Friday, March 13, 2009

Parteibuch Ticker Feed: 2009-01-05

Parteibuch Ticker Feed: 2009-01-05


Linke Zeitung: Zielloser Ganatenbeschuß und Umherirren tausender Zivilisten
01/05/2009 11:35 PM
Ich könnte meine Reportagen beenden entweder weil ich getötet wurde oder aus meinem Haus fliehen musste. Granaten regnen inzwischen neben meinem Haus herunter. Betet für mich…. Ein Massaker: Mitglieder der Samuni-Familie berichten; Israelische Soldaten sperren 30 Mitglieder der Samunifamilie in einem Haus ein, zehn Familien vom selben Clan. Dann werden sie getötet als Artilleriegranaten in das Haus einschlagen. Man zählt 14 Tote, überwiegend Kinder und Frauen. Einige sind in kritischem Zustand. Hunderte von Granaten schlagen in Häuser im Osten von Gazacity und Jabalia ein jetzt. Die Verhältnisse spitzen sich in dieser Gegend zu. Drei Kinder und ihre Mutter werden ermordet, als eine Granate ihr Haus trifft in Al shijaýa im Osten von Gaza. Ihre Körper wurden in Stücke gerissen. Blutige Kämpfe finden zwischen palästinensischen Kämpfern und der organisierten israelischen Armee im Osten von Gazacity statt. Die israelische Armee feuert mit Apache-Kampfhubschraubern und Artillerie auf die Kämpfer. Viele Menschen sind verwundet. Israelische Soldaten gelangen näher an dichtbesiedelte Bereiche des nördlichen Gaza und Gazacity. Der israelische Krieg gegen Gaza intensiviert sich in verschiedenen Bereichen des Gazastreifens. Im Gegensatz zur Behauptung Israels, man greife allein die Hamasmilitanten an werden immer mehr Zivilisten getötet. Die schwersten Bombardierungen der israelischen Luftwaffe und der Artilleriebeschuß treiben tausende Zivilisten in den westlichen Teil des Landstreifens. Ironischerweise sind die westlichen Teile kein Zufluchtsort, da israelische Kanonenbote auf sie warten. Durch den Beschuß der Boote wurden viele Familien getötet im Flüchtlingslager Al Shati. [Link] [Cache]
Radio Utopie: 2 Jahre Radio Utopie
01/05/2009 11:24 PM

Am 5.Januar 2007, heute genau vor 2 Jahren, erschien der erste Artikel in der Zeitung von Radio Utopie. Es war der Schritt von einem winzigen Internetradio, was niemand hörte, hin zu einer Medienstation auf der heute ungefähr 5 Autoren, 15 DJs sowie 4 Techniker arbeiten und die nun von 6000 Besuchern täglich genutzt wird.


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redblog: Change or no change?
01/05/2009 10:32 PM
Neun Thesen von Johannes M. Becker zum Verhältnis von Vereinigten Staaten und EU nach der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten in junge Welt, 5.1.2008 1. These: Die EU ist mehr noch als zu Bushs Amtsantritt vor acht Jahren ein ökonomisch gefestigtes Gebilde, ein wirtschaftliches und wirtschaftspolitisches Imperium.
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2. These: Der Einfluß der derzeit geopolitisch unilateral agierenden USA hingegen wird in den kommenden Jahren vermutlich schwinden.
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3. These: Trotz der international geschwächten Stellung hat es die US-Administration unter Bush vermocht, einen Keil tief in die 2004 und 2007 erweiterte EU zu treiben.
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4. These: Die Politik des »divide et impera«, des »Teile und herrsche« der USA betrifft in erster Linie das Verhältnis der EU zur Russischen Föderation.
...

5. These: Die US-Politik des »divide et impera« hat im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg jedoch noch ein für Washington unerwünschtes politisches Nebenprodukt erzeugt.


6. These: Der Afghanistan- wie der Irak-Krieg dürften neben dem Verhältnis zu Rußland zu den sensibelsten Politikfeldern im zukünftigen Verhältnis der USA zur EU werden.
...

7. These: Mit Blick auf Irak und Iran können die Interessen von USA und EU in erhebliche Widersprüche geraten.


8. These: Die sich abzeichnende Regierungsequipe Obamas läßt den Gedanken an einen »Change« vermissen und Schlimmes befürchten.


9. These: Die eingangs gestellte Frage kann heute noch nicht eindeutig beantwortet werden.
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redblog: Ein Krieg, der die Zivilisten angeblich nicht treffen soll ...
01/05/2009 10:32 PM
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Narragonien: Fall Mannichl weiterhin ungeklärt
01/05/2009 10:27 PM

Die Attentäter des Passauer Polizeidirektors Alois Mannichl sind weiterhin auf freiem Fuß. Wie der Blog Politplatschquatch (PPQ) feststellen musste, setzt die Polizei dabei inzwischen auf verzweifelte Maßnahmen. Auch die Suche nach Zigarettenkippen am Tatort folgt einer eigenenartigen Logik. Nachdem die Täter mit den mehr als auffälligen Tätowierungen sich einfach nicht finden lassen, breitet sich in der Sonderkommission wohl langsam Panik aus.

Warum die Täter trotz der bundesweiten Fahnung nicht gefasst werden, bleibt aber nicht nur den Beamten ein Rätsel, sondern auch dem unbeteiligtem Beobachter. Narragonien.de hat dennoch die fünf wahrscheinlichsten Erklärungen gefunden, weshalb der Fall Mannichl immer noch nicht aufgeklärt wurde:

5. Die Täter verstecken sich in der Bayrischen Landesbank (LBB), denn die wird grundsätzlich von niemanden überprüft.

4. Die Täter wurden längst im rechten Milieu ausfindig gemacht. Weil es sich bei ihnen aber um V-Leute des Verfassungsschutzes handelt, werden sie nicht festgenommen, da man sie dafür ja abziehen müsste. Und das ist erst kurz vor dem nächsten NPD-Verbotsverfahren in 2020 geplant.

