Thursday, March 5, 2009

Parteibuch Ticker Feed: 2008-12-20

Parteibuch Ticker Feed: 2008-12-20


Das Leben usw.: Autokrise? Welche Autokrise?
12/20/2008 11:56 PM
Tja, die Finanz-, Wirtschafts- oder wie auch immer man die Krise nun nennen will, trifft halt nicht jeden. Klar, die in den Markt gepumpten Miiliarden müssen ja auch irgendwo bleiben. Und wo bleiben sie? Bei Rolls Royce, wie eine Meldung des Handelsblattes nahelegen könnte. Dieses berichtet nämlich über Absatzrekorde bei der britischen Nobelkarossenschmiede. Nun sind das [...][Link] [Cache]
Duckhome: Sie waren alle wie berauscht
12/20/2008 11:55 PM

Am vergangenen Freitag hatten wir bei uns in der Firma die Weihnachtsfeier. Die Reden der Chefetage waren erfreulich kurz. Der Rest des Abends dafür einiges länger. Auch an unserer Firma wird die Wirtschaftskrise nicht vorbeigehen. Doch wir geben nicht auf. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Trotzdem haben wir ordentlich gefeiert. Wie zu erwarten, endete Dieses für die Meisten in einem Rausch.

Nachdem ich meinen ausgeschlafen hatte, mußte ich noch von einem anderen Rausch lesen. Von diesem Rausch hat uns heute der Allianz-Finanzchef Paul Achleitner bei faz-net berichtet. Die Folgen dieses Rausches dürften allerdings wesentlich heftiger ausfallen.

Ach, Herr Achleitner,

dass Sie schon im Juli irgendetwas von einer "überwundenen Krise" von sich gegeben haben und dieses "voreilig" war ist nicht so schlimm. In der Zwischenzeit haben wir ja gelernt wie wir solche Äusserungen von "Finanzexperten" zu bewerten haben. Wenn Sie in dem Interview mit faz-net vor den nächsten Gefahren warnen, dann stimmt das sogar. Aber auch das ist nichts Neues.

Aber wie sollte es auch anders kommen? Denn schließlich machen ja alle so weiter wie bisher. Also lassen Sie bitte diesen Blödsinn von..

Die Krise ist heilsam, weil sie Auswüchse an den Finanzmärkten beendet.

Da wird doch nichts geheilt. Da wird allenfalls etwas herumgedocktort. Weil sie ja offensichtlich medizinische Vergleiche wie den folgenden lieben...

Wenn der Geldverkehr der Blutkreislauf ist, dann hatten wir im Sommer Bluthochdruck, im Oktober standen wir vor dem Herzinfarkt, der durch die staatlichen Programme abgewandt wurde.

....können Sie von mir auch einen bekommen. Denn wenn der Geldverkehr ein Blutkreislauf ist, dann haben die "staatlichen Programme" bisher dafür gesorgt, das die lästigen Furunkel, die den ganzen Körper vergiften nicht abgestorben sind. Denn vielleicht wäre ein "toter Patient" Finanzsystem wesentlich besser als weiter mit diesem faulenden Kadaver leben zu müssen.  Denn wie sagen Sie so schön...

Die Krise hat historische Dimensionen und sie trifft viele Menschen hart.

Genau, nur eben nicht die Verursacher. Womit ich schon beim Thema wäre. Wo Winand von Petersdorff von der F.A.Z.

Gier, Dummheit und unmoralisches Verhalten

als Krisenursachen einfallen, da können Sie uns den wichtigsten Grund nennen.

Wir hatten uns alle an billigen Krediten und unlimitierter Liquidität berauscht. Wir waren alle wie gedopt.

Wohw, die "Eliten", die "Leistungsträger" waren alle "berauscht" und "gedopt". Hatten wir bisher nur gedacht, es handle sich einfach um Zocker, so belehren Sie uns nun eines besseren. Unsere Wirtschaft und damit unsere Existenz liegt in den Händen von Leuten, die ihre Sinne nicht beisammen hatten.

Doch da möchte ich Ihnen nun aber auch widersprechen. Denn Sie und Ihre Miteliten haben sich keinesfalls an den billigen Krediten berauscht. Sie haben sich vor allen Dingen an sich selbst berauscht. Es war der Rausch der eingebildeten Gotthaftigkeit. Gedopt von den Speichelleckern in Ihrer Umgebung und den neoliberalen Kofferträgern in den "Qualitätsmedien" haben Sie alle sich in einen unvergleichlichen Rausch begeben.

Wir alle wissen, dass auf jeden Rausch der unweigerliche Kater folgt. So auch bei diesem Rausch. Doch nun kommt der Unterschied. Sie hatten den Rausch und wir haben nun die Kopfschmerzen davon. Halten Sie das für anständig? Die Gerechtigkeit will ich gar nicht erst bemühen. Dieses Wort hat ja in Ihren Kreisen überhaupt keine Bedeutung.

Eine Bitte hätte ich dann auch noch. Unterlassen Sie doch weitere voreilige Ankündigungen über den Zeitpunkt, wann wir diese Krise überwunden haben.

2009 sollten wir abhaken. Ich sehe für 2010 positiver.

Wir haben doch schon am Anfang festgestellt, dass Sie davon keine Ahnung haben.

So zum Schluss noch eine Bemerkung zu einer Erkenntnis, die so wohl nur von Einem wie Ihnen kommen kann.

Die Globalisierung der letzten 20 Jahre wäre ohne Kapitalmärkte und ihre jetzt kritisierten Finanzinstrumente nicht erfolgt. Zwei Milliarden Menschen sind der Armut entronnen. Ich gehöre zu den Menschen, die das begrüßen. Wir sollten deshalb nicht das ganze Finanzsystem über Bord werfen.

Was soll man dazu noch schreiben? Schauen Sie doch einfach einmal hier nach. Da können Sie sehen was wem wie entronnen ist.

Das Sie schöne Weihnachten haben werden nehme ich mal an. Darum wünsche ich diese vorrangig denen, die Ihren Rausch ausbaden müssen. Ob das nächste Jahr wenigstens etwas froh wird, werden wir ja dann sehen.

J. Fuhrmann

Wenn die Zeiten traurig und grau werden sollte man sich etwas Aufmunterndes antun. Darum heute ein Gelber Muskateller vom Pössnitzberg, Weingut Tscheppe 2007. Der ist schön fruchtig, der Rausch beschwingt und garantiert keine Kopfschmerzen.

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SaarBreaker: Wahrheitsbewegung.de durch Webhoster abgeschaltet
12/20/2008 11:43 PM

Die Seite Wahrheitsbewegung.de wurde offenbar durch den Webhoster ohne Wissen des Inhabers abgeschaltet, schreibt Daniel Neun. Eine Begründung für die Abschaltung gab es laut Betreiber bisher nicht.

Ein Statement des Besitzers der Domain (kann hier nachgelesen werden):

Schockiert musste Ich heute feststellen, daß Wahrheitsbewegung.de abgeschaltet wurde. Und zwar von der Abuse Abteilung meines Webhosters.
Ein Grund dafür wurde nicht genannt.

Beim Einloggen bei meinem Webhoster erhielt Ich diese Nachricht:

“Ihr Zugang wurde durch die 1blu-Abuse Abteilung gesperrt.”

Ich habe denen eine Email geschrieben. Mal schauen was die Antworten. Wenn jemand alternative Server im Ausland weiss auf denen man das Content Managment System Joomla laufen lassen kann, sagt bescheid.

Ich habe mit der Website hunderttausende Menschen erreicht. Bis zu 1500 Besucher am Tag. 40.000 im Monat. Meine vertonte Version von Endgame wurde auch in diesem Monat bei Video.Google gelöscht, angeblich wegen Copyrightverletzung, haha.

Bleibt zu hoffen daß Ich selbst nicht auch noch bald gelöscht werde Wink Deswegen sage Ich an dieser Stelle, daß Ich NICHT vorhabe mein Leben zu beenden oder sowas in der Art. Ich werde weiter aktiv sein und hoffe die Seite bald wieder woanders aufbauen zu können.

Beste Grüße an alle Infokrieger…

EX Admin Wahrheitsbewegung.de Cool

Offensichtlich hat der Besitzer der Domain mit seien Beiträgen für Unbehagen bei einem/einigen Unmenschen gesorgt. Wenn es sich die deutschen Hoster so einfach machen und der Wahrheit keine Chance geben, dann wird es für ein neues Plätzchen außerhalb der EU Zeit.

Deutschland wird durch die aktuelle Gesetzgebung (da kommt sicherlich noch einiges auf uns zu) für ALLE, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und ihre Texte unter einer “.de”-Domain veröffentlichen, uninteressant. Anders ausgedrückt: Diese Bürgerjournalisten müssen mit Einschüchterungsversuchen rechnen.

Das Video Endgame kann man hier sehen.


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Paul Nolte: Abschied von der Gerechtigkeit
12/20/2008 11:43 PM

Inzwischen dürfte es jeder mitbekommen haben: Die Reichen werden reicher und die Armen immer ärmer. Die Finanzkrise wird diese Abwärtzsspirale noch beschleunigen und die soziale Gerechtigkeit wird endgültig auf der Strecke bleiben.

Der Zeithistoriker Paul Nolte geht in seinem Artikel “Abschied von der Gerechtigkeit” auf soziale Unterschiede und die “Umverteilung” der Gerechtigkeit ein. Lesenswert!


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SaarBreaker: BND droht Wikileaks mit Strafverfolgung
12/20/2008 11:43 PM

Dass der Bundesnachrichtendienst BND in Deutschland den Journalismus unterwandert, wenn nicht steuert, und kritische Journalisten wegen missliebiger Berichte verklagt, ist bekannt. Nun geht der BND einen Schritt weiter. Die US-Webseite Wikileaks berichtet, dass der BND sie mit Strafverfolgung bedroht.

Da Informationen dazu, ob der BND noch alle Tassen in Schrank hat, bisher nicht zu bekommen sind, soll die Gelegenheit nicht ungenutzt bleiben, BND-Chef Ernst Uhrlau und seinem taz-Anwalt Jony Eisenberg den Streisand-Effekt vor Augen zu führen.

In dem Drohschreiben ausdrücklich genannt wird ein auch auf Blogspot vorhandener Artikel von Tom Burghardt, der BND-Chef Ernst Uhrlau überhaupt nicht gefällt. In dem Artikel mit Titel " The End of the Affair? The BND, CIA and Kosovo's Deep State" wird berichtet, dass bei einem der lustigen jüngst im Kosovo verhafteten drei BND-Leute ein Laptop beschlagnahmt wurde, wodurch das Mafia-Regime Informanten des BND im Kosovo enttarnt habe. Dumm gelaufen, aber sich als Informant Leuten andient, die nicht mal ihre Festplatten vollverschlüsseln, hat es wohl nicht anders verdient. BND-Berichte zum Kosovo von 2005 und von 2007 sind bei Wikileaks auch vorhanden.

Auch ein Schlapphutfoto des lustigen BND-Superagenten Christoph Klonowski findet sich übrigens bei Wikileaks.

Wer wissen will, wie der BND den Journalismus in Deutschland unterwandert, sollte sich mal die geschwärzten Seiten des sogenannten Schäfer-Berichtes anschauen. Die Adressbereiche, von wo aus der BND Online-Schnüffeleien in Deutschland und anderswo betreibt, finden sich auch bei Wikileaks.

Natürlich könnte man angesichts dessen, dass der BND nun nicht mehr geheim, sondern reichlich öffentlich ist, nun Mitleid mit Ernst Uhrlau und seinen Schutzpatron Frank-Walter Steinmeier haben. Aber wenn ein Geheimdienst Krieg den Journalismus führt, dann hat er es nicht anders verdient. Das Benehmen des BND ist nicht harmlos, sondern absolut demokratiefeindlich.

Ernst Uhrlau hätte es sich im Übrigen vorher überlegen sollen, ob er diese Klage einreicht. Hat Ernst Uhrlau wirklich gedacht, er könne mit seinem Bundesnachrichtendienst eine Klage gegen das Internet gewinnen, wo seine Leute noch nicht mal in der Lage sind, ihre Festplatten ordentlich zu verschlüsseln und sich von Online-Durchsuchungen reinlegen lassen? Richtig lustig wird das bestimmt für Ernst Uhrlau, wenn der Inhalt der Festplatten der BND-Leute mitten im Wahlkampf dann auch im Internet auftaucht. Es wird hier berichtet werden.

Nun bleibt, wie Wikileaks konstatiert, Chefspion Ernst Uhrlau nur noch der Rücktritt. In Schande. (Quelle: Mein Parteibuch)


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Carluv: 2,33 Promille - Dach abrasiert
12/20/2008 11:14 PM

Alkoholfahrten sind keineswegs auf das Festland oder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei beschränkt:

Unter Alkoholeinfluss hat gestern ein 44-jähriger Steuermann sein Schubboot auf dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal in ein Coupé verwandelt. Als er gegen 8 Uhr 30 mit zwei Leichtern im Vorspann unter der Tegeler Brücke durchfahren wollte, hatte er vergessen, vorher das Steuerhaus herunter zu fahren.

via Dach abrasiert - Berlin.de.

Die Rechtschreibfehler kommen sicher vom Lachen.

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"Die Dreckschleuder": Truthähne
12/20/2008 10:54 PM

Nachdem Nato-Flieger vor einer Weile eine mehr als 200-köpfige Schafherde in der afghanischen Provinz Lagman zusammengeschossen haben, revanchierten sich jetzt offensichtlich die Taliban und sprengten mal eben einen LKW mit Truthähnen, die für das Weihnachtsessen der rund 3.000 britischen Soldaten in Afghanistan bestimmt waren,in die Luft. Wer den Film “Das fliegende Auge” kennt, der wird wissen wie das ungefähr ausgesehen haben mag als die nackigen Flattertiere durch die Luft schossen, im Film knallte bekanntlich eine Rakete in eine Hähnchenbraterei.! Die Briten fackelten nicht lange und forderten Nachschub an, der dann auch umgehend eingeflogen wurde..!

Wenigstens die Briten in Afghanistan hatten also Glück…weniger Glück hatte ich gestern Abend als meine Waschmaschine gestreikt hatte…ich berichtete bereits ganz kurz…

Posted in Allgemein Tagged: truthahn
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Radio Utopie: Wahrheitsbewegung.de durch Webhoster vom Netz genommen
12/20/2008 10:52 PM

Die Seite Wahrheitsbewegung.de ist unten (hier ein Cache der Seite). Offenbar wurde sie durch den Webhoster ohne Wissen des Inhabers einfach abgeschaltet. Eine Begründung dafür ist bisher laut dem Betreiber nicht gegeben worden.


Hierzu erreichte uns folgendes Statement des Besitzers der Domain:


 


Mehr lesen [Link] [Cache]
Lumières dans la nuit: Weihnachten
12/20/2008 10:42 PM

WeihnachtenKonsumolympiade, Tannentrauma, Kaufrauschengel, Seelenschnee, Kitschgrund, Knatschgrund, Osramkerzenfest.

Von Christen umgewidmetes Fest zur Wintersonnenwende, das vorgibt, die Geburt von Jesus aus Nazaret zu feiern, aber in seiner gesamten Symbolik eher einer Reklamefigur von Coca-Cola gewidmet zu sein scheint, dem so genannten Weihnachtsmann. Von der christlichen Überdeutung des Festes ist in der konsumistischen Überdeutung nur der endlose Bimmelterror an den Festtagen verblieben.

Anlässlich dieses Festes bricht zum Jahresende unter der Herrschaft des Blendwerkes der kollektive Wahnsinn aus. Der einzige Grund, weshalb sich dieses Fest im real existierenden Konsumismus halten konnte, ist, dass es zum alten Brauchtum gehört, einander am Festtage zu beschenken. Damit lässt sich ein ganz hübsches Geschäft machen, und deshalb propagieren es auch alljene Lichtverneiner, die sich weder um die Sonne noch um diesen Jesus, sondern nur um ihr Geschäft kümmern, dass dieses Fest in größtmöglicher Breite gefeiert werde. Leider ist der Erfolg des hierzu angesetzten Gehirnpfluges verheerend. Schon Monate vor dem Fest liegt allerorten der bimmeldöselige Tinnef aus, damit sich der Geist der Menschen schon im Sommer mit dem beschäftige, was erst in 150 Tagen auf ihn zukommt und daran irre wird. So eingepeitscht, stellt kaum jemand die ganze Schenkerei und den jede tiefere Einsicht betäubenden, kitschseligen Rahmen um diese Profitmaschine in Frage.

Dabei ist der Vorgang des an sich Glück bringenden Schenkens schwer beschädigt. Wenn einem Menschen etwas fehlt, ist es ja gar keine Frage, was man ihm schenken kann; man versucht einfach, ihm das zu geben, dessen er bedarf. Doch den von ihren Bedürfnissen vollständig entfremdeten Menschen fehlt es kaum an dem Tand, der eigens für den Wegwurf des Schenkens produziert und mit psychologischer Perfidie angepriesen wird. Deshalb gerät die Suche nach den Geschenken zu einer stressvollen Angelegenheit, und die Innenstädte bekommen in den letzten Tagen vor dem großen »Fest« den Charakter eines nur notdürftig zivilisierten Schlachtfeldes. Wer noch etwas fühlt und deshalb verletzlich ist, der meidet diesen unheiligen Konsumkrieg so gut er nur kann, indem er die innerstädtischen Ballungen von rot-grün-gülden im Blinke- und Glitzerlicht geschmückten Kaufgruften umgeht.

