Thursday, March 5, 2009

Parteibuch Ticker Feed: 2008-12-28

Parteibuch Ticker Feed: 2008-12-28


redblog: Der Human Development Report bestätigt die Erfolge der venezolanischen Regierung
12/28/2008 11:19 PM
Der Human Development Index (HDI) ist ein Index der die menschliche Entwicklung eines Landes ermittelt. Er wird im jährlich erscheinenden Human Development Report des Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen veröffentlicht. Im Gegensatz zu anderen Indizes wird beim HDI nicht nur das Bruttonationaleinkommen pro Kopf als Indikator verwendet, sondern es werden auch die Lebenserwartung, Alphabetisierungsrate und die Einschulungsrate der Bevölkerung hinzugezogen.
Der diesjährige Bericht, welcher auf Daten des Jahres 2006 basiert, weist Venezuela als hochentwickeltes Land aus. Es belegt im Index, in dem 179 Länder erfasst sind, den 61. Platz. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das eine Verbesserung von 13 Plätze. Im regionalen Vergleich gehört Venezuela zu den Spitzenreitern und liegt vor den Nachbarländern Brasilien (70), Kolumbien (80) und Guyana (110).

Laut offiziellen Angaben sank die Armut von 50,5% der Bevölkerung im Jahr 1998 auf 26% bis zum Ende dieses Jahres. Ebenso fiel die extreme Armut von 25% im Jahr 2002 auf 7%. Der Gini-Koeffizient, welcher die Ungleichverteilung von Vermögen anzeigt, liegt in Venezuela bei 0,42. Je näher der Gini-Koeffizient an 1 ist, desto größer ist die Ungleichheit. Der Durchschnitt in Lateinamerika beträgt 0,52. Venezuela hat in der Region den niedrigsten Wert.

Siehe auch: amerika21.de[Link] [Cache]
Kritik und Kunst: Che über neue linke Ansätze
12/28/2008 11:16 PM

Wie immer ist Che auf der Höhe der linken Zeit: Hochinteressanter Hinweis, auch einige der Diskussionsbeiträge sind bemerkenswert. Einige kritische Bemerkungen dennoch, denn ich glaube, das die Debatte zum Teil fehl geht.

Vom nicht-linken, moralischen Standpunkt aus stellt es sich mir so dar:

Die Debatte über die Rolle des Staates im Rahmen liberaler Konzepte sitzt in meinen Augen einem Irrtum auf, der der (neo)liberalen Selbstbeschreibung zu viel Referenz erweist. Die (Neo)liberalen selber haben sich bekanntlich immer als Vertreter des schwachen Staates ins Spiel gebracht, der Staat habe sich möglichst nirgends einzumischen, weil er nur dem freien Spiel der Marktkräfte in die Speichen greife. Das war immer schon gelogen: Liberalismus jeglicher Couleur verlangt einen starken Staat - nur eben einen, der sich ausnahmelos den eigenen Interessen beigesellt.

Berittene gegen Streikende aufbieten, während das Finanzamt es bei Steuersünden der eigenen Klientel nicht so genau nimmt...so haben sich Liberale den Staat immer schon vorgestellt. Sie wollen sehr wohl einen starken Staat, denn der Muschik muss auf Vordermann gebracht werden. Es wird dabei fallweise und pragmatisch entschieden, ob man ihn "einbindet", etwa durch Sozialleistungen, ob seine Disziplinierung indirekt vollzogen wird, etwa indem man ihm a la Thatcher die Streikfähigkeit wegdrischt, oder ob er ganz direkt a la new labour (von der Clement-Sozialdemokratie dann ins Deutsche transponiert) unter Kuratel gestellt wird, indem man ihm per Fördern und Fordern Beine macht und auch innerliches Strammstehen vor den Machtgesetzen der brave new liberalian world abfordert. Aber der Zugriff auf die Seele erfolgt immer. Ob man das Neoliberalismus nennt oder neue Gouvernementalität (in meinen schon vor Jahren geäusserten Worten: die neue formierte Gesellschaft), ist egal. Denn es sind verschiedene Aspekte des einen und nämlichen Spiels.

Deswegen ist es falsch, in Schäubles Sicherheitswahn so etwas wie eine neue Qualität zu sehen. De facto und historisch ist das schon mal sowieso Mumpitz, wenn wir etwa an den Herbst 1977 denken: Der autoritäre Staat hat sich immer schon genau die Mittel erlaubt, die er für geboten hielt. Auch in Zeiten, wo man es eher mit lieben, guten Worten versucht hat, war immer klar: Im Zweifel gibts bei Unbotmäßigkeit denn auch mal ordentlich Haue! Aus entsprechenden Gründen ist es auch falsch, im neoliberalen Gerede von der "Selbstverantwortung" (verdolmetscht war das ja nichts anderes als die offene Desolidarisierung) eine neue Qualität von Kapitalismus zu sehen. Wer das glaubt, der glaubt, Kapitalisten hätten um 1970 etwas zu verschenken gehabt. Kapitalisten haben aber nichts zu verschenken. 1970 galt es, neue Schichten zu qualifizieren, Arbeit für geringer Qualifizierte gab es ebenso; außerdem war ein gewisser Sozialstaat vonnöten, da man sich ansonsten Legitimationsprobleme eingehandelt hätte. Diese Sorgen sind vorbei. Jetzt darf man die Sau rauslassen, die man immer schon war: Der Neoliberalismus ist die Fortsetzung des Kapitalismus mit gleichen Mitteln; nur, dass man nichts mehr bemänteln muss, da die Konkurrenz 1989 pleite ging, man also mit offenem Visier vorgehen kann.

Das bedeutet, moralisch verstanden: Die Gruppe derer, die überflüssig sind, blieb und bleibt sich in etwa gleich, hat sich aber verschoben: Sweatshop-Arbeiter sind derzeit nötig, Hafenarbeiter, die einen Stückgutfrachter entladen, sind es nicht mehr. Ein Stück weit findet somit eine Angleichung statt. Aber nur im Negativen. Der viel beschworene trickle-down-Effekt vollzieht sich nicht, und zwar einfach deswegen nicht, weil die Karawane immer weiter ziehen kann. Inzwischen haben wir längst erste Verlagerungen weg von Billiglohnländern in noch billigere Länder beobachten können - die, die (etwa in der Türkei) auf einen trickle-down-Effekt gehofft haben, gucken in die Röhre. Dieses Ringelpiez-Spielchen, bei dem, marxistisch gsprochen, die ursprüngliche Akkumulation immer wieder aufs Neue vollzogen wird, indem das Kapital seine Aktivitäten in jeweils andere Länder verlagert, kann im Prinzip ewig so weitergehen. Selbst ein zusammenbrechender Westen würde den Kapitalismus nicht beeindrucken - nirgends steht geschrieben, dass das Kompetenz-, Finanz- und Machtzentrum des Kapitals in Manhattan, London, Tokyo oder Frankfurt beheimatet sein muss. Das wäre nun allerdings ein Witz der Weltgeschichte, wenn der verarmte Edelarier im Sweatshop in Lüdenscheidt für die Schlitzaugen schwitzen muss - aber denkbar ist das natürlich, und es wäre nicht einmal völlig ungerecht. Die derzeitige Krisenstimmung im Westen - zusamt zwar richtigem, aber reichlich ranzigem Gemotze auf die korrupten Zocker - lebt jedenfalls von genau dieser Angst und von nichts anderem. Genau deswegen ist die derzeitige diffuse Kapitalismuskritik auch so verlogen. Da fürchten selbsternannte Herrenmenschen einfach nur um ihre Privilegien; mehr nicht.

Und genau deswegen, nebenbei bemerkt, sind linke Traumtänzereien, wonach der große soziale Umbruch unmittelbar bevorsteht, so lieb gemeint wie albern.

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SaarBreaker: Knesset-Abgeordneter ruft zum Generalstreik in Israel auf
12/28/2008 11:13 PM

Während in ganz Palästina bereits seit Samstag ein dreitätiger Generalstreik gegen die israelische Besatzungs- und Kriegspolitik herrscht, hat gestern der israelische Knessetabgeordneter Jamal Zahalka zu einem Generalstreik in Israel durch die unterpriviligierten Staatsbürger “arabischer Herkunft” aufgerufen.


“Nach dieser Offensive sollte die Welt Israel bestrafen und es belagern, denn wenn die Blockade Gazas ein Resultat des (Raketen-)Beschusses ist, dann hat Israel in einem Tag das abgefeuert was die Palästinenser in 5 Jahren abgefeuert haben”

so der Abgeordnete des israelischen Parlamentes während einer Demonstration in Nazareth.

“Ich verlange eine Anklage von (Verteidigungsminister) Barak wegen Kriegsverbrechen in Gaza. Barak will durch palästinensisches Blut Stimmen gewinnen gewinnen, aber das gilt nicht nur für Barak; alle Minister der israelischen Regierung sind Kriegsverbrecher.”

Währenddessen schossen ägyptische Polizisten auf unbewaffnete Palästinenser, welche die gemeinsame Grenze zu Gaza an mindestens fünf Stellen durchbrachen und vor den israelischen Luftangriffen nach Ägypten flüchteten.
In Israel sprach man derweil von einem kommenden Einmarsch von Bodentruppen in Gaza. Die Regierung liess 6500 Reservisten einziehen. (Quelle: Radio Utopie)


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SaarBreaker: Zionistische Terrorbande sucht Jubelperser
12/28/2008 11:13 PM

Das Motto des unter dem Begriff Mossad bekannten geheimen Arms der zionistischen Terrortruppe lautet bekanntlich: " Durch Irreführung sollst Du Krieg machen." Die für ethnische Säuberungen und internationale Propaganda zuständige Terroristenführerin Tzipi Livni sucht nun Jubelperser, die ihre Verbrechen mit Ansage bejubeln.

Da Antideutsche, Springers Achse der Blöden und viele andere Kriegshetzer schon lange als PR- Agenten des zionistischen Apartheidsregimes von " Israel" entlarvt sind, werden nun weitere Jubelperser gesucht.

In arabisch, italienisch, spanisch und auch auf deutsch sollen die Verbrechen der zionistischen Terrorgruppe bejubelt werden:

"The Foreign Ministry is also looking to recruit speakers of foreign languages, in particular Arabic, Italian, Spanish, and German, in order to expand Israel's public relations campaign with the representatives of foreign media outlets currently in Israel."

Wer also in deutschsprachigen Medien und Internetpublikationen Kommentare und Nachrichten findet, die die Wahlkampfverbrechen des Besatzerregimes bejubeln oder zur "notwendigen Maßnahme" umlügen, darf sich also fragen, ob diskutieren sinnlos ist, weil der Autor möglicherweise für seine Lügen von der zionistischen Mörderbande bezahlt wird. (Quelle: Mein Parteibuch)


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Tammox: Problem gelöst
12/28/2008 10:56 PM
Der große Historiker und Holocaust-Forscher Yehuda Bauer (*1926 in Prag, Leiter des International Centre for Holocaust Studies in Yad Vashem, von 1996 bis 2000) konnte 1939 mit seinen Eltern nach Palästina flüchten.
Religiös wurde er angesichts des Holocausts nie.
Die große Theodizee-Frage [ˌteodiˈt͜seː] (frz. théodicée, v. altgriech. θεός theós „Gott" und δίκη díke „Gerechtigkeit") beantwortet er sachlich und lakonisch:
„In letzter Zeit war die Leistungsbilanz Gottes, was die Juden anbelangt nicht gerade überwältigend." Er könne nicht zugleich allmächtig und gerecht sein - denn wäre er es, hätte er Ausschwitz nicht zugelassen. Doch offensichtlich konnte er es nicht verhindern.
Und was ist wenn es einen Gott gibt, der Ausschwitz verhindern wollte, aber nicht konnte?
Auch dazu hat Bauer eine einfache Antwort: „Ein armer Kerl, der Unterstützung braucht, der sich seine Stärke von uns holen muß - einen solchen Gott brauche ich nicht!"

Meiner Ansicht nach, ist die alte Theodizee-Frage tatsächlich damit beantwortet - obwohl es ein Jahrtausende altes maximal diskutiertes Problem ist.
Der Begriff stammt übrigens vom vermutlich vorerst letzten Universalgenie Gottfried Wilhelm Leibniz.
Er beschrieb das Problem 1710, wie man bei Wikipedia nachlesen kann, in seinem Werk Essais de Théodicée sur la bonté de Dieu, la liberté de l'homme et l'origine du mal, dass diese Welt „die beste aller möglichen Welten" sei und deshalb die Existenz des Übels in der Welt nicht der Güte Gottes widerspreche.

Bauers Konstrukt wurde aber schon von Vorsokratikern problematisiert - ein gütiger, allwissender und allmächtiger Gott steht im eklatantem Widerspruch zu den grauenvollen Übeln, die auf der Welt - seiner Schöpfung - existieren.

Sextus Empiricus, Arzt und Philosoph des 2. Jahrhunderts schrieb:

Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
Oder er will es nicht und kann es nicht:
ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?

Um das Problem noch zu verschärfen, muß man 2000 Jahre später einräumen, daß insbesondere diejenigen, die sich auf Gottes Lehren berufen und sich in seiner direkten Nachfolge sehen, besonders viel Leid und Unheil auf der Welt angerichtet haben.

Das Hirngespinst eines personalisierten alttestamentarischen Gottes sollte also konzineriert werden.[Link] [Cache]
Linke Zeitung: Wut und Entsetzen über israelische Massaker im Gazastreifen
12/28/2008 10:56 PM
Aufruf zur Demonstration am 29.12.2008 - 15:00 UhrVon Adenauerplatz U-Bahn U7 bisU-Bahnhof WittenbergplatzWir sind wütend über die jüngsten israelischen Massaker an der Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Wir rufen zur Demonstration am 29.12.2008 zur Solidarität mit dem palästinensischen Volk auf.Schluss mit der Aggression Israels gegen die Palästinenser in Palästina.Palästinensische Gemeinde BerlinArabische Vereinigungen in BerlinWeitere Infos: http://www.ism-germany.net (http://www.ism-germany.net/)[Link] [Cache]
Linke Zeitung: Die Raketen des Hungers und die israelische Propaganda
12/28/2008 10:56 PM
Ich erhielt eine Nachricht vom Fotojournalisten und Friedensaktivisten Sameh Habeeb aus Gaza, während ich mir die Nachrichten des Australischen Fernsehens anschaute, die meine Ohren malträtierten mit Gerede ueber die Raketen, die Hamas angeblich abschoss auf die unschuldige israelische Besatzung , die anderthalb Millionen Menschen im Gaza-Streifen gefangenhält, schon bevor die Al-Aqsa-Intifada ausgebrochen war. Dieses Foto einer Rakete wurde auf der Webseite des ORF publiziert (Bildnachweis: MOHAMED SABER/EPA/ORF). Die vom Österreichischen Fernsehen gezeigten Raketen erinnerten mich an die aus Anlass des Jahreswechsels hierzulande abgefeuerten bengalischen Feuerwerkskoerper, und die TV-Clips warfen mehrere Fragen auf: -> 1) Das auf der Webseite des ORF publizierte Bild soll von einer Quelle namens MOHAMED SABER/EPA stammen. Das sind nun zwei Vornamen und kein Familienname. Wer ist diese Person? Warum zeigt er sich nicht mitsamt seinem Familiennamen, wie jeder Araber dies tun wuerde? Existiert er überhaupt, oder ist er fabriziert? -> 2) Die in diesem Bild (und auf dem Video) gezeigten Raketen aehneln eher bengalischen Feuerwerkskörpern, die in vielen Geschäften rund um die Welt im Vorfeld entsprechender Festivitäten gekauft werden können als dass sie an irgendeine bekannte Waffe denken liessen. -> 3) Diese sogenannten Raketen erwecken nicht den Eindruck, genug Platz für Treibstoff oder einen Antrieb zu haben, aber trotzdem sollen sie 10 bis 15 Kilometer weit fliegen können? Wie wird uns dieses Wunder erklärt? -> 4) Wie gelangten der ORF und andere westliche Medien in den Besitz dieses Videos, dass angeblich Hamas-Kämpfer zeigt, wie sie Raketen zwischen Obstbäumen heraus abschiessen? Was wird von der israelischen Botschaft vertrieben? Weder österreichische noch andere westliche Journalisten sind bekannt dafür, dass sie nach Gaza gehen, sodass sie dieses Material nur von der israelischen Regierung haben erhalten können, und dass ist genau das, was ein Link von der ORF Webseite suggeriert. [Link] [Cache]
Lurusa Gross: Flüchtlingsdramen
12/28/2008 10:47 PM

stell dir vor die Welt bricht über dir zusammen und du kannst nicht weg

Titel: Stell dir vor die Welt bricht über dir zusammen und du kannst nicht weg .

Ähnliche Dramen haben sich dieses Jahr schon einmal ereignet, ebenfalls an der Grenze zu Ägypten. Wahnsinn von allen Seiten beschossen zu werden . Meine Mutter hat 1945 ähnliches erlebt.

Evelyn Hecht- Galinski schreibt … Aktion ” gegossenes Blei”-Aktion “vergossenes Blut”

Nicht wegschauen, aufstehen!

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Viktoria Waltz: Aufruf des Friedensratschlag:Schluss mit den Bombardements
12/28/2008 09:49 PM
Schluss mit den Bombardements!

