Wednesday, March 25, 2009

Parteibuch Ticker Feed: 2009-02-09

Parteibuch Ticker Feed: 2009-02-09


Freeman: Demo gegen die Sicherheitskonferenz in München
02/09/2009 11:59 PM
Bericht der AuDeSa (Autonomen Demonstrations Sanitäter München)

München – Vom 6. Februar bis zum 8. Februar hieß es in München wieder einmal „1984-Training" in München. Grund: Sicherheitskonferenz. Die ganze Münchener Innenstadt stand unter Sicherheitsstufe 1.

Das bedeutet Clo(w)n(e)krieger Greiftrupps am Hauptbahnhof, in der Fußgängerzone und an allen anderen größeren Bahnhöfen. Spezialkommando Streifen und Bereitschaften. Zur Unterstützung jede Menge Beamte der Bahnsicherheit. Ebenso auch Heckenschützen auf dem Dach.



Wozu? Alles damit die großen Staatsmänner/-Frauen der Nato Länder im Hotel „Bayerischer Hof" zusammen kommen, sich den Bauch voll schlagen und die nächsten Kriege (Anmerkung der AuDeSa: politisch Korrekt heißt es „Kampf gegen den internationalen Terrorismus") und die Nachschubsicherung der NATO – Truppen in Afghanistan zu planen.

Die Eröffnungskundgebung am Freitag verlief in einem äußerst friedlichen Rahmen. Es waren zwei AuDeSa – Ersthelfer anwesend, die von kurzen Reibereien am Ende der Kundgebung berichteten, deren Grund die versuchte Verhaftung eines Aktivisten war.

Der Haupttag der Sicherheitskonferenz war da um einiges anders gestaltet. Zwar erweckte der Marienplatz den Eindruck, als hätte man mit den Repressionen in diesem Jahr nachgelassen, doch konnte auch dieser Eindruck täuschen. Der Marienplatz war dieses Jahr nur scheinbar halbherzig abgeriegelt und das Polizeiaufgebot war auch geringer als sonst. Dafür sammelten sich die Freunde in Grün und Schwarz in den Nebenstraßen und Seitengasse. Dazu kam auch noch, dass die Demonstration von Zivilpolizisten verseucht war.

In direkter Nähe der Demonstration fand man hauptsächlich die Einheiten aus NRW. Neben den typischen Feuerlöscher ähnlichen Tränengas wurden auch noch größere Kanister, die optisch an die Sprühgeräte zum bespritzen von Obstbäume erinnerten, mitgeführt. Die Hauptbewaffnung bestand jedoch definitiv aus Kameras und Fotoapparaten. Dies Reichte von Zivis mit Handykameras, bis hin zu den üblichen Schulterkameras.

Die AuDeSa – München war bei der diesjährigen Gegendemonstration zur Sicherheitskonferenz mit 5 Ersthelfern vertreten, wovon 3 als Ordner und 2 als Beobachter agierten.

Die Kundgebung am Marienplatz begann gegen 13:15 Uhr. Während dieser Kundgebung war bereits eine Massive formierung der repressiven Kräfte am Alten Rathaus zu beobachten und sich scheinbar Schlagkräftig den versammelten Aktivisten aus dem schwarzen Block gegenüber zu stellen. Vermutlich hoffte man dadurch eben genannte Aktivisten einzuschüchtern, damit auch ja niemand auf krumme Gedanken kam. Dazu wurde auch noch möglichst flächendeckend gefilmt.

Um 15:00 erfolgte dann der deutlich verzögerte Aufbruch der Demonstration, der eigentlich für 14:00 angesetzt war. Ein dauerndes Ärgernis waren die Zivilpolizisten, welche sich die ganze Zeit unbemerkt unter die Demonstration zu mischen. Dummerweise waren die meisten von ihnen früher schon mal aufgefallen und somit weitgehend bekannt. Die meisten anderen wurden auch so mühelos enttarnt.

Ab dem Aufbruch vom Marienplatz wurde nicht mehr flächendeckend gefilmt. Die Polizei ging dazu über gezielt einzelne Demonstranten zu filmen, welche wohl irgendwie verdächtig aussahen.

Die ganzen Repressionen führten jedoch nicht dazu, dass die Aktivisten irgendwie eingeschüchtert worden währen. Im Gegenteil. Man konnte dieses Jahr endlich wieder eine gut durch organisierte Demonstration beobachten mit einer für München lobenswerten Eigendynamik, was vor allem für den internationalistischen Block gilt. Sobald auch nur ein wenig Polizeiaktivität zu beobachten war bildete sich nach greifen des Schneeballsystems Ketten und die Lücken wurden geschlossen. Die Information über den drohenden Übergriff wurde schnell zum Lautsprecherwagen durchgegeben. Dieser war übrigens nie für einen nennenswerten Zeitpunkt ungedeckt.

Auf Höhe des Sendlinger Tors gab es dann die ersten Übergriffe durch die Clo(w)n(e)krieger inkl einer ordentlichen Dosis Pfefferspray und 10 Aktivisten, die erstmal versorgt werden mussten. Der Grund für die Aktionen der Polizei waren angeblich die Seitentransparante.

Im allgemeinen wurde das (wie immer) betont aggressive Auftreten der unserer Freunde und Helfer mit einem überwiegend friedlichen Verhalten quittiert, was wohl nicht zu Letzt darauf zu begründen war, dass wohl einige Aktivisten auf ein „Out of Controll" spekulierten. Immerhin war die Kundgebung am Odeonsplatz separat angemeldet. Darauf ließen es die Herrschaften von der Grünen Fraktion dann doch nicht ankommen.

Es ging also fröhlich weiter, begleitet von einem Spalier, der natürlich wie immer nur zum Schutz der Aktivisten abgestellt war. Wozu auch sonst?