In den Tagen vor dem Fest stellen sich die gleichen Menschen, die jeder lebenden Natur eher feind sind, abgehackte grüne Bäume in die Wohnquader, behängen diese mit glänzenden Kugeln, Schokokram, Aluminiumstreifen und elektrischen Kerzenimitaten und belegen auf diese Weise, wie sehr sie wirklich die Natur und das Leben verachten. Um die mit diesem Hilfsmittel errichtete Kulissen versammeln sie sich familienweis, um sich gegenseitig mit ihren Geschenken zu enttäuschen und dafür gegenseitig Dankbarkeit zu heucheln. Die dünne Schicht der aufgesetzten Gemütlichkeit fällt schnell von den Menschen ab, und häufig endet der kalte Unfug mit einem intensiv geführten Familienkrach im flimmerblauen Flackerschein des miesesten Fernsehprogrammes im Jahreslauf. Am Ende sind sehr viele Menschen froh darüber, dass sie ihre Familie nur einmal im Jahr um sich haben.

Schon während des Festes wirft der tote Baum seine Nadeln ab und zeigt damit auch, wie tot das Fest ist. Einige Tage nach dem Fest stehen überall Haufen von toten Bäumen, die zu Müll geworden sind.

Die dunkle Weihnachtszeit ist wie keine andere Zeit dafür geeignet, den Willen zum Selbstmord zur Tat reifen zu lassen.

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Carluv: 2,18 Promille und eine peinliche Verwechslung
12/20/2008 09:14 PM

So doof, dass Auslachen zur Pflicht wird:

20euroEin betrunkener Autofahrer schlief auf dem Standstreifen der Autobahn 7 bei Hildesheim seinen Rausch aus. Zwei Beamten der Autobahnpolizei, die ihn am frühen Samstagmorgen schließlich mit einiger Mühe wecken konnten, präsentierte er einen 20-Euro-Schein und behauptete steif und fest, es handele sich um seinen Führerschein.

via 2,18 Promille: Autofahrer verwechselt Geld- mit Führerschein | RP ONLINE.

Posted in Alkohol, Nachrichten Tagged: Alkohol, Banknote, Führerschein
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Carluv: Volkszornsport Schuhwurf
12/20/2008 09:14 PM

Hitverdächtig, wenn auch nicht politisch korrekt:

via Flashgame: Schuhe werfen – jetzt auch auf deutsche Politiker | Spreeblick

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Posted in Abgebloggt, Spiele, Sport
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Tammox: Religionsfrieden
12/20/2008 09:10 PM
Menschenrechte? Wozu denn das? Das fragen sich auch zum 60sten Jahrestag der Unterzeichnung der allgemeinen Menschrechtscharta nicht wenige Staaten.

Da ist zunächst einmal die Sache mit den Frauen - so ein paar linke Multikulti-Fanatiker finden doch tatsächlich, daß Frauen nicht den Männern untergeordnet wären oder womöglich gar selbst entscheiden dürften, wen sie heiraten.
Das geht natürlich zu weit.
Insofern weichen schon mal 45 Unterzeichner der Kairoer Erklärung der Menschenrechte von 1990 inhaltlich erheblich von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ab.
Außerdem gibt es in Israel zum Beispiel kein gleiches Scheidungsrecht für Frauen und Männer - auch dort hat der Mann das sagen.
Naja, und vom Vatikan wollen wir erst gar nicht reden - bis da mal eine Frau was zu sagen hat, können wir sicher noch lange warten.

Die Mehrheit der Staaten des Planten befindet sich darüber hinaus im Konsens darüber, daß dieser Sarkozy nun endgültig durchgeknallt ist:
Nur, weil in 80 Staaten auf der Erde hart Homosexualität bestraft wird - in 9 davon mit dem Tod, setzt sich nun die französische EU-Ratspräsidentschaft bei der UNO dafür ein, daß die Menschenrechtscharta diesbezüglich ergänzt wird.
Geht's noch?
Es gibt doch ganz praktikable Regelungen derzeit:
In Jamaika drohen zehn Jahre Haft, Chile verhängt bei bestimmten homosexuellen Praktiken Gefängnisstrafen, in Uganda laufen Homosexuelle Gefahr, lebenslang eingesperrt zu werden. In Iran wird man dafür gehängt, in Saudi-Arabien geköpft, und auch im Sudan, Mauretanien und im Jemen hingerichtet. In Bhutan kommen Schwule meist mit Geldstrafen davon, in Katar werden sie ausgepeitscht. Singapur bestraft zwar schwule Männer, nicht aber lesbische Frauen, in Tobago kann Homosexuellen die Einreise verweigert werden.
Und nun das - vorgestern unterzeichneten 66 Staaten in New York das Dokument "Erklärung über Menschenrechte, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität", angelehnt an die YOGYAKARTA-Prinzipien, welches die Kriminalisierung und Todesstrafe für gleichgeschlechtliche Liebe ablehnt.
66 von 192 anwesenden Staaten.
Da ist keine Mehrheit, nirgends.
Interessant ist es sich die Koalition der Staaten anzusehen, die Seit an Seit die Unterzeichnung dieses Dokuments verweigern:
Bushs Amerika, Putins Russland, die arabischen Staaten und die ganze Bande angeführt vom Vatikan.
War ja klar.
Da hat man mal eine schön große Schnittmenge - im bigotten Moralisieren und Verdammen ist man sich einig.
Wortführer ist der Vertreter des Vatikans bei der UN, Erzbischof Celestino Migliore, dem es beinahe aus den Gucci-Slippern warf, als er das Dokument sah.
Nein, sowas kann der Vatikan nicht unterzeichnen:
„Hier gibt es jetzt eine Erklärung, die politischen Wert hat und von einer Reihe Staaten unterzeichnet ist. Sie fordert die Staaten und die internationalen Organisationen, die Menschenrechte umsetzen und kontrollieren, dazu auf, neue Kategorien hinzuzufügen, die vor Diskriminierung zu schützen sind. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, dass sie im Fall von Adoptionen neue und furchtbare Diskriminierungen schaffen." Hinter dieser Bemerkung steht das kirchliche Nein zur Adoption von Kindern durch zwei Partner des gleichen Geschlechts. Und weiter sagt Migliore: „Die Staaten, die die Union zwischen Personen des gleichen Geschlechts nicht als Ehe anerkennen, werden an den Pranger und unter Druck gestellt werden."
(Radio Vatikan)

Wie empörend!
Da würde also der Vatikan unter Druck gestellt! Dabei ist doch allgemein bekannt, daß es im Vatikanstaat ohnehin keine Schwulen gibt.
Nein, das lassen sich Ratzingers Mannen in den langen bunten Kleidern nicht vorschreiben und stehen zusammen mit Saudi-Arabien, dem Iran und dem Jemen dagegen.

Dazu passt inhaltlich sehr schön ein Zitat des Kreuznet-Foren-Obermuftis Elijahu von gestern:

Ich glaube eher bald wird die Polizei wieder bei euch Homos vor der Tür stehen und für Recht und Ordnung sorgen.
In der deutschen Gesellschaft brodelt es, die Menschen haben die Schnauze voll von der versifften Homo-Diktatur in Berlin.
Dann werden vielleicht wieder ordentliche Verhältnisse einkehren in diesem meinem Vaterland. Statt Homopropaganda in den Schulen könnten wir dann besonders unbussfertige Homos an Polizeiautos binden und durch die Strassen vor die nächste Schule schleifen, als abschreckendes Beispiel für die Jugend.

Zwischenfrage: Aha, mit den katholischen, verkappten Homosexuellen Pristern und Bishöfen wird dann aber angefangen! Danach siehts dann für das weiterleben dieser Forderung schlecht aus.

Elijahu:
Bin ich vollstens mit einverstanden. Die könnten wir sogar vierteilen, nachdem wir sie ausgiebigst gefoltert und exkommunziert haben natürlich. Die Arme und Beine an vier Polizeiautos befestigen und dann mal ordentlich Gas geben. Der Vollzug einer Todesstrafe muss schon abschreckend sein, sonst hat sie nicht die erhoffte Wirkung. Giftspritzen wie in den USA? Das schreckt doch keine Sau mehr ab heutzutage.

Ja doch, bei Ratten und Schwulen wird er zum Nazi:

Elijahu, Freitag, 19. Dezember 2008 15:37:
Ich kann durchaus grausam sein wenn es erforderlich ist. Ich fühle mich dann immer wie ein Nazi, aber wenn es getan muss, dann muss es halt getan werden. Für Weicheier die in Elfenbeinturm-Phantasiewelten leben ist in dieser rauhen Welt nunmal kein Platz (hiervon nehme ich alle Frauen und Kinder ausdrücklich aus). Im Kindergarten war es mein Hobby, im Sommer mit einem guten Kinderfreund zusammen Fliegen zu fangen und sie dann an einer Pinwand aufzuspiesse. Das war ein Anblick sag ich ihnen. Als ich zehn Jahre alt war, war ich einmal bei meinen Grosseltern zu Besuch. Die hatten unter anderem einen Bauernhof mit Kühen und Kälbern. Als ich mir die Kälber anschaute, sah ich dass da eine dicke fette rote Ratte im Heu lag; die hatte gerade fast ein Dutzend Rattenbabies auf die Welt gebracht. Also hab ich mir einen Spaten genommen und die alle totgehauen. Mit zehn Jahren. Normalerweise bin ich allerdings eher friedliebend und nicht sehr gewalttätig. Aber bei den Homos ist es zu Ende mit meiner Geduld, die haben uns Christen die längste Zeit auf der Nase rumgetanzt. Das Mass ist voll. [Link] [Cache]
Schnauze voll von der BRD - Heute: Reinhold Würth
12/20/2008 08:48 PM
Gestern Patrick Harsch - heute Reinhold Würth. Und es werden weitere folgen. Bis die Staazis wieder Mauern bauen, um den Aderlaß an ausbeutungsunwilligen Leistungsträgern, die dem BRD-Kommunismus zu entfliehen versuchen, zu stoppen. Soviel steht fest: Die Freiheit war in Deutschland noch nie zu Hause und wird hierzulande auch niemals heimisch! Deswegen war es auch die längste Zeit seiner Geschichte Auswanderungsland.[Link] [Cache]
Bundeswehr: Erste Erfolge im Anti-Piraten-Kampf
12/20/2008 07:54 PM
Die Bundeswehr ist im Moment ja gerne mal in den Schlagzeilen. Einerseits will Sie am Horn von Afrika Piraten bekämpfen, andererseits besteht immer die Angst dass die Bundeswehr ihr Einsatzgebiet auch auf das Inland ausdehnt. Dass die Kombination aus beidem längst Realität ist, beweist das folgende Bilddokument.


Mehr Comics von mir gibt es auf blogbrother.de

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Carluv: Immer schön sachlich bleiben!
12/20/2008 07:14 PM

Weihnachten steht vor der Tür, und Sie wollen weg? Wie wäre es damit?

Camping in Niedersachen - Campingplatz Hunte-Camp

via openPR.de - Pressemitteilung - Campingplatz Hunte-Camp - Camping in Niedersachen - Campingplatz Hunte-Camp.

Posted in Nachrichten, Niedersachsen, Sprachintensivstation
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Radio Utopie: La scarpa
12/20/2008 06:51 PM

A Mosé (su di Lui la pace) che sul monte Oreb (oggi Jabal Musa) si avvicinava al cespuglio rovente, l'Altissimo disse:


„Non avvicinarti! Togliti i sandali dai piedi, perché il luogo sul quale tu stai è una terra santa!" (Esodo 3; 5). La tradizione musulmana di entrare a piedi scalzi nella moschea e di pregare a piedi scalzi su un tappetino pulito deriva da questo episodio.


La scarpa al piede ha quindi una funzione di protezione anche rispetto a sporcizia e lordume che è bene lasciare fuori dai locali dove viviamo e, a maggior ragione, dai luoghi sacri e di preghiera.


Mehr lesen [Link] [Cache]
/dev/radio 122: "Geschichte des CCC Ulm"
12/20/2008 06:43 PM

morgen beim /dev/radio ist das thema: “Geschichte des CCC Ulm”:

Wie war das alles so frueher,… Eventuell kommen auch noch einige Ueberraschungsgaeste!

ein ueberraschungsgast wird tim pritlove sein - das wird bereits von den haeuserdaechern gezwitschert.

die sendung findet von 13-15h auf freefm (freies radio in ulm) statt. wer wie ich, freefm nicht empfangen kann, hoert sich den stream an oder wartet aber bis die folge ins archiv gewandert ist.

alles weitere (podcast, chat, telefon, alte sendungen, …) findet man auf den seiten von /dev/radio

Tagged: /dev/radio, ccc, ccc ulm. geschichte, geschichte des ccc ulm, podcast
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anouphagos: Nomen est Schall und Rauch
12/20/2008 05:58 PM

Irgendwer hat angefangen, jemand hat’s fortgesetzt - und jetz komm ich. anouphagos kommt von gr. phagein (Φαγειν) - fressen, verschlingen, auch: vernichten; und was er da anmaßenderweise zu verschlingen trachtet, ist der a-nous, also die Verneinung, das Gegenteil des νοῦς, des menschlichen Geistes, der Vernunft.

Und wie es zu den “Seitenhieben” kam, kann ich gar nicht mehr so genau rekonstruieren; in jedem Falle sollte es darauf hindeuten, dass hier Meinung gemacht wird und es mir ein Anliegen ist, unbequeme Themen anzufassen. Der Leser mag urteilen (und urteilt zuweilen), ob mir dieses gelingt.

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Duckhome: Steini, Münte und Finanzjongleur - Drei (B)Engel für Angela
12/20/2008 05:54 PM
Wir sind ja nun schon so einiges gewohnt aus der Politik. Hatten schon Kanzlerkandidaten die vorzugsweise ihren Job im malorcanischen Schwimmpools machten, teure Villen ihr Eigen nennen, sich gegen das Rauchverbot in geschlossenen Räumen widersetzen, oder in ihrer Jugend vorm Bundestag randalierten. Das war auch alles noch einigermaßen zu ertragen. Doch jetzt wirds langsam eklig, aber auch sehr witzig. Gerade so also ob wir nicht schon genug zum lachen hätten.

Jetzt sollen ein Ungezieferspezialist der in Wirklichkeit die Viecher anlockt, anstatt auszuräuchern, ein weiterer Kerl der eher im geheimen die Fäden zieht und ein Typ der dem Glücksspiel unterlegen ist, als Hauptwahlkämpfer der SPD das Volk zu den Wahlurnen treiben. Tatsächlich wiegt man sich sicher, daß diese Herren die Kompetentesten in der Partei seien. Das ist doch zum auf der Erde rollen, nicht wahr?

Na, dann kann ja nichts mehr schief gehen mit 18% Wählerstimmen!


Die 3 von der Tankstelle:

Der Müntemarx

Damals hatte er RECHT, aber was ist heute?
Umweltschäden, Gewinnmaximierung, Steuergeschenke für Reiche, Abbau von Sozialstaatlichkeit, Zunehmende Armut: kein Konzept, keine Initiativen

Und was die Heuschrecken betrifft (http://www.focus.de/politik/deutschland/clement-austritt-muentefering-reaktion-im -wortlaut_aid_351008.html), Müntefering hatte sich als SPD-Vorsitzender gegen einen Ausschluss Wolfgang Clements ausgesprochen und Clements folgenden Rückritt bedauert:
"Ich nehme die Entscheidung von Wolfgang Clement, die er mir heute Morgen auf meinen Anruf hin noch einmal ausdrücklich und definitiv bestätigt hat, zur Kenntnis.
Diese Entscheidung schmälert nicht seine Verdienste in der Vergangenheit um eine zeitgemäße Politik im Sinne der sozialdemokratischen Idee.
Es ist schade, dass er nicht weiter in der Partei mitarbeiten will.


Der Unterzeichner:

Es tut uns leid, aber wir sahen uns nicht in der Position bei diesem Kasperletheater auch noch den eigentlich notwendigen ernst der Lage zu wahren.


Der Brückenspender:



Und auch hier wieder die altbewerte Vorgehensweise:
Umweltschäden, Gewinnmaximierung, Steuergeschenke für Reiche, Abbau von Sozialstaatlichkeit, Zunehmende Armut: kein Konzept, keine Initiativen


Aber Hauptsache ist ja, daß die 3 sich einig sind:


Frau Merkel wird das Trio gefallen und die Unionspolitik wirds nicht stören. Applause!

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Politik und Panorama: Evangelikale hetzen gegen 18jährige Schülerzeitungsredakteure
12/20/2008 05:13 PM

Zum Ende des letzten Jahrtausends wurde von philosophischer Seite aus das "Ende der Geschichte" deklariert.

Das westliche Gesellschaftsmodell hätte sich durchgesetzt und sei die absolut dominierende Blaupause der Entwicklung.

Neuere Entwicklungen lassen diese Voraussage als naiv erscheinen.