"Friedensratschlag" verurteilt israelische Luftangriffe auf Gaza
Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag
-Israelische Kriegshandlung wie seit 1967 nicht mehr
- Versagen des Nahost-Quartetts
- Steinmeiers "politische Glanzleistung der besonderen Art"
- Gewalt kann mit Krieg nicht beendet werden
- Briefe an israelische Botschaft angekündigt
Kassel, 28. Dezember 2008 -
Zu den verheerenden israelischen Bombenangriffen auf den Gazastreifen erklärten für den Bundesausschuss Friedensratschlag dessen Sprecher Dr. Peter Strutynski und der Nahostexperte Prof. Dr. Werner Ruf in einer ersten Stellungnahme:

Bei israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen sind am 27. Dezember mindestens 200 Menschen getötet und über 275 Menschen verletzt worden. Noch nie sind bei Kampfhandlungen seit dem Sechstagekrieg 1967 so viele Palästinenser an einem einzigen Tag getötet worden. Dass der Angriff Israels auf den Gazastreifen, das am dichtesten besiedelte Gebiet der Welt, am Shabbat erfolgen würde, hatte niemand gedacht, wohl auch nicht die Bevölkerung dieses Elendsgebiets. Zumal die israelische Regierung einen Tag zuvor der im Gazastreifen regierenden Hamas ein Ultimatum von 48 Stunden gestellt hatte, die Raketen- und Mörserangriffe auf israelisches Gebiet einzustellen. Doch Israel wartete das Ende des Ultimatums nicht ab, sondern wurde wortbrüchig und begann bereits nach weniger als 24 Stunden mit den tödlichen Luftangriffen.

Vorherzusehen war der Angriff gleichwohl. Israels Premierminister hatte ihn angekündigt und dem Sender al arabiya gegenüber erklärt: "Ich denke an die Zehntausende Kinder und Unschuldige, die als Ergebnis der Hamas-Aktivitäten gefährdet werden." FAZ 27.12.2008 . Weder die USA noch das Quartett, bestehend aus den USA, den UN, der EU und Russland, die den Friedensprozess im Nahen Osten begleiten sollten, fühlten sich offenbar berufen, Druck auf Israel auszuüben, um die mörderischen Bombardements zu verhindern.

Eine politische Glanzleistung der besonderen Art vollbrachte der deutsche Außenminister Steinmeier, als er in einem Interview mit "Bild am Sonntag" Hamas zum "sofortigen und dauerhaften" Ende der Raketenangriffe auf Israel aufforderte, von Israel dagegen nur "Zurückhaltung" bei ihren Militäraktionen verlangte, die ansonsten zu ihrem "legitimen Recht" gehörten.

Schuld an all dem Elend ist aus israelischer Sicht die diabolisierte Hamas, die in Gaza die Herrschaft ausübt. Vergessen wird, dass im Juni zwischen ihr und Israel eine Waffenruhe vereinbart wurde, die im Großen und Ganzen auch eingehalten wurde, bis Anfang November Israel mit "vereinzelten Schlägen" mehre Hamas-Milizionäre "gezielt tötete". Unterschlagen wird, dass Israel einen Monat lang weder Nahrung noch Treibstoff noch Hilfslieferungen in das Gebiet ließ. Von Hamas lag ein Angebot vor den Waffenstillstand fortzusetzen. Noch am 22. Dezember behauptete zwar das israelische Außenministerium: "Israel ist an einer Fortsetzung der Waffenruhe interessiert und nicht an einer Militäroperation", es weigerte sich aber, auf das Hamas-Angebot unter den gegebenen Bedingungen einzugehen.

Dies drängt die Vermutung auf, es handele sich bei diesem fürchterlichen völkerrechtswidrigen Angriff weniger um eine der vielen "Vergeltungsaktionen" als vielmehr um Wahlkampf: Im März wird in Israel gewählt, und erstmals liegt die Kadima-Partei von Olmert und Livni knapp vor dem rechten Likud des Herausforderers Netanyahu.

Die Eskalation der Gewalt hat ihre Wurzeln vor allem im Ergebnis der palästinensischen Wahlen vom Januar 2006, den ersten wirklich freien Wahlen in der arabischen Welt, in denen die Hamas die Mehrheit der Stimmen gewann. Der Westen erkannte die damals gebildete Regierung nicht an, Israel verhaftete - mit Unterstützung der palästinensischen Autonomiebehörde unter Mahmud Abbas - zahlreiche Minister und Abgeordnete, die z. T. bis heute im Gefängnis sitzen. Erst dies führte dazu, dass die Hamas im Gazastreifen allein die Macht ergriff.

Doch nicht nur ihre Angebote für eine dauerhafte Waffenruhe, auch das Angebot, Israel anzuerkennen, wenn dieses die besetzten Gebiete als Staatsgebiet eines palästinensischen Staates anerkennen würde, blieben ohne positive Reaktion. Es ist eine Illusion zu glauben, der nun eingeleitete Krieg gegen die Bevölkerung von Gaza könnte die Gewalt beenden. Das Gegenteil wird der Fall sein: Die Wut einer Bevölkerung, die so oder so nichts als ihr Leben zu verlieren hat, wird Israel nicht sicherer machen.

Einen Frieden im israelisch-palästinensischen Konflikt kann es erst geben, wenn alle Konfliktparteien gleichberechtigt am Verhandlungsprozess beteiligt werden. Der Bundesausschuss Friedensratschlag verurteilt die israelischen Luftangriffe, die gegen die Genfer Konvention verstoßen und zur weiteren Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts beitragen. Eine Rückkehr zur Waffenruhe wird aber auch von der Hamas im Gazastreifen verlangt. Der Bundesausschuss Friedensratschlag appelliert an die Friedensbewegung und an alle anderen politischen Kräfte, auch während der Feiertage alles zu tun, um ihre Stimme gegen die israelischen Luftangriffe zu erheben. Hilfreich könnten Briefe an die israelische Botschaft in Berlin sowie an das deutsche Außenministerium sein. Wo es möglich ist, sollten lokale Friedensgruppen mit Informationsständen und Mahnwachen auf die prekäre Lage im Nahen Osten aufmerksam machen. Sowohl die Bevölkerung des Staates Israel als auch die Palästinenser haben ein Recht auf ein Leben in Sicherheit.


Für den Bundesausschuss Friedensratschlag: Dr. Peter Strutynski Sprecher Prof. Dr. Werner Ruf
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Panik in Gaza: Palästinenser durchbrechen Grenze zu Ägypten
12/28/2008 09:08 PM

Nach den andauernden israelischen Luftangriffen im Gazastreifen haben wehrlose Palästinenser den Grenzzaun zu Ägypten eingerissen um dem Massaker der israelischen Luftwaffe zu entfliehen. Nachdem der Grenzzaun durchbrochen war, eröffneten ägyptischen Sicherheitskräfte das Feuer auf die flüchtenden, berichtet der Focus.

Weiter heißt es:

Entlang der 14 Kilometer langen Grenze strömten an mindestens fünf Stellen Palästinenser nach Ägypten. Mindestens 300 Grenzposten seien in das Gebiet verlegt worden, um die Grenze wieder zu schließen.

Nach palästinensischen Angaben wurden mehrere Menschen von den Schüssen der ägyptischen Sicherheitskräfte verletzt. Ein Bewohner des Gazastreifens sagte, Anwohner hätten sich eines Bulldozers bemächtigt, um weitere Breschen in die Grenze zu schlagen.

Dabei hatte der ägyptische Präsident noch am Samstag in Kairo erklärt: „Ägypten verurteilt die militärische Aggression in Gaza und macht Israel als Besatzungsmacht für die Toten und Verwundeten verantwortlich". Wenn Ägypten dazu stehen würde, hätten die Sicherheitskräfte an der Grenze nicht auf die fliehenden Palästinenser geschossen.

Israels brutale Angriffe auf den Gazastreifen stößt im Nahen Osten auf Wut und Ablehnung. Die Vereinten Nationen und die EU fordern einen sofortigen Stopp aller Militäraktionen. Nur unsere Chunta stellt sich wieder einmal auf die Seite der Aggressoren. So spricht Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zur “Bild am Sonntag”: “Der Gazastreifen droht erneut in einer Spirale der Gewalt zu versinken.”.

Ungeachtet aller Kritik bereitet sich das israelische Militär auf ein längeres Abschlachten der eingesperrten Palästinenser vor. Berichten zufolge wird offenbar eine Bodenoffensive vorbereitet. Ehud Olmert reicht es wohl nicht, die Eingeschlossenen nur zu bombardieren, er will die Palästinenser durch Bodentruppen zusätzlich demütigen und was dann den Frauen und Kindern passiert, muss ich nicht schreiben…

Die Axel-Springer-Presse findet das Abschlachten der eingesperrten Palästinenser ganz toll und liefert sogar eine verlogene Analyse zu Gunsten der israelischen Terrorbande.


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Mordor & Company: Broder will Kriegsverbrechen der Israelis von Gericht aburteilen lassen
12/28/2008 09:04 PM

Henryk M. Broder, Deutschlands populärster Pornoverfasser, bloggte heute einen über den zionistischen Durst.

Von der Achse seines Mistkarrens löste sich am frühen Nachmittag der nächste Dungfladen; diesmal das Stück „Bastelstunde mit Karin". Der SPIEGEL-Kleinkunstbeschreiber hatte die Storch Karin vom ZDF und den Herrn Arendt vom Palästina-Portal ins Visier genommen. Und: Er landete tatsächlich einen Alpha-Treffer. Denn der Querschläger landete im Sack des Schützen.

O-Ton Pornoverfasser Henryk M. Broder:

„Unser Lieblingsrentner, der mit der deutschen Sprache so umgeht wie ein Metzger mit Schweinfleisch, das er zu Hackepeter verarbeitet, präsentiert die ‚Auftraggeber des Mordens' Olmert, Livni, Barak und fragt: ‚Wer stellt sie vor welchem Gericht?'"

Antwort Broder:

"Wie wäre es mit einem Dortmunder Volksgericht, das zugleich mit den Kriegsverbrechen der Israelis auch die Übergriffe auf die deutsche Sprache aburteilt?"
Quelle: Achse des Guten

Danke Herr Broder, danke. Den Haag, ja, Den Haag würde für die von Ihnen zur Diskussion und nicht in Abrede gestellten Kriegsverbrechen der Israelis vollauf genügen.

Das Dortmunder Volksgericht hingegen, ich denke da an Pfefferpotthast, Panhas, Möppkenbrot, eignet sich für Justizzwecke gar nicht. Im Gegensatz zu den israelischen Kriegsverbrechen sind diese Dinge verdaulich.

Trotzdem danke. Auch die Übergriffe auf die deutsche Sprache sind somit geklärt.

Daher: Ein Stößchen für Herrn Broder und die anderen Mädels von der Achse!

Anm.: Das Stück "Bastelstunde mit Karin" bitte selbst suchen. Ich verlinke nicht auf rassistische und kriegstreiberische Internet-Seiten.

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Viktoria Waltz: Aufruf der Free Palestine Alliance
12/28/2008 08:58 PM
Statement of the Free Palestine Alliance on the Wholesale Zionist Murders in Gaza

The Free Palestine Alliance condemns in the strongest terms the wholesale fascistic Zionist attacks against the Palestinian people in the Gaza Strip. Using the lies of targeting military and police centers, the Israeli killer army is in fact targeting entire families, killing fathers, mothers and children. To the time of issuing this statement, at least 206 Palestinian have been murdered and more than 400 severely injured. The number of victims are expected to rise, and Israel's Zionist assault is expected to continue and widen, as Israel has declared.

While we hold the Zionist fascistic regime fully responsible, we also hold the Palestinian Authority, the Egyptian government and all Arab regimes equally responsible. How many more meetings and conferences will be held before a mere and meager condemnation can be issued?
The PA headed by Abu Mazen must come to an understanding that its continued role of servitude to Israel places it squarely responsible for the killing of our people. The Egyptian government can't turn a deaf ear as it shares in the starvation of our people by insisting on closing the borders. The Arab regime must be held responsible for its unabated complicity in the ongoing killing fields.A time must come, and that time is now, when fascistic Israel must be stopped in its murderous campaigns against the Palestinian people. How long can these atrocities continue unabated, and how long will the international consciousness remain unshaken by a Nazi like regime that is shameless in its hate and colonial bigotry?

We call on our people to demand an immediate stop to any and all relations with the Zionist regimes. All Israeli embassies must be closed and all ambassadors must be expelled. We call on the Egyptian people to march to Rafah and open the borders that have been shut closed by the government of Egypt. We call on the Arab masses and communities in all 5 continents to take to the streets in solidarity of our people. The Arab people no longer want to hear about Arab League meetings and inconsequential condemnations. The time has come for concrete steps to affect change.

Enough declaration and lies! Colonial Zionist hate and murder must be stopped!
We call on the newly elected United States President, Barak Obama, to recognize his historic role in immediately halting the long standing complicity of the US government in Israeli genocidal campaigns against the Palestinian people. The US can't continue to support Israel with endless military, economic and diplomatic support while the US economy itself is sinking, homes foreclosed and jobs lost. A new US moral policy must come to fruition, or at least begin to move in that direction.
Finally, but most importantly, we salute the heroic people of Palestine, especially those of Gaza. We salute your steadfast and recognize your pain, for it is also ours.
Together, we will undoubtedly triumph.

The Free Palestine Alliance, December 27, 2008

Brief Vorschlag an Condolezza Rice, Secretary of State

Stop funding the Israeli war machine and the murderous attacks on Gaza!


Dear Secretary of State,

I join with people all over the world in condemning the murderous attacks carried out by the Israeli military against the people of Gaza. Because of the U.S.-backed Israeli blockade and strangulation of the people of Gaza for the past 18 months, there is little or no medicine to treat the wounded, electricity for hospitals, or food or clean water for much of the population.
The U.S. government sends $15 million each day to Israel. In addition to the military attacks against the people of Gaza, Gaza City residents are without electricity for up to 16 hours a day and half the city's residents receive water only once a week for a few hours.
These are war crimes, and crimes against humanity. I demand that the United States end all funding for Israel.

an: comments @whitehouse.gov

Und an die Bundesregierung:

Wie die meisten Menschen in der Welt verurteile ich die mörderischen Angriffe des Israelsichen Militärs auf die Menschen in Gaza. Die Blockade der letzten 18 Monaten hat die Bevölkerung von Gaza derart stranguliert, dass es an Medizin fehlt um Verwundete zu versorgen und an Strom in den Krankenhäusern. Vielen Menschen fehlen Nahrunsgmittel und trinkbares Wasser. Die Bewohner von Gaza Stadt sind fast täglich bis zu 16 Stunden ohne Strom, die Hälfte der Stadt erhält Wasser nur einmal in der Woche für ein paar Stunden. Dies sind Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Täglich bekommt Israel 15 Millionen Dollar aus den USA - Die Bundesrepublik zahlt Millionen für Entwickungshilfe an Israel ! Stoppen Sie diese Gelder - sie verwandeln sich in tödliche Waffen gegen das palästinensische Volk!

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Radio Utopie: Knesset-Abgeordneter ruft zum Generalstreik in Israel auf
12/28/2008 08:51 PM

Während in ganz Palästina bereits seit Samstag ein dreitätiger Generalstreik gegen die israelische Besatzungs- und Kriegspolitik herrscht, hat gestern der israelische Knessetabgeordneter Jamal Zahalka zu einem Generalstreik in Israel durch die unterpriviligierten Staatsbürger "arabischer Herkunft" aufgerufen.


 


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Radio Utopie: Israels Militär erschiesst unbewaffneten Palästinenser bei Massenprotesten gegen Gazakrieg
12/28/2008 08:51 PM

Während massiver Demonstrationen in Na'alin nahe Ramallah im Westjordanland hat das israelische Militär den unbewaffneten 22-jährigen Arafat Khawaja erschossen.
Laut Zeugenaussagen war nicht einmal klar ob dieser überhaupt an den Demonstrationen teilgenommen hat.
Der Arzt Basem Abu Sheikh gab zu Protokoll Khawaja sei durch einen Schuss in die Brust getötet und ein zweiter Palästinenser angeschossen worden.


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Ein Zyniker schreibt...: Präzedenzfall
12/28/2008 08:41 PM
Das wird wohl nicht so ganz klappen. Sehr gut, ein paar negative Präzedenzfälle können wir gut gebrauchen.[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Gestorben wird später
12/28/2008 07:17 PM
Mittlerweile sind fast alle tot, die seinerzeit dazugehörten: Klaus Jenni Jentzsch, der Chef. Peter Cäsar Gläser, der Balladenschmied mit der Brille. Pjotr Kschentz, der gitarrisierende Allesspieler, der für die Band einen Job als Bettfedernausfahrer sausen ließ. Und Geruld Pannach, der handfeste Poet. Kuno Kunert lebt, hört aber nicht mehr genug, um Rock´n´Roll zu spielen.

Doch der Rest vom Schützenfest, das in dem Land, das DDR hieß, die Klaus-Renft-Combo war, fährt einfach weiter über Land und spielt, spielt, spielt. Die Lieder sind die alten, die Typen auf der Bühne bemooste, bartstoppelüberwucherte Bierruinen, die Gesänge halb schief, halb laut. Thoma schoppe, der Letzte der Rock-Ritter aus der Arbeiterrepublik, ist eine verwitterte Legende, die mit wackliger Würde weitermacht, umgeben von Gestalten wie aus dem Bilderbuch des Anti-Pop. Renft ist längst das Gegenteil von Ostrock, die Gegenthese zu Startum und Perfektion und der Beweis dafür, dass es immer weitergeht, selbst wenn keiner mehr da ist, der weeitermachen kann. Gesungen wird heute, gestorben wird später.[Link] [Cache]
Der Spiegelfechter: Dialog unter Feinden
12/28/2008 07:10 PM

Sollte es Obama mit seinem Angebot für einen Dialog zwischen Washington und Teheran ernst meinen, stünden die Chancen für einen Erfolg sehr gut

Der Traum eines nach westlichen Vorstellungen geprägten Nahen Ostens ist mit der Ära Bush untergegangen. Beim Versuch, den Nahen Osten mit militärischen Mitteln zu demokratisieren, hinterließ der Westen verbrannte Erde. Vor allem das Verhältnis zwischen den USA und Iran ist in den letzten fünf Jahren vergiftet. Die Pragmatiker in Washington haben bereits seit längerem erkannt, dass eine Schadensbegrenzung des politischen Desasters nur möglich ist, wenn man mit der regionalen Hegemonialmacht Iran kooperiert. Der künftige Präsident Barack Obama hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, die diplomatische Eiszeit mit Iran zu beenden und den Dialog zu suchen, obgleich die Ernennung außenpolitischer Hardliner in Schlüsselpositionen Zweifel an einem echten Willen zur Kooperation wecken. Wenn die USA Iran die Hand entgegenstrecken sollten, wird diese Hand von den iranischen Machthabern mit Freude ergriffen werden. Die Wirtschaftssanktionen des Westens haben das Land geschwächt und der Wille zur Kooperation ist in Teheran vorhanden.