Am Odeonsplatz ließ auch schon der nächste Skandal auf sich warten, in Form von 4 Heckenschützen auf dem Dach der Residenz (2 Späher 2 Schützen), von denen auch noch einer ganz dreist sein Gewehr auf der Brüstung abstellte und offentsichtlich auf die Demonstranten zielte. Nach einer Lautsprecherdurchsage und einem kräftigen Pfeifkonzert zogen sie sich zwar erstmal zurück, jedoch nur um ihre Gewehre auf dem Boden, zwischen den Spalten zu postieren. Man sollte eben auch als Scharfschütze darauf achten ob man das Licht im Rücken hat oder nicht.

Ansonsten gab es auf der Demonstration selbst keine nennenswerten Aktivitäten, abgesehen davon, dass die Clo(w)n(e)krieger sich in der U-Bahn postierten und auch an der Oberfläche es den Demonstranten erschwerten, nach Hause zu gehen.

Von 3 AuDeSa – Ersthelfern wurde noch ein Übergriff am Hauptbahnhof beobachtet, bei dem einige Beamte des Bahnschutzes mit übertriebener Härte gegen einen Punk vorgingen, der angeblich in der Halle geraucht hatte, was jedoch außer den Beamten keiner gesehen hatte. Nach kurzem Aufruhr, ging dann auch noch die Polizei dazwischen. Äußerst unverantwortlich war bei diesem Trupp ein Hundeführer, der seinen (noch sehr jungen) Hund kaum unter Kontrolle hatte, da dieser Hund jeden ansprang, der auch nur ansatzweise zu nah vorbeiging und das ganze Scheinbar noch für ein Spiel hielt. So war das zumindest der Körpersprache des Hundes zu entnehmen.

Ciaran „Dämmergast" Lynx
AuDeSa München

Die Autonomen Demonstrations Sanitäter, der Stadt München, auch AuDeSa genannt, sehen sich selbst als ein Netzwerk freiwilliger Helfer, die sich zur Gewaltprävention bereit erklärt haben. Das Bedeutet auf Demonstrationen anwesend zu sein, erste Hilfe zu leisten und im Notfall zu deeskalieren. [Link] [Cache]
politplatschquatsch: Wofür wir gern werben
02/09/2009 11:52 PM
Google Adsense verklappt ja hier gelegentlich Super-werbebanner. Rein maschinell ausgesucht, verraten die gestalterisch eher biederen Kästchen viel darüber, warum das Internet so erfolgreich ist und weshalb Google jede Sekunde Milliarden und Aber-Milliarden scheffelt. Zielgenau richtet sich jede einzelne Werbebotschaft an eine klar umrissene Zielgruppe, die nach Teraflops von aufwendigsten Rechenoperationen aus Augenfarbe, Schuhgröße, sexuellen Vorlieben und der Quadratwurzel aus den benutzten Email-Adressen der Surfer destilliert werden. Gelegentlich gelingen den Rechenknechten in den Serverfarmen dabei poetische Goetheleistungen, siebentaktike Haikus, Tankas und Haibuns. Heute etwa der hier, gewidmet einem Webportal für Verdauungsprozesse namens Dr. Natura:

Nervös wegen Politik?
Haben Sie schon an Darmreinigung gedacht?
Verblüffende Geschichten.


Der Rest ist Stille. Stille Ehrfurcht. Atemlose Ehrfurcht.[Link] [Cache]
Dunia-Blog: Nachruf für Bruder Abdulkarim Grimm
02/09/2009 11:38 PM

Es ist wieder ein Stern von uns gewichen. Sterne haben die Eigenschaft, dass man sich in der Dunkelheit an ihnen orientieren kann, sie aber unerreichbar sind.

Bruder Abdulkarim war einer von diesen leuchtenden Sternen am deutsch-islamischen Himmel. Er war einer der ältesten deutschen Muslime überhaupt.

1990 kam ich nach Hamburg; seitdem kenne ich ihn. Bei allen relevanten Veranstaltungen war er stets anwesend und stets mit seiner zauberhaften Fatima. Sie waren auch noch in ihrem hohen Alter ein Vorbild in ihrem Eifer für die Sache des Islam.

Ihre kleine liebevolle Madrasa war klein aber eine Institution: man konnte sich dort Rat holen, beten, den Koran lesen und verstehen lernen, schlafen, wenn man kein Dach über den Kopf hatte, einen Streit schlichten lassen und schließlich fanden viele die Rechtleitung in dieser gesegneten Räumlichkeit und legten die Schahada ab.

Es gab wenige Menschen in Hamburg, mit denen man so kumpelhaft und scherzhaft umgehen konnte wie mit Bruder Abdulkarim und vor dem man gleichzeitig hohen Respekt hatte, und dies nicht zuletzt wegen der großen Statur. Doch in dieser großen harten Schale war ein weicher Kern: er war weichherzig, gutmütig und hilfsbereit. Er war seinen Geschwistern gegenüber barmherzig, seinen Gegnern aber unnachgiebig und rigoros.

Gut kann ich mich noch daran erinnern, wie er bei einer Veranstaltung an der Uni Hamburg, bei dem ein Gast aus dem Iran reden sollte und einige oppositionelle Chaoten lauthals Parolen riefen, Plakate ausstreckten und wir Mühe hatten, diese zu besänftigen, mit einer überraschenden Aktion, rund 20 von ihnen ganz allein zum Ausgang des Hörsaals beförderte. Ja, er war wie Omar (r). Weichherzig und ernst zugleich, aber immer gerecht.

Einst erzählte er mir die Geschichte des Erwerbs der Centrumsmoschee in der Böckmannstraße. Da es zu der Zeit kaum jemanden gab, der von der ersten Generation der Gastarbeiter im Stande gewesen wäre, die ganzen formalen Dinge zu klären, half er seinen türkischen Brüdern. Und als dann der Vertrag unter Dach und Fach war, ging es an den Umbau. Bekanntlich war das Gebäude ein medizinisches Kurbad gewesen, in dem riesige Badewannen aus Gusseisen standen, die entsorgt werden mussten. Er meinte, dass die Türken bestimmt dafür einen Kran holen und die Fassade zum Teil einreißen würden, um diese Wannen zu entfernen. Einige Wochen später kam er und wunderte sich darüber, dass die Wannen nicht mehr da waren und die Fassade noch heil war. Als er dann erfuhr, dass diese Wannen mit einem Schneidbrenner, Hammer und der bloßen Hand zersägt worden und von diesen kleinen, schmächtigen Türken entsorgt worden waren, die zuvor täglich 10, 12 oder 14 Stunden bei Blohm & Voss gearbeitet hatten und dann noch etliche Stunden nach Feierabend und am Wochenende in „ihrer" Moschee verbrachten, fing er an, zu weinen. Er sagte mir, „ohne einen festen Glauben, wäre dieses nie möglich gewesen. Glaube versetzt eben Berge!"

