen oder sarkastischen Sinne verwendet, spiegelt das Beschädigte, das Unheile der wirklich erlebten Welt und damit des Lebens wider.

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Urs1798: Ich hoffe, es ist nicht wahr 12/17/2008 02:00 AM

was ich im net und in “mein- parteibuch” gelesen habe. Und wenn ja, kann ich mir vorstellen, dass die Ärzte nun alles notwendige vollbringen um den Journalisten am Leben zu erhalten. Ich hoffe , er wurde nicht zum Krüppel geschlagen und überlebt.

Unmenschlich und grausam

Unmenschlich und grausam

Am Mittwoch soll er vor Gericht gestellt werden? Wohl eher gelegt, nach den Verletzungen?

Posted in Demonstration, Galerie, Gemein, Grausam, Justiz, Krieg, Kunstfreiheit, Mörderisches, Menschenunwürdig, Politisch, Unmenschlich, USA, Verstand verloren? Tagged: Bush, Folter, Irak, Millionen tote Iraker, Schuhe werfen, USA

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Narragonien: Trial and Error in Passau 12/17/2008 01:28 AM

Seit dem Anschlag auf den Passauer Polizeidirektor wird in Bayern kräftig drauf los verhaftet. Zuerst hatten sich die Beamten zwei Männer geschnappt, was sich aber als Fehler herausstellte. Wie Focus-Online meldet, startete die Polizei nun einen zweiten Versuch:

Neue Spur im Fall Alois Mannichl: Nach dem Mordanschlag auf den Passauer Polizeidirektor hat die Polizei erneut zwei Tatverdächtige festgenommen. Diesmal einen Mann und eine Frau.

Sollten auch diesmal beide unschuldig sein, will die Passauer Polizei das nächste Mal eine Frau und einen homosexuellen Mann festnehmen, danach einen homosexuellen Mann und einen Zwitter, daraufhin einen homosexuelle Frau und eine homosexuelle Frau und schließlich einen heterosexuellen Mann und Guido Westerwelle.

Allerdings geht man in Passau wohl davon aus, dass man diesmal die Richtigen erwischt hat:

Es handele sich um einen Mann und eine Frau, die außerhalb Niederbayerns festgesetzt worden seien, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walch am Dienstag mit. „Es gibt einen gewissen Tatverdacht. Die beiden werden jetzt überprüft“, sagte er.

Der Anfangsverdacht, der sich in erster Linie darauf stützte, dass sich die beiden außerhalb Niederbayerns aufgehalten haben, wurde später durch weitere Indizien erhärtet.

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Duckhome: Wenn das Volk entscheidet, fällt Deutschland auf den letzten Platz 12/17/2008 01:09 AM
Es geht nicht um Politik, es geht nicht um Gesetze - jedenfalls nicht direkt.
Es geht um ein kulturelles Gut: Das Liedgut.

Deutschlands Bürgerinnen und Bürger haben keinen Geschmack, und davon sogar eine ganze Menge. Über musikalische Klangfolgen und ihren Einfluss auf das Wohlgefühl der europäischen Bevölkerung hat zumindest das deutsche Bürgertum keine Ahnung. So will man uns dieser Stunden durch die Blume weismachen. Genau aus den benannten Gründen nimmt man den Deutschen jetzt die Entscheidungsmöglichkeit zum Vorentscheid des Grand Prix de la Chanson. So hieß er jedenfalls in grauer Vergangenheit einmal.
Die Zeiten sind vorbei, Schluss, Aus - Ende!




Nachdem die deutschen Komiker "Guildo Horn" und "Stefan Raab" bereits diesen Wettbewerb mit ihren teils eklatanten Noten-ver-wirrungen in die dunkelsten Niederungen des Liedgutes getrieben hatten, bot sich mit "Max Mutzke" noch ein - im Verhältnis gesehen - sensationeller Erfolg. Zumindest was die Geschmackswirrungen der Deutschen betrifft. Nachdem die "No Angels" einen katastrophalen letzten Platz erzielt hatten, soll jetzt gänzlich Schluss sein.