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SaarBreaker: Demo gegen israelisches Massaker im Gazastreifen
12/28/2008 07:08 PM

Die palästinensische Gemeinde und die arabischen Vereinigungen Berlins rufen zur Demonstration gegen die israelische Aggression im Gazastreifen auf.

In dem Aufruf auf “ISM Germany” heisst es:

Wut und Entsetzen über israelische Massaker im Gazastreifen

Aufruf zur Demonstration am 29.12.2008

Wir sind wütend über die jüngsten israelischen Massaker an der Zivilbevölkerung im Gazastreifen.

Wir rufen zur Demonstration am 29.12.2008 zur Solidarität mit dem palästinensischen Volk auf.

Wann: Am Montag, den 29.12.2008, 15:00 Uhr

Wo : Von Adenauerplatz U-Bahn U7 bis U-Bahnhof Wittenbergplatz

Schluss mit der Aggression Israels gegen die Palästinenser in Palästina.

Zur Rolle der Hamas und der Fatah gibt es einen interessanten Hintergrundartikel bei www.zeit-fragen.ch.


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Mein Parteibuch Blog: Zionistische Terrorbande sucht Jubelperser
12/28/2008 07:06 PM

Das Motto des unter dem Begriff Mossad bekannten geheimen Arms der zionistischen Terrortruppe lautet bekanntlich: “Durch Irreführung sollst Du Krieg machen.” Die für ethnische Säuberungen und internationale Propaganda zuständige Terroristenführerin Tzipi Livni sucht nun Jubelperser, die ihre Verbrechen mit Ansage bejubeln.

Da Antideutsche, Springers Achse der Blöden und viele andere Kriegshetzer schon lange als PR- Agenten des zionistischen Apartheidsregimes von “Israel” entlarvt sind, werden nun weitere Jubelperser gesucht.

In arabisch, italienisch, spanisch und auch auf deutsch sollen die Verbrechen der zionistischen Terrorgruppe bejubelt werden:

“The Foreign Ministry is also looking to recruit speakers of foreign languages, in particular Arabic, Italian, Spanish, and German, in order to expand Israel’s public relations campaign with the representatives of foreign media outlets currently in Israel.”

Wer also in deutschsprachigen Medien und Internetpublikationen Kommentare und Nachrichten findet, die die Wahlkampfverbrechen des Besatzerregimes bejubeln oder zur “notwendigen Maßnahme” umlügen, darf sich also fragen, ob diskutieren sinnlos ist, weil der Autor möglicherweise für seine Lügen von der zionistischen Mörderbande bezahlt wird.

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Linke Zeitung: Schluss mit den israelischen Kriegsverbrechen in Gaza!
12/28/2008 06:56 PM
Acht Tage nach Beendigung der Waffenruhe wurden über 200 PalästinenserInnen im Gaza-Streifen durch Luftangriffe israelischer F16-Bomber getötet. Palästinensischen Quellen zufolge hat das seit 2000 schwerste Bombardement außerdem über 200 Menschen verwundet und schlimmste Verwüstungen von Wohnraum und Infrastruktur angerichtet. Vieleder „nicht zivilen Opfer waren auf Seiten der Gaza-Polizei zu beklagen, deren Kommandant ebenfalls bei dem Luftangriff umkam. Avi Benajahu, ein israelischer Militärsprecher, brüstete sich damit, dass „die Operation gegen die Hamasgerade erst angefangen habe.Die israelische Propaganda,die von westlichen Medien wie stets pflichtschuldig nachgeäfft wird, behauptet, dass dies nur eine „Vergeltung sei für die nach dem sechsmonatigen Waffenstillstand durch die Hamas am 19.12. wieder aufgenommenen Raketenangriffeauf Israel. Die Verlautbarung unterschlägt jedoch, dass es vor dem Angriff der israelischen Luftwaffe keinen einzigen Fall von Personenschaden auf israelischer Seite gegeben hat.Vergessen wird auch, dass der Waffenstillstand nicht verlängert wurde, hauptsächlich wegen der harten Haltung Israels. Das wird auch an der deutlichen Verschärfung der Belagerung des Gazagebiets seit Anfang November deutlich. Verschwiegen wird ebenso, dass Israel durch tödliche Luftangriffe den Waffenstillstand schon davor mehrmals gebrochen hatte.Der untermittelbare Anlass für den Überfall Israels hat nichts zu tun mit der Militanz der Hamas, sondern sehr viel mit den anstehenden Wahlen in Israel, für die sich sämtliche Parteien einander in Drohungen überbieten, die Hamas zu vernichten. Am 24.12. ließ die israelische Außenministerin Tzipi Livni, die auch an führender Stelle für die Kadima-Partei im Wahlkampf antritt, durchblicken, dass eine Militäroperation im Gaza in Vorbereitung sei.[Link] [Cache]
Principiis Obsta: Vom Weltbild israelischer Dumpfbacken-Siedler
12/28/2008 06:54 PM

Britische Film-Crew von jugendlichen, betrunkenen Siedlern in Hebron bedroht

Tel Rumeida ist eine kleine palästinensische Nachbarschaft tief in der West Bank bei Hebron. Palästinensische Familien leben direkt neben solchen jüdischen "Siedlern", die ihnen das Land nahmen. Häufig sind sie virtuelle Gefangene in ihrer eigenen Heimat und Ziel von gewalttätigen Angriffen von Siedlern. Die Zerstörung von Eigentum palästinensischer Familien gehören zum Terror-Repertoire jüdischer "Siedler" gegen Palästinenser, die dort schon seit zig-Generationen beheimatet sind.

Solche Bilder senden deutsche Märchenmedien eher nicht. Sie ziehen es vor, bis zum Erbrechen, ausschließlich von "militanten" Palästinensern zu reden die den "Frieden" bedrohen. So kann der Alltag für palästinensische Familien im eigenen Land aussehen. Und die Welt schaut nicht nur zu, sie deckt diesen Terror noch.





Quelle des Videos

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Buchtipp: Lobby Planet Berlin
12/28/2008 06:53 PM

logo_lobbyplanet-berlin_140Heute rühre ich mal ein wenig die Werbetrommel, aber natürlich für etwas Sinnvolles – der Förderverein LobbyControl, eine „Initiative für mehr Transparenz und Demokratie", hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Lobbyisten in unserem Land verstärkt auf die Finger zu schauen und ihre Versuche zu dokumentieren, die Politik im Sinne jeweiliger Interessensgruppen (und zum Schaden der meisten Bürger) zu beeinflussen. Nun hat der Verein den Lobby Planet Berlin herausgebracht, ein 168seitiges Buch mit vielen Infos darüber, wo einzelne Interessensvertretungen sitzen und was sie so bezwecken.

Der Lobby Planet Berlin führt anhand von 55 Stationen anschaulich in den Berliner Lobbydschungel ein. Er stellt Ihnen zahlreiche Lobbyorganisationen, Kampagnen und Netzwerke vor und erläutert ihre Methoden und Tricks.

Dabei geht es nicht immer zimperlich zu. Zahlreiche Beispiele von der Finanzlobby über die Tabakindustrie bis zur Klimapolitik machen anschaulich, wie unethische Lobbypraktiken, privilegierte Zugänge und Machtungleichgewichte demokratische Prozesse untergraben.

Bestellen kann man dieses erhellende Buch für 7,50 € + Porto direkt beim Verein, Neumitglieder erhalten es gratis.

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Wut!: Schrottwirtschaft
12/28/2008 06:53 PM

Wie fördert man noch einmal die Wirtschaft, wenn man nicht einsehen will, dass ein komplettes Finanzsystem als Grundlage ebendieser Wirtschaft an die Wand gefahren ist? Klar, indem man “den Konsum ankurbelt”. Ist nur schade, dass die einen Menschen in der BRD so verarmt sind, dass sie sich manchmal kaum noch ihre eigene Ernährung oder notwendige medizinische Behandlungen leisten können, während die anderen Menschen in der BRD eigentlich schon über alle beständigen Güter verfügen. Was kann man da machen? Vielleicht die Armut bekämpfen?

Nein, das ist nicht nach dem Geschmack eines P’litikers der BRD. Stattdessen ist es besser, wenn man den Menschen “Anreize” gibt, noch nutzbare Güter in Müll zu verwandeln. Das ungefähr hat sich der “Kanzlerkandiat” der SPD, Frank-Walter Steinmeyer, gesagt, als er fröhlich zum Jahresausklang von einer Verschrottungsprämie für Autos träumte, damit die Menschen auch ja ihre noch benutzbaren Atmosphärenkonverter in Müll Wertstoff verwandeln und sich eine schöne, neue Glitzerkarre kaufen.

Selten nur wird der Zusammenhang zwischen dem exponenziellen “Wachstum der Wirtschaft” und dem ebenfalls exponenziellen Wachstum der zunehmend giftigeren Müllberge so deutlich wie in diesem — gewiss auch in der permanenten Nähe zu gewissen Wirtschaftsvertretern zur ausgewachsenen Geisteskrankheit herangereiften — p’litischen Aberglauben eines Spitzenp’litikers der BRD.

Posted in Aberglaube, Armut, Dummheit, Geld&Unsinn, Korruption, Mafia, Prop&P'litik, Realsatire, S.A.A.R.T., Verdummung, Zynismus
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"Die Dreckschleuder": Die Regierung der Europäische Union ist volks-und demokratiefeindlich! Kein Salz mehr zum Brot!
12/28/2008 06:52 PM

Für EU-Kritiker habe ich hier einen sehr schönen Beitrag gefunden…

Werner Krieger
Freier Journalist

Um dem gesamten europäischen Volk die die Mitsprache, also die Demokratie zu entziehen und die Macht zu kompensieren, wurde aus der ehemaligen EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT die EU. Verfolgt man die Entwicklung wie sich die uneingeschränkte Eigendynamik zur Macht entwickelt, sieht man, dass diese „Erfindung" ausschließlich von Politikern gemacht wurde. Die Verfassungsvorgaben und Gesetze der Mitgliedstaaten, die gerade solchem Machtmissbrauch Einhalt gebieten sollen, können jetzt durch die Schaffung einer selbsternannten Überregierung, sowie der willkürlichen Verabschiedung von Erlassen und Verträgen unterwandert werden. Die Souveränität der Mitgliedsstaaten, wie auch dem unseren, soll gebrochen werden, wie mittlerweile offen ausgesprochen wird.
Auch als finanzieller „Selbstbedienungsladen" für Politiker mittlerweile zum „Renner" geworden, werden unkontrolliert Mammutverwaltungen aufgebaut, Heere von Beamten rekrutiert, für den „Feuchtigkeitsgehalt von Hundehaufen" Kommissare ernannt und soviel Kohle verschleudert, dass es jedem Betriebswirt den kalten Schweiß auf die Stirn schlagen würde.

Innerhalb der EU sind beispielsweise derzeit 34.000 Personen mit der Bekämpfung der Raucher beschäftigt. Beamte sind in Deutschland und der EU derart krass überpräsentiert, dass die vielen anderen Gesellschaftsgruppen eine Revolution ausrufen müssten.

Hauptsache man beschäftig die Leute, wenn auch mit Mist. Beamte brauchen eine Existenzberechtigung und Nichtbeamte müssen mit Schikanen beschäftigt werden, um von tatsächlichen Bedrohungen abzulenken.
Für die Aufzählung vom Verschleudern unserer Gelder für neue Schikanen würden diese Seiten nicht ausreichen.

Hier weiter:

Posted in EU-Grundrechte, EU-Recht, Europa, Politik Tagged: Europa
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"Die Dreckschleuder": Die Nacht der Nächte…
12/28/2008 06:52 PM

Eines kann ich Euch schon sagen…die kommende Sylvester-Nacht wird hart, knallhart… Der IT-Branchenverband BITKOM rechnet nämlich für die kommende Silvesternacht mit rund 300 Millionen Handy-Kurznachrichten. Wer schon in den letzten Jahren per SMS Freunden und Bekannten Wünsche für das Neue Jahr geschickt hat, der weiß…die Nachricht kommt unter Umständen sehr spät beim Empfänger an. Der Bitkom spielt -wie schon im letzten Jahr- das Problem runter und verkündet, das die deutschen Mobilfunknetze für den Mitteilungsandrang zum Jahreswechsel gerüstet seien, trotzdem könne sich der Versand verzögern.!
Also, wer unbedingt in dieser Nacht eine SMS verschicken möchte, der sollte das vor dem Jahreswechsel erledigen.

Posted in Allgemein Tagged: Jahreswechsel
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Kirchensumpf: Nachweihnachtlicher Buchtipp
12/28/2008 06:43 PM

Wer zu Weihnachten einen Buchgutschein bekommen hat, für den haben wir noch einen Tipp:

Korrupte Medizin

Hans Weiss
Korrupte Medizin
Ärtzte als Komplizen der Konzerne
Kiepenheuer & Witsch
256 Seiten
ISBN: 3-4620-4037-5, 18,95 Euro
Günter Wallraff lässt grüßen! Wie Ärzte sich bestechen lassen - Korruption im Gesundheitswesen. Ein Journalist wechselt seine Identität und geht in die Pharmaindustrie. Erschreckendes Resultat seiner Recherchen: Die Medizin steht unter der Kontrolle der großen Pharmakonzerne. Und zahlreiche Spitzenmediziner machen sich zu Komplizen. Der Autor absolviert eine sechsmonatige Ausbildung zum Pharmavertreter und gründet - auf dem Papier - eine Beratungsfirma für die Arzneimittelindustrie. Damit baut er sich über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren eine respektable Identität als Pharma-Consultant auf, nimmt an brancheninternen Symposien teil, erhält Zugang zu geheimen Marketingdokumenten, kauft brisante geheime Studien und wird begehrter Gesprächspartner von Klinikchefs. Warum sind Medikamente so teuer? Weil so viel in die Entwicklung und Erforschung von neuen Medikamenten investiert wird, die allen Patienten zugute kommen! So die Antwort der Pharmaindustrie. Tatsächlich wird intern ungeniert kritisiert, dass es mit der Innovationskraft der Industrie nicht weit her ist. Was unter “Forschung und Entwicklung” verbucht wird, sind meist Marketingmaßnahmen, die nur den Zweck haben, den Gewinn der Konzerne zu erhöhen. Die Pharmaindustrie beschäftigt ein ganzes Heer von Marktforschern und Informanten, die ständig untersuchen, wie häufig Medikamente verschrieben werden, welcher Umsatz damit erzielt wird, warum Ärzte bestimmte Medikamente verschreiben und andere nicht, welche Wirkung Pharmavertreter auf die Zahl der Verschreibungen haben. Ohne die aktive Mithilfe von Ärzten wäre das alles nicht möglich.

Wer durch den ZDF-Beitrag “Das Pharma-Kartell” noch nicht ganz überzeugt wurde, der kann hier noch tiefer in die Materie einsteigen und ein Lehrbeispiel von Lobbyismus erleben.

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Urs1798: Kinderalltag in Gaza
12/28/2008 06:40 PM

Bei youtube gibt es eine fünfteilige Dokumentation über den Kinderalltag im Gaza-Streifen von DokuChannel:

Tödliche Feindbilder-Was die Intifada- Kinder empfinden.

Die Dokumentation ist erschütternd und endet mit dem Tod des britischen Kameramanns.

Ich wünschte die Kinder in Gaza und Israel könnten unbeschwert ohne Angst und Hass aufwachsen. Und jetzt werden noch mehr sterben. Warum?

Gaza vom Erdboden getilgt mit weltweiter Unterstützung

Gaza vom Erdboden getilgt mit weltweiter Unterstützung

Tonnenweise Bomben verschossen in dichtbesiedeltem Gebiet kostet das Leben der Zivilbevölkerung. Und dies schafft einfach keinen Frieden, das Gegenteil wird erreicht. Also solange weiterbomben bis nur ein einziger großer Krater übrig bleibt?

Montag große Demonstration in Berlin

http://www.radio-utopie.de/2008/12/28/Montag-Demonstration-gegen-Israels-Aggression-im-Gazastreifen

Posted in Demonstration, Grausam, Justiz, Krieg, Kunstfreiheit, Mörderisches, Politisch, Unmenschlich, USA, Verstand verloren?, Zensur Tagged: Danke Angie und Danke Steinmeier- eure Unterstützung war ja klar, Fanatiker gehören vor Gericht, Gewalt bringt nur neue Gewalt, kein Krieg in Gaza, Krieg Israel Gaza, Mittäterschaft, Montag Demonstration in Berlin, Mord an Zivilisten, neue Intifada, noch mehr Leid, Sanktionen gegen Israel

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anouphagos: Deutsch bleibt deutsch…
12/28/2008 05:16 PM

…da helfen keine Pillen. Recht haben diese ZEIT ONLINE Leserkommentare zu einem ganz unsäglichen Pro-Prohibitionsartikel in der letzten ZEIT: Es ist nicht an der Zeit, in Sachen Drogenpolitik härter durchzugreifen im Sinne des gesunden Volksempfindens, es ist an der Zeit für eine rationale Lösung. Die Integration aller illegalen Drogen in unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaftsordnung. Keine Gesellschaft ist je mit Verboten dauerhaft glücklich geworden; den “Kampf gegen eine Droge” gewinnt man nur durch ihre Integration.