Wenn ich ihn um Rat konsultierte, gab es keinen Aufschub. Er hatte immer ein offenes Ohr für mich. Wenn er das Gefühl hatte, dass ich Rat gebrauchen könnte oder in einer schwierigen Entscheidungslage war, rief er mich an oder schickte mir einen Brief, um mir die Entscheidung zu erleichtern.

Er zollte jedem Respekt, egal ob groß oder klein. Obwohl er mein Großvater hätte sein können, begrüßte er mich bei jeder Begegnung immer herzlich und auf Türkisch mit den Worten: „Hos geldin, Mustafa Efendi! Nasilsin?", was mir besonders schmeichelte. Dies waren auch seine letzten Worte an mich, als ich ihn zwei Tage vor seinem Ableben im Bundeswehrkrankenhaus besuchte. Geschwächt und des Atmens müde war immer noch dieses freundliche Lächeln auf seinen Lippen. Er war sehr stark abgemagert, vielleicht um 40-50kg. Er war aber unverkennbar etwa so wie unser freundlicher Patriarch.

Seine Verdienste um die Gründung der Schura und um den Einheitsprozess der Muslime auf Bundesebene muss mit besonderer Ehrerbietung gewürdigt werden. Er war stets ein Pragmatiker für einfache, schlichte Lösungen, kein Theoretiker und Quacksalber. Es ging ihm immer um die Sache und nicht um persönliche Eitelkeiten. Wenn er redete, schwiegen die anderen. Er setzte oft den Punkt unter viele langwierige und langweilige Diskussionen. Er hat noch bis zuletzt an allen Sitzungen der Schura teilgenommen, sofern dies gesundheitlich möglich war.

Er war stets bemüht um einen Islam deutscher Prägung, mit deutschem Gesicht. Für ihn hatte sich der Staat an den Islam und an den Bedürfnissen der Muslime orientieren müssen und sich auf sie einstellen müssen. Für ihn waren Heimat und Religion unzertrennlich. Wo hätte er auch als deutscher Muslim heimisch sein sollen?

Er sagte: Ich habe drei Indikatoren, an denen sich feststellen lässt, wann der Islam in Europa angekommen ist.

1. Wenn wir aus der Verbannung ins Hinterhof-Milieu an die lichte Öffentlichkeit treten.

2. Wenn die Toiletten und Waschräume in unseren Moscheen das Niveau eines zumindest Vier-Sterne-Hotels erlangt haben, und vor allen Dingen, wenn die Benutzer dieser Anlagen gesittet-reinlich diese Örtlichkeiten hinterlassen.

3. Wenn ich auf den Raststätten an der Autobahn Waschmöglichkeiten für die Tahara vorfinde und auf jedem Rastplatz an der Autobahn ein sauberer, nach Mekka ausgerichteter Gebetsplatz bereitgehalten wird.

Dann sind die Muslime tatsächlich in Europa angekommen.

Lieber Abdulkarim,

wir nehmen dies als Vermächtnis auf und werden daran arbeiten. Ruhe in Frieden, möge Allah Dich segnen und Dir und uns gegenüber Sein Wohlgefallen und seine Gnade erweisen. Amin!

(Mustafa Yoldas, Vorsitzender der SCHURA-Hamburg, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin in Hamburg)

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POLITISCH KORREKT: Maulkorb
02/09/2009 11:32 PM

Separatisten sehen sich meist als Sprecher einer imaginären schweigenden Mehrheit, die trotz ihrer demonstrativen Wortlosigkeit die erklärten Ziele ihrer angeblichen Repräsentanten - nämlich die Loslösung einzelner Landesteile aus einem bestehenden Staat mit dem Ziel, einen neuen souveränen Staat zu bilden - hunderprozentig unterstützen. Oder gefälligst zu unterstützen haben, wie die Südtiroler Volkspartei (SVP) in einer aktuellen Erklärung ganz unverblümt fordert, auch wenn es darin offiziell nur um die Bewahrung des Südtiroler Autonomiestatus geht:

Das Forum Heimat in der SVP nehmen die laufenden Skiweltmeisterschaften und die Aussagen von Südtiroler Spitzensportlern der jüngeren Vergangenheit zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass Sportler wesentlichen Anteil am Bild haben, das sich Außenstehende in Europa und in der ganzen Welt von Südtirol machen. Jedes Wort von diesen angesehenen Leistungsträgern/-innen wiegt dabei doppelt.

Das Forum Heimat sieht daher mit Sorge Aussagen wie: ‘Wir sind stolz, Italiener zu sein.’

[…]

Wenn wir Südtiroler und Südtirolerinnen selber als Italiener oder als ‘Italianissimi’ auftreten, schaden wir auch unserer Glaubwürdigkeit als ethnische Volksgruppen/Minderheit auf internationaler Ebene und gehen anderen Minderheiten, die uns immer als Vorbild nehmen, als solches verloren.

Solche Aussagen werden es mittel- und langfristig auch den PoliterkerInnen erschweren, die Autonomie mit dem Argument der eigenständigen Kultur zu verteidigen. Und welchen Grund sollte Österreich noch haben, Rechte von Menschen zu verteidigen, die im Grunde auf diese Rechte durch ihre Aussagen und durch ihre Identifikation mit dem Staatsvolk verzichten?