Man liebäugelt jetzt mit, man halte sich ganz fest im Sessel oder wo auch immer man sich gerade befindet, niemand geringerem als den Tokio-Boys.
Begründung: Sie sind erfolgreich und weltweit bekannt.
Wenn dies allerdings das Maß aller musikalischer Dinge sein soll, dann sollte man vielleicht in Erwägung ziehen, aus dem europäischen Contest - ganz im Sinne der Globalisierung - einen internationalen Contest zu machen. Vielleicht wäre das dann ja die nötige Konkurrenz für Fernsehformate wie "DSDS" oder "Das Supertalent"?!

Man ist gewillt, dem NDR zumindest einen Tipp bei ihrer Entscheidung auf den Weg zu geben:
Flieg' nicht so hoch, mein kleiner Freund ...


Infos: NDR

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Stefan-Ziller.de: Wie Abiturienten ihre Abifete finanzieren II 12/17/2008 01:08 AM

Auch in diesem Jahr versuchen AbiturientInnen des Wilhelm-von-Siemens Gymnasiums wieder das nötige Kleingeld für ihren Abiball zu organisieren.
"Der Bodypainting-Kalender" ist das diesjährige Ergebnis! Die über 30 Mitwirkenden haben alles dafür gegeben, dass der Kalender spitzenmäßig wird!

Bleibt zu hoffen, dass die AbiturientInnen ihr Ziel erreichen. Schon im letzten Jahr haben die damaligen AbiturientInnen mit zwei Aktkalendern die Finanzierung ihres Abiball unterstützt.

Hier könnt ihr euch den Kalender schon mal anschauen!

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Mein Parteibuch Blog: DDOS-Angriffe auf Anti-Abzockseiten 12/17/2008 01:05 AM

In der Netzwelt ist gerade zu lesen, dass es derzeit heftige DDOS-Attacken auf Anti-Abzockseiten wie antiabzocke.net, abzocknews.de, nicht-abzocken.eu und rotglut.org gibt. Da die DDOS-Attacken wie üblich über gehackte Rechner ausgeführt werden, sind die Urheber natürlich unbekannt. Adrian Fuchs, Betreiber von abzocknews.de, vermutet, mit einer Geschichte einen Volltreffer gelandet zu haben. Weiter schreibt die Netzwelt, in einem Verbraucherschutzforum werde vermutet, dass die Urheber aus Wien stammen. Ob da wohl das Boocompany-Forum mit gemeint ist?

Mein Parteibuch nimmt das zum Anlass, mal zu schauen, was für Wiener Geschichten auf den lahmgelegten Seiten so standen. Von rotglut.org findet man im Google-Cache zum Beispiel diesen Artikel über die zwielichtige Plattform von Abmahnfreunden mit Namen Gulli:

Ich habe es schon von Anfang an vermutet, die Übergabe der formellen Haftung von Gulli.com an einen österreichischen Verein war nichts als eine Farce, um rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Weiter vermutete ich, dass Valentin Fritzmann, der kein Unbekannter ist, hinter der Sache steckt.

Im Gulli liest sich das aktuell wie folgt:

“Ab dem 01.03. haben wir aufgrund der rechtlichen Problematik (Stichwort: Börse) den gulli Community Verein vorgeschaltet. Mittlerweile - da die Börse geschlossen ist - ist es uns möglich mit offenen Karten zu spielen und gulli.com anstelle des Vereins mit unserer GmbH nach außen zu vertreten.”

Unsere GmbH?

Das Impressum gibt Aufschluss:

“Impressum für gulli.com
Verantwortlich für gulli.com

Inqnet Gmbh
Geschäftsführer und Gesellschafter: Valentin Fritzmann

Galaxy Tower
Praterstraße 31
1020 Wien / Austria

Tel: +43 676 465 47 55
Fax: +43 1 2127650-610
E-Mail: sandler@gulli.com”

sandler@gulli.com?