Neue Spaltungen und Auseinandersetzungen brechen sich Bahn. Eine davon ist das Wiedererstarken religiös oder weltanschaulich geprägter Fundamentalismen als universale Heilslehren.

Dies äußert sich täglich, etwa wenn Scientologen ihre Kritiker abmahnen oder über die Veröffentlichung persönlicher Daten unter Druck zu setzen versuchen und auf viele andere Weise.

Auch christliche Strömungen sind davon betroffen, sowohl von katholischer wie von evangelischer Seite. Speerspitze auf der Seite der Protestanten ist dabei der Zusammenschluss der Evangelikalen, von denen einige auch schon einmal den Mord an Ärzten die Abtreigungen durchführen für legitim erklären.

Unter dem Titel „ HEILIGER ZORN Evangelikale führen Kreuzzug gegen Schüler-Autoren“ wird momentan auf Spiegel-Online, das sich immer mehr in Richtung Gossenjournalismus bewegt, wo aber vereinzelt noch gute Bericht auftauchen, über Anfeindungen berichtet, denen sich zwei 18jährige Schülerzeitungsredakteure ausgesetzt sehen, die es gewagt hatten kritisch über ein evangelikales Happening mit dem Namen „ Christival“ zu schreiben.

Verschiedene Einzelevents dieser Veranstaltung, die im Frühjahr in Bremen stattgefunden haben, wurden auch von „etablierten“ Medien kritisch bewertet. So etwa das auch im Spiegelbericht erwähnte Seminar „ Homosexualität verstehen - Chance zur Veränderung“ bei dem Homosexualität als eine Art Krankheit dargestellt wurde, die mit den richtigen Mitteln „geheilt“ werden könnte und das erst nach deutlicher Kritik aus der Öffentlichkeit abgesagt wurde.

Auch die Veranstaltung mit dem Titel „Sex ist Gottes Idee - Abtreibung auch?“ wurde in anderen Medien kritisch beleuchtet.

Die Schülerzeitung „ Q-rage“ ist nun keine kleine nur lokal erhältliche Publikation, die am Theresiengymnasium Oberammergau herausgegeben wird, sondern ein deutschlandweit verfügbare Zeitung, mit der Schüler auch für politische Themen interessiert werden sollen. Daher hat man Kooperationspartner, wie z.B. die Bundeszentrale für politische Bildung.

Offenbar ist man auf Seiten der Evangelikalen wenig empfänglich für kritische Stimmen. Die beiden genannten Heranwachsenden sehen sich jedenfalls einer über das Internet betriebenen Hetze ausgesetzt, die so gar nicht mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung zu vereinbaren ist.

Das die Fotos der beiden und ihre Adresse in Internetforen bekanntgemacht werden, um eine Progromstimmung zu erzeugen und beide persönlich stigmatisiert werden, spricht Bände für die Fähigkeit von Fundamentalisten mit demokratsichen Gepflogenheiten umgehen zu können.

Insofern wird damit auch der Schluß gerechtfertigt, dass radikale fundamentalistische Christen, von denen es bei den Evangelikalen einige gibt, kaum besser sind als radikale fundamentalistische Islamisten oder radikale-fundamentalistische anderer Coleur.

Der Inhalt mag variieren, die Art der Auseinandersetzung und die Form in der man Kritikern den Part als gleichberechtigten Diskussionspartner abspricht, ist sehr ähnlich.

Was derartige Formen der persönlichen Herabsetzung mit sich bringen, konnte man erst vor kurzem bei dem Messerattentat auf den Passauer Polizeichef Mannichl beobachten. Auch bei ihm gab es eine ausgiebige Hetzjagd vorab im Internet, inklusive der Dokumentation seiner persönlichen Lebensverhältnisse.

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Politik und Panorama: Christian Klar ist frei
12/20/2008 05:13 PM

Christian Klar ist auf freiem Fuß. Klar wurde aufgrund seiner Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung "Rote Armee Fraktion" (RAF) und seiner Beteiligung an schweren Straftaten gegen das Eigentum und Leben anderer zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Lebenslang bedeutet in Deutschland fast in keinem Fall, dass der derart Verurteilte tatsächlich bis zum Tod in Haft bleibt. Bei einer derartigen Strafe ist in der Regel ein Haftaussetzung und Freilassung nach der Mindestverbüßungsdauer von 15 Jahren möglich, so z.B. wenn sich der Täter reuig zeigt und sich bei der Aufklärung der Straftat aktiv beteiligt hat.

Je nachdem, wie das Gericht die Schwere der Schuld einschätzt, ist nach gewissen Zeiten auch bei Häftlingen mit dem Urteil "lebenlänglich" die Haftentlassung anzuordnen (im Durchschnitt liegt dies bei 18 Jahren), wenn davon auszugehen ist, dass von dem Verurteilten zukünftig keine Straftaten mehr zu erwarten sind. Nur wenn von dem Verurteilten auch nach der Verbüssung der 25 Jahre nach objektiver Einschätzung der prüfenden Richter zukünftig schwere Straftaten zu erwarten sind, ist eine Haftverlängerung anzuordnen resp. eine Sicherheitsverwahrung notwendig.

Christian Klar war insgesamt fast 26 Jahre in Haft, insofern hat er seine Strafe abgesessen. Eine Strafe, wie sie in dieser Höhe auch für andere Mörder angeordnet und vollzogen wurde.

Dennoch schüren Bild und andere Boulevardmedien den Volkszorn, um gegenüber Christian Klar und anderen verurteilten RAF-Terroristen Sondervollzugsmaßnahmen durchzusetzen.

Zu den Grundsätzen eines Rechtsstaats gehört es, dass alle vor dem Gesetz gleich sind - insofern waren schon die Ermittlungen, die Gerichtsverfahren, die Unterbringung in einem eigens errichteten Sondergefängnis (Stuttgart Stammheim) kein Ausweis für den Rechtsstaat Deutschland. Eine weitere Verurteilung wäre ein Armutszeugnis. Es ist kaum vorstellbar, dass Klar wieder zur Waffe greift und Aktionen gegen das "Schweinesystem" durchführt.

Die Taten von Christian Klar und anderen der RAF sind durch nichts zu rechtfertigen, und es wäre wünschenswert, würden die RAF-Mitglieder die Größe zeigen, sich bei den Angehörigen zu entschuldigen und um Verzeihung zu bitten. Aber dieses Kapitel der deutschen Geschichte kann man nun hoffentlich beerdigen - was er und die anderen RAF-Täter bekommen haben ist kein Gnadenakt, sondern die normale Behandlung von Straftätern.

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Ein Zyniker schreibt...: Machtstreben der Fabelwesen
12/20/2008 04:37 PM
Die christlich Verklärten kämpfen aggressiv für mehr Einfluss und Macht in Deutschland. Das sollte man im Auge behalten.

Der SPIEGEL berichtete schon im Frühjahr von einem Plan, den Evangelikalen-Funktionär Steeb verfasst hatte. Darin geht es darum, "dass sich unsere Gesellschaft zur 'christlichen Leitkultur' stellt. Seine Anhänger sollen...

  • "in Parteien mitarbeiten und dort biblisch-ethische Wertmaßstäbe bewusst einbringen"
  • bereit sein "zur Übernahme öffentlicher Verantwortung in Haus, Schule, Betrieb, Bezirksbeirat, Stadtrat, als Schöffe"
  • "den Mund auftun im persönlichen Umkreis, im Unterricht, im Betrieb, bei Veranstaltungen, im Gespräch mit politisch Verantwortlichen"
  • "Leserbriefe schreiben

Bei Leuten die ein Fabelwesen anbeten muss man vorsichtig sein.[Link] [Cache]
Werbung gegen Realität, Teil 8: RWE
12/20/2008 04:08 PM

verschmutzung-_chimney_2Wer auf der Suche nach dreisten und schamlosen Reklamelügen ist, wird beim Klima-Lügendetektor regelmäßig fündig. Vor allem die besonders klimaschädlichen Industrien wie Energieversorger und Autobauer versuchen sich via Werbung nachträglich reinzuwaschen bzw. übles Geschäftsgebaren zu verschleiern.

Neuestes Beispiel: RWE. Am Werbeetat wird bei diesem Konzern traditionell nicht gespart, und so machte RWE unlängst mit einer Anzeige im Special der ZEIT zum 90. Geburtstag von Helmut Schmidt von sich reden, in der sie peinlich und platt von „Emissiönchen" schwadronierten – zu dumm, dass der International Herald Tribune just zuvor ein vernichtendes Urteil über den EU-Emissionshandel zog: „ Polluter’s Windfall: Carbon into gold". Ursprünglich sollten Luftverschmutzer wie die RWE Emissionsrechte ersteigern und so dazu angehalten werden, möglichst wenig CO2 auszustoßen. In der Praxis sieht diese hübsche Idee (die in Wirtschaftsbüchern auch als „Internalisierung externer Kosten" bezeichnet wird) leider nicht mehr so positiv aus, denn ein Großteil der Rechte werden den Konzernen geschenkt, wobei diese ihre Strompreise dennoch so berechnen, als müssten sie dafür zahlen. Dies darf man getrost als vom Bürger bezahlte Subvention an die Großindustrie bezeichnen.

Four years later, the carbon trading system has created a multibillion-euro windfall for some of the Continent’s biggest polluters, with little or no noticeable benefit to the environment so far.

After heavy lobbying by giant utilities and smokestack industries, which argued that their competitiveness could be impaired, the EU all but scrapped the idea of selling permits. It gave them out for free, in such quantities that the market came close to collapsing because of a glut.

But in line with the original strategy, utilities in countries from Spain to Britain to Poland still put a “market value” on their books for the permits and added some of that putative cost to the prices they charged industrial customers for electricity. And they did not stop there. In one particularly contentious case, regulators in Germany accused utilities of charging customers for far more permits than they were entitled to.

Nowhere was this behavior more evident than at RWE, a major German power company, which has acknowledged that it is the biggest carbon dioxide emitter in Europe. Bank analysts and environmental advocates estimate RWE had received a windfall of roughly €5 billion, or $6.5 billion at current exchange rates, in the first three years of the system, ending in 2007 - more than any other company in Europe.

Vor diesem Hintergrund sind Anzeigenkampagnen, wie RWE sie regelmäßig schaltet, sicherlich zynisch und erbärmlich zu nennen. Der Klima-Lügendetektor titelt dann auch süffisant „ Millionen Tönnchen Emissiönchen".

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Querschüsse: "Einfache Wahrheiten"
12/20/2008 04:00 PM
Die Ausweitung von Geld- und Kreditmengen, in einem Tempo höher als das BIP-Wachstum, haben in der Vergangenheit die Preise der Vermögenswerte nach oben getrieben.

Die Einkommen aus Erwerbstätigkeit haben diese Vermögenswertsteigerungen nie hergegeben.
Die Kluft zwischen den Schulden und den Einkommen vergrößerte sich, da die Schulden nicht mehr aus den Einkommen bedient werden konnten. Mit dem Platzen der Blasen bei den Vermögenswerten spitzt sich die Situation weiter zu. Denn während als Beispiel der Wert der auf Kredit gekauften Immobilie sinkt, bleiben die Schulden erhalten.

In den USA ist dieses Problem, wie auch in den anderen Immobilien-Bubble-Nationen deutlich zu sehen. Im 3. Quartal 2008 generierten die US-Hypothekennehmer zum zweiten Mal in Folge ein negatives MEW von gewaltigen -64,1 Mrd. Dollar!

Aus den in der Vergangenheit gestiegenen Preisen für Immobilien konnte eine Art Kapitalabschöpfung getätigt werden - Mortgage Equity Withdrawal (MEW). Der steigende Immobilienwert konnte mit einem zusätzlichen Hypothekendarlehen, Home Equity Loans beliehen werden, im Hoch wurden im 1. Quartal 2006 +223,6 Mrd. Dollar Netto aus dem MEW gezogen! Der Erlös floss meist komplett in den Konsum! Nun hat sich der Prozess dramatisch umgekehrt. Die zusätzlichen Hypotheken generieren nun ein negatives MEW.

Die gesamten Schulden der privaten Haushalte (Household Debt), bestehend aus Hypothekenkrediten und Konsumentenschulden, betrugen im 3. Quartal 2008 13,9212 Billionen Dollar. Die Einkommen (Bruttoeinkommen - Einkommenssteuer) der privaten Haushalte (Disposaple Personal Income) betrugen per Q3 aufs Gesamtjahr hochgerechnet 10,6833 Billionen Dollar. Die gesamten Einkommen aus Erwerbstätigkeit (vor Steuer), Compensation of Employees, betrugen 8,0827 Billionen Dollar.


> 1978 betrug die Verschuldung der privaten Haushalte im Verhältnis zur Gesamtsumme der Einkommen aus Erwerbstätigkeit vor Steuer (Compensation of Employees) 79%. Im 3. Quartal 2008 waren es 172,2%! <

Die Preise der Vermögenswerte wurden durch eine Kreditorgie angetrieben, aber es fehlte an dem soliden Fundament - Einkommen aus Erwerbstätigkeit um die Kredittürme zu bedienen!


> Die US-Gesamtverschuldung mit 51,796 Billionen Dollar in Q3 2008 explodierte im Verhältnis zu den gesamten verfügbaren Einkommen (Bruttoeinkommen – Einkommenssteuer) von 10,683 Billionen Dollar, das Verhältnis betrug im 3. Quartal fulminante 484,83%! Quelle Daten: Flow of Funds Accounts <

Das Verhältnis der Schulden der privaten Haushalte betrug in Q3 gewaltige 130,3% der gesamten verfügbaren Einkommen (Bruttoeinkommen – Einkommenssteuer)!

Zum 3. Quartal 2008 stieg die Gesamtverschuldung von Staat, privaten Haushalten, Unternehmen inkl. Finanzsektor in den USA um 1,914 Billionen Dollar zu Ende 2007, das BIP hingegen nur um 0,3893 Billionen Dollar!

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Gesamtverschuldung mit damals 27,142 Billionen Dollar (PDF Seite 55) bis heute auf 51,796 Billionen Dollar (PDF Seite 66) fast verdoppelt!

Gemäß den Daten der FED ist von Ende 2007 bis Q3 2008 die Verschuldung im Schnitt um 4,92 Dollar gestiegen um 1 Dollar Wachstum zu generieren! Im Durchschnitt wurden von 2000 bis Q3 2008 sogar 5,33 Dollar neue Schulden eingesetzt um 1 Dollar Wachstum zu generieren!

Ein angesichts dieser Daten wohl unstrittig unhaltbares US-Wirtschaftsmodell!

Was wir jetzt sehen, ist ein selbstzerstörerisches Ponzi scheme, welches abgewickelt wird, bis das Gleichgewicht zwischen Einkommen und Schulden wiederhergestellt ist.

Alle Maßnahmen der Notenbank und des Staates, um ein Ponzi scheme aufrechtzuerhalten, sind mathematisch auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt. Nur ein Zeitgewinn ist möglich!

PS: Bei diesen Daten handelt es sich um die offiziellen Zahlenwerke der US-Notenbank, die bei der Ermittlung des BIPs noch ein erhebliches Schönfärbungspotential beinhalten.


Quellen Daten: FED Flow of Funds Accounts 1995-2004 , FED Flow of Funds Accounts Q3 2008

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de[Link] [Cache]
Der Säzzer: Linked | 2 [Update]
12/20/2008 03:58 PM

Stern
Wie die Steuerfahndung in Hessen unter Roland Koch ↗ sabotiert wurde.

Ruhrbarone
Wie ein Minister und seine Untergebenen die ↗ Vergiftung der Umwelt zu ↗ vertuschen sucht und einen ↗ Kritiker mundtod machen will.

Financial Times Deutschland und Ruhrbarone
Wie ein sog. Leistungsträger vor dem ↗ Knast gerettet wird und ↗ davon kommt, wie die ermittelnde ↗ Staatsanwältin kaltgestellt wird und wie man die ↗ Großen laufen lässt.

Feynsinn
Über Sinn von ↗ Gegenöffentlichkeit und die ↗ »Störung der Amnesie«.

[Update 23.12.2008]

Zum Fall Lichtinghagen bei der Financial Times Deutschland: ↗ Widerliches aus Witten.

Posted in Gesellschaft und Politik, Linked
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Kritik und Kunst: Evangelikale in Deutschland
12/20/2008 03:57 PM

Nicht, dass einige durchgeknallte Evangelikale nicht mehr an sich halten können und ihre christliche Nächstenliebe ihre Aggressionen rauslassen, ist das Problem. Auch Ernst-Reinhard Becks Empörungsgelalle ist unerheblich.

Problematisch allein ist, dass Krüger sich allen Ernstes entschuldigt und distanziert hat.

Evangelikale Eiferer, bei denen unter dem Deckmantel der Judenmission (jews for Jesus oder so) gern auch mal die antisemitische Sau rausgelassen wird und deren Schwulenhaßß nun wirklich notorisch ist, haben damit zu leben, dass das Zeitalter, in dem sie mit Definitions- und und vor allem Sanktionsmacht ausgestattet waren, vorderhand vorbei ist. Und das ist gut so und richtig so. Im Übrigen möchte ich nicht wissen (d.h., ich möchte es natürlich genau wissen), wie massiv die Evangelikalen direkt oder indirekt vom Steuerzahler quersubventioniert werden.