Das Forum Heimat versteht nicht, warum für einen Sportler/eine Sportlerin aus Südtirol nicht ausreichen sollte, die Zugehörigkeit einfach so zu definieren, dass man Südtiroler/Südtirolerin und italienischer Staatsbürger/italienische Staatsbürgerin ist.

Das Forum Heimat fordert als unmittelbar zu treffende Maßnahme, dass Südtiroler Spitzensportler/-innen in den Landesdienst aufgenommen werden, damit sie nicht unter Druck stehen und sich gezwungen sehen, sich offiziell nach außen als überzeugte Italiener zu präsentieren.

Auf die Idee, dass es auch Südtiroler geben könnte, die sich möglicherweise tatsächlich in erster Linie als Italiener fühlen, kommt die mit großem Abstand stärkste politische Kraft in Südtirol gar nicht erst. Nein, als Südtiroler muss man sich immer und überall zum Südtirolertum bekennen. Ohne Ausnahme, ohne Vorbehalte. Und damit das zumindest den Spitzensportlern künftig nicht mehr so schwerfällt, sollen sie einfach für den Landesdienst zwangsverpflichtet in den Landesdienst aufgenommen werden. Durch diese Maßnahme würde ja selbstverständllich überhaupt kein Druck auf die Vorbilder wider Willen ausgeübt. Schon klar.

Irgendwie bin ich dann doch froh, dass es in Deutschland trotz Bayern und der Bayernpartei keine nennenswerten Sezessionsbestrebungen gibt. Obwohl, wenn ich mir es recht überlege - so ein schwablamischer Nationalstaat hätte durchaus seine Reize. Damit meine ich übrigens nicht Frau Merkele.

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Vielen Dank an TLagemann für den sachdienlichen Hinweis.

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Ein Zyniker schreibt...: Die Definition von Mist
02/09/2009 10:01 PM
Hier mal wieder was zu diesen faschistoiden ACTA Verhandlungen..auf denen ein paar Auserwählte gerade über unsere digitale Zukunft "diskutieren" ... und niemand (NIEMAND!!!) darf wissen was da geredet wird.
Verhandlungen die so geführt werden können keine gesellschaftlich akzeptablen Ergebnisse produzieren. Deshalb werde ich mich auch nicht damit aufhalten evtl. mal veröffentlichte Resultate ernsthaft zu kritisieren...die sind schon per Definition Mist!!![Link] [Cache]
Freie ArbeiterInnen Union: Arbeitskampf auf der Berlinale - Protestkundgebung am 13. Februar vorm Kino Babylon Mitte
02/09/2009 09:51 PM
Beschäftigte des Kino Babylon kämpfen um bessere Arbeitsbedingungen. Geschäftsführung gibt sich uneinsichtig Bereits seit einiger Zeit macht das Kino Babylon Mitte aufgrund der Arbeitsbedingungen seiner Beschäftigten von sich reden. Das öffentlich mit mehreren hundertausend Euro im Jahr geförderte Filmtheater glänzt nach außen zwar mit einem guten Programm, schraubt bei der Behandlung seiner Mitarbeiter das Niveau allerdings gehörig herab. Befristete Arbeitsverträge, Stundenlöhne von 5,50 bis maximal 8 Euro brutto (für qualifizierte Vorführer), unsichere Schichtpläne und ein selbstherrlicher Führungsstil prägen das Betriebsklima. [Link] [Cache]
Lumières dans la nuit: Richtung und Garheit (20)
02/09/2009 09:49 PM

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass sie sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.

Kurt Tucholsky

Wandlung – Dass Nachgiebigkeit ein Zeichen von Intelligenz ist, stimmt nicht. Der sprichwörtlich »Klügere« gibt so lange nach, bis er schließlich in dieser Angelegenheit der Dumme geworden ist.

Nichtsblähung – Niemals wird irgendeine Behauptung schon dadurch wahr, dass die Wahrheit der gegenteiligen Behauptung nicht nachgewiesen werden kann. Gott wird nicht existenter dadurch, dass sich seine Nichtexistenz nicht belegen lässt. Aus Unwissenheit folgt… nichts. Aber überall dort, wo Menschen durch gezielte Rhetorik politisch beeinflusst oder religiös missioniert werden sollen, wird dieser logisch nichtsnutze Weg gern beschritten, um aus der Unwissenheit Glauben folgen zu lassen, und aus dem Glauben heraus folgen dann schließlich Menschen einem in Worten verpackten Nichts und vollbringen darin erstaunliche Leistungen der Selbstverleugnung.

Abwehr der Lüge – Der Volksmund sagt aus langer Erfahrung heraus: »Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht«. Damit wird festgestellt, das schon die einmalige Zuflucht eines Menschen zum Mittel der Lüge in einer wichtigen gemeinschaftlichen Angelegenheit Grund genug dafür sein sollte, diesem Menschen gegenüber niemals mehr die soziale Grundhaltung des Vertrauens zu erbringen; dass dieser Mensch also aus jedem vertrauensvollem Miteinander zu entfernen ist. Leider hat der Volksmund nicht die Kraft, zum Volksverstand zu werden, sonst sähe es in Wirtschaft und Politik anders aus, und auch die Journaille würde einen anderen, weniger beklagenswerten Standard pflegen. Doch selbst mit diesem Muskel bliebe dieser Volksverstand schwach, wenn er die Manipulation durch gewiefte Rhetorik nicht der Manipulation durch direkte Lüge gleichstellte. Jeder Versuch, andere Menschen durch das Blendwerk der Lüge oder der scheinlogischen Rhetorik über den Tisch zu ziehen, verdient die volle Ächtung, letztlich den Ausschluss des Lügenboldes aus einer Gemeinschaft von Menschen, die auf ein feines Netz gegenseitigen Vertrauens begründet ist.