“Unter dem Namen Sandler werden wir im Forum wie gehabt auch weiterhin offizielle Statements bezüglich gulli abgeben.

Die Änderung des Impressums ist so oder so nur eine rein formelle Angelegenheit. Die Personen, die hinter gulli stecken, sind seit 8 Monaten nach wie vor die gleichen.

10 Jahre gibt es gulli jetzt schon.”

Und seit 10 Jahren finden sich als Betreiber von Gulli Personen, deren Tätigkeitsfeld das Internet ist und die bei vielen im Verdacht stehen, üble Dialerganoven und/oder Abzocker und Betrüger zu sein.

Valentin Fritzmann über Valentin Fritzmann:

“Valentin Fritzmann zeigt sich gern als ein Mann von Welt. Zu Prestige und Luxus gehören für ihn, als großer Geschäftsmann, auch Luxuskarossen, wie Ferrari, Porsche oder Maybach zum “Guten Geschmack”. Zum einen zeigt er gern, was er hat - Zum anderen liebt er allerdings auch den Luxus und das Besondere, was solch ein Fahrzeug mit sich bringt. Für ihn ist es wichtig, dass sein Wagen auch ein Unikat ist und lässt deshalb sein Luxusauto auch gern mit gewissen Extras ausstatten. Valentin Fritzmann liebt das Fahrgefühl und die extreme Beschleunigung, die einen tief in den Sitz drückt beim Tritt auf das Gaspedal. Für ihn haben Luxusfahrzeuge einen gewissen Charme, auf den er nicht verzichten möchte.”

Quelle: Dieses Peinlichkeiten stammen von “valentin-fritzmann.org”

Von Valentin Fritzmann und Friedrich Müller war auch bei nicht-abzocken.eu die Rede. Bei abzocknews.de findet sich ein Link zu diesem Artikel über den Wiener Abzocker Friedrich Müller. Bei antiabzocke.net findet sich zu Wien zum Beispiel ein Artikel über die Probenabzocker der Media Intense GmbH.

Sollte auch das Parteibuch Blog nach diesem Artikel auch zufällig von einer DDOS-Attacke betroffen sein, empfehlen wir, einen unserer Spiegel wie den bei mirror.anl.to zu nutzen. Sollte es zu einer DDOS Attacke auf das Parteibuch kommen, werden wir außerdem weitere Spiegel bei großen Bloghostern wie Blogspot und Wordpress bekanntgeben.

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Mein Parteibuch Blog: Schuhwerfer gefoltert - "Arm und Rippen gebrochen" 12/17/2008 01:05 AM

Muntadhar al ZaidiWie verschiedene Quellen unter Berufung auf seinen Bruder Durgham berichten, wurden dem irakischen Journalisten Muntader al Zaidi, der zum Helden der freien Welt wurde nachdem vorgestern den Massenmörder George W. Bush mit seinen Schuhen beworfen hatte, nach seiner Festnahme im Gewahrsam der Sicherheitskräfte des von den USA besetzten Irak ein Arm sowie mehrere Rippen gebrochen. Außerdem habe er innere Blutungen und sei am Auge verletzt worden. Der irakische TV-Sender al-Sharqiya berichtete außerdem, seine Schenkel wiesen deutliche Spuren von Folter auf.

Diese Behauptungen passen auffallend gut zu den Aussagen des regimetreuen Reporters Mohammed Taher, der im dem Marionettenregime von Nuri al-Maliki nahestehenden TV-Kanal Afaq stolz erklärt hatte, Muntader al Zaidi hätte geweint wie ein kleines Mädchen, als er von Sicherheitskräften brutal zusammengeschlagen worden sei. Ein anderer Reporter berichtete außerdem von Blutspuren am Ort der Verhaftung.

Nachdem Muntader al Zaidi bisher bei Truppen des irakischen nationalen “Sicherheitsberaters” des al-Maliki Regimes Muwaffaq al-Rubaie inhaftiert war, soll er nun vermutlich in das von der amerikanischen Foltertruppe gemanagten Flughafengefängnis Camp Cropper gebracht worden sein.