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Duckhome: Ist "Israel" noch zu retten?
12/20/2008 03:54 PM
Dem aufmerksamen Leser wird die brutale Doppeldeutigkeit dieser Frage sicher nicht entgehen. Zum einen gibt es da einen „Staat Israel", der sich nach allgemein anerkannter Definition aus dem „Staatsgebiet" und dem „Staatsvolk" sowie der „Staatsregierung" mit ihrem „freiheitlich demokratischen" Handlungsinstrumentarium zusammensetzt … und obgleich auch bei dieser Definition die negativen Aspekte überwiegen, würde ich diesem Staat aufgrund aller in ihm lebenden Menschen nicht nur eine Existenzberechtigung zusprechen, sondern mir auch wünschen, dass er „gerettet" würde ...&

Auf der anderen Seite aber ist „Israel" seit seinem Bestehen auch der Inbegriff eines zionistisch indoktrinierten Staatsapparats, dessen einzige Daseinsberechtigung darin zu bestehen scheint, für die – leider ist es so – jüdisch-zionistisch geprägten Geld- und Machteliten überall auf der Welt die Propaganda zu generieren, welche (neben Hitler, der deutschen Kollektivschuld und dem Holocaust) sicherstellen sollte und konnte, dass die Machtexpansion dieser Herrscherkaste immer gewaltigere Formen annehmen konnte. Darunter hatten und haben aber beileibe nicht nur die bedauernswerten, von der ach so „zivilisierten und friedliebenden" Weltöffentlichkeit vergessenen und verratenen Palästinenser in Gaza und anderen besetzten Gebieten zu leiden – nein, auch das „gemeine Volk" in diesem Pseudostaat Israel und in letzter Konsequenz alle überzuordnenden und erhaltenswerten menschlichen Ideale wie Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Natur wurden und werden von dem Treiben der „gläubigen Vasallen" der Eliten mit Füßen getreten!

Wie schon mehrfach von mir betont, soll damit das Treiben der Gegenseite … hiermit meine ich jetzt mal alle „islamistischen Hassprediger" und sonstigen Blender – von denen wir wissen sollten, dass nicht wenige von ihnen entweder mit „billigender Duldung" oder auch im Auftrag westlicher Geheimdienste (Strategie der Spannung als Rechtfertigungsgrundlage für „dies und das") „unterwegs waren und sind" (Zweiflern sei hier einfach mal bspw. das Buch von Jürgen Elsässer Terrorziel Europa als einführende Anschauungslektüre empfohlen).

Ich verabscheue jede Art von Gewalt – ganz besonders jene Form, die wahllos gegen Unbeteiligte oder Unschuldige verübt wird. Das schließt auch Terroranschläge (so sie denn von den angeblichen Tätern begangen wurden … wenn dem nicht so ist, sind diese Verbrechen allerdings noch verdammenswerter!) … und im besonderen Maße Selbstmordattentate aller Art ein.

Doch wenn man den Themenkomplex „Naher Osten" und hier vor allem jenen des Krieges zwischen Israel und den Palästinensern von der ideologischen und/oder orthodoxen oder fundamentalistischen religiösen Propaganda zu beiden Seiten losgelöst betrachtet, muss man als „noch selbständig denkendes" Individuum schon erkennen, dass es hier ein klares „Ursache-Wirkung-Schema" gibt, welches Israel eben nicht als bedroht und verfolgt erscheinen lassen kann.

Zwischen- und Querverweis …

Deshalb ist es wohl wieder mal an der Zeit, auf einen Artikel von Reinhard Lütkemeyer hinzuweisen, der über sein Weblog scusi! in den letzten Tagen wieder fleißig Lesenswertes verbreitet hat. Unter dem Titel Genozid in Gaza zeichnet er ein grausam eindeutiges und – meiner Ansicht nach – faktisch absolut korrektes Bild von dem, was dort seit Jahrzehnten betrieben wird und jetzt immer unübersehbarer zum wahnsinnigen Ultimo getrieben werden soll.

Hierzu passt auch - leider - http://urs1798.wordpress.com/2008/12/16/ausgequetscht/

Hier ist in der Tat eine Kollektivschuld zu konstatieren, allerdings nicht direkt eine der Völker, wenn man mal davon absieht, dass diese sich nicht dagegen wehren, dass ihnen nur ein Trugbild von Demokratie vorgegaukelt wird und die von ihnen in „Amt, Würden und Verantwortung" gewählten Damen und Herren gar nicht willens sind, ihre Interessen und/oder Mehrheitsmeinungen zu vertreten. Täten sie dies, dann würden die meisten Kriege, an denen die Bundeswehr beteiligt ist, weil sich in gewissen Kreisen nach der „historischen Zusammenführung von DDR und BRD zur BRdvD" (bitte entschuldigen Sie, aber „Wiedervereinigung" kann ich so etwas nicht nennen – und zwar nicht nur aufgrund der völkerrechtswidrigen und das deutsche Volk verratenden und verkaufenden Vorgehensweise unserer ferngesteuerten, zugleich aber extrem machtgierigen politischen Klasse!) imperialistische Weltmachtallüren breitgemacht haben … und mit einiger Sicherheit wären auch jene Zahlungen, von denen u. a. der „viel gehasste" und geschmähte Nachfahre von Holocaustopfern und Autor Finkelstein behauptet, dass sie selten bei den wahren Opfern und/oder deren Nachkommen angekommen sind, sondern in den dunklen Kanälen der mächtigen globalen jüdischen Organisationen versickerten, von wo aus sie fraglos auch in die Aufrüstung des Staates Israel geflossen sein dürften.

Zwar in völlig anderer Hinsicht als die unten zitierte „Weltpolitikerin" (von spöttischen Zeitgenoss/innen auch „Außenkanzlerin" genannt), aber nicht minder überzeugt, würde ich deshalb definitiv behaupten, dass wir eine besondere Verpflichtung gegenüber den Menschen im Nahen Osten haben … und dass uns (nicht nur, aber vor allem die Deutschen) diese zwingend dazu verpflichten sollte, die menschenverachtende Kriegs- und Okkupationspolitik der israelischen = jüdisch-zionistischen Elite gegen alle Menschen der Region, ungeachtet ihrer kulturellen und religiösen Wurzeln mit aller gebotenen Entschiedenheit zu verurteilen und ihre Beendigung einzufordern.

Was bspw. unsere ver(k)ehrte (????) Frau Bundeskanzlerin dazu zu bemerken hat(te), kann der sadomasochistisch veranlagte Leser z. B. hier … oder in den Medienberichten bezüglich ihrer Israelreise im März dieses Jahres nachlesen

Beispiele: süddeutsche.de vom 18.03.08 behandelt dies unter dem Titel „Das neue Israel" … stern.de titelte am 18.03.08 „Tun sie was, Frau Merkel", womit die natürlich wieder auf die „Verantwortung der Vergangenheit" gestützten Forderungen der „Knesset" gemeint sind … in Welt-online wird Merkel am 19.03.08 mit einer Beistandsgarantie für Israel im Falle einer Bedrohung zitiert … zeit.de beschreibt am 17.03.08 die Erwartungen Israels gegenüber Merkel – natürlich steht die „Iran-Situation" mitsamt der von dieser ausgehenden „nuklearen Bedrohung" für das nur so vor Atomwaffen starrende Israel im Mittelpunkt … und faz.net berichtet am 19.03.08 von einer "neuen Herzlichkeit" und erklärt der staunenden (?) Leserschar, dass Merkel in Israel (meinen die nun das Land oder die Knesset und die „politisch-militärische Elite"?) besonders beliebt sei … nun ja, womit diese „Beliebtheit" verdient ~ erkauft wurde und wird, dürfte hinlänglich bekannt sein.

Nun, das sollte als Übersicht an Beispielen dafür genügen, dass auch unsere Regierung(en) – und mit diesen wir selbst, da wir sie gewählt und nicht mit allen demokratischen Mitteln (die uns sehr wohl gegeben wären, wenn wir uns als Einheit und Volk darum bemühen würden) an ihrem Treiben gehindert haben – einen Teil der Schuld tragen, die in der Unterdrückung, Unterversorgung mit allem, was zum Leben unabdingbar nötig ist, und in letzter Konsequenz mit der an Völkermord grenzenden Politik Israels besteht. Und diese Politik wird von allen Parteien des deutschen Bundestages nicht nur geduldet, sondern seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor vierzig Jahren (dem versierten Leser meines Blogs wird die „zufällige zeitliche Übereinstimmung mit dem dokumentierten Beginn der „Industrialisierung des Holocausts" zu Lasten des wahren Andenkens der Opfer nicht entgehen) aktiv unterstützt.

Man muss den Holocaust … also die tatsächlich an Juden und anderen ethnischen oder sonstigen gesellschaftlichen Randgruppen (Hartz-IV-Propaganda, ick hör dir trapsen!?) verübten Verbrechen des Dritten Reichs nicht leugnen oder auch nur in Zweifel ziehen, um trotzdem zu erkennen, dass Israel zumindest vergleichbare Verbrechen an den Palästinensern verübt. Das geht ganz gewiss nicht generell gegen die in Israel lebenden Juden, von denen meines Wissens ein stetig wachsender Teil die Besatzungs- und Gewaltpolitik ihrer Regierung klar ablehnen. Es ging immer und geht so lange wie dieses Unrecht andauert auch immer wieder nur um die Fakten, mit denen ich diesen Artikel eingeleitet habe … und wenigstens die sollte jeder eigenständig denkende und objektiv mit dem Thema umgehende Mensch akzeptieren und bestätigen können.

Abschließende Erinnerung

Nicht vergessen sollten und dürfen wir, dass dieser „Nahost-Konflikt", der durch die Propaganda hinsichtlich der angeblich bereits bestehenden „atomaren Bedrohung Israels durch den Iran" in seine finale Phase getrieben werden soll, nur ein Teil eines viel größeren, in verschiedenen Krisenherden entbrannten Krieges ist … mehr schreibe ich nicht mehr dazu, da ich alles schon geschrieben … bspw. hier, hier oder auch hier … sowie in diversen anderen Zusammenhängen dargestellt habe.

Für dieselbe Wahrheit … in Punkto Israel und 3. Weltkrieg sowie die bundesdeutsche Verantwortung in beiden Bereichen … stehen auch andere Artikel der bereits bekannten, da gern und oft verlinkten Seiten … einige Beispiele:

ad sinistram - Piraten … Roberto J. De Lapuente mit der immer wieder passenden Begriffsdeutung einer „elitären Definitionshoheit", die so ziemlich alle Vorgänge auf dem Parket globaler Machtherrlichkeit entlarvt.

Duckhome - Europas Polyarchie … He-Ka-Te zitiert die Quelle Germain Foreign Policy (Link verweist auf die englische Artikelversion) … topaktuell, nicht erst seit Reinhold Lütkemeyers Verweis darauf, dass auch die europäische Politelite fest in der Hand derselben Kräfte ist …

Duckhome - "Piratenjagd" als Türöffner für Bundeswehr im Inneren… mit Verweis auf die Quelle Hintergrund zeigt morbus kitahara auf, was spätestens seit der Annahme des Ergebnisses des „Vermittlungsausschusses zum BKA-Gesetz" offensichtlich wird. Auch das gehört zweifelsfrei zum Themenkomplex, den der Titel dieses Artikels absteckt.

Mein Parteibuch - Immer noch keine Sanktionen gegen Israel? … kurz, knapp und treffend auf den Punkt gebrachte Frage mit eingebauter überzeugender Begründung.

Politprofiler - Wir haben es nicht gewusst … verschiedene Aspekte des globalen militärisch-industriellen Komplexes, der sich zu Recht auf die Zusammenhänge zwischen „der Piratenjagd" vor Somalia und den Kriegsvorbereitungen gegen Iran … usw. … bezieht, nebenbei aber auch die „ökonomische Doppelmoral" (nicht nur) der USA hervorhebt.

principiis obsta - Völkermord … Veröffentlichung eines Artikels von Michel Warschawski, in dem sich ein (fraglos „umstrittener") israelischer Bürger offen und klar für Sanktionen gegen die israelische Führung ausspricht. Interessant ist sicher, dass M. Warschawski als Sohn eines Oberrabbiners 1949 in Strasbourg geboren wurde und laut Wikipedia 1965 nach Jerusalem ging, um den Talmud zu studieren … dann aber unter schlechten (kommunistischen) Einfluss geriet, lieber Philosophie studierte und 1984 das AIC (Alternative Information Center) gründete … (bitte auch dort weiterlesen)

principiis obsta - Kein Milchpulver für Gaza … Veröffentlich eines Artikels von Rüdiger Göbel à Friedensratschlag

Radio Utopie (nur eine aktuelle Auswahl aus zahlreich verfügbaren Artikeln):

Daniel Neun - Die Busch-Regierung … kein Schreibfehler – wörtlich gemeint und auch so zu verstehen!

Daniel Neun - Parlamentskammern beschließen BKA-Gesetz und Kriegseinsatz in Afrika … Patriot Act, deutsche Variante … spät, aber – wie immer – gründlich (daneben)

Daniel Neun - Somalia-Beschluss: Bundeswehr soll in Djibouti und Jemen kämpfen können … ohne Kommentar

petrapez - In Afghanistan kommt jetzt der "richtige Krieg" unter Beteiligung Deutschlands … ohne Kommentar

Saarbreaker - Deutschlands Waffenexporte steigen und steigen … „leider nur" die aktuelle Situation, die „Geschenkexporte" an Israel man genauer aufzulisten (hat sicherlich irgendjemand schon gemacht, ich weiß es nur nicht), wäre im hiesigen Zusammenhang sicher auch recht aufschlussreich.

Schall und Rauch - Der große Plan: was sie mit uns vorhaben … Freeman schnappt eine „alte Verschwörungstheorie" auf und verbreitet sie … das Dumme daran ist nur der niedrige Gehalt an Verschwörung und Theorie.

Gut, das sollte als Lesestoff fürs Wochenende erst einmal genügen und vielleicht trifft man sich ja irgendwann einmal, um dieses Thema und andere ernste Probleme unserer Weltgemeinschaft der Menschen ohne ideologische, kulturelle und/oder religiöse Barrieren zu diskutieren?

Der Artikel als PDF … ist-israel-noch-zu-retten
~ Die angesprochenen Links sind (auch) hier zu finden ... Aktuell "Moltaweto" ~

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Mordor & Company: Den Haag ermittelt gegen Olmert
12/20/2008 03:35 PM

Neues Deutschland, Samstag, 20. Dezember 2008,
Schwerpunkt Seite 2

Den Haag ermittelt gegen Olmert

Vorwurf: Verletzungen des Völkerrechts

Von Jürgen Cain Külbel

Seit Anfang November leben 1,5 Millionen Palästinenser im Gaza-Streifen am Rande der humanitären Katastrophe. Israels Regierung verweigert die Einfuhr von lebensnotwendigen Nahrungsmitteln, Medizin und Brennstoffen. Nachdem in den letzten Tagen UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der Präsident der UN-Generalversammlung Miguel d'Escoto Brockmann und die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navanethem Pillay auf die repressive Politik Israels aufmerksam gemacht haben, befasst sich nun auch der Internationale Strafgerichtshof IStGH in Den Haag mit den Vorgängen.

Libanons Staranwältin May El Khansa, Vorsitzende der in Washington registrierten Internationalen Koalition gegen Straffreiheit ICAI , erstattete am 10. Dezember gemeinsam mit dem US-amerikanischen Menschrechtsanwalt Franklin Pierce Lamb sowie drei spanischen Juristen in Den Haag Anzeige gegen den Staat Israel und verantwortliche Politiker. Und zwar wegen „ungeheuerlicher Verletzungen des Völkerrechts und des Statuts von Rom" infolge der kriminellen und anhaltenden Blockade des Gaza-Streifens. El Khansa teilte ND mit, dass die Den Haager „Ankläger nunmehr unter dem Aktenzeichen OTP-CR-4425/08" gegen Premierminister Ehud Olmert, Verteidigungsminister Ehud Barak, seinen Stellvertreter Matan Vilnai, den Minister für öffentliche Sicherheit Avraham Dichter und den Generalsstabschef Gabi Ashkenazi ermitteln. Das Büro des Anklägers „dankte uns, dass wir gekommen waren und den Fall vor Gericht bringen. Sie werden ihn studieren und entscheiden, ob die Haftbefehle, die wir beantragt haben, ausgestellt werden", so El Khansa, die 2007 schon mal Drittplazierte im Wettbewerb „Libanons Powerfrauen" war... [mehr]

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Glasdemokratie: Glasdemokratie in eigener Sache
12/20/2008 03:12 PM

So ab heute ist der Blog wieder unter einer eigenen Domain www.glasdemokratie.to zu erreichen. Somit sind auch alle alten Blogeinträge nach Änderung des Domainnamens wieder zu erreichen. Wir möchten alle befreundeten Blogs und Internetseiten bitten, die geänderte Domain in ihre Blogrolls, Links oder auch Aggregatoren zu ändern. Auch der Newsticker und auch das Tickerarchiv sind unter der neuen Domain wieder zu erreichen.
Dieser Blog auf WordPress bleibt jetzt erstmal so stehen, alle neuen Beiträge erscheinen ab sofort wieder auf der neuen Domain.
Glasdemokratie wünscht allen Besuchern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2009.