Freiheitssklaven – Wenn ein Mensch zu einem anderen Menschen spricht: »Du bist völlig frei in deinen Entscheidungen«, dazu eine Schusswaffe herausholt und ihm sagt, was er zu tun hat, wenn er nicht erschossen werden will, ist jedem klar, das die Bezeichnung des so erzwungenen Handelns als »Freiheit« ein ätzender Hohn ist. Wenn einem Menschen gesagt wird: »Du bist völlig frei in deinen Entscheidungen«, ihm aber bei Nichtbefolgung sehr enger Vorgaben die Verarmung, die Obdachlosigkeit, der Hunger, die soziale Verelendung und ein Dasein als Bettler angedroht wird, denn handelt es sich um den Freiheitsbegriff der rot-grünen und später großkoalitionären »Sozial«-Gesetzgebung im bestehenden Hartz-IV-Staat, der immer mehr betroffenen Menschen mit »Angeboten, die sie nicht ablehnen können« kommt.

Phobokratie – Ein geschickter Sklavenhalter wird nur selten zur Peitsche greifen, um sich den Sklaven gefügig zu machen, denn der Schmerz der Peitsche lässt dem Sklaven keinen Raum mehr für seine Illusionen, aus denen er die Kraft für jene Arbeit schöpft, für die er gedingt wurde. Ein geschickter Sklavenhalter wird aber dafür sorgen, dass die Angst vor der Peitsche stets unterschwellig im Kopfe des Sklaven gegenwärtig ist, ohne dass sie dort viel Bewusstsein auslöst. Er wird mit großer Freude sehen, wie sich der Sklave mit der Peitsche im Kopfe selbst zerknirscht, wenn er einmal einen Fehler gemacht hat; er wird ein lobend Wort haben, wo der Sklave stets zuvorkommend die Wünsche seines Herren zu erraten und zu erfüllen versucht, er wird mit Befriedigung feststellen, wie der Sklave die komplette Gewalt der ungleichen Beziehung in seinem Geiste verinnerlicht. Spricht dann jemand die Gewalt in dieser ungleichen Beziehung an, so wird er lachend fragen, wo denn die Gewalt wäre. Und. Der dumme Sklave wird laut in dieses Lachen einstimmen.

Gottkette – Wie sehr das Bild Gottes in den etablierten religiösen Institutionen doch nach dem Bild des despotischen Herrschers und Sklavenhalters gemacht ist! Wie groß doch das Lob des Gehorsams gegen diesen Gott ist! Und. Wie deutlich doch das »Wehe« zu jenen gesagt ist, die nicht glauben und nicht gehorchen wollen! Da weiß man, wessen Gott es ist. Und man weiß auch, für wen dieser Götze gemeißelt wurde. Kein Wunder, dass die versklavtesten Menschen seine ergebensten Diener werden, und gar nicht überraschend, wie die durch diesen Götzen entrechtete Hälfte der Menschheit, die Frauen, bücksam in die Kirchen rennt und allerlei unbezahlten und unterbezahlten Dienst voller Glauben tut. Es ist eine Kette, die bis in den Himmel reicht. So erklärt man das Unrecht zum Naturgesetz, zum gottgegebenen.

Wahltag und Zahltag – Um die Sklaven bei der Stange zu halten, bedarf es freilich der Hoffnung, dieser Haltung, die eigenes Vermögen vergisst, um auf das von außen einbrechende Wunder zu warten. Brachte man einst (und bis heute) die Sanften und Zerschlagenen dazu, ihre Kreuze zu schlagen, wenn sie des fernen Heilandes Abbild im irdischen Tuche gebrannt sahen, wenn kalte Mariengötzen blutige Tränen über die Dummheit der Pilger flennten oder wenn sich das Blut des Heiligen in der zaubernden Hand des Lugpfaffen verflüssigte, so bedarf es nach der weitgehenden Ausrottung des althergebrachten, jenseitigen Aberglaubens auch des neuen, diesseitigeren Aberglaubens. Deshalb können die Sklaven der Jetztzeit auf dem Tippschein im staatlichen Zahlenlotto und auf dem Wahlzettel ihr Kreuz schlagen und auf die Wende in ihrem Leben hoffen. Und hoffen. Und nichts als hoffen. Wer glaubt denn allen Ernstes, dass die neuen Mythen besser sind als jene, die in fortschreitender Einsicht entmythologisiert wurden?

Papst – Der gleiche Papst, der Gottvertrauen von den Menschen fordert, sieht dies freilich für sich selbst etwas anders, wenn es sich im kugelsicheren »Papamobil« durch die entgeistert jubelnden Massen kutschieren lässt. Allein das zeigt, wie genau er seine Rolle und seine Funktion im Herrschaftsgefüge kennt. Und. Sich von den Opfern seiner Lügen fürchten muss.

Sinn – Zu dem Unkraut, das von aller etablierter Religion keineswegs ohne Grund und Absicht in die Seelen der Menschen gesät wird, gehört die niemals zu widerlegende Annahme, dass alles Existierende und Geschehene seinen von Gott gegebenen Sinn habe, den der Mensch nicht immer verstehen könne. Wer aus diesem Unfug erwacht, stellt stattdessen im Erwachen seiner Sinne fest, dass alles von fröhlicher Sinnlosigkeit ist, aber von teilweise verständlichen Gesetzen von Ursache, Wirkung und komplexer Wechselwirkung durchzogen ist. Das ist eine gefährliche Einsicht, denn auf sie folgt schnell die Erkenntnis, dass sich die Welt zu einem erträglicheren Ort umgestalten ließe, der freilich die Privilegien der Herrschaft nicht mehr kennte. Deshalb wird auch lieber vom »Sinn« gefaselt.

Todesanzeige – Wie oft es in den Todesanzeigen und im allgemeinen Dummschwatz doch heißt, dass der Verstorbene »entschlafen« wäre, ganz so, als machte er nur ein Nickerchen, um in besseren Zeiten erquickt wieder aufzuwachen. Die Verdrängung des Todes und der individuellen Sterblichkeit ist die andere Seite eines Lebens, das man sich allzu widerstandslos enteignen lässt, statt es als einzige und einmalige Wirklichkeit und Möglichkeit des Menschen einzufordern. Wer sich nicht sein Leben nehmen will, kann sich genau so gut umbringen.