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Sozial-Gangbang: Wer Steinmeier wählt, hilft der CDU
12/28/2008 05:06 PM
Frank-Walter Steinmeier schließt in Springers Welt - wo auch sonst - eine Zusammenarbeit der SPD mit der Linken nach der Bundestagswahl 2009 definitiv aus. Er lässt sich zitieren:
"Mit mir wird es da keine Experimente geben."
Damit hat Frank-Walter Steinmeier sich praktisch jede Möglichkeit verbaut, Bundeskanzler werden zu können. Er macht damit in voller Absicht den gleichen Fehler wie Andrea Ypsilanti, die sich und der SPD durch ihre schwachsinnige Ansage, nicht mit der Linken zusammenzuarbeiten, schwer geschadet hat. Wer die CDU nicht in der Regierung sehen will, darf bei der Bundestagswahl 2009 also auf keinen Fall SPD wählen.
Denn wer Steinmeier wählt, hilft der CDU. Frank-Walter Steinmeier ist spätestens jetzt absolut unwählbar. Sollte er wirklich Kanzlerkandidat der SPD bleiben - theoretisch könnte die SPD noch jemand anders aufstellen - , dann bleibt linken SPD-Mitgliedern nur noch, der SPD den Rücken zu kehren. Eine andere Möglichkeit als die Abstimmung mit den Füßen haben SPD-Mitglieder dann nicht mehr.
Wer jetzt austritt, kann Frank-Walter Steinmeier damit sagen, was er davon hält, dass er sich von Abgeordneten der Linken nicht zum Kanzler wählen lassen will und stattdessen lieber die CDU an der Macht lässt. Wird Frank-Walter Steinmeier es schaffen, die SPD damit endgültig zu zerlegen? Angesichts dessen, was Steinmeier bietet, ist das die bessere Perspektive. Steinmeiers Fraktion der Geldverbrenner und Kriegshetzer abhängig von Gnaden der Springerpresse, der CDU und ihrer transatlantischen "Freunde" wird dann garantiert an der 5%-Hürde scheitern. Warum sollte auch jemand die billige SPD-Kopie wählen, wenn mit der CDU auch das postfaschistische Original auf dem Stimmzettel steht?
Eintreten in die Linkspartei kann man hier.
Nachtrag: Steinmeier sagt in dem Interview übrigens noch was interessantes. Wir zitieren Frank-Walter Steinmeier wörtlich: "Ich wohne in einem Berliner Stadtteil, der als bürgerlich gilt, und kann auch bürgerliche Umgangsformen." Obwohl er also nach eigener Aussage in Berlin wohnt, hat sich Frank-Walter Steinmeier gerade in einem sicheren Brandenburger Wahlkreis als Kandidat der SPD aufstellen lassen. Wenn er aber in Berlin wohnt, dann darf er sich nicht für Brandenburg in den Bundestag wählen lassen. [Quelle: Mein Parteibuch][Link] [Cache]
Wahljahr Blog: Schäfer-Gümbel zieht (nicht) zurück
12/28/2008 05:00 PM

Ich weise kurz auf diesen wieder einmal parteiischen SpON-Artikel hin.

Die Diskrepanz zwischen Überschrift - also der Schlagzeile, die hängen bleiben soll - und dem Inhalt ist wieder einmal frappant: In der Überschrift wird behauptet, Schäfer-Gümbel ziehe seinen Vorschlag zurück. Im Text jedoch lesen wir:

“Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es für eine Anleihe derzeit keine Mehrheit gibt”, sagte Schäfer-Gümbel dem “Tagesspiegel am Sonntag” und betonte: “Deshalb werde ich mich nicht in einer Instrumentendebatte verlieren, die ich gegenwärtig nicht gewinnen kann, obwohl mein Vorschlag in die richtige Richtung weist.”

Kleiner Unterschied. Schäfer-Gümbel steht also zu seinem Vorschlag, große Vermögen heranzuziehen, um die nötigen konjunkturpolitischen Investitionen zu finanzieren. Im Übrigen ist sein Vorschlag sehr handzahm: Er will ja nicht einmal die Steuern erhöhen, er will ja bloß eine Anleihe.

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Radio Utopie: Montag Demonstration gegen Israels Aggression im Gazastreifen
12/28/2008 04:51 PM

Die palästinensische Gemeinde und die arabischen Vereinigungen Berlins rufen morgen um 15 Uhr auf dem Berliner Adenauerplatz zu einer Demonstration gegen die israelische Aggression in Gaza auf.


Mehr lesen [Link] [Cache]
Radio Utopie: Gab die Berliner Regierung grünes Licht für das Massaker in Gaza?
12/28/2008 04:51 PM


"Während das Massaker in den Bevölkerungen der gesamten Welt auf größte Ablehnung gestoßen ist, so dass selbst eine ganze Reihe westhöriger Regime Israel scharf kritisieren mussten, haben sich einige westliche Verantwortungsträger mehr oder weniger uneingeschränkt hinter Israel gestellt. Dass dabei die USA mit Bush und Rice jedes Verbrechen Israels mittragen, war bekannt. Dass auch die Bundeskanzlerin Merkel stets bei jeder Menschrechtsverletzung Israel faktisch unterstützt hat, ist ebenfalls kein Geheimnis. Dass aber jetzt auch der deutsche Außenminister allein die Hamas für jene Aktionen verantwortlich macht und Israel in diesem Zusammenhang das „das Recht auf Selbstverteidigung“ zubilligt, zeugt von einer perversen politischen Denkweise, die nicht den Schutz von Menschenleben zum Ziel hat, sondern ausschließlich die Macht auch auf Kosten von Menschenleben."


 


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anouphagos: Munchkin Support-Anfrage
12/28/2008 03:16 PM

Pegasus hat ja einen tollen Service: den Support. Diesen habe ich bezüglich einer Munchkin-Frage kürzlich kontaktiert:

Hallo Frau Birger,

leiten Sie meine Anfrage doch bitte an einen Munchkin-Supporter weiter. Meine Frage bezieht sich auf die in (fast?) allen Erweiterungen enthaltene Karte “Gezinkter Würfel”. In einem Spiel vergangene Woche stellte sich uns die Frage, ob der Würfel - wie auf der entsprechenden Karte sogar illustriert - einen Wert >6 annehmen kann; ob man also bei einem um -2 modifizierten Weglaufen-Wurf (der regeltechnisch überflüssig wäre) automatisch entkommt, weil man den gezinkten Würfel den Wert 7 annehmen läßt. Wäre es dann auch statthaft, durch einen Wert “unendlich” bei entsprechender Regelung unendlich viele (also alle) Schatzkarten aufzunehmen (so erlaubt bspw. durch ein Lesezeichen, wenn ich das recht erinnere)?

Vielen Dank für Hilfe bei diesem Problem!

Mit freundlichen Grüßen zu den Festtagen

Dennis Schmolk

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politplatschquatsch: Altautos für Afrika
12/28/2008 01:17 PM
Es gibt ihn noch, den deutschen Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier. Beobachter hatten zuletzt gemutmaßt, die scheue Schneeeule der SPD habe aus Angst vor der kommenden Kanzlerschaft nach dem SPD-Wahlsieg im kommenden Jahr Selbstmord begangen. Stattdessen hat Steinmeier aber lieber konkrete Pläne geschmiedet, mit denen er die Finanz- und Wirtschaftskrise demnächst beenden wird.

Dazu müsste das Kabinett, dessen Initiative für eine Kfz-Steuer-Aussetzung zu einem Einbruch bei den Autoverkaufszahlen geführt hat (siehe Grafik oben) staatliche Hilfen zugunsten der deutschen Autoindustrie beschließen. Diese sei „das Rückgrat unserer Volkswirtschaft", meint Steinmeier, weswegen auch mit "staatlichen Mitteln Anreize zum Autokauf" geschaffen werden sollten. Der Vizekanzler denkt aber offenbar nicht daran, jedem Deutschen das Auto seiner Wahl zu schenken. Vielmehr soll eine „Abwrack- oder besser Umweltprämie" dafür sorgen, dass mehr deutsche Gebrauchtwagen künftig auf dem Balkan, in der Türkei oder Nordafrika herumfahren, während ihre deutsche Ex-Besitzer für ihre umweltfreundlichen neuen Wagen eine Steuer "gestaffelt nach CO2-Ausstoß" zahlen.

Das ist genau überlegt und äußerst umweltfreundlich. Je mehr Deutsche ihre Altautos staatlich gefördert abgeben, desto niedriger sind die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Und desto mehr Menschen in den Entwicklungsländern können sich einen Golf 2, einen Opel Astra oder den Mazda 323 leisten. Die Umwelt profitiert dadurch nicht direkt und unmittelbar, aber dann doch später, wenn die angejahrten Stinker (Bildzeitung) dann auch im Senegal und in Albanien aussortiert und ersetzt werden.

Steinmeier verlangte darüber hinaus „eine schlüssige strategische Antwort" auf die Finanz- und Wirtschaftskrise, ohne dabei schon zu verraten, von wem er diese Antwort verlangt. Der Außenminister ließ stattdessen tief in seine Seele schauen, die die eines Poeten ist: „Wer heute das Blatt ‚Zukunft' beschreiben will", nebelte er wolkig, "muss die vier Ecken mit Arbeit, Umwelt, Bildung und Innovation ausfüllen."[Link] [Cache]
Kurokasai: Nächstenliebe ja, aber doch nicht für alle
12/28/2008 12:56 PM

Nein, das Blog ist nicht tot. Anderslautende Gerüchte werden hiermit widerlegt. Ich hatte mich nur eine Zeit lang recht stark zurückgezogen und dieses Projekt schleifen lassen. Zur Wiederaufnahme werde ich mich einmal wieder den Kirchen widmen, diese Verbrecher greife ich nicht halb so oft an, wie sie es eigentlich verdienen.

Der Führer, und das wird bitte genau so assoziiert, der katholischen Kirche, “Wir Papst” Ratzinger, hat es sich kürzlich nicht nehmen lassen zu beweisen, dass er nichts, aber auch wirklich gar nichts aus der Vergangenheit sowohl dieses Landes als auch seiner Organisation gelernt hat.

Pope Benedict said on Monday that saving humanity from homosexual or transsexual behavior was just as important as saving the rainforest from destruction.

“ The Church should also protect man from the destruction of himself. A sort of ecology of man is needed,” the pontiff said in a holiday address to the Curia, the Vatican’s central administration.

Wes Geistes Kind ein Mensch ist, der eine Menschengruppe aufgrund ihrer sexuellen Orientrierung als schädlichen, ja geradezu bedrohlichen uns zerstörerischen Einfluß betrachtet, dürfte wohl ohne Probleme festzustellen sein. Wer trotzdem Zweifel hat, ob die Aussage des Massenblenders eine Aufregung wert sei, dem empfehle ich, die Worte “homosexual behavior” durch “jewish influence” zu ersetzen.

Die Worte Ratzingers sind im Kern die gleichen Worte eines Antisemiten, der die Juden für irgendwelches Unglück in der Welt verantwortlich macht, eines Rassisten, der meint, Einwanderer schwächten den Genpool seines Volkes, oder eines Faschisten, der eine Verschwörung seiner politischen Gegner ausgemacht haben will. Allen ist gemein, dass sie sich eine Gruppe aussuchen, die sie als Sündenbock und Ziel von Aggressionen benutzen können. Homophobie ist nichts anderes als Rassismus oder Antisemitismus, sie fundiert auf der gleichen Basis wie die anderen beiden und der Papst sollte nicht anders behandelt werden als jeder Rassist und Antisemit auch.

via

Posted in Autoritätswahn, Heiliger Stuhlgang, Religion, Seelenschäden
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Principiis Obsta: Der Weltgeldbetrug
12/28/2008 12:54 PM
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, http://www.koufogiorgos.de

Von Folker Hoffmann

Seit dem 18. Dezember d.J. hatt ich hier vier ausgezeichnete und informative Videos, wo Prof. Dr. Eberhard Hamer vor einem kleinen Kreis über den Weltgeldbetrug referierte. Auf meinem Blog erfreuten sie sich reger Nachfrage und ich nehme an, auf anderen Blogs ebenso.

Leider sind diese vier Videos vom "Nutzer" auch auf YouTube entfernt worden. Waren wohl zu brisant für die Finanzmafia und ihren politischen Handlangern, wenn es kostenlos im Internet zur Verfügung steht. Möglicherweise kann man sie als DVD auf http://www.eisbrecher.at/ bestellen, der mir der "Nutzer" zu sein scheint? Bleibt dann sozusagen im kleinen Kreis "unter uns Besserverdienende". Wo kämen wir auch hin, wenn Volksaufklärung ernst genommen würde? Der "Pöbel" hat eh nichts zu retten. Ganz ungewollt(?) hat die Finanzmafia eine revolutionäre Situation durch den Finanzcrash geschaffen. Es fehlen halt nur die "richtigen" Revolutionäre und so wird die Hochfinanz diesen Part auch noch übernehmen.

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murdelta: sonntagsfilm 12
12/28/2008 12:45 PM

The Power of Nightmares
The Power of Nightmares, subtitled The Rise of the Politics of Fear, is a BBC documentary film series, written and produced by Adam Curtis. Its three one-hour parts consist mostly of a montage of archive footage with Curtis’s narration. The series was first broadcast in the United Kingdom in late 2004 and has subsequently been broadcast in multiple countries and shown in several film festivals, including the 2005 Cannes Film Festival.
[wikipedia]


[direktlink part1]

[direktlink part2]

[direktlink part3]

[via holgi]

Tagged: adam curtis, bbc, doku, googlevideo, the power of nightmares
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murdelta: sonntagsmusik 12
12/28/2008 12:45 PM

jazzanova @ multikulti 2008-08-24
[direktdownload part1 | .mp3/59:37min/84mb]
[direktdownload part2 | .mp3/64:45min/93mb]

Tagged: jazzanova, newmixes.com, radio multikulti
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Bedeutungswirbel: Die Macht der Schulden oder die Macht der Ohnmacht
12/28/2008 10:58 AM

Geld ist geronnene Macht. Es ist die Möglichkeit Handlungen anderer Menschen zu bestimmen oder doch mindestens zu beeinflussen. Interessanterweise stimmt das nicht nur wenn man Geld hat, sondern auch wenn man Schulden hat. Sie müssen nur hoch genug sein.

Die Finanzkrise hat es endgültig deutlich gemacht: Ob ich 1 Billion Euro oder 1 Billion Euro Schulden habe macht nicht wirklich einen Unterschied. In beiden Fällen kann ich ähnlich viel Macht über andere Menschen ausüben.

Ebesno interessant: Es ist fast genauso schwer an 1 Billion Euro Schulden zu kommen wie an 1 Billion Euro. Erstaunlich oder?

Dummerweise funktioniert das im Kleinen nicht so symmetrisch. Mit 100 Euro habe ich durchaus bescheidene Macht über andere Menschen. Mit 100 Euro Schulden haben nur andere Macht über mich.

Wie kommt es zu diesem Umschlag von Ohnmacht in Macht? Ist das ein ähnlicher Prozeß wie der Umschlag von der Ohnmacht der Massen zur Macht der Revolte? Oder das genaue Gegenteil?

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Konsumpf: Ignoranz ist unausrottbar
12/28/2008 10:52 AM

Neulich vor meiner Wohnung – so parkt der moderne Autofahrer, dem alles egal ist:

sany0112

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Principiis Obsta: Suche den Unterschied!
12/28/2008 08:53 AM


Keiner der drei ist aufgestanden und hat der Öffentlichkeit in einfachen Worten gesagt: Ich werde im Laufe des nächsten Jahres (2009) mit den Palästinensern Frieden schließen. Dieser Frieden gründet sich auf der Errichtung eines palästinensischen Staates entlang der Grenze von vor 1967, mit geringen Grenzveränderungen auf der Basis von 1:1, Jerusalem wird zur Hauptstadt von zwei Staaten werden, mit einer gemeinsam vereinbarten vernünftigen Lösung des Flüchtlingsproblems, einer Lösung, mit der Israel leben kann.

Von Uri Avnery


EIN MANN wurde nach seinen Söhnen gefragt. „Ich habe drei", sagte er, „aber einer von ihnen ist ein kompletter Idiot."

„Welcher?" fragten sie. „Such dir einen aus!" antwortete er.

In 51 Tagen werden wir eine neue Knesset und eine neue Regierung wählen.

Drei große Parteien konkurrieren um den Sieg: Kadima, Likud und Labor.

Was den Rest der Geschichte angeht: die Fortsetzung einfach beim Witz suchen.


GIBT ES eine wirkliche Auswahl? Mit andern Worten, gibt es irgendwelche realen Unterschiede zwischen den drei Parteien?

Wie bei dem Spiel: „Suche die Unterschiede!" sind sie so winzig, dass man wirklich gute Augen braucht, um sie zu entdecken.

Natürlich gibt es politische Unterschiede zwischen den dreien. Aber was die drei Parteien und ihre drei führenden Verantwortlichen gemeinsam haben, ist viel bedeutsamer, als was sie trennt.

Binyamin Netanyahu sagt, dies sei nicht die Zeit, um mit den Palästinensern Frieden zu machen. Wir müssen warten, bis die Zeit dafür reif ist. Nicht auf unserer Seite, sondern auf der palästinensischen Seite. Und wer wird dies entscheiden, wann auf der palästinensischen Seite die Zeit dafür reif ist? Netanyahu natürlich. Er oder sein Nachfolger oder die Nachfolger seiner Nachfolger.

Zipi Livni sagt – so scheint es wenigstens – genau das Gegenteil. Wir müssen mit den Palästinensern reden. Worüber? Nicht über Jerusalem, Gott bewahre. Und nicht über die Flüchtlinge. Worüber dann? Vielleicht über das Wetter? Zipis Plan – so muss man daraus schließen – ist der, dass man weiter redet und redet und redet und doch kein konkretes Abkommen erreicht.

Ehud Barak hat seine schicksalhafte Ankündigung von vor acht Jahren nicht zurückgezogen, als er von der (auf Grund seines Versagens) fehlgeschlagenen Camp David Konferenz zurückkam: „Wir haben keinen Partner für den Frieden."