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Nie vergessen: Wenn Präsidenten lügen
12/20/2008 03:06 PM

Wenn Präsidenten lügen

Daniel Ellsberg und die Pentagon Papers


Daniel Ellsberg, brillanter Polit-Denker und Harvard-Absolvent, hat die Hölle erlebt: Vietnam, das amerikanische Trauma. Während des Vietnam-Krieges war er Berater im Pentagon und für das US-Außenministerium in Vietnam. Nun - in wiederum kriegerischen Zeiten - hat er seine Memoiren veröffentlicht, Innenansichten eines unnötigen Krieges.






Die Erfahrungen, die er damals gemacht habe, seien nicht wirklich am Verschwinden, wir durchlebten sie gerade wieder: "Sie führen uns zurück ins Jahr 1964, als ich zum ersten Mal für das Pentagon arbeitete", meint Ellsbert. "Wir erleben gerade wieder eine Tonking-Golf-Resolution, eine Art Tonking-Golf 2, die einem Einzigen, dem Präsidenten, Macht über Krieg und Frieden überträgt - auf eine Art, die ganz klar der Verfassung widerspricht und geradezu das Gegenteil dessen ist, was der Rahmen unserer Verfassung beabsichtigte. Unser gewählter König führt uns in einen unnötigen und sehr gefährlichen Krieg, genau wie es Lyndon Johnson 1964 getan hat."

Die Tonking Golf-Resolution führte die USA in den offiziellen Krieg gegen Nordvietnam. Exakt dieser Tag, der 4. August 1964, war Daniel Ellsbergs erster Arbeitstag im Stab von John McNaughton, dem engsten Berater von Verteidigungsminister Robert MacNamara. Ellsberg wird Zeuge einer Polit-Inszenierung, die Amerika in den Abgrund stürzen wird. Ein angeblicher Torpedo-Angriff gegen einen US-Zerstörer im Golf von Tonking soll Amerikas Kriegserklärung rechtfertigen. Der Kongress ermächtigt Präsident Lyndon B. Johnson zum Krieg - als Antwort auf eine nordvietnamesische Provokation, so die offizielle Lesart.




Die Eskalation war vorgezeichnet


Lyndon Johnson


Foto Ellsberg sagt, er habe gewusst, dass jedes einzelne dieser Statements falsch gewesen sei: "Ich war noch nicht sicher, dass es keine Attacke gegeben hatte, das wurde ich mir erst in der Folge klar. Aber in dieser bestimmten Nacht wusste ich natürlich, dass der Beweis mehr als zweifelhaft war. Ich war skeptisch, ob es überhaupt eine Attacke gegeben hatte. Und falls es eine gegeben hätte, wäre sie nicht unprovoziert gewesen. Wir hatten bewusst provokante Aktionen unternommen und beabsichtigten, den Krieg auszuweiten, im Gegensatz zu dem, was der Präsident äußerte." Die Eskalation in Vietnam, so Ellsberg, sei vorgezeichnet gewesen. Ohne direkte Bedrohung der eigenen Existenz entwickelte sich die Spirale eines Krieges, der nie zu gewinnen war. Eine Administration ließ eskalieren, verfangen in politischen Ambitionen, Eitelkeiten, Machtspielen - unfähig zur klaren Analyse.

Das Überraschende daran sei, so Ellsberg, dass Lyndon Johnsons Aussichten, 1969 wiedergewählt zu werden, viel besser gewesen wären, wenn er nicht 500.000 Soldaten nach Vietnam geschickt hätte. Warum er es dennoch getan hat? Ellsberg vermutet, der Präsident habe nicht als schwach und unmännlich erscheinen wollen: "Genauso wie gerade jetzt viele Leute im Senat und sonst wo auf der Welt einen auch aus ihrer Sicht völlig unnötigen, zum Scheitern verurteilten Krieg unterstützen, nur aus Angst, der Schwachheit bezichtigt zu werden."




Ungehorsam und Verrat


Ellsberg übergab geheime Papiere der New York Times


Foto Vietnam und Irak. Zwei Konflikte, in denen die USA unmittelbar nie bedroht waren. Kriege weit weg, am anderen Ende der Welt. Blutige Phantom-Kriege, verwaltet von Administrationen, die zur Geheimhaltung verpflichtet, Truppenbewegungen verwalten. Im fernen Washington sieht der Krieg anders aus. Ellsberg machte sich in Vietnam vor Ort kundig und erkannte, dass die amerikanischen Anstrengungen hoffnungslos waren: "Wir befanden uns in einer hoffnungslosen weiträumigen Patt-Situation auf unbestimmte Zeit. Und wir töteten Menschen ohne Ende. Das musste aufhören. Die meisten Amerikaner, die in Vietnam waren, waren sich dessen bewusst. Die nächste Frage war nur: Was machen wir jetzt? Und wie andere auch, die Zugang hatten auf höchster Ebene zum Verteidigungsministerium und zum weißen Haus, versuchte ich über einige Jahre hinweg von innen die Politik zu beeinflussen."

Ellsberg erarbeitete im Auftrag des Pentagon eine Studie: Die Geschichte des amerikanischen Engagements in Vietnam seit den 50er Jahren. 8000 Seiten Geheimdokumente, Beweise für einer falschen Politik voller Desinformation, politischer Sprengstoff. Er sprach mit Senatoren, mit Präsidentschaftskandidaten, mit Henry Kissinger - doch der Krieg ging weiter. Schließlich kopierte Ellsberg heimlich die Pentagon Papiere und übergab sie der New York Times - ein Akt von Ungehorsam, von Verrat. Das politische Washington war geschockt. Geheime Dokumente der Regierungen von Kennedy bis Nixon entlarvten die Arroganz der Macht, die Irrationalität politischer Entscheidungen in Zeiten des Krieges. "Die Vorstellung, dass Präsidenten lügen, und zwar viel mehr lügen als sich jemand von außen einfach vorstellen konnte, beeindruckte die Leute", so Ellsberg. "Man wusste natürlich irgendwie, dass Politiker manchmal lügen, dass sie betrügen und verführen und uns irreleiten, aber die Papiere bewiesen, wie sehr und wie unaufhörlich."




Wiederholt sich Geschichte?


Ellsberg sollte angeklagt werden


Foto Ellsberg wird angeklagt, die Veröffentlichung der Pentagon Papiere zunächst gestoppt. Doch der Oberste Gerichtshof erlaubt die Fortsetzung. Nixon will Ellsberg zum Schweigen bringen. Lange vor Watergate lässt er bei Ellsbergs Therapeuten einbrechen, um diskreditierendes Material zu finden, aber ohne Erfolg. Der zuständige Richter informiert Ellsberg, dass die Anklage gegen ihn eine Verurteilung für zehn Jahre umfasse. Ein billiger Preis, wie er schon damals fand, um zur Beendigung diese Krieges beizutragen. Heute ist er zuversichtlich: "Ich bin sicher, dass das Pentagon heute und der CIA, von allem was ich höre, und das weiße Haus, na ja da bin ich mir nicht sicher, aber das Außenministerium, dass diese Häuser voller Menschen sind, die genauso wie ich damals glauben, dass wir gerade in einen sehr großen, sehr gefährlichen, sehr brutalen Krieg eintreten, in dem viele Menschen ungerechter und unnotwendiger Weise sterben werden. Ein Krieg, der die Gefahren für dieses Land erhöht als Resultat der Politik des Präsidenten."

Kann sich Geschichte wiederholen? Wenn ja, dann gibt es Hoffnung - auf die Veröffentlichung der geheimen Irak-Papiere der Administration von George Bush, dem gewählten König, in naher Zukunft.

Secrets: A Memoir of Vietnam and the Pentagon Papers
  • von Daniel Ellsberg
    Viking Books, 2002
    ISBN 0-670-03030-9
    ca. € 32,03


Quelle: 3sat.online

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Talkliner informieren: (INSIDER)
12/20/2008 02:47 PM
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Freeman: Vorsorgeplanung für Krisenbewältigung verabschiedet
12/20/2008 02:44 PM
Hier ein wichtige Nachricht für alle Schweizer. Verteidigungsminister und Bundesrat Samuel Schmid hat bei seiner Abschiedskonferenz eine Vorsorgeplanung für Krisenszenarien verabschiedet. Der Bundesrat will für die Bewältigung von Krisenlagen vorbereitet sein. Er hat deshalb mehrere Vorsorgeplanungen gutgeheissen, die der von Schmid geleitete dreiköpfige Sicherheitsausschuss der Landesregierung in Auftrag gegeben hatte.

Die Vorsorgeplanungen wurden vom Stab des bundesrätlichen Sicherheitsausschusses ausgearbeitet, dem neben Schmid, Aussenministerin Micheline Calmy-Rey und Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf angehören.

Bund, Kantone und Gemeinden hätten die Pflicht, unter ruhigen Voraussetzungen mögliche Schadensszenarien durchzudenken und in operativen Übungen "durchzuturnen", sagte der Verteidigungsminister. Es dürfe nicht sein, dass bei einem schlimmen Ereignis zuerst Kompetenzkonflikte zu bereinigen seien.

Es gehe nicht darum, "Bedrohungen heranzureden", sagte Schmid. Vielmehr müssten in Zusammenarbeit aller Staatsebenen mögliche Mitteleinsätze, Zuständigkeiten und die hoch wichtige Kommunikation in Krisenlagen vorsorglich geregelt werden.

Die fünf Szenarien sind:

- eine weltweite Grippe-Pandemie

- einen längeren Stromausfall

- den Abschuss eines Flugzeuges über bewohntem Gebiet

- ein Sprengstoffattentat auf eine ausländische Botschaft

- die Detonation einer radioaktiv verschmutzten Bombe

Weitere Dossiers werden folgen, in denen für jeden Fall das federführende Departement, die Verantwortlichkeiten vor Ort und die zu treffenden Sofortmassnahmen festgehalten werden.

Kommentar: Diese wichtige Meldung, die jedem Schweizer Bürger bekannt sein sollte, wurde von den Medien praktisch ignoriert, oder nur ganz versteckt erwähnt. In keiner Zeitung steht es auf der ersten Seite. Stattdessen zeigen die Medien nur die Verabschiedungsküsschen und die Blumenüberreichung, mit dem zurückgetreteten Bundesrat.

Es soll sich ja nicht nur der Staat auf solche Szenarien vorbereiten, sondern die Bürger müssen ja auch wissen, mit was die Regierung rechnet. Zum Beispiel, ein längerer Stromausfall ist ja eine ziemliche Katastrophe, denn ohne Strom läuft ja mal gar nichts. Ausserdem müssen ja die Bürger fragen können, warum rechnet der Bundesrat mit einem längerem Stromausfall? Wie soll das passieren? Es kann ja nur eine heimische Ursache sein. Die anderen Bedrohungen kommen ja eher aus dem Ausland. [Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Die üblichen Verdächtigen
12/20/2008 02:37 PM
Wieder mal so ein trauriger Versuch der Computerspielegegner ein wenig Medienpräsenz zu erzeugen. Langsam wird es peinlich und die üblichen Verdächtigen wirken eigentlich nur noch eins: Verzweifelt. So langsam scheint ihnen klar zu sein, dass eh keiner auf sie hört und deshalb setzen sie mit dem sogenannten "Kölner Aufruf gegen Computergewalt" auf volle Konfrontation. Bundeszentrale für politische Bildung böse, Wissenschaftler die nicht ihrer Meinung sind böse, Computerspieleindustrie ganz dolle böse. Das Computerspiele tatsächlich als Kulturgut gelten sollen macht die völlig fertig:

Sie wenden sich dagegen, dass der Bundestag Spiele zum Kulturgut erklärt und fordern alle Parteien auf, ihre Beschlussanträge, die Computerspiele zum Kulturgut erklären wollen, zurückzuziehen.

Eltern werden übrigens von jeglicher Aufsichtspflicht frei gesprochen...Schuld an jeglicher Verwahrlosung der eigenen Kinder sind einzig und allein die bösen bösen Computerspiele-Produzenten.[Link] [Cache]
SaarBreaker: Tschechien sagt Auslandseinsätze ihrer Streitkräfte ab
12/20/2008 01:42 PM

Das tschechische Parlament will sich offensichtlich nicht mehr an den Menschenrechtsverletzungen und Morden in Afghanistan, Irak und Kosovo beteiligen:

Das tschechische Parlament hat vorerst alle Auslandseinsätze der Streitkräfte des Landes gestoppt. Betroffen davon sind die Missionen in Afghanistan, im Irak und im Kosovo, für die die Abgeordneten die Mandatsverlängerungen verweigert haben.

Für die Regierung von Ministerpräsident Mirek Topolanek ist die Entscheidung eine bittere Niederlage. Er schäme sich, sagte der Regierungschef. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Generalleutnant Vlastimil Picek, sprach von einer “sehr ernsten Situation”. “Das ist ein sehr schlechtes Signal für unsere Partner”, erklärte er. (Quelle)


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EU-Vertrag: Massiver Druck auf Irland und Tschechien
12/20/2008 01:42 PM

Nach dem Irland und Tschechien sich klar gegen den Vertrag von Lissabon (EU-Vertrag) gestellt haben, versucht die Berliner Chunta mit Mafia-Methoden Irland und Tschechien zur Ratifizierung des EU-Vertrags zu bewegen:

BERLIN/DUBLIN/PRAG (Eigener Bericht)
Berlin verstärkt seinen Druck auf die Gegner des Vertrags von Lissabon. Pressionen aus der Bundesrepublik vermeldet der Vatikan: Demnach sollen sich die Bischöfe Irlands auf Verlangen deutscher Politiker öffentlich für ein “Ja” bei der Wiederholung des irischen Referendums aussprechen und damit ein erneutes Scheitern verhindern. Die Modalitäten sowie den Zeitpunkt für die Referendums-Doublette wird die Dubliner Regierung nach Absprache mit der deutschen Kanzlerin beim EU-Gipfel in dieser Woche bekanntgeben. Ergänzend startet Berlin eine Kampagne gegen den Staatspräsidenten der Tschechischen Republik, Václav Klaus. Seine ablehnende Haltung gefährdet die Ratifizierung des Vertragswerks. Es ist in der Tschechischen Republik erst gültig, wenn der Präsident das Dokument gebilligt hat. Václav Klaus sei “Spiritus Rektor der Anti-Europäer” und “nicht ungefährlich”, behauptet der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Europaparlament, der Deutsche Martin Schulz. Schulz kündigt an, auch der am 1. Januar beginnenden tschechischen EU-Ratspräsidentschaft “die Grenzen” aufzeigen zu wollen.

(Quelle: German-Foreign-Policy)

Die Berliner Chunta hat mit der Verabschiedung des BKA-Gesetzes und ihrer Zustimmung zum Kriegseinsatz glasklar gezeigt, welche Regierung gefährlich und Anti-demokratisch eingestellt ist.

Irland und Tschechien sind in Europa die letzten demokratischen Länder.

Mehr Beiträge zum Thema EU-Vertrag anzeigen…


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Mein Parteibuch Blog: BND droht Wikileaks mit Strafverfolgung
12/20/2008 01:41 PM

Dass der Bundesnachrichtendienst BND in Deutschland den Journalismus unterwandert, wenn nicht steuert, und kritische Journalisten wegen missliebiger Berichte verklagt, ist bekannt. Nun geht der BND einen Schritt weiter. Die US-Webseite Wikileaks berichtet, dass der BND sie mit Strafverfolgung bedroht.

Da Informationen dazu, ob der BND noch alle Tassen in Schrank hat, bisher nicht zu bekommen sind, soll die Gelegenheit nicht ungenutzt bleiben, BND-Chef Ernst Uhrlau und seinem taz-Anwalt Jony Eisenberg den Streisand-Effekt vor Augen zu führen.

In dem Drohschreiben ausdrücklich genannt wird ein auch auf Blogspot vorhandener Artikel von Tom Burghardt, der BND-Chef Ernst Uhrlau überhaupt nicht gefällt. In dem Artikel mit Titel “The End of the Affair? The BND, CIA and Kosovo’s Deep State” wird berichtet, dass bei einem der lustigen jüngst im Kosovo verhafteten drei BND-Leute ein Laptop beschlagnahmt wurde, wodurch das Mafia-Regime Informanten des BND im Kosovo enttarnt habe. Dumm gelaufen, aber sich als Informant Leuten anzudient, die nicht mal ihre Festplatten vollverschlüsseln, hat es wohl nicht anders verdient. BND-Berichte zum Kosovo von 2005 und von 2007 sind bei Wikileaks auch vorhanden.

Auch ein Schlapphutfoto des lustigen BND-Superagenten Christoph Klonowski findet sich übrigens bei Wikileaks.

Wer wissen will, wie der BND den Journalismus in Deutschland unterwandert, sollte sich mal die geschwärzten Seiten des sogenannten Schäfer-Berichtes anschauen. Die Adressbereiche, von wo aus der BND Online-Schnüffeleien in Deutschland und anderswo betreibt, finden sich auch bei Wikileaks.

Natürlich könnte man angesichts dessen, dass der BND nun nicht mehr geheim, sondern reichlich öffentlich ist, nun Mitleid mit Ernst Uhrlau und seinen Schutzpatron Frank-Walter Steinmeier haben. Aber wenn ein Geheimdienst Krieg den Journalismus führt, dann hat er es nicht anders verdient. Das Benehmen des BND ist nicht harmlos, sondern absolut demokratiefeindlich.