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Lumières dans la nuit: Die Diagnose
02/09/2009 09:49 PM

Sie hatte ihren Befund vom Psychiater bekommen, und sie hatte ihn selbstverständlich gelesen – Arztbriefe sollte man ja öffnen und lesen. Die Beleuchtung ihrer pathogenen Lebensumstände war schon oberflächlich und ließ das Wesentliche, nämlich ein jahrelanges Mobbing am Arbeitsplatz, weg. Und als sie den Befund und die Beobachtungen des Arztes las, wurde sie fassunglos. Unter anderem wurde darin auch erwähnt, dass sie »ungepflegt« sei und sich selbst »vernachlässige«. Sie sagte hierzu sofort, dass das Doktorchen wohl die kaputten Schuhe und die abgetragene Kleidung gesehen hat, und nicht etwa eine Frage dazu gestellt hat, sondern im Stillen seinen Schluss daraus gezogen habe, dass sie nicht so herumliefe, wie es von einer Frau erwartet wird. Sie trägt die kaputten Schuhe und abgetragene Kleidung nun aber nicht, weil sie sich vernachlässigt, sondern weil sie arm ist. Wenn der Magen knurrt, nimmt man nasse Füße in Kauf.

So entsteht Diagnose. Ein ärztlicher Stempel, der dem Leben aufgedrückt wird, nach dem schließlich andere aus dem Papier heraus ihre Urteile fällen. Als wenn ihr das Leben nicht schon Stempels genug eingestanzt hätte!

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SaarBreaker: Alter Wein in neuen Schläuchen
02/09/2009 09:33 PM

Glaubt man der offiziellen Berichterstattung über die 45. Münchner Sicherheits-konferenz – von den rund 6000 Demonstranten als „Kriegskonferenz" bezeichnet -, dann stellt das Auftreten des US-Vizepräsidenten Joseph Biden eine Abkehr der neuen US-Regierung von Bush's ultimativer Politik gegenüber Europa dar. Dabei unterscheidet sich der „neue Ton" offenbar nur dadurch, dass man das unveränderte alte Ultimatum jetzt als Gesprächsangebot bezeichnet. Was als Abschied vom unipolaren Weltbild der Bush-Ära gefeiert wird, bedeutet in Wahrheit eine Neudefinition der amerikanischen Führungsrolle. Die Begeisterung, mit der Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf die Charmeoffensive der neuen US-Regierung reagiert und sein hinsichtlich der Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen gezeigter vorauseilender Gehorsam lassen befürchten, dass Obama auf eine Amerika-hörige Bundesregierung trifft, die zu einer noch willigeren und weitreicherenden Unterstützung der Kriegspolitik der USA bereit ist. Schon jetzt ist Deutschland das wichtigste Übungs- und Rückzugsgebiet der US-Streitkräfte außerhalb der USA, und dass der zum Kriegsdrehkreuz ausgebaute Flughafen Leipzig das bedeutendste deutsche Logistikzentrum für Gewaltoperationen der USA und der NATO darstellt, kann die Bundesregierung der Bevölkerung gegenüber kaum noch weiter verheimlichen. Mit „Castings" im gesamten Bundesgebiet wirbt nun auch noch eine deutsche Firma Manöverstatisten zur Vorbereitung von Kriegshandlungen in Mittelost an. Einsatzort ist der Truppenübungsplatz Hohenfels (Bayern), ein wichtiges Trainingsgelände der Soldaten der USA und ihrer Verbündeten für Gewaltoperationen („Aufstandsbekämpfung") in Städten und Dörfern des Iraks und Afghanistans. Hierfür werden Tausende Statisten benötigt. Eine Bundesregierung, die sich seit Jahren den USA zu Gefallen aktiv an Krieg und Besatzung in Afghanistan beteiligt, den Krieg gegen den Irak umfassend logistisch unterstützt, die verbrecherische Politik Israels gegen das palästinensische Volk billigt und an der erpresserischen Politik der USA gegen den Iran teilnimmt, sollte sich nicht wundern, wenn sie damit, wie von Oscar Lafontaine immer wieder gewarnt, den Terrorismus ins eigene Land holt.

Hans Fricke


Weitere Informationen zum Thema


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POLITISCH KORREKT: Bankster, Politster und ein Maulheldster
02/09/2009 09:31 PM

Text:

#65 Voxx (09. Feb 2009 18:42)

wird es eines tages genau so einen großen knall geben wie es gerade bei der finanzkrise der fall ist, oder werden die deutschen weiterhin lieber ihre nachbarn verklagen und falschparker aufschreiben aufschreiben.

Was fürn Knall denn? Ich habe keine gewalttätigen Demos vor den Ministerien oder Banken gesehen. Keine Drohingen an die Verantwortlichen, kein bißchen aufs Maul hauen, rein garnix!

Der gekaufte Blätterwald hat gerauscht, ein bisken Pille Palle zum Ablenken und obendrauf noch schnell 500 Milliarden für die Bankster von den Politster. Das wars dann schon!

Ansonsten herrscht Ruhe im Lande! Zumindest an der Oberfläche!

Es wird viel geschwafelt in Blogs, Foren und beim Einkaufen àla:

‘Frau Blaschke, ist das nicht ne Frechheit, wie die unser Geld verschenken?’
‘Aber ja doch Frau Müller, mein Mann hat gestern die Zeitung zerrissen und den Fernseher angebrüllt. Jetzt hat er sich wieder beruhigt und trottet weiter zur Atrbeit, weil alles so teuer geworden ist. Die da oben machen bestimmt das Beste für uns!’

Dieses Politgangster bescheissen uns fortlaufend, kriminalisieren unsere berechtigen Ängste vor den absehbaren, zukünftigen Entwicklungen der Islamisierung, der EU-Menschenentrechtung, der wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten, aber ich soll mich ihre Gesetze halten!?

Denkste Puppe, mit mir nicht!

Wenn meine Heimat und mein Volk wegen diesen Ratten untergeht, nehme ich soviele wie möglich mit!

Da könnt ihr einen drauf lassen! Das bin ich meinen Kindern schuldig!