3. Alois Mannichl wurde nie angegriffen. Die Verletzungen hat er sich beim Schneiden von Lebkuchen mit dem Lebkuchenmesser selbst zugeführt. Aus Verlegenheit hat er dann die Geschichte mit dem Attentäter mit dem Schlangentattoo und seinem Komplizen erfunden.

2. Durch die vielen Hormone, die aufgrund der Anti-Baby-Pillen in die Umwelt gelangt sind (Narragonien.de berichtete darüber) sind aus den Skinheads inzwischen Transsexuelle geworden. So läuft die Fahndung der Polizei natürlich völlig ins Leere.

1. Die Täter wurden auf der Flucht von Dieter Althaus überfahren und liegen jetzt irgendwo in den österreichischen Alpen im Schnee vergraben. Dort werden sie wohl nicht vor der Schneeschmelze entdeckt werden.

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Club der halbtoten Dichter: Fachklinik Enzensberg (3)
01/05/2009 10:02 PM


Großes Drei Königs Preisausschreiben

Finden Sie heraus um welches das Gerät darstellen soll:

Vorrichtung

Lediglich ein gewisser Arzt im Haus/Erdgeschoss ist als einziger ausgeschlossen.

(Enzensberg ist überall auf der Welt)

Einsendungen nur per E-Mail, die Anschrift finden Sie im:

>Impressum

Gehen mehrere richtige Lösung ein, waltet wieder unsere zauberhafte Glücksfee.

Einsende Schluss ist am 11. Januar 2009 24:00 Uhr.

Die oder der GewinnerIn erhält eine CD unser Hofkapelle

rvv

oder eine andere CD bzw. ein Buch von Amazon

Viel Glück in 2009!

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Ewald Proll: Die größten Verlierer sind die Kranken
01/05/2009 10:00 PM

Ärzte können sich Patienten nicht mehr leisten - sueddeutsche.de

Bei den niedergelassenen Fachärzten in München herrscht Untergangsstimmung. Durch eine neue Honorarregelung für Kassenpatienten, die im neuen Jahr zusammen mit dem Gesundheitsfonds in Kraft getreten ist, erwarten sie dramatische Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent. Besonders hart betroffen sind, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) zufolge, die sehr spezialisierten und hoch aufgerüsteten (und oft hoch verschuldeten) Praxen, wie sie gerade in einer Großstadt wie München häufig vorkommen, zum Beispiel die Einrichtungen ambulanter Operateure und Kernspin-Radiologen. Aber auch Psychiater, Kinderärzte und viele andere Disziplinen bleiben nicht verschont.

Von der Ära Merkel wird die Zerstörung des bisher gut funktionierenden Krankenversicherungssystems in die Geschichtsbücher eingehen.

Bayerns Frauenärzte sollen Kassenpatienten nach einer Aufforderung ihres Berufsverbands nur noch gegen Privatrechnung behandeln.

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Ewald Proll: Über Sinn und Unsinn von Ärztebewertungsportalen
01/05/2009 10:00 PM

Labour's mania for rating reaches GPs - none out of 10 | The Guardian

What the ideologically bankrupt Mr Bradshaw cannot see is that a society demanding constant feedback does not trust itself or its ideas. The GP ratings scheme isn't an idea. It's not even a policy. It is a desperately penny-pinching sleight of hand, designed to give people the illusion of power in the NHS. And, as it's always worth pointing out, people don't want "power" in the NHS. They want a uniformly decent NHS. They don't want choice, they want provision.

Gefunden bei Dr Grumble.

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Linke Zeitung: Die Bomben der Operation „Gegossenes Blei" oder die Barbarei eines rassistischen Staates
01/05/2009 09:35 PM
Der von der israelischen Armee eröffnete Krieg gegen Gaza, enthüllt noch ein Mal, die aussergewöhnliche Bestialität dieser Armee, die von den Propagandisten als die „moralischste Armee der Welt qualifiziert wird. Ohne die Mittäterschaft unserer demokratischen Staaten und den ignoranten oder unehrlichen Journalisten, wäre dies nicht möglich. Diese Straflosigkeit, die man Israel gewährt, ist unerträglich. Das Völkerrecht wird nicht respektiert, wenn es sich um arabische und muslimische Opfer handelt.Silvia Cattori hat den palästinensischen Journalisten Rami Almeghari in Gaza erreichen können, wo er mit seiner Familie lebt. Er ist 31 Jahre alt. (*)Die Situation ist hier sehr, sehr gefährlich. Unbeschreiblich. Uns als Reporter gelingt es nicht mehr den Nachrichten zu folgen. Jede Sekunde kommen mehr besorgniserregende und neue News an. Ich tue mein Bestes um zu erfahren , was sich in den unterschiedlichen Zonen abspielt.Es ist ein echter Krieg. Ein sehr erschöpfender, psychologisch schockierender Krieg. Die Bodeninvasion hat zuerst im Norden von Gaza begonnen. In Jabaliah sollte es die heftigsten Kämpfe gegeben haben.Alle Kommunikationsmöglichkeiten sind abgebrochen, das ganze Kommunikationsnetz von Gaza ist beschädigt. Ich kann mich manchmal verbinden, da ich mich an einen Generator anschliesse.Es ist eine wahre Katastrophe! Wir sind in unseren Wohnungen blockiert. Alles ist wie gelähmt. Nichts bewegt sich draussen, ausser den Krankenwagen, die die Toten und die Verletzten transportieren, die evakuiert werden können. Diese Situation ist verheerend und niemand weiss, was noch auf uns zukommt.[Link] [Cache]
Gaza: Der böse, böse Nachbar
01/05/2009 09:34 PM

Von ROLF VERLEGER, 5. Januar 2009 -

Was würden Sie tun – so schrieb am 31.12. die israelische Geschichtswissenschaftlerin Prof. Fania Oz-Salzberger in der FAZ – wenn Ihr Nachbar immerzu Steine und Molotowcocktails auf Ihre Wohnung wirft? Würden Sie nicht irgendwann zum Gewehr greifen, um diesem Treiben ein Ende zu machen? Und wenn sich der Nachbar mit seinen Kindern umgibt, damit Sie ihn nicht treffen, würden Sie dann nicht irgendwann ein Gewehr mit Zielfernrohr nehmen?
Just so wie dieser Nachbar verhalte sich die Hamas in Gaza, wenn sie israelische Städte mit ihren Sprengstoffraketen beschieße. Daher sei der jetzige Krieg Israels gegen Gaza ein gerechter Krieg.