Keiner der drei ist aufgestanden und hat der Öffentlichkeit in einfachen Worten gesagt: Ich werde im Laufe des nächsten Jahres (2009) mit den Palästinensern Frieden schließen. Dieser Frieden gründet sich auf der Errichtung eines palästinensischen Staates entlang der Grenze von vor 1967, mit geringen Grenzveränderungen auf der Basis von 1:1, Jerusalem wird zur Hauptstadt von zwei Staaten werden, mit einer gemeinsam vereinbarten vernünftigen Lösung des Flüchtlingsproblems, einer Lösung, mit der Israel leben kann.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de


Keiner der drei hat überhaupt irgend einen Friedensplan angeboten. Nur hohle Worte. Nur PR, Phantasien.

Wie z.B. die Alternative, die Netanyahu angeboten hat: die Verbesserung der Lebensbedingungen der Palästinenser. Lebensbedingungen unter Besatzung? Wenn 600 Straßensperren in der Westbank die freie Bewegung behindern? Wenn jeder gewalttätige Widerstandsakt zu kollektiver Bestrafung führt? Wenn Todesschwadronen nachts unterwegs sind, um „Gesuchte" zu liquidieren? Nur ein Verrückter wird in solch ein Gebiet Geld investieren.


ALLE DREI sind sich in der Ansicht einig, dass die Hamas eliminiert werden muss. Keiner von ihnen erklärt öffentlich, dass der Gazastreifen wieder besetzt werden sollte – etwas, das von der Öffentlichkeit genau so wie vom Militär sehr ungern gesehen würde. Aber alle drei unterstützen die strenge Blockade des Gazastreifens, da sie glauben, dass wenn die Bevölkerung kein Brot mehr habe und die Krankenhäuser keine Medikamente oder Kraftstoff, sich die Bevölkerung des Gazastreifens erheben und das Hamas-Regime stürzen würde. Bis jetzt geschah das Gegenteil. In der vergangenen Woche hat eine Viertelmillion Menschen – etwa die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung des Gazastreifens – an einer Rallye teilgenommen, die den Geburtstag von Hamas feierte.

Nicht einer der drei stand auf und sagte: Ich werde mit der Hamas reden, um sie in den Friedensprozess einzubinden.

Und keiner der drei stand auf und sagte: Ich werde im Laufe des nächsten Jahres Frieden mit den Syrern machen. Die Bedingungen sind bekannt, ich akzeptiere sie, ich beabsichtige diese zu unterzeichnen.

Vielleicht denken alle drei im Geheimen so. Aber jeder von ihnen sagt sich: „Ich bin doch nicht verrückt? Ich werde mich doch nicht mit den Golansiedlern und ihren Unterstützern anlegen?" Jemand, der nicht bereit ist - aus Angst vor den fanatischen Siedlern dort - einen einzigen elenden Außenposten aus der Westbank zu entfernen, wird auch auf den Golanhöhen kein Risiko eingehen.


ANDERERSEITS haben alle drei denselben Notausgang: die iranische Bombe. Was würden wir ohne sie tun? „Die Hauptgefahr für die Existenz Israels ist die iranische Bombe!" erklärt Barak, erklärt Zipi und erklärt Netanyahu. Ein fein abgestimmter Chor.

Von Anfang an hat der Zionismus nach Auswegen gesucht, um vor dem „palästinensischen Problem" wegzulaufen. Warum? Wenn die zionistische Bewegung zugegeben hätte, es gäbe ein palästinensisches Volk, hätte sie für die aktuelle Situation und für das moralische Problem eine Lösung finden müssen. Deshalb sind jeweils Hunderte verschiedener Vorwände gefunden worden, um das Dilemma ignorieren zu können.

Heute erfüllt die iranische Bombe diese Funktion. Hier besteht eine klare und gegenwärtige Gefahr. Eine existentielle Gefahr. Belästige mich nicht ständig mit dem palästinensischen Problem! Das eilt gar nicht. Das kann noch ein paar Jahre (oder ein paar Generationen) hinausgeschoben werden. Jetzt braucht die iranische Bombe unsere ganze Aufmerksamkeit. Nachdem wir dieses Problem gelöst haben - wie, ist allerdings nicht klar - werden wir freie Hand haben und uns mit der palästinensischen Plage beschäftigen.

Die Logik sagt natürlich genau das Gegenteil. Wenn wir ein Friedensabkommen mit dem ganzen palästinensischen Volk abschließen und mit der Besatzung aufhören, wird der Perserteppich unter den Füßen eines Ahmadinejad und seinesgleichen weggezogen. Wenn die Palästinenser Israel anerkennen und Frieden machen, dann wird der anti-israelische Kreuzzug (oder eher Halbmondzug) seinen Dampf ablassen.


OK, IN den Angelegenheiten von Krieg und Frieden gibt es bei den Dreien keinen Unterschied. Aber wie ist es mit den anderen Problemen?

Die Wirtschaftskrise beherrscht die Schlagzeilen. Alle drei Kandidaten schlagen vor, sich damit zu befassen. Um irgendwelche Unterschiede zwischen ihren Ankündigungen dazu festzustellen, braucht man schon ein Mikroskop.

Es könnte angenommen werden, dass Netanyahu sich von den anderen unterscheidet. Schließlich war er der Hohe Priester der Privatisierung. Alles zu privatisieren, von den Stahlkabeln bis zu den Schnürsenkeln. Dieses Dogma ist nun in den USA kollabiert – und ist dabei, auch in Israel zu kollabieren. Stört dies Netanyahu? Lässt ihn das bescheidener werden? Nicht im Geringsten. Nun verlangt er – ohne mit der Wimper zu zucken – massive Staatsinterventionen. Genau wie Zipi. Genau wie Barak.

Und wie ist es mit dem Staat und der Religion? Keiner von ihnen verlangt eine Trennung. Keiner fordert zivile Trauung oder das Zurücknehmen der religiösen Zwangsgesetze oder die Einberufung von Tausenden von Yeshiva-Studenten zum Militär. Keiner verlangt, dass Hauptfächer – wie Englisch und Mathematik – in das Curriculum der staatlich finanzierten religiösen Schulen mit aufgenommen wird. Gott bewahre, Gott bewahre! Schließlich benötigen sie morgen alle die Shas und/oder die orthodoxen Parteien.

Die arabischen Bürger? Alle Parteien hofieren sie eifrig. Aber keiner von ihnen verspricht ihnen etwas Reales. Wirkliche Gleichheit? Nur mit Worten. Kulturelle Autonomie? Natürlich nicht. Die Ausführung von Empfehlungen der Regierungsuntersuchungskommission, die nach den Oktober-2000- Tötungen ernannt wurde? Keine Chance!

Und die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden.


ALSO GIBT es keinen wirklichen Unterschied zwischen ihnen? Ist es wirklich vollkommen gleichgültig, wem man seine Stimme gibt?
Ganz soweit würde ich nicht gehen.

Da gibt es kleine Differenzen – wenn es um schicksalsschwere Dinge geht, ist auch ein kleiner Unterschied bedeutsam.

Netanyahu, zum Beispiel, bringt eine extrem rechte Mannschaft mit sich. Diese schließt faschistische Elemente mit ein, die man nicht ignorieren sollte. Es besteht die Gefahr, dass er eine Regierung aufstellt, die „extrem-rechte ( d.h. geradezu faschistische) Parteien, zusätzlich zur rechts-orthodoxen Shaspartei, mit einschließen würde. Sein Sieg würde der ganzen Welt signalisieren, dass Israel den Weg in den Abgrund gewählt hat. Damit wäre auch die Möglichkeit gegeben – der Alptraum israelischer Politiker – mit den USA, jetzt von Barack Obama geführt, zusammenzustoßen.

Die (und zwar zu Recht) lädierte Labour-Partei schließt wenigstens ein sozial-demokratisches Element ein, das sie von den beiden anderen unterscheidet. Dieses ist schwach, aber nicht ganz unbedeutend.

Kadima, diese Kreuzung von linken Rechten und rechten Linken ist trotz allem besser als der Likud, aus dem die meisten ihrer Kandidaten herkommen. Netanyahu und Livni wuchsen auf demselben Baum, aber auf verschiedenen Zweigen. Zipi könnte uns noch Überraschungen zum Besseren bereiten. Ob Netanyahu uns plötzlich noch mit Überraschungen konfrontieren wird? Es wäre ein Wunder.

Neben den drei großen Parteien gibt es natürlich mehrere kleinere Ein-Thema-Parteien, jede in ihrer Nische, die sich jeweils mit besonderen Problemen der Bevölkerung befassen. Sie haben wenigstens eine klare und ehrliche Botschaft: die arabischen Parteien, Meretz, die Orthodoxe Liste, Shas, die Liberman-Partei, die „Jüdisches Heim"-Partei ( früher die national-religiöse Partei). Wahrscheinlich wird es noch einige neue Wahllisten geben. Jede dieser Parteien hat eine Geschichte für sich, aber keine von ihnen wird die nächste Regierung stellen.

Die wirkliche Geschichte spielt sich zwischen den drei Großen ab – und dabei handelt es sich tatsächlich um eine sehr traurige Geschichte.

Die Wahl zwischen ihnen ist eine Wahl zwischen schlimm, schlimmer und noch schlimmer. Zwischen Zahnschmerzen, Migräne und Rückenschmerzen.

Diese Wahl wird nichts Erfreuliches mit sich bringen. Die Frage ist nur, wie schlecht die Ergebnisse sein werden.


DIE SCHLUSSFOLGERUNG: dies darf nicht noch einmal geschehen.

Ziemlich wahrscheinlich wird auch die nächste Knesset nicht länger als ein oder zwei Jahre halten. Dann würde es neue Wahlen geben, die sehr wohl schicksalhaft sein könnten.

Am 11. Februar 2009, am Tag nach den Wahlen müssen die, die einen Wechsel wollen, anfangen, aufs Neue nachzudenken. Diejenigen, die sich nach einem demokratischen, säkularen, progressiven Israel sehnen, einem Israel, das im Frieden mit seinen Nachbarn lebt und von sozialer Gerechtigkeit bestimmt wird, müssen sich entscheiden, die Sache in die eigenen Hände zu nehmen.

Sie müssen mit einem neuen intellektuellen und organisatorischen Versuch anfangen, um diese wichtigen Ziele zu erreichen. Sie sollten nicht mehr damit zufrieden sein, das „kleinere Übel" zu wählen, sondern endlich für das größere Gute und - zusammen mit Bevölkerungsteilen, die bis jetzt keine Partner waren – Lösungen zu erarbeiten, die bis jetzt nicht versucht worden sind. Um ein Obama-ähnliches Wunder zu vollbringen.

Anstelle der drei Söhne, die Taugenichtse sind, muss ein vierter Sohn erscheinen.

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, Christoph Glanz, vom Verfasser autorisiert)


Quelle: Uri Avnery

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Duckhome: Eartha Kitt ist tot
12/28/2008 07:07 AM


Sie starb am vergangenen Donnerstag im Alter von 81 Jahren an einem Krebsleiden. Viele von uns hätten ihr sicherlich noch ein paar gute Jahre dazu gewünscht. Aber auch, wenn sie als Person von uns gegangen ist, bleiben uns noch ihre Lieder und die Erinnerung an sie.

Egal ob es so sprachliche Allgemeinplätze wie "schwarze Muse der weißen Bohème", "schnurrendes und fauchendes Kätzchen", "Männer verschleißende Diva" sind, die zwar alle etwas Wahrheit haben, aber Eartha Kitt eben nicht beschreiben, genausowenig wie sie sich auf Catwoman reduzieren lässt oder auf ihre zwei Emmys. Sie war und ist deutlich mehr als die Summe ihrer Teile.















Ich wünsche meinen Lesern einen schönen Sonntag. Wir haben Glück. Die Politik ist in Urlaub. Die Neoliberalen machen Inventur: in der nächsten Woche dürften uns wohl keine größeren Überraschungen erwarten. Es sei denn, die Inder und Pakistani hören auf, nur mit dem Säbel zu rasseln, und machen ernst. Aber vermutlich werden sie sich zunächst noch einmal beruhigen.






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Lumières dans la nuit: Words for Girls
12/28/2008 06:40 AM

Wehe euch, ihr Vertreter des religiösen Etablissments, ihr Heuchler, die ihr die Gegenwart Gottes vor den Menschen verschließt! Ihr gelangt nicht in diese Gegenwart, und die hinein wollen, die lasst ihr nicht hineingehen.

Frei nach Jesus aus Nazaret, Mt. 23, 13

Wenn Menschen, die gar nicht recht damit konfrontiert sind, aus der Ferne über den religiösen Fundamentalismus christlicher Ausprägung reflektieren, haben sie dabei oft ein völlig falsches Bild von der wirklichen Erscheinung. Sie stellen sich verbiesterte, weltfremde Menschen vor, die von allen gesellschaftlichen Entwicklungen abgekoppelt sind, etwa wie die Amische in den USA. Sicher, solche Fundis gibt es auch in Deutschland (ich selbst kenne einige). Auch ist die gelegentliche Begegnung mit Mormonen (ich habe gerade keine Lust, von »Anhängern der Kirche Jesu Christi der Heilgen der Letzten Tage« zu sprechen), Adventisten oder Zeugen Jehovas ein eher irreführendes Bild vom Wesen des moderen evangelikalen Fundamentalismus.

Nein, diese Nachfolger des Judas Iskariot greifen die gesamte Ästhetik der modernen Reklame auf und schreien ihren toten Jesus als Sonderangebot heraus, jetzt für nur noch 29 Silberlinge 95 (vergl. Mt. 26, 15). Wer einmal einen US-amerikanischen Fernsehprediger bei seiner unheiligen Show gesehen hat, weiß, wie schreiend und modern die Verpackung eines längst obsoleten Weltbildes mit seinen restriktiven Forderungen an die Menschen daher kommen kann. Wer keine Gelegenheit hat, einmal einen solchen Jesusverkäufer im Fernsehen zu »genießen«, braucht aber auch nur seine Augen offen zu halten, denn die Begegnung mit dem modern lackierten Fundamentalismus kann sich mitten im Alltag vollziehen.

M. drückte mir heute ein katalogdickes Heft in die Hand, das sie geschenkt bekommen hat. Dieses »Heftchen« des Gießener Brunnen-Verlages

words for girls – Eine jugendtümelnde Ausgabe des Neuen Testamentes mit der Zielgruppe Mädchen

…ist nicht etwa eine neue Mädchenzeitschrift, die sich zwischen Wendy und Bravo einordnen soll, dafür wäre es auch viel zu dick. Eben so wenig handelt es sich um einen Versandhauskatalog, der jungen Mädchen Accessoires für den modischen Selbstverkauf als Schluckschlund für männliche Machtansprüche und Ejakulate andrehen will. Es handelt sich um eine Ausgabe des so genannten »Neuen Testamentes«.

Nun, nicht jeder Backfisch wird sich für solche Lektüre wie die synoptischen Evangelien, die oft etwas bekifft wirkenden Schriften der Johannes-Linie, die Paulusbriefe und dem deutlichen Widerspruch zu diesen Briefen im Jakobusbrief oder gar die Offenbarung des Johannes begeistern – obwohl das wirklich anregende Lektüre sein kann, die einem nachhaltig von jeder Form des Christentums bekehrt.

Das wusste man ganz offenbar auch beim Brunnen-Verlage, und so reicherte man den Katalog um viele hippe Bildlein an und platzierte überall im (gut lesbar und groß gedruckten) biblischen Text ein paar kleine Infokästchen zu Themen, von denen die Macher solchen Machwerkes glauben, dass sie den Mädchen wohl unter den Nägeln brennten. Auf der Rückseite wird dieser Katalog zum Verschließen der biblischen Zusammenhänge folgendermaßen angepriesen:

»Words for Girls«: Die Bibel mit Drive! Leicht verständliche Texte aus »Hoffnung für alle« [Das ist eine moderne Bibelübersetzung]. Modernes Layout im Magazin-Format. Extra-Infos für Herz und Hirn, 400 starke Seiten zum Blättern und Staunen. Hope you`ll enjoy it!

Die verwendete Reklamesprache zeigt schon, wie sehr in den Augen der Herausgeber der Zweck die Mittel heiligt. Und der Zweck ist einfach: Den toten Jesus an heranwachsende Frauen verkaufen, und dabei bloß zusehen, dass das passende Frauenbild mit sexueller Enthaltsamkeit bis zur Ehe, braver und blinder Gläubigkeit, regelmäßigem Beten für die Regierenden dieser Welt und hündischer Unterwürfigkeit gegenüber den Eltern und später einem männlichen Partner gleich mitverkauft wird. Auf über 400 starken Seiten, und ohne mitgelieferte Speischale. Die überall verstreuten Textboxen picken sich hierzu natürlich genau die passenden Themen und Stellen heraus, die als das wörtlichste Wort Gottes verstanden werden – es handelt sich allerdings bevorzugt um ideologische Versatzstücke aus den Paulus-Briefen. Oder, »mädchengerecht« ausgedrückt auf Seite 174:

Bible Basics

Bibellesen ist nicht so schwierig, wie du vielleicht befürchtest. Du kannst die Bibel als Gottes Liebesbrief an uns Menschen verstehen oder als Bedienungsanleitung fürs Leben oder als FAQ-Buch. Und deshalb lesen sie unglaublich viele Menschen auch mit Begeisterung. Fang an, wo du willst. Lies so viel oder so wenig am Stück, wie du möchtest. Lies sie kreuz und quer oder planmäßig – Hauptsache, du lernst sie kennen. […]

Nun, man mag über diesen »Liebesbrief« dieses neurotischen »Gottes« neurotischer Menschen denken, was man will. Mir selbst ist die Vorstellung eines »Gottes«, der über eine einmalige Verfehlung eines einzigen Menschen dermaßen erbost war, dass er darüber einen unauslöschbaren und mörderischen Zorn gegen alle Menschen entwickelte, der sich dann aber selbst in seiner unendlichen Mordlust gegen alle Menschen besänftigte, indem er mit einer Menschenfrau ein Kind zeugte, dass stellvertretend für alle Menschen unter großen Qualen sterben musste, so unsympathisch, dass ich, vor die Wahl gestellt, die Gegenwart der viel wärmeren und weniger kranken Gestalten in der Hölle vorzöge. Doch genau dieser Gott wird in den »Liebesbriefen« des Paulus propagiert, aus denen weit reichende Forderungen an Lebensstil, Moral und Selbstkasteiung an die Menschen herangebracht werden. Deshalb ist es auch die Hauptsache, dass man dieses Buch kennen lerne, denn steter Tropfen höhlt nicht nur Steine, er macht auch kleine Köpflein hohl. Ansonsten liefert eine als wörtliches Wort Gottes verstandene Bibel auch so manchen Anreiz zum Selbsthass, der sehr hilfreich beim Praktizieren einer vorsätzlich dummen Religion ist:

So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist besser, daß du zum Leben lahm oder als Krüppel eingehst, denn daß du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das höllische Feuer geworfen.