Quelle: NRW: Keine Herkunftserfassung von Straftätern
(PI | 9. Februar 2009 | Kommentare | Hervorhebungen von mir)

Wenn ich nicht genau wüsste, dass Voxx auch nur einer der vielen penetrant irrsinnigen (PI) verbalen Schaumschläger ist, käme hier sicherlich § 126 Absatz 1 Nr. 2 StGB als ultimative Erziehungsmethode in Betracht. Aber wie gesagt: Wenn ich nicht genau wüsste …

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Vielen Dank an TLagemann für den sachdienlichen Hinweis.

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Glasdemokratie: Internetsperren - das nächste Gutachten
02/09/2009 09:23 PM

Chinesische Provinz

Vor kurzem haben wir erst über das Gutachten des BVDW zum "Haftungsregime für Host- und Access-Provider im Bereich der Telemedien" berichtet. Jetzt hat auch der Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages ein Gutachten zu den geplanten “Sperrverfügungen gegen Internetprovider” veröffentlicht. Seit heute ist das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes dank netzpolitik.org öffentlich einsehbar. Auch in diesem Gutachten kommt man zu der Erkenntnis, das Internetsperren mit recht einfachen Mitteln zu umgehen sind. Und das dieses technische Wissen entsprechend auch bei der jeweiligen Zielgruppe vorhanden ist. Seite 21 Als sehr gutes technisches und effektives Beispiel einer Internetsperre wird in diesem Gutachten sogar die Great FireWall of China genannt. Seite 25 Wir erinnern uns noch sehr gut an den multimediale Aufschrei der westlichen Presse angesichts der internettechnischen Zensur zu den olympischen Spielen in China. Aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel. Da Deutschland ja von beratungsresistenten Politiker regiert wird, wird auch dieses Gutachten die Einführung von Internetsperren in diesem Land nicht verhindern. Somit stellen die Pläne der Bundesregierung ein Dammbruch für Internetzensur in Deutschland da und gefährden die offene Infrastruktur des Netzes und unsere Kommunikationsfreiheiten. Und wieder einmal schweigt die gesamte deutsche Printpresse zu beiden Gutachten.
Wir bedanken uns ausdrücklich bei netzpolitik.org für die Veröffentlichung des Gutachten der Bundesregierung und können nur hoffen das es vielen Internetnutzern in Deutschland bekannt wird.

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Principiis Obsta: ? Adel verpflichtet ...
02/09/2009 08:28 PM

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de



Von marvin

Ich gestehe, ich kenne den Herrn nicht. Nach dem, was man öffentlich nachlesen kann, tun sich mir allerdings sogleich ein paar unangenehme Fragen auf.

Die erste:

Muss nun ausgerechnet ein Adliger, dessen Familie auch noch nach wie vor einer der größten Großgrundbesitzer Deutschlands ist, Wirtschaftsminister werden? Gibt das nicht automatisch Interessenskonflikte?



Jurist ist er, schön und gut, die Krankheit haben in der Politik ja viele.

Gebirgsjäger? (Soll ja auch anständige geben.)

Geschäftsführer der familieneigenen "Guttenberg GmbH", später der Rhönkliniken.

Sein Vater war bereits Abgeordneter, besonders gegen Brandts Ostpolitik.

Und - a propos Ostpolitik - und bei allem ohnehin schon versammelten Reaktionismus, der in dieser Geschichte vereint zu sein scheint, stockte mir dann doch nochmal der Atem, als ich den Namen 'von Ribbentrop' las: Eingeheiratet zwar nur, sein Stiefvater ist der Enkel von "Hitlers Diplomaten", der in Nürnberg verurteilt und hingerichtet worden war. "Noblesse oblige", nicht dass man es verstecken würde: "Henkell-von Ribbentrop" (Henkell wie die Edelbrause) ist der Name seiner Mutter.

Tja - wenn das mal keine Hypotheken sind ...

Müsste man da als Sohnemann nicht eigentlich ins Gegenteil verfallen sein, um politisch tätig zu werden? Als "Geläuterter", vielleicht für die Grünen oder für die Linke? Irgendwo jedenfalls, wo einen nicht das Gefühl beschliche, dass diese Geschichte der Karriere keineswegs geschadet hätte, sondern sie auch noch befördert?

Oder müsste man als "Untertan" im Jahre 2009 tatsächlich die Bücher von Bernt Engelmann noch einmal lesen ...

marvin

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Ein Zyniker schreibt...: Gesetze des Paten
02/09/2009 08:00 PM
Italiens Ober-Mafioso macht sich die Welt wie sie im gefällt...also nix Neues im Süden

Update: Leider zu spät...sorry Silvio[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: ZU TEUER!!!!
02/09/2009 08:00 PM
Mmmmh dieser Absatz erfüllt mich mit Erstaunen:

Für den Job, den Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder mal als den "zweitverrücktesten" in der Republik bezeichnete, braucht es einen vom Kaliber Mehdorn, so hört man immer wieder. Selbst Gewerkschafter sagen das. Nur so einer könne einen Staatsbetrieb führen, der privatwirtschaftliche Strategien verfolgt - und gleichzeitig den diversen Befindlichkeiten von Bundes-, Landes- und Regionalpolitikern gerecht werden muss. Und nur so einer könne es aushalten, ständig in der öffentlichen Kritik zu stehen.