Ich bin Frau Oz-Salzberger für dieses Beispiel mit dem Nachbarn sehr dankbar. Denn daran kann man vieles anschaulich klarmachen. Nennen wir der Einfachheit halber Sie und Ihre vom bösen Nachbarn so gemein terrorisierte Familie die Hausbesitzer und betrachten nun die merkwürdigen Verhältnisse im Wohnblock. Die Nachbarswohnung ist Gaza.........

Weiter >>>Hintergrund

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keimform.de: Neujahrsbotschaft von Marcin - Open Source Ecology
01/05/2009 09:20 PM

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Kirchensumpf: Der Vatikan schwatzt Unsinn
01/05/2009 09:15 PM

Die Anti-Baby-Pille hat nach Ansicht der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» desaströse Auswirkungen auf die Umwelt und die männliche Fortpflanzungsfähigkeit. Die seit Jahrzehnten durch die Ausscheidungen von Frauen in Umlauf gebrachten «Tonnen von Hormonen» provozierten nicht nur Umweltzerstörung, sondern seien auch als ein wichtiger Grund für die zunehmende Sterilität bei Männern in der westlichen Welt anzusehen, zitierten italienische Medien am Sonntag einen Artikel des «Osservatore Romano». «Wir haben ausreichend Datenmaterial, um behaupten zu können, dass ein entscheidender Grund für die abnehmende Spermienzahl bei Männern die Umweltverschmutzung durch Ausscheidungsprodukte der Pille ist», meint der Verfasser des Artikels, Pedro José Mario Simon Castellvi, Präsident des Internationalen Verbands der katholischen Medizinervereinigungen.
Kirchensumpf: Gleichzeitig könnten wir behaupten, das gelebte Zölibat vernichtet bei Katholiken Gehirnzellen. Aber uns tut nur der Wald leid, in dem die Bäume geschlagen werden, die dann zu Papier verarbeitet werden, auf das dann der Vatikan solch einen Schwachsinn verbreiten lässt.

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OSTBLOG: Der telegraph #116/117 ist erschienen
01/05/2009 09:13 PM

KONTINUITÄTEN UND BRÜCHE
Arbeitszwang, Arbeitsverweigerung und Verfolgung so genannter Asoziale

116_117.gif
[telegraph bestellen? 176 Seiten, EUR 6,-]

Der neue telegraph widmet sich den Themen Arbeitszwang, Arbeitsverweigerung und Verfolgung so genannter Asozialer. Die wohlfahrtsstaatliche Idee, den Obdach- und Wohnungslosen zu helfen, reichte Ende des 19. Jahrhunderts bis 1932 von der aufsuchenden Hilfe, über Nachtasyle, die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bis zu verschiedenen Formen der Arbeitsverpfl ichtung. Bereits damals standen in der Gesetzgebung die Bedürftigkeitsprüfung und der Arbeitsgedanke im Vordergrund. Es ging zu keiner Zeit um Arbeit nach Wunsch, Lust oder Profession, sondern um eine Arbeit als letztes Mittel vor der äußerst kärglichen Erwerbslosenfürsorge.

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OSTBLOG: "DREI MANN SIND EINE BANDE"
01/05/2009 09:13 PM

Von Knofo
(aus telegraph #115)

Mit diesem Satz begann die Beschreibung des Tatbestandes im Vorgänger des Paragraphen 129 im Reichsgesetzbuch von 1871. Damit konnte Bismarck vortrefflich Jagd auf Sozialdemokraten und anderes linksradikales Gesindel machen. Mittlerweile gibt es auch den 129a, und wer „a" sagt, muss auch „b" sagen usw. So weit, so schlecht. Kommen wir zur Sache.

Natürlich ist es wichtig, sich zu Zehntausenden auf dem Alex zu versammeln, um zu deklamieren: Nöö, wir wollen lieber etwas weniger bespitzelt werden. Aber was bringt es?
Der rote Faden in der Geschichte der sogenannten westlichen Demokratien wird von den Besitzenden und ihren korrupten Lakaien in den Parlamenten gesponnen. Ohne größere „Sicherheit" kein größeres Geld. Also können Zehn- oder Hunderttausende auf die Straße gehen, das kratzt die nicht und geht sowieso vorbei. Egal ob eine Million Leute im Bonner Hofgarten gegen den Nato-Doppelbeschluss demonstrieren – er kam. Egal ob Zehntausende 1969 gegen die Notstandsgesetze demonstrierten – wir haben sie. „Großer Lauschangriff", „Kontaktsperregesetz", „Gedankenpolizei", „der gläserne Bürger" – alles bereits vorhanden. 1970 war offi ziell in Westberlin die Rede von 200 abgehörten Telephonen – in Wirklichkeit waren es knapp 4000. Immerhin sind wohl 200 davon mit richterlicher Erlaubnis gesegnet gewesen. Heute ist in Berlin von 1.800 (oder waren´s 180?) abgehörten Anschlüssen die Rede – gähn. Warum hatte die Westberliner Polizei schon ab Mitte der Sechziger Nato-Sturmgewehre und Handgranaten und Maschinengewehre in ihren Arsenalen, nebst detaillierten Lageund Einsatzplänen für die großen Fabriken im Schrank – Jahre vor dem Inkrafttreten der Notstandsgesetze? Warum hatte jeder Westberliner Bereitschaftsbulle einen Stahlhelm im Spind (Wehrmachtsmodell)? Woher kamen am 1. Mai 1987 auf einmal die mit Wurfbecher versehenen G1-Gewehre, mit denen dann die CN- und CS-Granaten verfeuert wurden, nachdem den „normalen" polizeilichen Teilen (Smith & Wesson, M 40) die Munition ausgegangen war? Derweilen saßen die französischen Soldaten (die waren den Monat „in charge") in Tegeler Kasernen auf Lastwagen, bereit zum Abrücken, jeder Mann mit 60 Schuss scharfer Munition versehen (darüber gibt es eine eidestattliche Versicherung zweier Poilus).