Ernst Uhrlau hätte es sich im Übrigen vorher überlegen sollen, ob er diese Klage einreicht. Hat Ernst Uhrlau wirklich gedacht, er könne mit seinem Bundesnachrichtendienst eine Klage gegen das Internet gewinnen, wo seine Leute noch nicht mal in der Lage sind, ihre Festplatten ordentlich zu verschlüsseln und sich von Online-Durchsuchungen reinlegen lassen? Richtig lustig wird das bestimmt für Ernst Uhrlau, wenn der Inhalt der Festplatten der BND-Leute mitten im Wahlkampf dann auch im Internet auftaucht. Es wird hier berichtet werden.

Nun bleibt, wie Wikileaks konstatiert, Chefspion Ernst Uhrlau nur noch der Rücktritt. In Schande.

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Mannichl: Merkwürdige Salamitaktik bei der Veröffentlichung des Täter-Phantombilds
12/20/2008 01:12 PM
rhbl

Heute veröffentlichen Magazine wie Stern und Spiegel erstmals Phantombilder von dem Mann, der dem Passauer Polizisten Mannichl ein Lebkuchen-Messer in den Leib gerammt hat. Ein Mordversuch von wem auch immer, der schärfstens zu verurteilen ist.

Eigentlich wäre zu erwarten gewesen, dass die bayerische Polizei unter ihrem neuen Innenminister Herrmann – neue Besen kehren gut – alles tut, um den Fall Mannichl mit größter Geschwindigkeit aufzuklären. Da mutet es sehr merkwürdig an, wenn ein Phantombild vom Täter, genauer gesagt, zwei Fragmente von verwirrend durcheinander ins Spiel gebrachten zwei Verdächtigen, gleichzeitig erst eine Woche nach der Tat veröffentlicht wird. Und das, obwohl Mannichl unmittelbar nach der Tat ansprechbar war und sich glücklicherweise so rasch erholt hat, dass er bereits gestern wieder nach Hause entlassen wurde und das Krankenhaus auf eigenen Beinen verlassen hat.

Um dem Täter die Flucht zu erschweren, wäre es polizeitaktisch doch geboten gewesen, so rasch wie möglich ein Phantombild, und nicht nur eine ziemlich allgemein gehaltene verbale Beschreibung des Täters auf allen Fernsehkanälen Deutschlands und Europas rund um die Uhr in den Nachrichten zu verbreiten.

Rund um die Uhr hat man bisher nur die V e r m u t u n g verbreitet, dass der Täter aus rechtsextremistischen Neonazikreisen stammen soll. Dass es nur eine Vermutung ist, ist durch die ständige Betonung des neonazistischen Täterumfelds und durch das reichhaltig mitgelieferte Video- und Bildmaterial von der Busse-Beerdigung eigentlich so sehr in den Hintergrund getreten, dass für die große Mehrheit heute feststeht, dass es ein neonazistischer Rechtsextremist war, der die Tat begangen hat. Vieles scheint daraufhinzudeuten, aber das Leben hält so manche Überraschung bereit.

Was, wenn „man" sich geirrt hätte?

Es gibt ja schließlich die berüchtigte Mittweida-Show, wo nahezu die gesamte deutsche, proisraelische Presse auch wochenlang eine deutsche Region, wie jetzt Passau und Niederbayern, in den Schmutz gezogen hat. Wo damals zwei "fantastische" Phantombilder veröffentlicht wurden, die wie ein Ei dem anderen glichen. Alles Mache. Wo am Ende herauskam, dass sich das angebliche Opfer selbst ein Hakenkreuz in den Wanst gestanzt hatte, nur um auf sich aufmerksam zu machen. Mittweida war eine einzige Lügengeschichte, die systematisch von den üblichen Verdächtigen orchestriert, aufgeblasen und verstärkt wurde, bis das zunächst nur virtuelle Bild von den unverbesserlichen Ostdeutschen und Neonazis zur Realität geronnen schien.

Aber im Fall Mannichl ist das Opfer ein gestandenes Mannsbild und nicht eine hysterische Tussi. Von einem Polizisten kann man schon aussagekräftige Details erwarten, die ein Phantombild ergeben, anhand dessen der Täter rasch zu identifizieren ist. Vielleicht ist gerade das das Problem.

Könnte es sein, dass jemand im Sprachlabor den Satz mit dem Tatbekenntnis vom nationalen Widerstand auf bayerisch auswendig gelernt hat? Das ist für Kosmopoliten kein Problem. Könnte es sein, dass ein deutsch-österreichisch-ungarischer „Agent Provocateur" eines levantinischen Geheimdienstes namens Mossad oder Schin Beth dem Mannichl das Messer in den Leib gerammt hat, damit das Licht der Öffentlichkeit auf Niederbayern fällt? Sind die Jagdszenen, die wir jetzt in Niederbayern miterleben, das Ergebnis einer wohlgeplanten Inszenierung? Das ist nicht wahrscheinlich. Aber es gibt ein Indiz, das daraufhindeutet: das zu späte Erscheinen des Täter-Phantombilds. Verdächtig ist die Fragmentierung des Gesamtbilds, die Salamitaktik bei der Veröffentlichung. Da stimmt was nicht im BY-IM. Was ist da los?

Dadurch, das das Phantombild zu spät erschienen ist, in Wirklichkeit ist noch gar keines erschienen, denn eine k o m p l e t t e Wiedergabe des Täter-Gesichts frontal, bzw. von der Seite ist noch nicht erschienen, konnte der Täter in aller Ruhe abtauchen. Das ist mehr als merkwürdig. Obwohl ein Kriminalbeamter mit einem Laptop am Bett des Opfers am Tag nach der Tat morgens mit dem vorhandenen Softwareprogramm ein Phantombild hätte erstellen können, das bereits Mittags in Tagesschau und Heute-Nachrichten, auf allen TV-Kanälen hätte verbreitet werden können.

Warum wurde das nicht sofort gemacht? War der Täter ein Agent Provocateur? Wollte man den Täter gar in Ruhe an allen Zollstellen vorbei nach Israel oder sonst wohin entkommen lassen? Solche Fragen stellt sich jetzt der Deutsche Michel.

Das sind Fragen, die leider mit Blick auf die Inszenierung von Mittweida, einige Damen in politisch verantwortlich Positionen betreiben das Fälschergeschäft gegen Deutschland ja heute noch, beantwortet werden müssen.

Nachdem nur Ausschnitte von Phantombildern, nur zwei Tätowierungen veröffentlicht wurden: eine züngelnde Schlange und ein Pfeilkreuz, kommen viele Fragen auf. Ein Pfeilkreuz? Das soll vielleicht Assoziationen an den wachsenden Rechtsextremismus in Ungarn wecken, wo es ja mal Pfeilkreuzler gegeben hat. Tätowierungen lassen sich als Abziehbilder aufbringen und sind schnell wieder entfernt. Wie können professionelle Ermittler von der Polizei nach so flüchtigen Merkmalen suchen lassen? Soll die Bevölkerung hinter die Fichte geführt werden? Wer könnte daran ein Interesse haben?

Der Fall Mannichl bekommt langsam einen üblen Beigeschmack. Hoffen wir, dass wir uns irren und dass diesmal wirklich ein rechtsextremistischer Neonazi am Werk war und nicht die Gegenseite. Die Verrohung der Sitten ist in beiden Fällen zu beklagen. Die Anwendung von Gewalt in politischen Auseinandersetzungen ist schärfstens zu verurteilen. Gewalt ist keine Lösung.

Als kritische Amateure müssen wir uns im übrigen in Geduld üben. Je länger der Täter nicht gefasst werden kann, um so verdächtiger wird der Fall Mannichl. Manche Fälle, wie der Fall Herrhausen oder der Fall Rohwedder, konnten ja leider bisher auch nicht aufgeklärt werden.[Link] [Cache]
Radio Utopie: Hoffnung für Hessen
12/20/2008 12:49 PM

Wiesbaden, 19.12.2008. Wahlausschuss bestätigt: Für die Landtagswahlen in Hessen am 18. Januar 2009 steht auch die Piratenpartei zur Wahl.


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Neues aus Rorkvell: Internetverbindung nach Asien gestört
12/20/2008 12:48 PM

Ein Kabel ist kaputt, und die Internetverbindungen nach Asien sind gestört. Wie schön, dachte ich zunächst. Weniger Spam aus Korea und China. Leider hat es aber das falsche Kabel erwischt, das in den nahen Osten und die Malediven. Pech gehabt.

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IBKA: Ein ereignisreiches Jahr für den IBKA
12/20/2008 11:54 AM

Der IBKA blickt auf ein Jahr 2008 mit vielen Ereignissen und Aktivitäten zurück. Darüber führte der Humanistische Pressedienst ein Interview mit Rainer Ponitka, dem Landessprecher Nordrhein-Westfalen.

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Linke Zeitung: Die Depression 2009
12/20/2008 11:09 AM
Das Kapital hat ein Problem: Finanzsystem am untergehn! Alles bebt und alles zittert, - Steinbrück guckt schon ganz verbittert - runter kommt's, mit aller Kraft. Jetzt auch die Realwirtschaft. Die Depression 2009 Wird uns mit Lasten schwer erfreun. Glos sagt nur: Giess Kohle drauf! Die Inflation nimmt ihren Lauf. Autos, Häuser, Stahl und Blech, die Arbeitsplätze sind bald wech. Das Konkurrenzsystem fährt vor die Wand, Merkelland bald abgebrannt. Die Depression 2009 Wird uns mit Schrecken noch erfreun. Mitschuld trägt an der Misere Die SPD, es ist 'ne Lehre. Denn von ihr sind die Gesetze, der Standort-Deutschland-Arbeitshetze. Dax: Wieder 'ne schlechte Woche, Fast wie 'ne andere Epoche. [Link] [Cache]
Whistleblower-Netzwerk: Europarat fordert Whistleblowerschutz in Österreich
12/20/2008 10:44 AM

In einem am 19.12.2008 veröffentlichten Evaluierungsbericht fordert GRECO, die Staatengruppe gegen Korruption des Europarates von Österreich:

“a) Einführung eines Schutzes für sogenannte „whistle blower" für alle Bundesmitarbeiter, das heißt Beamte und Vertragsbedienstete;
b) jene Bundesländer, die derzeit noch keine solchen Schutzmechanismen haben, einzuladen, diese zu schaffen”.

Weiter heißt es in dem Bericht:

“Am Wichtigsten erscheint, dass es keine speziellen Schutzmaßnahmen für sogenannte „whistle blower" gibt, welche verhindern würden, dass diejenigen, die im guten Glauben Fälle anzeigen, Vergeltungsmaßnahmen fürchten müssen, welche insbesondere ihre Karriere betreffen. … Anti- Korruptions-Spezialisten und die Vertreter der Beamtengewerkschaft, mit welchen Treffen vor Ort stattfanden, befürworteten einen derartigenSchutzmechanismus für sogenannte „whistle blower" und das GET [Evaluierungsteam von GRECO] betont, dass ein derartiger Schutz eine sinnvolle Maßnahme in Österreich wäre (das u.A. durch eine strenge Amtsverschwiegenheit und eine Tendenz, die Probleme intern zu lösen, gekennzeichnet ist).”

Auch insgesamt schätzt der GRECO Bericht die Lage der Korruptionsbekämpfung in Österreich keineswegs positiv ein. So ist z.B. die Rede davon, dass “das Land sich noch immer in einem frühen Stadium des Kampfes gegen die Korruption befindet”. Besonders beklagt wird auch, dass im Allgemeinen “Polizei und die Staatsanwaltschaften als nicht unabhängig genug und/oder stark politisiert wahrgenommen” werden. Hier fordert GRECO dienstrechtliche und organisatorische Reformen und die in “Betrachtziehung der Errichtung einer besonderen Einrichtung /mehrerer Einrichtungen mit Zuständigkeit für die Auswahl, Ausbildung, Ernennung, Laufbahn und Disziplinargewalt betreffend Richter und Staatsanwälte”.

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Deutschland Debatte: Jede Krise ist eine Chance
12/20/2008 09:59 AM

Stellen Sie sich vor, Sie wären in einer friedvollen Welt des allgemeinen respektierten Nebeneinanders. Es gäbe keine Grenzen mehr, es wäre in einer großen Charta festgelegt, was jeder Bürger dieser Welt beanspruchen dürfte, von der Wiege bis zur Bare, alles wäre geregelt und wir Bürger könnten uns auf das Wesentliche konzentrieren: das Leben. Und völlig uneigennützig erscheinende Denker haben dies alles erdacht und gestaltet.

Irgendwie hat die Technik es geschafft, dass einem die Soylent Greens mit den notwendigen Wasseranteilen in den Mund fliegen, Nahrungsprobleme, was ist das? Eine Episode, in der der Mensch noch relativ unsozial war.

Stellen Sie sich vor, wir bräuchten allen kein Geld mehr, weil man für uns sorgt, es ist einfach alles da. Das bedingungslose Grundeinkommen war eigentlich nur ein hoffnungsloser Versuch, die alte Weltordnung zu retten. Arbeit? Arbeit, insbesondere industrielle, war eine Versklavung aus einer Zeit der Niedrigkultur.

Genau gedacht, ist der Kernpunkt, dass die Denker eines solchen Lebens jene eliminieren müssen, die diesem schönen neuen Leben entgegen stehen. Damit kein Irrtum aufkommt: Die Denker sind keine neue Menschenkaste, sie bestanden schon immer! Klar, dass sie ein paar winzige Privilegien mehr haben, so genau weiß man das nicht, weil man nicht in diesen Kreis hineinkommt. Aber darauf kommt es ja auch nicht an, wenn man 10 Milliarden Menschen glücklich machen will.

Erinnern wir uns an das Kleinstaatendenken der vergangenen Jahrhunderte! Jeder Potentat hatte sein eigenes Reich mit seinen eigenen Untertanen. Dann kam die Zeit der großen Zweiten Politischen Aufklärung ( ZPA ), in der alles zusammengeführt wurde, die Potentaten der Kleinstaaten wurden überführt in eine Regierungsform, genannt Demokratie; Merkmal dieser Regierungsform war, dass die Potentaten weiterhin bestanden, nur nicht mehr ganz so mächtig, wie in den Jahrhunderten zuvor. Sie hatten immer noch jeweils ihr Volk, es wurde immer noch untereinander gekämpft, im Grunde war diese Zeit eine differenzierte Barbarei mit tiefenpsychologischen Beruhigungsmerkmalen.

Die Denker hatten erkannt, Einzelstaaten stehen einer friedvollen Welt entgegen; man müsste, dachten die Denker, den Prozess der egozentrierten Lebensweise in ein gemeinschaftszentriertes Leben überführen. Diesem Übergang stehen jedoch die egozentrierten Kleinstaaten im Wege. Also: Wie würde man das anstellen, die Einzelstaaten zu eliminieren?

Phase 1, anknocken

Man würde die Staaten zunächst so weit verschulden lassen, dass sie zum Erhalt der Staatsaufgaben keine andere Möglichkeit haben, als
a) Tafelsilber zu verkaufen, das dann die Hochfinanz der Denker gern übernimmt und
b) zunehmend mehr Staatsaufgaben privatisieren und in die Hände der Hochfinanz der Denker legen.

Dieses ziemlich mühsame und kleinzellige Geschäft muss nur konsequent betrieben werden, dann funktioniert das schon. Beispiele sind

  • öffentliche Versorgungsbetriebe werden privatisiert
  • die Bahn wird privatisiert
  • das Schulsystem wird privatisiert
  • das Gesundheitssystem wird privatisiert
  • Autobahnen, das Infrastrukturnetz wird privatisiert

Solche Kleinstaaten, die unwillig und durch keine Vernunft zu überzeugen sind, werden mit deutlichen Mitteln zur Vernunft gebracht und eingeordnet in das Übergangssystem “Welt der Vernunft”.
Ein solches Staatssystem braucht nicht mehr so viele Abgaben, braucht nicht mehr so große und aufwändige Infrastruktur, kommt mit weniger Assets aus, führt keine Kriege mehr. In einem solchen Staatssystem beginnen die Bürger zu begreifen, dass folgsame Einordnung im Sinne der höheren Sozialkompetenz das Mittel der Wahl ist, Menschen glücklich zu machen.

So sind dann in der Endphase der Phase 1 die Staaten Großeuropa, Großamerika und Großasien entstanden.

Phase 2, ausknocken

Da inzwischen in Großeuropa, Großamerika und Großasien die Bürger bereits gelernt hatten, in größeren Räumen als jemals zuvor zu leben, waren sie vorbereitet für den Big Bang: Das Zwischenweltsystem wurde in eine fürchterliche Krise gestürzt. Die Einzelstaaten Großeuropa, Großamerika und Großasien konnten ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Die Bürger begannen zu rebellieren, waren sie doch gewohnt, ein sorgloses und wohl geordnetes Leben zu führen. Selbst der Einsatz von Armee konnte hier nichts retten. In der Not haben sich die Einzelstaaten, jeweils gelenkt von den Denkern, zusammengesetzt und eine Lösung erdacht: es werden alle Staaten zu einem Staat, Großwelt, zusammengeführt. Und an der Spitze dieser Großwelt muss man nicht mehr um Präferenzen rangeln, muss man nicht mehr kämpfen, da muss nur sorgfältig gedacht, geplant, gehandelt werden, eben durch die Denker.