Also ich weiß nicht wie ihr das seht aber die Bahn (abgesehen von U und S Bahnen) benutze ich nur im absoluten Notfall...zu teuer, zu langsam, zu voll, zu unbequem ... einfach zu Scheiße ... hatte ich ZU TEUER schon erwähnt? Das will ich jetzt nicht dem Mehdorn alleine ankreiden aber aus meiner Sicht handelt es sich bei der Bahn nicht gerade um ein Vorzeigeunternehmen nach den vielen Jahren Mehdorn.
Selbst wenn ich den ganzen Müll den der Mann in den letzten Wochen von sich gegeben hat mal außen vor lasse, würde ich den immer noch raus kanten.[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Verhalten entspricht den Erwartungen
02/09/2009 08:00 PM
Bei dem ganzen Rotz den die katholische Kirche täglich von sich gibt, frage ich mich wirklich warum sich die Leute überhaupt noch wundern und aufregen.[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Merkbarer Unterschied
02/09/2009 08:00 PM
Eigentlich wäre das Ende von Glos als Wirtschaftminister auch mal ein guter Zeitpunkt gleich die gesamte CSU los zu werden...die braucht keiner...fällt bestimmt nicht mal auf wenn die weg ist. Na ja es würde ein paar Deppen weniger in der deutschen Politik geben...bin mir aber nicht sicher ob das einen "merkbaren" Unterschied machen würde.[Link] [Cache]
Ein Zyniker schreibt...: Ursula und ihre Rotzideen
02/09/2009 08:00 PM
Also das hätte ich denen auch schon vor Monaten sagen können...oder auch jeder andere der je ein paar Computer vernetzt hat.

Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags kommt zu dem Ergebnis, dass Internetsperren gegen Kinderpornografie nur mit Zensurvorrichtungen wie in China möglich wären. Der Grundgedanke der dezentralen Vernetzung von Computern müsste dafür aufgegeben werden.

Unglaublich, wieso lassen wir ausgerechnet eine Familienministerin mit so einem Scheiß durchkommen? War klar, dass die Leyen keine Ahnung hat was sie tut. Ich freu mich jetzt schon auf den Ursulafilter. Ich frag mich wann die ersten Schreie nach Verboten von Proxyservern kommen.......booooooooooooooooooohaaaaaaaaa sind das alles Idioten, kotz, würg, brech....[Link] [Cache]
politplatschquatsch: Trubel im Tal der Ahnungslosen
02/09/2009 07:48 PM
Beim Aufräumen unserer mehrere zehntausend Ordner umfassenden illegalen Sammlung von Stasi-Akten fand sich am Wochenende auch ein kleines Geheimdienstköfferchen mit feuchten und brisanten MfS-Multimedia-Dateien, die ein völlig neues Licht auf das Leben in der "sogenannten DDR" (Axel Springer) werfen.

Ein mit einer hochauflösenden Knopfkamera gedrehter Pornofilm aus dem seinerzeit rund um Dresden gelegenen "Tal der Ahnungslosen ("clueless valley") lässt vermuten, dass in der Arbeiter- und Bauernrepublik bereits frühe Vor-Formen von kommerzieller Reklame praktiziert wurden. Ebenso legen die Aufnahmen den Schluß nahe, dass es unter den nicht immer einfachen Verhältnissen der zweiten deutschen Diktatur zeitweise zu sexuellen Kontakten kam, wie sie der moderne Mensch im Westen kennt. Muss die Geschichte der DDR nun neu geschrieben werden? Wir stöbern weiter im MfS-Multimedia-Koffer.[Link] [Cache]
Alltägliche Wahrheiten: Lockere Regeln schaffen korrupte Abgeordnete
02/09/2009 07:24 PM

Hatte ich vor wenigen Tagen noch den Tod des Bonner Steuerfahnders Klaus Förster zum Anlass genommen, darauf hinzuweisen, dass sich nur unsere Geschmacksnerven verändert haben, nicht jedoch das kriminelle Treiben Einzelner, so muss ich heute feststellen: Die Normen haben sich seit dem Flick-Skandal verschoben. That´s all!

Nun jedoch wird es wieder ganz abenteuerlich, wie REPORT MAINZ heute um 21:45 Uhr zeigen wird. REPORT MAINZ wird von einem Entwurf gesprochen, der dem ARD-Magazin vorliegt:

Darin heißt es: “Geldwerte Zuwendungen für Reisen in Ausübung des Mandats gelten nicht als Spenden.” Somit könnten Abgeordnete künftig Zuwendungen - auch von Unternehmen in Staatshand - in unbegrenzter Höhe annehmen, ohne dass dies veröffentlicht werden müsste. Auch “Zuwendungen zur Teilnahme an Veranstaltungen zur politischen Information” oder “als Repräsentanten des Deutschen Bundestags” sollen nach dem Entwurf künftig nicht mehr als Spenden gelten.

Welche Folgen dieser Entwurf haben wird, kann man dort auch gleich erfahren:

Der Staatsrechtler Professor Hans Herbert von Arnim erklärte dazu gegenüber “Report Mainz”: “Das läuft darauf hinaus, dass man Abgeordneten unbeschränkt viel Geld oder Geldwertes zuwenden darf, man muss es nur als Erstattung für Reise- oder Informationskosten etikettieren. Selbst Korruption, die eigentlich verboten ist, wird hier durch Außerkrafttreten dieser Vorschrift erlaubt.”

Der Staatsrechtler Professor Ulrich Battis von der Humboldt-Universität kritisierte ebenfalls den Entwurf gegenüber dem ARD-Politikmagazin: “Dann könnte man auch sagen, wenn ein Bundestagsabgeordneter drei Monate eine Kreuzfahrt machte und dann auf dieser Kreuzfahrt einmal in der Woche die Politik des Bundestags erklärt, dann fiele das auch unter diese Vorschrift. Das ist viel zu vage und es kommt auch hinzu, dass die Transparenz nicht wirklich gewahrt ist.”

Haben unsere Bundestagsabgeordneten alle ethischen Subroutinen verloren? Solche Ideen wenige Monate vor der Bundestagswahl so dusselig auf den Weg zu bringen, zeigt auf, wie egal ihnen die Wahlbeteiligung ist.

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Querdenkerforum: Brainstorming
02/09/2009 07:23 PM
Brainstorming ist eine von Alex Osborn erfundene und von Charles Hutchison Clark weiterentwickelte Methode zur Ideenfindung, die die Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe von Menschen fördern soll. Er benannte sie nach der Idee dieser Methode, nämlich „using the brain to storm a problem" (wörtlich: Das Gehirn verwenden zum Sturm auf ein Problem).


Quelle: Wikipedia > Brainstorming[Link] [Cache]

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