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Der Spiegelfechter: Das hässliche Gesicht Israels
01/05/2009 08:03 PM

Alle Jahre wieder beweist der Nahe Osten der Welt, dass Anspruch und Wirklichkeit der westlichen Staatengemeinschaft immer dann besonders weit auseinanderklaffen, wenn Israel den Staatsterrorismus als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln wählt. Vor zwei Jahren führte die israelische Armee einen Angriffskrieg im Südlibanon gegen die Hisbollah, tötete rund 1.200 Zivilisten, zerstörte die zivile Infrastruktur und machte sich mehrerer Kriegsverbrechen schuldig – unter anderem wurden Phosphorbomben eingesetzt, deren Einsatz in bewohnten Gebieten nach dem Genfer Abkommen verboten ist. Seit letzter Woche führt die israelische Armee einen Angriffskrieg gegen die Hamas im Gaza-Streifen.

Über 500 Todesopfer sind auf palästinensischer Seite bereits zu beklagen, wovon rund ein Drittel Zivilisten sind. Auch diesmal zerstört die israelische Armee die zivile Infrastruktur, auch diesmal verübt sie Kriegsverbrechen und auch diesmal setzt sie „Phosphorbomben" ein – in einem Gebiet, das dicht besiedelt ist. 2006 hat die israelische Armee eine vernichtende Niederlage einstecken müssen und die Hisbollah samt ihres charismatischen Anführers Nasrallah in der arabischen Welt zu einem Mythos gemacht. Die Kriegsverbrechen wurden weder angeklagt noch gesühnt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die israelische Armee auch dieses Mal eine Niederlage einstecken muss, ist groß. Das unermessliche Leid der Zivilbevölkerung im dicht besiedelten Gaza-Streifen ist für Israel in diesem Konflikt nicht nur ein Kollateralschaden – es ist vielmehr die grausame Bestrafung für die Palästinenser, die die Hamas gewählt haben. Die Gefahr, dass die Anzahl ziviler Opfer massiv steigen wird, ist groß. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Verantwortlichen seitens der Israelis vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt werden, ist nicht vorhanden. Israel und seine Kriegsverbrechen werden vom Westen gedeckt, wobei sich besonders die USA und Deutschland durch ihre Blankoscheckpolitik unrühmlich auszeichnen.

Die Eskalationsstrategie ging auf

Die Strategie Israels und der USA, die „gemäßigte" Fatah auch im Gaza-Streifen als palästinensischen Verhandlungspartner in Stellung zu bringen, scheiterte im Juni 2007 kläglich. Nach der de-facto Zweitteilung der palästinensischen Gebiete, in das Westjordanland unter Fatah-Führung, und den von der Hamas kontrollierten Gaza-Streifen, verfolgte die israelische Regierung eine Politik von Zuckerbrot und Peitsche. Die Fatah kam erstmals in den dosierten Genuss von Zuckerbrot, nachdem in den Jahren zuvor sowohl die Fatah als auch ihr politischer Führer Mahmud Abbas von Israel gedemütigt wurden – ein Umstand, der vor allem der Hamas Wähler einbrachte, da es offensichtlich schien, dass man auch mit einer gemäßigten Haltung kein Entgegenkommen Israels erreichen kann. Die Hamas, und mit ihr der Gaza-Streifen, bekamen seit der Regierungsübernahme die israelische Peitsche zu spüren. Der Gaza-Streifen, ein zehn Kilometer breiter und 40 Kilometer langer Sandstreifen mit 1,5 Mio. Einwohnern, und ohne nennenswerte Wirtschaftsleistung, wurde von Israel abgeriegelt. Seitdem können die Palästinenser nicht mehr zu ihren Arbeitsplätzen in Israel pendeln und es findet über Land kein Güterverkehr mehr zwischen dem Gaza-Streifen und seinen wichtigsten Handelspartnern, Israel und dem Westjordanland statt.

Die Blockade des Gaza-Streifens ist ein Verbrechen. Israel unterliegt der gleichen Fehleinschätzung, die westlichen Demokratien immer wieder unterläuft. Durch Wirtschaftsblockaden und einen Krieg gegen die Zivilbevölkerung wird diese nicht in die Hände gemäßigter, westlich orientierter Kräfte getrieben und sie begehrt nicht gegen ihre im Westen unbeliebten Regierungen auf. Das Gegenteil ist der Fall – mit der Blockade hat Israel nicht nur das Leid der Palästinenser verstärkt, sondern auch die Machtbasis der Hamas. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Situation außer Kontrolle gerät und die Hamas wieder mit Gewalt gegen Israel vorgeht.

Wer trägt die Kriegsschuld?

Die israelische Propagandamaschine und die westlichen Medien sind sich in der Kriegsschuldfrage weitestgehend einig. Die Hamas hat den Waffenstillstand gebrochen und Israel hatte keine Alternative, als die „terroristische Infrastruktur" auszuschalten – dass es in einem dicht besiedelten Kriegsgebiet trotz „Präzisionsbomben" zu Kollateralschäden kommt, sei unvermeidlich. Der Medienfokus richtete sich auf die 8.500 Raketen, die in den letzten acht Jahren vom Gaza-Streifen aus in das israelische Kernland abgefeuert wurden und dabei 20 Menschenleben auslöschten. Selbstverständlich wurde dabei verschwiegen, dass Israel im Gaza-Streifen seit dem Abzug der jüdischen Siedler 1.700 Palästinenser bei militärischen Angriffen getötet hat.