Wie wäre eine solche Zukunftsvision?

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Radio Utopie: Tschechiens Parlament beschämt feigen Bundestag
12/20/2008 08:49 AM

Was hat Tschechien, was wir nicht haben? Antwort: ein Parlament.
Das oberste Legislativgremium der tschechischen Republik hat alle Kriege und Auslandseinsätze seines Militärs mit sofortiger Wirkung gestoppt - in Afghanistan, im Irak und im Kosovo.


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Konsumpf: Weise Worte (1)
12/20/2008 07:48 AM

„Die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen ist aus wirtschaftlichen Gründen unverzichtbar. Ein Überleben können wir uns im Interesse des Wirtschaftswachstums nicht leisten."

[via „ Es geht um was"]

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FreiheIT-Blog: Links 89
12/20/2008 05:52 AM

Wird Ubuntu zum schlechteren Windows? (Helmeloh's NotizBlog)

Gläserner Bürger: Bundesdruckerei entwickelt ePass mit Bewegtbild statt Passfoto (gulli:news)

Die Daten und ihr Schutz (Süddeutsche Zeitung)

Kollegiale Hilfe bei der Polizei (Real Life)

BKA-Gesetz: Anschlag auf die Pressefreiheit (netzpolitik)

iPromillo (Real Life)

Gewaltbereite Neonazis: Wie sich die Rechtsextremen in Bayern festsetzen (SPON)

Full Disk Encryption Is Even More Necessary During Recessionary Times? (Alert Boot)

Bot-wielding hackers crash eBay holiday giveaway (The Register)

FSFE kündigt vierwöchigen Übersetzungsmarathon an (FSF Europe)

Datenschutz: 25 Jahre Volkszählungsurteil (gulli:news)

Fotowettbewerb: Geschickt gefälscht ist halb gewonnen (heise online)

Über den Allerweltsbegriff "Reproduktion" im Verfahren "militante gruppe" (annalist)

Web who’s who botches secure sockets layer (The Register - Security)

Don’t close Guantanamo until terror war ends: Cheney (Reuters)

NSA-Abhörskandal: Identität des Whistleblowers bekanntgegeben (gulli:news)

Creepy CCTV posters in the Brighton, UK train station (BoingBoing Blog)

More And More Students Choosing Journalism As A Major, Even As Newspapers Face Troubles (techdirt)

Sprit in Flaschen (lawblog)

Neonazi-Satire: Storch Heinar sucht das heilige Ei (SPON)

BKA-Gesetz: Einmal durckwinken (gulli:news)

Kroll Ontrack präsentiert zum fünften Mal ihre jährliche Top-Ten kurioser Datenverluste (IT SecCity)

Lost in Deutschland: 48 oder 84? (Der Westen)

Sneaky or rude? Check your tech etiquette (CNN)

Fototipp: Weihnachtliche Effektschablonen selber machen (netzwelt)

Wikileaks Posts Secret Bomb-Stopper Report — Did They Go Too Far? (Danger Room)

Gesucht: Terroristen und Terroristinnen (annalist)

Großbritannien: Verwaiste Überwachungskameras (Virtuelles Datenschutzbüro)

Majel Roddenberry Dies At 76 (slashdot)

Charting the psychology of evil, decades after ’shock’ experiment (CNN)

Zitat des Tages: 19. Dezember 2008 (Open Mind Blog)

Die Augen verschließen (Open Mind Blog)

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Duckhome: Die Kinder reicher Eltern sind einfach mehr wert
12/20/2008 05:51 AM


Zumindest sind sie dem Staat viel mehr Geld wert. Das hat gerade der Bundesrat wieder einmal deutlich gemacht. Kindergeld wird in Deutschland auf zwei Wegen bezahlt. Entweder man bekommt Kindergeld oder kann den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen. Beides zusammen geht nicht. Trotzdem bekommen zunächst alle Eltern für ihre Kinder das Kindergeld ausgezahlt. Dadurch sieht es vordergründig so aus, als herrsche Gerechtigkeit.

So bekommen alle Eltern für die ersten beiden Kinder ab Januar 2009 6,49 Prozent mehr Kindergeld, was einer Erhöhung um 10 Euro auf 164 Euro entspricht. Ab dem dritten Kind wird es dann richtig üppig: Es gibt eine Erhöhung um 10,4 Prozent, was 16 Euro oder knapp drei Babysitterstunden entspricht. Dann allerdings greift der Staat in die Vollen. Ab dem vierten Kind, was ja in Deutschland der Regelfall ist, gibt es sogar eine Erhöhung um 26,7 Prozent oder 41 Euro.

Ja, unser Staat liebt die Kinder. Er macht auch richtig was für die Eltern. Kindergartengebühren, Hortkosten, Lehrmittel, Musikschulen und zum Schluss die Studiengebühr. Ja, er ist ein guter Vater Staat, der das, was er vorne gibt, sofort hinten wieder aus der Tasche herauszieht. Das ist allerdings auch Absicht. Egal, ob man nun für die ersten beiden Kinder 164 Euro je Kind oder für das dritte doch schon 170 Euro und ab dem vierten gar 195 Euro per Monat erhält: Reichen tut es vorne wie hinten nicht. Eltern sein ist immer ein mieses Geschäft.

Das heißt, eigentlich nicht immer. Man muss nur reich genug sein. Denn dieses popelige Kindergeld betrifft einen dann ja gar nicht. Denn nach der Günstigerprüfung in der Steuerveranlagung wird bei reichen Leuten einfach der Kinderfreibetrag gerechnet, und das sind dann mal eben schnell 500 Euro Kindergeld pro Monat. Da lässt sich doch fröhlich Kinder haben.

Während die Mehrheit der deutschen Kinder dem deutschen Staat nur murkelige 164 Euro Kindergeld wert sind, bekommt eine Minderheit um Minister wie Ursula von der Leyen und andere Reiche ein Kindergeld von 500 Euro. Das nennt man dann sozial. Manchmal frage ich mich, wie unsere Politiker es schaffen an einem Spiegel vorbeizukommen, ohne zu kotzen.

Kindergeld müsste dem Alter und nicht der Zahl der Kinder angepasst werden. Entweder bringt man das Kindergeld auf ein erträgliches Maß, oder man führt Lehrmittelfreiheit, kostenlosen Musikunterricht und natürlich kostenlose Kindergärten und ein kostenloses Erststudium ein. So wie es jetzt läuft, wird auch beim Kindergeld fleißig von unten nach oben verteilt. Agendapolitik eben.

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VERTAN: Seekabelausfall im Mittelmeer
12/20/2008 05:32 AM

Massive Kommunikationsstörungen können auf baldige geplante Schweinereien hinweisen. – Besonders wenn es eine konfliktträchtige Region in ihren Telefon- und Inernetverbindungen mit Europa betrifft.

Seekabelausfälle im Mittelmeer – Genau wie im Januar 2008 wurden wichtige Kabel durch Schiffsanker durchtrennt.

Gleich drei Kabel wurden dabei unterbrochen.

Kommunikationshoheit:

Der meiste Geschäfts-Traffic zwischen Europa und Asien sei über die USA umgeroutet worden.

Na, was für ein Zufall aber auch.

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Narragonien: Fahndungswelle in Deutschland
12/20/2008 03:56 AM

In Deutschland wird so stark gefahndet, wie schon lange nicht mehr:

Die Sonderkommission "Fürstenzell" sucht den Attentäter des Pasauer Polizeidirektors Alois Mannichl. Dazu wurden jetzt zwei Phantombilder veröffentlicht. Außer den beiden Verdächtigen, fahndet die Polizei außerdem noch nach dem Tätowierer, der die Hautbemalungen gestochen hat. Ihm wird Pfuscharbeit vorgeworfen.

Die Bundesregierung sucht währenddessen weiterhin nach einem Mittel gegen die Finanzkrise. Nur hat im Gegensatz zur Passauer Polizei weder Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch ein anderes Mitglied der Bundesregierung auch nur die geringste Idee, wie das Fahndungsobjekt aussehen könnte.

Die BILD-Zeitung würde gerne EX-RAF-Terrorist Christian Klar ausfindig machen und schickt ihre Leserreporter mit einem selbst gemalten Phantombild in Berlin auf die Suche. Ein Untersuchungsausschuss versucht unterdessen im Auftrag der CDU-Wahlkampfzentrale einen Weg zu finden, um SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier zu diskreditieren.

Unter Druck steht auch der NDR. Weil jetzt bekannt wurde, dass Monika Lierhaus ein Jahresgehalt von 875.000 Euro bekommt, sucht man nach einem guten Grund für dieses astronomische Gehalt. Aufbauend auf der Begründung, dass Lierhaus mit einem geringeren Lohn abgeworben werden könnte, fahndet der NDR nun verbissen nach einem Sportschau-Zuschauer, den das interessieren würde.

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Narragonien: Fachkräftemangel bei der ARD
12/20/2008 03:56 AM

Das deutsche Fernsehen steckt in einer tiefen Krise. Trotz über 3,1 Millionen Arbeitslosen (zumindest nach den frisierten Zahlen vom Statistischen Bundesamt) gibt es keine geeigneten Moderatoren. So findet die ARD keine Frau, die mäßig attraktiv ist, unkritische Fragen stellen kann, keine Ahnung von Fußball hat und bereit wäre für ein Monatsgehalt von unter 72.500 Euro die Sportschau zu moderieren.

So allein ist es zumindest zu erklären, dass Sportschau-Moderatorin Monika Lierhaus nun einen neuen Vertrag mit einem Jahresgehalt von 875.000 Euro bekommt.

Die ARD begründet die Erhöhung unter anderem damit, dass man verhindern wolle, dass Lierhaus abgeworben werde. So habe der Privatsender SAT.1 angeblich ein Milliongehalt für die Moderatorin geboten. SAT.1 kommentierte diese Behauptung mit einem mittelschweren Lachanfall. Seitdem der Sender den Fun-Freitag im Programm hat, wusste die Sendeleitung gar nicht mehr, dass sie überhaupt noch zu so etwas fähig ist.

Monika Lierhaus ist laut BILD das "schönste Gesicht der Sportschau". Ein Titel, den sie auch dieses Jahr wieder mit Ach und Krach gegen Konkurrenten wie Gerhard Delling und Waldemar "Waldi" Hartmann verteidigen konnte.

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Kritik und Kunst: Milgram und Hartz IV
12/20/2008 03:55 AM

Das berühmte und mit Recht berühmte Milgram-Experiment wurde in abgemildeter Form wiederholt. Methodisch mag es Probleme geben. Sicherlich können wir fragen, wie Burgers Vorsichtsmaßnahmen zu bewerten sind. Mit mir zB hätte man das neue Experiment nicht durchführen können resp. Burger hätte einen Verweigerer erhalten, und zwar nicht, weil ich an sich ein besserer Mensch bin, sondern einfach, weil ich den Versuchsaufbau natürlich kenne und auch den modifizierten sofort als solchen erkannt hätte. Allerdings wäre das Experiment ohne diese Vorsichtsmaßnahmen ebenfalls problematisch gewesen: Wer den Versuchsaufbau kennt, wird natürlich das sozial erwünschte Verhalten an den Tag legen. Was nicht automatisch bedeutet, in zwar analog, aber konkret anders gelagerten Situationen ebenso zu handeln.

Das hat mit folgendem zu tun: So plausibel der Milgram-Versuchsaufbau menschliches Verhalten symbolisiert - der Versuchsaufbau ist letztlich natürlich nur eine auf den Kern reduzierte Symbolisierung und kann nichts anderes sein. Worauf ich hinaus will: Stellen Sie einem Verweigerer mal folgende Frage: "Du, der da hinten (siehst Du ihn?) weiß, wo die Bombe versteckt ist! Wir müssen das wissen, es würde Tausende von Leben retten! Willst Du schuldig sein am Tod von tausenden von Menschen?" Wieviele, die im klassischen Milgram und auch beim neuen Burger "Nein" gesagt haben, würden auf einmal mitmachen?

Ich weiß beim besten Willen nicht, ob man - sofern man nur geschickt genug vorginge - nicht sogar ("sogar" ist reichlich arrogant!) mir die Stromstöße schmackhaft machen könnte. ("Du, Hartmut, wir müssen ja den Hunger in der Welt besiegen. Dazu müssen wir - ach, wie bedauerlich! - leider ein paar sehr harte Entscheidungen treffen...")

Wir hatten längst ein neues Milgram-Experiment. Es wurde in aller Öffentlichkeit vollzogen und hieß "Hartz IV". Erwerbslose wurden quasi für vogelfrei erklärt: Das seien Schmarotzer, die von unserem Geld lebten, und denen man es mal so richtig besorgen müsse. Genauer gesagt: Alle Erwerbslosen hätten sich durch ihr eigenes Verhalten von diesem offenbar begründeten Verdacht zu befreien. Das nenne ich "Milgram-intelligent": Die avisierte Opfergruppe wird per institutionalisierter double-binds dazu gezwungen, die Beweise gegen sich selbst auf dem Tablett zu liefern.

Hartz IV, wir alle wissen es, bekam bei der Bundestagswahl 2005 eine 90 % Mehrheit. Insofern halte ich Burgers in der Tat deprimierenden Ergebnisse leider für richtig. Weiterhin wird sich die massive Mehrheit zur Verfügung stellen, wenn es gilt, die zum Abschuß freigegebene Minderheit abzuservieren. Wir sollten uns da nichts vormachen. Das Schlimme: Fromms und anderer Einwände gegen das (ursprünmgliche) Experiment - es zeige, wie zerquält Menschen mit Gewissen seien - sind nicht falsch...nur: Genau darum geht es! Dass es immer wieder einzelne Sadisten gibt, die Spaß und Freude am Menschenquälen empfinden, ist richtig, aber unerheblich. Problematisch sind nicht die freudigen Quäler. Problematisch sind die, die sich ihre Quälerei schönreden.

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FreiheIT-Blog: Das BKA-Gesetz - jetzt Realität
12/20/2008 03:51 AM

Die meisten werden es in den Medien schon mitbekommen haben: Das neue BKA-Gesetz, gegen das so viele von uns monatelang gekämpft haben, ist seit gestern Realität. Mit dem Inkrafttreten dürfen Rechner heimlich ausgespäht, Wohnungen verwanzt, Kontaktpersonen bewacht und das Zeugnisverweigerungsrecht aufgehoben werden. All diese Maßnahmen dienen nominell der Bekämpfung des Terrorismus. Trotzdem habe ich mich, und ich denke das geht vielen so, schon seit einer Weile nicht mehr so unsicher und ausgeliefert gefühlt. Von den Gefahren, die dieses Gesetz mit sich bringt, wie den Verlust elementarer Rechte oder die Möglichkeit, zum Opfer von Justizirrtümern oder schlichter Willkür zu werden, geben die es viel zu wenige Kontrollmechanismen gibt, reden leider viel zu wenige Menschen.

Wer sich jetzt noch einredet, Bundespräsident Horst Köhler würde das BKA-Gesetz womöglich kippen, klammert sich an den sprichwörtlichen Strohhalm. So viele Punkte gab es, wo man hoffen konnte, dieses unsägliche und alles andere als rechtsstaatliche Gesetz würde vielleicht noch auf dem Weg scheitern. Immer wieder waren die Befürworter des Gesetzes, diejenigen, denen Sicherheitstheater und Machbarkeitsutopien mehr gelten als unsere Grundrechte, stärker. Das wird sich jetzt, da es nicht mehr nur fünf Minuten vor zwölf ist, kaum mehr ändern. Gewöhnt euch an den Gedanken. Investiert eure Vorstellungskraft statt in den Glauben an Wunder lieber in effektive Protestmaßnahmen.

Einige mutige und entschlossene Leute haben sich schon bereiterklärt, dieses Gesetz im Namen von uns allen vor das Bundesverfassungsgericht zu tragen. Die Aufgabe aller anderen ist es nun, Druck aufzubauen. Auf die Politik, die Öffentlichkeit, vielleicht sogar das Gericht. Die Gegner müssen gehört werden. Informiert Leute, organisiert Info-Veranstaltungen und Demos, wendet euch direkt an die Politiker, schreibt, macht Radio - jeder, wie er kann. Nur aufgeben wäre jetzt das falsche Signal. Auch wenn man angesichts der Flut von Grundrechtseinschränkungen auf diese Idee kommen könnte.

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ad sinistram: NPD - nie war sie so wertvoll
12/20/2008 03:07 AM
In seinem Essay "Hitler als Vorläufer - Auschwitz, der Beginn des 21. Jahrhunderts?" warnt Carl Amery davor, in den falschen Propheten der parolenschwingenden Hohlköpfigkeit die Wiederbelebung des Nationalsozialismus sehen zu wollen. Nicht die Springerstiefel und Glatzen seien jene, die eine nationalsozialistische Renaissance in die Wege leiten werden, sondern die stillen Jünger des neuen Hitlerismus, der neuen Hitlerformel müssen als die Erben des Postkartenmalers und als Wegbereiter eines neuen, vielleicht sogar globalen Darwinismus angesehen werden. Es werden nicht die blassen Glatzen sein, die die drei Kriterien einer neuen Hitlerformel (Geschichte als Naturgeschichte, Feststellung der Ressourcenknappheit und Verantwortung über die Verteilung der Ressourcen) umzusetzen versuchen, sondern andere, unscheinbarere Kreise, die sich heute völlig ideologielos geben und so tun, als leite sie bei ihren Entscheidungen der reine Pragmatismus, und keine vorgefertigten Patentrezepte aus dem ideologischen Taschenbuch.