Jesus aus Nazaret zugeschrieben, Mt. 18, 8

Ich könnte noch etliche Zitate aus diesem Katalog des Irrsinnes geben, der tatsächlich noch schlimmer als der übelste biblizistische Bibelkommentar geraten ist. Aber das ermüdet, und es ist auch davon auszugehen, dass dieser Text eh nicht von denjenigen heranwachsenden Menschen gelesen wird, die ihn eigentlich lesen müssten. Diese sollen eine gute Tochter, eine bücksame Frau, eine glaubende Denkverweigerin sein – da liest man im Netze ganz andere Sachen. Vor allem, wenn man seine Füße unter dem Tisch sogestalt gestrickter Eltern ausstreckt. Das sind die Eltern, die auch für eine anständige Internet-Filterung sorgen, damit nicht ein erwachender Geist den hirnlosen Ungeist verlache. Man ist dort viel moderner, als es für viele Menschen den Anschein hat – und man bildet eine juchzende Parallelgesellschaft, in der Menschenrechte, emanzipatorische Errungenschaften und im Kulturprozess erarbeitete Erkenntnisse keine Rolle spielen.

Es ermüdet, und es ist die Mühe nicht wert.

Aber niemand unterschätze die im Reklamestil dargebotene Kraft psychologischer Muster, die für Jahrtausende nützliche Instrumente einer Herrschaft waren, die eben keine Frauschaft ist. Man muss so etwas so ein bisschen erleben, ein bisschen auch in sich selbst fühlen, um es erst so richtig hassen zu können.

Nachtrag: Und niemand erwarte, dass ausgerechnet die etablierten Kirchen eine Bastion gegen den dumpfen Biblizismus seien – ganz im Gegenteil erblüht dieser Irrsinn mehr als nur geduldet im Schatten dieser Kirchen, als »charismatische Erneuerung« benannt und im Ringen um fortgesetzten Einfluss immer auch ein bisschen gehätschelt und gepflegt. Denn auch für die etablierten Kirchen heiligt der Zweck die Mittel, und das Bild vom Menschen und seiner Rolle als soziales und sexuelles Wesen ist gar nicht so verschieden.

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Mach mit: Spende einen Brunnen für Kambodscha!
12/28/2008 05:07 AM


Claudia Klinger vom digital diary bittet nun schon im zweiten Jahr um Spenden für Brunnen in Kambodscha.



Lassen wir Claudia doch einfach selber erzählen.

In meinem demnächst zehn Jahre alten "Hauptblog" Digital Diary sammle ich gerade Spenden für Brunnen in Kambodscha - nächstes Jahr fliege ich wieder hin, nun schon zum dritten Mal!

Das heißt: ich kümmere mich um dieses Projekt und besichtige die Brunnen, die mit den Spenden der Leser gebaut werden. Im letzten Jahr waren das ACHT Brunnen, die nun mehrere hundert Menschen auf dem Land mit reinem Wasser versorgen. Kein einziger gespendeter Euro geht in irgendwelche "Verwaltungskosten" - alles kommt den Leuten zu Gute, die sich da noch immer brackiges Wasser aus Tümpeln schöpfen müssen.

Ich bitte alle Leser/innen des Webwriting Magazins, sich an der Aktion zu beteiligen - schon zehn Euro haben einen riesigen Wirkungsgrad! (Und wer mag, erscheint dann auch mit seiner Website / seinem Blog auf der Spenderliste).


Wer mag, kann sich auch gern ihren Reisebericht "Bei den Brunnen in Tani" ansehen, in dem sie von ersten Erfolgen berichtet. Wer es eilig hat, kommt hier sofort auf das Spenderformular.

Spenden sind übrigens nicht auf die Weihnachtszeit beschränkt.


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Freeman: Das Chanukka Massaker
12/28/2008 04:43 AM
Heute ist kein gewöhnlicher Sabbat in Israel, es ist der Chanukka Sabbat, das jüdische Lichtfest. Es ist auch der Anfang eines neuen Monats im hebräischen Kalender. Eigentlich eine Zeit zum Feiern. Und für die Christen ist es immer noch Weihnachtszeit, die Zeit für Frieden, Verständigung und Freude über Christis Geburt.

ABER, Israel hat sich heute entschieden den Frieden zu brechen und einen blutigen Krieg gegen das Volk der Palästinenser wiedermal zu starten, gegen Gaza. Ein Gebiet wo 1.5 Millionen Menschen wie in einem Open-Air-Gefängnis zusammengepfercht sind, von hohen Mauern umgeben, von der Aussenwelt getrennt, von jeglicher lebensnotwendiger Versorgung abgeschnitten, ohne Wasser, Strom, Lebensmittel und medizinischer Versorgung, vom zionistischen Regime als Geiseln unter Kollektivstrafe gehalten.

Bei israelischen Luftangriffen von nie dagewesener Härte auf den Gazastreifen, sind über 225 Palästinenser getötet worden. Zivilisten, Frauen und Kinder. Es ist geplanter Mord!

Die israelische Militärführung teilte mit, bis zum späten Nachmittag seien über 100 Tonnen Bomben über dem Gazastreifen abgeworfen worden.

Laut Hamas sind unter den mindestens 225 Toten, 140 Mitglieder der eigenen Sicherheitskräfte. Es wurden alle ihre Sicherheitseinrichtungen getroffen. Der Polizeichef von Gaza, Taufik Dschaber, war unter den Getöteten.

Mehr als 700 Palästinenser sind zum Teil schwer verletzt worden. Es handelt sich um die höchste Opferzahl an einem Tag seit dem Sechstagekrieg von 1967!

Ärzte im grössten Krankenhaus in Gaza sagten, sie könnten keine Verletzten mehr behandeln. "Wir haben keinen Platz mehr," erklärte ein Mediziner im Schifa-Krankenhaus.

Die Luftangriffe begannen gegen Mittag und lösten in der Bevölkerung Panik aus. Die Sicherheitseinrichtungen der Hamas befinden sich meistens mitten in Wohngebieten. Die ersten Raketen schlugen kurz nach Schulschluss ein, als Schüler auf dem Heimweg waren.

Als Reaktion ruft der im Exil lebende Hamas-Chef Chaled Maschaal zu einer neuen – dritten – Intifada auf.

" Wir rufen zu einer militärischen Intifada gegen unseren Feind auf,"" sagte Maschaal in einem Interview mit dem Fernsehsender Al-Jazeera. "Der Widerstand wird sich mit Selbstmordaktionen fortsetzen," fügte Maschaal hinzu, der in der syrischen Hauptstadt Damaskus lebt.

Hamas-Sprecher Fausi Barhum sagte im Rundfunk, seine Organisation werde Vergeltung mit Selbstmordanschlägen, Raketen- und Mörserangriffen üben.

Der Führer der Hamas in Gaza, Ismail Haniyeh, sagte, wir werden nicht die weisse Fahne hissen und kapitulieren, auch wenn sie Tausende von uns töten. "Palästina hat noch nie ein widerwärtigeres Massaker gesehen," sagte er.

Im Westjordanland ist es zu einer Welle von Protesten gekommen. In Ramallah sowie in Hebron warfen palästinensische Jugendliche mit Steinen auf israelische Kontrollpunkte und Soldaten. In Bethlehem schaltete die Stadtverwaltung als Zeichen der Solidarität mit den Bewohnern von Gaza die Weihnachtsbeleuchtung ab.

Ungeachtet internationaler Appelle zu einem Ende der Gewalt, drohte der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak mit einer Ausweitung der Offensive.

Kommentar: Es gehört ja sehr viel Mut dazu, mit F-16 Kampfbombern wehrlose Zivilisten zu töten. Diese feigen Mörder. Das ist ein Kriegsverbrechen und hat mit "Selbstverteidigung" überhaupt nichts zu tun. Dieses Massaker muss sofort aufhören und verurteilt werden! [Link] [Cache]
scusi!: Mutige Hamas, feiges Israel
12/28/2008 02:55 AM
rhbl

Welchen Mut der asymmetrischer Kampf in Gaza den Kämpfern der Hamas abverlangt, kann nur ermessen, wer sich mal zum Spaß in einem Schützenloch von einem Panzer hat überrollen lassen. Da können nur wenige mitreden.

Für die lackierten Angeber von den Israelischen Streitkräften, insbesondere für die Piloten der IAF – Kampfbomber und Kampfhubschrauber, gleicht der Krieg gegen die Hamas einem amüsanten Computerspiel. Sie müssen das ihnen zugewiesene Ziel nur mittels Joystick anvisieren und abdrücken. Der Rest geht vollautomatisch. Die elektronisch gelenkten amerikanischen GBU-38 Bomben oder Luft-Boden-Raketen suchen und finden mittels GPS todsicher ihr Ziel. Weil der von ihnen verschickte Sprengstoff jedes Mal nicht kilogrammweise einschlägt sondern tonnenweise, sind die menschlichen Verluste unter den Palästinensern auch tausendfach höher als die Verluste bei den Einschlägen der noch nicht einmal lenkbaren Kassam.

Was Olmert, Livni und Barack in Gaza veranstalten ist purer Genozid, ist das feigste Massaker an Zivilisten seit Menschengedenken. Dafür müssen die feigen Mörder samt ihrem Generalstab sobald es geht wie Bush & Co. aufgehängt werden. Um das krasse Missverhältnis der in Gaza eingesetzten „Streitkräfte" zu veranschaulichen, hier ein paar Zahlen:

In den Israelischen Streitkräften arbeiten ungefähr 168.000 Männer und Frauen, zusätzlich stehen 445.000 Reservisten zur Verfügung.
Das sind ziemlich viele Uniformierte, aber fast schon zu wenige, wenn in jedes israelische Flugzeug, jedes Kanonenboot, auf jede Selbstfahrlafette und LKW und in jeden Panzer ein paar Soldaten gesteckt werden:

Die Stückzahlen israelischer Ausrüstung liegen bei 200 bis 300 Atombomben/Raketen, 1.230 Flugzeugen, 14.200 Kampfpanzern und gepanzerten Fahrzeugen (davon sind die besten 1000 z. Zt. aufmunitioniert und fahrbereit am Rand von Gaza geparkt), 2.783 Artillerieanlagen, 3.153 ballistischen Raketen und 18 See-Einheiten.

(Wikipedia engl.:
High quality main battle tanks 970,
Medium and low quality tanks 1830
APCs, IFVs, ARVs, LCVs 6930
Self-propelled artillery 1204)

Dank der amerikanischen Militärhilfen in Höhe von rund zwei Milliarden Dollar jährlich, entwickelte sich die Israelische Luftwaffe zu einer der kampfstärksten und modernsten Luftstreitmächte in der Region.

Sie verfügt über massenhaft Kampfflugzeuge von den Typen

F-4 „Phantom II",
F-15 „Eagle" (darunter auch die schwerere Jagdbomber-Version),
F-16 „Fighting Falcon",
A-4 „Skyhawk" und die eigenentwickelte
Kfir C7. Die C7 ist eine israelische Kopie der französischen Mirage III/50 Jäger.

An Luft-Boden-Raketen wird nur das teuerste und modernste eingesetzt. Bestandszahlen sind geheim. Weil die USA beliebig per Luftbrücke kostenlos über Nacht nachliefern, hier nur das Sortiment:

• Popeye / Popeye Lite / Popeye Turbo
• Delilah
• Spice
• NTD
• MSOV
• TALD (Abstandsflugkörper)
• ITALD (Abstandsflugkörper)

Israel könnte mit seinen Streitkräften vermutlich, abgesehen von den USA, jede der großen westlichen Nato-Nationen besiegen.

Dagegen haben die Palästinenser von der Hamas überhaupt nichts aufzubieten. Sie haben keine 200 bis 300 Atombomben, keine 15.000 Panzer und gepanzerten Mannschaftstransporter, keine Kampfbomber, Kampfhubschrauber, kein Satellitenortungssystem, keine Marine und seit gestern auch keine Verkehrspolizisten mehr. 150 normale Polizisten wurden auf den Gaza-Polizeistationen getötet.

In den deutschen Zeitungen ist von "Sicherheitsinfrastruktur" die Rede. Lächerlich. Das war fast die gesamte „ordentliche" Polizeiverwaltung des Regierungsbezirks Gaza, die gestern zusammengebombt wurde.

Nicht getroffen wurden durch die 30 ersten IAF-Luft-Boden-Raketen die militanten Kämpfer der Hamas. Die und eine entsprechende Anzahl von Kalaschnikows samt Munition existieren noch:

Es gibt in Gaza noch 15.000 bewaffnete Palästinenser, als Angehörige verschiedener Untergruppen der Hamas, unterstützt durch vielleicht zweitausend bis dreitausend Militante aus anderen Widerstandsgruppen

Die aus etwa 1000 Mann bestehende Kerntruppe der Hamas, Iz al-Din al-Quassam, gilt als gut ausgebildet, hoch motiviert, straff geführt und diszipliniert. Diese Kerntruppe ist seit zwei Jahren zur Umstrukturierung von einer losen Freischärlertruppe zu einer paramilitärischen Guerilla nach dem Vorbild der Hizbollah trainiert worden. Die Iz al-Din al-Quassam Brigaden sind jeweils für einen bestimmten Sektor in Gaza zuständig. Ihre Kompanien tragen die Hauptlast bei der in Kürze beginnenden Verteidigung gegen eindringende israelische Panzertruppen.

Die Grundausbildung bei den Iz al-Din Einheiten dauert sechs Monate. Dabei wird nicht mit Platzpatronen geübt sondern richtige Gewehrmunition eingesetzt, Kassam- und Mörsergeschosse werden abgefeuert und die Benutzung der Panzerfaust unter „realen Gefechtsbedingungen" geübt.

Trainiert sind die Iz al-Din auch im Häuserkampf, dem Angriff auf gewöhnlich festungsartig ausgebaute israelische Raubsiedlungen einschließlich vorbereitendem Maschinengewehrfeuer und dem flankierenden Einsatz von Mitteln zur Panzerbekämpfung.

IDF-Soldaten, die in letzter Zeit Feindberührung hatten und überlebten, berichteten von einer eindrucksvollen Verbesserung der Disziplin bei den Iz al-Din-Palästinensern und von deren relativ moderner Ausrüstung.

Kleinere Widerstandsgruppen, es soll insgesamt ca. zwei Dutzend geben, wie der islamische Jihad oder die Gruppen des Volkswiderstands werden sich – mit Ausnahme von Al-Quaida - im Ernstfall vermutlich den Iz al-Din unterstellen.

Die nachhaltigsten Boden-Boden- Raketen der Hamas sind einige Katjuschas, die 40 km weit reichen und bisher noch nicht eingesetzt wurden. Sie können Ashdod oder Be`er Sheva treffen und wurden in Teilen durch die Tunnels geschmuggelt und in Gaza zusammengesetzt.

Daneben sollen einige Dutzend 122 mm Grad-Raketen mit einer Reichweite von 20 km, sowie 120 mm Mörsergranaten mit einer Reichweite von 8 km verfügbar sein.

Analysten glauben, dass die Hamas alles in allem inklusive Kassam zur Zeit etwa 1000 dieser mehr oder weniger tragbaren Miniraketen hat. Ähnliche Bestände dürfte der Islamische Jihad haben.

Obgleich Panzerfäuste ein wesentliches Element der Hamas-Bewaffnung sind, ist über Stückzahlen und Versionen nicht viel bekannt. Um einen Mercava Panzer sicher zu knacken muss sich der Panzerknacker schon bis auf wenige hundert Meter an das Objekt seiner Begierde heranarbeiten. Hilfreich ist dabei ein ausgedehntes System von Tunneln und Erdlöchern, das von den Maulwürfen der Hamas im Vorfeld bereits angelegt worden ist. Die neuesten Panzertypen sind nur mit den modernsten russischen und chinesischen Panzerfäusten zerlegbar.

Ältere amerikanische Baureihen und Manschaftstransporter M 113 überstehen noch nicht einmal den Einschlag einer RPG-7. Der M 113 hat deshalb in der israelischen Armee den Kosenamen „Fahrbares Feldkrematorium" erhalten.

Leistungsfähige moderne Panzerfäuste (RPG-29) sind auch gut zum Abschuss von israelischen Kampfhubschraubern zu gebrauchen. Insgesamt dürfte die Stückzahl der beim palästinensischen Widerstand vorhandenen Panzerfäuste und Minen gering sein, da sie teuer sind und alle durch die Tunnels von Ägypten aus eingeschmuggelt werden mussten.

Der Vormarsch der IDF kann selbst bei schlechtem Wetter, wenn die israelische Luftunterstützung behindert wird, nur verlangsamt, aber nicht gestoppt werden. So könnte Zeit für die Entfesselung von für die USA lästigen Kampfhandlungen zwischen Pakistan und Indien in Kaschmir gewonnen werden. Denkbar ist auch ein entschlosseneres Auftreten der Taliban in Afghanistan.