Es scheint auch in den Medien Konsens zu sein, dass die Hamas den Waffenstillstand gebrochen hätte. Im November wurden sechs Hamas-Mitglieder bei einem Überfall des israelischen Militärs im Gaza-Streifen getötet. Als Antwort darauf feuerte die Hamas eine Welle Kassam-Raketen über die Grenze. Eine Woche später wurden weitere sechs Palästinenser von israelischen Kommandoeinheiten liquidiert. Im Jahr vor der „Waffenruhe" töteten israelische Militärs 68 Kinder im Gaza-Streifen und ein weiteres Dutzend im Westjordanland. Im Februar forderte eine israelische Rakete das Leben von vier Jungen im Alter von 8 bis 14 Jahren, die auf den Strassen von Jabalia Fußball spielten. Im April starben Meyasar Abu-Me´tiq und ihre vier Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren – sie wurden während des Frühstücks von einer israelischen Rakete getroffen. Auch während der „Waffenruhe" wurden in Gaza 22 Menschen von israelischen Militärs getötet, darunter zwei Kinder und eine Frau.

Bombardieren israelische Piloten gerne unschuldige Kinder und Frauen?

Israel ist ein Opfer des palästinensischen Terrorismus? In den letzten drei Jahren starben rund 60 Israelis bei Anschlägen palästinensischer Terroristen – im gleichen Zeitraum tötete Israel 1.300 Palästinenser, viele davon Zivilisten. Jeder Tote ist ein Toter zu viel und es mag fraglich erscheinen, ob eine solche Aufrechnung der Opfer sinnvoll ist – fest steht jedoch, dass Terrorismus kein Alleinstellungsmerkmal der Palästinenser ist und der israelische Staatsterrorismus eine weitaus höhere Anzahl an Opfern zu verbuchen hat.

Die „Strafaktion" für den Gaza-Streifen forderte bis jetzt bereits über 500 Todesopfer. Wenn Israel nun in den Gaza-Streifen einmarschiert und Gaza-Stadt einkesselt, wird die Zahl der Opfer weiter steigen. Die Opfer hinterlassen Väter, Mütter, Brüder, Schwestern und Kinder. Mit jedem Opfer züchtet Israel so zukünftige Feinde. Der Frieden rückt mit jedem Opfer weiter in die Ferne. Ist es das, was Israel will? Ist Israel einfach nur dumm oder sieht der Staat seine einzige Chance, sich in einem feindlichen Umfeld zu behaupten, darin, den Konflikt stetig am Köcheln zu halten?

Streuwirkung

Israel spielt mit dem Feuer. Schon im Zweiten Libanonkrieg 2006 war es für die gemäßigten arabischen Staaten schwer, sich neutral zu verhalten, ohne der eigenen Bevölkerung zu sehr vor den Kopf zu stoßen. Israels Kriege werden von der überwältigenden Mehrheit der Araber als Verbrechen gesehen. Die prowestlichen Regierungen Ägyptens, Saudi-Arabiens und anderer Staaten haben ohnehin bereits ihre Mühe und Not, die Fundamentalisten im eigenen Lande unter Kontrolle zu halten. Israel gießt mit seinen Verbrechen zusätzliches Öl ins Feuer. Eine Destabilisierung des gesamten Nahen Ostens kann aber kaum im Sinne Israels sein. Israel wirkt wie ein pubertärer Kraftprotz, der versucht, sich durch immer schnellere Bewegungen aus dem Treibsand zu befreien und dadurch immer tiefer in ihm versinkt.

Im Westen nichts Neues

Wäre Israel nicht Israel, sondern ein normaler Staat, würden Sanktionen der so genannten Weltgemeinschaft auf Israel niederprasseln und die verantwortlichen Politiker und Offiziere würde ein Tribunal in Den Haag erwarten. Israel ist aber kein normaler Staat – die USA blockieren jede Initiative gegen Israel im Weltsicherheitsrat und in Deutschland ist die bedingungslose Solidarität mit Israel Staatsräson. Da Israel vom Westen somit nichts zu befürchten hat, ist es schwer, den Staat zum Einlenken zu bringen. In Tel-Aviv weiß man um den Einfluss seiner Schutzmächte. Internationale Gremien mit Beteiligung der USA oder der EU, in der Deutschland jede Kritik an Israel blockieren würde, erweisen sich daher als zahnlos. Israel tanzt der Weltöffentlichkeit so lange auf der Nase herum, bis es von einer seiner Schutzmächte zur Ordnung gerufen werden wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies passieren wird, tendiert jedoch gegen Null. Israel wird wohl oder übel so lange an der Eskalationsschraube drehen, bis der Nahe Osten - und mit ihm Israel selbst - in Flammen steht.

Jens Berger

Quellen und Hintergrund:

Uri Avnery - “Geschmolzenes Blei”: ein Wahlkampfkrieg
The Economist - Gaza: the rights and wrongs
Chris McGreal - Why Israel went to war in Gaza
Tony Karon - Understanding Gaza
Gideon Levy - The neighborhood bully strikes again


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Duckhome: Aviv Geffen auf Deutschlandtour
01/05/2009 08:02 PM

Aviv Geffen zählt mit zu den populärsten Musikern und Friedensaktivisten der jungen Generation Israels. In seinen traurig-melancholischen Liedern thematisiert Aviv neben Krieg auch Drogen, Gewalt und Agonie. Sein erstes Album erschien 1992. Mittlerweile ist er auch international, zusammen mit der Band Blackfield, erfolgreich und wird auch auf seiner Deutschlandtour von Frontmann Steven Wilson begleitet.



Als am 4. November 1995 der damalige Ministerpräsident Yitzhak Rabin ermordet wurde, geschah dies während einer Friedenskundgebung, auf welcher auch Aviv Geffen aufgetreten war.



Aus einem Interview mit der Zeit:

Aviv Geffen: Der Abend mit Rabin hat mein Leben verändert, denn ich war einer der Hauptzeugen des Mordes. Der Attentäter Yigal Amir hat an diesem Abend den Traum meiner Generation zerstört, nur ein paar Meter von mir entfernt. In diesem Moment wurde mir schlagartig klar, dass sich binnen weniger Sekunden die Zukunft meines Landes verändern würde.

ZEIT online:
Können Sie das präzisieren? Was genau hat sich rückblickend verändert?