Es handelt sich dabei um jene politischen Kreise, die voller Besorgnis und Entrüstung um den Polizeidirektor Mannichl herumgeistern und von der Gefahr der NPD reden; um jene Kreise, die den Rassismus und Antisemitismus der Deutschnationalen anmahnen, aber gleichzeitig einen (meist unterschwelligen) Hang zur Naturgeschichtlichkeit der Gesellschaft haben; die die Gewalt der Deutschnationalen verurteilen, aber zeitgleich die Fratze des Rassendarwinismus mit Waffengewalt in die Welt tragen.

Um eines gleich vorab klarzustellen: Die Verurteilung eines solchen Messerattentats, die Bekämpfung solcher kriminellen Handlungen, kann man nur begrüßen - wenn sie nicht derart geheuchelt und auf die falsche Spur führend wäre, wenn nicht in einer solchen programmkonformen Bereitschaft, den öffentlichen Erwartungen nach dem Munde geredet würde. Ein solcher Anschlag ist zweifellos skandalös, jedoch nicht skandalöser als diverse Gewaltakte gegen Türken, Schwarze, Behinderte oder Linke, die schon seit Jahren und Jahrzehnten von Verbrechern aus dem rechtsextremen Lager begangen wurden. Es ist eben keine neue Dimension der Gewaltbereitschaft, nur weil das Opfer täglich uniformiert war, im Staatsdienst sein Leben fristet - ganz andere Dimensionen erreichte die Gewaltbereitschaft bereits Anfang der Neunzigerjahre in Rostock, Mölln oder Solingen. Was aber ebenso zu verurteilen ist, ist die Tatsache, dass diejenigen, die nun die NPD zum Sturmtrupp eines neuen Hitlerismus erklären, Bestandteil einer politisch-wirtschaftlichen Bewegung sind, die dem Hitlerismus nähersteht, als das polierte Glatzentum der Neubraunen. Denn es sind sie, die ihr globales Geschäft mit einem neuen deutschen Nationalismus betreiben, der für seine Interessen am anderen Ende der Welt Militäreinsätze rechtfertigt; sie betreiben einen bemäntelten Rassen- und einen nackten Sozialdarwinismus, der Menschen der Dritten Welt ausbeutet und Arbeitslose und Arme im Inland ausgrenzt; sie ringen mit aller Macht um die Knappheit der Energieressourcen, überfallen dafür Länder und stilisieren zur Rechtfertigung Szenarien, in denen die überfallenen Weltteile wie potenzielle Weltdiktatoren mit Atomwaffenarsenalen aussehen; sie sprechen davon, die Verantwortung für die Verteilung der Ressourcen zu übernehmen und erfanden sich Weltorganisationen, die diese Verteilung seit Jahrzehnten in weißer Herrenmenschlichkeit umsetzen.

Was also zu verurteilen ist, genauso wie der Anschlag auf den Polizeidirektor, ist die kaschierende und in die Irre führende Art und Weise, mit der man die Deutschnationalen - diese Bande von ungebildeten Rauf- und deutsches Liedgut herumrülpsenden Singkumpanen - in die Rolle der Speerspitze einer neuen nationalsozialistischen, faschistischen, totalitären Bewegung hineindrängt und sie damit wichtiger macht als sie sind, sie geradezu adelt. Von den schweißglänzenden Kahlschädeln, die innerlich kahler sind als außen, ist aber die kleinste Gefahr zu befürchten, wenngleich natürlich Gewalttaten an Einzelpersonen immer eine Gefahr für selbige bleiben. Aber die wahren Kinder Hitlers, die Nachbeter der Hitlerformel, die sitzen nicht in der NPD, die sitzen in den Parlamenten der westlichen Welt, die sitzen auch in unserem Parlament, sitzen in den bequemen Sesseln des Establishments. Die NPD ist für diese Herrschaften so wertvoll, dass man sie erfinden müßte, wenn es sie nicht schon gäbe. Da kann sie noch so grundgesetzwidrig sein, man wird sie nicht verbieten. Wer übernähme sonst die Rolle der rechtsextremen Jünger Hitlers?
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annalist: Nie wieder Polylux
12/20/2008 03:05 AM

Gestern lief die ultimativ letzte Polylux-Sendung. Unter dem Motto "Wie hat Polylux mein Leben verändert" kamen allerhand Leute zu Wort. Wir hätten auch was beizutragen: der erste Fernsehbeitrag über das §129a-Verfahren gegen Andrej lief dort, letztes Jahr im Oktober. Das war durchaus eine mutige Entscheidung der Redaktion. Den haben inzwischen 26.000 (ja, sechsundzwanzigtausend) Leute gesehen und das hat unser Leben durchaus verändert. Danke nochmal an das Polylux-Team.

Screenshot Polylux Mein Leben als Terrorist

(Sorry für den technischen Umweg, einbetten geht damit nicht)

Dazu passt noch, dass in den Akten zu Andrejs Verfahren auch auftauchte, dass das BKA feststellte, dass ich die 'Kontaktperson' zu Polylux gewesen sei bei einem Beitrag zum G8-Gipfel. Uuuh, gefährlich. Da ging es um Bewältigung von Traumatisierung (die ja bei Gipfelprotesten schonmal entsteht) und ich hatte in einer Mailingliste gefragt, ob jemand Interesse hätte, sich für einen Polylux-Beitrag interviewen zu lassen. Fertig ist die Aktennotiz.

Gemeinsam mit Polylux wird vom RBB auch der Berliner Radiosender Multikulti abgeschaltet. Zum Geldsparen. Es gibt viele wirklich erstaunlich blöde Entscheidungen auf dem Berliner Medienmarkt, aber diese ist sicherlich besonders erstaunlich blöde. Und lässt mich manchmal etwas wackelig werden in meiner grundsätzlichen Haltung gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Was passiert eigentlich mit dem Polylux-Archiv?

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politplatschquatsch: Siegen in Sachsen
12/20/2008 01:55 AM
Es gibt diese Minute kurz nach dem Schlußpfiff an diesem Abend im Leipziger Zentralstadion, in der alle aus Halle jubeln, als seien sie gerade Weltmeister geworden. Nur Michael Schädlich, der Präsident des Halleschen FC, geht allein ein Stück über den Rasen wie einst Franz Beckenbauer über den Rasen in Rom kurz nach dem Endspielsieg 1990. Auf den Rängen kaspern sie ausgelassen nach dem höchsten Saisonsieg, nach einer Halbserie ohne Niederlage, nach einer Hinrunde, wie sie noch keine Mannschaft des HFC seit 1966 besser gespielt hat. Schädlich aber ist ganz in Gedanken, er sieht nicht, er hört nichts, bis schließlich seine Spieler an ihm vorbeidefilieren wie am Uefa-Chef, der die Champions-League-Trophäe austeilt.

Es ist nur ein Vier zu Null in der vierten Liga, nur ein weiterer Sieg auf dem Weg aus den muffigen Kellerzimmern des deutschen Amateurfußballs hinauf in die Etagen, in denen Luft ist und Geld genug, richtigen Fußball zu spielen. Aber die Mannschaft von Trainer Sven Köhler hat heute Abend hier im Zentralstadion bewiesen, dass es nicht nur Zufall ist, der sie, die Aufsteigertruppe aus dem Fußball-Armenhaus, dorthin gebracht hat: Spielerisch ist die Elf aus gescheiterten Profis und ehrgeizigen Nachwuchsleuten auch bei den alten, heißgeliebten Feinden aus Leipzig zu keiner Offenbarung fähig. Aber mit Glück - schon in der zweiten Minute darf Kapitän Nico Kanitz einen an Ronny Hebestreit verwirkten Elfmeter verwandeln - und Einsatzwillen zwingen sie die Leipziger, die über weite Strecken nicht so viel schlechter wirken, in die Knie.

Lange sieht es nicht so aus, als könnte der Gast hier einen deutlichen Sieg landen. Halle führt und führt also seine größte Tugend vor: Einen Vorsprung verwalten und warten. Dass hat seit August nie mehr eingebracht als das 2:0 beim Aufstiegskonkurrenten Babelsberg. Und auch hier sieht es nach Wiederanpfiff so aus, als könnte der Sparflammenfußball nur als Flammenrückstoß enden: Ein paar Lok-Fans entzünden im HFC-Block bengalische Feuer, Schiedsrichter Kemptner unterbricht das Spiel, Getümmel auf den Traversen, Ratlosgkeit auf dem Platz. Nico Kanitz geht, um wenigstens symbolisch zu beruhigen, was sich nicht beruhigen lässt. Als es weiter geht, fällt ein Leipziger im halleschen Strafraum - wieder Strafstoß.

Im Tor aber steht Darko Horvat, der Mann, der nach eigener Aussage ein Leben lang kein Elfmetertöter war. Und seit kurzem jeden Strafstoß hält, der auf sein Tor geschossen wird. So auch hier: Horvat, von den HFC-Fans beharrlich "Horvart" genannt, weil sich das besser auf "unser Torwart" reimt, taucht ins linke Eck und fängt sicher.

Die Partie ist entschieden, denn aus dem Spiel trifft Leipzig, das wissen die 5900 Zuschauer aus der ersten Hälfte, nicht einmal das leere Tor. Die Hallenser dagegen machen Tore, wo gar keine Chancen sind: Erst trifft Maik Kunze nach einer Ecke, dann dreht Sachsen noch einmal auf, ohne Wirkung zu erzielen. Der eingewechselte Christian Beck dagegen holt sich einen langen Ball. Und legt ihn ungewohnt elegant per Bogenlampe über den bedauernswerten Sachsen-Keeper Lippmann ins Netz.

Sachsen Leipzig, vor zwei, drei Jahren noch auf dem direkten Weg in die erste Bundesliga und nun Kanonenfutter für Oberliga-Aufsteiger, ist noch gar nicht wieder bei der Sache. Maik Kunze fällt im Strafraum, als er gar nicht mehr weiß, wohin mit dem Ball. Den nun folgenden Strafstoß schiebt diesmal Torsten Göhrke ins Netz. Zuschauer aus Leipzig sind nun nicht mehr in der WM-Schüssel, Gesänge nur noch au der halleschen Kurve zu hören. Schieri Kemptner zeigt Gnade mit den geschlagenen Hausherren, was Rot-Weiß trägt im Stadion feiert den höchsten Sieg seit zwei Jahren, als bedeute er schon den Aufstieg. Das Wort nimmt natürlich keiner im weiten Rund in den Mund. Aber Michael Schädlich wird, in seinen langen, einsamen kurzen Sekunden unten auf dem Rasen, kein anderes gedacht haben.[Link] [Cache]
Esowatch: Kidmed wird 60!
12/20/2008 01:49 AM
Kidmed

KidMed natürlich nicht, sondern der Initiator Ralf Behrmann, der Kinderarzt, der die Scharlatane das Fürchten lehrt!

KidMed ist DER Lichtblick im Web, wenn es um wissenschaftliche Medizin, speziell für Kinder, geht. Bei Problemen und Fragen bekommt man immer eine Antwort, egal wie spät, rund um die Uhr. Diese Antworten sind stets aufschlussreich und von nüchterner Dichte. Entweder es kommt ein angenehm ehrliches Eingeständnis ("Keine Ahnung") oder eine konkreter Hinweis ("Ab in die Klinik, "abwarten", "Arzt wechseln" "kein Problem" etc). Und dann wird auch noch nachgefragt, wie es nun aussieht. Welches medizinische Forum leistet sowas? Kein anderes.

Wenn es im deutschsprachigen Web jemanden gibt auf den der Spruch "Viel Feind, viel Ehr" zutrifft, ist es Ralf Behrmann, der Kinderarzt. Begriffs-Schöpfungen wie "Homöopsychopathie", "Alternaivmedizin", "Anthropopsychopathen" sagen alles - Behrmann trifft wo er kann. Und er kann!

Kidmed hat viele Feinde. Z.B. Menschen, denen Höflichkeit wichtiger ist, als konkretes Handeln. Die sich darüber entsetzen, wie man Schwachsinn nur deutlich Schwachsinn nennen kann. Von Leuten, die wahrscheinlich nicht sterben werden können, solange sie nicht jemand in höflichem Ton dazu auffordert.

Sehr geehrter Herr Behrmann, zu Ihrem 60. Geburtstag wünschen wir Ihnen alles Gute. Und das Sie uns erhalten bleiben...Venceremos![Link] [Cache]
Mein Parteibuch Blog: Weihnachtsgeschichte 2008
12/20/2008 01:40 AM

Mein Parteibuch ist jüngst gefragt worden, ob wir nicht, so wie das in den letzten Jahren auch schon der Fall war, auch dieses Jahr wieder eine Weihnachtsgschichte veröffentlichen möchten. Weihnachten ist ja bekanntlich die Zeit der Versöhnung und Verzeihung, und so hat Mein Parteibuch im letzten Jahr den Gläubigen ganz in diesem Sinne viel Spaß bei der Huldigung der Plagiate des ägyptischen Gottes Horus gewünscht.

In diesem Jahr wollten wir eigentlich etwas nettes und versöhnliches zu Ratzinger schreiben, doch so recht ist und nichts eingefallen. Da uns immer noch nichts eingefallen ist, möchten wir in diesem Jahr einfach auf einen vorzüglichen Weihnachtsbeitrag von Tammox hinweisen, mit dem die armen Katholiken bedauert werden.

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Feynsinn: Ein Abgrund behördlicher Korruption
12/20/2008 01:35 AM

Durch den Hinweis eines Lesers bin ich auf einen Artikel von Frauke Hunfeld bei Stern.de gestoßen, der mir den Taft aus den Haaren sprengt. Wenn man sich seit Jahren fragen muß, warum deutsche Steuerfahnder so wenig effizient arbeiten und überhaupt nicht mehr von ihnen unterwegs sind, findet man hier eine Antwort darauf. Was in Frankfurt am Main unter der Herrschaft des Sonnenkochs zusammengebraut wurde, um Steuerfahnder kaltzustellen, die die Todsünde begingen, einen guten Job zu machen, spottet jeder Beschreibung. Unfaßbar korrupt, menschenverachtend und mit einer kriminellen Energie, die woanders für sehr lange Haftstrafen reicht, hat hier ein nebliges Konglomerat von Spitzenbeamten gewütet, womöglich mit ministerieller Rückendeckung. Man muß kein Verschwörungstheoretiker sein, um die Frage zu stellen, ob diese Klüngelmafia ein Grund dafür ist, daß eine Regierung Ypsilanti mit allen Mitteln verhindert wurde.
Nein, dies wird nicht der Grund für die Anti-Yps-Kampagne sein, und noch ist nicht ganz Deutschland derart korrupt. Auch werden Steuerhinterzieher und Großkopferte nicht flächendeckend durch solche Machenschaften geschützt. Allein, daß so etwas vorkommt, daß solche Mittel eingesetzt werden und die Hintermänner vermutlich nichts zu befürchten haben, ist aber ein Skandal von einer solchen Tragweite, daß man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann. Ich bin gespannt, ob diese Affäre eine Rolle im Landtagswahlkampf spielen wird. Vor allem wird es interssant sein zu sehen, wie die SPD damit umgeht. Es ist zu befürchten, daß sie zu “grundehrlich” und staatstragend sein wird, um daraus Profit schlagen zu wollen. Schließlich haben die Sozen ja selbst dafür gesorgt, daß Koch weiter regieren darf.
Im Anschluß an meine Zweifel am Sinn und Zweck der Gegenöffentlichkeit haben wir hier einen guten Testfall. Was glauben eigentlich diese charakterlosen Nützlinge der monetären Obrigkeit, wie schläfrig ihr Volk schon durch den Tag schlurft? Glauben sie, so etwas ließe sich dauerhaft verheimlichen? Meinen sie, alle würden das ganz schnell wieder vergessen? Da bin ich einmal ganz Blogger: Das Internet vergißt nichts, und wir werden es immer wieder nutzen, um die organisierte Amnesie zu stören.

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Lumières dans la nuit: Der Stollen
12/20/2008 12:40 AM

Die Weihnachtsmeldung des Jahres ist sicherlich der Diebstahl eines (hoffentlich wohl schmeckenden) Stollens durch Kurierfahrer, der beim Versuch seiner Vertuschung zum größten Datenskandal des Jahres geriet. Wohl nur selten dürfte ein relativ kleiner Diebstahl zu dermaßen breit angelegten Ermittlungen und zu einer so großen medialen Rezeption geführt haben.

Und trotz dieser »Aufklärung« bleibt bei der ganzen Geschichte ein gar nicht stollenhafter Nachgeschmack zurück, dass den Menschen hier vielleicht eher ein Märchen vom Weihnachtsmann erzählt wird.

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