In Griechenland könnten die bürgerkriegsartigen Unruhen sich wie ein Flächenbrand plötzlich ausweiten, begleitet von Aufständen der Kurden in der Türkei und einer Revolte der Moslembrüder in Ägypten. Der Anflug einiger tausend Raketen der Hizbollah in Israels Norden könnten auch entlastend wirken. Der Einstieg des Iran in den Krieg wäre dann nicht mehr fern. Assad könnte vielleicht kumulativ für Luftangriffe und Raketenschläge Syriens gegen Tel Aviv gewonnen werden. Israel müsste seine Armee dann in mehrere Gruppen aufteilen und mitten in der Operation Gaza umgruppieren.

Die durch die Intervention Dritter zusätzlich gewonnene Zeit könnte die Hamas für weitere überraschende Einlagen in Israel selbst nutzen. Denkbar sind Selbstmordanschläge in den größeren israelischen Städten oder das nochmalige Sprengen des Grenzzauns zu Ägypten, um die Nachschubfrage generell zu lösen. Die Durchführung von Selbstmord-Kommandoaktionen auf israelische Atomfabriken wie Dimona, Kriegshäfen, Militär-Flughäfen oder Abschussrampen für Nuklearraketen könnte Verwirrung stiften. Israel müsste deshalb den Krieg gegen die Hamas nicht verlieren.

Zweifellos kann die IDF den Gazastreifen militärisch erobern. Die Frage ist, wie hoch die IDF-Verluste und die Verluste unter der palästinensischen Bevölkerung sein werden. Außerdem stellt sich am Ende die Frage, wie die IDF aus dem Gazastreifen wieder herauskommt. Warum also einmarschieren?[Link] [Cache]
redblog: Propaganda abschalten!
12/28/2008 01:15 AM
[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Moon over Gaza
12/28/2008 01:14 AM
Das folgende Statement ist irgendwo zwischen dämlich und gemeingefährlich anzusiedeln, ausnahmsweise kann die Platschquatschagentur dpa aber nichts dafür: "Nach den (heutigen) Luftangriffen auf den Gazastreifen hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon der israelischen Regierung einen unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt vorgeworfen, der zu Toten und Verletzten in der (palästinensischen) Zivilbevölkerung geführt habe." Moon, von dem ähnliche offiziös-markige Worte im Zusammenhang mit den vorhergehenden Kassam-Angriffen der Hamas auf israelische Zivilisten nicht überliefert sind, ließ immerhin offen, ob er eben jenen Raketen-Terror im Umkehrschluss für verhältnismäßig hält.[Link] [Cache]
SaarBreaker: Zionistische Terrorbande richtet Blutbad in Gaza an
12/28/2008 01:01 AM
Gewalt und Unterdrückung bringt keinen Frieden
Gewalt und Unterdrückung
bringt keinen Frieden
CC Urs1798

Die zionistische Terrorbande der Nachfahren der der Gotteskrieger der Irgun richtet gerade im KZ Gaza ein Blutbad an. Der Grund für den Massenmord mit Ansage ist nichts als Wahlkampftaktik. Das zionistische Apartheidsregime erhofft sich davon bessere Wahlchancen. Der folgenlose Beschuss durch ungelenkte Eigenbauraketen ist eine zur Begründung des Völkermordes vorgeschobene Propagandalüge.

Der Staat Israel hat sich damit als solcher erledigt. Die zionistische Terrorbande wird hier nicht mehr als Regierung eines Staates bezeichnet werden. Es zeigt sich heute, dass die von vielen Ländern vorgenommene Anerkennung des von der Irgun besetzten Gebietes von Palästina als Staat Israel ein schwerer Fehler war. Aus der zionistischen Terrorbande Irgun ist kein humanistischer laizistischer Staat hervorgegangen. Dieser Fehler sollte nun schnellstmöglich von den in der UNO organisierten Staaten revidiert werden.

Neben einem Boykott von israelischen Produkten sollte nun vor allem die Regierung von Gaza dringend mit modernen Flugabwehrraketen ausgerüstet werden, damit sie die Bevölkerung von Gaza vor Terrorangriffen aus der Luft besser schützen kann und der Flughafen von Gaza geöffnet werden kann. An Ägypten ist zu appelieren, dass kurzfristig alle Grenzen nach Gaza für Waren- und Personenverkehr geöffnet werden. Die Seestreitkräfte der freien Welt sollten angesichts der Blockade außerdem dafür sorgen, dass die Häfen von Gaza schnellstmöglich nicht mehr durch die zionistische Terrorbande an ihrer Funktion als Tor zur Welt gehindert werden.

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Mein Parteibuch Blog: Zionistische Terrorbande richtet Blutbad in Gaza an
12/28/2008 01:01 AM

Die zionistische Terrorbande der Nachfahren der Gotteskrieger der Irgun richtet gerade im KZ Gaza ein Blutbad an. Der Grund für den Massenmord mit Ansage ist nichts als Wahlkampftaktik. Das zionistische Apartheidsregime erhofft sich davon bessere Wahlchancen. Der folgenlose Beschuss durch ungelenkte Eigenbauraketen ist eine zur Begründung des Völkermordes vorgeschobene Propagandalüge. Die für das Massaker verantwortlichen Zionisten gehören als Kriegsverbrecher auf die Anklagebank in Den Haag.

Der Staat Israel hat sich damit als solcher erledigt. Die zionistische Terrorbande wird hier nicht mehr als Regierung eines Staates bezeichnet werden. Es zeigt sich heute, dass die von vielen Ländern vorgenommene Anerkennung des von der Irgun besetzten Gebietes von Palästina als Staat Israel ein schwerer Fehler war. Aus der zionistischen Terrorbande Irgun ist kein humanistischer laizistischer Staat hervorgegangen. Dieser Fehler sollte nun schnellstmöglich von den in der UNO organisierten Staaten revidiert werden.

Neben einem Boykott von israelischen Produkten sollte nun vor allem die Regierung von Gaza dringend mit modernen Flugabwehrraketen ausgerüstet werden, damit sie die Bevölkerung von Gaza vor Terrorangriffen aus der Luft besser schützen kann und der Flughafen von Gaza geöffnet werden kann. An Ägypten ist zu appelieren, dass kurzfristig alle Grenzen nach Gaza für Waren- und Personenverkehr geöffnet werden. Die Seestreitkräfte der freien Welt sollten angesichts der Blockade außerdem dafür sorgen, dass die Häfen von Gaza schnellstmöglich nicht mehr durch die zionistische Terrorbande an ihrer Funktion als Tor zur Welt gehindert werden.

Hier sind also nun die Nachrichten von heute:


Und hier die Nachrichten von morgen:


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seelensplitter: "auf eigenen wunsch" versetzt?
12/28/2008 01:01 AM
Die Methoden sind bekannt, die Hintergründe auch ("Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus."), aber manchmal muss es einfach zusammengefasst und auf den Punkt gebracht werden: Der angebliche Rechtsstaat wird zur Farce, sobald es der 'Elite' an den Kragen gehen könnte.

Zitat:
Am 22. Januar 2009 soll das öffentliche Gerichtsverfahren gegen den bisher prominentesten Steuerhinterzieher der Bundesrepublik, den ehemaligen Vorstandschef der Deutschen Post und Aufsichtsrats­chef der Deutschen Telekom, Klaus Zumwinkel, beginnen. Einige Wochen davor wurde jetzt Margrit Lichtinghagen, die Bochumer Staatsanwältin, die gegen Zumwinkel ermittelte und ihn nach einer Razzia aus seinem Privathaus abführte, kurzfristig strafversetzt. Sie wird von der Steuerfahndung vollständig abgezogen und soll sich als Amtsrichterin in Essen nun um kleine Diebe kümmern.

(...)

In ihr Visier waren z. B. Springreiter Paul Schockemöhle und TV-Moderatorin Antje-Katrin Kühnemann, aber auch der Multimilliardär Friedrich Karl Flick geraten. Sie alle mußten teilweise Millionenbeträge an Steuern nachzahlen und waren froh, wenn es keine öffentlichen Gerichtsverfahren gab, sondern sie mit einer außergerichtlichen Bußgeldzahlung – ebenfalls teilweise in Millionenhöhe – davonkamen.

(...)

Bisher sind aus »Liechtenstein II« erst 130 Fälle abgeschlossen, 650 stehen noch an. Zumwinkel ist einer der ersten, bei dem die Beweislage eindeutig war. Der Fall erwies sich als einfach. Mit etwa einer Million Euro hinterzogener Steuern im Zeitraum 2001 bis 2006 gehört Zumwinkel zu den vergleichsweise kleinen Fischen. Beim ersten Fall von »Liechtenstein II« beliefen sich dagegen die über eine Stiftung im Fürstentum hinterzogenen Steuern auf mehr als acht Millionen Euro; der angeklagte Immobilienunternehmer aus Bad Homburg wurde zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 7,5 Millionen Euro verurteilt. Die großen und komplizierteren Fälle kommen erst noch. Dazu gehören nicht nur Verfahren gegen vermögende Individuen, sondern auch Unternehmen, die in Liechtensteiner Stiftungen Bestechungsgelder auf Vorrat gehalten haben sollen.

Mitte Dezember warfen die Vorgesetzten Frau Lichtinghagen plötzlich »ungebührliches Verhalten und Hinterhältigkeit vor«. Vorgesetzte, das sind der leitende Staatsanwalt Bernd Schulte, der Oberstaatsanwalt Hans-Ulrich Krück und der übergeordnete Generalstaatsanwalt Manfred Proyer aus Hamm. Sie wollten Lichtinghagen kurzfristig ins Jugenddezernat strafversetzen. Die Staatsanwältin widersetzte sich, nahm selbst einen Anwalt und bekam zunächst Rückendeckung von der NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU). Die schlug einen Vergleich vor: Lichtinghagen solle die Steuerfahndung behalten, aber zur Staatsanwaltschaft Köln wechseln. Die Vorgesetzten kochten vor Wut, wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtete. Sie legten nach und konkretisierten ihre Vorwürfe: Lichtinghagen habe bei der Vergabe von Strafgeldern an gemeinnützige Einrichtungen gemauschelt, sie habe zu dreien persönliche Beziehungen. Dazu gehöre eine Klinik der Privatuniversität Witten-Herdecke, dort sei eine ihrer Töchter behandelt worden. Die Vorwürfe konnten so schnell gar nicht geklärt werden, aber das Justizministerium verkündete vergangene Woche nach einer achtstündigen Krisensitzung, daß die unbequeme Staatsanwältin »auf eigenen Wunsch« bereits zum 1. Januar 2009 als Einzelrichterin zum Amtsgericht nach Essen versetzt werde. Diese überhastete Maßnahme stinkt: Sie wurde ohne sachliche Klärung und ohne ein übliches Disziplinarverfahren durchgezogen. Und wenn die Staatsanwältin gemauschelt haben sollte, dann dürfte sie auch nicht Richterin werden.

Nicht ganz freiwillig

Ganz so freiwillig hat Lichtinghagen ihren Widerstand wohl nicht aufgegeben. Das Mobbing richtete sich inzwischen nicht nur gegen sie selbst. Bei ihrer Tochter, die an der Privatuniversität Witten-Herdecke studiert, wurde eingebrochen. Die Einbrecher klauten nichts, hinterließen aber auf einer Digitalkamera kuriose Fotos vom Abwasch in der Spüle, verstreuten Zeitungsberichte. Regionale Medien berichteten von angeblichen Unregelmäßigkeiten bei der Aufnahme der Tochter in die Uni. Weil gleichzeitig die Landesregierung unvermittelt die bisherigen Staatszuschüsse für die private Hochschule gestrichen hatte und diese vor dem Konkurs stand, sahen Studenten einen ursächlichen Zusammenhang und forderten in einer Unterschriftenaktion, die Tochter solle die Uni verlassen: »Widerliches aus Witten« kommentiert ein überregionales Blatt. Am Dienstag wurde bekannt, daß die Landesregierung ihre Bezuschussung der Uni »vorübergehend« wieder aufnimmt.

Apropos Bochum: Schon seit längerem herrscht Medienberichten zufolge »Krieg« in der dortigen Staatsanwaltschaft. Eine Methode sei dabei »Abstrafen durch Nichtstun«. Sieben Wirtschaftsreferenten bekommen keine Arbeit mehr zugeteilt, wird berichtet. Mitarbeiter bringen demnach ihre privaten Laptops mit und vertrödeln mit Killerspielen ihre Arbeitszeit, andere sollen ihre Schnapsflaschen im Schrank haben. Kritische Mitarbeiter werden auf Fälle angesetzt, die nie zur Anklage kommen. Verfahren, bei denen es um Subventionsbetrug in dreistelliger Millionenhöhe gehe, werden dagegen eingestellt, heißt es.

Die FTD berichtete, Behördenchef Schulte selbst habe bei Lichtinghagen die Zuweisung von mehreren hunderttausend Euro an Strafgeldern für den Wiederaufbau einer Rokokokirche in Berka/Thüringen eingefädelt. Die Staatsanwältin habe erst später zu ihrer Empörung erfahren, daß der Kirchenaufbau ein Renommierprojekt des Rotary Clubs Lüdenscheid ist – Schulte ist Mitglied im feinen Club, der seine Mitglieder öffentlich nicht bekanntgibt.

(Quelle: Junge Welt)[Link] [Cache]
Principiis Obsta: Afghanistan, eine weitere nicht erzählte Geschichte
12/28/2008 12:51 AM

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, http://www.koufogiorgos.de

Von Michael Parenti

Von Barack Obama ist belegt, dass er eine militärische Eskalation in Afghanistan befürwortet. Bevor wir noch tiefer in diesen Sumpf geraten, täten wir gut daran, etwas über die jüngste Geschichte Afghanistans und die Rolle der Vereinigten Staaten darin zu lernen.

Knapp einen Monat nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gegen das World Trade Center und das Pentagon startete die US-Regierung einen totalen Luftangriff gegen Afghanistan, das Land, das angeblich Osama bin Laden und seine Terroristenorganisation al-Qaida beherbergt. Mehr als zwanzig Jahre zuvor, 1980, intervenierten die Vereinigten Staaten, um einen sowjetischen „Einmarsch" in dieses Land aufzuhalten. Selbst einige führende progressive Autoren, die normalerweise einen etwas kritischeren Blick auf die Außenpolitik der USA haben, behandelten die Intervention der USA gegen die von der Sowjetunion unterstützte Regierung als „eine gute Sache". Die eigentliche Geschichte ist keine so gute Sache.

Etwas reale Geschichte

Das Grundbesitzersystem in Afghanistan war seit der Feudalzeit unverändert geblieben. Über 75 Prozent des Landes waren im Besitz von Großgrundbesitzern, die aber nur drei Prozent der Landbevölkerung umfassten. Mitte der 1960er schlossen sich demokratische revolutionäre Elemente zusammen und bildeten die Demokratische Volkspartei [People's Democratic Party (PDP)]. 1973 wurde der König abgesetzt, aber die Regierung, die ihn ersetzte, erwies sich als autokratisch, korrupt und unpopulär. Diese Regierung wiederum wurde 1978 abgesetzt, nach einer Massendemonstration vor dem Präsidentenpalast und nachdem die Armee auf der Seite der Demonstranten interveniert hatte.

Die Militäroffiziere, die das Kommando übernahmen, boten der PDP an, unter der Führung des Dichters und Schriftstellers Noor Mohammed Taraki eine neue Regierung zu bilden. So kam eine von Marxisten angeführte Koalition nationaldemokratischer Kräfte an die Regierung. „Es waren ausschließlich Einheimische beteiligt. Nicht einmal der CIA schob die Schuld auf die UdSSR," schreibt John Ryan, ein pensionierte Professor der Universität von Winnipeg, der ungefähr zu jener Zeit ein landwirtschaftliches Forschungsprojekt in Afghanistan leitete.

Die Regierung Taraki begann, Gewerkschaften zu legalisieren und einen Mindestlohn sowie eine fortschrittliche Einkommenssteuer einzuführen. Sie führte eine Alphabetisierungskampagne und Programme durch, die den Leuten besseren Zugang zu Gesundheitsfürsorge, Wohnungen und Anschluss an die öffentliche Kanalisation verschafften. Ansatzweise wurden Bauernkooperativen gegründet und eine Reduzierung der Preise für einige Grundnahrungsmittel verordnet.

Die Regierung setzte auch eine vom König gestartete Kampagne zur Befreiung der Frauen aus ihrer uralten Unterjochung unter den Stamm fort. Sie bot staatliche Bildung für Mädchen und die Kinder der verschiedenen Stämme. Der San Francisco Chronicle (17. November 2001) berichtete, dass „Kabul einst eine kosmopolitische Stadt war. Künstler und Hippies kamen in Scharen in die Hauptstadt. An der Universität von Kabul studierten Frauen Agrarwissenschaft, Ingenieurwesen und Betriebswirtschaft. Afghanische Frauen bekleideten Posten in der Regierung – in den 1980ern gab es mehrere weibliche Parlamentsabgeordnete. Frauen fuhren Auto, reisten und hatten Rendezvous. Fünfzig Prozent der Studenten an der Universität waren Frauen."

Die Regierung Taraki beschloss, den Mohnanbau auszurotten. Bis dahin hatte Afghanistan über 70 Prozent des Opiums zur Deckung des weltweiten Heroinbedarfs produziert. Ebenso erließ die Regierung den Bauern alle Schulden und begann, ein Programm für eine umfassende Landreform zu entwickeln. Ryan glaubt, dass dies eine „wirlich populäre Regierung war und dass die Leute mit großer Hoffnung in die Zukunft blickten."