Geffen: Zunächst einmal wurden die Menschen in Israel Zeugen des bisher Undenkbaren: dass ein Jude in der Lage sein kann im Namen Gottes einen anderen Menschen, ebenfalls einen Juden, zu erschießen, weil dieser anders denkt. An diesem Abend haben sich eine halbe Million Menschen in Tel Aviv zusammengefunden. Jeder von ihnen war von der politischen Botschaft der Kundgebung überzeugt, jeder Einzelne glaubte an die Möglichkeit, in Frieden mit den Palästinensern leben zu können. Der Angriff Amirs galt ihnen allen. Rabin war ein alter Mann, der in sehr vielen Kriegen gekämpft hat. Dennoch hat er an den Frieden geglaubt und uns den richtigen Weg gezeigt.

Es war ein großartiger Abend. Bis dieser Mann kam, der dem Sicherheitspersonal erzählt hat, er wäre mein Bodyguard. Nur so konnte er überhaupt hinter die Bühne gelangen. Für mich war das traumatisch. Ich bin für eineinhalb Jahre nach London gezogen. Seit diesem Moment werde ich mit jedem Tag, der vergeht, wütender.


weiter zum Interview

Würde Aviv Geffen nun aber ausschließlich traurige und schwermütige Lieder singen, wäre er nicht zu dem Hoffnungsträger geworden, der er für viele Menschen ist. Diese Hoffnung auf Frieden darf niemals sterben, sondern muss von uns allen durch solidarisches Handeln mit Leben gefüllt werden.

Aviv Geffen - Shir Tikva




SHIR TIKVA
- Lied der Hoffnung

Lasst uns einen Schritt zu einen Traum wagen
Ohne Baumstamm und Volk
Lasst uns dies versuchen
Bis es gut wird
Bis es da sein wird

Wir werden die Gewehre begraben
Und nicht unsere Kinder
Lasst uns dies versuchen
Bis es gut wird
Bis es da sein wird

Wir werden den Frieden erobern
Und keine Ländereien
Also lasst uns dies versuchen
Bis es gut sein wird
Bis es sein wird

Lasst uns einen Schritt zu einen Traum wagen
Ohne Baumstamm und Volk
Lasst uns dies versuchen
Bis es gut wird
Bis es da sein wird

Tourdaten von Aviv Geffen:

17.01.2009 Postbahnhof Berlin

18.01.2009 Knust Hamburg

20.01.2009 Luxor Köln

22.01.2009 Ampere München


homepage von Aviv Geffen

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SaarBreaker: Israel hat Bombardierung des Al-Wafa-Krankenhauses von Gaza angekündigt
01/05/2009 08:01 PM

Ehud Barak Den Massenmedien sollte man in Bezug auf Gaza besser nichts glauben. Journalisten wurde die Einreise nach Gaza von den zionistischen Terroristen verboten. Dass die Situation des Journalismus in den zionistisch besetzten Gebieten von Palästina an Burma oder Nord-Korea erinnert, beschrieb Ulrike Putz gestern im Spiegel mit folgenden Worten:

"Selbst wenn Journalisten über Kontakte ins israelische Militär mehr wissen: Schreiben dürfen sie es nicht. Alle Nachrichten militärischer Natur unterliegen in Israel einer strengen Zensur. Auch Ausländer müssen sich unterwerfen. Wer sich über den Zensor hinwegsetzt, riskiert, seine Pressekarte zu verlieren."

Was die zionistische Zensur an Unterdrückung der von den Terroristen nicht für die dumme Öffentlichkeit bestimmten Informationen nicht erledigt, erledigt die verborgene Einflussnahme auf die Medien in den westlichen Ländern selbst. So kommt es, dass bisher nirgendwo berichtet wurde, dass die zionistische Terrorbande dem Al-Wafa-Krankenhaus in Gaza City telefonisch seine bevorstehende Bombardierung angekündigt hat.

Hier sind noch ein paar Bilder von gestern aus einem Krankenhaus in Gaza:

Genug ist genug. Das aus wahltaktischen Gründen durchgeführte Massaker Cast Lead muss Konsequenzen haben. Ein solcher Verbrecherstaat wie Israel darf keinen Platz in der Weltgemeinschaft haben. Eine Welt ohne Israel ist eine bessere Welt.

Der Weg zur Abschaffung des Staates Israel führt politisch die Aberkennung der staatlichen Anerkennung. Bis es soweit ist, kann ein Boykott organsiert werden, der auch schon dabei half, wie er auch schon das Apartheidregime von Südafrika bezwungen hat. Boykott Israel:

Boycott Iisrael

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die verlogene Terrorherrschaft der zionistischen Faschisten über Palästina beendet wird und alle Menschen in Palästina in Freiheit und Gleichheit ohne das Apartheidsystem Israel miteinander leben können.

Nachtrag: Das sieht der zionistischen Terrorbande ähnlich. Begonnen haben sie den monatelang vorher geplanten Vernichtungskrieg mit dem Stellen eines Ultimatums, was sie selbst nicht eingehalten haben und nun haben sie angekündigt, das Al-Wafa-Krankenhaus zu bombardieren, aber stattdessen das al-Awda-Krankenhaus beschossen. Die Zio-Faschisten wollen größtmöglichen Terror und Schrecken verbreiten und lügen, wo sie den Mund aufmachen. (Quelle: Mein Parteibuch)


Vielen Dank für das Abonnieren meines Feeds (SaarBreaker.com)!

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Tammox: Tramal
01/05/2009 07:35 PM
Was ich gar nicht mag, sind Schmerzen.
Mir ist nach wie vor unverständlich wieso das Gebiet der Algesiologie in der Medizin so ein stiefmütterliches Dasein führt.
Viele Ärzte kennen sich damit nicht aus - insbesondere Krankenhausärzte, von denen viele immer noch meinen, daß Zähnezusammenbeißen allemal besser ist.
Welch überhebliche Missachtung des Patientenwohls.
Allerdings stellen sich auch einige Schmerzpatienten eigentümlich an. 70-Jährige Arthrose-Bomben, die ohnehin schon 15 Pillen tagtäglich nehmen, lehnen es zuweilen hartnäckig ab Schmerzmittel zu nehmen, weil die nicht gegen die Ursachen hülfen.