Muntader al Zaidi droht nach der Folter auch noch eine mehrjährige Haftstrafe wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes. Ob zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist indes mehr als fraglich, denn der Fall Muntader al Zaidi ist längst ein Politikum der höchsten Ebene. Durch die Folter von Muntader al Zaidi droht nun sowohl das irakische Marionettenregime als auch die US-Besatzung aus den Angeln gehoben zu werden.

Und damit nicht genug: auch international ist Muntader al Zaidi zum Vorbild des Widerstandes gegen den Verbrecherstaat USA geworden. In Libyen wurde Muntader al Zaidi mit einer Medaille für Zivilcourage geehrt, Venezuelas Präsident Hugo Chavez lobte den Schuhwurf, der saudische Geschäftsmann Hasan Makhafa bot 10 Mio Dollar für die historischen Schuhe und die libanesische TV-Station nahm den Helden ehrenhalber auf ihre Payroll.

Auch Mein Parteibuch betrachtet Muntadhar al Zaidi als Vorbild.

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Querdenkerforum: Die Rattenfänger von Berlin -ODER- HatzIVler auf der Jagd 12/17/2008 01:03 AM Der Berliner FDP-Vize Henner Schmidt möchte einen Antrag einbringen, nach dem Berliner zur Rattenjagd ausgeschickt werden sollen. Pro erledigte Ratte soll es 1 Euro geben.

Schmidt:
"Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen."

Normalerweise müßte man denken, es handle sich nur um eine Zeitungsente, aber die Vergangenheit zeigt, dass solche Ideen leider echt sein können.

http://www.berlinonline.de/berliner-kuri...45767.html



Die Rattenfänger von Berlin -ODER- HatzIVler auf der Jagd[Link] [Cache]
Ewald Proll: Der Krisendienst ist ein Spiegelbild der Gesellschaft 12/17/2008 12:59 AM

Westdeutsche Zeitung - Lokales - Wuppertal - Aktuelles - Krisendienst: Zehn Jahre Hilfe in der Not

Wenn das Telefon klingelt und Heike Spitzer den Hörer abhebt, dann weiß sie nie, was sie jetzt erwartet. Mal sind es psychisch kranke Menschen, die bei der Einsatzleiterin des Wuppertaler Krisendienstes Rat und Trost suchen. Mal sind es besorgte Angehörige, die Angst um ein Familienmitglied haben. Mal sind es Menschen, die kurz vor dem Selbstmord stehen. „Es gibt wirklich nichts, was wir noch nicht erlebt haben", sagt Spitzer.
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Aktion in Marburg: Freiheit als Geschenk (16.12.2008) 12/17/2008 12:20 AM Mit einer gemeinsamen Aktion zum "Internationalen Tag der Menschenrechte" haben der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und die Humanistische Union am 10.12.2008 auf die Bedrohung der Freiheitsrechte in Deutschland aufmerksam gemacht. Zwei gemischte Gruppen aus Aktiven der beiden Marburger Ortsgruppen zogen durch die Innenstadt und über die Weihnachtsmärkte an der Elisabethkirche und auf dem Marktplatz. Dabei verteilten sie Flugblätter und Geschenke an die Passanten.[Link] [Cache]
OSTBLOG: Bundesweite Demo im nächsten Frühjahr? 12/17/2008 12:07 AM

Gegen die kapitalistischen Krisenbewältigung. Von Sebastian Gerhardt(*)

Am 11. Dezember trafen sich im Berliner Haus der Demokratie auf eine Einladung der "Gruppe Soziale Kämpfe" etwa 80 Menschen, um über einen Neuanfang einer emanzipatorischen Protestbewegung im Zeichen der aufziehenden Krise zu beratschlagen. Die Idee einer größerer Aktionen, ja sogar einer großen bundesweiten Demo im Frühjahr 2009 liegt offenbar in der Luft.

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