Aber von verschiedenen Seiten bildete sich eine ernsthafte Opposition. Die Feudalherren waren gegen das Programm für die Landreform, die ihren Besitz verkleinern würde. Und die männlichen Stammesangehörigen und fundamentalistischen Mullahs waren vehement gegen die Bemühungen der Regierung für Gleichheit der Geschlechter und die Bildung von Frauen und Kindern.

Wegen ihrer egalitären und kollektivistischen Wirtschaftspolitik zog sich die Regierung Taraki auch die Gegnerschaft des US-amerikanischen Sicherheitsstaates zu. Praktisch sofort nachdem die PDP-Koalition an die Regierung gekommen war, lanzierte der CIA, mit Unterstützung von saudi-arabischen und pakistanischen Militärs, auf Seiten der verdrängten feudalen Fürsten, reaktionären Stammesführern, Mullahs und der Opiumdealer in großem Rahmen eine Intervention in Afghanistan.

Hafizulla Amin, ein hoher Beamter innerhalb der Regierung Taraki, von dem viele annahmen, dass er während seines Studiums in den USA vom CIA rekrutiert worden war, übernahm im September 1979 in einem bewaffneten Coup die Macht. Auf dem Weg zur Etablierung eines fundamentalistischen islamistischen Staates richtete er Taraki hin, stoppte die Reformen und ermordete oder verbannte Tausende seiner Unterstützer oder warf sie ins Gefängnis. Aber innerhalb von zwei Monaten wurde er von Resten der PDP und Elementen innerhalb des Militärs entmachtet.

Man bemerke, dass all das vor der militärischen Intervention durch die Sowjetunion geschah. Der Berater für nationale Sicherheit Zbigniew Brzezinski gab öffentlich zu – Monate vor dem Einmarsch der sowjetischen Truppen –, dass die Regierung Carter muslimische Extremisten mit riesigen Summen unterstützte, damit sie die reformistische Regierung unterwanderten. Zu diesen Bemühungen gehörten unter anderem brutale Angriffe durch die vom CIA unterstützten Mujahedeen gegen Schulen und Lehrer auf dem Land.

Ende 1979 bat die sich in ernsthafter Bedrägnis befindende PDP-Regierung Moskau um die Entsendung eines Truppenkontingents als Unterstützung bei der Abwehr der Mujahedeen (islamische Guerrillakämpfer) und ausländischen Söldner, die alle vom CIA rekrutiert, finanziert und gut bewaffnet worden waren. Die Sowjetunion hatte bereits Projekte im Bergbau, in Bildung, Landwirtschaft und öffentlicher Gesundheit unterstützt. Die Entsendung von Truppen stellte aber eine ernstere und politisch gefährliche Verpflichtung dar. Kabul musste wiederholt anfragen, bevor Moskau einer militärischen Intervention zustimmte.
Jihad und Taliban, CIA-Stil

Die sowjetische Intervention war ein gefundenes Fressen für den CIA, um den Widerstand der Stämme in einen heiligen Krieg umzuwandeln, einen islamischen Dschihad zur Vertreibung der gottlosen Kommunisten aus Afghanistan. Im Laufe der Jahre gaben die Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien ungefähr 40 Milliarden US-Dollar für den Krieg in Afghanistan aus. Der CIA und seine Verbündeten rekrutierten, rüsteten aus und trainierten beinahe 100.000 radikale Mujahedeen aus 40 muslimischen Ländern, einschließlich Pakistan, Saudi-Arabien, Iran, Algerien und Afghanistan selbst. Unter denen, die diesem Ruf folgten, waren auch der in Saudi-Arabien geborene rechtsgerichtete Osama bin Laden und seine Kohorten.

Nach einem langen und erfolglosen Krieg zogen die Sowjets im Februar 1989 aus dem Land ab. Allgemein wird angenommen, dass die marxistische PDP-Regierung sofort nach dem Abzug der Sowjets zusammenbrach. Tatsächlich hatte sie genügend Unterstützung in der Bevölkerung, um noch drei Jahre weiter zu kämpfen und die Sowjetunion selbst um ein Jahr zu überleben.

Nachdem die Mujahedeen die Macht in Afghanistan übernommen hatten, begannen sie, sich gegenseitig zu bekämpfen. Sie verwüsteten die Städte, terrorisierten die zivile Bevölkerung, plünderten, veranstalteten Massenexekutionen, schlossen Schulen, vergewaltigten Tausende Frauen und Mädchen und legten halb Kabul in Trümmer. 2001 berichtete Amnesty International, dass die Mujahedeen sexuelle Aggression als „Einschüchterungsmethode gegenüber der bezwungenen Bevölkerung und als Belohnung für Soldaten benutzten".

Die Stämme, die das Land wie Gangster beherrschten und nach lukrativen Geldquellen suchten, befahlen den Bauern, Opium anzubauen. Der pakistanische ISI, ein enger Juniorpartner des CIA, richtete überall in Afghanisten Hunderte von Labors für die Herstellung von Heroin ein. Innerhalb von zwei Jahren nach Ankunft des CIA war das Grenzgebiet von Pakistan und Afghanistan zum größten Heroinproduzenten der Welt geworden.

Die Söldner der Mujahedeen, größtenteils vom CIA geschaffen und finanziert, machten sich nun selbstständig. Hunderte von ihnen kehrten nach Algerien, Tschetschenien, in den Kosovo und nach Kaschmir zurück, um in Allahs Namen Terrorangriffe gegen die Händler der säkularen „Korruption" auszuführen.

In Afghanistan selbst erkämpfte sich 1995 ein extremistischer Zweig des sunnitischen Islam, Taliban genannt, die Macht. Sie wurden großzügig von ISI und CIA finanziert und beraten und hatten die Unterstützung islamischer politischer Parteien aus Pakistan. Die Taliban übernahmen fast überall im Land die Macht und lockten die Stammesführer mit Drohungen und Bestechungen in ihren Schoß.

Die Taliban versprachen, die Kämpfe zwischen den Fraktionen und das Banditentum, das Markenzeichen der Mujahedeen, zu beenden. Jeden Monat wurden in den Sportstadien mutmaßliche Mörder und Spione hingerichtet und denen, die des Diebstahls verdächtigt wurden, die schuldige Hand abgehackt. Vorehelicher Geschlechtsverkehr, Ehebruch und Homosexualität wurden von den Taliban als Formen von „Unmoral" verurteilt. Sie verboten ebenso jegliche Musik, Theater, Büchereien, Literatur, weltliche Bildung und große Teile der wissenschaftlichen Forschung.

Die Taliban entfesselten eine Herrschaft von religösem Terror und setzten eine noch strengere Interpretation des muslimischen Gesetzes durch, als sie von den meisten Geistlichen in Kabul vertreten wurde. Alle Männer mussten einen ungeschnittenen Bart und die Frauen die Burka tragen, die sie einschließlich des Gesichtes vom Kopf bis zu den Füßen bedeckt. Personen, die den Anordnungen nicht schnell genug nachkamen, wurden vom Tugendministerium schnell und hart bestraft. Frauen, die wegen Misshandlung aus ihrem Haus flüchteten oder ihren Ehemann wegen Misshandlung anzeigten, wurden von den theokratischen Authoritäten schwer ausgepeitscht. Frauen wurden per Gesetz vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, ihnen wurde praktisch jede medizinische Fürsorge versagt, sie waren von jeglicher Bildung und Möglichkeit, außerhalb des Hauses zu arbeiten, ausgeschlossen. Frauen, die als „unmoralisch" angesehen wurden, wurden zu Tode gesteinigt oder lebendig begraben.

All das interessierte die Politiker in Washington, die glänzend mit den Taliban auskamen, nicht besonders. Bis 1999 zahlte die US-Regierung das Jahresgehalt eines jeden einzelnen Regierungsbeamten der Taliban. Erst im Oktober 2001, als Präsident George W. Bush für die Bombardierung Afghanistans die öffentliche Meinung auf seine Seite bringen musste, prangerte er die Unterdrückung der Frauen durch die Taliban an. Seine Ehefrau, Laura Bush, mauserte sich über Nacht zu einer ausgewachsenen Feministin und hielt eine öffentliche Ansprache, in der sie einige der Misshandlungen der Frauen in Afghanistan detailliert beschrieb.

Das einzig Positive, das man über die Taliban sagen könnte, ist, dass sie im Großen und Ganzen den Plünderungen, Vergewaltigungen und willkürlichen Tötungen, wie sie die Mujahedeen regelmäßig ausgeübt hatten, ein Ende setzten. Im Jahrr 2000 rotteten die Talibanbehörden auch in den Gebieten unter ihrer Kontrolle den Mohnanbau aus, was nach Ansicht des Internationalen Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen fast vollständig gelang. Nach dem Sturz der Taliban und nachdem im Dezember 2001 in Kabul eine vom Westen ausgesuchte Regierung der Mujahedeen wieder eingesetzt worden war, stieg die Opiumproduktion in Afghanistan erneut dramatisch an.

Die darauf folgenden Kriegsjahre kosteten unzählige afghanische Leben. Neben den Menschen, die durch Tarnkappenbomber, Marschflugkörper (Tomahawks), Fliegerbomben (daisy cutters) und Landminen getötet werden, gibt es weiterhin Menschen, die verhungern und erfrieren, die sterben, weil sie keine Unterkunft haben, kein Wasser.
Heiliger Kreuzzug für Öl und Gas

Währen die US-Politiker behaupteten, den Terrorismus zu bekämpfen, fanden sie andere zwingende, aber weniger laut verkündete Gründe für ihr verstärktes Engagement in Afghanistan. Die zentralasiatische Region birgt große Öl- und Gasvorkommen. Zehn Jahre vor dem 11. September berichtete das Time Magazine (18. März 1991), dass die politischen Eliten in den USA eine Militärpresenz in Zentralasien in Erwägung zögen. Die Entdeckung riesiger Öl- und Gasvorkommen in Kasachstan und Turkmenistan waren das Lockmittel, während die Auflösung der UdSSR die Beseitigung der einen großen Barriere gegen eine aggressive interventionistische Politik in diesem Teil der Welt bedeutete.

US-amerikanische Ölfirmen erwarben die Rechte an 75 Prozent dieser neuen Vorkommen. Ein Hauptproblem war der Abtransport des Öls und des Gas aus dieser Binnenregion. Beamte der US-Regierung waren gegen eine Nutzung der russischen Pipeline oder der direktesten Route über Iran zum Persischen Golf. Stattdessen untersuchten sie zusammen mit Vertretern von Ölfirmen eine Reihe von alternativen Routen für Pipelines, über Aserbeidschan und die Türkei zum Mittelmeer oder über China zum Pazifik.

Die von Unocal, einer Ölfirma mit Sitz in den USA, bevorzugte Route verlief quer durch Afghanistan und Pakistan zum Indischen Ozean. Die intensiven Verhandlungen, die Unocal mit dem Taliban-Regime führte, hatten bis 1998, als eine argentinische Firma ein Angebot für diese Pipeline abgab, zu keinem Ergebnis geführt. Bushs Krieg gegen die Taliban entfachte die Hoffnungen von Unocal auf einen Großteil des Kuchens von Neuem.

Interessanterweise setzten weder die Regierung Clinton noch die Regierung Bush Afghanistan je auf die Liste der Länder, die den Terrorismus unterstützen, trotz der allseits bekannten Anwesenheit Osama bin Ladens als Gast der Taliban-Regierung. So eine Definition als „Schurkenstaat" hätte es für eine US-amerikanische Öl- und Kontruktionsfirma unmöglich gemacht, mit Kabul einen Vertrag für eine Pipeline zu den zentralasiatischen Öl- und Gasfeldern abzuschließen.

Mit einem Wort, die US-Regierung hatte schon lange vor den Anschlägen vom 11. September Vorbereitungen getroffen, um gegen die Taliban vorzugehen und ein williges Regime in Kabul einzusetzen und eine direkte US-Militärpräsenz in Zentralasien zu schaffen. Die Anschläge vom 11. September waren der perfekte Anlass, die öffentliche Meinung und zögerliche Verbündete zur Unterstützung einer militärischen Intervention zu drängen.

Man möchte John Ryan zustimmen, der argumentierte, dass „es keine Truppen der Mujahedeen gegeben hätte, keine Intervention der Sowjetunion, keinen Afghansistan zerstörenden Krieg, keinen Osama bin Laden und nicht die Tragödie vom 11. September", wenn Washington damals 1979 die marxistische Regierung von Taraki in Ruhe gelassen hätte. Aber es wäre zuviel verlangt gewesen von Washington, eine progressive links gerichtete Regierung, die gesellschaftliches Kapital nicht für private Akkumulation, sondern den Bedürfnissen der Öffentlichkeit entsprechend organisiert, nicht zu belästigen.

Die US-Intervention in Afghanistan hat sich als ähnlich den US-Interventionen in Kambodscha, Angola, Mosambik, Äthiopien, Nicaragua, Grenada Panama und anderswo herausgestellt. Mit dieser Intervention sollten ebenfalls eine gesellschaftliche Veränderung hin zu mehr Gleichheit verhindert und eine wirtschaftsreformistische Regierung abgesetzt werden. Bei allen diesen Interventionen wurden rückschrittliche Elemente gefördert, die Wirtschaft ruiniert und gnadenlos viele unschuldige Leben zerstört.

Karikatur: Ursula Behr, http://urs1798.wordpress.com/

Der Krieg gegen Afghanistan, ein gebeuteltes verarmtes Land, wird in US-Regierungskreisen weiterhin als ein ritterlicher Kreuzzug gegen den Terrorismus dargestellt. Wenn es das je gewesen ist, dann war es auch Mittel für andere Zwecke: die Zerstörung einer linksgerichteten Gesellschaftsordnung, das Erreichen der profitablen Kontrolle über die letzten unerschlossenen Vorräte fossiler Energie und die Errichtung von US-Militärbasen und -macht in einer weiteren Region der Welt.

Angesichts all dessen klingt Obamas Ruf nach „Veränderung" hohl.

Anmerkungen

*Michael Parentis jüngste Bücher sind Contrary Notions: The Michael Parenti Reader und das noch unveröffentlichte God and His Demons.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.michaelparenti.org
Orginalartikel: Afghanistan, another untold story

Übersetzt von: Eva-Maria Bach

Quelle: znet

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Radio Utopie: Wieder versagt die Hamas
12/28/2008 12:48 AM

HamasMassenauflaufinGazaEs gibt genau zwei Parteien, die möglichst viele tote Palästinenser zur Festigung ihrer Macht antreben: das israelische Establishment und die Hamas.
Anders ist der Aufruf von Kamelgehirn Chaled Maschaal (Khaled Meshaal) in Damaskus nach "Selbstmordmissionen" und einer "Militär-Intifada" nicht zu interpretieren.


Mehr lesen [Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Just for kids
12/28/2008 12:39 AM
Die Britten denken laut über das Internet Light nach.

Wie schon zu Anfang des Jahres, als sich das Ministerium für Kultur, Medien und Sport in der Frage um Urheberrechtsverletzungen und Filesharing einschaltete, sieht Minister Burnham den Königsweg darin, mehr Druck auf Provider auszuüben. Zugangsanbieter wie Bt, Tiscali, AOL oder Sky könnten dazu gezwungen werden, dass sich in ihrem Angebot nur mehr Webseiten befinden, die als für Kinder angemessen eingeschätzt werden.

Da wird dann vermutlich nur ein sehr beschauliches Angebot an Seite übrig bleiben...ich wünsche viel Spaß damit.[Link] [Cache]
Politprofiler: Liste der Madoff-Geschädigten
12/28/2008 12:25 AM
Die Milliardenbetrügereien des New Yorker Wall-Street-Brokers Bernard Madoff haben viele Stiftungen getroffen. Unter den Opfern Madoffs finden sich auffallend viele wohltätige jüdische Organisationen in den USA. Das hängt offenbar mit dem Vorgehen des Milliarden-Jongleurs zusammen. Madoff hatte sich vor allem in der jüdischen Gemeinde New Yorks einen Namen als Investment-Berater und selbst als großzügiger Spender gemacht - und vielen seiner einflussreichen Freunde geraten, ihr Geld in seiner Firma zu investieren. Viele Stifter von wohltätigen Organisationen verbanden daraufhin offenbar ihre Spende gutgläubig mit dem Hinweis, das Geld gewinnbringend bei Madoff anzulegen.

Liste laut Süddeutsche-Zeitung:
  • Das North Shore-Long Island Jewish Health System hat 5,7 Millionen Dollar verloren.
  • Die Yeshiva University, eine jüdische Hochschule in New York, hatte zwischen 100 und 125 Millionen Dollar bei Madoff angelegt.
  • Hadassah, eine jüdische Frauenorganisation, hat 90 Millionen Dollar eingebüßt.
  • Die Picower Foundation, deren Vermögen auf knapp eine Milliarde Dollar geschätzt wurde, hatte bereits vor einer Woche ihre Arbeit einstellen müssen.
  • Die Stiftung des Immobilienunternehmers Mort Zuckerman hat 30 Millionen Dollar verloren, ein Zehntel ihres Vermögens.
  • Die New York University, die größte Privatuni Amerikas, hat 24 Millionen Dollar eingebüßt.
  • Die renommierte Tufts University hat 20 Millionen Dollar verloren.
  • Die New York Law School drei Millionen.
  • Die Stiftung des Friedensnobelpreisträgers und Holocaust-Überlebenden Elie Wiesel ist in Existenznot gebracht. Sie hatte 15,2 Millionen Dollar von Madoff verwalten lassen.

Bericht von Schall-und-Rauch
Der Madoff-Skandal ist ein Betrug, aber anders als wir denken

Hier handelt es sich möglicherweise nicht nur um einen Betrug durch ein Pyramidensystem, sondern auch um einen „normalen" Verlust durch Fehlspekulation, der als kriminelle Handlung kaschiert wird, damit der Steuerzahler und die Versicherungen den Verlust tragen. Handelt es sich hier nicht nur um Finanzbetrug, sondern auch um Versicherungsbetrug, ganz clever eingefädelt?[Link] [Cache]

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