Meine ersten richtig fiesen Schmerzen hatte ich nach einer misslungenen Mandel-OP im zarten Alter von 18.
Zehn Tage blutete ich im Krankenhaus vor mich hin - liebevoll therapiert mit Eiswasser und einer der Nachtschwester abgetrotzen Godamed-Tablette pro Tag (Godamed = Aspirin).

Zwei Jahre später drohte erneut Unheil - Weisheitszähne wurden ausgegraben.

(Nebenbei bemerkt - Kieferchirurgen…., wie sag' ich das jetzt mal, ohne jemanden zu nahe zu treten…? Also, euphemistisch ausgedrückt: Kieferchirurgie ist nicht gerade das Fachgebiet für die sensiblen, mitfühlenden Typen)

Den dreistündigen wieder äußerst blutigen Vorgang der OP werde ich aus Gründen des Jugendschutzes jetzt nicht schildern - nur soviel: Es hat mir nicht gefallen!
Und wieder wurde ich mit lächerlichen Pillen abgefertigt - drei Dolomo in die Hand und das war's. (Dolomo = ASS + Paracetamol. Plus einen Tick Coffein, respektive Codein - in der Nachtversion)

Da ich mich aber noch gut erinnerte, wie man auf der HNO-Folterstation (es war auch ein katholisches Krankenhaus - daß Nonnen Mitgefühl entwickeln, ist ein Gerücht) vorgegangen war, hatte ich vorgesorgt.
Statt erneut Höllenschmerzen in der Dimension eines Flächenbrandes mit einem Fingerhut Wasser zu bekämpfen, war ich wild entschlossen, es nicht so weit kommen zu lassen und ballerte mir ein erheblich größeres Kaliber rein:
Tramadol, ein mittelstarkes Opioid.
Chemikern bekannt als: (±)-(1R*,2R*)-2-(Dimethylaminomethyl) -1-(3-methoxyphenyl)cyclohexanol.
OK, es hat nur 10 % der Wirkung von Morphium, aber beim ersten mal.. holla die Waldfee.

Wie viel genau ich eingenommen hatte, weiß ich gar nicht mehr, aber mich traf augenblicklich ein Holzhammerschlag auf den Kopf und ich fiel in tranceartigen Schlaf für 12 Stunden.
Es war ein angenehmer Schlaf; vor allem schmerzfrei.
Lästig war nur, daß ich drei Tage nicht mehr klar im Kopf wurde und leicht stoned zehn Zentimeter über dem Boden schwebte.
Offiziell als Nebenwirkungen werden genannt:

Wahrnehmungs- und Stimmungsbeeinträchtigungen, z.B. Depressionen, Euphorie, Verwirrungszustände, Halluzinationen und Albträume.


Themawechsel.


Gaza.



Israel schlägt offenbar im Moment zu mit allem was sie haben.
Seit Beginn der Bodenoffensive am 27. Dezember wurden nach palästinensischen Angaben im Gaza-Streifen bereits 537 Menschen getötet und rund 2000 weitere verletzt.

Obama?
Der sagt nichts dazu; ist einfach komplett abgetaucht.

Merkel gibt eindeutig und ausschließlich der Hamas die alleinige Schuld - genau wie ihr Busenfreund George Bush.
Wie Merkl sich den Fortgang in Palästina denkt, hat sie nicht gesagt.

Die Hamas tobt aber, schwört Rache und will nun überall auf der Welt Israelis töten.
Dazu kann ich nur sagen: Fröhliche Weihnachten - das sind ja mal wieder grandiose Aussichten aus dem Heiligen Lande.

Dabei dürfte das Leben im Gazastreifen schon vorher nahezu unzumutbar gewesen sein:
Auf nur 360 [if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4 [if gte mso 9]> [if gte mso 10]> km 2 leben 1,5 Millionen Leute.
Zum Vergleich: Die Stadt Hamburg hat 760 [if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4 [if gte mso 9]> [if gte mso 10]> km 2 Fläche.
Gewalt und Terror sind allgegenwärtig, man ist eingesperrt.
Die Arbeitslosigkeit beträgt 50 %, Strom und Wasser gibt es nur manchmal.
Es gibt keine Bars, keine Kinos, keine Diskos, keine Clubs.
Fast alle Betriebe liegen still, da Gaza seit Machtergreifung der Hamas vor anderthalb Jahren de facto abgeriegelt ist und keine Rohmaterialien zu den Firmen gelangen können.
Wegen des extremen Wassermangels können nur 13 Prozent des Gaza-Streifens überhaupt landwirtschaftlich genutzt werden. Die Landwirtschaft kann, abgesehen vom Anbau einiger Nahrungsmittel wie Oliven und Kohl, die Bevölkerung nicht selbständig ernähren.
Etwa 750.000 Palästinenser im Gaza-Streifen werden von dem UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNWRA) mit Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker und Speiseöl versorgt.
Man kann sich noch nicht einmal aus Frust besaufen, weil die regierenden Islamisten natürlich keinen Alkohol erlauben.
Im besten Fall kann man den Gaza-Streifen noch als „Gefängnis mit Meeresblick" bezeichnen.

Bei solchen humanen Katastrophen kann man das menschliche Leid in Form von Verletzen-Zahlen messen und möglicherweise auch den ökonomischen Schaden beziffern.
Aber wie viel Hass türmt sich auf?
Für wie viele Generationen wird Aussöhnung unmöglich gemacht und vor allem:
Welch grauenhaftes psychisches Leid entsteht?
In Deutschland laufen doch schon Millionen Deprimierte, Phobiker, Neurotiker , Schizoide, Schizophrene und Soziopathen umher, die mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden müssen.

In welchen Abgründen von Seelenqualen und Psychodefekten mögen wohl die Bewohner des Gazastreifens versunken sein?

Eine Flucht haben sie sich geschaffen: Tramadol!
Das Opioid ist zur Massendroge Gazas geworden.
Es wird durch Tunnel geschmuggelt und ist in den Apotheken zumeist frei verkäuflich.
Eine Tramal-Tablette kostet dort umgerechnet 17 Cent. Der Pharmakologe Mazen Sakka von der AL AZHAR UNIVERSITY arbeitet just an einer Tramadol-Studie und geht davon aus, daß fast die Hälfte der Menschen im Gazastreifen ihren Weltschmerz mit diesem Opioid bekämpfen.

Die kleinen 17-Cent-Pillen sind die einzig gangbare Methode das allgegenwärtige Leid ein bißchen besser zu ertragen.

Ein bißchen chemische Euphorie, ein bißchen Umnebelung per Pille, ein bißchen Halluzination aus der Apotheke.
Sakka betont, daß die allgegenwärtige Agonie zu Depressionen führen, die ihrerseits Libido und Potenz einschränkten.

Auch hier hilft Tramadol - ein bißchen 17-Cent-Aphrodisiakum und die Geburtenrate liegt bei 40 Geburten/1.000 Einwohner.

(Deutschland 8 Geburten/1.000 Einwohner) [Link] [Cache]
keimform.de: Contraste-Schwerpunkt zur Peer-Ökonomie
01/05/2009 07:20 PM

Contraste-LogoDie Peer-Ökonomie ist Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe der Contraste, der "überregionalen Monatszeitung für Selbstorganisation". An dem Schwerpunkt haben neben Benni, Stefan, Thomas (Kalka) und mir auch Silke Helfrich vom Commonsblog sowie Annette Schlemm mitgewirkt; koordiniert wurde das Ganze von Uli Frank (Danke nochmal!).

Wer die Contraste nicht sowieso schon liest, kann sie hier bestellen. Aber wie es sich für die Peer-Ökonomie gehört, stehen alle Schwerpunkt-Artikel unter Copyleft (CC-BY-SA) und sind auch online verfügbar.

Der Schwerpunkt umfasst folgende Artikel:

Gute Lektüre!

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25c3: nothing to hide (ein rueckblick)
01/05/2009 07:17 PM


der congress ist jetzt seit ein paar tagen vorbei und ich moechte mal ein paar eindruecke dazu los werden.

meines wissens nach ist der congress die einzige, regelmaessig stattfindende, veranstaltung die einen schoenen bogen spannt zwischen gesellschaftspolitischen themen und so richtig technikzeugs, mit abstufungen und ueberschneidungen in alle richtungen. der preis ist auch mehr als fair. dementsprechend gut besucht war der congress dieses jahr.

so wie ich das mitbekommen habe waren schon am ende des ersten tages/anfang des zweiten tages alle congress tickets (4 tages tickets) ausverkauft. die veranstalter sprechen von 4230 besuchern, was das bcc an seine auslastungsgrenzen gebracht hat. tageskarten wurden dann nur noch in begrenzten mengen verkauft. dementsprechend voll war es auch teilweise bei einigen vortraegen (v.a. in saal 1).

aber abgesehen von dem ganzen gedraenge und gewuehle gab es natuerlich noch jede menge anderes zu sehen.
einen wichtigen punkt nahmen natuerlich die vortraege ein. von den sachen die ich besucht habe (und das waren nicht wenige), waren die meisten auch gut vorgetragen und konnten mir wieder ein paar neue/andere einblicke in bestimmte themen bieten. allgemein fand ich das niveau auf einem wirklich qualitativ hohem level. wenn ich jetzt mal von den teilweise uebervollen saelen absehe, koennte man eigentlich kaum was an den vortraegen aussetzen. zumal die themenvielfalt breit gefaechert war. aber das koennt ihr euch demnaechst ja alle noch selber anschauen, wenn die congress-videos vollstaendig online sind.

was gabs noch zu sehen?
viele projekte waren da und hatten ihre tischchen und infostaendchen aufgebaut. z.b.: der ak vorrat, sputnik (openbeacon), der foebud, die lockpicker, der openmusiccontest, debian, hackerspaces.org, der ffii und noch ein paar mehr.
besonders beeindruckend dabei fand ich die lockpicker, die an ihrem tisch haufenweise werkzeug hatten, rumgepfeilt haben und schloesser und handschellen, ohne schluessel in kuerzester zeit geoeffnet haben. sollten die das naechste mal wieder vor ort sein, schaut euch das mal an.

diese ganzen geschichten spielten sich auf den beiden oberen floors ab. der dritte floor (hackcenter) befand sich im keller und stach schon allein deswegen hervor, dass man da unten kein sonnenlicht zu gesicht bekam ;) neben ein paar weiteren projekten (wie z.b. mikrokopter), gabs dort unten noch den workshop-room, die blinkenarea und die lounge (und natuerlich viele menschen vor ihren rechnern). so wie es sich fuer ein hackcenter gehoert war es da unten bunt und es hat viel geblinkt ;)

eine besonders schoene sache fuer mich war noch, das liveset vom kraftfuttermischerk in der lounge. die visuals kamen von falk. die jungs haben dort 2 stunden, relativ entspannte sounds von sich gegeben, in denen ich das einzige mal beim congress einfach nur entspannt bei 1, 2 bierchen den congress congress sein liess. muss auch mal sein, war auch super so.
das liveset koennt ihr euch hier runterladen .

das wars erstmal mit meinem kleinen rueckblick auf den 25c3. ich habe sicherlich noch einiges vergessen, aber ich hoffe es kam rueber, dass der congress (mag er auch stressig sein) eine wirklich schoene und bunte veranstaltung ist, die viel bietet. viel mehr infos in bild, ton und text gibt es unter dem punkt documentation im congress-wiki zu sehen.
abgesehen davon, dass das bcc bald aus allen naehten platzt (anscheinend will man naechstes jahr keine neue location aufsuchen), wuerde mir jetzt keine weiteren gruende einfallen, da das naechste mal nicht wieder aufzuschlagen.

eine kleine auswahl an congress-videos werde ich auch noch posten, sobald die offiziellen videos komplett raus sind. ansonsten koennt ihr euch schon mal hier bedienen

weitere links:
fahrplan
speakers
hacked
press reviews
photo documentation
25c3 soup

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